Der Hirntod und das Vorgehen der Organspende. Autor. Till. Dr. Lüdwitz

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Der Hirntod und das Vorgehen der Organspende. Autor. Till. Dr. Lüdwitz"

Transkript

1 Der Hirntod und das Vorgehen der Organspende Autor Till. Dr. Direktor der Beratungs - und Unterstützungsstelle für Medizin, Transgender, Intertrans, Familien, Unternehmen, Schule und Fakultäten Tel: Web:

2 Inhalt Der Hirntod Der Hirntod und seine Diagnostik/schwere Hirnschädigung als Ursache für Hirntod Die 3 Untersuchungskriterien der Hirntoddiagnostik Die 3 Untersuchungskriterien der Hirntoddiagnostik und Angehörige Organspende Die Organentnahme für die Organspende Organspendeausweis Eine Organspende trägt eine reichweite Entscheidung Empfehlungen für Auszubildende Danke für Ihre Aufmerksamkeit Quellen

3 Der Hirntod Ursächlich sind unteranderem zwei Komponenten Primäre Hirnschädigung (Schädelhirntrauma, raumfordernder Hirninfarkt, zerebrale Massenblutung) Sekundäre Hirnschädigung (Hypoxisch-ischämischer Hirnschaden nach Kreislaufstillstand) Unfälle, Gewalteinwirkungen am Kopf mit scharfen Gegenständen

4 Der Hirntod und seine Diagnostik / Schwere Hirnschädigung als Ursache für den Hirntod Der Hirntod ist immer Folge einer schweren Hirnschädigung Hirntot ist, wessen gesamtes Gehirn ohne jeden Zweifel und unumkehrbar ausgefallen ist: Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm. Ein hirntoter Mensch kann nicht mehr atmen und nicht mehr fühlen. Er spürt keinen Schmerz und hat kein Bewusstsein mehr. Nicht nur Großhirn und Kleinhirn, auch die lebenswichtigen Reflexe des Hirnstamm, der Teil des Gehirns oberhalb des Rückenmarks, funktionieren nicht mehr Er kann als Folge von Erkrankungen wie Hirnblutungen, Hirntumoren, Schlaganfällen oder Hirnhautentzündungen eintreten. Ebenso können äußere Einwirkungen wie z.b. ein Unfall, oder einen Stich in den Kopf das Gehirn schädigen Das Gehirn kann auch indirekt geschädigt werden, indem die Atmung zum Stillstand kommt und in der Folge das Gehirn nicht mehr durchblutet wird. Ursachen dafür können unter anderem schwere Herzrhythmusstörungen oder ein Herzinfarkt sein In allen diesen Fällen werden Gehirnzellen als Reaktion auf den Sauerstoffmangel geschädigt In der Folge schwellen die Hirnzellen an. Hirnschwellung und mangelnde Blutversorgung verstärken sich gegenseitig: Sie tragen dazu bei, dass der Druck innerhalb des Schädels zunimmt

5 Der Hirntod und seine Diagnostik / Schwere Hirnschädigung als Ursache für den Hirntod Der Schädelknochen kann dem steigenden Druck nicht nachgeben, und die Durchblutung des Gehirns verschlechtert sich zunehmend. Der Hirndruck kann so weit ansteigen, dass das Gehirn gar nicht mehr durchblutet wird. Die nun entstandene Schädigung kann so stark sein, dass sie trotz intensivmedizinischer Maßnahmen nicht mehr rückgängig gemacht werden kann und es zum Ausfall der gesamten Hirnfunktionen ( Hirntod ) kommt Ist der Hirntod eingetreten, sind die Rezeptoren im Gehirn funktionslos. Eine Wahrnehmung, wie zum Beispiel eine Schmerzwahrnehmung, ist nicht mehr möglich. Einige Reflexe, sogenannte Rückenmarksreflexe, gehen von den Nerven im Rückenmark aus. Ist der Hirntod eingetreten und wird die künstliche Beatmung fortgesetzt, können spinale Reflexe beispielsweise Spontanbewegungen auslösen oder zum Anstieg des Blutdrucks führen In äußerst seltenen Fällen kann ein Kind bis zur Lebensfähigkeit in einer Schwangeren heranwachsen, bei der der Hirntod eingetreten Die Fortführung einer solchen Schwangerschaft erfordert maximale intensivmedizinische Maßnahmen und ist nur möglich, weil alle aktiven Stoffwechselleistungen vom Ungeborenen selbst erbracht werden. Die Schwangerschaft wird durch die hormonelle Steuerung des Mutterkuchens (Plazenta) aufrechterhalten und nicht vom Gehirn der Mutter. Voraussetzung hierfür ist eine Versorgung des Kindes über den mütterlichen Kreislauf

