INKLUSION MAI 2020 MANUAL GEMEINSAMES LERNEN AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE ZUR ERSTELLUNG EINES SCHULISCHEN KONZEPTS:

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1 Bezirksregierung Düsseldrf MANUAL GEMEINSAMES LERNEN AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE ZUR ERSTELLUNG EINES SCHULISCHEN KONZEPTS: INKLUSION MAI

2 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE

3 Vrwrt zur aktualisierten 4. Auflage Schulen aller Schulfrmen haben sich auf den Weg gemacht, Inklusin zu leben und sich den vielfältigen Herausfrderungen mit grßem Einsatz und Engagement gestellt. Die daraus resultierende stetige Nachfrage nach unserem Manual zeigt, wie hilfreich grundlegende Infrmatinen zur Gestaltung des Gemeinsamen Lernens für alle Beteiligten in Schule sind. Da sich seit 2015 nicht nur die rechtlichen Rahmenbedingungen in Teilen geändert haben, sndern auch Weiterentwicklungen in zahlreichen inhaltlichen Arbeitsfeldern zu verzeichnen sind, haben wir uns entschlssen, das Manual grundlegend zu überarbeiten. Einen breiten Raum nehmen dabei die Lern- und Entwicklungsplanung swie die Hinweise zur Erstellung und Umsetzung eines pädaggischen Knzepts als Grundlage der Arbeit im Gemeinsamen Lernen ein. Diese stehen nicht für sich alleine, sndern sllten in die aktuellen Schulentwicklungsprzesse der jeweiligen Schule eingebettet sein. Die seit 2018 verankerte Neuausrichtung der Inklusin in Schulen wird ebenfalls in einigen Kapiteln thematisiert und mit hilfreichen Unterstützungsangebten für die schulische Arbeit knkretisiert. Die sich dabei abzeichnenden Gestaltungsspielräume sllen und müssen vr Ort mit allen Beteiligten ausgehandelt und abgestimmt werden. Hierbei hat insbesndere die Schulleitung eine wesentliche Steuerungsfunktin inne. Der Erflg der Inklusin wird maßgeblich davn abhängen, b es uns gelingt, die gemeinsame Bildung und Erziehung für Kinder und Jugendliche zu realisieren und Standards snderpädaggischer Unterstützung i.s. einer Qualitätssicherung an allen Förderrten weiterzuentwickeln. Zu einzelnen inhaltlichen Schwerpunkten nutzen Sie bitte auch unsere Themenhefte, die Sie auf der Hmepage der Bezirksregierung unter dem Stichwrt Inklusin finden. Bisher wurden flgende Themenhefte veröffentlicht: 1. Grundlagen und Hinweise für die Förderung vn sprachentwicklungsgestörten Kindern in der Schuleingangsphase der Grundschule. 2. Grundlagen und Hinweise für die Förderung vn Schülerinnen und Schülern mit Autismus-Spektrum-Störungen an Allgemeinen Schulen. 3. Grundlagen und Hinweise für die Förderung vn Kindern und Jugendlichen im Bereich der Emtinalen und Szialen Entwicklung. 4. Hinweise und Beispiele für die inklusive Förderung vn Schülerinnen und Schülern mit dem snderpädaggischen Unterstützungsbedarf Lernen. 5. Handreichung zur Diagnstik im Rahmen der AO-SF.

4 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Das vrliegende Manual bietet Ihnen auch weiterhin rasch ersichtliche Infrmatinen zu rechtlichen Aspekten swie eine Übersicht über wichtige Ansprechpartner/innen und Kperatinspartner/innen. Wir wünschen uns darüber hinaus eine intensive Kmmunikatin des Manuals in den verschiedenen Gremien der Schulen und Beachtung und Nutzung der vrliegenden Ausführungen für die schulinterne Weiterarbeit. Unser herzlicher Dank richtet sich an die Arbeitsgruppe (Frau Gerlach, Frau Gelbke-Mtte, Frau Hildwein, Frau Hüsing, Herr Knettel, Frau Lehmann, Frau Peeters, Herr Weikämper), die dieses Manual unter der Leitung vn Frau Frücht erarbeitet hat. Für den Arbeitskreis Inklusin der Bezirksregierung Düsseldrf Angelika Frücht und Thmas Keller Mai 2020 Bezirksregierung Düsseldrf Dezernat 41F Am Bnneshf Düsseldrf Telefn:

5 Inhaltsverzeichnis Rechtliche Rahmenbedingungen für das Gemeinsame Lernen Rechtliche Rahmenbedingungen für das 09 Gemeinsame Lernen - Grundschule 1.2 Rechtliche Rahmenbedingungen für das 15 Gemeinsame Lernen - Sekundarstufe I 1.3 Rechtliche Rahmenbedingungen für das 23 Gemeinsame Lernen Sekundarstufe II und am Berufsklleg 2 Grundlagen der Arbeit im Gemeinsamen Lernen Arbeitsfelder im Gemeinsamen Lernen Aufgaben im Bereich des Schulleitungsteams Persnaleinsatz vn snderpädaggischen Lehrkräften, 32 Lehr- und Fachkräften, die zur snderpädaggischen Unterstützung eingesetzt werden Teamarbeit Fachknferenz snderpädaggische Unterstützung Arbeit in der Fachknferenz snderpädaggische 39 Unterstützung / Gemeinsames Lernen 3 Bausteine inklusiven Unterrichts Snderpädaggische Förderung im Unterricht der allgemeinen Schule Kriterien guten Unterrichts Individuelle Förderung und Präventin Classrm Management Lern- und Entwicklungsplanung Differenzierung Jährliche Überprüfung, Wechsel des Förderrts und / der 68 des Bildungsganges

6 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 4 Knzeptentwicklung Leistungsknzept Beratungsknzept Übergangsgestaltung im Gemeinsamen Lernen Berufsrientierung in der Sekundarstufe I Vertretungsknzept zum Einsatz snderpädaggischer Lehrkräfte Nachteilsausgleich an Schulen Umsetzung schulrechtlicher Vrgaben / Knzeptentwicklung 86 5 Einsatz vn Fachkräften im inklusiven Kntext Lehrkräfte anderer Lehrämter Unterstützung der Inklusin durch Kperatin und 91 Beratung der Schulen für Sinnesgeschädigte 5.3 Pädaggische Fachkräfte (Geld statt Stelle) Prjektstellen MPT Kräfte Inklusin in der Sekundarstufe I Pädaggische Fachkräfte Handwerksmeisterinnen und -meister Szialpädaggische Fachkräfte in der Schuleingangsphase Schulszialarbeit Integratinshelferinnen und -helfer Überblick über Aufgabenfelder vn Fachkräften in Inklusin Anhang Ablaufplan Krdiniertes Anmeldeverfahren zum 106 Übergang vn Klasse 4 nach Klasse Ablaufplan Krdiniertes Verfahren für die Schülerinnen und 108 Schüler mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf LE / ES der Sek I in die Sek II eines allgemeinen Berufskllegs

7 Przessbeschreibung zum Schulwechsel in die Sekundarstufe II eines 110 Berufskllegs für Schülerinnen und Schüler mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf in den Förderschwerpunkten KME, HK, SE, GE der einer Autismus-Spektrum-Störung 6.4 Hinweise zu Zeugnissen für Schülerinnen und Schüler mit 112 festgestelltem Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung an der allgemeinen Schule 6.5 Abschlüsse für Schülerinnen und Schüler mit dem snderpädaggischen 115 Unterstützungsbedarf Lernen 6.6 Aufgaben und Handlungsfelder der Schulen für Sinnesgeschädigte Checkliste Schulleitungshandeln Weitere Hinweise zu Nachteilsausgleichen Eingliederungshilfe Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Frmulare Literaturverzeichnis 137

8 1. GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Rechtliche Rahmenbedingungen für das Gemeinsame Lernen Vrbemerkung Die neue Landesregierung möchte eine spürbare Qualitätssteigerung der inklusiven Angebte an allgemeinen Schulen erreichen und hat deshalb die ntwendigen Schritte zu einer Neuausrichtung der Inklusin mit dem Erlass Neuausrichtung der Inklusin in den öffentlichen allgemeinbildenden weiterführenden Schulen vm 15. Oktber 2018 eingeleitet. Das Stellenbudget wird sukzessive, beginnend mit dem Schuljahr 2019/20 abgeschafft und durch die Zuweisung vn Mehrbedarfsstellen (0,5 Stelle je zu bildende Eingangsklasse) und eine veränderte Schüler-Lehrer-Relatin für alle Förderschwerpunkte (1:6,1) in der Inklusin der allgemeinen Schulen der Sekundarstufe I ersetzt. Zusätzlich werden Stellen für Lehrkräfte der allgemeinen Schule und für multiprfessinelle Teams bereitgestellt, die die Schulen mit weiterem Persnal unterstützen. Um die Angebte stärker an Qualitätsstandards auszurichten, sll es zu einer Bündelung der Ressurcen an Schulen mit einem besnderen Prfil kmmen. Eine Schule des Gemeinsamen Lernens nimmt daher in der Regel 3 Schülerinnen und Schüler mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf je zu bildender Eingangsklasse auf. Neue Standrte des Gemeinsamen Lernens werden nur dann hinzugenmmen, wenn die Plätze an den bisherigen Standrten nicht ausreichen. Die stärkere Bündelung kann dazu führen, dass Gemeinsames Lernen an weniger Standrten eingerichtet wird als bisher. Die Bündelung an Schulen des Gemeinsamen Lernens, die die genannten Vraussetzungen erfüllen, schafft in der Regel die Vraussetzungen für die Reduzierung des Klassenfrequenzrichtwertes nach 46 Absatz 4 SchulG NRW. Schulen des Gemeinsamen Lernens erstellen ein pädaggisches Knzept zum Gemeinsamen Lernen, das systemisch abgesichert und Teil des Schulprgramms wird. Hierzu hat das Ministerium Eckpunkte veröffentlicht. Hilfreiche Hinweise zur Umsetzung finden Sie in Kapitel 2 dieses Manuals. Snderpädaggische Förderung an Gymnasien ist in der Regel zielgleich. Sllte die Schule es jedch wünschen der es aufgrund des örtlichen Schulangebtes ntwendig sein, kann auch an einem Gymnasium Gemeinsames Lernen mit zieldifferentem Unterricht eingerichtet werden.

9 Rechtliche Rahmenbedingungen für das Gemeinsame Lernen - Grundschule Grundschule Gemeinsames Lernen -zielgleich- (entsprechend Richtlinien GS) Gemeinsames Lernen -zieldifferent- (im Bildungsgang Lernen der Geistige Entwicklung) Einrichtung Gemäß 20 Abs. 2 SchulG NRW findet snderpädaggische Förderung in der Regel in der allgemeinen Schule statt. Die Eltern können hiervn abweichend die Förderschule wählen. Die Schulaufsichtsbehörde richtet Gemeinsames Lernen mit Zustimmung des Schulträgers an einer allgemeinen Schule ein, es sei denn, die Schule ist dafür persnell und sächlich nicht ausgestattet und kann auch nicht mit vertretbarem Aufwand dafür ausgestattet werden ( 20 Abs. 5 SchulG NRW). Gemäß 20 Abs. 3 SchulG NRW wird in der allgemeinen Schule der Unterricht als Gemeinsames Lernen für Schülerinnen und Schüler mit und hne Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung im Klassenverband der in der Lerngruppe erteilt. Der Unterricht erstreckt sich auf alle Unterrichtsvrgaben nach 19 Abs. 3 und 4 SchulG NRW. Frmen äußerer und innerer Differenzierung sind hierbei möglich. Dies gilt auch für die Schülerinnen und Schüler, die zieldifferent unterrichtet werden. Schwerpunktschulen: Schulträger können gemäß 20 Abs. 6 SchulG NRW mit Zustimmung der beren Schulaufsichtsbehörde allgemeine Schulen als Schwerpunktschulen bestimmen. Diese Schulen umfassen neben den Förderschwerpunkten LE, SQ und ESE weitere Förderschwerpunkte, mindestens aber einen weiteren Förderschwerpunkt. Schwerpunktschulen unterstützen andere Schulen im Rahmen der Zusammenarbeit nach 4 SchulG NRW. Aufnahme Gemäß 46 Abs. 3 Satz 1 SchulG NRW hat jedes Kind einen Anspruch auf Aufnahme in die seiner Whnung nächstgelegene Grundschule der gewünschten Schulart in seiner Gemeinde im Rahmen der vm Schulträger festgelegten Aufnahmekapazität, sweit der Schulträger keine Schuleinzugsbereiche gebildet hat. Kinder, die einen festgestellten Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung haben, haben smit Anspruch auf Aufnahme in die vn der Schulaufsicht vrgeschlagene whnrtnächste Schule der gewünschten Schulart, an der Gemeinsames Lernen eingerichtet ist. Das Anmelde- und Aufnahmeverfahren ist smit in Abstimmung mit dem Schulträger s zu gestalten, dass die Aufnahmeansprüche vn Kindern mit festgestelltem Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung hinreichend berücksichtigt werden können. Grundsätzlich muss der Antrag auf Feststellung eines Bedarfs an snderpädaggischer Unterstützung vn den Erziehungsberechtigten gestellt werden ( 11 AO-SF). Bereits bei der Anmeldung ihres schulpflichtigen Kindes zur Schule können die Eltern den Antrag bei der zuständigen Grundschule der bei einem vermuteten Förderschwerpunkt GE, KME, HK, SE auch bei der Förderschule stellen (vgl. 11 Abs. 2 AO-SF).

10 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Grundschule Gemeinsames Lernen -zielgleich- (entsprechend Richtlinien GS) Gemeinsames Lernen -zieldifferent- (im Bildungsgang Lernen der Geistige Entwicklung) Nur in besnders begründeten Ausnahmefällen kann die allgemeine Schule einen Antrag stellen (vgl. 12 Abs. 1 AO-SF). Ein slcher Ausnahmefall kann vrliegen, wenn ein vermuteter Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung im Förderschwerpunkt ESE mit einer Selbst- der Fremdgefährdung einhergeht der wenn eine Schülerin der ein Schüler nicht zielgleich unterrichtet werden kann (vgl. 12 Abs. 1 Nr. 1 und 2 AO-SF). Gemäß 12 Abs. 3 AO-SF kann die Schule bei einem vermuteten Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Lernen den Antrag in der Regel erst stellen, wenn eine Schülerin der ein Schüler die Schuleingangsphase der Grundschule im dritten Jahr besucht. Schulpflicht Verweildauer 37 Abs. 1 SchulG NRW, AO-GS Die Schulpflicht in der Primarstufe und der Sekundarstufe I wird für alle Schülerinnen und Schüler einheitlich auf 10 Jahre festgelegt. Eine Differenzierung, die allein auf den Ort der snderpädaggischen Förderung abstellt, existiert smit nicht mehr. Hiervn unberührt ist die individuelle Verweildauer. Unterrichtsvrgaben / Richtlinien Für den Unterricht gelten grundsätzlich die Unterrichtsvrgaben ( 29 SchulG NRW) für die allgemeine Schule swie die Richtlinien für die einzelnen Förderschwerpunkte, die sich auf zielgleiches und zieldifferentes Lernen beziehen ( 19 Abs. 3 SchulG NRW, 21 Abs. 1 und 5 AO-SF). Autismus-Spektrum-Störungen: Wird ein Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung festgestellt, rdnet die Schulaufsichtsbehörde die Schülerin der den Schüler mit Autismus-Spektrum-Störung Gemäß 9 Abs. 1 Satz 2, 3, 4 AO-SF werden die Klassen 1 und 2 als Schuleingangsphase geführt. Sie können in einem, zwei der drei Jahren durchlaufen werden. Die Schule entscheidet mit Zustimmung der Schulknferenz über die Organisatinsfrm der Schuleingangsphase. Für den Unterricht gelten grundsätzlich die Unterrichtsvrgaben ( 29 SchulG NRW) für die allgemeine Schule swie die Richtlinien für die einzelnen Förderschwerpunkte, die sich auf zielgleiches und zieldifferentes Lernen beziehen ( 19 Abs. 3 SchulG NRW, 21 Abs. 1 und 5 AO-SF). LE: Gemäß 31 Abs. 2 AO-SF beschließt die Klassenknferenz, b sie für eine Schülerin der einen Schüler die für das Fach Englisch in der Stundentafel vrgesehenen Stunden für dieses Fach der für ver-

11 10 11 Grundschule Gemeinsames Lernen -zielgleich- (entsprechend Richtlinien GS) Gemeinsames Lernen -zieldifferent- (im Bildungsgang Lernen der Geistige Entwicklung) Leistungsbewertung einem Förderschwerpunkt zu ( 42 Abs. 3 Satz 1 AO-SF). Gemäß 42 Abs. 5 AO-SF erlässt das Ministerium ergänzende Unterrichtsvrgaben für die Förderung vn Schülerinnen und Schülern mit Autismus- Spektrum-Störung. Es gelten die Bestimmungen der allgemeinen Schule, sweit nachflgend nichts Abweichendes bestimmt ist. Gemäß 209 Abs. 1 SGB IX werden die Vrschriften über Hilfen für behinderte Menschen zum Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile der Mehraufwendungen (Nachteilsausgleich) s gestaltet, dass sie unabhängig vn der Ursache der Behinderung der Art der Schwere der Behinderung Rechnung tragen. Zu beachten sind die besnderen schulrechtlichen Vrschriften zum Nachteilsausgleich in den jeweiligen Verrdnungen über die Ausbildung und Abschlussprüfungen swie die Vrschriften zu Maßnahmen zum Ausgleich vn Defiziten (z.b. LRS-Erlass). stärkte Bildungsangebte in anderen Fächern der Stundentafel verwendet. LE: Leistungen der lernbehinderten Schülerinnen und Schüler werden auf der Grundlage der im individuellen Förderplan festgelegten Lernziele beschrieben. Die Leistungsbewertung erstreckt sich auf die Ergebnisse des Lernens swie die individuellen Anstrengungen und Lernfrtschritte (vgl. 32 Abs. 1 AO-SF). Die Schulknferenz kann gemäß 32 Abs. 2 AO-SF beschließen, dass ab Klasse 4 der ab einer höheren Klasse die Bewertung einzelner Leistungen zusätzlich mit Nten möglich ist. Eine Bewertung mit Nten setzt vraus, dass die Leistungen der jeweils vrhergehenden Jahrgangsstufe der Grundschule/ Hauptschule entsprechen. Dieser Maßstab ist kenntlich zu machen. GE: Gemäß 40 AO-SF werden die Leistungen der Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang Geistige Entwicklung hne Ntenstufen auf der Grundlage der im Förderplan festgelegten Ziele beschrieben. Die Leistungsbewertung erstreckt sich auf die Ergebnisse des Lernens swie die individuellen Anstrengungen und Lernfrtschritte. Für die Schülerinnen und Schüler (HK, SQ, SE, KME) mit dem weiteren Förderschwerpunkt Lernen gelten neben den Vrschriften zu dem jeweiligen Förder-

12 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Grundschule Gemeinsames Lernen -zielgleich- (entsprechend Richtlinien GS) Gemeinsames Lernen -zieldifferent- (im Bildungsgang Lernen der Geistige Entwicklung) schwerpunkt die Vrschriften des zieldifferenten Bildungsganges Lernen ( 31 bis 37 AO-SF). Für die Schülerinnen und Schüler (HK, SE, KME) mit dem weiteren Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung gelten neben den Vrschriften zu dem jeweiligen Förderschwerpunkt die Vrschriften des zieldifferenten Bildungsganges Geistige Entwicklung ( 38 bis 41 AO-SF). Förderplan Zeugnis Die Lehrkräfte, die die Schülerin der den Schüler unterrichten, erstellen nach Beratung mit allen an der Förderung beteiligten Persnen einen individuellen Förderplan. Sie überprüfen ihn regelmäßig und schreiben ihn frt. Dies gilt auch dann, wenn eine Schülerin der ein Schüler snderpädaggisch gefördert wird, hne dass ein förmliches AO-SF-Verfahren durchgeführt wurde (vgl. 21 Abs. 7 AO-SF). Es gelten die Bestimmungen der allgemeinen Schule, sweit nachflgend nichts Abweichendes bestimmt ist. Gemäß 21 Abs. 6 Satz 1 und 2 AO-SF erhalten Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung Zeugnisse mit der Bemerkung, dass sie snderpädaggisch gefördert werden. Die Zeugnisse nennen außerdem den Förderschwerpunkt und den Bildungsgang. Bei einer zielgleichen Förderung gelten auf Wunsch der Eltern die Sätze 1 und 2 nicht für Abschlusszeugnisse. Gemäß 21 Abs. 6 Satz 1 und 2 AO-SF erhalten Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung Zeugnisse mit der Bemerkung, dass sie snderpädaggisch gefördert werden. Die Zeugnisse nennen außerdem den Förderschwerpunkt und den Bildungsgang. LE: In den Klassen 1 und 2 erhalten die Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang Lernen Zeugnisse jeweils zum Ende des Schuljahres, in den Klassen 3 bis 10 zum Schulhalbjahr und zum Ende des Schuljahres. Die Zeugnisse beschreiben die Lernentwicklung und den Leistungsstand in den Fächern und enthalten die nach 49 Absatz 2 und 3 SchulG NRW erfrderlichen Angaben ( 33 Abs. 1 und 2 AO-SF).

13 12 13 Grundschule Gemeinsames Lernen -zielgleich- (entsprechend Richtlinien GS) Gemeinsames Lernen -zieldifferent- (im Bildungsgang Lernen der Geistige Entwicklung) Versetzung Es gelten die Bestimmungen der allgemeinen Schule, sweit die AO-SF nichts Abweichendes bestimmt. LE: Gemäß 34 AO-SF findet eine Versetzung nicht statt. Am Ende des Schuljahres entscheidet die Klassenknferenz, in welcher Klasse die Schülerin der der Schüler im nächsten Jahr gefördert werden wird. GE: Gemäß 41 Abs. 1 AO-SF findet eine Versetzung nicht statt. Am Ende des Schuljahres entscheidet die Klassenknferenz, in welcher Klasse die Schülerin der der Schüler im nächsten Schuljahr gefördert werden wird. Jährliche Überprüfung Gemäß 17 Abs. 1 AO-SF überprüft die Klassenknferenz bei Bedarf, mindestens einmal jährlich, b der festgestellte Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung und der festgelegte Förderschwerpunkt weiterhin bestehen. Gelangt die Klassenknferenz zu der Auffassung, dass bei Frtbestand eines Bedarfs an snderpädaggischer Unterstützung im bisherigen Förderschwerpunkt ein Wechsel des Förderrts der des Bildungsgangs angebracht ist, lädt die Schulleitung die Eltern zu einem Gespräch ein und infrmiert die Schulaufsichtsbehörde s rechtzeitig, dass darüber vr Ablauf des Schuljahres entschieden werden kann. Bei einem Wechsel des Förderrtes gelten gemäß 17 Abs. 3 AO-SF die 14 bis 16 AO- SF entsprechend. Die Schulaufsicht kann entscheiden, dass der Wechsel bis zu sechs Mnate prbeweise dauert. Diese Frist kann gemäß 17 Abs. 3 Satz 3 AO-SF nicht verlängert werden. Hinweise zu den ntwendigen Frmularen finden sich im Anhang. Wechsel des Förderschwerpunktes Beendigung der snderpädaggischen Förderung Hält die Klassenknferenz einen Wechsel des Förderschwerpunkts der des vrrangigen Förderschwerpunktes für erfrderlich, teilt die Schule dies den Eltern mit und begründet es (vgl. 18 Abs. 3 AO-SF). Die Schule unterrichtet die Schulaufsichtsbehörde. Gemäß 18 Abs. 3 AO-SF entscheidet die Schulaufsichtsbehörde gemäß 14 AO-SF. Diese Entscheidung kann gemäß 18 Abs. 4 AO-SF auch prbeweise für sechs Mnate getrffen werden. Siehe Hinweise zu den Frmularen im Anhang. Ist nach Auffassung der Klassenknferenz die nach 14 AO-SF bestimmte snderpädaggische Förderung nicht mehr erfrderlich, teilt die Schule dies der zuständigen Schulaufsichtsbehörde nach einem Gespräch mit den Eltern mit (vgl. 18 Abs. 1 AO-SF). Stellt die Schulaufsichtsbehörde fest, dass ein Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung nicht mehr besteht, widerruft die Schulaufsichtsbehörde ihre nach 14 AO-SF erlassene Entscheidung (vergl. 18 Abs. 2 AO-SF). Der Widerruf der erlassenen Entscheidung kann gemäß 18 Abs. 4 AO-SF auch prbeweise für sechs Mnate getrffen werden.

14 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Grundschule Gemeinsames Lernen -zielgleich- (entsprechend Richtlinien GS) Gemeinsames Lernen -zieldifferent- (im Bildungsgang Lernen der Geistige Entwicklung) Im Falle eines Widerrufs berät die Schulaufsichtsbehörde die Eltern gemäß 18 Abs. 2 Satz 2 AO-SF darüber, w die Schülerin der der Schüler die Schullaufbahn frtsetzen kann. Siehe Hinweise zu den Frmularen im Anhang. Übergang in die Sekundarstufe I Wird eine Schülerin der ein Schüler in der Primarstufe snderpädaggisch gefördert, entscheidet gemäß 17 Abs. 5 AO-SF die Schulaufsichtsbehörde, b snderpädaggische Förderung in der Sekundarstufe I weiterhin ntwendig ist. Sie schlägt den Eltern gemäß 16 AO-SF mindestens eine allgemeine Schule vr. Ein neues Gutachten gemäß 13 AO-SF ist nur dann einzuhlen, wenn dies erfrderlich ist. Wird eine Schülerin der ein Schüler in der Primarstufe snderpädaggisch gefördert, hne dass ein förmliches Verfahren gemäß 1 bis 15 AO-SF durchgeführt wurde, empfiehlt die Schule den Eltern, bei der Anmeldung zur weiterführenden Schule den individuellen Förderplan ( 21 Abs. 7 Satz 3 AO-SF) vrzulegen (vgl. 17 Abs. 6 AO-SF).

15 1.2 Rechtliche Rahmenbedingungen für das Gemeinsame Lernen - Sekundarstufe I Sekundarstufe I Gemeinsames Lernen -zielgleich- (Bildungsgang der allg. Schule) Gemeinsames Lernen -zieldifferent- (Bildungsgang Lernen und Geistige Entwicklung) Aufnahme Die Schulaufsichtsbehörde richtet Gemeinsames Lernen mit Zustimmung des Schulträgers an einer allgemeinen Schule ein, es sei denn, die Schule ist dafür persnell und sächlich nicht ausgestattet und kann auch nicht mit vertretbarem Aufwand dafür ausgestattet werden (vgl. 20 Abs. 5 SchulG NRW). Grundsätzlich muss der Antrag auf Feststellung eines Bedarfs an snderpädaggischer Unterstützung vn den Erziehungsberechtigten gestellt werden (vgl. 11 AO-SF). Nur in besnders begründeten Ausnahmefällen kann die allgemeine Schule einen Antrag stellen (vgl. 12 Abs. 1 AO-SF). Schulpflicht Verweildauer Ein slcher Ausnahmefall kann gemäß 12 Abs. 1 Nr. 2 AO-SF vrliegen, wenn ein vermuteter Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung im Förderschwerpunkt ESE mit einer Selbst- der Fremdgefährdung einhergeht. Ein slcher Ausnahmefall kann gemäß 12 Abs. 1 Nr. 1 AO-SF vrliegen, wenn eine Schülerin der ein Schüler nicht zielgleich unterrichtet werden kann. Nach Abschluss der Klasse 6 ist gemäß 12 Abs. 4 AO-SF ein Verfahren zur Feststellung eines Bedarfs an snderpädaggischer Unterstützung auf Antrag der Schule nur nch in Ausnahmefällen durchzuführen (zu beachten sind die Snderregelungen für die Förderschwerpunkte Lernen und ESE s..). 37, 38 SchulG NRW, APO-SI Die Schulpflicht in der Primarstufe und der Sekundarstufe I wird für alle Schülerinnen und Schüler einheitlich auf 10 Jahre festgelegt. Eine Differenzierung, die allein auf den Ort der snderpädaggischen Förderung abstellt, existiert smit nicht mehr. Hiervn unberührt ist die individuelle Verweildauer. LE: Gemäß 35 Abs. 7 AO-SF kann eine Schülerin der ein Schüler den zehnjährigen Bildungsgang im Förderschwerpunkt Lernen um bis zu zwei Jahre überschreiten, wenn dies zum Erwerb des Abschlusses nach 35 Absatz 3 AO-SF (gleichwertiger HS-Abschluss nach Klasse 9) führen kann. GE: Gemäß 9 Abs. 1 Satz 2 AO-SF dauert der Bildungsgang im Förderschwerpunkt GG 11 Jahre.

16 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Sekundarstufe I Gemeinsames Lernen -zielgleich- (Bildungsgang der allg. Schule) Gemeinsames Lernen -zieldifferent- (Bildungsgang Lernen und Geistige Entwicklung) Unterrichtsvrgaben / Richtlinien Unterrichtet eine Schule in unterschiedlichen Bildungsgängen, wird der Unterricht durch innere der äußere Differenzierung gestaltet (vgl. 21 Abs. 2 AO-SF). Im Rahmen des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Schulen hat die snderpädaggische Förderung das Ziel, die Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung zu den Abschlüssen zu führen, die das Schulgesetz vrsieht (zielgleich). Im Förderschwerpunkt Lernen und im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung werden die Schülerinnen und Schüler zu eigenen Abschlüssen geführt (vgl. 12 Abs. 4, 19 Abs. 4 SchulG NRW). Dies gilt auch für Schülerinnen und Schüler, bei denen daneben weitere Förderschwerpunkte festgestellt sind. Im Förderschwerpunkt Lernen ist der Erwerb eines dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschlusses möglich. Für den Unterricht gelten grundsätzlich die Unterrichtsvrgaben ( 29 SchulG NRW) für die allgemeine Schule swie die Richtlinien für die einzelnen Förderschwerpunkte, die sich auf zielgleiches und zieldifferentes Lernen beziehen (vgl. 19 Abs. 3 SchulG NRW, 21 Abs. 1 und 5 AO-SF Autismus-Spektrum-Störung: Wird ein Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung festgestellt, rdnet die Schulaufsichtsbehörde die Schülerin der den Schüler mit Autismus-Spektrum-Störung einem Förderschwerpunkt zu. Der Unterricht führt zu den Abschlüssen der allgemeinen Schule, im zieldifferenten Bildungsgang LE und im zieldifferenten Bildungsgang GE. Das Ministerium erlässt ergänzende Unterrichtsvrgaben für die Förderung vn Schülerinnen und Schülern mit Autismus- Spektrum-Störung. Förderplan Die Lehrkräfte, die die Schülerinnen und Schüler unterrichten, erstellen nach Beratung mit allen an der Förderung beteiligten Persnen einen individuellen Förderplan. Sie überprüfen ihn regelmäßig und schreiben ihn frt. Dies gilt auch dann, wenn eine Schülerin der ein Schüler snderpädaggisch gefördert wird, hne dass ein förmliches AO-SF- Verfahren durchgeführt wurde (vgl. 21 Abs. 7 AO-SF).

