Prof. Dr. Dr. K. Lauterbach Gutachten

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Prof. Dr. Dr. K. Lauterbach Gutachten"

Transkript

1 Prof. Dr. Dr. K. Lauterbach Gutachten Verblisterung von Arzneimitteln für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und in der häuslichen Pflege: Beschreibung und Bewertung eines Pilotprojekts (September 2004 bis Dezember 2005)

2 Verblisterung von Arzneimitteln für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und in der häuslichen Pflege: Beschreibung und Bewertung eines Pilotprojekts (September 2004 bis Dezember 2005) Endfassung Univ.-Prof. Dr. med. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach Dr. med. A. Gerber Dr. rer. nat. B. Stollenwerk Dr. rer. pol. M. Lüngen Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Universität zu Köln Gleueler Straße Köln Tel: Fax: Stand 15. Nov

3 1 Zusammenfassung Ein großer Teil der älteren und alten Menschen ist auf Grund von Krankheit täglich auf die Einnahme von Medikamenten insbesondere in fester oraler Darreichungsform angewiesen. Die Einhaltung von zeitlichen Einnahmevorgaben überfordert die alten bzw. pflegebedürftigen Menschen häufig, bzw. macht sie abhängig von Hilfe beim Stellen und der Einhaltung einer zeitpunktgerechten Einnahme dieser Medikamente. Auch in Pflegeheimen wird für die Medikamentenversorgung erhebliche Zeit aufgewendet, die den Bewohnern in Form von Pflege und Zuwendung zu gute kommen könnte. International wird das Problem intensiv diskutiert. Ein Schwerpunkt der Diskussion liegt in der Verbesserung der Medikamentengabe durch so genannte Blister, also patientenindividueller Verpackung der Tabletten. In Schweden werden beispielsweise mehr als Menschen mit Blistern beliefert. Dort werden Multi-dose-Blister eingesetzt, d. h. pro Schlauchbeutel werden mehrere feste orale Darreichungsformen ausgeliefert. Die Patienten müssen zu jedem Einnahmezeitpunkt einen dieser Beutel öffnen. Auch in Dänemark wird der Einsatz von Blistern seit drei Jahren großflächig vorgenommen und evaluiert. Im vorliegenden Gutachten wurde ein Pilotversuch bewertet, der in mehreren Altenund Pflegeheimen im Saarland durchgeführt wurde. Auch im Pilotversuch wurden Multi-dose-Blister verwendet, jedoch nicht in Form von Schlauchbeuteln, sondern festen Umverpackungen (siehe Abbildung 14 auf Seite 113). Diese Form der patientenindividuellen Umverpackung von festen oralen Darreichungsformen gestattet es, dass mehrere feste orale Darreichungsformen für bis zu vier Einnahmezeitpunkte täglich in ein Fach gefüllt werden. Überprüft werden sollte in diesem Gutachten die Hypothese, dass die Verabreichung von Arzneimitteln über Wochenblister Kosten spart in folgenden Bereichen: Vollständige Nutzung aller festen oralen Darreichungsformen in einer Packung und eine damit verbundene Absenkung des Verwurfs. 2

4 Umstellungen auf Generika und damit verbundene Einsparungen. Weiterhin wurde anhand von Hinweisen in der Literatur untersucht, ob sich weitere Auswirkungen auf Kosten durch den Einsatz von Blistern ergeben. Dies sind insbesondere Effizienzvorteile beim Stellen der Arzneimittel im Pflegeheim und eine Verminderung in der notwendigen Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen, etwa ambulanten Arztbesuchen und/ oder stationären Leistungen. Der Pilotversuch umfasste Daten des Zeitraumes September 2004 bis Dezember Die Versorgung der Patienten mit verblisterten Arzneimitteln läuft über den Endpunkt der Studie hinweg weiter, so dass zu einem späteren Zeitpunkt auch Analysen längerer Zeiträume ergänzend durchgeführt werden könnten. Insgesamt wurden sukzessive vier Altenheime mit knapp 500 Bewohnern eingeschlossen, von denen etwa 310 Bewohner in die Auswertung eingeschlossen werden konnten. Die Versorgung der Bewohner mit den Wochenblistern nach 12a ApoG übernahmen acht Apotheken, wobei zwei Altenheime von jeweils drei Apotheken beliefert, zwei Altenheime von jeweils einer Apotheke beliefert wurden. Etwa 100 Allgemein- und Fachärzte betreuten die mit Blistern versorgten Bewohner. Für die Auswertung wurden die Verschreibungsdaten aus einem Zeitraum von bis zu neun Monaten pro Bewohner vor der Verblisterung mit einem entsprechenden Zeitraum nach Umstellung der Verblisterung in Beziehung gesetzt. Die Daten für die Arzneiverschreibungen vor Beginn der Verblisterung lagen nur von einer Krankenkasse vor. Damit konnten Daten von 181 Bewohnern (das entspricht 59% der einbezogenen Bewohner) in den Vorher-Nachher-Vergleich eingeschlossen werden. In der Auswertung wurde eine Adjustierung am Morbiditätsverlauf mit zunehmendem Alter vorgenommen. Unter diesen Annahmen ergab sich für die Krankenkassen unter der Bedingung, dass der Apothekenverkaufspreis um 2 reduziert wurde (der Betrag, der den Krankenkassen per Gesetz als Rabatt auf den Apothekenverkaufspreis gewährt wird), durch die Gutschriften eine Einsparung von 6,0% (95%-Konfidenzintervall: 0,051; 0,070, p<0,0001) des Umsatzes der verblisterbaren Medikamente durch die Verblisterung. Die Einsparung setzte sich aus den Komponenten Preisgutschrift (2,0%; 95%- Konfidenzintervall: 0,016; 0,023) und Restgutschrift (4,1%; 95%-Konfidenzintervall 3

5 0,032; 0,050) zusammen. Preisgutschrift bedeutet, dass die Berechnung für die günstigste Packungsgröße erfolgte. Die Abrechnung erfolgte tablettengenau. Eine Restgutschrift fällt an, wenn z. B. eine Packung wegen Umsetzung eines Medikaments nicht verbraucht wurde. Auch hier erfolgt die Berechnung tablettengenau. Eine Umstellung von Originalpräparaten auf Generika durch die Verblisterung hat keine signifikante Einsparung erbracht (Vorher-Nachher-Preisverhältnis). Verantwortlich für diesen Effekt ist unter anderem, dass im Zusammenhang mit der Verblisterung die Verschreibung von halben Tabletten auf ganze Tabletten mit der Hälfte der ursprünglichen Menge des Wirkstoffes umgestellt wurde. Verschreibungen von halben Tabletten kommen vor, um Zuzahlungen für den Patienten zu sparen, da die Tablette mit der doppelten Wirkstoffmenge oft relativ preiswerter ist. Dies bedeutet, dass durch die Verblisterung z. T. auf die DDD (Defined Daily Doses) bezogen teurere Präparate verschrieben wurden, da die Tabletten mit der halben Wirkstärke zumeist nicht zum halben Preis abgegeben werden. Im Zuge der Verblisterung ist eine Abgabe von halben Tabletten jedoch nicht möglich. Zudem erscheint die Verschreibung und Einnahme halber Tabletten auch generell zweifelhaft in einer pharmakologischen Bewertung. Wir vermuten, dass der reine Umstellungseffekt von Originalpräparaten zu Generika eine Einsparung bei den Arzneimittelkosten bewirken wird. Da aus den hier zugrunde liegenden Daten jedoch Dosierungsumstellungen und Präparatumstellungen nicht zweifelsfrei geschieden werden können, ist eine exakte Trennung der Effekte hier nicht möglich. Eine Hochrechnung der direkten Einsparungen durch Vermeidung von Restpackungen und Preiseffekte auf die deutsche Bevölkerung erfolgte unter der Annahme, dass etwa 50% der verschriebenen Medikamente nach Kostenanteil an den Gesamtausgaben der GKV verblisterbar wären. Dies entsprach etwa deren Anteil am Verschreibungsvolumen aus der Pilotstudie. Bei vollständiger Abdeckung der über 60- Jährigen, denen etwa 50% des gesamten Arzneimittelumsatzes der GKV verschrieben werden, wäre maximal eine Summe von bis zu 417 Mio. und Jahr einzusparen (Bezug: Verschreibungsvolumen der GKV 2003). Eine Literatursuche hat ergeben, dass Krankenhausaufenthalte und Notfallbehandlungen zurück gehen dürften. Insbesondere eine in Dänemark empirisch durchge- 4

6 führte Erhebung zu Auswirkungen der Verblisterung zeigte entsprechende Effekte. In der dänischen Studie wurden mehr als Personen mit Arzneimittel-Blistern versorgt. Für einen Zeitraum einer Versorgung mit Blistern für sechs Monate konnte gegenüber einer 10%-Stichprobe aus der gesamten dänischen Bevölkerung eine Reduktion der Krankenhausaufenthalte und notfallmäßigen Ambulanzbesuche nachgewiesen werden. Ausgaben für Krankenhausbesuche sanken um fast 46%, Ausgaben für ambulante Besuche um 11%. Auf dieser Basis wurde eine Abschätzung vorgenommen, welche Kosten für Krankenhausaufenthalte bei den Indikationen Hypertonus, chronische Herzinsuffizienz und koronare Herzkrankheit bei der Altersgruppe der über 60-Jährigen in Deutschland durch eine Arzneimittelgabe über Blister in Altenheimen maximal vermieden werden könnte. Dies bewegt sich bei einer Reduktion der Krankenhausaufenthalte um 2% bzw. 5% allein schon für diese vier Diagnosen bei 94 Mio., wenn 46% angesetzt werden bei 870 Mio.. Auf Basis der oben zitierten Daten der dänischen Studie wären bei einer Versorgung von 1% der Bevölkerung in Deutschland etwa 560 Mio. jährliche Einsparungen für vermiedene oder verkürzte Krankenhausaufenthalte und Ambulanzbesuche erwartbar. Bei einer Versorgung von 3% der Bevölkerung könnten maximal bis zu 3,4 Mrd. jährlich eingespart werden. Die Versorgung mit Blistern für den entsprechenden Anteil an der deutschen Bevölkerung würde davon etwa minimal 144 bis maximal 432 Mio. an Ausgaben für den Anbieter einer Verblisterung kosten; ggf. entstehen weitere Kosten für die Bezahlung der Beratungsleistung der Apotheken. Da es aktuell weder national noch international eine Studie zur Fehlwurfrate von Medikamenten in Alten- und Pflegeheimen gibt, empfehlen wir die Durchführung einer solchen Studie, um damit die Auswirkung einer Veränderung der Arzneimittelversorgung durch die Umstellung auf ein Blistersystem auch quantitativ (Fehlwurfraten und Schwere der Fehler) abschätzen zu können. Damit können weitere wichtige Anhaltspunkte für eine Kosten-Nutzen-Abschätzung der Verblisterung gewonnen werden. 5

7 Inhalt 1 Zusammenfassung Hintergrund Grundlagen und Rahmendaten des Pilotprojekts Stand der Verblisterung in Deutschland Rahmendaten des Pilotprojektes Rechtlicher Rahmen Umfang des Pilotprojektes Ablauf des Pilotprojektes Ablauf des Abrechnungs- und Verteilverfahrens Durchführung der Verblisterung im Pilotversuch Methode der Begutachtung Kosten-Nutzen-Analyse Methodische Annahmen Methoden der statistischen Auswertung Kostenreduktionen durch Gutschriften und Preisdifferenz Wechsel von Originalpräparaten zu Generika Kostenveränderungen durch den Wechsel von Originalpräparaten zu Generika und durch Dosisveränderungen Datenerhebung und Ergebnisse Datengrundlage Zeitlicher Verlauf des Einschlusses der Heimbewohner in den Pilotversuch von Sept bis Dez Anzahl der eingeschlossenen Heimbewohner (Stichtagsbetrachtung) Detaillierte Darstellung und Analyse der Verordnungen der Heimbewohner mit Einwilligungserklärung zur Teilnahme am Pilotversuch

