Erwachsen werden Bedingungen des Aufwachsens Jugendlicher in Deutschland

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1 Erwachsen werden Bedingungen des Aufwachsens Jugendlicher in Deutschland Nora Gaupp Deutsches Jugendinstitut, München Deutsch-französische Fachtagung: Aufwachsen in Deutschland und Frankreich Herausforderungen und Bewältigungsstrategien Journèes d`etude franco-allemades: Devenir autonome en France et en Allemagne Défits et stratégies d`action

2 Übersicht I. Überlegungen zur Definition Jugendlicher II. III. IV. Veränderungen gesellschaftlicher Rahmenbedingungen Ausgewählte Befunde zum Aufwachsen Jugendlicher Fazit 2

3 I Überlegungen zur Definition Jugendlicher Wer ist Jugend? Definition weniger über Altersgrenzen als vielmehr über Lebenssituation und Statuspassagen Differenzierung: Jugendliche ungefähr zwischen Eintritt in die Sekundarstufe und Verlassen der allgemein bildenden Schule und junge Erwachsene zwischen Ende der allgemeinbildenden Schule und Beginn der Erwerbsarbeit und/oder Familiengründung 3

4 II Gesellschaftliche Rahmenbedingungen Demografische Entwicklung der Anteil Jugendlicher an der Bevölkerung ist seit 1990 v.a. in den neuen Bundesländern gesunken der Anteil Jugendlicher verteilt sich regional sehr unterschiedlich (v.a. deutliches West-Ost-Gefälle) der Anteil Jugendlicher mit Migrationshintergrund ist deutlich gestiegen und wird weiter steigen Prognose: tendenziell weiter sinkende Zahl an Jugendlichen 4

5 Demografische Entwicklung: Hamburg Regionale Berlin Verteilung Jugendlicher in Köln Deutschland Frankfurt Anteil Jugendlicher (14 bis 17 Jahre) an der Gesamtbevölkerung Ende 2012 Quelle: Quelle: DJI-Regionaldatenbank auf der Basis der Daten der Statistischen Landesämter München 5

6 Demografische Entwicklung: Anteil Jugendlicher mit Migrationshintergrund 30,0 Jugendliche mit MH 27,5 25,0 22,5 20, Anteil Jugendlicher (15 bis 19 Jahre) mit Migrationshintergrund (MH) an allen Jugendlichen Quelle: Statistisches Bundesamt; Reihe Migration in Deutschland, Jahrgänge seit

7 II Gesellschaftliche Rahmenbedingungen Veränderungen im Bildungswesen: Ausbau von Ganztagsschulen Ausbau schulischer Ganztagsangebote die pädagogisch betreute Zeit dehnt sich aus, die selbst verfügbare, frei planbare Zeit wird weniger der Lernort Schule nimmt durch die wachsende Zahl an Ganztagsangeboten erheblich an Bedeutung zu: Lernort Schule wird zum Lebensort Schule 7

8 II Gesellschaftliche Rahmenbedingungen Veränderungen im Bildungswesen: Selektivität, Durchlässigkeit und Inklusion Nach wie vor stark differenzierte Schulformen und frühe selektierende Bildungsentscheidungen Aber: Bestrebungen nach einer besseren Durchlässigkeit zwischen verschiedenen Bildungswegen und -institutionen z.b. durch bessere Möglichkeiten des Nachholens von Bildungs- und Ausbildungsabschlüssen Ziel der inklusiven Beschulung behinderter Jugendlicher in Regelschulen 8

9 II Gesellschaftliche Rahmenbedingungen Zeitliche Verdichtung &Beschleunigung der Jugendphase u.a. durch verkürzte Schulzeiten (z.b. früheres Einschulungsalter, verkürztes Gymnasium, kürzere Bachelor-Studiengänge) und Wegfall des Wehr- und Zivildienstes. damit verbunden Frage nach möglichen Moratoriums-Zeiten subjektiv empfundener Druck zu schnellen, glatten, zielstrebigen Bildungswegen 9

10 II Gesellschaftliche Rahmenbedingungen Pluralisierung und Individualisierung jugendlicher Lebenswelten Destandardisierung/Individualisierung von Biografien: individuelle Verantwortung für die Gestaltung der eigenen (Bildungs)Biografie unternehmerisches Selbst zudem Unterschiedlichkeit von Lebenslagen in Abhängigkeit von Geschlecht, Bildung und Migrationserfahrungen 10

11 III Befunde zum Aufwachsen Jugendlicher Auszug aus dem Elternhaus Auszug aus dem Elternhaus im Durchschnitt mit 21 (junge Frauen) bzw. 23 Jahren (junge Männer), Rückkehrquote sehr niedrig aufgrund hoher Mietpreise besonders in Großstädten Schwierigkeit für Auszubildende und Studierende sich eine eigene Wohnung zu finanzieren 11

12 III Befunde zum Aufwachsen Jugendlicher Wege in den Beruf Vielfalt an Wegen, Auflösung der Normalbiografie Schule Ausbildung Arbeit deutliche Abhängigkeit von der besuchten Schulform: v.a. für schulisch geringer Gebildete häufig verzögerte und prekäre Wege in den Beruf dennoch gesellschaftliche Erwartung einer Normalbiografie 12