17 16 17 Sekundarstufe I Gemeinsames Lernen -zielgleich- (Bildungsgang der allg. Schule) Gemeinsames Lernen -zieldifferent- (Bildungsgang Lernen und Geistige Entwicklung) Leistungsbewertung Es gelten die Bestimmungen der allgemeinen Schule, sweit nachflgend nichts Abweichendes bestimmt ist. Gemäß 126 SGB IX werden die Vrschriften über Hilfen für behinderte Menschen zum Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile der Mehraufwendungen (Nachteilsausgleich) s gestaltet, dass sie unabhängig vn der Ursache der Behinderung, der Art der Schwere der Behinderung Rechnung tragen. Zu beachten sind die besnderen schulrechtlichen Vrschriften zum Nachteilsausgleich in den jeweiligen Verrdnungen über die Ausbildung und Abschlussprüfungen swie die Vrschriften zu Maßnahmen zum Ausgleich vn Defiziten (z.b. LRS-Erlass). LE: Leistungen der lernbehinderten Schülerinnen und Schüler werden auf der Grundlage der im individuellen Förderplan festgelegten Lernziele beschrieben. Die Leistungsbewertung erstreckt sich auf die Ergebnisse des Lernens swie die individuellen Anstrengungen und Lernfrtschritte (vgl. 32 Abs. 1 AO-SF). Die Schulknferenz kann gemäß 32 Abs. 2 AO-SF beschließen, dass ab Klasse 4 der ab einer höheren Klasse die Bewertung einzelner Leistungen zusätzlich mit Nten möglich ist. Eine Bewertung mit Nten setzt vraus, dass die Leistungen der jeweils vrhergehenden Jahrgangsstufe der Grundschule/ Hauptschule entsprechen. Dieser Maßstab ist kenntlich zu machen. Die Leistungen derjenigen Schülerinnen und Schüler, die in einem besnderen Bildungsgang zu einem dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 gleichwertigen Abschluss geführt werden, werden in allen Fächern zusätzlich mit Nten bewertet (vgl. 32 Abs. 3, 35 Abs. 3 AO-SF). GE: Gemäß 40 AO-SF werden die Leistungen der Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang Geistige Entwicklung hne Ntenstufen auf der Grundlage der im Förderplan festgelegten Ziele beschrieben. Die Leistungsbewertung erstreckt sich auf die Ergebnisse des Lernens swie die individuellen Anstrengungen und Lernfrtschritte. Für die Schülerinnen und Schüler (HK, SQ, SE, KME) mit dem weiteren Förderschwerpunkt Lernen gelten neben den Vrschrif-

18 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Sekundarstufe I Gemeinsames Lernen -zielgleich- (Bildungsgang der allg. Schule) Gemeinsames Lernen -zieldifferent- (Bildungsgang Lernen und Geistige Entwicklung) Zeugnis Es gelten die Bestimmungen der allgemeinen Schule, sweit nachflgend nichts Abweichendes bestimmt ist. Gemäß 21 Abs. 6 Satz 1 und 2 AO-SF erhalten Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung Zeugnisse mit der Bemerkung, dass sie snderpädaggisch gefördert werden. Die Zeugnisse nennen außerdem den Förderschwerpunkt und den Bildungsgang. Bei einer zielgleichen Förderung gelten auf Wunsch der Eltern die Sätze 1 und 2 des 21 Abs. 6 AO-SF nicht für Abschlusszeugnisse. ten zu dem jeweiligen Förderschwerpunkt die Vrschriften des zieldifferenten Bildungsganges Lernen ( 31 bis 37 AO-SF). Für die Schülerinnen und Schüler (HK, SE, KME) mit dem weiteren Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung gelten neben den Vrschriften zu dem jeweiligen Förderschwerpunkt die Vrschriften des zieldifferenten Bildungsganges Geistige Entwicklung ( AO-SF). Gemäß 21 Abs. 6 Satz 1 und 2 AO-SF erhalten Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung Zeugnisse mit der Bemerkung, dass sie snderpädaggisch gefördert werden. Die Zeugnisse nennen außerdem den Förderschwerpunkt und den Bildungsgang. LE: In den Klassen 3 bis 10 erhalten die Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang Lernen Zeugnisse zum Schulhalbjahr und zum Ende des Schuljahres. Die Zeugnisse beschreiben die Lernentwicklung und den Leistungsstand in den Fächern und enthalten die nach 49 Absatz 2 und 3 SchulG NRW erfrderlichen Angaben (vgl. 33 Abs. 1 und 2 AO-SF). Auch hier kann die Schulknferenz beschließen, dass in Zeugnissen ab Klasse 4 der ab einer höheren Klasse eine Bewertung des Leistungsstands in den Fächern zusätzlich mit Nten möglich ist. Siehe auch Kurzübersicht zu den Abschlüssen im Anhang. GE: Gemäß 41 Abs. 2 AO-SF erhalten die Schülerinnen und Schüler am Ende jedes

19 18 19 Sekundarstufe I Gemeinsames Lernen -zielgleich- (Bildungsgang der allg. Schule) Gemeinsames Lernen -zieldifferent- (Bildungsgang Lernen und Geistige Entwicklung) Versetzung Es gelten die Bestimmungen der allgemeinen Schule, sweit die AO-SF nichts Abweichendes bestimmt. Schuljahres ein Zeugnis. Für die Schülerinnen und Schüler (HK, SQ, SE, KME) mit dem weiteren Förderschwerpunkt Lernen gelten neben den Vrschriften zu dem jeweiligen Förderschwerpunkt die Vrschriften des zieldifferenten Bildungsganges Lernen ( 31 bis 37 AO-SF). Für die Schülerinnen und Schüler (HK, SE, KME) mit dem weiteren Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung gelten neben den Vrschriften zu dem jeweiligen Förderschwerpunkt die Vrschriften des zieldifferenten Bildungsganges Geistige Entwicklung ( AO-SF). LE: Gemäß 34 AO-SF findet eine Versetzung nicht statt. Am Ende des Schuljahres entscheidet die Klassenknferenz, in welcher Klasse die Schülerin der der Schüler im nächsten Jahr gefördert werden wird. GE: Gemäß 41 Abs. 1 AO-SF findet eine Versetzung nicht statt. Am Ende des Schuljahres entscheidet die Klassenknferenz, in welcher Klasse die Schülerin der der Schüler im nächsten Schuljahr gefördert werden wird. Jährliche Überprüfung Gemäß 17 Abs. 1 AO-SF überprüft die Klassenknferenz bei Bedarf, mindestens einmal jährlich, b der festgestellte Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung und der festgelegte Förderschwerpunkt weiterhin bestehen. Gelangt die Klassenknferenz zu der Auffassung, dass bei Frtbestand eines Bedarfs an snderpädaggischer Unterstützung im bisherigen Förderschwerpunkt ein Wechsel des Förderrts der des Bildungsgangs angebracht ist, lädt die Schulleitung die Eltern zu einem Gespräch ein und infrmiert die Schulaufsichtsbehörde s rechtzeitig, dass darüber vr Ablauf des Schuljahres entschieden werden kann. Bei einem Wechsel des Förderrtes gelten gemäß 17 Abs. 3 AO-SF die 14 bis 16 AO- SF entsprechend. Die Schulaufsicht kann entscheiden, dass der Wechsel bis zu 6 Mnaten prbeweise dauert. Diese Frist kann gemäß 17 Abs. 3 Satz 3 AO-SF nicht verlängert werden. Im Anhang findet sich das vrgegebene Frmular.

20 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Sekundarstufe I Gemeinsames Lernen -zielgleich- (Bildungsgang der allg. Schule) Gemeinsames Lernen -zieldifferent- (Bildungsgang Lernen und Geistige Entwicklung) Gemäß 17 Abs. 4 AO-SF gelten die 11,13 der APO-SI über den Wechsel der Schulfrm in der Sekundarstufe I auch bei einem Wechsel des Förderrts nach 17 Abs. 2, 3 AO-SF swie bei einem Wechsel des Bildungsganges innerhalb der besuchten Schule. Abschlüsse Es gelten die Bestimmungen der allgemeinen Schule, sweit die AO-SF nichts Abweichendes bestimmt. LE: Gemäß 35 Abs. 1 AO-SF erhalten Schülerinnen und Schüler, die die Vllzeitschulpflicht erfüllt haben und die Schule vr der Klasse 10 verlassen, ein Zeugnis, welches die erwrbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten bescheinigt. Die Klasse 10 führt zum Abschluss des Bildungsgangs Lernen (vgl. 35 Abs. 2 AO-SF). In einem besnderen Bildungsgang führt die Klasse 10 zu einem dem Hauptschulabschluss (nach Klasse 9) gleichwertigen Abschluss. Dieser Abschluss wird vergeben, wenn die in 35 Abs. 3, 4 AO-SF definierten Leistungen erbracht wrden sind. Aufnahme in Klasse 10: Gemäß 36 AO-SF entscheidet die Klassenknferenz, in welchen Bildungsgang der Klasse 10 die Schülerin der der Schüler aufgenmmen wird. Die Klassenknferenz lässt Schülerinnen und Schüler zum Bildungsgang zu, der zu einem dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschluss führt, wenn erwartet werden kann, dass diese Schülerinnen und Schüler diesen Abschluss aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit und ihrer Gesamtentwicklung erreichen werden. Zudem müssen diese Schülerinnen der Schüler gemäß 36 Abs. 2 AO-SF i.v.m. 35 Abs. 4 AO-SF in den Klassen 9 und 10 am Unterricht im Fach Englisch teilgenmmen haben. GE: Gemäß 41 Abs. 3 AO-SF erhält die Schülerin der der Schüler am Ende der Schulbesuchszeit ein Abschlusszeugnis,

21 20 21 Sekundarstufe I Gemeinsames Lernen -zielgleich- (Bildungsgang der allg. Schule) Gemeinsames Lernen -zieldifferent- (Bildungsgang Lernen und Geistige Entwicklung) das die erwrbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten bescheinigt. Übergang in die Sekundarstufe II Wird die Schülerin der der Schüler während der Vllzeitschulpflicht snderpädaggisch gefördert und ist dies im Fall eines Schulwechsels nach Urteil der abgebenden Schule auch während der Schulpflicht in der Sekundarstufe II ntwendig, ist gemäß 19 Abs. 1 AO-SF flgendes Verfahren durchzuführen: 1. Die abgebende Schule leitet ihren begründeten Vrschlag mit Unterlagen der aufnehmenden Schule zu. 2. Die aufnehmende Schule leitet den Vrschlag mit einer eigenen Stellungnahme an die Schulaufsichtsbehörde zur Entscheidung weiter; Gutachten der Arbeitsverwaltung sind zu berücksichtigen. 3. Die Schulaufsicht entscheidet gemäß 14 AO-SF. Werden Anhaltspunkte für einen Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung ausnahmsweise erstmals zu Beginn der während der Zeit der Schulpflicht in der Sekundarstufe II festgestellt, wird ein förmliches Verfahren gemäß 13,14 und 16 AO-SF durchgeführt (vgl. 19 Abs. 2 AO-SF). Gemäß 19 Abs. 3 AO-SF ist für das Verfahren die bere Schulaufsichtsbehörde, in deren Gebiet die Schülerin der der Schüler schulpflichtig ist, zuständig. Gemäß 19 Abs. 4 AO-SF steht den Eltern der den vlljährigen Schülerinnen und Schülern ein Antragsrecht zur Eröffnung des in 19 Abs. 1 und 2 AO-SF beschriebenen Verfahrens zu. Beendigung der snderpädaggischen Förderung Ist nach Auffassung der Klassenknferenz die nach 14 AO-SF bestimmte snderpädaggische Förderung nicht mehr erfrderlich, teilt die Schule dies der zuständigen Schulaufsichtsbehörde nach einem Gespräch mit den Eltern mit (vgl. 18 Abs. 1 AO-SF). Stellt die Schulaufsichtsbehörde fest, dass ein Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung nicht mehr besteht, widerruft die Schulaufsichtsbehörde ihre nach 14 AO-SF erlassene Entscheidung. Der Widerruf der erlassenen Entscheidung kann gemäß 18 Abs. 4 AO-SF auch prbeweise für sechs Mnate getrffen werden. Im Falle eines Widerrufs berät die Schulaufsichtsbehörde die Eltern gemäß 18 Abs. 2 Satz 2 AO-SF darüber, w die Schülerin der der Schüler die Schullaufbahn frtsetzen kann. Wechsel des Förderschwerpunktes Hält die Klassenknferenz einen Wechsel des Förderschwerpunkts der des vrrangigen Förderschwerpunktes für erfrderlich, teilt die Schule dies den Eltern mit und begründet es (vgl. 18 Abs. 3 AO-SF). Die Schule unterrichtet die Schulaufsichtsbehörde. Gemäß 18 Abs. 3 AO-SF entscheidet die Schulaufsichtsbehörde gemäß 14 AO-SF. Diese Entscheidung kann gemäß 18 Abs. 4 AO-SF auch prbeweise für sechs Mnate getrffen werden.

22 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Sekundarstufe I Gemeinsames Lernen -zielgleich- (Bildungsgang der allg. Schule) Gemeinsames Lernen -zieldifferent- (Bildungsgang Lernen und Geistige Entwicklung) Einrichtung Gemäß 20 Abs. 2 SchulG NRW findet snderpädaggische Förderung in der Regel in der allgemeinen Schule statt. Die Eltern können hiervn abweichend die Förderschule wählen. Die Schulaufsichtsbehörde richtet Gemeinsames Lernen mit Zustimmung des Schulträgers an einer allgemeinen Schule ein, es sei denn, die Schule ist dafür persnell und sächlich nicht ausgestattet und kann auch nicht mit vertretbarem Aufwand dafür ausgestattet werden ( 20 Abs. 5 SchulG). Gemäß 20 Abs. 3 SchulG NRW wird in der allgemeinen Schule der Unterricht als Gemeinsames Lernen für Schülerinnen und Schüler mit und hne Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung im Klassenverband der in der Lerngruppe erteilt. Der Unterricht erstreckt sich auf alle Unterrichtsvrgaben nach 19 Abs. 3 und 4 SchulG NRW. Frmen äußerer und innerer Differenzierung sind hierbei möglich. Dies gilt auch für die Schülerinnen und Schüler, die zieldifferent unterrichtet werden. Schwerpunktschulen: Schulträger können gemäß 20 Abs. 6 SchulG NRW mit Zustimmung der beren Schulaufsichtsbehörde allgemeine Schulen als Schwerpunktschulen bestimmen. Diese Schulen umfassen neben den Förderschwerpunkten LE, SQ und ESE weitere Förderschwerpunkte, mindestens aber einen weiteren Förderschwerpunkt. Schwerpunktschulen unterstützen andere Schulen im Rahmen der Zusammenarbeit nach 4 SchulG NRW. Der Schulträger kann gemäß 20 Abs. 7 SchulG NRW Förderschulen unterschiedlicher Förderschwerpunkte im Verbund als eine Schule in kperativer der integrativer Frm führen. Gemäß 21 Abs. 8 AO-SF kann die Klassenknferenz aus zwingenden pädaggischen Gründen im Einzelfall vn den 23 bis 42 der AO-SF swie vn den Vrschriften der Ausbildungs- und Prüfungsrdnungen der allgemeinen Schulen über Leistungsbewertungen, Zeugnisse und Versetzungen abweichen, wenn gewährleistet bleibt, dass die erwarteten Lernergebnisse (Bildungsstandards) eingehalten werden und die Schülerin der der Schüler auf diesem Weg das Ziel des Bildungsganges erreichen kann.

23 1.3 Rechtliche Rahmenbedingungen für das Gemeinsame Lernen - Sekundarstufe II und am Berufsklleg Sekundarstufe II Allgemeine rechtliche Rahmenbedingungen Spezifische rechtliche Rahmenbedingungen im Berufsklleg Aufnahme In den flgenden Förderschwerpunkten muss ein Antrag auf Frtsetzung der snderpädaggischen Unterstützung bei Schulwechsel in die Sekundarstufe II ( 19 (1) AO-SF) bei der beren Schulaufsicht des Dezernats 45 gestellt werden: Hören und Kmmunikatin Sehen Körperliche und mtrische Entwicklung Autismus-Spektrum-Störungen in Verbindung mit einem weiteren Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung Zur Aufnahme vn Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung sind nur Berufskllegs berechtigt, die über ein Knzept für die Beschulung verfügen, das vn der beren Schulaufsicht genehmigt wurde. Eine Beschulung ist nur im Bildungsgang der Ausbildungsvrbereitung möglich. Der Antrag auf Frtsetzung der snderpädaggischen Unterstützung bei Schulwechsel in die Sekundarstufe II muss für alle Bildungsgänge des Berufskllegs gestellt werden. Die bere Schulaufsicht weist die Schülerin der den Schüler einem Berufsklleg zu. Im Rahmen der Antragstellung muss der Ablaufplan Schulwechsel in die Sekundarstufe II eingehalten werden. Die Förderschwerpunkte Lernen, Emtinale und sziale Entwicklung swie Sprache werden in der Sekundarstufe II nicht frtgeführt. Im Förderschwerpunkt Lernen und im Förderschwerpunkt Emtinale und sziale Entwicklung entscheidet die Schulaufsichtsbehörde im Verfahren nach den über einen Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung in die Sekundarstufe II allein dann, wenn die Schülerin der der Schüler nach der Wahl der Eltern ein Berufsklleg als Förderschule besuchen sll.

24 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Sekundarstufe II Allgemeine rechtliche Rahmenbedingungen Spezifische rechtliche Rahmenbedingungen im Berufsklleg Schulpflicht Verweildauer Förderplan Nachteilsausgleich Schülerinnen und Schüler mit einem während der Vllzeitschulpflicht förmlich festgestellten Förderschwerpunkt in Hören und Kmmunikatin, Sehen, Körperliche und mtrische Entwicklung, swie Autismus-Spektrum-Störung in Verbindung mit einem weiteren Förderschwerpunkt werden während der Schulpflicht der des Besuches eines Bildungsganges zum Erwerb eines weiterführenden Schulabschlusses snderpädaggisch gefördert. Darüber hinaus wird er der sie snderpädaggisch gefördert, slange ein Berufsausbildungsverhältnis besteht, das nach dem Ende der Schulpflicht begnnen wurde. Eine Schülerin und ein Schüler mit dem während der Vllzeitschulpflicht förmlich festgestellten Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung wird auch danach hne ein neues Verfahren nach den 11 bis 15 snderpädaggisch gefördert, slange sie der er aufgrund der Schulpflicht der einer Berechtigung nach 19 Absatz 9 des Schulgesetztes NRW eine Schule besucht. Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung können bis zu drei Jahre in der Ausbildungsvrbereitung beschult werden. Die Lehrkräfte, die die Schülerinnen und Schüler unterrichten, erstellen nach Beratung mit allen an der Förderung beteiligten Persnen einen individuellen Förderplan. Sie überprüfen ihn regelmäßig und schreiben ihn frt. Dies gilt auch dann, wenn eine Schülerin der ein Schüler snderpädaggisch gefördert wird, hne dass ein förmliches AO-SF Verfahren durchgeführt wurde (vgl. 21 Abs. 7 AO-SF). Schülerinnen und Schüler mit Behinderung, chrnischer Erkrankung und/der Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung werden durch einen Nachteilsausgleich und die darin vereinbarten Hilfestellungen, in die Lage versetzt, ihre Fähigkeiten im Hinblick auf die gestellten Anfrderungen nachzuweisen (vergl. 126 SGB IX). Die Schülerinnen und Schüler werden in den Bildungsgängen des Berufskllegs zielgleich beschult. Leistungsbewertung Es gelten die allgemeinen Bestimmungen gemäß 8 der APO-BK (allgemeiner Teil). Für die Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, die im zieldifferenten Bildungsgang der Ausbildungsvrbereitung unterrichtet werden, gelten die Vrschriften gemäß der AO-SF. Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler gemäß 40 AO-SF werden hne Ntenstufen beschrieben. Die Grundlage der Leistungsbewertung erstreckt sich über die im Förderplan festgelegten Ziele und Lernfrtschritte.

25 24 25 Sekundarstufe II Allgemeine rechtliche Rahmenbedingungen Spezifische rechtliche Rahmenbedingungen im Berufsklleg Zeugnis Versetzung Es gelten die allgemeinen Vrschriften gemäß der APO-BK, 9 swie die Bestimmungen des jeweiligen Bildungsganges gemäß der Anlagen A- E. Es gelten die allgemeinen Vrschriften gemäß der APO-BK, 10. Die Schülerinnen und Schüler mit nach 14 festgestelltem Förderbedarf an snderpädaggischer Unterstützung in den Bereichen Hören und Kmmunikatin, Sehen, Körperliche und mtrische Entwicklung, erhalten Zeugnisse mit der Bemerkung, dass sie snderpädaggisch gefördert werden. Die Zeugnisse nennen außerdem den Förderschwerpunkt und den Bildungsgang. Auf Wunsch der Eltern gelten bei zielgleicher Förderung die Sätze 1 und 2 nicht für Abschlusszeugnisse vgl. AO-SF 21 Absatz 6. Bei mehrjährigen Bildungsgängen wird der jeweilige Förderbedarf auf den Zeugnissen vermerkt. Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung erhalten kein Halbjahreszeugnis. Die Leistungen werden in Frm eines Schriftzeugnisses, das sich am Förderplan der Schülerin der des Schülers rientiert, beschrieben. Die Schülerin/der Schüler erhält gemäß AO-SF 41 Absatz 3 am Ende der Schulbesuchszeit ein Abschlusszeugnis, das die erwrbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten bescheinigt. Gemäß 41 Abs. 1 AO-SF findet eine Versetzung für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung nicht statt. Am Ende des Schuljahres entscheidet die Klassenknferenz, b er der sie ein weiteres Jahr im Bildungsgang beschult wird, eine Höchstverweildauer vn drei Jahren im Bildungsgang darf jedch nicht überschritten werden.

26 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Sekundarstufe II Allgemeine rechtliche Rahmenbedingungen Spezifische rechtliche Rahmenbedingungen im Berufsklleg Frtschreibung des Förderschwerpunktes in mehrjährigen Bildungsgängen In mehrjährigen Bildungsgängen des Berufskllegs muss der Antrag auf Frtschreibung des snderpädaggischen Förderbedarfs zu Beginn des Bildungsganges gestellt werden. Zu Beginn eines neuen Schuljahres wird die bere Schulaufsicht über den weiteren Verbleib des Schülers der Schülerin im Bildungsgang infrmiert. Für die Beendigung der snderpädaggischen Förderung der den Wechsel des Förderschwerpunktes in der Sekundarstufe II gilt 18 AO-SF. Werden bei denen in Absatz 5 genannten Förderschwerpunkten Anhaltspunkte für einen Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung erstmalig zu Beginn der während der Sek II festgestellt, ist gemäß 11 bis 16 zu verfahren. Schulische und berufliche Anschlussperspektiven am Berufsklleg für Schülerinnen und Schüler mit snderpädaggischen Unterstützungsbedarf Im Anschluss an die Sekundarstufe haben Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf (je nach Schulabschluss) unterschiedliche berufliche und der schulische Anschlussperspektiven am Berufsklleg. Das Aufzeigen vn Anschlussperspektiven erflgt über ein standardisiertes Übergangsmanagement zwischen der abgebenden Schule aus Sekundarstufe I und der aufnehmenden Schule in die Sekundarstufe II des Berufskllegs. (vgl Übergangsmanagement und Gelingensbedingungen S.79) Abkürzung SQ ESE LE GE KME HK GH HK - SG SE BL SE SH ASS Langfrm Sprachliche Qualifikatin Emtinale und Sziale Entwicklung Lernen Geistige Entwicklung Körperliche und Mtrische Entwicklung Hören und Kmmunikatin Gehörls Hören und Kmmunikatin Schwerhörig Sehen Blind Sehen - Sehbehindert Autismus Spektrum - Störung

27 26 27 Einführung Ausgehend vn den rechtlichen Grundlagen möchte das Manual einen Bgen über viele Bereiche spannen, die im Gemeinsamen Lernen Bedeutung haben. Zentral ist in Schule immer das individuelle Lernen aller Schülerinnen und Schüler als Kernprzess. Um die Förderung vn Schülerinnen und Schülern mit einem Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung passgenau rganisieren und gleichzeitig pädaggisch individuell für die Bedarfe im Unterricht Angebte machen zu können, ist eine psitive Einstellung im Umgang mit Diversität unverzichtbar. Impulse für Schulentwicklung können nur dann nachhaltig in einer Schule des Gemeinsamen Lernens umgesetzt werden, wenn Schulleitung mit ihrem Steuerungshandeln die ntwendigen Grundlagen schafft, Veränderungen initiiert und begleitet. Eine der grundlegenden Gelingensbedingungen ist die Implementatin vn transparenten Strukturen und Knzepten. Deshalb eröffnet das vrliegende Manual das Spektrum vn den Rechtsgrundlagen (Kapitel 1) über das Schulleitungshandeln (Kapitel 2 Grundlagen) bis zum gelingenden Einsatz der unterschiedlichen Fachkräfte im Gemeinsamen Lernen. Ein besnderes Augenmerk wird auf die Arbeit im Team gelegt, da dies im Gemeinsamen Lernen unabdingbar ist. Diese vrab benannten Rahmenbedingungen bilden die Grundlage für unterschiedliche Bausteine inklusiven Unterrichts, die in Kapitel 3 angesprchen werden. Darin enthalten sind swhl Hinweise zur Unterrichtsgestaltung und Differenzierung in hetergenen Gruppen als auch zur Lern- und Entwicklungsplanung. Im Kapitel 4 sind Elemente zur Knzeptentwicklung zusammengestellt. Hierbei wurde der Schwerpunkt auf die Bausteine gelegt, die im Knzept für das Gemeinsame Lernen ausdifferenziert werden müssen, wie z.b. Leistungsknzept, Berufsrientierungsknzept der Beratungsknzept. Zu den einzelnen Abschnitten werden vielfach Tabellen mit exemplarischen Aufgabenfeldern angebten, die für Absprachen innerhalb des Schulteams genutzt werden können. Zielsetzung ist dabei immer, Transparenz grundzulegen und Kmmunikatin innerhalb des Schulteams zu erleichtern. In einem abschließenden Kapitel finden sich Infrmatinen zum Einsatz der verschiedenen Fachkräfte für snderpädaggische Unterstützung. Die unterschiedlichen Fachkräfte mit ihren individuellen Expertisen rücken durch die Neuausrichtung Inklusin zunehmend in den Fkus. Der Anhang bietet einen Fundus an unterschiedlichen, ergänzenden Materialien inklusive einer Liste möglicher Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen für weitergehende Infrmatinen und Vernetzung zu den einzelnen Bereichen.

28 2. GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Grundlagen der Arbeit im Gemeinsamen Lernen Im Gemeinsamen Lernen werden Unterricht und Erziehung aller Schülerinnen und Schüler vn Lehrkräften der allgemeinen Schule und vn Snderpädagginnen und pädaggen, swie vn weiteren Fachkräften, die den Inklusinsprzess unterstützen, gemeinsam verantwrtet und gestaltet. Zentrale Gelingensbedingung ist zunächst ein psitives Schulklima auf der Grundlage einer gegenseitigen wertschätzenden Interaktin aller am Schulleben Beteiligter. Vn dieser schulweiten Perspektive ausgehend gilt es, dieses sziale Kapital auf allen Ebenen über Schulgremien, Klassen und Gruppen bis hin zum Umgang mit den Individuen zu leben. In den vrliegenden Kapiteln werden die verschiedenen Arbeits- und Aufgabenfelder, ausgehend vn den zum Teil vrgegebenen Strukturen in den unterschiedlichen Schulfrmen, in Bezug auf Gemeinsames Lernen betrachtet. Die Schulleitung / das Schulleitungsteam nimmt hier eine zentrale Rlle ein, weil sie / es die Strukturen, Kmmunikatinswege und Verantwrtlichkeiten grundlegt, initiiert und steuert. Je nach Schulfrm gibt es zum Teil durch die Funktin festgelegte Aufgabenverteilungen (z.b. Didaktische Leitung in Gesamtschulen) der Schulleitung übernimmt diese selbst (z.b. Grundschule). Andernfalls müssen die Verantwrtlichkeiten im Schulleitungsteam festgelegt werden. Unterschiedlichste Bereiche gehören in das Aufgabenfeld Gemeinsames Lernen - wie z.b.: die Gestaltung vn Rahmenbedingungen (z.b. Persnaleinsatz aller Fachkräfte, Teamstruktur, Fachknferenz), Organisatin vn Unterricht, didaktische Grundentscheidungen in der Ausgestaltung vn Unterricht, Vereinbarungen zum Classrm Management, Lern- und Entwicklungsplanung, Knzeptentwicklung (in Bezug auf Gemeinsames Lernen, Leistung, Berufsrientierung, Beratung usw.), die Gestaltung vn Übergängen, Netzwerkarbeit mit außerschulischen Partnern. Für all diese unterschiedlichen Felder müssen Verantwrtlichkeiten, Aufgabenverteilungen und Organisatin geklärt werden.

29 Schule des Gemeinsamen Lernens Schulleitungsteam Aufgabenverteilung Verantwrtlichkeiten Kmmunikatinsfluss Unterricht in hetergenen Lerngruppen (snderpädaggische) Fachexpertise Krdinatin aller Fachkräfte Netzwerk Schulgemeinde und außerschulische Partner Knzeptentwicklung in den Arbeitsfeldern Rahmenbedingungen Abb. 1, Strukturelemente des Schulleitungshandelns im Gemeinsamen Lernen, eigene Abbildung 2.1 Arbeitsfelder im Gemeinsamen Lernen Um die Arbeitsfelder im Gemeinsamen Lernen verbindlich und transparent im Kllegium verankern zu können ist es zentral, die Aufgaben in diesen Feldern knkret zu benennen und durch einen Diskurs über pädaggische Grundhaltungen und Aufgabenklärungen zu Aufgabenverteilungen und Verantwrtlichkeiten zu kmmen. Dazu gehört selbstverständlich auch eine Struktur zu schaffen, die Kmmunikatinswege festlegt, den Infrmatinsfluss zum Schulleitungsteam sicherstellt und Dppelstrukturen vermeidet.

30 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 2.2 Aufgaben im Bereich des Schulleitungsteams Der Schulleitung kmmt im Aufgabenfeld Gemeinsames Lernen eine besndere Bedeutung zu, da sie für die systemische Absicherung zuständig ist. Sie initiiert, steuert und sichert die Przesse und srgt für eine nachhaltige Implementatin. Zu den weiteren Aufgaben der Schulleitung findet sich im Anhang eine Checkliste. Das Schulleitungsteam ist verantwrtlich für die knzeptinelle Integratin des Gemeinsamen Lernens in das bestehende Schulprgramm. Es steuert und kntrlliert die Umsetzung der Vereinbarungen und srgt für eine angemessene Evaluatin. kntrllieren und Sll-Ist-Abweichungen erklären planen und Ziele setzen Aufgaben Schulleitung im Handlungsfeld Gemeinsames Lernen Persnal einsetzen, führen und entwickeln rganisieren und Ressurcen zuteilen Abb. 2, Aufgaben Schulleitungsteam im Handlungsfeld Gemeinsames Lernen, eigene Abbildung

31 30 31 Zum knkreten Aufgabenfeld des Schulleitungsteams gehören unter anderem: Austausch über pädaggische Vrstellungen z.b. (Weiter-) Entwicklung eines schulinternen Knzepts zum Gemeinsamen Lernen in Passung zum Schulprgramm, Einrichtung einer Fachknferenz Gemeinsames Lernen Klärung vrhandener Rahmenbedingungen z.b. Raumplanung, Stundenplangestaltung, Verwaltung vrhandener Materialien, Bereitstellung und Verwaltung eines Etats für Gemeinsames Lernen Absprache möglicher didaktischer Mdelle für den Unterricht z.b. Frmen der inneren Differenzierung, äußere Differenzierung durch Kleingruppenförderung, ffene Unterrichtsfrmen, Einrichtung spezieller Mdelle (z.b. Daltn, Lernbür etc.) Absprachen zu schulinternen Curricula insbesndere bei zieldifferenter Förderung und bei Leistungs- und Bewertungsknzepten (Kapitel 4.1.) Absprache verbindlicher und möglicher Kmmunikatinswege z.b. Verankerung vn Beratungs- der Besprechungsstunden Absprache verbindlicher und möglicher Aufgabenverteilung Festlegung vn Federführungen und Beteiligungen Frt- und Weiterbildung z.b. Einarbeitung in fachfremde / snderpädaggische Inhalte, Fachdidaktik und Methdik, Teamentwicklung, Arbeit in multiprfessinellen Settings

32 2.3 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Persnaleinsatz vn snderpädaggischen Lehrkräften, Lehr- und Fachkräften, die zur snderpädaggischen Unterstützung eingesetzt werden Der Persnaleinsatz ist zunächst abhängig vn den unterschiedlichen Rahmenbedingungen des Gemeinsamen Lernens an den verschiedenen Standrten (Klassenzusammensetzung, Jahrgangsstufe, Fach, Raumangebt, Ausstattung, Anzahl der Fachkräfte). Durch die Neuausrichtung im Gemeinsamen Lernen entstehen zunehmend Teams im Aufgabenfeld snderpädaggischer Unterstützung, die mit Persnen unterschiedlichster Fachexpertise besetzt sind (s. auch Kapitel 5): snderpädaggische Lehrkräfte (fest im System und / der abgerdnet) Lehrkräfte der allgemeinen Schule mit Aufgaben der snderpädaggischen Förderung Szialpädaggische und pädaggische Fachkräfte (MPT-Kräfte, Leitungen vn Prjekten Geld aus Stellen ) Fachkräfte aus anderen Berufsgruppen (MPT-Kräfte Inklusin Sek I) Die Lehrkräfte der Snderpädaggik können bezgen auf die unterrichtliche Tätigkeit in flgender Bandbreite eingesetzt werden: Planung und Durchführung vn eigenverantwrtlichem Unterricht in Klassen und Gruppen mit Schülerinnen und Schülern mit snderpädaggischem Förderbedarf gemeinsame Planung und Vrbereitung vn Unterricht, um der Hetergenität und den snderpädaggischen Bedarfen in den Lerngruppen Rechnung zu tragen, swie Anpassungen / Differenzierungen vrzubereiten Teamteaching in Lerngruppen (innere Differenzierung) Übernahme vn Lerngruppen (äußere Differenzierung) je nach snderpädaggischem Unterstützungsbedarf vrübergehende Einzelder Kleingruppenförderung Einsatz bei Kriseninterventin; ggf. in Zusammenarbeit mit dem / der Schulszialarbeiter / -in der weiteren Fachkräften Leitlinie für den Einsatz vn snderpädaggischen Lehrkräften sllte immer die effektive Nutzung der snderpädaggischen Expertise sein. Aus diesem Grund ist es ggf. gewinnbringend, die Lehrkräfte der Snderpädaggik innerhalb ihrer verpflichtenden Unterrichtsstunden flexibler einzusetzen. Je nach Ressurce kann es sinnvll sein, z.b. Schülergruppen der Klassen epchal der zeitlich begrenzt durch die Lehrkraft der Snderpädaggik zu fördern der aber flexible Beratungsknzepte zu entwickeln.

33 32 33 Hier sind unterschiedlichste Einsatzfrmen denkbar, z.b. auch Stunden, in denen die Lehrkraft bei besnderen Bedarfen unterstützen kann, hier aber nicht an feste Lerngruppen gebunden ist. Die Entscheidung über die Ausgestaltung flexibler Einsatzzeiten trifft die Schulleitung der allgemeinen Schule. Andere pädaggische Fachkräfte, die für snderpädaggische Unterstützung im Unterricht unterstützend eingesetzt werden (z.b. MPT Inklusin Sek I), brauchen Anleitung und Einarbeitungszeit, um ihre Expertise bezgen auf die Bebachtung und Unterstützung zu erweitern und anzupassen. Die besndere Sichtweise bzw. der andere pädaggische Zugang zu Diagnstik und Förderung können eine wertvlle Ergänzung im Unterricht im Gemeinsamen Lernen sein. Dies erfrdert Austausch und Offenheit in der Vrbereitung, Durchführung und Reflexin gemeinsamer Unterrichtssituatinen. Die eigenverantwrtliche Planung und Durchführung vn Prjekten (MPT Inklusin Sek I und Prjektstellen Geld aus Stellen ) im Rahmen vn Inklusin kann das Angebt in der Förderung sinnvll erweitern. Besnders im Bereich der szialen Integratin vn Schülerinnen und Schülern mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf können hier wichtige Elemente entwickelt und umgesetzt werden. MPT Kräfte Inklusin Sek I, die im Bereich Berufsrientierung eingesetzt werden, benötigen eine verlässliche Vernetzung mit dem / der Studien- und Berufsrientierungskrdinatren und -krdinatrin (STUBO) der Schule, um sinnvll ergänzende Angebte umsetzen zu können (s. auch Abschnitt zur Berufsrientierung). Pädaggische Fachkräfte anderer Lehrämter brauchen Beratung und Anleitung, um sich in das Aufgabenfeld snderpädaggische Unterstützung einarbeiten zu können. Darüber hinaus erhalten die Schulen des Gemeinsamen Lernens ggf. auch Ressurcen aus dem Bereich anderer Lehrämter, die z.b. in Klassen mit Gemeinsamem Lernen ergänzend, bzw. unterstützend eingesetzt werden können. Der Aufbau und die Sicherung der snderpädaggischen Expertise für diese unterschiedlichen Fachkräfte in Einarbeitung, Begleitung und Beratung muss schulintern in den Blick genmmen und krdiniert werden. Die Vielfältigkeit der Fachexpertisen, der Einsatzbereiche und möglichkeiten zeigt nch einmal, wie wichtig eine schulinterne transparente Kmmunikatins- und Teamstruktur ist, die durch die Schulleitung initiiert und gesichert wird.

34 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Teamarbeit Die Schulleitung hat in der Regel eine Teamstruktur grundgelegt und implementiert, die auf die Abstimmungsbedarfe und Frmen der Zusammenarbeit in inklusiv arbeitenden Systemen hin überprüft und ggf. angepasst werden muss. Um eine gelungene Kperatin in einem Team zu praktizieren und die durch ein Team vrhandenen Ressurcen ptimal zu nutzen, ist es sinnvll, diese institutinell und inhaltlich abzusichern. Die erste Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist die Frage nach der Zielsetzung der Zusammenarbeit in Bezug auf die Aufgabenstellung. Im Flgenden wird daraus die Struktur des jeweiligen Teams (Zusammensetzung, Aufgabe, Rhythmus der Treffen, ) und seine Organisatin abgeleitet. Eine effektive Zusammenarbeit im Team gelingt auch dadurch, dass regelmäßig Zeiten für die Reflexin über die bisherige Zusammenarbeit und die gemeinsame Grundhaltung genutzt werden. Dies ist gleichzeitig für die Qualität des Unterrichts unerlässlich. Der Teambegriff umfasst hier swhl das Gesamtteam als auch einzelne kleinere Teams wie z.b. Klassenteams. Vn Beginn an sllte dafür ein für alle verbindlicher, gleichbleibender knkreter Zeitrahmen ermöglicht werden. Im Arbeitsalltag ist es ein Ziel, über die gemeinsame Vrbereitung des Unterrichts swie den Austausch über die Schülerinnen und Schüler den Anteil und die Effektivität der individuellen Förderung zu steigern. Gleichzeitig können s Ressurcen geschaffen werden, die wiederum allen Kindern in der Klasse zugutekmmen. Auch im Verhinderungsfall einer Lehrkraft wird dadurch eine Weiterarbeit in der Lerngruppe im Rahmen des Vertretungsknzeptes (s. Kapitel 4.5.) möglich. Eine Sammlung der unterschiedlichen Aufgabenfelder und Schulsituatinen, die einen Bedarf an Kperatin im Team generieren, können unterschiedliche Frmen der Kperatin erzeugen, z.b. Unterricht und Förderung im Klassenkntext, Stufenkntext Förderung vn Kmpetenzen im szial-emtinalen Bereich auch außerhalb vn Unterricht Beratung und Begleitung in schwierigen Situatinen, bei Knflikten im Unterricht, in der Pause und im Schulleben Beratung und Bearbeitung vn Knflikten zwischen Schüler/in und Lehrkraft, zwischen Schüler/in und Schüler/in Fallbesprechungen, Fallknferenzen

35 34 35 Unterrichtsentwicklung im Sinne vn knzeptineller Entwicklung und gemeinsamer Unterrichtsplanung (und umsetzung) Einzelfallbegleitung Kperatin mit außerschulischen Partnern in Bezug auf die Begleitung vn Schülerinnen und Schülern mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf Grundlegende Vraussetzung zur Zusammenarbeit ist die gegenseitige persönliche Wertschätzung aller Teammitglieder swie das gemeinsame Anliegen, qualitätsbestimmte pädaggische Arbeit zu leisten. Dazu ist es nötig, dass das Team ausreichend Gelegenheit hat, um wesentliche Vrstellungen die gemeinsame Arbeit betreffend miteinander zu besprechen, gemeinsam Ziele (vr allem im Bereich der Unterrichtsentwicklung) zu definieren, auf deren Erreichung zu achten und dies nach außen (schulintern und den Eltern gegenüber) auch sichtbar zu machen. In einem slchen Setting können auf einer vertrauensvllen Grundlage auch schwierige Fälle und Prblemsituatinen analysiert und Handlungsptinen eröffnet werden. Gleichzeitig gilt es, sich die unterschiedlichen Herangehensweisen und Sichtweisen der jeweiligen Prfessin bewusst zu machen, denn diese bieten die Chance vn Wissenstransfer swie einer Vielfalt an Zugängen zu Themenfeldern und dem Austausch zu Förderbedarfen. Eine Kperatin über Prfessinsgrenzen hinweg sllte innerhalb der Schule aufgebaut der systematisch ausgebaut und institutinell abgesichert werden. Vrhandene Ressurcen in der Schule können s ptimiert eingesetzt werden.

36 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Vereinbarte Kmmunikatin snderpädaggische Lehrkräfte Lehrkräfte für Allgemeinpädaggik Kperatin MPT Kräfte indizierte Maßnahmen SuS selektive Maßnahmen universelle Maßnahmen Integratinshelfer *innen Transparenz Fachkräfte Schulleitung - Didaktische Leitung - Abteilungsleitung Fachknferenz - Jahrgangsteam - Klassenteam Abb.3, Kmmunikatinsfluss im Team snderpädaggische Förderung, eigene Abbildung Für eine größtmögliche Integratin aller Schülerinnen und Schüler in den Klassenverband durch innere Differenzierung (siehe auch Kap. 3.5) des jeweiligen Lerngegenstandes insbesndere bei zieldifferenten Bildungsgängen ist es ntwendig, dass sich alle am Unterricht Beteiligten einen Überblick über die Didaktik und Methdik in den Kernfächern verschaffen bzw. sich inhaltlich einarbeiten. Um im Sinne einer größtmöglichen Transparenz im Schulteam arbeiten zu können, ist es unerlässlich, alle Maßnahmen, die in der Schule umgesetzt werden, aufzuzeigen. Dahinterliegende Aufgaben, die mit der Umsetzung der unterschiedlichen Maßnahmen verbunden sind, können dann im Team abgestimmt und verteilt werden. Ein erster Schritt kann hier eine Zusammenstellung des IST Standes an Maßnahmen sein.

37 36 37 Das flgende Schema bildet beispielhaft Aspekte grundlegender und snderpädaggischer Fördermaßnahmen im Bereich der szialen und emtinalen Förderung ab. In einem Mehrebenenmdell werden Fördermaßnahmen entlang der jeweiligen Bedarfe der Zielgruppen systematisiert. Dies kann je nach Schule und Gruppe zu ganz unterschiedlichen Zusammenstellungen führen und ist smit gut anpassbar auf das jeweils eigene System. Dargestellt werden in der Abbildung 4 unten Maßnahmen mit dem Fkus auf die Zielgruppe vn Schülerinnen und Schülern im Förderschwerpunkt Emtinale und Sziale Entwicklung. Dahinter liegen dann - hier nicht frmuliert - die Ebenen der Kmmunikatin und der Verantwrtlichkeiten innerhalb des Kllegiums (siehe Abbildung 3). Auf allen Ebenen wird differenziert nach Maßnahmen, die einerseits schulweit vereinbart sind und angewendet werden, die für eine Gruppe der Klasse gelten und denen, die andererseits für einzelne Schülerinnen und Schüler individuell angewendet werden. In der letzten Spalte werden die Maßnahmen benannt, die im System, als in der Schulgemeinschaft (wie z.b. Eltern / Erziehungsberechtigten) und mit inner- und außerschulischen Partnern (wie z.b. Schulszialarbeit, Jugendhilfe, Vereinen) implementiert sind. Auszugehen ist immer vn einer universellen Ebene, auf der diejenigen Maßnahmen verrtet werden, die schulweit für alle Schülerinnen und Schüler vrgehalten werden. Auf den darüber liegenden Ebenen erflgt eine spezifischere Ausgestaltung, die immer an den Bedarfen der Schülerinnen und Schüler und den Umsetzungsmöglichkeiten der Schule gemessen werden muss.

38 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 12 Felder Schema Beispiel einer Gesamtanalyse (Auszug aus dem Knzept einer Schule) Individuum Klasse / Gruppe Schule System / Netzwerk indiziert zusätzlich für Schüler und Schülerinnen mit hhen Risiken (ca. 5%) intensivierte Tkensysteme & Selbstund Fremdeinschätzung funktinale Verhaltensanalyse Selbstmanagement Selbstattributinstraining Pädaggisch therapeutische Kleingruppentrainings Intensivierung selektiver Maßnahmen Entspannungstechniken im Kntext Prüfungen Maßnahmenplanung im multiprfessinellen Team Caching Supervisin Elterncaching Schulszialarbeit Beratung Kinderschutzbund Hilfeplanung und Kperatin mit Jugendhilfe selektiv zusätzlich für Schülerinnen und Schüler mit erhöhten Risiken (ca %) Intensivierung verhaltensspezifisches Lb Check In Check Out Tägliche Verhaltenskarten (Daily Behavir Reprt Card) Gezielte Lernförderung Peer Tutring Vertiefungen szial emtinales Lernen Training Selbstmanagementstrategien Training Umgang mit Wut Präventinsprgramm (wie z.b. Freunde für Kinder) Maßnahmenplanung im multiprfessinellen Team Auszeitangebt, alternative Angebte differenziertes Pausenangebt Maßnahmenplanung im Netzwerk der Hilfen Elterntraining universell für alle Schülerinnen und Schüler (100%) Psitive Lehrer- Schüler Beziehung Knsequentes Lb für erwünschtes Verhalten Geplantes Ignrieren unerwünschten Verhaltens Effektives Classrm Management (z.b. Gruppenkntingenzverfahren) Szial- emtinales Lernen im Unterricht Präventinsprgramme (z.b. Lub, Ben und Lee, Verhaltenstraining, ) pädaggisches Leitbild wertschätzende und fürsrgliche Haltung schulweit geltendes Regelwerk in allen Klassen verankerte Classrm Management Elemente, z.b. einheitliche Verfahrensweisen knsequentes Mnitring des Verhaltens institutinalisierte Angebte für alle in Kperatin mit Helfersystemen Elternwrkshps Abb. 4, aus Vrtrag: Dr. Tatjana Leidig: Schulische Knzepte zum Umgang mit herausfrderndem Verhalten systematisch analysieren eine Basis für die Weiterentwicklung vn Erziehungsknzepten. Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Heilpädaggik und Rehabilitatin, Lehrstuhl für Erziehungshilfe und szial-emtinale Entwicklung am

39 Fachknferenz Gemeinsames Lernen Unerlässlich ist die Einrichtung einer Fachknferenz Gemeinsames Lernen, weil hier grundlegende Themenstellungen verankert werden können. Hier werden Vereinbarungen zum pädaggischen Knzept des Gemeinsamen Lernens vrbereitet und können Prinzipien der Unterrichtsgestaltung, Differenzierungsmaßnahmen, Leistungs- und Beurteilungsknzepte swie schulinterne Curricula insbesndere für zieldifferente Bildungsgänge festgelegt werden. Ein weiteres Thema der Fachknferenz kann die Gestaltung der Zusammenarbeit in multiprfessinellen Teams einschließlich der Festlegung verbindlicher Teamsitzungen und die Arbeit in fachbezgenen Unterarbeitsgruppen bzw. die themenbezgene Teilnahme an anderen Fachknferenzen sein. Auch Absprachen mit außerschulischen Partnern können in der Fachknferenz besprchen und krdiniert werden. Eine Prtkllierung der Dkumentatin der Arbeitsergebnisse gehört hier nicht nur im Sinne vn Transparenz dazu, sndern ergibt sich auch aus den Vrgaben zur Arbeit in Fachknferenzen. Abgesehen davn gewährleistet dies die Möglichkeit Erflge und Frtschritte sichtbar zu machen. Der Schulleitung initiiert und sichert die Przesse und srgt für eine nachhaltige Implementatin. Zu den weiteren Aufgaben der Schulleitung gehört die Vernetzung und Transparenz über die Arbeit der einzelnen Teams Arbeit in der Fachknferenz Gemeinsames Lernen Gemäß 70 Absatz (3) Schulgesetz NRW berät die Fachknferenz...über alle das Fach der die Fachrichtung betreffenden Angelegenheiten einschließlich der Zusammenarbeit mit anderen Fächern. Sie trägt Verantwrtung für die schulinterne Qualitätssicherung und -entwicklung der fachlichen Arbeit und berät über Ziele, Arbeitspläne, Evaluatinsmaßnahmen und -ergebnisse und Rechenschaftslegung. (4) Die Fachknferenz entscheidet in ihrem Fach insbesndere über 1. Grundsätze zur fachdidaktischen und fachmethdischen Arbeit, 2. Grundsätze zur Leistungsbewertung, 3. Vrschläge an die Lehrerknferenz zur Einführung vn Lernmitteln.

40 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Für die Einrichtung einer Fachknferenz Gemeinsames Lernen, sfern diese nch nicht an der Schule implementiert ist, ist ein Beschluss der Schulknferenz ntwendig. Hierzu bedarf es einer Beschlussvrlage, die gemeinsam mit der (erweiterten) Schulleitung erarbeitet wird und die entsprechenden Gremien durchläuft. Im Flgenden finden sich exemplarische Aufgabenbereiche für die Arbeit in der Fachknferenz Gemeinsames Lernen, swie Hinweise zu Kmmunikatinswegen: Aufgaben der Fachknferenzen: Beispielhafte Arbeitsfelder der Fachknferenz snderpädaggische Förderung: Kmmunikatin auf den Ebenen: 1. Grundsätze der fachdidaktischen und fachmethdischen Arbeit Absprachen zur Sicherung der snderpädaggischen Expertise in den Gremien, z.b. Mitarbeit einer Lehrkraft für Snderpädaggik in der Schulknferenz grundsätzliche Absprachen zum Einsatz der snderpädaggischen Ressurce, hier z.b. Schwerpunktsetzung in bestimmten Stufen (5-6) / Teilnahme an Arbeitskreisen / Sichtung und Frtschreibung Materialbestand / Sichtung vn Frtbildungsangebten /... Stichwrt Aufgabenverteilung Krdinatin der unterschiedlichen in diesem Bereich tätigen Fachkräfte Einsatzplanung zu Beginn des Schuljahres, um größtmögliche Kntinuität zu ermöglichen Grundsätze für die Lern- und Entwicklungsplanung (wann wird geschrieben, Verantwrtlichkeiten je Stufe festlegen, Zeitrahmen abstimmen, Ablage der Lern- und Entwicklungspläne, Kmmunikatinswege,...) Absprachen zur Diagnstik / Lernstandserhebung Grundlagen für die jährliche Überprüfung festlegen Anschaffung vn Lehr- und Lernmitteln Frtbildungsbedarfe erheben (Team intern) Bausteine Knzeptentwicklung Schulleitung Abteilungsleitung (AL) Didaktische Leitung (DL der vergleichbare Funktin) Bereichsleitung Stufenleitung

41 40 41 Aufgaben der Fachknferenzen: Beispielhafte Arbeitsfelder der Fachknferenz snderpädaggische Förderung: Kmmunikatin auf den Ebenen: 2. Grundsätze zur Leistungsbewertung 3. Vrschläge an die Lehrerknferenz zur Einführung vn Lehrund Lernmittel Curriculum parallel zu den Hauptfächern entwickeln / Differenzierungen für zieldifferent zu unterrichtende Schülerinnen und Schüler erarbeiten Curriculum Berufsrientierung -> auch hier (wenn möglich) das bestehende Curriculum ergänzen Grundlagen der Differenzierung / Leistungsbewertung / Leistungsmessung erarbeiten Anschaffung vn Diagnstikmaterial das u.u. das zugewiesene Budget zur Anschaffung vn Lernmitteln übersteigt Grundsätze für Zeugnisfrmulierungen und / der zusätzliche Ntengebung in zieldifferenten Zeugnissen (bei Beschlussfassung müssen die Gremien Fachknferenz-Lehrerknferenz- Schulknferenz durchlaufen werden) Einführung / Anschaffung vn differenzierenden Lehrwerken / entsprechende Ausgaben zu den Lehrwerken für Schülerinnen und Schüler, die zieldifferent beschult werden Absprachen / Rückkpplung mit den Fachknferenzen der Hauptfächer DL (der vergleichbare Funktin) einbeziehen in enger Kperatin mit den Fachknferenzen der Hauptfächer (Budget!) Wie in jeder anderen Fachknferenz auch, erleichtert es die Arbeit, wenn rechtsgültige Vrlagen zu Einladung, Prtkllführung und Anwesenheitsliste erstellt werden. Hier ist die Didaktische Leitung, bzw. die Knrektrin der der Knrektr der richtige Ansprechpartner / die richtige Ansprechpartnerin und kann Vrlagen zur Verfügung stellen. Bitte hier auch die Ablage (digital als pdf und / der in Papierfrm) klären. Die flgende Checkliste fasst die bisher behandelten Arbeitsfelder exemplarisch zusammen und dient als knkrete Planungshilfe, z.b. für die Arbeit im Rahmen einer Fachknferenz der eines Teams. Hier können arbeitsteilig Aufgaben verteilt und ergänzt werden.

42 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Strukturen der Teamarbeit / Rahmenbedingungen exemplarische Arbeitsfelder Zuständigkeiten Schulleitungsteam allgemeinpädaggische Lehrkräfte snderpädaggische Lehrkräfte pädaggische Fachkräfte MPT Kräfte Inklusin Sek I Willkmmenskultur schaffen Weitere Fachkräfte Neue Klleginnen und Kllegen begrüßen und in die Strukturen einführen (Ansprechpartner, Fachknferenzen, Integratin in Jahrgangsteams, Eröffnungsknferenz, Vrbereitungswche in den Ferien, Rituale, verbindliche Vrgehensweisen,...) Schlüssel, Kpierkarte etc. besrgen Platz im Lehrerzimmer, digitaler Zugang, Mailpstfach, Dienstpst, Einführung in Aktenablage, Dkumentatin, Jahres-Terminplan, Schulleben, Knferenztermine, Teamstruktur und -besprechungen Orientierung im Schulgebäude / Schulgelände Überblick über Materialien, Zugang zu Materialien Raumübersicht für Differenzierung, Zugang zu Differenzierungsräumen, Persnaleinsatz Absprachen zur Stundenplanung ggf. Schwerpunkte setzen Teamsitzungen terminieren Teamsitzungen leiten, vrbereiten, mderieren und dkumentieren

43 42 43 exemplarische Arbeitsfelder Zuständigkeiten Schulleitungsteam allgemeinpädaggische Lehrkräfte snderpädaggische Lehrkräfte pädaggische Fachkräfte MPT Kräfte Inklusin Sek I Weitere Fachkräfte Rückkppelung an Abteilungsleitung, Schulleitung, Betreuung und Krdinatin des Einsatzes vn MPT Kräften Inklusin Sek I Betreuung und Krdinatin des Einsatzes vn Integratinshelfern äußere und innere Differenzierung, Zugang zu Differenzierungsräumen, Absprachen zur Beteiligung in schulischen Gremien (Schulknferenz, Fachknferenzen, Lehrer-Rat,...) Organisatin der Fachknferenz snderpädaggische Förderung (Vrsitz, Stellvertretung, Einladungen,...) Aufgabenverteilung (Medien verwalten, digitale Organisatinsstrukturen aktualisieren,...) Prjekte, Differenzierungsangebte,...

44 3. GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Bausteine inklusiven Unterrichts Nach den Empfehlungen der KMK trägt ein inklusiver Unterricht der Vielfalt vn unterschiedlichen Lern- und Leistungsvraussetzungen der Kinder und Jugendlichen Rechnung. Alle Kinder und Jugendlichen erhalten Zugang zu den verschiedenen Lernumgebungen und Lerninfrmatinen, und es werden die Vraussetzungen dafür geschaffen, dass sie sich über eine Vielfalt an Handlungsmöglichkeiten selbstbestimmt und selbstgesteuert in ihren Entwicklungsprzess einbringen können. Zudem berücksichtigt inklusiver Unterricht einerseits die Standards und Zielsetzungen für Abschlüsse der allgemeinen Schulen und andererseits die individuellen Kmpetenzen der Lernenden (vgl. KMK 2011, S. 9). Dennch gibt es keine spezielle Didaktik des Gemeinsamen Lernens. Zielführend ist in jedem Falle die Leitidee der individuellen Förderung. Dabei gilt es, Methden und Unterrichtsfrmen auf die jeweiligen individuellen Lernvraussetzungen der Kinder abzustimmen. Erwiesenermaßen ist die Basis dafür ein Classrm Management, das einen strukturierten Rahmen für die Lerngruppe anbietet (siehe Kap. 3.3). Hiermit ist die Herstellung einer kntextspezifischen Situatin im Klassenraum gemeint, die es allen Schülerinnen und Schülern erlaubt, dem geplanten Lernangebt aktiv zu flgen. Classrm Management bezieht sich demnach auf drei Anfrderungsbereiche: 1. Einführung und Einübung vn Regeln und Verfahrensweisen 2. Strukturierung vn Unterrichtsprzessen 3. Schaffung eines psitiven Klassenklimas Swhl ffene Unterrichtsfrmen, in denen Kinder ihren Lernprzess selbstständig und eigenverantwrtlich gestalten, als auch stärker strukturierte Unterrichtsfrmen brauchen eine Einführung und Anleitung in Bezug auf die Handlungs- und Lernstrategien. Welche der Unterrichtsfrmen bzw. Methden jeweils zur Anwendung kmmen, ist abhängig vn der aktuellen Lernsituatin. Die flgenden Ausführungen sind daher exemplarisch zu verstehen.

45 Snderpädaggische Förderung im Unterricht der allgemeinen Schule Im Gemeinsamen Lernen ist es die Aufgabe aller Lehr- und Fachkräfte, individuelle Fördermaßnahmen auch im Sinne snderpädaggischer Förderung zu implementieren. Dieses wird in den KMK Empfehlungen vn 2010 umfassend definiert: Snderpädaggische Förderung erfrdert ( ) die kntinuierliche Auseinandersetzung mit der individuellen Lernausgangslage und Lernentwicklung und eine darauf bezgene Lern- und Förderplanung; sie erflgt auf der Grundlage einer persnen- und umfeldbezgenen Diagnstik. Vr diesem Hintergrund werden neben den ntwendigen pädaggischen Maßnahmen ggf. auch snstige Maßnahmen durch außerschulische Partner in der Schule berücksichtigt. Im Sinne einer dualen Planung ist in snderpädaggischer Förderung ein gleichwertiger Einbezug vn Fach- und Entwicklungsanliegen zu berücksichtigen. Bei den daraus flgenden didaktisch-methdischen Überlegungen (unter Einbezug des Classrm Managements) erflgt die Passung zwischen fachlichen Inhalten und methdischen Kmpetenzen der Lernenden. Die fachliche Expertise vn snderpädaggischen Lehrkräften swhl an Förderschulen als auch im Gemeinsamen Lernen bietet hier ein gutes Fundament für die Knzeptin spezifischer Förderangebte für Schülerinnen und Schüler mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf. Für die knkrete Unterrichtsstunde sllten die Zuständigkeiten im kllegialen Austausch festgelegt und regelmäßig überprüft und angepasst werden.

46 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Flgende Tabelle kann für Abstimmungsprzesse und als Gesprächsgrundlage exemplarisch genutzt werden: Beispielhafte Arbeitsfelder Zuständigkeiten Schulleitungsteam allgemeinpädaggische Lehrkräfte snderpädaggische Lehrkräfte pädaggische Fachkräfte Szialpädaggische Fachkraft der Schulszialarbeit MPT Kräfte Inklusin Sek I Planung und Unterrichtsentwicklung Weitere Fachkräfte Schuleigene Arbeitspläne / Leistungsknzept individuelle, snderpädaggische Förderung präventive Förderung Unterrichtsplanung: für die gesamte Klasse für einzelne Schülerinnen und Schüler der Schülergruppen Kntinuierliche Lern- und Förderdiagnstik Präventive Förderdiagnstik und planung Erstellung der Lern- und Entwicklungsplanung Einbindung des Lern- und Entwicklungsplanes in den Unterricht Einsatz vn behinderungsspezifischen Hilfsmitteln innerhalb und außerhalb der Schule Frmulierung vn Nachteilsausgleichen

47 46 47 Beispielhafte Arbeitsfelder Zuständigkeiten Schulleitungsteam allgemeinpädaggische Lehrkräfte snderpädaggische Lehrkräfte pädaggische Fachkräfte Szialpädaggische Fachkraft der Schulszialarbeit MPT Kräfte Inklusin Sek I Weitere Fachkräfte Beratung und / der Bereitstellung vn Differenzierungsmaterial Krrekturen Nteneintrag Klassenunterricht durchführen - Offene Unterrichtsfrmen - Kperative Lernfrmen - Teamteaching - Feedbacksysteme - Unterricht / Förderung Pädaggische Maßnahmen implementieren Kleingruppenförderung Einzelunterricht / Einzelförderung Umsetzung Nachteilsausgleich Vrbereitung und Durchführung vn Förderknferenzen

48 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 3.2 Kriterien guten Unterrichts Unterrichtsvrbereitung und -durchführung flgen den für alle Schülerinnen und Schüler gültigen Kriterien. Flgende Merkmale für guten Unterricht werden vn A. Helmke (2012) benannt: 1. Effiziente Klassenführung und Zeitnutzung - effiziente Klassenführung als grundlegende Vraussetzung für anspruchsvlles und erflgreiches Lernen - Regeln zur Verhaltensregulatin einführen und deren Einhaltung einfrdern - Einsatz präventiver Strategien zur Vermeidung vn Störungen - Störungen diskret und pragmatisch beheben 2. Lernförderliches Unterrichtsklima - bewertungsfreie Situatinen in möglichst hhem Anteil schaffen, Leistungssituatinen sweit als möglich reduzieren - gegenseitige Wertschätzung und Respekt im Umgang und gegenseitiger Kmmunikatin - Schaffung einer freundlichen und herzlichen Lernatmsphäre - Humr - tleranter Umgang mit unterschiedlichen Lerntempi - aus Fehlern lernen 3. Vielfältige Mtivierung - Thematisierung lernrelevanter Mtive im Zugang zum Lerngegenstand (intrinsische Mtivatin / extrinsische Mtivatinen nutzen) - Leistungsmtivatin und Neugier anregen - Vrbildfunktin der Lehrkraft nutzen (Lernen am Mdell) 4. Strukturierung und Klarheit - bewusster Einsatz der Lehrersprache (Wrtschatz, Satzbau, Satzlänge, Rhetrik, Mdulatin, Lautstärke, ) - strukturierende Hilfestellungen zum Lernen geben (Vrschau, advance rganizer, Zusammenfassung) - fachlich-inhaltlich krrekte Darlegung des Lerngegenstandes

49 Wirkungs- und Kmpetenzrientierung - Vermittlung vn Fach-, Selbst-, Methden- und Szialkmpetenzen - Orientierung an den Bildungsstandards - regelmäßige diagnstische Erhebung der individuellen Lernstände 6. Schülerinnen- und Schülerrientierung, Unterstützung - Lehrkräfte stehen als fachliche und persönliche Ansprechpartnerinnen zur Verfügung - Mitbestimmung in angemessenem Rahmen - Phasen der Reflexin des Unterrichtes einplanen 7. Förderung aktiven, selbständigen Lernens - Förderung vn eigenverantwrtlichem und selbständigem Lernen durch entsprechende unterrichtliche Angebte - vielfältige Sprech- und Lerngelegenheiten für alle Schülerinnen und Schüler einplanen - Spielräume statt enger Führung - sinnstiftende, authentische Fragestellungen 8. Variatin vn Methden und Szialfrmen - Szialfrmen und Methden an den Lerngegenstand anpassen und angemessen variieren 9. Knslidierung, Sicherung, intelligentes Üben - Variatin vn mechanischen und intelligenten Übungen - Transfermöglichkeiten variieren - Lernstrategien und methden üben - Grundfertigkeiten autmatisieren 10. Passung - fachliche und überfachliche Inhalte variieren - Passung vn Anfrderungsniveau, Lerntemp und individuellen Lernvraussetzungen - hetergene Lernvraussetzungen und Merkmale sensibel einbeziehen (z.b. sprachliche, sziale und kulturelle Hintergünde)

50 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Vergleichbare Kriterien bildet Hilbert Meyer (2004) im sgenannten didaktischen Sechseck ab. Die Abbildung macht das dynamische Zusammenspiel der unterschiedlichen Kriterien deutlich. Transparente Leistungserwartungen Sinnstiftendes Kmmunizieren Inhaltliche Klarheit Klare Strukturierung Vrbereitete Umgebung Przessstruktur Raumstruktur Echte Lernzeit Methdenvielfalt Inhaltsstruktur Zielstruktur Szialstruktur Handlungsstruktur Lernförderliches Klima Individuelles Fördern Intelligentes Üben Abb.5, Didaktisches Sechseck aus: Was ist guter Unterricht?, Hilbert Meyer, 2004 Die Kriterien für guten Unterricht nach Helmke spiegeln sich auch in den Qualitätsanalysen an Schulen wieder und stellen einen wichtigen Baustein dar. (s. brd.nrw.de/schule/qualitaetsanalyse_an_schulen/qualitaetstableau.html, 2017)

51 Individuelle Förderung und Präventin Im Kntext einer präventiven Förderung sind auf einer ersten Stufe alle Maßnahmen angesiedelt, die zunächst auf einer universellen Ebene Angebte für alle Schülerinnen und Schüler machen, um Lernen zu ermöglichen. Hier sind z.b. Förderprgramme zur Gewaltpräventin, zum Methdentraining und zur Festigung vn Grundlagenwissen zu bedenken. Diese Maßnahmen können sich swhl auf die ganze Klasse als auch auf Schülergruppen beziehen. Ziel vn Präventin ist immer, den Schülerinnen und Schülern Unterstützung anzubieten, um z.b. zu erwünschtem Verhalten zurückzufinden und / der Lernstrategien zu erwerben. Darauf aufbauend sind auf einer nächsten, selektiven Ebene stärker strukturierte und ausgewählte Förderangebte für Schülergruppen der auch einzelne Schülerinnen und Schülern gemeint (vergl. Abb. 4, S. 38). Präventin impliziert immer individuelle Förderung und ist Aufgabe aller Schulen. Für die Entwicklung zu einer inklusiven Schule beschreibt Werning (2013, S. 22 ff.) zentrale Bereiche: Entwicklung vn gemeinsamen Werten in Frm vn Visinen und Leitbildern Team-Lernen und Kperatin Beziehungen zu außerschulischen Kntexten Ziel der inklusiven Schulentwicklung ist, dass Schulen lernen, sich den Schülerinnen und Schülern in ihrem szialen Kntext anzupassen Pädagginnen und Pädaggen verstehen sich smit als Partner und Lernbegleiter, fördern Lernprzesse und gestalten eine anregende Lernumgebung S beschreiben es auch die Richtlinien für die Grundschule: Lehrerinnen und Lehrer sind Vrbilder und Begleiter ihrer Schülerinnen und Schüler. Sie wirken über ihre Persönlichkeit als Frauen und Männer -, ihre pädaggischen Einstellungen und ihr Handeln auf sie ein. Kernaufgabe der Lehrerinnen und Lehrer ist es, einen qualifizierten Unterricht zu erteilen. Sie führen die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem Lernen. Dazu gestalten sie den Unterricht, leiten Lernprzesse an und fördern sie, vermitteln Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse, bahnen Einstellungen und Haltungen an, beraten und beurteilen, rganisieren, planen und werten ihre Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern aus. (Richtlinien NRW 2008, S.17).

52 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Auch die Verrdnung über die Ausbildung und die Abschlussprüfungen in der Sekundarstufe I (APO-S I) betnt in 3 explizit die individuelle Förderung: (4) Jede Schülerin und jeder Schüler hat ein Recht auf individuelle Förderung, die auf die Herstellung der gleichberechtigten Teilhabe am Leben in der Gesellschaft unabhängig vn Geschlecht, kultureller und szialer Herkunft der Behinderung hinwirkt. Hierfür erarbeitet jede Schule ein schulisches Förderknzept, das im Rahmen der Bestimmungen für den Unterricht in den Schulfrmen Maßnahmen der inneren Differenzierung und Maßnahmen der äußeren Differenzierung umfasst. Hierdurch sllen alle Schülerinnen und Schüler individuell gefördert werden, insbesndere wenn 1. die Versetzung, der Abschluss der das Erreichen einer Berechtigung gefährdet ist, 2. der Verbleib in der Schulfrm gefährdet ist, 3. sie besndere Begabungen und Ptenziale haben der auf Grund ihrer Leistungsstärke die Schulfrm gewechselt haben der für einen Wechsel in Frage kmmen der 4. sie auf Grund ihrer Zuwanderungsgeschichte besndere Vraussetzungen (Mehrsprachigkeit) mitbringen. 3.3 Classrm Management Leidig und Pössinger (2018) bezeichnen Classrm Management als eine zentrale Gelingensbedingung für das Lernen und Lehren in der Inklusin und beleuchten in ihrem Beitrag das Rahmenknzept eines effektiven Classrm Managements für inklusive Lerngruppen. Sie stellen zusammenfassend fest, dass die intensive und immer wiederkehrende Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Classrm Management ein wesentlicher Gelingensfaktr inklusiver Przesse vn Schulen ist. Ein wertschätzendes und unterstützendes Schul- und Klassenklima, klare Strukturen swie einheitliche Regelungen und Vereinbarungen helfen allen an Schule Beteiligten, eine Basis zu erhalten und einen Rahmen zu schaffen, um szial-emtinale und akademische Lernprzesse einzugehen und zu gestalten (Emmer & Sabrnie, 2015). (Leidig & Pössinger, 2018, S. 59)

53 52 53 Nach Evertsn und Emmer (2012) umfasst effektives Classrm Management neun praktive und zwei reaktive Kriterien: Praktive Kriterien Klassenraum vrbereiten Regeln und Verfahrensweisen planen und unterrichten Knsequenzen festlegen Psitives (Lern-)Klima schaffen Aktivitäten beaufsichtigen und überwachen Unterricht angemessen vrbereiten Verantwrtlichkeit der Schülerinnen und Schüler Unterrichtliche Klarheit Kperative Lernfrmen Reaktive Kriterien Unangemessenes Schülerverhalten unterbinden Strategien für ptentielle Prbleme Darauf bezgene mögliche Leitgedanken für die Reflexin über eigenen Unterricht: 4 In meinem Unterricht sind Przesse und Inhalte für die Schülerinnen und Schüler transparent und klar strukturiert. 4 In meinem Unterricht sind Unterrichtsprzesse herausfrdernd und kgnitiv aktivierend angelegt. 4 In meinem Unterricht berücksichtige ich unterschiedliche Lernwege und -zugänge der Schülerinnen und Schüler. 4 In meinem Unterricht frmuliere ich Instruktinen und Aufgabenstellungen entsprechend der unterschiedlichen Lernvraussetzungen der Schülerinnen und Schüler. 4 Ich nutze Schülerfeedback zur Entwicklung und Gestaltung meines Unterrichts. 4 In meinem Unterricht können die Schülerinnen und Schüler ungestört arbeiten.

