Höhlenkundliche Mitteilungen

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1 Höhlenkundliche Mitteilungen Landesverein für Höhlenkunde in Tirol Vereinsjahr Jahrgang 52 - Folge 66

2 Inhaltsverzeichnis Einleitende Worte der Obfrau Renate Tobitsch 3 Wissenschaftliche Berichte Datierung von Höhlensinter C. Spötl, Gina Moseley 4 Ein bronzezeitlicher Knochenfund Christoph Spötl 8 Ein altes Höhlenplakat aus Tirol Christoph Spötl 11 Befahrungs- und Tagungsberichte Der Lamsen- oder Brudertunnel im Karwendel Christoph Spötl 15 Aktive Kleinhöhlen in der Tuxbachklamm C. Spötl, A. Schiffmann 19 Neuforschungen in der Griesberg Höhle C. Spötl, A. Schiffmann 23 Höhlenforschung im Lechtal Caroline, Christian Winklmair Andreas Walch 27 Neue Gänge in der Obstanser Eishöhle Andreas Treyer 30 Höhlensuche in Osttirol Andreas Treyer 32 Höhlen in der Umgebung der Reichenberger Hütte Andreas Treyer 37 Forschungstour zur Wechselspitze Alexander Schiffmann 39 Grabungsarbeiten in der Spannagelhöhle Alexander Schiffmann 43 Speleotraining in Obertraun Alexander Schiffmann 45 Jahrestagung des Verbandes Österreichischer Höhlenforscher in Ebensee Renate Tobitsch 47 Seinerzeit ordentliche Generalversammlung Maria Gfrerer 50 Jahresübersicht 2013 Renate Tobitsch 55 Tätigkeitsbericht 2013 Eishöhle, Forscherhütte Renate Tobitsch 56 Wir gratulieren wir gedenken 59 Mitglieder des Landesvereines 67 Höhlenrettungsübungen 2013 Stefan Adrian 71 Impressum: Medieninhaber: Landesverein für Höhlenkunde in Tirol Brixentalerstraße 1, 6300 Wörgl Redaktion und Herstellung: Gfrerer Maria, Christoph Spötl, Renate Tobitsch ZVR: Erschienen: März 2014 Titelbild: Eissäule im Eisdom in der Hundsalm Eis- und Tropfsteinhöhle (Foto: Robbie Shone) 2 Vereinsjahr 2013

3 Vorwort Nachdem im Jahr 2012 im Landesverein mit der Wiedereröffnung der Schauhöhle gefeiert wurde, war 2013 wieder Arbeiten und Forschen angesagt. Die Höhlenforschung hat sich 2013 im ganzen Land verteilt: angefangen vom Lechtal, wo langgediente mit neuen Höhlenforschern auf die Suche nach Höhlen gingen, diese fanden und derzeit mit der Erforschung beschäftigt sind, im Grenzgebiet am Brenner zu Italien, im Zillertal, und in Osttirol. Die Forschungen in der Höhle beim Spannagelhaus sind leider ausgefallen, da die Übernachtungen durch den Abriss des altehrwürdigen Spannagelhauses und dem Neubau nicht mehr möglich waren. Für längere Forschungen sind die Tagestouren zu kurz und so hoffen wir, dass 2014 die Umstände wieder längere Forschungstouren erlauben. Die wissenschaftliche Höhlenforschung steht unter der Führung von Christoph Spötl. Er übernimmt die Alterserforschung von Knochen und Sinter mit seinen Studenten und unterstützt so maßgeblich den Tiroler Landesverein. Das grenzübergreifende Interreg-Projekt Inntaler Unterwelten, bei dem sich unser Landesverein mit der Hundsalm Eis- und Tropfsteinhöhle mit der Gemeinde Ebbs mit der Tischoferhöhle, mit der Gemeinde Oberaudorf mit dem Grafenloch sowie mit der Wendelstein GmbH als Betreiber der Wendelsteinhöhle zusammengeschlossen hat, konnte im letzten Jahr endgültig abgeschlossen werden. Die Vor-Ort-Besichtigung fand die vollste Zufriedenheit aller Kontrollorgane und so können wir uns und allen Beteiligten gratulieren. Ich wünsche allen Höhlenforschern ein unfallfreies Jahr sowie viel Schwung und Forschergeist beim Aufsuchen und Erforschen unserer Höhlen. Der Schauhöhle wünsche ich viele Besucher, die sich an der Schönheit der Höhle, den Eisfiguren und der Tropfsteine erfreuen und sie zu schätzen wissen! Glück Tief Renate Tobitsch (Obfrau des Landesvereins) Vereinsjahr

4 Neue Datierungen an Höhlensinter aus dem Gebiet der Hundsalm, Angerberg Christoph Spötl, Gina Moseley Seit dem letzten Bericht über Altersbestimmungen an Tropfsteinen aus der Hundsalm Eis- und Tropfsteinhöhle (Spötl, 2005) sind einige interessante weitere Ergebnisse hinzugekommen, die hier in Kürze vorgestellt werden. Die Datierungen wurden mit der Uran-Thorium-Methode vorgenommen, wobei alle bis auf eine Messung an der Unversity of Minnesota in Minneapolis durchgeführt wurden. Eine Probe (HUN15) wurde im Labor der Umweltphysik in Heidelberg gemessen. Die Altersangaben sind in Tausenden Jahren vor heute, abgekürzt mit ka. Hundsalm Eis- und Tropfsteinhöhle Hier liegen bereits mehrere Datierungen sowohl aus dem Bereich Christlkammer, also aus dem Führungsteil der Höhle, als auch aus dem tiefer gelegenen Neuteil, vor, die Werte zwischen 123 ka und > 350 ka ergaben (Spötl, 2005). Zwei neue Proben wurden aus dem Neuteil geborgen und analysiert, HUN12 und HUN13. HUN12 Dieser Stalagmit ist 28 cm hoch und fand sich im oberen Teil des Jugendganges losgelöst von seinem (ehemals geneigten) Substrat (Abb. 1). Es liegen drei Datierungen vor. 2 cm unter der Spitze weist er bereits ein sehr hohes Alter von 500 ±24 ka auf, hörte also bereits vor einer halben Million Jahre zu wachsen auf. Eine weitere Datierung 9,5 cm unter der Spitze ergab ein Alter von 713 ± 136 ka. Man erkennt bereits am Messfehler, dass diese Datierung hart an der heute erreichbaren Obergrenze der Altersbestimmung liegt. Eine dritte Probe 14,6 cm unter der Stalagmitenspitze ergab schließlich ein Alter jenseits der Datierungsgrenze, d.h. größer als ca. 700 ka. Datierungen dieser Qualität sind erst seit einigen Jahren in manchen Labors möglich; früher ergaben solche Proben Alter >350 ka bzw. >400 ka, je nach Güte des Materials und Labors. Abb. 1: Außenansicht (links) und innerer Aufbau (rechts) des Stalagmiten HUN12 aus dem Neuteil der Hundsalm Eis- und Tropfsteinhöhle. Seine Entstehung liegt mehr als eine halbe Million Jahre zurück. 4 Vereinsjahr 2013

5 HUN13 Ein zweiter, kleinerer, 16 cm hoher Stalagmit wurde ebenfalls im Jugendgang gefunden, und zwar im Blockwerk beim Aufstieg in denselben. Man erkennt am Foto, dass die Unterlage des Stalagmiten fehlt und dass er aus dichtem, hochreinen Kalzit aufgebaut ist (Abb. 2). Die äußerste Schicht erscheint im polierten Anschliff auffallend weiß und seitlich wuchs über diesen Tropfstein später noch brauner Wandsinter. Eine Datierung knapp unterhalb der Spitze des Stalagmiten ergab bereits eine jenseits der Datierungsgrenze, d.h. größer als ca. 700 ka. Weitere Datierungen wurden daher unterlassen. Abb. 2: Außenansicht (rechts) und innerer Aufbau (links) des Stalagmiten HUN13 aus dem Neuteil der Hundsalm Eis- und Tropfsteinhöhle. Grete-Ruth-Schacht Dieser altbekannte Schacht nahe am Steig zur Eishöhle weist im unteren Teil inaktive Sinter auf, von denen zwei Proben untersucht wurden: HUN14 und HUN15. HUN14 Dieser honigbraun gefärbte Stalagmit wuchs zwischen 109,3 ± 0,5 ka und 94,3 ± 0,4 ka und dürfte zumindest eine Wachstumsunterbrechung aufweisen, was sich bereits im Lagenbau des Kalzits andeutet (Abb. 3). Somit fand das Wachstum dieses Tropfsteins während des Frühwürms statt, d.h. nach der letzten Warmzeit. HUN15 Im rückwärtigen Teil des unteren, annähernd horizontalen Höhlenabschnittes des Grete-Ruth-Schachtes finden sich größere Sinterplatten, die von ihrer Lehmbasis losgelöst heute schräg im Gang liegen (Abb. 4). Dieses Material ist im polierten Zustand farbenprächtig (Abb. 5) und eine Altersbestimmung ergab ein - leider etwas ungenaues - Alter von 123 ± 8 ka, was aber klar zeigt, dass diese etwa 7,5 cm dicke Bodensinterformation während der letzten Warmzeit, die ihren Höhepunkt vor etwa 125 ka hatte, gebildet wurde. Aus dieser klimatisch der heutigen Zeit vermutlich recht ähnlichen, etwa Jahre währenden Periode, stammt auch ein kleiner Stalagmit, der im Neuteil der Hundsalm Eis- und Tropfsteinhöhle (Spötl, 2005) wuchs (HUN10). Auch dieser wurde dort von seinem ehemaligen Wachstumsort entfernt und es liegt nahe, die Erosionsprozesse in den beiden benachbarten Höhlen auf Prozesse im Zuge der nachfolgenden Eiszeit zurückzuführen. Vereinsjahr

6 Abb. 3: Der Stalagmit HUN14 im aufgeschnittenen Zustand zeigt einen deutlichen Lagenbau mit einer markanten weißen Grenzschichte im oberen Teil, an der das Wachstum für einige tausend Jahre stoppte. Abb. 4: Losgelöste große Sinterplatte im Grete- Ruth-Schacht, von der die Probe HUN14 stammt. Die Dicke des Sinters variiert zwischen etwa 7 und 10 cm. 6 Vereinsjahr 2013

7 Abb. 5: Polierter Anschliff eines Stückes der Sinterplatte, die in Abb. 4 abgebildet ist. Dicke der Lage 7,5 cm. Zusammenfassend zeigen die bislang vorliegenden Altersbestimmungen, dass es in beiden Höhlen einst zu recht ansehnlichen Tropfsteinbildungen gekommen ist und dass die ältesten davon mit mindestens 700 ka wahre Methusalems sind. Mindestens seit dieser Zeit muss demnach auch der Neuteil existieren, in dem die zwei ältesten Stücke gefunden wurden. Vermutlich ist dieser Höhlenteil jedoch noch um einiges älter. Die Beobachtung, dass etliche der untersuchten Proben abgebrochen und umgelagert waren, spricht eine deutliche Sprache was die Erosionsprozesse in diesen Höhlen angeht. Aktive Tropfsteinbildung wurde im Grete-Ruth-Schacht nicht beobachtet; im Neuteil der Eishöhle ist diese ebenfalls sehr bescheiden (Tropfsteinhalle). Stark ausgeprägt hingegen ist die aktive Bildung von Bergmilch, sowohl im Neuteil der Eishöhle (wo nun auch erste mikrobiologische Untersuchungen vorliegen Reitschuler et al., 2013), als auch im untersten Teil des Glockenschachtes und in der Frauensteinhöhle; in letzterer leider durch unachtsame Höhlenforscher stark in Mitleidenschaft gezogen. Literatur: Spötl, C. (2005): Datierungen von Tropfsteinen aus der Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle. - Höhlenkundliche Mitteilungen des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol, Jahrgang 43, Folge 57, 5-9. Reitschuler, C., Schwarzenauer, T., Lins, P., Wagner, A.O., Spötl, C., Illmer, P. (2013): Zur Mikrobiologie von Bergmilch. Die Höhle, 63, Vereinsjahr

8 Ein bronzezeitlicher Knochenfund aus der Spannagelhöhle Christoph Spötl Mit ihrem Eingang in 2524m Seehöhe ist die Höhle beim Spannagelhaus - vielfach kurz nur Spannagelhöhle genannt - nicht nur Tirols längste Höhle (Stand Frühjahr 2013: 12,5 km) sondern was ihren obersten Abschnitt betrifft auch Europas höchstgelegene Schauhöhle. Geröll, Kies und Grobsand dominieren das Sedimentspektrum, was die Gletschernähe der Höhle unterstreicht. Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Kleine Eiszeit zu Ende ging, lagen noch etwa zwei Drittel der Höhle unter dem Eis des Tuxer Ferners (Spötl & Mangini, 2010). Es verwundert deshalb auch nicht, dass bislang keine Funde von Knochen oder Zähnen in der Höhle gemacht wurden, sieht man von sehr seltenen Fledermausknochen ab (Spötl, 2003). Im März 2012 fanden nun Josef und Christoph Anfang beim Ausgraben eines Kolkes im Kies in etwa 40 cm Tiefe einen länglichen Gegenstand, der sich nach der Reinigung als kleiner Röhrenknochen herausstellte. Der Kolk, in dem der Fund gemacht wurde, befindet sich bei der Einmündung des Wassergangs in die Halle der Vereinigung, knapp unterhalb des Führungsweges und ca. 114m Horizontalerstreckung vom nächsten Höhlenausgang entfernt. Der Knochen ist 16,9 cm lang und an beiden Enden abgebrochen. Es handelt sich um das rechte Schienbein (Tibia) vermutlich einer Gämse (Rupicapra rupicapra). Diese Bestimmung nahm Univ.-Prof. Gernot Rabeder vor. Interessant ist die Beobachtung, dass der Knochen oberflächliche Spuren aufweist: Erstens vier größere und eine kleinere, fast symmetrische, kerbförmige Spur nahe dem unteren Ende des Knochens, die im rechten Winkel zur Knochenachse angeordnet sind. Zweitens, sehr flache, über den Knochen verteilte Dellen. Und drittens, knapp unterhalb des oberen Endes zwei tiefere und breite Spuren, die schräg über den Knochen laufen. Die anfängliche Vermutung, es könnte sich bei diesen Spuren zumindest teilweise um menschliche (Schnitt)Spuren handeln, konnte bei einer genauen Untersuchung nicht bestätigt werden. Dr. Martina Pacher, die viel Erfahrung mit solchen Spuren auf Knochen hat, stellte beim Studium des Knochenfragments fest, dass alle Spuren von Korrosion bzw. Umlagerung stammen, nicht aber vom Menschen. Bei den vermeintlichen Schnittspuren sieht man gut die konzentrische Form der Verwitterung, die teilweise die äußere Knochenschicht (die sog. kompakte Substanz) ganz aufgelöst hat. Zur Bestimmung des Alters des Knochens wurde an dessen Rückseite mittels einer feinen Diamantsäge eine Probe entnommen, deren Radiokarbonalter 3340 ± 28 BP ergab. Korrigiert man dieses für Schwankungen der Produktionsrate von 14 C in der Atmosphäre (nach INTCAL13), dann erhält man folgenden statistischen Altersbereich: v.chr. (gesamter 2 sigma Unsicherheitsbereich der Kalibration; das wahrscheinlichste Alter liegt zwischen 1595 und 1691 v.chr.; Probe UBA 22444; analysiert am Centre for Climate, the Environment & Chronology, Queen's University Belfast). Die Analyse der Probe ergab zudem ein C/N Verhältnis von 3,16. Werte, die zwischen 2,9 und 3,5 liegen, sprechen für gut erhaltenes Knochen-Kollagen, d.h. der 8 Vereinsjahr 2013

