STIMMUNGS- UND SCHLAFREGULATION

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1 LWL-Universitätsklinik Hamm Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik STIMMUNGS- UND SCHLAFREGULATION Prof. Dr. Tanja Legenbauer

2 Warum Schlaf- und Stimmungsregulation im Kontext von NIKI relevant sind Schlaf Stimmung

3 Übersichtsarbeit: McLaughlin-Crabtree & Witcher, 2008; Amin et al., 2002; de la Eva, et al., 2002; Gozal & Kheirandish-Gozal, 2008 LWL-Universitätsklink Hamm Ist der Schlaf gestört, kann es zu Beeinträchtigungen in verschiedenen Bereichen kommen.. Schulische Leistungen Erhöhtes kardiovaskuläres Risiko Schulschwänzen Reduzierte Impulskontrolle Beeinträchtigung des Immunsystems Erhöhtes Verletzungsrisiko/Unfallgefahr Metabolische Veränderungen Beeinträchtigtes soziales Funktionsniveau Aggressivität/Reizbarkeit Entwicklung von Übergewicht

4 Kinder mit Störungen der Stimmungsregulation weisen mehr Schlafstörungen auf als gesunde Kinder 0,76 Ein- und Durchschlafstörungen Vegetative Symptome Nächtliche Ereignisse Schlafverhalten 0,43 0,39 0,23 Effektstärke d aus Legenbauer et al., J Neural Transm 2012

5 Wer wenig schläft, der Insbesondere schläft weniger als andere ist ein signifikanter Prädiktor für spätere emotionale Probleme (YSR: depressives/ängstliches Verhalten) und aggressives Verhalten (YSR)

6 Höhere Prävalenz von Schlafprobemen bei Kinder mit ADHS und Adipositas ADHS Adipositas Normalgewicht 29% 21% 17% Schlafschwierigkeiten Unveröffentlichte Daten aus dem KIGGS Basisdatensatz; Arbeitsgruppe NIKI; Berechnungen

7 Auch andere Studien zeigen. Ca. 50% der Kinder mit ADHS berichten von Schlafproblemen (ca. 2-3fach erhöhtes Risiko). Schlafstörungen als diagnostisches Kriterium im DSM-IV nicht mehr enthalten ( unspezifisches Symptom ). Eltern berichten insbesondere von Ein- /Durchschlafschwierigkeiten oder unruhigem Schlaf. Verzögertes Einschlafen, Abnormalitäten im REM Schlaf, unruhiger Schlaf (PSG; inkonsistente Befunde). Erhöhte Komorbidität zu Restless Legs und obstruktiven Atemstörungen während des Schlafes. Owens, 2005; Choi et al., 2010

8 SCHLAFPROBLEME BEI ATOPISCHER DERMATITIS

9 Beeinträchtigt atopische Dermatitis den Schlaf und die Lebensqualität? Zusammenhang Schlaf (CSHQ) und Schwere der Dermatitis (SCORAD) Zusammenhang Schlaf (CSHQ) und Lebensqualität (CDLQI) Linearer Zusammenhang: je schwerer die Dermatitis, desto schlechter der Schlaf; je schlechter der Schlaf, desto schlechter die Lebensqualität.

10 UND DAS GEWICHT?

11 Wir wissen wenig Schlaf führt langfristig zu höherem Gewicht Anteil adipöser Kinder in Abhängigkeit der Schlafdauer im Alter von 6 und 12 Jahren 6 Jahre 12 Jahre Verkürzter Schlaf im Alter von 10 Jh sagt das Risiko im Alter von 13 Jahren vorher Übergewicht Adipositas 27 2, , > 9 Std < 7,5 Std. Silva et al. 2011; 304 Kinder Odds Ratio Seegers et al., 2011; Kinder

12 Wer weniger schläft, isst mehr Bosy-Westphal et al Nedeltcheva et al. 559 Brondel et al. St. Onge et al. 415 kcal erhöhte Nahrungsaufnahme von.. St. Onge, 2013

13 Wer später schläft.. wiegt auch mehr 10 Punkte Verschiebung in Richtung Eveningness gehen mit einer BMI Erhöhung von 1,2kg/m² bzw. 3,8 kg Gewichtszunahme einher. Lucassen et al., 2013

14 Vermuteter Zusammenhang Patel & Hu, 2008

15 Fazit Schlafstörungen Führen zu deutlichen Beeinträchtigungen im Funktionsniveau. Treten bei allen drei NIKI-relevanten Erkrankungen auf Stellen möglicherweise einen Prädiktor dar Verstärken die Symptomatik Wir wissen: ADHS, Atopien und Adipositas treten Stellen Schlafstörungen als gemeinsamer oder komorbid miteinander auf. vermittelnder Faktor?

16 SCHLAFSTÖRUNGEN ALS MODERIERENDER FAKTOR

17 Interessant für NIKI Romanos et al., 2010;

18 Interessant für NIKI Schmitt et al. (2013); Z. Kinder-Jugendpsychiatr. Psychother. 41 (1)

19 ZUM MIT NACH HAUSE NEHMEN Schlafstörungen können psychischen Störungen vorangehen und beeinflussen das psychische Wohlbefinden und die Stimmungsregulation sollten bei psychiatrischen Patienten UND Patienten mit körperlichen Erkrankungen wie Atopien und Adipositas gezielt erfasst werden! Augen offen halten, ob Schlafprobleme bestehen! Falls ja: Frühzeitig über einfache Mittel (bspw. Schlafhygiene) aufklären!

20 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

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