6 Der Hirntod und seine Diagnostik / Schwere Hirnschädigung als Ursache für den Hirntod Die Hirntoddiagnostik, ist ein von der Bundesärztekammer geregeltes Verfahren zur Bedienung für die Organspende eines Menschen Bei Kindern bis zum 14. Lebensjahr muss darüber hinaus mindestens ein Arzt die Weiterbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin abgeschlossen haben In der Diagnostik sind ganz spezielle Regeln vorgeschrieben, um einen sicheren Hirntod festzustellen zu dürfen Für die Hirntoddiagnostik müssen 2 Ärzte, die nicht an der späteren Organtransplantation beteiligt sind, eine Hirntoduntersuchung durchführen. Die Hirntoddiagnostik muss von mindestens zwei besonders qualifizierten Fachärzten unabhängig voneinander durchgeführt werden. Sie müssen mehrjährige Erfahrung in der Intensivbehandlung von Patienten mit schweren Hirnschädigungen besitzen. Darüber hinaus muss mindestens eine oder einer Fachärztin oder -arzte für Neurologie oder Neurochirurgie mit einem relevanten Schwerpunkt sein Geprüft werden Hirnstammreflexe, tiefe der Bewusstlosigkeit und Atemstillstand Eine Hirntoddiagnostik wird in 3 Schritten abgehalten und alle festgehaltenen Daten müssen in einem Protokoll Platz finden Ein Hirntod ist ein neurologischer Tod

7 Der Hirntod und seine Diagnostik / Schwere Hirnschädigung als Ursache für den Hirntod Auch wenn unter künstlicher Beatmung das Herz-Kreislauf-System aufrechterhalten werden kann, baut sich beim Vorliegen des Hirntods das Hirngewebe nach und nach vollständig ab. Eine Rückkehr ins Leben ist ausgeschlossen Der Befund ist eindeutig. Die Untersuchungen der Hirntoddiagnostik verhindern eine Verwechslung mit anderen Erkrankungen und Symptomen, zum Beispiel Koma, Wachkoma (apallisches Syndrom) oder Locked-in-Syndrom. Bei diesen Erkrankungen können noch einige Hirnstammreflexe nachgewiesen werden. Das ist beim Hirntod nicht der Fall Bevor ein Hirntod diagnostiziert werden soll, müssen andere schwere Erkrankungen oder medikamentöse Einflüsse ausgeschlossen werden, die eine tiefe Bewusstlosigkeit herbeiführen Bei einem verdacht auf Hirntod müssen Schmerzreflexe (automatischer Reflex), Hirnstammreflexe, Herz- und Gehirninteraktion auf Veränderungen oder Aktivitäten geprüft Die Reflexkontrolle wird an sehr unangenehmen Stellen wie Nase und Augen versucht auszulösen

8 Der Hirntod und seine Diagnostik / Schwere Hirnschädigung als Ursache für den Hirntod Für eine Hirntoduntersuchung kommen viele Verfahren zum Einsatz: tiefes Koma Hirnstammreflexe Schmerzreflexe, Atmung, Augen, Herzfrequenz Hirn-EEG Computertomographie Magnetresonanztomographie Angiographie Nuklearmedizin Differentialdiagnosen: Hypothermie Intoxikation (z.b. mit Barbituraten) Muskelrelaxation metabolisches Koma (z.b. bei Azidose) Status epilepticus

