Das Wichtigste in Kürze. Sehr geehrte Damen und Herren,

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1 Das Wichtigste in Kürze Sehr geehrte Damen und Herren, der BFH hat entschieden, dass ein Mitarbeiter innerhalb eines Dienstverhältnisses nur eine regelmäßige Arbeitsstätte haben kann und dass es für die Annahme einer regelmäßigen Arbeitsstätte nicht ausreicht, wenn der Mitarbeiter eine Tätigkeitsstätte immer wieder lediglich aufsucht ohne dort tätig zu werden. Vielmehr muss er an dieser Tätigkeitsstätte auch seine Arbeitsleistung erbringen, um dort von einer regelmäßigen Arbeitsstätte ausgehen zu können (Änderung der bisherigen Rechtsprechung). Die Urteile sind zur Veröffentlichung im Bundessteuerblatt vorgesehen. Mit BMF-Schreiben vom hat die Finanzverwaltung zu den Kriterien für die Bestimmung der regelmäßigen Arbeitsstätte Stellung genommen. Dadurch können sich vor allem im Bereich der Firmenwagenbesteuerung und der steuerfreien Erstattung von Reisekosten Änderungen für die Mitarbeiter ergeben. Bei Mitarbeitern, die ihre Tätigkeit an mehreren betrieblichen Einrichtungen ausüben, ist nun zu prüfen, wo typischerweise die Arbeitsleistung im Schwerpunkt zu erbringen ist und welchem Tätigkeitsort eine zentrale Bedeutung gegenüber anderen Tätigkeitsorten zukommt. Bei vielen Mitarbeitern, die bislang nur aufgrund der sog Tage-Regelung im Betrieb des Arbeitgebers eine regelmäßige Arbeitsstätte hatten, könnte dies nun wegfallen, so dass diese Mitarbeiter ihre Arbeit immer im Rahmen einer Auswärtstätigkeit ausüben. In diesem Newsletter informieren wir Sie über den Inhalt des BMF-Schreibens und die Folgen, die sich daraus für Ihre Mitarbeiter ergeben können. Wir bitten, diesen Infoletter auch an die in ihrem Hause mit der Erstellung von Reise- und Firmenwagenrichtlinien befassten Stellen weiterzuleiten. Mit freundlichen Grüßen WTS Steuerberatungsgesellschaft mbh Susanne Weber Steuerberaterin Kersten Weißig Steuerberater

2 Inhalt 1. Allgemeines 3 2. Regelung des BMF- Schreibens vom Bestimmung der regelmäßigen Arbeitsstätte Arbeitsrechtliche Zuordnung und zeitlicher Umfang der Tätigkeit Qualitativer Schwerpunkt der Arbeit Prüfschema für die regelmäßige Arbeitsstätte 5 4. Besonderheiten Tätigkeit an einer ortsfesten betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers Vorübergehende Tätigkeit an anderen betrieblichen Einrichtungen des Arbeitgebers Dauerhafte Tätigkeit an mehreren betrieblichen Einrichtungen des Arbeitgebers Tätigkeit außerhalb von betrieblichen Einrichtungen des Arbeitgebers Tätigkeit im Home Office 7 5. Fazit Nur noch eine regelmäßige Arbeitsstätte je Dienstverhältnis Wegfall der 46 Tage- Regelung 9 LSt-Info 01/ Seite 2 von 10

3 1. Allgemeines Der BFH hat in den Urteilen vom 9. Juni 2011 (VI R 55/10, VI R 36/10 und VI R 58/09) entschieden, dass ein Mitarbeiter innerhalb eines Dienstverhältnisses nur eine regelmäßige Arbeitsstätte haben kann und dass es für die Annahme einer regelmäßigen Arbeitsstätte nicht ausreicht, wenn der Mitarbeiter eine Tätigkeitsstätte immer wieder lediglich aufsucht ohne dort tätig zu werden. Vielmehr muss er an dieser Tätigkeitsstätte auch seine Arbeitsleistung erbringen, um dort von einer regelmäßigen Arbeitsstätte ausgehen zu können. Die Urteile sind inzwischen zur Veröffentlichung im Bundessteuerblatt vorgesehen. Die Grundsätze der Urteile sind daher