Kindeswohlgefährdung als Folge von häuslicher Gewalt und Möglichkeiten der Intervention und Prävention

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1 Kindeswohlgefährdung als Folge von häuslicher Gewalt und Möglichkeiten der Intervention und Prävention Henrike Krüsmann Master Soziale Arbeit; Diplom-Sozialarbeiterin/-pädagogin

2 Häusliche Gewalt als Indikator für eine Kindeswohlgefährdung Kinder sind immer mit direkt und undirekt betroffen. Sie werden Opfer und Zeuge. Über 60 % der betroffenen Frauen leben mit Kindern in einem Haushalt.

3 Generelles Risiko: Eheschließung und Familiengründung (Müller/Schröttle 2008; N = 2143) Gewalt beginnt oft mit Eheschließung: 38% Bezug der gemeinsamen Wohnung: 14% während der Schwangerschaft: 10% nach der Geburt des Kindes: 20% Gewalt ist intensiver und häufiger, wenn Frau schwanger ist oder kleine Kinder hat Henrike Krüsmann 2013

4 Mitbetroffenheit von Kindern (Heynen 2004/2011; Seith& Böckmann 2006) Zeugung durch eine Vergewaltigung Gewalt während der Schwangerschaft Gewalterfahrungen als Mitgeschlagene Gewalt gegen die Mutter Gewalt durch die Mutter

5 Mitbetroffenheit von Kindern (Heynen 2004/2011; Seith& Böckmann 2006) Atmosphäre von Gewalt und Demütigung Vernachlässigung durch elterliche Konfliktlage Trennungs- und Umgangsbelastungen Trennungsmorde

6 Beteiligung der Kinder am Gewaltgeschehen (Aussagen gewaltbetroffener Mütter, Schröttle 2004) Mütter gaben an, die Kinder haben die Situation gehört 57 % haben die Situation gesehen 50 % versuchten, mich zu verteidigen oder zu schützen 25 % wurden selber körperlich angegriffen 10 % haben nichts mitbekommen 23 % weiß nicht, ob das Kind etwas mitbekommen hat 11 % sie sind in mehr als 90% der Fälle anwesend oder im Nebenraum

7 Die Situation von Kindern hilflos und ausgeliefert verantwortlich und schuldig sie müssen schweigen und sind oft isoliert sie haben Angst und Sorge sie zeigen hohe Loyalität weder Vater noch Mutter stehen zur Verfügung sie werden benutzt, um die Mutter/Vater unter Druck zu setzen, als Ersatzpartner, Vermittler sie versuchen die Gewalt zu verhindern

8 Reaktionen und Folgen Verhaltensauffälligkeiten im sozialen, kognitiven und emotionalen Bereich - aggressives Verhalten - Selbst- und Fremdverletzungen - Rückzugsverhalten - starke Anpassung - depressives Verhalten - zurückgehende Aktivitäten und Kommunikation - unausgeschlafen, ungeduldig, unkonzentriert

9 Belastung für Kinder vergleichbare Belastung: alkoholkranke oder psychisch kranke Elternteile (Kindler 2002) oft Vernachlässigung und Misshandlung der Kinder (Hartwig 2006) es tritt keine Gewöhnung ein, sondern eine Sensitivierung 2-3 -fach höheres Risiko, im Erwachsenenalter auch HG zu erleben

10 Bewältigungsstrategien intergenerationale Übertragung (Hartwig 2006, Wolfe et. Al ) Mädchen: eher zu nach innen gerichtete Strategien erhöhtes Risiko: Opfer von HG zu werden (Identifikation mit Opfer) Jungen: eher nach außen gerichtete Verhaltensweisen erhöhtes Risiko: Täter von HG zu werden (Identifikation mit Täter)

11 Was hilft? Präventive Angebote Kinder und ihr Umfeld stärken (Kita, Schule; med. Personal, ) Frühzeitige Intervention Beendigung der Gewalt - HG als Belastungsfaktor stärker in Unterstützungsangebote einbeziehen (z.b. Frühe Hilfen; Hilfen zur Erziehung, med. Bereich) Bei Interventionen auch Angebote für das Kind (z.b. Polizei, Frauenhaus) Breite Öffentlichkeitsarbeit (Nachbarschaft, Vereine, Institutionen )

