Auswirkungen früher Trennungen. Die Problematik früher Betreuung (U3) Düsseldorf 21. September 2012

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1 Auswirkungen früher Trennungen Die Problematik früher Betreuung (U3) Düsseldorf 21. September 2012

2 Übersicht Einleitung Studien zu früher Betreuung (USA, CAN, D) Basics Early Life Stress Studien zu Stressbelastung Schlussfolgerungen Vorbemerkungen (1.Einflussfaktoren 2.Frauen/Mütter/ErzieherInnen)

3 Unsere Kinder - Opfer des Fortschritts SPIEGEL online 2008 Die Internetzeitschrift " Edge" versammelt in einer legendären Serie Beiträge der renommiertesten Wissenschaftler der Welt und stellt ihnen unter anderem die Frage: Was halten Sie für wahr, ohne es beweisen zu können? Der amerikanische Psychologe Daniel Goleman antwortet: Ich glaube, kann jedoch nicht beweisen, dass die heutigen Kinder unfreiwillig zu Opfern des wirtschaftlichen und technischen Fortschritts werden, ihre soziale und emotionale Kompetenz droht auf drastische Weise zu verkümmern

4 Unsere Kinder - Opfer des Fortschritts SPIEGEL online 2008 Die zwingendsten Daten bietet eine nationale Erhebung, die Thomas Achenbach von der Universität Vermont bei mehr als dreitausend amerikanischen Schülern im Alter zwischen sieben und sechzehn Jahren durchgeführt hat. Die erste Befragung fand Anfang der Siebziger Jahre statt, eine zweite fast fünfzehn Jahre später und eine dritte in den späten Neunziger Jahren. Die Ergebnisse offenbaren einen bestürzenden Verfall der sozialen und emotionalen Kompetenz.

5 Unsere Kinder - Opfer des Fortschritts SPIEGEL online 2008 Besonders steil ging es zwischen der ersten und der zweiten Umfrage bergab. Gegenüber den frühen Siebziger Jahren waren amerikanische Kinder Mitte der Achtziger stärker verschlossen, mürrisch, unglücklich, ängstlich, depressiv, aufbrausend, unkonzentriert, fahrig, aggressiv und straffällig. Sie schnitten bei 42 Indikatoren schlechter, aber bei keinem besser ab. Achenbach TM, Howell CT (1993): Are American Children s Problems getting worse A 13 Year Comparison J Am Acad Child Adolesc Psychiatry 32,

6 Unsere Kinder - Opfer des Fortschritts SPIEGEL online 2008 Der rasante Anstieg des globalen Wettbewerbs hatte zur Folge, dass Eltern etwa seit zwei Jahrzehnten länger arbeiten müssen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. In den USA gibt es heute praktisch nur noch Doppelverdiener, wohingegen es vor 50 Jahren die Regel war, dass ein Elternteil zu Hause blieb. Nicht, dass heutige Eltern ihre Kinder weniger lieben würden sie haben einfach nicht mehr genügend Zeit für ihre Betreuung.

7 2007 Krippenoffensive 2008 Kinderförderungsgesetz (KiFöG) Plan: U3-Plätze bis 2013 Rechtsanspruch ab 12 Monate

8 2008 Es gibt keinen einzigen Artikel, der systematisch Daten zum Thema Krippen und Gesundheit in Deutschland in einer Peerreviewed-Zeitschrift publiziert hat und eine datengestützte Antwort gibt auf die Frage, inwieweit mit der Kinderbetreuung in einer Krippe erhöhte (oder auch verminderte) gesundheitliche Risiken verbunden sind.

9 Internationale Erfahrungen mit Früherziehung Perry preschool project (USA) Kontrollierte Studie, Hochrisikogruppe, 123 Teilnehmer, sehr hohe pädagogische Qualität, langfristig positive Effekte (bis 40. LJ) Kinder ab 3 bis 4 Jahren, Kind- und Eltern-zentriert Abecedarian Project (USA) Kontrollierte Studie, Hochrisikogruppe, 111 Teilnehmer, sehr hohe pädagogische Qualität, hohe Personalkonstanz langfristig positive Effekte (bis 30. LJ) Kinder ab 4. LM, Kind-zentriert

10 Humankapital-Ansatz - Return of investment Heckman J (2006): Skill Formation and the Economics of Investing in Disadvantaged Children; Science 312,

11 Prävalenz depressiver Symptome bei jungen Erwachsenen Frühkindliches Setting Depressive Symptome Early daycare (standard) (1) 37 % High quality early daycare (Abecedarian Project) (1) 25 % Family centered early intervention (Brookline Project) (2) 11/14 % (1) McLaughlin A et al. (2007): Early educational child care reduces depressive symptoms in young adults reared in low-income families. Child Development, 78, (2) Palfrey JS et al. (2005): The Brookline Early Education Project: A 25-Year Follow-up Study of a Family-Centered Early Health and Development Intervention. Pediatrics 116,

12 child care Frühe wars Trennung 80er Jahre NICHD-Studie 1364 Kinder ab 1. LM Betreuung 0 4 Jahre multiple Variablen > 900 Jugendliche 15 LJ. > 300 Publikationen Daten verfügbar J.Belsky

13 JAY BELSKY DGSPJ-Kongress, Bielefeld 23. September 2011

14 J.Belsky 2011

15 a

16 J.Belsky 2011

17 Verhaltensweisen, die bei ehemaligen Krippenkindern im Vorschulalter signifikant häufiger auftreten (NICHD-Studie) Selbstbestimmt: Angeben/aufschneiden, viel Beachtung verlangen, streiten, eifersüchtig, Clown spielen, ständig reden, hänseln/ärgern, ungeduldig, viel schreien, trotzig/frech Ungehorsam/widerständig: Dazwischenreden, ungehorsam, aufsässig, stört andere, stört Klasse, Aggressiv: Schlägereien, gemein/grausam, körperlich angreifen, Wutanfälle, zerstört eigene Sachen Insgesamt 20 / 25 Verhaltensweisen der CBCL-Aggressionsskala

18 Verhaltensweisen, die bei ehemaligen Krippenkindern im Vorschulalter signifikant häufiger auftreten (NICHD-Studie) Prahlen, Streiten, Eifersucht, Hänseln, Trotz, Aufsässigkeit, körperliche Angriffe, Grausamkeit, Zerstörerisches Verhalten Frühkindliches Achtsamkeits- und Empathiedefizit Frühe Erosion späterer Bindungsfähigkeit?

19 Inzidenz x10 J.Belsky 2011

20 Belsky, J. (1986). Infant day care: A cause for concern? Zero to Three, 6, 1 9. Belsky, J. (1988). The effects of infant day care reconsidered. Early Childhood Res Quart, 3, Belsky, J. (1990). Developmental risks associated with infant day care: Attachment insecurity, noncompliance, and aggression? In S. Chehrazi (Ed.), Psychosocial issues in day care, Wash. DC Vandell, D., & Corasaniti, H. (1990). Child care and the family: Complex contributors to child development. New Directions for Child Development, 49, Belsky, J., & Eggebeen, D. (1991). Early and extensive maternal employment and young children s Socioemotional development: Children of the National Longitudinal Survey of Youth. Journal of Marriage and Family, 53, Baydar, N., & Brooks-Gunn, J. (1991). Effects of maternal employment and child-care arrangements on preschoolers cognitive and behavioral outcomes: Evidence from the children of the national longitudinal survey of youth. Developmental Psychology, 27, Hofferth, 5. (1999). Child care in the first three years of life and preschoolers language and behavior. Paper presented at the biennial meetings of the Society for Res.in Child Dev., Albuquerque, NM, April. Youngblade, L., Kovacs, D., & Hoffman, L. (1999). The effects of early maternal employment of 3rd and 4th grade children s social development. Poster presented at the biennial meetings of the Society for Research in Child Development, Albuquerque, NM. Belsky, J., & Eggebeen, D. (2000). Cumulative maternal employment hours across the first three years of life and children s adjustment through age 12. Unpublished data. Bates, J., Marvinney, D., Kelly, T., Dodge, K., Bennett, R., & Pettit., G. (1994). Child-care history and kindergarten adjustment. Developmental Psychology, 30, Park, K., & Honig, A. (1991). Infant child care patterns and later teacher ratings of preschool behaviors. Early Child Development and Care, 68,

21 NICHD-Studie: Nachuntersuchung 15 Jährige (Vandell 2010) Signifikant vermehrt impulsives und risikoreiches Verhalten (geringe Effektstärken), u.a.: Alkoholkonsum Rauchen Drogenmissbrauch Waffengebrauch Stehlen Vandalismus

22 NICHD-Studie: Empfehlungen (0 bis 4 Jahre) 1. Betreuungsqualität verbessern 2. Betreuungsdauer reduzieren 3. Elterliche Betreuung unterstützen NICHD Early Childcare Research Network (2006): Child Care Effect Sizes for the NICHD Study; American Psychologist 61, p.114