8 5.2 Sicht der Krankenkassen Annahmen Datenlieferung Krankenkassen Auswertung Krankenkassen Ergebnisse Detailanalyse der Veränderungen der Ausgaben für Arzneimittel durch die Verblisterung Bewertung des Pilotversuchs aus Sicht der Krankenkassen Sicht der Apotheken Annahmen Datenlieferung Apotheken Auswertung Apotheken Ergebnisse Bewertung der qualitativen Aussagen der Apotheker Sicht der Ärzte Annahmen Datenlieferung Ärzte Auswertung Ärzte Ergebnisse Bewertung der Befragung der Ärzte Sicht der Patienten Annahmen Datenlieferung Patienten Auswertung Patienten Ergebnisse Sicht der Alten- und Pflegeheime Annahmen Datenlieferung Auswertung Alten- und Pflegeheime Ergebnisse Abschließende Bewertung der Auswirkung der Verblisterung auf die Alten- und Pflegeheime

9 5.7 Sicht des Anbieters der Verblisterungsleistung Annahmen Datenlieferung Ergebnisse Kosteneinsparungen in der Arzneimittelversorgung für ausgewählte Altersgruppen Verblisterung in der über 60-jährigen Bevölkerung Verblisterung in der ambulanten Pflege Auswirkung der Verbesserung der Arzneimittelversorgung durch Verblisterung auf der Basis nationaler und internationaler Studien Fehlwürfe in der stationären Pflege Die Situation in deutschen Alten- und Pflegeheimen Die Situation in deutschen Krankenhäusern Welchen direkten Nutzen haben verminderte Fehlwurfraten? Stand des Medikamentenstellens in der häuslichen Pflege Abschätzung einer Verlängerung des Verbleibs in der häuslichen Umgebung durch Maßnahmen zur Verbesserung der Medikamenteneinnahme Beratung durch Apotheker (vor Entlassung aus dem Krankenhaus oder per Hausbesuch) Einsatz von so genannten Compliance Aids (Dosetten u. a.) sowie Verblisterung Exkurs: Weitere gesundheitsökonomische Abschätzungen der Verblisterung in Deutschland und international und Abschätzung auf Basis einer Übertragung internationaler Daten auf Deutschland Altenheim Colditz/ Sachsen Empirische Erfahrung in Schweden und Dänemark Schweden Dänemark

10 8.2.3 Verbesserung durch Verblisterung in Bezug auf die Zahl der Krankenhauseinweisungen in Großbritannien Quantifizierung des Einsparpotenzials auf Basis der Studie zur maschinellen Verblisterung in Dänemark und Übertragung auf Deutschland Zusammenfassung und Fazit Gesundheitspolitische Würdigung der Verblisterung Die Bedeutung der Probleme in der Arzneimittelversorgung oder To Err is Human Leistungsfähigkeit der Verblisterung bei der Lösung der Probleme in der Arzneimittelversorgung Die Verblisterung als Marktlösung Literatur Anhang I: Daten Darstellung der in das Pilotprojekt eingeschlossenen Altenheime Der Blister Anhang II: Design einer Studie zur Quantifizierung der Fehlwürfe in Alten- und Pflegeheimen Hintergrund Stellen der Arzneimittel vor der Verblisterung Planung der Studie

11 2 Hintergrund Die assist Pharma GmbH, Im Holzhau 8, Merzig, hat uns den Auftrag zur Erstellung eines Gutachtens erteilt, das die wissenschaftliche Evaluation eines Pilotprojekts zur Verblisterung von Medikamenten, d. h. Verpackung in einnahmegerechten Dosen, aus gesundheitsökonomischer Sicht beinhalten soll. Vorangegangen waren Analysen zu Möglichkeiten des Einsatzes der Verblisterung in Disease-Management-Programmen und zum Stand der Verblisterung von Arzneimitteln im Ausland. Die Übertragung der bisherigen Ergebnisse auf ein konkretes Projekt in der Praxis stellte eine Herausforderung dar. Ziel war es, den medizinischen und gesellschaftlichen Nutzen sowie mögliche Auswirkungen auf die Kosten zu dokumentieren und zu bewerten. Im Zusammenhang mit der Durchführung des Projektes bestand die Möglichkeit des persönlichen Austausches mit vielen Beteiligten aus Pflegeheimen, Krankenkassen und Apotheken. Dafür möchten wir uns bedanken. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. sc. (Harvard) K. Lauterbach, MdB Dr. med. A. Gerber Dr. rer. nat. B. Stollenwerk Dr. rer. pol. M. Lüngen 10

12 3 Grundlagen und Rahmendaten des Pilotprojekts 3.1 Stand der Verblisterung in Deutschland In Deutschland gibt es bisher im ambulanten Sektor bzw. im Bereich der Altenpflege nur Ansätze zur maschinellen Verblisterung. Technisch fortentwickeltere Systeme, welche neben der reinen Verblisterung auch eine Qualitätskontrolle, Ablaufoptimierung und Kostenüberwachung ausüben können, existieren nicht. Beispiele sind jedoch im Ausland zu finden, u. a. in Schweden. 1 In Deutschland ist die Anwendung der Verblisterung bisher auf Insellösungen mit geringer Ausbautiefe beschränkt. So bieten einzelne Apotheken Pflegeheimen an, deren Bewohner mit verblisterten Medikamenten zu beliefern. Diese Serviceleistung bedeutet eine Erleichterung der Arbeitsabläufe im Altenheim, ist zum Teil jedoch durch manuelle Umsetzung gekennzeichnet und entsprechend mit der Gefahr ähnlich hoher Fehlerquoten beim Stellen der Medikamente wie in den Pflegeheimen selbst verbunden. In einigen Apotheken werden aber schon entsprechende Maschinen eingesetzt, wie sie auch im Ausland, z. B. Kanada, gebräuchlich sind. Des Weiteren gibt es im akutstationären Sektor erste Ansätze zu einer Umstellung auf eine Versorgung durch ein Unit-dose-System in deutschen Krankenhäusern. Eine Publikation über das Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf stellt dar 2, dass durch neuartige Technik und die Reorganisation des Versorgungsprozesses... Materialverbrauchskosten gesenkt, Personalkosten reduziert und Medikationsfehler vermieden werden [können]. 3 Dabei zeigt sich, dass Unit-dose-packaging häufig gekennzeichnet ist durch eine zentrale Position eines Krankenhausapothekers. 1 Lauterbach K, Gerber A, Lüngen M (2004) Internationale Erfahrungen mit der Verblisterung von Arzneimitteln. Gutachten im Auftrag der assist Pharma. Merzig: März/ April Baehr M, Giebe T, Jahnke C, Schulz S (2004) Künftige Versorgungsstrategien für Arzneimittel. Krankenhauspharmazie 25:

13 Als Hemmnisse auf dem Weg zu einer Verblisterung werden in diesem Zusammenhang oftmals folgende Gründe angeführt: Eine Belieferung mit patientenindividuellen Blistern ist aus Zeit- und Organisationsgründen für eine Lieferapotheke schwierig, denn damit muss auch ein Wochenenddienst etabliert werden. 4 Auch die bauliche Gestaltung eines Krankenhauses (mehrere Betriebsteile oder ausgedehnte Pavillonbauweise) kann ein Unit-dose-System behindern. Vor diesem Hintergrund stellt die Versorgung von Altenheimbewohnern und/oder vor allem von chronisch Erkrankten eine empfehlenswerte Gruppe von Patienten dar, um die Vorteile der Verblisterung abzuschätzen. Besonders geeignet für die Verblisterung sind die Medikamente dieser Patienten, da sie in der Regel über Monate eine feststehende Medikation erhalten. 5 Auf Grund der Vielfachmedikation muss eine Vielzahl von Interaktionen zwischen Medikamenten abgeprüft werden. Somit sind gerade die Betreiber von Altenheimen für eine Unterstützung bei der Medikamentengabe besonders empfänglich. 3.2 Rahmendaten des Pilotprojektes Rechtlicher Rahmen Das Pilotprojekt ist vergleichbar einem Modellvorhaben nach 63 SGB V, durchläuft jedoch nicht dessen Abstimmungs- und Genehmigungsprozess. Die Vorteile 3 Ebd Mündliche Berichte anlässlich des Dritten Deutschen Unit-dose-Symposiums (Mai 2006 in Neuss) von Jürgen van Gessel, Zentrum für Klinische Pharmazie, Bottrop, sowie von anderen Krankenhausapotheken, u. a. Städtische Kliniken Bielefeld. 5 Auf die Fragen der angemessenen Begrifflichkeit compliance, adherence, concordance oder deutsch ggf. Einnahmetreue sowie des dahinter stehenden Konzepts der Arzt-Patienten-Beziehung gehen wir im Rahmen dieses Gutachtens nicht ein. Wir sind uns der Diskussion um die Ausgestaltung des Arzt-Patienten- Verhältnisses zwischen Paternalismus, informed consent und shared decision making und auch der Frage, ob und wie Verblisterung hier einzuordnen ist, bewusst. Eine weiter gehende Reflexion würde den Rahmen des vorliegenden Gutachtens sprengen, somit können wir nur das Problembewusstsein anzeigen und auf andere wissenschaftliche Literatur verweisen, z. B. Bernardini J (2004) Ethical issues of compliance/adherence in the treatment of hypertension. Adv Chron Kidney Dis

14 liegen in der höheren Flexibilität und dem schnelleren Beginn. Die wissenschaftliche Evaluation erfüllt die Ansprüche an eine Begleitung eines Modellvorhabens nach 63 SGB V. Auch muss das zu evaluierende Pilotprojekt die gleichen Anforderungen erfüllen wie ein vergleichbares Modellvorhaben, nämlich die Verbesserung der Qualität und der Wirtschaftlichkeit der Versorgung [...] zur Weiterentwicklung der Verfahrens-, Organisations-, Finanzierungs- und Vergütungsformen der Leistungserbringung ( 63 Absatz 1 Satz 1 und 2 SGB V). Es handelt sich auch um eine Leistung, die bisher nicht von den Krankenkassen zugelassen worden ist ( 63 Absatz 2 SGB V) Umfang des Pilotprojektes Nach Vorgabe der assist Pharma umfasste das Pilotprojekt zunächst folgende Rahmendaten: Beginn des Pilotprojektes mit einem Alten- und Pflegeheim mit etwa 150 Bewohnern zum 1. September Nachfolgend Einschluss von zwei weiteren Alten- und Pflegeheimen. Alle drei Alten- und Pflegeheime haben zusammen insgesamt rund 500 Bewohner. Seit Herbst 2005 wurde ein viertes, neu eröffnetes Alten- und Pflegeheim eingeschlossen. Die Daten zu den verschriebenen Arzneimitteln aller Bewohner, die in das Pilotprojekt aufgenommen wurden, wurden mindestens bis Ende 2005 in die Untersuchung aufgenommen. Ansprache der von den Bewohnern angegebenen behandelnden Ärzte (Hausärzte und Fachärzte). Es handelte sich pro Altenheim um bis zu 50 Vertragsärzte, da u. a. Bindungen mit langjährigen Hausärzten bestanden oder verschiedenste Fachärzte hinzugezogen wurden. Beteiligung der Lieferapotheken der Altenheime an der Distribution. Es handelte sich um sieben Apotheken, die entsprechend 12a ApoG die Heimversorgung übernommen haben. Mit dem vierten Alten- und Pflegeheim ist eine achte Apotheke dazu gekommen. Umstellung der Arzneimittelvorhaltung im Pflegeheim. Alle verblisterungsfähigen, im Altenheim bevorrateten Medikamente der Bewohner wurden nach Einschluss der Bewohner in das Pilotprojekt eingesammelt, dokumentiert und ver- 13