9 Der Hirntod und seine Diagnostik / Schwere Hirnschädigung als Ursache für den Hirntod Es muss ein bestätigtes tiefes Koma mit entsprechendem Ausfall der Hirnstammreflexe vorliegen Bei Unterbrechung der 30 sekündigen Sauerstoffzufuhr darf sich die Herzfrequenz/Interaktion nicht verändern und, es darf der spontane Atmungsreflex nicht eintreten. (Menschen besitzen einen willkürlichen und unwillkürlichen Atmungsreflex, nach einer gewissen Zeit, müssen wir wieder anfangen spontan zu atmen) Eine Gehirnaktivität darf über das Hirn-EEG nicht verzeichnet werden Ein Pupillenreflex muss lichtstarre Pupillen anzeigen Eine Herzfrequenz darf sich nicht unter den Untersuchungen verändern Fehlende Hirnstammreflexe (z.b. Husten- oder Augenreflex) müssen vorhanden sein Diese Untersuchung muss in einem mehrstufigen Verfahren wiederholt werden Werden Hirnaktivitäten, Hirnstammreflex, Reflexe oder Herzinteraktionen festgestellt, wird die Hirntoddiagnostik sofort abgebrochen und nach anderen Ursachen geschaut, dann hat der Mensch noch Lebenszeichen, die in Funktion stehen

10 Die 3 Untersuchungskriterien der Hirntoddiagnostik 1 2 3

11 Die 3 Untersuchungskriterien der Hirntoddiagnostik Schritt 1: Die Voraussetzung für den Hirntod ist, dass das Gehirn schwer geschädigt wurde. Im ersten Schritt der Hirntoddiagnostik überprüfen die Ärztinnen und Ärzte, ob tatsächlich ein Hirnschaden vorliegt und was seine Ursache ist. Dabei schließen sie aus, dass vorübergehende Einflüsse - wie zum Beispiel durch Medikamente oder eine schwere Kreislaufstörung - für den Zustand der Patientin oder des Patienten verantwortlich sind Schritt 2: Ist das Gehirn tatsächlich geschädigt, werden im zweiten Schritt der Hirntoddiagnostik alle Hirnfunktionen überprüft. Beim Hirntod sind alle Funktionen erloschen. Die Ärzte stellen fest, ob die drei Anzeichen des Hirntods (die klinischen Symptome) eingetreten sind: tiefe Bewusstlosigkeit (tiefes Koma), Ausfall der Hirnstammreflexe und Atemstillstand (Ausfall der Spontanatmung; Apnoe) Für die Diagnose des Hirntods muss ein tiefes Koma vorliegen, das durch Bewusstlosigkeit ohne Augenöffnung und durch das Fehlen von Abwehrreaktionen auf geeignete Schmerzreize gekennzeichnet ist. Solche Reize werden im Zuge der Diagnose mit steigender Intensität am Körper und im Gesichtsbereich gesetzt. In einem tiefen Komastadium fehlen sowohl unbewusste Reaktionen auf Schmerzreize (Anstieg von Blutdruck und Pulsfrequenz) als auch Bewegungsreaktionen (Abwehrreaktionen oder Grimassieren) vollständig Die Fachärzte überprüfen, ob der Hirnstamm noch funktionsfähig ist. Funktioniert der Hirnstamm normal, dann lassen sich die sogenannten Hirnstammreflexe auslösen, die im Hirnstamm verarbeitet werden. Bei Bewusstlosen mit funktionsfähigem Hirnstamm können die Hirnstammreflexe ausgelöst werden. Ist allerdings der Hirntod eingetreten, sind alle Hirnstammreflexe erloschen

12 Die 3 Untersuchungskriterien der Hirntoddiagnostik Prüfung des Pupillenreflexes: Nacheinander versuchen die Fachärzte, die verschiedenen Reflexe auszulösen. Dazu zählt z.b. der Pupillenreflex. Bei Personen mit intaktem Reflex verengen sich die Pupillen bei Lichteinfall sowohl auf der belichteten als auch auf der Gegenseite. Dieser Reflex ist im Zustand des Hirntodes ausgefallen und die Pupillen zeigen keine Verengung auf Lichteinfall Apnoe-Test: Prüfung des Atemstillstands: Mithilfe des Apnoe-Tests wird der Atemreflex und damit der Funktionszustand des Atemzentrums im Hirnstamm geprüft. Für die Überprüfung der Spontanatmung wird die Patientin oder der Patient kurzfristig mit reinem Sauerstoff beatmet, damit der Körper für die Dauer der Untersuchung mit genügend Sauerstoff versorgt ist. Dann wird die maschinelle Beatmung abgeschaltet. Kommt es selbst bei einem hohen Kohlenstoffdioxidspiegel im Blut nicht zu einem spontanen Atemzug, ist das Atemzentrum im Hirnstamm ausgefallen Schritt 3: Prüfung der Unumkehrbarkeit: Abschließend wird geprüft, ob der zuvor festgestellte Ausfall der gesamten Hirnfunktionen unumkehrbar ist. Das Verfahren dafür hängt von Art und Lage der Hirnschädigung ab. Entweder werden die klinischen Untersuchungen nach einer festgelegten Wartezeit (12 Stunden beziehungsweise 72 Stunden) wiederholt oder es erfolgen apparative Zusatzuntersuchungen. Es wird beispielsweise gemessen, ob das Gehirn durchblutet wird oder im Gehirn Reize weitergeleitet werden. Es können auch beide Verfahren zum Einsatz kommen