23 Universal Childcare, Maternal Labor Supply, and Family Well-Being (Baker, Gruber, Milligan 2005) Effekte von Krippenbetreuung auf Familien - Die Quebec-Studie Ein einzigartiges Studiendesign (natürliches Experiment): Ab 1997 Einführung eines umfassenden daycare-angebots ausschließlich im kanadischen Bundesstaat Quebec Analyse des outcome im Vergleich zu den anderen Bundesstaaten über die Ergebnisse einer laufenden epidemiologischen, national repräsentativen Längsschnittstudie (National Longitudinal Study of Canadian Youth, NLSCY)

24 Universal Childcare, Maternal Labor Supply, and Family Well-Being in Quebec Tagesbetreuung ab Geburt für alle Familien Kosten 5$/Tag (subventioniert zu 85%) Qualitätssicherung (Krippenministerium, universelle Standards, 40% Gehaltsverbesserung für Erzieherinnen) Effekte: Zunahme von daycare um ein Drittel, shift to full time Übergang von informellen Arrangements (Familie, Freunde) zu offizieller Gruppenbetreuung oder Tagespflege Starke Zunahme der Erwerbsarbeit bei verheirateten Frauen Subventionskosten übersteigen zusätzliches Steueraufkommen

25 Universal Childcare, Maternal Labor Supply, and Family Well-Being Effekte (NLSCY) (überwiegend geringe Effektstärken): Bis 2005 verschlechterten sich die Kinder in Quebec in den meisten Dimensionen im Vergleich zu den anderen Bundesstaaten Zunahme von Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit, Aggressivität Verschlechterung sozialer und motorischer Kompetenzen Verschlechterung des Gesundheitszustands Ferner negative Effekte auf Elternseite: Verschlechterung aller Eltern-Kind-Interaktionsparameter (u.a. Zunahme feindseliger und inkonsistenter Erziehung) schlechtere elterliche psychische Gesundheit (u.a. mütterl. Depression) geringere Beziehungszufriedenheit der Frauen

26 Stress

27 Stressverarbeitungssystem Anpassung des Körpers an Kampf und Flucht ( fight and flight ) Hypophyse Nebenniere Immunsystem Grundprinzip Mobilisierung von Energie Hemmung von Wachstumsprozessen

28 Stressfaktor frühe Trennung von Eltern Zahlreiche Tierversuche an Nagern und Primaten weisen nach, dass frühe Trennung von der Mutter zur Veränderung von Hirnschaltkreisen führt, die Stressverarbeitung, Affekte und Verhalten steuern, und dass dies zu einer abweichenden Aktivität (Steigerung oder Abschwächung) der Stress-regulationsachse (HPA) führt. Audrey R. Tyrka, Biol Psychiatry Die einschneidendste und mit Abstand wichtigste psychosoziale Belastung während der Kindheit ist der Verlust von Sicherheit bietenden Bezugspersonen. Rothenberger und Hüther, Prax Kinderpsychol Kinderpsychiatr 1997 Frage: Erfüllen Betreuungspersonen in Krippen die zentrale Aufgabe einer Bindungsperson, eine effektive Stress- und Affektregulation?

29 Tout K et al., Child Development 1998 Betroffene Kinder: Daycare center 1: Daycare center 2: 73% (hohe Qualität) 96% (mittlere bis hohe Qualität)

30 C.Bindt 2011

31 Science 1996 Early stress and trauma seem to have a tremendous power in increasing the risk of various psychiatric disorders many years later Robert M. Sapolsky 2004 Harvard University, working paper 2009

32 Vermehrte frühkindliche Stressepisoden erhöhen nicht nur das Risiko für spätere körperliche und seelische Erkrankungen sondern verändern auch dauerhaft die Fähigkeit zur Stressregulation. Meaney M Environmental programming of stress responses through DNA methylation 2005 Die mangelnde Fähigkeit, Stressbelastung angepasst an Umweltanforderungen regulieren zu können, liegt letztlich allen psychischen Störungen zugrunde. Allan N. Schore: Affect Regulation and the Origin of the Self; 1994

33 Nature 2009

34 Langzeitfolgen von frühkindlichem Stress (Misshandlung, Missbrauch, emotionale Vernachlässigung) Nanni V et al., Am J Psychiatry. August 14, 2011 Deutlich erhöhtes Risiko für wiederholte und langdauernde depressive Episoden (2,3 fach) Erhöhtes Risiko für schlechtes Ansprechen auf Therapie (1,4 fach)