9 14 C-Wert darf als zuverlässig betrachtet werden. Der δ 13 C Wert des Kollagens beträgt - 20,47 und sein δ 15 N Wert 3,87. Abb. 1: Ansicht des Knochenfragments aus der Spannagelhöhle. Links das untere Ende des Schienbeins, rechts das obere. Links vermeintliche Schnittspuren, die sich aber nach Reinigung und mikroskopischer Analyse als natürlich entstanden herausgestellt haben. Die Radiokarbonmessung belegt, dass der Knochen prähistorisch ist und die vermutliche Gämse an der Wende von der frühen zur mittleren Bronzezeit gelebt hat. Unklar bleibt der Weg, den der Knochen bis zu seiner Fundstelle nahm. Ein Transport des Knochens durch Höhlenwässer ist vom Haupteingang her auszuschließen. Es gibt jedoch einen zweiten Eingang, der von Osten her direkt in den Wassergang führt. Dieser Eingang dürfte früher zumindest teilweise offen gewesen sein, wurde später zugemacht und ist derzeit mit einer Holztür verschlossen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass in der Bronzezeit ein Höhlenbach diesen Weg nahm und den Knochen transportierte, da dieser zweite Eingang in einer Hangposition liegt. Wahrscheinlicher ist, dass der Knochen über enge und heute verfüllte Seitengänge von der Oberfläche eingespült wurde. Die Tatsache, dass der Knochen unter fast einem halben Meter Kies begraben lag, belegt, dass es im unteren Teil des Wassergangs früher zumindest zeitweise einen stärkeren Wasserandrang gab, der im Stande war, Kiesgerölle mit einem Durchmesser von bis zu mehreren Zentimetern zu transportieren. Heute tritt dort nur zur Zeit der Schneeschmelze ein Rinnsal auf. Insgesamt wurden in den oberen Abschnitten der Spannagelhöhle bereits einige Kolke, die mehrere Meter tief mit Kies zu sedimentiert waren, ausgegraben (hauptsächlich als Zwischenspeicher für die einstige Trinkwasserversorgung des früheren, im Sommer 2013 abgerissenen Spannagelhauses); dieses kleine Knochenfragment ist jedoch bislang der einzige Fund. Selbst wenn der Knochen nach aktueller Erkenntnis keinen Hinweis auf menschliche Einwirkung liefert: Der ebene Platz des bisherigen Spannagelhauses bot sich ohne Zweifel schon in der Vorzeit als Lagerplatz für Jäger an. Es ist auch vorstellbar, dass Hirten in vorgeschichtlicher Zeit bis in diese Höhen Schafe geweidet haben. Die hochalpinen Regionen der Tiroler Zentralalpen wurden schon seit Ötzis Zeiten als Hochweiden genutzt. 13 km ESE des Spannagelhauses wurden pollenanalytisch in einem Moor in 2150m Seehöhe oberhalb der Berliner Hütte Spuren von Weide- und Almwirtschaft seit 4100 v.chr., verstärkt ab ca v.chr. nachgewiesen (Haas et al., 2008). Es ist durchaus wahrscheinlich, dass der nicht ganz unauffällige Eingang der Spannagelhöhle schon vor Jahrtausenden als Unterstand benutzt wurde. Ist doch dieser Eingang zudem anomal warm, d.h. selbst wenn die Außentemperatur unter den Nullpunkt fällt - was im Hochgebirge im Herbst nicht selten der Fall ist so bleibt die Vereinsjahr

10 Lufttemperatur im Eingangsbereich immer einige Grad über Null (Spötl & Pavuza, 2001). Archäologische Untersuchungen wären wünschenswert, wenngleich die Aussichten im Eingangsbereich relevante Spuren zu finden vermutlich bescheiden sind, denkt man daran, dass dieser Bereich früher als Mülldeponie der Hütte benutzt wurde (Radislovich, 1960; Wolf, 1971; Schirmer, 1976) und später beim Ausbau der Schauhöhle einiges in der Höhle umgestaltet wurde. Dank an Josef und Christoph Anfang für die Zurverfügungstellung des Knochenrestes und Gernot Rabeder und Martina Pacher für die Mithilfe bei der Analyse. Literatur Haas, J.N., Walde, C., Wild, V. (2008): Holozäne Schneelawinen und prähistorische Almwirtschaft und ihr Einfluss auf die subalpine Flora und Vegetation der Schwarzensteinalm im Zemmgrund (Zillertal, Tirol, Österreich). in: Luzian, R. & Pindur, P. (Hrsg.), Prähistorische Lawinen. Nachweis und Analyse holozäner Lawinenereignisse in den Zillertaler Alpen, Österreich, Mitt. Komm. Quartärforschung Österr. Akad. Wiss., 16, Radislovich, R. (1960): Eine Naturhöhle im Tuxer Hauptkamm der Zillertaler Alpen. - Österr. Touristenzeitung, 73, 5-6. Schirmer, G. (1976): Die Höhle beim Spannagelhaus. - Österr. Touristenzeitung, 89, Spötl, C. (2003): Ein seltener Fledermaus-Fund aus der Spannagel Höhle. - Höhlenkundliche Mitteilungen des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol, Jahrgang 41, Folge 55, 1. Spötl, C. & Mangini, A. (2010): Paleohydrology of a high-elevation, glacier-influenced karst system in the Central Alps (Austria). Austrian Journal of Earth Sciences, 103, Spötl, C. & Pavuza, R. (2001): Zur Bewetterung der Spannagelhöhle (Kat. Nr. 2411/1). Höhlenkundliche Mitteilungen des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol, Jahrgang 39, Folge 52, 5-9. Wolf, G.J. (1971): Bergfahrt in der Unterwelt. - Österr. Touristenzeitung, 84, Vereinsjahr 2013

11 Ein altes Höhlenplakat aus Tirol Christoph Spötl Am Rande einer Veranstaltung wurde mir ein etwa 40 x 60 cm großes Höhlenplakat gezeigt, das die Besitzerin, Frau Hanni Linert aus Innsbruck, vor vielen Jahren bekommen hatte und dessen Herkunft und Bedeutung sie gerne erfahren hätte. Frau Linert stellte mir eine digitale Kopie des Plakates zur Verfügung (Abb. 1) und mir erschien es aus historischen Gründen interessant, es einem breiteren, höhlenkundlich aufgeschlossenen Publikum zu zeigen. Wie dem Text des undatierten Plakates zu entnehmen ist, handelt es sich um eine Werbeaktion für eine geplante Forschungsreise zum Himalaja, wobei im weiteren Text andere Gebiete genannt werden. Der Inhalt des Textes schon bevor die Rede auf Parzival und Lohengrin kommt erscheint aus heutiger Sicht seltsam und dies wird verstärkt durch ein imposantes Hintergrundbild, eine Collage aus tropfsteingeschmückten Höhlen, die rechts unten die Unterschrift Franz Schenk trägt. Vervielfältigt wurde das Plakat im Kupfertiefdruck-Verfahren von der Kinderfreund-Anstalt, einer heute nicht mehr existierenden Druckerei, am Innrain 27 in Innsbruck. Der Auftraggeber dieses Plakates das sich Diplom nennt war ein gewisser Expeditionsverband Deutscher Höhlenforscher, was befremdend wirken mag, denn dieser besaß seinen Sitz in Innsbruck und hatte dort auch ein Postfach. Recherchiert man, so stößt man in der recht turbulenten Frühzeit der höhlenforschenden Vereine und Verbände auf diesen besagten Expeditionsverband und es lohnt sich, hier etwas auszuholen wurde in Salzburg die Gründung eines Hauptverbandes Deutscher Höhlenforscher beschlossen, der sich noch im gleichen Jahr ebenfalls in Österreich, nämlich in Eisenerz und Präbichl konstituierte (Hochschorner, 1984). Es handelte sich um den ersten Vorläufer des heutigen Verbandes der deutschen Karst- und Höhlenforscher e.v. (dieser wurde 1955 in Donauwörth gegründet, nachdem der Hauptverband mit Kriegsende 1945 aufgehört hatte zu bestehen). Es ist bezeichnend, dass dieser in Österreich gegründet wurde; vor dem Hintergrund der damals weitverbreiteten großdeutschen Gesinnung ist dieser Schritt jedoch durchaus verständlich. Ambitioniert ging man die grenzüberschreitende Sache an und beschloss, den Sitz dieses Verbandes im dreijährigen Rhythmus zwischen Wien und Berlin zu wechseln. Die ersten Jahre waren von Erfolgen gekennzeichnet und man gab auch einige Schriften heraus. Mit der Zeit erwies sich dieser Zusammenschluss österreichischer und deutscher Höhlenforscher jedoch als zunehmend problematisch und 1929 wäre es beinahe zur Abspaltung der alpenländischen Fraktion und zur Gründung eines Hauptverbandes österreichischer Höhlenforscher gekommen (tatsächlich dauerte es, u.a. auch kriegsbedingt, noch bis 1949, bis es schließlich zur Gründung des heutigen Verbandes Österreichischer Höhlenforscher kam). In dieser spannungsgeladenen Zeit kam es schließlich zur Abspaltung zweier österreichischer Zweigvereine vom Hauptverband, nämlich der Österreichischen Gesellschaft für Höhlenforschung unter Adalbert Markovits sowie des Tiroler Vereins Alpine Höhlenforscher unter Leo Weirather. Abb. 1 (nächste Seite): Höhlenplakat vermutlich aus dem Jahr 1929 oder bald danach, hergestellt in Innsbruck. Vereinsjahr

12 12 Vereinsjahr 2013

13 Beide schlossen sich 1929 zum Expeditionsverband Deutscher Höhlenforscher zusammen mit Weirather als Obmann und Markovits als sein Stellvertreter. Man beachte, dass bewusst statt österreichisch das Adjektiv deutsch verwendet wurde. Dieser Expeditionsverband war jedoch nur ein loser Zusammenschluss mit der Absicht, Forschungsreisen ins Ausland zu finanzieren. Beide Trägervereine, die Alpinen Höhlenforscher in Innsbruck und die Österreichische Gesellschaft für Höhlenforschung in Wien, existierten unabhängig davon weiter. Der Name Expeditionsverband Deutscher Höhlenforscher wurde anscheinend bewusst in Anlehnung an den Namen des Hauptverbandes Deutscher Höhlenforscher gewählt, dessen Förderung bzw. Patronanz Weirather und Markovits wohl vortäuschten, um leichter an Sponsoren zu kommen. Der Hauptverband billigte das Reisevorhaben in keiner Weise und betrachtete es als Phantasterei. Die Folge war eine arge Verstimmung zwischen dem Hauptverband und den Tiroler Höhlenforschern, was damals fast zum Abbruch der Kontakte zwischen den beiden Gruppierungen führte. Wann genau das Plakat Von Tirol zum Himalaja gedruckt wurde, kann nicht gesagt werden; wohl aber 1929 oder bald danach. Unterschrieben haben das Plakat Weirather, sowie der damalige Schriftführer Adalbert Ruth. Detail sprichwörtlich am Rande: Für die Höhlencollage auf dem Plakat standen verschiedene Höhlen am Balkan Pate. Eine davon konnte identifiziert werden, und zwar der Bereich im linken unteren Eck. Man erkennt einen Forscher, der am Fuß einer Sinterwand kniet. Die Vorlage zu diesem Detail ist ein Foto von Albert Winkler senior aus dem Jahr 1925, aufgenommen von Leo Weirather am Fuß der Hadesia-Wand in der Vjetrenica Höhle (Hauser, 2011), der größten Höhle in der Herzegowina. (Abb. 2) Abb. 2: Historisches Foto des Höhlenforschers und Biospeläologen Albert Winkler senior ( ) in der Vjetrenica Höhle. Leo Weirather unternahm 1925 mit ihm eine Forschungsreise in die südliche Herzegowina und in das angrenzende Dalmatien und machte dieses Foto. Es stand Pate für den linken unteren Teil des Höhlenplakats, allerdings seitenverkehrt. Vereinsjahr

14 Weirather (geb. 1887, gest. 1965) selbst war eine durchaus interessante Persönlichkeit, entdeckte u.a. die Hundsalm Eis- und Tropfsteinhöhle im Jahre 1921 (Spötl, 2013), gründete 1922 den ersten Höhlenverein in Tirol und war dessen erster Obmann (Mutschlechner, 1965) und erlangte später hohes internationales Ansehen als Experte für Biospeläologie des Balkans (z.b. Pretner, 2011). Die besagte Expedition nach Asien dürfte übrigens nie stattgefunden haben. Details sind nicht bekannt, aber es ist zu vermuten, dass das fundraising, von der Weltwirtschaftskrise überschattet, nicht sonderlich erfolgreich war. In Weirathers Biographie scheint für den Zeitraum auch keine Asien-Reise auf, obwohl er damals zahlreiche große Reisen unternahm (Pretner, 2011). Dass die ambitionierten Asien-Pläne nie umgesetzt wurden bestätigte mir auch Hubert Trimmel kurz vor seinem Ableben. Der Expeditionsverband löste sich zu Beginn des 2. Weltkrieges endgültig auf. Für Hinweise zur Historie dieses seltenen Höhlenplakats aus Tirol und zum Expeditionsverband danke ich Hubert Trimmel ( ), Johannes Mattes und Walter Klappacher, sowie Bernd Hauser für Literaturhinweise. Literatur: Hauser, B. (2011): Prolog zu Egon Pretners Monographie des biospeläologischen Lebenswerkes von Leo Weirather. Berichte des naturwissenschaftlich-medizinischen Vereins Innsbruck, 97, Hochschorner, K.H. (1984): Die Vorläufer des Verbandes österreichischer Höhlenforscher Zur Geschichte höhlenkundlicher Dachverbände in Österreich. Die Höhle, 35, Mutschlechner, G. (1965): Dem Höhlenforscher Leo Weirather zum Gedenken. Höhlenkundliche Mitteilungen des Landesvereins Tirol, Jahrgang 3, Nr. 2, 2 S. Pretner, E. (2011): Die Verdienste von Leo Weirather um die Biospeläologie, insbesondere Jugoslawiens, sein Höhlenkataster und seine Sammelplätze. Berichte des naturwissenschaftlich-medizinischen Vereins Innsbruck, 97, Spötl, C. (2013): Die Entdeckungsgeschichte und der ursprüngliche Zustand der Hundsalm Eis- und Tropfsteinhöhle. Höhlenkundliche Mitteilungen des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol, Jahrgang 51, Folge 65, Vereinsjahr 2013

15 Der Lamsen- oder Brudertunnel, eine oft begangene Durchgangshöhle im Karwendel Christoph Spötl Die Lamsenjochhütte (1953m) und die darüber thronende Lamsenspitze (2508m) im hintersten Stallental sind bekannte Punkte im Karwendel Gebirge. Die Lamsenspitze und der südöstlich anschließende Hochnissl (2547m) gehören zum Karwendel- Hauptkamm und bestehen zum Großteil aus Wettersteinkalk. Obwohl oberflächliche Karstformen (Karren) immer wieder auftreten, sind Karsthöhlen aus diesem Teil des Karwendels nicht bekannt. Allerdings gibt es südwestlich der Lamsenjochhütte eine Durchgangshöhle, die unter dem Namen Lamstunnel auch auf der AV-Karte eingetragen ist. Diese Höhle fehlte bisher im Tiroler Höhlenkataster, obwohl sie eine häufig begangene Höhle ist, denn der bekannte Brudertunnel-Klettersteig führt an seinem oberen Ende durch diese Höhle (Abb. 1). Abb. 1: Blick von der Lamsenjochhütte nach Südwesten auf die Nordwand zwischen Lamsscharte und Rotwandlspitze mit der Lage des Brudertunnels (Pfeil). Der markante Gipfel rechts daneben ist der Lamsen-Hüttenturm. Vereinsjahr

16 Kurz zur Geschichte dieser Höhle bzw. zu ihrem zweiten Namen, Brudertunnel. Wir schreiben das Jahr Die Lamsenjochhütte (Sektion Oberland des Deutschen Alpenvereins), die 1906 eröffnet wurde (Gmeinwieser, 1906), wurde im März durch eine Lawine zerstört. Die neue, heutige Hütte wurde 200m östlich gebaut und im Juni 1909 eingeweiht (Lechler, 2008). Zu dieser Einweihung kamen auch die Brüder Franz-Karl und Toni Unterlechner, zwei sehr gute Kletterer aus Schwaz. Sie nahmen nicht den Normalweg durch das Stallental, sondern machten die Überschreitung über den Hochnissl. Beim heutigen oberen Einstieg in den nach ihnen benannten Brudertunnel entdeckten sie ein kleines Loch, in das Franz-Karl einige Meter hinunterfiel. Sein Bruder kam mit dem Seil nach und gemeinsam durchstiegen sie als Erste diese Höhle und sahen am nördlichen Ende tief unter ihnen die neu erbaute Lamsenjochhütte (Stock, 1998). Sie stiegen anschließend die Route des späteren Klettersteiges ab. Dieser wurde von einem anderen Gebrüderpaar, Rieser, mit Seilversicherungen ausgebaut und dürfte der älteste Klettersteig in Tirol sein (Stock, 1998). Diese kleine Höhle umfasst eine Ganglänge von 25m bei einem Höhenunterschied von 16m (Abb. 4). Der Wettersteinkalk ist im Bereich der Höhle stark tektonisch beansprucht, zerbricht stückig und lässt keine Schichtung erkennen. Das überrascht nicht, denn die Höhle folgt streng einer N-S verlaufenden Störung, die saiger steht. Harnischflächen finden sich nahe des Südeinganges der Höhle und belegen eine entsprechende Verschiebung der Gesteinspakete. Betrachtet man die Situation von Norden aus, so erkennt man deutlich das X-förmige Verschneiden zweier Störungen (Abb. 1), infolgedessen sich tektonisch zerbrochener Kalkstein aus dem Gesteinsverband lösen konnte und diese Höhle gebildet wurde. Auch die Betrachtung der Höhlenwände zeigt klar, dass Wasser bei der Entstehung dieser Höhle keine Rolle gespielt hat, abgesehen von Frostsprengung (Abb. 2, 3). Somit liegt keine Karsthöhle vor, sondern eine rein tektonisch angelegte (Ausbruchs)Höhle. Am geneigten Boden derselben liegt eckiger Kies mit Steinen, der langsam seinen Weg in eine steile Schlucht in die Nordwand findet. Abb. 2: Blick vom Südportal in die Höhle hinunter. Am Bildoberrand erkennt man eine saiger stehende Störungsfläche, entlang derer die Höhle entstand. 16 Vereinsjahr 2013

