Hochqualifizierte Mütter und deren Erwerbsorientierung (HoME) Projektbericht. Carmen Klement Brigitte Rudolph

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1 Hochqualifizierte Mütter und deren Erwerbsorientierung (HoME) Projektbericht Carmen Klement Brigitte Rudolph

2 Du hast alle Wahlfreiheit, einen bunten Blumenstrauß, aber halt auch oft jeglichen Druck allem nachgehen zu wollen oder gerecht werden zu wollen

3 Danksagung Die Idee zu diesem Projekt reifte schon lange, bevor sie dann in die Tat umgesetzt werden konnte. Basis der Idee war das beobachtete Dilemma, dem viele gut ausgebildete Frauen auch in unserer Universitätswelt gegenüber stehen. Was tun sie, wenn das erste Kind kommt, wie wird geplant, was wird geplant und auch, wie können Mütter den Anforderungen der Familien- und Berufswelt gerecht werden? Welchem Druck fühlen sie sich ausgesetzt und wie beeinflusst dieser ihre Lebensplanungen? Dieser Bericht hätte nicht geschrieben werden können, wenn sich nicht Frauen bereit erklärt hätten, mit uns ein Interview zu führen. Unser besonderer Dank gilt deshalb den Teilnehmerinnen der Studie, die bereit waren, uns nicht nur ihre Zeit, sondern auch ihr Vertrauen zu schenken. Um einer Interviewten eine Stimme zu geben: Nachdem ich wusste, dass ich mit Ihnen ein Interview führe, habe ich mich erstmals seit Langem wieder mal damit beschäftigt, wie und warum ich das alles so gemacht habe. Das war sehr spannend. Das Ergebnis ist bemerkenswert: In einer großen Offenheit und Ehrlichkeit wird das Dilemma moderner Mütterleben an vielen Stellen deutlich. Und auch etwas anderes wurde sichtbar: Es gibt in der heutigen Zeit nicht die eine Lösung. Danken möchten wir auch Alexander Grobbin (Mitarbeiter im Lehr- und Forschungsbereich Empirische Methoden und Statistik ), der uns mit seinen Recherchen und seinen Layoutkünsten tatkräftig unterstützt hat, sowie der Leitung der Universität der Bundeswehr, die uns durch ihre Finanzierung dieses Projekt realisieren ließ und uns somit die Möglichkeit eröffnet, aufbauend auf dem vorliegenden Bericht neue Projektanträge zu konzipieren und zu verwirklichen. München, im April

4 Inhalt Danksagung... 3 Inhalt Einleitung Methodisches Vorgehen und Forschungsdesign Erkenntnisinteresse und Auswahl der Forschungsmethode Erhebung des Datenmaterials Sample und Feldzugang Interviewsituation und Ablauf Auswertung der Daten Von der Hausfrau und Mutter zur reflektierten Mutterschaft Entscheidungsprozesse zur Gründung einer Familie Planung und Aushandlung vor der Geburt Gründe für die Übernahme der Care Arbeit Wahrnehmung der Entscheidung Hausarbeit Die Praxis der Hausarbeit Übernahme der Hausarbeit durch den Partner Übernahme der Hausarbeit durch Andere Die Wahrnehmung der Hausarbeit Familienarbeit Die Praxis der Familienarbeit Übernahme der Familienarbeit durch Andere Die Wahrnehmung der Familienarbeit

5 3.4 Zusammenfassung Erwerbsarbeit Beruflicher Werdegang bis zum Ausstieg Beruflicher Werdegang nach dem Ausstieg Beruflicher Wiedereinstieg Wiedereinstieg erfolgt Wiedereinstieg in einen ausbildungsfernen Bereich Wiedereinstieg zu unbestimmtem Zeitpunkt Perspektiven für den Wiedereinstieg Qualifikationsverluste und mangelnde Karrierechancen Zentrale Voraussetzungen für den beruflichen Wiedereinstieg: Vereinbarkeit von Familie und Beruf Zusammenfassung Hochqualifizierte Frauen zwischen Familie und Erwerbsarbeit Bilanzierung einer Lebensentscheidung Lebenszufriedenheit Selbstdefinition über Beruf oder Familienarbeit Selbstwertgefühl Anerkennung und Wertschätzung durch Andere Berufliche Zufriedenheit Zufriedenheit mit der beruflichen Entwicklung vor dem Ausstieg Zufriedenheit mit der aktuellen Tätigkeit Zukunftsvisionen Beruf Unterschiede Ost-West Das liebe Geld finanzielle Ressourcen als Basis des gewählten Lebensmodells Geld zwischen ökonomischer Ressource und seiner sozialen Dimension

6 7.2 Verwaltung der familiären finanziellen Ressourcen Geld aus der Ursprungsfamilie: Eine Generation von Müttern als Erben Trennung und Scheidung Schlussbetrachtung Fazit und Ausblick Literaturverzeichnis

7 1 Einleitung Wer über Familie redet, muß auch über Arbeit und Geld reden, wer über Ehe redet, muß über Ausbildung, Beruf, Mobilität reden, und zwar über Ungleichverteilungen bei inzwischen (weitgehend) gleichen Bildungsvoraussetzungen. (Beck 1986: 161) Im Kontext der klassischen Lebenslauftheorie von Kohli wird von einer Dreiteilung des Lebenslaufs ausgegangen, der das menschliche Leben institutionalisiert und chronologisch strukturiert (vgl. Kohli 1985). Demnach sind es vor allem drei gesellschaftliche Institutionen, die in meist aufeinander folgenden Phasen den Lebenslauf eines Menschen in der Moderne strukturieren. In der Kindheit und Jugend ist dies das Bildungssystem. Dieses bereitet den Zugang zum Arbeitsmarkt vor. Daran schließt sich die mittlere Lebensphase an, die strukturiert wird von der Institution des Arbeitsmarktes. Im höheren Lebensalter schließlich erfolgt der Ruhestand, in Deutschland abgesichert durch die Rentenversicherungssysteme (vgl. Kohli 1985, 1994, 2003). In dieser Theorie wird das Erwerbssystem als stärkstes strukturgebendes Merkmal im Leben eines Menschen konzipiert und ist damit in erster Linie an einem männlichen Normallebenslauf orientiert. Unberücksichtigt bleiben dabei die Unterschiede in den Lebenslaufmustern anderer sozio-demographischer Gruppen allen voran das Geschlecht. Ausgangspunkt der Analyse ist das sogenannte Male-Breadwinner- Modell, in dem die nicht oder nur wenig erwerbstätigen Ehefrauen über die Ehemänner vergesellschaftet sind (Kohli 2003: 531). Diese Argumentation unterstellt jedoch ein normatives Ehemodell mit traditioneller Arbeitsteilung in Form der lebenslangen Bindung an den gleichen Partner. Damit bezieht sich das Drei-Phasen-Modell der Lebenslauftheorie auf ein Geschlechterverhältnis, wie es in Westdeutschland bis in die 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein gängig war. Entstanden ist die Dreiteilung des Lebenslaufs für den Mann und die innerhäusige Tätigkeit für die Frau bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert durch das Erstarken des Bürgertums. Das Modell des Bürgertums sah vor, dass der Mann einer außerhäusigen Erwerbstätigkeit nachging, während die Frau für die Organisation des Haushalts verantwortlich zeichnete. Der Mann schuf durch seine Erwerbstätigkeit die materielle Grundlage für die Familie, die Frau beaufsichtigte das Hauspersonal, d.h. die Kindermädchen, Bügelfrauen, Dienstboten u.a. (vgl. Gestrich 2013). Durch technische Neuerungen und Rationalisierungsprozesse sowie weiterer gesellschaftlicher Wandlungsprozesse schrumpfte jedoch die innerhäusige Personalverantwortung der Ehefrauen immer mehr zusammen und es etablierte sich die Kleinfamilie, in der der Vater weiterhin seiner Erwerbstätigkeit nachging, während die Mutter nun überwiegend alleine für den Haushalt und vor allem für die Kinderbetreuung zuständig war. 1 1 Genau in dieser Umbruchsphase fand auch die Pädagogisierung und Psychologisierung der Lebensphase Kindheit stattfand. Dies erhöhte den Arbeitsaufwand zur Betreuung der Kinder erheblich und ermöglichte gleichzeitig die Etablierung einer neuen Mutterrolle. Schütze hat dies ausführlich in ihrem Buch Die gute Mutter beschrieben (vgl. Schütze 1986). Vgl. dazu auch Gebhardt