54 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 4 In meinem Unterricht richtet sich die Aufmerksamkeit der Lernenden und Lehrkräfte auf die Wahrnehmung und Anerkennung psitiver Verhaltensweisen. 4 In meinem Unterricht gibt es eine allen bekannte Festlegung eindeutiger Knsequenzen (für psitives und negatives Verhalten). 4 In meinem Unterricht achte ich darauf, dass die Zeit effizient genutzt wird. Mein Raum ist s eingerichtet, dass 4 Unterrichtsziele, Aktivtäten und Methden berücksichtigt werden. 4 ich alle Schülerinnen und Schüler vn meinem bevrzugten Platz aus sehen kann. 4 häufig genutzte Unterrichtsmittel für Schülerinnen und Schüler leicht zugänglich sind. 4 keine Staus auf ft genutzten Wegen entstehen. 4 Materialstandrte durch Schilder und Inventarlisten gekennzeichnet sind. 4 wichtige Plakate der.ä. vn allen Plätzen gut zu sehen sind. 4 keine Reizüberflutung der Überdekrierung herrscht. 4 Plätze für bestimmte Schülerinnen und Schüler gut gewählt sind. 4 Plätze für alle vrrangigen Lehr- und Lernfrmen angelegt sind. 4 Ideen und Wünsche der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden. Vn grundlegender Bedeutung im Rahmen aller Aktivitäten rund um das Classrm Management sind transparente und verbindliche Absprachen in den Klassen- und Jahrgangsteams. Der Schulleitung kmmt die Aufgabe zu, im Rahmen eines Gesamtknzeptes Möglichkeiten und Verbindlichkeiten hierfür zu schaffen, swie die knkrete Umsetzung kntinuierlich zu begleiten.

55 Lern- und Entwicklungsplanung Rechtliche Grundlage: Die Erstellung und Frtschreibung eines individuellen Förderplans ist für Kinder und Jugendliche, die snderpädaggisch gefördert werden auch hne dass ein förmliches Verfahren nach den AO-SF durchgeführt wrden ist, verpflichtend ( 21, Abs. 7 AO-SF). Die individuelle Lern- und Entwicklungsplanung als Planungs- und Reflexinsinstrument ist vn zentraler Bedeutung für die angemessene Förderung vn Schülerinnen und Schülern. In ihr werden Unterstützungsbedarfe knkretisiert und Fördermaßnahmen anschaulich und für alle Beteiligten nachvllziehbar abgebildet (Ppp, Melzer & Methner, 2013). Individuelle Lern- und Entwicklungsplanung ist vr allem dann effektiv, wenn definierte Unterstützungsmaßnahmen im Unterricht umgesetzt werden, die zu einer flexiblen individuellen Förderung führen, die Schülerinnen und Schüler nachweislich wirksam unterstützt. Deshalb sllten individuelle Förderpläne in eine Lern- und Entwicklungsplanung eingebunden werden, die sich ganz knkret auf Unterricht, aber auch auf außerunterrichtliche Angebte und weiterführende Kmpetenzen bezieht und eine deutliche Anbindung an die curricularen Grundlagen des jeweiligen Bildungsganges ausweist. Der Przess der Lern- und Entwicklungsplanung trägt smit dazu bei, Vrgaben der kmpetenzrientierten Kerncurricula mit den Erfrdernissen individueller (snder-) pädaggischer Unterstützung fachlich gut zu verknüpfen. Erstellung, Abstimmung und Frtführung der Lern- und Entwicklungsplanung erflgen in gemeinsamer Verantwrtung aller Lehrkräfte, die diese Schülerinnen und Schüler unterrichten. Flgende Dkumente könnten in der Lern- und Entwicklungsplanung enthalten sein: Analyse vn Wechselwirkungen und Beziehungen zwischen Kind und szialem Umfeld; d.h. Kntakte zu Lehrkräften, Mitschülerinnen und Mitschülern und zur Familie Ergebnisse aus pädaggischer Diagnstik und spezifischen fachlichen Fördermaßnahmen Dkumentatin der Nachteilsausgleiche (vergl. Ministerium für Schule und Bildung, NRW, 2017)

56 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Überfachliche Kmpetenzen aus dem Lern-, Arbeits- und Szialverhalten, ggf. Maßnahmen zu deren Unterstützung Snderpädaggische Unterstützungsbedarfe Infrmatinen aus Kperatinen mit außerschulischen Partnern (Jugendhilfe, Therapeuten, Beratungen etc.) Spezifische Förderung (z.b. LRS, Rechenschwäche, ADHS, Autismus) Infrmatinen über die Einbindung der Schülerin und Schüler in ihre Förderung Ggf. zusätzliche Kenntnisnahme vn Infrmatinen aus der Schülerakte und dem Schülerstammblatt, ärztliche und pädaggische Gutachten (vergl. Schumacher, Anke, Adelt, Eva (Hrsg.): Lern- und Entwicklungsplanung 2019) Die Eltern / Erziehungsberechtigten sllten aktiv in die Arbeit an der Dkumentatin einbezgen werden. Die Lernausgangslage kann u.a. durch standardisierte Aufgabensammlungen und Tests, Analysen vn Lernprdukten und deren kriterielle Auswertung, qualitative Fehleranalysen, aber auch durch Lernbebachtungen und Lerngespräche erhben werden. Schülerinnen und Schüler sllten frtlaufend Feedback zu ihren Lern- und Leistungsergebnissen erhalten. Fördermöglichkeiten werden transparent mit allen Beteiligten beraten. Die Ergebnisse fließen erneut in die Lern- und Entwicklungsplanung ein. Verlässliche und verbindliche Kmmunikatinsstrukturen sind hiermit unabdingbar verbunden. Swhl innerhalb des Klassenteams als auch auf Stufenebene und im Austausch mit Abteilungsleitung und Schulleitung sind hierzu transparente Vereinbarungen zu treffen. Kriterien für eine gelingende Lern- und Entwicklungsplanung Lernausgangslage erheben Die Lernausgangslage ist fester Bestandteil der individuellen Lern- und Entwicklungsplanung und wird als slche dkumentiert. Die Lernvraussetzungen der Schülerinnen und Schüler werden wertschätzend, vn ihren Stärken ausgehend, betrachtet und erfasst. In die Erhebung der Lernausgangslage fließen Infrmatinen aus dem Abgleich mit den Kmpetenzerwartungen geltender Lehrpläne, der Lernbebachtung und Lernbegleitung des Unterrichts ein.

57 56 57 Die individuellen Lernvraussetzungen stehen im Zentrum der Planung, Gestaltung und Reflexin der Lehr- und Lernprzesse. Überfachliche Ziele berücksichtigen Im Lern- und Entwicklungsprzess werden das Lern- und Arbeitsverhalten der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt. Im Lern- und Entwicklungsprzess werden das Szialverhalten und die Emtinalität der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt. Die zu den Kriterien vereinbarten Maßnahmen werden in jedem Unterricht realisiert, darüber hinaus aber auch in allen weiteren Lehr- und Lernprzessen, die zu diesen Kriterien passen. Für alle Beteiligten wird Transparenz über geplante Maßnahmen hergestellt. Verantwrtlichkeiten werden geklärt und dkumentiert. Fachliche Ziele berücksichtigen Für die Frmulierung fachlicher Ziele werden Kmpetenzerwartungen und Kmpetenzbereiche aus den geltenden Lehrplänen verwendet. Kmpetenzrientierte Aufgabenstellungen werden in unterschiedlichen Niveaustufen angebten. Dabei wird berücksichtigt, dass die Aufgabenstellungen für die Schülerinnen und Schüler herausfrdernd und erreichbar sind. Individuelle (snder-)pädaggische Unterstützungsmaßnahmen knzipieren Bei Bedarf werden auf der Grundlage der erhbenen Lernausgangslage und der nachflgenden vertiefenden pädaggischen Diagnstik individuelle Förderziele präzisiert und Unterstützungsmaßnahmen für den Unterricht abgeleitet. Die pädaggischen und snderpädaggischen Unterstützungsmaßnahmen fließen in die Unterrichtsplanung, -durchführung und Reflexin ein. Einzelne Förderziele, Hinweise zum Nachteilsausgleich und Maßnahmen werden an knkrete Zeitpunkte und Orte angebunden.

58 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Lernprzesse bebachten und reflektieren Die überfachlichen und fachlichen Entwicklungsverläufe und vereinbarten Maßnahmen werden dkumentiert und anhand überprüfbarer Kriterien knkret sichtbar gemacht. Der Unterricht und seine Dkumentatin leiten Schülerinnen und Schüler zur Selbstreflexin an. Lernentwicklungsgespräche swie Zielfrmulierungen erflgen stärkenrientiert und wertschätzend. Lern- und Entwicklungsgespräche geben den Schülerinnen und Schülern Auskunft über den erreichten Entwicklungsstand und öffnen Perspektiven für nächste Schritte. Verantwrtliche beteiligen Lern- und Entwicklungsplanung ist eine gemeinsame Aufgabe vn Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten, Lehrkräften und pädaggischem Fachpersnal. Bei Bedarf wird die Fachexpertise außerschulischer Partner einbezgen. Aus: Psitinspapier zur Lern- und Entwicklungsplanung (vergl. QUA-LiS NRW, 2018) Die Lern- und Entwicklungsplanung erflgt smit in einem zirkulären Przess. Diagnstik, Lernstandsmessung und Erhebung der Lernausgangslage gehören immer an den Anfang der Planung. Im Dialg mit der Schülerin der dem Schüler können daraus die Felder ausgewählt werden, die einerseits als besnders belastend empfunden werden und andererseits zentral für den Lernfrtschritt erscheinen. Aus dieser Priritätensetzung ergeben sich dann die nächsten Schritte der Planung in der Zielsetzung, der Festlegung vn Indikatren zur Erreichung der Zwischenschritte in der Förderung und eine Auswahl der Lernsituatinen, in denen die Förderung umgesetzt werden sll. Nach der Umsetzung und auch während des Przesses können immer wieder Anpassungen vrgenmmen werden, die in Frm einer Evaluatin dkumentiert werden. Daraus ergeben sich in der Regel direkt die nächsten aufbauenden Schritte.

59 58 59 Diagnstik und Dkumentatin des gegenwärtigen Entwicklungsstandes Evaluatin und Frtschreibung des individuellen Förderplans Priritätensetzung: Fkussierung auf den vrdringlichen Förderbedarf Praktische Umsetzung der Planung und stichwrtartige Dkumentatin Handlungsplanung und Dkumentatin ausgewählter Lernsituatinen Abb.6, Schumacher / Adelt (2019) Bei einer kmplexen Ist Stand Situatin stellt sich ftmals die Frage: Welcher der gleichermaßen wichtigen Förderbereiche sll als erstes in den Blick genmmen werden? Einige Kriterien zur Auswahl können flgende Aspekte sein: Entscheidung für einen Bereich, in dem es Ptenzial gibt, welches der Schülerin der dem Schüler mit grßer Wahrscheinlichkeit zeitnahe Erflge ermöglicht. Entscheidung für die Förderung einer zentralen Kmpetenz, die für die weitere Lernentwicklung bzw. Gesamtentwicklung unverzichtbar ist. Damit einhergehend ftmals auch ein Bereich, der den Interessen der Schülerin der des Schülers entspricht bzw. den Lernbedürfnissen entgegenkmmt. Auswahl der Förderangebte, die im Schulalltag (trtz evtl. Änderungen etc.) am sichersten knsequent durchgeführt werden können. Auswahl der Angebte, die mit den vrhandenen Ressurcen umgesetzt werden können.

60 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Auswahl der Förderbereiche, die fachlich unabdingbar sind, um der Schülerin der dem Schüler die Teilhabe am Lernfrtschritt der Gruppe zu ermöglichen bzw. zu erhalten (auch Richtlinienvrgaben, Kmpetenzerwartungen). Die Auswahl der Förderbereiche mündet in die Frmulierung der Ziele und rientiert sich an flgenden Kriterien: Die Förderziele in den Fachbereichen rientieren sich am ausgewiesenen Bildungsgang. Die Ziele sind SMART (spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch, terminiert) zu frmulieren: Spezifisch: Warum ist das Ziel wichtig? Wie knkret ist mein Ziel frmuliert? Ist das Ziel psitiv frmuliert? Was ändert sich, wenn das Ziel erreicht ist? Messbar: Habe ich knkrete Messgrößen in Frm vn Kmpetenzstufen benannt (z.b. Entwicklungsstufen nach ETEP, d.h. Entwicklungstherapie/ Entwicklungspädaggik)? Akzeptiert: Ist das Ziel s frmuliert, dass es angenmmen wird? Ist das Ziel mit allen abgestimmt? Welche Einwände und Widrigkeiten sind nch zu erwarten? Ist es in der Gegenwart frmuliert? Realistisch: Ist das Ziel zu hch der zu niedrig angesetzt? Ist es eine wirkliche Herausfrderung? Ist es vn den Beteiligten umsetzbar? Terminiert: Wann ist das Ziel erreicht? Welche Erflgskriterien müssen bis wann erfüllt sein?

61 60 61 In der knkreten Umsetzungsplanung wird deutlich, dass es im Bereich der Lern- und Entwicklungsplanung Vereinbarungen über flgende Qualitätskriterien braucht: alltagsbezgen begrenzt und schwerpunktsetzend dialgisch fachlich richtig flexibel frtschreibbar individuell kmmunizierbar prblemrientiert öknmisch schülergerecht sprachlich angemessen, prfessinell stärkenrientiert unterrichtsrelevant verbindlich vielschichtig vielseitig zeitlich befristet im Alltag erinnerbar, leistbar, relevant bezgen auf die Anzahl der Förderbereiche bzw. Förderzielschwerpunkte, der Zielsetzungen und Maßnahmen im Dialg mit dem Kind, den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten, im Dialg mit weiteren Persnen durch regelmäßige Przessbebachtung und Kntrlle Möglichkeit vn Änderungen aufgrund veränderter Situatinen über die gesamte Schulbesuchszeit bezgen auf den einzelnen Schüler / die Schülerin mit allen weiteren an Förderung, Unterricht und Therapie beteiligten Persnen swie ggf. mit dem Schüler / der Schülerin, mit den Eltern bzw. den Erziehungsberechtigten, gesichert, ggf. durch adressatengerechte Sprache, gesichert durch regelmäßige Teamsitzungen bezgen auf als besnders prblematisch empfundene Situatinen im Schulalltag inhaltlich auf das Wesentliche beschränkt, frmal im Alltag leistbar, Ressurcen der beteiligten Persnen und des Systems berücksichtigen, angemessenes Verhältnis vn Aufwand und Nutzen Blick auf die Gesamtpersönlichkeit, Achtung und Wertschätzung als Grundhaltung / humanistisches Menschenbild Sprache beschränkt sich auf sachliche Aussagen und die Beschreibung bebachtbaren Verhaltens hne Zuschreibungen, Wertungen und Vermutungen Blick auf Stärken und Ressurcen des Schülers / der Schülerin: Auch, was jemand gut kann, sllte (weiter) gefördert werden! (Braun, Schmischke ) bezgen einerseits auf die Umsetzung in unterrichtlichen Zusammenhängen swie andererseits auf die Gestaltung vn Unterricht, der individuelle Förderung ermöglicht für alle an der Förderung Beteiligten wird ggf. durch Unterricht dkumentiert Ist Stand, Zielsetzungen, Maßnahmen, Przessbebachtungen, Evaluatin Einbezug verschiedener Förderbereiche swie ggf. unterrichtsfachlicher Bereiche Benennung und Beachtung vn Terminen und Zeiträumen (Abb. aus: Fltt-Tönjes et al., Fördern planen, 2.Auflage 2018, S. 77)

62 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE QUA-LiS NRW arbeitet derzeit an einer digitalen Versin einer Lern- und Entwicklungsplanung für die Schulen. Durch das webbasierte Angebte rückt das kperative Arbeiten an der Lern- und Entwicklungsplanung in den Vrdergrund. Neben der Arbeit an fachlichen Inhalten und dem Zugriff auf aktuelle Infrmatinen können die Klleginnen und Kllegen in den Schulen ihre Kmmunikatinsmöglichkeiten auf der Plattfrm ausarbeiten und damit die gemeinsame Arbeit an einem Lern- und Entwicklungsplan individuell gestalten. 3.5 Differenzierung Unterrichtet eine Schule in unterschiedlichen Bildungsgängen, wird der Unterricht durch innere der äußere Differenzierung gestaltet. ( 21; 2 AO-SF) Ebens beinhaltet nach den Empfehlungen der KMK inklusiver Unterricht Maßnahmen innerer und äußerer Differenzierung, um flexibel und angemessen auf die Erfrdernisse der Lerngruppe mit ihren unterschiedlichen Vraussetzungen eingehen zu können (vgl. KMK 2011, S.9). Aus der Lern- und Entwicklungsplanung ergeben sich in der Regel Maßnahmen der individuellen Förderung im Unterricht. Diese kann swhl in innerer als auch in äußerer Differenzierung umgesetzt werden. Äußere Differenzierung bezieht sich meist auf die dauerhafte der auch epchale Einteilung vn Lernenden zu Lerngruppen, um eine größtmögliche Hmgenität zu erreichen. Der Begriff der inneren Differenzierung bzw. Binnendifferenzierung meint vielfältige Lernarrangements und Methden, um in einer hetergenen Lerngruppe differenzierte Lernwege anzubieten, die auf unterschiedliche Weise die Schülerinnen und Schüler unterstützen, den für sich ptimalen Lernerflg zu erzielen (vgl. Bönsch 2014). In einer ffen und vielfältig vrbereiteten Umgebung ergeben sich unterschiedlichste Zugänge und Möglichkeiten für den Schüler / die Schülerin, sich mit einem Lerngegenstand auseinanderzusetzen. Die Passung vn Lernangebt und hetergenen Lernvraussetzungen lässt sich auf vielfältige Weise realisieren, wie z.b. das Schaubild vn Kress zeigt (Abb. 7).

63 62 63 Plenum Gruppenarbeit Aufgaben und Arbeitsaufträge Raumregie Leistungsdifferenzierung Lerntemp Neigungsdifferenzierung Zugangsweisen Material Individuelle Zuwendung durch den Lehrer Einzelarbeit Partnerarbeit Abb.7, Krdinaten der Binnendifferenzierung: Differenzierungsvarianten Instrumente Szialfrmen (Kress 2014, S. 22) Hierin ist anschaulich dargestellt, dass Differenzierung rganisiert wird, um Leistungsdifferenzierung, Differenzierung in Bezug auf Lerntemp, Neigungsdifferenzierung der auch Differenzierung der Zugangsweisen zu ermöglichen. Daraus ergeben sich in der weiteren Planung der Angebte die Aufgaben und Arbeitsaufträge, das Materialangebt, die Raumregie und Raumrganisatin. Mitgedacht wird hier auch die ntwendige individuelle Zuwendung durch die Lehrpersn für die Bearbeitung bestimmter Aufgabenangebte. Daraus ergibt sich dann die jeweilige Entscheidung für Einzel- der Partnerarbeit, für eine Frm der Gruppenarbeit und Phasen im Plenum

64 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE der Klasse. Welche Frm jeweils nacheinander, verschränkt der nebeneinander angebten wird, ergibt sich aus den vrhergehenden Entscheidungen im Wechselspiel. QUA-LiS NRW stellt im Online-Unterstützungsprtal unter dem Punkt Lernumgebungen gestalten vielfältige Ideen, Umsetzungsmöglichkeiten, Praxis- und Literaturtipps zur Verfügung. Leitfragen zur Differenzierung in Bezug auf den Schüler / die Schülerin: Welches Vrwissen hat der/die Lernende bereits in Bezug auf den Lerninhalt? Welche Lernmethden kann der Lernende / die Lernende wie selbstständig anwenden? Über welche Lernstrategien verfügt der / die Lernende? Welche Inhalte sllen gelernt werden? (Basiswissen, Aufbauwissen, ergänzende Inhalte) Was wäre eine geeignete nächste Lernaktivität (und wie ließe sie sich unterstützen)? Fragen zu Vereinbarungen zur Umsetzung vn Differenzierung in der Schule: Welche Maßnahmen zur Unterstützung und welcher Methdenpl sind an unserer Schule vereinbart? In welchen Organisatinsfrmen wird zieldifferente Förderung an unserer Schule im Unterricht fachlich umgesetzt? In welcher Weise wird an unserer Schule mit Hilfe methdisch-didaktischer Differenzierung bei zieldifferenter Förderung die Lernausgangslage der Schülerinnen und Schüler bedacht? In welcher Weise wird an unserer Schule darauf geachtet Lernzugänge und Inhalte an die unterschiedlichen Wissensstände und Kmpetenzen der Schülerinnen und Schüler anzupassen? In welcher Weise nutzen wir an unserer Schule für unterschiedlich leistungsstarke Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Zielsetzungen und Aufgaben, die für alle Lernenden herausfrdernd sind?

65 64 65 Grundlagen der Entscheidung für Frmen der Differenzierung bezüglich der Zielsetzung: Bildungsgang, angestrebter Abschluss Schulbesuchsjahr Grundsätzlich kann eine Differenzierung der Lernangebte auf verschiedensten Ebenen erflgen. Einige davn werden nun exemplarisch aufgeführt und dienen der Anregung. Möglichkeiten der Differenzierung der Lernziele: individuelle Ziele zu Unterrichtsreihen der Einheiten auf der Grundlage der Fachinhalte, des Vrwissens, der Basisinhalte, die gelernt werden sllen, der Kmpetenzen, die erwrben werden sllen Möglichkeiten der angepassten Leistungserbringung und -bewertung entlang der vereinbarten Kmpetenzbereiche Fehlertleranz beschreiben Möglichkeiten der inhaltlichen Differenzierung: Wahl- und Pflichtaufgaben anbieten differenzierte Anfrderungsniveaus persönliche Vrlieben beachten Neigungsthemen Vrwissen erfassen, reaktivieren und nutzen ggf. advance rganizer mit der Klasse gemeinsam erstellen Möglichkeiten der Differenzierung bezüglich des Materials, der Medien und / der angebtener Hilfsmittel: Art und Umfang der zur Verfügung stehenden Hilfsmittel (Lösungskarten, knkretes Material, ) Taschenrechner, Rechenschieber, Hilfskarten, Hundertertafel, Einmaleinstabellen, Wörterbücher, Anlauttabellen, Vkabellisten, Begriffssammlungen im Sinne eines sprachsensiblen Unterrichts,

66 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Angebt verschiedener Schwierigkeitsgrade Umfang und Aufbau eines Arbeitsblattes, visuelle Hilfen (Bilder, Vergrößerungen, ) Umfang der reprduktiven Aufgaben, Umfang herausfrdernder Aufgaben Auswahl bekannter, variierter und neuer Aufgabenfrmate Texte vereinfachen, kürzen, Inhalte kmpakter darstellen, Sprachniveau anpassen Material in verschiedenen Größen vrstrukturiertes Material Möglichkeiten der Differenzierung in Art und Umfang der persnellen Unterstützung: Wfür wird persnelle Unterstützung benötigt: zur Unterstützung der Knzentratin zur Arbeitsplatzrganisatin zum Erfassen des Arbeitsauftrags zur Handlungsplanung zur schrittweisen Umsetzung vn Arbeitsaufträgen zur Kntrlle vn Arbeitsergebnissen (Zwischenergebnissen) zur Stärkung des Selbstwirksamkeitsempfindens Wieviel persönliche Ansprache ist nötig? In welchen Zeitabschnitten? Für welche Arbeitsschritte? Durch wen? Wie können individuelle Verstärker eingesetzt werden? individuelle Regelabsprachen und Zielsetzungen persönliche Hilfestellungen an Frustratinstleranz anpassen bewusste Organisatin der Sitzrdnung (z.b. neben bestimmten Sitznachbarn der eben auf keinen Fall), psitive Beziehungen nutzen bewusste Platzierung in der Nähe der Lehrkraft, des Helfers / der Helferin, Freund / Freundin Schülerinnen und Schüler als Experten einsetzen, Helfersysteme installieren, Lerntandems, peergestützte Verfahren nutzen

67 66 67 Möglichkeiten der Differenzierung durch Vrbereitung der Lernumgebung: Organisatin des Klassenraumes in (Fach)Bereichen Nebenräume für Kleingruppenförderung der bestimmte Inhalte der Methden nutzen bewusste, angeleitete Strukturierung des Arbeitsplatzes individuelle Absprachen zu Lernzeiten, Lernabschnitten, Materialnutzung Knzentratinsspanne beachten differenzierte Hausaufgaben individuelle Zusammenstellungen vn Lernaufgaben Umfang der Aufgaben anpassen, z.b. in Wchenplan, Prtfli etc. verschiedene Bearbeitungsangebte zur Auswahl stellen (mündlicher Vrtrag, Präsentatin mittels PC, schriftliche Ausarbeitung, Lernplakate erstellen, ) Organisatin in Lerntheke, Statinenarbeit, u.a.

68 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 3.6 Jährliche Überprüfung, Wechsel des Förderrts / der des Bildungsganges Rechtliche Grundlagen: AO-SF Die Klassenknferenz überprüft bei Bedarf, mindestens einmal jährlich, b der festgestellte Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung und der festgelegte Förderschwerpunkt weiterhin bestehen. 2. Ist nach Auffassung der Klassenknferenz bei Frtbestand eines Bedarfs an snderpädaggischer Unterstützung im bisherigen Förderschwerpunkt ein Wechsel des Förderrts der des Bildungsganges angebracht, lädt die Schulleiterin der der Schulleiter die Eltern zu einem Gespräch ein und infrmiert die Schulaufsichtsbehörden s rechtzeitig, dass darüber vr Ablauf des Schuljahres gemäß 16 Absatz 1 und 2 entschieden werden kann. Falls der Unterstützungsbedarf aufgehben werden sll der sich Förderschwerpunkt und / der Förderrt ändern sllen, ist gem. 18 AO-SF zu verfahren. Die Unterlagen müssen termingerecht der Schulaufsicht vrgelegt werden. Eine jährliche Überprüfung gemäß 17 AO-SF ist für alle Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung verbindlich durchzuführen. Sie fasst die bisherige Förderung (basierend auf den Förderplänen) zusammen, bewertet diese und zieht daraus ein Resümee. In der jährlichen Überprüfung sllten Aussagen zu flgenden Gliederungspunkten enthalten sein: Persönliche Daten Schullaufbahn Bisheriger Förderschwerpunkt / Bildungsgang Schwerpunkte der Förderung im abgelaufenen Schuljahr bezgen auf die fachlichen Ziele und Lern- und Entwicklungsbereiche (möglichst knkret mit Bezug zu den im Förderplan ausgewiesenen Förderzielen) Evaluatin (Frtschritte, Prbleme) Resümee mit Aussagen zum Förderschwerpunkt und Ausblick auf weitere Fördermaßnahmen Der Bericht muss mit den Erziehungsberechtigten kmmuniziert werden, zur Dkumentatin der Überprüfung ist bindend das Frmblatt des Ministeriums zu verwenden und zu den Akten zu nehmen (s. Anhang). Sllten die Erziehungsberechtigten ihre Unterschrift auf dem Frmblatt verweigern, s löst dies keine unmittelbaren Rechtsflgen

69 68 69 der Verwaltungsakte aus. Nichts dest trtz sllte im Rahmen der Klassenknferenz eine kritische Reflexin stattfinden und einem erhöhten Beratungsbedarf Rechnung getragen werden. Nach Infrmatin der Schulleitung durch die Klassenleitung, kann diese ggf. die Schulaufsicht einbeziehen. Im Regelfall aber ist eine Vrlage der Frmblätter bei der Schulaufsicht nur erfrderlich bei Wechsel vn Förderschwerpunkt und/der Förderrt, bzw. der Aufhebung des Förderbedarfs und dem Übergangsbericht in die Sekundarstufe I. Wird eine Schülerin der ein Schüler in der Primarstufe snderpädaggisch gefördert, hne dass ein förmliches Verfahren gem AO-SF durchgeführt wrden ist, empfiehlt die abgebende Schule den Eltern, bei der Anmeldung zur weiterführenden Schule den individuellen Förderplan (vergl. 21 Absatz 7, Satz 3 AO-SF) vrzulegen. Die ntwendigen Frmulare für Gesamtschulen, Realschulen, Gymnasien, Sekundarschulen, Primusschulen und Gemeinschaftsschulen für die ben genannten Vrgänge sind im Dwnladbereich, jeweils in der aktuellen Fassung, der Bezirksregierung zu finden unter: Wechsel_Ferderrt.pdf Wechsel_Erweiterung_Ferderschwerpunkt.pdf Drt findet sich auch eine Auflistung aller ntwendigen Unterlagen, die den Anträgen beigefügt werden müssen. Weitere Hinweise finden sich im Anhang (6.11). Die Schulämter in den Schulamtsbezirken halten die entsprechenden Frmulare und dazugehörenden Hinweise für die Grundschulen, Hauptschulen und Förderschulen bereit.

70 4. GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Knzeptentwicklung Im Rahmen der Neuausrichtung der Inklusin sind die Schulen durch das Ministerium aufgefrdert, Knzepte für die Arbeit im Gemeinsamen Lernen zu erstellen. Der Orientierungsrahmen Schulqualität bietet diesbezügliche Strukturen an. Eine erste inhaltliche Hilfestellung zur Knzeptentwicklung findet sich aber auch bei QUA-LiS im Rahmen vn Leitfragen zu den einzelnen Knzeptbausteinen. Die Knzeptbausteine zum Gemeinsamen Lernen sllen in Passung zum Schulprgramm entwickelt, ergänzt und überarbeitet werden. Vrhandene Knzepte sllen daraufhin geprüft werden, inwieweit die besnderen Bedarfe dieser Schülergruppe in den Knzepten Berücksichtigung finden. Am Ende des Kapitels (Abschnitt 4.7) findet sich eine Übersicht über die Aufgaben in Knzeptentwicklung mit der Möglichkeit, Aufgabenverteilungen zu vereinbaren. 4.1 Leistungsknzept Das Leistungsknzept einer Schule wird auf der Grundlage der Vereinbarungen zum Unterricht, zu Unterrichtsfrmen swie zu Methden an der Schule frmuliert. Die im Unterricht angewendeten Frmen der Arbeit bilden in der Regel gleichzeitig die erste Frm der Leistungsbebachtung auf Basis der Lernausgangslage. Angewendete Differenzierungen auf der Grundlage der Lern- und Entwicklungsplanung werden dann in das Leistungsknzept transparent eingebunden. Oftmals erscheinen gerade die Leistungsbebachtung und Bewertung zieldifferent unterrichteter Schülerinnen und Schüler besnders herausfrdernd. Da diese Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf ihre individuellen Lern- und Entwicklungsaufgaben gefördert werden, werden auch deren Leistungen darauf abgestimmt entsprechend individuell gemessen und gewertet. Gleichzeitig ist es die Aufgabe der Förderung, den Schülerinnen und Schülern im Förderschwerpunkt Lernen das Erreichen eines dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschlusses zu ermöglichen. Hierfür müssen Leistungen erbracht werden, die dem HS 9 nach Klasse 10 entsprechen (s. Anhang, 6.5.). Schulen, die für alle Schülerinnen und Schüler individuell zugeschnittene Frmen der Leistungsdkumentatin anbieten, wie z.b. Kmpetenzraster, Lerntagebuch der Prtfliarbeit (swhl themenbezgen als auch auf Unterrichtsfächer ausgelegt) berichten, dass dabei die Förderung und Leistungsbeurteilung auch der zieldifferent unterrichteten Schülerinnen und Schüler leichter gelingt. Weitere Hinweise und Beispiele

71 70 71 finden sich im Themenheft 4 Unterricht in hetergenen Lerngruppen in der Primarund Sekundarstufe. Hinweise und Beispiele für die inklusive Beschulung vn Schülerinnen und Schülern mit dem snderpädaggischen Unterstützungsbedarf Lernen. Ebens gehören auch generell eingerichtete Differenzierungsangebte wie Wchenplanarbeit, Lernthekenarbeit, Arbeit nach Daltn der SEGEL dazu, bei denen individuellere Leistungsbewertungsmöglichkeiten implementiert sind. Selbstverständlich bleibt es herausfrdernd, Angebte zusammenzustellen, die den Leistungsmöglichkeiten der einzelnen Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf Lernen gerecht werden, dem Curriculum einer Klassenstufe zugerdnet sind, aber gleichzeitig dem Anspruchsniveau der vrherigen Klassenstufe (Bezug zum Hauptschulniveau) entsprechen (s. AO-SF 32). Hier braucht es die Zusammenarbeit der Fachknferenzen der Unterrichtsfächer und der Snderpädaggik. Auch bei zielgleich unterrichteten Schülerinnen und Schülern erscheint es herausfrdernd, Leistungsbewertungen individuell auf die Möglichkeiten anzupassen und gleichzeitig die Leistungsanfrderungen der Stufe beizubehalten. Für Schülerinnen und Schüler mit Autismusspektrumstörungen sind z.b. im Fach Deutsch Aufgaben kaum zu bewältigen, die sehr auf Empathie und Einfühlungsvermögen abzielen, wie z.b. das Verfassen vn Tagebucheinträgen der Briefen und im Rahmen der Arbeit an Lektüren. Im Förderbedarf ESE kann es z.b. schwierig sein, eine Klassenarbeit über eine längere Zeitspanne zu bearbeiten. Die Aufteilung der Arbeit in 2 Abschnitte der die Möglichkeit eines besnders ruhigen Arbeitsplatzes für diese Gelegenheit, Kpfhörer usw. können Abhilfe schaffen, verändern aber nicht das Anspruchsniveau der Klassenarbeit. Weitere Hinweise bietet das Themenheft 3 der Bezirksregierung Grundlagen und Hinweise für die Förderung vn Kindern und Jugendlichen im Bereich der emtinalen und szialen Entwicklung. Im Förderbedarf Sprache spielen auch in der Sekundarstufe ft Lesekmpetenz und Lesetemp eine Rlle. Auch hier können Möglichkeiten erprbt werden, die Lesetexte in einem gewissen Rahmen zu vereinfachen, Aufgaben zum Hörverstehen mehrmals als üblich anzubieten usw. je nach Bereich, in dem eine Leistung erbracht werden sll. Geht es z.b. darum, zu zeigen, dass die Schülerin / der Schüler eine Geschichte lgisch und sinnvll aufbauen kann, kann auch das Diktieren der Geschichte eine Möglichkeit sein, dies zu überprüfen. Bei all diesen Möglichkeiten wird es immer wichtig sein, dialgisch mit den Schülerinnen und Schülern in den Lern- und Entwicklungsgesprächen die Schritte und Maßnahmen zu besprechen und Ziele transparent zu machen. Besnders wichtig ist immer wieder die psitive Rückmeldung auf kleine Entwicklungserflge und Leistungsschritte, da diese Schülerinnen und Schüler ft nur wenig Vertrauen in ihre Leistungsfähigkeit haben und über sehr geringe Ausprägung der Selbstwirksamkeit verfügen.