17 Abb. 3: Blick von Norden durch die Durchgangshöhle hinauf zum südlichen Eingang. Links die Stahlseilversicherung des Klettersteiges. Die Höhle wird unter der Nr. 1256/2 in den Kataster aufgenommen. Sie ist somit die zweite Höhle in der Gebirgsgruppe 1256, Hochnissl. Nr. 1256/1 ist die Mylonithöhle (auch Kiengufel genannt), eine ebenfalls nicht durch Karstlösung entstandene kleine Höhle oberhalb von Stans (Pavuza & Traindl, 1985; Spötl, 2005). Literatur: Gmeinwieser, L. (1906): Die Lamsenjochhütte (2003m) im Karwendel. - Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins, 32/15, Online: Lechler, H. (2008): 100 Jahre Lamsenjochhütte - Schwarzrotes Refugium im Felsenreich. - DAV Panorama, 2008/3, Online: Pavuza, R. & Traindl, H. (1985): Die Mylonithöhle bei Schwaz. Tiroler Heimatblätter, 60, Spötl, C. (2005): Bemerkungen zu zwei Höhlenobjekten im zentralen Inntal. - Höhlenkundliche Mitteilungen des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol, Jahrgang 43, Folge 57, Stock, H. (1998): Das Karwendelgebirge. In: Vomp. Ein Tiroler Dorf auf dem Weg ins dritte Jahrtausend. Heimatbuch der Dorfgemeinde Vomp, 79-91, Hall in Tirol (Berenkamp). Vereinsjahr

18 Abb. 4: Grund- und Längsschnitt des Lamsen- oder Brudertunnels mit Gangprofil bei VP Vereinsjahr 2013

19 Zwei aktive Kleinhöhlen in der Klamm des Tuxbaches in Finkenberg Christoph Spötl, Alexander Schiffmann Im vorderen Teil des Tuxer Tales verläuft der Bach in einer Klamm, die man beispielsweise von der Rosengartenbrücke gut überblicken kann. Dieses Einschneiden des Tuxbaches ist geologisch gesehen begünstigt durch den Hochstegenkalkmarmor, der hier eine fast senkrechte Lagerung aufweist. Am südlichen Rand dieser Klamm im Gemeindegebiet von Finkenberg befinden sich zwei kleine Höhlenobjekte, die bereits kurz beschrieben wurden (Schiffmann, 2011). Am wurden diese von den beiden Autoren zusammen mit Andreas Treyer befahren und vermessen. Der Zustieg erfolgte vom Haus Neumann über eine Abseilstrecke und eine anschließende Querung bachaufwärts (Abb. 1). Das Gelände ist steil bis senkrecht und lockeres Gestein stellt eine Gefahr beim Abseilen dar. Zudem wird die Klamm offenbar bis in jüngste Zeit als Abfalldeponie benützt und das Steigen über vegetationsbedeckten Müll erinnert an den 4.Teil von Felix Mitterers Piefke-Saga, die ja unweit davon gedreht wurde. Abb. 1: Lage der beiden Höhlen (gelbe Ellipse) am orografischen Rand der Tuxbachklamm in Finkenberg. Grundlage: Tiris. Vereinsjahr

20 Die erste Höhle, Grabungshöhle genannt, weist ein unübersehbares Portal auf, das in eine geräumige, geneigte Halle leitet, an die ein steil abfallender Gang anschließt, der schließlich in einem Verbruch endet (Abb. 2). Am tiefsten Punkt desselben ist deutlich das Rauschen von Wasser zu hören. Aus früheren Begehungen dieser Höhle ist bekannt, dass das Bergwasser durch diesen Verbruch in den Gang hochsteigt und beim Portal austritt, die Höhle also als Quelle fungiert. Das erklärt auch das Vorkommen von feinem Sand in der Halle (Abb. 3), auf dem stellenweise kleine Terrassen ausgebildet sind, die das langsame Absinken des Wasserspiegels nach dem Überflutungsereignis markieren. Abb. 2: Grund- und Längsschnitt des Goldbründls und der Grabungshöhle. Vom Eingangsportal führen zwei linke Schlufe nach oben. In einem fanden sich abgebrochene Sinter mit bis zu 15 cm Dicke, die außen Warzensinter aufwiesen. Eine Altersbestimmung des Sinters ergab ein Alter von siebeneinhalbtausend Jahren. Die zweite Höhle, das Goldbründl, erreicht man von der Grabungshöhle durch Queren bachaufwärts und einen ca. 15m hohen Steilaufschwung, wo abgebrochene Bäume ein Hochsteigen ermöglichen. Wie der Name impliziert, fungiert auch diese Höhle zeitweise ebenfalls als Quelle. Zum Zeitpunkt der Vermessung war der obere Teil der Höhle trocken und der Bergwasserspiegel wurde 10m unterhalb des Einganges erreicht (Abb. 4). Bei früheren Befahrungen durch A. Schiffmann wurde der Wasserspiegel z.t. erst ca m tiefer angetroffen und die röhrenförmige Höhle setzt sich in gleicher Neigung bis dorthin fort. Charakteristisch sind die wenige Zentimeter großen 20 Vereinsjahr 2013

21 Fließfacetten, die Boden, Wände und Decke des Höhlenganges bedecken (Abb. 5). Gut gerundete Gneisgerölle mit einem Durchmesser bis etwa einen halben Meter belegen die beachtliche Dynamik dieser Wasserhöhle. Es verwundert daher nicht, dass Speläotheme gänzlich fehlen. Vom Eingang ins Goldbründl wurde eine Außenvermessung durchgeführt, die ergab, dass dieser 35m über dem Tuxbach (Wasserstand ) liegt. Abb. 3: Blick aus der Grabungshöhle hinaus. Der feine braune Sand zeugt von der letzten Überflutung der Höhle. Abb. 4: Bergwasserspiegel am im Goldbründl. Vereinsjahr

22 Abb. 5: Blick hinunter in den röhrenförmigen Gang des Goldbründls mit den sauber gewaschenen und durch Fließfacetten charakterisierten Wänden. Literatur: Schiffmann, A. (2011): Höhlen im Marmor der Tuxbachklamm bei Finkenberg. Höhlenkundliche Mitteilungen des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol, Jg. 49, Folge 63, Vereinsjahr 2013

23 Neuforschungen in der Griesberg Höhle (Kat. Nr. 2515/17) Christoph Spötl, Alexander Schiffmann Die Frage, wo die Sill entspringt, auf deren Schwemmfächer immerhin die Landeshauptstadt Innsbruck erbaut wurde, dürfte bei so manchem Stirnrunzeln hervorrufen. Zahlreiche Seitentäler des Wipptales kommen prinzipiell in Frage - es ist aber keines der bekannten und häufiger besuchten. Die Quelle der Sill liegt im Bereich der Griesbergalm, dem südlichsten der von Osten in das Wipptal mündenden Seitentäler. Dieses kleine und steil ansteigende Tal beginnt am Brennerpass und sein Talschluss bildet zugleich die Staatsgrenze zu Italien. Markanter Punkt am Eingang des Tales ist ein großer privater Steinbruch, in dem Gneis abgebaut wird. Im vorderen Teil dieses Tales, unweit der für den öffentlichen Verkehr gesperrten Straße, befindet sich eine der wenigen Höhlen des Wipptales, die Griesberg Höhle. Sie entstand im Hochstegen-Marmor (vgl. Rockenschaub & Nowotny, 2009), jenem metamorphen Kalkstein, in dem im Tuxertal viele Höhlen auftreten. Im Juni 1978 wurde die Griesberg Höhle von einer Gruppe unter der Leitung von Georg Mutschlechner erstmals befahren und vermessen. Es wurden Eisenstifte eingebohrt, um einen Steilaufschwung im vorderen Teil einfacher bewältigen zu können (Mutschlechner, 1979). Die Gruppe konnte die Höhle bis auf 31m befahren (das entspricht unserem VP 1.6) und schlug den Namen Griesberghöhle vor. Eine weitere Befahrung und Vermessung führten H.Mayr, S.Mayr und W.Mayr im September 1984 durch (Mayr, 1985). Sie änderten in ihrem Bericht und Plan den Namen auf Griesenberghöhle, wohl aus Unkenntnis, dass die Alm, die für die Namensgebung Pate gestanden hat, Griesberg und nicht Griesenberg heißt. S.Mayr gelang es, durch Graben einen weiteren Höhlenabschnitt freizulegen und die Ganglänge um einige Meter zu vergrößern. Allerdings unterlief ihnen beim Vermessen bzw. Zeichnen ein Fehler, denn dieser neu entdeckte Gangabschnitt weist eine um 90 falsche Orientierung auf, wie unsere Neuvermessung ergab. Das damalige Ende der Höhle war knapp vor unserem VP 1.8. Mit der falschen Bezeichnung Griesenberghöhle fand dieses Objekt Eingang in das Tiroler Höhlenverzeichnis (Anonym, 1992) und wurde von dort weiter übernommen (Sieberer, 2002; Osl & Spötl, 2010). In den letzten Jahren wurde durch A. Schiffmann die Höhle mehrfach besucht und es gelang ihm, durch Graben an der Engstelle bei VP 1.8 die Ganglänge der Höhle deutlich zu erhöhen. Am befuhren wir die Höhle und führten eine Komplettvermessung mit DistoX und PDA durch. Die Gesamtlänge der Höhle beträgt nun 77m bei einer Höhendifferenz von 33m. Der Grundriss zeigt klar, dass die Höhle NE-SW orientiert ist (Abb. 1), was sich mit dem Streichen des Marmors deckt. Die ursprüngliche phreatische Gangform ist am besten im kurzen Höhlengang erhalten geblieben, der zum Eingang II hinaufführt (Abb. 2). Vereinsjahr

24 Abb. 1: Grund- und Längsschnitt der Griesberg Höhle. Bergmilch-Ablagerungen sind mit Gelb eingezeichnet. Im hinteren Teil des Hauptganges dominiert Verbruch und Engstellen wechseln mit Gangpassagen ab, in denen man fast aufrecht gehen kann. Neben eckigem Blockwerk finden sich auch gut gerundete Kiese in der Höhle, die nicht aus dem anstehenden Hochstegen-Marmor stammen. Am Beginn des Steilaufschwunges, also eingangsnah, finden sich gut gerundete, zementierte Kiese (Konglomerat) an der Höhlenwand. Häufig tritt Bergmilch auf, und zwar als u.a. pilzförmige Gebilde am Höhlenboden (Abb. 3). Diese sind lokal mindestens ca cm mächtig und wurden stellenweise durch frühere Höhlenforscher zerstört. Die meisten dieser Bergmilchgebilde sind nicht schneeweiß, sondern weisen einen grauen Überzug auf. Weiße Bergmilch findet sich aber stellenweise als dünner Überzug an der Höhlenwand im hinteren Abschnitt der Höhle. Bescheidene Tropfsteinbildungen sind ebenfalls vorhanden, von denen einige (z.b. Sinterröhrchen) noch aktiv zu sein scheinen. 24 Vereinsjahr 2013

25 Abb. 2: Gut erhaltene ehemals phreatische Röhre mit Blick hinauf zum Eingang II. Durchmesser der Röhre ca. 1,5m. Abb. 3: Pilzförmige Bergmilch-Ablagerung zwischen VP 1.4 und 1.5. Bildbreite im Vordergrund ca. 1m. Vereinsjahr

26 Alexander Schiffmann fand nahe VP 1.5 den Schädel eines Tieres, den Dr. Martina Pacher anhand von Fotos als Steinbock oder Gämse bestimmte (Abb. 4). Interessanterweise fanden sich keine weiteren Skelettteile dieses Tieres in der Höhle. Abb. 4: Schädel eines Steinbocks oder einer Gämse gefunden im Inneren der Griesberg Höhle. Fledermäuse haben wir am nicht beobachtet, wurden aber bei früheren Befahrungen mehrfach angetroffen (A. Schiffmann). Der vordere Teil der Höhle ist deutlich bewettert (Kamin-Effekt des Einganges I); im hinteren Teil der Höhle wurde kein Luftzug verspürt. Bei unserer Befahrung beschränkte sich die Wasserführung auf Rinnsale an mehreren Stellen (Abb. 1), wobei dazugesagt werden muss, dass der gesamte Juli und die erste Augusthälfte des Jahres 2013 sehr trocken waren. Bei einem Besuch der Höhle am mussten A. Schiffmann und R. Tobitsch beim VP 1.4 umkehren, da zu viel Wasser floss. Zudem ergoss sich damals ein kleiner Bach aus dem Eingang I. Literatur: Anonym (1992): Höhlenverzeichnis des Landes Tirol. in: Festschrift 40 Jahre Landesverein für Höhlenkunde in Tirol, 25 Jahre Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle (Red.: Kogler, H., Kogler J., Kogler, M.), Wörgl (Landesverein für Höhlenkunde in Tirol), 7 S.(unpaginiert). Mayr, W. (1985): Befahrung der Griesenberghöhle (2411/16). Höhlenkundliche Mitteilungen des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol, Jg. 23, Folge 36, 2. S. (unpaginiert). Mutschlechner, G. (1979): Die Griesberghöhle am Brenner. - Höhlenkundliche Mitteilungen des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol, Jg. 17, Folge 30, 2. S. (unpaginiert). Osl, H. & Spötl, C. (2010): Tiroler Höhlenverzeichnis. Höhlenkundliche Mitteilungen des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol, Jg. 48, Folge 62, S Rockenschaub, M. & Nowotny, A. (2009): Geologische Karte der Republik Österreich, 148 Brenner. Maßstab 1:50.000, Wien (Geol. Bundesanstalt). Sieberer, W. (2002): Aus dem Tiroler Höhlenkataster. Höhlenkundliche Mitteilungen des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol (Festschrift 50 Jahre Landesverein für Höhlenkunde in Tirol), 54, Vereinsjahr 2013

27 Vielversprechende Höhlen und Höhlensysteme im mittleren Lechtal, Außerfern, Tirol Caroline Winklmair, Christian Winklmair & Andreas Walch Das im Außerfern (Bezirk Reutte) gelegene Lechtal wird im Süden von den Lechtaler Alpen und im Norden von den Allgäuer Alpen begrenzt. Beide Gebirgsgruppen sind Teil der Nördlichen Kalkalpen, welche überwiegend aus mächtigen Sedimentgesteinen bestehen. Obwohl weite Teile der Allgäuer Alpen als höhlenarm gelten, konnten wir in den letzten Jahren im Bereich des mittleren Lechtals einige vielversprechende Höhlen und Höhlensysteme in alpinen Lagen finden und bis dato nur zum Teil (!) erforschen. Die durch Korrosion (chemische Verwitterung des Gesteins hier Hauptdolomit) entstandenen Höhlen und Höhlensysteme liegen in einem Kar auf etwa 2200m Seehöhe (Kat.Nr. 1135, ÖK 114). Vor allem während der Schönwetterperioden jeweils im Herbst der vergangenen Jahre wurde von uns das Gelände abgesucht und die gefundenen Höhlen informativ befahren (bis dato noch keine Vermessung). Das Befahren im Winter gestaltet sich hier bei hoher Schneelage als sehr schwierig bis unmöglich, da die Eingänge durch den Schnee verschlossen sind. Außerdem wird zumindest eine der Höhlen von Fledermäusen als Winterquartier genutzt (Sichtung!), sodass dringend auf den Besuch zwischen Mitte November und März zu verzichten ist. Schon zu Beginn des Höhlensystems sind enge Schlüfe zu überwinden (Foto: Christian Winklmair, ). Vereinsjahr