15 nichtet. Der wertmäßige Betrag wurde den Krankenkassen beziehungsweise Bewohnern (Zuzahlung) gutgeschrieben. Die Beendigung des Pilotprojektes ist mit der Aufnahme des Vertriebs geplant. Die in diesem Gutachten vorgenommene Auswertung bezieht sich auf die Pilotphase von September 2004 bis einschließlich Dezember Ablauf des Pilotprojektes Konkret ausgewählt wurden drei von 22 Alten- und Pflegeheimen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Saarland, bzw. im Herbst 2005 noch ein viertes neu gegründetes. Tabelle 1: Eingeschlossene Alten- und Pflegeheime, Datum des Einschlusses und zugehörige Zahl der Apotheken Heim mit Anzahl der Datum des Einschlusses Anzahl Apotheken Bewohner, die am Pilotversuch teilnehmen (Stand Mai 2006) Ca. 100 Bewohner sukzessive bis Ende 2004 Ca. 110 Bewohner sukzessive bis Ende 2004 Ca. 80 Bewohner sukzessive Bis Ende bis Ende 1. Quartal 2005 Aktuell 17 Bewohner Ab Herbst (Stand Mai 2006) (Neueröffnung) 4 Heime: 307 Bewohner Ende Quelle: Eigene Darstellung nach Daten von assist Pharma. 3.3 Ablauf des Abrechnungs- und Verteilverfahrens Die Modifizierung des Abrechnungsverfahrens und der logistischen Verteilung der Arzneimittel ist wesentlicher Bestandteil des Pilotprojektes: (siehe Abbildung 1) 1. Der behandelnde Arzt erhielt Kenntnis darüber, welche Substanzen und zugehörigen Arzneimittel im Rahmen der Verblisterung verfügbar sind. Ein Opting-out im Sinne einer Verschreibung von nicht auf der Liste verfügbaren Arzneimitteln war zu jeder Zeit möglich. Die substanzgleiche Verabreichung durch Entschei- 14

16 dung des Apothekers war auch außerhalb der Verblisterung bereits möglich. Nicht in fester oraler Darreichungsform verfügbare Arzneimittel sind generell von der Verblisterung ausgenommen. 2. Die eingeschlossenen Apotheken kennzeichneten auf den Rezepten, welche verblisterungsfähigen Arzneimittel für die Bewohner verschrieben wurden. Die nicht verblisterungsfähigen Arzneimittel wurden von den Apotheken im herkömmlichen Verfahren an die Alten- und Pflegeheime bzw. Patienten ausgegeben. Dazu gehörten Tropfen, Salben etc. Außerdem gab es auch per se verblisterungsfähige feste orale Darreichungsformen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in die Verblisterung aufgenommen wurden. Gründe sind u. a. private Bezahlung, Bestehen des Arztes auf Teilung der Tabletten höherer Stärke, Seltenheit der Verordnung oder ein nicht mit der Verblisterung abbildbarer Verordnungsrhythmus. Hierbei wird häufig das Beispiel Madopar zur Einstellung des Morbus Parkinson genannt, das auf Grund der On-off-Symptomatik auch mehr als sechs Mal täglich in kleinen Dosen eingenommen werden kann. 3. Kopien der Rezepte mit Kennzeichnung wurden von den Apotheken per Fax an die assist Pharma weiter geleitet. assist Pharma erstellte den Blister und lieferte an festen Tagen einmal wöchentlich an die Apotheken, die dann das Alten- und Pflegeheim beziehungsweise die Bewohner belieferten. Die Abrechnung der verblisterten Arzneimittel erfolgte von assist Pharma unmittelbar mit den Apotheken. Der Festaufschlag nach der Arzneimittelpreisverordnung verblieb bei den Apotheken, auch wenn z. B. die Therapie abgebrochen wurde. Dieses Vorgehen entspricht dem Status quo. assist Pharma lieferte und rechnete mit dem nach dem Apothekenlieferpreis günstigsten Tabletteneinzelpreis des im Pilotversuch eingesetzten Präparats ab. Die Abrechnung erfolgte tablettengenau. Dies bedeutete, dass entgegen dem derzeitigen Verfahren der Verwurf durch angebrochene Packungen keinen wirtschaftlichen Schaden verursacht. Einzig die Tabletten aus Blistern, deren Inhalt bei einer sofort vorzunehmenden Veränderung der Verschreibung oder bei Versterben von Bewohnern noch nicht verbraucht war, konnten nicht erstattet werden. Im Nachgang konnten Kosten von den Apotheken an die Krankenkassen rückerstattet werden, die durch nicht verbrauchte Medikamente aufgrund von Therapieumstel- 15

17 lungen oder durch unterschiedliche Preise aufgrund der Packungsgröße entstanden waren. Es konnten nur Patienten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) an dem System teilnehmen. Für Privatpatienten gibt es noch keine entsprechende Software zu Rechnungsstellung und Gutschrift. Zum Teil konnten einzelne privat bezahlte Rezepte in Blistern berücksichtigt werden. Beispiele sind u. a. Arzneimittel wie Alpha- Liponsäure, Celticon, die durch das GKV-Modernisierungsgesetz seit Beginn 2004 von der Erstattung ausgenommen worden sind. Abbildung 1: Skizze des Ablaufs der Kommunikation Rechnungsstellung auf Basis Einkaufspreis Apotheke assist Pharma Rezeptkopie mit Blister- Kennzeichnung Blister Zahlung und Rückerstattung Rechnung Rezept Apotheke Blister Krankenkassen Heimbewohner Quelle: Eigene Darstellung. 3.4 Durchführung der Verblisterung im Pilotversuch Im Pilotprojekt wurde eine Mischung aus händischen und maschinellen Verfahren eingesetzt. Die Entblisterung erfolgte zum Teil per Hand. Zur Verblisterung wurde 16

18 eine zumeist in Krankenhäusern eingesetzte Verblisterungsmaschine für Schlauchbeutel eingesetzt, die mit bis zu 400 Präparaten befüllt werden konnte. Die Umsortierung in Wochenblister sowie die Kontrolle der fertigen Blister erfolgte per Hand und wurde anschließend zweifach kontrolliert (Bestätigung per Unterschrift). Zur Evaluation des Pilotversuchs wurde angenommen, dass eine 100%-ige Sicherheit vor Fehlwürfen besteht. assist Pharma plant nach eigener Darstellung, mittels Vollautomatisierung ab Mitte 2007 ca Blister pro Tag herstellen zu können. Die Arzneimittel werden als Fertigarzneimittel angeliefert und ggf. maschinell entblistert. Die Erstellung der patientenindividuellen Blister wird vollautomatisch erfolgen. Kontrollen der Verblisterung im Sinne der Validierung sollen durch eine NiR-Prüfung aller Medikamente, das ist eine Überprüfung auf die richtige Befüllung mittels Infrarotstrahlung, beim Einfüllen in einen Streifenblister erfolgen, der als Zwischenschritt hergestellt wird, um dann damit die eigentliche Verblisterungsmaschine zu befüllen. Im Endstadium ist nach Angaben von assist Pharma auf Grund der Kontrollen von einer Sicherheit vor Fehlwürfen nahe 100% auszugehen. 17

19 4 Methode der Begutachtung 4.1 Kosten-Nutzen-Analyse Kosten-Nutzen-Analysen sind ein im gesundheitsökonomischen Bereich etabliertes Evaluationsverfahren. 6 Im Gesundheitswesen gehen Qualitätsveränderungen, d. h. sowohl Verbesserungen als auch Verschlechterungen, in der Regel mit Kostenveränderungen einher. Beide Effekte müssen weder gleichgerichtet noch proportional in der Stärke des jeweils anderen Effektes verlaufen. Kosten-Nutzen-Analysen helfen, beide Größen zusammen zu führen. Um überdies einem Kostenträger oder der Gesellschaft neben anderen Kriterien wie medizinischem Nutzen, sozialen Folgen, ethischen Fragestellungen auch ein ökonomisches Urteil über die Einführung eines neuen Verfahrens zu ermöglichen, wurde das Verfahren der Kosten-Nutzen-Analyse entwickelt. Die Kosten-Nutzen-Analyse im weiteren Sinne lässt sich wiederum in mehrere Verfahren aufteilen. Auf Grundlage einer Kosten-Minimierungs-Analyse (costminimalization-analysis), die sich z. B. nur durchführen lässt, wenn für zwei Medikamente eine Studie vorliegt, die die Fragestellung, ob beide dasselbe leisten, positiv beantwortet, kann nur entschieden werden, ob ein Medikament bei gleicher Wirkung und Wirksamkeit ggf. billiger ist. Grundsätzlich wäre im Ansatz auch eine Kostenminimierungsanalyse denkbar, wenn die Fragestellung darin bestünde, ob Verblisterung bei gleicher Qualität der Versorgung Kosten senken könnte. Da zum einen aber auch eine Qualitätsverbesserung erreicht wird und zum anderen gerade die Qualitätsverbesserung ihren Effekt an den Patienten zeigen soll, eignet sich das Verfahren der Kostenminimierungsanalyse nicht für das vorliegende Pilotprojekt. 6 Gold MR, Russel LB, Siegel JE, Weinstein MC (1996) Cost-Effectiveness in Health and Medicine. Oxford: Oxford University Press. 18

20 Ein weiteres Verfahren ist die Kosten-Effektivitäts-Analyse (cost-effectivenessanalysis): Es wird z. B. untersucht, ob verschiedene Verfahren zur Senkung des Blutdrucks Unterschiede in den Kosten aufweisen. Im Zähler würde man Kosten einsetzen, im Nenner die (durchschnittlich erreichte) Blutdrucksenkung, gemessen in mm Hg und berechnet als Differenz zum durchschnittlichen Wert zu Beginn der Studie. Vorteil ist die objektive Messung, Nachteil aber die geringe Vergleichbarkeit mit anderen Verfahren, die dann alle eine unterschiedliche Einheit im Nenner aufweisen würden (z. B. Veränderung beim Diabetes mellitus in Glucose mmol/l). Für das vorliegende Pilotprojekt kommen diese Verfahren also nicht in Frage. Daher kann geprüft werden, ob eine Kosten-Nutzwert-Analyse (cost-utility-analysis) oder eine Kosten-Nutzen-Analyse im engeren Sinne (cost-benefit-analysis) angewendet werden können. Bei ersterer werden die Kosten auf einen Gewinn an Lebensqualität, ausgedrückt durch die Einheit QALY (quality adjusted life year), bezogen. Bei letzterer wird auch der Nutzen in Geldeinheiten bewertet. Beide Alternativen schieden auf Grund der Datenlage jedoch aus. Lebensqualitätsdaten waren infolge einer Verblisterung, insbesondere in Altenheimen, nicht im durch die üblichen Verfahren messbaren Umfang zu erwarten. Viele Effekte der Verblisterung sind nicht direkt in geldwerte Äquivalente zu überführen. Zudem müsste die Berechnung des Nutzens in Geldeinheiten auf die Erhebung der Lebensqualität rekurrieren, so dass das Problem der cost-utility-analysis wieder auftauchte. Durchgeführt wurde daher eine Kosten-Folgen-Analyse (cost-consequenceanalysis) 7, ein insbesondere bei pharmakoökonomischen Fragestellungen üblicherweise angewandtes Verfahren (z. B. Mauskopf et al, Wimo). 8 Dabei werden die Ressourcen an Lebenszeit und Kosten (u. a. z. B. Nutzung von Gesundheitsleistungen wie Krankenhaus, Medikamente, Arztbesuche) den Ergebnissen (u. a. verbesserte Versorgungsleistung, geringere Fehlerrate, Lebensqualität) in tabellarischer Form gegenübergestellt, aber nicht als Quotient (ratio) wie bei den klassischen Kosten- 7 Drummond MF, Sculpher MU, Torrance GW, O Brien BJ, Stoddart GL (2005) Methods for the Economic Evaluation of Health Care Programmes. Oxford: Oxford University Press, 3. 8 Mauskopf JA, Paul JE, Grant DM, Stergachis A (1998) The role of costconsequence analysis in healthcare decision-making. Pharmacoeconomics 13: Wimo A (1999) Pharmakoökonomische Aspekte der Alzheimer-Krankheit und ihrer Behandlung. Alzheimer Insights Juli 1999:

21 Nutzen-Analysen aufgestellt. Damit können für die Entscheidungsträger eine Vielzahl denkbarer Kosten und Konsequenzen dargestellt und überschaut werden. So wird auch dem Ziel des Gutachtens Rechnung getragen, Kostenträgern die Entscheidung für die Einführung der Verblisterung anhand der Übersicht über Kosten und Konsequenzen konkret nachvollziehbarer zu machen, als es ein abstrakter Quotient leisten könnte. Zur Bewertung von Alternativen werden in der Regel keine absoluten Ausprägungen betrachtet, sondern Änderungen gegenüber dem Ausgangszustand beziehungsweise zwischen den Alternativen. Dies wird mit einer inkrementellen Betrachtung umschrieben. 4.2 Methodische Annahmen Die Annahmen orientieren sich an den Vorgaben zur Durchführung von gesundheitsökonomischen Studien: 9 Studiendesign: Die Studie konnte nicht als randomisierte kontrollierte Studie konzipiert werden. Dem standen die Sichtbarkeit der Verblisterung und die mangelnde Verfügbarkeit einer Kontrollgruppe entgegen. Daher wurde eine Kohortenstudie als eine in die Zukunft gerichtete Beobachtungsstudie mit der Betrachtung von zwei Zeiträumen gewählt. Die Zeiträume umfassen jeweils mindestens neun Monate vor und nach dem Start der Verblisterung für den individuellen Patienten. Dieses Studiendesign ist nicht frei von Einschränkungen. So ist nicht kontrollierbar, welche Einflüsse außerhalb der Einführung der Verblisterung Auswirkungen auf Mengen und Preise hatten, beispielsweise Bevorratung, Gesetzesänderungen oder nicht-zufällige Umstellungen von Medikationen. Gerade bei Altenheimbewohnern konnte die Tatsache, dass der Fortgang einer Erkrankung zu höheren Ausgaben führen könnte, die unabhängig von der Verblisterung entstehen, zu einer Verzerrung der 9 Drummond MF, Jefferson TO (1996) Guidelines for authors and peer reviewers of economic submissions to the BMJ. BMJ 313: Moher D, Schulz KF, Altmann D (2001) The CONSORT Statement: Revised Recommendations for im- 20

22 Ergebnisse führen. Daher wurden Standardisierungen gemäß dem Alter und dem damit verbundenen Morbiditätsfortschritt der Kohorte im Untersuchungszeitraum vorgenommen. Die Beobachtung des zu untersuchenden Kollektivs über einen längeren Zeitraum kann bei Pflegeheimbewohnern durch eine Veränderung der Zusammensetzung der Kohorte auf Grund von Versterben gekennzeichnet sein. Eingenommene Sichtweise: Es wurden die Sichtweisen der Krankenkassen, Apotheken, Vertragsärzte, Patienten, Pflegeheime sowie des Anbieters der Verblisterungsleistung eingenommen. Damit wurde eine umfassende Abdeckung der Sichtweisen erreicht. Messung der Kosten und Datensammlung: Die Kostendaten wurden im wesentlichen von der assist Pharma und von einer Krankenkasse bereit gestellt und als Prozessdaten während des Prozesses der Verblisterung gesammelt. Einbezogen wurden alle direkten Kosten, die mit der medizinischen Arzneimittelversorgung zu tun haben, u. a. auch Zuzahlungen der Patienten. (vgl. dazu Schnell 2004 und Kurscheid 2004). 10 Indirekte Kosten wurden nicht berücksichtigt. Art der ökonomischen Analyse: Es wurde eine Kosten-Folgen-Analyse (costconsequence-analysis) durchgeführt, das heißt einer umrissenen Intervention wurden in verschiedenen Dimensionen die Auswirkungen gegenüber gestellt. Costconsequence-Analysen erlauben aufgrund der tabellarischen Darstellung verschiedenster Kosten- und Nutzenabgrenzungen eine leichtere Interpretation der Ergebnisse. Kosten- und Mengeneffekte wurden getrennt ausgewiesen. Der Zeithorizont erstreckte sich auf die Zeitdauer der Datenerhebung. Jeder Patient sollte für neun Monate in proving the quality of reports of parallel-group randomized trials. JAMA 285: Schnell G (2004) Methoden gesundheitsökonomischer Studien. In: Lauterbach KW, Schrappe M: Gesundheitsökonomie, Qualitätsmanagement und Evidence-based Medicine. Eine systematische Einführung. Stuttgart: Schattauer, 2. Aufl.: Kurscheid T (2004) Formen gesundheitsökonomischer Studien. In: Lauterbach KW, Schrappe M: Gesundheitsökonomie, Qualitätsmanagement und Evidence-based Medicine. Eine systematische Einführung. Stuttgart: Schattauer, 2. Aufl.:

23 die Beobachtung eingeschlossen werden, so dass sich das Ende der Datenerhebung bei unterschiedlichen Rekrutierungszeitpunkten für einzelne Patienten nach hinten schob. Die Ergebnisse wurden auf einen Zeitraum von zwölf Monaten extrapoliert. Eine Diskontierung erfolgte nicht. 4.3 Methoden der statistischen Auswertung Alle statistischen Auswertungen wurden mit dem Programmpaket R, Version durchgeführt Kostenreduktionen durch Gutschriften und Preisdifferenz Es wurde berechnet, welcher Kostenanteil durch Gutschriften aus Restmenge und aus Preisdifferenz vermieden werden konnte. Dazu wurde die Summe der Gutschriften durch die Kosten geteilt, die der Krankenkasse ohne Gutschriften entstanden wären. Pro Person wurden die Gutschriften (getrennt nach Preisdifferenz und Restmenge) und die Kosten für verbrauchte Medikamente während der Verblisterung bestimmt. Es wurde berechnet, welche Kosten der Krankenkasse entstanden wären, wenn die Patienten nicht an der Verblisterung teilgenommen hätten. Dazu wurde zunächst die für den Evaluationszeitraum relevante Menge jedes Medikaments für jeden Patienten bestimmt. Sie setzte sich zusammen aus der tatsächlich verbrauchten Menge und der Restmenge. Der pro Einheit der festen oralen Darreichungsform relevante Preis wurde bestimmt. Dazu wurden vom Apothekenverkaufspreis der verordneten Packung 2 abgezogen, da dieser Betrag den Krankenkassen pauschal gutgeschrieben wird. Dieser reduzierte Preis wurde durch die Stückzahl der Packung geteilt. Dieser Preis pro Einheit wurde mit der oben bestimmten Anzahl 11 R Development Core Team (2005) R: A language and environment for statistical computing. R Foundation for Statistical Computing, Vienna, Austria. ISBN ( 22

24 relevanter Einheiten multipliziert, so dass sich die (vor der patientenindividuellen Verblisterung) relevanten Medikamentenausgaben ergaben. Wurden die Gutschriften durch die Medikamentenkosten geteilt, so resultierte der Anteil der aus der Perspektive der Krankenkassen vermeidbaren Kosten. Dieser Anteil wurde getrennt für Gutschriften aus Restmenge, für Gutschriften aus Preisdifferenz sowie für Gutschriften insgesamt berechnet. Um die Unsicherheit dieser Anteile abschätzen zu können, wurden mit Hilfe des Bootstrap-Verfahrens 12 approximative 95 %-Konfidenzintervalle bestimmt. Es wurden Patienten aus dem ursprünglichen Datensatz gezogen, wobei folgendes Verfahren angewandt wurde: Wenn die Daten eines der Patienten nach einem Zufallsprinzip gezogen worden waren, wurde der Datensatz wie ein Ball, der zuvor aus einer Urne genommen worden war, wieder zurückgelegt. So wurden Datensätze simuliert, die alle denselben Umfang des ursprünglichen Datensatzes besitzen. Für jeden dieser Datensätze wurden die gesuchten Statistiken, d. h. die Anteile bestimmt und das 2,5 %-Quantil sowie das 97,5 %- Quantil als untere bzw. obere Grenze des Konfidenzintervalls gewählt Wechsel von Originalpräparaten zu Generika Es sollte geprüft werden, ob durch die Verblisterung signifikant häufiger Generika an Stelle von Originalpräparaten verschrieben werden. Dazu wurde auf Basis der Verschreibungen (Originalpräparat versus Generikum) aller AOK-versicherten Studienteilnehmer eine Vierfeldertafel mit den Bezeichnungen Vorher bzw. Nachher als Spalten und Original bzw. Generikum als Zeilen erstellt. Die Zuordnung erfolgt über den Hersteller. Importe wurden dabei als Originalpräparate gewertet. Es wurden die relativen Risiken, die Odds Ratios sowie die zugrunde liegenden Wahrscheinlichkeiten bestimmt, dass ein Originalpräparat verschrieben wurde. 13 In diese Berechnung flossen nur die Medikamente ein, deren ATC-Code zu den ATC-Codes der derzeit patientenindividuell verblisterten Medikamenten gehören. 12 Efron B und Tibshirani RJ (1993) An Introduction to the Bootstrap. Monographs on Statistics and Applied Probability 57. New York, London: Chapman & Hall. 13 Schumacher M und Schulgen G (2002) Methodik klinischer Studien. Berlin, Heidelberg: Springer. 23

25 4.3.3 Kostenveränderungen durch den Wechsel von Originalpräparaten zu Generika und durch Dosisveränderungen Als Datengrundlage dienten Krankenkassendaten aller Versicherten mit Datenlieferung der Krankenkasse. Es wurden nur Verschreibungen solcher ATC-Codes berücksichtigt, die bei der personenbezogenen Verblisterung verblistert wurden. Jeder PZN wurde der Apothekenverkaufspreis vom zugeordnet. Pro ATC- Code wurde auf dieser Grundlage der durchschnittliche Preis pro DDD für die Szenarien mit und ohne Verblisterung bestimmt. Für jeden ATC-Code wurde über alle Versicherten die insgesamt verschriebene Menge an DDD bestimmt. Diese wurde einmal für das Szenario ohne Verblisterung und einmal für das Szenario mit Verblisterung mit dem durchschnittlichen Preis pro ATC-Code pro DDD multipliziert. Die so errechneten Kosten wurden für beide Szenarien über alle ATC-Codes aggregiert. Es wurde der Faktor bestimmt, um den sich die so errechneten Kosten im Szenario mit Verblisterung zum Szenario ohne Verblisterung unterscheiden. Es wurde angenommen, dass sich dieser Faktor aus zwei Komponenten 14 zusammensetzt: Erstens dem Wechsel von Herstellern, z. B. dem Wechsel von Originalpräparaten auf Generika, und zweitens den potentiellen Dosisveränderungen in der Verschreibung, da z. B. keine halben Tabletten verblistert wurden. Um den Effekt der Dosisveränderung zu quantifizieren, wurde die oben beschriebene Analyse in dergestalt veränderter Form wiederholt, dass sich die Preise pro DDD zusätzlich auf die jeweilige Dosierung bezogen. Der Effekt durch den Wechsel von Herstellern wurde quantifiziert, indem der Gesamteffekt durch den Effekt der Dosisveränderung geteilt wurde. Konfidenzintervalle der einzelnen Effekte wurden mit Hilfe des Bootstrap-Verfahrens bestimmt Hat eine der beiden Komponenten keinen tatsächlichen Effekt, so bezieht sich der geschätzte Effekt ausschließlich auf die andere Komponente. Das heißt wird ein Effekt als nicht signifikant betrachtet, so erübrigt sich die Unterteilung des Effekts. 15 Efron B und Tibshirani RJ (1993) An Introduction to the Bootstrap. Monographs on Statistics and Applied Probability 57. New York, London: Chapman & Hall. 24

26 5 Datenerhebung und Ergebnisse Nachfolgend werden gewählte Kosten- und Nutzenindikatoren der konkret erhobenen Daten sowie der ermittelten Ergebnisse dargestellt und bewertet. Die Abfolge ergibt sich aus den gewählten Sichtweisen. 5.1 Datengrundlage Zeitlicher Verlauf des Einschlusses der Heimbewohner in den Pilotversuch von Sept bis Dez Tabelle 2: Anzahl der ausgelieferten Wochenblister von September 2004 bis Dezember 2005 Jahr Kalenderwoche Anzahl Wochenblister Quelle: Eigene Darstellung nach Daten assist Pharma. Der Verlauf zeigt den Anstieg der Zahl der ausgelieferten Wochenblister. Initial wurden knapp über 20 Bewohner mit Wochenblistern versorgt. Nach acht Wochen waren es 144, nach 16 Wochen 212. Die derzeitige Anzahl von etwa 300 bis 320 Wochenblistern wurde nach etwa einem halben Jahr erreicht. 25

27 Abbildung 2: Gelieferte Wochenblister im Pilotprojekt Anzahl der Wochenblister Kalenderwoche Quelle: Eigene Darstellung nach Daten von assist Pharma Anzahl der eingeschlossenen Heimbewohner (Stichtagsbetrachtung) Vom 10. bis zum 19. Mai 2006 wurde in allen vier beteiligten Heimen eine Gesamterhebung der Bewohner nach demographischen Daten, Versichertenstatus, Verordnungen und Stand der Verblisterung durchgeführt. 26

28 Tabelle 3: Gesamtzahl der am Pilotprojektteilnehmenden nach Erfassung aller Heimbewohner vom Summe Bewohner PKV- GKV- Davon mit Davon aktiv über alle Versicherte Versicherte Einver- im Pilotprojekt Alten- und ständnis- Pflegeheime erklärung Weiblich Männlich Quelle: Eigene Darstellung nach Daten von assist Pharma. Anteil an allen Heimbewohnern in % Anteil an den GKV- Versicherten in % Tabelle 4: Anteil der Projektteilnehmenden an allen Heimbewohner bzw. an allen GKV-Versicherten Summe über alle Absolute Anteil an Heimbewohner Zahl den GKV- Versicherten mit Einverständniserklärung in % Alle Heimbewohner % GKV-Versicherte ,9% 100% GKV-Versicherte mit ,9% 80,4% 100% Einverständniserklärung GKV-Versicherte, die ,5% 61,4% 76,4% Blister erhalten Quelle: Eigene Darstellung; Daten assist Pharma Bezogen auf alle Heimbewohner erhielten zum Zeitpunkt mit 307 von insgesamt 516 Heimbewohnern 59,5% im Pilotprojekt einen Wochenblister. Bezieht man die Anzahl derjenigen, die am Pilotversuch teilnehmen nur auf diejenigen, von denen eine Einwilligungserklärung zur Teilnahme vorliegt, waren 76,4% eingeschlossen. D. h. 23,6% derjenigen, von denen eine Einverständniserklärung zur Teilnahme vorlag, waren nicht in das Pilotprojekt eingeschlossen. Dies lag zum einen daran, dass ca. 8% der Bewohner mit einer Einwilligungserklärung nicht im Sortiment befindliche Medikamente bzw. nicht feste orale Darreichungsformen (z.b. 16 Diese und die weiteren detaillierten Aufstellungen der demographischen und Versicherungsdaten der Bewohner sowie der Verblisterung haben Gudrun Emmerich und Marc Hargarter von assist Pharma erhoben und uns zur Verfügung gestellt. 27

29 Salben, Tropfen) verordnet wurden. Zum anderen wurden die verblisterbaren Verordnungen nicht an den Pilotversuch weitergegeben. Des weiteren wird auch bei den 307 eingeschlossenen Personen nicht das volle Potenzial verblisterungsfähiger fester oraler Darreichungsformen erreicht. Von den im Mai GKV-Versicherten mit Einverständniserklärung erhielten 134 Personen eine Quote von 100% ihrer festen oralen verblisterungsfähigen Darreichungsformen. Dies entspricht 44% aller Personen, die mit einem Blister beliefert werden. Bei 65 Personen bestand die Möglichkeit, Medikamente zu verblistern, davon wurde aber kein Gebrauch gemacht. Das entspricht 16% aller Personen, für die eine Einwilligungserklärung zur Teilnahme abgegeben worden ist. Hier liegt auch ein Mischbild von Gründen vor, das sich nicht mehr eindeutig den Akteuren Personal des Heims, Ärzte, Apotheken zuweisen lässt. Von den 402 Personen mit Einwilligungserklärung lag bei 390 Personen auf Grund chronischer Erkrankungen auch ein Bedarf an dauerhafter Versorgung mit Arzneimitteln vor. An insgesamt 234 Personen wurden nicht feste orale, an 383 feste orale Darreichungsformen verabreicht. Blisterfähig wären davon Medikamente bei insgesamt 369 Bewohnern. Bei insgesamt 93 Bewohnern wurde davon zum Teil kein Gebrauch gemacht, da die festen oralen Darreichungsformen als Teilung verordnet wurden und somit nicht verblisterungsfähig sind Detaillierte Darstellung und Analyse der Verordnungen der Heimbewohner mit Einwilligungserklärung zur Teilnahme am Pilotversuch Im Zeitraum Mai 2006 wurde von assist Pharma bei allen Heimbewohnern, für die eine Einwilligungserklärung zur Teilnahme am Pilotversuch vorlag, eine Untersuchung vorgenommen, wie hoch die Anteile der nicht verblisterungsfähigen, aber auch der verblisterungsfähigen und nicht verblisterten Medikamente sind. 28

30 Abbildung 3: Aufteilung der Verschreibungen nach Typ der Medikation (Bedarfsund Kurzzeitmedikation versus Dauermedikation) Bedarfs- oder Kurzzeitmedikation 29% Total chronische Medikation % Total Medikationsart Quelle: Eigene Darstellung nach Daten von assist Pharma. Auf die 402 GKV-Versicherten, von denen eine Einverständniserklärung zur Teilnahme am Pilotprojekt vorliegt, entfielen Verschreibungen, d. h. 8,1 Verschreibungen im Durchschnitt pro Bewohner. 932 Verschreibungen, also 29%, fielen als Bedarfs- bzw. Kurzzeitmedikationen aus für die Verblisterung. Von den Verschreibungen über dauerhaft einzunehmende Medikamente fielen wiederum 431 (19%) für die Verblisterung aus, da es sich nicht um feste orale Darreichungsformen handelt. 29

31 Abbildung 4: Aufteilung der Dauermedikation in die Anteile feste und nicht feste orale Darreichungsformen Bedarfs- oder Kurzzeitmedikation 29% chro- 431 nicht FOD - 19% Total nische Medikation 71% FOD - 81% Total Medikationsart Darreichungsform Quelle: Eigene Darstellung nach Daten von assist Pharma. Abbildung 5: Aufteilung der festen oralen Darreichungsformen nach Verblisterungsfähigkeit Bedarfs - oder Kurzzeitm edikation 29% n icht FOD - 19% Total FOD - 81% 435 chronische Medikation % nicht blisterfähig - 23% blister fähig - 77% 0 Total Medikationsart Darreichungsform Blisterfähigkeit Quelle: Eigene Darstellung nach Daten von assist Pharma. 30

32 Von den insgesamt Verordnungen, die als feste orale Darreichungsformen eingenommen werden, sind insgesamt 435 (23%) nicht verblisterungsfähig. Dies liegt an folgenden Gründen: 259 Verordnungen sind prinzipiell von der Verblisterung ausgeschlossen, da sie u. a. Betäubungsmittel umfassen (0,5%), keine Zielindikation aufweisen (7%), nicht erstattungsfähig sind (15%) oder die verschriebene Wirkstoffmenge nur durch Teilung bzw. Doppelung erreichbar wäre (77,5%). Abbildung 6: Anteil der aktuell im Pilotversuch verblisterten festen oralen Darreichungsformen im Verhältnis zu den potenziell verblisterbaren Verordnungen Bedarfs- oder Kurzzeitmedikation 29% Total fähig chronische Medikation % 431 nicht FOD - 19% nicht 435 blisterfähig - FOD - 81% 23% blisterfähig % 106 Teilung - 7% Direkt % % v. bli- ster- 0 Total Medikationsart Darreichungsform Blisterfähigkeit Art der Blisterfähigkeit verblistert Quelle: Eigene Darstellung nach Daten von assist Pharma. Die restlichen verblisterbaren 176 Verordnungen waren aus folgenden Gründen nicht verblisterungsfähig: Wirkstoff (65%), Stärke (30%) oder Darrreichungsform (6%) befanden sich nicht im aktuellen Sortiment der von assist Pharma verblisterten festen oralen Darreichungsformen. Durch die Erweiterung des Sortiments sind 18% der 176 noch nicht verblisterten Arzneimittel nunmehr auch verblisterbar. Derzeit werden im Pilotversuch 955 der verblisterungsfähigen Verordnungen verblistert, was einem Anteil von 66% entspricht. 31

Patientenindividuelle Verblisterung von Arzneimitteln

Patientenindividuelle Verblisterung von Arzneimitteln Patientenindividuelle Verblisterung von Arzneimitteln Inhaltsübersicht Patientenindividuelle Verblisterung von Arzneimitteln 1. Ausgangssituation 2. Lösungsansätze 3. Aktueller Stand in Deutschland 4.

Mehr

Patientensicherheit ReduPharm KREATIV

Patientensicherheit ReduPharm KREATIV Patientensicherheit ReduPharm KREATIV Projekt: ReduPharm KREATIV im Wichern-Haus der Diakonie Düsseldorf in Kooperation mit der Universität Witten-Herdecke Ausgangssituation: Mangelnde Aufklärung der

Mehr

Pflegesachleistungen und Zuschüsse für Pflegehilfsmittel

Pflegesachleistungen und Zuschüsse für Pflegehilfsmittel II.5 Ambulante Angebote Pflegesachleistungen und Zuschüsse für Pflegehilfsmittel Finanzielle Stärkung der ambulanten Pflege Worum geht es? Für Pflegebedürftige, die zu Hause gepflegt werden, gibt es neben

Mehr

Die Gesundheitsreform: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick

Die Gesundheitsreform: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick Die Gesundheitsreform: Neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick Prozentuale Zuzahlung Grundsätzlich wird künftig bei allen Leistungen eine Zuzahlung von

Mehr

BAnz AT 06.08.2014 B2. Beschluss

BAnz AT 06.08.2014 B2. Beschluss Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII - Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach 35a SGB

Mehr

Patientenindividuelle Arzneimittel-Verblisterung für Bewohner von Pflegeheimen (PIVP)

Patientenindividuelle Arzneimittel-Verblisterung für Bewohner von Pflegeheimen (PIVP) Patientenindividuelle Arzneimittel-Verblisterung für Bewohner von Pflegeheimen (PIVP) Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse des Modellprojekts der AOK Bayern nach 63-65 SGB V Univ.-Prof. Dr. G. Neubauer

Mehr

Polypharmazie im Alter: Eine Einführung

Polypharmazie im Alter: Eine Einführung Polypharmazie im Alter: Eine Einführung Prof. Dr. Roland Radziwill Apotheke und Patienten- Beratungs-Zentrum Nürnberg, 16.06.2012 Seite 1 Gliederung Wer ist von Polypharmazie hauptsächlich betroffen? Welche

Mehr

Ältere Patienten unterschätzen die Risiken bei der Einnahme mehrerer Arzneimittel

Ältere Patienten unterschätzen die Risiken bei der Einnahme mehrerer Arzneimittel Pressemitteilung Wissenschaftliches Institut der AOK HAUSANSCHRIFT Rosenthaler Str. 31 D-10178 Berlin POSTANSCHRIFT Postfach 11 02 46 D-10832 Berlin TELEFON +49 30 34646-2393 FAX +49 30 34646-2144 INTERNET

Mehr

Abschlussbericht (Kurzversion)

Abschlussbericht (Kurzversion) Prof. Dr. Klaus Stüwe Marion Kühn M. A. Jasmin Gotschke M. Sc. Maßnahmen der deutschen (Erz-) Bistümer zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer Familienfreundlichkeit in den deutschen

Mehr

Patientenindividuelle manuelle Neuverpackung von Fertigarzneimitteln für bestimmte Einnahmezeitpunkte

Patientenindividuelle manuelle Neuverpackung von Fertigarzneimitteln für bestimmte Einnahmezeitpunkte Leitlinie Kommentar Arbeitshilfe Leitlinie der Bundesapothekerkammer zur Qualitätssicherung Patientenindividuelle manuelle Neuverpackung von Fertigarzneimitteln für bestimmte Stand: 26.11.2014 Inhaltsverzeichnis

Mehr

Entlassmanagement an Krankenhäusern Analyse der aktuellen Versorgungssituation und Organisation in Deutschland

Entlassmanagement an Krankenhäusern Analyse der aktuellen Versorgungssituation und Organisation in Deutschland Entlassmanagement an Krankenhäusern Analyse der aktuellen Versorgungssituation und Organisation in Deutschland Verena Carew 21.11.2014 Ausgangsbasis Entlassmanagement Entlassmanagement bezeichnet die Abläufe,

Mehr

Arzneimittelversorgung in stationären Pflegeeinrichtungen im Rahmen der Dauermedikation Optionen, Nutzen, Potenziale

Arzneimittelversorgung in stationären Pflegeeinrichtungen im Rahmen der Dauermedikation Optionen, Nutzen, Potenziale Arzneimittelversorgung in stationären Pflegeeinrichtungen im Rahmen der Dauermedikation Optionen, Nutzen, Potenziale Studie im Auftrag des Bundesverbandes Patientenindividueller Arzneimittelverblisterer

Mehr

Die neue Begutachtungssystematik in der Pflege: Wie spiegeln sich tatsächliche Aufwände in den neuen Pflegestufen?

Die neue Begutachtungssystematik in der Pflege: Wie spiegeln sich tatsächliche Aufwände in den neuen Pflegestufen? Die neue Begutachtungssystematik in der Pflege: Wie spiegeln sich tatsächliche Aufwände in den neuen Pflegestufen? MDK-Kongress, 6. November 2014 in Berlin Prof. Dr. Heinz Rothgang Zentrum für Sozialpolitik

Mehr

Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung neurologischer Erkrankungen Einführung in die Thematik

Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung neurologischer Erkrankungen Einführung in die Thematik Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung neurologischer Erkrankungen Einführung in die Thematik Dr. med. Dr. rer. pol. Anja Neumann Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Wasem 1 Agenda: 1. Warum beschäftigen

Mehr

Abb. 1: Krankenhaussterblichkeit unterteilt in Geschlechter und Altersklassen

Abb. 1: Krankenhaussterblichkeit unterteilt in Geschlechter und Altersklassen Vor dem Herzinfarkt sind nicht alle gleich: Zu Geschlechterdifferenzen in der Sterblichkeit und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit akutem Herzinfarkt im Krankenhaus - Daten des Berliner Herzinfarktregisters

Mehr

Seroquel Prolong ermöglicht kontinuierliche Therapie über alle Phasen

Seroquel Prolong ermöglicht kontinuierliche Therapie über alle Phasen Monotherapie bipolar affektiver Störung Seroquel Prolong ermöglicht kontinuierliche Therapie über alle Phasen Bonn (8. März 2010) Mit der Zulassung von Seroquel Prolong (Quetiapin) zur Phasenprophylaxe

Mehr

Pharmaökonomiestudien (PÖS) unter Praxisbedingungen. Ein realistischer Weg zur Kosten-Effektivitäts-Bewertung von Arzneimitteln.

Pharmaökonomiestudien (PÖS) unter Praxisbedingungen. Ein realistischer Weg zur Kosten-Effektivitäts-Bewertung von Arzneimitteln. Pharmaökonomiestudien (PÖS) unter Praxisbedingungen Ein realistischer Weg zur Kosten-Effektivitäts-Bewertung von Arzneimitteln. 6 Kernfragen der Wirtschaftlichkeitsbewertung einer Arzneimittelverordnung

Mehr

Gute Aussichten trotz vorübergehender Überkapazitäten

Gute Aussichten trotz vorübergehender Überkapazitäten Pflegeheime Gute Aussichten trotz vorübergehender Überkapazitäten Berlin (30. Juni 2009) - Teure Pflegeheime sind nicht die besseren, die regionalen Preisunterschiede sind enorm, die Zahl der Pflegefälle

Mehr

Aufgabe 1 Kolloquium zur Klausur Innovationscontrolling Sommersemester 2014

Aufgabe 1 Kolloquium zur Klausur Innovationscontrolling Sommersemester 2014 Aufgabe 1 Kolloquium zur Klausur Innovationscontrolling Sommersemester 2014 Dipl.-Kfm. Stephan Körner Aufgabe 1: Investitionscontrolling (40 Punkte) Die Bleier & Mine GmbH ist Herstellerin von Büroartikeln

Mehr

Anlage 2 Empfehlungen und Erläuterungen

Anlage 2 Empfehlungen und Erläuterungen Anlage 2 Empfehlungen und Erläuterungen Anlage 2 zur Vereinbarung gemäß 31a Abs. 4 Satz 1 SGB V über Inhalt, Struktur und Vorgaben zur Erstellung und Aktualisierung eines Medikationsplans sowie über ein

Mehr

ARBEITSBOGEN 11: ARZNEIMITTELBERATUNG ÄRZTLICHE VERORDNUNGEN

ARBEITSBOGEN 11: ARZNEIMITTELBERATUNG ÄRZTLICHE VERORDNUNGEN I Hinweis zur Bearbeitung des Arbeitsbogens Informieren und beraten Sie einen Patienten über ein Fertigarzneimittel (FAM) bei der Abgabe im Rahmen einer ärztlichen Verordnung. Grundlage des Arbeitsbogens

Mehr

4.1.3 Arzneimittel. Abbildung 4.1.4

4.1.3 Arzneimittel. Abbildung 4.1.4 4.1.3 Arzneimittel Durch Verordnung neuer und teuerer Medikamente steigt der Arzneimittelumsatz. Der Arzneimittelverbrauch lässt sich anhand der Umsatzzahlen, der Zahl der verordneten Packungen sowie anhand

Mehr

Realität im ambulanten Sektor zwischen Versorgungsauftrag und Versorgungsumfang?

Realität im ambulanten Sektor zwischen Versorgungsauftrag und Versorgungsumfang? Versorgung per Gesetz? / 9. IGES Innovationskongress Realität im ambulanten Sektor zwischen Versorgungsauftrag und Versorgungsumfang? Dr. Torsten Fürstenberg, Patrick Gierling IGES Institut Berlin, 27.10.2011

Mehr

Kosten und Nutzen in der Medizin

Kosten und Nutzen in der Medizin Kosten und Nutzen in der Medizin Die Analyse von Effizienzgrenzen : Methode zur Bewertung von Verhältnissen zwischen Nutzen und Kosten (Kurzfassung) Stand: 18.04.2013 Bereits seit den 1970er-Jahren sind

Mehr

Wirtschaftlichkeit und Effektivität verbesserter ambulant-stationärer Verzahnung durch Case Management

Wirtschaftlichkeit und Effektivität verbesserter ambulant-stationärer Verzahnung durch Case Management Tanja C. Wiedemann Wirtschaftlichkeit und Effektivität verbesserter ambulant-stationärer Verzahnung durch Case Management Eine Fall-Kontroll-Studie der Versorgung Früh- und Risikogeborener durch den Bunten

Mehr

Signifikanztests zur Prüfung von Unterschieden in der zentralen Tendenz -Teil 1-

Signifikanztests zur Prüfung von Unterschieden in der zentralen Tendenz -Teil 1- SPSSinteraktiv Signifikanztests (Teil ) - - Signifikanztests zur Prüfung von Unterschieden in der zentralen Tendenz -Teil - t-test bei einer Stichprobe - SPSS-Output Der t-test bei einer Stichprobe wird

Mehr

Zur Differenzierung der Pflege im Alter in Deutschland

Zur Differenzierung der Pflege im Alter in Deutschland Zur Differenzierung der Pflege im Alter in Deutschland Rembrandt Scholz Jahrestagung der DGD: Soziale Ungleichheit und demografischer Wandel 6. 8. März 2013; Veranstaltungsort : Bundesamt für Bauwesen

Mehr

Es müssen nicht immer Medikamente

Es müssen nicht immer Medikamente ARZNEIMITTEL 64 Nehmen Sie Medikamente? Gegen viele Krankheiten gibt es heute wirksame Arzneimittel. Sie sind meist ein wichtiger Teil der Therapie neben anderen Therapieformen. Viele PatientInnen nehmen

Mehr

Epidemiologie Herzinsuffizienz 14.10.2012. Chronische Herzinsuffizienz ist häufig!

Epidemiologie Herzinsuffizienz 14.10.2012. Chronische Herzinsuffizienz ist häufig! Apothekenbasiertes interdisziplinäres Programm für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (PHARM-CHF): eine randomisierte kontrollierte Studie Prof. Dr. Ulrich Laufs und Prof. Dr. Martin Schulz Kardiologie,

Mehr

P r e s s e m a p p e

P r e s s e m a p p e Pressemappe Zusammenfassung und wichtigste Ergebnisse Das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP) untersucht die Arzneimittelversorgung von Privatversicherten seit mehr als zehn Jahren auf der Grundlage

Mehr

EU Referendum Brexit und die Folgen für deutsche Unternehmen. Juni 2016

EU Referendum Brexit und die Folgen für deutsche Unternehmen. Juni 2016 EU Referendum Brexit und die Folgen für deutsche Unternehmen Juni 2016 Hintergrund 2 Hintergrund Der Brexit wird das Umfeld für deutsche Unternehmen deutlich verändern Der Austritt des Vereinigten Königreichs

Mehr

Sozialhilfe in Deutschland

Sozialhilfe in Deutschland Sozialhilfe in Deutschland 2010 Statistisches Bundesamt Was beschreibt die Sozialhilfestatistik? Die Sozialhilfe schützt als letztes Auffangnetz vor Armut, sozialer Ausgrenzung sowie besonderer Belastung.

Mehr

Anlage 2 Bewertungssystematik

Anlage 2 Bewertungssystematik Vereinbarung nach 115 Abs. 1a Satz 6 SGB XI über die Kriterien der Veröffentlichung sowie die Bewertungssystematik der Qualitätsprüfungen der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung sowie gleichwertiger

Mehr

Die Heilmittelversorgung der Privatversicherten. Mehrumsatz und Unterschiede zur GKV. Verena Finkenstädt. W I P K u r z a n a l y s e 1/2016

Die Heilmittelversorgung der Privatversicherten. Mehrumsatz und Unterschiede zur GKV. Verena Finkenstädt. W I P K u r z a n a l y s e 1/2016 W I P K u r z a n a l y s e 1/2016 Die Heilmittelversorgung der Privatversicherten im Jahr 2014 Mehrumsatz und Unterschiede zur GKV Verena Finkenstädt Gustav-Heinemann-Ufer 74 c 50968 Köln Telefon +49

Mehr

1) Parameter > Betriebsstätte

1) Parameter > Betriebsstätte Software Versionsnummer 11.5.3817 Kaufmann Mittelstand Thema Kurzarbeitergeld abrechnen Datum Oktober 2010 Mit Kaufmann Mittelstand 2011 rechnen Sie ab sofort auch Kurzarbeitergeld ab. Das Programm unterstützt

Mehr

TEIL 13: DIE EINFACHE LINEARE REGRESSION

TEIL 13: DIE EINFACHE LINEARE REGRESSION TEIL 13: DIE EINFACHE LINEARE REGRESSION Die einfache lineare Regression Grundlagen Die einfache lineare Regression ist ebenfalls den bivariaten Verfahren für metrische Daten zuzuordnen 1 Sie hat einen

Mehr

Zeit zum Handeln - finanzielle Stabilität in der Krankenversicherung ist keine Utopie!

Zeit zum Handeln - finanzielle Stabilität in der Krankenversicherung ist keine Utopie! Zeit zum Handeln - finanzielle Stabilität in der Krankenversicherung ist keine Utopie! Dies ist die Realität in der öffentlichen Diskussion: Tagesspiegel, 22.10.2005 Das eigentliche Problem ist die Kostenexplosion

Mehr

Absender Versicherungsnummer. Die haushaltsführende Person ist/war Mitglied oder mitversichert und kann den Haushalt nicht weiterführen.

Absender Versicherungsnummer. Die haushaltsführende Person ist/war Mitglied oder mitversichert und kann den Haushalt nicht weiterführen. L 554 Absender Versicherungsnummer Postbeamtenkrankenkasse 70467 Stuttgart Mitglied (, ) Datum Telefon Erklärung zur Familien- und Haushaltshilfe Anlage zum Leistungsantrag 1. Angaben zur haushaltsführenden

Mehr

BARMER GEK Studienergebnisse zur Versorgung von Patienten mit Diabetes mellitus

BARMER GEK Studienergebnisse zur Versorgung von Patienten mit Diabetes mellitus BARMER GEK Studienergebnisse zur Versorgung von Patienten mit Diabetes mellitus 1 Impressum Herausgeber BARMER GEK 10837 Berlin www.barmer-gek.de Autorin des Textes Dipl.-Soz.-Wiss. Petra Kellermann-Mühlhoff,

Mehr

17. März 2011 Deutsches Patent- und Markenamt. Dr. Christopher Brückner

17. März 2011 Deutsches Patent- und Markenamt. Dr. Christopher Brückner Definition des Erzeugnisses in Abhängigkeit von der pharmakologischen Wirkung Verhältnis zu Erwägungsgrund 14 der EG-Verordnung 1610/96 und Auswirkungen für die pharmazeutische Industrie 17. März 2011

Mehr

DJI-Kinderbetreuungsstudie 2005

DJI-Kinderbetreuungsstudie 2005 25 Erste Ergebnisse Durchführung: Deutsches Jugendinstitut, München, in Zusammenarbeit mit der Dortmunder Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik Feldarbeit: INFAS Bonn Förderung: Bundesministerium

Mehr

Die Bedeutung der Privatversicherten für Apotheken. Frank Wild

Die Bedeutung der Privatversicherten für Apotheken. Frank Wild W I P K u r z a n a l y s e 3/2016 1/2017 Die Bedeutung der Privatversicherten für Apotheken Frank Wild Gustav-Heinemann-Ufer 74 c 50968 Köln Telefon +49 221 9987 1652 Telefax +49 221 9987 1653 E-Mail:

Mehr

Arzneimittelzielvereinbarung für das Jahr 2006... Seite 1 von 5. Zielvereinbarung. gemäß 84 Abs. 1 SGB V

Arzneimittelzielvereinbarung für das Jahr 2006... Seite 1 von 5. Zielvereinbarung. gemäß 84 Abs. 1 SGB V Arzneimittelzielvereinbarung für das Jahr 2006... Seite 1 von 5 Zielvereinbarung gemäß 84 Abs. 1 SGB V über Maßnahmen zur Einhaltung des Ausgabenvolumens der Arznei- und Verbandmittel für das Jahr 2006...