in allen offenen Fällen allgemein anzuwenden. Damit können sich vor allem im Bereich der Firmenwagenbesteuerung und der steuerfreien Erstattung von Reisekosten Änderungen für die Mitarbeiter ergeben. Bei Mitarbeitern, die ihre Tätigkeit an mehreren betrieblichen Einrichtungen ausüben, ist nun zu prüfen, wo typischerweise die Arbeitsleistung im Schwerpunkt zu erbringen ist und welchem Tätigkeitsort eine zentrale Bedeutung gegenüber anderen Tätigkeitsorten zukommt. Bei vielen Mitarbeitern, die bislang nur aufgrund der sog Tage-Regelung im Betrieb des Arbeitgebers eine regelmäßige Arbeitsstätte hatten, könnte diese nun wegfallen, so dass diese Mitarbeiter ihre Arbeit immer im Rahmen einer Auswärtstätigkeit ausüben. Mit BMF-Schreiben vom (IV C 5 S 2353/11/10010) hat die Finanzverwaltung dazu Stellung genommen, welche Kriterien (bis zu einer geplanten gesetzlichen Neuregelung) für die Bestimmung der regelmäßigen Arbeitsstätte zu beachten sind. 2. Regelung des BMF- Schreibens vom Ein Mitarbeiter kann nicht mehr als eine regelmäßige Arbeitsstätte je Arbeitsverhältnis inne haben (Rechtsprechungsänderung). In der Regel ist von einer regelmäßigen Arbeitsstätte auszugehen, wenn der Mitarbeiter auf Grund der arbeitsvertraglichen Festlegungen einer betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers dauerhaft zugeordnet ist oder in einer betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers o arbeitstäglich, o je Arbeitswoche einen vollen Arbeitstag oder o mindestens 20 % seiner vereinbarten regelmäßigen Arbeitszeit tätig werden soll (Prognoseentscheidung). Wird im Einzelfall hiervon abweichend geltend gemacht, dass entsprechend den Grundsätzen der oben genannten Entscheidungen des BFH eine andere betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers eine regelmäßige Arbeitsstätte ist oder keine regelmäßige Arbeitsstätte vorliegt, ist dies anhand des inhaltlichen (qualitativen) Schwerpunktes der beruflichen Tätigkeit nachzuweisen oder glaubhaft zu machen. 3. Bestimmung der regelmäßigen Arbeitsstätte 3.1. Arbeitsrechtliche Zuordnung und zeitlicher Umfang der Tätigkeit Von einer regelmäßigen Arbeitsstätte ist grundsätzlich auszugehen, wenn der Mitarbeiter an einer (ortsfesten) betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers tätig wird, der er dauerhaft arbeitsvertraglich zugeordnet ist. LSt-Info 01/ Seite 3 von 10

4 Ist er keiner betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers zugeordnet, ist anhand einer Prognoseentscheidung zu prüfen, ob der Mitarbeiter an einer betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers arbeitstäglich oder 20 % seiner vereinbarten regelmäßigen Arbeitszeit oder einen vollen Arbeitstag je Arbeitswoche tätig werden soll. In diesem Fall kann diese betriebliche Einrichtung zur regelmäßigen Arbeitsstätte werden, ohne dass es darauf ankommt, in welchem Umfang der Mitarbeiter tatsächlich dort tätig geworden ist. Es braucht/darf also keine rückwirkende Betrachtung vorgenommen werden Qualitativer Schwerpunkt der Arbeit Eine regelmäßige Arbeitsstätte liegt aber nur vor, wenn die Tätigkeit an der betrieblichen Einrichtung eine zentrale Bedeutung hat, d.h. die Tätigkeit dort den qualitativen Schwerpunkt der beruflichen Tätigkeit bildet. Wenn keine betriebliche Einrichtung eine zentrale Bedeutung hat, hat der Mitarbeiter keine regelmäßige Arbeitsstätte. Lässt