28 Bei den Entdeckungen handelt es sich meist um Höhlensysteme, d.h. längere Höhlen, bei denen ein Hauptgang und einige Nebengänge unterschieden werden können (netzförmige oder labyrinthartige Verzweigungen). Aufgrund der meist weitläufigen Gangsysteme der einzelnen Höhlen und der relativ großen Nähe zwischen den Höhlen könnte es in Zukunft durchaus gelingen, eine Verbindung zwischen benachbarten Systemen nachzuweisen. Bezüglich der Gestalt kann generell von Schachthöhlen gesprochen werden ein Befahren der steilen bis senkrechten Höhlengänge ist nur mit Schachtausrüstung und Einbaumaterial (Verankerungen, Seile) möglich. Nach dem Überwinden von engen Schlüfen öffnen sich große Hallen und Schächte (Foto: Christian Winklmair, ). Zwischendurch lassen sich jedoch auch kürzere Schachtstrecken aufgrund hinreichender Griff- und Trittmöglichkeiten frei kletternd befahren. In die großen Schächte und Hallen gelangt man meist nur durch Überwindung von Engstellen (Schliefen). Der Hauptgang des stark verzweigten Höhlensystems ist sehr vielgestaltig ausgebildet (Foto: Andreas Walch, ). Die Engstellen der bereits befahrenen Höhlenbereiche reichen von Schwierigkeitsgrad I (Bückstelle) bis hin zu Schwierigkeitsgrad V (sehr eng); Engstellen der Schwierig- 28 Vereinsjahr 2013

29 keitsgrade VI (äußerst eng) und VII (extrem eng) wurden noch nicht befahren hinter diesen lassen sich jedoch vielversprechende Fortsetzungen vermuten. [1] Vom Hauptgang zweigen zahlreiche Nebengänge ab (Foto: Andreas Walch, ). Aussagen zur Größenordnung (Gesamtlänge, Tiefe) sind noch nicht möglich, da meist aus zeitlichen Gründen kaum ein Gang bis zu dessen Ende befahren werden konnte. In einem der Höhlensysteme war jedoch bereits ein beachtliches Vordringen möglich, sodass dieses aufgrund seiner Gesamtlänge zumindest als Großhöhlensystem [2] bezeichnet werden kann! und die Aussichten sind weiterhin vielversprechend, musste die letzte Befahrung im Herbst 2013 aufgrund von ausgegangenem Einbaumaterial abgebrochen werden. Zahlreiche Schächte führen in große Tiefen (Foto: Andreas Walch, ). Weitere Befahrungen und Erforschungen im Jahr 2014 werden nähere Einblicke in die faszinierende Welt der Höhlen im mittleren Lechtal geben. Ein großes DANKE für das Sponsoring von Material an das Hotel Brigitte in Ischgl! [1] Schwierigkeitsbewertung nach Häusler, 1985: Häusler, M. (1985): Schwierigkeitsbewertung von Schlüfen. Höhlenkundliche Mitteilungen, Wien, 41 (10): [2] Ein Höhlensystem wird bei einer Gesamtlänge von m als Großhöhlensystem bezeichnet (Quelle: ). Vereinsjahr

30 Neue Gänge und Hallen in der Obstanser Eishöhle Andreas Treyer Auf dem Obstanser Boden liegt bereits Schnee, als ich am Morgen des hinauf Richtung Eishöhle (Kat.Nr. 3811/1) stapfe. Das ausgesetzte und gleichfalls schneebedeckte Felsband zur Höhle verlangt nochmals Vorsicht, dann stehe ich am Eingang in 2175m Seehöhe. Nur kurz gönne ich mir hier eine Rast, denn ich bin schon gespannt und in Vorfreude auf die bevorstehende Befahrung. Zwar kenne ich die Obstanser Eishöhle schon gut von früheren Besuchen, doch faszinieren die verwinkelten Gänge, der Siphon und natürlich die Eisgebilde immer wieder aufs Neue. Der große Eiskörper im rechten Höhlenast ist dann auch das erste Ziel meiner Tour. Ich will dort nämlich den Schluf zwischen dem Eis und der Höhlendecke inspizieren. Bald muss ich aber enttäuscht feststellen, dass hier nach wie vor kein Durchkommen ist. Einer weiteren Stelle in der Höhle gilt jedoch ebenfalls mein Interesse, zu der ich mich sogleich aufmache. Es handelt sich um einen Bereich im Bruchsintercanyon, in dem sich Andreas Köfler bei der letzten Forschungstour im Jahr 2012 kurzzeitig verlaufen hatte. Nachher berichtete er von einem Luftzug dort, den auch ich jetzt bemerke und der mich neugierig werden lässt. Außerdem ist das massive Bodeneis hier, im Vergleich zur vorjährigen Situation, offenbar weniger geworden. Nach kurzer Suche finde ich dann tatsächlich einen neuen Gang, der nach Süden weiter in den Berg führt. Meine Aufregung steigert sich noch zusätzlich, als nach dem Gang unvermittelt eine große Halle folgt, die das Blitzlicht meiner kleinen Fotokamera kaum auszuleuchten vermag. Durch einen geräumigen Gang geht es immer weiter nach Süden. Kleine weißgelbe Stalaktiten lassen sich hier bewundern. Diese werden jedoch übertroffen von einer Tropfsteinsäule, die ich weiter hinten entdecke. Zwei gewundene Gänge stellen sich anschließend leider als Sackgassen heraus, doch erregt eine Engstelle in einem dritten Gang meine Aufmerksamkeit, da hier 30 Vereinsjahr 2013

31 eine starke Bewetterung höhlenauswärts zu verspüren ist. Erst nachdem mehrere Steine aus dem Weg geräumt sind, gelingt es mir, die Stelle zu überwinden. Die Anstrengung wird prompt belohnt, denn daraufhin stehe ich in einem hohen Dom, dessen Wände stellenweise von Sinter überzogen sind. Diese Tropfsteinbildungen scheinen sogar noch aktiv zu sein, und auch die Konglomeratnester an den Wänden und die gerundeten Gerölle, die ich später auffinde, lassen auf eine bewegte Geschichte der Höhle schließen. In einem ansteigenden hohen Kluftgang mit einigen Kletterstellen treffe ich schließlich auf einen großen Felsbogen, der den Gang wie eine Brücke überspannt. Hier drehe ich auf offener Strecke um, da seit meinem Einstieg in die Unterwelt schon eine Weile vergangen ist und auch der Rückweg nicht zu unterschätzen ist. Zwei Wochen später, am , erkunde ich mit Manuel Egger, einem Studenten von Christoph Spötl an der Universität Innsbruck, nochmals die neuen Höhlenteile. Vom Felsbogengang aus gelangen wir in Bereiche, die jetzt mehr gegen Westen hin ziehen. Starker Verbruch kennzeichnet diesen Teil. Auch der Fund eines Skelettes von einem kleinen Tier versetzt uns in Erstaunen. Beide sind wir beeindruckt von der faszinierenden Welt, die sich einem tief im Berg unter dem Obstanser See auftut. Vereinsjahr

32 Höhlensuche im Winkler- und Erschbaumertal (Karnische Alpen, Osttirol) Andreas Treyer Das vom Karnischen Hauptkamm nach Norden ziehende und bei Kartitsch mündende Winklertal besitzt mit den Obstanser Höhlen ein bedeutendes Höhlengebiet Tirols (vgl. Herrmann et al., 2009). Die Höhlen konzentrieren sich auf einen Karbonatgesteinszug nördlich des Obstanser Sees, wobei hier der sogenannte Helle Massenkalk und in geringerem Maß der Dunkle Plattenkalk auftritt. Die geologische Karte des Gebietes zeigt im Winklertal aber noch weitere Zonen mit Karbonatgesteinen, und auch der hintere Talabschnitt des östlich benachbarten Erschbaumertales wird von verkarstungsfähigen Gesteinen aufgebaut. Aus diesem Grund wurden am 13. und 20. Juli 2013 Begehungen in beiden Tälern zur Höhlensuche unternommen. Winklertal Nach Überwindung der ersten Steilstufe im Winklertal gelangt man auf den Obstanser Boden, der weiter zur zweiten Stufe mit den bekannten Höhlen leitet. Bereits an der ersten Stufe trifft man auf Karbonatgestein, und zwar auf massigen Dolomitmarmor aus dem Devon. Am Hang östlich des Obstanser Bodens wiederum stehen Schiefer an, jedoch treten hier auch zwei Bereiche aus Kalkstein hervor, auf die später noch eingegangen wird. Der Karbonatgesteinszug der ersten Steilstufe steigt gegen Osten zu einem 2194m hohen Punkt an, der nach Norden mit einer hohen Felswand abfällt. Laut geologischer Karte ändert sich der Charakter des Gesteins von West nach Ost von einem Dolomitmarmor zu einem Kalkmarmor. Vom Ende des Fahrweges im Winklertal aus macht dieser Punkt den Anschein eines eigenständigen Gipfels. Auf neueren Karten (z. B. der ÖK, ist der Punkt unbenannt, jedoch trägt er auf der 1927 herausgegebenen Karte Die Umgebung des Obstanzer Sees die Bezeichnung Purpurriegl. Dies ist insofern interessant, da im Tiroler Höhlenverzeichnis (Osl & Spötl, 2010) eine Purpurriedlhöhle aufscheint, dazu aber keine Unterlagen vorliegen und auch der Purpurriedl oder -riegl selbst bislang nicht sicher identifiziert werden konnte (vgl. Herrmann et al., 2009, S. 40). 1 Vom Purpurriegl ostwärts blickt man dann hinab in ein verstecktes Kar, in dem wieder Schiefer anstehen (Graphit- und Tonschiefer). Auch ist das Kar gekennzeichnet durch Hang- und Blockgletscherschutt, sowie alte Moränenrücken. Lediglich zwei Stellen mit Kalkstein bzw. Kalkmarmor (Silur Devon) lassen hier auf Höhlen hoffen (Abb. 1). Die erste Stelle erreicht man beim Abstieg in das Kar. Tatsächlich sind dort Verkarstungen in Form von schönen Karren anzutreffen (Abb. 2) und auch ein kleines, ca. zwei Meter tiefes Loch ist zu entdecken, jedoch keine richtigen Höhlen. Auch die zweite Stelle 1 Die alte Karte zeigt noch weitere bemerkenswerte Details: So wird die Höhe des Obstanser Wasserspeiers (Kat. Nr. 3811/3) mit 2.108m angegeben; im Tiroler Höhlenverzeichnis (Osl & Spötl, 2010) ist dafür ein Wert von 2107m zu finden. Die Eishöhle (Kat. Nr. 3811/1) scheint nicht auf der Karte auf der erste Bericht dazu erschien erst ein paar Jahre später (Hernegger, 1932). Zudem ist der heute künstlich trockengelegte Ponor im Nordwesten des Obstanser Sees (vgl. Herrmann et al., 2009, S. 59) noch als aktiv zu erkennen, da der entsprechende Bachlauf im Kartenbild an jener Stelle endet. 32 Vereinsjahr 2013

33 weiter östlich, die als überhängende Felswand hervortritt, ist nach den Beobachtungen nicht höhlenführend. Anzumerken ist aber, dass das Kar nach Norden steil im Hellen Massenkalk abbricht und direkt davor ein paar kleine Dolinen auftreten. Der Abbruch selbst ist jedoch nur schwer zugänglich. Abb. 1: Der Purpurriegl von Osten, darunter das Kar mit den zwei Kalksteinbereichen (Bildmitte und links davon). Vereinsjahr

34 Zurückkommend zu den anfangs erwähnten Kalksteinbereichen am Hang östlich des Obstanser Bodens: Während der eine Bereich klein und unbedeutend ist, zeigen sich am wenig weiter südlich gelegenen Teil, der zwischen zwei Rinnen zu Tage kommt, teils tiefe Karren. Hier konnte nach dem Wegräumen verkeilter Steine in einen schmalen Spalt eingestiegen werden, der sich nach unten etwas weitet. Nach wenigen Metern wird der Spalt jedoch zu eng, bzw. ist mit Sediment verschlossen. An einer Stelle war ausgetrocknete Bergmilch zu erkennen. Was die Purpurriedlhöhle angeht, so bleibt die Frage wo diese Höhle genau liegt, unbeantwortet. Abb. 2: Karren im Kar östlich des Purpurriegl Erschbaumertal Bei der Wanderung in das Erschbaumertal kommt man in 1800m Höhe zunächst an einem großen Felssporn aus Dunklem Plattenkalk vorbei, den der Steig links umgeht. Oben auf dem Sporn steht die Tscharrhütte, eine kleine Unterstandshütte. Ein dunkles Loch am Sporn, in der Nähe des Steiges, stellte sich als wenig tief heraus; sonst konnte das Gelände nicht näher untersucht werden. Danach biegt das Tal nach Südosten und man gelangt zum hinteren Talboden (Tscharre genannt), der rechts vom Kleinen und Großen Kinigat sowie der Königswand überragt wird. Links befindet sich der langgezogene Bergkamm der Liköflwand. Im Talboden kommt außer Quarzit und Quarzphyllit auch wieder Dunkler Plattenkalk als schmaler Streifen vor. Höhlen konnten hier keine gefunden werden, jedoch zeigt der Kalkstein stellenweise seichte Karren sowie Kleindolinen. Im Winklertal ist die Büllo- Doline (Kat. Nr. 3811/5) ebenfalls im Plattenkalk entstanden. Ein großes Höhlenportal fällt indes am Fuß der Nordostwand des Großen Kinigat (2689m) auf. Über Schutt und zuletzt über leichte Felsen gelangt man dorthin (ca. 2300m Seehöhe, Abb. 3). Die Höhle ist an einer Störung und im Hellen Massenkalk ausgebildet und wird bereits bei Holl (1988, S.134) erwähnt. Das beeindruckende Portal ist schätzungsweise an die 15m hoch, wobei die Höhle mit einer großen Halle nach hinten steil ansteigt. Der Boden wird teils von feinem Schutt, teils von Fels gebildet. 34 Vereinsjahr 2013

35 Fortsetzungen oder Versinterungen konnten keine entdeckt werden, jedoch befindet sich an der westlichen Höhlenwand ein großes Tagfenster als Besonderheit (Abb. 4). Abb. 3: Höhle am Gr. Kinigat Abb. 4: Portal und Tagfenster der Höhle am Gr. Kinigat Die Länge der Höhle beträgt ca. 35m, die Breite der Halle 20m. Gleich östlich neben dieser Höhle existiert eine weitere Höhle, die kleiner ist (Länge 16m, Breite 6m), sonst aber ebenfalls mit einem Schuttboden nach hinten ansteigt. Beide Objekte sind nach den Beobachtungen nicht durch die korrosive Wirkung des Wassers, sondern allein durch das Herausbrechen von Gesteinsmaterial entstanden. 2 Auch an der Liköflwand (2465m) erkennt man vom hinteren Talboden aus eine Höhle. Genauer gesagt liegt dieses Loch etwas unterhalb des Mittelgipfels des Berges auf ca. 2 Da sich beide Höhleneingänge unter derselben Trauflinie befinden, handelt es sich aber um eine einzige Höhle. Vereinsjahr

36 2400m Seehöhe in der Südwestwand (Abb. 5). Erreichbar ist die Höhle ebenfalls am besten vom Mittelgipfel aus absteigend über schuttige Bänder; den Berg selbst erklimmt man am leichtesten von Nordosten her (Schwierigkeitsgrad I). Die Höhle ist nur 9m lang, bei einer Breite von 6m und einer Raumhöhe von 2 3m. Der Boden ist blockbedeckt. Wie gegenüber am Kinigat ist auch dieses Loch im Hellen Massenkalk ausgebildet, einem gebankten Riffschuttkalk aus dem Devon, der die ganze Liköflwand aufbaut. Abb. 5: Höhle an der Liköflwand Kalkstein (aus dem Silur Devon) begegnet einem ferner noch in einer schmalen Zone im Nordosten am Fuß des Berges (bereits im Schöntal gelegen). Das Gestein zeigt an der Oberfläche Karsterscheinungen; aus Zeitgründen konnte der Bereich aber nur mehr teilweise begangen werden. Höhlen scheinen hier jedoch keine vorzukommen. Literatur: Hernegger, F., 1932: Eine Eishöhle in der Nähe der Obstanserseehütte. Austria-Nachrichten (Wien), Folge 12, S Herrmann, E., Spötl, C., Pavuza, R., Tobitsch, R., 2009: Das Karstgebiet beim Obstanser See in Osttirol. Höhlenkundliche Mitteilungen des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol, Jahrgang 47, Folge 61, S Holl, P., 1988: Alpenvereinsführer Karnischer Hauptkamm, 2. Aufl., München, 565 S. Osl, H. & Spötl, C., 2010: Tiroler Höhlenverzeichnis. Höhlenkundliche Mitteilungen des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol, Jahrgang 48, Folge 62, S Karten: Die Umgebung des Obstanzer Sees (Westliches Blatt der Karnischen Hauptkette), 1:25.000, hrsg. v. Deutschen und Österreichischen Alpenverein 1927 (aufgenommen ). Online: Geologische Karte der Republik Österreich, 1:50.000, Blatt 195 (Sillian), hrsg. v. der Geologischen Bundesanstalt Vereinsjahr 2013

37 Höhlen in der Umgebung der Neuen Reichenberger Hütte (Osttirol) Andreas Treyer Die Neue Reichenberger Hütte (2586m) liegt inmitten einer großartigen Hochgebirgsgegend in der Lasörlinggruppe in Osttirol. Mehrere über 3000m hohe Berge umgeben ihren Standort am Bödensee. Neben dieser landschaftlichen Schönheit sind auch die geologischen Verhältnisse um die Hütte interessant und vielfältig. So trifft man stellenweise auf vier verschiedene Gesteinsarten auf einer Distanz von wenigen Gehminuten. Das Gebiet war früher auch bekannt wegen seines Mineralreichtums. An der Gösleswand (2912m) sollen mehr als 60 verschiedene Mineralien gesammelt worden sein. Heute sind die Fundstellen vollkommen erschöpft (Gehrmann, 1994). Unter den Gesteinsarten im Gebiet kommt nördlich der Hütte auch Karbonatgestein in zwei schmalen Zügen vor. Ein Zug läuft am Bödensee und an der nahen Bachlenke (2608m) entlang, der andere baut den Gipfelbereich des Bachlenkenkopfes (2759m) auf und zieht mit einer auffallenden Felswand nach Westsüdwesten Richtung Daberlenke. Laut geologischer Karte (Braunstingl, 2005) handelt es sich hier um Kalkund Dolomitmarmor aus der Mittel- und Obertrias. Rund 350m östlich der Bachlenke befindet sich an der Gesteinsgrenze zwischen dem grauen, gebankten und steil nach Süden einfallenden Marmor und dem Ultrabasit (im Norden) ein schmaler Spalt. Dieser öffnet sich am Grund einer kleinen Vertiefung (Abb. 1). Ein Blick in den Spalt zeigt, dass sich dieser bald vergrößert und sich ins Bergesinnere fortzusetzen scheint. Nach dem Ausräumen einiger Steine könnte man wahrscheinlich in die Höhle vordringen. Abb. 1: Im Vordergrund der in die Tiefe führende Spalt, hinten die Neue Reichenberger Hütte mit dem Bödensee. Vereinsjahr

38 Eine kleine Höhle birgt auch die genannte Felswand am Bachlenkenkopf. Am Fuß der hellgrauen und massigen Marmorwand liegt ein (teils künstlich aufgestauter) See, von dem aus man den Eingang (ca. 2680m) durch eine steile Schrofenrinne erreicht. Die Höhle ist gegliedert durch einen 6m langen Gang und einem kurzen Seitenteil. Der Gang steigt mit einem Schuttboden mäßig steil nach hinten an. Das Profil des Ganges ist dreieckförmig, d. h. oben laufen die Höhlenwände spitz zusammen und gehen in eine Fuge über, durch die Sickerwässer in die Höhle eintreten (Abb. 2). Zwischen zwei und ca. drei Metern schwankt die Höhe des Ganges. Erwähnenswert ist noch eine Aushöhlung an der Wand gleich links hinter dem Eingang. Der Seitenteil beginnt mit einem kurzen Schluf, der am Boden in der Mitte des Ganges im Westen ansetzt. An den Schluf schließt ein schmaler, etwa 3m hoher Kluftraum an, womit die Höhle endet. Abb. 2: Blick aus der Höhle hinab zum See. Von zwei weiteren Höhlen an der erwähnten Gösleswand ist im Alpenvereinsführer der Venedigergruppe die Rede (End & Peterka, 1994, S. 520/521). Die Gösleswand besteht aus Ultrabasit. Die Höhlen befinden sich in der Westwand des Berges und sind nur mit Kletterei zu erreichen. Nach dem Studium mit dem Fernglas handelt es sich hier am ehesten um Halbhöhlen. Die Marmorbereiche bei der Neuen Reichenberger Hütte wurden bislang nur zum Teil abgesucht, weshalb zu den aufgeführten Höhlen noch weitere dazukommen könnten. Literatur: Braunstingl, R., 2005: Geologische Karte von Salzburg, 1: Geologische Bundesanstalt, Wien. End, W. & Peterka, H., 1994: Alpenvereinsführer Venedigergruppe, 4. Aufl., München, 560 S. Gehrmann, H. L., 1994: Die Mineralfundstellen der Venedigergruppe. In: End, W. & Peterka, H.: Alpenvereinsführer Venedigergruppe, S Vereinsjahr 2013

39 Forschungstour zur Wechselspitzhöhle Alexander Schiffmann Teilnehmer: Bäumler Georg, Groß Helmut, Schiffmann Alexander, Spötl Christoph, Tobitsch Renate und Treyer Andreas Zeitig um 7.00 Uhr früh trafen wir uns am Parkplatz im Schönachtal in Gerlos bei traumhaftem Wetter und packten unsere Ausrüstung in zwei Allradfahrzeuge. Das zuständige Forstamt und der Besitzer der Stackerlalm gewährten uns eine Fahrberechtigung sowie die Erlaubnis die Höhlen zu vermessen, die auf Bundesforstegrund liegen. Auf dem Weg zur Stackerlalm machten wir noch einen Stopp bei der Issalm, um uns von dort die durchlöcherten Isswände anzuschauen. Es handelt sich hierbei um eine senkrechte Wand, direkt im Marmorzug gelegen, die nur mit Seil erreichbar ist. An der Stackerlalm auf 1850m Seehöhe angelangt, wanderten wir noch ca. 40 Minuten an den Rand eines ehemaligen Kargletschers; oberhalb davon liegt der markante Eingang der Wechselspitzhöhle auf 2200m Seehöhe. Vereinsjahr

40 Am Portal angekommen stiegen wir an einem Fixseil über zwei Schachtstufen in die Höhle ein, wo Renate und Christoph gleich mit den Vermessungsarbeiten begannen. Georg und Helmut sahen sich vermeintliche Fortsätze an, die sich bald als unschliefbar erwiesen. Andreas und ich besichtigten die Höhle, die großteils der steil einfallenden Schichtung des Marmors folgt und stiegen anschließend zur Wechselspitzhöhle IV auf, um den steilen Zustieg mit Seilen zu versichern. Diese Höhle gleicht von der Form sehr der Wechselspitzhöhle I, was wohl auf die Schichtung des Gesteins zurückzuführen ist. Die Vermessung dieses Objektes wurde aus Zeitmangel auf 2014 verschoben. In der Wechselspitzhöhle 2514/1 konnten wir 138m vermessen bei einem Höhenunterschied von 51m. Die Wechselspitzhöhle II mit der Kat.Nr. 2514/2 auf 2175m gelegen, konnte bis zu einem Versturz auf 12m vermessen werden. Etwas unterhalb auf 2146m wurde die Wechselspitzhöhle III von Renate mit einer Länge von 6,3m vermessen. 40 Vereinsjahr 2013

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42 Anschließend machten wir uns auf den Weg ins Tal, wo schon etliche Almabtriebstouristen ausgiebig feierten. Da einige Teilnehmer der Forschungstour extra weit angereist waren, gab es noch die Möglichkeit, am Sonntag bei einer kleinen Spannageltour mitzugehen. Groß Helmut und Treyer Andreas nahmen dieses Angebot gerne an und staunten, was sich am Hintertuxer Gletscher alles tut. Spannagelhaus und Fernerhaus werden neu aufgebaut und Hundertschaften von Arbeitern versuchen, die Betriebe rechtzeitig vor Saisonbeginn fertigzustellen. Ein höhlenreiches Wochenende im September ging zu Ende. 42 Vereinsjahr 2013

43 Grabungsarbeiten in der Höhle beim Spannagelhaus, Kat.Nr. 2515/1 Alexander Schiffmann Gegen Uhr am Sonntagmorgen trafen unser neues Vereinsmitglied Günther Mair aus Innsbruck, Christiane Hitzenberger und ich beim ehemaligen Hüttenwirt des Spannagelhauses, Christoph Anfang, in Vorderlanersbach ein. Aus Zeitmangel konnte er uns auf der geplanten Tour leider nicht begleiten, so nahmen wir den Schlüssel für den unteren Eingang der Spannagelhöhle in Empfang und fuhren bequem mit der Bahn zum Fernerhaus, oder was davon noch übrig war. Es befindet sich gerade im Abriss, das Spannagelhaus soll angeblich eine Woche später folgen. Zum Spannagelhaus hinunter spaziert, schlazten wir uns etwas wehmütig unter Sturmböen neben der verschlossener Hütte an. Unterkunft adé, ganz zu schweigen von den vielen schönen Stunden und den Gesprächen unter Gleichgesinnten, die wir mit Hüttenwirt Christoph Anfang und seinem Onkel Sepp Klausner erleben durften. An dieser Stelle ein großes Dankeschön für die immer dagewesene tatkräftige Hilfe und euer Entgegenkommen vom Verein, vor allem von den Mitgliedern, die in der Spannagelhöhle tätig sind. Gegen Uhr stiegen wir in den unteren Eingang ein, der sich zum Glück schneefrei zeigte. Die enge Eingangskluft und das Nadelöhr hinter uns, stiegen wir auf zur Spannagelhalle, in der uns eine Fledermaus entgegen flatterte. Nachdem wir dort ausgiebig gefrühstückt hatten, marschierten wir weiter über den Klufttunnel in den Natursportgang, an dessen Ende wir bei unserer verheißungsvollen Grabungsstelle gegen Uhr zur Tat schreiten konnten. Der freigelegte Teil der Druckröhre zieht sich bereits 25m südwestlicher Richtung, ist leicht abfallend und lässt keinen Platz für Aushubmaterial. Das Heraufziehen des feinen Sediments erwies sich zu dritt als sehr kräfteraubend, so beendeten wir die Grabung nach ca. 2,5 Stunden um auch die letzte Gondel vom Sommerberg ins Tal zu erreichen. Immerhin an die 5-6m Grabungsarbeit haben wir geschafft. Für eine nächste Grabungsaktion an dieser Stelle benötigt man mindestens eine Gruppe von 4-6 Personen und man sollte auch einplanen, anschließend ca. 2 Stunden zu Fuß ins Tal zu marschieren. Das Zeitfenster, in dem die Bahn Betrieb hat, ist einfach zu kurz für ausgiebige Forschungsaktionen in der Spannagelhöhle. Vereinsjahr

44 44 Vereinsjahr 2013

45 VÖH Speläotraining Technik I in Obertraun Alexander Schiffmann Vom 04. bis 06.Oktober 2013 fand am Krippenstein in Obertraun ein vom Verband österreichischen Höhlenforscher organisierter Technikkurs statt. Unter den 13 Teilnehmern befanden sich auch drei Tiroler. In einer Fahrgemeinschaft von Innsbruck aus erreichten Caroline Winkelmair aus dem Lechtal und Andreas Walch und Schiffmann Alexander, beide aus Innsbruck, in drei Stunden die Talstation der Krippensteinbahn in Obertraun. Wir lernten die übrigen Kursteilnehmer und Ausbildner kennen und fuhren bei traumhaftem Herbstwetter bequem mit der Bahn auf den Krippenstein, um in der Lodge auf 2000m unser Lager zu beziehen. Neben dem Kursleiter Christian Berghold standen uns drei weitere Ausbildner mit Rat und Tat zur Seite. Barbara Wielander, Thomas Resch und Helmut Roithner lehrten uns diverse Steigtechniken und Knoten, zeigten uns entstehende Gefahren bei Schachtbefahrungen auf und bewiesen großes Engagement und Verantwortungsbewusstsein für die Gruppe. Wichtige Prinzipien der Steigtechnik wurden am Balkon der Lodge erlernt und geübt. Am nächsten Tag starteten wir bei herrlichem Wetter an einer Übungsdoline, in der alle möglichen Seilstrecken eingebaut wurden. Anschließend machten wir uns bei leichtem Nieselregen auf zur Rubinahöhle, Kat.Nr. 1547/239, in der wir nach drei kleinen Schachtstufen schöne Kuhtrittmuscheln bewundern konnten. Vereinsjahr

46 Am letzten Tag teilten wir uns in drei Gruppen, von denen zwei eine Tour in die Mammuthöhle, Kat.Nr. 1547/9, und eine Gruppe die Mörck Schachthöhle, Kat.Nr. 1547/12 machten. 46 Vereinsjahr 2013

47 Anschließend fuhren wir mit der letzten Bahn ins Tal und traten die Heimreise an. Die motivierten Kursteilnehmer, die aus Höhlenforschern, Stollenforschern und einigen wahren Kursjunkies zusammengewürfelt waren, waren vollauf begeistert und zeigten reges Interesse an einem Anschlusskurs. Persönlich kann ich diesen Kurs nur weiterempfehlen, da man für sicheres Höhlen- und Schachtbefahren unerlässliche Techniken sowie auch interessante Leute kennenlernt und es letztendlich preislich erschwinglich ist. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Betreiber der Lodge, dem VÖH und natürlich unseren Ausbildern, dass sie diesen Kurs ermöglicht haben. Ein großer Dank an den Vorstand unseres Landesverein für die finanzielle Unterstützung. Jahrestagung des Verbandes Österreichischer Höhlenforscher 2013 in Ebensee Renate Tobitsch Anlässlich 110 Jahre vereinsmäßige Höhlenforschung in Ebensee und 80 Jahre Schauhöhlenbetrieb in der Gassel-Tropfsteinhöhle wurde vom Oktober in Ebensee gefeiert. Nachdem der Termin für die Jahrestagung des Verbandes in Brünn mangels Beteiligung nicht eingehalten werden konnte, luden die Ebenseer Höhlenforscher die Delegierten kurzfristig nach Ebensee ein. Insgesamt folgten 78 Höhlenforscher aus Österreich, Deutschland und der Schweiz der Einladung zum Höhlenforscher-Treffen. Den Vertretern von 16 Höhlenforschervereinen und 12 Schauhöhlen wurde ein dicht gedrängtes Programm geboten. Am Samstagvormittag vermittelten Harald Zeitlhofer und Lukas Plan den Interessierten eine Einführung in das österreichische Katasterprogramm Spelix. Nach der Mittagspause brachten ein Reisebus und das Vereinsfahrzeug insgesamt 48 Höhlenforscher durch das Rindbachtal bis zum Parkplatz auf der Karbertalalm. Anschließend wanderten wir bei herrlichem Herbstwetter in knapp einer halben Stunde bis zur Schutzhütte. Großes Interesse fand die Höhlenführung mit Günther Stummer, der den Ablauf der Höhlenführungen in den späten 1950Jahren schilderte. Leider war die Höhlenbefahrung viel zu kurz. Vereinsjahr

48 Um Uhr begann dann bereits in Ebensee die Sitzung der Fachsektion Schauhöhlen unter der Leitung von Fritz Oedl. Es wurden grundsätzliche Entwürfe für die Neugestaltung der Schauhöhlenhomepage diskutiert. Weiters wurde die Neuregelung des Schauhöhlenbeitrages besprochen, die dann am nächsten Tag bei der Generalversammlung beschlossen wurde. Am Abend fand im Ebenseer Arbeiterheim der öffentliche Festakt zum Vereinsjubiläum statt. Nach den Eröffnungsansprachen folgte die Verleihung des Goldenen Höhlenbären, die höchste Auszeichnung des Verbandes, an Gernot Rabeder, Eckhart Herrmann und Dietmar Kuffner. Anschließend zeichnete noch Christoph Spötl die Höhlenforscherin Elisabeth Guggenberger mit dem Poldi-Fuhrich-Preis aus. Nach einer kurzen Präsentation der Ebenseer Vereinsgeschichte folgte der Hauptvortrag von Werner Haupt und Helmut Mohr unter dem Titel Jahrtausende verborgen die Geheimnisse der Gassel-Tropfsteinhöhle. Am Sonntag begann um Uhr die Generalversammlung des Verbandes österreichischer Höhlenforscher. Nach dem Mittagessen folgte um Uhr der zweite Teil der Spelix-Schulung. Es war ein sehr intensives Wochenende mit vielen interessanten Details. 48 Vereinsjahr 2013

49 Seinerzeit Hundsalm Eis- und Tropfsteinhöhle 1. Mai 1955 Excentriqueshöhle bei Imst 1965 und 1966 Vereinsjahr

50 62. ordentliche Generalversammlung am 23. März 2013 um Uhr im Gasthof Schachtner in Wörgl Tagesordnung 1. Begrüßung, Eröffnung und Feststellung der Beschlussfähigkeit 2. Verlesung des Protokolls der 61.Generalversammlung 3. Bericht der Obfrau 4. Entgegennahme von Tätigkeitsberichten 5. Kassabericht über das abgelaufene Vereinsjahr und Budget Bericht der Rechnungsprüfer 7. Entlastung des Vorstandes 8. Festsetzung der Jahresbeiträge und Bezugspreise für Druckschriften 9. Beschlussfassung über alle eingebrachten Anträge 10. Allfälliges 1. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit Die Obfrau eröffnet um Uhr die Versammlung und begrüßt alle Anwesenden, im besonderen Christoph Spötl als Verbandspräsidenten. Sie bedankt sich bei allen für ihr Kommen und freut sich, dass Christoph und Josef Anfang von der Spannagelhöhle anwesend sind. Mit 24 stimmberechtigten Mitgliedern wird die Beschlussfähigkeit festgestellt. Eine Reihe von Mitgliedern hat sich entschuldigt. Herr Dr. Hubert Trimmel wünscht dem Verein ein erfolgreiches unfallfreies Forschungsjahr Verlesung des Protokolls der 61. Generalversammlung Auf Antrag der Obfrau Renate Tobitsch verzichten die Anwesenden einstimmig auf die Verlesung des letzten Protokolls. 3. Bericht der Obfrau Die Obfrau ersucht die Anwesenden, sich für eine Gedenkminute für die im letzten Jahr verstorbenen Vereinsmitglieder zu erheben: Wulf Mayr verstarb am , er war 1974 dem Verein beigetreten. Am verstarb Fritz Bayer, er war 1990 dem Verein beigetreten. Im abgelaufenen Jahr 2012 wurden fünf Vorstandssitzungen abgehalten. 50 Vereinsjahr 2013