12 Situation bei Polizeieinsätzen hohe Belastung für Kinder Schuldgefühle, Angst, Entsetzen Überforderung mit der momentanen Situation sowie der weiteren Entwicklung Schnittstelle Jugendamt - Polizei Meldung ans Jugendamt, besser: Hinzuziehen des JA bei Einsätzen und zeitnah pro-aktive Beratung durch BSt/ISt

13 Was kann Kinder unterstützen? Kinder wahrnehmen, Kontakt herstellen Erklären, was geschehen wird Kindgerechtes Info-material

14 Kinder im Frauenhaus plötzliches Ereignis für Kinder Mutter ist in Krisensituation Anpassung an neue Situation Erleichterung, Ruhe, Schutz versus Stress, neue Umgebung, offene Zukunft weitere krisenhafte Situationen, u.a.: Umgangsregelung, Umschulung, materielle Not, Anonymität, Ambivalenz der Mutter und des Kindes

15 Was wird benötigt? Aufnahmegespräche für Kinder ausreichende eigenständige, bedarfs- und altersgerechte Unterstützung Kinderbetreuung (z.b. Entlasten von Mutter und Kind in Krisen und bei Ämtergängen) Aufnahme von älteren Söhnen ermöglichen angestellte Fachkräfte, nur für Kinderbereich, mit Zusatzqualifikationen, auch männl. MA

16 Auszug aus dem Frauenhaus Überforderungs- und Krisensituation für Mutter und Kind oft kommen neue Probleme hinzu langfristige, fachliche Begleitung: z.b. SPFH, Gruppenangebote, Therapie, Beratung sensibler Umgang mit Thematik in Kita, Schule, med. Einrichtungen, Justiz, Ämtern Fortbildung und Vernetzung

17 Was brauchen Kinder? Prävention statt Intervention

18 Kinder brauchen Wissen über sowie leicht zugängliche Unterstützungsangebote zugewandte Erwachsene, die ihnen zuhören und glauben Wiederherstellung von Sicherheit für sie selbst und für die Mutter Entlastung von Schuldgefühlen Klare Positionierung gegen Gewalt

19 Kinder brauchen persönliche und direkte Ansprache Möglichkeit, eigene Gefühle und Bedürfnisse äußern zu können Informationen über ihre Situation Ehrlichkeit, Zeit sensible, fortgebildete, handlungssichere Erwachsene Präventionsangebote

20 PiKiTa Projekt zur Prävention von häuslicher Gewalt in KinderTagesstätten Zielgruppen: - Erzieher/innen - Kinder in der Vorschulphase - Eltern der teilnehmenden Kinder BORA e.v. Präventionsprojekt

21 Fortbildungen für ErzieherInnen Modul 1: Was ist Häusliche Gewalt? Modul 2: Kinder als Zeugen und Opfer Modul 3: Projektarbeit mit Kindern und Elternarbeit BORA e.v. Präventionsprojekt

22 Fortbildungen für ErzieherInnen Modul 4: Rechtliche Grundlagen: Kinderschutz, Datenschutz, Gewaltschutzgesetz Modul 5: Handlungs-und Hilfemöglichkeiten, Kooperation, Vermittlung Modul 6: Selbstreflexion BORA e.v. Präventionsprojekt

23 Sechs Workshops für Kinder im Vorschulalter a 1 Stunde 1. Gemeinsamkeiten und Unterschiede 2. Gefühle erkennen und Umgang mit Gefühlen 3. Dürfen Kinder Nein-Sagen?

24 4. Gute und schlechte Geheimnis 5. Helfen und Helfen lassen Wer kann helfen? 6. Keine Gewalt BORA e.v. Präventionsprojekt

25 Elternarbeit In Abstimmung mit der Kita: Elternbrief oder Aushang oder Elterninformationsveranstaltung Information der Eltern über die Kinder- Workshops Informationen zu häuslicher Gewalt BORA e.v. Präventionsprojekt

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