8 Dieses Lebensmodell ist jedoch durch den kulturellen Wandel in den letzten Dekaden mit einer Entwicklung hin zur Individualisierung und gleichzeitiger Pluralisierung von Lebensformen nicht mehr zwingend gegeben (vgl. Beck 1986, Beck/ Beck-Gernsheim 1990, 1994). Idealtypisch entstand in Westdeutschland mit der Frauenbewegung Ende der 1960er Jahre, der gestiegenen Bildungsbeteiligung von Frauen und ihrer zunehmenden Erwerbsorientierung das Leitbild der Frau als eigenständiger, vom Mann ökonomisch unabhängiger Lebensplanerin, die nicht länger auf Sozialstatuszuweisung durch den Beruf oder das Einkommen des Ehemannes angewiesen sein sollte. In Ostdeutschland war bereits seit Mitte der 1950er Jahre die Erwerbstätigkeit beider Elternteile vorgesehen. Ermöglicht wurde die Organisation dieses Lebensmodells durch die vom Staat gesicherte Kinderbetreuung ab dem frühesten Kindesalter. So war sicher, dass auch Frauen erwerbstätig sein konnten und nicht wegen der Betreuung ihrer Kinder zu Hause bleiben mussten, was sie politisch gewollt auch nicht sollten. Die Dreiteilung des Lebenslaufs war in der DDR somit sowohl für Männer als auch für Frauen die Norm (vgl. Opielka 2002). Auffallend ist, dass zumindest in Westdeutschland das klassische Drei-Phasen-Modell nach wie vor nicht dem Lebensverlauf vieler Mütter entspricht. Da in der Theorie im Mittelpunkt der Betrachtung der Arbeitsmarkt steht, wird der Institution Familie als strukturellem biografischem Merkmal kein Platz eingeräumt (Krüger/ Levy 2000: 380). Der standardisierte Lebenslauf mit einer für beide Geschlechter zunächst einheitlichen Bildungsphase, der als nächste Stufe die Vollzeiterwerbstätigkeit vorsieht und mit dem Rentenalter endet, trifft auf die meisten Frauen nach der Familiengründung nicht mehr zu. Der weibliche Lebenslauf wird stärker als der männliche durch familiäre Gegebenheiten wie die Geburt eines Kindes oder die Pflegebedürftigkeit von Familienangehörigen strukturiert. Damit haben familiäre Ereignisse nach wie vor insbesondere für Frauen eine große Bedeutung für ihren Lebensverlauf, da sie Anlass zur Unterbrechung, Reduzierung oder gar zur endgültigen Aufgabe der Erwerbsarbeit sein können (vgl. Geissler 1998). Etabliert hat sich in den letzten Jahrzehnten das Modell des Ernährermodells mit einer dazu verdienenden Ehefrau, die meist in Teilzeit zwar weiterhin berufstätig ist, aber für die Haushalt- und Familienarbeit weiterhin die Hauptverantwortung trägt. Effinger nennt dies die modernisierte Versorgerehe (Pfau-Effinger 2005a: 10). Dieses Modell führt jedoch laut Becker-Schmidt zu einer doppelten Vergesellschaftung, da Mütter sich nunmehr sowohl am Beruf als auch an der Familienarbeit orientieren möchten und gar müssen (vgl. Becker- Schmidt 1987). 2 Als Konsequenz daraus kommt laut Kohli der gegenseitigen Abstimmung der beiden Ehepartner über die je individuellen Lebenslaufoptionen für die Frauen eine höhere Bedeutung zu. Das sei darin begründet, dass Frauen sich stärker den Optionen der Männer anpassen als umgekehrt sowohl aufgrund ihrer weniger hohen beruflichen Ertragserwartungen als auch ihrer stärker auf Familie bezogenen biografischen Orientierungen (Kohli 2003: 532). 2 Hochschild hat in ihrem Buch Der 48 Stunden Tag ausführlich das Dilemma von Müttern analysiert, die Erwerbs- und Familienarbeit zu verbinden versuchen (vgl. Hochschild 1989). 8