51 Die Eishöhle wurde im Jahr 2012 an 85 Führungstagen von Personen besucht. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von fast 400 Personen. Der Mitgliederstand zum betrug 142 Erwachsene und 2 Jugendliche bzw. Kinder. Das Vereinsjahr 2012 hat mit einem Diavortrag von Jutta und Stefan Uhl über die Forschungsergebnisse in der Spannagelhöhle begonnen. Die Obfrau berichtet kurz über den Verkauf des Spannagelhauses an die Hintertuxer Gletscherbahnen. Nach der Generalversammlung im März nahmen einige Vereinsmitglieder an der Aktion Sauberes Wörgl teil. Das restliche Frühjahr war ausgefüllt mit den Vorbereitungen für das Festwochenende zu Pfingsten anlässlich 60 Jahre Landesverein, 45 Jahre Schauhöhle und Wiedereröffnung der Hundsalm Eis- und Tropfsteinhöhle. Die ORF-Sommerfrische-Aktion im Juli war mit 165 Besuchern ein voller Erfolg und der Filmbeitrag in der Sendung Tirol Heute am Vorabend war sicher eine gute Werbung. Beteiligung von 7 Tiroler Vereinsmitgliedern bei der Höhlenkundlichen Reise nach Island im August Die Forschungstour nach Osttirol zur Obstanser Seehütte brachte wieder einige neue Vermessungsmeter in der Obstanser Eishöhle. Den Abschluss des Vereinsjahres bildete die Weihnachtsfeier in Breitenbach beim beliebten Ripperlessen. Es fanden auch diverse Besprechungen i.s. Interreg statt. Die Wanderausstellungen vom Interreg-Projekt inntaler unterwelten wurden in der Sparkasse Kiefersfelden bzw. in der FH Kufstein eröffnet. Die Obfrau bedankt sich bei allen, die im Jahr 2012 für den Verein tätig waren und zum Vereinsleben beigetragen haben. Die Obfrau bedankt sich bei allen, die Berichte und Fotos für das Mitteilungsheft über das Vereinsjahr 2012 geschickt und somit einen großen Beitrag zum guten Gelingen beigesteuert haben. Sie dankt auch der Schriftführerin Maria Gfrerer und Christoph Spötl fürs Tippfehler lesen. Die Obfrau erklärt die Umstände, wieso auf der heutigen Tagesordnung die angekündigte Neuwahl des Vorstandes bzw. einiger Vorstandsmitglieder fehlt. Alle fünf zurückgetretenen Vorstandsmitglieder (Obfrau, Obfrau-Stellvertreter, Kassier, Schriftführer und Katasterwart) bleiben bis Ablauf dieser Amtsperiode (Generalversammlung im März 2015) in ihrem Amt, da sich keine Nachfolger zur Verfügung gestellt haben. Sollte sich jedoch jemand bereit erklären eine Funktion übernehmen zu wollen, wird dieses Vereinsmitglied in den Vorstand kooptiert. Die Neuwahlen finden dann zum vorgesehenen Zeitpunkt im März 2015 statt. 4. Entgegennahme von Tätigkeitsberichten Die Obfrau berichtet über das Projekt inntaler unterwelten Vier Wege vier Höhlen vier Erlebnisse. Das Projekt ist jetzt fast abgeschlossen, es fehlt noch die Vor-Ort- Kontrolle nach der Schneeschmelze. Wenn sich die Kommission von der fach- und Vereinsjahr

52 sachgerechten Durchführung überzeugen konnte, wird der letzte Teil der Subventionen ausgezahlt Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder wurden geleistet. Insgesamt wurden für das Projekt EUR ,33 verwendet. Die Förderung beträgt EUR ,00. Bei der GV 2014 wird die fertige Abrechnung veröffentlicht. Der Weg zur Höhle wurde saniert, die Stiege erneuert und der Führungswegsaniert. Zwei zu Beginn des Projektes veranschlagte Teilprojekte und zwar die Neugestaltung des Vorplatzes und Erneuerung der Umzäunung sowie die Beleuchtung in der Höhle konnten aus Zeitgründen nicht mehr durchgezogen werden. Zu den Verzögerungen kam es einerseits durch die Führungssaison und andererseits durch die Witterungsbedingungen. Die Obfrau lädt alle ein, sich selbst von den Veränderungen ein Bild zu machen und die Eishöhle wieder einmal zu besuchen. Adrian Stefan bedankt sich bei der Obfrau Renate Tobitsch und beim Betriebsleiter Helmut Feldkircher für ihre geleistete Arbeit beim Interreg-Projekt. Helmut Feldkircher berichtet als Betriebsleiter und Hüttenwart der Viktor-Büchel- Forscherhütte über die Führungssaison 2012 in der Schauhöhle. Er bedankt sich bei allen, die geführt und fleißig mitgearbeitet haben sowie bei allen, die eingesprungen sind, wenn Not am Mann war. Er hofft auch heuer wieder auf viele fleißige Helfer und viele Besucher! Alexander Schiffmann berichtet über die Forschung im Brennergebiet bzw. auch im Zillertal; er hofft auf die Unterstützung eines Vermessungsteams der aktiven Höhlenforscher! Christoph Spötl bedankt sich für die geleistete Arbeit. Er gibt zu bedenken, dass alle arbeiten sollen und nicht nur einige, die Arbeit sollte auf mehrere Personen aufgeteilt werden. Josef und Christoph Anfang berichten kurz über den Stand beim Verkauf des Spannagelhauses. Sie haben die Pacht nicht mehr verlängert, da der Besitzer (Österr. Touristenklub) nicht bereit war, Sanierungen durchzuführen (kein Strom, nur drei WCs, ). Es konnte unter diesen Bedingungen auch kein Nachpächter gefunden werden. Jetzt wird das Haus abgerissen und ein Tagesrestaurant von den Gletscherbahnen gebaut. Ob sich im neuen Haus auch Umkleideräume befinden werden, ist noch ungewiss. Wenn sich etwas Neues ergibt, werden sie darüber berichten. 5. Kassabericht über das abgelaufene Vereinsjahr und Budget 2013 Der Kassier Hannes Kogler gibt Erläuterungen zu einzelnen Punkten des Kassaberichtes, der in den Mitteilungen abgedruckt wird und berichtet über den 52 Vereinsjahr 2013

53 Kassastand zum Er dankt der Gemeinde Angerberg und dem Tourismusverband Hohe Salve sowie allen Sponsoren für die Unterstützung und der Presse für die gute Zusammenarbeit. Für das laufende Vereinsjahr werden Einnahmen in Höhe von EUR ,-- sowie Ausgaben in Höhe von EUR ,-- veranschlagt (ordentliches Budget). Die versammelten Mitglieder sprechen sich einstimmig für dieses Budget aus (24-Ja Stimmen). Das Interreg-Projekt ist im Budget nicht enthalten. 6. Bericht der Kassaprüfer Die Kassaprüfung erfolgte durch Romed Osl und Gaun Hubert im März Romed Osl berichtet, dass sie als Rechnungsprüfer die Kasse geprüft haben, alle Belege vorgefunden und keine Fehler festgestellt haben. 7. Entlastung des Vorstandes Romed Osl stellt den Antrag auf Entlastung des Kassiers sowie des Vorstandes, dem die Vollversammlung einstimmig zustimmt. 8. Festsetzung der Jahresbeiträge und Bezugspreise für Druckschriften Der Kassier Hannes Kogler erklärt, dass es keinen Antrag auf Anpassung der Beiträge und der Druckschriften gibt. 9. Beschlussfassung über alle eingebrachten Anträge Die Obfrau Renate Tobitsch liest den Antrag, der von Günther Krejci fristgerecht eingereicht wurde, vor. Antrag: Aus gegebenem Anlass stelle ich den Antrag, dass die Vereinssatzungen des obgenannten Vereins dahingehend geändert werden sollen, dass im Falle einer Vereinsauflösung das gesamte Vereinsvermögen einschließlich Sachgütern nach Bedienung aller Verbindlichkeiten in erster Linie der Tiroler Höhlenrettung zu übereignen ist. Erst wenn dies nicht möglich sein sollte, dann sollen andere höhlenkundliche Institutionen genannt werden, damit die vorhandenen Werte möglichst im Land Tirol verbleiben können. Die Obfrau erklärt, dass es den im Antrag angeführten gegebenem Anlass nicht gibt, da der Rücktritt der Vorstandsmitglieder ohne Nachfolger keine Wirkung hat. Es entsteht eine rege Diskussion, an der sich mehrere Vereinsmitglieder beteiligen. Die Obfrau liest den Antrag nochmals vor. Vereinsjahr

54 Die Obfrau bittet die Anwesenden um Abstimmung, ob der Antrag mittels Handzeichen oder Stimmzettel abgestimmt werden soll. Die anwesenden Vereinsmitglieder entscheiden einstimmig für die Abstimmung mittels Handzeichen. Soll der Antrag angenommen werden? 1 Ja-Stimme 4 Stimmenthaltungen 19 Nein-Stimmen 10. Allfälliges a) Die Obfrau bittet alle Vereinsmitglieder, die ihre Mitgliedsbeiträge noch nicht einbezahlt haben, dies baldigst zu erledigen. b) Die Obfrau lädt alle Vereinsmitglieder und Interessierten am 11. April 2013 zum Vereinsabend im Vereinslokal ein. Es gibt wieder einige neue Bücher und Zeitschriften in der Vereinsbibliothek. c) Die Termine des Vereins sind auf unserer Vereinshomepage ersichtlich. d) Die Obfrau wirbt für die Zeitschrift Die Höhle und für die Vereinsnachrichten der anderen Landesvereine, bzw. die Verbandsnachrichten. e) Die Obfrau bittet alle Änderungen hinsichtlich Postadressen, -adressen, Telefonnummern, und Kontodaten bei den Einzugsaufträgen ehestmöglich bekanntzugeben. f) Helmut Feldkircher berichtet über das Projekt der Elektrifizierung des Buchackersowie Hundsalm-Gebietes. Sobald der Vorstand nähere Informationen dazu bekommt, werden die Vereinsmitglieder informiert. g) Helmut Feldkircher: Die Preise für die Getränke in der Hütte sollen erhöht werden, da sie nicht mehr der Realität entsprechen. h) Walter Kapfinger berichtet über die Werbewirksamkeit der ORF-Sommerfrische- Aktion am Buchacker und bei der Hundsalm Eis- und Tropfsteinhöhle. i) Stefan Adrian erklärt, dass sich alle Vereinsmitglieder bereits jetzt Gedanken machen sollten, damit in zwei Jahren bei der Generalversammlung für die jetzigen Vorstandsmitglieder Nachfolger zur Verfügung stehen. Die Obfrau bedankt sich bei allen für ihr Kommen. Sitzungsschluss: Uhr Maria Gfrerer (Schriftführerin) 54 Vereinsjahr 2013

55 Jahresübersicht 2013 des Landesvereins Renate Tobitsch 24. Jänner: Vereinsabend im Vereinslokal in Wörgl, Brixentalerstraße Feber: Vereinsessen Rosenmontag im Gasthof Blick ins Inntal, Angerberg 13. Feber: 1. Vorstandssitzung 15. Feber: Besprechung Interreg mit Hrn. Gerhard Hahn, Tiroler Landesregierung 23. Feber: Vereinsabend in Wörgl Lichtbildervortrag 5 Jahre Interreg Inntaler Unterwelten 14. März: Rechnungsprüfung Straßeninteressentschaft Buchacker Almweg Vollversammlung Straßeninteressentschaft Buchacker Almweg 23. März: 62. Generalversammlung im Gasthof Schachtner in Wörgl 11. April: Vereinsabend im Vereinslokal mit Höhlenführereinteilung 20. April: Aktion Sauberes Wörgl 11. Juni: 2. Vorstandssitzung 15. Juli: Begehung der Schauhöhle i.s. Interreg mit Fr. Hilger von der Tiroler Landesregierung, Fr. Gehder von der Regierung von Oberbayern und Hrn. Gneiss von der EU-Behörde 13. August: Besprechung Interreg mit Hrn. Gerhard Hahn, Tiroler Landesregierung 17. August: Verabschiedung Dr. Herbert Kuntscher 19. August: Gratulation Elfi Kühholzer zum 70. Geburtstag 27. August: Besprechung Landesregierung i.s. Interreg mit Herrn Hahn 25. September: Gratulation Günther Krejci zum 80. Geburtstag 01. Oktober: Höhlen in Tirol Vortrag von Prof. Christoph Spötl in Innsbruck Oktober: Jahrestagung des Verbandes Österreichischer Höhlenforscher in Ebensee 07. November: 3. Vorstandssitzung 21. November: Gratulation Hermann Gaun zum 75. Geburtstag Vereinsjahr

56 29. November: Besprechung Interreg mit Hrn. Gerhard Hahn, Tiroler Landesregierung 14. Dezember: Weihnachtsfeier im Gasthof Rappold in Breitenbach Ehrungen für 10-jährige Mitgliedschaft (Fledermaus Anstecknadel): Martin Gaun, Arnulf Peter, Ehrungen für 20-jährige Mitgliedschaft (Ehrenurkunde): Thomas Erler, Walter Hykade, Werner Zadrobilek Ehrung für 50-jährige Mitgliedschaft (Goldene Fledermaus): Johann Gaun Sonstiges: Eishöhle: 82 Führungstage von 19 Führern durchgeführt, Personen (873 Erwachsene, 346 Ermäßigte, 295 Kinder) Der Mitgliederstand beträgt zum Erwachsene und 1 Jugendliche bzw. Kinder. Im Jahr 2013 sind 7 Personen unserem Verein beigetreten. Renate Tobitsch Tätigkeitsbericht 2013 Hundsalm Eishöhle und Viktor-Büchel- Forscherhütte 03. März Schneeschaufeln in die Schauhöhle 13. April Kontrolle der Hütte und Höhle, Einbau der ausgebauten Stufen nach der Höhlentür durch Romed Osl 01. Mai Wassertank angeschlossen, Aggregat überprüft, Batterien vollgeladen, bei Wasserpumpe Zulauf zu Schlauch und Rohr teilweise ausgebaut 03. Mai Stiege bis Höhlentür freigelegt 04. Mai Lange Stiege und Hufeisengang vom Schnee freigelegt, tiefster Punkt Eis gehackt, Holzstiege demontiert, Holz nach draußen transportiert, Seitenteile für neue Stiege in Höhle deponiert 05. Mai Neue Stiege zusammengebaut, Werkzeug und Holzreste aus Höhlen transportiert 56 Vereinsjahr 2013

57 09. Mai Wasserpumpenzulauf repariert, Zäune montiert, Wassertanks auf Dichtheit geprüft 10. Mai Führungswege eisfrei gehackt, Wasserschäden behoben 11. Mai Einbauten im Hufeisengang fertiggestellt, Randkluft Stiege teilweise eingebaut, Brause neuer Mischer montiert, WC-Spülung in Betrieb genommen 12. Mai Diverse Reparaturen in Höhlen durchgeführt, Randkluft Stiege fertig eingebaut, Müll ins Tal transportiert 17. Mai Absicherungen im Eiskeller vorbereitet 18. Mai Führungsbeginn Altholz von Stiegen verräumt Absicherungen im Eiskeller fertiggestellt, Werkstatt aufgeräumt, letzter Wassertank angeschlossen 24. Mai Ketten für Transporter montiert 25. Mai Holz und Schotter zur Höhle transportiert, Solaranlage eingestellt, Wasserpumpe aktiviert 26. Mai Dusche ausgeräumt und geputzt 11. Juni WC außen umgebaut 22. Juni Handlauf in Höhle erneuert 01. Juli Schloss bei Höhlentür ausgebaut 02. Juli Bänke zur Hütte transportiert, Wasserpumpe kontrolliert 03. Juli Neues Schloss bei Höhlentür eingebaut 10. Juli Kontrolle Wasserpumpe und Wassertank, Dachrinnen ausgeputzt, Geländer bei Überstieg neu befestigt 15. Juli Kamin und Ofen gekehrt 26. Juli Wasserpumpe ausgebaut 28. Juli Holz zur Hütte transportiert 30. Juli Holz zur Hütte transportiert 01. August Handlauf in Höhle erneuert Vereinsjahr

