Charta der Rechte der hilfeund pflegebedürftigen Menschen Qualitätsmaßstab für Pflege/Betreuung

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1 Charta der Rechte der hilfeund pflegebedürftigen Menschen Qualitätsmaßstab für Pflege/Betreuung Auswirkungen bei der Umsetzung in der Pflege

2 Der Deutsche Verband der Leitungskräfte von Alten- und Behinderteneinrichtungen (DVLAB), Träger- und politisch unabhängige Berufsvereinigung auf Bundes- und Landesebene. Zusammenschluss von Praktikern im Leitungs- und Führungsbereich aus Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Mitglieder sind: Einrichtungsleitungen Pflegedienstleiterinnen und Pflegedienstleiter Hauswirtschaftsleiterinnen und -leiter. Zur Zeit ca. 700 Mitglieder

3 Der DVLAB hat aktiv bei der Erstellung der Charta in den Jahren mitgewirkt. Die Leitungskräfte des DVLAB achten die Leitsätze der Charta als Grundlage ihrer Arbeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der jeweiligen Einrichtung folgen diesen Grundsätzen ebenso. Ziel der Leitungskräfte im DVLAB ist es im gegebenen institutionellen Rahmen eine möglichst hohe Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner zu entwickeln und abzusichern.

4 Artikel 1: Selbstbestimmung und Hilfe zur Selbsthilfe Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf Hilfe zur Selbsthilfe sowie auf Unterstützung, um ein möglichst selbstbestimmtes und selbstständiges Leben führen zu können. Wir erhalten und fördern die Selbstständigkeit und leisten die Pflege, Unterstützung und Beratung, die von unseren Bewohnern sowie Kunden unserer Ambulanten Dienste benötigt und gewünscht werden.

5 Artikel 2: Körperliche und seelische Unversehrtheit, Freiheit und Sicherheit Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht, vor Gefahren für Leib und Seele geschützt zu werden. Mit vorausschauendem Handeln und einem umfassenden Risikomanagement tragen wir zur Gesunderhaltung unserer Bewohner bei. Pflegeplanungen werden mit den zu betreuenden Menschen besprochen und abgestimmt

6 Artikel 3: Privatheit Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf Wahrung und Schutz seiner Privat- und Intimsphäre. Wir respektieren stets die Privatsphäre der Bewohner. Der Wohnraum der BewohnerIn ist ihre Wohnung und damit unverletzlich

7 Artikel 4: Pflege, Betreuung und Behandlung Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf eine an seinem persönlichen Bedarf ausgerichtete, gesundheitsfördernde und qualifizierte Pflege, Betreuung und Behandlung. Mit Bezugspflegesystem wird die individuell erforderlichen Betreuungs- und Pflegeleistungen geplant und durchgeführt. Mit Hausärzten und Fachärzten muss eng zusammen gearbeitet werden. Die Angehörigen und/oder gesetzlichen Betreuer werden dabei einbezogen.

8 Artikel 5: Information, Beratung und Aufklärung Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf umfassende Informationen über Möglichkeiten und Angebote der Beratung, der Hilfe, der Pflege sowie der Behandlung. Kompetente und beständige Ansprechpartner sind Garanten für professionellen Wirkens. Informationsmaterial muss verständlich sein und Fragen aus der Sicht des Kunden beantworten Ausführliche vortragliche Informationen erspart allen Beteiligten später Ärger und Verdruss

9 Artikel 6: Kommunikation, Wertschätzung und Teilhabe an der Gesellschaft Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf Wertschätzung, Austausch mit anderen Menschen und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Wir gehen mit einem Höchstmaß an Flexibilität auf die individuelle Lebenssituation unserer Bewohner ein. Wir geben bedarfsgerechte Unterstützung bei der Strukturierung des Alltages. Wir ermöglichen eine aktive Teilhabe am Gesellschaftsleben. Wir praktizieren eine wertschätzende Sprache Wir suchen das konstruktive Gespräch mit Bewohner-Vertretungen

10 Artikel 7: Religion, Kultur und Weltanschauung Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht, seiner Kultur und Weltanschauung entsprechend zu leben und seine Religion auszuüben. Respekt vor unterschiedlichen Kultur- und Weltanschauungen muss selbstverständlich sein. Religonsausübung unterschiedlicher Religionen werden ermöglicht BewohnerInnen und MitarbeiterInnen müssen sich ohne rassistischer Vorurteile begegnen

11 Artikel 8: Palliative Begleitung, Sterben und Tod Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben. Palliativ Pflege/Begleitung ist kontinuierliches Fortbildungsthema für MitarbeiterInnen Möglichkeiten der Hospiz- Begleitung wird ausgebaut Patientenverfügungen werden beachtet

12 Weitere Aspekte: Alle Leistungsbereiche einer Einrichtung wie Wohnen Betreuung Pflege und Hauswirtschaft werden zur Zielerreichung einbezogen. Und

13 Der DVLAB tritt dafür ein, dass alle beteiligten Akteure wie Politik, Verwaltungen, Kostenträger... und eben auch die Träger der Leistungserbringer... die Umsetzung der Grundsätze der Charta sicherstellen, weil Nachhaltige Qualität, insbesondere Ergebnisqualität erwächst aus dem vertrauensvollen und verbindlichen Zusammenwirken aller beteiligten Akteure.

14 Exkurs: ein Zuviel an Bürokratie und Dokumentation behindert die Umsetzung der Charta das permanente Hinterherlaufen nach guten Bewertungen entsprechend der PTVS (Pflege-Transparenzvereinbarung) bringt für Verbraucher keine brauchbaren Erkenntnisse Viele Einrichtungsleiter sind Unterzeichner des Moratoriums Pflegenoten NEIN" zu Pflege-Noten - "JA" zu einer neuen Ordnung

15 Der DVLAB befürwortet: Heimaufsicht übernimmt die ordnungsrechtliche Aufgabe der Kontrolle von Pflegediensten und Einrichtungen Grüner Haken- BIVA-Prüfung Garant für Qualitätskontrolle aus Verbrauchersicht / aus der Sicht von älteren und pflegebedürftigen Menschen

16 Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit

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