72 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Da die Förderbedarfe in den Lern- und Entwicklungsstörungen (LE, ESE, SQ) am Ende der Sek I erlöschen, sllte über Nachteilsausgleiche im Bereich der Sek II für diese Schülerinnen und Schüler nachgedacht werden (s. Kapitel 4.6). Leistungsmessung und -bewertung braucht als eine Passung zu Kmpetenzerwartungen, Differenzierungsangebten und für die Klassenstufe vereinbarten Leistungsmaßstäben. Hierfür können die Fachknferenzen (für die Unterrichtsfächer) unter Beteiligung snderpädaggischer Expertise, Teamabsprachen usw. ihre Beiträge leisten. 4.2 Beratungsknzept Es gibt eine Fülle an Beratungssituatinen im Schulalltag. Die unterschiedlichen Themen in der Unterrichtung und Begleitung vn Schülerinnen und Schülern bedingen unterschiedliche Beratungssettings und damit auch unterschiedliche Rahmensetzungen, die in der Regel im Schulprgramm und den Vereinbarungen des Kllegiums grundgelegt sind. Lehrkräfte sehen sich zunehmend gefrdert, Gespräche unter verschiedensten Vraussetzungen prfessinell durchzuführen: z. B. Elternsprechtag, Schülersprechtag Schullaufbahngespräch mit Eltern und/ der Schülerinnen und Schülern Berufsrientierungsberatung Lern- und Leistungsbeurteilungsgespräch mit Eltern und / der Schülerinnen und Schülern Beratungsgespräch zur Beantragung der Eröffnung eines Verfahrens im Rahmen der AO-SF Förderplangespräch mit Lehrkräften, Eltern, Schülerinnen und Schülern Knfliktgespräch z.b. wegen Verhaltensauffälligkeiten mit beteiligten Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften, Schulleitung, Hilfeplangespräch (kllegiale) Fallbesprechung im multiprfessinellen Team, im Stufenteam, im Klassenteam

73 72 73 Gespräche haben stets eine Sach- und eine Beziehungsebene. Die jeweiligen Anteile sllten möglichst vr der Gesprächsführung reflektiert werden. Grundlage dafür ist die prfessinelle Haltung, die eine Reflexin über eigene Einschätzungen, Gedanken und Gefühle einbezieht, die sachlichen Fakten differenziert und gleichzeitig eine Frmulierung vn Zielen und Perspektiven im Gespräch vrbereitet. Die eigene Haltung prägt als wesentlich das prfessinelle Beratungsgespräch und trägt gleichzeitig dazu bei, ziel- und lösungsrientiert in einer Beratung agieren zu können. Neben der eigenen Authentizität und Echtheit in einem Gespräch sind gleichermaßen Empathie im Sinne vn Einfühlung und Offenheit für die Sicht, swie die Akzeptanz der Wirklichkeit der Gesprächspartnerinnen und -partner und damit auch ein Verzicht auf Wertung in einem Beratungsgespräch als Grundvariablen sinnvll, um zu gemeinsamen Lösungen zu kmmen. Diese Art der Gesprächsführung impliziert eine Fragehaltung und damit auch einen hhen Anteil an Fragen nach den Bebachtungen, Gedanken und ggf. auch Gefühlen des Gegenübers. Dazu kmmt, im Gespräch auf einen Dialgknsens hinzuwirken, der auch sprachlich angemessen umgesetzt wird. Schn im Vrfeld und zu Beginn eines Gesprächs können Strukturen helfen, den Gesprächsverlauf transparent zu machen und damit Entlastung anzubieten. Auf rganisatrischer Ebene hilft die Klärung flgender Fragen: Welche Gesprächspartnerinnen und partner sind beteiligt? Mit welcher Rlle? Welcher Raum steht zur Verfügung? Welchen Zeitrahmen benötigt das Gespräch vermutlich? Welcher Zeitrahmen steht zur Verfügung? Wie sllen Ergebnisse dkumentiert / prtklliert werden? Wer führt Prtkll? Wie werden Ergebnisse kmmuniziert? Kpie an Beteiligte, Betrffene? Wer infrmiert über die Ergebnisse? Welche Vereinbarungen sind im Bereich vn Knfliktgesprächen ntwendig? Welche Strategien haben wir im Falle einer Eskalatin vn Gesprächssituatinen? Welche Vereinbarungen haben wir im Falle des Abbruchs eines Gesprächs? Wie sind Schulleitung, Abteilungsleitung, Klassenlehrkraft, snderpädaggische Lehrkraft, andere Fachkräfte in Gesprächen eingebunden?

74 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 4.3 Übergangsgestaltung im Gemeinsamen Lernen Schülerinnen und Schüler, die mit einem Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung vn einem System in ein anderes wechseln, haben ft einen höheren Bedarf an Begleitung und Beratung in der Zeit des Übergangs. Die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und ihrer Familie sind ft vn Verunsicherung geprägt. Daher kmmt es zu einer kmplexen Entscheidungssituatin, die swhl die Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler in den Blick nehmen muss als auch die reginale Schulsituatin und die damit verbundenen Möglichkeiten der Förderung im Gemeinsamen Lernen der an einer Förderschule. Der erste wichtige Schritt ist der Wechsel vn der Kindertagesstätte in die Grundschule. Hierbei gibt es bei einer Anzahl vn Kindern Hinweise auf einen möglichen snderpädaggischen Unterstützungsbedarf, hne dass diese Kinder schn einen Gutachtenprzess zur Überprüfung des Bedarfs an snderpädaggischer Unterstützung durchlaufen. Dennch ist hier der Beratungs- und Infrmatinsbedarf der Familien ft sehr hch. Die Grundschulen vr Ort und auch die reginal zuständigen Schulämter haben ihre reginal angepassten Abläufe und Angebte entwickelt, die jeweils an die aktuellen Bedarfe und Vrgaben angepasst werden. Das Gleiche gilt für die Kinder, für die bereits vr der Einschulung eine Überprüfung des Bedarfs an snderpädaggischer Unterstützung beantragt wurde. Auch hier spielen die Schulwahl und eine grundlegende Beratung eine grße Rlle, um den Übergang für Eltern und Kinder abgestimmt und in beiderseitigem Vertrauen zu gestalten. Im Übergang vn der Grundschule in die Sekundarstufe I erflgt unter der Federführung der Bezirksregierung die sgenannte Krdinierung 4 nach 5 in enger Abstimmung mit den jeweiligen Schulämtern (s. hierzu auch den Ablaufplan im Anhang). Die Kmmunikatinswege und schritte werden im Krdinierungsprzess in den Schulämtern abgeglichen. Die Beratung und Begleitung der Schülerinnen und Schüler und ihrer Familien vr Ort bliegt den abgebenden und aufnehmenden Schulen. Hierbei geht es neben der persönlichen Beratung und Empfehlung in erster Linie um eine Infrmatinsweitergabe über die frmalen Abläufe im Übergang, über die Beschulungsmöglichkeiten in der Sekundarstufe I im Gemeinsamen Lernen und an Förderschulen, über Beratungsangebte, Zeitabläufe und Mitwirkungsmöglichkeiten der Erziehungsberechtigten. Jede Kmmune bzw. die einzelnen Schulen halten unterschiedliche Angebte zum Kennenlernen und zur Beratung vr. Die Schulträger und auch die Schulämter können darüber hinaus Auskunft über die Schulen des Gemeinsamen Lernens geben. Selbstverständlich muss im Vrfeld des Übergangs der snderpädaggische Unterstützungsbedarf erneut überprüft werden. Dazu verfassen die Grundschulen einen Übergangsbericht und geben eine Schulfrmempfehlung. Sie kmmentieren auch den

75 74 75 Elternwunsch hinsichtlich des Förderrts in der Sekundarstufe I. Das Schulamt erstellt den Bescheid zum Übergang und stellt den snderpädaggischen Unterstützungsbedarf fest. Den Eltern wird eine Schule des Gemeinsamen Lernens als Förderrt vrgeschlagen. Eltern können auch eine Förderschule als Förderrt für ihr Kind wählen. Sllte der snderpädaggische Unterstützungsbedarf zum Ende der Klasse 4 aufgehben werden, findet keine Krdinierung für das Kind statt. Im Übergang vn der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II sind zum einen die Möglichkeiten des Erreichens eines Abschlusses zu prüfen und vrzubereiten. Der kntinuierliche Beratungsprzess in der Sekundarstufe I im Rahmen des KAA Knzeptes bereitet dieses vr. Darüber hinaus können MPT Kräfte (Handwerksmeisterinnen und -meister) Übergänge begleiten (s. Kapitel 5). 4.4 Berufsrientierung in der Sekundarstufe I Berufsrientierung wird durch das Landesprgramm Kein Abschluss hne Anschluss (KAA) bzw. KAA STAR (Schule trifft Arbeitswelt) in den Schulen bestimmt und gestaltet. Eine kntinuierliche Begleitung und Beratung im Przess der Berufsrientierung ist für diese Schülergruppe zentral. Kein Abschluss hne Anschluss - KAA Das Landesvrhaben Kein Abschluss hne Anschluss (KAA) bietet in Frm vn Standardelementen eine Leitlinie zur Berufsrientierung und Übergangsgestaltung an, die in allen weiterführenden Schulen des Landes NRW für alle Schülerinnen und Schüler umgesetzt werden sll bzw. bereits wird. Diese sind als Mindeststandard zu verstehen, der vn den Schulen jederzeit durch eigene Bausteine der Elemente erweitert werden kann. Ein schulinternes Curriculum zur Berufsrientierung ergänzt in den Schulen den Bereich. Die einzelnen Standardelemente und evtl. Vrgaben zur Ausgestaltung finden sich im Internet unter

76 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Der Przess der Berufsrientierung beginnt unter KAA im Jahrgang 8 mit der Ptenzialanalyse und der Berufsfelderkundung. Einige Standardelemente werden durch Bildungsträger außerschulisch angebten. Für die Krdinierung ist in den Schulen der/ die sgenannte StuBO (Studien- und Berufsrientierungskrdinatr / krdinatrin) zuständig (in Abstimmung mit der Schulleitung). Darüber hinaus gibt es kmmunale Krdinierungsstellen, die als Schnittstelle zwischen den unterschiedlichen Akteuren agieren. Auf Schulamtsebene sind Schulamtskrdinatren und krdinatrinnen (Lehrkräfte in Abrdnung) eingesetzt, die wiederum die Vernetzung und den Infrmatinsfluss zwischen Krdinierungsstelle und den StuBOs in den Schulen gewährleisten z.b. durch Arbeitskreise. Dies wird wiederum auf Bezirksregierungsebene in einer Fachberatung gebündelt (s. Ansprechpartner im Anhang). Przess der Schulischen Berufs- und Studienrientierung Ptenziale erkennen Berufsfelder kennen lernen Praxis der Arbeitswelt erprben Entscheidungen knkretisieren und Übergänge gestalten Hchschulen und Studienwege erkunden Entscheidungen knkretisieren und Übergänge gestaltem Jgst.8 ab Jgst. 9 ab Jgst. 9/10 in der Sekundarstufe II in der Sekundarstufe II Ptenzialanalyse (SBO 6) & Beratung (SBO 2) Praxisphasen Erweiterung / Vertiefung vn Praxiserfahrungen Beratung (SBO 2) sich bewerben, Übergänge begleiten, Schwerpunkte für Sek II / BK wählen Beratung (SBO 2) individuelle Vraussetzungen für ein Studium überprüfen und Praxis des Studierens an Hchschulen kennenlernen Beratung (SBO 2) sich einschreiben bzw. bewerben, Übergänge gestalten Beratung (SBO 2) Anschluss- möglich- keiten Berufsfelder erkunden (SBO 6.1) (SBO 6.2. / 6.3. / 6.4) (SBO7) (SBO 6.5) (SBO 7.1, 7.3) Dkumentatin im Prtfliinstrument und Anschlussvereinbarung (SBO 4 und ABO 7.3) Strukturen in Schule und Qualität der Umsetzung in Schule entwickeln und sichern (SBO 1 und SBO 3) SBO = Standardelement der Berufs- und Studienrientierung Quelle: Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW Abb.8, Überblick über die Standardelemente,

77 76 77 Berufsfindung als reflexiver Selbstfindungsprzess Phasen Entwicklung Praxisbezgen lernen und sich qualifizieren Entscheidung und Realisierung Findung und Knkretisierung Orientierung und Erkundung Einstimmung und Standrtbestimmung Jugendliche Fähigkeit zur Selbstreflexin und zur Zukunftsplanung persönliches Berufe-Spektrum Anschluss realisieren, Entscheidungen treffen und Wege planen Die eigene Richtung finden, Abgleich Selbsteinschätzung und Anfrderungen, Praktische Erfahrungen machen Selbsteinschätzung überprüfen, Berufsfelder erkunden, Infrmatinen sammeln, Berufe-Spektrum erweitern Orientierung finden/ Bewusstwerden der eigenen Interessen und Fähigkeiten Abb.9, BR-Krdinatin KAA, Bezirksregierung Düsseldrf Für die Schülerinnen und Schüler mit einem snderpädaggischen Unterstützungsbedarf wird in den Schulen des Gemeinsamen Lernens in der Regel über die Angebte unter KAA hinaus eine Begleitung rganisiert, die swhl früher einsetzt als auch eine intensivere Beratung und zusätzliche Praktika beinhaltet. Hier werden gemäß dem Erlass vm zu multiprfessinellen Teams im Gemeinsamen Lernen, insbesndere die Fachkräfte nichtpädaggischer Berufsgruppen (Handwerksmeisterinnen und -meister) Angebte in den Schulen bereitstellen. Absprachen mit den Bildungsträgern zur Anpassung der Angebte auf die Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler gehören genaus dazu wie ein schulisches Angebt zur Vr- und Nachbereitung der Standardelemente.

78 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Kein Abschluss hne Anschluss Schule trifft Arbeitswelt - KAA STAR Neben KAA gibt es alternativ die Angebte vn KAA STAR (Kein Abschluss hne Anschluss Schule trifft Arbeitswelt) für Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung in den Bereichen: Sprache, geistige Entwicklung, körperliche und mtrische Entwicklung, Sehen, Hören und Kmmunikatin, Autismus-Spektrum-Störung und mit einer anerkannten Schwerbehinderung gemäß SGB IX (auch hne Förderbedarf). Dieses ist ein Angebt des LVR (Landschaftsverband Rheinland) bzw. des LWL (Landschaftsverband Westfalen Lippe). Ausgeführt und rganisiert werden diese Mdulangebte durch den Integratinsfachdienst. Die Inhalte und Schwerpunkte der Mdule sind weitgehend parallel zu den Standardelementen unter KAA, werden aber auf die Unterstützungsbedarfe stark angepasst und begleitet. Eine Entscheidung für die Teilnahme an KAA - STAR ist in der Regel für den gesamten Przess der Berufsrientierung bindend. Organisatrisch ntwendige Vereinbarungen an den Schulen rund um die Teilnahme einzelner Schülerinnen und Schüler müssen vr Ort umgesetzt werden. Die Kmmunale Krdinierungsstelle ist hier nicht eingebunden. Ansprechpartner ist der Integratinsfachdienst. Der Elterninfrmatin kmmt hier eine besndere Bedeutung zu, da diese die Entscheidung über die Teilnahme nach einer eingehenden Beratung treffen.

79 78 79 Übergangsgestaltung vm Gemeinsamen Lernen in die Sekundarstufe II des Berufskllegs Aus der am in Kraft getretenen neunten Verrdnung zur Änderung der AO-SF resultierte ein standardisiertes Übergangsmanagement für Schülerinnen und Schüler, die in der Sekundarstufe I einen festgestellten snderpädaggischen Unterstützungsbedarf im Bereich Lernen der Emtinale und sziale Entwicklung hatten. Es ist empfehlenswert dieses standardisierte Übergangsmanagement zusätzlich auf die Förderschwerpunkte Hören und Kmmunikatin, Sehen der Körperliche und Mtrische Entwicklung der Geistige Entwicklung zu übertragen (vgl. S.24). Gelingensbedingungen für ein standardisiertes Übergangsmanagement ins Berufsklleg: Einbindung der Eltern der Erziehungsberechtigten in den Przess der Berufsrientierung und beim Übergang in das Berufsklleg Einbindung aller inner- und außerschulischen Akteure in den Przess: Klleginnen und Kllegen der abgebenden und aufnehmenden Schule Schulamt Beraterinnen und Berater der Agentur für Arbeit der Jugend- und Berufshilfe der Ausbildungsbetriebe Offenlegung der inhaltlichen und zeitlichen Strukturen Rechtzeitiges Erfassen vn Schülerinnen und Schülern, die besnderer Fördermaßnahmen bedürfen; eine daraus resultierende Beratung vn Anschlussperspektiven bezüglich der am Berufsklleg angebtenen Anschlussperspektiven (vgl. S.28).

80 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 4.5 Vertretungsknzept zum Einsatz snderpädaggischer Lehrkräfte Als Empfehlung gilt, dass snderpädaggische Lehrkräfte, die an mehrere Systeme abgerdnet sind, in der Regel nicht zur Vertretung eingesetzt werden. In allen anderen Fällen sllte eine Dppelbesetzung keinesfalls als dauerhafte Vertretungsreserve genutzt werden. Innerhalb der Bezirksregierung ist das flgende Vertretungsknzept für das Gemeinsame Lernen mit allen Beteiligten abgestimmt und durch die Abteilungsleitung verbindlich für die Schulen vrgegeben: Vertretungsknzept für die snderpädaggische Förderung im Gemeinsamen Lernen in den Schulamtsbezirken der Bezirksregierung Düsseldrf Grundsätze und Handlungsptinen für Schulleitungen und Schulaufsicht 1. Grundsätze Jede snderpädaggische Ressurcenzuweisung ist an den Schulen des Gemeinsamen Lernens eine persnelle Ausstattung des Mehrbedarfs. Die Unterrichtung aller Schülerinnen und Schüler ist grundsätzlich über den Grundstellenbedarf abgesichert. Der Ausfall einer snderpädaggischen Lehrkraft führt demnach ausschließlich zu einem Ausgleichsbedarf hinsichtlich der spezifischen Fachlichkeit im Sinne der snderpädaggischen Unterstützung. Das Vertretungsknzept der Schule sllte auch die snderpädaggische Förderung entsprechend berücksichtigen. 2. Kurzzeitige Vertretungssituatinen als Aufgabe der Schule Es besteht ein gegenseitiger Vertretungsgrundsatz aller Lehrkräfte eines Systems: Damit müssen snderpädaggische Lehrkräfte ggf. Unterrichtsausfall im Fachunterricht der allgemeinen Schule vertreten und allgemeinpädaggische Lehrkräfte ggf. Unterrichtsausfall im Bereich der snderpädaggischen Unterstützung vertreten. Vn einer permanenten Nutzung der snderpädaggischen Lehrkräfte als Vertretungsreserve (Auflösung vn Dppelbesetzung) insbesndere auch in Klassen, in denen keine Schülerinnen und Schüler mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf sind, ist abzusehen! Basis: Aufgestellte Grundsätze der Lehrerknferenz lt. 68 (3) SchulG: Das schuleigene Knzept sllte hierbei berücksichtigen, dass die snderpädaggische Lehrkraft in den Klassen eingesetzt wird, in denen sie hnehin arbeitet und dass der Vertretungseinsatz unterrichtsfachlich vertretbar sein muss.

81 80 81 Basis: Kurzfristige Vertretungssituatin lt. 10 (3) ADO: Der Ausgleich flgt dem Pstulat der wechselseitigen Vertretung: Allgemeine und snderpädaggische Lehrkräfte vertreten sich kurzfristig gegenseitig. 3. Langfristige Vertretungssituatinen Verantwrtlichkeit in Flge: 1. Schulleitung 2. Schulaufsicht Zunächst erflgt die Überprüfung der schulinternen Möglichkeit der Mehrarbeit, swie die Klärung, b die Anzahl der Unterrichtsstunden vn Teilzeit-Lehrkräften erhöht werden kann (gilt nur für Klleginnen und Kllegen, die vllständig im System der allgemeinen Schule arbeiten), ebens die Ausschreibung einer Vertretungsstelle als Schritte zur Regelung einer Vertretungssituatin. Wenn ein anerkannter Vertretungsgrund vrliegt, sll nach Möglichkeit zur Wahrung der Gesamtbalance hälftig vertreten werden (Berechnungsgrundlage ist das systemimmanente Stundendeputat der ausgefallenen snderpädaggischen Lehrkraft). Die untere Schulaufsicht nimmt unter Beteiligung der zuständigen schulfachlichen Dezernentin der des zuständigen schulfachlichen Dezernenten zusätzlich Einzelfallprüfungen unter statistischen und schulfachlichen Erwägungen vr. 4. Prinzip der reginalen Vertretungsnetzwerke Es ist anzustreben, primär innerhalb der Schule, danach des jeweiligen Schulfrmkapitels, die zur Vertretung erfrderlichen Vertretungskräfte zu rekrutieren, umzulenken der ggf. neu abzurdnen. Grundsätzlich sind alle snderpädaggischen Lehrkräfte einer Regin an Förderschulen tätige, vn drt abgerdnete, versetzte und grundständig im Gemeinsamen Lernen eingestellte Lehrkräfte flexibel bei der Umsetzung des Vertretungsknzepts zu berücksichtigen. In Ausnahmefällen muss eine Vertretung auch schulfrmübergreifend mit spezifisch reginalem / kmmunalem Fcus umsetzbar sein.

82 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 4.6 Nachteilsausgleich an Schulen Individueller Nachteilsausgleich in der Schule Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW hat Arbeitshilfen zur Orientierung für Schulleitungen der Primarstufe, in der Sekundarstufe I, der gymnasialen Oberstufe, in den Bildungsgängen des Weiterbildungskllegs - einschließlich der Prüfung zum Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses an Abendrealschulen swie der Abiturprüfungen an Abendschulen und Kllegs und des Berufskllegs erstellt. Wem wird ein Nachteilsausgleich gewährt? Schülerinnen und Schülern mit einem Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung swie Schülerinnen und Schülern mit einer Behinderung hne Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung der mit einer chrnischen Erkrankung, die zielgleich lernen und damit die Abschlüsse der Bildungsgänge der allgemeinen Schule anstreben, kann ein Nachteilsausgleich gewährt werden swhl im Unterricht und bei Klassenarbeiten/ Klausuren als auch in den zentralen Abschlussprüfungen nach der 10. Klasse und im Abitur. Die Rechtsgrundlage für diesen Anspruch ist in Art. 3 Abs. 3 Satz 2 des GG, in den 1 und 2 SchulG für das Land Nrdrhein-Westfalen, im Szialgesetzbuch IX - 126, swie in den Ausbildungsrdnungen dkumentiert. In der Regel beantragen die Erziehungsberechtigten frmls für ihre Kinder die Gewährung eines Nachteilsausgleichs unter Vrlage eines ärztlichen Attests. Die Schule prüft in Kntakt mit den Erziehungsberechtigten die Vraussetzungen, gewichtet die pädaggischen Erfrdernisse, entscheidet und sichert die Umsetzung in den Unterrichtsfächern. Verantwrtlich ist die Schulleiterin der der Schulleiter. Eine kntinuierliche und knstruktive Elternarbeit ist unerlässlich. Für zentrale Prüfungsphasen vr Abschlüssen gelten besndere Regelungen (s. Anhang 6.8). Was leistet ein Nachteilsausgleich? Art und Umfang vn Nachteilsausgleichen sind stets s auszurichten, dass die in der Behinderung, dem Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung der in der chrnischen Erkrankung begründete Benachteiligung ausgeglichen und dem Grundsatz der

83 82 83 Chancengleichheit weitestgehend entsprchen wird. Es geht daher nicht um eine Bevrzugung durch geringere Leistungsanfrderungen, sndern um eine kmpensierende, aber inhaltlich zielgleiche Gestaltung der Leistungssituatin. Nicht jede Behinderung der chrnische Erkrankung ruft einen Nachteilsausgleichsbedarf hervr. Es gibt keinen Autmatismus im Sinne einer Wenn-Dann-Regel. Fachliche Leistungserwartungen bleiben zudem unberührt. Für Schülerinnen der Schüler mit einem Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung werden die individuell spezifischen, snderpädaggischen Bedürfnisse innerhalb der Nachteilsausgleiche zusätzlich aufgegriffen. Welche Möglichkeiten für Nachteilsausgleiche gibt es? Nachteilsausgleiche kmmen im allgemeinen Unterricht, in der Leistungsüberprüfung und im Einzelfall auch in der Leistungsbewertung zur Anwendung. Nachteilsausgleiche sind stets individuell, schematische Festlegungen gibt es nicht. Nachteilsausgleiche sind dynamisch und werden bzgl. ihrer Passung und Ntwendigkeit reflektiert. Sie sind smit änderbar und werden, wenn möglich, sukzessive abgebaut. Die flgenden Beispiele für Nachteilsausgleiche sind Orientierungshilfen und stellen keine Liste einzulösender Bedingungen dar. Sie zeigen Möglichkeiten, über die angesichts der individuellen Vraussetzungen, der zu überprüfenden Leistungen und des Auftrags, das inhaltliche Anfrderungsprfil zu wahren, beraten und entschieden werden muss: Zeitzugaben, etwa bei geringem Lesetemp bei Sehschädigungen der einer erheblichen Lese-Rechtschreib-Schwäche, deren Behebung bis zum Ende der Sekundarstufe I nicht möglich war (siehe LRS- Erlass). Mdifizierte Aufgabenstellungen für Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Hören und Kmmunikatin, Sehen der Sprache (Die Schulen werden hierzu per zentraler Schulmail durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung infrmiert. S werden z.b. im Fach Englisch für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kmmunikatin, anstelle vn Aufgaben zum Hörverstehen vergleichbare Aufgaben bereitgestellt.) Eine auf die Behinderung abgestimmte Präsentatin vn Aufgaben und Ergebnissen durch die Verwendung speziell angepasster Medien (z.b. Textptimierung vn Aufgaben für hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler, Adaptin vn Texten und vergrößerten Grafiken für sehbehinderte der blinde Schülerinnen und Schüler)

84 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Einsatz technischer, elektrnischer der snstiger apparativer Hilfen (Nutzung neuer Medien, eines Lesegerätes, elektrnischer Speichergeräte, angepasster Zeichen- der Schreibgeräte, einer Lupe etc.) Persnelle Unterstützung in besnderen Einzelfällen (zum Beispiel für mtrische Hilfestellungen) Unterstützung durch Verständnishilfen und zusätzliche Erläuterungen (z.b. Wrterklärungen für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Hören und Kmmunikatin) Unterrichtsrganisatrische Veränderungen (z.b. individuell gestaltete Pausenregelungen) Veränderung der Arbeitsplatzrganisatin (z.b. Möglichkeiten zur Entspannung und Entlastung der Wirbelsäule z.b. bei Schülerinnen und Schülern mit mtrischen Beeinträchtigungen, Strukturierung des Arbeitsplatzes durch Markierungen z.b. bei Schülerinnen und Schülern mit Autismus- Spektrum- Störung) Veränderungen der räumlichen Vraussetzungen (indem z.b. für eine Prüfung eine blendungsarme der ablenkungsarme Umgebung geschaffen wird) Leistungsfeststellung in Einzelsituatinen (z.b. bei Schülerinnen und Schülern mit selektivem Mutismus) Optische Strukturierungshilfen im Aufgabenlayut (Markierungen z.b. für Schülerinnen und Schüler mit Autismus-Spektrum-Störung; vgl. Arbeitshilfe für Zentrale Prüfungen am Ende der Klasse 10, MSW, 2013) Angepasste Sprtübungen Die einzelfallbezgene Berücksichtigung der Behinderung bei der Bewertung der äußeren Frm (z.b. indem eindeutige Tippfehler bei Vrliegen mtrischer Beeinträchtigungen nicht als Rechtschreibfehler bewertet werden der durch größere Exaktheitstleranz bei sehbehinderten der mtrisch beeinträchtigten Schülerinnen und Schülern)

85 84 85 Weitere Hinweise zu Nachteilsausgleichen bei Autismus-Spektrum-Störungen der Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten finden sich in den entsprechenden Arbeitshilfen, die unter flgendem Link zum Dwnlad zur Verfügung stehen: Service/Ratgeber/Nachteilsausgleiche/index.html Des Weiteren finden sich Przessbeschreibungen für zentrale Prüfungen, Abiturprüfungen und Nachteilsausgleiche an Berufskllegs im Anhang.

86 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 4.7 Umsetzung schulrechtlicher Vrgaben / Knzeptentwicklung Im Flgenden findet sich erneut eine Checkliste (z.b. für die Arbeit in der Fachknferenz der im Team), die einen exemplarischen Überblick über Aufgaben in den Arbeitsfeldern anbietet. Sie kann zur Aufgabenverteilung genutzt werden und einen Überblick über Zuständigkeiten schaffen. exemplarische Arbeitsfelder Zuständigkeiten Schulleitungsteam allgemeinpädaggische Lehrkräfte snderpädaggische Lehrkräfte pädaggische Fachkräfte Szialpädaggische Fachkraft der Schulszialarbeit MPT Kräfte Inklusin Sek I Leistungsbewertung Weitere Fachkräfte Absprachen / Knzept zur Leistungsbewertung in den einzelnen Fächern -> Kmmunikatin in Jahrgangs- / Klassenteams Absprachen zur Gestaltung vn Leistungsüberprüfungen und Dkumentatin vn Leistung in den Fächern Zeugnisse: Frmulare für zieldifferente Zeugnisse erstellen / regelmäßig aktualisieren und bereitstellen Absprachen zu Nachteilsausgleichen Berichte Lern- und Entwicklungsplanung: Frmulare erstellen und bereitstellen Lern- und Entwicklungspläne schreiben und evaluieren Förderziele kmmunizieren

87 86 87 exemplarische Arbeitsfelder Zuständigkeiten Schulleitungsteam allgemeinpädaggische Lehrkräfte snderpädaggische Lehrkräfte pädaggische Fachkräfte Szialpädaggische Fachkraft der Schulszialarbeit MPT Kräfte Inklusin Sek I Weitere Fachkräfte Jährliche Überprüfung des snderpädaggischen Unterstützungsbedarfs schreiben Berichte zur Aufhebung / Veränderung des snderpädaggischen Unterstützungsbedarfs Übergangsbericht 4 nach 5 Absprachen zu Elternsprechtagen treffen Schülerberatung / Elternberatung, Zeiten rganisieren Beratung im Kllegium Beratungsknzept Beratung vn Fachkräften Gespräche zur Lern- und Entwicklungsplanung Beratung zum Nachteilsausgleich Beratung im Übergang Schule - Beruf

88 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE exemplarische Arbeitsfelder Zuständigkeiten Schulleitungsteam allgemeinpädaggische Lehrkräfte snderpädaggische Lehrkräfte pädaggische Fachkräfte Szialpädaggische Fachkraft der Schulszialarbeit MPT Kräfte Inklusin Sek I Übergangsgestaltung Weitere Fachkräfte Beratung und Mitarbeit in der Schuleingangsdiagnstik Beratung anderer Schulfrmen Krdinierungsknferenzen Kennenlernen der zukünftigen 5. Klässler in Bezug auf pädaggische Bedarfe Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf die Klassen (Klassenkmpsitin) Übergangsberichte lesen und entsprechende Vrbereitungen treffen Organisatin vn Kennenlernmöglichkeiten für zukünftige Schülerinnen und Schüler Teamzusammensetzung Materialbestellungen differenzieren Netzwerkarbeit mit Arbeitsagentur, Reha-Beratung,... Curriculum Berufsrientierung für Schülerinnen und Schüler mit snderpädaggischem Förderbedarf ergänzen

89 88 89 exemplarische Arbeitsfelder Zuständigkeiten Schulleitungsteam allgemeinpädaggische Lehrkräfte snderpädaggische Lehrkräfte pädaggische Fachkräfte Szialpädaggische Fachkraft der Schulszialarbeit MPT Kräfte Inklusin Sek I Berufsrientierungsknzept Weitere Fachkräfte Curriculum für zieldifferent unterrichtete Schülerinnen und Schüler entwickeln und an die Gegebenheiten anpassen Implementierung im Stundenplan mit Didaktischer Leitung / Schulleitungs-Team erarbeiten Absprachen zu zusätzlichen Praktika Akquise vn Praktikumsplätzen Vrlagen für Praktikumsberichte anpassen Organisatin der Praktikumsbetreuung / Absprachen mit Klassenteam Vernetzung zur Reha-Beratung vr Ort Planung, Vrbereitung und Durchführung vn Prjekten im Bereich Berufsrientierung Angebte zum Erwerb und der Stärkung vn Schlüsselqualifikatinen im Bereich Berufsrientierung Mnitring zu Anschlussvereinbarungen

90 5. GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Einsatz vn Fachkräften im inklusiven Kntext Außer snderpädaggischen Lehrkräften (s. Kapitel 2.3) werden im Bereich snderpädaggische Unterstützung / Gemeinsames Lernen swhl in der Grundschule als auch in der Sekundarstufe I zunehmend weitere Fachkräfte in die Unterstützung des Gemeinsamen Lernens einbezgen. Der Fkus liegt bei allen Fachkräften darauf, den Einsatz immer im Kntext snderpädaggischer Förderung fundiert zu planen, umzusetzen und zu evaluieren. Einige Stichwrte zu den einzelnen Fachkräften und ihren Einsatzbereichen sllen helfen, Transparenz zu schaffen und Möglichkeiten für die eigene Schule auszulten. Der Aufbau vn Teamstrukturen und eine Vereinbarung über Aufgabenfelder und -verteilungen ist unabdingbar, um einen Wissenstransfer der Fachexpertise der snderpädaggischen Lehrkräfte mit dem Ziel anzulegen, für die Schülerinnen und Schüler mit einem snderpädaggischen Unterstützungsbedarf fachlich fundierte Förderung zu ermöglichen. Hier ist die Schulleitung in besnderem Maße gefrdert. 5.1 Lehrkräfte anderer Lehrämter Seit dem Schuljahr 2019/20 ist es in einem gewissen Umfang möglich, Stellen für snderpädaggische Lehrkräfte in der Ausschreibung zu öffnen und damit auch umzuwandeln, s dass Lehrkräfte der allgemeinen Schule sich hierauf bewerben können (in der Regel mit der Möglichkeit einer sgenannten VOBASOF Ausbildung). Diese Lehrkräfte arbeiten dann auch im Gemeinsamen Lernen. Demnach bereiten sie Unterricht vr und führen ihn im Sinne snderpädaggischer Förderung durch - unter den Rahmenvrgaben der jeweiligen Schule in Bezug auf Dppelbesetzung, innere der auch äußere Differenzierung. Individuelle Förderung entlang der Vrgaben der AO-SF als Ausbildungsrdnung swie der Lehrpläne und Richtlinien der jeweiligen Schulfrm sind hier Schwerpunkt der Arbeit dieser Lehrkräfte. Eine Einarbeitung in die Fachexpertise snderpädaggischer Förderbedarfe, verbunden mit einer engen Zusammenarbeit und Vernetzung mit snderpädaggischen Lehrkräften ist unabdingbar, um Qualitätsanfrderungen an snderpädaggische Unterstützung genügen zu können.