58 02. August Einbau Wasserpumpe 19. August Holzstoß wieder aufgerichtet 23. August Datenlogger in Höhle ausgelesen 03. September Lager aufgeräumt und geputzt 13. September Versuch Strom zu reparieren 28. September Ahornbäume bei Höhle umgeschnitten, Vorbereitungsarbeiten für Einwinterung und Holzarbeiten 05. Oktober: Terrasse mit Hochdruckreiniger gewaschen, Anorak gewaschen 19. Oktober Holz gearbeitet 20. Oktober Einwinterungsarbeiten 25. Oktober Höhlenstiege bis zum Eisdom und Hufeisengang gewaschen 27. Oktober Wassertanks entleert und gereinigt, Wasserpumpe ausgebaut, Leitungen entleert, WC entleert, Therme Regelventil ausgebaut 19. November Wetterstation gewartet, 2 automatische Kameras in Tropfsteinhalle und Eisdom für Eisbeobachtungen montiert 22. Dezember Höhlentür auf Winterbetrieb eingestellt 25. Dezember Kontrolle der Hütte und Höhle: Das Eis hat schon begonnen zu wachsen. Die Vereinsleitung bedankt sich an dieser Stelle bei allen Mitarbeiten für ihre unentgeltlichen Leistungen. 58 Vereinsjahr 2013

59 Wir gratulieren Wir gratulieren unseren Vereinsmitgliedern Andrea und Alexander Gaun zur Geburt ihres Sohnes Jan Lukas am 22. Juni Wir gratulieren unserem Vereinsmitglied Josef Anfang und seiner Tanja Krüger zur Geburt ihres Sohnes Johannes Wilhelm am 11. August 2013 Wir gratulieren unserem Vereinsmitglied Thomas Kühholzer und seiner Gattin Mascha zur Geburt ihres Sohnes Georg am 18. September 2013 Vereinsjahr

60 Wir gedenken Herbert Kuntscher ( ) Herbert Kuntscher wurde am in Innsbruck geboren, besuchte dort die Volksschule, die Oberrealschule und anschließend die Universität. Er studierte die Hauptfächer Chemie und Physik, daneben Geologie und Botanik machte er seinen Abschluss zum Dr. phil. Von November 1939 bis April 1945 war er in der Industrie tätig. Anschließend war er mit einer Molkeverwertungsfirma in Tannheim selbstständig. Im Sommer 1953 trat er in die Biochemie GmbH in Kundl ein und blieb dort bis zu seiner Pensionierung im Jahr Er arbeitete in der Betriebsleitung, in der Qualitätskontrolle, wurde 1958 zum Prokurist und schließlich 1971 zum Abteilungsdirektor ernannt. Im November 1940 heiratete er Edith. Der gemeinsamen Ehe entstammen drei Töchter. Seit seiner Kindheit zeigte er eine große Liebe zu den Bergen, er war Mitglied des Akademischen Alpenklubs Innsbruck (AAKI) und wurde auch zum Ehrenmitglied ernannt. In seiner Pension begann sich Herbert intensiv mit der näheren und weiteren Heimat zu beschäftigen und insbesondere die enge Zusammenarbeit mit Dr. Georg Mutschlechner entfachte in ihm das Interesse an Bergbaugeschichte und Höhlenkunde in Nord- und Südtirol, sowie Vorarlberg. Dieses Hobby, verbunden mit vielen Geländebegehungen und chronistischen Spannageltour am Nachforschungen, resultierte in zwei Büchern, erschienen im Steiger Verlag: Höhlen, Bergwerke, Heilquellen in Tirol und Vorarlberg (1986), Südtirol: Bergwerke, Höhlen, Heilquellen (1990). Beide Bücher mittlerweile vergriffen sind gelungene Beispiele, wie naturkundliche Besonderheiten für den Laien ansprechend und informativ vorgestellt werden können. Sie stellen nach wie vor Nachschlagewerke dar. 60 Vereinsjahr 2013

61 Weiters stammen aus seiner Feder zwei Bücher über seine Heimatstadt Kufstein (1993 und 1996), Beiträge in elf Sammelwerken, sowie zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften und Zeitungen. Im März 2006 erschien sein Buch, Knappensteige in Tirol im Tyrolia Verlag. Neben den Bergen und Höhlen interessierte sich Herbert Kuntscher auch für ferne Länder. Er unternahm zahlreiche Reisen in viele Länder der Erde war er erstmals mit seinem Schwiegersohn Wolfgang Nairz und allen drei Töchtern auf einer Trekkingtour im Himalaya. Dieses Land faszinierte ihn so, dass er es mehrmals besuchte. 1994, gerade 80 Jahre alt, war er mit seinem Schwiegersohn auf einer Nepalfahrt mit Ballonfahren im Himalaya; seine ersten Ballonfahrten hatte er bereits 1990 unternommen. Herbert trat 1972 dem Rotary Club Kufstein bei und war 1974 bis 1975 dessen Präsident. Die Stadt Kufstein verlieh Herbert das Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadtgemeinde Kufstein. Beim Tiroler Bergbau- und Hüttenmuseumsverein mit Sitz in Brixlegg war Herbert Gründungsmitglied. Auch an neuen Techniken war Herbert interessiert bis 1999 absolvierte er einen PC-Einsteiger-Kurs, und von da an konnte ich immer wieder Grüße oder interessante Fragen von Herbert per lesen und beantworten. Herbert war seit 1986 Mitglied im Landesverein für Höhlenkunde in Tirol. Ein besonderes Anliegen war es ihm, junge Leute für die Höhlenforschung zu begeistern und zu fördern. Unser Landesverein verliert mit Herbert Kuntscher einen langjährigen Förderer und Mentor und Tirol einen angesehenen Heimatkundler. Aufstieg 1938 auf den Habicht Vereinsjahr

62 Hubert Trimmel ( ) Ehrenmitglied des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol Am verstarb in Wien mit Hubert Trimmel der Speläologe Österreichs. Er prägte wie kein anderer die Höhlenforschung im 20. Jahrhundert in diesem Land, war ein hochgeachteter Fachmann für Karst- und Höhlenkunde im In- und Ausland und hinterlässt ein gewaltiges Œuvre. Besonders aber verliert die Höhlenforschergemeinschaft einen bescheidenen und feinsinnigen Kameraden. Am in Wien geboren wurde er durch seinen Geographie-Lehrer Franz Waldner ein Dissertant des bekannten Karstforschers Georg Kyrle ( ) für die Höhlenforschung begeistert und kam bereits in jungen Jahren zum neu gegründeten Landesverein für Höhlenkunde in Wien und Niederösterreich. Nach der Matura 1942 wurde er zum Reichsarbeitsdienst nach Oberbayern und in die Südukraine eingezogen wurde er zur Wehrmacht einberufen und war bis zum Kriegsende als Leutnant an der Ostfront eingesetzt. Gleich nach Kriegsende begann er mit dem Studium der Fächer Naturgeschichte (Biologie und Erdwissenschaften) und Geographie für das Lehramt an Höheren Schulen und dem Doktoratsstudium (Physische Geographie und Geologie) an der Universität Wien. Dieses schloss er 1950 mit einer Dissertation über die Salzofenhöhle im Toten Gebirge ab. Kaum 26 Jahre alt wurde Hubert Trimmel zunächst Lehrer an Gymnasien in Wien. Er unterrichtete dort nicht nur Geographie und Naturgeschichte, sondern u.a. auch Stenografie, Schreiben, Werken, Volkswirtschaftsund Gesellschaftslehre und engagierte sich nebenbei in der Erwachsenenbildung bei alpinen Vereinen, Volkshochschulen und Volksbildungswerken in Wien und Niederösterreich, wo er sich für die Popularisierung der Karst- und Höhlenkunde einsetzte. Von 1951 bis 1957 war er freier wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesdenkmalamts, das seit dem Naturhöhlen-Gesetz von 1928 als Behörde für den wissenschaftlichen Höhlenschutz verantwortlich war wurde Hubert Trimmel als Beamter teilweise dem Bundesdenkmalamt zugeteilt, sodass er sich 1965 entschloss, aus dem Schuldienst auszuscheiden und die Leitung der Abteilung für Höhlenschutz des Bundesdenkmalamtes in Wien zu übernehmen. Nachdem aufgrund der 1975 erfolgten Neuregelung der Naturschutzgesetzgebung in Österreich der Höhlenschutz in den Kompetenzbereich der Bundesländer übertragen wurde und damit die Notwendigkeit eines Höhlenreferats am Bundesdenkmalamt weggefallen war, wurde die Abteilung aus dem Bundesdenkmalamt herausgelöst und als Institut für Höhlenforschung dem Verantwortungsbereich des Naturhistorischen Museums in Wien übertragen. Diese Vorgangsweise war eng mit der Person von Hubert Trimmel verbunden, der sich mittlerweile ein internationales Renommee als Speläologe erarbeitet hatte, sodass auch von Seite der Behörden nicht an eine Auflösung des einstigen Höhlenreferats am Bundesdenkmalamt zu denken war. Später wurde Trimmel erster Direktor der in diesem Museum neu geschaffenen Abteilung für Karst- und Höhlenkunde und blieb dies bis zu seinem Übertritt in den Ruhestand im Jahre Vereinsjahr 2013

63 Von 1963 an hielt Trimmel Vorlesungen über Erdwissenschaften am Pädagogischen Institut der Stadt Wien. Nach Gründung der Pädagogischen Akademie des Bundes in Wien setzte er ab 1972 seine Lehrtätigkeit durch Übernahme der erdwissenschaftlichen Ausbildung der Studierenden für das Unterrichtsfach Biologie und Umweltkunde fort und gab weiters bis 1990 Vorlesungen über Physische Geographie für die Studenten des Unterrichtsfaches Geographie und Wirtschaftskunde. Ab 1965 war der Verstorbene Lehrbeauftragter an den Universitäten Wien und Salzburg und habilitierte sich für das Gesamtgebiet der Geographie in Salzburg im Jahre wurde ihm der Titel Außerordentlicher Universitätsprofessor verliehen. Die Thematik seiner Vorlesungen an den beiden Universitäten umfasste neben seinem Spezialgebiet Karst- und Höhlenkunde zahlreiche Vorlesungen über Länderkunde. Seine Vorlesungstätigkeit an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg währte bis 1999, jene an der Grund- und Integrativwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien bis Auch innerhalb der höhlenkundlichen Vereinslandschaft engagierte sich der Verstorbene nachhaltig. Er war 1949 Mitbegründer des Verbandes Österreichischer Höhlenforscher (VÖH) und Schriftleiter der Zeitschrift Die Höhle, welche er 1953 von Rudolf Pirker übernommen und bis Ende 2003 also ein halbes Jahrhundert innehatte. Des weiteren war Hubert Trimmel viele Jahre Generalsekretär ( ) der Internationalen Union für Speläologie (IUS). In dieser Zeit leistete Trimmel wichtige Beiträge zur Aufrechterhaltung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit beiderseits des Eisernen Vorhanges durch Teilnahme an zahlreichen Tagungen, unter anderem in den Vereinigten Staaten und in der Sowjetunion. Er nahm auf Einladung an zahlreichen Beratungen zu Fragen des Schutzes von Karst- und Höhlengebieten teil, so 1985 in Java, 1990 im Mexiko, und 1995 in Yunnan, China. Zahlreiche, fachlich motivierte Reisen führten ihn in tropische und subtropische Karstgebiete, unter anderem nach West- und Ostmalaysia, Thailand, Vietnam, China, Südafrika, Brasilien und Belize. Trimmel wurde 1989 zum Präsidenten und 1993 zum Ehrenpräsidenten der IUS ernannt. Mitglieder der Gründungsversammlung des Verbands Österreichischer Höhlenforscher auf der Schönbergalm bei Obertraun (1949). Hubert Trimmel (ganz rechts) war der letzte noch lebende Teilnehmer. Foto: Gustav Abel. Vereinsjahr

64 Der Verstorbene erhielt zahlreiche weitere Ehrungen. Die Società Speleologica Italiana ernannte ihn bereits 1957 zu ihrem Ehrenmitglied. Er war weiters Ehrenmitglied der Ungarischen Gesellschaft für Karst- und Höhlenforschung (Magyar Karszt- és Barlangkutató Társulat), des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher und erhielt 1964 das Certificate of Merit der National Speleological Society der USA war er der erste, der das neu geschaffene Ehrenzeichen des VÖH, den Goldenen Höhlenbären, erhielt ernannte ihn der VÖH zu seinem Ehrenpräsidenten.1984 wurde ihm das Silberne Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich und 1990 das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich verliehen war er der Erste, der den Dr. Benno Wolf-Preis des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher erhielt folgte die Ehrenmedaille in Gold der Gemeinde Obertraun, 2003 die Auszeichnung Naturschutz-Urgestein des Umweltdachverbandes Wien, 2006 die Ernennung zum Ehrenmitglied der Österreichischen Geographischen Gesellschaft und 2007 wurde Trimmel der erste Preisträger des Friedrich-Simony-Welterbepreises des UNESCO Welterbegebietes Hallstatt Dachstein Salzkammergut. Bis zuletzt war der Verstorbene an der Entwicklung seines Fachgebietes vital interessiert und nahm an vielen Treffen und Kongressen teil, zuletzt 2013 am Internationalen Kongress für Speläologie in Brünn. Darüberhinaus engagierte er sich sehr im Bereich des Naturschutzes und war im Österreichischen Umweltdachverband und der Internationalen Alpenschutzkonvention in wichtigen Funktionen tätig. Er war weiters langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter im Fachausschuss für Naturwissenschaften der Österreichischen UNESCO-Kommission wurde er zum Ehrenpräsident des Umweltdachverbandes ernannt, davor bereits zum Vizepräsidenten des österreichischen Umweltdachverbandes. Hubert Trimmel war auch in Tirol höhlenforschend aktiv, wenn auch nur in bescheidenem Ausmaß. So besuchte er 1956 die Hundsalm Eishöhle und verfasste einen Bericht, auf dessen Grundlage die Höhle im gleichen Jahr zum Naturdenkmal erklärt wurde. Er untersuchte ferner die Schraubenfallhöhle in Hintertux (noch bevor durch die teilweise Ableitung zum Schlegeisstausee die Schüttung des Tuxbaches deutlich reduziert wurde) und verfasste darüber zwei kleine Publikationen (1963 in den Höhlenkundlichen Mitteilungen und 1967 in der Zeitschrift Die Höhle). Anlässlich der 25- Jahrfeier des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol wurde dem Verstorbenen am in Würdigung seiner Verdienste um den Landesverein die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Hubert Trimmel hinterlässt seine Ehefrau Erika, mit der er seit 1951 verheiratet war, sowie vier Kinder und zahlreiche Enkelkinder. Das Begräbnis fand am unter Beteiligung vieler in- und ausländischer Höhlenforscher am Friedhof Kalksburg bei Wien statt. Dieser Nachruf wurde zusammengestellt von Christoph Spötl basierend auf Unterlagen von Johannes Mattes und Michael Trimmel. 64 Vereinsjahr 2013

65 Heinz Ilming ( ) Ehrenmitglied des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol Am verstarb unser Ehrenmitglied und VÖH-Ehrenpräsident Heinz Ilming im 82. Lebensjahr. Er erlernte den Beruf des Vergolders, arbeitete von 1950 bis 1955 am Heeresgeschichtlichen Museum in Wien und legte 1954 die Meisterprüfung ab begann er das Studium des Restaurators an der Akademie der bildenden Künste in Wien und schloss es 1959 mit dem Diplom ab. Dann arbeitete er als freischaffender Restaurator und kehrte 1965 als akademischer Mitarbeiter in das Heeresgeschichtliche Museum zurück. Er war ein geschätzter Restaurator und Künstler. So geht beispielsweise die Restaurierung und Neuvergoldung der Pestsäule am Graben in Wien auf sein Konto. Für eine Briefmarke, die eine Eisformation in der Dachstein- Rieseneishöhle zeigt, entwarf er 1987 einen Sonderstempel. Er malte auch Höhlenbilder und beim Eingang des Geldloches am Ötscher wurde 1992 ein von ihm entworfenes und hergestelltes Kreuz aufgestellt und zwar zum Gedenken an die erste Expedition in diese Höhle im Jahre 1592; auch ein Sonderstempel hierzu wurde von ihm hergestellt. Als Naturbegeisterter gehörte Heinz Ilming dem Österreichischen Touristenklub an und war anfänglich viel im Gebiet der Hohen Wand als Kletterer unterwegs, wo sein Interesse für Höhlen geweckt wurde trat er dem Landesverein für Höhlenkunde in Wien und Niederösterreich bei. Dort übernahm er bald dank seiner Fähigkeiten Aufgaben, so 1959 die des Fahrtenwartes. Im Laufe der Jahre verfasste er eine große Anzahl von höhlenkundlichen Publikationen. Die volksbildnerische Tätigkeit und Öffentlichkeitsarbeit lag ihm besonders am Herzen, was sich in vielen Vorträgen und in der Gestaltung von höhlenkundlichen Ausstellungen äußerte legte er die Höhlenführerprüfung ab und ein Jahr danach war er bereits selbst Prüfer und blieb es lange Zeit wurde er Obmann-Stellvertreter des Wiener Vereines und blieb dies bis wurde er aufgrund seines Interesses an Schauhöhlen Sekretär für Schauhöhlenfragen der Kommission für Höhlenschutz und Höhlenerschließung der UIS. Von 1974 bis 1978 bekleidete er die Funktion des Generalsekretärs und von 1980 bis 2008 die des Präsidenten des Verbandes Österreichischer Höhlenforscher. Er hatte auch über viele Jahre den Vorsitz in der UIS- Kommission für die Geschichte der Speläologie inne. Zudem war er lange Zeit Geschäftsführer der früheren Hermannshöhlen-Betriebsgesellschaft m.b.h. bzw. späterer Obmann des Hermannshöhlen Forschungs- und Erhaltungsvereines. Vereinsjahr