sich die regelmäßige Arbeitsstätte nicht anhand der arbeitsvertraglichen Zuordnung oder nach den o.g. zeitlichen Kriterien (arbeitstäglich, 20 % der Arbeitszeit, 1 Arbeitstag pro Woche) bestimmen, ist der Tätigkeitsmittelpunkt nach den Grundsätzen der BFH-Urteile entsprechend den qualitativen Merkmalen einer wie auch immer gearteten Arbeitsleistung, sowie nach dem konkreten Gewicht dieser dort verrichteten Tätigkeit zu bestimmen. Das BMF-Schreiben vom gibt für die Bestimmung des qualitativen Schwerpunkts leider keinerlei Hilfestellung. Das Teilnehmen an Besprechungen (z.b. Jour Fixe), Entgegennehmen oder Abrechnen von Aufträgen, Übernehmen des Dienstfahrzeugs, Abholen von Werkzeug oder Material kann u.e. aber nicht den qualitativen Schwerpunkt der Tätigkeit bilden. Beispiel 1 Ein Service-Techniker, der seine Arbeitsleistung regelmäßig beim Kunden erbringt, sucht den Betrieb des Arbeitgebers nur auf, um dort seine Aufträge abzuholen oder abzurechnen und sich hin und wieder mit seinem Vorgesetzten zu besprechen. Da der Mitarbeiter den qualitativen Schwerpunkt seiner Arbeitsleistung beim Kunden und nicht in der betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers erbringt, hat er im Betrieb des Arbeitgebers keine regelmäßige Arbeitsstätte, sondern übt stets eine Auswärtstätigkeit aus. Beispiel 2 Ein Service-Techniker, der seine Arbeitsleistung regelmäßig beim Kunden erbringt, muss nach der betrieblichen Regelung einen Tag pro Woche im Betrieb des Arbeitgebers tätig werden, um dort Innendiensttätigkeiten und Aufräumarbeiten zu erledigen. Nach den zeitlichen Kriterien des BMF-Schreibens vom hat der Mitarbeiter aufgrund der Tätigkeit an einem Arbeitstag pro Woche im Betrieb des Arbeitgebers seine regelmäßige Arbeitsstätte. Sofern allerdings glaubhaft gemacht werden kann, dass diese Tätigkeiten nicht den qualitativen Schwerpunkt der Arbeitsleistung bilden, hat der Mitarbeiter im Betrieb des Arbeitgebers keine regelmäßige Arbeitsstätte, sondern übt stets eine Auswärtstätigkeit aus. LSt-Info 01/ Seite 4 von 10

5 In der Literatur wird zum Teil die Auffassung vertreten, dass sich der qualitative Schwerpunkt mit Hilfe der BFH-Rechtsprechung zum häuslichen Arbeitszimmer bestimmen lassen soll 1. Danach liegt der qualitative Schwerpunkt dort, wo der Mitarbeiter diejenigen Handlungen vornimmt und Leistungen erbringt, die für den ausgeübten Beruf wesentlich und prägend sind. Bei einem Zeitanteil von 75 % soll von einem qualitativen Schwerpunkt ausgegangen werden können (BFH-Urteil vom , X R 75/00). Inwieweit die Finanzverwaltung eine solche zeitliche Grenze zulässt, sollte ggf. im Rahmen einer Anrufungsauskunft mit dem zuständigen Betriebsstättenfinanzamt abgestimmt werden Prüfschema für die regelmäßige Arbeitsstätte Einrichtung des Arbeitgebers Nein Ja Einrichtung des Kunden, Geschäftspartners; andere Gesellschaft im Konzern Zuordnung (dauerhaft, arbeitsvertraglich) Ja Nein keine RAST grundsätzlich RAST grundsätzlich RAST, wenn 20 % der Arbeitszeit oder 1 voller Arbeitstag pro Arbeitswoche oder arbeitstägliches Tätigwerden Prognoseentscheidung keine rückwirkende Betrachtung Sonderfälle - Outsourcing (anhängiges Verfahren beim BFH Az: VI R 22/10) - Leiharbeitnehmer (vgl. aber FG Münster vom Az. 13 K 456/10) Ja An der Einrichtung des Arbeitgebers wird der (qualitative) Schwerpunkt* der Tätigkeit erbracht. Ja