9 Diese Ansicht wirft verschiedene Fragen auf: Zum einen ob man Frauen generell geringere Ertragserwartungen an ihren Beruf attestieren kann und zum andern: Haben Frauen tatsächlich stärker auf die Familie bezogene biografische Orientierungen? Was hat sich geändert an dieser Haltung seit Frauen in der Bildung mit den Männern gleichgezogen haben, die Frauenerwerbstätigkeit seit Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhundert kontinuierlich angestiegen ist und seit Einführung der Elternzeit immer mehr Väter von dieser Möglichkeit der zeitweisen Betreuungsübernahme Gebrauch machen? (vgl. Ehnis 2009) In diesem Zusammenhang muss zudem die Frage gestellt werden, inwieweit die Argumentation von Becker aus Mitte der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts noch tragbar ist, dass die Mitglieder eines (Familien-) Haushalts eine rationale, nutzenmaximierende Aufgabenverteilung zwischen der Arbeit auf dem Arbeitsmarkt, die vom Mann übernommen wird und der Arbeit im Haushalt, die von der Frau übernommen wird, erwägen, um durch diese Spezialisierung einen höheren Gewinn zu erzielen als bei Nichtspezialisierung (Becker 1993: 97ff.) 3. Statistiken zeigen, dass in Westdeutschland nach wie vor viele Frauen nach der Geburt eines Kindes aus dem Erwerbsleben ausscheiden und damit oft für Jahre auf eine eigene berufliche Tätigkeit sowie eigenes Einkommen verzichten. Ein Wiedereinstieg erfolgt vielfach erst nach Jahren und dann lediglich auf Teilzeitbasis, was minder qualifizierte Tätigkeiten, geringeres Einkommen und einen Verzicht auf die Möglichkeit eines beruflichen Aufstiegs bedeutet. Zudem kann auf diese Weise kein vom Ehemann unabhängiges Alterseinkommen erwirtschaftet werden, was generell und insbesondere bei Scheidungen häufig zu einem deutlich erhöhten Altersarmutsrisiko für Frauen führt (vgl. Lewicki/ Wigger 2013). Für dieses spezifisch weibliche Erwerbsmuster werden vor allem die strukturellen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt sowie die mangelhafte Bereitstellung staatlicher Kinderbetreuungseinrichtungen verantwortlich gemacht. Demgegenüber argumentiert Hakim in ihrer Präferenztheorie, dass weniger der Arbeitsmarkt Erklärungen für das Erwerbsverhalten von Frauen liefere, sondern in modernen Gesellschaften auch mit den primären Präferenzen der Frauen zu tun habe. 4 3 Die Logik lässt sich wie folgt zusammenfassen: Ähnlich einer "kleine[n] Fabrik" (Becker G. 1993: 101) kombinieren die Individuen eines Haushaltes ihre Investitionsgüter (Rohstoffe und Arbeit) und schaffen damit die notwendigen Güter der Reproduktion, also beispielsweise Nahrung oder Fortpflanzung. Da nun die Haushaltsmitglieder unterschiedliche Fähigkeiten besitzen und auch meist unterschiedliche Einkommen auf dem Arbeitsmarkt erzielen würden, führe eine interne Arbeitsteilung und Spezialisierung zu einer optimalen Ressourcenausnutzung der Gesamteinheit 'Haushalt'. Da Männer statistisch gesehen tendenziell bessere Berufschancen und ein höheres Einkommensniveau haben, werden sie sich auf die marktvermittelte Arbeit konzentrieren, Frauen demgegenüber auf die Hausarbeit (Galler 1979: 200, von Zameck 1990: 137f.). 4 Hakim bietet mit ihrer Präferenztheorie einen alternativen Erklärungsansatz zur geschlechtsspezifischen Ungleichverteilung beruflicher Teilhabechancen. In Deutschland werden die ungleich verteilten Spitzenpositionen zwischen Männern und Frauen in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vor allem auf die Diskriminierung von Frauen zurückgeführt. Die Präferenztheorie erklärt die Ungleichverteilung auch mit der Wahlfreiheit von Frauen, da jede Frau einen Entscheidungsspielraum hat, welche Priorität sie dem Beruf, der Familie, dem beruflichen Aufstieg oder dem Geldverdienen gibt. Diese Entscheidung hat wiederum erhebliche Auswirkungen auf die Chancen im Arbeitsbereich. 9

10 It argues that in prosperous modern societies, women s preferences become a central determinant of life choices in particular the choice between an emphasis on activities related to children and family life or an emphasis on employment and competitive activities in the public sphere. (Hakim 2006: 286) Die für die vorliegende Studie interviewten Frauen waren zunächst vor der Geburt des ersten Kindes durch ihre Qualifikation überwiegend berufs- und karriereorientiert, nach der Geburt ihrer Kinder veränderte sich dies jedoch zum Teil unerwartet und plötzlich. Nun wurde eine starke Familienorientierung sichtbar. Interessant und bislang nicht erforscht ist, warum hochqualifizierte Frauen zwar aufgrund ihrer Qualifikation einen deutlich erweiterten Handlungsspielraum in der Gestaltung bei der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit hätten, aber so zeigt unser Sample vielfach dennoch eine lange Unterbrechung ihrer Erwerbsarbeit präferieren. Im Unterschied zu geringer qualifizierten Frauen verfügen Hochqualifizierte ja meist über deutlich höhere finanzielle Ressourcen und könnten sich somit eine Betreuung ihrer Kinder jenseits der staatlich bereitgestellten Kinderbetreuung leisten. Zudem haben Hochqualifizierte jahrzehntelang in ihre Bildung und Ausbildung investiert und müssten so die Annahme aus der Humankapitaltheorie damit auch ein deutlich gesteigertes Interesse haben, beruflich tätig zu bleiben, um diese Investition durch eine durchgängig eigene Erwerbstätigkeit zu nutzen. Im Mittelpunkt des Interesses standen in dieser Studie fünf zentrale Fragen: Welche Motive sind für den längeren Ausstieg aus der Erwerbsarbeit und die Übernahme der Care-Arbeit bei den Interviewpartnerinnen vorherrschend? Denkbar wäre, dass die Frauen unhinterfragt und selbstverständlich für ihre Kinder sorgen möchten und dies nicht an Dritte, d.h. fremde Personen oder auch den Partner abgeben. Zudem ist aber auch möglich, dass das vorherrschende Motiv der Wunsch nach einem Ausstieg- und / oder einer Umorientierung aus dem Erwerbsleben ist und die Geburt eines Kindes dies zunächst ermöglicht. Dies dürfte insbesondere bei den Frauen ein Leitmotiv sein, die ihre Arbeitsbedingungen als für sie nicht befriedigend wahrnehmen. 5 Theoretisch stehen hier vor allem die Überlegungen aus der Lebensverlaufsforschung sowie die theoretischen Abhandlungen über geschlechtsspezifische Arbeitsmarktstrukturen im Fokus (vgl. Becker 1999, Hakim 2006, Krüger/ Born 1996). Inwieweit spielen weiterhin Prägungen durch kulturelle normative Leitbilder eine Rolle für das gelebte Muster? Hier sollte zum einen die Selbstreflexion der Frauen über das Treffen der Entscheidung bei der Geburt ihrer Kinder und zum anderen ihr gelebter Alltag genauer analysiert werden. Zeigen sich hier auch Unterschiede in der Reflexion zwischen den verschiedenen Müttergenerationen? Theoretisch verortet 5 Diese Überlegungen basieren auf der von Stone formulierten 'Opting Out' Hypothese, die sie in ihrem Buch: Opting Out? Why Women Really Quit Careers and Head Home ausführlich belegt hat (vgl. Stone 2008). 10