66 Er wirkte viele Jahre sehr aktiv und leitend in der praktischen Höhlenforschung, leitete z.b. die einwöchigen Expeditionen am Dürrenstein sowie Expeditionen in die Dachstein- Mammuthöhle wurde ihm für seine Leistungen das Goldene Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich verliehen wurde er zum Korrespondenten des Naturhistorischen Museums Wien ernannt. Ab dem Studienjahr 1990/91 war er Lehrbeauftragter an der Akademie der bildenden Künste in Wien wurde ihm im Rahmen der Verbandstagung in Wörgl das Ehrenzeichen des VÖH, der Goldene Höhlenbär, überreicht. Die Vorlage für den Prägestempel des Ehrenzeichens stammt bezeichnenderweise aus seiner Hand wurde er zum Ehrenpräsidenten des VÖH ernannt. Der Landesverein für Höhlenkunde in Tirol ehrte Heinz Ilming am mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft im Rahmen der VÖH-Tagung in Semriach. Tiroler Höhlenforschern dürfte insbesondere eine fotografische Darstellung unseres Ehrenmitgliedes bekannt sein: Jene, die die Titelseite des 1992 erschienenen Büchleins über die Spannagelhöhle von Ernest Jacoby und Günter Krejci ziert. Fotografiert von Wilhelm Hartmann zeigt sie Heinz Ilming in der damals gängigen Höhlenausrüstung mit Handkarbidlampe in der der Spannagelhöhle (zwischen Schläfer- und Umkehrhalle; das Bild ist allerdings seitenverkehrt gedruckt worden), aufgenommen anlässlich einer Befahrung im Jahre 1973, an der übrigens auch Hubert Trimmel teilnahm. Zusammengestellt von Christoph Spötl basierend auf Unterlagen von Helga und Wilhelm Hartmann, Barbara Wielander und Renate Tobitsch. 66 Vereinsjahr 2013

67 Mitglieder des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol Titel, Name Adresse Beitritt 1 Aufschnaiter Wilhlem 6300 Wörgl, Friedenssiedlung Aufschnaiter Franz 6361 Hopfgarten, Haslau Ehrenmitglied Gaun Johann 6320 Angerberg, Unholzen Graber Josef 6306 Söll, Unterhauning Feldkircher Helmut 6320 Angerberg, Linden Sengthaler Christine 6300 Wörgl, Bründlweg Ehrenmitglied Krejci Günther 6300 Wörgl, Augasse 20 c Osl Heinrich 6320 Angerberg, Linden Osl Martha 6320 Angerberg, Linden Schwarz Monika 6370 Kitzbühel, Klausnerfeld Rieder Klara 6300 Wörgl, Salzburgerstraße Riedhart Josef 6300 Wörgl, Michael-Gaismairstrasse 2a Ehrenmitglied Gaun Hermann 6322 Kirchbichl, Birkenstraße Gschwentner Hans-Peter 6320 Angerberg, Achleit Lechner Josef 6320 Angerberg, Linden Peer Elfriede 6323 Bad Häring, Untere Dorfstraße Peer Walter 6323 Bad Häring, Untere Dorfstraße Druckmüller Fritz 6322 Kirchbichl, Ulricusstrasse Gaun Hermi 6320 Angerberg, Unholzen Schmitz Bernd D Arenrath, Burgstraße Kapfinger Hanspeter 6336 Langkampfen, Oberfeldweg Kogler Hannes 6330 Kufstein, Maximilianstraße Osl Hans-Peter 6320 Angerberg, Baumgarten Tischler Franz 6322 Kirchbichl, Flößerweg Ing. Kapfinger Walter 6250 Kundl, Klammstraße Druckmüller Beate 6322 Kirchbichl, Ulricusstrasse Margreiter Karl 6300 Wörgl, Salzburgerstraße 46a Gaun Helmut 6322 Kirchbichl, Lärchenweg Meßner Hermann 6320 Angerberg, Baumgarten Osl Markus 6320 Angerberg, Dorf Kühholzer Elfriede 6300 Wörgl, Wildschönauerstraße Kühholzer Walter 6300 Wörgl, Wildschönauerstraße Mayr Horst 6395 Hochfilzen, Dorfstraße Vereinsjahr

68 34 Tobitsch Renate 6112 Wattens, Bahnhofstraße Kahlen Manfred 6060 Hall, Zollstraße 22 a Spielmann Claudia 8151 Hitzendorf, Niederberg Speer Helmut 6300 Wörgl, Wolkensteinstraße Henikl Werner 6322 Kirchbichl, Waldstraße Steiner Hansjörg 6232 Münster, Lindenfeld Gaun Hubert 6341 Ebbs, Haflingerweg 4a DI Valentini Robert 6173 Oberperfuß, Völsesgasse Kogler Martina 6330 Kufstein, Maximilianstraße Mayr Hildegard 6395 Hochfilzen, Dorfstraße Mag. Lang Claudia 6020 Innsbruck, Kranewitterstraße 10 a Ing. Wurzenrainer Georg 6020 Innsbruck, Lohbachweg f Schirra Jörg D München, Franz-Albert-Str. 4B Cavelius Clemens D Wallerfangen, Gabrielenstraße Steinbacher Christina 6300 Wörgl, Augasse Rienzner Werner 6395 Hochfilzen, Im Bachl Fischer Josefine 6300 Wörgl, Augasse 20 c Hafner Stefan D Wallerfangen, Lothringerstr Türke Anni 6300 Wörgl, Johann-Straußstraße Türke Edi 6300 Wörgl, Johann-Straußstraße Bader Wolfgang 6067 Absam, Bettelwurfsiedlung Schmitz Ulrich D Saarbrücken, Hellenschlag Höfer Peter 5010 Salzburg, Postfach Winklmair Helmut 6645 Vorderhornbach, Schröfle Bichler Eduard 6382 Kirchdorf, Innsbruckerstraße Schmied Ernst 6382 Kirchdorf, Leuckentalweg Winklmair Christian 6645 Vorderhornbach, Schröfle Burgsteiner Heinz 6330 Schwoich, Höhle Burgsteiner Waltraud 6330 Schwoich, Höhle Prof. Sandbichler Hermann 6320 Angerberg, Linden Osl Romed 6320 Angerberg, Linden Gredler Johann 6293 Tux, Juns Erler Roman 6295 Ginzling, Dornauberg Wendlinger Josef 6300 Wörgl, M. Unterguggenbergerstr Gmach Ulrich 6252 Breitenbach, Moos Fankhauser Martin 6263 Fügen, Turnerweg Unterberger Ingried 6233 Kramsach, Wittberg Osl Harald 6320 Angerberg, Linden Vereinsjahr 2013

69 72 Kühholzer Thomas 6300 Wörgl, Wildschönauerstraße Gaun Richard 6252 Breitenbach, Strass Hykade Walter 1210 Wien, Julius Fickerstraße 80/ Zadrobilek Werner 2384 Breitenfurt, Promenadeweg Erler Tomas 6293 Tux, Juns Sieberer Christine 6330 Kufstein, Carl-Wagner-Straße 2 a Sieberer Wolfgang 6330 Kufstein, Carl-Wagner-Straße 2 a Posch Willi 6300 Wörgl, Stelzhamerstraße Adrian Stefan 6241 Radfeld, Siedlung 166 b/ Foidl Ute 6330 Kufstein, Kaiseraufstieg Wurm Dietmar 6260 Bruck am Ziller Nr. 54 b Gleissenberger Manfred 6260 Bruck am Ziller, Bad 12 a Schröder Margit 3920 Groß Gerungs, Kotting Nondorf Tobitsch Maximilian 6112 Wattens, Bahnhofstraße Hartl Doris 6321 Angath, Schopperweg Larch Peter 6020 Innsbruck, Arzler Straße 34/Top Seyr Bernhard 6200 Jenbach, Josef-Mühlbacherstraße Anfang Christoph 6293 Tux, Vorderlanersbach Anfang Josef 6293 Tux, Vorderlanersbach Prof. Dr. Spötl Christoph 6114 Kolsassberg, Hofergasse Eder Karl 6322 Kirchbichl, KTW-Straße Egger Manfred 6112 Wattens, Volderer Weg 38/IV Schiffmann Alexander 6020 Innsbruck, Schlerngasse 9/ Offenbecher Karl-Heinz 6020 Innsbruck, Mittenwaldweg Lebenbauer Thomas 2824 Seebenstein, Werkstraße 22/1/ Osl Rosmarie 6320 Angerberg, Linden Vogt Gerda 6112 Wattens, Ritter-Waldauf-Straße Vogt Andreas 6112 Wattens, Ritter-Waldauf-Straße Gruber Peter 6020 Innsbruck, Gumppstraße Hartl Anneliese 6320 Angerberg, Embach Gfrerer Maria 6361 Hopfgarten, Elsbethen Gaun Martin 6300 Angath, Fürth Dr. Peter Arnulf 5090 Lofer Nr Wendlinger Stephan 6336 Langkampfen, Innstraße Kobald Manuel 6260 Bruck am Ziller, Dorf Kogler Bernhard 6330 Kufstein, Maximilianstraße Di Uhl Jutta D Nürnberg, Schießplatzstraße DI (FH) Uhl Stefan D Nürnberg, Schießplatzstraße Vereinsjahr

70 110 Rampl Harald 6233 Kramsach, Mariatal Seeberger Sabina 6320 Angerberg, Linden Adrian Daniela 6241 Radfeld, Siedlung 166 b/ Rabler Christian 6233 Kramsach, Badl Dr. Gaun Andrea 4020 Linz, Hummelhofstraße 12/ Dr. Gaun Alexander 4020 Linz, Hummelhofstraße 12/ Gratt Franz-Peter 6300 Wörgl, Brixentalerstraße Schweinberger Dominik 6322 Kirchbichl, Flößerweg Tischler Günter 6322 Kirchbichl, Flößerweg Freund Syliva 6300 Wörgl, Madersbacherweg 62E Sieberer Hermann 6300 Wörgl, Madersbacherweg 62E Aigner Gabriele 6020 Innsbruck, An der Furt Rittig Patricia 6094 Axams, Außerkristen 4A Bader Gabriele 6067 Absam, Bettelwurfsiedlung Blaickner Manuel 5733 Bramberg, Sonnberg Osl Walter 6320 Angerberg, Linden Mühl Alfred 6410 Telfs, Michael-Gaismair-Straße Mühl Andreas 6020 Innsbruck, Schwindstraße Hitzenberger Christiane 6020 Innsbruck, Schlerngasse 9/ Bichler Alois 6233 Brixlegg, Hagau Obernosterer Manuela 6300 Wörgl, Augasse 23 a Treyer Andreas I Olang/Geiselsberg, Eggerweg Engl Karl 6410 Telfs, Anton-Klieber-Str Kapferer Susanne 6020 Innsbruck, Gen.-Feuerstein-Str Schmiederer Christian 6176 Völs, Bahnhofstraße Groß Helmut D Bad Tölz, Spethmannstraße Köfler Andreas 6410 Telfs, Michael-Gaismairstraße Bäumler Georg D München, Heimeranstraße Mair Günther 6074 Rinn, Dorfstraße Oriwoll Karl-Heinz D Nürnberg, Windsheimer Str Narr Julian 6112 Wattens, Peter-Roseggerstraße Winklmair Caroline 6645 Vorderhornbach, Schröfle Walch Andreas 6020 Innsbruck, Angergasse Hirn Irmtrud 6020 Innsbruck, Roßbachstraße Vereinsjahr 2013

71 Höhlenrettungsübungen 2013 der Österreichischen Höhlenrettung, Landesverband Tirol Stefan Adrian und Renate Tobitsch Im Jahr 2013 wurden von der Tiroler Höhlenrettung zehn Höhlenrettungsübungen abgehalten. An den Übungen beteiligten sich zwischen vier und zehn Höhlenretter, das ist ein Durchschnitt von über acht Personen. Der Landesleiter Stefan Adrian bemühte sich auch dieses Jahr wieder die Übungen sehr vielfältig abzuhalten, damit unsere Höhlenretter in allen Situationen richtig ausgebildet sind und selbständig arbeiten können. Bei der ersten Rettungsübung im Jänner übten wir im Container Knoten. Weiters wurde die Handhabung der Funkgeräte wieder einmal besprochen. Ein Höhlenretter wurde in die neue Trage eingepackt und dabei wurden verschiedene Techniken ausprobiert. Bei der zweiten Übung wurde eine abgestürzte Person mit der Trage und einem Tragenbegleiter über einen Schacht gerettet. Als Opfer wurde unser Dummy verwendet. Die dritte Übung fand im Anschluss an die Generalversammlung im Vereinscontainer statt. Wir übten die Handhabung der Cave-Link-Geräte. Die vierte Übung fand in Schwaz beim Militärstützpunkt statt. Bei der Übung mit dem Militärhubschrauber wurde das Fliegen als Innenlast und als Außenlast an der Winde geübt. Auch der Theorieunterricht kam nicht zu kurz und wir wiederholten, worauf wir beim Be- und Entladen des Hubschraubers achten müssen, sowie das Annähern von Personen an das Fluggerät. Bei der fünften und sechsten Übung im Mai und Juni wurde jeweils der Aufbau einer Seilbahn geübt. Vereinsjahr

72 Bei der siebten Übung stellte sich Hansjörg Steiner als Opfer in der Trage zur Verfügung. Wir versuchten ihn möglichst schonend durch einen kleinen Gang zu bergen. Die achte Übung war als Ganztagesübung ausgeschrieben. Wir trafen uns mit drei Bergrettern der Wattener Bergrettung in Walchen und fuhren in Fahrgemeinschaften zum TÜPL Lizum. Dort übten wir gemeinsam mit dem Militärhubschrauber bei der Kletterwand und anschließend auch Richtung Kalkwand. Bei der neunten Übung, an der zwei neue Höhlenretter teilnahmen, übten wir den Aufbau von verschiedenen Flaschenzügen, verschiedenen Kendlern mit Karabinern. Die zehnte Übung wurde als Stationenbetrieb mit drei Gruppen bei Aufsteigen, Umsteigen, Abseilen trainiert. Für die Höhlenrettungsübungen im Jahr 2014 würde sich die Landesleitung rege Beteiligung von den Höhlenrettern wünschen, denn nur gut ausgebildete Höhlenretter können auch wirklich gut retten. Wir müssen uns gegenseitig aufeinander verlassen können. Und die Verlässlichkeit darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. 72 Vereinsjahr 2013

73 Notrufplan 2014 Die Alarmierung in Tirol übernimmt die Leitstelle Tirol zu erreichen aus Tirol unter 140 außerhalb von Tirol Für Unfälle in einem anderem Bundesland erfolgt die Alarmierung über den Bundesnotruf der ÖHR Weitere Telefonnummern für den Notfall Name Tel. Firma Weitere Landesleitstelle Tirol TOBITSCH Renate ADRIAN Stefan RABLER Christian WURM Dietmar STEINER Hansjörg ADRIAN Daniela Im Falle eines Unfalles bitte unbedingt angeben: Was? Ist geschehen und was wird dringend benötigt Wann? Unfallzeit Wo? Katasternummer, Name und Lage der Höhle, genaue Benennung des Höhlenteiles Wer? Gesamtzahl der Personen, wer ist verletzt, wer ist beim Verletzten Wie? Unfallhergang Weiters: Wer wurde noch verständigt? Treffpunkt wann, wo? Rückrufnummer Kontrollrückruf! Vereinsjahr

74 Gefördert aus Mitteln des Europ. Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus nationalen Finanzmitteln.

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