Nein Nein RAST keine RAST *Der Schwerpunkt ist u.e. nur gegeben, wenn die eigentliche berufliche Tätigkeit ausgeübt wird. Wenn der Mitarbeiter ausschließlich Aufträge/ Werkzeuge abholt, an Besprechungen (Jour Fixe) teilnimmt, sein Fahrzeug übernimmt, kann u.e. kein Schwerpunkt vorliegen. Wenn der qualitative Schwerpunkt der beruflichen Tätigkeit an einer anderen betrieblichen Einrichtung liegt, ist dort die RAST. Bildet keine betriebliche Einrichtung den Schwerpunkt, hat der Mitarbeiter keine RAST. RAST = Regelmäßige Arbeitsstätte WTS, Besonderheiten 4.1. Tätigkeit an einer ortsfesten betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers Nur ortsfeste betriebliche Einrichtungen des Arbeitgebers können regelmäßige Arbeitsstätte sein. In der Regel sind dies der Betriebssitz des Arbeitgebers, eine Filiale, Zweigniederlassung, etc. Auch ein weiträumiges Arbeitsgebiet (z.b. ein Waldgebiet) kann eine regelmäßige Arbeitsstätte darstellen, wenn sich dort eine ortsfeste betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers befindet, die nach ihren infrastrukturellen Gegebenheiten mit einem Betriebssitz oder mit einer sonstigen betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers vergleichbar ist (vgl. BFH-Urteil vom , VI R 20/09). Ein Baucontainer ist aber keine ortsfeste dauerhafte betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers und kann daher keine regelmäßige Arbeitsstätte sein (vgl. FG Münster, Urteil vom , 10 K 2037/10 E). 1 vgl. Geserich, NWB 2011, Seite 3531 LSt-Info 01/ Seite 5 von 10

6 4.2. Vorübergehende Tätigkeit an anderen betrieblichen Einrichtungen des Arbeitgebers Bei einer nur vorübergehenden Tätigkeit an einer anderen betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers oder eines verbunden Unternehmens wird diese nicht zur regelmäßigen Arbeitsstätte (vgl. R 9.4 Abs. 3 Satz 4 LStR). Beispiel 3 Ein Mitarbeiter, mit regelmäßiger Arbeitsstätte in wird für vier Jahre nach Köln abgeordnet, um die dortige kleinere Zweigniederlassung wirtschaftlicher zu gestalten. Danach kommt er wieder nach zurück. Der Mitarbeiter begründet in Köln keine regelmäßige Arbeitsstätte, da er vorübergehend an einer anderen betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers tätig ist. Er ist während der vierjährigen Tätigkeit in Köln auf einer Auswärtstätigkeit Dauerhafte Tätigkeit an mehreren betrieblichen Einrichtungen des Arbeitgebers Wird der Mitarbeiter dauerhaft an mehreren betrieblichen Einrichtungen des Arbeitgebers tätig, wurde bisher angenommen, dass mehrere regelmäßige Arbeitsstätten vorliegen. Künftig kann der Mitarbeiter nur noch eine regelmäßige Arbeitsstätte je Dienstverhältnis inne haben. Sofern sich die regelmäßige Arbeitsstätte nicht bereits aus der arbeitsrechtlichen Zuordnung ergibt, wird daher künftig zu prüfen sein, wo typischerweise die Arbeitsleistung im Schwerpunkt zu erbringen ist und welchem Tätigkeitsort eine zentrale Bedeutung gegenüber den anderen Tätigkeitsorten zukommt. Beispiel 4 Ein Mitarbeiter, der 5 Filialen seines Arbeitgebers leitet, ohne diesen arbeitsrechtlich zugeordnet zu sein, sucht diese zum Teil in regelmäßigen, aber auch in unregelmäßigen Abständen - im Durchschnitt jede Filiale einmal pro Woche - immer wieder auf. Da an keiner der Filialen ein qualitativer Schwerpunkt der Tätigkeit feststellbar ist, ist keine der Filialen eine regelmäßige