Degrowth Ziele, Visionen und Herausforderungen

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1 Degrowth Ziele, Visionen und Herausforderungen Judith Kleibs Oikos Germany Meeting 30. Mai 2015

2 Inhalt 1. Definition Degrowth 2. Geschichte der Degrowth-Bewegung 3. Visionen und Ziele 4. Herausforderungen

3 1. Definition Degrowth = Postwachstum, Wachstumsrücknahme, Entwachstum steht für... die Befreiung von Wachstumszwang und Profitstreben die Reduzierung von Produktion und Konsum die Bedürfnisse des Menschen im Mittelpunkt ein solidarisches Miteinander ohne Leistung und Konkurrenz

4 1. Definition Degrowth Ziele: Verbesserung der ökologischen Bedingungen und Schutz natürlicher Ressourcen globale soziale Gerechtigkeit Steigerung des menschlichen Wohlbefindens ökonomische und soziale Stabilität

5 2. Geschichte der Degrowth-Bewegung erste wachstumskritische Stimmen waren bereits in den 1930ern bis 1950ern zu hören 1972 präsentiert der Club of Rome seinen einflussreichen Bericht "Die Grenzen des Wachstums" mit der "Entdeckung" der ökologischen Grenzen des Planeten wird die Wachstumskritik lauter 2004 gibt es den ersten "Marche pour la Décroissance" Startschuss für die Degrowth-Bewegung

6 2. Geschichte der Degrowth-Bewegung seit der Weltwirtschaftskrise 2008 ist verstärkt wieder Wachstumskritik zu hören zuerst in Frankreich, Spanien, Italien; seit 2010 auch in Deutschland und vielen anderen Ländern vier Degrowth-Konferenzen in den letzten 7 Jahren: 2008 in Paris, 2010 in Barcelona, 2012 in Venedig und 2014 in Leipzig 2016 findet die Degrowth-Konferenz in Budapest statt

7 3. Visionen und Ziele Eine solidarische Postwachstumsgesellschaft... die ein gutes Leben für alle ermöglicht mit einer Wirtschaft, die nachhaltig und an menschlichen Bedürfnissen orientiert ist die ökologische und natürliche Grenzen achtet und sich am gesunden Maß orientiert die sich darauf konzentriert, fair zu verteilen, was schon da ist anstatt immer mehr zu produzieren

8 3. Visionen und Ziele Sozial-ökologischer Wandel nötig Umbau gesellschaftlicher Strukturen statt Schrumpfung Wachstum von Bereichen, die dem Gemeinwohl zuträglich sind und wenig Ressourcen verbrauchen Paradigmenwechsel / kultureller Wandel Achtsamkeit statt Effizienz, Genauigkeit statt Schnelligkeit, Qualität statt Quantität, Befreiung vom Überfluss statt Verzicht

9 3. Visionen und Ziele Es geht nicht um eine geplante Transformation! Wandel muss demokratisch sein aus einer Vielfalt von gesellschaftlichen Projekten entstehen Diskurs, was wirklich gebraucht wird und bewahrt werden soll, Räume zum Experimentieren Staat muss Rahmenbedingungen schaffen, damit Menschenrechte, Umweltschutz etc. gewahrt und sichergestellt werden finanzielle und (infra)strukturelle Anreize für nachhaltiges, solidarisches Verhalten

10 3. Visionen und Ziele Wovon unbedingt weniger? Umweltzerstörung, Ressourcenplünderung, soziale Ungerechtigkeit Wachstumswahn und BIP Stress, Konkurrenzdenken und Leistungsdruck Alles-Immer-Kultur und Konsumdenken Schulden, Finanzmarktkrisen Entfremdete Arbeitsverhältnisse und Arbeitslosigkeit

11 3. Visionen und Ziele Wovon unbedingt mehr? Zeitwohlstand, Subsistenz und Suffizienz Solidarität und Kooperation Erneuerbare und konviviale Technologien Räume zum Experimentieren, Reparieren, Gärtnern, Tauschen Commons (Gemeingüter) Lokale und regionale Wirtschaftskreisläufe sowie genossenschaftlich organisierte Betriebe Stärkere Finanzmarktregulierungen

12 4. Herausforderungen Die meisten Menschen und Parteien wollen Wirtschaftswachstum Wachstum wird nicht als limitierend oder problematisch empfunden Gibt zu wenige klare und fundierte Konzepte, wie eine Gesellschaft jenseits des Wachstums aussehen könnte Tief verankerte Werte und strukturelle Anreize (mehr ist besser) Fehlendes Wissen über Probleme durch Wachstum und Alternativen

13 Quellen Jackson, Tim (2009): Prosperity without growth? The transition to a sustainable economy. Sustainable Development Commission. Jackson, Tim (2013): Wohlstand ohne Wachstum. Leben und Wirtschaften in einer endlichen Welt. Oekom Verlag. Muraca, Barbara (2014): Gut leben. Eine Gesellschaft jenseits des Wachstums. Wagenbach Verlag. Paech, Niko (2012): Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie. Oekom Verlag. Passadakis, Alexis und Matthias Schmelzer (2011). Postwachstum. Krise, ökologische Grenzen und soziale Rechte. VSA Verlag. Rosa, Hartmut (2005): Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne. Suhrkamp Verlag. Rosa, Hartmut (2012): Weltbeziehungen im Zeitalter der Beschleunigung. Umrisse einer neuen Gesellschaftskritik. Suhrkamp Verlag.

14 Quellen Schneidewind, Uwe und Angelika Zahrnt (2013): Damit gutes Leben einfacher wird. Perspektiven einer Suffizienzpolitik. Oekom Verlag. Seidl, Irmi und Angelika Zahrnt (2010): Postwachstumsgesellschaft. Konzepte für die Zukunft. Metropolis-Verlag. Online-Quellen: leipzig.degrowth.org

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