Zur Einführung II: Perspektiven und Orientierungen. Gleichheit, Differenz, De/Konstruktion. Gleichheit vs. Differenz

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1 VO zur Feministischen Medien- und Kommunikationsforschung Zur Einführung II: Perspektiven und Orientierungen (Dorer/Klaus 2008; Klaus/Lünenborg 2011) Dr. in Brigitte Geiger, WS 15 Gleichheit, Differenz, De/Konstruktion (Klaus 1998/2005, 2001; Lünenborg/Maier 2013) Drei zentrale Ansätze/Perspektiven: Konzeptualisierung von Geschlecht; theoretischer Zugang; politische Strategien Systematisierung der Frauen-/Geschlechterforschung (Theorie, Forschungsfokus) Historische Entwicklung und sich ergänzende, kontrollierende Perspektiven Gleichheit vs. Differenz Debatte in den Anfängen der Frauenforschung die großen Folgen des kleinen Unterschieds Gleichheitsansatz Man wird nicht als Frau geboren, man wird es. (Beauvoir) Ungleichbehandlung und Diskriminierung, weibliche Sozialisation Gleichbehandlung/Gleichberechtigung 1

2 ... Gleichheitsansatz Medienforschung: Frauen als Opfer des Mediensystems: Analyse stereotyper Frauenbilder; Diskriminierung von Journalistinnen Kritik/Probleme: Ungleiche gleich behandeln; Frauen als Opfer/Defizitwesen; Anpassung/Orientierung an männlicher Norm Interesse an und Neubewertung von weiblichen Eigenschaften und Bereichen Differenzansätze Fokus auf Frauen und Männer als geschlechtsgebunden Handelnde; differente Lebenswelten Unterschiedliche Differenzansätze: Sozialstruktureller Differenzansatz Ökofeminismus Italienerinnen : symbolische Ordnung, affidamento Medienforschung: Frauen als aktiv Handelnde; geschlechtsgebundene Kommunikationsstile; weiblicher Journalismus; Medienangebote für Frauen; Frauenöffentlichkeiten Gleichheit und Differenz: Kritik/Probleme: Essentialisierung von Geschlecht; Reproduktion des Geschlechterdualismus und Geschlechterstereotypien Gleichheit und Differenz, egalitäre Differenz Gleiche Rechte, Teilhabe erfordert Anerkennung von Differenzen, von Vielfalt Unterschiedliche Arten von Differenzen (Fraser): Effekte von Unterdrückung abschaffen Einseitig zugeordnet, aber wertvoll universalisieren Ausdruck menschlicher Vielfalt bewahren 2

3 De/Konstruktion von Geschlecht... Wie entsteht überhaupt Zweigeschlechtlichkeit? Die großen Voraussetzungen des kleinen Unterschieds Ausgangspunkte: Kritik des sex/gender-systems Biologie: uneindeutige Klassifikation, Kontinua Ethnologie: drittes Geschlecht,... Kritik am Kollektivsubjekt Frauen... De/Konstruktion von Geschlecht Geschlechterdualismus selbst als Ergebnis sozialer und historischer Prozesse; soziale und kulturelle Konstruktion von sex und gender; Herstellungsprozesse von Zweigeschlechtlichkeit Unterschiedliche Varianten, insbesondere: Sozialkonstruktivistische, interaktionistische Ansätze Poststrukturalistische, diskurstheoretische Ansätze Sozialkonstruktivistische Ansätze (Gildemeister/Wetterer 1992) Bedeutungs-/Identitätskonstruktionen in sozialen Interaktionen; (implizites) Alltagswissen/-handeln Geschlecht, nicht als etwas, was wir haben, sondern was wir tun: Doing Gender Dh: Geschlechterdifferenzierung ist ein Effekt sozialer Interaktionen im Zusammenspiel von Geschlechter-Wahrnehmung, -Zuschreibung und -Darstellung 3

4 Poststrukturalistische Ansätze: (Butler: Gender Trouble, dt. 1991) Geschlecht (auch sex) als Effekt von Bezeichnungs- und Regulierungspraxen; von Wiederholungen/Performativität Heterosexuelle Matrix : Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität stützen sich gegenseitig; Normierung von sex, gender und Begehren Kritik von Identitätskategorien ( Frauen ) Queer Theorie: Normativitäts-/Identitätskritik De/Konstruktion von Geschlecht Medienforschung: Medien als technologies of gender (De Lauretis); mediale Genderingprozesse; Doing gender im Medienhandeln Kritik/Probleme: Konzentration auf die Mikroebene; Materialität des Körpers; Verlust politischer Handlungsfähigkeit und strategischer Essentialismus Achsen der Differenz/Intersektionalität Heterogenität der Genusgruppen, Individualisierung und Pluralisierung Multiple Positionierungen in unterschiedlichen Differenz- und Hierarchieachsen, Ungleichheitsund Machtverhältnissen Kritik an Homogenisierungen feministischer Theorie und einer Universalkategorie Frauen Mittelschichtbias; heterosexuelle Norm, Dis/Ability, Weißheit, Dominanzkultur, (Post)Kolonialismus, Nord-Süd/West-Ost... 4

5 Intersektionalität (Knapp 2008; Winker/Degele 2009) Oberbegriff für Perspektiven, die verschiedene Formen von Ungleichheit zusammendenken Begriff intersection/kreuzung sozialer Ungleichheits- Kategorien Herkunft black feminism (Kimberlé Crenshaw) Intersektionale Zugänge (Leslie McCall): anti-kategorial: Dekonstruktion der Kategorien intra-kategorial: Interne Differenzierung zb von Gender inter-kategorial: strukturelle Wechselwirkungen Welche Kategorien? Und wie viele? Kategorien der Ungleichheit, Machtverhältnisse race-class-gender; Herkunft/Ethnie, Sexualität, Religion, Alter, Behinderung Theoriegeleitet und/oder offen, unabgeschlossen; je nach Kontext, Forschungsinteresse, Kapazität zb: Degele/Winker: Intersektionale Mehrebenenanalyse: Strukturebene: Klasse, Rasse, Geschlecht, Körper sonst Ebene Repräsentation und Identität: offen für weitere Kategorien Differenzen/Intersektionalität Medienforschung: Dritte-Welt-Frau vs. westlich-emanzipierte Frau ; Migrantinnen; Re-/Konstruktionen von Weißheit ; globale Medienkulturen; Queer/lesbische Repräsentationen; Alter(n)... Kritik/Probleme: Handhabbarkeit/Komplexität, unendliche Kontextualisierungen (vgl. u.a.: Dines/Humes 2011; Wischermann/Thomas 2008; Valdivia 1995) 5

6 Zusammenfassend: Sex und Gender als soziale und kulturelle Konstruktion Gender als Struktur-, Prozeß- und Individualkategorie; Mehrdimensionalität von Gender Heterogenität von Gender; Verschränkungen mit anderen sozialen Kategorien; historisch und geografisch kontextualisiert Wandel und Beharrungstendenzen; Doing gender und Undoing gender Thematisierung von Gender ist immer in die Konstruktion von Gender involviert 6

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