13 III Befunde zum Aufwachsen Jugendlicher Jugendarbeitslosigkeit sinkende Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland seit 2005 (von gut 12%) auf heute 6% deutliche Unterschiede nach Bildungsniveau zu Ungunsten von Jugendlichen mit niedriger Schulbildung Ost-West-Unterschied zu Ungunsten der neuen Bundesländer im europäischen Vergleich niedrige Jugendarbeitslosigkeit (EU über 20% mit starken Unterschieden) 13

14 III Befunde zum Aufwachsen Jugendlicher Bildungserfolg und Geschlecht: höhere Schulabschlüsse von jungen Frauen junge Frauen junge Männer 33, , , , ,6 0 ohne Abschluss Hauptschulabschluss mittlerer Abschluss Hochschulreife Bildungsabschlüsse Jährige 2008 nach Geschlecht Quelle: Bildungsbericht

15 III Befunde zum Aufwachsen Jugendlicher Bildung, Ausbildung und Arbeitslosigkeit junger Migrant/innen niedrigere Schulformen und Schulabschlüsse geringe Ausbildungsbeteiligung v.a. junger Ausländer Jugendarbeitslosigkeit unter jungen Ausländer/innen (mit 10,0 %) doppelt so hoch wie unter jungen Deutschen (4,9 %) aber auch: Übergänge an Hochschulen studienberechtigter junger Migrant/innen häufiger als bei Nicht-Migrant/innen 15

16 III Befunde zum Aufwachsen Jugendlicher Schulformen: Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund 100% 80% 24,6 33, % 11,6 Gymnasium 40% 29,7 38,8 integrierte Sekundarschule Realschule Hauptschule 20% 31,8 16,6 0% mit MH ohne MH 15-Jährige in den verschiedenen Schulformen nach Migrationshintergrund Quelle: Bildungsbericht 2006, Datenquelle PISA-E

17 III Befunde zum Aufwachsen Jugendlicher Armut(sgefährdung) im Jugendalter Jugendliche und junge Erwachsene tragen im Vergleich zu Älteren ein höheres Armutsrisiko deutlich erhöhtes Armutsrisiko bei niedrigem Bildungsniveau Armutsrisiko von jungen Migrant/innen liegt deutlich höher 17

18 IV Fazit Starke soziale Ungleichheiten innerhalb der jungen Generation Die junge Generation wächst in einem wirtschaftlich positiv situierten Deutschland auf Dennoch zeigen sich deutliche soziale Ungleichheiten in den Lebenslagen Jugendlicher in Abhängigkeit von z.b. ihrem Wohnort, ihrem Geschlecht und ihrer Zuwanderungsbiografie Das Gefühl einer begehrten Generation ist nur bei einem Teil der Jugendlichen angekommen 18

19 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Merci beaucoup pour votre attention!

20 Demografische Entwicklung: Anteil Jugendlicher an der Gesamtbevölkerung 14,00 12, Jährige Jährige 10,00 8,00 6,00 4,00 2,00 0,00 Quelle: DJI-Regionaldatenbank auf Basis der Daten des Stat. Bundesamtes zur Bevölkerungsfortschreibung 20

21 Demografische Entwicklung: Anteil Jugendlicher an der Gesamtbevölkerung 14,00 12, Jährige Jährige 10,00 8,00 6,00 4,00 2,00 0,00 Quelle: DJI-Regionaldatenbank auf Basis der Daten des Stat. Bundesamtes zur Bevölkerungsfortschreibung 21

22 Jugendarbeitslosigkeit: Veränderungen seit ,0 12,0 10,0 8,0 6,0 4,0 2,0 0, Jugendarbeitslosigkeit 15 bis unter 25 Jahren Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitslosigkeit im Zeitverlauf, Datenstand: Dezember

23 Jugendarbeitslosigkeit: Deutschland im europäischen Vergleich Jugendarbeitslosigkeit unter 25 Jahren im November 2013 Quelle: Eurostat 23

24 Armut(sgefährdung) im Jugendalter 30,0 25,0 24,3 20,0 18,9 15,0 15,2 13,7 12,8 13,6 10,0 5,0 0,0 D gesamt unter 18 Jahre Jahre jahre jahre 65 und älter Armutsgefährdungsquoten 2012 nach Altersgruppen in % der jeweiligen Bevölkerung Quelle: statistisches Bundesamt 2013 Sozialberichterstattung, Datenquelle Mikrozensus 24

25 Zufriedenheit Jugendlicher 100,0 84,0 83,0 80,0 74,0 78,0 69,0 60,0 40,0 40,0 20,0 0,0 alle Oberschicht obere Mittelschicht Mittelschicht untere Mittelschicht Unterschicht Zufriedenheit mit dem Leben alles in allem 12- bis 24-Jährige (Skalenwerte 4 und 5 von 5-stufiger Skala) Quelle: Shell Jugendstudie

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