Mehr

Pflegeprozess. Instrument professioneller Pflege

Pflegeprozess. Instrument professioneller Pflege Pflegeprozess Instrument professioneller Pflege 4 - Schritt - Modell der WHO 1. Assessment Einschätzung 2. Planning Planung 3. Intervention Durchführung 4. Evaluation Beurteilung der Wirkung V. Thiel &

Mehr

Glück ist machbar. Nutzen und Sinn Beruflicher Rehabilitation

Glück ist machbar. Nutzen und Sinn Beruflicher Rehabilitation Glück ist machbar Nutzen und Sinn Beruflicher Rehabilitation Ergebnisse der Evaluationsstudie Von Synthesis Forschung und IBE im Auftrag des BBRZ Mai 2015 Untersuchungsgegenstand: Nutzen und Sinn Beruflicher

Mehr

Neue Arzneimittelverträge der BKK ZF & Partner

Neue Arzneimittelverträge der BKK ZF & Partner Neue Arzneimittelverträge der BKK ZF & Partner Vielleicht haben Sie schon der Presse entnommen: Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung steigen jedes Jahr um ca. 5 %. Die Mehrausgaben

Mehr

Arzneimittelpreise für Zubereitungen aus Fertigarzneimitteln nach der 15. AMG-Novelle, insbesondere für parenterale Zubereitungen in der Onkologie

Arzneimittelpreise für Zubereitungen aus Fertigarzneimitteln nach der 15. AMG-Novelle, insbesondere für parenterale Zubereitungen in der Onkologie 24. Januar 2010 Arzneimittelpreise für Zubereitungen aus Fertigarzneimitteln nach der 15. AMG-Novelle, insbesondere für parenterale Zubereitungen in der Onkologie Die rechtlichen Rahmenbedingungen zu den

Mehr

Disease-Management-Programme (DMP)

Disease-Management-Programme (DMP) Management im Gesundheitswesen Krankenversicherung und Leistungsanbieter Disease-Management-Programme (DMP) Reinhard Busse, Prof. Dr. med. MPH FFPH FG Management im Gesundheitswesen, Technische Universität

Mehr

Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) Zentrum für Public Health der Universität Bremen

Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) Zentrum für Public Health der Universität Bremen Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) Zentrum für Public Health der Universität Bremen Institutsdirektor: Prof. Dr. med. E. Greiser Krebs durch Wechseljahres-Hormone in Deutschland

Mehr

Lösungsansätze aus Sicht der Apothekerschaft

Lösungsansätze aus Sicht der Apothekerschaft Fachtagung Polypharmazie und PRISCUS-Liste, 18.11.2010, Berlin Bewertung und Lösungsansätze aus Sicht der Apothekerschaft Heinz-Günter Wolf Präsident der ABDA Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

Mehr

Gesprächsleitfaden zur Umstellung auf Generika in der HIV-Therapie

Gesprächsleitfaden zur Umstellung auf Generika in der HIV-Therapie Gesprächsleitfaden zur Umstellung auf Generika in der HIV-Therapie Rabattverträge zwischen Krankenkassen und Arzneimittelherstellern können Auswirkungen auf die Verordnung Ihrer Medikamente haben: Krankenkassen

Mehr

Gute Klinische Praxis : Prüfungsmaßstäbe für die Ethik-Kommission

Gute Klinische Praxis : Prüfungsmaßstäbe für die Ethik-Kommission Gute Klinische Praxis : Prüfungsmaßstäbe für die Ethik-Kommission ass. iur. Jan Paus, LL.M. Rechtsreferent Ethik-Kommission der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der Medizinischen Fakultät der WWU Münster

Mehr

Ambulante Notfallversorgung im Krankenhaus: Chance oder Problem?

Ambulante Notfallversorgung im Krankenhaus: Chance oder Problem? Ambulante Notfallversorgung im Krankenhaus: Chance oder Problem? am Formen der ambulanten Leistungserbringung im Krankenhaus Vertragsärztliche Behandlung Arztpraxis im Krankenhaus MVZ im Krankenhaus Ermächtigter

Mehr

Vor- und Nachteile von Bring Your Own Device (BYOD) aus Mitarbeitersicht: Eine qualitative Analyse von Interviews

Vor- und Nachteile von Bring Your Own Device (BYOD) aus Mitarbeitersicht: Eine qualitative Analyse von Interviews Vor- und Nachteile von Bring Your Own Device (BYOD) aus Mitarbeitersicht: Eine qualitative Analyse von Interviews Benedikt Lebek, Vanessa Vogel & Michael. H. Breitner Agenda Institut für Wirtschaftsinformatik

Mehr

Vorbemerkung / Ermächtigungsgrundlage für Verfahrensvereinfachungen

Vorbemerkung / Ermächtigungsgrundlage für Verfahrensvereinfachungen Verfahrensvereinfachungen für die Durchführung von Prüfungen bei der Überprüfung der Voraussetzungen für die Nachweisführung über den Betrieb eines alternativen Systems zur Verbesserung der Energieeffizienz

Mehr

Ärzte verkaufen immer mehr Privatleistungen an gesetzlich Krankenversicherte

Ärzte verkaufen immer mehr Privatleistungen an gesetzlich Krankenversicherte Pressemitteilung Wissenschaftliches Institut der AOK HAUSANSCHRIFT Rosenthaler Str. 31 D-10178 Berlin POSTANSCHRIFT Postfach 11 02 46 D-10832 Berlin TELEFON +49 30 34646-2393 FAX +49 30 34646-2144 INTERNET

Mehr

mitglieder.lions.de mitglieder.lions.de Dokumentation

mitglieder.lions.de mitglieder.lions.de Dokumentation 44 64 7. Meldung von Actvities Sichtbar werden Lions arbeiten häufig im Verborgenen. Helfen, und dabei gesehen werden ist wichtig, wenn wir bekannter werden wollen und unsere Leistung steigern möchten.

Mehr

Depressive Störungen bei Frauen und Männern mit koronarer Herzerkrankung: Behandlungsraten und Einstellungen zu antidepressiver Therapie

Depressive Störungen bei Frauen und Männern mit koronarer Herzerkrankung: Behandlungsraten und Einstellungen zu antidepressiver Therapie Depressive Störungen bei Frauen und Männern mit koronarer Herzerkrankung: Behandlungsraten und Einstellungen zu antidepressiver Therapie N. Rieckmann, V. Arolt, W. Haverkamp, P. Martus, A. Ströhle, J.

Mehr

JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbh

JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbh JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbh Kosten des DM 2 in Österreich Jahrestagung der Österreichischen Diabetesgesellschaft Salzburg, 20.11.2015 2 Fragestellungen Welche Kosten verursacht Diabetes

Mehr

Rahmenempfehlung. Zuzahlung nach 28 Abs. 4 SGB V (Praxisgebühr) bei ambulanten Leistungen im Krankenhaus

Rahmenempfehlung. Zuzahlung nach 28 Abs. 4 SGB V (Praxisgebühr) bei ambulanten Leistungen im Krankenhaus Rahmenempfehlung zum Erheben der Zuzahlung nach 28 Abs. 4 SGB V (Praxisgebühr) bei ambulanten Leistungen im Krankenhaus Die Spitzenverbände der Krankenkassen, der AOK-Bundesverband, der BKK-Bundesverband,

Mehr

Dossier zur Kosten-Nutzen-Bewertung gemäß 35b SGB V

Dossier zur Kosten-Nutzen-Bewertung gemäß 35b SGB V Dokumentvorlage, Version vom 14.11.2013 Dossier zur Kosten-Nutzen-Bewertung gemäß 35b SGB V () Modul K1 Zusammenfassung der Aussagen im Dossier

Mehr

Verordnung vom 12. April 1995 über den Risikoausgleich in der Krankenversicherung (VORA)

Verordnung vom 12. April 1995 über den Risikoausgleich in der Krankenversicherung (VORA) Verordnung vom 12. April 1995 über den Risikoausgleich in der Krankenversicherung (VORA) Änderungen vorgesehen für den 1. Januar 2013 Kommentar und Inhalt der Änderungen Bern, XX 2011 2 Inhaltsverzeichnis

Mehr

TVT-Therapie. Bayer HealthCare: Zwei weitere große nicht-interventionelle Xarelto Studien in der Schlaganfall-Präventio

TVT-Therapie. Bayer HealthCare: Zwei weitere große nicht-interventionelle Xarelto Studien in der Schlaganfall-Präventio Bayer HealthCare: Zwei weitere große nicht-interventionelle Xarelto Studien in der Schlaganfall-Präventio Bayer HealthCare Zwei weitere große nicht-interventionelle Xarelto Studien in der Schlaganfall-Prävention

Mehr

Health-i Board - Panel. E-Health in Deutschland. Chancen, Herausforderungen, Risiken. Zum Thema:

Health-i Board - Panel. E-Health in Deutschland. Chancen, Herausforderungen, Risiken. Zum Thema: Health-i Board - Panel Zum Thema: E-Health in Deutschland Chancen, Herausforderungen, Risiken Q1 E-Health, also der Einsatz digitaler Technologien im Gesundheitswesen, schreitet voran. Bei immer mehr Hilfsmitteln

Mehr

Zulassung von Arzneimitteln. Klinische Untersuchungen. Katalin Müllner

Zulassung von Arzneimitteln. Klinische Untersuchungen. Katalin Müllner Zulassung von Arzneimitteln. Klinische Untersuchungen Katalin Müllner Arzneimittel In gesetzlicher Definition sind Arzneimittel Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen, die vom Hersteller, der sie in den

Mehr

4.2.4 Ambulante und stationäre Versorgung im internationalen Vergleich

4.2.4 Ambulante und stationäre Versorgung im internationalen Vergleich 4.2.4 Ambulante und stationäre Versorgung im internationalen Vergleich Die Arztdichte steigt in allen Ländern. In allen betrachteten Gesundheitssystemen erbringen oder veranlassen Ärztinnen und Ärzte den

Mehr

Onkologische Arzneimitteltherapie: Strategien zur praktischen Umsetzung von Informationen durch Anwender und Patienten

Onkologische Arzneimitteltherapie: Strategien zur praktischen Umsetzung von Informationen durch Anwender und Patienten Onkologische Arzneimitteltherapie: Strategien zur praktischen Umsetzung von Informationen durch Anwender und Patienten Dr. Tilman Schöning, Heidelberg Copyright 2015 Dr. Tilman Schöning, Apotheke Universitätsklinikum

Mehr

ZUR TEILNAHMEVEREINBARUNG. zwischen dem. vertreten durch. nachfolgend Krankenhaus genannt. und der. EPRD Endoprothesenregister Deutschland ggmbh

ZUR TEILNAHMEVEREINBARUNG. zwischen dem. vertreten durch. nachfolgend Krankenhaus genannt. und der. EPRD Endoprothesenregister Deutschland ggmbh ZUSATZVEREINBARUNG ZUR TEILNAHMEVEREINBARUNG zwischen dem vertreten durch nachfolgend Krankenhaus genannt und der EPRD Endoprothesenregister ggmbh nachfolgend EPRD ggmbh genannt, - vertreten durch den

Mehr

Adaptive Designs für Phase-II-Studien in der Onkologie. Stefan Englert, Meinhard Kieser Institut für Medizinische Biometrie und Informatik.