13 Die 3 Untersuchungskriterien der Hirntoddiagnostik und Angehörige Alle Ergebnisse der Hirntoddiagnose werden dokumentiert: Alle Ergebnisse der Hirntoddiagnostik werden dokumentiert und archiviert. Kommt es nach der Feststellung des Hirntodes zu einer Organ- oder Gewebespende, werden die Protokollbögen mindestens 30 Jahre lang aufgehoben Angehörige können einen Hirntod bei ihren Angehörigen kaum glauben, weil der Körper des Betroffenen mit lebenserhaltende Maschinen künstlich am Leben erhalten wird. Zudem ist der Körper des Betroffenen unter der künstlichen Belebung warm. Für die Angehörigen des Betroffenen schaut es aus, als würden die Hirntoden-Patienten schlafen Angehörige benötigen daher eine exakte und gute psychologische Unterstützung, Begleitung und Aufklärung über eine Hirntoddiagnostik und einer eventuellen Organspende Angehörige sollten nach der Organentnahme bei ihrem Angehörigen, nicht den leblosen Körper beschauen (Aussehen kann sich verändern). Sie sollten auch nicht bis in den Op-Bereich gelangen, da dem Patienten im Operationssaal die Maschinen abgehangen werden und für die Angehörigen schaut dies aus, als wenn Ärzte das Herz abstellen und der Betroffene darunter sterben würde Angehörige benötigen eine fundierte Trauerbewältigung (Trauerbegleitung/psychologisch/Beistand) Angehörigen ist es nicht gestattet die Namen der Organspender/Empfänger zu erfahren Eine Organtransplantation geht immer mit einer Anonymität einher

14 Organspende Menschen in Deutschland warten auf ein neues Organ (Stand ). Die meisten von ihnen warten auf eine Spenderniere 2020 gab es in Deutschland 913 postmortale Organspenderinnen und -spender, 19 weniger als im Vorjahr 3 Leben werden gerettet: Jeder Spender rettet im Schnitt drei Leben, berichtet die Deutsche Stiftung Organtransplantation Ca Menschen auf der Organspende-Warteliste

15 Die Organentnahme für die Organspende Der Spender wird an Armen und Beinen festgebunden, um Bewegungen zu verhindern Der Spender wird an Arme und Beine fixiert, um Bewegungen zu verhindern Er bekommt muskelentspannende Medikamente und oft auch Narkosemittel, die Schmerzmittel enthalten. Doch viele Anästhesisten verzichten auf Anraten von Ärzteorganisationen auf Narkoseund Schmerzmittel. Das Problem der Bundesärztekammer ist, dass mit einer verpflichtenden Erklärung zur Narkose bestätigt würde, es handele sich bei den Hirntoten um noch lebende Menschen. Also nimmt man billigend in Kauf, dass Menschen während der Organentnahme Schmerzen erleiden könnten Bei einer Multiorganentnahme, die mehrere Stunden dauern kann, werden verschiedene Entnahmeteams mit bis zu 20 Ärzten an dem beatmeten Patienten tätig Hirntode, werden bis zum herbeigeführten Herzstillstand an Beatmungsgeräte und Monitor angeschlossen Der Anästhesist muss für die Dauer der Organentnahme die Vitalzeichen aufrecht erhalten, bis das letzte Organ entnommen ist. Je nach Bedarf müssen sie Medikamente, Flüssigkeit, Blut oder Frischplasma verabreichen, um die Stoffwechsellage aufrecht zu erhalten Hirntode dürfen beim Aufschneiden vom Hals bis zur Scharmbeinfuge keine Veränderung der Herzfrequenz, dem Blutdruck, Keine Rötung des Gesichts oder flächenhafte Hautrötung oder Schwitzen aufweisen, dies sind Anzeichen für Schmerzen und Schmerzreaktion