91 90 91 Eine Hilfe bei der Vernetzung bieten ggf. die Inklusinskrdinatin und -fachberatung in den Schulämtern und auch Qualifizierungs- und Frtbildungsangebte unterschiedlicher Anbieter. Hier ist es Aufgabe der Schulleitung auf Qualifizierung und Frtbildung zu achten und innerhalb der Schule entsprechende Teamstrukturen aufzubauen. 5.2 Unterstützung der Inklusin durch Kperatin und Beratung der Schulen für Sinnesgeschädigte Die LVR-Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Hören und Kmmunikatin der mit dem Förderschwerpunkt Sehen unterstützen langjährig Schülerinnen und Schüler mit frmal festgestellten Förderschwerpunkten der Auffälligkeiten im Bereich der Sinnesentwicklung in den allgemeinen Schulen aller Schulstufen und Schulfrmen. Diese snderpädaggische, spezifische Unterstützung findet durch Abrdnung in die Schulen des Gemeinsamen Lernens statt der durch Abrdnung in die Einzelunterstützung. Im Mittelpunkt steht stets die schülerbezgene Unterstützung in der Bandbreite der förderschwerpunktbezgenen Aspekte, in allen pädaggischen Fragestellungen der persönlichen und szialen Auswirkung, in besnderen didaktisch-methdischen Mdifizierungs- und Differenzierungsaspekten, in allen Fragen der Nachteilsausgleichsgewährung. Wichtiges Arbeits- und Kmmunikatinsinstrument zur Planung, Beteiligung, Dkumentatin und Reflexin der Tätigkeit ist der individuelle Förderplan, bzw. Lern- und Entwicklungsplan. Die Verantwrtungsübernahme für anteilige frmale und zu krdinierende Aufgaben durch die Lehrkräfte mit dieser Expertise sind selbstverständlich. Über die schülerbezgene Unterstützungsarbeit hinausgehend, findet Kperatin und Beratung breit statt: mit Erziehungsberechtigten, mit allen an der Förderung des jungen Menschen beteiligten Lehrkräften, Institutinen und weiteren Fachleuten. Beratung und Kperatin kann und sll darüberhinausgehend Schülerinnen und Schülern hne nach AO-SF festgestelltem snderpädaggischen Unterstützungsbedarf, jedch mit einer Sinnesschädigung, und den Schulen zu Gute kmmen können. Grundannahme gelingender Kperatin und Beratung ist, unabhängig, b Przess- der punktuelle Expertenberatung stattfindet, dass diese prfessinell, fachlich versiert, dialgisch, reversibel und ressurcenrientiert umgesetzt wird.

92 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Das im Anhang (6.6) befindliche Tableau sll den am Unterstützungsprzess Beteiligten und weiteren Partnern einerseits den umfassenden Überblick über Handlungsfelder und die verbindlichen Gewährleistungen der Schulen für Sinnesgeschädigte zur Unterstützung der Inklusin bieten. Andererseits sll die Systematisierung anregen, über die Kperatinen und Beratungen in den fachlichen Austausch zu gehen, Prfessinalisierungschancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zugunsten gelingender Inklusin zu erkennen, zu akzentuieren der auch anzupassen. Knkrete Kperatinsvereinbarungen zwischen GL-Schule und Förderschule Hören und Kmmunikatin der Förderschule Sehen können unter Nutzung des Tableaus geschlssen werden. Es sll die Chance bieten, dass das Beratungs- und Kperatinshandeln der Akteure anhand einer abgestimmten Grundlage in ein verlässliches, gleichzeitig dynamisches Arbeitsknzept geführt wird. Mit der Neuausrichtung der Inklusin hat das Land NRW den Schulen für Sinnesgeschädigte hierfür besndere Ressurcen zur Verfügung gestellt. Die Nutzung dieser Ressurcen für Kperatin und Beratung sll der inklusiven Bildung und Erziehung hör- der sehgeschädigter Schülerinnen und Schüler wirksam zu Gute kmmen. 5.3 Pädaggische Fachkräfte (Geld statt Stelle) Prjektstellen In etlichen Schulen wurden und werden für einen umrissenen Zeitraum vn 1 bis maximal 3 Jahren Stellen für snderpädaggische Lehrkräfte in sgenannte Prjektstellen umgewandelt. Hier können dann gezielte Prjekte zu snderpädaggischer Förderung und szialer Integratin der Schülerinnen und Schüler mit einem snderpädaggischen Unterstützungsbedarf entwickelt und angebten werden, die neben Unterrichtsangebten der Lehrkräfte ergänzend wirken. Die Lehr- und Unterrichtsangebte sllen vr allem vn Persnen durchgeführt werden, die Kmpetenzen und Erfahrungen vn außerhalb in den regulären Schulbetrieb einbringen können. Laut BASS (12-63 Nr.2) sind hier zum Beispiel flgende Persnen angesprchen: Kunstpädagginnen und -pädaggen, Musikschulpädagginnen und -pädaggen, Handwerkerinnen und Handwerker, Studierende,

93 92 93 Übungsleiterinnen und -leiter, Praktikantinnen und Praktikanten, Eltern und Seniren, Bundesfreiwilligendienstleistende, Teilnehmende am freiwilligen szialen der öklgischen Jahr, swie geeignete Fachkräfte gemeinwhlrientierter Einrichtungen. 5.4 MPT Kräfte Inklusin in der Sekundarstufe I Gemäß Erlass vm (Multiprfessinelle Teams im Gemeinsamen Lernen an weiterführenden Schulen) gibt es nach Zuweisung durch die Bezirksregierung Stellen für sgenannte MPT Kräfte Inklusin Sek I. Diese können swhl vn pädaggischen Fachkräften als auch vn Handwerksmeisterinnen und -meistern besetzt werden Pädaggische Fachkräfte Pädaggische Fachkräfte übernehmen unterrichtsnahe Aufgaben, wie z.b. eine gezielte Bebachtung vn Lernfrtschritten vn Schülerinnen und Schülern, Mitwirkung bei der Planung und Durchführung gezielter Fördermaßnahmen in innerer und äußerer Differenzierung insbesndere bei Schülerinnen und Schülern, deren Fähigkeiten, Fertigkeiten der Verhaltensweisen Entwicklungsrückstände aufweisen. Darüber hinaus bieten sie Unterstützung in der Elternarbeit an. Eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung einiger Arbeitsfelder in der Schnittmenge mit einer evtl. vrhandenen Schulszialarbeit ist hier wichtig, um Dppelstrukturen zu vermeiden.

94 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Handwerksmeisterinnen und -meister Mitarbeitende aus anderen Berufsgruppen fkussieren auf den Bereich der Berufsrientierung. Sie können in der Durchführung und Nachbereitung vn schulischen Prjekten, bei Arbeitsgruppenangebten für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen zum schrittweisen Aufbau vn Schlüsselqualifikatinen eingesetzt werden und werden darüber hinaus bei der Akquise, Vrbereitung, Betreuung und Nachbereitung vn Praktika der Schülerinnen und Schüler eingesetzt. Eine weitere Aufgabe kann der Aufbau bzw. die Pflege vn Kperatinen mit Betrieben, Institutinen der Wirtschaftsregin, der Agentur für Arbeit, Jugendberufshilfe, usw. sein. In das Aufgabengebiet fällt auch die Dkumentatin des Verbleibs der Abslventinnen und Abslventen nach der Schulentlassung. Aus diesem Prtfli ergibt sich die Ntwendigkeit, eng mit den Studien- und Berufskrdinatrinnen (STuBOs) der Schule zusammenzuarbeiten. Auch eine fundierte Kenntnis der Vrgaben aus KAA und KAA STAR sind unabdingbar, um hier gezielt und effektiv arbeiten zu können. In der flgenden Tabelle werden die Aufgabenfelder beider Prfessinen tabellarisch gegenübergestellt und mit dem Erlass Multiprfessinelle Teams im Gemeinsamen Lernen an weiterführenden Schulen vm in Einklang gebracht. MPT Kräfte im pädaggische Fachkräfte andere Berufsgruppen Aufträge pädaggische Unterstützung in Klassen mit Schülerinnen und Schülern mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf Bebachtung Mitwirkung bei der Ermittlung vn Lernständen und Lernentwicklungen (Diagnstik) Tätigkeitsbereich vn Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeistern fkussiert insbesndere den Bereich Übergang vn der Schule in den Beruf kntinuierliche, prfessinelle Bebachtung der Schülerinnen und Schüler im Unterricht Unterricht unterrichtsnahe und Unterricht unterstützende Tätigkeiten kein eigenverantwrtlicher Unterricht / kein Vertretungsunterricht unterrichtsnahe und Unterricht unterstützende Tätigkeiten kein eigenverantwrtlicher Unterricht / kein Vertretungsunterricht

95 94 95 MPT Kräfte im pädaggische Fachkräfte andere Berufsgruppen Mitwirkung bei der Planung und Durchführung gezielter Fördermaßnahmen in innerer und äußerer Differenzierung insbesndere bei Schülerinnen und Schülern, deren Fähigkeiten, Fertigkeiten der Verhaltensweisen Entwicklungsrückstände aufweisen (individuelle Förderung) Zusammenarbeit mit den Lehrkräften bei der Elterninfrmatin und Unterstützung bei der Elternberatung (Beratung) Prjekte Vrbereitung, Durchführung und Nachbereitung vn schulischen Prjekten im Rahmen des Unterrichts der der Öffnung vn Schule Arbeitsgruppenangebte für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen zum schrittweisen Aufbau vn Schlüsselqualifikatinen Akquise, Vrbereitung, Betreuung und Nachbereitung vn Praktika der Schülerinnen und Schüler (KAA) Kperatin mit Betrieben, Institutinen der Wirtschaftsregin, Agentur für Arbeit, Jugendberufshilfe, usw. (Kperatin) Dkumentatin des Verbleibs der Abslventinnen und Abslventen nach der Schulentlassung (Übergangsmanagement) Durchführung und Nachbereitung vn schulischen Prjekten Zusammenarbeit und Mitwirkung bei schulkulturellen Veranstaltungen mit Lehrkräften Frtbildung Teilnahme an schulinternen Frtbildungen Stunden / Einsatz Einsatz an 2 Schulen möglich verbindliche Teilnahme an schulinternen Frtbildungen Einsatz an 2 Schulen möglich Aufträge vn Schulleitungen / Einsatz in unterschiedlichen Feldern über den Einsatz an mehreren Schulen stellen die Schulleitungen Einvernehmen her z.b. über die Regelarbeitszeit hinausgehende Einsätze (z.b. bei Schulveranstaltungen, Knferenzen, ) werden im Sinne einer Überstundenregelung mittels Zeitausgleich ausgeglichen über den Einsatz an mehreren Schulen stellen die Schulleitungen Einvernehmen her z.b. über die Regelarbeitszeit hinausgehende Einsätze (z.b. bei Schulveranstaltungen, Knferenzen, ) werden im Sinne einer Überstundenregelung mittels Zeitausgleich ausgeglichen

96 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Auch hier gilt es wieder, die verschiedenen Prfessinen nicht nur zu krdinieren, sndern durch gezielte Organisatinsstrukturen die Möglichkeit der Kperatin und des gemeinsamen Arbeitens auf ein Ziel hin zu schaffen. Je höher die Bereitschaft zur Kperatin der unterschiedlichen Fachkräfte ist, ums psitiver entwickelt sich die Lernkultur vr Ort. Teamarbeit wird dann am effektivsten, wenn die Kmpetenzen aller Teammitglieder möglichst breit gefächert sind, vn allen Beteiligten akzeptiert werden und in ihrer Vielfalt kllegial und symmetrisch kmmuniziert werden. Damit sich im Team neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln und festigen können, braucht es ausreichend Zeit und Raum für Absprachen, swie die Bereitschaft aller, im Team auf Augenhöhe zu kperieren. 5.5 Szialpädaggische Fachkräfte in der Schuleingangsphase Bereits seit Jahren gibt es an vielen Grundschulen szialpädaggische Fachkräfte, die in vielfältiger Weise ft besnders im präventiven Bereich der Schuleingangsphase tätig sind. Bei einer vllen Stelle sind diese Kräfte im Umfang vn 28 Unterrichtsstunden, gemäß der Pflichtstundenzahl vn Lehrkräften an Grundschulen für unterrichtliche Zwecke eingesetzt. Die verbleibenden Stunden sind für Vr- und Nachbereitungszeiten anzurechnen. Der Urlaub ist in den Ferienzeiten abzugelten. Szialpädaggische Fachkräfte nehmen gleichberechtigt an allen Knferenzen und Dienstbesprechungen teil. Sie haben ein aktives und passives Wahlrecht für den Lehrerrat, die Schulknferenz und den Persnalrat. Ihre Aufgabenfelder grenzen sich deutlich vn der Schulszialarbeit ab. Tätigkeitsschwerpunkte sind (vergl. BASS Nr.10): Ermittlung vn Lernausgangslagen durch prfessinelle Bebachtung der Schülerinnen und Schüler im Unterricht in den grundlegenden Entwicklungsbereichen swie in den Lernbereichen und Fächern Mitwirkung in der Schuleingangsdiagnstik Mitwirkung bei der Durchführung vn Förderdiagnstik und der Erstellung entsprechender Förderpläne, swie der Dkumentatin der Entwicklungsfrtschritte

97 96 97 Planung und Durchführung gezielter Fördermaßnahmen in innerer und äußerer Differenzierung bei Kindern, deren Fähigkeiten, Fertigkeiten der Verhaltensweisen Entwicklungsrückstände aufweisen Förderung u.a. in den Bereichen Wahrnehmung, Organisatin, Knzentratin und Ausdauer, Mtrik, Sprachentwicklung und Kmmunikatin, Grundlagen der mathematischen Bildung und szial-emtinaler Kmpetenzen vn Schülerinnen und Schülern Krdinierung der Fördermaßnahmen Unterrichtsbegleitung mit dem Ziel der Unterstützung und Stabilisierung der Schülerinnen und Schüler im Unterricht Schaffung und Förderung vn Organisatinsstrukturen, die für schulisches Lernen und für eine erflgreiche Beteiligung am Unterricht Vraussetzung sind Zusammenarbeit mit den Lehrkräften bei der Elterninfrmatin und Elternberatung Innerschulische Kperatin im Team der Schuleingangsphase (Lehrkräfte, snderpädaggische Lehrkräfte, Schulszialarbeiterinnen und arbeiter) Kperatin mit außerschulischen Institutinen, Kindertageseinrichtungen und prfessinellen Beratern Durchführung ganzheitlicher kmpetenzrientierter Angebte zur Stärkung der Selbstwirksamkeit, Knzentratin und Leistungsbereitschaft Rechtsgrundlage für den Einsatz der szialpädaggischen Fachkräfte in der Schuleingangsphase sind der Runderlass vm Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nrdrhein-Westfalen vm Szialpädaggische Fachkräfte in der Schuleingangsphase, swie der Handlungsrahmen gemäß 4 AO-GS.

98 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 5.6 Schulszialarbeit Schulszialarbeiterinnen und -arbeiter sind mittlerweile an allen Schulfrmen tätig. Dabei bietet sich dieser Persnengruppe die grße Chance, präventiv fördern und wirken zu können. Durch die verschiedenen Aufgabenbereiche, die durch Schulszialarbeit abgedeckt werden, können Beeinträchtigungen und Benachteiligungen frühzeitig erkannt und Hilfen frühzeitig vermittelt der implementiert werden. Die Aufgabengebiete erstrecken sich über flgende Bereiche: Beratung vn jungen Menschen in schwierigen Lebenslagen Sziales Lernen, Knfliktbewältigung und Präventin Angebt der freiwilligen Beratung junger Menschen Beratung in schwierigen Lebenslagen / Phasen Abklärung vn Gefährdungslagen Kriseninterventin Vermittlung vn Beratung und Unterstützung Angebte zur Gewaltpräventin Sensibilisierung für den kritischen Umgang mit Drgen Kriseninterventin Gruppenangebte zum Szialen Lernen Vernetzung Zusammenarbeit mit diversen Kperatinspartnern (Jugendhilfe, Gesundheitsamt, Sprtvereine, kulturelle Angebte, Arbeitsagentur, ) Umgang mit Schulverweigerung Unterstützung vn Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten Übergangsgestaltung Schule - Beruf Bildungs- und Freizeitangebte frühzeitige Interventin Elterngespräche, Vermittlung vn Hilfen zur Erziehung Kperatin mit Prjekten für Schulverweigerer szialpädaggische Begleitung im Rahmen vn Kriseninterventin Vermittlung vn unterstützenden Leistungen (Jugendhilfe, Gesundheitshilfe, ) Schulszialarbeit als Teil des Übergangssystems KAA Kperatin mit kmmunalen Stellen Beratung By`s Day / Girl`s Day Übergänge in Freiwilligendienste In Kperatin mit zahlreichen kmmunalen Akteuren kann Schulszialarbeit alternative Bildungsgelegenheiten an die Schule hlen Bereitstellung freiwilliger Bildungsangebte Entwicklung und Durchführung vn Freizeitangebten in der Schule

99 98 99 Partizipatin fördern Schulszialarbeit unterstützt Schülerinnen und Schüler bei ihrer Interessenvertretung im Rahmen der Schülermitwirkung an Schulen und ggf. auch kmmunal Unterstützung vn Schülerinnen und Schülern bei der Gestaltung und Mitwirkung an schulischen und außerschulischen Aktivitäten Grundlage für die Arbeit vn Schulszialarbeiterinnen und arbeitern ist der Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vm (BASS Nr. 6). Zur vertiefenden Lektüre siehe auch Eigenständiges Handlungsfeld an der Schnittstelle vn Jugendhilfe und Schule Ziele, Rahmenbedingungen und aktuelle Herausfrderungen. Landesjugendamt Westfalen-Lippe, März 2015, swie Leitlinien für Schulszialarbeit. Kperatinsverbund Schulszialarbeit. Januar Aus der bigen Auflistung ergeben sich direkte Schnittmengen zu möglichen Aufgabenfeldern vn szialpädaggischen Fachkräften im Bereich MPT Inklusin. Wie bereits beschrieben braucht es hier eine gute und transparente teaminterne Abstimmung. 5.7 Integratinshelferinnen und -helfer Zu den Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem Szialgesetzbuch XII ( 54 Abs. 1 Satz 1 SGB XII) der nach dem Szialgesetzbuch VIII ( 35a Abs. 1 in Verbindung mit Absatz 3 SGB VIII) gehören u.a. Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und smit auch der Einsatz vn Integratinshelfern und -helferinnen in der Schule. Neben dem Begriff Integratinshelfer (abgekürzt I-Helfer) finden sich nch viele weitere Begriffe wie Schulbegleiter, Schulassistent der Individualbegleiter. Die Vielfalt der Bezeichnungen resultiert daraus, dass der Begriff rechtlich nicht erfasst ist. Integratinshelferinnen und helfer unterstützen Schülerinnen und Schüler mit körperlicher, geistiger der seelischer Behinderung in der allgemeinen Schule und in der Förderschule im schulischen Alltag, rientiert an deren individuellen Bedürfnissen. Mit Blick auf die Zuständigkeiten bezüglich der Beantragung, Gewährung und Kstenübernahme der Eingliederungshilfe muss genauer differenziert werden zwischen Kin-

100 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE dern und Jugendlichen mit seelischen Behinderungen ( 35a, SGB VIII) der mit geistigen und körperlichen Behinderungen ( 53, 54 SGB XII). Detailliertere Hinweise zu Zuständigkeiten und Antragstellung finden sich im Anhang (Abschnitt 6.9). Die Aufgaben eines Integratinshelfers / einer Integratinshelferin sind vn unterrichtlichen und erzieherischen Maßnahmen im Sinne des Bildungsauftrags der Schule zu unterscheiden. Grundsätzlich übernimmt die Integratinshelferin der der Integratinshelfer Hilfestellungen im Unterricht und auch der Pflege. Er / Sie unterstützt die Schülerin der den Schüler während eines Teils der auch während der gesamten Unterrichtszeit (ggf. einschließlich des Schulweges). Die individuelle Unterstützung sllte immer mit Blick auf die Förderung der Selbstständigkeit und Lernprzesse der Schülerin der des Schülers swie die Förderung der Integratin in die Klassen- und Gruppengemeinschaft erflgen. Die Integratinshelferin der der Integratinshelfer kann abhängig vn den individuellen Bedürfnissen der Schülerin / des Schülers beispielsweise flgende Aufgaben nach Anleitung durch pädaggisches Persnal übernehmen: Unterstützung und Hilfestellung bei Lerninhalten (hne Übernahme vn pädaggischen Aufgaben) Unterstützung beim Erwerb einfacher alltagspraktischer Handlungen, die für eine Einbeziehung im Klassenunterricht ntwendig sind (u.a. selbstständiges Ein- und Auspacken der Schultasche, Zurdnen und Handhabung der Unterrichtsmaterialien, Begleitung bei der Teilnahme an wechselnden Unterrichtsfrmen, Einhalten vn Zeitvrgaben) Hilfe bei der Einhaltung vn Regeln und Absprachen Hilfestellung in Krisensituatinen (u.a. Begleitung während Rückzugsphasen, Vrschläge für entspannende Tätigkeiten) Entwicklung und Einübung neuer, situatinsgerechter Verhaltensweisen Vermittlung zwischen dem Kind, den Mitschülern und den Lehrkräften Unterstützung bei der Anbahnung szialer Kntakte zu Mitschülern (u.a. durch wiederkehrende und gleichbleibende Mdelle und sprachliche Signale, Klärungshilfe bei unangemessenen Reaktinen, angemessener Ausdruck vn Emtinen) Ansprechpartnerin der Ansprechpartner in Pausenzeiten Begleitung auf dem Schulweg Richtige, systematische, hygienische und für das Kind gefahrlse Ausführung vn pflegerischen Verrichtungen

101 Ausführung der Grundpflege unter Anleitung, einschließlich prphylaktischer Maßnahmen Durchführung der Mbilisatin (u.a. Helfen beim Aufsetzen, Aufstehen und Gehen des Kindes, Anlegen vn Prthesen, Bewegungsübungen z.b. im Sprtunterricht) Unterstützung bei der Ernährung (Mithilfe beim Austeilen und Anrichten vn Mahlzeiten, Zerkleinerung der Mahlzeiten etc.) Bebachtung des Kindes und sachrichtige Wiedergabe des Bebachteten Mitarbeiten im Klassenteam Sinnvll und erprbt ist es in vielen Schulen, eine Praxisanleitung zu installieren. Diese ist ansprechbar für sämtliche Fragen in Zusammenhang mit der schulischen Tätigkeit und krdiniert ggf. die Aufgaben mehrerer Integratinshelferinnen und -helfer. In einigen Kmmunen gibt es inzwischen auch sgenannte Pllösungen, s dass Integratinshelferinnen und -helfer für eine Schule hne festen Bezug zu einzelnen Schülerinnen und Schülern eingesetzt werden der auch für mehrere Schülerinnen und Schüler einer Klasse zuständig sind. Hier müssen der Einsatz und die Aufgaben genau abgesprchen werden.

102 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 5.8 Überblick über Aufgabenfelder vn Fachkräften in Inklusin Beispielhafte Aufgabenfelder Zuständigkeiten allgemeinpädaggische Lehrkräfte snderpädaggische Lehrkräfte Unterricht pädaggische Fachkräfte MPT Kräfte Inklusin Sek I Szialpädaggische Fachkräfte und Schulszialarbeit Weitere Fachkräfte Bebachtung vn Lernständen und Lernfrtschritten Fördermaßnahmen in Absprache mit den Lehrkräften Unterstützung bei der Bearbeitung vn Lerninhalten Unterstützung bei alltagspraktischen Handlungen Kriseninterventin Hilfestellungen beim Einhalten vn Regeln Hilfestellung beim Einüben vn alternativen Verhaltensweisen Vermittlung zwischen Lehrkraft und Kind Unterstützung beim Anbahnen szialer Kntakte Ansprechpartner/ -in in Pausenzeiten Begleitung des Schulweges Ausführung der Grundpflege Mbilisatin Unterstützung bei der Ernährung

103 Beispielhafte Aufgabenfelder Zuständigkeiten allgemeinpädaggische Lehrkräfte snderpädaggische Lehrkräfte pädaggische Fachkräfte MPT Kräfte Inklusin Sek I Berufsvrbereitung Szialpädaggische Fachkräfte und Schulszialarbeit Weitere Fachkräfte Mitarbeit KAA (Kperatin mit Stub) Krdinierung KAA-STAR Arbeitsgruppen zum Erwerb vn Schlüsselqualifikatinen Beratung Unterstützung bei der Praktikumsplatzsuche Vr- / Nachbereitung Praktikum Praktikumsbetreuung Kperatin mit Betrieben Dkumentatin im Übergang Schule - Beruf Planung und Durchführung vn schulischen Prjekten Unterstützung im Aufbau vn Schülerfirmen etc. Elternberatung in Absprache und Zusammenarbeit mit den Lehrkräften Schülerberatung Beratung und Interventin bei drhender Schulverweigerung Beratung im Bereich Berufsrientierung Kllegiale Fallberatung

104 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Beispielhafte Aufgabenfelder Zuständigkeiten allgemeinpädaggische Lehrkräfte snderpädaggische Lehrkräfte pädaggische Fachkräfte MPT Kräfte Inklusin Sek I Angebte Szialpädaggische Fachkräfte und Schulszialarbeit Weitere Fachkräfte Angebte zum Szialen Lernen Angebte zur Gewaltpräventin Drgenpräventin Angebte im Ganztag Ferienangebte Freizeitangebte freiwillige Bildungsangebte Unterstützung der Schüler- Interessensvertretung (SV Arbeit) Vermittlung vn Hilfen zur Erziehung Kperatin Krdinierung Kperatin mit Jugendhilfe, Gesundheitsamt,... Kperatin mit Prjekten für Schulverweigerer Kperatin mit außerschulischen Partnern Krdinierung der Aufgaben der unterschiedlichen Fachkräfte Krdinierung des Einsatzes der MPT Kräfte Praxisanleitung vn Integratinshelferinnen und -helfern Krdinierung vn Prjekten Krdinierung vn Fördermaßnahmen

105 6. Anhang Ablaufplan Krdiniertes Anmeldeverfahren zum Übergang vn Klasse 4 nach Klasse Ablaufplan Krdiniertes Verfahren für die Schülerinnen und Schüler mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf LE /ES der Sek I in die Sek II eines allgemeinen Berufskllegs Przessbeschreibung zum Schulwechsel in die Sekundarstufe II eines Berufskllegs für Schülerinnen und Schüler mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf in den Förderschwerpunkten KME, HK, SE, GE der einer Autismus-Spektrum-Störung Hinweise zu Zeugnissen für Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung an der allgemeinen Schule Abschlüsse für Schülerinnen und Schüler mit dem snderpädaggischen Unterstützungsbedarf Lernen 6.6 Aufgaben- und Handlungsfelder der Schulen für Sinnesgeschädigte 6.7 Checkliste Schulleitungshandeln 6.8 Weitere Hinweise zu Nachteilsausgleichen 6.9 Eingliederungshilfe 6.10 Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner 6.11 Frmulare 7. Literaturverzeichnis

106 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 6.1 Ablaufplan Krdiniertes Anmeldeverfahren zum Übergang vn Klasse 4 nach Klasse 5 Lfd. Nr. Zeitraum Beteiligte Aufgaben Verantwrtlich Infrmatin über die einzelnen Schritte der Krdinierung - Mitteilung des Ablaufplans Vr der ersten Krdinierungsknferenz: Schulfachliche Aufsicht, Schulträger, Schulämter, Schulleitungen Allgemeine Infrmatin aller Beteiligten zum Ablauf der Krdinierung vn Schülerinnen und Schülern mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf im aktuellen Schuljahr, Dienstbesprechung der Schulaufsichten Bezirksregierung Ablaufplan 1 September 1. Krdinierungsknferenz Reginalkrdinatrin/ Reginalkrdinatr Generalistin/ Generalist im Schulamt Schulaufsichten aller Schulfrmen TOPs a) Vraussichtliche Bedarfsübersicht in der Regin (Übergang Primarstufe SEK I) b) Abgleich: Bisherige Standrte - Kapazitäten c) Auswahl neuer Standrte (alle Schulfrmen) (Prtkllerstellung in Verantwrtung Reginalkrdinatr/in) Reginalkrdinatrin/ Reginalkrdinatr Generalistin/ Generalist im Schulamt 2 Nvember 2. Krdinierungsknferenz Reginalkrdinatrin/ Reginalkrdinatr, Generalistin/ Generalist im Schulamt, Schulaufsichten aller Schulfrmen Schulträger TOPs a) Knkretisierung der Schülerzahlen aus der Primastufe b) Erste Standrtverteilung ( Grbverteilung ) (Prtkllerstellung in Verantwrtung Reginalkrdinatr/in) Reginalkrdinatrin/ Reginalkrdinatr Generalistin/ Generalist im Schulamt 3 Anfang Januar 3. Krdinierungsknferenz Reginalkrdinatrin/ Reginalkrdinatr, Generalistin/ Generalist im Schulamt, Schulaufsichten aller Schulfrmen, Schulträger (ptinal: Schulleitungen der weiterführenden Schulen) TOP Erarbeitung eines Vrschlags für die Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf die zuvr genannten Standrte aufgrund der Übersichten der Schulämter ( Feinverteilung und Nachjustierung ), (Prtkllerstellung in Verantwrtung Reginalkrdinatr/in) Reginalkrdinatrin/ Reginalkrdinatr Generalistin/ Generalist im Schulamt

107 Lfd. Nr. Zeitraum Beteiligte Aufgaben Verantwrtlich Aufgaben aus der 3. Krdinierungsknferenz 3a Aufgabe(n) vr den Anmeldungen Erziehungsberechtigte der Kinder mit Unterstützungsbedarf Mitteilungen über den Vrschlag eines Förderrtes an die Erziehungsberechtigten (Versand der Bescheide) Schulamt 3b Aufgabe(n) vr den Anmeldungen Schulleitungen der weiterführenden Schulen, Schulleitungen der Förderschulen Infrmatin an alle weiterführenden Schulen über den Ablauf des Anmeldeverfahrens der Kinder mit Unterstützungsbedarf Bezirksregierung 3c Anmeldezeitraum der einzelnen Reginen / Städte Durchführung der Anmeldungen der Kinder mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf gem. des mitgeteilten Verfahrens Schulleitungen der weiterführenden Schulen, Schulleitungen der Förderschulen 3d Aufgabe(n) Unmittelbar nach den Anmeldungen an den einzelnen Schulen Schulleitungen der weiterführenden Schulen, Schulleitungen der Förderschulen Rückmeldung über das Anmeldeverfahren in den Schulen: Meldungen an das Schulamt über erflgte Anmeldung (Fehlanzeigen etc.) Abgleich der über die Krdinatin festgelegten Zurdnungen Schulleitungen der weiterführenden Schulen, Schulleitungen der Förderschulen 4 Nach dem Anmeldeverfahren der Regin / der Stadt (evtl.) 4. Krdinierungsknferenz Reginalkrdinatrin/ Reginalkrdinatr Generalistin/ Generalist im Schulamt Schulfachliche Aufsicht, Schulämter, (ptinal: Schulträger, Schulleitungen der weiterführenden Schulen) TOPs a) Erarbeitung vn Lösungen einzelner Prbleme aus der Krdinatin, b) Bearbeitung vn Einzelfällen (Prtkll anfertigen) Reginalkrdinatrin/ Reginalkrdinatr Generalistin/ Generalist im Schulamt Abschluss des Verfahrens vr Beginn der Osterferien

108 6.2 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Ablaufplan Krdiniertes Verfahren für die Schülerinnen und Schüler mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf LE /ES der Sek I in die Sek II eines allgemeinen Berufskllegs Lfd. Nr. Zeitraum Handlungsfeld Beteiligte Aufgaben Verantwrtlich Infrmatin über die einzelnen Schritte der Krdinierung - Mitteilung des Ablaufplans Vr Beginn des Verfahrens Vertreterinnen und Vertreter der Berufskllegs Vertreterinnen und Vertreter des Schulamtes Aktualisierung der Zeitschiene (Namen, Daten, Orte) Berufskllegs Schulamt Ablaufplan 1 Bis spätestens eine Wche vr Schulbeginn (die zukünftigen SuS kmmen in die Klasse 10) Handlungsfeld 1 Berufskllegs FÖS / GL- Schulen Eltern / Srgeberechtigte kmmunale Krdinierung Schulen / Schulleitungen der Kl. 10 FÖS / GL- Schulen Inhalte: Ziele und Jahresstruktur des Übergangsverfahrens Anschreiben der Eltern / Srgeberechtigte (s. Handlungsfeld 3) Berufskllegs kmmunale Krdinierung 2 Ende September / Anfang Oktber (Empfehlung: letzter Mntag vr den Herbstferien) Handlungsfeld 2 StuBOs, Klassenlehrer- /innen Kl. 10 Snderpädaggische Lehrkraft ggfs. Berufseinstiegsbegleitung der FÖS / GL-Schulen Dienstbesprechung für StuBOs, Klassenlehrer-/innen Kl. 10, die drt tätigen snderpädaggischen Lehrkräfte swie ggfs. Berufseinstiegsbegleitung der FÖS / GL-Schulen über die Schulleitungen Inhalt: Angebte, Knzepte BKs, BA, Bildungsträger Schulamt / Berufskllegs 3 Bis Anfang Oktber Handlungsfeld 3 Förderschulen / GL- Schulen Eltern / Srgeberechtigte Infrmatinsabende für Eltern / Srgeberechtigte i.a. des Schulamtes LES-Förderschulen GL-Schulen der Reginen

109 Lfd. Nr. Zeitraum 4 Ende Oktber Handlungsfeld Handlungsfeld 4 5 Oktber/ Nvember/ Dezember Handlungsfeld 5 6 Bis Ende Januar Handlungsfeld 6 7 Februar Handlungsfeld 7 Beteiligte Aufgaben Verantwrtlich Schulleitung Klassenlehrkraft (ggfs. in Zusammenarbeit mit Berufseinstiegsbegleitung) Beratung über Anträge auf Schulzeitverlängerung an Schulleitung Eltern / Srgeberechtigte stellen den Antrag KL/Lehrkraft für Snderpädaggik Klasse 10/ Schulleitung Bundesagentur für Arbeit zukünftige SuS Berufskllegs Untersuchungsphase BA (Sammeltermine anstreben) Hspitatinsmöglichkeiten in zukünftigen Beschulungsbereichen Bundesagentur für Arbeit Berufskllegs LES-Förderschulen Inklusinsbeauftragte der BKs Snderpädaggische Lehrkraft Kl.10 Schulamt mit Einverständnis der Eltern können Lern- und Entwicklungspläne entweder an das BK der das Schulamt (Krdinierung) weitergegeben werden Abgebende Schulen: Listen mit Namen der SuS, deren Unterlagen an das BK gegeben wurden, bis Anfang Februar an das Schulamt Klassenleitung / Snderpädaggische Lehrkraft Kl. 10 Schulleitung Schulamt Inklusinsbeauftragte der BKs Klassenlehrer/Innen Eltern/ Srgeberechtigte SuS BK Anmeldetage am BK für SuS des Bildungsgangs Lernen im Klassenverbund inkl. KL und Eltern / Srgeberechtigte Empfehlung: BKs richten Sndertermine ein Berufskllegs: Fachbereich AV

110 6.3 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Przessbeschreibung zum Schulwechsel in die Sekundarstufe II eines Berufskllegs für Schülerinnen und Schüler mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf in den Förderschwerpunkten KME, HK, SE, GE der einer Autismus-Spektrum-Störung Krdinatin des Przessablaufs zum Schulwechsel sllte mit allen Beteiligten abgestimmt werden, z.b. durch einen Runden Tisch (Beteiligte Partner: Schulamt, Förderschulen, Schulen des Gemeinsamen Lernens und Berufskllegs). Festlegung der Krdinatrin der des Krdinatrs für diesen Przess. Krdinierte Infrmatins- und Beratungsgespräche sllten Teil der Przessbeschreibung zwischen der abgebenden und der aufnehmenden Schule sein. Akteur Ablaufschritte Aufgabe Zeitrahmen abgebende Schule der Sekundarstufe I (Allgemeine Schule des Gemeinsamen Lernens der Förderschule) Federführend für die zeitliche, frmale und inhaltliche Gestaltung dieses Verfahrens im Gemeinsamen Lernen ist die snderpädaggische Lehrkraft der abgebenden Schule stets in Abstimmung mit der Schulleitung der aufnehmenden Schule. Die abgebende Schule leitet einen Vrschlag auf Schulwechsel vn der Sek I in die Sek II rechtzeitig im Rahmen der Anmeldephase der Berufskllegs der aufnehmenden Schule zu. Vrabinf an BK, um Beratung und Hspitatin am BK zu ermöglichen Anmeldephase am BK Zwischen Herbstferien und Weihnachtsferien Anfang Februar Inhalte des Vrschlags könnten sein: Bei vrliegendem Einverständnis der Eltern: Zusammenfassung zum bestehenden snderpädaggischen Unterstützungsbedarf und zur Lern- und Leistungsbilanz im Sinne einer jährlichen Überprüfung (z.b. Förderplan, Übergangsbericht), Kpien vm letzten Zeugnis, Eltern- und Schülervtum zum perspektivischen Förderrt, Vtum der beteiligten Schulen, Kpien aller Feststellungsbescheide der zuständigen Bezirksregierungen über den snderpädaggischen Unterstützungsbedarf in der Sek I, Unerlässlich: Aussagen zu behinderungsspezifischen Ausstattungsntwendigkeiten räumlich, sächlich, medial als Infrmatin für den Schulträger, Eine erneute Begutachtung im Sinne der AO- SF erflgt nicht.

111 Akteur Ablaufschritte Aufgabe Zeitrahmen aufnehmende Schule (Berufsklleg) Hlt ein Schulträgervtum ein und dkumentiert dies im vrliegenden Frmblatt. (Dwnladfrmular auf der Seite der Bezirksregierung Düsseldrf; Inklusin am Berufsklleg) Leitet den Antrag für die Frtführung snderpädaggischer Unterstützung (s. Dwnladfrmular) mit einer eigenen Stellungnahme und dem Vtum des Schulträgers und evtl. vrliegenden Gutachten der Arbeitsverwaltung aus der SEK I an die Schulaufsichtsbehörde (Dez. 41F) zur Entscheidung weiter. Drt werden die Schülerinnen und Schüler datentechnisch erfasst. Einhlen des Schulträgervtums Weiterleitung Frmblatt Schulträgervtum, eigene Stellungnahme, ggfs. Gutachten der Arbeitsverwaltung an bere Schulaufsicht Sbald die besnderen Vraussetzungen bekannt sind Direkt in der Anmeldephase (Anfang Februar) Leitet die vllständigen Unterlagen an das Dez. 45 an die zuständige Dezernentin mit der Generalie Inklusin weiter. Obere Schulaufsicht Dez. 45 der Bezirksregierung Düsseldrf prüft den Antrag und entscheidet gemäß 19 (4) AO-SF unter Berücksichtigung des Schulträgervtums über die Frtführung des Förderbedarfs für die Sekundarstufe II. Zeitnah zur Antragsstellung Infrmiert Erziehungsberechtigte / Schülerinnen und Schüler, swie das aufnehmende Berufsklleg.

112 6.4 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Hinweise zu Zeugnissen für Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung an der allgemeinen Schule Es erhalten nur Schülerinnen und Schüler eine Zeugnisbemerkung in Bezug auf snderpädaggische Förderung, die nach einem AO-SF-Verfahren einen ausgewiesenen snderpädaggischen Unterstützungsbedarf haben. Für präventiv geförderte Kinder gelten die Ausbildungs- und Prüfungsrdnungen (AO-GS und APO-SI). Hier kann unter Bemerkungen z.b. die Teilnahme an einer LRS-Förderung aufgenmmen werden. Ansnsten müssen die Leistungen in den Fächern beschrieben werden. Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang der allgemeinen Schule (zielgleich unterrichtete SuS, z.b. Förderschwerpunkte SQ, ES): Zeugnisse in der Primarstufe Es gilt die AO-GS Zeugnisse in der Sekundarstufe I Es gilt die APO-SI Am Ende des Schuljahres wird ein Schüler / eine Schülerin in die nächsthöhere Klasse versetzt / nicht versetzt, wbei der snderpädaggische Unterstützungsbedarf weiterhin bestehen bleibt. Versetzungsvermerk gemäß der Ausbildungsrdnung Die Schülerinnen und Schüler mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf erhalten Zeugnisse mit der Bemerkung* gemäß 21 Abs. 6 AO-SF, dass sie snderpädaggisch gefördert wurden. Die Zeugnisse nennen außerdem den / die Förderschwerpunkt/e. *Bemerkung: NN wird snderpädaggisch im Förderschwerpunkt... (Sprache, Emtinale und sziale Entwicklung, Körperliche und mtrische Entwicklung, Hören und Kmmunikatin der Sehen) gefördert und auf der Grundlage der Richtlinien und Lehrpläne der. (Schulfrm z.b. Grundschule, Hauptschule, etc.) unterrichtet. Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang der allgemeinen Schule (zieldifferent unterrichtete SuS, z.b. Förderschwerpunkte LE): Zeugnisse in der Primarstufe Es gilt die AO-GS Zeugnisse in der Sekundarstufe I Es gilt die APO-SI Der Schüler / die Schülerin geht in die nächste Klassenstufe über, der snderpädaggische Unterstützungsbedarf bleibt bestehen. Es erflgt keine Versetzung, ggf. muss ein Versetzungsvermerk gestrichen werden. Die Schülerinnen und Schüler mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf erhalten Zeugnisse mit der Bemerkung* gemäß 21 Abs. 6 AO-SF, dass sie snderpädaggisch gefördert wurden. Die Zeugnisse nennen außerdem den / die Förderschwerpunkt/e. *Bemerkung: NN wird auf der Grundlage der Unterrichtsvrgaben für die. (Schulfrm z.b. Grundschule, Hauptschule, etc.) swie der Richtlinien für den Förderschwerpunkt Lernen snderpädaggisch gefördert.

113 Zeugnisse in der Primarstufe Es gilt die AO-GS Zeugnisse in der Sekundarstufe I Es gilt die APO-SI Die Schülerinnen und Schüler erhalten mit dem Halbjahreszeugnis der Klasse 4 keine begründete Schulfrmempfehlung gemäß 8 der AO-GS. Ausnahme für Zeugnisse ab der Klasse 4 nach 33 AO-SF (Nur mit Schulknferenzbeschluss!) Ausnahme: Die Schulknferenz kann beschließen, dass ab Klasse 4 der ab einer höheren Klasse die Fächer zusätzlich mit einer Nte bewertet werden. Eine Bewertung mit Nten setzt aber vraus, dass die Leistungen mindestens der jeweils vrhergehenden Jahrgangsstufe entsprechen. Dieser Maßstab ist in den Zeugnissen auch kenntlich zu machen. (siehe AO-SF 33 Abs. 3 in Verbindung mit 32 Abs. 2 Satz 2) Erläuterung: Ein Kind im Bildungsgang Lernen befindet sich ab der 4. Klasse der Grundschule; eine Bentung auf dem Zeugnis z.b. im Fach Mathematik kann dann erflgen, wenn die Leistungen des Kindes in diesem Fach dem Stand der Klasse 3 entsprechen. Achtung! Im Bildungsgang gemäß 35 AO-SF enthalten die Zeugnisse in allen Fächern zusätzlich Nten! Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang des Förderschwerpunktes Geistige Entwicklung (zieldifferent unterrichtete SuS) Zeugnisse in der Primarstufe Es gilt die AO-GS Zeugnisse in der Sekundarstufe I Es gilt die APO-SI Ein Schüler wechselt bei weiterhin bestehendem snderpädaggischen Unterstützungsbedarf in die nächsthöhere Klasse. Eine Versetzung findet nicht statt. Halbjahreszeugnisse entfallen. ( 40 und 41 AO-SF) Zum Schulhalbjahr in den Klassen 3 und 4 ist ein Lernund Leistungsbericht für die Hand der SuS / Eltern empfehlenswert. Zum Ende der Schulbesuchszeit erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Abschlusszeugnis, das die erwrbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten beschreibt. Der in den Zeugnisfrmularen evtl. enthaltene Versetzungsvermerk ist zu streichen. Dafür ist flgende Frmulierung einzusetzen: N.N. nimmt im Schuljahr... am Unterricht der Klasse... teil. Die Schülerinnen und Schüler mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf erhalten Zeugnisse mit der Bemerkung*, dass sie

114 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Zeugnisse in der Primarstufe Es gilt die AO-GS Zeugnisse in der Sekundarstufe I Es gilt die APO-SI snderpädaggisch gefördert wurden. Die Zeugnisse nennen außerdem den / die Förderschwerpunkt/e. Die Leistungen werden hne Ntenstufen auf der Grundlage der im individuellen Förderplan festgelegten Lernziele beschrieben. Die Leistungsbewertung bezieht sich auf die Ergebnisse des Lernens swie die individuellen Anstrengungen und Lernfrtschritte. Bemerkung: NN wird auf der Grundlage der Unterrichtsvrgaben für die. (Schulfrm z.b. Grundschule, Hauptschule, etc.) swie der Richtlinien für den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung snderpädaggisch gefördert. Zeugnisse in der Primarstufe Es gilt die AO-GS Zeugnisse in der Sekundarstufe I Es gilt die APO-SI Die Klassenknferenz stellt am Ende des Schuljahres fest, dass kein snderpädaggischer Unterstützungsbedarf mehr besteht und teilt es der Schulaufsichtsbehörde gemäß 17 AO-SF mit. Die Eltern erhalten einen Bescheid der Schulaufsichtsbehörde. Versetzungsvermerk gemäß der Ausbildungsrdnung Die Schülerinnen und Schüler erhalten Zeugnisse mit der Bemerkung, dass sie snderpädaggisch gefördert wurden. Die Zeugnisse nennen außerdem den Förderschwerpunkt und erhalten die Bemerkung*, dass der Unterstützungsbedarf nach Entscheidung der Schulaufsicht (Datum) nicht mehr besteht. *Bemerkung: NN wurde snderpädaggisch im Förderschwerpunkt... gefördert und auf der Grundlage der Richtlinien und Lehrpläne der. (Schulfrm z.b. Grundschule, Hauptschule, etc.) unterrichtet. Snderpädaggischer Unterstützungsbedarf besteht nach der Entscheidung des Schulamtes XY vm... nicht mehr.

115 6.5 Abschlüsse für Schülerinnen und Schüler mit dem snderpädaggischen Unterstützungsbedarf Lernen Rechtliche Rahmenbedingungen: Bestimmungen der AO-SF (Ausbildungsrdnung snderpädaggische Förderung, Stand Juli 2016) 5. Abschnitt zieldifferenter Bildungsgang Lernen 31 Unterrichtsfächer, Stundentafeln (1) Die Unterrichtsfächer und die Stundentafeln richten sich nach denen der Grundschule und der Hauptschule. 28 Absatz 2 gilt entsprechend. (2) Die Klassenknferenz beschließt, b sie für eine Schülerin der einen Schüler die für das Fach Englisch in der Stundentafel vrgesehenen Stunden für dieses Fach der für verstärkte Bildungsangebte in anderen Fächern der Stundentafel verwendet. 32 Leistungsbewertung (1) Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler werden auf der Grundlage der im individuellen Förderplan festgelegten Lernziele beschrieben. Die Leistungsbewertung erstreckt sich auf die Ergebnisse des Lernens swie die individuellen Anstrengungen und Lernfrtschritte. (2) Die Schulknferenz kann beschließen, dass ab Klasse 4 der ab einer höheren Klasse die Bewertung einzelner Leistungen vn Schülerinnen und Schülern zusätzlich mit Nten möglich ist. Dies setzt vraus, dass die Leistung den Anfrderungen der jeweils vrhergehenden Jahrgangsstufe der Grundschule der der Hauptschule entspricht. Dieser Maßstab ist kenntlich zu machen. (3) Abweichend vn Absatz 2 werden die Leistungen der Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang gemäß 35 Absatz 3 in allen Fächern zusätzlich mit Nten bewertet. 33 Zeugnisse (1) In den Klassen 1 und 2 erhalten die Schülerinnen und Schüler Zeugnisse jeweils zum Ende des Schuljahres, in den Klassen 3 bis 10 zum Schulhalbjahr und zum Ende des Schuljahres. (2) Alle Zeugnisse beschreiben die Lernentwicklung und den Leistungsstand in den Fächern und enthalten die nach 49 Absatz 2 und 3 des Schulgesetzes NRW erfrderlichen Angaben. (3) Die Schulknferenz kann beschließen, dass in Zeugnissen ab Klasse 4 der ab einer höheren Klasse eine Bewertung des Leistungsstands in den Fächern zusätzlich mit Nten möglich ist. In diesem Fall erhalten Schülerinnen und Schüler Nten in einzelnen Fächern; 32 Absatz 2 Satz 2 gilt entsprechend. (4) Abweichend vn Absatz 3 enthalten die Zeugnisse der Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang gemäß 35 Absatz 3 in allen Fächern zusätzlich Nten.

116 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 34 Übergang in eine andere Klasse Eine Versetzung findet nicht statt. Am Ende jedes Schuljahres entscheidet die Klassenknferenz, in welcher Klasse die Schülerin der der Schüler im nächsten Schuljahr gefördert werden wird. 35 Abschlüsse, Nachprüfung (1) Schülerinnen und Schüler, die ihre Vllzeitschulpflicht erfüllt haben und die Schule vr der Klasse 10 verlassen, erhalten ein Zeugnis, das die erwrbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten bescheinigt. (2) Die Klasse 10 führt zum Abschluss des Bildungsgangs Lernen. (3) In einem besnderen Bildungsgang führt die Klasse 10 zu einem dem Hauptschulabschluss (nach Klasse 9) gleichwertigen Abschluss. Er wird vergeben, wenn die Leistungen a. in allen Fächern mindestens ausreichend sind der b. in nicht mehr als einem der Fächer Deutsch der Mathematik mangelhaft sind der c. in einem der Fächer Deutsch der Mathematik mangelhaft und in einem der übrigen Fächer nicht ausreichend sind der d. in nicht mehr als zwei der übrigen Fächer nicht ausreichend, darunter in einem Fach mangelhaft sind. (4) Den Abschluss nach Absatz 3 kann nur erwerben, wer in den Klassen 9 und 10 am Unterricht im Fach Englisch teilgenmmen hat. (5) Hat die Schülerin der der Schüler den Abschluss nach Absatz 3 nicht erreicht, ist eine Nachprüfung möglich, wenn durch die Verbesserung der Nte vn mangelhaft auf ausreichend in einem einzigen Fach die Vraussetzungen für den Erwerb dieses Abschlusses erfüllt würden. (6) Für das Verfahren bei der Nachprüfung gilt 44 Absatz 4 bis 6 der Verrdnung über die Ausbildung und die Abschlussprüfungen in der Sekundarstufe I (APO-S I). (7) Eine Schülerin der ein Schüler kann den zehnjährigen Bildungsgang im Förderschwerpunkt Lernen um bis zu zwei Jahre überschreiten, wenn dies zum Erwerb des Abschlusses nach Absatz 3 führen kann. 36 Aufnahme in die Klasse 10 (1) Die Klassenknferenz entscheidet, in welchen Bildungsgang der Klasse 10 die Schülerin der der Schüler aufgenmmen wird. (2) Die Klassenknferenz lässt Schülerinnen und Schüler zum Bildungsgang zu, der zu einem dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschluss führt, wenn erwartet werden kann, dass sie diesen Abschluss aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit und ihrer Gesamtentwicklung erreichen werden und die Vraussetzungen des 35 Absatz 4 erfüllt sind.

117 Zusammenschau der möglichen Abschlüsse LE Abschluss Schuljahr Vraussetzungen Erläuterungen Auswirkungen im GL Abgangszeugnis Vllschulzeitpflicht erfüllt, aber Verlassen der Schule vr der Klasse 10 Beratung!!! Bei Schulmüdigkeit, Schulabsentismus, Textzeugnis; Dkumentiert die erwrbenen Kenntnisse und Fähigkeiten Ein Abgangszeugnis sllte eine abslute Ausnahme sein! Textzeugnis; Dkumentiert die erwrbenen Kenntnisse und Fähigkeiten Abschlusszeugnis nach Klasse 10 mit snderpädaggischem Unterstützungsbedarf Lernen Nach Klasse 10, nach Erfüllen der Schulpflicht Nicht nur 10 Schulbesuchsjahre, sndern Besuch der Klasse 10 Textzeugnis; Dkumentiert die erwrbenen Kenntnisse und Fähigkeiten NN erhält einen Abschluss im Bildungsgang Lernen. Textzeugnis; Dkumentiert die erwrbenen Kenntnisse und Fähigkeiten (außer es gibt einen Beschluss der Schulknferenz gemäß 33 Absatz 3, AO-SF) Hauptschulabschluss gleichwertig dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9, 35 (3) AO-SF nach Klasse 10 Teilnahme 1 am Englischunterricht in Klasse 9 und 10, Klassenknferenzbeschluss zur Teilnahme an Klasse 10 und an dem Abschlussverfahren ( 36, Abs. 1+2) Text- und Ntenzeugnis 1. Halbjahr Klasse 10 erfrderlich. ( 33 Abs.4) ->Teilnahme an Prüfungen der Abschlussarbeiten der Klasse 9 nicht zwingend, Arbeiten können individuell gestellt werden, Leistungen müssen den Anfrderungen H9 entsprechen Es muss die Prgnse geben, dass der Abschluss erreicht werden kann Bei Aussicht auf Erreichen des Hauptschulabschlusses kann ein Antrag auf Schulbesuchsverlängerung um bis zu 2 Jahre gestellt werden. Antragsteller: Erziehungsberechtigte der vlljähriger Schüler -> 35 (7) Schulzeitverlängerungen einzelfallbezgen und an die rganisatrischen Möglichkeiten des GL anpassen, beraten und beschließen. Es muss beachtet werden, unter welchen Bedingungen die Schülerinnen und Schüler ggf. im Verlängerungsjahr unterrichtet werden können. -> Kann die Schülerin / der Schüler im bestehenden Klassenverband weiter unterrichtet werden der muss die Klasse gewechselt werden? 1 In der AO-SF steht, dass am Englisch-Unterricht teilgenmmen wrden sein muss. D.h., dass sich dieser Unterricht durchaus am individuellen Entwicklungsniveau der Schüler rientiert, bzw. am schuleigenen Curriculum, welches in Anlehnung an die Vrgaben der HS knzipiert wurde.

118 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Abschluss Schuljahr Vraussetzungen Erläuterungen Auswirkungen im GL Teilnahme an Nachprüfungen zum Erwerb des dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 gleichwertigen Abschluss ( 35, Absatz 5) Klasse 10 Schülerinnen und Schüler können an Nachprüfungen teilnehmen, wenn in einem Fach vn mangelhaft auf ausreichend eine Ntenverbesserung erreicht werden kann und damit der Erwerb des Abschlusses erreicht wird. Darf nur in einem einzigen Fach der Fall sein. Auch in diesem Fall muss die Schülerin / der Schüler (die Erziehungsberechtigten) eine Schulzeitverlängerung beantragen. Hauptschulabschluss Aufhebung des snderpädaggischen Unterstützungsbedarfs: -Aufhebung sllte Ende Klasse 8, spätestens zu Beginn (1.Quartal) Klasse 9 erflgen. 50 Schulgesetz: APO S I 40: Schüler der Gesamtschule der Sekundarschule erwirbt mit der Versetzung in die Klasse 10 den Hauptschulabschluss. APO S I: 22 Leistungen in allen Fächern müssen ausreichend der besser sein bzw. ausgeglichen werden können Leistungen müssen der Klasse 9 der Hauptschule entsprechen, Hauptschulabschluss kann die Sekundarschule, die Gesamtschule und die Hauptschule vergeben. An der Realschule wird mit Versetzung in Klasse 10 der Hauptschulabschluss erwrben bzw. ein dem Hauptschulabschluss gleichwertiger Abschluss. Versetzungsanfrderungen 22 APO S I müssen erfüllt sein Abschluss Klasse 10 Aufhebung des snderpädaggischen Unterstützungsbedarfs Teilnahme an den zentralen Abschlussprüfungen ZAP Zentrale Prüfungen Klasse 10 Kein snderpädaggischer Unterstützungsbedarf LE siehe Nachteilsausgleich

119 Aufgaben und Handlungsfelder der Schulen für Sinnesgeschädigte Kperatinsund Beratungspartner Vrschulkinder, Schülerinnen und Schüler, Eltern/ Erziehungsberechtigte Lehrkräfte, Schulleitungen, weitere Fachkräfte in der schulischen Inklusin... in der Frühförderung Beratung über pädaggische Erst- und Verlaufsdiagnstik mit spezifischen Fördermöglichkeiten für Kinder ab 3 Mnaten Beratung zur Beantragung der Frühförderung nach AO-SF spezifische, individuelle Seh-/ Hörberatung/Seh-Hörhilfenberatung vrschulische Förderplanung knzipieren, dkumentieren und beratend kmmunizieren Schullaufbahnberatung initiieren (pädaggisches und frmales Übergangsmanagement: Elementarbereich - Grundschule) Beratung über Kmpaktangebte für 5jährige zum gelingenden Übergang in das GL der Primarstufe Vermittlung vn Kntakten zu Partnern im bestehenden fachlichen Netzwerk einzelfallbezgene Beratung im Übergangsmanagement Elementarbereich - Grundschule Beratung über Entwicklungsverläufe, snderpädaggische Unterstützungsntwendigkeiten während der Frühförderung und Perspektiven im Einzelfall, im GL, in der Einzelintegratin Beratung über spezifische Przessdiagnstik zu allen Auswirkungen der Behinderung auf das schulische Lernen und die psychsziale Entwicklung Bewertung und Beratung zu fachbezgenen Lernprzessen und Lernständen schulische Förderplanung knzipieren, dkumentieren und kmmunizieren frtgesetzte Schullaufbahnberatung (pädaggisches und frmales Übergangsmanagement durchführen: Grundschule - Sek I - Sek II und für weitere evtl. Förderrtwechsel) Eltern- und Schülerberatung über mögliche Nachteilsausgleiche spezifische Begleitung in KAA/STAR Vermittlung vn Kntakten zu Partnern im bestehenden fachlichen Netzwerk dialgische Beratung über die Behinderung, Auswirkungen auf das fachliche Lernen, Förderprinzipien und äußere Lernbedingungen Infrmatin über alle frmalen GL-Anteile frtgesetzte kllegiale Beratung über die snderpädaggische Unterstützung im Unterricht additiv/integrativ dialgische Beratung über Inhalte, Frtschreibung und Kmmunikatin der Förderplanung, der Leistungsbewertung, der jährlichen Überprüfung Beratung über mögliche Nachteilsausgleiche, Dkumentatin und Anpassung kllegiale Beratung in Frtbildungen Vermittlung vn Kntakten zu Partnern im bestehenden fachlichen Netzwerk... durch die Inklusinsbeauftragten GL-AO-SF Krdinatin (für HK/SE) Elternberatung krdinieren Aktualisierung vn Infschreiben, webbasierten Infrmatinen,... Infrmatinen, Beratung über Zuständigkeiten in der Schulverwaltung, der Schulaufsicht, der Schulträger, der Leistungsträger... Beratung und Organisatin der spezifischen Peer-Grup-Angebte (Kmpaktangebte) fachliche Ltsentätigkeit Vermittlung vn Kntakten zu Partnern im bestehenden fachlichen Netzwerk Krdinatin des GL-Persnaleinsatzmanagements allgemeine, frmale und inhaltliche AO-SF Beratung Beratung über fachliche Aussagen zu GL-Ausstattungsntwendigkeiten allgemeine Beratung und Infrmatin über Nachteilsausgleiche allgemeine Beratung über frmale Grundsätze der Leistungsbewertung Bereitstellung vn Dkumentatinsvrlagen Infrmatins- und Austauschveranstaltungen für GL Lehrkräfte knzipieren und durchführen spezifische HK/SE GL-Arbeitsnetzwerke initiieren und krdinieren fachliche Ltsentätigkeit... durch die Schulleitung Gesamtverantwrtung für den Ressurceneinsatz Gesamtverantwrtung für die Qualität des Beratungsmanagements Knflikt- und Beschwerdemanagement Frtbildungsknzeptin verantwrten Sicherung des Wissensmanagements Inklusin/GL -gilt für alle Handlungsfelder- Kperatinen mit GL Schulen initiieren und strukturell verankern Infrmatin über Geschäftsverteilung und Kperatinsvereinbarungen mit den GL Schulen fachliche Unterstützung der allg. Schule im Beschwerdemanagement, Stellungnahmen, Berichte u.a. Gesamtverantwrtung für GL - Persnaleinsatzmanagement (Abrdnungen) fachliche Verantwrtung für Publikatinen, Infschreiben, Dkumentatinsstandards u.a. Austausch mit schulinterner und reginaler Inklusinskrdinatin

120 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Kperatinsund Beratungspartner Inklusinskrdinatin und -fachberatung der Schulämter (IKOS, IFAS) Institutinelle Partner (z.b. Kindergärten, Gesundheitsämter, med. Einrichtungen...) Schulaufsicht Schulträger - LVR und kmmunale Schulträger... in der Frühförderung Beratung über Frühförderauftrag, -struktur Verabredungen zum Übergangsmanagement vn der Frühförderung in die Schule Beratung über die Gesamtstruktur der Schulen für Sinnesgeschädigte Beratung über Antragsverfahren, inhaltliche Schnittmengen und den pädaggischen Auftrag im Bereich der Frühförderung Beratungsanfragen srtieren und weiterleiten Berichte zum Frühförderantrag nach AO-SF Stellungnahmen im Rahmen vn AO-SF zu schulträgerrelevanten GL-Ausstattungsaspekten im Einzelfall, im GL, in der Einzelintegratin kllegiale, gegenseitige Beratung in reginalen Arbeitszusammenhängen Einzelfallberatung Beratung vn Betrieben u.a. (KAA/STAR- Aufgaben) AO-SF Verfahren Stellungnahmen im Rahmen vn AO-SF zu schulträgerrelevanten GL-Ausstattungsaspekten... durch die Inklusinsbeauftragten Krdinatin des GL -Persnaleinsatzmanagements gegenseitige Infrmatin und Beratung über Krdinierungsverfahren, Zeitpunkte, Datenübermittlung Austausch und gemeinsame Dienstbesprechungen fachliche Ltsentätigkeit Einbeziehung in reginale Frtbildungsplanung fachliche Ltsentätigkeit Netzwerkpflege Infrmatin und Abstimmung zum päd. Beratungshandeln der Schule frtgesetzte Abstimmung über sächlich-räumliche GL-Ausstattungsaspekte Enge Abstimmung und Hand in Hand Handeln mit den LVR Beratungsangebten... durch die Schulleitung Hspitatinen anbieten, fachlich knzipieren und verantwrten Netzwerkpflege Qualitätssicherung/-entwicklung im Beratungshandeln Cntrlling Ressurceneinsatz Beratungsmanagement abgleichen Gesamtverantwrtung für Kperatin und gegenseitige Beratung mit Schulaufsicht und dem Schulträger

121 Checkliste Schulleitungshandeln Aufgaben Ist-Stand-Analyse Auf welchem Entwicklungsstand befindet sich das Gemeinsame Lernen an der Schule (Knzeptbausteine, Knzeptentwicklung)? Welche Aspekte müssen aufgrund veränderter Rahmenbedingungen neu bedacht werden (veränderte Persnalstruktur, Ressurcenzuweisung, Schülerzusammensetzung, )? Welche Teamstrukturen haben sich in unserer Schule bewährt? Welche müssen angepasst werden? Sind Kmmunikatinswege vereinbart und transparent?... Unterricht Welche verbindlichen Absprachen zum Classrm Management sind implementiert, müssen ergänzt werden, müssen überarbeitet werden? Welche Maßnahmen zur präventiven Förderung werden umgesetzt? Welche Methden sind für den Unterricht in hetergenen Lerngruppen besnders geeignet? Gibt es ein schulinternes Curriculum zur zieldifferenten Förderung? Welche diagnstischen Verfahren werden eingesetzt? Sind diese hinreichend valide? Welche Frmen der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung müssen etabliert werden? Welche Frmen szialen und kperativen Lernens sind etabliert? Werden Lern- und Entwicklungspläne regelmäßig geschrieben und entsprechen sie den Standards? Absprachen zu Fördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit snderpädaggischem Förderbedarf und Krdinierung der Maßnahmen im Unterricht, in AGs, in Fördergruppen u.ä.? Beteiligung Wie werden Erziehungsberechtigte und Schüler/-innen in den Przess der Schulentwicklung (im Gemeinsamen Lernen) eingebunden? Wie werden die Fachkräfte der Schule (z.b. aus dem Ganztagsbereich) eingebunden? Klassenzusammensetzung Welche Kriterien zur Klassenbildung wenden wir an? Finden pädaggische Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler bei der Zusammensetzung einer Klasse Berücksichtigung? Gibt es Besnderheiten in der Klassenzusammensetzung zu berücksichtigen?

122 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Aufgaben Wer wird bei der Entscheidungsfindung zur Klassenzusammensetzung beteiligt?... Räume und Materialien Klassenraumgestaltung gemäß bevrzugter unterrichtlicher Aktivitäten? Können die Klassenräume in Arbeitsbereiche unterteilt werden? Welche Räume können zusätzlich flexibel genutzt werden? Welche Materialien stehen zur Differenzierung zur Verfügung? Was muss auf der Basis des GL-Knzepts zwingend angeschafft werden? Sind besndere Ausstattungsmerkmale in einzelnen Räumen nötig und installiert (z.b. Schallschutz, Lichtschutz u.ä.)? Ressurcen Welche persnelle Ressurce steht zur Verfügung (alle Fachkräfte im Bereich des Gemeinsamen Lernens)? Krdinierung der persnellen Ressurcen? Welche Finanzmittel stellt der Schulträger zur Verfügung? Wie wird die Verwendung vrbereitet (Einbindung ins Inklusinsknzept)? Persnaleinsatz Krdinatin aller für snderpädaggische Förderung / Gemeinsames Lernen verantwrtlichen Lehr- und Fachkräfte im Unterricht? Welche Frmen der Teamabsprachen werden zur Organisatin und Planung snderpädaggischer Maßnahmen benötigt und wie können sie umgesetzt werden? Kann Zeit für Teamabsprachen im Stundenplan verankert werden (für gemeinsame Unterrichtsvrbereitungen und Planungen, Fallbesprechungen, )? Kann der Stundenplan s rganisiert werden, dass Team-Teaching (zumindest teilweise) möglich wird? Wie kann der Einsatz der Fachkräfte im Gemeinsamen Lernen (teilweise) flexibel / bedarfsrientiert gestaltet werden? (Freiräume für pädaggische Entscheidungen der Lehrkräfte, Schwerpunktsetzung z.b. im Schuljahresbeginn, ) Welche Kperatinsmöglichkeiten der Lehr- und Fachkräfte sind möglich, um snderpädaggische Förderung zu gewährleisten und wer krdiniert diese?

123 Aufgaben Können Lehrkräfte der allgemeinen Schule mit möglichst vielen Stunden in der GL Klasse unterrichten (mit dem Ziel, Lehrerwechsel in den Klassen zu reduzieren)? Wie kann der Infrmatinsfluss sichergestellt werden? Wie sind Vertretungen geregelt? Sind Aufgaben (wie z.b. die Anleitung vn I-Helfern) geregelt? Wie werden alle Fachkräfte in die Teamstrukturen eingebunden? Frtbildung Welche Fachexpertise ist in unserem Kllegium vrhanden? Welche Expertisen sllten erweitert und ergänzt werden, um snderpädaggische Förderung gewährleisten zu können? Welche Frtbildungsmaßnahmen sind gewünscht und ntwendig (für das Gesamtkllegium, für ein Teilkllegium, Fachkräfte, Teams, )? Wie und wann werden sie realisiert? Welche reginalen Arbeitskreise zur Sicherung der snderpädaggischen Expertise gibt es und wer nimmt verbindlich daran teil? Wie gelingt der Wissenstransfer ins Kllegium? Unterstützung Können Förderschulen zur Beratung und Kperatin hinzugezgen werden? Ist eine Vernetzung mit anderen Schulen möglich? Welche außerschulischen Institutinen / Partner können ggf. unterstützen?