35 Chronischer Cortisolanstieg im Tagesverlauf vergleichbar mit höchstbelasteten Führungskräften der NASA Caplan RD (1979), Journal of Psychosomatic Research, Folge chronischen Cortisolanstiegs Allmähliches Absinken der morgendlichen Cortisolwerte (Erschöpfungssyndrom, attenuation hypothesis) Susman EJ (2006), Neurosci Biobehav Rev, z.b. bei regelmäßig von Müttern getrennten Primaten, nach gravierender Misshandlung, bei Heimkindern/Adoptivkindern

36 Cortisol attenuation - Beispiele n = 65 Rumänisches Waisenhaus Gunnar MR (2001), Developmental Psychopathology Eckstein et al. (2010), DGPs-Kongress, Bremen

37 Wiener Krippenstudie - Qualität der Einrichtungen N =69; 3 gut 64 mittel 2 unzureichend Geiderer D (2010): Soziale Ungleichheit und Qualität in Kinderkrippen am Beispiel der Wiener Kinderkrippenstudie; Diplom-Arbeit, Univ. Wien

38

39 Weitere Stressbelastungs-assoziierte Symptome in Krippen Immunsuppression (z.b. niedriges IgA im Speichel), Watamura (2010), Psychoneuroendocrinology Gehäufte Infektionen (1,5 bis 4 fach), Mehr Neurodermitis (1,5 fach), Mehr Kopfschmerzen (1,8 fach), Heinrich (2007), MoKi Cramer (2011), Allergy Gärtner (2010), Neuropediatrics Emotionale Dysregulation bei/nach Abholen, Ahnert (2000), Developmental Psychology

40 Langzeiteffekte auf Stressregulation?

41 NICHD-Kollektiv: 863 / 1364 Studienteilnehmer (15-jährige) Messung des morgendlichen Speichel-Cortisolwerts Ergebnisse (Roisman et al 2009) : Signifikant niedrigeres Morgen-Cortisol bei 2 Gruppen Emotionale Vernachlässigung (insensitive mothering = abweisend, feindselig, intrusiv) Krippenbetreuung in größerem Zeitumfang Effekte gleich stark Effekte additiv (!) Effekte unabhängig von Betreuungsqualität

42 Die neue, neuroendokrinologische Sicht früher Betreuung Diese Befunde zeigen, dass signifikante Unterbrechungen mütterlicher Fürsorge im sehr jungen Alter mit Funktionsstörungen der HPA-Achse einhergehen. Zeit und Dauer der Trennung sind wichtige Faktoren. Schädliche Auswirkungen sind typischerweise bei früheren und längeren Trennungen zu erwarten. Fortschritte in Neurowissenschaften und Genetik ändern derzeit rapide unseren Blickwinkel auf frühe Belastungen. Sie eröffnen eine neurobiologisch informierte Sicht auf unsere Entwicklung, die das Potential hat, unsere Sozialpolitik, die gesellschaftliche Wahrnehmung von Verletzung und unsere Ansätze zu Intervention und Prävention zu verändern. McCrory E et al. (2010): The Neurobiology and Genetics of Maltreatment and Adversity; J Child Psychol Psychiat 51,

43 Die neue, neuroendokrinologische Sicht früher Betreuung Derzeit werden elterliche Erziehung und frühe Tagesbetreuung als gleichwertige Alternativen dargestellt. Neurobiologisch basierte Forschung führt jetzt zu einer deutlich veränderten Perspektive. Egal wie unangenehm es sein mag, unsere Gesellschaft braucht neue, ehrliche Rahmenbedingungen für frühkindliche Betreuung. Sigman A (2011): Mother superior? The Biological Effects of Day Care; The Biologist 58 (3), 28-32

44 Die neue, neuroendokrinologische Sicht früher Betreuung Chronische Stressbelastung ist im Kindesalter die biologische Signatur der Misshandlung. Böhm R: Die dunkle Seite der Kindheit FAZ

45 Die Bielefelder Empfehlungen (entwicklungsmedizinisch evidenzbasiert) 1. Gruppentagesbetreuung für unter Dreijährige muss hohe Qualitätsanforderungen erfüllen. Für Standards wird auf das Positionspapier der DGSPJ verwiesen ( 2. Folgende Alters- und Mengenbegrenzungen werden empfohlen: o Keine Gruppentagesbetreuung bei unter Zweijährigen. o Zwischen dem zweiten und dritten Geburtstag maximal halbtägige Gruppentagesbetreuung (bis 20 Std./Woche). o Ab drei Jahren bis zu ganztägige Gruppentagesbetreuung möglich, je nach individueller Disposition. 1. Elterliche Betreuung sollte insbesondere in den ersten drei Lebensjahren gezielt unterstützt und gefördert werden.