Adaptive Designs für Phase-II-Studien in der Onkologie. Stefan Englert, Meinhard Kieser Institut für Medizinische Biometrie und Informatik. Adaptive Designs für Phase-II-Studien in der Onkologie Stefan Englert, Meinhard Kieser Institut für Medizinische Biometrie und Informatik Überblick I. Besonderheiten statistischer Designs in der Onkologie

Mehr

Eine Kopie ihrer Antworten kann für die Dokumentation und Evaluation Ihrer Erfahrungen in der Kindertageseinrichtung verwendet werden.

Eine Kopie ihrer Antworten kann für die Dokumentation und Evaluation Ihrer Erfahrungen in der Kindertageseinrichtung verwendet werden. Evaluationsbogen Liebe Trainerin! Liebe begleitende Erzieherin! Zur internen Evaluation und Weiterentwicklung von Kindergarten plus bitten wir Sie, die nachfolgenden Fragen nach Beendigung des Programms

Mehr

Alzheimer-Wirkstoff Memantine muss für alle Patienten erhalten bleiben

Alzheimer-Wirkstoff Memantine muss für alle Patienten erhalten bleiben Alzheimer-Wirkstoff Memantine muss für alle Patienten erhalten bleiben - Unverständnis über Nutzenbewertung des IQWiG - Versorgungsrealität der Patienten wird durch reine Statistik ausgeblendet - Memantine

Mehr

Eröffnung "NetzWerk psychische Gesundheit", Köln, 2013

Eröffnung NetzWerk psychische Gesundheit, Köln, 2013 Eröffnung "NetzWerk psychische Gesundheit", Köln, 2013 Warum hat die TK das NWpG in NRW ins Leben gerufen? Ausgangslage: 1 2 3 Die Akteure im Gesundheitswesen haben die psychischen Erkrankungen auf Grund

Mehr

Julia Röttger 1, Miriam Blümel 1, Roland Linder², Reinhard Busse 1

Julia Röttger 1, Miriam Blümel 1, Roland Linder², Reinhard Busse 1 Welche Faktoren auf Patientenebene sind mit einer Einschreibung in das DMP Koronare Herzkrankheit assoziiert? Eine Analyse anhand von Befragungs- und Routinedaten. Julia Röttger 1, Miriam Blümel 1, Roland

Mehr

Evidenzbasierte Physiotherapie aktueller Stand und Perspektiven

Evidenzbasierte Physiotherapie aktueller Stand und Perspektiven In Zeiten der evidenzbasierten Medizin muss eine Versorgung, die auf empirischer Grundlage steht, kritisch hinterfragt werden NVL - (A = starke Empfehlung, B = Empfehlung, 0 = Option) Akuter nichtspezifischer

Mehr

STATISTISCHE MUSTERANALYSE - DARSTELLUNGSVORSCHLAG

STATISTISCHE MUSTERANALYSE - DARSTELLUNGSVORSCHLAG STATISTISCHE MUSTERANALYSE - DARSTELLUNGSVORSCHLAG Statistische Methoden In der vorliegenden fiktiven Musterstudie wurden X Patienten mit XY Syndrom (im folgenden: Gruppe XY) mit Y Patienten eines unauffälligem

Mehr

AMNOG: Wichtige Änderungen für die Praxis ab 1. Januar 2011

AMNOG: Wichtige Änderungen für die Praxis ab 1. Januar 2011 Nr. 21 Dezember 2010 InVo Information zu Verordnungen in der GKV Stand: September 2011 AMNOG: Wichtige Änderungen für die Praxis ab 1. Januar 2011 Das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) bewirkt

Mehr

Gebrauchsinformation: Informationen für den Anwender. Lora-ADGC. Wirkstoff: Loratadin 10 mg, Tabletten

Gebrauchsinformation: Informationen für den Anwender. Lora-ADGC. Wirkstoff: Loratadin 10 mg, Tabletten Gebrauchsinformation: Informationen für den Anwender Lora-ADGC Wirkstoff: Loratadin 10 mg, Tabletten Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für

Mehr

Beratung bei Kombination von Arzneimitteln (Medikationsanalyse) spart Kosten Stationsapotheker am UKD Dr. rer. nat. H. Knoth

Beratung bei Kombination von Arzneimitteln (Medikationsanalyse) spart Kosten Stationsapotheker am UKD Dr. rer. nat. H. Knoth Beratung bei Kombination von Arzneimitteln (Medikationsanalyse) spart Kosten Stationsapotheker am UKD Dr. rer. nat. H. Knoth Medizin trifft Kläranlage, Dresden 23.04.2018 Universitätsklinikum Carl Gustav

Mehr

Auswirkungen des Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung auf den GKV- und BKK-Arzneimittelmarkt

Auswirkungen des Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung auf den GKV- und BKK-Arzneimittelmarkt Auswirkungen des Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung auf den GKV- und BKK-Arzneimittelmarkt Analyse aus Arzneimittelverordnungsdaten nach 300 SGB V für die Monate Januar bis

Mehr

Einstellungen und Verhalten gegenüber körperbehinderten Menschen - aus der Sicht und im Erleben der Betroffenen

Einstellungen und Verhalten gegenüber körperbehinderten Menschen - aus der Sicht und im Erleben der Betroffenen Alfred Fries Einstellungen und Verhalten gegenüber körperbehinderten Menschen - aus der Sicht und im Erleben der Betroffenen ATHEN A sverzeichnis Einleitung 11 I Theoretischer Teil 23 1 Behinderung: Begriffliche

Mehr

Kapitel 8: Verfahren für Rangdaten

Kapitel 8: Verfahren für Rangdaten Kapitel 8: Verfahren für Rangdaten Der Mann-Whitney U-Test In Kapitel 8.1 dient eine Klassenarbeit in einer Schule als Beispielanwendung für einen U-Test. Wir werden an dieser Stelle die Berechnung dieses

Mehr

TÜV SÜD AG. Die Tops und Flops des Veränderungsmanagements aus Sicht eines ISO-Auditors KVP Schikane oder Chance?

TÜV SÜD AG. Die Tops und Flops des Veränderungsmanagements aus Sicht eines ISO-Auditors KVP Schikane oder Chance? TÜV SÜD AG Die Tops und Flops des Veränderungsmanagements aus Sicht eines ISO-Auditors KVP Schikane oder Chance? Claus Engler Produktmanager Gesundheitswesen TÜV SÜD Management Service GmbH TÜV SÜD Management

Mehr

Disease-Management-Programme (DMP)

Disease-Management-Programme (DMP) Management im Gesundheitswesen Krankenversicherung und Leistungsanbieter Disease-Management-Programme (DMP) Reinhard Busse, Prof. Dr. med. MPH FFPH FG Management im Gesundheitswesen, Technische Universität

Mehr

zur Vereinbarung nach 73 a SGB V zur Optimierung der Versorgung

zur Vereinbarung nach 73 a SGB V zur Optimierung der Versorgung Anlage 21 zur Vereinbarung nach 73 a SGB V zur Optimierung der Versorgung von Typ 1- und Typ 2-Diabetikern im Rahmen strukturierter Behandlungsprogramme nach 137 f SGB V Vergütung DMP-Leistungen I. Übersicht

Mehr

Expertenstandards Schmerzmanagement in der Pflege

Expertenstandards Schmerzmanagement in der Pflege FORMULIERUNGSHILFEN Stefanie Hellmann Rosa Rößlein Expertenstandards Schmerzmanagement in der Pflege Akute Schmerzen 2 Standards Chronische Schmerzen Mit den aktuellen Transparenzkriterien PESR richtig

Mehr

des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Veröffentlichung des Modells zur Risikoadjustierung gemäß 7 Absatz 2 Satz 3 Anlage 4 QFR-RL

des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Veröffentlichung des Modells zur Risikoadjustierung gemäß 7 Absatz 2 Satz 3 Anlage 4 QFR-RL Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Veröffentlichung des Modells zur Risikoadjustierung gemäß 7 Absatz 2 Satz 3 Anlage 4 QFR-RL Vom 21. Januar 2016 Der Gemeinsame Bundesausschuss hat in

Mehr

Was kostet Inkontinenz?

Was kostet Inkontinenz? Was kostet Inkontinenz? Dr. med. Dr. rer. pol. Anja Neumann Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Wasem 1 Agenda: 1. Warum beschäftigen wir uns mit der Finanzierbarkeit? 2. Gesundheitsökonomische Evaluation Studientypen

Mehr

Univ.-Prof. Dr. Günter Neubauer

Univ.-Prof. Dr. Günter Neubauer Univ.-Prof. Dr. Günter Neubauer Patientenindividuelle Arzneimittel-Verblisterung für Bewohner in Pflegeheimen Bericht zum Modellprojekt der AOK Bayern - Endergebnisse - Experten-Tagung des BVKA am 24.

Mehr

3.3.2 Dauer der Lehrzeit

3.3.2 Dauer der Lehrzeit Seite 1 3.3.2 3.3.2 3.3.2.1 Festsetzung der Lehrzeit Die wird mit Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend in einer Lehrberufsliste (siehe 3.1.2) festgesetzt. Dabei sind folgende

Mehr

Patientenindividuelle Arzneimittel-Versorgung von Einrichtungen

Patientenindividuelle Arzneimittel-Versorgung von Einrichtungen 2003 ADG mbh Patientenindividuelle Arzneimittel-Versorgung von Einrichtungen Patienteninduviduelle Arzneimittel-Versorgung von Einrichtungen Patienteninduviduelle Arzneimittel-Versorgung von Einrichtungen

Mehr

Anlage 1 zum Vertrag zur Verbesserung der patientenorientierten medizinischen Versorgung in Bremen. Betreuungsstruktur

Anlage 1 zum Vertrag zur Verbesserung der patientenorientierten medizinischen Versorgung in Bremen. Betreuungsstruktur Anlage 1 zum Vertrag zur Verbesserung der patientenorientierten medizinischen Versorgung in Bremen zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen (nachfolgend KVHB genannt) und der Techniker Krankenkasse

Mehr

Übergang in den Ruhestand und Renteneinkommen

Übergang in den Ruhestand und Renteneinkommen DZA Deutsches Zentrum für Altersfragen 1 Übergang in den Ruhestand und Renteneinkommen Der Deutsche Alterssurvey (DEAS): Älterwerden und der Einfluss von Kontexten 1996 2002 2008 2011 Einführung Im letzten

Mehr

Gute Noten für die medizinische Versorgung in Deutschland

Gute Noten für die medizinische Versorgung in Deutschland Pressemitteilung HAUSANSCHRIFT POSTANSCHRIFT INTERNET E-MAIL Wilhelmstraße 49, 10117 Berlin 11017 Berlin TEL +49 (0)1888 441-2225 FAX +49 (0)1888 441-1245 www.bmgs.bund.de pressestelle@bmgs.bund.de Berlin,

Mehr

S G A - T i p p 3/08

S G A - T i p p 3/08 S G A - T i p p 3/08 Herausgegeben von der Schutzgemeinschaft für Ärzte (SGA) Redaktion: Dr. iur. Dieter Daubitz, Mühlenplatz 11, 6004 Luzern, Tel. 041 410 35 02 Fax 041 410 38 41 12. Jahrgang, Nr. 3,

Mehr

Kosten und Nutzen aus Sicht der Versorgungsforschung

Kosten und Nutzen aus Sicht der Versorgungsforschung Kosten und Nutzen aus Sicht der Versorgungsforschung g g Dr. med. Dr. rer. pol. Anja Neumann Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Wasem 1 Erklärung Hiermit erkläre ich, Anja Neumann, dass keinerlei persönliche oder

Mehr

Medizinische Forschung am Menschen

Medizinische Forschung am Menschen Wintersemester 2013/14 Vorlesung Ethik in der Medizin Medizinische Forschung am Menschen PD Dr. Alfred Simon Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin Fallbeispiel Forscher haben ein neues

Mehr

Ihre Rechte als Patient/in. Aufgeklärte Patienten Hilfe bei Behandlungsfehlern. KKF-Verlag

Ihre Rechte als Patient/in. Aufgeklärte Patienten Hilfe bei Behandlungsfehlern. KKF-Verlag Ihre Rechte als Patient/in Aufgeklärte Patienten Hilfe bei Behandlungsfehlern Sehr geehrte Versicherte, sehr geehrter Versicherter, welche Rechte haben Sie als Patient/in? Im Laufe Ihres Lebens begeben

Mehr