11 werden kann diese Frage in der Geschlechterforschung und hier insbesondere auch in den Überlegungen zur Herstellung von Geschlechterdifferenzen in Elternschaft und der sich daraus ergebenden Entscheidungen für Mann und Frau (vgl. Allen/ Hawkins 1999: , Badinter 2010, Ehnis 2009, Maiwald 2010: , Maiwald 2011: 86-92, Nentwich 2000: , Vinken 2001). Wie gestalten die Paare ihre alltägliche Lebens- und Arbeitspraxis? Im Mittelpunkt steht hier die Frage, wie Erwerbs- und Familienarbeit in Haushalten, in denen sich ein Partner auf die Erwerbsarbeit konzentriert, während der andere Partner primär für die Aufgaben im Haushalt zuständig ist, verteilt wird, welche Aushandlungsprozesse benannt werden und ob möglicherweise aufgrund von Gleichheitsansprüchen auf der einen Seite und Verhaftungen in Rollenmustern andererseits Konfliktpotential entsteht. Grundlage der Untersuchung dieser Frage sind soziologische Abhandlungen über Arrangements in Paarhaushalten. Neben Koppetsch und Burkhardt (1999), die die Ambivalenzen zwischen Gleichheitsansprüchen und Verhaftungen fokussiert haben, gibt die Literatur zur konkreten Gestaltung der Arbeitsteilung im Haushalt Hinweise auf die Ausgestaltung und auch den Wandel, der zwischen verschiedenen Generationen sichtbar wird (vgl. König 2012). Wie gestaltet sich nach der intensiven Familienphase der Wiedereinstieg? Hierbei kann ein Vergleich der Mütterkohorte, die sich konkret in der Wiedereinstiegsphase befinden, weil ihre Kinder bereits in einem nicht mehr so betreuungsbedürftigen Alter sind, und jener Mütterkohorte, die sich zur Zeit noch in der Betreuungsphase ihrer Kleinkinder befinden, sehr aufschlussreich sein. Es ist anzunehmen, dass Wiedereinstiege und deren Erfolg abhängig sind von den gegeben Rahmenbedingungen des erlernten Berufs (vgl. Born/ Krüger/ Lorenz-Meyer 1996). Zudem dürfte aber auch die Zufriedenheit mit dem erlernten Beruf einen maßgeblichen Einfluss auf die Ausgestaltung des Wiedereinstiegs haben (vgl. hierzu Kapitel 5.2). Durch die unterschiedliche Sozialisation der Mütter in den neuen Bundesländern, die mit dem Leitbild eines partnerschaftlich-egalitären Erwerbsmodells und gesicherter außerhäuslicher Kinderbetreuung aufgewachsen sind, stellt sich die Frage, welchen Einfluss andere sozialstrukturelle Rahmenbedingungen auf das gelebte Modell der Frauen haben. Hierzu sind vor allem Überlegungen aus dem Ländervergleich hilfreich (vgl. etwa Pfau-Effinger 2005b). In Kapitel 2 wird zunächst die Auswahl der Forschungsmethode und das Forschungsdesign vorgestellt mit den einzelnen Schritten von der Erhebung des Datenmaterials bis zur Auswertung der Daten. Kapitel 3 legt die Entscheidungsprozesse zur Gründung einer Familie dar, danach wird die Praxis der Haus- und Familienarbeit geschildert mit den dazugehörigen Aushandlungsprozessen innerhalb der Paarbeziehung. Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Erwerbsorientierung der interviewten hochqualifizierten Frauen, ihrem beruflichen Werdegang und dem Wiedereinstieg ins Berufsleben nach der Kinderphase. In Kapitel 5 schließlich geht es um die Bilanzierung der Lebensentscheidung dieser Frauen zwischen Familie und Erwerbsarbeit, um ihre Lebenszufriedenheit, die berufliche Zufriedenheit und um Zukunftswünsche. Kapitel 6 befasst sich exkursmäßig mit den sozio-kulturellen Ost-West- 11

12 Unterschieden, die in den Interviews deutlich wurden. Da die verstärkte Familienorientierung insbesondere der interviewten Frauen in Westdeutschland mit oft längeren Berufsausstiegen nur durch ein entsprechend hohes Familieneinkommen möglich ist, wird in Kapitel 7 der Umgang der Paare mit den finanziellen Ressourcen analysiert. In Kapitel 8 kommt es zu einer zusammenfassenden Schlussbetrachtung und in Kapitel 9, dem Fazit mit Ausblick werden drei mögliche Zukunftsszenarien entwickelt, wie Familie und Beruf vereinbart werden können eine Frage, die sich nicht nur Frauen, sondern zunehmend auch Männern mehr und mehr stellen wird. 12

13 2 Methodisches Vorgehen und Forschungsdesign 2.1 Erkenntnisinteresse und Auswahl der Forschungsmethode Das zentrale Erkenntnisinteresse dieser Untersuchung ist in Anlehnung an die verstehende Soziologie in erster Linie auf das Verstehen des subjektiv gemeinten Sinns gerichtet, welcher jedem Handeln zugrunde liegt. Die verstehende Soziologie will soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären (Weber 1972, 1). Das Verstehen von Handlungsentwürfen, Zielen, Plänen und Motivationen der hochqualifizierten Mütter steht im Mittelpunkt, ausgehend von der zentralen Frage: Wie gestaltet sich für hochqualifizierte Mütter die Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Es wurde eine qualitative Forschungsmethode gewählt, da sich das narrative Interview mit dem Charakter der Prozesshaftigkeit, in dem die Befragten ihr je eigenes Relevanzsystem und damit ihre eigene Wirklichkeitsdefinition darlegen können, als explorierende Felderkundung erweist ohne vorab zu formulierende Hypothesen wie in standardisierten Verfahren üblich. Im Gegensatz zur quantitativen Forschung ist dieses ein hypothesengenerierendes Verfahren mit dem Ziel, aufgrund des Offenheitsprinzips (...) den Wahrnehmungstrichter empirischer Sozialforschung so weit als möglich offen zu halten, um dadurch auch unerwartete, aber dafür umso instruktivere Informationen zu erhalten (Lamnek 1995: 22). 2.2 Erhebung des Datenmaterials Die Erhebung des Datenmaterials erfolgte mit Hilfe eines Leitfadens. 6 Zusätzlich wurden demografische Daten am Ende des Interviews zu Alter, Familiensituation, Kinderzahl, Bildung, Ausbildung, Erwerbssituation und Einkommen abgefragt. Das leitfadengestützte Interview hat gegenüber dem standardisierten Interview mit vorgegebenen Antwortkategorien den entscheidenden Vorteil, dass es über ein gewisses Maß an Elastizität verfügt, welches zur Erforschung von individuellen Deutungsmustern notwendig ist (vgl. Witzel 2000). Der Leitfaden wurde daher nach einer einleitenden narrativen erzählgenerierenden Einstiegsfrage so flexibel gehandhabt, dass den interviewten Frauen größtmögliche Freiheit eingeräumt wurde, die Kommunikation während des Interviews selbst zu strukturieren. Dem Einbringen von neuen Gesichtspunkten, die den Befragten in ihrem individuellen Relevanzsystem wichtig waren, konnte so genügend Raum gegeben werden. 2.3 Sample und Feldzugang Das Sample ergab sich aus der Auswahl von hochqualifizierten Müttern (Hochschulabschluss), die über die Elternzeit hinaus ihre Erwerbstätigkeit aufgegeben hatten, um sich zunächst primär der Kinderbetreuung und der Familienarbeit zu widmen. Insgesamt 6 Der verwendete Leitfaden kann bei den Autorinnen angefordert werden. 13

