Hand aufs Herz: Fragen zum Abschied

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1 Hand aufs Herz: Fragen zum Abschied Diese Ausgabe ist die letzte des langjährigen alpinwelt-teams. Auf den folgenden n erzählen die Redakteurinnen und Redakteure und der Grafiker von ihren ganz persönlichen Bergträumen. Fragen: Johanna Stöckl Willi Brauer Grafisches Warmlaufen mit der Gestaltung der Bergwärts -Artikel. 42 Gestalter von Beginn an bis 2020 Augen zu, und man sieht sich in Italien... Am meisten: Mit einem super eingespielten Team immer wieder etwas Neues zu schaffen und ein tolles Produkt in den Händen zu halten. Weniger: Joachims Argusaugen, die bis zur Endkorrektur jeden Fehler sahen. Wie gestalte ich den Themenaufmacher und finden wir ein gutes Titelbild? Welches Magazin außer der alpinwelt hättest Du immer gerne mal gemacht? Die Mare Erfüllte Träume Noch ein bisserl rumgestalten, paddeln, am See sitzen und in die Wolken schauen. Laura Betzler 26 Volontärin und Redakteurin seit 2018 In geraden Wochen sind die Oberländer dran. Serviert 10/10, selbstbaristiert 8/10 Am schönsten ist es, spannende Artikel entstehen zu lassen und mit Bildern zu bestücken. Weniger mag ich, wenn s zeitlich eng wird (kurz vor Druckschluss). Seilsalat im Buchstabenkuddelmuddel. Welches Magazin außer der alpinwelt hättest Du immer gerne mal gemacht? GEOlino Bergige Buchstabengeschicke Auf Bewährtes und auch viel Neues in der Sektion München. 30 Michael Reimer Kurzzeit-Redakteur 2020 Für ein Ritual waren 12 Bürotage dann doch ein bisschen wenig. So gut wie La Dolce Vita in Bella Italia. Am meisten die Vorfreude auf spannende Bergthemen, eher weniger die sieben Zoom-Konferenzen. Von Bergabenteuern, die ich in der Rubrik Bergwärts erzählen kann. Welches Magazin außer der alpinwelt hättest Du immer gerne mal gemacht? Ein eigenes Vierjahreszeiten-Magazin mit griffigem Titel wie Natur ohne Uhr oder so ähnlich. In der Kürze liegt die Würze Auf Bergtouren unter der Woche. Franziska Kučera Volontärin und Redakteurin 2012 bis 2020 Jedes Mal, wenn die frisch gedruckten Hefte kamen, hab ich gleich eines für meinen Papa verschwinden lassen. Erst der allmorgendliche Caffè Latte hat mich mit 30 vom Kaffeetrinken überzeugt. Highlights waren immer das Austüfteln des Schwerpunktthemas und dann der spannende Moment, die ersten Layouts zu sehen. Weniger aufregend: das Vermischte ganz hinten korrigieren. Eine Themenstrecke über 80 n. 32 Welches Magazin außer der alpinwelt hättest Du immer gerne mal gemacht? Berge. Gibt s aber schon lange nicht mehr. Mehr als a Heftl Auf das Neue und noch Unbekannte. Gerne wieder mit viel Berg, komme aber auch mit weniger klar. Jutta Siefarth 36 Schattenredakteurin von Beginn an bis 2020 Die Suche nach einer geeigneten Lichtquelle, die mich als Schattenredakteurin richtig in Szene setzt. Für eine ausgesprochene Teetrinkerin: ausgezeichnet! Lieber Konzeption als Redaktion. Von falsch gesetzten Kommata, vertauschten nzahlen, Schusterjungen und Hurenkindern... und manchmal von einer Tour, die in der letzten Ausgabe beschrieben wurde. Welches Magazin außer der alpinwelt hättest Du immer gerne mal gemacht? Bekommt man bei diesen Food- und Lifestyle-Magazinen nicht das feine Essen oder das Wochenende im Luxus-Resort erstattet? Kaffee alpin nicht to go! Auf mehr (Berg-)Zeit mit dem Chefredakteur! 38 Joachim Burghardt Volontär und Redakteur 2008 bis Anfang 2020 Immer wieder die Titelseiten der alpinwelt im Onlinearchiv anschauen. Technik, die begeistert... Am meisten: Ideen verwirklichen. Weniger: Immer wenn die neue alpinwelt mit der Post kam, wusste ich schon, was drinsteht. Siehe Fragen 1 und 2. Schöne Titelseiten und Kaffee, das ist der Redakteurs-Lifestyle! Welches Magazin außer der alpinwelt hättest Du immer gerne mal gemacht? Früher: Berge; heute würde ich gern ein neues Magazin über Leben, Glauben, Tiefund Hintergründiges mitentwickeln. I can t get no satisfaction a bissl rockig war die alpinwelt ja auch immer... Als Redakteur der Münchner Kirchenzeitung entdecke ich gerade viele Themen, die ähnlich spannend sind wie Bergthemen. Frank Martin Siefarth Chefredakteur von Beginn an bis 2020 Wenn ich der Editorialbild-Fotografin nicht freundlich genug geschaut habe, musste ich immer das alpiiiiiinwelt-gesicht aufsetzen. Die Wahrheit ist: Unsere WORTSTATT ist ein als Büro getarntes Café, und da gibt s den besten Caffè Schwabings! Alles hängt mit allem zusammen. Zwickt's mi, i glaab i tram! 44 Welches Magazin außer der alpinwelt hättest Du immer gerne mal gemacht? Die Titanic Als die Träume laufen lernten Weiter kreativ sein, auf Berge steigen und (zeitweise) in den Bergen leben! Foto: Andreas Strauß 22 23

2 Die Heftlmacher sagen Servus! Text: Frank Martin Siefarth So ist das, wenn ein Kind aus dem Haus geht. Man ist ein bisschen traurig und zugleich ein bisschen stolz. Freut sich über die in den Jahren gewachsene Reife des Sprösslings und spürt doch, wie auch ein Teil von einem selbst geht. Und man blickt ein wenig wehmütig, aber voll schöner Erinnerungen zurück. Die alpinwelt ist mein Kind. Und sie geht jetzt aus dem Haus. Sie verlässt nach 21 Jahren unsere WORTSTATT in Schwabing, und wir lassen sie ziehen in einen neuen Lebensabschnitt, zu neuen Zielen, mit neuen Begleitern. Ich erinnere mich gut und mit großer Dankbarkeit an die Zeit der Erwartung und schließlich der Geburt des neuen Mitglieds der DAV-Familie. Nachdem die Kooperation der Sektionen München und Oberland im Sommer 1999 für den beschlossene Sache war, begann ich zusammen mit dem Geburtshelfer Willi Brauer bis heute mein Kreativpartner nicht nur bei der alpinwelt, sondern auch Wir lassen die alpinwelt ziehen in einen neuen Lebensabschnitt, zu neuen Zielen, mit neuen Begleitern. bei vielen anderen Projekten ( 42) das Konzept für eine gemeinsame Mitgliederzeitschrift der beiden Vereine zu entwickeln und diese dann auch gleich zum Start der Kooperation zu produzieren. Kurz zuvor hatte ich die Redaktion des Heftls der Sektion München übernommen, und jetzt durfte ich selbst einem neuen Heftl wir nennen die alpinwelt bis heute bei diesem Kosenamen das Leben schenken! Ein Traum ging in Erfüllung. Am 15. Januar 2000 erblickte München und Oberland alpin (der endgültige Name alpinwelt mit dem Zusatz Mitgliederzeitschrift der Sektionen München und Oberland wurde erst zur zweiten Ausgabe gefunden und war die Idee von Grafiker Willi Brauer) fach das Licht der Welt. 152 n lang und 284 Gramm schwer. Dass diese Geburt so glücklich und gesund verlief, war auch dem unvergessenen Horst Höfler zu verdanken, der wie schon beim Vorgängerheft für die Reportagen verantwortlich zeichnete. Ihm gelang der Coup, dass wir den Leserinnen und Lesern gleich im ersten Heft den exklusiven Bericht von Alex Huber über seine Expedition zum Ogre, der Menschenfresser zusammen mit seinem Bruder Thomas sowie Jan Mersch und Toni Gutsch präsentieren konnten. Bis Ausgabe 1/2006 hat Horst als Redakteur mitgearbeitet und auch danach als treuer Freund und publizistischer Weggefährte viele äußerst lesenswerte Artikel beigetragen, bis er leider allzu früh im Januar 2012 verstorben ist (siehe 38). Von Beginn an zunächst im Hintergrund und ab 2005 als Schattenredakteurin fester Bestandteil des Teams, war meine Lebenspartnerin Jutta Siefarth (vormals Schlick). Was Schattenredakteurin