Arbeitsstätte. Der Mitarbeiter befindet sich stets auf einer Auswärtstätigkeit. Beispiel 5 Ein Mitarbeiter mit Wohnsitz in Düsseldorf arbeitet in einer betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers in Düsseldorf, der er auch arbeitsrechtlich zugeordnet ist. Jeden Dienstag fährt er in die Zentrale nach Frankfurt, um sich dort mit seinem Vorgesetzten zu besprechen und an einem Jour Fixe teilzunehmen. Der Mitarbeiter hat bereits aufgrund seiner arbeitsrechtlichen Zuordnung seine regelmäßige Arbeitsstätte in der betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers in Düsseldorf. Aber selbst ohne diese arbeitsrechtliche Zuordnung würde die Zentrale in Frankfurt u.e. nicht zur regelmäßigen Arbeitsstätte, da der Mitarbeiter dort nicht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit ausübt Tätigkeit außerhalb von betrieblichen Einrichtungen des Arbeitgebers Betriebliche Einrichtungen von Kunden des Arbeitgebers sind unabhängig von der Dauer der dortigen Tätigkeit keine regelmäßigen Arbeitsstätten, wenn der Mitarbeiter im Rahmen des LSt-Info 01/ Seite 6 von 10

7 Dienstverhältnisses zu seinem Arbeitgeber mit wechselnden Tätigkeitsstätten rechnen muss (vg. R. 9.4 Abs. 3 Satz 5 LStR). In bestimmten Fällen geht die Finanzverwaltung aber wie bisher von einer regelmäßigen Arbeitsstätte an außerbetrieblichen Einrichtungen aus: Outsourcing-Fälle: wenn das Arbeitsverhältnis an einen anderen Arbeitgeber ausgelagert wird und der Mitarbeiter weiterhin vom Tätigkeitsbild her unverändert an seiner bisherigen regelmäßigen Arbeitstätte tätig ist. Ein Leiharbeitnehmer wird vom Verleiher für die gesamte Dauer seines Arbeitsverhältnisses dem Entleiher zur Tätigkeit in dessen betrieblicher Einrichtung überlassen oder ein Leiharbeitnehmer wird vom Verleiher mit dem Ziel der späteren Festanstellung beim Entleiher/Kunden eingestellt. Da der Mitarbeiter nicht damit rechnen muss, im Rahmen des Arbeitsverhältnisses an wechselnden Tätigkeitsstätten eingesetzt zu werden, kann nach Auffassung der Finanzverwaltung in den genannten Fällen nicht von einer Auswärtstätigkeit in Form der Tätigkeit an typischerweise ständig wechselnden Tätigkeitsstätten ausgegangen werden. Vielmehr wird er in diesem Fall dauerhaft an einer regelmäßigen (wenn auch außerbetrieblichen) Arbeitsstätte tätig (vgl. BMF-Schreiben vom , BStBl 2010 I, 21). Wie lange diese Auffassung der Finanzverwaltung Bestand haben wird, bleibt abzuwarten. Der Outsourcing-Fall ist beim BFH unter dem Az VI R 22/10 anhängig und wird voraussichtlich im Jahr 2012 entschieden werden. Zum Leiharbeitnehmer-Fall, entschied das FG Münster im Urteil vom , Az 13 K 456/10, dass Leiharbeitnehmer beim Entleiher auch dann keine regelmäßige Arbeitsstätte begründen, wenn sie nur bei einem Entleiher eingesetzt werden. Ob zu diesem Urteil ein Revisionsverfahren beim BFH anhängig ist, ist derzeit nicht bekannt Tätigkeit im Home Office Der BFH hatte klargestellt, dass ein häusliches Arbeitszimmer auch dann keine regelmäßige Arbeitsstätte ist, wenn der Raum vom Arbeitgeber angemietet wurde. Denn Räume, die sich in unmittelbarer Nähe zur Wohnung des Mitarbeiters befinden, von den übrigen Räumen der Wohnung nicht getrennt sind und keine in sich geschlossene Einheit bilden, gelten nicht als Betriebsstätte des Arbeitgebers. Dies gilt auch, wenn der Arbeitgeber diese Räume dem