14 wurden 30 Interviews geführt: 23 im Raum A-Stadt, einem westdeutschen Ballungsraum mit niedriger Arbeitslosigkeit, sehr guten Verdienst- und Arbeitsmarktchancen für Hochqualifizierte und im Vergleich zu den neuen Bundesländern eher niedriger Betreuungsquote. Sieben Interviews wurden im Raum B-Stadt geführt, einem ostdeutschen Ballungsraum mit im Vergleich zur westdeutschen A-Stadt deutlich höherer Arbeitslosenquote, deutlich niedrigeren Verdienst- und Arbeitsmarktchancen auch für Hochqualifizierte bei gleichzeitiger hoher Betreuungsquote. Zur Auswertung kamen 28 Interviews, da das Pretest-Interview sowie ein Interview mit einem alleinerziehenden Vater außen vor gelassen wurde. Die befragten Frauen waren zwischen 32 und 61 Jahre alt. Lediglich eine Interviewte hatte ein Kind, alle anderen Interviewpartnerinnen hatten zwischen zwei und vier Kindern. Man kann von zwei Alterskohorten der Mütter in Abhängigkeit des Alters der Kinder ausgehen. Zum einen gab es eine Vielzahl von Familien, deren Kinder in einem Alter sind, in dem eine Betreuung nicht mehr so intensiv ist. Die zweite Kohorte sind jene Familien, die noch kleine Kinder haben, die zudem auch noch eine intensive Betreuung benötigen. Alle Frauen waren verheiratet mit Ausnahme von einer geschiedenen und nun neu liierten Interviewpartnerin sowie einer zum Interviewzeitpunkt in Scheidung lebenden Mutter. 7 Der Feldzugang im Raum A-Stadt erfolgte neben einigen von den Autorinnen im privaten Umfeld generierten Kontakten im Wesentlichen durch Kontaktaufnahme zu Frauen, die an einem von der Bundesregierung und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Modellprogramm zur Wiedereingliederung von hochqualifizierten Frauen nach der Erziehungsphase teilgenommen hatten. Der Feldzugang im Raum B-Stadt gestaltete sich erheblich schwieriger. Vorhandene persönliche Netzwerke, von denen man sich eine Aquirierungsmöglichkeit erhofft hatte, waren leider nur begrenzt erfolgreich. Daraus ergaben sich Kontakte zu drei hochqualifizierten Frauen. Darüber hinaus wurden Anzeigen in einem regionalen Werbeträger-Kurierblatt und in einer Familienzeitschrift geschaltet, in der auch ein redaktioneller Beitrag zur Vorstellung des Projektes publiziert wurde. 8 Über die Anzeige in der Familienzeitschrift kamen drei Interviews mit hochqualifizierten Frauen und ein Interview mit einem alleinerziehenden Vater zustande, auf die Anzeige in dem Werbeträger-Kurierblatt meldete sich niemand. Auch über den Kontakt einer Mitarbeiterin der Arbeitsagentur in B- Stadt konnten leider keine Interviewpartnerinnen gefunden werden. Somit fiel die ostdeutsche Vergleichsgruppe mit 6 zu 22 in Westdeutschland befragten Frauen deutlich geringer aus. 7 Ungewöhnlich ist der hohe Anteil an Verheirateten im vorliegenden Sample. Den Bevölkerungsstatistiken nach hätten es mehr geschiedene oder auch alleinerziehende Frauen sein müssen. Dieser Bias ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass in der Feldforschungsphase während des Suchprozesses für geeignete Interviewpartnerinnen Frauen in Krisensituationen, wie z.b. einer Scheidung oder in Trennung lebend, kein Interview geben wollten. 8 Die Familienzeitschrift erscheint viermal jährlich mit einer Auflage von Exemplaren, die in B-Stadt und Umgebung in Bibliotheken, Arztpraxen, Kindertagesstätten, Familien- und Erziehungsberatungsstellen, Stadtteil- und Begegnungszentren sowie in der Uniklinik kostenlos aufliegen. Der regionale Werbeträger- Kurier erscheint zweimal wöchentlich im Raum B-Stadt mit einer Auflage von mehr als Exemplaren und wird kostenlos an Haushalte verteilt. 14

15 Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass das Modell des männlichen Alleinernährers und einer nicht berufstätigen, bzw. allenfalls dazuverdienenden Ehefrau im Osten Deutschlands selten vorkommt. Damit gibt es folglich entschieden weniger Paare, die dieses in den alten Bundesländern doch noch weit verbreitete Modell leben (vgl. dazu ausführlich Kapitel 6: Unterschiede Ost-West). 2.4 Interviewsituation und Ablauf Die Interviews fanden im Zeitraum von März 2013 bis März 2014 statt. Die Wahl des Ortes, wo das Interview stattfinden sollte, wurde den Interviewpartnerinnen überlassen. Überwiegend fanden die Interviews im Raum A-Stadt im Haus oder der Wohnung der Interviewpartnerinnen statt, einige wurden an einem neutralen Ort durchgeführt, wie z.b. in einem Café. Die Interviews im Raum B-Stadt fanden ebenfalls zu Hause bei den Frauen statt oder wurden an einem neutralen Ort durchgeführt. Bei der informellen Gesprächsphase, die der Vorstellung der eigenen Person diente und sowohl das Untersuchungsziel als auch den Ablauf des Interviews erläuterte, wurde nochmals Anonymität zugesichert sowie die Datenschutzrichtlinien erklärt. Es folgte eine Erläuterung, dass zur wissenschaftlichen Dokumentation das Gespräch auf Tonträger aufgezeichnet wird. Damit waren alle Interviewpartnerinnen einverstanden. Die Interviews hatten einschließlich der informellen Einleitungsphase und einer Nachfragephase am Ende des Interviews eine Dauer von durchschnittlich zwei bis drei Stunden. 2.5 Auswertung der Daten Die Interviews wurden nach der Tonaufzeichnung vollständig transkribiert. Das verschriftlichte 590 Textseiten umfassende Interviewmaterial wurde anschließend anhand eines von den Autorinnen entwickelten Kategoriensystems softwareunterstützt mit MAXQDA codiert. Unter Zugrundelegung des Leitfadens konnten zunächst themenzentrierte Kategorien gebildet werden, die deduktiv auf das Interviewmaterial angewendet wurden. Zur weiteren Strukturierung und Erhärtung wurden darüber hinaus induktive Kategorien gebildet. Dies entspricht den zentralen Charakteristika der Vorgehensweise nach der von Glaser und Strauss in den 1960er Jahren entwickelten Auswertungsmethode der Grounded Theory (vgl. Glaser/ Strauss 1979). Die Analyse nach der Grounded Theory schließt eine Begründung im Datenmaterial ein, die nach den drei Aspekten Induktion, Deduktion und Verifikation erarbeitet werden. Dabei ist mit Induktion gemeint, dass die Forschenden eine Vermutung oder eine Idee haben, aus der sich eine vorläufige Hypothese entwickelt und in einem weiteren Schritt geprüft wird, ob diese als Teilbedingung für die untersuchte Deutung brauchbar ist. Der Aspekt der Deduktion bezieht sich darauf, dass die Forschenden zur Vorbereitung der Verifikation Implikationen aus Hypothesen oder Hypothesensystemen ableiten. Bei der Verifikation schließlich werden die vorläufigen Hypothesen daraufhin untersucht, ob sie sich ganz oder teilweise bestätigen lassen, oder ob sie verworfen werden müssen. Während des gesamten Projekts wird also mit Induktion, Deduktion und Verifikation gearbeitet, da die Rückkehr zu den alten Daten stets gewährleistet ist (Strauss 1991: 37ff.). 15

16 Im Zentrum der vorliegenden Untersuchung steht aufgrund des von vornherein explorativ angelegten Charakters dieser Fallstudie nicht die Generierung einer völlig neuen Theorie sondern der Versuch, mittels der von Glaser und Strauss entwickelten Methode der Grounded Theory nach den Gründen, den Ursachen sowie dem Umgang damit zu suchen, die hochqualifizierte Frauen veranlassten, nach der Geburt eines Kindes über einen längeren Zeitraum aus dem Erwerbsleben auszuscheiden, auch wenn damit für den individuell biografischen Erwerbsverlauf je nach Beruf erhebliche Risiken verbunden sein können. 16

17 3 Von der Hausfrau und Mutter zur reflektierten Mutterschaft Hochqualifizierte Frauen, die sich entscheiden, für einen längeren Zeitraum aus ihrer Erwerbstätigkeit auszusteigen, um sich vorrangig um die Familie zu kümmern, werden mit vielfältigen Aufgaben konfrontiert. Neben der Hausarbeit, die alle Tätigkeiten umfasst, die der eigenen Reproduktion und der Reproduktion der Familienmitglieder dienen, sind sie auch hauptverantwortlich zuständig für die Kinderbetreuung und -erziehung im Weiteren Familienarbeit genannt. Doch welche Aufgaben umfassen diese beiden Tätigkeitsfelder und wie bewerten die Frauen diese Aufgaben? Und wie wird die innerfamiliale Arbeitsteilung unter den Partnern diskutiert und ausgehandelt? Dies sind die zentralen Fragen, die es zu stellen gilt, wenn untersucht wird, wie in Haushalten, in denen Frauen zunächst aus dem Erwerbsleben ausgestiegen sind, um sich vorrangig der Haus- und Familienarbeit zu widmen, die Arbeit jenseits der Erwerbsarbeit verteilt ist. Zunächst werden wir jedoch einen Blick auf den Entscheidungsprozess werfen, der zur Aufnahme dieses Lebensmodells geführt hat. Der Fokus liegt auf der Frage, welche Gründe die Interviewpartnerinnen für die Wahl dieses Modells angeben und wie sie dieses im Rückblick bewerten. 3.1 Entscheidungsprozesse zur Gründung einer Familie Insbesondere für Hochqualifizierte, die in der Regel durch ihr Studium deutlich später in den Beruf einsteigen als Personen ohne Hochschulabschluss, stellt sich die Frage, welcher Zeitpunkt am besten geeignet wäre, um eine eigene Familie zu gründen. Wie Studien belegen, haben die verlängerten Ausbildungszeiten in den letzten Jahrzehnten u.a. dazu geführt, dass das Erstgeburtsalter von hochqualifizierten Müttern deutlich höher liegt, als bei Frauen ohne Hochschulabschluss (vgl. BMFSFJ 2012b, Brandt 2012). In der Regel steigen hochqualifizierte Frauen nach ihrem Studium zunächst in ihren Beruf ein, danach folgt dann die Familienplanung. In nicht wenigen Fällen führt die Geburt des Kindes bzw. der Kinder zu einer längeren Unterbrechung der Erwerbsbiografie über die gesetzliche Regelzeit hinaus Planung und Aushandlung vor der Geburt In den Interviews zeigte sich, dass Planungen und partnerschaftliche Aushandlungen vor der Geburt über den zeitweisen Ausstieg und anschließendem Wiedereinstieg wegen anderer Vorstellungen nach der Geburt des Kindes häufig nicht umgesetzt wurden. Die Interviewpartnerinnen berichteten, dass ihre Vorstellungen, bald wieder in den Beruf einzusteigen, an der Realität scheiterten. Dies mit unterschiedlicher Begründung: z.b. wurde thematisiert, dass die Beanspruchung durch Care-Arbeit einfach zu hoch gewesen sei, um nach beispielsweise einem Jahr wieder erwerbstätig zu sein. Dies wurde besonders dann geäußert, wenn es sich um betreuungsintensivere Kinder gehandelt hatte, z.b. Zwillinge oder Kinder mit erheblichen gesundheitlichen Problemen. Ein weiterer Grund wurde von einigen Frauen in der mangelnden Unterstützung durch die Ehemänner gesehen, da diese zur Geburt des ersten Kindes mit ihrer eigenen beruflichen Weiterentwicklung beschäftigt waren und 17

18 eine Aushandlung deshalb nicht erfolgen konnte. Auch die fehlende Hilfe von Großeltern wurde als ein wesentlicher Faktor erwähnt, der Frauen den baldigen Wiedereinstieg in den Beruf erschwert. Sind Großeltern wegen ihrer Entfernung zum eigenen Wohnort oder aus anderen Gründen nicht verfügbar, gestaltet sich der Wiedereinstieg deutlich schwieriger und kann gegebenenfalls nicht realisiert werden. Immer wieder genannt wurde die durch die Geburt erfolgte andere Sicht auf das Kind und seine Betreuungsbedürftigkeit. Der vor der Geburt geplante schnelle Wiedereinstieg in den Beruf wurde aufgegeben, weil die Frauen merkten, dass ihnen die Betreuung des Kindes so sehr am Herzen lag, dass sie eine Berufstätigkeit als Mutter mit einem Kind ethisch und moralisch nicht vertreten konnten. Dies dürfte vor allem auf jene Frauen zutreffen, die sich vor der Geburt des Kindes bereits in ihrem Beruf etabliert hatten und ihre Erwerbstätigkeit positiv bewerten. Man nimmt sich vorher so viele Sachen vor, bevor man die Kinder bekommt, und wenn die dann auf der Welt sind, ist es so viel anders, das kann man sich vorher nicht vorstellen. Und dann an diesen Lebensplänen so festzuhalten, das ist mir nicht so ganz gelungen. Also ich hab mich da auch so ein bisschen von dieser, ja, Mutterrolle vielleicht schon ein bisschen überrollen lassen (Nr. 5, 146). Dem Zitat ist zu entnehmen, dass sich die Interviewte von der Mutterrolle hat überrollen lassen und damit ihre persönlichen Pläne nicht mehr weiter verfolgen konnte. Eine Konkretisierung der beruflichen Pläne erfolgte nicht, aber in der Formulierung überrollen wird eine gewisse Reaktivität gegenüber der Situation ausgedrückt. Die Aussagen der Interviewten decken sich mit jüngst erschienen Ergebnissen einer repräsentativen Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach, in der Eltern mit kleinen Kindern befragt wurden. Auch hier begründet ein großer Teil der Frauen, dass sie zu Hause bleiben wollten, um Zeit mit dem Kind zu verbringen (70%) bzw. die den Wunsch äußerten, das Kind in den ersten Jahren selbst zu betreuen (66%) (Institut für Demoskopie Allensbach 2015: 30). Im Anschluss an die Überlegungen der französischen Philosophin Badinter zeigt dies die Kraft der kulturellen Normen, denen sich die Frauen bei der Geburt eines Kindes ausgesetzt fühlen. Die deutsche Mutter, die italienische Mamma und die japanische Kenbo stehen für ein mythisches Bild der sich aufopfernden, aber zugleich allmächtigen Mutter. (Badinter 2010: 147, Hervorhebung im Original) In diesem Zusammenhang wurde von einigen Interviewpartnerinnen das Gefühl von schlechtem Gewissen bei dem Gedanken an eine zeitige Berufsrückkehr oder -weiterführung angeführt. Dieses schlechte Gewissen den Kindern gegenüber führte in einigen Fällen dazu, dass beruflich nicht wieder eingestiegen wurde, bzw. erst sehr viel später, wenn der Betreuungsbedarf mit zunehmendem Alter der Kinder nachgelassen hatte. Zum Teil wurden dann ausbildungsferne, prekäre Beschäftigungsverhältnisse mit geringer Stundenzahl aufgenommen. Das von den Interviewten absolvierte Studium und die dort erworbenen Qualifikationen waren meist nicht erforderlich für diese Tätigkeiten (vgl. ausführlich dazu Kapitel 4.3.1). 18