46 2007 Ein mögliches kinder- und familienfreundliches Modell 36 Monate Elterngeld, ausreichend für familiäre oder außerfamiliäre Betreuungskonzepte, volle Rentenanwartschaften. Erste 18 Monate Betreuung durch Mutter Zweite 18 Monate Betreuung durch Vater Berufliche Wiedereinstiegsgarantie Eigene Ideen?

47 Zusammenfassung (1) Krippenbetreuung kann bei hoher Qualität spätere Lernleistungen leicht verbessern. Krippenbetreuung verursacht bei einem Teil der Kinder Auffälligkeiten im Sozialverhalten im Vor- und Grundschulalter, unabhängig von der Einrichtungsqualität. Verhaltensauffälligkeiten sind auch noch im Alter von 15 Jahren nachweisbar.

48 Zusammenfassung (2) Krippenbetreuung führt, weitgehend unabhängig von der Betreuungsqualität, zu bedenklicher chronischer Stressbelastung bei einem Großteil der Kinder. Diese ist im Ausmaß häufig mit gravierender emotionaler Vernachlässigung vergleichbar. Stress in Krippen führt im Schnitt zu deutlich vermehrter Krankheitsbelastung. Es lassen sich anhaltende Veränderungen der neurohormonalen Stressverarbeitung in Abhängigkeit von der Betreuungsdauer nachweisen. Es ist von einem langfristig erhöhten Risiko für psychische Störungen auszugehen, insbesondere prognostisch ungünstige, da schlecht behandelbare Depressionen.

49 Schlussfolgerung Die hohe Bedeutung der zuverlässigen Verfügbarkeit der Eltern, als primäre Bindungspersonen, und des vertrauten familiären Umfelds für die seelische Gesundheit unter dreijährige Kinder muss stärker kommuniziert werden Eltern, auch alleinerziehende, müssen in ihrer wichtigen Aufgabe der Begleitung ihrer sehr jungen Kinder besser unterstützt werden (Anerkennung, Zeit, Geld, Erziehungsfertigkeiten, später: beruflicher Wiedereinstieg)

50 R.Böhm (2011), Kinderärztliche Praxis 82 (5),

51 Weiterführende Informationen (u.a. zur DGSPJ-Tagung 2011)

52 Empfehlenswerte Literatur zum Thema

53 Effekt von Krippe und Kindergarten auf Verhalten und Lernen in Abhängigkeit von Besuchsdauer und Einrichtungsqualität (nach Rossbach HG ) Sozioemotionale Entwicklung Kognitive Entwicklung Krippe (<3Jahre) Kindergarten (3-6Jahre) Krippe (<3Jahre) Kindergarten (3-6Jahre) Dauer leicht negativ 0 0 positiv Qualität 0 leicht positiv positiv (bis leicht negativ) positiv Roßbach HG (2011): Langfristige Auswirkungen außerfamilialer frühkindlicher Betreuung. In: Kißgen, R. & Heinen, N. (Hrsg.): Familiäre Belastungen in früher Kindheit. Früherkennung, Verlauf, Begleitung, Intervention. Stuttgart: Klett-Cotta.

54 Prozessqualität in deutschen Krippen (KRIPS-R / 2007) (N = 109) Sehr gut / gut 2% mittel ~ 2/3 unzureichend ~ 1/3 Tietze W (2007), zit. aus Maywald J (Hg.) Krippen, Beltz 2008

55 Groeneveld (2010) : Wellbeing and cortisol in home and centerbased care, Early Childhood Res Quarterly Boys produced a higher amount of cortisol during the day at centers compared to girls. debellis (2005), Psychobiology of neglect, Child Maltreatment, Vol. 10, No. 2, Again, these findings suggested that males may be more vulnerable to the effects of severe stress on brain structures than females;

56

57 Vergleichsstudie Krippe Familie Kleinkinder erfahren in der Krippe weniger individuelle Zuwendung, Stimulation und Kommunikation als in der Familie. Kleinkinder regulieren ihre Stimmungen vorzugsweise im Kontakt mit ihren Eltern und nicht in der Krippe. Krippenkinder quengeln nach dem Abholen vermehrt, wahrscheinlich, um auf diese Weise ihre Eltern ganz für sich zu beanspruchen. Die Eltern müssen ihnen helfen, den ereignisreichen Tag zu verarbeiten und langsam zur Ruhe zu kommen. Es zeigt sich aber, dass nach einem langen Tag der Trennung Kinder und Eltern weniger aufmerksam miteinander umgehen. Ahnert L et al. (2000): Shared Caregiving Comparison between Home and Child Care; Developmental Psychology 36,

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