Landeshauptstadt Kiel

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1 Zusammenfassung des Badegewässerprofils Lage der Badestelle Name des Badegewässers Badegewässer-ID EU-Mitgliedsstaat Bundesland Kreisfreie Stadt WaterbodyName NationalWaterUnitName RiverBasinDistrictName, Schilksee DESH_PR_0003 Deutschland Schleswig-Holstein Bülk Schlei / Trave Zuständige Behörde, Amt für Gesundheit Fleethörn 18-24, Herr Kai Breker Tel.: 0431 / Frau Martina Dunst Tel.: 0431 / Betreiber er Bäder GmbH Alter Markt 1-2, Beschreibung der Badestelle Die Badestelle Schilksee liegt mit einer Länge von 750 Metern im Stadtteil Schilksee der, an der westlich gelegenen Küste in der er Förde. Das Badegewässer wird nördlich durch den Olympiahafen begrenzt und endet im Süden in Höhe des Schilkseer Kurparks. Der Strandbereich ist naturbelassen und durch einen Sandstrand geprägt. Wasserseitig sind als Küstenschutzmaßnahme große Steinwellenbrecher vorhanden, die zum Schutz vor Sturmfluten und Wellenabtrag gebaut wurden. Im gesamten Strandbereich fällt das Wasser relativ flach ab. Abbildung 1: Badestelle (nördliche Blickrichtung) Abbildung 2: Badestelle (südliche Blickrichtung) Letzte Änderung: Seite 1 von 5

2 Beschreibung des Gewässers, in dem die Badestelle sich befindet - relevante physikalische, geografische und hydrologische Eigenschaften Die Ostsee als flaches Nebenmeer des Atlantischen Ozeans wird von diesem durch die skandinavische Halbinsel und Dänemark getrennt. Die Ostsee gliedert sich in Kattegat, Beltsee (mit er und Mecklenburger Bucht), Arkonasee, Bornholmsee, westliche und östliche Gotlandsee, Rigaischen und Finnischen Meerbusen, Ålandsee, Schärenmeer, Bottensee und Bottenwiek. Die Becken sind durch Schwellen voneinander getrennt. Dadurch wird der Wasseraustausch in der Tiefe erheblich behindert. Die mittlere Tiefe beträgt 55 Meter. Manche Stellen sind nur wenige Meter tief wie z. B. der mit Steinblöcken besäte 6 Meter tiefe Adlergrund zwischen den Inseln Rügen und Bornholm. Die größte Tiefe ist mit 459 Metern das Landsorter Tief südlich von Stockholm. Das ganze Ostseegebiet ist insbesondere in seinem nördlichen Bereich in dauernder Hebung (Bottnischer Meerbusen: 1 Zentimeter pro Jahr) begriffen, wie sich an Uferterrassen nachweisen lässt. Eine Hebung um 20 Meter würde genügen, um die Meeresverbindung zur Nordsee zu unterbrechen und eine Landbrücke von Schleswig-Holstein über Dänemark nach Schweden entstehen zu lassen. Infolge der Abgeschlossenheit hat die Ostsee an den Gezeiten des Weltmeeres kaum Anteil (im Westen 7-10 Zentimeter, im Osten 1 Zentimeter). Durch Windstau kann es jedoch zu erheblichen Seespiegelschwankungen kommen. Der Salzgehalt der Ostsee ist sehr gering, er liegt unter 20 und nimmt zum Bottnischen und Finnischen Meerbusen hin stark ab. Im Sund fließt Ostseewasser in die Nordsee hinaus, während der Große Belt einen einlaufenden Strom schweren Salzwassers hat. Die er Förde ist ein durch Gletscherbewegungen entstandener Fjord mit einer Länge von 17 Kilometern. Sie liegt zwischen den Landschaften Dänischer Wohld und Wagrien. Auf dem Ostufer mündet die Schwentine (Höhe Stadtteil Dietrichsdorf) in die er Förde und am Westufer befindet sich die Ein- und Ausfahrt des Nord-Ostsee-Kanals (Höhe Stadtteil Wik). Letzte Änderung: Seite 2 von 5

3 Betrachtungsbereich Der Betrachtungsbereich der Badestelle umfasst ein Gebiet von 341 Quadratkilometer mit überwiegender landwirtschaftlicher Nutzung. Er erstreckt sich über Teile der sowie über Teile des Kreises Rendsburg-Eckernförde von der Gemeinde Strande bis ins Hinterland zu der Gemeinde Felm bzw. Osdorf. Auf dem Westufer der er Förde verläuft der Betrachtungsbereich entlang des Fördeufers bis zur Schwentine in die Gemeinde Lehmkuhlen hinab. Wasserseitig erstreckt sich der Betrachtungsbereich von Teilen der Gemeinde Schwedeneck bis zur Gemeinde Schönberg (Holstein). Er setzt sich zusammen aus dem Umfeld, welches unmittelbar der Badestelle zugeordnet ist, dem Zuflussgebieten der Schwentine sowie weiteren Zuflussgebieten die zumeist von kleineren Gewässern gespeist werden. Als potentielle Quellen von Verschmutzungen kommen der Auslauf der Kläranlage Bülk sowie etliche Hauskläranlagen, Regenwassereinleitungen und wenige gewerbliche Direkteinleiter in Betracht. Aus dem landwirtschaftlichen Bereich kommen Drainagen sowie Einflüsse durch Begüllungen in Frage. Innerhalb des Betrachtungsbereiches befinden sich zudem einige Deponien bzw. Altlasten und wenige Fischteiche. Sie sind aber aufgrund der örtlichen Bedingungen nicht relevant für die Verschmutzung der Badegewässer. Abbildung 3: Betrachtungsbereich der Badestelle Letzte Änderung: Seite 3 von 5

4 Umfeld Das Umfeld der Badestelle liegt unmittelbar am Küstenstrich der Ostsee von Schilksee und hat eine Größe von 0,38 Quadratkilometer und ist somit relativ klein. Das Umfeld beinhaltet neben der Badestelle auch den Olympiahafen und wird im Norden durch den Auslauf des Fuhlensees begrenzt. Der nördliche Teil des Umfeldes wird saisonal als Bootshafen genutzt und verfügt auch über einen Fähranleger der Fördeschifffahrt. Der südliche Teil ist als Sandstrand mit Steilküste naturbelassen und als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Im Umfeld der Badestelle sind keine potentiellen Verschmutzungsquellen wie z.b. Hauskläranlagen, Regenwassereinleitungen usw. vorhanden. Abbildung 4: Umfeld der Badestelle Letzte Änderung: Seite 4 von 5

5 Gesamtbewertung Der Betrachtungsbereich der Badestelle Schilksee weist keine relevanten Verschmutzungsquellen auf. Bestandteil des Bereiches ist der Einlauf der Kläranlage Bülk, der über einen Kilometer von der Küste entfernt liegt. Als potenziellen Verschmutzungsquellen kommen etliche Regenwassereinleitungen und Hauskläranlagen, Drainagen sowie Deponien und Altlasten in Betracht. Durch die hohe Wasseraustauschrate an der Küste und der bei Regenwetter vorherrschenden westlichen Winde haben Zuflüsse aufgrund der hydrologischen und meteorologischen Bedingungen vermutlich keine Relevanz für die Badestelle. Im Umfeld der Badestelle sind ebenfalls keine potentiellen Verschmutzungsquellen identifizierbar. Unter bestimmten Bedingungen kam es in der er Bucht in der Vergangenheit zum kurzzeitigen Auftreten einer Massenvermehrung von Cyanobakterien und Makroalgen, z. B. bei Schönwetterperioden und den damit einhergehenden höheren Wassertemperaturen sowie östlichen Winden. Die Gefahr einer kurzzeitigen Verschmutzung ist zurzeit nicht einschätzbar. Erläuterungen Betrachtungsbereich Als Betrachtungsbereich werden das Umfeld der Badestelle sowie die relevanten Teile der Einzugsgebiete der oberirdischen Gewässer definiert. Der Betrachtungsbereich umfasst das hydrologische Einzugsgebiet einer Badestelle, innerhalb dessen das Wasser in weniger als 24 Stunden zur Badestelle gelangen und somit Bakterien aus Verschmutzungsquellen in relevanter Menge zur Badestelle transportieren kann. Umfeld Das Umfeld einer Badestelle ist das unmittelbar an eine Badestelle angrenzende Gebiet. Letzte Änderung: Seite 5 von 5

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