19 Nach Hakim gehören diese Frauen eindeutig in die Gruppe der home-centred mothers, bei denen das Familienleben und Kinder oberste Priorität im Leben haben und das abgeschlossene Studium eher eine intellektuelle Bereicherung ist und somit das Arbeiten im Beruf nicht zwingend auf Karriere ausgelegt sein muss. Hakim geht davon aus, dass dies je nach Gesellschaft zwischen 10 und 30% sind (Hakim 2006: 288). Unzufriedenheiten mit der Entscheidung zeigen sich in den Fällen, in denen partnerschaftliche Aushandlungen oder die Vorstellung einer gewissen Rollenteilung nicht durchgesetzt wurden oder aus strukturellen Gründen nicht durchführbar waren. So machte sich in einem Fall zum Zeitpunkt der Geburt des ersten Kindes der Ehepartner mit einem Unternehmen selbstständig und sah sich deshalb nicht in der Lage, seine Arbeitszeit zu reduzieren wie es vor der Geburt geplant war. In den meisten Fällen gab es jedoch keine Aushandlungsprozesse zur Frage, wer beruflich aussteigt, um die Kinderbetreuung zu gewährleisten. Meistens war von vornherein unausgesprochen klar, dass die Mütter diese Aufgabe übernehmen. Nee. Also da gibt es keine Aushandlung mit meinem Mann, weil mein Mann ist einfach selbstständig und nie da. Also wenn mich jemand fragt, dann sag ich immer, ich bin alleinerziehend mit drei Kindern (Nr. 37, 16). In der Frage der Versorgung der Kinder haben Mütter zunächst die Definitionsmacht. Sie entscheiden, dass sie zu Hause bei den Kindern bleiben, selbst dann, wenn der Mann bereit wäre, dies zu tun. Für sie ist es wichtig, die Option zu haben, dass der Mann sie bei einer Erwerbstätigkeit unterstützen würde, aber sie entscheiden, wann der Zeitpunkt eines Wiedereinstiegs sein sollte. Von Aushandlungskonflikten über die Frage, ob die Frau wieder berufstätig sein sollte, wurde nur in einem Fall berichtet. Der Wunsch der Befragten, wieder in ihrem Beruf zu arbeiten und die begonnene Dissertation zu beenden, wurde auch in diesem Fall der Karriere des Ehemanns untergeordnet: Ich hätte dann auch schon eine Stelle gehabt, und dann gab s bei meinem Mann eine größere Entscheidung, was macht er, bleibt er in X [nennt das Unternehmen] oder macht er sich selbstständig (...) ich hab aufgrund der Partnerschaft dann gesagt, okay, mein Mann hat mich auch drum gebeten, ich sollte ein bisschen ruhig halten noch, er möchte jetzt noch klären für sich, wie geht s weiter. (...) Wir hatten dann wirklich auch in unserer Partnerschaft heftige Diskussionen, wer steckt jetzt zurück, wie geht s weiter. Und das war der Grund, warum ich mich dann dazu entschlossen hab, das ruhen zu lassen, und es ruht bis heute (Nr. 14, 16). Die Befragte verzichtete langfristig auf die Ausübung ihres Wunschberufs und ihre beruflichen Ambitionen. Stattdessen managte sie als Hauptverwalterin über Jahrzehnte hinweg das kleine Unternehmen des Ehemannes. Inzwischen ist sie Ende Fünfzig und sieht für sich kaum noch Chancen, ihren Beruf noch einmal aufzunehmen. Obgleich das vorgenannte Lebensmodell der Familienfrau auf längere Sicht unter den Befragten vorherrschte, gab es jedoch vereinzelte Fälle, in denen der Ehemann zeitweise seine Arbeitszeit reduzierte, um seine Frau in ihrem beruflichen Fortkommen zu unterstützen. Als entgegenkommend beschreibt eine Frau ihren Ehemann, der ebenfalls reduzieren würde, 19

20 wenn sie eine Erwerbsarbeit aufnähme. Überdies beteiligt sich in diesem Fall der Ehemann an der Suche nach einer adäquaten Stelle: ich auch weiß, dass ich einen Mann im Hintergrund [habe], der umgekehrt sagt, wenn du einen Job findest, dann reduziere ich. Also das ist für mich auch eine wichtige Option, dass ich das weiß. Er hat auch diese Stellenausschreibung daher geschleppt, ich hab die gar nicht gesehen und hat gemeint, das musst du unbedingt, das musst du probieren (Nr. 10, 6). Daraus lässt sich schließen, dass zumindest einige Ehemänner mit der Aufnahme einer Erwerbsarbeit ihrer Frauen überaus einverstanden wären. Dies hat bei den hier befragten Frauen eindeutig nicht die monetäre Komponente, etwas zum Familieneinkommen beizutragen, da alle Männer gut verdienen. Insgesamt wurde die Ausstiegssituation von den Interviewten durchweg positiv eingeschätzt. Eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung waren der höhere Verdienst ihrer Ehemänner, die meist besseren Jobs sowie deren vielversprechenderen beruflichen Aussichten (vgl. Kapitel 7). Eine eigene Erwerbstätigkeit aus finanziellen Gründen war unter diesen Bedingungen nicht zwingend erforderlich. Allerdings äußerten sich einige Frauen darüber, dass sie sich dieses Privilegs durchaus bewusst seien und auch um die Fragilität im Falle einer Trennung wissen Gründe für die Übernahme der Care Arbeit Die Hauptgründe für die Übernahme der Care-Arbeit durch die Mütter scheinen immer noch gestützt durch unterschwellige sozio-kulturelle normative Vorstellungen von einer guten Mutter (vgl. u.a. Schütze 1986, Vinken 2001). Schütze beispielsweise legt dezidiert dar, wie sich der Begriff Mutterliebe im Laufe des 19. bis 20. Jahrhundert mit der Verwissenschaftlichung des Sozialisationsprozesses verändert hat und über die Zeit hinweg mit unterschiedlichen Inhalten gefüllt wurde (Schütze 1986: 73ff.). Vinken beschäftigt sich mit dem bis heute gültigen deutschen Dogma der Mutter, die unsere Familienpolitik im Verhältnis zu westeuropäischen Standards um viele Jahrzehnte hinterher hinken lässt. Nach Vinken glauben die Deutschen auch heute noch, dass nur die Mutter in selbstloser Weise einen Raum der Liebe für die Ihren schaffen kann (Vinken 2001: 1). Der Kinderwunsch beinhaltete für die für dieses Projekt befragten Frauen meist automatisch, die Betreuung und Sorgearbeit der Kinder in den ersten Lebensjahren selbst zu übernehmen. Die Entscheidung, aus dem Beruf auszusteigen und zu Hause die Kinder zu betreuen wird sehr bewusst getroffen. Im Vordergrund steht der Wunsch, die Kinder aufwachsen zu sehen und die Kinder prägen zu können. Die wichtigsten Gründe? /ja/ Ganz spontan gesprochen, ich wollte bei meinen Kindern sein. Ich wollte meine Kinder nicht fremd betreut wissen (Nr. 22, 12). Verbunden mit dem Betreuungswunsch war die Vorstellung, die eigenen Kinder selber prägen zu wollen und dies nicht fremdem Betreuungspersonal überlassen zu wollen. Dies deckt sich mit den Befunden der jüngst erschienen Studie des BMFSFJ, in der ebenfalls festgestellt 20