bedeutet, veranschaulicht ein Blick in die Impressen der alpinwelt: Wann immer es eng wurde und nicht nur dann, trat sie aus dem Schatten heraus und war mit ihren Ideen, ihrer Feder und ihrem Rotstift zur Stelle ( 36). Ihr auffallend gepflegtes Äußeres sowie manch überraschendes wie ungewöhnliches Outfit verdankte die alpinwelt immer wieder dem Lithografen Marc Zauberhand Teipel. Und langjähriger Mitgestalter ist auch Christian Rolle, der seit Mitte 2001 bis heute sämtliche Karten in der alpinwelt gezeichnet hat. Nachdem wir ab Sommer 2005 zusätzlich den Relaunch und die künftige redaktionelle Betreuung des Internetauftritts von München und Oberland übernommen hatten, musste erneut Verstärkung her. Solveig Michelsen unterstützte die Redaktion (Internet und alpinwelt) von Spätwinter 2006 bis Sommer Im Juli 2007 meldete sich dann Joachim Burghardt für ein zweimonatiges Praktikum, das ihm und uns so gut gefiel, dass er Anfang 2008 sein Volontariat antrat, das nach 16 Monaten in eine feste Redakteurs- Anstellung mündete, von der er sich erst im Februar dieses Jahres in eine neue Tätigkeit verabschiedet hat. Die Jahre gemeinsamen Hirnens und Redigierens waren eine ungewöhnlich erfüllte Zeit ( 38). Aber die Arbeit wurde nicht weniger, und wir alpinwelt-jungs dachten, dass zusätzliche weibliche Kreativität unserem Spektrum guttun würde. Dafür konnten wir im Frühsommer 2012 Franziska Leutner (jetzt Kučera) als Volontärin gewinnen. Seit 2014 feste Redakteurin, ist sie längst eine ganz wertvolle Begleiterin mit Herzblut geworden und wird über die alpinwelt hinaus mit mir unsere WORTSTATT weiterführen ( 32). Eine erfrischende Erfahrung war die Zusammenarbeit mit unseren Werkstudenten Kevin Galow, Anna Würfl und Lubika Brechtel, die uns von Anfang 2016 bis Herbst 2019 entscheidend entlastet haben und viele junge Ideen einbringen konnten. Als das DAV-Jubiläumsjahr u. a. mit dem Buchprojekt 150 Bergspitzen und einer alpinwelt-sonderserie immer näher rückte, rettete uns Laura Betzler ab Juni 2018 als Volontärin zupackend vor dem Kollaps. Seit März dieses Jahres feste Redakteurin, wird ihre Begeisterung für die Berge und das über sie Schreiben in der alpinwelt an anderer Stelle erhalten bleiben ( 26). Und dann kam es noch zu einer ganz kurzen Episode, als Michael Reimer nach dem Weggang von Joachim Burghardt ziemlich spontan am 1. März 2020 einsprang und schon zwei Wochen später coronabedingt ins Homeoffice zurückkehren musste ( 30). Dank euch allen hat sich unser Schützling in dieser langen Zeit prächtig entwickelt, und so sage ich nun danke für 21 anstrengende, aber wunderbare Jahre und vivat alpinwelt! So ist das, wenn ein Kind aus dem Haus geht. Gustave Doré, Die Erstbesteigung des Matterhorns, Foto: Wikimedia Commons von unten nach oben Forum der Kooperation : die Nullnummer im Januar 2000 Relaunch #1: Das erste Schwerpunktthemen- Heft, fortan viel gelobtes Alleinstellungsmerkmal der alpinwelt Relaunch #2: Die Mitgliederzeitschrift wird zum Bergmagazin mit kompakten Tourentipps in der Heftmitte. Relaunch #3: Der Titel bekommt ein Facelifting Relaunch #4: Neuer Titel, neue Schrift, neue Heftstruktur, neue Rubriken Ökologische und optische Aufwertung: Das komplette Heft wird auf mit dem Blauen Engel ausgezeichnetem Recycling-Papier gedruckt und attraktiv gebunden

3 Aus Träumen gemeinsam wachsen Text: Laura Betzler 1 Fotos: 1 Laura Betzler 2 Lubika Brechtel Die Schlüsselstelle im IIIer-Gelände ist eine Gesellenprüfung für uns. Lubika steigt in die enge Kaminrinne ein und klettert die plattigen Felswände ein Stück nach oben. Nix für große Leit, scherzt sie. Moment, ich muss mal gucken, wo ich hier einen Tritt finde. Ich stehe etwa zwei Meter unter ihr am Einstieg des Kamins und verfolge gebannt jede ihrer Bewegungen. Mit ihrem linken Schuh ertastet sie eine Kerbe im Gestein, dann verlagert sie ihr Gewicht und schiebt sich weiter hinauf. Dabei schleift ihr Rucksack an der Wand entlang, und das unangenehme Geräusch, wenn Stoff am Fels kratzt, unterbricht die Stille. Noch ein, zwei kurze Züge, dann klettert sie aus dem sechs Meter hohen Kamin. Geschafft, die Schlüsselstelle im IIIer-Gelände ist eine Gesellenprüfung für uns. Ich sitze am Regiepult und lasse einen Film aus Schlüsselszenen ablaufen... von Gipfeln, ausgesetzten Graten und bröseligen Felsen durchlebte Träume, die eine Wirklichkeit abbilden. Die Darsteller sind meine beste Bergfreundin Lubika und ich, und das Set sind die Berge. In meinem Gedächtnisfilm fädeln sich alpinistische Hochs und Tiefs aneinander, aber auch scheinbar unspektakuläre, gewöhnliche Momente, die unsere gemeinsame Zeit am Berg zeigen und die mit intensiven Gefühlen verbunden sind. Hätte mir jemand diesen Film vor zweieinhalb Jahren gezeigt, noch bevor ich im Juni 2018 zum ersten Mal meinen Fuß ins Schwabinger Büro der alpinwelt-redaktion setzte, wäre mir sein Inhalt unwirklich vorgekommen. Wir erreichen den Gipfel des Breithorns über den Südgrat nach etwa 500 Metern ausgedehnter Genusskraxelei im Fels. Der Ausblick auf das Steinerne Meer weckt Erinnerungen an unsere mehrtägige Durchquerung im vorletzten Jahr. Damals nächtigten wir im Riemannhaus, das sich jetzt direkt unter uns befindet und über das wir heute absteigen werden. Mein Blick wandert nach Norden, wo Wolken die Spitzen von König Watzmann umhängen, links davon wölbt sich der Große Hundstod auf. Im Osten steht die formschöne, aber derzeit gipfelkreuzlose Schönfeldspitze. Dort oben standen wir an Lubikas letztem Geburtstag. Es war ein Traumtag: Der Himmel war wolkenlos, die Tour war abwechslungsreich und der Kuchen kam auch gut an. Damals tasteten wir uns an Touren im oberen II. Schwierigkeitsgrad heran. Das war vor knapp einem Jahr, und heute Morgen sind wir von demselben Parkplatz in Maria Alm aus mit dem Vorhaben gestartet, eine IIIer-Stelle zu meistern. Als ich den Blick weiter schweifen lasse, fällt mir auf, dass wir das Steinerne Meer nun schon aus verschiedenen Himmelsrichtungen und von unterschiedlichen Gipfeln aus überblickt haben wie der steilen Watzmann-Südspitze oder dem Viehkogel, einem grünen Aussichtsbuckel über dem Funtensee, und doch... Liegt da nicht weiter östlich hinter der Schönfeldspitze irgendein Horn, dessen Besteigung es in sich hat? Mit jeder neuen Erfahrung, die wir sammeln, und einem Blick auf die Karte erschließen sich uns neue Gipfel, die uns, auch weil wir langsam mit den Schwierigkeiten im alpinen Gelände wachsen, davon träumen lassen, sie zu besteigen. Wir stecken die Karte erst mal wieder weg und machen uns auf zum nächsten Gipfel unserer heutigen Tour, dem Mitterhorn, dem direkten Felsnachbarn des Breithorns. 3 1 Die frühen Vögel... allein am Gipfel der Alpspitze der Schnappschuss hält den besonderen Moment fest. 2 Durchblick im Fels beim Aufstieg zum Breithorn