124 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 6.8 Weitere Hinweise zu Nachteilsausgleichen Hinweis zu Autismus-Spektrum-Störungen Empfehlungen zur Ausgestaltung vn individuellen Nachteilsausgleichen bei Autismus-Spektrum-Störung, swie ein Beispiel zur Dkumentatin finden Sie im Themenheft der Bezirksregierung. Hinweis zu Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS) und Dyskalkulie Nachgewiesene Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS) werden analg zu den Regelungen des LRS-Erlasses vm berücksichtigt. Das Dezernat 46 (Lehrkräfteaus- und -frtbildung) hat zur LRS-Förderung eine Infrmatinsschrift erstellt. Im Bereich Dyskalkulie wird kein Nachteilsausgleich gewährt. Przessbeschreibung Nachteilsausgleich in zentralen Prüfungen Für die Gewährung vn Nachteilsausgleichen in den Zentralen Prüfungen am Ende der Klasse 10 gilt: Nach der Ausbildungs- und Prüfungsrdnung Sekundarstufe I (APO S I, 6 Abs. 9) entscheidet die Schulleitung über die Gewährung vn Nachteilsausgleichen einschließlich der zentralen Prüfungen am Ende der Klasse 10 unter Beachtung der entsprechenden Verwaltungsvrschriften. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung hat zur übergerdneten Infrmatin hierzu eine Arbeitshilfe erstellt. Der knkrete Nachteilsausgleich muss für die jeweilige Schülerin der den Schüler auch im vrausgegangenen Schulbesuch und insbesndere in den Leistungsüberprüfungen vn der Schule gewährt und dkumentiert wrden sein. Für Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung wird der Nachteilsausgleich im individuellen Förderplan dkumentiert. Nachteilsausgleiche werden generell nicht im Zeugnis vermerkt. Für die Gewährung eines individuellen Nachteilsausgleichs in den zentral gestellten schriftlichen Abituraufgaben ist die Bezirksregierung als bere Schulaufsichtsbehörde zuständig. Die Schulen haben hier keine Entscheidungskmpetenz. Es gelten die Regelungen der APO GOST Die Bezirksregierungen prüfen und entscheiden auf der Basis begründeter Einzelanträge. Die Bezirksregierung Düsseldrf stellt den Schulen ein digitales Antragsfrmular zur Verfügung. In einem Merkblatt erhalten die Schulen mit gymnasialer Oberstufe eine Orientierungshilfe, welche Möglichkeiten der Mdifizierungen der äußeren Prüfungsbedingungen im Abitur möglich sind. Auch hier gilt: für das Abitur wird ein Nachteilsausgleich gewährt, wenn die Schule dkumentiert hat, dass für die Schülerin der den Schüler auch bereits vrab dieser individuelle Nachteilsausgleich erfrderlich war, gewährt und dkumentiert wurde. Hinweise zu aktuellen Ansprechpartnerinnen und -partner finden sich im Anhang.

125 Przessbeschreibung eines Nachteilausgleiches am Berufsklleg Gewährung vn Nachteilsausgleich gem. 15 APO-BK, erster Teil entscheidet die Schulleitung über Art und Umfang eines zu gewährenden Nachteilsausgleichs nach Vrschlag und in Absprache mit den unterrichtenden Lehrkräften. In Zweifelsfällen ist die Entscheidung der Schulaufsichtsbehörde einzuhlen. Der Nachteilsausgleich wird zu Beginn eines jeden Schuljahres festgelegt und ist für alle Lehrkräfte verbindlich. Der Nachteilsausgleich wird in der Schülerakte dkumentiert. Für die Gewährung des individuellen Nachteilsausgleichs im Abitur ist die Bezirksregierung als bere Schulaufsichtsbehörde zuständig. Sie prüft und entscheidet auf Basis begründeter Anträge. Eine Verlängerung der Vrbereitungs- und Arbeitszeiten ist möglich; die fachlichen Leistungsanfrderungen bleiben unberührt. Für den Schulbereich ist 28 inflge 2 Abs. 3 Nr. 3 Satz 1 Verwaltungsverfahrensgesetz anzuwenden. Dies bedeutet, dass auch im Schulbereich vr Erlass eine Anhörung stattfinden muss. Beantragung und Gewährung vn Nachteilsausgleichen erflgen als Verwaltungsakt. Die Eltern und die Schülerinnen und Schüler werden über den Nachteilsausgleich schriftlich infrmiert. Der Nachteilsausgleich und das Gespräch mit den Eltern werden in der Schülerakte dkumentiert. Gegen eine Ablehnung bzw. Reduzierung des bisher gewährten Nachteilsausgleichs kann Widerspruch eingelegt werden. Sfern Schulaufsicht im Zusammenhang mit dem Abitur über den Nachteilsausgleich entscheidet, sind die Erziehungsberechtigten bzw. vlljährigen Schülerinnen und Schüler vn Schulaufsicht anzuhören. Przessbeschreibung zur Beantragung eines Nachteilsausgleiches im Beruflichen Gymnasium des Berufskllegs Gemäß APO- BK erster Teil bliegt die Entscheidung über die Gewährung vn Nachteilsausgleichen im Zentralabitur der beren Schulaufsicht. Vr einer Gewährung eines Nachteilsausgleiches ist Kntakt zur beren Schulaufsicht aufzunehmen, insbesndere im Hinblick auf Möglichkeiten vn Nachteilsausgleichen im Zentralabitur. Zur Sicherung der Qualitätsstandards im Przess zur Genehmigung des Nachteilsausgleiches dienen flgende Verfahrensschritte: Alle im beruflichen Gymnasium unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer sind über die Möglichkeit der Gewährung vn Nachteilsausgleichen infrmiert. Der Schule bliegt die Pflicht zur Beratung vn Schülerinnen und Schülern, die einen Ausgleichsbedarf haben. Diese Beratung muss in der Schülerakte

126 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE dkumentiert werden. Zur Vrbereitung des Beratungsgespräches kann die bere Schulaufsicht Dez. 45 der die Fachberatung Inklusin (BK) angefragt werden. Die Schülerinnen und Schüler sllten in diesem Zusammenhang auch bei der Wahl ihrer Abiturprüfungsfächer eingehend beraten werden. Auch diese Beratung ist zu dkumentieren. Flgendes Verfahren hat sich dabei bewährt: Antragstellung erflgt durch Eltern der vlljährige Schülerin und vlljährigen Schüler. Fachlehrer und Fachlehrerinnen beraten über die Frm des Nachteilsausgleiches. Das Ergebnis der Beratung wird mit den Eltern / der Schülerin bzw. dem Schüler besprchen. Die vrläufige Frm des Nachteilsausgleiches mit Entwicklungsplan wird schriftlich der Schulleiterin bzw. dem Schulleiter zur Genehmigung vrgelegt. Es empfiehlt sich, diesen vr der Genehmigung zur Prüfung an das Dez. 45 zu senden. Der vn der Schulleiterin bzw. dem Schulleiter genehmigte Nachteilsausgleich wird schriftlich dem Antragssteller bzw. der Antragstellerin zugestellt und in der Schule dkumentiert. Zusätzlich wird halbjährlich geprüft, b die Deckung des Nachteilsausgleiches (z.b. Zeitzugabe bei Klausuren, Einsatz vn technischen Hilfsmitteln) angemessen ist der angepasst werden muss. Vrbereitung auf die Abiturprüfung Die Schulleitung beantragt zu Beginn der Jahrgangsstufe 13 (spätestens zum eines Jahres) den Nachteilsausgleich für die Abiturprüfung bei der beren Schulaufsichtsbehörde (Dez.45). Die Anträge finden sich auf der Internetseite der Bezirksregierung Düsseldrf unter dem Link Inklusin am Berufsklleg (Frmular: Nachteilsausgleich Mündliche Prüfung und Nachteilsausgleich Anpassung vn Prüfungsaufgaben). Die bere Schulaufsichtsbehörde entscheidet über den jeweils zu gewährenden Nachteilsausgleich. Der Bescheid wird der Schülerin bzw. dem Schüler zugesandt. Die Schule wird infrmiert.

127 Die Schule meldet entsprechend der aktuellen Abiturverfügung die ntwendigen Anpassungsbedarfe der zentralen Prüfungsaufgaben. Sllten aufgrund akut eingetretener Behinderung der Erkrankung zu einem späteren Zeitpunkt weitere Nachteilsausgleiche erfrderlich werden, s sind die terminlichen Abläufe im Einzelfall zu regeln. Nachteilsausgleich bei Berufsabschlussprüfung in den Fachklassen des dualen Systems gemäß BBiG und HwO Die Gewährung eines Nachteilsausgleichs in Berufsabschlussklassen des Dualen Systems (APO Anlage A) liegt nicht in der Zuständigkeit des Berufskllegs. Der Nachteilsausgleich wird aufgrund 65 BBiG der 42 HwO auf Antrag bei der zuständigen Kammer gewährt. Der Antrag auf Gewährung eines Nachteilsausgleiches muss rechtzeitig bei der zuständigen Kammer (IHK/HWK) durch die Schülerin der den Schüler bzw. bei Minderjährigen durch die Erziehungsberechtigten gestellt werden. Eine Bescheinigung über einen gewährten Nachteilsausgleich durch das Berufsklleg wird dem Antrag beigefügt. 6.9 Eingliederungshilfe Rechtliche Grundlagen, Begriffsbestimmung Zu den Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem Szialgesetzbuch XII ( 54 Abs. 1 Satz 1SGB XII) der nach dem Szialgesetzbuch VIII ( 35a Abs. 1 in Verbindung mit Absatz 3 SGB VIII) gehören u.a. Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und smit auch der Einsatz vn Integratinshelfern und -helferinnen in der Schule. Neben dem Begriff Integratinshelfer (abgekürzt I-Helfer) finden sich nch viele weitere Begriffe wie Schulbegleiter, Schulassistent der Individualbegleiter. Die Vielfalt der Bezeichnungen resultiert daraus, dass der Begriff rechtlich nicht gefasst ist. Integratinshelferinnen und helfer unterstützen Schülerinnen und Schüler mit körperlicher, geistiger der seelischer Behinderung in der allgemeinen Schule und der Förderschule im schulischen Alltag, rientiert an ihren individuellen Bedürfnissen.

128 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Zuständigkeiten/ Kstenübernahme Aufwendungen für Integratinshelfer für die individuelle Begleitung und Betreuung einer Schülerin der eines Schülers, durch die die Teilnahme am Unterricht in der allgemeinen Schule, Förderschule der der Schule für Kranke erst ermöglicht wird, zählen weder zu dem vm Land NRW nch zu den vm Schulträger aufzubringenden Schulksten, weil es diesen nicht als Pflichtaufgabe bliegt, den Schulbesuch durch Assistenzpersnal zu ermöglichen. (vgl. 92 Abs.1 SchulG). Mit Blick auf die Zuständigkeiten bezüglich der Beantragung, Gewährung und Kstenübernahme der Eingliederungshilfe muss genauer differenziert werden zwischen Kindern und Jugendlichen 1. mit seelischen Behinderungen ( 35a, SGB VIII) der vn seelischer Behinderung bedrht, swie 2. mit geistigen und körperlichen Behinderungen ( 53, 54 SGB XII) Kinder und Jugendliche mit seelischen Behinderungen Ein Anspruch auf Eingliederungshilfe nach 35 a Absatz 1 SGB VIII besteht für Kinder und Jugendliche mit seelischer Behinderung,...wenn 1. ihre seelische Gesundheit mit hher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Mnate vn dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht und 2. daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist der eine slche Beeinträchtigung zu erwarten ist. Als Beispiele für seelische Beeinträchtigungen sind Kinder mit Autismus-Spektrum- Störungen und einem mindestens durchschnittlichen IQ swie Kinder mit massiven szialen und emtinalen Auffälligkeiten, die auf seelische Störungen (Traumata.ä.) zurückzuführen sind, zu nennen. Das zuständige Amt für die Beantragung einer Eingliederungshilfe (hier: Integratinshilfe) und der Kstenträger ist in diesem Falle das Jugendamt. In beiden Fällen sind Vereinbarungen mit dem jeweiligen Kstenträger hinsichtlich einer Plbildung der Integratinskräfte an einer Schule möglich.

129 Kinder und Jugendliche mit geistigen der körperlichen Behinderungen Der Rechtsanspruch auf Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche mit körperlicher der geistiger Behinderung ist durch 53 und 54 SGB XII gegeben. Hilfen für eine angemessene Schulbildung erhalten demnach Persnen, die durch eine Behinderung wesentlich in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt der vn einer slchen wesentlichen Behinderung bedrht sind. Als Beispiele für diesen Persnenkreis sind Schülerinnen und Schüler mit einem IQ unter 70, Dwn- Syndrm, Autismus-Spektrum-Störungen und einer geistigen Behinderung swie Epilepsie, Muskelerkrankungen der Hirnschädigungen zu nennen. Das zuständige Amt für die Beantragung einer Eingliederungshilfe (hier: Integratinshilfe) und der Kstenträger ist in diesem Falle das Szialamt. Durch diese Trennung der Zuständigkeiten (Szialamt der Jugendamt) entstehen in der Praxis teilweise Abgrenzungsprbleme, vr allem im Bereich der Mehrfachbehinderung und im Grenzbereich der geistigen bzw. seelischen Behinderung. Antrag auf Eingliederungshilfe (hier: Integratinshilfe) Der Antrag auf Eingliederungshilfe (hier: Integratinshilfe) erflgt durch die Erziehungsberechtigten je nach Zuständigkeit beim Jugendamt der Szialamt und erflgt grundsätzlich wie in flgender Grafik beschrieben. Dabei können die einzelnen Vraussetzungen, die seitens der zuständigen Ämter für eine Antragstellung erfüllt sein müssen, reginal unterschiedlich sein. Die Eltern stellen den Antrag beim Szial- der Jugendamt und legen flgende Unterlagen vr: Antrag der Eltern ärztliche Unterlagen / Stellungnahmen fachliche Stellungnahme der Schule bzw. des Kindergartens mit Beschreibung der Verhaltensschwierigkeiten / des ntwendigen Begleitungsumfangs / der benötigten Qualifikatin des I-helfers Das Szial- der Jugendamt prüft den Antrag. Nach Bedarf werden weitere Unterlagen / Untersuchungen benötigt. Das Szial- der Jugendamt bewilligt die Hilfe der lehnt diese ab. Es gibt einen schriftlichen Bescheid. Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Mnats Widerspruch / Klage eingelegt bzw. eingereicht werden. Die knkrete Planung der Hilfe (Umfang, Träger) findet statt.

130 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE In der Praxis werden beispielsweise mit der Antragstellung eine bereits vrliegende Diagnse nach ICD-10, die Durchführung eines AO-SF Verfahrens der das Vrliegen eines bereits beschiedenen snderpädaggischen Unterstützungsbedarfs gefrdert. Hinsichtlich der Abweichung der seelischen Gesundheit ist die medizinische Stellungnahme durch das in 35 a Abs. 1a genannte Fachpersnal zwar...auf Grundlage der Internatinalen Klassifikatin der Krankheiten in der vm Deutschen Institut für medizinische Dkumentatin und Infrmatin herausgegebenen deutschen Fassung zu erstellen. 35a Abs. 1a besagt jedch ebenfalls, dass der Träger der öffentlichen Jugendhilfe diese Stellungnahme einzuhlen hat. Smit liegt bezüglich der Feststellung einer seelischen Behinderung der einer Bedrhung dieser nach 35 a die Beweislast nicht bei den Antragstellern (vgl.sgb VIII, 35a Abs. 1a). Darüber hinaus ist die Bewilligung einer Integratinshilfe auch unabhängig vn der Feststellung des snderpädaggischen Unterstützungsbedarfs zu sehen. Die knkrete Planung der Hilfe erflgt meistens in einem gemeinsamen Gespräch mit den Erziehungsberechtigten. Als mögliche Träger, über die die Integratinshelfer beschäftigt werden, kmmen verschiedene gemeinnützige Einrichtungen in Frage. Das Recht der Erziehungsberechtigten auf Beteiligung bei der Trägerauswahl ist in 36 SGB VII Mitwirkung Hilfeplan verankert. In 36 Absatz 1 heißt es dazu Der Wahl und den Wünschen ist zu entsprechen, sfern sie nicht mit unverhältnismäßigen Mehrksten verbunden sind. Integratinshelferinnen und helfer werden derzeit in der Schule entweder einer Schülerin der einem Schüler individuell zugewiesen und übernehmen smit eine 1:1- Betreuung der stehen innerhalb eines Integratinshelferpls den Schulen zur Verfügung. Die Organisatin des Einsatzes vn Integratinshelferinnen und helfern ist reginal unterschiedlich. Der Einsatz vn Integratinshelferpls wird derzeit im Zuge der Inklusin vermehrt diskutiert. Als Integratinshelferinnen und -helfer werden seltener ausgebildete Fachkräfte (wie beispielsweise Erzieherinnen und Erzieher, Szialpädagginnen und Szialpädaggen, Szialarbeiterinnen und Szialarbeiter, Heilpädagginnen der Heilpädaggen, der Heilerziehungspflegerinnen und pfleger) sndern überwiegend unqualifizierte Kräfte wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im freiwilligen szialen Jahr, im Bundesfreiwilligendienst der Studierende beschäftigt.

131 Aufgaben eines Integratinshelfers/ einer Integratinshelferin Eingliederungshilfen (hier: die Hilfen durch Integratinshelferinnen und -helfer) sind vn unterrichtlichen und erzieherischen Maßnahmen im Sinne des Bildungsauftrags der Schule zu unterscheiden. Grundsätzlich übernimmt die Integratinshelferin der der Integratinshelfer Hilfestellungen im Unterricht und auch der Pflege. Dabei unterstützt der Intergratinshelfer der die Intergratinshelferin die Schülerin der den Schüler lediglich während eines Teils der auch während der gesamten Unterrichtszeit (ggf. einschließlich des Schulweges). Die individuelle Unterstützung sllte immer mit Blick auf die Förderung der Selbstständigkeit und die Lernprzesse der Schülerin der des Schülers swie die Förderung der Integratin in die Klassen- und Gruppengemeinschaft erflgen. Praxisanleitung der Integratinshelferinnen und Integratinshelfer durch die Schule Die Schulleitung muss bei der Begleitung der Integratinshelferinnen und helfern eingebunden werden. S sllten vr dem Dienstantritt Einführungsgespräche erflgen und Hspitatinstage (in der entsprechenden Lerngruppe des zu betreuenden Kindes) ermöglicht werden. Zum Dienstantritt der Integratinshelferin / des Integratinshelfers sllte eine ffizielle Begrüßung durch die Schulleitung erflgen und innerhalb der ersten zwei Wchen ein Schulleitungsgespräch über allgemeine rechtliche Grundsätze und Schwerpunkte der schulischen Arbeit stattfinden (z.b. Verhalten bei Alarm, Sicherheitsbelehrung, Regelwerk der Schule, etc.). Viele der Integratinshelferinnen und helfer erleben den Berufs- und Arbeitsalltag zum ersten Mal. Sie müssen lernen, in einem Team zu arbeiten und sich in den neuen Organisatinsstrukturen zurechtzufinden. Sie kmmen zum Teil erstmals mit Krankheit, Behinderung und Hilfebedürftigkeit in Kntakt. In der Schule ist deshalb eine Praxisanleitung nötig, mit deren Hilfe Unsicherheiten bewältigt, Fragen geklärt, Prbleme besprchen und Erfahrungen eingerdnet werden können. Es ist wünschenswert, dass in der Schule eine Lehrkraft die Anleitung, Begleitung und Krdinatin aller zusätzlichen Kräfte (I-Helfer und I-Helferinnen, Kräfte im Freiwilligen Szialen Jahr, Pl- Kräfte, ) übernimmt. Die Praxisanleiterin der der Praxisanleiter ist ansprechbar für sämtliche Fragen in Zusammenhang mit der schulischen Tätigkeit. Dies gilt auch für die Unterstützung bei allen schulfachlichen Fragen. Bei der Gestaltung des Dienstes sllten die Persönlichkeit, die individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten ausreichend berücksichtigt werden.

132 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Aufgaben der Praxisanleitung Zu Dienstbeginn gemeinsame Besprechung des Aufgabenkatalgs, Planung der Dienst- und Urlaubszeiten, Erklärung der Frmalia (z.b. Verhalten im Krankheitsfall, Aufklärung über Schweigepflicht etc.) Ganzjährig Krdinierung des Einsatzes und Frtschreibung des individuellen Aufgabenkatalgs, Ansprechbereitschaft für die Integratinshelferin der den Integratinshelfer während der Dienstzeit, Erteilung vn Arbeitsanweisungen und stichprbenartige Kntrlle der Durchführung, die Praxisanleitung behält die Hauptverantwrtung über die rdnungsgemäße Erfüllung der Aufgaben, Bereitschaft zur inhaltlich-fachlichen Förderung (z.b. Erläuterung vn Therapiefrmen, Ermöglichen vn Therapiebegleitungen, Reflexin über pädaggische Ansätze etc.), Eingliederung der Integratinshelferin der des Integratinshelfers in das Betreuungsteam (z.b. Teilnahme an Teamsitzungen etc.), Reflexinsgespräche in regelmäßigen Abständen (z.b. jeweils zum Quartalsende), Kntinuierliche Kmmunikatin und Zusammenarbeit mit dem zuständigen Träger (z.b. AWO, Caritas der IB etc.), Abschlussreflexin am Ende der Dienstzeit der Integratinshelferin bzw. des Integratinshelfers und Zeugniserstellung gemäß den Vrgaben des Trägers.

133 Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Thema Institutin / Zuständigkeit Aufgabe Kntakt / Quelle BR Düsseldrf schulfachliche Dezernate reginale Zuständigkeit in der Schulfrm Aufgabenverteilung findet sich auf der Website der Bezirksregierung Fachberatung Inklusin Beratung rund um Fragestellungen der Umsetzung vn inklusiver Bildung; Krdinatin der Inklusinskrdinatin und fachberatung der Schulämter auf Bezirksregierungsebene -> Schule -> Grund- und Förderschulen -> Inklusin -> TN Arbeitskreis Inklusin -> darin: Fachberatung Inklusin Arbeitskreis Inklusin Bezirksregierung Diskutiert und vereinbart Fragestellungen zur Umsetzung vn inklusiver Bildung in den Schulen im Bezirk Reginalkrdinatrinnen und -krdinatren Tandem aus Dezernenten und Dezernentinnen der beren und unteren Schulaufsicht Reginale Bildungsbürs und schulfrmübergreifende Krdinierung der Handlungsfelder, Leitung der Reginalknferenz Im jeweiligen Schulamt zu erfragen Inklusinskrdinatin und -fachberatung der Schulämter In jedem Schulamt Ansprechpartner und -partnerinnen für Schulen und Lehrkräfte im Gemeinsamen Lernen mit unterschiedlichen Angebten Kntakt über das jeweilige Schulamt der zu finden unter nrw.de/dcs/schulsystem/inklusin/lehrkraefte/beratungsangebte/ikos-_-ifas/index.html Landesschulpsychlgie Ausgebildete Psychlginnen und Psychlgen in schulpsychlgischen Beratungsstellen Schulpsychlgie ist der psychlgische Fachdienst der Schule und unterstützt alle am Schulleben Beteiligten Infs: Adressen finden unter: Autismusberatung Arbeitskreis Autismus BR Düsseldrf; Ansprechpartnerinnen und partner reginal Autismusberatung ist ein Angebt für Schulen, Eltern und Lehrkräfte in der Beschulung vn Schülerinnen und Schülern mit Autismus-Spektrum-Störung Suchwrt: Autismusberatung

134 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Thema Institutin / Zuständigkeit Aufgabe Kntakt / Quelle Beratung Nachteilsausgleich Schulministerium MSB Arbeitshilfen Schulen -> Schulsystem -> Inklusin -> Eltern BR Düsseldrf Fachberatung Nachteilsausgleich -> Suchwrt: Nachteilsausgleich Berufsrientierung BR Krdinatin Infrmatin und Vernetzung der zuständigen KrdinatrInnen und Fachberatungen in den Schulamtsbezirken -> Suchwrt: KAA (Dez.44) Kmmunale Krdinierungsstelle Übergang Schule Beruf Krdiniert die Angebte der Bildungsträger in KaA Ansprechpartner für Schulen Jeweils über die Stadtverwaltung der Kreisverwaltung zu erfragen der Suchwrte: Übergang Schule Beruf Schulamtskrdinatin Schnittstelle zwischen Schulaufsicht und kmmunaler Krdinierungsstelle Kntakt über das jeweilige Schulamt Bildungsträger Bietet Standardelemente unter KaA an Über kmmunale Krdinierungsstelle Arbeitsagentur Bietet Berufsberatung an Frtbildung Inklusin Reha Beratung der Arbeitsagentur IFD Integratinsfachdienst Fachberatung Inklusin am BK BR Düsseldrf Dez. 46 Bietet Berufsberatung für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarfen, Schwerbehinderung und hne Abschluss an Bietet Berufsrientierungsangebte für Schülerinnen und Schüler an, die an KaA STAR teilnehmen Unterstützung in der Übergangsgestaltung Sek I nach Sek II Schule->Berufskllegs-> Ansprechpartner Fachberatung Inklusin

135 Thema Institutin / Zuständigkeit Aufgabe Kntakt / Quelle NRW Überblick über alle Frtbildungsangebte der Kmpetenzteams in den Reginen Reginal In jedem Schulamt ist ein KT (Kmpetenzteam) angesiedelt Kntakt über das jeweilige Schulamt Schulen für Sinnesgeschädigte BR Düsseldrf Karl-Tietenberg-Schule, LVR Förderschule, Förderschwerpunkt Sehen, Düsseldrf 0211/ Gerricusschule, LVR Förderschule, Förderschwerpunkt Hören u. Kmmunikatin, Düsseldrf 0211/ Jhanniterschule, LVR Förderschule, Förderschwerpunkt Sehen, Duisburg 0203/ Luise-Leven-Schule, LVR Förderschule, Förderschwerpunkt Hören u. Kmmunikatin, Krefeld 02151/ David-Ludwig-Blch-Schule, LVR Förderschule, Förderschwerpunkt Hören u. Kmmunikatin, Essen 0201/ RWBK, LVR Förderschule im berufsbildenden Bereich, Förderschwerpunkt Hören u. Kmmunikatin 0201/87670 Erich-Kästner-Schule, Förderschule Kreis Wesel, Abteilung Förderschwerpunkt Hören u. Kmmunikatin, Wesel 0281/154880

136 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE 6.11 Frmulare Die hier aufgeführten Frmulare haben im Bereich der Sek I (GY, GE, RS, SK, GM, PM) Gültigkeit, für GS und HS sind die jeweiligen Schulämter zuständig (Stand Mai 2020). Wechsel des Förderrtes: Wechsel_Ferderrt.pdf Wechsel der Erweiterung des Förderschwerpunktes: Wechsel_Erweiterung_Ferderschwerpunkt.pdf Antrag auf Aufhebung des snderpädaggischen Unterstützungsbedarfes: Aufhebung_des_Ferderbedarfs.pdf Jährliche Überprüfung: Frmular-zur-jaehrlichen-Ueberpruefung-des-Bedarfs-an-snderpaedaggischer- Unterstuetzung- -17-AO-SF_/index.html

137 7. Literaturverzeichnis Verrdnung über die snderpädaggische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke (Ausbildungsrdnung snderpädaggische Förderung AO-SF), , BASS Nr. 2.1 Arbeitshilfe zur Gewährung vn Nachteilsausgleichen für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen, Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung und/der besnderen Auffälligkeiten für das Berufsklleg Eine Orientierungshilfe für Schulleitungen, MSW, 2016 Benkmann, Rainer (2009): Individuelle Förderung und kperatives Lernen im Gemeinsamen Unterricht. In: Empirische Snderpädaggik, 1/2009 Berufsbildungsgesetz 65 BBiG, 2005 und Gesetz zur Ordnung des Handwerks 42, 2006: Gewährung eines Nachteilsausgleichs bei Berufsabschlussprüfung in den Fachklassen des dualen Systems. Bönsch, M. (2014): Hetergenität ist Alltag Differenzierung ist die Antwrt. Stuttgart: Raabe BRD Arbeitshilfe Nachteilsausgleich / Themenhefte KMK 2011 BRD Przessbeschreibung zum Schulwechsel in die Sekundarstufe II am Berufsklleg, 2020, Inklusin_Verfahrensablauf.pdf BRD Przessbeschreibung Nachteilsausgleich im Beruflichen Gymnasium des Berufskllegs, Inklusin-NTA-Abitur_Verfahrensablauf.pdf, 2020 Büttner, Gerhard u.a. (2012): Kperatives Lernen und Peer Tutring im inklusiven Unterricht. In: Zeitschrift für Inklusin 1-2/2012 Ellinger, S. (2017): Aufmerksamkeitsförderung durch Advance rganizer. In: Einhellinger, Christine; Ellinger, Stephan u.a. (Hrsg.): Studienbuch Lernbeeinträchtigung. Band 2: Handlungsfelder und Förderansätze. Oberhausen: Athena. Emmer & Sabrnie, 2015; Handbk f Classrm Management (9th. ed.), New Yrk & Lndn:Rutledge. Evertsn, C.M. & Emmer, E.T. (2012): Classrm Management fr Elementary Teachers. New Jersey: Pearsn Dziak-Mahler, Hennemann, Jaster, Leidig & Springb (Hrsg.), 2018: Fachdidaktik inklusiv II: (Fach-)Unterricht inklusiv gestalten Theretische Annäherungen und praktische Umsetzungen, Waxmann

138 GEMEINSAMES LERNEN INKLUSION AUF DEM WEG ZUR IN DER ALLGEMEINEN SCHULE Fltt-Tönjes, Ulrike et al (2. Auflage 2018): Fördern planen. Oberhausen: Athena Handreichung für den Besuch des Bildungsgangs Ausbildungsvrbereitung am allgemeinen Berufsklleg vn Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an snderpädaggischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung; MSW, 2017 Hasselhrn, M.; Gld, A. (2013): Pädaggische Psychlgie- Erflgreiches Lernen und Lehren. Stuttgart: Khlhammer Helmke, Andreas (2012): Unterrichtsqualität: Erfassen, Bewerten, Verbessern. Seelze KMK (2011): Inklusive Bildung vn Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen. Online verfügbar: beschluesse/2011/2011_10_20-inklusive-bildung.pdf [ ] Kniffka, G. (2010): Scafflding. Abgelegt unter: Kress, K. (2014): Binnendifferenzierung in der Sekundarstufe Das Praxisbuch. Dnauwörth: Auer Kuhl, Jan u.a. (Hrsg.) (2016): Evidenzbasierte Diagnstik und Förderung vn Kindern und Jugendlichen mit intellektueller Beeinträchtigung. Bern: Hgrefe. Leidig, T. & Pössinger, M. (2018): Classrm Management Eine zentrale Gelingensbedingung für Lernen und Lehren in der Inklusin. In: Dziak-Mahler, M., Hennemann, T., Jaster, S., Leidig, T., Springb (Hrsg.): Fachdidaktik inklusiv II. (Fach-)Unterricht inklusiv gestalten Theretische Annäherungen und praktische Umsetzungen. Münster: Waxmann Leuders, T.; Prediger, S. (2012): Differenziert differenzieren. Mit Hetergenität in verschiedenen Phasen des Mathematikunterrichtes umgehen. Bad Heilbrunn: Klinkhardt Verlag. Martin, Pierre-Yves; Niclaisen, Trsten (Hrsg.) (2015): Lernstrategien fördern. Weinheim/ Basel: Beltz Juventa. Melzer, C. (2010): Wie können Förderpläne effektiv sein und eine prfessinelle Förderung unterstützen? Zeitschrift für Heilpädaggik. Ausgabe 06/10 Meyer, H. (2004): Was ist guter Unterricht? Berlin: Crnelsen-Scriptr Mutzeck, W. (2008): Kperative Beratung. Weinheim und München

139 Mutzeck, W. (Hrsg.) (2007): Förderplanung. Grundlagen - Methden - Alternativen. Weinheim & Basel: Beltz Ppp, Melzer & Methner (2013): Förderpläne entwickeln und umsetzen. München: Ernst Reinhardt Verlag. Psitinspapier zur Lern- und Entwicklungsplanung, QUA-LiS NRW, 2018 Schulministerium Nrdrhein-Westfalen (2016): Verrdnung über die snderpädaggische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke (Ausbildungsrdnung snderpädaggische Förderung AO-SF) Schumacher, A.; Adelt, E. (Hrsg.) (2019): Lern- und Entwicklungsplanung. Münster: Waxmann. SGB - Drittes Buch Szialgesetzbuch (Nummer 2) Arbeitsförderung ( 19, 115), Spieß, E. (2004): Vraussetzungen gelingender Kperatin. In Merten, U. und Kaegi, U.: Kperatin kmpakt. Kperatin als Strukturmerkmal und Handlungsprinzip der Szialen Arbeit. Opladen: Budrich. Werning, R. und Arndt, A.-K. (Hrsg.) Inklusin: Kperatin und Unterricht entwickeln. Bad Heilbrunn, Wessel, L. (2015): Fach- und sprachintegrierte Förderung durch Darstellungsvernetzung und Scafflding. Wiesbaden: Springer. Wischer, B. (2008): Binnendifferenzierung ist ein Wrt für das schlechte Gewissen des Lehrers. In: Erziehung und Unterricht 15/2008. Wien: Verbund für Bildung und Kultur.

140 Herausgeber Bezirksregierung Düsseldrf Am Bnneshf Düsseldrf

4.3.2 Besondere Aspekte bei zielgleicher Förderung... 4

4.3.2 Besondere Aspekte bei zielgleicher Förderung... 4 1 Inhalt 4 Leistungsbewertung und Zeugnisse... 2 4.1 Allgemeine Hinweise... 2 4.2 Förderschwerpunkte und Bildungsgänge... 2 4.3 Leistungsbewertung und Zeugnisse in Bildungsgängen der allgemeinen Schulen

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