Landesfachtag Lehrergesundheit Unsere Sprache als Spiegel von Gesundheit, Persönlichkeit und Motivation

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1 Landesfachtag Lehrergesundheit Unsere Sprache als Spiegel von Gesundheit, Persönlichkeit und Motivation Dr. Benno Peters Sparkassenakademie Kiel, 16.Februar 2013

2 Landesfachtag Lehrergesundheit Passt meine Sprechweise zu mir? Kann ich mich gut ausdrücken? Werde ich verstanden? Wie wirkt meine Art zu sprechen? Habe ich eine sympathische Stimme? Sollte ich meine Art zu sprechen verändern?

3 Überblick Teil I Wie Sprache unsere Gesundheit, Persönlichkeit und Motivation widerspiegelt Teil II Entwicklungsmöglichkeiten von Sprache und Persönlichkeit

4 Sprache und Persönlichkeit Durch Sprache zeigen wir unsere Persönlichkeit. Durch Sprache zeigen wir unsere Einstellung zur Situation und zum Gesprächspartner. Sprache ist das wichtigste Mittel für die Umsetzung privater und beruflicher Ziele. Unsere Sprache sollte in Übereistimmung mit unserem Inneren stehen, um zu Gesundheit und Wohlbefinden beizutragen.

5 Sprachpersönlichkeit A B C

6 Sprachpersönlichkeit Sprache Atmung Stimme Intonation Artikulation Wortwahl Satzbau Zuhören Strategien Persönlichkeit Werte Einstellung Emotionen Ziele Verhalten Beziehungen Motivation Gesundheit

7 Unsere Wirkung als Sprechende Sprecherbezogen selbstsicher gesund Hörerbezogen verständlich aktivierend/motivierend

8 Selbstsicherheit Wie sicher ist das sprachliche Auftreten? Phonetische Parameter Atmung Stimme Lautstärke Artikulation Sprechflüssigkeit/Verzögerungen

9 Gesundheit Du klingst so komisch geht es Dir nicht gut? Phonetische Parameter Atmung Stimme Lautstärke Sprechmelodie Kommunikationsstrategien

10 Verständlichkeit- Aktivierung - Motivation

11 Verständlichkeit Können die Zuhörenden uns gut verstehen? Artikulationsgenauigkeit Stimme Lautstärke Sprechgeschwindigkeit Dialekt/Akzent Wortwahl Satzlänge und komplexität Schlüsselwörter hervorheben Bildhaftigkeit phonetisch inhaltlich

12 Aktivierung und Motivation Phonetische Parameter Dynamik von Sprechmelodie, Sprechgeschwindigkeit und Lautstärke Stimme Fokussierung von Schlüsselwörtern Gliederung und Pausen bildhafte Sprache

13 Sprachpersönlichkeit Persönlichkeit Sprache?

14 Sprache im Wandel Teil II Entwicklungsmöglichkeiten von Sprache und Persönlichkeit

15 Sprache im Wandel Lächle in die Welt und die Welt lächelt zurück." (Chinesische Weisheit). Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. (Deutsche Weisheit?) Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt. (L. Wittgenstein, Tractatus Logico-Philosophicus 1921)

16 Landesfachtag Lehrergesundheit

17 Landesfachtag Lehrergesundheit

18 Sprache im Wandel Ein Experiment Sagen Sie doch mal laut: Ich muss heute noch so viel arbeiten! Sagen Sie es ruhig ein paar Mal hintereinander. Merken Sie, wie Sie, die Arbeit und Ihr Körper immer schwerer werden? Und die Lust zu arbeiten immer weniger und weniger? Dann sagen Sie ein paar Mal hintereinander: Ich arbeite und schaffe heute noch viel! Hören und spüren Sie den Unterschied? Wenn Sie genau hinhören und -spüren, verändert sich mit der positiven Formulierung nicht nur die Sprache und die Sprechweise, sondern auch Ihre innere Haltung.

19 Routinen erkennen und verändern Sensibilisierung Selbstbeobachtung Bewusstwerdung Training Feedback

20 Sprache im Spiegel Wie spreche ich? Sensibilisierung, Selbstbeobachtung und Bewusstwerdung als Voraussetzung für Weiterentwicklung

21 Training und Transfer Nehmen sie sich etwas Reizvolles vor, was Sie sprachlich trainieren wollen. Beobachten Sie sich selber, analysieren Sie gelungene und weniger gelungene Kommunikationssituationen. Gehen Sie im Alltag spielerisch und mit Spaß mit Ihrer neuen Aufgabe um.

22 Feedback Anregungen und Vorschläge Geben und nehmen

23 Wege und Ziele Sprechtechnik Stimmbildung Aktives Zuhören Strategien der Kommunikation

24 Sprechtechnik Starke und dynamische Stimme Klare und bewusste Artikulation Angemessene Sprechgeschwindigkeit und Lautstärke Literatur Hey, J. und Reusch, F. (2006): Der kleine Hey. Die Kunst des Sprechens, 52. Aufl., Mainz: Schott Music

25 Sprachliches Handeln Reden ist ein Bedürfnis Zuhören eine Kunst (Goethe) Auf unser Gegenüber achten. Aktiv und bewusst zuhören.

26 Sprachliches Handeln Literatur Schulz von Thun, F. ( ): Miteinander reden 1-3. Rowolth Verlag, München.

27 Sprachliches Handeln Grundzüge der wertschätzenden Kommunikation beherzigen. Literatur Marshall B. Rosenberg (2010): Gewaltfreie Kommunikation. 9. überarb. und erw. Neuauflage. Junfermann, Paderborn

28 Sprachliches Handeln Möglichkeiten der Reaktion Gefühle Wolfssprache Beobachtung und Bewertung der Situation werden vermischt: Schon wieder wenn Ihnen die Arbeit zu viel wird, dann reduzieren Sie halt Ihre Arbeitszeit. Sie müssen morgen kommen. Eine Interpretation wird als Gefühl geäußert: Es ist Ihnen doch egal, was in dieser Abteilung geschieht. Giraffensprache Beobachtung der Situation: In letzter Zeit brauchen Sie viele freie Tage. Die Beobachtung wird mit einem Gefühl in Verbindung gebracht: Ich mache mir Sorgen um Sie.

29 Sprachliches Handeln Bedürfnisse Forderungen /Bitten Wolfssprache Der andere wird moralisch verurteilt: Sie sind als Teammitglied einfach ungeeignet. Es wird eine Forderung gestellt, deren Nichtbeachtung bestraft wird: Wenn ich die Unterlagen nicht bis übermorgen habe, werde ich das in Ihrer Personalakte vermerken. Giraffensprache Bedürfnisse, (die aus den Gefühlen entstehen), werden mitgeteilt: Ich benötige Sie morgen, weil ich übermorgen eine wichtige Besprechung habe und ich Sie bitten wollte, mir dafür etwas auszuarbeiten. Vorschläge werden unterbreitet: Wie kriegen wir es hin, dass Sie mir die Unterlagen zusammenstellen und Sie Ihre Angelegenheiten regeln können?

30 Authentizität und Kongruenz Übereinstimmung mit dem Inneren Übereinstimmung mit der Situation Kein erhobener Zeigefinger. Kein Müssen.

31 Landesfachtag Lehrergesundheit Murmelrunde und Diskussion

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