21 werden konnte, dass vor allem die spezifische Vorstellung des Familienlebens und die Vorstellung über die eigene Rolle als Mutter eine Betreuung des jungen Kindes in einer Institution undenkbar erscheinen lassen (BMFSFJ 2014b: 67). Vielfach hervorgehoben wurde dabei auch der Wunsch nach der Prägung und der intensiven Begleitung der Kinder. Dies beschreibt eine Mutter im folgenden Zitat sehr treffend. Sie hatte ihren Arztberuf zugunsten der Betreuung ihrer drei Kinder aufgegeben: Insofern ist die Entscheidung, zu Hause zu bleiben mit den Kindern auch eine sehr vorsätzliche und bewusste gewesen, definitiv. Also das war für mich wichtig. Ich war der Meinung, ich möchte Kinder haben um mit Kindern auch leben zu können, Kinder erleben zu können in ihren Entwicklungsschritten, um sie begleiten zu können und vielleicht auch maßgeblich Einfluss nehmen zu können, in welche Richtung sie sich entwickeln können. Das war für mich eine Herausforderung, die wollte ich gerne selber in die Hand nehmen, die wollte ich nicht weg delegieren (Nr. 36, 4). Eine andere Mutter beschreibt die Glücksempfindungen, die sie bei der Betreuung ihrer Kinder empfunden hat und reflektiert, dass sie sich aufgrund der emotionalen Bindung zu den Kindern eine frühe Fremdbetreuung gar nicht vorstellen kann. Und für mich war s wirklich tatsächlich so, ich hab meine Tochter in der Hand, im Arm gehabt, und für mich hat sich die Welt grundlegend verändert. Grundlegend. Und es war von dem Moment gar nicht mehr vorstellbar, dass ich gesagt hätte, ich möchte sofort wieder zurück in den Job. Das hat sich total in der Priorität verändert (Nr. 3, 4). I: Welche Vorteile haben Sie denn darin gesehen, dass Sie jetzt erst mal die Betreuung übernommen haben, der Kinder. A: Welche Vorteile. Als Vorteil oder Nachteil würde ich es gar nicht bezeichnen wollen. Ich habe das einfach als beglückend empfunden, das Großwerden meiner Kinder zu erleben und dafür auch zuständig zu sein und der Ansprechpartner zu sein. Ich hätte es, glaube ich, als schmerzlich empfunden umgekehrt, Kinder schon frühzeitig sehr viel wegzugeben und viele Dinge nicht so mitzubekommen (Nr. 20, 19f.). Eine ganze Anzahl der befragten Mütter sieht das ähnlich, viele äußerten ihre emotionalen Bedenken, wie im folgenden Zitat deutlich wird: Aber also so ich sag mal so, ich glaube, mir vorzustellen, die Kinder jetzt irgendwie die ganze Zeit komplett wegzugeben und auch einfach diese Zeit so in der Form doch nicht mehr zu erleben, wäre mir schwer gefallen (Nr. 19, 27). Neben den ganz persönlichen Motiven für die Übernahme der Care Arbeit sahen sich einige der Interviewten mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Dazu gehörten vor allem schwerwiegende Krankheiten eines Kindes, Zwillingsgeburten aber auch die Behinderung eines der Kinder. Deutlich wird dies im folgenden Zitat, das von einer Mutter mit vier Kindern stammt, die gleich mit mehreren Problemen umzugehen hatte: Ja, ich bin eigentlich historisch zu Hause, weil ich ich denke mal der Hauptgrund, dass ich a) keine feste Stellung hatte, als ich mit dem ersten Kind schwanger wurde und b) hat sich dann erst viele Jahre später rausgestellt, dass unser Großer eine X - 21

22 Krankheit hat und deshalb unser ganzes Leben schon anders verlaufen ist. Und wir haben das einfach ganz pragmatisch entschieden, einer muss es machen, und ich bin einfach die bessere Wahl (Nr. 35, 3). In den Schilderungen der Interviewpartnerin wird deutlich, dass zwar Versuche unternommen wurden, das erste Kind in eine Betreuungseinrichtung zu geben, dies jedoch bei dem als etwas schwierig geltenden Kind aufgegeben werden musste. An der Einschätzung der beruflichen Ausstiegssituation lassen sich ebenfalls Gründe für die Übernahme der Care-Arbeit zeigen. Retrospektiv wird von allen interviewten Frauen der Ausstieg zunächst als richtige Wahl eingeschätzt. Sie stehen zu der Entscheidung für die Kinder auf eine eigene Karriere verzichtet zu haben. Der Beruf als Erfüllung des Lebens wurde mit der Geburt des Kindes hinterfragt und man sah in der Betreuung der Kinder die größere Erfüllung: Aber dieser Karriere nach hecheln, um noch einen Schritt und noch einen Schritt da hab ich irgendwie den Sinn drin verloren oder schon lang nicht mehr gesehen. Ich hab an der Uni einfach auch gesehen, wie sich Menschen halb kaputt gemacht haben (Nr. 10, 15). Ein weiteres Mal wird die in Hakims Präferenztheorie beschriebene Zentrierung auf die Mutterrolle sichtbar (vgl. Hakim 2006). Mit der Geburt des Kindes verschieben sich deutlich die Präferenzen und der Wunsch eines biografisch durchgängigen Erwerbslebens wird zurückgestellt zugunsten einer Orientierung auf die Mutterschaft, in der Erwerbsarbeit zwar auch eine Bedeutung haben kann, aber erst dann, wenn die Kinder älter sind und dann auch nicht im Sinne einer Karriere, sondern, um mit einem Nebenverdienst auf der Basis des Hauptverdienstes des Mannes etwas Sinnvolles zu tun. Ein weiterer Grund für die Übernahme der Care-Arbeit war die Möglichkeit, dadurch der Berufswelt entkommen zu können und durch die Fokussierung auf die Familie nicht mehr arbeiten zu müssen. Bei einigen hatten sich im Laufe der Berufsjahre mehr und mehr Unzufriedenheiten am Arbeitsplatz gezeigt, die sich mit der Geburt des Kindes durch einen gesellschaftlich legitimierten Ausstieg lösen ließen. Exemplarisch hierzu: Also das war irgendwie gar nicht meins, diese Werbe-, Modewelt, das hat mich eigentlich richtig genervt (lacht). Gott sei Dank hab ich dann meinen Mann kennen gelernt (beide lachen), und das hab ich dann eigentlich auch so empfunden, als ich dann schwanger wurde, dann hab ich so gedacht, das ist mir jetzt eigentlich ganz recht, dass ich jetzt aus diesem blöden Arbeitsverhältnis raus komme (Nr. 9, 10). Dies bestätigt die Forschungsergebnisse von Stone, die 2008 in einer Untersuchung in den USA ebenfalls feststellen konnte, dass einige Hochqualifizierte die Geburt eines Kindes als Möglichkeit eines Ausstiegs aus ihrem Beruf nutzten (vgl. Stone 2008). Gleichzeitig zeigt sich ein gesellschaftlicher Wandel dergestalt, dass die aus der Paarperspektive nutzenorientierte Aufteilung der Arbeit kein legitimer Grund mehr für einen Ausstieg ist. Dies wäre im Gegensatz zu einem Ausstieg aufgrund der Geburt eines Kindes heute für Frauen begründungspflichtig. Männern steht ein beruflicher Ausstieg als Option nur begrenzt zur Verfügung, da für sie bislang die breite gesellschaftliche Legitimation fehlt. Vielmehr lastet 22

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