4 Das Bergsteigen hat mir gezeigt, dass sich Grenzen verändern, dass es möglich ist, Ängste zu überwinden so blöd es klingt. 1 Über den Soiernseen auf unserer Karspitzen-Überschreitung in der Soierngruppe 2 Es kribbelt in den Daumen Vorfreude am Einstieg zum Tabaretta-Klettersteig am Ortler 3 Begeisternde Weit- und Tiefblicke auf den Achensee und die schneebedeckten Hohen Tauern 2 3 Zeitsprung. Im Juni 2018, gut zwei Jahre zuvor, stehen wir auf dem Herzogstand und halten unseren ersten gemeinsamen Gipfelmoment fest. Wir umarmen uns und lächeln in die Kamera und schließen ein stilles Bündnis, unseren alpinen Erlebnishunger zusammen zu stillen. Angefangen hat unsere gemeinsame Gipfelsammelei damit, dass uns beide das Hobby Bergsteigen in die Redaktion der alpinwelt führte, Lubika als Werkstudentin und mich als Volontärin. Gepackt von einer Begeisterung für die Berge, die uns auch im Team intensiv vorgelebt wurde, fingen wir bald an, Träume gemeinsam zu formen. Und noch bevor wir zu unserer ersten Tour aufbrachen, steckte die Hoffnung, eine Tourenpartnerin gefunden zu haben, die die gleiche Leidenschaft teilt, schon in den geschnürten Bergschuhen. Damals wussten wir beide noch nicht, wie tief wir in den folgenden zwei Jahren in die Bergwelt eintauchen würden, aber auch nicht, wie intensiv wir uns gegenseitig kennenlernen würden. Wenn man so viele Stunden zu zweit un- 1 terwegs ist und die unterschiedlichsten Situationen gemeinsam erlebt Erfolg, Niederlage, Gipfelziel, Umkehr, lässt man die Bergpartnerin sehr nahe an sich ran, so dass sich allmählich aus den Puzzleteilen von Eigenheiten, Fähigkeiten, Schwächen und Stärken ein sehr genaues, tiefspürendes Gesamtbild ergibt. Man lernt dadurch aber nicht nur die andere, sondern auch sich selbst kennen. Ich erinnere mich an Worte, die Lubika vor Kurzem nach einer anspruchsvollen Tour zu mir sagte: Weißt du, was mir das Bergsteigen gezeigt hat, dass sich Grenzen verändern können, dass es möglich ist, Ängste zu überwinden so blöd es klingt. Man kann die eigenen Grenzen selbst umstecken. Am 26. August 2020 ist es für uns so weit. Wir brechen um 4.30 Uhr vom Kreuzeckhaus auf. Von der Dunkelheit vor uns heben sich schemenhaft die mächtigen Felswände ab. Heute steigen wir zur Alpspitze auf, um von dort weiterzugehen über den Jubiläumsgrat bis zur Zugspitze. Ein Traum, der uns nun schon einige Zeit begleitet Fotos: 1+2 Laura Betzler 3 Lubika Brechtel und dessen Realisierung uns in den Schuhspitzen kitzelt. Wann genau der Jubi ein Ziel für uns wurde, kann ich nicht mehr sagen. Jedenfalls begannen wir schon in unserem ersten gemeinsamen Bergjahr damit, nicht nur darüber zu sprechen, sondern uns auch gezielt mit längeren, luftigen Grattouren auf seine mögliche Begehung vorzubereiten. Vielleicht hat sich gerade dadurch für uns dieses traumhafte Bild von einer Tour aufgebaut ein Massiv in unseren Köpfen, deren Anforderungen wir uns immer besser gewachsen fühlen, die aber gleichzeitig großen Respekt hervorruft. Nun ist es also an der Zeit, unseren Traum zu erfüllen. Die Sonne zeigt sich bereits in blasser Morgenröte am Horizont, und wir steigen nordseitig in die Ferrata ein. Ich merke, dass ich heute nicht so leichtfüßig vorankomme. Liegt es am schweren Wasservorrat im Rucksack, der mich bremst? Oder weil ich so früh am Morgen noch nicht richtig hochgefahren bin? Egal, Zähne zusammenbeißen. Wir kommen langsam, aber stetig voran und lassen Höhenmeter um Höhenmeter hinter uns. Und doch machen sich Zweifel in uns breit. Mir spukt die Wetterprognose im Kopf herum: Es soll Böen in den Hochlagen geben, die den Tag über noch zunehmen. Muss das ausgerechnet heute sein? Je höher wir steigen, desto deutlicher spüren wir jetzt, dass sich die Wettervorhersage wohl bewahrheiten wird. Immer wieder bläst uns ein kräftiger Wind von Westen um die Ohren und drückt uns an den Fels. Wir beschließen, erst mal zum Gipfel aufzusteigen, von dort schauen wir weiter. Wenn ich die Ereignisse an diesem Tag noch mal vor mir abspiele, hallt nicht die große Enttäuschung darüber nach, dass wir unseren Traum nicht erfüllen konnten, im Gegenteil, ich empfinde eine Stärke und Wertschätzung verbunden mit einer Gewissheit. Stärke, weil wir unser Vorhaben nicht kopflos durchboxten, sondern gemeinsam beschlossen, Wenn Menschen gemeinsam träumen, ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit. nicht in den Grat einzusteigen denn unter solchen Bedingungen war es uns das Erlebnis nicht wert. Wertschätzung, weil es uns trotzdem gelang, unseren Bergtag reich mit alpinem Abenteuer zu füllen: Wir kehrten dem Jubi den Rücken zu, hockten uns windgeschützt hinter einen Felsblock und genossen den besonderen Moment, den Gipfel der Alpspitze für uns alleine zu haben. Während der Gipfelbrotzeit schmiedeten wir kurzerhand einen Alternativplan. Wir stiegen Richtung Bernadeinkopf ab und hingen uns an dessen Wandfuß in den Mauerläufer-Klettersteig ein. Dieser sportliche Klettersteig, den wir uns schon mal vom Einstieg aus angeschaut hatten, stand auch schon seit Längerem auf unserer Liste, und heute boten sich die optimalen Bedingungen dafür, denn die Wand war trocken und lag auf der windgeschützten. Die Szenen aus meinem Gedächtnisfilm verbinden sich zu einem Weg, einem alpinen Steig, der allmählich felsiger und ausgesetzter wird und der Lubika und mich weiterbringt, uns formt und uns träumen lässt. Der brasilianische Erzbischof Câmara soll gesagt haben: Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn Menschen gemeinsam träumen, ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit. Und das ist es, was ich mit meiner Bergpartnerin und Freundin Lubika erleben darf. Das Datum unserer Jubigrat-Begehung haben wir nur etwas nach hinten korrigiert. Laura Betzler (29) ist dankbar für ihre Zeit in der alpinwelt-redaktion und gespannt auf die bergigen Abenteuer der Zukunft

5 Mit dem Wind nach Venedig Großes Bild Bei der Fahrt über die Zentralalpen fühlt man sich wie ein Abenteurer über dem Gipfelmeer. 1 Günther Härter, erfahrener Ballon- Pilot, ist bei den Alpenüberquerungen jedes Mal wieder von der Bergwelt fasziniert. 2 Die schroffen Dolomitengipfel wirken von oben besonders imposant. 3 Der Ballon nähert sich mit freiem Blick auf Venedig und die Adria dem Landegebiet in Venetien. 1 Text & Fotos: Michael Reimer Wir befinden uns derzeit in einer Höhe von 5760 Metern, die Außentemperatur beträgt minus 35 Grad, und in der Spitze sind wir mit 130 Stundenkilometern unterwegs, verkündet Günther Härter seinen vier staunenden Passagieren nicht ohne Stolz. Der Fahrbetriebsleiter ist nicht Pilot eines Verkehrsflugzeugs, sondern eines Heißluftballons. Uns wird empfohlen, Sauerstoffmasken anzulegen. Und wer es jetzt wagt, sich über den gerade mal 1,10 Meter hohen Korbrand zu beugen und in die gespenstische Tiefe zu blicken, riskiert Schwindelgefühle. Andererseits: Ob 3000 oder 1000 Meter gähnender Tiefblick, ist auch schon egal. Trotzdem schauen wir lieber geradeaus in alle Himmelsrichtungen und versuchen uns zwischen Berninagruppe im Westen und Hohem Dachstein im Osten an der Bestimmung der unsäglich vielen Gipfel. Wir versuchen uns an der Bestimmung der unsäglich vielen Gipfel. Dieses fantastische Gipfelmeer! Ein wahrer Bergtraum, mit dem Wind nach Venedig zu fahren und dabei über den Alpenhauptkamm hinweg die Adria zu erblicken. Wie plump kommt einem im windfreien Schwebezustand der legendäre Spruch Nieder mit den Alpen! Freie Sicht aufs Mittelmeer! vor. Trotz der bizarren Winterkälte genießen wir die Wärme von Sonne und Brenner. Probleme bereiten mir nur meine Zehen, die von der Wärme überhaupt nichts abbekommen. Mit steter Gymnastik versuche ich, sie vor einem Abfrieren zu bewahren. Hätte ich gewusst, dass ich am bitterkalten Startplatz bei Krün selbst Hand anlegen und mich dabei im tiefen Pulverschnee positionieren muss, hätte ich mich wie meine Mitpassagiere im Vorfeld auch um beheizte Winterstiefel bemüht. Aber was ist dieses bisschen Leid im Vergleich zu diesem Mega-Bergerlebnis in luftiger Höhe? Zugegeben, ich benötige für die Erfüllung dieses außergewöhnlichen Bergtraums weder das bergsteigerische Können noch die Akklimatisation wie einst an meinem Traumberg Cotopaxi, der mit 5897 Metern nur unwesentlich höher als die maximale Ballonfahrthöhe war. Aber spielt das eine Rolle angesichts des dauerhaften Adrenalinschubs, ausgelöst durch ein Nimmersattsehenkönnen der wundervollen Alpentäler und -gipfel? Dazu die beeindruckenden Licht- und Schattenspiele. Eine Faszination. Die Vielfalt der tiefverschneiten Zwei- und Dreitausender ist ebenso groß wie die zu Recht gepriesene Themenauswahl der alpinwelt, deren Chefredakteur meines Wissens auch von einer Ballonfahrt träumt. Und selbst Günther Härter würde die vielen Alpenüberquerungen aus der Ballon-Perspektive weniger genießen, wenn er als Bergführer nicht so eine hohe Affinität zur Bergwelt verspüren würde. Für eine Alpenüberquerung mit dem Ballon müssen ideale Wetterbedingungen herrschen, die es nur im Winter und auch dann nur begrenzt gibt. Im Idealfall folgt einem über Mitteleuropa abziehenden Tief- ein ausgeprägtes Hochdruckgebiet, damit sich in großer Höhe eine Art Jetstream mit hohen Windgeschwindigkeiten von Nord nach Süd einstellen kann. In meinem Fall hat es bei der Abfahrt in Weyarn noch geschneit, während der Himmel in München bereits wolkenlos war. Treffpunkt war noch vor Sonnenaufgang bei den Landstettener Ballonfahrten im Starnberger Fünfseenland; wo dann gestartet wird, entscheidet der Veranstalter kurzfristig. Je flexibler man in der langen Warteliste übrigens ist, desto schneller kommt man nach einem oft sehr kurzfristigen Anruf zum Zug. Im Zielgebiet dürfen wiederum die Bodenwinde nicht zu stark aufleben, um die Landung nicht zu gefährden. Auch muss der Landeplatz 2 3 Unter wohlwollendem Winken der venezianischen Landbevölkerung setzt unser Ballon im Zielgebiet auf. für das sogenannte Follower-Fahrzeug zugänglich sein, das nach verzögerter Ankunft Material und Leute wieder verstauen und Richtung Heimat zurückfahren muss. Unter wohlwollendem Winken der venezianischen Landbevölkerung setzt unser Ballon nach dreieinhalbstündiger Fahrt im Ackerland von Piombino Dese auf, und die stolze Grundbesitzerin lässt es sich trotz Sprachschwierigkeiten nicht nehmen, unsere Crew spontan zu Kaffee und Kuchen zu sich einzuladen. Diese Form der zwischenmenschlichen Verständigung wird mir ebenfalls stets in Erinnerung bleiben. Als Schlusspointe des unvergesslichen Abenteuers folgt die obligate Champagner-Taufe. Seitdem bin ich als Herzog Michael der Mächtige urkundlich im Kreis der adeligen Ballon-Alpendurchquerer angekommen; Frank, so eine Taufe wäre doch zum Abschluss Deiner erfolgreichen alpinwelt-karriere auch etwas für Dich! Michael Reimer, Verleger und ehemaliger Kurzzeit-Redakteur der alpinwelt, sucht seine Bergtouren eigentlich nach der by fair means -Regel aus. Doch eine Alpenüberquerung mit dem Ballon als Geschenk kann dann doch zu einem echten Bergtraum werden. Foto: 30 31

6 Text & Fotos: Franziska Kučera Meine Träume begannen an einer Kletterwand im schönen Mittelhessen: seit kurzem mein wöchentliches Highlight immer Dienstagabends und sagenhafte acht Meter hoch! Diese Sporthallenwand wurde sogar mal von Profi Heinz Zak beklettert, doch davon hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch genauso wenig Ahnung wie vom Felsklettern oder richtigem Bergsteigen. Gut, ich war als Kind oft mit meinen Eltern beim Wandern gewesen. Ich fand auch die Berge schon immer faszinierend. Aber eher von unten. Oder von der Seilbahn aus. Wie viele Kinder bergbegeisterter Eltern war ich schon allein aus Protest viel zu gehfaul, und auch als Teenagerin träumte ich eher von sündhaft teuren Plateauschuhen als von schweren Bergstiefeln. Doch kaum zog ich mich mit Mitte 20 ein paar Mal mehr schlecht als recht diese bunten Griffe nach oben, war es um mich geschehen, und der große Wunsch nach (viel) Mehr pflanzte sich unaufhaltsam in mir ein begünstigt durch meinen ambitionierten und geduldigen Bergsteigerpapa, der mich zeitgleich zum ersten Mal mit in den Wilden Kaiser nahm. Es dauerte nicht lange, da hatte ich Kontakt zu einer festen Gruppe von Frauen und Männern, die genauso berg- und kletterhungrig waren wie ich auf einmal. Nun ist Hessen nicht gerade berühmt für seine alpine Umgebung. Aber ein paar Felshaufen und Steinbrüche (die es übrigens durchaus in sich haben!) waren auch dort zu finden, und an diesen labten wir uns so oft es ging trotz einfacher Fahrstrecken von zum Teil zweieinhalb Stunden. Wir träumten davon, alte Steinbrüche in der näheren Umgebung von ihrem Dreck und grünem Bewuchs zu befreien, um sie dann mit Routen zu bestücken. Ist aber nie etwas daraus geworden. Und wir haben uns so oft wie möglich den weiten Weg in die hohen Berge freigemacht. Dazwischen suchten wir jedes Wochenende einen der besagten Felsen oder zumindest eine Kletterhalle auf, und weil uns auch das noch nicht reichte, mehrmals wöchentlich eine ehemalige Garage, die umgebaut worden war zu einem Boulderschlauch, den man ohne Atemmaske fast nicht betreten konnte. Kaum war man aber drin und ließ sich auf die ollen Matten fallen, dass der weiße Staub nur so hochstob, zogen uns die Wände magisch an, und vergessen waren kalter Schweißgeruch und feinster Feinstaub. Unzählige Stunden verbrachten wir dort mit Boulder-Kofferpacken bei dröhnender Musik und kletterten uns die Finger wund. Keiner Ich träum dann mal weiter von uns war im Übrigen ein wirklicher Crack, aber alle teilten die gleiche große Leidenschaft. Wir trainierten für die Ende nie in den Loferer Steinbergen (mit 38 Seillängen eine der längsten Kletterrouten in den Nördlichen Kalkalpen). Und für das großartige Matterhorn. Ist auch nie etwas draus geworden. Manche Träume gehen eben nicht in Erfüllung. Aber es ist schön, sie zu haben. Und dann passierte es. Ich saß gerade in einem Skihotel in der Glocknergruppe beim Abendessen und bekam die eines Jobverteilers, in der sich eine Stellenausschreibung für ein Volontariat in einer sogenannten alpinwelt-redaktion in München befand. Das Stellenprofil passte auf mich wie die Faust aufs Auge (jedenfalls aus meiner Sicht), und ich bewarb mich trotz der Aussicht auf zwei weitere Jahre in Ausbildung mit geringem Verdienst bei Vollzeitarbeit. Und das auch noch in einer Stadt, in der ich eigentlich nie wohnen wollte. Doch ich konnte nicht anders. Das war meine Chance! Zu Wir träumten davon, in alten Steinbrüchen Routen einzurichten. groß waren meine Verrücktheit nach Felsen und der dringende Wunsch, meiner Heimat und den Bergen wieder näher als 500 km zu sein. Nie werde ich den Moment vergessen, als ich die Zusage bekam! Im ersten Moment fühlte sich das an wie in einem Traum. Tatsächlich gab ich kurz darauf meine Promotionsstelle auf. Verließ meine treue Klettercommunity und ließ alle meine Freunde wie auch meinen damaligen Partner zurück nur, um die Berge endlich im Rahmen einer Tagesfahrt zu erreichen. Vor allem aber, um sie nicht nur besteigen, sondern auch noch über sie erzählen und schreiben, von ihnen hören und lesen, über sie diskutieren und philosophieren, sie fotografieren (heißgeliebtes Hobby) und gestalten zu können. Hinzu kam, dass sich das gewonnene Wissen aus meinem Studium der (Europäischen) Ethnologie in das eine oder andere alpinwelt-schwerpunktthema verpacken ließ: Jackpot! Auf was ich mich da eingelassen hatte, merkte ich erst nach und nach: Gut acht Jahre lang musste ich immer wieder erklären, was der Unterschied zwischen den Alpenvereinssektionen München & Oberland und dem Deutschen Alpenverein ist. Wer für was zuständig ist und für was nicht. Und noch viel öfter: Dass die alpinwelt nicht die Panorama ist. Und was die alpinwelt vom Bergsteiger unterscheidet. Liebestrunken gab ich da dann stets mein Bestes

7 Ethnologie und Berge unter einen Hut gebracht: alpinwelt- Ausgabe mit dem ersten Beitrag der Autorin Holte umschweifend aus und konnte doch dem verhalten nickenden Gegenüber ansehen, dass er oder sie eigentlich nur Bahnhof verstand. Oder es sie einfach nicht interessierte. Unvorstellbar so was! Denn was haben wir nicht vor jedem neuen Heft stundenlang gemeinsam, dann wieder jeder für sich, dann wieder alle gemeinsam gehirnt, um unsere bereits ein Jahr zuvor ausgewählten Schwerpunktthemen für die alpinwelt in ein gelungenes Konzept zu passen (Lieblingsspruch vom Chef: Wer hat sich eigentlich dieses Thema ausgedacht!?). Und dann kommt da so einer daher und sagt: Ich war neulich beim Arzt und hab einen Artikel von dir gelesen. In der, äh, wie heißt die Zeitschrift noch mal, Alpin oder so? Unglaublich so was! 2 ganz so wilden Lebensphase, in der ich (zumindest die hohen) Berge derzeit familienbedingt wieder mehr von unten anschmachte. Dinge (auch Träume) haben eben ihre Zeit. Im Übrigen haben wir nicht nur die alpinwelt gemacht, sondern auch täglich den Internetauftritt der Sektionen auf dem Laufenden gehalten, die Presse über das neueste Geschehen informiert, viele schöne Hütten- und Tourenfaltblätter und Sonderhefte erarbeitet und noch vieles mehr mit Berg. Aber unser Herzstück blieb immer die alpinwelt. Es ist nicht übertrieben, wenn ich hier behaupte, dass ich mit dieser Arbeit einen meiner großen Träume gelebt habe ohne Rücksicht auf Verluste (so zwang ich auch meinen Mann, seinen gut bezahlten Job in Zürich zurückzulassen und zu mir nach München zu gehen). Doch jeder noch so schöne Traum geht irgendwann einmal zu Ende. Dann wird es Zeit, aufzuwachen, das schöne Gefühl noch etwas zu genießen und sich Neuem zu öffnen Das Leben mit der alpinwelt war wie eine Art Symbiose. Nein, im Ernst: So sehr einem diese Frevel immer wieder einen Stich ins Herz versetzt haben insgeheim war ich natürlich stolz wie Oskar auf unsere Arbeit und dass der eigene Text gelesen oder zumindest wahrgenommen wurde. Einmal ist es mir sogar passiert, dass ich in einer Praxis (wo das Heft nie auslag!) von einem Wildfremden erkannt und angesprochen wurde: Dich kenn ich, du schreibst doch in der alpinwelt, oder? Ich bin sicher schrecklich rot geworden. Und noch stolzer. Und es wurde mir in diesem Moment die Reichweite des Magazins schlagartig bewusst und damit auch die Verantwortung. Letztere habe ich aber immer gerne getragen, außerdem lernte ich doch allem voran gewissenhaft zu arbeiten und jeden Satz sowie jeden Höhenmeter lieber dreimal nachzuprüfen. Neben der Arbeit verfestigte ich mein alpines Wissen in Kursen der Sektionen und füllte mein Tourenbuch mit Highlights wie dem Jubiläumsgrat oder der Wildspitze für viele Traumtouren, die ich mir aber nie so bewusst als Traumziel gesetzt hatte, sondern in die ich immer ein bisschen hinein- oder vielmehr meinem Tourenpartner hinterhergestolpert war. Eine besondere Freude war es dann, wenn ich das traumhaft Erlebte nicht nur mittels Fotos, sondern auch in Beiträgen für die alpinwelt verarbeiten durfte. Es war also auch eine Art Symbiose, das Leben mit der alpinwelt: Ich schenkte ihr Geschichten und sie mir die Gelegenheit, meine Erlebnisse auf eine ganz besondere Art und Weise aufarbeiten, noch einmal erleben und mit anderen teilen zu können. Davon zehre ich noch heute, angekommen in einer nicht mehr 32/33 Manche Bergträume gehen in Erfüllung, andere bleiben eine Illusion. 1 Vererbte Bergleidenschaft: Vater und Tochter auf Tour 2 Manchmal muss man einen großen Schritt wagen, um Träume zu verwirklichen. 3 Traumhochtour Wildspitze in den Ötztaler Alpen (3770 m) 4 Der Boulderschlauch war ohne Atemmaske eigenlich nicht zu betreten. Franziska Kučera (38) ist stolz, seit 2012 Mitglied des Redaktionsteams gewesen zu sein. Vieles hat sich seitdem verändert, nicht jedoch ihre tiefe Sehnsucht nach den Bergen. Ihre alpinwelt wird sie vermissen

8 Text: Jutta Siefarth Wozu träumen? Ich habe einen Traum... den Traum von einem Berg. Einem Berg, den ich einmal besteigen möchte. Diesen Traum habe ich seit meiner Kindheit. Ein Kinderbuch hat ihn ausgelöst. Auch wenn ich den Titel längst vergessen habe, sehe ich den Einband noch vor mir: Eine Herde Elefanten vor einem Berg mit weißer Kuppe im Vollmond. Dieser Berg war der Kilimandscharo, und das Buch handelte von einem Jungen auf einer Farm zu seinen Füßen, die Nacht für Nacht von einer Elefantenherde heimgesucht und niedergetrampelt wurde. Der Kilimandscharo kam meiner vagen Erinnerung nach zwar irgendwie im Titel vor, eine Hauptrolle spielte er aber nicht. Er war da, um die Geschichte irgendwo zu verorten, als atmosphärischer Hintergrund. Trotzdem oder gerade deshalb: Seit der Lektüre dieses Buches zieht mich dieser Berg an, der höchste Afrikas, dessen damals noch schneebedeckter Gipfel majestätisch und entrückt über der hitzeflimmernden Ebene aufragt. Später folgte dann die Lektüre der wohl berühmtesten aller Kibo - Geschichten: Schnee auf dem Kilimandscharo von Ernest Hemingway. Auch hier ist der titelgebende Berg eigentlich kein Protagonist, obwohl er die Short Story einrahmt: Eine kurze vorangestellte Notiz erläutert seinen Massai-Namen, der übersetzt Haus Gottes bedeutet; und erst ganz am Ende der Geschichte erscheint er im Delirium des Mannes, der im Lager zu seinen Füßen stirbt eingeht in das Haus Gottes. Reinheit, Erhabenheit und Unberührtheit symbolisiert das ferne Weiß seines Gipfels. Aber auch: den Tod. Der Berg ist Statist, atmosphärischer Hintergrund und Sehnsuchtsziel. Das ist er auch für mich: ein Sehnsuchtsziel. Einmal auf den Kilimandscharo zu steigen: mein Bergtraum! Wann immer ich ein Bild von ihm sehe, stelle ich mir vor, dort zu sein, am Fuße des Kilimandscharo, früh am Morgen, bereit für den Aufstieg. Seltsamerweise ist es immer der Aufbruch, nie die Ankunft am Gipfel, von dem ich tagträume. Der Berg liegt immer noch vor mir, die Sehnsucht ist immer noch ungestillt, der Traum noch nicht erfüllt. Weshalb träumen wir von manchen Bergen, von ihrer Besteigung? Und was fühlen wir, wenn wir unseren Traum verwirklicht haben? Vielleicht wird er sich auch nie erfüllen. Inzwischen ist der Kilimandscharo ja auch nicht mehr das, was er einmal war. Der Schnee auf seiner Kuppe ist bald Schnee von gestern. Er ist von Touristen (wie im Übrigen auch ich eine wäre) überrannt und kommerzialisiert. Das ist nicht (mehr) der Berg meiner Träume. Aber vielleicht ist es gar nicht schlimm, dass sich mein Traum nicht verwirklicht? Dass er nicht mit der Wirklichkeit konfrontiert wird. Dass ich nicht erlebe, wie ich mich nach Luft japsend den endlosen, ausgetretenen Aufstieg hochquäle. Nicht total erschöpft und höhenkrank am Gipfel stehe, der vielleicht gerade in eine Wolke gehüllt ist, die jede Aussicht nimmt. Oder es gar nicht erst bis zum Gipfel schaffe, sondern aus irgendwelchen Gründen abbrechen muss. Aus der Traum. Aber wer sagt denn, dass Träume sich immer erfüllen müssen? Weshalb träumen wir eigentlich von solchen Dingen: von manchen Bergen, von ihrer Besteigung? Und was fühlen wir, wenn wir unseren Traum verwirklicht haben? Sicher ist da zunächst ein großes Glücksgefühl (zumindest, wenn die Erfüllung des Traums unseren Vorstellungen entspricht, was ja nicht unbedingt gesagt ist). Aber ist das wirklich eine Erfüllung, die uns dauerhaft befriedigt? Oder hinterlässt der real gewordene Traum nicht auch eine Lücke, weil plötzlich nichts mehr da ist, wo es einmal war? Eine Lücke, die wir möglichst schnell mit dem nächsten Traum zu füllen versuchen? Womit wir wieder bei der Frage wären, weshalb wir eigentlich träumen. Um ein Ziel in der Ferne zu haben? Um eine Auszeit von der Realität nehmen und uns in die Fantasie flüchten zu können? Möglicherweise ist ja die Bestimmung unserer Träume nicht unbedingt ihre Erfüllung; vielleicht bereichern sie unser Leben schon einfach dadurch, dass sie da sind als atmosphärischer Hintergrund. Ich jedenfalls habe einen Traum... den Traum von einem Berg, den ich vielleicht nie besteigen werde. Jutta Siefarth träumt seit über 20 Jahren davon, in ihrer Lieblingsjahreszeit, dem Herbst, die Berge zu genießen was die Erscheinungszeiten der alpinwelt bisher zuverlässig verhinderten. Aber manche Träume dürfen sich ja durchaus mal erfüllen... Foto: squashedbox/istock 36 37

9 Diesseits und jenseits der Wirklichkeit Bergsteiger werden heißt träumen Text & Fotos: Joachim Burghardt Horsts Art, die Berchtesgadener Alpen darzustellen, war einfach genial. Er brachte Mensch und Berg zusammen! Von meinen ersten Streifzügen durchs Gebirge als Kind mit meinem Vater, der mir dadurch einen Kosmos eröffnete sind mir nur wenige Bilder geblieben: ein paar auf Fotopapier und einige weitere, die ich sehen kann, wenn ich die Augen schließe. Eine Farbmarkierung, eine Quelle, ein Gipfelkreuz: stumme, wortlose Bilder, die ich damals zwar wahrnahm und mir einprägte, aber noch nicht reflektieren oder verstehen konnte. Ich befand mich noch im schützenden Kokon der Kindheit, unter väterlicher Obhut, und wusste nicht, was Planung, was Verantwortung, was die Härte des Lebens, geschweige denn wer ich selbst war. Erst als ich begann, die Berge auch in Gedanken und Worten zu durchstreifen, als ich anfing, von ihnen zu träumen, und als ich entdeckte, dass ich den Dingen, von denen ich träumte, Namen geben konnte, ja mehr noch, dass ich sogar die in Worten festgehaltenen Träume anderer nachträumen und begreifen konnte erst dann wurde ich ganz zum Bergsteiger. Es brauchte die Sprache, um dem Unsagbaren näherzukommen, und es brauchte den Traum, um das Tor zur Wirklichkeit aufzustoßen. Mein persönlicher Augenöffner war das Buch Berchtesgadener Alpen von Horst Höfler, das ich als Jugendlicher von meinen Eltern geschenkt bekam. Ich weiß noch, wie ich gebannt auf meinem Bett lag und wieder und wieder jene poetischen Zeilen las, mit denen Horst die Berge rund um den Königssee beschrieb: Nebel über dem schmalen See. Traurige Öde karstiger Weiten. Schuttwüsten unter zerrissenen Dolomitruinen. Täler herb, lieblich, allemal schön... Ich verschlang das Buch förmlich, tauchte gedanklich völlig ein in jene Welt, die ich vage aus eigener Erinnerung kannte und die für mich nun groß und wunderbar neu erwachte. Mich erfasste eine wilde Lust am Bergsteigen, ich schmiedete Pläne ich träumte. Horsts Art und Weise, die Berchtesgadener Alpen darzustellen, war einfach genial: Er beschrieb Landschaft, Erschließungs- und Kulturgeschichte sowie Tourenmöglichkeiten, aber vor allem erzählte er auch von Menschen und ihren Lebensläufen, von persönlichen Erlebnissen und Begegnungen. Horst brachte Mensch und Berg zusammen! Der Berg war für ihn ein mit Gefühlen, Erinnerungen und Alpinhistorie aufgeladener Ort, das Bergsteigen weniger ein sportlicher als vielmehr und dieser Gedanke begeistert! ein biografischer Akt. Horsts beständige Sehnsucht, die nie enttäuscht wird, erfasste auch mich; ich begann zu verstehen, was er mit den Spuren der Freude auf der Seele und den kleinen, in der Erinnerung verwurzelten Dingen am Rande meinte. Es war faszinierend: Alpinistisch noch triefnass und hoffnungsvoll hellgrün hinter den Ohren, hatte ich gerade mal eine Handvoll Bergwanderungen absolviert aber konnte schon nachfühlen, was gemeint war, wenn Horst Höfler schrieb: Mögen die Texte Gedankenbilder aufleuchten lassen.... Ja, da leuchtete viel auf! Und so lernte auch ich die Berchtesgadener Berge lieben, durchstreifte sie jahrelang intensiv und schrieb schließlich selbst ein Buch darüber, die Vergessenen Pfade um den Königssee. Darin erwähnte ich im Vorwort, dass mich Horst inspiriert hatte und als er, den ich in meiner Tätigkeit als alpinwelt-redakteur endlich auch persönlich kennenlernen durfte, geschmeichelt, fast beschämt auf mein Lob reagierte, erkannte ich, was ihn auszeichnete: Er war ein bescheidener und boden- 3 Linke : November-Bergtraum in den Berchtesgadener Alpen 38 39

10 Im August 2014 auf der Ödkarspitze. Seitdem in den Alpen keine Zweitausender-Luft mehr geatmet bin ich jetzt tiefenkrank? ständiger, ein sprachsensibler und auf seine eigene Weise feiner Mann. Horst war ein Träumer, und was ihn antrieb, könnte man kaum besser sagen als er selbst: draußen sein, zu gehen, zu steigen, den Duft des Krummholzes und der Felsen zu atmen, den Körper zu spüren sich bewußt zu machen und damit umzugehen, als winziger Teil des Universums zu existieren... Was für ein schöner Gedanke: sich als Bergsteiger bewusst zu machen aber auch damit klarkommen zu müssen!, dass das eigene Tun nicht nur einen Tourenbucheintrag hervorbringt, sondern rätselhafte Metapher für eine viel größere Sache ist; dass man nicht nur am Berg, sondern im Leben generell als kleiner, pulsierender, warmer, dennoch einsamer Punkt in einer wilden Welt aus Eis und Fels und Wind und Regen unterwegs ist und unerhörterweise nach jeder Ankunft und nach jedem Abstieg wieder neu aufbricht. Warum? Wohin? Natürlich hatte ich keine Antworten auf diese Fragen. Aber immerhin, ich war Bergsteiger! Ich gehörte nun irgendwie dazu, fühlte mich als Teil dieser grundsympathisch-verschrobenen, verschworenen internationalen Alpinistengilde. Und in den folgenden 15 Jahren legte ich so richtig los, bestieg Hunderte Berge, biwakierte auf Dutzenden Gipfeln, Mögen die Texte Gedankenbilder aufleuchten lassen.... Ja, da leuchtete viel auf! erklomm nachts allein einen Fünftausender, unternahm Tagestouren mit mehr als 4000 Höhenmetern auf und ab... Aber diese lässig hererzählten Erfolgsgeschichten sind ja nur die halbe Wahrheit, vielleicht sogar weniger interessant als all das andere, was nicht Wirklichkeit wurde. Von Anfang an gab es nämlich immer auch die ausgeträumten Träume, die nie realisierten Visionen, ja die lachhaft absurden Fehleinschätzungen. Wie ist das, wenn ein Sechzehn-, Siebzehnjähriger mit Haut und Haaren dem Bergvirus verfallen ist und sich zu allem fähig fühlt? Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Er träumt beispielsweise davon, mitten im Nationalpark Berchtesgaden neue Sportkletterrouten zu eröffnen oder die Laliderer Nordwand zu durchsteigen, obwohl er weiß, dass ihn im alpinen Gelände schon im vierten Grad die Angst erfasst. Er träumt von einer nächtlichen Free-Solo-Begehung einer selbst erstbegangenen Nordwandroute, obwohl er den betreffenden Gipfel noch nicht einmal über den Normalweg bestiegen hat. Und er träumt davon, Bergfotograf zu werden, obwohl er bislang nur eine Handvoll passable Dias zustande gebracht hat, die der Familie zu Hause in einer amateurhaften, aber hochinspirierten Show demonstriert werden. Ja, die Welt der Berge stand weit offen! Vor allem die Bergfotografie hatte es mir angetan. Als Neunzehnjähriger plante ich, einen Bildband über die kaum bekannte Schobergruppe herauszubringen keine Ahnung von Rahmenbedingungen und finanziellen Notwendigkeiten, aber den Kopf und das Herz voller Träume (eine wundervolle Sache für einen jungen Menschen, nicht?). Ich schrieb damals, 2001, eine Reihe von etablierten Fotografen an und befragte sie nach ihren Erfahrungen auf dem Weg in die Professionalität. Alle antworteten mir ausführlich. Von vielen habe ich noch heute ihre -Antworten vorliegen, hier einige Auszüge: Wenn Sie Ihren Traum unter allen Umständen verwirklichen wollen, kann Sie niemand aufhalten (Tobias Hohenacker) Mit so vielen Bergen, die Du bereits bestiegen hast, kann ich leider nicht aufwarten (Markus Kirchgessner) Arbeite fleißig und eigensinnig an deinem persönlichen Stil! (Uli Wiesmeier) Es ist ganz schön schwer, als Bergfotograf von heute auf morgen sein Leben zu finanzieren (Angelika Zak, strellvertretend für ihren Mann Heinz, der gerade auf Vortragstournee war) Das Leben als Bergfotograf Das Bergsteigen ist eben nicht nur irgendein Sport oder ein Hobby. Es ist lebensbegleitend, lebensprägend ist alles andere als leicht: Du bist ständig unterwegs, die Honorare sind bescheiden, die Konkurrenz ist gut (Ralf Gantzhorn ) Deine Begeisterung für die Berge und das Fotografieren hat mich beeindruckt (Herbert Raffalt) Zu Deinem Traum, Bergfotograf zu werden: Also ehrlich, ich würde mir einen anderen Beruf suchen (ein gewisser Uli, dessen Nachnamen ich nicht mehr weiß). Nun, ich habe mich an den letztgenannten Rat gehalten und bin nicht Bergfotograf geworden (wobei nebenberuflich als fotografierender Wanderbuchautor durch die Hintertür ja dann doch...). Heute schaue ich wieder aus einer gewissen Ferne in die Berge. In der Zwischenzeit ist eine Familie herangewachsen, die mich bindet, die mich fordert, die mir jeden Tag alles gibt und nimmt und alles ändert und neu macht. Jubel und Verzweiflung liegen da manchmal ganz nah beieinander, kein Stein bleibt auf dem anderen, neue Träume werden geboren, Lebenslinien verästeln sich zu neuen Trieben, neue Energien entfalten sich unaufhaltsam. Vor lauter neuer Kraft kommt man da kaum noch zum Bergsteigen... Aber erst jetzt, im Zustand chronischen Bergwehs, verstehe ich so richtig, warum dem unvergessenen Horst Höfler die Verbindung von Berg und menschlichen Lebensläufen immer so wichtig war: Das Bergsteigen ist eben nicht nur irgendein Sport oder ein Hobby. Es ist lebensbegleitend, lebensprägend, und als beständige Sehnsuchtsquelle manchmal sogar lebenserschwerend. Aber auch wenn man das Bergsteigen, aus welchen Gründen auch immer, kaum mehr aktiv betreibt, findet es weiterhin im Kopf statt, kreativ und voller Überraschungen. Wie neulich im Griechenland- Urlaub: Ich sitze auf null Meter Höhe im Sand und schaue übers Meer zu meinem Insel-Traumberg, den ich seit Jahren immer wieder beobachte, aber bisher noch nie besteigen konnte weil ich noch nie die Freiheit oder die Kraft fand, zu ihm aufzubrechen. In wehmütige Gedanken vertieft und vom Kommen und Gehen der Wellen eingelullt, ist es fast eine Befreiung, als sich plötzlich mein zweijähriger Sohn zu mir gesellt und sagt: Papa, bauen wir einen Berg! Rasch ist ein Sandberg geformt, genau auf der Trennlinie zwischen Wasser und Land, die sich mitten im Ringkampf der Elemente rastlos vor- und wieder zurückschiebt. Neue Berge und neue Träume entstehen manchmal ganz schnell. Dass der Sandkegel bereits nach Minuten vom Meer wieder völlig eingeebnet sein wird, muss ich dem kleinen Buben ja nicht sagen: Ich lasse ihm seinen Traum und träume mit und stelle mir vor, dass wir jetzt gemeinsam hinaufsteigen auf diesen Koloss, den wir da erschaffen haben. 1 Drei meiner vielen Traumberge, nach Größe sortiert: Der Watzmann, aus der Luft bewundert ein namenloser Märchenfelsen und der Sandberg, der vieleicht die Träume der nächsten Generation beflügelt. Joachim Burghardt (38) hat von 2007 bis 2020 in der alpinwelt-redaktion mitgeholfen, Bergträume weiterzuerzählen. Als dreifacher Vater und als Redakteur bei der Münchner Kirchenzeitung erkundet er derzeit das Leben nach dem Berg, wohl wissend, dass nach dem Berg auch wieder vor dem Berg sein kann

11 Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude. Dietrich Bonhoeffer Willi Brauer (69) Graphikdesigner, konnte sich seinen Lebenstraum erfüllen, die Gestaltung von Zeitschriften. Über 20 Jahre hatte er das Glück, die alpinwelt zu betreuen und ihr Erscheinungsbild zu prägen. Dieses Heft wird die letzte von ihm gestaltete Ausgabe sein. Foto: Willi Brauer 42 43

12 Von 65 auf 1289 Meter oder: Eine Bergtraum-Leben swanderung Dies ist die Geschichte eines Jungen, den es schon immer auf und vor allem in die Berge gezogen hat. Und der davon träumt, eines Tages dort zu bleiben. Text: Frank Martin Siefarth Wasser und Berge sind die sein Leben bestimmenden Elemente. Angekommen!, denkt er sich. Er steht auf dem brüchigen Gipfel der Cristallina, an deren Fuß der Fluss entspringt, der 1100 Höhenmeter weiter unten direkt an seinem Rustico am Rand des Bergdorfs vorbeifließt und noch einmal 1100 Meter tiefer in den Lago Maggiore mündet, aus dem hinaus sein frisches Bergwasser von Ticino und Po bis ins Adriatische Meer transportiert wird und von dort wer weiß? Und im selben Augenblick wird ihm bewusst, dass er eigentlich nie endgültig angekommen sein wird, dass es eine lebenslange Wanderung bleiben wird. Und dieser Gedanke gefällt ihm. Wasser und Berge sind die sein Leben bestimmenden Elemente. Wobei es die Berge nicht von Anfang an waren. Das Wasser schon. Auf dem Wasser ist er sozusagen aufgewachsen, auf den Flüssen seiner Mittelgebirgsheimat. Immerhin: Mittelgebirge davon gab es rundherum gleich mehrere. Direkt vor der Haustür die Ausläufer des Hunsrücks, die Höhenzüge über Rhein und Mosel, und an den jeweils gegenüberliegenden Flussufern ging es hinein in die Eifel, den Westerwald und den Taunus. Zum ersten Mal in den richtigen Bergen war er als Zweijähriger. Am Schliersee. Dort verbrachten seine Eltern mit ihm die ersten Sommerurlaube. Wobei es ihnen allerdings weniger ums Wandern oder gar Besteigen von Bergen ging als um Wassersport. Sein Vater, direkt am Rheinufer aufgewachsen, war von jung auf passionierter Freizeitkapitän, der es vom Falt-Paddelboot mit Segel, in dem er sich stundenlang über den See treiben ließ, ein paar Jahre später zum Kajütboot und schließlich bis zur Stahlyacht brachte. Und die war eben in der Jugendzeit jedes Wochenende und in den Ferien das Zuhause auch des Sohnes. Einmal besuchten sie vom Ferienort Schliersee aus die Großeltern, die zur selben Zeit Urlaub in Grai- nau am Eibsee machten. Da war er vier und erlebte sein erstes großes Bergabenteuer. Mit Mama und Papa und Opa und Oma ging s auf die Zugspitze! Während des Aufstiegs mit der Seilbahn musste er weinen, weil der Druck in den Ohren so wehtat. Und bei der Talfahrt mit der Zahnradbahn fürchtete er sich in den dunklen Tunneln. Aber oben auf dem Gipfel, den Wolken scheinbar näher als der Erde, waren Schmerz und Angst wie weggeblasen. Angekommen! Es blieb für viele Jahre sein letztes Bergerlebnis, aber seine Mutter hatte dafür gesorgt, dass die Erinnerung wach und die Sehnsucht lebendig blieben. In Schliersee kaufte sie ihm seine erste Lederhose (der weitere folgten) und strickte dazu eine wunderschöne Trachtenjacke. Und den fortan fest im familiären Speiseplan verankerten Bayerischen Kaiserschmarrn hat sie ebenfalls von dort mitgebracht. Die Cristallina ist fast genauso hoch wie die Zugspitze, ebenfalls knapp unter 3000 Meter. Es ist ein warmer Augusttag, im T-Shirt und mit kleinem Rucksack ist er über die Granitplatten und -blöcke heraufgestiegen, sitzt jetzt an einen Felsen gelehnt in der Sonne und lässt seine Blicke und Gedanken schweifen. In der Erinnerung scheint es ihm, dass sein Weg hierher in die neue Bergheimat auf einer unterbewussten Ebene schon damals irgendwie vorgezeichnet war. Bereits als Grundschüler hatte er sich für Wanderungen durch die heimatlichen Wälder begeistert ohne die Eltern mit der von einem Nachbarsvater gegründeten Wandergruppe der Kirchengemeinde. Später dann inzwischen war er dank Mofa und Mokick selbstständig mobil unternahm er oft nachmittags nach der Schule Streifzüge in die nähere und weitere Umgebung und genoss die Stille und Einsamkeit versteckter Plätze. Angekommen! 3 Bereits als Grundschüler hatte er sich für Wanderungen durch die heimatlichen Wälder begeistert. Großes Bild: Ob sich der Traum erfüllt, eines Tages in den Bergen zu bleiben? Blick vom Aufstieg zur Cristallina zum Basòdino Foto: Jutta Siefarth 44 45

13 Mit Tautropfen und Tirolerhut 46 Das erste Berg-Outfit gab s mit vier. Die neue Freiheit: als Student in den korsischen Bergen Angekommen! In den Bergen unterwegs sein und oben bleiben. Jetzt war er also ein richtiger Bergsteiger. auf dem Feldberg Endlich in die richtigen Berge! Am Mittenwalder Höhenweg. Schließt sich hier der Kreis? Das Haus in den Bergen, direkt am Wasser. Zigarettenpause auf Skitour im Engadin Fotos: Dieter, Verena, Frank Martin, Trude und Jutta Siefarth Und dann gab es da diese Kletterfelsen aus splittrigem Schiefer hoch oben in den Mosel-Steilhängen hinter dem hohen Zaun am Höhen-Panoramaweg. Streng verboten, er musste es seinem Vater und seiner Mutter versprechen. Aber der Sog war einfach zu mächtig: Einmal brach er das Versprechen, kletterte mit einer Freundin über den Zaun und die Felsen hinab bis zu einer Höhle und anschließend wieder hinauf. Trainiert hatten sie dafür an leichter zugänglichen Platten an einem weniger ausgesetzten Hang, wovon sie aber niemandem erzählten. Selbst etwas ähnliches wie das spätere Mountainbiken, das ihm bis heute wenn es nicht zu steil und nicht zu schwer ist viel Spaß macht, hat er etwa zu der Zeit mit einem Freund schon im nahen Stadtwald ausprobiert. Dafür baute er sein Dreigang-Fahrrad der Marke Mars zum Cross-Modell um, indem er Gepäckträger und Schutzbleche abmontierte und den Lenker umdrehte. Mit diesem Geländerad fuhr er dann immer wieder einen geheimen Singletrail-Parcour (der damals freilich noch nicht so hieß) in einem dicht bewaldeten ntälchen des Rheins rauf und runter. Während seine Kindheit und Jugend noch einmal an seinen geistigen Augen vorbeizieht, ist es spät geworden, und es wird höchste Zeit, sich an den steilen, schotterigen Abstieg auf der anderen des Berges über die Reste des kleinen Gletschers zur Capanna und zurück zum Ausgangspunkt zu machen. Solche hochalpinen Wege und Steige sicher und routiniert begehen zu können, hat er erst später beim Alpenverein gelernt. Ebenso das Klettern und auch das Winterbergsteigen. Als Student mit eigenem Auto ging es im Sommer endlich in die richtigen Berge. Erst noch bescheiden auf die höchste Mittelgebirgserhebung Deutschlands, den Feldberg im Schwarzwald. Dann aber nach und nach in die Bayerischen Alpen, ins Karwendel, die Allgäuer, die Hohen Tauern, ins Wallis, nach Korsika Und wie schön! immer mal wieder kurz mit der inzwischen auch berginfizierten Mutter in die Berchtesgadener, die Stubaier, ins Pitztal und ins Montafon. Schließlich der erste Kletterkurs und der folgende regelmäßige Klettertreff am Wochenende im Morgenbachtal! Wenn er die ziemlich alpine Kante am Mainzer Turm geklettert war und oben vom sehr luftigen Ausstieg auf die winzig erscheinenden Schiffe tief unten auf dem Rhein schaute, war da wieder dieses zufriedene Gefühl: Angekommen! Inzwischen hat er die Capanna erreicht und sitzt in der tiefstehenden Nachmittagssonne bei Kaffee und Kuchen auf der großen Terrasse. An Zufälle glaubt er bis heute nicht, auch wenn der Umzug an die Isar damals die große Wende in seinem Leben bedeutete. Privat, bergsteigerisch, beruflich München war die Erfüllung eines nicht geträumten Traums. So viel näher an den Bergen, die nun mehr und mehr in den Mittelpunkt rückten. Schon bald nach seinem Wechsel in die Bergsteigerstadt lernte er die Berg- und Seilpartnerin seines Lebens lieben, und von da an war der Weg in und auf die Berge ein gemeinsamer. Zuerst machten sie ihre Touren in den neuen Hausbergen nur zu zweit, aber schon bald schlossen sie sich der Münchner Alpenvereinssektion an und absolvierten einen Kletter- und Hochtourenkurs nach dem anderen, lernten Bergfreunde kennen, mit denen sie urige Selbstversorgerhütten-Wochenenden verbrachten, auf Skitouren gingen oder zum Klettern nach Arco fuhren. Besonders genoss er die mehrtägigen Höhenwege von Hütte zu Hütte. In den Bergen unterwegs sein und oben bleiben angekommen! Sogar sein innigster Traum ging in Erfüllung die große Reise nach Nepal in den Himalaya. Traum jedes Bergverrückten und damals auch im Khumbu-Gebiet noch ziemlich abenteuerlich. 16 Tage Trekking nur zu zweit im Angesicht der höchsten Berge der Erde angekommen! Jetzt war er also Bergsteiger, und eigentlich wollte er die Ausbildung zum Tourenführer machen, als Kursleiter seine Begeisterung für die Berge weitergeben. Aber wieder einmal waren die Weichen anders gestellt. Der Alpenverein fragte ihn, den aus den Mittelgebirgen Zuagroasten, ob er eine neue Mitgliederzeitschrift entwickeln könne und wolle Angekommen! Abends sitzt er draußen vor seinem Rustico und schaut auf den noch jungen Fluss, der auf seinem Weg in die Welt dahinplätschert. Das Reiherpaar zieht hoch über den Baumwipfeln seine Kreise, die Wasseramsel hüpft von Stein zu Stein, und die Zikaden stimmen ihren Nachtgesang an. Schließt sich hier der Kreis? Ein Haus in den Bergen, direkt am Wasser. Angekommen! Vorerst. München war die Erfüllung eines nicht geträumten Traums. Die Berge rückten nun mehr und mehr in den Mittelpunkt. Frank Martin Siefarth (57) war von der ersten Ausgabe im Januar 2000 bis zu diesem Heft Chefredakteur von 88 alpinwelten. Er findet diese runde Zahl sehr passend für den Abschied von einem 21 Jahre währenden erfüllten Traum und ist gespannt auf künftige Träume und deren Erfüllung. 47

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