Mitarbeiter überlässt und dieser sie beruflich nutzt. Mitarbeiter, die ihre Arbeit im häuslichen Arbeitszimmer verrichten, werden daher dort nicht mehr von einer regelmäßigen Arbeitsstätte ausgehen können. Für Tätigkeiten im Betrieb des Arbeitgebers ist allerdings nach den unter Tz. 3 genannten Kriterien zu prüfen, ob dort die regelmäßige Arbeitsstätte begründet wird. Beispiel 6 Der Mitarbeiter erbringt seine Arbeit überwiegend in seinem Home-Office in der eigenen Wohnung, muss aber aufgrund der arbeitsvertraglichen Vereinbarung einen Tag pro Woche in der betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers, der er arbeitsrechtlich zugeordnet ist, arbeiten. Einmal in der Woche sucht er den Standort eines Kunden auf. Sowohl der Firmenstandort des Kunden, als auch das Home-Office sind keine regelmäßigen Arbeitsstätten, da keine ortsfesten betrieblichen Einrichtungen des Arbeitgebers vor- LSt-Info 01/ Seite 7 von 10

8 liegen. Nach der Verwaltungsregelung könnte der Mitarbeiter aber aufgrund der arbeitsrechtlichen Zuordnung bzw. der arbeitsrechtlichen Festlegung, dass er an einem Tag pro Woche im Betrieb des Arbeitgebers tätig werden soll, dort eine regelmäßige Arbeitsstätte haben. Es ist zu prüfen, wo der qualitative Schwerpunkt der Arbeit des Mitarbeiters liegt. Beispiel 7 Der Mitarbeiter erbringt seine Arbeit überwiegend in seinem Home-Office in der eigenen Wohnung. Es existiert keine Regelung, wie oft er den Betrieb des Arbeitgebers aufsuchen muss. Der Mitarbeiter wird lediglich alle zwei Wochen an einem Tag an der betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers, der er arbeitsrechtlich zugeordnet ist, tätig. Einmal in der Woche sucht er den Standort eines Kunden auf. Sowohl der Firmenstandort des Kunden, als auch das Home-Office sind keine regelmäßigen Arbeitsstätten, da keine ortsfesten betrieblichen Einrichtungen des Arbeitgebers vorliegen. Der Mitarbeiter wird zwar an der betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers, der er zugeordnet ist, hin und wieder tätig. Da der Mitarbeiter seine Arbeitsleistung dort aber nicht schwerpunktmäßig erbringt, hat er dort u.e. keine regelmäßige Arbeitsstätte. Sowohl beim Aufsuchen der betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers als auch des Kunden befindet er sich u.e. ab Verlassen der Wohnung auf einer Auswärtstätigkeit. 5. Fazit Aufgrund der Anwendung der BFH-Rechtsprechung können sich vor allem im Bereich der Firmenwagenbesteuerung und der steuerfreien Erstattung von Reisekosten Änderungen für die Mitarbeiter ergeben. Entsprechende Firmenrichtlinien sollten in Bezug auf die neue (steuerliche) Definition der regelmäßigen Arbeitsstätte überprüft und aktualisiert werden Nur noch eine regelmäßige Arbeitsstätte je Dienstverhältnis In Fällen, in denen bisher mehrere regelmäßige Arbeitsstätten angenommen wurden, ist künftig zu prüfen, wo typischerweise die Arbeitsleistung im Schwerpunkt zu erbringen ist und welchem Tätigkeitsort eine zentrale Bedeutung gegenüber anderen Tätigkeitsorten zukommt. Dieser Tätigkeitsort ist maßgebend für die Versteuerung des geldwerten Vorteils für Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte mit dem Firmenwagen. Kosten für Fahrten zwischen der Wohnung des Mitarbeiters und diesem Tätigkeitsort können vom Arbeitgeber nur steuerpflichtig erstattet werden 2. Bei Tätigkeiten an diesem Tätigkeitsort können Verpflegungsmehraufwendungen nicht steuerfrei erstattet werden 3. Bei der Ermittlung der Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen im Rahmen einer Auswärtstätigkeit sind die Abwesenheitszeiten von Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte maßgebend. Soweit in der Vergangenheit wegen der Annahme, dass eine weitere regelmäßige Arbeitsstätte vorliegt, Fahrten mit dem Firmenwagen zur weiter entfernt liegenden regelmäßigen Arbeitsstätte neben dem 0,03 % - Wert als geldwerter Vorteil versteuert wurden, wird für 2011 und frühere Jahre eine Änderung des Lohnsteuerabzugs vermutlich nicht mehr möglich sein, da die Lohnsteuerbescheinigung bereits übermittelt wurde. Die Mitarbeiter können jedoch im Rahmen ihrer Einkommensteuerveranlagung beantragen, dass ein entsprechend 2 Der Mitarbeiter kann für diese Wege in seiner Einkommensteuererklärung Werbungskosten nur in Höhe der Entfernungspauschale geltend machen. 3 Auch ein Abzug als Werbungskosten ist nicht möglich. LSt-Info 01/ Seite 8 von 10

9 geringerer Betrag als Bruttoarbeitslohn angesetzt wird. Dies gilt auch für die Vergangenheit, soweit Einkommensteuerbescheide noch geändert werden können. Soweit sonstige Reisekosten (z.b. Fahrtkosten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Verpflegungsmehraufwendungen) steuerpflichtig erstattet wurden, können die Mitarbeiter ebenfalls im Rahmen ihrer Einkommensteuerveranlagung beantragen, dass der Bruttoarbeitslohn entsprechend gemindert wird. Soweit der Arbeitgeber keinen Kostenersatz geleistet hat, können die Mitarbeiter Werbungskosten nach den Grundsätzen einer Auswärtstätigkeit geltend machen Wegfall der 46 Tage- Regelung Auch bei Mitarbeitern, die bislang nur aufgrund der sog Tage-Regelung im Betrieb des Arbeitgebers eine regelmäßige Arbeitsstätte hatten, ist zu prüfen, ob der Betrieb weiterhin als regelmäßige Arbeitsstätte angesehen werden muss, oder ob diese Mitarbeiter ihre Arbeit immer im Rahmen einer Auswärtstätigkeit ausüben. Auch hier gilt, dass für 2011 und frühere Jahre eine Änderung des Lohnsteuerabzugs nicht mehr möglich sein wird, da die Lohnsteuerbescheinigung bereits übermittelt wurde. Die Mitarbeiter können jedoch im Rahmen ihrer Einkommensteuerveranlagung die Korrektur von bisher zu hoch versteuerten geldwerten Vorteilen für Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte und steuerpflichtigen Reisekostenerstattungen beantragen (vgl. Tz. 5.1). LSt-Info 01/ Seite 9 von 10

10 Ansprechpartner: Gertrud Filz Angelika Löchelt Andreas Müller Thomas Mayer Sascha Reinert Susanne Weber Kersten Weißig Düsseldorf Herausgeber: WTS Steuerberatungsgesellschaft mbh Geschäftssitz Thomas-Wimmer-Ring Tel.: Fax: Niederlassung Erlangen Allee am Rötelheimpark Erlangen Tel.: Fax: Niederlassung Hamburg Neuer Wall Hamburg Tel.: Fax: Niederlassung Düsseldorf Peter-Müller-Straße Düsseldorf Tel.: Fax: Niederlassung Frankfurt Taunusanlage Frankfurt/Main Tel.: Fax: Niederlassung Raubling Rosenheimer Straße Raubling Tel.: Fax: Dieser, von der WTS Steuerberatungsgesellschaft mbh, herausgegebene Infoletter kann nicht die Beratung im Einzelfall ersetzen. Für die Richtigkeit wird eine Haftung nicht übernommen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die WTS Steuerberatungsgesellschaft mbh. LSt-Info 01/ Seite 10 von 10

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