Gewalt in der Pflege Wie ist Prävention möglich?

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1 Gewalt in der Pflege Wie ist Prävention möglich? Prof. Dr. Beate Blättner Fachbereich Pflege und Gesundheit Forschen für die alternde Gesellschaft; Fulda,

2 Ältere Menschen sind seltener Opfer polizeilich registrierter Gewaltdelikte als Jüngere Häufigkeit von polizeilich registierter Gewalt gegen Männer nach Alter, 2011 Deutschland Häufigkeit von polizelich registrierter Gewalt gegen Frauen nach Alter, 2011 Deutschland körperliche Gewalt sexualisierte Gewalt < 21 Jahre Jahre > 60 Jahre körperliche Gewalt sexualisierte Gewalt < 21 Jahre Jahre > 60 Jahre Kriminalstatistik 2011, eigene Berechnung und Darstellung Fulda, Prof. Dr. Beate Blättner 2

3 aber erhöhte Risiken entstehen durch Abhängigkeit, körperliche oder kognitive Einschränkungen, finanzielle Abhängigkeit und soziale Isolation, Pflegebedürftigkeit kumuliert diese Risiken, Gewalt in der Pflege kommt kaum zur Anzeige, denn Hellfelddaten können sie nicht erfassen, Dunkelfelddaten sind schwierig zu erheben. Das Ausmaß der Gewalt gegen Pflegebedürftige wird eher unterschätzt. Fulda, Prof. Dr. Beate Blättner 3

4 Häufigkeit nach Selbstangaben Pflegender International: kaum vergleichbare Studien nach Selbstangaben der Pflegekräfte und Angaben über Beobachtungen von Pflegekräften (Castle et al. 2015) Selbstangaben Pflegender zur Gewalt an Pflegebedürftigen in den letzten 12 Monaten 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% 40% 72% Gesamt 54% 54% 21% 24% 19% 9% psychische Gewalt Vernachlässigung körperliche Gewalt ambulante Pflege stationäre Pflege (Görgen et al. 2009, 2010), eigene Darstellung Fulda, Prof. Dr. Beate Blättner 4

5 nicht von der Intention abhängig der absichtliche Gebrauch von angedrohtem oder tatsächlichem körperlichem Zwang oder physischer Macht gegen die eigene oder eine andere Person, gegen eine Gruppe oder Gemeinschaft, der entweder konkret oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verletzungen, Tod, Situationsübergreifend -- + Vorsätzliche Handlung vorsätzlich situationsübergreifend 3. vorsätzlich situativ Görgen nicht vorsätzlich situationsübergreifend 1. nicht vorsätzlich situativ psychischen Fulda, Schäden, Prof. Dr. Beate Blättner 5 Fehlentwicklung oder

6 Gewalt in der Pflege - ein vielschichtiges Problem Gewaltkonstellationen Settings Ausübende: Pflegebedürftiger Mensch Leidtragende: Angehörige, Pflegefachkräfte, Pflegebedürftige Ausübende: Pflegepersonal Leidtragende: Pflegebedürftige Ausübende: Angehörige Leidtragende: Pflegebedürftige Institutionen häusliche Umgebung Wahrgenommenes Gewaltwiderfahrnis wird oft mit Gewalt beantwortet. Fulda, Prof. Dr. Beate Blättner 6

7 Folgen von Gewalt gegen Pflegebedürftige Nicht-tödliche Folgen Tödliche Folgen Psychische Folgen Posttraumatische Belastungstörungen Depressionen, Suizidalität Angststörungen Schlafstörungen Essstörungen Körperliche Folgen Hämatome, Prellungen Verstauchungen Frakturen/ Rupturen Dauerhafte Behinderungen Chronische Schmerzen Verschlechterung des Allgemeinzustands Tödliche Verletzungen Suizid Fulda, Prof. Dr. Beate Blättner 7

8 Folgen von Gewalt gegen Pflegekräfte Psychische Belastung Emotionale Erschöpfung Unfallrisiken Arbeitszufriedenheit Arbeitsunfähigkeit Verweildauer Fulda, Prof. Dr. Beate Blättner 8

9 Relevanz in einer alternden Gesellschaft? Pflegequote Jahre und älter 85 bis unter 90 Jahre 75 bis unter 85 Jahre Unter 75 Jahre 1,1 1,1 15,5 11,9 29,6 42,1 51,5 67,4 Anteil Hochbetagter an der Bevölkerung 2013: 5,4 % 2060: 13,0 % Zunahme der Pflegebedürftigen bei gleichzeitigem Mangel an Pflegenden weiblich männlich Statistisches Bundesamt 2015, eigene Darstellung Fulda, Prof. Dr. Beate Blättner 9

10 Wo kann Prävention ansetzen? Größter Nutzen Indizierte Prävention: Gewaltopfer Selektive Prävention: betrifft Personen mit erhöhtem Risiko Verhältnisprävention Verhaltensprävention Mehrheit der Projekte Universelle Prävention: betrifft alle Pflegebedürftigen und Pflegenden Fulda, Prof. Dr. Beate Blättner 10

11 Indizierte und selektive Prävention: Beispiel Gewalt durch Angehörige Gewalt und Risiken erkennen Instrumente vorhanden, aber nicht implementiert Keine geeigneten Ansprechpartner, wenig Schutzmöglichkeiten Weiterleiten Dokumentieren Schutzbedürfnis klären Ansprechen Fulda, Prof. Dr. Beate Blättner 11

12 Wer kann etwas verändern? Beispiel stationäre Pflege Politik Leitung Pflegekräfte Pflegebedürftige Fulda, Mehrheit der Projekte Prof. Dr. Beate Blättner 12

13 Womit kann etwas verändert werden? Wissensvermittlung: wissen Deeskalationstrainings: können Organisationsentwicklung: umsetzen Fulda, Prof. Dr. Beate Blättner 13

14 Wie wird nachhaltig etwas verändert? Entscheiden Anlass ist manchmal ein spektakulärer Einzelfall oder eine gesetzliche Regelung Steuern Bedarf erheben Lösungen entwickeln Steuerungsgruppe, an der alle institutionell Beteiligten und die relevanten Entscheider beteiligt sind Wie oft kommt das Phänomen vor (Prävalenzstudien)? Wo bestehen Defizite im Entscheiden und Handeln? Abläufe und Verfahren in der Institution partizipativ entwickeln Ins QM integrieren Evaluieren Erfolgt die Umsetzung? Hat sie den gewünschten Erfolg? Fulda, Prof. Dr. Beate Blättner 14

15 Kernelement: Präventionszirkel Pflegekräfte entwickeln gemeinsam für ihre konkreten Arbeitsbedingungen geeignete Lösungsvorschläge QM-Beauftrage moderiert Regeln der visualisierten Moderation (sammeln, sortieren, gewichten) Lösungsvorschläge werden Steuerungsgruppe übergeben Rückmeldung, welche Vorschläge kurz-, mittel- oder langfristig umgesetzt werden können Fest im QM etabliert Fulda, Prof. Dr. Beate Blättner 15

16 Ausblick Gemeinsam mit den Universitäten Halle, Lübeck und Bremen Studie beantragt (cluster-randomisiert), die die Wirksamkeit dieser Intervention für die stationäre Pflege im klinischen Setting überprüfen soll. Wir wünschen uns Glück im Begutachtungsverfahren! VIOLET Nurse led organizational participatory intervention towards a VIOLence free EnvironmenT in nursing homes Fulda, Prof. Dr. Beate Blättner 16

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