Alter und Behinderung aus Sicht des Sozialministeriums des Landes Nordrhein- Westfalen

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1 Alter und Behinderung aus Sicht des Sozialministeriums des Landes Nordrhein- Westfalen LMR Roland Borosch Leiter der Gruppe Inklusion von Menschen mit Behinderungen Symposium Alter und Behinderung 14. Mai 2014, Kulturzentrum Depot Dortmund 1

2 Von der Exklusion zur Inklusion: Quelle: Aktion Mensch 2

3 Eine Gesellschaft für alle NRW inklusiv Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention ist die umfassende Teilhabe der Menschen mit Behinderungen an allen Lebensbereichen UN-BRK muss als menschenrechtliche Anforderung auf allen Ebenen umgesetzt werden 3

4 Inklusion bedeutet für mich Teilhabe, überall, ohne Bittstellung. Raúl Krauthausen mittendrin sein und mitreden, mithandeln können, mit gleichen Rechten. Jasmin Eding dass dieses Wort eines Tages überflüssig wird, weil es in unserer Wahrnehmung und Lebenspraxis die Normalen und die zu Inkludierenden nicht mehr gibt. Susanne Billig 4 Quelle: Deutsches Institut für Menschenrechte (2012): Was ist Inklusion. 16 persönliche Antworten. Berlin.

5 Inklusion bedeutet für mich ist ein schweres Wort. In unserem Wörterbuch für Leichte Sprache von Mensch zuerst haben wir das so übersetzt: Von Anfang an dabei sein. Josef Ströbl dass die Mauern in den Köpfen verschwinden und es gelingt, auf Augenhöhe miteinander nicht nur zu reden, sondern auch zu leben. Tasnim El-Naggar Als menschenrechtlicher Begriff hebt Inklusion die Pflicht des Staates hervor, zu gewährleisten, dass jeder Mensch den Zugang zu allen Lebensbereichen erhält und dort gleichermaßen dabei sein kann. Beate Rudolph 5 Quelle: Deutsches Institut für Menschenrechte (2012): Was ist Inklusion. 16 persönliche Antworten. Berlin.

6 Zielperspektive Inklusiver Sozialraum Der Deutsche Verein versteht unter einem inklusiven Sozialraum ein barrierefreies Lebensumfeld, das alle Menschen mit und ohne Behinderungen, alte und junge Menschen, Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund selbstbestimmt gemeinsam nutzen und mitgestalten können. Zur Schaffung inklusiver Sozialräume braucht es einer gemeinsamen Strategie aller Akteure vor Ort. Quelle: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (2011): Eckpunkte des Deutschen Vereins für einen inklusiven Sozialraum. Berlin, S. 4 6

7 Das Themenfeld Alter in der UN-BRK Dimension Alter ist Querschnittsthema Vertragsstaaten sichern Menschen mit Behinderungen den gleichberechtigten Zugang zu Leistungen und Programmen der Altersversorgung (Art 28e) gewährleisten geeignete Formen von das Geschlecht und das Alter berücksichtigender Hilfe und Unterstützung für Menschen mit Behinderungen und ihre Familien und Betreuungspersonen um Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch zu verhindern (Art 16, 2). 7

8 Eine Gesellschaft für alle NRW inklusiv Aktionsplan bündelt die Maßnahmen der Landesregierung zur Umsetzung der UN-BRK Die Laufzeit des Aktionsplanes ist auf einen Zeitraum bis 2020 angelegt. Der Aktionsplan ist kein statisches Gebilde. Umsetzung und Weiterentwicklung des Aktionsplanes wird unter Beteiligung der Vertreter der Organisationen und Verbände der Menschen mit Behinderungen vorangebracht 8

9 Eine Gesellschaft für alle NRW inklusiv Kostenlose Bestellung des Aktionsplans im Internet über 9

10 Eine Gesellschaft für alle NRW inklusiv NRW-Aktionsplan hat vier Kernelemente: 1. Neue Kultur inklusiven Denkens und Handelns 2. Beteiligung der Menschen mit Behinderungen 3. Normprüfung 4. Aktionsfelder und Maßnahmen 10

11 Alter und Behinderung Herausforderungen Demographischer Wandel auch bei Menschen mit Behinderungen Pioniergeneration Alter als neue Lebensphase für Menschen mit lebenslanger Behinderung Schnittstelle Eingliederungshilfe und Pflege Neue Anforderungen an Dienste und Einrichtungen und das Gemeinwesen 11

12 Alter und Behinderung Herausforderungen Demographischer Wandel auch bei Menschen mit Behinderungen Pioniergeneration Alter als neue Lebensphase für Menschen mit lebenslanger Behinderung Studie: Die Lebenssituation von Menschen mit lebenslanger Behinderung in Nordrhein-Westfalen Schnittstelle Eingliederungshilfe und Pflege Neue Anforderungen an Dienste und Einrichtungen und das Gemeinwesen 12

13 Paradigmenwechsel im Bereich Wohnen auch für ältere Menschen mit Behinderungen? Ambulant Stationär bis unter bis unter bis unter bis unter Jahre und älter Gesamt Datenquelle: LVR und LWL; Stand:

14 Dimensionen der Quartiersentwicklung 1. Wertschätzendes gesellschaftliches Umfeld 2. Tragende soziale Infrastruktur 3. Generationsgerechte räumliche Infrastruktur 4. Bedarfsgerechte Wohnangebote 5. Bedarfsgerechte Dienstleistungen und Angebote 6. Wohnortnahe Beratung und Begleitung 14 Quelle: Michell-Auli, Peter; Kremer-Preiß, Ursula (2013): Quartiersentwicklung - KDA-Ansatz und kommunale Praxis. Köln: Kuratorium Deutsche Altershilfe. S. 15ff.

15 Unterstützung der kommunalen Akteure bei der Planung inklusiver Quartiere und Sozialräume Aktionsplan: Es bedarf eines Planungsansatzes, der das Gemeinwesen insgesamt in den Blick nimmt und Sozialräume unter inklusiven Gesichtspunkten weiterentwickelt. (IV.19, S. 195). Projekt Inklusive Gemeinwesen planen am Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Universität Siegen Ergebnis: Arbeitshilfe zur Planung und Gestaltung inklusiver Gemeinwesen 15

16 Ziel: Erarbeitung von kommunalen Konzepten zur Entwicklung eines inklusiven Gemeinwesens 16

17 Arbeitshilfe Inklusive Gemeinwesen Planen Partizipation und Beteiligungsstrukturestrukturen Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung Barrierefreie Infrastruktur Inklusive Gestaltung von Einrichtungen der Allgemeinheit Flexible und inklusionsorientierte Unterstützungs dienste Zielperspektive und Einschätzung Empfehlungen Projektideen und Praxisbeispiele 17

18 Wer Inklusion will, sucht Wege, wer sie verhindern will, sucht Begründungen Hubert Hüppe, ehemaliger Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen Gemeinsam die UN-BRK umsetzen! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! 18

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