16 Die Organentnahme für die Organspende Mit einer Operationssäge wird der Brustkorb dadurch das Brustbein geöffnet und Bauchdeckenlappen werden außen geklappt und fixiert Die Organe werden bei schlagendem Herzen freigelegt und für die Entnahme präpariert Die Organe werden Konserviert und mit einer gekühlten Flüssigkeit (Perfusionslösung 0.4 ) durchgespielt. Dafür werden kleine Katheter, Röhrchen und Schläuche verwendet Beim Eindringen der kalten Flüssigkeit in den Körper, die das Blut ausschwemmen soll, kann es zu Blutdruck und Herzfrequenzanstieg oder auch Zuckungen kommen Gleichzeitig halten Pflegekräfte die zwei entstandenen Hautlappen hoch, damit die Ärzte kannenweise Eiswasser zum kühlen der Organe hinein schütten und wieder absaugen können Auch das Blut muss bei dieser Prozedur vollständig abgesaugt werden Die Ärzte entnehmen nacheinander und einzelnt alle Organe, die für die Organspende relevant sind und Überprüfen sie auf ihre Qualität am Präpariertisch. Danach verlassen die Ärzte mit den Kühlboxen, in denen sich die Organe befinden, den Operationssaal (Hubschrauber u. Transportauto für Organtransport mit Maschinen ausgestattet) Mit der Entnahme der Organe ist der Hirntode gestorben (organisch) Den Pflegekräften bleibt es am Ende oft allein überlassen, den Körper auszustopfen und die riesigen Wunden zu verschließen Ein friedvolles und behütetes Sterben im Beisein von Angehörigen oder Freunden ist bei einer Organentnahme nicht möglich. Sterbebegleiter sind die Transplantationsmediziner

17 Organspendeausweis Auf dem Organspendeausweis können Sie einer Organ- und Gewebespende zustimmen, sie ablehnen oder nur bestimmte Organe und Gewebe für eine Spende freigeben. Der Organspendeausweis hilft dabei, die eigene Entscheidung rechtlich verbindlich festzuhalten. Das Organspenderegister: Organspendeausweis zum Download oder Bestellen: Auf der Vorderseite des Organspendeausweises stehen: Name, Nachname Geburtsdatum Straße PLZ, Wohnort

18 Eine Organspende trägt eine reichweite Entscheidung Ein Mensch muss sich immer die Fragen stellen, ob und wie viele Organe er spenden möchte? Die nächste Frage ist, was möchte man spenden, welche Organe? Bei einigen Menschen spielt der kulturelle Aspekt eine wichtige Rolle, der in einer Organspendenentscheidung mit einfließen muss Für eine eventuelle spätere Organspende, sollte sich der Mensch zu Lebzeiten punktuell informieren und beraten Eine Organspende muss immer schriftlich festgehalten und sollte immer, zu Lebzeiten, den Angehörigen mitgeteilt werden Jeder Mensch sollte sich sehr gut überlegen, ob er zum Lebensretter wird und wie viel. Es ist ebenfalls verständlich, wenn sich jemand gegen einer Organspende entscheidet Niemand darf sich bei seiner Entscheidung für eine Organspende unter Druck setzen lassen, dies ist eine ganz persönliche Entscheidung, die auf viele Informationen und Werteeinstellungen jedes einzelnen Individuum beruhen Nur gesunde Organe können gespendet und transportiert werden Nach der Organspende haben die Angehörigen keine psychologische Begleitung, während der Organspende, werden Angehörige durch Ärzte begleitet

19 Empfehlung für Auszubildende Um Wissen vertiefen zu können, muss das Augenmerk auf mehrere Autoren und ihre Werke und guten Quellen gelegt werden. So wird empfohlen, sich die Thieme I Care App zu downloaden. Das Thieme Band I Care, das aus drei Büchern besteht und ca. 170 Euro kostet, ist ebenfalls zu empfehlen. Für eine Vertiefung von Pflegeexpertiese wird das Evidence based Nursing and Caring Buch zu empfohlen. Für Pflegeexpertiese/Expertenstandard: Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege: Wissen, das nicht in Sprache oder Schrift gegossen wird, ist verlorenes Wissen!!! Wissen ist Macht!!!

20 Danke für Ihre Aufmerksamkeit

21 Quellen 3 Kriterien der Hirntoddiagnostik: Bilder: