70 Jahre Flugplatz Fritzlar

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1 Jürgen Preuß Oberstleutnant a. D. 70 Jahre Flugplatz Fritzlar vom Kampfgeschwader 54 zum Kampfhubschrauberregiment 36 Eine Dokumentation 1

2 Impressum Copyright, Gestaltung und Text: Jürgen Preuß Gerhart-Hauptmann-Straße Gudensberg Tel Herausgeber: Kommandeur Kampfhubschrauberregiment 36 Oberst Lothar Kraß Georg-Friedrich-Kaserne Fritzlar Tel Herstellung: Heeresfliegerwaffenschule Fachmedienzentrum Postfach Bückeburg Tel Gedruckt in Deutschland 2008 Zum Titelbild von Edgar Farin: Seit 70 Jahren eng verbunden, der Flugplatz mit der Georg-Friedrich-Kaserne und die alte Garnisonsstadt Fritzlar an der Eder im Nordhessischen Hügelland 2

3 Zeittafel Inhaltsverzeichnis Seite Impressum 002 Zeittafel/Inhaltsverzeichnis 003 Vorwort des Verfassers 006 Vorwort des Herausgebers 007 Danksagung 008 Abkürzungsverzeichnis Vor dem Zweiten Weltkrieg 012 Vorgeschichte und Bau des Flugplatzes Richtfest auf dem Flugplatz 015 Aufstellung Kampfgeschwader 254 und In Dienst Stellung des Fliegerhorstes 016 Bombenabwurfgelände bei Rothelmshausen Während des Zweiten Weltkrieges 019 Kriegsstationierungen KG Außenstelle der Junkers Flugzeugwerke 019 Junkers Ju 352 Herkules Eder-Flutkatastrophe 021 Zustände auf den Heimathorsten 024 Drei Flugplätze bei Fritzlar 026 Luftschutzbunker nördlich der Eder III. Gruppe Nachtjagdgeschwader Nachkriegszeit Amerikanische Truppen in Fritzlar th, 365 th, 366 th und 27 th Fighter Group 030 VIPs nach Bad Wildungen Rabbi Abramovitz/Passahfest in Kassel th US Constabulary Regiment ACR Französische Truppen in Fritzlar eme Regiment de Hussards 045 November 1956 Nutzung durch die Bundeswehr 049 Nicht fliegende Einheiten und Verbände 049 3

4 Zeittafel Inhaltsverzeichnis Seite März 1957 Die ersten Heeresflieger Heeresfliegerstaffel 2/Heeresfliegerbataillon Flugwetterberatung Georg-Friedrich-Kaserne Heeresfliegerbataillon Leichtes Heeresfliegertransportregiment AMF (L) er und 80er Jahre NATO-/Heeresübungen 068 Oberst Walter Lücke 070 Flugsicherung 072 Seit 1973 KSZE und KSE 076 Seit 1979 Heeresfliegerregiment Die Flieger beginnen zu kämpfen 080 Herbst 1983 VIPs bei Heeresübung Wehrhafte Löwen NATO-Assignierung er Jahre Narren in der Kaserne /1987 Tage der offenen Tür/Flugtage 086 November 1989 Grenzöffnung 087 Ab 1991 Erste Ost-West-Ost Flüge 089 Seit Oktober 1996 Stab Luftmechanisierte Brigade Sommer 1997 und 2002 Katastrophenhilfe an Oder und Elbe 092 Januar 1999 Tagung des Bundesministers für Verteidigung 093 Mai Jahre Stadt Fritzlar 094 Mai Militärischer Motorflugwettbewerb 095 Auslandseinsätze 095 Seit 2001 Sanierung und Modernisierung des Flugplatzes 098 VIPs informieren sich 099 Frühsommer 2007 Stand der Baumaßnahmen Jahre Heeresflieger in Fritzlar 106 Technik, Versorgung und Planung 106 Öffentlichkeitsarbeit 110 4

5 Zeittafel Inhaltsverzeichnis Seite 01. April Jahre Flugplatz Fritzlar 112 Histörchen zum Schluss 115 Anhang Seite Gedenkstätten 117 Kasernenplan 124 Flugzeughallen bis Aufstellungsbefehl von Fliegerhorstkommandanturen 129 Aus Kommandanturbefehlen 130 Angriff auf Fritzlar und den Flugplatz am März Besatzungszonen in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg 132 US Constabulary-Verbände Übersetzungen 134 Flugsicherheit 1/ Fritzlarer Kommandeure 139 Fotos von gestern und von heute 141 Der Flugplatz aus Sicht eines Künstlers 169 Der Heeresflieger 170 Literatur- und Quellenverzeichnis 171 Bildquellen 176 Bildnachweis 178 Kurzbiographie des Verfassers 180 5

6 Vorwort des Verfassers Diese Dokumentation ist der Initiative meines ehemaligen Staffelkapitäns aus den 70er Jahren, Herrn Oberstleutnant a. D. Wolfgang Pech, zu verdanken, der in Bückeburg mit großem Engagement ehrenamtlich bemüht ist, die Geschichte der Heeresfliegertruppe und seiner Flugplätze möglichst vollständig zu dokumentieren. Ihm ist es gelungen, mich für die Dokumentation der Geschichte des Flugplatzes Fritzlar zu gewinnen, auf dem ich mehr als 30 Jahre stationiert war. Die umfangreichen Recherchen insbesondere über die Zeit vor der Nutzung des Flugplatzes durch die Bundeswehr brachten Erkenntnisse zu Tage, die uns Soldaten vorher kaum oder gar nicht bekannt waren. Informationen aus jener Zeit sind auch der bereitwilligen Auskunft der Herren Klaus Leise und Clemens Lohmann aus Fritzlar zu verdanken. Die vorliegende Arbeit fasst alle Informationen über den Flugplatz zusammen, die mir durch die Auswertung von Materialien und Befragungen mit angemessenem Aufwand zugänglich waren. Dabei blieben zwangsläufig immer wieder Fragen offen, deren Beantwortung auch bei höherem Aufwand nicht sicher war. Ich rege die Leser an, zur Aufdeckung weiterer Geheimnisse der Geschichte aktiv beizutragen. Diese Dokumentation ist aus dem subjektiven Blickwinkel eines Fliegers verfasst worden und stellt bewusst diejenigen Elemente des Flugplatzes mit seiner Kaserne und den darin stationierten Truppenteilen in den Vordergrund, die unmittelbar mit dem Einsatz von Luftfahrzeugen verbunden sind. Andere Truppenteile kommen dabei zwangsläufig zu kurz, wobei deren Bedeutung am Gesamtmechanismus Flugplatz mit Flugbetrieb und Kaserne nicht unterbewertet werden soll. Diese Arbeit möchte ich als Geburtstagsgeschenk an das Kampfhubschrauberregiment 36, dem ich 17 Jahre angehört habe, zum 70sten Jubiläum seines Flugplatzes verstanden wissen. Ich widme diese Dokumentation meinem ersten Regimentskommandeur, Herrn Oberst a. D. Walter Lücke, der im 2. Weltkrieg als Pilot eingesetzt war, eine lange Kriegsgefangenschaft in Russland überstand, die Anfangszeit der Heeresfliegertruppe mit gestaltete und bis heute im hohen Alter die Verbindung zu den Fritzlarer Heeresfliegern mit großem Interesse hält. Zur Wiedergabe von Archivmaterial mit Darstellungen des Hakenkreuzes Das Hakenkreuz ist ein Symbol der nationalsozialistischen Epoche und seiner Institutionen. Seine Darstellung in Archivmaterial dient der historischen Korrektheit des Beitrages. Diese Dokumentation dient zu Zwecken der sicherheitspolitischen und militärhistorischen Bildung sowie der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens. Sie ist eine Informationsquelle in erster Linie für Heeresflieger sowie für andere interessierte Personen und nicht gedacht als Sympathieträger jeglicher neonazistischer Aktivitäten oder rechtsradikaler Gruppen. Gudensberg im November 2007 Jürgen Preuß 6

7 Vorwort des Herausgebers Kommandeur Kampfhubschrauberregiment 36 Der Zeitpunkt für die Veröffentlichung einer Dokumentation zur 70-jährigen Geschichte des Militärflugplatzes in Fritzlar hätte nicht besser gewählt werden können. Nicht nur der ursächliche Anlass des 70-jährigen Bestehens als solcher, sondern auch das in 2007 erreichte 50-jährige Jubiläum der Fritzlarer Heeresfliegertruppe verdienen der Aufarbeitung und Würdigung. Zudem zeigt das Werk in einer Phase der grundlegenden Neuausrichtung der Fritzlarer Heeresflieger, die zukünftig im Rahmen der internationalen Verpflichtungen Deutschlands gemeinsam mit anderen Truppenteilen weltweit eingesetzt werden können, die Entwicklungsgeschichte einer nunmehr abgeschlossenen Ära auf, die seit Aufstellung der Bundeswehr die eigene Landesverteidigung zum Schwerpunkt hatte. Diese Dokumentation ist keine alles erschöpfende, wissenschaftliche Abhandlung der Flugplatzgeschichte. Vielmehr ist sie eine umfassende, chronologisch geordnete Wiedergabe von Zeitzeugnissen in Wort und Bild. Beim Lesen fühlt man sich in die jeweilige Zeit hinein versetzt, erinnert sich möglicherweise an das eigene Erleben oder Beobachten und erkennt sich gar selbst als Zeitzeuge wieder. Eine sehr lebendige wechselvolle Geschichte wird deutlich. Die Lektüre dieser Arbeit empfiehlt sich daher einem Publikum, das sich für die Historie der Fritzlarer Garnison im Allgemeinen und für wichtige lokale Ereignisse in der Geschichte der stationierten fliegenden Truppenteile im Besonderen interessiert. Die vorliegende Entwicklungsgeschichte des Flugplatzes ist vor allem das Ergebnis vielfältiger Bemühungen und Aktivitäten. Alle, die sich hier gewinnbringend in den Gestaltungsprozess eingebracht haben, verdienen den Dank und die Anerkennung der heutigen Nutznießer. Insbesondere sei an dieser Stelle Herrn Klaus Leise vom Fritzlarer Geschichtsverein gedankt, der in mühevoller, engagierter Arbeit umfangreiche Materialien der Phase 1935 bis 1945 aus Archiven, Behörden und vor allem von Zeitzeugen im In- und Ausland zusammengetragen hat. In gleicher Weise verdienstvoll sind aber auch die darauf aufbauenden weiterführenden Recherchen und die Fertigstellung dieser Dokumentation. Dem Autor und seinen Helfern seien Lob und Dank ausgesprochen. Lothar Kraß Oberst 7

8 Danksagung Für ihre hilfreiche Unterstützung, ohne die diese Dokumentation nicht hätte realisiert werden können, danke ich folgenden Personen und Institutionen sehr herzlich: Wolfgang Pech, Oberstleutnant a. D. Archiv und Geschichtsverein der Stadt Fritzlar Klaus Leise Dr. Johann-Henrich Schotten Kampfhubschrauberregiment 36, Fritzlar Wolfgang Eifler, Oberstleutnant Ralf Köster, Oberstleutnant Luftbewegliche Brigade 1, Fritzlar Andi Gerlach, Oberstleutnant Herbert Kuttich, Hauptmann Maja Sell, Kasernenfotografin Clemens Lohmann Edgar Farin, Hauptmann Frank Walden, Hauptmann Uwe Klein, Oberst Hubert Raulf, Oberstleutnant Peter Sztykowski, Oberstleutnant Deutsch-Französisches Heeresfliegerausbildungszentrum TIGER, Le Luc Horstmar Bussiek, Oberst Francois Hesse, CBA Heeresfliegerwaffenschule, Fachmedienzentrum, Bückeburg HBM, Regionalniederlassung Nord, Fritzlar Gemeinschaft der Heeresflieger, Fritzlar Horst Krink, Hauptmann a. D. Richard Klapp, Hauptmann a. D. Militärgeschichtliches Forschungsamt, Potsdam Hauptmann Berger Asklepios Fachklinik Fürstenhof, Bad Wildungen Maritim Badehotel, Bad Wildungen Bundespräsidialamt, Büro Bundespräsident a. D. Walter Scheel, Berlin Martin Drewes, Major a. D. der Reichsluftwaffe, Brasilien Friedrich Döring Förster Dieter Wölling Dr. Elisabeth Kellner Konrad Hanses, Hptm a. D. Rolf Krüger Dieter Mangold Heinz Freudenstein Angelika Mazur Wolfgang Hofmann 8

9 Abkürzungsverzeichnis A 10 II Attack, Erdkampfflugzeug der Firma Fairchild, Version: 10 II a. D. außer Dienst ACE Allied Command Europe ACR Armored Cavalry Regiment (Panzeraufklärungsregiment) AIS Aeronautical Information Service (Fluginformationsdienst) Al II Alouette II AMF (L) ACE Mobile Force (Land) AMX 13 Atelier de Construction d'lssy-les-moulineaux leichter französischer Spähpanzer, Version 13 Befh Befehlshaber BM Bundesminister BMVg Bundesministerium für Verteidigung BO 105 Bölkow-Hubschrauber, Version 105 BrigGen Brigadegeneral C5 A Cargo (Last) Großraumflugzeug der Firma Lockheed, Version 5A CAT Computer Assisted Training (Computer unterstützte Ausbildung) CPT Cockpit Procedure Trainer D/F HFlgAusbZ Deutsch/Französisches Heeresflieger-Ausbildungs-Zentrum DDR Deutsche Demokratische Republik Do Dornier D.R.d.L.u.Ob.d.L. Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe (Hermann Göring) ETHF Internationale Flugplatzkennung für den Heeresflugplatz Fritzlar: E: Nordeuropa, T: deutsche Militärplätze, H: Heer, F: Fritzlar FG Fighter Group (Kampfflugzeug-Gruppe) FMS Full Mission Simulator FTZ FRITZLAR F 104 Fighter, Abfangjäger der Firma Lockheed, Version 104 G.-F.-K. Georg-Friedrich-Kaserne Geb. Gebäude Gefr Gefreiter Gen General GeoPhysBerSt Geophysikalische Beratungsstelle GPS Global Positioning System H 21 aus HRP-2 abgeleitete Typenbezeichnung der Firma Piasecki H 34 United States Army-Helicopter der Firma Sikorsky, Version 34 He Heinkel HF Hubschrauberführer HFlgBtl Heeresfliegerbataillon HFlgKdo Heeresfliegerkommando HFlgRgt Heeresfliegerregiment HFlgStff Heeresfliegerstaffel HFlgTrspStff Heeresfliegertransportstaffel HFw Hauptfeldwebel HIND NATO Bezeichnung, Hirschkuh HNA Hessische Niedersächsische Allgemeine Zeitung 9

10 HOT Haut subsonique Optiquement Téléguidé (hoher Unterschallbereich optisch ferngelenkt) Hptm Hauptmann HQ Headquarter (Hauptquartier, Gefechtsstand) HS 30 Hispano Suiza, (leichter Schützenpanzer, Version 30) I./KG 54 I. Gruppe / Kampfgeschwader 54 ISAF International Security Assistance Force Ju Junkers KdF Kraft durch Freude (nationalsozialistisches Freizeitprogramm) Kdr Kommandeur KFOR Kosovo Force KG 54 Kampfgeschwader 54 KMNB Kabul Multinational Brigade KSE (Vertrag über) Konventionelle Streitkräfte in Europa KSZE Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa LBwglBrig Luftbewegliche Brigade LDNS Leichtes Doppler-Navigationssystem lehflgtrsprgt leichtes Heeresfliegertransportregiment LFK Lenkflugkörper Lfz Luftfahrzeug L.K.K. Luft Kreis Kommando LMechBrig Luftmechanisierte Brigade LS Luftschutz LTH Leichter Transporthubschrauber LÜB (Hubschrauberführer mit) Lehr- und Überprüfungsberechtigung Maj Major MdB Mitglied des Deutschen Bundestages Me Messerschmitt Mi 24 Kampfhubschrauber der Firma Mil, Version 24 MTH Mittlerer Transporthubschrauber NATO North Atlantic Treaty Organization NDB Non Directional (Radio) Beaken, (ungerichtetes Funkfeuer) NJG Nachtjagdgeschwader NL Niederlande OBefh Oberbefehlshaber Oberstlt Oberstleutnant OFähnr Oberfähnrich OFw Oberfeldwebel OGerfr Obergefreiter OLt, Obltn Oberleutnant OTL Oberstleutnant P 47 Procofieff / Republic (US-Jagdflugzeug, Version: 47) P 66 Pembroke Percival (Version: 66 Pembroke) PAH 1 Panzerabwehrhubschrauber (Version: 1) Pkw Personen-Kraftwagen PzGrenBtl Panzergrenadierbataillon RAD Reichsarbeitsdienst 10

11 REFORGER Return of Forces to Germany R.L.M. Reichs Luftfahrt Ministerium SFOR Stabilization Force StFw Stabsfeldwebel StOSanZ Standortsanitätszentrum StOÜbPl Standortübungsplatz StUffz Stabsunteroffizier Stuka Sturzkampfbomber T 34 Tank (russisch für Panzer) Version: 34 TMA Terminal Control Area (Nahverkehrsbereich) TWR Tower (Kontrollturm) Uffz Unteroffizier UH 1D Utility Helicopter der Firma Bell(Version: 1D) US United States (of Amerika) v. li. / re. von links / rechts VBH Verbindungshubschrauber Vertol Vertical take off and landing VIP Very Important Person (Hochgestellte Persönlichkeit) VLF Verantwortlicher Flugzeugführer WP Warschauer Pakt 4-mot 4-motorig 11

12 : Vor dem Zweiten Weltkrieg Vorgeschichte und Bau des Flugplatzes Fritzlar basieren auf dem Gesetz über den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935, in dem Adolf Hitler seinem Luftfahrtminister, Hermann Göring, befahl, unter Missachtung des Versailler Vertrages von 1919, aus Teilen der damaligen Reichswehr eine Luftstreitkraft für das neue nationalsozialistische Deutschland aufzubauen. In der Folge wurde die Luftwaffe neben Heer und Kriegsmarine als Teil der Wehrmacht aufgestellt. Aus dieser Entscheidung ergab sich ein dringender Bedarf zum Bau zahlreicher neuer Flugplätze. Die Wahl fiel auch auf die Ederniederung vor den Toren von Fritzlar. Die kleine Stadt in Nordhessen war seit 1802 Garnisonsstadt und Standort von Artillerieverbänden, die in der Watter- Kaserne am Nordrand der Kernstadt untergebracht waren. Spekulationen, denen zufolge Fritzlar ausgewählt wurde, weil Hermann Göring in der Nähe eines geplanten Luftwaffenhauptquartiers in Bad Wildungen einen Flugplatz haben wollte, sind plausibel, konnten aber nicht schlüssig belegt werden. Auf jeden Fall war Fritzlar schon 1925 für den Deutschlandflug als Notlandeplatz vorgesehen worden. Gemeint war damals allerdings der Exerzierplatz im Nordosten von Fritzlar an der Kasseler Warte. Dieses völlig ebene Gelände mit Grasnarbe und Binsensträuchern wurde auch in den Nachrichten für Luftfahrer vom als Notlandeplatz veröffentlicht. 12

13 Warum die Entscheidung für das Gelände im Süden Fritzlars gefallen war, kann nicht eindeutig belegt werden. Für die Standorte der neuen Fliegerhorste wurden damals auch wegen des hohen Geländebedarfs oft kleine Gemeinden in dünn besiedelten Landstrichen ausgewählt. Der Kartenausschnitt von 1927 zeigt den Exerzierplatz im Nordosten der Stadt und im Süden den Bereich um die Auewarte für den neuen Fliegerhorst. Den Landwirten aus Zennern wurde in der Folge das benötigte Bauland im Enteignungsverfahren abgekauft, und man begann rasch mit den Baumaßnahmen. Es entstanden Kommandantur, Flugzeughallen, Werkstätten, Flugleitung, Munitions- und Tanklager, Unterkünfte, Wirtschaftsgebäude und weitere Betreuungseinrichtungen. Die Aufstellung der Fliegerhorstkommandantur wird zum befohlen. Neben Gatow und Lechfeld werden nur noch in Fritzlar Leimbinder für die weit gespannten Dachkonstruktionen einiger Flugzeughallen verwendet, die heute unter Denkmalschutz stehen. 13

14 Zu Beginn der Bauarbeiten im Jahre 1935 musste die Auewarte ihren Jahrhunderte behaupteten Platz auf dem Areal westlich von Zennern räumen. Der aus Feldsteinen gemauerte mittelalterliche Rundturm war Teil eines Systems gleichartiger Warten, im Raum Fritzlar Niederwildungen, die dazu dienten, herannahende Truppen rechtzeitig zu bemerken und sich gegenseitig durch Feuer oder Rauchzeichen zu verständigen. Schon während der Bauphase wurden die ausgedehnten Grasflächen von Flugzeugen genutzt. So zum Beispiel am 18. September 1936, als Adolf Hitler mit seinem Gefolge nach der Teilnahme an einer Militärparade auf der Großenengliser Platte mit mehreren Transportflugzeugen vom Typ Junkers Ju 52 von Fritzlar aus abflog. Adolf Hitler vor dem Abflug auf dem Flugfeld bei einer Ehrenformation. 14

15 Die Parade endete mit dem Überflug einer Fliegerstaffel, die zu diesem Zweck auf das Fritzlarer Flugfeld verlegt worden war. Im Hintergrund ist das Höhengelände des Fritzlarer Stadtwaldes bei Kleinenglis zu erkennen. Richtfest auf dem Flugplatz wurde am 17. September 1937 gefeiert. Das Festplakat zeigt erstmals ein stilisiertes Kasernengebäude vor der typischen Fritzlarer Stadtsilhouette, die später immer wieder als Hintergrund für Fotos dienen sollte. Über der Stadt erscheinen in dieser Darstellung auch erstmals Luftfahrzeuge, die in der Folgezeit zu Fritzlars Stadtbild gehören sollten wie der Fritzlarer Dom. Schon während der Bauphase waren auf dem Flugplatzgelände Kampfpiloten stationiert, die wegen noch fehlender Gebäude in Baracken und Zelten untergebracht waren. 70 Jahre später, am 27. März 2007, wird auf dem Flugplatz wieder Richtfest gefeiert. Dieses Mal für die Neubauten der Flugzeughallen 8a und 8b, die später die neuen Kampfhubschrauber TI- GER aufnehmen sollen. Parallel zu den Baumaßnahmen wurde das fliegende Personal an der Hanseatischen Fliegerschule e.v. - eine Tarnbezeichnung zur Umgehung der Bestimmungen des Versailler Vertrages - in Faßberg, in der Lüneburger Heide, ausgebildet. 15

16 Aufstellung Kampfgeschwader 254 und 54 Totenkopf Aus der dort 1934 ebenfalls unter einer Tarnbezeichnung gebildeten Fliegergruppe Faßberg gingen in den folgenden Jahren bis 1939 mehrere Verbände hervor, die nach Umgliederungen, Umbenennungen und Verlegungen an andere Standorte die Bezeichnungen Kampfgeschwader (KG) 254 und KG 154 trugen. Die Geschwader bestanden jeweils aus einem Geschwaderstab und mehreren Gruppen. Von diesen Verbänden wurden zunächst Teile des KG 254 mit seiner III. (später I.) Gruppe nach Fritzlar verlegt. Am 01. April 1938 wird der Fliegerhorst offiziell in Dienst gestellt und die Kaserne nach dem Jagdfliegerpionier des 1. Weltkrieges Boelcke-Kaserne benannt. Appell III./ KG 254 im Frühjahr 1938, im Hintergrund Junkers Ju 86 und Ju W 34 16

17 Vom März 1939 verlegt die I./KG 254 mit dem Einmarsch deutscher Truppen in die Tschechoslowakei und der Errichtung des Reichsprotektorats Böhmen und Mähren von Fritzlar nach Prag- Lednany und führt von dort aus mit ihren He 111 Propagandaflüge über dem Schutzgebiet durch. Der inzwischen in Fritzlar aufgestellte Geschwaderstab und die fliegende Gruppe werden im Mai 1939 in Stab KG 54 und I./KG 54 umbenannt. Das Geschwader erhält den Zusatz Totenkopfgeschwader und verfügt zu diesem Zeitpunkt über insgesamt 45 Standardbomber Heinkel He 111 P. Das linke Foto ist aus dem alten TWR-Gebäude heraus aufgenommen worden und zeigt die unbeschädigte Halle 2. Wegen der Tarnung der Hallentore stammt es vermutlich aus der Zeit der zweiten Hälfte des Krieges. Im Hintergrund ist der im Westen des Platzes gelegene Höhenzug des Fritzlarer Stadtwaldes mit Hopfenberg und Büraberg zu erkennen. 17

18 Die Kommandeure der in Fritzlar stationierten Verbände im Jahre 1939: Oberst Lackner OTL Höhne Oberst Feudel Kommodore KG 54 Kdr. I./KG 54 Fliegerhorstkommandant OTL Otto Höhne war im Ersten Weltkrieg Jagdflieger und seitdem mit dem Fliegerkameraden Hermann Göring befreundet. Mit seiner Familie wohnte er als Kommandeur I./KG 54 in Fritzlar im Kommandeurshaus, dem heutigen Gebäude 33. Die Familie wurde in Fritzlar mehrfach von Reichsminister Göring besucht. Es wurde Skat gespielt und mancher Schluck getrunken berichtet Höhnes Sohn Joachim. Bombenabwurfgelände bei Rothelmshausen Mit nein werden interessierte Leser die Frage der HNA am (rechts) beantwortet haben. In den Akten der Fritzlarer Revierförsterei in Rothelmshausen gibt es jedoch einen Hinweis, der die frühere Nutzung des 6 ha großen Waldstücks 41C (Kartenausschnitt) als Ehemaliges Zielgebiet für Bombenabwurf durch Stukas belegt. Ab Ende der 30er Jahre gab es die Ju 88, die für den Sturzkampfangriff geeignet war. Wenn dieser Typ auch nicht ständig in Fritzlar stationiert war, so waren Teile des KG 54 mit dem Bomber ausgerüstet und haben vermutlich dort geübt. 18

19 : Während des Zweiten Weltkrieges Kriegsstationierungen KG 54 Mit Beginn des 2. Weltkrieges, im September 1939, verlegte der Stab KG 54 zur Vorbereitung auf den Westfeldzug von Fritzlar nach Gütersloh und wenig später nach Münster-Handorf. Die I./KG 54 verlegte nach Lippspringe. Im Verlauf des Krieges war die I./KG 54 unter anderem in Evreux westlich Paris zum Luftkrieg gegen England stationiert. Der Russland-Feldzug wurde unter anderem vom Flugplatz Dnjepropetrowsk nördlich der Krim unterstützt. Im Mittelmeerraum wurden von Catania auf Sizilien sowie Timpakion und Iraklion auf Kreta britische Geleitzüge und Ziele in Nordafrika bombardiert. Weder der Stab KG 54 noch die I. Gruppe kehrten während des Krieges an ihren Heimathorst Fritzlar zurück. Teile der I./KG 54 schulten ab September 1944 in Giebelstadt auf den neuen Düsenjäger Me 262 um und wurden umgehend unter starken Verlusten in der Reichsverteidigung eingesetzt, bevor sich die Gruppe bei Prag auflöste : Außenstelle der Junkers Flugzeugwerke Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde es für deutsche Rüstungsunternehmen notwendig, über redundante Test- und Produktionseinrichtungen zu verfügen. In diesem Zusammenhang wurde der seit Ende 1939 fast verwaiste Fritzlarer Flugplatz mit seinen Flugzeughallen ab August 1941 als Ausweichbetrieb der Junkers Flugzeugwerke Dessau genutzt. Er wurde zunächst mit der Bezeichnung Junkers Änderungshorst Fritzlar auf Instandsetzung von Flugzeugen der Luftwaffe und Rüstungsproduktion von Flugzeugkomponenten umgestellt. Mit zunehmender Auslastung und Erschöpfung der Kapazitäten der Werke Dessau und Bernburg sowie steigender Bedrohung durch Luftangriffe gewann Fritzlar immer mehr an Bedeutung für die Junkerswerke. Der Kasernen-Lageplan aus dem Jahr 1943 zeigt neben 7 Flugzeughallen einen Sportplatz im Bereich des heutigen Heizwerkes und im Bild links oben jenseits der Bundesstraße 3 einen Komplex mit Wohnbaracken für osteuropäische Arbeitskräfte. 19

20 Junkers Ju 352 Herkules Im Laufe des Jahres 1943 wurden Erprobung, Produktionsvorbereitung und der Auftrag zur Serienfertigung des neuen Transportflugzeugs Ju 352 Herkules von Bernburg nach Fritzlar verlegt. Die Ju 352 war eine Vereinfachung der Ju 52-Weiterentwicklung Ju 252 und sollte die Transportprobleme der Wehrmacht entschärfen. In Fritzlar erfolgte am 01. Oktober 1943 mit dem Erstflug des Prototyps Ju 352 V-1 die Flugerprobung der Herkules. Danach begann im Flugzeugbau Zweigwerk Fritzlar die Serienfertigung. Ju 352 V-1 vor dem Erstflug, im Hintergrund links Halle 5 und rechts Halle 6 In der Werft (Halle 3) des Flugplatzes erfolgt die Endmontage. Wegen der Materialund Energieverknappung im Laufe des Krieges wird die Ju 352 ausschließlich mit heimischen Rohstoffen in einfacher Holz- Stahlrohrbauweise konstruiert und produziert. Auf dem Flugplatz arbeiten zu dieser Zeit bis zu 1000 Männer und Frauen: Fachkräfte von Junkers, Arbeitskräfte des RAD und Menschen aus unterschiedlichen europäischen Ländern. Zwischen November 1943 und Oktober 1944 werden 44 Flugzeuge fertig gestellt. Die Produktion wird danach jedoch wegen Materialmangels eingestellt. 20

21 Unter den Beschäftigten war auch Max Barta, ein sudetendeutscher Künstler, Werbeund Gebrauchsgrafiker, der später Rübezahl vom Wartberg genannt wurde. Barta wurde kriegsbedingt als Techniker zu den Dessauer Junkerswerken und 1942 zur Außenstelle nach Fritzlar zwangsverpflichtet. Hier lernte er seine Frau Antonnie kennen, mit der er nach dem Krieg in einem kleinen Haus am Südhang des Wartbergs bei Kirchberg ein Künstleratelier mit Ausschank betrieb. Es wird berichtet, dass Barta häufig Themenwagen für Karnevalsumzüge dekoriert hat. Das Haus am Wartberg ist in topographischen Karten mit der Bezeichnung Rübezahl dargestellt. Die Familie A. Ludwig aus Fritzlar betreute in späteren Jahren die Bartas, ihr Haus wurde in den Besitz der Diakonie als Freizeiteinrichtung für Jugendliche überführt. 17. Mai 1943 Eder-Flutkatastrophe Im Mai 1943 erschüttert ein spektakulär dramatisches Kriegsereignis das untere Edertal und seine Menschen. In der Nacht auf den 17. Mai greifen britische Lancaster-Bomber mit Rollbomben die Möhne-, Sorpeund Eder-Staumauern im Tiefflug an. Die Eder-Sperrmauer wird nach einem etwa eine Stunde dauernden Angriff um 02:12 Uhr getroffen. Durch eine 70 Meter breite und 20 Meter tiefe Lücke ergießen sich die Wassermassen in das Edertal. Die Ortschaften von Hemfurth bis hin in den Raum Kassel werden verwüstet oder schwer beschädigt. 47 Menschen kommen in den Fluten ums Leben. Die militärtechnische und fliegerische Meisterleistung bleibt trotz der angerichteten Schäden an Straßen, Brücken und Bahnlinien jedoch für den Krieg ohne entscheidende Auswirkungen. 21

22 Auf dem 20 km Eder abwärts gelegenen Flugplatz fällt gegen 04:30 Uhr der Strom aus, als die Kaserne von den Fluten in eine etwa einen Meter tiefe Seenlandschaft verwandelt wird. Die rechtzeitig alarmierten Arbeitskräfte der Junkerswerke flüchten sich in die oberen Etagen ihrer Wohnblocks und beobachten die dramatischen Ereignisse. Bis etwa gegen Mittag strömt ein Nebenarm der Eder mit hoher Geschwindigkeit am Gebäude 16 vorbei (heute Bw-Fuhrpark Service GmbH) in Richtung auf das Zennerntor. Auch das Stabsgebäude mit seinem charakteristischen Türmchen steht mit dem Erdgeschoss im Wasser. 22

23 An der zu dieser Zeit noch intakten Halle 6, die auf dem folgenden Foto mit Tarnung zu erkennen ist, strömt ebenfalls ein reißender Nebenarm der Eder vorbei. Die Aufnahme wurde aus einem der Südfenster des heutigen Stabsgebäudes der Luftbeweglichen Brigade fotografiert. Links im Hintergrund ist das Zennern-Wäldchen, am rechten Bildrand Gebäude 16 zu erkennen. Im Barackenlager vor der Kaserne werden ausländische Arbeiter der Junkerswerke mit Schlauchbooten der Kommandantur in Sicherheit gebracht. Auf diesem Gelände befindet sich heute der Großparkplatz an der B 3. Im Hintergrund sind von links die Gebäude 43, 25 und 42 zu erkennen, unmittelbar davor der Straßendamm der B 3. Am Nachmittag können die verschlammten Erdgeschosse wieder erreicht werden und abends befahren wieder Lkw das Areal, um Hilfsmaßnahmen zu erledigen. 23

24 Die folgende Luftaufnahme eines britischen Höhenaufklärers ist eine Rarität. Sie zeigt den Flugplatz im Mai 1943 nach Ablaufen der Wassermassen. Die Eder am oberen Bildrand führt noch Hochwasser. Das Foto ist das einzige, auf dem alle ursprünglich gebauten Flugzeughallen zu erkennen sind, insbesondere auch die Halle 1 links unten, von der sonst keine andere Fotografie bekannt ist. Die Produktion der Ju 352 bei Junkers wird durch die Aufräumarbeiten auf dem Flugplatz lediglich um einige Wochen verzögert. Dauerhafte Schäden gibt es nur bei Leichtbau-Gebäuden und Baracken. Zustände auf den Heimathorsten Während der Kriegsjahre wurde der Fritzlarer Flugplatz in seiner eigentlichen Funktion als Heimatfliegerhorst zur Ausbildung und Vorbereitung fliegender Verbände nicht mehr genutzt. Wie es auf solchen Flugplätzen in der Etappe zeitweise zugegangen sein mag, verdeutlicht der Beschwerdebrief des Kommodores des Jagdgeschwaders JG Schlageter Nr. 26, Oberstleutnant Adolf Galland, vom 01. Oktober 1941: Bei Dienstflügen ins Reichsgebiet wurden auf den Heimathorsten Zustände angetroffen, deren Abstellung im Sinne der militärischen Disziplin und Manneszucht dringend erforderlich scheint: 1. Durchweg wird jede Landung eines fremden Flugzeuges als ruhestörend und lästig empfunden. 2. Das Starthilfs- und besonders das Tankpersonal wird an Faulheit und unmilitärischem Auftreten nur noch vom Flugleitpersonal überboten. 24

25 3. Öl wird grundsätzlich nicht an der Tankstelle, sondern in einer entfernten Halle bereitgehalten. Nach Uhr ist die Halle verschlossen. 4. Das Personal der Flugleitung macht den Eindruck einer Hilfspolizei: Wenn Sie da noch mal mit Ihrer Mühle lang rollen, is ihr Schein weg! Ehrenbezeugungen sind hier völlig außer Kurs geraten. 5. In den Wetterdienststellen gewinnt man den Eindruck, man sei in einem KdF- Reisebüro. Beim Streckenwetter ist fast ausschließlich Pessimismus zu erwarten. Der Meteorologe vom Dienst ist grundsätzlich dagegen und rät nach Rückfrage bei der Wetterleitstelle ab. Die nicht unmittelbar beteiligten Hilfsmeteorologen bitten um Autogramme oder knittern mit Stullenpapier. 6. Die Kontrolle der Flugbefehle liegt in den Händen des zivilen Tankpersonals: Ihren Flugbefehl muss ich seh n, sonst gibt s kein Benzin! 7. Bei Landungen nach Uhr harrt man vollkommen vereinsamt an der Tankstelle der Dinge. Adolf Galland ( ) wurde später General der Jagdfliegerkräfte der Reichsluftwaffe. Auch die beschaulich entspannte Weihnachtsrunde meist älterer Herren vermutlich der Fliegerhorstkommandantur im Kaminzimmer des Fritzlarer Offizierskasinos könnte in jene Zeit datiert werden. Das Kasino wurde außerhalb der Kaserne von überwiegend italienischen Arbeitskräften gebaut. 25

26 Drei Flugplätze bei Fritzlar Neben dem Fliegerhorst im Süden Fritzlars gab es auch noch das bekannte Grasgelände Fritzlar-Nord auf dem Exerzierplatz an der Kasseler Warte, das bis Kriegsende vermutlich als Hilfs- bzw. Scheinflugplatz diente. Seit 1944 gab es ostwärts davon eine Baustelle für eine neue, betonierte Start- und Landebahn, die in amerikanischen Quellen Fritzlar-Nord-eins bezeichnet wird. Diese Bahn mit einem Rollweg nach Fritzlar- Nord war vermutlich schon für die Einführung des Strahlflugzeugs Me 262 vorgesehen, das eine längere und vor allem betonierte Startund Landebahn benötigte. Zeitzeugenaussagen, Planungsgrundsätze für die Erweiterung von Fliegerhorsten und amerikanische Untersuchungen belegen diese Vermutung. Offen bleibt die Frage nach der Errichtung weiterer Bauwerke für den Betrieb eines Fritzlarer Nebenflugplatzes. Einen entsprechenden Baustab soll es bereits 1939 gegeben haben. Zu dieser Zeit wurden Piloten der ehemals in Fritzlar stationierten I./KG 54 auf dem Flugplatz Giebelstadt südlich Würzburg auf das neue Wunderflugzeug umgeschult. Luftschutzbunker nördlich der Eder Für den Fliegerhorst gab es lange Zeit keinen besonderen Luftschutzbunker. Noch im Mai 1943 begaben sich die Angehörigen der Junkerswerke nach dem Fliegeralarm im Zusammenhang mit dem Angriff auf die Edertalsperre in die entsprechenden LS-Keller ihrer Gebäude und nicht in einen gesonderten Bunker. Einen solchen hat es jedoch später gegeben, denn im Oktober 1944 werden alle Soldaten und Zivilisten in einem Kommandanturbefehl belehrt, bei Fliegeralarm sofort den Horst zu verlassen und auf dem überdachten Zugang den für das Militär vorgesehenen Stollen / LS-Bunker jenseits der Eder aufzusuchen. Dieser befand sich also nördlich der Eder am heute stark verbuschten Südhang des Roten Rains und war über eine Holzbrücke zu erreichen. September 1944: III. Gruppe/Nachtjagdgeschwader 1 (NJG 1) Die mit dem Ende der Produktion der Junkerswerke wieder verfügbaren Kapazitäten des Flugplatzes wurden von September 1944 bis März 1945 durch die III. Gruppe NJG 1 genutzt. Die Gruppe kam vom Flugplatz Ailertchen im Westerwald und war in dieser Zeit mit Messerschmitt BF 110G und 5-8 Junkers Ju 88G ausgerüstet. Der seit Mitte 1944 einsetzende Mangel an Flugbenzin führte Anfang 1945 neben anderen Fliegerwaffenschulen auch an der Nachtjagdschule zur Einstellung der Ausbildung. Die Staffeln der Schule wurden nach und nach in die Einsatzgeschwader eingegliedert. So kommt die 6. (oder 9.) Staffel NJG 101 (Schule) noch im März 1945 nach Fritzlar. 26

27 Das obere Foto zeigt einen von den Deutschen in Halle 5 zurück gelassenen Nachtjäger Me BF 110G Anfang April 1945 unmittelbar nach der Einnahme des Flugplatzes durch amerikanische Truppen. Die Maschine ist mit einem Lichtenstein-Radargerät, dessen Antenne am Bug Hirschgeweih genannt wurde, ausgerüstet. In Fritzlar lag die Gruppe lediglich in Bereitschaft für Einsatzaufträge im Rahmen der Großraum-Nachtjagd, es wurden keine Einsätze mehr geflogen. Die Gruppe verlegte im November 1944 nach Paderborn, ein kleines Kommando blieb bis Mitte Februar 1945 in Fritzlar. Junkers Ju 88 C6 Letzter Kommandeur der III. Gruppe des NJG 1 war Major Martin Drewes (rechts). Er war ein Fliegerass des Krieges mit 50 Luftsiegen gegen amerikanische und britische 4-Mot-Bomber. Drewes wurde mit Ritterkreuz und Eichenlaub ausgezeichnet. Er lebt heute, 88 Jahre alt, in Blumenau, Brasilien und berichtet in einem Brief vom : 27

28 Wir waren mit meiner Gruppe auf dem Fritzlarer Flugplatz stationiert, wobei die fliegenden Besatzungen in Bad Wildungen untergebracht waren, ich glaube im Parkhotel, damit wir mal etwas Ruhe bekamen und vor Luftangriffen auf den Flugplatz einigermaßen sicher waren, mit denen wir jederzeit rechnen mussten. Er erinnert sich weiter an den Fritzlarer Flugplatz: Ja ja, die schöne Tafel am Eingang der Wetterwarte: Das Wetter und die Launen einer Frau, im Voraus bestimmen, das kann keiner ganz genau. Martin Drewes im Jahre 2003 Das rechte Foto wurde in der Fritzlarer Wetterstation im alten Towergebäude (Gebäude 2) aufgenommen. Es zeigt den Wetterfunker Ernst Haug an seinem Arbeitsplatz. Das Datum der Aufnahme konnte nicht mehr festgestellt werden. Adjutant der III./NJG 1 war damals im Dienstgrad eines Oberleutnants der spätere FDP Politiker, Außenminister und Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland ( ) Walter Scheel, der bei fliegerischen Einsätzen als Beobachter und Bordschütze eingesetzt wurde. Major Drewes (links) mit seinem Adjutanten Oberleutnant Walter Scheel (Ort unbekannt) 28

29 Auf eine Anfrage zur Geschichte des Flugplatzes antwortet Walter Scheel dem Fritzlarer Stadtarchivar Clemens Lohmann am 14. Mai 1998: Hannes Trautloft, Generalleutnant a. D. ( ) schreibt über Oberleutnant Scheel: Walter Scheel war unter seinen Fliegerkameraden wegen seiner stets treffenden und witzigen Kommentare, auch in ernsten Situationen, sehr beliebt. Folgende Scheel-Anekdote wird überliefert: In den letzten Kriegstagen lag die Zukunft dunkler denn je vor den deutschen Fliegern, als ihr Kommandeur Drewes mit seinen Nachtjägern in gedrückter Stimmung zusammen saß und sie auf Nachrichten warteten, von denen sie wussten, dass sie schlechter nicht werden konnten. Ein richtiges Gespräch kam nicht auf. Ab und zu versuchte mal einer, sich in das Dunkel der Zukunft vorzutasten, in der Hoffnung, ein anderer würde helfend weiter sprechen, als Walter Scheel zukunftsgläubig sagte: Ich wette mit Euch, dass ich bald wieder einen 5-Liter-Wagen fahre! 29

30 : Nachkriegszeit Als Nachkriegszeit wird die Zeit bis zur Aufstellung der Bundeswehr verstanden Amerikanische Truppen in Fritzlar 404 th, 365 th, 366 th und 27 th Fighter Group Ende März 1945 gehen amerikanische Verbände der 9 th US Infantry Division mit dem 60 th Armored Infantry Battalion von Süden her aus Richtung Kalbsburg auf Fritzlar vor, besetzen nach kurzen Gefechten am 30. März den Flugplatz, nehmen am 1. April die Stadt ein und setzen den Angriff Richtung Kassel fort. (Prinzipskizze auf S. 131) US Fahrzeugkolonne hinter Halle 5 in Deckung. Am linken Bildrand ist Halle 2 und rechts daneben der Rundbau der Halle 4 zu erkennen. An den Hallentoren der Halle 5 ist deutlich die Tarnbemalung mit Häuserfassaden zu sehen. Den Amerikanern fallen mit der Einnahme des Flugplatzes viele deutsche Flugzeuge in die Hände, die wegen Benzinmangels nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten. Zurückgelassene deutsche Nachtjäger Me BF 110 vor Fritzlarer Silhouette 30

31 Am 12. und 13. April 1945 verlegt die US Luftwaffe erste Teile der 404 th Fighter Group (FG) aus Kelz und der 365 th FG Hell Hawks aus Aachen mit ihren P 47 Thunderbolt Kampfflugzeugen auf den nur wenig zerstörten Flugplatz, um die Kämpfe der US Bodentruppen aus der Luft zu unterstützen. Der Sockel für den Fahnenmast (Foto rechts) befand sich an etwa derselben Stelle, an der auch heute noch die Bundesdienstflagge im Bereich der Hauptwache am Stabsgebäude aufgezogen wird. Der Gitterturm und die Antennenanlage waren hinter dem Stabsgebäude und Geb. 42 errichtet worden (unten). 31 Die Zuordnung der amerikanischen Flaggenparade (links) zu einem bestimmten Platz innerhalb der Kaserne fiel zunächst schwer, weil auf dem Foto keinerlei bekannte Anhaltspunkte zu erkennen waren. Erst durch die Auswertung einer Postkarte aus der Zeit der französischen Besatzung in Fritzlar ab 1951 konnte das Problem gelöst werden. Der Zweck des Turms ist unbekannt. Die Antennenanlage mit den zwei Gittermasten gehört vermutlich zu einem NDB- Funkfeuer zur Flugnavigation. Eine fast identisch aussehende Anlage stand viele Jahre im Bereich des alten Munitionslagers am Südrand des Flugplatzes.

32 Die amerikanischen Soldaten der 404 th Fighter Group waren nach zahlreichen Kriegsstationierungen auf Feldflugplätzen und in Zeltlagern nun in Fritzlar über die fast luxuriösen Einrichtungen des Flugplatzes hoch erfreut: Wunderbare Flugzeughangars, Dienstgebäude und Unterkünfte mit elektrischem Licht, Heizung und sogar Duschen mit warmem Wasser, eine so luxuriöse Basis hatten die Hell Hawks seit ihrem Eintreffen in Europa nicht gehabt, berichtete ein US Soldat. Bis zum 07. Mai 1945 flogen die Amerikaner von Fritzlar aus noch Angriffe gegen deutsche Truppen in den Raum Leipzig, Dessau und Harz, als die Nachricht von der Kapitulation der deutschen Wehrmacht die 404 th FG in Fritzlar erreichte: (Übersetzung des Fernschreibens auf Seite 134) Damit bei der Siegesfeier nicht allzu viel Unheil passieren konnte, wurden alle Handfeuerwaffen eingezogen, bevor den Soldaten die Neuigkeit mitgeteilt wurde. 32

33 In den folgenden Wochen richteten sich die amerikanischen Flieger auf dem Flugplatz für zunächst unbekannte Dauer ein, organisierten den Flugbetrieb für zwei fliegende Gruppen mit nahezu 100 Flugzeugen und absolvierten Überwachungs-, Kontroll- und Transportflüge in dem ihnen zugewiesenen Einsatzgebiet. Auf dem nächsten Foto sind zahlreiche P 47 Thunderbolts der 404 th FG aus Halle 2 heraus abgebildet worden; links oben ist das alte Towergebäude, rechts daneben Halle 4, im Hintergrund der Harler Berg und rechts davor Zennern zu erkennen. Wegen der eingeschränkten Sicht der Piloten durch die langen Flugzeugmotoren liegt beim Rollen jeweils ein Einweiser auf der linken Tragfläche (Foto Mitte). Donnerkeile vor der Werfthalle 3 33

34 Auch für die Flugzeugwartungs- und Instandsetzungseinheiten werden optimale Bedingungen für ihre Arbeit angetroffen, wie auf dem nächsten Foto in der Halle 3. Das untere Foto zeigt neben dem Flugleitungsgebäude die stark beschädigte Halle 2, die später abgerissen wurde. Es ist nicht bekannt, wann das geschehen ist. Auch über die Zerstörung und die Beseitigung der Hallen 1 und 6 konnten keine verlässlichen Informationen erhalten werden. Da die Amerikaner im Bereich dieser Hallen weder Bombentrichter noch Reste von Granaten finden konnten, kann angenommen werden, dass die letzten deutschen Soldaten versucht haben, sie vor Aufgabe des Platzes durch Sprengen zum Einsturz zu bringen. Für die übrigen Hangars war dafür möglicherweise keine Zeit mehr oder es fehlten die Mittel. 34

35 Zu dieser Zeit gab es auf dem Platz noch keine Betonlandebahn. Der Flugbetrieb der deutschen Verbände erfolgte auf gewalzten Grasflächen. Amerikanische Pioniere befestigten eine lange Piste für die P 47 Kampfflugzeuge quer über den Flugplatz mit emergency-wire-matting / Pierce-Planking, mit gelochten Metallplatten. Das Negativ einer Luftaufnahme aus etwa dieser Zeit zeigt diese Pisten deutlich. Ebenfalls sind die eingestürzten Hallen 1 und 6 zu erahnen. In Fritzlar waren folgende US Fighter Groups mit unterstellten Squadrons stationiert: th mit 506 th, 507 th und 508 th April 1945 Juni th mit 386 th, 387 th und 388 th April 1945 Juli th mit 389 th, 390 th und 391 th Sept Aug th mit 522 th, 523 th und 524 th Aug Mai 1947 Nach einer ersten Bestandsaufnahme des Platzes noch in 1945 beabsichtigte die US Luftwaffe Fritzlar zu einem European Air Service Terminal mit Wohnungen für mehr als 60 Familien und den dazugehörigen Wirtschafts- und Betreuungseinrichtungen auszubauen. Diese Planung für einen typischen US Standort wurde jedoch aufgegeben. 35

36 VIPs nach Bad Wildungen Die Nähe des Flugplatzes zu Bad Wildungen hatte häufige VIP-Besuche zur Folge, die mit großen oder kleinen Flugzeugen Fritzlar anflogen. Eine L 5 Sentinel Flying Jeep der US Constabulary um 1947 am alten Tower Der Kurort Bad Wildungen mit seinen zahlreichen großen und kleineren Hotels sowie Krankenhäusern bot in Kriegszeiten beste Möglichkeiten zur Unterbringung von Lazaretten und größeren Gefechtsständen und Hauptquartieren mit den dazu gehörenden Führungs- und Unterstützungstruppenteilen. Es wird berichtet, dass schon 1939 im Bereich des Fürstlichen Badehotels (heute Maritim Badehotel) und des Fürstenhofes (heute Asklepios Fachklinik Fürstenhof) mit ersten Bauarbeiten für ein deutsches Luftwaffenhauptquartier begonnen wurde. Das Vorhaben wurde jedoch bald wieder eingestellt. Zwei oberirdische Bunker hinter dem Hotel Maritim aus jener Zeit sind heute noch zu sehen. Fürstliches Badehotel um 1945 Fachklinik Fürstenhof um 2005 Es ist heute kaum noch zu ermitteln, wann, welche Gebäude durch welche der zahlreichen amerikanischen Truppenteile in der Stadt genutzt wurden. 36

37 Sicher ist, dass der Oberbefehlshaber der 12 th US Army Group, General Omar N. Bradley, sein Hauptquartier in Bad Wildungen eingerichtet hatte. Die 12 th US Army Group war die größte Armeegruppe, die jemals unter dem Kommando eines US Generals gestanden hatte. Sie bestand aus Gen Hodges 1 st, Gen Pattons 3 rd, Gen Simpson s 9 th und Gen Gerow s 15 th Army. Die Streitmacht verfügte über 12 Korps, 48 Divisionen sowie bis zu 1,3 Millionen Soldaten und hatte den Auftrag, das Ruhrgebiet zu besetzen und zu den sowjetischen Truppen an die Elbe vorzustoßen. Die 12 th Army Group wurde von den Strategic Air Forces unter Gen Spaatz und der 9 th US Tactical Air Force unter Gen Vandenberg, zu der auch die in Fritzlar stationierten US Fighter Groups gehörten, unterstützt. Das Foto zeigt die Kommandierenden Generale der 12 th Army Group von Gen Bradley mit dem Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte Gen Eisenhower: "This is the brass that did it (Dies sind die hohen Tiere, die es geschafft haben): von links nach rechts sitzend: Generale William Simpson, George Patton, Carl Spaatz, Dwight D. Eisenhower, Omar Bradley, Courtney Hodges, and Leonard Gerow; stehend: Ralph F. Stearley, Hoyt Vandenberg, Walter Richard Nugent Smith, Otto Weyland, und In Bradley s Bad Wildunger Hauptquartier wurden die Umsetzung der operativen Entscheidungen zur endgültigen Niederwerfung der deutschen Wehrmacht und der Besetzung Deutschlands im amerikanischen Verantwortungsbereich hochrangig abgestimmt sowie die Operationen der unterstellten Armeen geplant und geführt. 37

38 Zu solchen Koordinierungsbesprechungen trafen die verantwortlichen Truppenführer ab Mitte April meist mit Flugzeugen auf dem Fritzlarer Flugplatz ein und wurden mit Pkw nach Bad Wildungen gefahren. Linkes Foto: General Dwight D. Eisenhower, Oberbefehlshaber Alliierte Streitkräfte Europa und Präsident der USA. Rechtes Foto von links: Gen. Vandenberg, Commanding General 9 th Tactical Air Force, Gen. Bradley und Gen. Spaatz, Commander Strategic Air Forces. Am 17. Mai 1945 gab es ein besonderes Ereignis auf dem Flugplatz, als Marschall Ivan Koniev, der Oberbefehlshaber der 1. Ukrainischen Armee, mit einer amerikanischen C 47 Transportmaschine in Fritzlar eintraf und zu einer Besprechung mit Gen. Bradley nach Bad Wildungen fuhr. Koniev hatte Ende April Anfang Mai 1945 die Schlacht um Berlin mit seiner Armee entscheidend beeinflusst und war rasch mit seinen Truppen an die Elbe bei Torgau vorgestoßen, wo er am 25. April auf amerikanische Truppen traf. Marschall Koniev wurde später erster Oberbefehlshaber der Streitkräfte des Warschauer Paktes. 38

39 Die Fritzlarer US Fighter Groups hatten sich zur Begrüßung des sowjetischen Marschalls eine besondere Ehrung einfallen lassen. In der Chronik der 404 th Fighter Group heißt es dazu: Tipped off in advance that some form of aerial demonstration would be appropriate to greet the high-ranking visitor, both the 404 th and 365 th Fighter Groups had full Group formations in the air. As Koniev stepped out his plane, with huge white marshal s stars on gigant gold sholder boards, the Groups passed in rewiew overhead, and then 404 th returned to 50-feet in a 48-planebuzz-job that never was seen before, and may never be seen again. (Übersetzung des Textes auf Seite 135) Auch Marlene Dietrich wurde in Fritzlar begrüßt; wie Konrad Rudolph schreibt: Bei der Suche nach Angehörigen. Nach nur zwei Monaten endet für die 404 th FG die relativ angenehme Zeit in Fritzlar und sie beginnt am 20. Juni 1945 mit der Verlegung nach Stuttgart-Echterdingen. Die 365 th Fighter Group verlässt Fritzlar im Juli. Rabbi Abramovitz/Passahfest in Kassel Über ein besonderes Ereignis dieser frühen Nachkriegszeit in der Fritzlarer Region berichtet der jüdische Chaplain der 3 rd US Infantry Division, Rabbi Abramovitz, der damals in Bad Wildungen stationiert war. Er traf ab November 1945 alle notwendigen Vorbereitungen zur Feier des ersten jüdischen Passahfestes im besetzten Deutschland. Die Feier wurde in erster Linie für die jüdischen Soldaten der amerikanischen Truppen geplant. Rabbi Abramovitz erreichte es jedoch, in das Fest auch überlebende deutsche Juden der Region mit einzubeziehen. 39

40 Davon waren Menschen aus dem Gebiet Kassel, Fulda und Marburg betroffen. Das Passahfest wurde am 15. April 1946 in einem noch funktionsfähigen unterirdischen Großbunker im zerstörten Kassel abgehalten, der liebevoll dekoriert den Eindruck eines Hotel-Bankettsaales erweckte. Die bewegende Feier war eine eindrucksvolle Geste der Hilfsbereitschaft der amerikanischen Militärführung. Diese Feier wurde ein Jahr nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht für US Truppen abgehalten, die Westeuropa von der nationalsozialistischen Herrschaft befreit hatten. In der Folgezeit kam es nun darauf an, die Stabilisierung Deutschlands mit Truppen zu unterstützen, die nicht in erster Linie für Kampfhandlungen vorgesehen waren. 14 th US Constabulary Regiment ACR Ab 1946/47, in der beginnenden Phase der Stabilisierung Deutschlands, bekamen im amerikanischen Verantwortungsbereich einige Armored Cavalry Regiments (ACR) neue Aufgaben. Sie wurden ausgebildet, zukünftig hauptsächlich polizeiliche Kontroll- und Ordnungsaufgaben sowie an der Grenze zur sowjetischen Zone Überwachungsaufgaben zu erfüllen. Die Verbände wurden in US Constabulary Regiment (ACR) umbenannt. Umfangreiche Kampftruppen wurden in dieser Zeit in die USA zurückverlegt. Großgerät der US Constabulary von links: M 8 Panzerwagen, M 24 leichte Panzer (Chaffee), Willys ¼-ton Jeep, darüber eine L 5 Sentinel Flying Jeep Die Aufgaben der Constabulary-Truppenteile werden folgendermaßen beschrieben: The United States Constabulary along with the 1st Infantry Division formed the deterrent to Communism in Germany and Austria immediately after World War II. Members of these fine organizations were the first "Cold War Warriors". In addition, the United States Constabulary performed many of the functions that the German and Austrian governments could not perform. The Constabulary provided general military and civil security, patrolled the borders, seized contraband and controlled displaced persons, among their other duties. The United States Constabulary was phased out December 1952 having accomplished its mission. (Übersetzung auf Seite 135) In Fritzlar wurden Headquarter (Stab), Headquarters Troop (Stabskompanie) und das 1 st Battalion des 14 th US Constabulary Regiment stationiert. 40

41 Panoramafoto um 1948 vom Dach der Halle 3 aus aufgenommen. (vergleiche Aufnahme von 2007 auf S. 164) 41

42 Dem 14. Regiment waren über die in Fritzlar stationierten Truppenteile hinaus das 2 nd Battailon in Schweinfurt, das 3 rd Battailon in Coburg und die 24 th Constabulary Squadron in Bad Hersfeld unterstellt. Bei der HQ Toop in Fritzlar wurde die Funkausbildung für das Regiment durchgeführt. Das linke Foto zeigt einen Ausbildungsraum in der Fritzlarer Kaserne. Den Blick aus seinem Dienstzimmer hatte ein Constabulary-Soldat, Trooper genannt, im unteren Foto festgehalten. Es zeigt aus dem heutigen Standortsanitätszentrum rechts die Gebäude 20C bis 20E sowie im Hintergrund das alte Küchengebäude, Gebäude 87. Bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben, bei der die neuen zivilen Strukturen in Deutschland unterstützt werden sollten, entwickelten sich im Laufe der Zeit auch vertrauensvolle Kontakte der US Soldaten zur Bevölkerung, die zunächst streng untersagt worden waren. 42

43 In einigen Fällen führten diese vertrauensvollen Beziehungen auch zu Hochzeiten. So heiratete der US Fernmeldesoldat Gilbert Matherne (3. v. li.) aus Fritzlar am 20. August 1949 in Kassel Elisabeth Wendel, eine junge Frau aus Ungedanken. Trauzeugen waren sein Kamerad Neil Aikin (links) und dessen Freundin Waltraute Thierman aus Bad Wildungen. Linkes Foto: Elisabeth Liz Wendel/ Matherne in Ungedanken an der Bahnstrecke nach Fritzlar. Ihre Tochter, Irene Matherne-Moore, schildert die damaligen Voraussetzungen für die Heirat eines GI mit einer deutschen Frau: UNGERDUNGEN (Ungedanken) was the first town past Fritzlar traveling on to Bad Wildungen. Trooper Gilbert Matherne lived there as a second home for a short time, with his wife Elisabeth, their son, Gilbert Jr., and Liz's children, Dieter and Margaret. There was a small Catholic Church in Ungerdungen and this was where Gilbert Matherne had his son baptized. Continuing down this road, away from Fritzlar, you will come into Bad Wildungen. This was where you would find the major Military Hospital. The German girl that a GI wished to marry to bring home to mother to the States, must first see a doctor at this hospital. Before receiving the approvals, it was necessary for her to past the physical and mental testing, to prove a clean bill of health. There was many questions asked. My mother told me they even ask her if she was a Nazi. The war was over in 1945 but the requirements of marriage to a foreigner continued on through 1950's. (Übersetzung des Textes auf Seite 136) Der Einsatz dieser US Truppen in den unmittelbaren Nachkriegsjahren kann mit Einsätzen heutiger Stabilisierungskräfte in Krisengebieten durchaus verglichen werden. In diesen Zeitabschnitt fällt die Blockade der Landverbindungen durch die sowjetisch besetzte Zone nach Berlin durch sowjetische Truppen. Im Winter 1948/49 wurde bei der Luftbrücke zur Versorgung Berlins für die Rückflüge der Rosinenbomber nach Frankfurt und Wiesbaden das Fritzlarer NDB als Navigationsfunkfeuer genutzt. Das Dröhnen der Flugzeugmotoren muss ständig zu hören gewesen sein, als die Maschinen im 5 Minuten Abstand FTZ überflogen. 43

44 Die Grafik zeigt schematisiert einen Ausschnitt der genutzten Luftstraßen. Die Berliner Blockade durch die Sowjets markierte eine ernste Verschärfung der Ost- West Gegensätze in der frühen Phase des beginnenden Kalten Krieges. Die Westmächte reagierten mit Anpassung der militärischen Kräfte, um der sowjetischen Bedrohung zu begegnen. So wurden ab 1948 die Constabulary Regiments wieder in Armored Cavalry Regiments (ACR) umgegliedert. Die Aufgaben wurden jetzt auf die Sicherung der Grenze zur sowjetischen Zone und Abwehr möglicher Angriffe ausgerichtet. Von Fritzlar aus führte das 14 th ACR den Einsatz seiner Kräfte entlang eines Grenzabschnitts beginnend ostwärts Kassel über den Raum Fulda bis hin nach Coburg. Dabei wurde bald ein deutlicher Mangel an Kräften und Mitteln erkannt. Die Konsequenz war eine Neuorganisation der amerikanischen Truppen. Ab 1951 erfolgt dann in deren Folge auch in Fritzlar ein Wechsel der Besatzungstruppen. Das 1 st Battailon des 14 th ACR verlegt nach Bad Hersfeld und der Regimentsstab mit der Stabskompanie 1952 nach Fulda, in den Bereich der legendären Fulda Gap 44

45 In dieser Zeit wurden wichtige militärischen Anlagen in Deutschland systematisch erfasst. So ist im Jahre 1950 auch ein Luftbild der Fritzlarer Kasernenanlage entstanden. Die Trümmer der Flugzeughallen 1, 2 und 6 sind zu dieser Zeit schon beseitigt. In der rechten oberen Bildecke ist die Barackenanlage zu erkennen, in der die Schlauchboot- Aktion im Jahre 1943 bei der Ederflut fotografiert worden ist. In 6 Jahren waren die Amerikaner von Besatzern zu Beschützern geworden. Ihre Präsenz geht 1951 zu Ende und ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Flugplatzes beginnt : französische Truppen in Fritzlar 5 eme Regiment de Hussards In Folge der immer aggressiver werdenden sowjetischen Politik gegenüber dem Westen zu Beginn der 50er-Jahre, den unmittelbaren Eindrücken der bedrohlichen Vorgänge in Korea und als Vorsorge gegen einen nicht für ausgeschlossen gehaltenen sowjetischen Angriff auf Westdeutschland bildete die 1949 als gegenseitiges Beistandsbündnis gegründete NATO nun militärische Strukturen, die bisher nicht vorhanden waren. Eine koordinierte Verteidigung Westdeutschlands wurde über die Grenzen der westlichen Besatzungszonen hinaus nach militärischen Erfordernissen organisiert. Das führte zu zusätzlichen Verstärkungen der NATO-Truppen in der Bundesrepublik Deutschland und umfangreichen Verlegungen von Truppenteilen. Parallel dazu wurden politische Aktivitäten mit dem Ziel eines eigenen militärischen Beitrages der Bundesrepublik Deutschland zur Verteidigung Westeuropas eingeleitet und in schwierigen Verhandlungen vorangetrieben. Im Rahmen der Maßnahmen zur Vorbereitung einer gemeinsamen Verteidigung wurden im Laufe des Jahres 1951 in Fritzlar die US-Truppen durch 45

46 ein französisches Panzeraufklärungsregiment, das 5ème Régiment de Hussards, abgelöst, das mit neuen AMX 13 Panzern ausgerüstet war. Die französische Regierung war damals noch strikt gegen den Aufbau deutscher militärischer Strukturen und musste wohl deshalb angesichts der noch schwachen amerikanischen Truppen einen eigenen konkreten Beitrag zur Verteidigung der Grenze leisten. Die Fritzlarer Kaserne wurde von den Franzosen nun in Quartier General Lasalle umbenannt. Lasalle ( ) war ein berühmter Husaren-General Napoleons, der 1809 im Alter von erst 34 Jahren in der Schlacht bei Wagram in Niederösterreich gefallen ist. Von Fritzlar aus erfüllen die 5. französischen Husaren ihre Sicherungsaufgaben in enger Abstimmung mit dem 14 th US ACR, das sie in der Kaserne abgelöst hatten. Regimentskommandeur, Colonel Bernard, 1953 bei einer militärischen Zeremonie. 46

47 Feierliche Appelle der französischen Husaren mit Pauken und Trompeten im Kfz Bereich zwischen den Gebäuden 14/15 und 17/18. Am Kantinengebäude, Gebäude 25 Datum und Anlässe der Fotos konnten nicht ermittelt werden. 47

48 In der Waberner Straße wird 1954 ein französisches Foyer de Garnison als Betreuungseinrichtung für die französischen Soldaten des Standortes mit Gastwirtschaft und Kino gebaut. Das Haus wird später von der Bundeswehr als Soldatenheim, Haus an der Eder, für die deutschen Soldaten in Fritzlar eingerichtet. Französische Offiziere besuchten solche nüchternen Zweckbauten der 50er- Jahre grundsätzlich nicht, sondern bevorzugten eher Kasinos mit exklusiver Atmosphäre, vermutlich das noch heute als Offiziersheim genutzte Geb. 23, das von Anfang an in entsprechendem Stil für deutsche Offiziere gebaut und eingerichtet worden war. Nach der politischen Integration der Bundesrepublik Deutschland in die NATO, endet 1956 die 11 jährige Nutzung des Flugplatzes durch fremde Truppenteile. Das 5. französische Husarenregiment verlegt im Laufe des Jahres 1956 von Fritzlar nach Weingarten und im November wird die Kaserne in Fritzlar für die Nutzung durch Truppenteile der neu aufgestellten Bundeswehr frei. Auf dem Torbogen der Hauptwache ist der Name QUARTIER GENE- RAL LASALLE entfernt. Nur noch schwache Schatten der Vergangenheit sind auf der Holztäfelung zu erkennen. 48

49 November 1956: Nutzung durch die Bundeswehr Der 12. Nov. 1955, der 200. Geburtstag Scharnhorsts, war die Geburtsstunde der Bundeswehr, als der erste Verteidigungsminister, Theodor Blank, den Soldaten der ersten Stunde ihre Ernennungsurkunden in Bonn überreichte (Foto rechts). Nicht fliegende Einheiten und Verbände Im November 1956 ziehen die ersten Soldaten der Standortkommandantur und des Grenadierbataillons 22 in die Kaserne in Fritzlar ein. In den folgenden Jahrzehnten wurden dann die unterschiedlichsten Verbände, Einheiten und Dienststellen in der Flugplatz-Kaserne stationiert. Auf alle soll in dieser Dokumentation im Detail nicht eingegangen werden. Neben Heeresfliegern waren auf dem Flugplatz u. a. folgende Einheiten und Verbände stationiert, um nur einige zu erwähnen: - Ab Oktober 1956 Standortkommandantur / Grenadierbataillon 22/Panzergrenadierbataillon Feldjägerdienstkommando Verteidigungskreiskommando(VKK) Flugabwehrbataillon u Fernspähkompanie Panzerpionierkompanie /Instandsetzungsbataillon ab 1996 Standortsanitätszentrum - ab 2001 Facharztzentrum Truppenparade in den ersten Jahren auf der Hauptstraße der Kaserne 49

50 Luftbildpostkarte um 1960, der Lasalle-Torbogen an der Wache ist bereits entfernt. 50

51 Ein Schützenpanzer HS 30 des Panzergrenadierbataillons 53 hielt 37 Jahre lang Wache vor dem Stabsgebäude des Bataillons bis er im Jahre 1992 diesen Platz verlässt. Der HS 30 musste einer Alouette II der Heeresfliegerstaffel 2 weichen und steht heute als Erinnerung an die Grenadiere in gedeckter Aufstellung hinter dem Wachgebäude. 51

52 März 1957: Die ersten Heeresflieger Die fortschreitende Entwicklung von Hubschraubern mit ihren besonderen Fähigkeiten und deren Nutzung in Streitkräften führte 1957 zur Aufstellung der Heeresfliegertruppe. Neben Niedermendig bei Koblenz wurde Fritzlar als zweiter Flugplatz zur Aufnahme von Heeresfliegern festgelegt. Der Kartenausschnitt zeigt den Flugplatz um Damals war noch keine befestigte Start- und Landebahn verfügbar. Auf die detaillierte Darstellung der Entwicklung in der Anfangszeit der Heeresflieger in Fritzlar wird hier verzichtet, weil häufige Änderungen, Umgliederungen und Umbenennungen in kurzer Folge aus heutiger Sicht nur mühsam nachzuvollziehen sind. Einzelheiten können bei Konrad Schütt Die deutschen Heeresflieger oder im Stammbaum der Heeresfliegertruppe von Hauptmann Oliver Lorum in Nach Vorn des Jahres 2005 nachgelesen werden. Um die Einheiten der Fritzlarer Gründerzeit jedoch nicht unerwähnt zu lassen, werden sie an dieser Stelle tabellarisch aufgeführt: März 1957 Flugplatzkommando 842, 844, 845, später: Flugplatzkommandantur 742/442, bis 1994 Heeresflugplatzkommandantur 302 Juni 1957 Heeresfliegerstaffel 812, 813 und 822 Januar 1958 Heeresfliegerstaffel 2 und Heeresfliegertransportstaffel 102, Heeresfliegerstaffel 5, später 3./Heeresfliegerbataillon 5 Oktober Heeresfliegerbataillon 2 Oktober 1969 Heeresfliegerinstandsetzungsstaffel

53 Bei der Gründung einer neuen Truppengattung kam es neben Überlegungen zu Aufträgen, Struktur, Stationierung, Einsatzgrundsätzen, Zusammenwirken mit anderen Truppengattungen des Heeres, Abgrenzung zu Aufgaben der Luftwaffe und vielem mehr natürlich auch zu Überlegungen über die Ausrüstung und Beschaffung der Luftfahrzeuge. Auf der Grundlage von Erkenntnissen über den Einsatz von leichten Flugzeugen in beiden Weltkriegen insbesondere für Aufklärungs-, Verbindungs- und Transportaufgaben wurde eine Vielzahl von Typen ausgewählt, bewertet, erprobt, verworfen oder in die engere Auswahl genommen. Die Erprobungen wurden bei den neu aufgestellten Heeresfliegertruppenteilen auf deren Flugplätzen durchgeführt. In Fritzlar wurden drei Luftfahrzeugmuster erprobt und außer der Djinn beschafft und eingeführt: Dornier Do 27 als Verbindungs- und Aufklärungsflugzeug, rechts im Bild auch mit Bonmartini-Schlauch-Kettenfahrwerk zur Verbesserung der Geländegängigkeit, bei Heeresfliegerstaffel 812 und/oder 813 vor dem damals isoliert stehendem Towergebäude; Halle 1 und 2 waren bereits beseitigt. Vertol (Vertical take off and landing) H 21, die Fliegende Banane, im Test bei Heeresfliegertransportstaffel

54 Sud-Ouest SO Djinn ebenfalls als Verbindungs- und Aufklärungshubschrauber, der die Tests bei Heeresfliegerstaffel 812 nicht überstand und frühzeitig aus dem Rennen um die Einführung bei den Heeresfliegern ausschied. Luftbild aus der Gründerzeit der Heeresflieger mit zwei Vertol H 21 vor Halle 5 Bernd und Frank Vetter berichten in ihrem Buch Die Deutschen Heeresflieger auf Seite 41 über die Erprobung des leichten Beobachtungshubschraubers Skeeter bei HFlgStff 813 in Fritzlar und auf Seite 46 über den Einsatz der P 66 Pembroke als schweres Verbindungs- und Transportflugzeug größerer Reichweite bei HFlgTrspStff 822 ebenfalls in Fritzlar. In Kurt Schütt s Heeresflieger sind diese Erprobungen nicht aufgeführt. Zeitzeugen können den Einsatz der Skeeter und der Pembroke in Fritzlar nicht bestätigen. Als erste wesentliche infrastrukturelle Maßnahme in der Anfangszeit der Heeresflieger wurde der Bau einer festen Start- und Landebahn mit entsprechenden Rollwegen geplant 54

55 und umgesetzt. Die Notwendigkeit dieser aufwändigen Maßnahme für einen Heeresflugplatz, auf dem zukünftig Leichtflugzeuge und Hubschrauber starten und landen sollten, scheint zunächst nicht plausibel zu sein. Vermutlich waren damals entsprechende NATO-Standards an die Beschaffenheit von Flugplätzen zu erfüllen. Das Luftbild des Hessischen Vermessungsamtes wurde am aufgenommen und zeigt die Bauarbeiten an der neuen Start- und Landebahn. Der Zweck der parallelen Gräben am rechten Rand des Platzes ließ sich nicht eindeutig klären. Die Struktur ist ebenfalls in einem Kartenausschnitt von 1955 dargestellt, in Unterlagen über die Zeit der amerikanischen Besetzung gibt es keine Hinweise darauf. Es handelt sich vermutlich um eine Schießanlage, die zur Zeit der Franzosen gebaut worden ist. Heute existiert sie in der abgebildeten Form nicht mehr. 55

56 : Heeresfliegerstaffel 2/Heeresfliegerbataillon 2 Beginnend im Januar 1958 wird die Heeresfliegerstaffel 2 aufgestellt, zunächst mit Do 27 ausgerüstet und der 2. Panzergrenadierdivision truppendienstlich unterstellt. Die Staffel ist bis heute mit fast 36 Jahren diejenige Heeresfliegereinheit auf dem Flugplatz mit der bislang längsten Stationierungsdauer. Das seit 1979 in Fritzlar aufgestellte Kampfhubschrauberregiment 36 wird diesen Rekord erst im Jahre 2015 einstellen und brechen können. Das untere Foto ist etwa 1964 von einer Luftbildbesatzung der Staffel 2 aufgenommen worden. Die Hallen 1, 2 und 6 fehlen, ihre Betonböden sind deutlich zu erkennen. Die Staffel ist zu dieser Zeit in Baracken untergebracht. Die 170er-Gebäude hinter Halle 4 und 5 und das Hörsaalgebäude 154, links der Halle 3, sind noch nicht gebaut. Auf dem Hallenvorfeld sind einige Do 27 zu erkennen erhält die Staffel den Verbindungs- und Aufklärungshubschrauber SE.3110 Alouette II (Al II) von der französischen Firma Sud-Aviation. Die Al II wird bis 2006 insgesamt 47 Jahre bei den Heeresfliegern im Flugdienst eingesetzt werden. 56

57 Alouette II der frühen Jahre mit Homing-Antennen zur Richtungsortung von Funkstellen durch Morsezeichen: diddid-da für rechts und da-did-did für links. Die Antennen erinnern an das Hirschgeweih der Me BF 110 der Nachtjäger. Do 27 und AI II der Heeresfliegerstaffel 2 im Jahre 1960 vor Halle 4, aufgenommen vom Wetterbalkon des alten Towergebäudes aus. 57 Auf dem Wetterbalkon des Gebäudes 2 wurde früher in erster Linie das Platzwetter beobachtet. Er diente aber auch für so manches Pausengespräch unter den Meteorologen, wie links im Jahre Der Balkon war über die Jahrzehnte hinweg auch immer wieder ein beliebter Standort zum Fotografieren.

58 Flugwetterberatung In Fritzlar gibt es einen Flugwetterdienst seit Bestehen des Flugplatzes, also seit 1938, als im Stab des KG 54 bereits ein Beamter des Reichswetterdienstes und ein Wetterfunker (vgl. S. 28) ihre Aufgaben wahrnahmen. Auch bei Aufstellung der Heeresflieger wurden die Fachbereiche Wetterberatung und Flugsicherung berücksichtigt. Auf dem nächsten Foto von 1959 sieht man von links: Führer Wettertrupp und Pilot HFlgStff 2, Leiter Wetterberatung, Flugsicherung und Wettertrupp HFlgStff 822. Wie überall, so wurde und wird die Arbeit der Wetterfrösche auch in Fritzlar immer wieder einmal mit zweifelnder Miene begleitet. Was haben die Kameraden in Zivil sich im Laufe der Zeit bei gelegentlichen Ungenauigkeiten ihrer Vorhersagen von den Fliegern anhören müssen. Das Foto zeigt die Wettermannschaft im Jahre 1984 beim Dienstjubiläum von Wetterberater Alfred Erdmann (4. v. r.). 58

59 Humorvoller Spott gehört seit eh und je zum Wettergeschäft, wie es ja auch zahllose selbstironische Karikaturen und Sprüche auf allen Wetterberatungsstellen belegen. In Turkmenistan weht dies bezüglich offenbar ein schärferer Wind, wie es die rechte Zeitungsnotiz dokumentiert. In Fritzlar wurde gemunkelt, dass dort dem Leiter der geophysikalischen Beratungsstelle so zu sagen als Trostpflaster das Dienstzimmer mit dem schönsten Ausblick der ganzen Kaserne zugewiesen wurde. So wurde zumindest der Dienststellenleiter mit einem herrlichen Blick für die ständigen Spötteleien der Piloten gegenüber seinen Beratern entschädigt. 59

60 1964: Georg-Friedrich-Kaserne Die Flugplatz-Kaserne wird nach dem Grafen von Waldeck ( ), der als Reichsfürst und Feldmarschall am Feldzug gegen die Türken zur Befreiung Wiens teilnahm, umbenannt. Zurück zur Heeresfliegerstaffel 2 Auch in dieser Staffel dienten seit den frühen Jahren der Heeresflieger noch Piloten, die bereits während des 2. Weltkrieges fliegerische Einsatzerfahrung gesammelt hatten. Einer von ihnen ist Hauptmann a. D. Richard Klapp, auf dem Foto von 1964 links, der in geselliger Runde interessierten Kameraden oft eine außergewöhnliche Geschichte erzählen konnte: Im April 1941 übte er mit seiner Messerschmitt Me 109 Platzrunden am Flugplatz Krakau. In einer für ihn zunächst unübersichtlichen Flugverkehrslage mit mehreren Maschinen in der Platzrunde landete er nach vermeintlicher Klärung der Lage in ca. 80 Meter Höhe im Endanflug versehentlich auf der linken Tragfläche einer ebenfalls anfliegenden Junkers Ju 52. Dabei wurden beide Flugzeuge erheblich beschädigt. Das linke Fahrwerk der Transportmaschine knickte erst nach der Landung beim Ausrollen des ungewöhnlichen Gespanns wegen der zusätzlichen Ladung ein : Heeresfliegerbataillon 2 Im Rahmen weiterer Umgliederungen innerhalb der Heeresfliegertruppe ab 1966 wird Heeresfliegerstaffel 2 vorübergehend in das neu aufgestellte Heeresfliegerbataillon 2 integriert. Das Bataillon wird 1971 bereits wieder aufgelöst und zur Aufstellung des leichten Heeresfliegertransportregiments 30 herangezogen. 60

61 Das Bataillon erhält 1969 im Rahmen eines feierlichen Appells den Flugsicherheitspreis für langjährigen unfallfreien Flugbetrieb verliehen. Beim Abschreiten der Front von links: Generalmajor Färber, Kommandeur 2. Panzergrenadierdivision, Generalleutnant Niepold, Kommandierender General III. Korps und Oberstleutnant Stumpfe, Kommandeur Heeresfliegerbataillon 2 Rendezvous mit einer Noratlas der Luftwaffe vor der Fritzlarer Silhouette Zurück zu Heeresfliegerstaffel 2 Nach Auflösung des Bataillons wird Staffel zwo 1971 wieder selbstständige Heeresfliegerstaffel der 2. Panzergrenadierdivision in Kassel wird das neue Staffelgebäude (Geb. 178) und 1977 die neu gebaute Flugzeughalle 6 für die Wartung der Alouette II Verbindungshubschrauber übernommen. 61

62 Einsätze mit Verbindungshubschraubern (VBH) in den frühen Heeresfliegerjahren ohne zeitgemäße Navigations- und Fluglageinstrumente wie Bückeburger Brett, LDNS oder GPS, nur mit einem winzigen Whisky-Kompass und überwiegend braun getönten 250-Tausender Doppelfliegerkarten bei miesem Wetter haben jedem Piloten irgendwann einmal die Schweißperlen auf die Stirn getrieben. Wie sich bei einem solchen Flug ein junger VBH-Pilot mit Dienstgrad Stabsunteroffizier mit einem deutschen NATO 4- Sterne-General der Luftwaffe (der einige Zeit an der Straße von Messina tätig war) an Bord kurzzeitig in die DDR verfranzte und Gottlob wieder sicheres westliches Terrain erreichte, beschreibt Peter Sturz in Flugsicherheit 1/94 (Auszug auf S. 137). Heeresfliegerstaffel 2 hat in unzähligen Übungen und Einsätzen die Anforderungen der unterstützten Heerestruppenteile im In- und Ausland erfüllt, ihren hohen Ausbildungsstand unter Beweis gestellt und sich dabei große Anerkennung erworben. Besatzungen der Staffel gewinnen bei nationalen und internationalen Wettbewerben wiederholt hohe Spitzenplatzierungen. So zum Beispiel im Sommer 1986 auf Castle Ashby in England, als Piloten der Staffel den 2. und 3. Platz bei der Hubschrauberweltmeisterschaft erringen. Auf dem Foto von links: R. Göbel, K. Hanses, W. Otte, N. Fiegehenn, und L. Schulte-Bisping. 62

63 1993/94 geht die Ära Staffel zwo zu Ende. Am 30. September 1993 werden die letzten drei Al II zu ihren neuen Haltern überführt und im März 1994 wird die Staffel außer Dienst gestellt. Die Tradition der Staffel wird bei jährlichen Treffen der Ehemaligen gepflegt. Eine umfangreiche Chronik dokumentiert ihre lange Geschichte im Detail. Der Flugauftrag des Staffelkapitäns zur Überführung der Hubschrauber war das letzte fliegerische Dokument vor der Einstellung des Flugbetriebes der Staffel. Eine ausgemusterte Alouette II mit dem Staffelwappen auf der Bugklappe fand einen würdigen Platz auf der Grasfläche vor dem Stabsgebäude von Heeresfliegerregiment

64 In der Epoche des Aufbaus der Heeresfliegertruppe in den 1960er-Jahren wurde mit der Einführung der Verbindungs- und Aufklärungsflugzeuge Do 27, und -hubschraubern, AI II, sowie den Transporthubschraubern H 21 und H 34 die Grundlage für die Luftbeweglichkeit des Heeres geschaffen. Einheiten, Verbände und Kommandobehörden wurden aufgestellt sowie Einsatzgrundsätze zur Unterstützung der Truppenteile des Heeres entwickelt. Die Anpassung der Streitkräfte an sich ändernde sicherheitspolitische Rahmenbedingungen führte Ende der 60er-Jahre zu einer neuen Struktur, die der zahlenmäßigen Überlegenheit des Warschauer Paktes besser gerecht werden sollte. Dies führte bei den Heeresfliegern zur Aufstellung von Regimentern und zur Modernisierung der Transporthubschrauber-Flotte. Die rechte Abbildung zeigt die Gliederung des leichten Heeresfliegertransportregiments : Leichtes Heeresfliegertransportregiment 30 Neben der Alouette II der Heeresfliegerstaffel 2 erscheint ein neuer Hubschrauber am Himmel über Fritzlar: der leichte Transporthubschrauber Bell UH 1D auch Huey genannt. Das leichte Heeresfliegertransportregiment 30 wird in Fritzlar neu aufgestellt und seine leichten Transporthubschrauber gehören nun mit ihrem Teppichklopfer-Sound für ein knappes Jahrzehnt bei Tag und Nacht zum Fritzlarer Alltag. In der folgenden Zeit ist das Regiment an unzähligen kleinen und großen Übungen beteiligt. 64

65 Die Verfügungsräume in solchen Übungen lagen grundsätzlich im freien Gelände, selten in militärischen Liegenschaften. Einheiten und Stäbe waren in Dorfgemeinschaftshäusern, Gastwirtschaften, Sportheimen, Schulen usw. untergebracht, die Hubschrauber auf Wiesen und Feldern, die Luftfahrzeuginstandsetzung in optimierten Scheunen (links) oder ähnlichen Provisorien. Der Höhepunkt der jährlichen Großübungen war immer eine komplex angelegte Luftlandeoperation, bei der mit allen klaren Transporthubschraubern eines Korps, das waren nicht selten 30 LTH und 20 MTH, ein Fallschirmjägerbataillon in mehreren Wellen in seinen neuen Einsatzraum geflogen wurde. Das Bilden von Großformationen war damals noch üblich, führte jedoch häufig zu kuriosen Situationen, bei denen der Staffelkapitän oft schon weit hinter dem Landeraum am Abflugpunkt war, während die Masse der Staffel ihre Ladung Psychos noch entlud und die letzten Maschinen erst im Anflug auf ihren Landeplatz waren und er dann über Funk anfragte: Wo bleibt ihr Flachschippen denn? 65

66 Die kleinen, selbstständigen, fliegenden Kampfgemeinschaften, die Schwärme mit bis zu sieben Hubschraubern, setzten sich erst in der Zeit der Panzerabwehrhubschrauber richtig durch. Betankungspunkt für eine LTH-Rotte bestens versteckt in einem idyllischen Bachgrund 1974: AMF (L) Ein besonderer Höhepunkt während der Fritzlarer Zeit des Regiments war die Übernahme des Unterstützungsauftrages für die Landkomponente der NATO-Feuerwehr Allied Command Europe Mobile Force, AMF (L), im Jahre 1974 durch die 2. Staffel der Fliegenden Abteilung 301 (später umbenannt in 1.Staffel der FlgAbt 310). Oliv Tours brachte die Staffel in ganz Europa zu Einsatzübungen: nach Elsenborn in Belgien 1974, in die West- Türkei nach Corlu 1975, nach Salisbury Planes in England und nach Dänemark auf die Insel Seeland 1977 sowie im Winter 1978 nach Bardufoss in Nordnorwegen. Die Ausbildung im Gebirgsflug und für Flüge über See sowie für Verlegungen über große Entfernungen im Land- Luft- und Seetransport und nicht zuletzt für den Einsatz der Hubschrauber aus einem überwiegend improvisierten Zeltlager machte die deutsche AMF-HELIUNIT damals zu der Heeresfliegerstaffel mit dem vielseitigsten Einsatzspektrum. 66

67 Winter-Camp der Fritzlarer AMF-HELIUNIT (GE) im März 1978 in Nordnorwegen Unvergessen bleibt die Verlegung der gesamten Staffel von Ramstein nach Istanbul mit C 5A Galaxy im Sommer 1975; damals eine abenteuerliche Erfahrung, heute ein Routineverfahren für Transporthubschrauberverbände der Heeresflieger. Die AMF-HELIUNIT (GE) wurde in der Fritzlarer Zeit von 3 Chefs nacheinander mit den Namen Pech, Fuchs und Hahn geführt. In der Staffel wurde gemunkelt, dass der damalige Einsatzstabsoffizier vom Pech verfolgt, vom Fuchs gejagt und vom Hahn gepickt worden sei. Damals flogen Heeresflieger in Übungen im Kampfanzug, nicht in Fliegerkombi. Diese Anpassung an Wünsche höherer Truppenführer des Heeres musste erst später von General Flugsicherheit unterbunden werden! 67

68 NATO-/Heeresübungen Die 1970er-Jahre waren die unruhige Epoche des Wettrüstens im Kalten Krieg zwischen Ost und West, in der sich NATO und Warschauer Pakt regelmäßig die Zähne zeigten, ohne es jedoch auf eine ernsthafte militärische Eskalation ankommen zu lassen. Hierzu gehörten die jährlich abgehaltenen großen Herbstübungen mit dem Übungsraum Westdeutschland. Bei diesen Übungen waren praktisch alle Landund Luftstreitkräfte in der Bundesrepublik Deutschland als Übungstruppe ROT oder BLAU, als Leitungstruppe oder im Gäste- und Pressedienst gebunden. In diese Übungen waren auch regelmäßig bis 1993 die aus den USA eingeflogenen REFORGER-Kräfte zu integrieren (REturn of FORces to GERmany). NATO-Herbstübungen 1978 in Westdeutschland Fritzlarer Besatzungen waren bei diesen Übungen unter anderem auch damit beauftragt, mit ihren Hubschraubern hochgestellte Persönlichkeiten zu transportieren. So auch 1978 während der NATO-Herbstmanöver in Deutschland, als eine Crew vom Regiment 30 den Oberbefehlshaber Europa Mitte, General Franz-Joseph Schulze, von Brunssum (NL) aus zur Dienstaufsicht bei den übenden Verbänden ins Manövergebiet flog. General Schulze wurde einige Tage von Dr. Lothar Rühl (links) begleitet, der damals ZDF-Korrespondent bei der NATO in Brüssel und später Staatssekretär im Verteidigungsministerium war. 68

69 Auch der damalige Verteidigungsminister, Dr. Hans Apel (rechts), gehörte bei der Übung zu den Fluggästen. Für ihn hatte die Flugbereitschaft des BMVg eine komfortabel ausgestattete VIP-Maschine bereitgehalten. General Schulze aber lud den Minister sehr bestimmt in seine Bell der Heeresflieger ein. So musste der Herr Minister wie auch seine einfachen Soldaten auf den primitiven Truppensitzen, den Flug antreten. Ein Beitrag für eine ZDF- Nachrichtensendung wurde auf Wunsch von General Schulze an seinem Hubschrauber und nirgendwo anders gedreht (unten), um den Eindruck des Feldherren auf dem Schlachtfeld zu erwecken. Dem Reporter blieb keine andere Wahl. Am Rande: Die LTH-Besatzung hatte in guter Absicht die entsprechenden Fernmeldeunterlagen für die Übung besorgt und mitgenommen, um übende Verbände/ Einheiten kameradschaftlich über Funk vorwarnen zu können, wenn der General in der Luft feststellen sollte, dass er unten gebraucht würde. Derartige Heimsuchungen begannen in der Regel an Bord mit der Aufforderung: Gehen Sie da mal runter, die Panzer stehen da ja viel zu eng zusammen. Aber Pustekuchen mit dem Vorwarnen: beim allerersten Flug fand die Vergatterung statt: Sie haben sicher alle Fernmeldeunterlagen dabei, aber gefunkt wird nicht, weil ich nicht möchte, dass der Oberbefehlshaber der Warschauer-Pakt-Streitkräfte über meine Reisroute orientiert wird. 69

70 Mit Oberst Walter Lücke, dem langjährigen Kommandeur des lehflgtrsprgt 30, wird im September 1979 der letzte kriegsgediente aktive Offizier in Fritzlar in den Ruhestand versetzt. Oberst a. D. Lücke genießt noch heute bei denen, die ihm einmal unterstellt waren, großen Respekt. Sein klares, immer an der Praxis orientiertes Denken und Handeln ist auch in seiner Stellungnahme zur Untersuchung einer harten Landung mit verbogenem Stinger (Hecksporn) beim Üben von Autorotationen mit UH 1D erkennbar: Nach der Darstellung der Ursache des Zwischenfalls macht der Flugsicherheitsoffizier Vorschläge zur Unfallverhütung: Als Regimentskommandeur nimmt Oberst Lücke wie folgt Stellung: 70

71 Für eine wesentliche Stärkung der Verteidigungskraft der Bundeswehr zur Abwehr der Panzerüberlegenheit des Warschauer Paktes werden ab 1979 insgesamt 212 Panzerabwehrhubschrauber BO 105 P, PAH 1, in die Heeresfliegertruppe eingeführt. Sie sollen in der Nähe zur Grenze zur DDR stationiert werden. Als Standorte werden Celle, Fritzlar und Roth festgelegt. Diese Entscheidungen haben die Verlegung der bisher dort stationierten Heeresfliegerverbände zur Folge. Im Juni 1980 verlegt somit auch das Heeresfliegerregiment 30 an seinen neuen Standort nach Niederstetten. Eine ausgemusterte Huey erinnert in der Nähe vom Zennerntor an die Transporterzeit. 71

72 Flugsicherung Das Logo des 14. Militärischen Motorflugwettbewerbs im Jahre 2000 enthält schematisierte Elemente für die Koordination von Starts und Landungen sowie An- und Abflügen an Flugplätzen: den Windsack, der Start- und Landerichtungen vorgibt und einen Turm mit Antenne zur Kommunikation über Funk. (ETHF ist die im internationalen Luftverkehr benutzte Flugplatzkennung für Fritzlar). Für die sichere Abwicklung von Flugbetrieb sind Informationen über das Wetter und den Luftraum unabdingbar. Nach einem Exkurs über die Flugwetterberatung in einem früheren Kapitel soll an dieser Stelle die Arbeit des Flugsicherungsinformationsund -kontrollpersonals erwähnt werden. Das Flugbetriebsgebäude von 1937 (Gebäude 2), links in einer Aufnahme von 1945, entspricht noch nicht den Vorstellungen, die man später von einem Towergebäude hatte. Es fehlt schlicht der Kontrollturm. Zu erkennen sind neben einem großen Signalscheinwerfer zwei Masten, die vermutlich Windmesser und möglicherweise eine Funkantenne trugen. Der Flugbetrieb am Platz wurde bis in diese Jahre in erster Linie nicht über Sprechfunk sondern von entsprechendem Personal von der Scheinwerfer-Plattform aus mit Signalflaggen und Lichtsignalen koordiniert. Das rechte Foto von 1958 zeigt an derselben Stelle erstmalig einen verglasten Witterungsschutz für das Kontrollpersonal, einen Tower. Dieser Glaskasten wurde Ende der 60er Jahre durch eine modernere Variante ersetzt (nächste Seite) die bis 1986 unverändert blieb. Der Flugbetrieb wurde aus diesen Kontrolltürmen durch Sprechfunkverfahren abgewickelt. Der Zugang zum Tower erfolgte über eine steile Leiter quasi auf das Dach des Gebäudes. 72

73 Fritzlar Tower aktiv bis Der ursprünglich auf dem Dach installierte Antennenwald wurde beim Auszug abgebaut. Eine Klimaanlage gab es nicht, sodass dort im Sommer oft ein tropisches Kleinklima herrschte. Im Jahre 1975 erhält Fritzlar eine Kontrollzone mit der dazu gehörigen TMA (Terminal- Control-Area, deutsch: Nahverkehrsbereich, heute: Luftraum E). Mit diesem von Fritzlar kontrollierten Luftraum wurden die Voraussetzungen für Instrumentenan- und Abflüge bei schlechtem Wetter, auch Blindflug genannt, geschaffen kommt ein Flugsicherungsradar hinzu, das später auch für die Durchführung von Präzisionsanflügen erweitert wird ziehen Wetterberatung und Flugsicherung in das neue Flugbetriebsgebäude (Geb. 200) der Fliegenden Abteilung um. Mit Aufgabe der ursprünglichen Funktion des Gebäudes 2 zur Vorbereitung und Überwachung von Flugbetrieb endet nach fast 50 Jahren die Epoche Alter Tower. 73

74 Die Radaranflugkontrolle (oben) bringt die Maschinen bei schlechtem Wetter bis kurz vor den Aufsetzpunkt. Auf dem Tower in Fritzlar war viele Jahre der Zivilangestellte Kalli Dähne als Controller DE beschäftigt. Mit Kippe im Mundwinkel, der BILD unter m Arm, seinem Aktenkoffer in der einen und dem in seiner Schicht gefüllten Aschenbecher in der anderen Hand verließ er täglich zum Feierabend seinen Arbeitsplatz. So kannten alle den liebenswerten Kalli bis zu seiner Pensionierung im Jahre Durch seine zentrale Lage in Deutschland ist der Fritzlarer Flugplatz regelmäßig Ziel für Gastflugzeuge aus allen Richtungen und Nationen zum Zwischentanken. H 34 Staffel bei einem Zwischenstopp in den 60er-Jahren In den Zeiten des höchsten Flugaufkommens, in den 80er-Jahren, hatte die Fritzlarer Flugsicherung nach dem Frankfurter Rhein Main Flughafen die zweit meisten Flugbewegungen in Deutschland zu bewältigen. 74

75 Transporter (oben) unter sich: 2 Transall und eine UH 1D vor Halle 3 Amerikanische A 10 Thunderbolt -Erdkampfflugzeuge waren in den 70er- und 80er- Jahren häufig zu Gast in Fritzlar, wie schon 1945 ihre Vorgänger, die P 47. Eine neue Landebahnbeleuchtung konnte erst 1995 realisiert werden, als eine mobile Anlage der Luftwaffe nach dem Einsatz in Somalia frei verfügbar geworden war. Bis dahin landete man nachts immer dort, wo es im Raum Fritzlar am dunkelsten war, dort befand sich nämlich der Flugplatz! Die ursprüngliche Befeuerungsanlage war defekt und konnte über Jahre hinweg nicht repariert werden. Heute haben die Controller im Tower, die Piloten im Cockpit und das Radar, inzwischen auf einem hohen Turm installiert, gemeinsam alles sicher unter Kontrolle. 75

76 Seit 1973: KSZE und KSE Trotz der verhärteten Fronten zwischen Ost und West im Kalten Krieg gab es Bemühungen und Initiativen mit dem Ziel, das Zusammenleben in Europa in wesentlichen politischen Bereichen in blockübergreifenden Konferenzen zu regeln. Am Ende der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) wurden 1975 in der Schlussakte von Helsinki für den sicherheitspolitischen Bereich die Ankündigung von großen Manövern und die Einladung von Beobachtern zu diesen Manövern vereinbart. In Erfüllung dieser Vertragsbestimmungen wurde im Herbst 1983 bei der Heeresübung Wehrhafte Löwen auf dem Truppenübungsplatz Schwarzenborn für die Beobachter eine zentrale Gefechtsvorführung durchgeführt. In dieser Vorführung haben 4 Besatzungen aus Fritzlar die besonderen Fähigkeiten ihrer neuen Hubschrauber demonstriert. Unter den zahlreichen militärischen und zivilen Beobachtern befanden sich auch NATO-Generalsekretär ( ) Joseph Luns (links) und der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Wolfgang Altenburg. 76

77 15 Jahre später wurde 1990 in Paris der Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag) von den Regierungschefs der Länder der NATO und des damaligen Warschauer Paktes unterzeichnet. Der Vertrag umfasst zahlreiche Verifikationsregelungen, unter anderem Inspektionsbesuche und Informationsaustausche. Dieser Vertrag führte in den folgenden Jahren zu zahlreichen, meist kurzfristig angekündigten Inspektionen auch auf den Fritzlarer Flugplatz. Nach einem Einführungsvortrag des Regimentskommandeurs hatte das jeweilige Inspektionsteam freien Zugang zu Hubschraubern und Fahrzeugen in der Kaserne. Der KSE-Vertrag wurde 1999 an die einschneidenden Veränderungen der Weltlage angepasst. Inspektionsteam Ende der 1990er Jahre am Kasino Vertrauen schaffen durch Verständigung geht auch ohne Konferenzen und Verträge! Die Frankfurter Sozialschule, eine Einrichtung des Katholischen Bildungswerks, veranstaltete 1993 in Wiesbaden ein Seminar für Stabsoffiziere der Russischen Armee und der Bundeswehr, an dem auch der Verfasser aus Fritzlar teilnahm. Neben dem Ziel der Information und Diskussion über die Grundlagen von Demokratie und sozialer Marktwirtschaft diente es auch der persönlichen Begegnung zwischen Menschen, die noch bis vor kurzer Zeit in diametral entgegen gesetzten politischen und gesellschaftlichen Systemen gelebt haben. Es sei dem Chronisten gestattet, in der Geschichte weit nach vorne zu schauen und das erfreuliche Ergebnis der Entspannungspolitik vorweg zu nehmen. Doch nach den Einschüben über Flugsicherung und Zusammenarbeit in Europa nun in der Chronologie wieder zurück ins Jahr 1979, als die PAH-Regimenter als Gegengewicht zu den zahlenmäßig weit überlegenen Panzermassen des Warschauer Paktes aufgestellt werden. 77

78 Seit 1979: Heeresfliegerregiment 36 Im Oktober 1979 treten die ersten Soldaten des neuen Regiments in Fritzlar ihren Dienst an, um die Aufstellung seiner Truppenteile vorzubereiten. Bevor jedoch in Fritzlar mit den neuen Hubschraubern der Flugbetrieb aufgenommen werden kann, müssen die ersten Besatzungen in Bückeburg auf das neue Hubschraubermuster umgeschult und in Celle mit neuartigen taktischen Verfahren vertraut gemacht werden. Während der fliege- rischen Ausbildung der ersten Fluglehrer wird Hauptmann Otto Brauer anlässlich seiner Flugstunde in Bückeburg im Kreise vieler Fliegerkameraden mit der Ehrennadel des Generals der Heeresflieger für besondere Leistungen ausgezeichnet. Er hatte 1971 ebenfalls in Bückeburg bei der ersten Hubschrauberweltmeisterschaft den Titel auf der Alouette II gewonnen. Otto Brauer, auf dem oberen Foto in der Mitte, kam im August 1985 bei einem tragischen Flugunfall ums Leben. Im Januar 1981 ist es dann endlich soweit. Der erste Panzerabwehrhubschrauber (PAH 1) für das Regiment 36 wird bei der Herstellerfirma MBB in Donauwörth übernommen, mit eigenen Piloten nach Fritzlar geflogen, und dort neugierig in Augenschein genommen. 78

79 In rascher Folge werden in den kommenden Monaten die von MBB ausgelieferten Hubschrauber nach Fritzlar überführt und parallel dazu auch die Fritzlarer Öffentlichkeit regelmäßig über das neue Regiment und seine Aufgaben informiert. Die neuen PAH 1 posieren, wie schon früher andere Luftfahrzeuge, vor der eindrucksvollen Fritzlarer Stadtsilhouette. Im April 1981 erfolgt im Rahmen eines feierlichen Appells die offizielle Übergabe der ersten PAH an das Heeresfliegerregiment 36 durch den Kommandeur der Korpstruppen des III. Korps, Generalmajor Schröder (vorne). 79

80 Die Flieger beginnen zu kämpfen An das neue, rasante fliegerische Einsatzprofil mit Schwärmen bis zu 7 PAH in drei Metern Höhe gewöhnen sich die Piloten rasch. Nur in dieser niedrigen Flughöhe war es damals möglich, sich der gegnerischen Beobachtung zu entziehen und unentdeckt in Schussposition zu kommen. Die anspruchsvollen Flugverfahren in Bodennähe haben noch heute ihren besonderen Reiz für jeden Hubschrauberpiloten. In den 80er-Jahren wurden dem Führungspersonal der Großverbände des Heeres bei zahlreichen Vorführungen der Feuervogel -Übungsserie die besonderen Einsatzverfahren für PAH-Schwärme demonstriert. Diese meist spektakulären Vorführungen fanden auch häufig innerhalb der Kaserne statt. Das Foto zeigt einen PAH beim Überfliegen einer Panzerschnellbrücke der Panzerpionierkompanie 50, die zu der Zeit ebenfalls in der Fritzlarer Kaserne stationiert war. Es wird behauptet, dass nach einer solchen Vorführung die Telefonverbindung vom Gefechtsstand im Geb. 2 zur Einsatzsteuerung in der Halle 3 unterbrochen worden sei, weil ein PAH ein im Hochbau verlegtes Feldkabel mitgenommen habe. Die Hypothese konnte schlüssig bestätigt werden. 80

81 Andererseits waren das Arbeiten mit der taktischen Lagekarte auf den Knien im Cockpit oder auf der Wiese am Treffpunkt (Foto rechts) und der noch ungewohnte Sprechfunkverkehr mit den Kampftruppen für ehemalige Transporter gewöhnungsbedürftig. Aber auch diese Hürde wurde rasch genommen und die Kameraden von den Kampftruppen am Boden neben uns konnten uns bald nichts mehr vormachen. C1 an alle: bei R-18-17: 8 Panzer und 10 Schützenpanzer, bei R-17-36: 8 Panzer und 14 Schützenpanzer im Angriff nach Westen. C5 bis C7 Stellung beiderseits S+30+10, ich selbst bei S+27+20, Feuervorbehalt kommen! Mit diesem Einzelbefehl eines Schwarmführers über Funk an seine 2. Rotte wurden kurz und knapp 3 PAH auf feindliche, gepanzerte Bodentruppen angesetzt. 81

82 Gliederung der Heeresflieger des III. Korps im Juni In dieser Struktur hatte die Heeresfliegertruppe ihren größten Umfang erreicht. Die PAH-Verbände der Heeresflieger erwerben sich bei zahlreichen Übungen durch taktisch wirkungsvolle Einsätze und gute Schießergebnisse rasch Anerkennung bei den Kampftruppen des Heeres und entwickeln sich zu einem selbstverständlichen Element im Gefecht der verbundenen Waffen. Insbesondere im Schutz von Panzerverbänden (Foto rechts) können sie ihre große Schussentfernung erfolgreich einsetzen und deren kürzere Reichweite sinnvoll ergänzen. Agilität und Schnelligkeit der PAH- Schwärme ergeben ihre große Flexibilität. 82

83 Herbst 1983: VIPs bei den Wehrhaften Löwen Für die Heeresübung Wehrhafte Löwen im Herbst 1983 wurde auf dem Fritzlarer Flugplatz die Zentrale für Information, Transport und Betreuung von Gästen und Pressevertretern eingerichtet. Unter den zahlreichen VIP s, die in Fritzlar begrüßt wurden, war auch Bundeskanzler Helmut Kohl, der vom Kommandierenden General des III. Korps, Generalleutnant Mack begleitet wurde. Bei der Betrachtung der Liste hochrangiger politischer und militärischer Repräsentanten, die Fritzlar während der Übung besucht haben, werden Erinnerungen an die VIPs von 1945 wach. Dr. Manfred Wörner (links), Bundesminister der Verteidigung und späterer NATO-Generalsekretär rechts: General Bernhard Rogers, NATO-Oberbefehlshaber 83

84 General Wolfgang Altenburg (links), Generalinspekteur der Bundeswehr und später Vorsitzender des NATO-Militärausschuss Generalleutnant Meinhard Glanz (rechts), Inspekteur des Heeres, mit Adjutant OTL Dieter Stöckmann, ehemaliger Kdr PzGrenBtl 53 in Fritzlar und späterer Oberbefehlshaber Europa-Mitte 1986: NATO-Assignierung 1986 erfolgte in Fritzlar im Rahmen eines feierlichen Appells die grundsätzliche Zuordnung der PAH-Regimenter für NATO-Einsätze. An dem Zeremoniell waren auch Abordnungen und PAH-Schwärme der Regimenter aus Celle und Roth beteiligt. Den Abschluss der Feier bildete ein Überflug von vier Schwärmen mit insgesamt 28 Hubschraubern. Ein amerikanischer buzz job wurde leider nicht gewünscht. 84

85 Im selben Jahr erhält die Fliegende Abteilung 361 ihr neues Flugbetriebsgebäude und wird endlich mit Flugeinsatz, AIS (Aeronautical Information Service) und Wetterberatung zeitgemäß untergebracht. Die Luftfahrzeugtechnik muss darauf noch viele Jahre bis zur Sanierung der Flugzeughallen warten. In das alte Towergebäude ziehen nach Teilrenovierung die PAH-Schwärme ein. Narren in der Kaserne In Fritzlar, der Karnevalshochburg Nordhessens, blieb es nicht aus, dass sich die Narretei an den tollen Tagen regelmäßig, meist nur gegen geringen Widerstand an der Wache, Zugang in die Kaserne verschaffte. Die Narrenschar marschierte mit Pauken und Trompeten militärisch diszipliniert vor dem Stabsgebäude auf, gab aus der Konfettikanone einige Warnschüsse ab und schlug dem Kommandeur nach einem kurzen Gerangel eine ehrenvolle Kapitulation vor. Durch deren Annahme konnte unnötiges Blutvergießen vermieden werden. Unter dem karnevalistischen Schlachtruf Alle Wille nahmen die langwierigen Friedensverhandlungen dann in der Kantine ihren Lauf. Man einigte sich meist auf eine Überprüfung der Zustände im folgenden Jahr, etwa zur gleichen Zeit. Diese schöne Tradition ist mit Versachlichung des allgemeinen Dienstbetriebes Anfang der 90er-Jahre leider eingeschlafen. Fotos: Mitte 1985, rechts

86 Tage der offenen Tür/Flugtage Bei entsprechenden Anlässen wurde der Flugplatz in größeren zeitlichen Abständen auch der Bevölkerung zugänglich gemacht. Zum 30 jährigen Bestehen der Heeresflieger wird 1987 auf dem Flugplatz ein Großflugtag veranstaltet. Trotz schlechten Wetters konnten nahezu 40 tausend Besucher begrüßt werden. Die Hallenvorfelder werden von den Besuchern in Besitz genommen und durch ein abwechslungsreiches Informations- und Flugprogramm werden die Gäste mit Aufgaben und Ausrüstung der Heeresflieger vertraut gemacht. Auch der Piloten-Nachwuchs darf im Cockpit schon mal Probe sitzen. Bei derartigen Großveranstaltungen war auch die Post mit einem Sonderpostamt und Sonderstempel auf dem Flugplatz vertreten. Unten rechts ein Sonderbrief vom Jubiläum 20 Jahre Heeresflieger in Fritzlar von

87 November 1989: Grenzöffnung In der Folge der Öffnung der Grenzübergänge durch das DDR-Regime machten sich im November 1989 zehntausende Bürger der DDR auf den Weg nach Westen in die Bundesrepublik, wo Notaufnahme und Versorgung der ausreisenden Menschen organisiert wurden. Auch die Truppenteile auf dem Flugplatz Fritzlar wurden damit beauftragt, diese Aufgaben zu übernehmen. In mehr als fünf Monaten wurden DDR- Übersiedler in der Georg-Friedrich-Kaserne aufgenommen, für einige Tage mit dem Nötigsten versorgt und dann in andere Bundesländer weitergeleitet. Der Kasernenbefehl Nr. 7/89 regelte damals erste Rahmenbedingungen für das Hilfsprojekt. Den Soldaten in Fritzlar bot sich in diesen Wochen im Durchgangslager Flugplatz Fritzlar immer wieder ein ungewohnter Anblick: Dutzende von Trabbis und Wartburgs wurden vor der ehemaligen Flugzeughalle 7 geparkt. Die Halle selbst wurde als Notquartier für zeitweise bis zu 350 Menschen eingerichtet. 87

88 Den Kindern scheint es in der Massenunterkunft zu gefallen, die Eltern schauen eher skeptisch in eine ungewisse Zukunft. Dass die DDR-Bürger sich bei den Soldaten der Bundeswehr in Fritzlar gut aufgehoben fühlten, zeigt die Unterschriftensammlung. 88

89 Ab 1991: Erste Ost-West-Ost Flüge Im Zuge der Übernahme der Kommandogewalt über die Streitkräfte der DDR durch die Bundeswehr begann auch der grenzüberschreitende Flugbetrieb zwischen Ost- und Westdeutschland. Die ADIZ (Air Defense Identification Zone), ein eiserner Vorhang in der Luft zur Verhinderung von Grenzverletzungen durch NATO-Luftfahrzeuge, hatte bald ausgedient. Auch auf Flugplätzen in Ost und West gab es ungewohnte Anblicke. Mi 24 HIND aus Basepohl im Februar 1991 auf dem Fritzlarer Flugplatz Der CHARLY-Schwarm aus Fritzlar im Mai 1992 auf dem Flugplatz Berlin-Tempelhof 89

90 Im Mai 1993 nehmen Fritzlarer Panzerabwehrhubschrauber an einer Übung auf dem Truppenübungsplatz Nochten, heute Oberlausitz, an der polnischen Grenze teil. Kampfpanzer LEOPARD und PAH in Siegerpose an einem sowjetischen T-34 Panzer aus dem 2. Weltkrieg. Die Schlacht um die Seelower Höhen hatte er überlebt... Die 90er-Jahre waren geprägt durch die Anpassung der Streitkräfte an die geänderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen in Folge der Wiedervereinigung Deutschlands und der Auflösung des Warschauer Paktes. Die großen Heeresübungen zur Demonstration der westlichen Abwehrbereitschaft sind bald Vergangenheit und damit auch das Üben von Einsätzen mit Panzerabwehrhubschraubern in großer Anzahl. So wird es für ein paar Jahre ruhiger auf dem Flugplatz bis zur nächsten Heeresstruktur. Gemischter Hubschrauberverband mit UH 1D, Al II und PAH Mitte der 90er-Jahre auf dem Fritzlarer Hallenvorfeld 90

91 Die Konzepte des Heeres für Fähigkeiten, Ausrüstung, Strukturen, Personalumfänge und Einsatzverfahren müssen Mitte der 90er-Jahre an die neuen Einsatzerfordernisse kleiner Kontingente im Ausland rund um die Welt ausgerichtet werden. Diese Entwicklung hat auch für die Heeresflieger Konsequenzen. Als Nachfolgemuster für die BO 105 und die UH 1D befinden sich der Kampfhubschrauber TIGER und der Transporthubschrauber NH 90 in diesen Jahren in Planung und Entwicklung. Seit Oktober 1996: Stab Luftmechanisierte Brigade 1 Im Herbst 1996 beginnt die Aufstellung der Luftmechanisierten Brigade1 (LMechBrig 1). Der Brigadestab wird in Fritzlar stationiert und am 03. April 1997 erfolgt auf dem Flugplatz die offizielle Indienststellung des neuen Großverbandes des Heeres. Auf dem Foto von links: Befehlshaber des Heeresführungskommandos Generalleutnant Dr. Reinhardt, Ministerpräsident Eichel, Staatssekretär im BMVg Rose, Bürgermeister Lange und der erste Brigadekommandeur Oberst Budde. Bürgermeister Lange führt in seiner Ansprache aus: Bekanntlich hat die neue Struktur der Bundeswehr einschneidende Truppenreduzierungen mit sich gebracht, bis hin zur Auflösung von Garnisonen. Dass Fritzlar sich als Standort nicht nur halten konnte, sondern sogar aufgebaut wird, erfüllt mich als Bürgermeister dieser Stadt mit großer Dankbarkeit. Mit dem Stab der LMechBrig 1 taucht abermals ein neuer Flieger in der Georg- Friedrich-Kaserne auf. Dieses Mal jedoch nicht am Himmel von Fritzlar und vor der Jahrhunderte alten Stadtsilhouette, sondern eher innerhalb des Kasernenzauns, so zu sagen beim Bodenpersonal. 91

92 Der neue Flieger ist ein stilisierter schwarzer Adler auf silbernem Schild, das Wappen der LMechBrig 1, das alle Soldaten des Großverbandes heute auf den Ärmeln ihrer Uniformjacken tragen. Mit Aufstellung dieser Brigade wurden die Heeresfliegerregimenter (HFlgRgt) 10, 16 und 36 sowie die Heeresfliegerstaffel 400 unter einheitlichem Kommando zusammengefasst und bilden seitdem einen Großverband, der die Fähigkeit zu weitgreifenden Einsätzen auch mit Kampf in und aus der Luft erlangen sollte. Dieses Konzept wurde im Laufe der Zeit immer wieder an sich ändernde Erfordernisse angepasst. Für die Führung solcher Einsätze wurde ein mobiler Gefechtsstand entwickelt, häufig in der Kaserne aufgebaut und erprobt (siehe Foto oben). Aus dem Brigadestab werden unter anderem auch alle Hubschraubereinsätze der unterstellten Heeresfliegertruppenteile für Bedarfsträger der Bundeswehr koordiniert und befohlen. Sommer 1997 und 2002: Katastrophenhilfe an Oder und Elbe Seine erste Bewährungsprobe hatte der Brigadestab im Sommer 1997 jedoch auf einem ganz anderen Gebiet zu bestehen. Nämlich im Kampf gegen die Fluten des Jahrhunderthochwassers an der Oder. Der Stab musste den Einsatz umfangreicher Hubschrauberkräfte der Bundeswehr von Fritzlar aus einleiten und deren Einsatz mit anderen militärischen und zivilen Kommandobehörden koordinieren. 92

93 Vom wurden mit über 40 Hubschraubern aus der gesamten Heeresfliegertruppe bei Erkundungs-, Verbindungs- und Transporteinsätzen etwa 2600 Flugstunden bei Tag und Nacht ohne Unfälle geflogen und dabei etwa 4600 t Material und ca Passagiere transportiert. Eine vergleichbare Aufgabe war auch fünf Jahre später im Sommer 2002 beim Elbehochwasser im Fritzlarer Brigadestab zu leisten. Januar 1999: Tagung des Bundesministers für Verteidigung Im Rahmen der Bestandsaufnahme vor der umfangreichsten Reform der Bundeswehr in ihrer Geschichte veranstaltete das Verteidigungsministerium die Tagung des Ministers mit Vertretern der Unteroffiziere der Bundeswehr in Fritzlar. Mit der Koordination der Rahmenorganisation war wiederum der Brigadestab beauftragt worden. Die Tagung wurde im Wirtschaftsgebäude 200 und im Lehrsaalgebäude 154, das hierfür innen neu angestrichen wurde, durchgeführt. Im Anschluss an die Tagung flog der Verteidigungsminister mit einer Transall der Luftwaffe nach Bonn zurück, wo wichtige Entscheidungen über den Einsatz der Bundeswehr im Kosovo anstanden. 93 Verteidigungsminister Rudolf Scharping im Pausengespräch mit seinen Soldaten

94 Weitere prominente Teilnehmer der Tagung waren: Claire Marienfeld (links), Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages sowie General Hartmut Bagger (unten links), Generalinspekteur der Bundeswehr und Ministerpräsident des Landes Hessen, Hans Eichel (unten rechts). Mai 1999: 1275 Jahre Stadt Fritzlar Die Fritzlarer Heeresflieger gratulierten ihrer Garnisonsstadt mit einem besonderen Geschenk zum Jubiläum. Eine BO 105 war mit einer Sonderbemalung versehen worden und eine Woche lang als Werbeträger für die Stadt Fritzlar über weite Teile Deutschlands geflogen. 94

95 Mai 2000: 14. Militärischer Motorflugwettbewerb Bei diesem jährlich veranstalteten Wettbewerb der Bundeswehr-Flugsportvereinigung ist der Fritzlarer Flugplatz erstmals zentrale Austragungsbasis. LMechBrig 1 und Heeresfliegerregiment 36 unterstützen die Veranstaltung durch Bereitstellung von Büros und Briefingräumen sowie Personal für die Versorgung der Teilnehmer aus den Flugsportvereinen der Bundeswehrflugplätze. Abschluss des Wettbewerbs war die Siegerehrung mit großer Fliegerparty im Offiziersheim. Auslandseinsätze Nach Etablierung des Brigadestabes in Fritzlar und einer zunehmenden Knappheit an Kräften für Auslandseinsätze in der Bundeswehr erhält das Thema Einsätze im Ausland, 20 Jahre nach der AMF-Zeit, auch in Fritzlar wieder zunehmend an Bedeutung. Es hatte bisher um Fritzlar einen großen Bogen gemacht, weil Panzerabwehrhubschrauber bei den neuartigen Einsätzen ohne Kampfauftrag nicht benötigt wurden. Nach zunächst nur Einzelabstellungen von Soldaten des Standortes musste der Brigadestab im Jahre 2003 für ein halbes Jahr nach Kabul in Afghanistan und dort die Führung der Kabul-Multi-National-Brigade (KMNB) im Rahmen der International- Security-Assistance-Force (ISAF) aus dem Camp Warehouse heraus übernehmen. 95

96 Nach Rückkehr aus dem Einsatz würdigt der hessische Ministerpräsident Roland Koch den Einsatz des Kommandeurs der KMNB, Oberst Freers und seiner Soldaten im September 2003 bei einer Feierstunde im Fritzlarer Kasinogarten. Schon im Jahr 2002 hatte Heeresfliegerregiment 36 für die Stabilisation Force in Bosnia and Herzegovina (SFOR) aus dem Feldlager Raijlovac bei Sarajevo Flüge zur Unterstützung der internationalen SFOR-Truppen durchzuführen. Das rechte Foto zeigt eine SFOR-Maschine vor dem Abflug in Fritzlar, das untere einen VBH aus Fritzlar auf dem Gipfel des Bjelasnica in Bosnien und Herzegovina. 96

97 Seit vielen Jahren werden Soldaten auch aus Fritzlar regelmäßig zur Verstärkung des Heeresfliegereinsatzverbandes KFOR (Kosovo Force) auf dem Feldflugplatz Toplicane (nächstes Foto) in das Kosovo abgestellt. Dort sind turnusmäßig UH 1D des Transporthubschrauberregiments 10 aus Faßberg stationiert. Hubschrauber der Task Force Merkur über dem Feldflugplatz Toplicane Seit 2004 ist das deutsche Luftumschlagzentrum für die ISAF auf dem Flugplatz Termes in Usbekistan (unten) eingerichtet. Auch Personal aus Fritzlar wird dort bei Bedarf eingesetzt. In Termes sind Führungsaufgaben im Einsatzgeschwader zu übernehmen, um einen reibungslosen Fluss der Versorgungsgüter mit Transportflugzeugen aus Deutschland und die folgenden Anschlusstransporte von Termes nach Afghanistan zu gewährleisten. 97

98 Seit 2001: Sanierung und Modernisierung des Flugplatzes Die Entscheidungen zur Stationierung des Brigadestabes und des Kampfhubschrauberregiments 36 am Standort Fritzlar hatten ein umfangreiches Investitionsprogramm von über 200 Millionen Euro in die militärische Infrastruktur des Flugplatzes für die Aufnahme des neuen Kampfhubschraubers TIGER zur Folge. Der Flugplatz wird zum größten Investitionsprojekt der Bundeswehr in Hessen. Die Planungen zur Realisierung nehmen seit 2002 langsam aber stetig Fahrt auf. Mit dem symbolischen Ersten Spatenstich zum Ausbau des Heeresflugplatzes fiel am 18. April 2004 der Startschuss für die umfangreichsten Baumaßnahmen in der Kaserne seit ihrer Entstehung vor 70-Jahren. Die Luftfahrzeughallen 3 (oben), 4 und 5 werden von Grund auf saniert. Ein taktischer Flugsimulator wird mit den dazugehörigen technischen Anlagen und Unterrichtsräumen in einem gewaltigen Gebäude an der Stelle der ehemaligen Halle 1 errichtet. Das Richtfest wurde am 13. Oktober 2005 gefeiert (Foto unten). 98

99 Im Sommer 2006 beginnen die Baumaßnahmen für die Neubauten zweier gewaltiger Flugzeughallen, 8a und 8b, im Südbereich des Flugplatzes. Parallel dazu laufen in der Kaserne nicht ganz so spektakuläre Baumaßnahmen zur Sicherung der Bausubstanz von verfallenden Gebäuden, der Sanierung und Renovierung kleinerer Objekte weiter. Die Verlegung eines Netzes von Datenleitungen mit umfangreichen Erdarbeiten schafft die Voraussetzungen für moderne Kommunikationsverfahren. Mit all diesen Aktivitäten werden die Voraussetzungen für die Aufnahme und den Betrieb der Kampfhubschrauber TIGER sowie die Aus- und Weiterbildung seiner Besatzungen geschaffen. VIPs informieren sich in Fritzlar regelmäßig über den Sachstand der Baumaßnahmen: von links: MdB Gerd Höfer, Verteidigungsminister Peter Struck (2001), hessischer Regierungssprecher Metz und Ministerpräsident Roland Koch (2005) 99

100 weiter von links: Generalinspekteur der Bundeswehr General Wolfgang Schneiderhan mit Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange im November 2005 und MdB Bernd Siebert mit Verteidigungsminister Franz-Josef Jung im Aug Stand der Baumaßnahmen im Frühsommer 2007 Die Sanierung und Modernisierung der über 70 Jahre alten Hallen 3, 5 und 7 ist abgeschlossen und sie werden für Wartung und Instandsetzung von Hubschraubern genutzt. Die Baumaßnahmen zur Sanierung der Halle 4 sind in vollem Gange. Die Sanierung der ebenfalls über 70 Jahre alten Dienst-, Unterkunfts- und Betreuungsgebäude wurde begonnen, in Einzelfällen, zum Beispiel beim Stabsgebäude der Luftbeweglichen Brigade 1, sind die aufwändigen Maßnahmen abgeschlossen. 100

101 Im Simulatorgebäude sind Büros für das Ausbildungspersonal, Besprechungsräume und ein Lehrsaal für Computer unterstützte Ausbildung (CAT: Computer Assisted Training) eingerichtet. Die aufwändigen Vorbereitungsmaßnahmen für die Inbetriebnahme der Simulatoren gehen planmäßig voran. Mitte 2008 soll der Ausbildungsbetrieb aufgenommen werden. Zwei so genannte Dome (links einer davon) mit den Cockpits des Full- Mission-Simulators (FSM) sind installiert und werden für den Ausbildungsbetrieb eingerichtet. In ihnen können die Piloten in einem virtuellen Einsatzszenario komplette Kampfhubschraubermissionen üben. Das Gelände mit dem dazugehörigen Luftraum wird an den ( Lein -) Wänden der Dome detailgenau dargestellt. Der CAT-Hörsaal (rechts) entspricht modernsten Ausbildungserfordernissen. 101

102 Die wie eine fliegende Untertasse aussehende Einrichtung ist der CPT, der Cockpit- Procedure-Trainer, in dem die Besatzungen alle Verfahren üben können, die nicht den gesamten Gefechtsraum einer Mission erfordern, wie im FSM, also etwa das grundsätzliche Zusammenwirken der Besatzung im Cockpit oder reine Verfahren am Boden. Das linke Foto zeigt einen Ausschnitt eines TIGER-Cockpits im CPT und das rechte den Kontrolltisch für das Ausbildungspersonal. 102

103 Der Neubau der 2 Flugzeughallen, 8a und 8b, für die Wartung der Kampfhubschrauber TIGER im Süden des Flugplatzes ist ohne Zweifel die spektakulärste Baumaßnahme auf dem 70 Jahre alten Flugplatz. Das Design der Hallen mit jeweils einer Grundfläche von 150 x 90 Metern und einer Höhe von 18 Metern erinnert an das aerodynamische Profil eines Flugzeugflügels bzw. an das Profil eines Hubschrauber-Rotorblattes. Die Größe der Hallen lässt sich nur im Vergleich zu abgebildeten Fahrzeugen ermessen. 103

104 Für den 27. März 2007, fast 70 Jahre nach dem Richtfest für den Flugplatz am 17. September 1937, wurde zum Richtfest für die Hallen 8a und 8b eingeladen. Polier Matthias Niebergall sprach aus der Höhe vom Gerüst herab den Richtspruch vor einer großen Besucherschar und zerschlug anschließend das obligatorische Schnapsglas am Beton der Halle. Der Rest konnte der Nachwelt erhalten bleiben 104

105 Mit Fertigstellung der neuen Hallen bis voraussichtlich 2010 wird der Flugplatz wieder über sieben Flugzeughallen verfügen, wie im Jahre 1938 bei seiner Indienststellung. Der kriegsbedingte Verlust der Hallen 1, 2 und 6 wird kompensiert sein. Die neuen Flugzeughallen passen sich mit ihrer flachen, abgerundeten Formgebung harmonisch in die ebene Landschaft des Edertals ein und stellen praktisch keine nennenswerte Störung des Landschaftsbildes dar. 105

106 50 Jahre Heeresflieger in Fritzlar Am 21. Juni 2007 beging das Kampfhubschrauberregiment 36 auf dem Flugplatz mit einem Familientag die 50 jährige Stationierung von Heeresfliegern in der Domstadt. Für diesen Anlass wurde, wie schon zum Geburtstag der Garnisonsstadt Fritzlar, ein PAH mit einer entsprechenden Sonderbemalung versehen. Auf der Jubiläumsmaschine sind die in Fritzlar in den vergangenen 50 Jahren stationierten Hubschrauber abgebildet. Technik, Versorgung und Planung Nach Fertigstellung der neuen Hallen werden diese durch die beiden Wartungsstaffeln der Luftfahrzeugtechnischen Abteilung 362 übernommen werden. In den Hallen erfolgt dann die technisch anspruchsvolle Wartung der TIGER- Kampfhubschrauber, um sie für den Flugbetrieb der Fliegenden Abteilung zur Verfügung zu stellen. Diese Arbeit erfolgt im Gegensatz zum Flugbetrieb weitgehend unspektakulär im Verborgenen. Flugbetrieb hingegen ist meist spektakulärer und steht deshalb fast immer im Vordergrund, wie auch diejenigen, die ihn durchführen, die Piloten. Sie erscheinen auf Fotos auch meistens im Vordergrund. Der technisch klare Hubschrauber, der Windsack für das Wetter und der Tower für die Flugsicherung rücken dann zwangsläufig in den Hintergrund, wie beispielsweise auf dem rechten Foto Piloten des 1. Taktiklehrgangs auf PAH im Herbst

107 Wenn Flieger ihren Auftrag, Flugdienst, erfüllen sollen, müssen sie sich unmittelbar im persönlichen Gespräch beim Wetterberater über das Flugwetter und bei der Flugsicherung über Besonderheiten des Luftraumes in ihrem Einsatzgebiet informieren. Danach begeben sie sich zum selbstverständlich startklaren, betankten Hubschrauber auf das Hallenvorfeld und verlassen sich bei Notfällen auf die hierfür bereit gehaltenen Notdienste auf dem Flugplatz. Zu den Soldaten und zivilen Mitarbeitern dieser Dienste besteht im täglichen Routinebetrieb nicht zwangsläufig ein persönlicher Kontakt, sodass deren Arbeit für die Flieger praktisch im Hintergrund abläuft. Dieser Sachverhalt soll deren Arbeit aber in keinem Fall geringschätzig bewerten. An dieser Stelle sollen deshalb einige der Einheiten und Teileinheiten in den Vordergrund gestellt werden, die ebenfalls für die Durchführung des Flugbetriebes auf einem Flugplatz unverzichtbar sind. Das luftfahrzeugtechnische Personal produziert Flugstunden, stellt einsatzklare Hubschrauber bereit und behebt technische Störungen an den Hubschraubern. Der Chef der Instandsetzungsstaffel übergibt dem Chef der Wartungsstaffel im April 1984 nach der 150. Großinspektion symbolisch das Bordbuch eines PAH für die weitere technische Routinebetreuung im täglichen Einsatz. Ohne Mampf kein Kampf Auch die Küche leistet ihren Anteil zum Wohlbefinden der Soldaten auf dem Flugplatz und auf Übungen. Gute Verpflegung auch aus der Feldküche trägt gerade unter Einsatzbedingungen zur Motivation aller Soldaten bei. Auf dem rechten Foto die Küchenmannschaft der Versorgungsstaffel 365 in den 80er- Jahren. 107

108 Ohne Flugbetriebsstoff läuft kein Triebwerk, dreht sich kein Rotor und kein Motor. Die humorvoll Spritis genannten Betriebsstoffsoldaten betanken mit ihren Flugfeldtankwagen jedes Luftfahrzeug auf dem Flugplatz, egal, ob Hubschrauber oder Flächenmaschine. Aus der schnellen und sicheren Arbeit dieser Soldaten ergibt sich, insbesondere für fremde Besatzungen, der gute Ruf eines Flugplatzes: In Fritzlar klappt das Tanken wie am Schnürchen. Hochexplosives bei der Munitionsgruppe. Eine Palette Lenkflugkörper (LFK HOT) wird für das nächste Schießen mit den Panzerabwehrhubschraubern verladen. Mit diesen Raketen muss ein PAH-Regiment letztendlich die zerstörende Wirkung an feindliche Panzerverbände bringen. Planung ist die halbe Miete. In dutzenden von Büros und Planungsräumen versuchen die dort eingesetzten Soldaten und zivilen Mitarbeiter alle Elemente eines Flugplatzes mit seinen Verbänden und Einheiten in Schwung zu halten. Ihre Waffen: Büromaterial, PCs, Telefone und große Planungskarten. 108

109 Bei Not am Mann: Hier werden Sie geholfen. Für alle Luftnotlagen am Flugplatz und in seiner Umgebung bestens gerüstet. Die Notdienstgruppe, die der Flugsicherheitsoffizier des Regiments einsetzt. Ihr gehören Feuerwehrkräfte, Ärzte und Sanitäter, Techniker und ein Bereitschaftshubschrauber an. Über die erwähnten Dienstleistungen hinaus, die Flieger wie selbstverständlich in Anspruch nehmen, gibt es noch weitere, die zum Funktionieren eines Flugplatzes notwendig sind: von der Verwaltung über die Betreuung eines großen Fahrzeugbestands bis hin zu Hundeführern mit ihren Wachhunden... und... und... und last, but not least: Norbert Dube (links), der seit 1980 in der Kantine seine Soldaten mit der BILD und Currywurst versorgt und... Maja Sell (rechts), die auch seit vielen Jahren alle wichtigen Ereignisse auf dem Flugplatz mit ihrer Kamera im Bild festgehalten hat. 109

110 Öffentlichkeitsarbeit Für ein verständnisvolles Miteinander der Bundeswehr mit den Bürgern der alten Garnisonsstadt Fritzlar sorgen unter anderem zahlreiche Veranstaltungen, an denen die Öffentlichkeit beteiligt und über aktuelle Entwicklungen in den Streitkräften informiert wird. So beispielsweise bei den jährlichen Neujahrsempfängen der Luftmechanisierten Brigade im Kasino (oben). Auch bei den feierlichen Gelöbnissen, die regelmäßig unter Beteiligung von Verwandten der Rekruten und der interessierten Öffentlichkeit auf dem Flugplatz stattfinden, wird in einer Ansprache über sicherheitspolitische Themen informiert. Bei dem jährlich in Deutschland stattfindenden Girls Day wird interessierten Schülerinnen auch ein Eindruck vom Dienst in der Bundeswehr vermittelt. Die Arbeitsbereiche Flugvorbereitung, Flugsicherung und besonders die Luftfahrzeugtechnik finden bei den teilnehmenden Mädchen immer großes Interesse. 110

111 Von Zeit zu Zeit werden auch die Repräsentanten kommunaler Dienststellen zu Informationsgesprächen eingeladen und über die Veränderungen auf dem Flugplatz informiert. Rechtes Foto: Landrat Hasheider (links), Regierungspräsident Hilgen (Mitte) und Bürgermeister Lange (2. v. rechts) Auch die Bürgermeister und Ortsvorsteher aus der Umgebung des Flugplatzes (links) wurden über die umfangreichen Baumaßnahmen auf dem Flugplatz unterrichtet. Das jedes Jahr im September veranstaltete Biwak der Luftbeweglichen Brigade 1 (unten) ist zu einem Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben in Fritzlar geworden, bei dem die Soldaten der Brigade gerne Gelegenheit nehmen, am Lagerfeuer in lockerer Atmosphäre, bei Bier und Gegrilltem mit Angehörigen aus dem zivilen Bereich ins Gespräch zu kommen. 111

112 01. April 2008: 70 Jahre Flugplatz Fritzlar In den vergangenen 70 Jahren hat sich der Fritzlarer Flugplatz mit seiner Kaserne immer wieder verändert. Viele Truppenteile sind gekommen und gegangen, Gebäude wurden abgerissen, andere modernisiert oder neu gebaut. Er wurde mit einer festen Start- und Landebahn sowie Einrichtungen für An- und Abflüge nach Instrumentenflugregeln bei schlechtem Wetter ausgerüstet. Derzeit laufen die umfangreichsten Veränderungen in der Geschichte des Flugplatzes, um ihn für die neuen Anforderungen fit zu machen. Insgesamt hat die Flugplatzanlage ihren Charakter eines Fliegerhorstes aus den 1930er- Jahren, auch dank der unermüdlich konsequenten Bemühungen der Denkmalpflege, die bei den Soldaten nicht immer auf Verständnis gestoßen sind, unverkennbar erhalten. Es macht heute Freude, zu erkennen, wie alte zweckmäßige Bausubstanz nicht abgerissen, sondern saniert, modernisiert und mit neuen Faßberg Ergänzungen wieder zu einem schönen Celle Gesamtensemble entwickelt wird. Der Bückeburg Flugplatz Fritzlar ist einer der wenigen Rheine militärischen Standorte in Deutschland, Holzdorf der in den vergangenen Turbulenzen von Umgliederungen, Reduzierungen, Fritzlar Auflösungen und Neuaufstellungen von Truppenteilen und Garnisonen gerade wegen seiner zentralen geographischen Lage 70 Jahre überlebt hat und nun zu Nieder- Roth einem der modernsten Standorte des stetten Heeres ausgebaut wird. Fritzlar hat Modellcharakter für die Modernisie- Laupheim rung weiterer Heeresflugplätze, wie Faßberg und Roth. Fritzlar bleibt in Deutschland das wichtigste militärische Drehkreuz für Luftfahrzeuge zum Tanken. 112

113 Zielsetzung für die enormen Anstrengungen, die auf dem Fritzlarer Flugplatz seit nunmehr 10 Jahren betrieben werden, ist der Erwerb militärischer Fähigkeiten, zur Durchführung von luftbeweglichen Operationen im Rahmen von Einsätzen der Eingreifkräfte oder der Stabilisierungskräfte der Bundeswehr. Alle Fäden hierfür laufen im Stab der Luftbeweglichen Brigade 1 auf dem Flugplatz zusammen, wo die entsprechenden Maßnahmen für die unterstellten Truppenteile koordiniert werden. 1 Fritzlar C 10 L Faßberg 26 A Roth A 36 Fritzlar 1 Schwarzenborn Hammelburg TrspHubschrRgt KpfHubschrRgt JgRgt Die genannten Aufträge sollen im Zusammenwirken von Kampfhubschraubern, Transporthubschraubern und luftbeweglichen Infanteriekräften erfüllt werden. 113

114 Auf der Baustelle Luftbewegliche Brigade 1 ist noch immer etwas los. Seit vielen Monaten sind die Vorbereitungen für die Übernahme der ersten TIGER in die Truppennutzung bei Stäben, Verbänden und Einheiten in der Flugplatzkaserne in vollem Gange. Einige TIGER kamen in den vergangenen Jahren schon immer wieder einmal in die Domstadt, um langsam die Witterung von ihrem neuen Zuhause aufzunehmen, allerdings wollten sie bisher noch nicht bleiben. TIGER und UH 1D über Fritzlars Dom im Mai 2006 Es bleibt abzuwarten, wann das nächste Standardfoto im Westteil des Platzes mit dem ersten TIGER des Regiments 36 am Himmel vor der wunderschönen Stadtsilhouette von Fritzlar aufgenommen und damit ein neues Kapitel in der Geschichte des Fritzlarer Flugplatzes aufgeschlagen werden kann. Bis dahin muss eine Fotomontage ausreichen. Hubschrauber gehören zu Fritzlar wie seine Türme, die Eder und der Dom. 114

115 Histörchen zum Schluss Zwei alte Adler der Heeresflieger, Klaus Wulff (links), letzter Staffelkapitän der Heeresfliegerstaffel 2, und der Verfasser, Jürgen Preuß (rechts), haben 1969 bei demselben Fluglehrer, Stabsunteroffizier Klaus Kirschbaum, auf der Alouette II gemeinsam das Hubschrauberfliegen erlernt, waren seit 1997 im Stab der Luftmechanisierten Brigade 1 zusammen mit Flugeinsatz- Aufgaben betraut, feierten im Juni 1999 nach 30 Jahren im Flugdienst ebenfalls gemeinsam auf dem Fritzlarer Flugplatz ihre Flugstunde und gingen im Juli 2005 bzw. im April 2006, immer noch fliegertauglich, in den Ruhestand. Letzter gemeinsamer Flug zweier alter Adler in einer Alouette II, auf der beide vor 35 Jahren das Fliegen gelernt haben. Das Foto entstand am 29. Juli 2005, dem letzten Tag im aktiven Dienst von Oberstleutnant Klaus Wulff. Der Panzermann (Offizier der Panzertruppe), Oberstleutnant Hubert Raulf, ist als derzeitiger Kasernenkommandant verantwortlich für die Koordination aller Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Betrieb der Kaserne. Augenblicklicher Schwerpunkt seiner Aufgaben ist die Abstimmung aller Baumaßnahmen auf dem Flugplatz und in der Kaserne mit dem Dienstbetrieb des Kampfhubschrauberregiments und der Luftbeweglichen Brigade. Hubert Raulf setzt sich als Panzermann seit Jahren engagiert für heeresfliegereigentümliche Aufgaben ein. Danke Hubert! 115

116 Anhang Seite Gedenkstätten 117 Kasernenplan 124 Flugzeughallen bis Aufstellungsbefehl von Fliegerhorstkommandanturen 129 Aus Kommandanturbefehlen 130 Angriff auf Fritzlar und den Flugplatz am März Besatzungszonen in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg 132 US Constabulary-Verbände Übersetzungen 134 Flugsicherheit 1/ Fritzlarer Kommandeure 139 Fotos von gestern und von heute 141 Der Flugplatz aus Sicht eines Künstlers 169 Der Heeresflieger 170 Literatur- und Quellenverzeichnis 171 Bildquellen 176 Bildnachweis 178 Kurzbiographie des Verfassers

117 Gedenkstätten Mit der Übernahme des neuen Flugbetriebsgebäudes im Jahre 1986 durch die Fliegende Abteilung 361 wurde in der Eingangshalle eine Gedenktafel für die im Flugdienst ums Leben gekommenen Fritzlarer Besatzungsangehörigen eingeweiht. 117

118 Die Gemeinschaft der Heeresflieger des Standortes Fritzlar, der auch ehemalige Soldaten anderer Fritzlarer Einheiten angehören, stiftete zehn Jahre später einen Gedenkstein für alle im Dienst tödlich verunglückten Fritzlarer Soldaten und richteten am Zennerntor eine Gedenkstätte ein. Die Gedenkstätte wurde am 19. Juli 1996 eingeweiht. 118

119 Gedenkstätte am Knüllköpfchen für die Opfer des Absturzes einer Vertol H 21 am 14. Januar 1959 Bei einem Einsatzflug zur technischen Hilfeleistung für eine am Knüll notgelandete und dabei beschädigte Do 27 stürzte die H 21 bei schlechten Sichtverhältnissen ab. Acht Soldaten der Heeresfliegertransportstaffel 822 fanden bei dem Unglück den Tod. Die Einweihung der Gedenkstätte fand im Folgejahr mit militärischen Ehren statt. 119

120 Die Gedenkstätte befindet sich in der Nähe der Jugendherberge am Boglerhaus. 120

121 Gedenkstätte bei Momberg für die Opfer des Absturzes einer Bo 105P am 28. August 1985 Bei einem Übungsflug stürzte der Panzerabwehrhubschrauber mit trocken gelaufenem Heckrotorgetriebe in dichten Hochwald nordwestlich von Momberg. Zwei Fliegerkameraden des Heeresfliegerregiments 36 kamen dabei ums Leben. 121

122 Die Gedenkstätte liegt schwer zugänglich im Wald an einem schmalen Pfad. Gedenkstätte bei Gudensberg für die Opfer des Absturzes einer Bo 105 P am 25. März 1997 Beim Rückflug von einer Schwarmausbildung mit 4 Hubschraubern stürzte die 3. Maschine der Formation wenige Minuten vor Erreichen des Flugplatzes Fritzlar nördlich von Gudensberg auf eine Wiese. Die beiden Piloten vom Heeresfliegerregiment 36 wurden getötet. 122

123 Die Gedenkstätte liegt gut zugänglich an einem befestigten Feldweg. 123

124 Kasernenplan

125 Flugzeughallen bis 2006 H 7 H 1 H 2 H 3 H 4 H 5 H 6 alter Tower Geb. 2 Halle 1: Halle 2: Halle 3-5 und 7: Halle 6: Halle 8a und 8b: Einzig bekannte Abbildung der Halle auf diesem Foto. Der Zeitpunkt der Zerstörung bzw. des Abrisses ist nicht bekannt. Auf späteren Luftbildern ist der Betonboden der Halle zu erkennen. Heute steht das neue Simulatorgebäude auf dem Areal. Die beschädigte Halle ist auf Fotos amerikanischer Truppen abgebildet. Der Zeitpunkt der Zerstörung bzw. des Abrisses ist nicht bekannt. Auf späteren Luftbildern ist der Betonboden der Halle zu erkennen. Heute steht das neue Flugbetriebsgebäude, Geb. 200, mit dem neuen Tower auf dem Areal. Diese Hallen sind seit ihrer Errichtung erhalten geblieben und wurden für die weitere Nutzung saniert. Die Halle ist auf wenigen Fotos abgebildet. Der Zeitpunkt der Zerstörung bzw. des Abrisses ist nicht bekannt. Auf späteren Luftbildern ist der Betonboden der Halle zu erkennen. Auf derselben Stelle wurde 1977 eine neue Flugzeughalle mit gleicher Bezeichnung für die Heeresfliegerstaffel 2 eingeweiht. Die Neubauten werden im Südbereich des Platzes errichtet. 125

126 Flugzeughallen auf dem Flugplatz Fritzlar 2006 H 7 H 3 H 4 H 5 H 6 früher H 2 früher H 1 126

127 127 7

128 Seitenrisse der Flugzeughallen 1-7 Die Seitenrisse sind der einzige Hinweis auf das Aussehen der Halle 1, von der außer einer Luftaufnahme kein Foto existiert. Sie war baugleich mit der Halle

129 Aufstellungsbefehl von Fliegerhorstkommandanturen - Auszug - Kammhuber, Joseph war damals Oberstleutnant und Chef des Organisationsstabes im Reichsluftfahrtministerium (R.L.M.). Nach Aufstellung der Bundeswehr wurde er der erste Inspekteur der Bundesluftwaffe. 129

130 Aus Kommandanturbefehlen der Fliegerhorstkommandantur E-217/XI Nr. 6/44 vom Arbeitseinsatz (auf der Baustelle Fritzlar-Nord eins): In einer Zeit, in der das deutsche Volk zum totalen Kriegseinsatz aufgerufen ist, und in Ostpreußen und anderen Gauen alle verfügbaren Kräfte zu Befestigungsarbeiten herangezogen wurden, muss es die Bevölkerung außerordentlich verbittern, wenn sie zur Arbeitsaufsicht deutscher Soldaten eingesetzte Unteroffiziere faulenzen sieht, die sich offenbar zur Preisgabe ihrer vermeintlichen Vorrechte noch nicht entschließen können und der Arbeit der ihnen unterstellten Soldaten nur zusehen. Bei der arbeitsmäßigen Belastung deutscher Männer und Frauen wird es von der Bevölkerung nicht verstanden, wenn Unteroffiziere und Feldwebel zum Zwecke der Beaufsichtigung der arbeitenden Soldaten untätig herumstehen. Es wird daher befohlen, daß jeder Soldat beim Arbeitsdienst selbst mitarbeitet. Verbot: Es ist sämtlichen Soldaten und sämtlichen männlichen zivilen Gefolgschaftsmitgliedern verboten, die Unterkünfte der Stabshelferinnen und der Frauen der Luftnachrichtenstelle zu betreten. Nr. 3/45 vom Wehrmachtsstandortbefehl: Sämtlichen Wehrmachtsangehörigen ist der Besuch der Gaststätte -Kaffeeköhler- wegen Gefährdung der Manneszucht verboten. Nr. 8/45 vom Stromabschaltung wegen schlechter Verdunkelung: Die Kfz-Garage von den Junkers-Werken war sehr schlecht verdunkelt, darum wurde das Licht zur Strafe für 8 Tage abgeschaltet. Nr. 9/45 vom Betreten des Kaffee Köhlers : Ab ist das Kaffee Köhler für sämtliche Wehrmachtsangehörige wieder freigegeben. 130

131 Angriff auf Fritzlar und den Flugplatz am März

132 Besatzungszonen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg 132

133 US Constabulary-Verbände 1947 in der amerikanischen Besatzungszone Das 14. Constabulary Regiment ist in Fritzlar stationiert. 133

134 Übersetzungen Confidential 7. Mai 1945 V E R T R A U L I C H EILT An : Oberstlt. Murphy 404. Fighter Group Von : codierte Adresse (Oberkommando der US Streitkräfte) Zeit : 07 (.Mai) 10:29 Mitteleuropäische Zeit Bezugs Nummer Die Folgende Meldung, die im hiesigen Hauptquartier eingegangen ist, wird zu Ihrer Information und zum Einleiten notwendiger Maßnahmen im Original weitergeleitet. Anführungszeichen 1. Ein Repräsentant des deutschen Oberkommandos hat die bedingungslose Kapitulation aller deutschen Land-, See- und Luftstreitkräfte in Europa gegenüber den alliierten Expeditionsstreitkräften und gleichzeitig gegenüber dem sowjetischen Oberkommando erklärt, um 01:41 Uhr mitteleuropäischer Zeit, am 7. Mai, wonach alle Streitkräfte offensive Operationen einstellen um 00:01 Uhr MEZ am 9. Mai. 2. Mit sofortiger Wirkung sind alle offensiven Operationen der alliierten Expeditionsstreitkräfte einzustellen und die Truppenteile verbleiben in ihren derzeitigen Stellungen. Bewegungen zum Zwecke der Besetzung werden fortgesetzt. Wegen der Schwierigkeiten bei den Kommunikationsverbindungen kann es zu einigen Verzögerungen bei der gleichzeitigen Übermittlung der entsprechenden Befehle an die feindlichen Truppen kommen, sodass volle Verteidigungsbereitschaft aufrecht zu erhalten ist. 3. Die Information geht hinab bis einschließlich zu allen Divisionen, taktischen Luftwaffenkommandos und Gruppen, Stützpunkten und vergleichbaren Einrichtungen. Es sind keine Presseerklärungen abzugeben, bis zu einer Verlautbarung der drei Regierungschefs. Unterschrift: Eisenhower. Abführungszeichen. Alle Truppenteile werden dringend darauf hingewiesen, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, Waffen und Munition in Händen von Soldaten zu sichern. 134

135 48-plane-buzz-job Auf einen frühzeitigen Tipp hin, dem zufolge eine Flugdemonstration eine angemessene Begrüßung für den hochrangigen Besucher wäre, brachten beide Kampfgruppen - die 404. und die komplette Gruppenformationen in die Luft. Als Koniev aus seinem Flugzeug stieg, mit großen weißen Marschallsternen auf gigantischen goldenen Schulterklappen, erfolgte der Überflug der Gruppen als Luftparade, und dann kam die 404. erneut in 50 Fuß (Höhe) zu einer 48-Maschinen- Tiefflugdröhnung zurück, was vorher noch nie zu sehen war und wohl auch nie wieder zu sehen sein wird. United States Constabulary Consabulary: Polizei (-truppe), Truppe mit Polizeiaufgaben Die United States Constabulary (Truppen) im Bereich der 1. Infanteriedivision bildete die Abschreckung gegen den Kommunismus in Deutschland und Österreich unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg. Angehörige dieser großartigen Organisation waren die ersten Krieger des Kalten Krieges. Zusätzlich erfüllten die United States Constabulary eine Vielzahl der Funktionen, die die deutsche und österreichische Regierung nicht erfüllen konnten. Die Constabulary sorgte für allgemeine militärische und zivile Sicherheit, überwachte die Grenzen, beschlagnahmte Schmuggelware und steuerte Flüchtlingsbewegungen neben ihren üblichen Aufgaben. Die United States Constabulary wurde im Dezember 1952 herausgelöst, nachdem sie ihren Auftrag erfüllt hatte. 135

136 Irene Matherne UNGEDANKEN war die erste Ortschaft hinter Fritzlar auf dem Weg nach Bad Wildungen. Trooper (Polizist) Gilbert Matherne wohnte dort mit Zweitwohnsitz für kurze Zeit, mit seiner Ehefrau Elisabeth, ihrem Sohn Gilbert Junior und Elisabeths Kindern, Dieter und Margaret. Es gab eine kleine katholische Kirche in Ungedanken, in der Gilbert Matherne und sein Sohn getauft wurden. Dieser Straße von Fritzlar kommend weiter folgend kommt man nach Bad Wildungen hinein. So würde man das militärische Hauptlazarett finden. Jedes deutsche Mädchen, das ein GI heiraten wollte, um es nach Hause zu Muttern mit in die Staaten zu bringen, musste erst zu einem Arzt in diesem Lazarett. Vor Erteilung der Erlaubnis war es für sie notwendig, eine körperliche und geistige Untersuchung zu durchlaufen, mit dem Ziel, ein einwandfreies Gesundheitszeugnis zu erlangen. Da wurden eine ganze Menge Fragen gestellt. Meine Mutter hat mir erzählt, dass man sie sogar gefragt habe, ob sie ein Nazi sei. Der Krieg war 1945 beendet, aber die Bedingungen für eine Heirat mit einer Ausländerin bestanden noch bis in die 1950er-Jahre hinein. 136

137 Ein bisschen Luftwaffenhistorie von Peter Sturz, Hauptmann d. D. Flugsicherheit 1/94 Dies ist die wahre Geschichte eines VIP-Fluges in den 60er-Jahren. Das Ganze spielte sich im östlichen (!) norddeutschen Raum ab und begann recht harmlos. Der verantwortliche Luftfahrzeugführer (VLF) und ich sollten einen wirklich hochrangigen VIP zu einer Fernmeldeeinrichtung nahe der damaligen Zonengrenze fliegen. Mit einer Alouette II nahmen wir den als VIP nicht gerade beliebten General auf und folgten einer Straße südlich eines Mittelgebirges, um trotz der nicht gerade guten Wetterbedingungen auf jeden Fall unseren Ablaufpunkt für den Endanflug nicht zu verpassen. Wir mussten zum Teil zwischen Nebelbänken unseren Weg suchen, teils blieben wir über den Nebelfeldern, mit einem Wort: terrestrische Navigation war nicht immer möglich. Es kam, wie es kommen musste! Den Ablaufpunkt haben wir nie gesehen, und nachdem eine verflucht unruhige Zeit verstrichen war, versuchten wir, aufs Geratewohl und querfeldein den Landeplatz zu finden. Die Stimmung in unserem Hubschrauber schlug Wellen, der VIP wollte eine Karte haben, und so bestimmte der VLF, dass er aufgrund der Wichtigkeit des Auftrages die Navigation übernehmen werde und ich sollte die Steuerführung übernehmen das hätte ich ja schließlich gelernt. Der vorgesehene Landeplatz lag nur einen Kilometer von der Zonengrenze entfernt, und jeder kann die Anspannung verstehen, mit der wir uns aus der Situation herauszulavieren versuchten. Die Zeit verstrich unerbittlich, und das trug bestimmt nicht zu unserer Beruhigung bei. Unser VIP hatte wichtige Akten für eine Konferenz von NATO-Generalen bei sich und sorgte auch nicht gerade für eine heitere Atmosphäre... Wir irrten nun nahezu planlos und fast entnervt in der Gegend herum, kannten unsere genaue Position nicht mehr und taten das, was man mit Hubschraubern in solchen Fällen eben tut: man holt sich eine Fahrkarte, indem man ganz nahe an einem Ortsschild vorbeischwebt, um den Namen zu entziffern und so die eigene Position wieder festzustellen. Solches taten wir und waren mehr als beunruhigt, da das Ortsschild WEISS war! Wir hatten uns also total verfranzt, hatten unseren VIP in die sowjetisch besetzte Zone geflogen und versuchten nun verzweifelt, den Ortsnamen auf den hin und her gedrehten Karten zu finden. Schließlich konnten wir das Nest auf der Karte bestimmen und unsere Flucht in die Wege leiten. Also: go west! Mit unglaublich heißen Ohren, ob der verständnisvollen Kommentare unseres VIP und mit einer vorher nie gekannten, bedrohlichen Angst beschleunigte ich die brave Alouette auf Höchstgeschwindigkeit und flog so tief wie nie zuvor in Richtung Westen. 137

138 Vermutlich hatten alle an Bord die gleiche panische Angst, ohne dies natürlich zugeben zu wollen. Die Reaktionen aller in dieser Stresssituation wurden nachher selbstverständlich bedauert. Das i-tüpfelchen setzte ich allerdings noch obendrauf: Da ich so tief und mit so hoher Geschwindigkeit flog, dass die Gänseblümchen volle Deckung nehmen mussten, forderte der jetzt höchst ungehaltene VIP recht lautstark den fliegenden Aviatiker auf, gefälligst höher zu fliegen! Weder damals noch später habe ich mir von Passagieren in meine Fliegerei reinreden lassen, und so antwortete ich: Damit die vielleicht besser zielen können? In der daraufhin eingetretenen Gesprächspause konnte ich mich endlich wieder auf das Fliegen konzentrieren. Nach einer gefühlten Ewigkeit tauchte endlich der so genannte Todesstreifen vor uns auf, und wir erwischten ein Teilstück, in dem die Wachtürme etwas weiter auseinander standen. Nach ein paar Sekunden höchster Anspannung hatten wir es geschafft, wir waren wieder zu Hause! Jetzt vollzog sich bei unserem VIP eine unvergessliche Veränderung: binnen weniger Minuten wurde er etwa einen Meter größer und einen Zentner schwerer! Heute weiß ich, dass sich so seine Erleichterung ausdrückte. Damals war es für mich das Ende meines gesamten menschlichen Daseins. Bis zur Landung nach dem nun problemlos verlaufenden Flug dauerte der lautstarke und äußerst beunruhigende Monolog des Generals, der am Ziel der Reise sehr ungehalten mehrere Meldungen entgegennehmen musste. Mein VLF und ich standen wie unwürdige Erdenwürmer neben unserem Fluggerät und warteten auf unsere Exekution, die ja nach all den Ankündigungen zweifelsfrei sofort vollstreckt werden würde. ER hatte schließlich gesagt, dass ER dafür sorgen würde, dass wir beide nie wieder in einen Flieger steigen würden... Doch der hohe Herr hatte inzwischen entschieden, dass der Hubschrauber nicht auf dem Landeplatz verbleiben könne und wir beide die Alouette zu einem in der Nähe gelegenen Heeresflugplatz überführen sollten. Bei der Befehlsausgabe fügte er hinzu: Und damit Sie sich nicht wieder verfranzen, gebe ich Ihnen einen General mit! Nun denn, davon standen ja genug um ihn herum. Dem völlig verdatterten Brigadegeneral, der noch nie etwas mit der Fliegerei im Sinn gehabt hatte, gaben wir zwar eine Karte, mussten ihn jedoch kameradschaftlich bei der Navigation unterstützen. Nach der Landung auf dem Heeresplatz nahmen die Ereignisse ihren vorbestimmten Lauf: Für meinen VLF stand ein Dienstfahrzeug bereit, das ihn zur Vernehmung bringen sollte, unser Passagier wider Willen wollte so schnell wie möglich zu seinem Herrn und Meister zurück, tja und ich... konnte meinen Frust abends an der Bar des Offiziersheims ertränken, denn ich musste ja am nächsten Tag nicht fliegen! PS: Peter Sturz durfte nach ein paar Monaten wieder fliegen, das Schicksal des damaligen VLF bleibt im Verborgenen. 138

139 Fritzlarer Kommandeure Kampfgeschwader 254/54 Totenkopf Oberst Lackner I. Gruppe/Kampfgeschwader 254 / Major Höhne III. Gruppe/Nachtjagdgeschwader Major Drewes Heeresfliegerbataillon Major Hösselbarth Major Stumpfe Major Selke Leichtes Heeresfliegertransportregiment Oberstlt Prem Oberst Lücke Niederstetten Oberst Hösselbarth Fliegende Abteilung 310/ Oberstlt Baumann Oberstlt Csoboth Oberstlt Kams Oberstlt Schwarzmann Oberstlt Summerer Luftfahrzeugtechnische Abteilung 320/ Oberstlt Petereit Oberstlt Suchland Oberstlt Thies Niederstetten Oberstlt Bröker Heeresfliegerregiment Oberst Schnurer Oberst Müller, Roland Oberst Ziegaus Oberst Bussiek Oberst Dittmar Oberst Reinelt Kampfhubschrauberregiment Oberst Kraß 139

140 Fliegende Abteilung Oberstlt Schotte Oberstlt Pöhlmann Oberstlt Strümpler Oberstlt Winter Oberstlt Bussiek Oberstlt Siekmeier Oberstlt Lucassen Oberstlt Hampe Oberstlt Stumpf Oberstlt Ott Oberstlt Mittelberg Oberstlt Brendel Luftfahrzeugtechnische Abteilung Oberstlt Thies Oberstlt Fritz Oberstlt Brandl Oberstlt Plüß Oberstlt Menge Luftmechanisierte Brigade BrigGen Dr. Budde BrigGen Kammerer BrigGen Freers BrigGen Wolski Luftbewegliche Brigade BrigGen Halbauer 140

141 Fotos von gestern und von heute Appell im Frühjahr 1938 Feierliches Gelöbnis

142 Wirtschaftsgebäude 25 um 1940 Das lange Jahre als Mannschaftsheim ( Mannheim ) genutzte Gebäude wird ab Mitte 2007 in ein modernes, kombiniertes Offiziers- und Unteroffiziersheim umgebaut. 142

143 Edersee-Staumauer am , dem Tag des Angriffs... und 1999 mit PAH 1. Die geschlossene Bresche im linken Teil der Mauer ist an der helleren Färbung und den nicht wieder eingebauten Öffnungen für die Mittelabläufe zu erkennen. 143

144 Schlauchboot-Einsatz im Barackenlager während des Eder-Hochwassers nach dem Bombenangriff auf die Staumauer 1943 mit Blick auf die Kaserne Heute befindet sich an dieser Stelle ein großer Parkplatz mit Blick auf die Gebäude 43, links und 42 rechts. Das alte Kantinengebäude 25 dazwischen ist durch einen Baum verdeckt. 144

145 Getarnte Halle 6 von Norden mit Zennern-Wäldchen links und Geb. 12 rechts während der Ederflut 1943 Derselbe Blickwinkel 2007 aus einem Südfenster des Stabsgebäudes der Luftbeweglichen Brigade 1 145

146 Das Wasser des Edersees strömt am 17. Mai 1943 durch die Kaserne. Heutiger Blick aus dem Stabsgebäude der Luftbeweglichen Brigade 1 auf Geb. 16, in dem heute das Mobilitätscenter untergebracht ist. 146

147 Blick aus dem 1. Stock des heutigen Stabsgebäudes der Luftbeweglichen Brigade 1 im Mai 1943 in Richtung Nordwesten auf die Gebäude 20 C 20 E. Im linken Bildteil ist der Wachturm im Bereich des Stabsgebäudes zu erkennen. Derselbe Blickwinkel im Mai

148 Endmontage der Ju 352 in der Halle 3 um 1943 Inspektionsarbeiten an BO 105 in der sanierten Halle 3 im Jahre

149 Junkers Ju 352 mit Laderampe, im Hintergrund Halle 7 um 1944 Halle 7 im Frühling

150 Weihnachtliche Herrenrunde im Offizierskasino Das Kaminzimmer im Jahre

151 Me BF 110G der III./NJG 1 in Halle 5 Anfang April 1945 nach der Besetzung durch amerikanische Truppen Derselbe Bildausschnitt 2007 mit BO 105, PAH 1A1 151

152 Die beschädigte Halle 2 mit dem alte Flugleitungsgebäude 2 oben nach 1945 und 2007 unten mit neuem TIGER-Simulatorgebäude und Turm mit der Radarantenne. 152

153 Im Westteil des Platzes abgestellte und rollende amerikanische P 47 Thunderbolt- Kampfflugzeuge. Unterhalb des Höhenzuges am Büraberg sind die abgestellten deutschen Beuteflugzeuge schemenhaft zu erkennen. Dasselbe Areal des Platzes 2007 vom Dach der Halle 3 aus fotografiert 153

154 Instandsetzungsarbeiten an P 47 in Halle 3 um und 2007 an BO 105 Panzerabwehrhubschraubern 154

155 Blick um 1948 aus dem Dienstzimmer eines Troopers der US Constabulary Radio- School auf den Sportplatz, dahinter das alte Küchengebäude 87 und Geb. 20 C und D Derselbe Ausschnitt im Jahre 2007 mit dem 1975 gebauten Heizwerk 155

156 Französische Zeremonie Anfang der 50er-Jahre an der Ostseite des Geb.25 mit AMX 13 Panzern Derselbe Ausschnitt 2007 mit einem Flügel des Facharztzentrums, Geb

157 Zeremoniell der französischen Husaren im Kfz-Bereich zwischen den Gebäuden 14 bis 18 Dieselbe Szenerie wird heute im Westen durch das Wirtschaftsgebäude 10 abgeschlossen. 157

158 Luftbilder von Osten aus dem Jahr 1950 oben und 2007 unten 158

159 Personal der Wetterberatungsstelle auf dem Wetterbalkon 1960 Derselbe Bildausschnitt

160 Blick vom Wetterbalkon um 1960 mit AI II und Do 27 der Heeresfliegerstaffel 2... und im April 2007 mit Blick auf die Baustelle der Halle 4 160

161 Nach der Verlegung des Panzergrenadierbataillons 53 nach Rotenburg an der Fulda im Jahre 1992 findet auch vor dem Stabsgebäude im Dezember 1993 ein symbolischer Wachwechsel statt: der Schützenpanzer HS 30 muss einem Verbindungshubschrauber Alouette II weichen. Alouette II vor dem Stabsgebäude

162 Luftaufnahmen von Südwesten: oben Ende der 90er-Jahre vor den Sanierungsmaßnahmen und unten 2007 mit neuem Simulatorgebäude und sanierten Hallen. Die Renovierung der Halle 4 wurde begonnen. 162

163 Ehemaliger Exerzierplatz/ Fritzlar-Nord /StOÜbPl Kasseler Warte 2006 Ackergelände (im Foto oben) für die neue Startbahn Fritzlar-Nord-eins

164 Panoramafoto vom Dach der Halle 3 aus dem Jahre 2007 (vergleiche Foto von 1948 auf S. 41) 164

165 Stadtansicht vom Türmchen des Stabsgebäudes 165

166 Alte und neue Gebäude für den TIGER Jahre Flugplatzarchitektur von links: neuer Tower (1986) Simulator (2007) alter Tower (1937) 166

167 Kasernenblocks vor historischer Stadt Der Ehrenplatz vor dem Stabsgebäude 167

168 Mittelalterlicher Stadtkern der Garnisonsstadt Fritzlar Dom und Türme vor dem Chattengau. 168

169 Der Flugplatz aus Sicht eines Künstlers Aquarell von Jürgen Raabe

170 Der Heeresflieger Der Heeresflieger aus Sicht von Infanterie und Luftwaffe: Er kann nicht richtig laufen, er kann nicht richtig fliegen aber er hat einen ziemlich großen Schnabel. 170

171 Literatur und Quellenverzeichnis 1) Achs, Peter Recherchen zu Junkerswerken, Februar ) Aders, Gebhardt Geschichte der deutschen Nachtjagd Stuttgart ) Arbeitsgemeinschaft F 40 Flugzeuge der Bundeswehr Luftwaffe e. V. Dornier Do 27 A/B, Bückeburg ) Archiv der Stadt Fritzlar Militärisches Bauen im Dritten Reich Autor unbekannt, Dokumentation um ) Bundesarchiv, Findbücher zu Beständen des Bundesarchivs, Elfriede Frischmuth Fliegerhorstkommandanturen und Flughafenplatzkommandos, Bestand RL 20, RL 21 Freiburg ) Carlsen, Sven und Die Flugzeugführer-Ausbildung der Deutschen Meyer, Michael Luftwaffe , Bd II, Zweibrücken ) Crucq, Paul Skizze über den Angriff auf Fritzlar am , Middelburg (NL) ) Der Reichsminister der Luftfahrt Aufstellung von Fliegerhorst-Kommandanturen Berlin, ) Deutsche Lufthansa AG Firmenarchiv, - Nachrichten für Luftfahrer vom Großer Luftverkehrs-Atlas von Europa Berlin-Leipzig ) D/F HFlgAusbZ TIGER Bussiek, Horstmar, Oberst und Hesse, Francois, CBA Le Luc en Provence/Frankreich ) Döring, Friedrich Fotoarchiv 12) Drewes, Martin Schreiben eines Zeitzeugen vom ) Euler, Helmuth - The Dams Raid Through The Lense, London Wasserkrieg, Stuttgart ) Fachklinik Fürstenhof Schreiben vom April 2007, Bad Wildungen 171

172 15) Fickenscher, Günter Wetterberatung in Fritzlar, in Chronik der GeoPhysBerSt ) Fliegerhorstkommandantur Kommandanturbefehle bis E 217/XI Fritzlar (im MGFA) 17) Flug Revue International Hefte 2-4/ ) Föhlbach Verlag, Hrsg. Flugtag 31. Mai 1987, 25 Jahre Heeresflieger Fritzlar, Koblenz ) Freudenstein, Wilhelm Zeitzeugenaussage, Gudensberg, ) Fritzlar, Regionalmuseum Dr. Schotten, Johann-Henrich, 21) Fritzlar, Stadtarchiv Lohmann, Clemens 22) Garben, Fritz Fünf Jahrzehnte Heeresflieger, Lemwerder ) General der Heeresflieger Nach Vorn, Information für Heeresflieger 2005, Bückeburg ) Geophysikalische Beratungsstelle Flugplatz Fritzlar Chronik 25) Geschichtsverein Fritzlar Leise, Klaus 26) Green, William, The Warplanes of the Third Reich, Junkers Ju 352. London ) Haftendorn, Helga Der Beitritt Deutschlands zur NATO -50 Jahre danach- in NATO-Brief ) Halm, Heinz, Major a. D. Soldaten in Fritzlar, Geschichte einer Garnisonsstadt, Fritzlar ) Heeresamt, Abt. VII, Hrsg. 20 Jahre Heeresfliegertruppe, Standort Fritzlar, Fritzlar ) Heeresfliegerstaffel 2 Chronik 31) Hessisches Baumanagement - Walter, Manfred - Gebäudeübersicht der Georg-Friedrich- Kaserne, Stand Juni ) Hessisches Landes- Luftbild Flugplatz Fritzlar Nr. 788/2277 vermessungsamt vom

173 33) HNA, Kassel Hessisch Niedersächsische Allgemeine Zeitung siehe Schattner 34) Hubschraubertransportregiment 30 Chronik 35) JET & PROP Fritzlar -ein Luftwaffenplatz von vielen- Ausgabe 4/95 36) Kampfhubschrauberregiment 36 Chronik 37) Kellner, Elisabeth Zeitzeugenbericht über Junkerswerk Fritzlar Beerfelden ) Kramer, Martin Garnisonsstadt Tübingen , in: Deutschland und Europa, Heft 43/44, 2002 Europa in Baden-Württemberg 39) Leichtes Heeresfliegertransport- Flugtag 5. Juni 77, 20 Jahre Heeresflieger in regiment 30, Hrsg. Fritzlar, Fritzlar ) Lesch, Lukas Eßfelder Chronik, (Herbstparade, Flugplatz Giebelstadt) 41) Luftbewegliche Brigade 1 Chronik, OTL d. R. Starke 42) Luftmechanisierte 365 Tage LMechBrig 1/G.-F.-K. Brigade 1, Hrsg. Fritzlar Oktober ) Maritim Badehotel Bad Wildungen Schreiben vom ) Militärgeschichtliches - Schreiben vom , Tgb.-Nr.: Forschungsamt (MGFA) - Lageplan Kaserne Fritzlar um ) Mönch Verlag, Hrsg. 25 Jahre Heeresflieger, Standort Fritzlar, Koblenz ) Mönch Verlag, Hrsg. 30 Jahre Bundeswehr, Standort Fritzlar, Koblenz ) Nowarra, Heinz J. Die deutsche Luftrüstung , Band 3 Bernard & Graefe Verlag, ) Preuß, Jürgen Archiv der Dienstzeit ) Radtke, Siegfried Kampfgeschwader 54, München ) Range, Clemens Die geduldete Armee, Deutschland

174 51) Revierförsterei Fritzlar Forsteinrichtungswerk, SJ 2004, Abteilung 41 C 52) Ries, Karl und Fliegerhorste und Einsatzhäfen der Luftwaffe, Dierich, Wolfgang Stuttgart ) Rudolph, Konrad Flieger über Fulda, Schwalm und Eder, Homberg ) Schattner, Thomas - Parade: Der Nazi-Macht ganz nah in HNA vom Als Nordhessen den Militärs zu Füßen lag in HNA vom September ) Scheel, Walter - Die deutsche Tragödie begann 1933, in Appel, Reinhard, Es wird nicht mehr geschossen, Lingen Zeitzeugenaussage, München ) Schrader, Eberhard Zeitzeugenaussage, Fritzlar ) Schütt, Kurt Heeresflieger, Truppengattung der dritten Dimension, Koblenz ) Stacy, William E. US Army Border Operations in Germany HQ US Army Europe, Heidelberg ) Tessin, Georg Formationsgeschichte der Wehrmacht Osnabrück ab ) Todte, Hanjo, Hrsg. Auf der Suche nach der Wahrheit in: Der Bernburger Ikarus, Bernburg ) USAF Historical Research Maxwell Air Force Base Band II, Fritzlar und Fritzlar-Nord 62) US-Streitkräfte Report No. 8 on Fritzlar ) Vetter, Bernd u. Frank Die deutschen Heeresflieger, Stuttgart ) Wartberg Verlag Die Nacht als die Flut kam, Gudensberg ) Wochenspiegel Heimatzeitung der Stadt Fritzlar, Fritzlar , Jahrgang 1995 Nr. 13 ff 66) Zapf, Jürgen Privatarchiv, Stand Mai

175 Internet 67) Adler Aviation Art & Books 68) Adlertag 69) Airforce Combat Units of WW II 70) Atlantikwall-Archiv 71) Barta, Max wikipedia 72) Bundesbildstelle, Bonn 73) Deutsches Atlantikwall-Archiv 74) Fachklinik Fürstenhof 75) Flugzeuglexikon 76) Gemeinschaft der Heeresflieger 77) Industrie-Club Düsseldorf 78) Juckett, Lynn in WW2 79) Junkers Flugzeugwerke 80) Lesch, Lukas 81) Owens Archives 82) Piloten Bunker 83) Rabbi Abramovitz 84) Starfighterabsturz 85) US Army Germany - Fritzlar Kaserne, May 1950, Aerial Photos - History of Fritzlar Kaserne 86) US Constabulary, 14 th ACR 87) Waffen HQ 88) Wehrmacht 89) 5 eme Regiment de Hussards 90) 27 th Fighter Group th Fighter Group 91) 365 th Fighter Group 92) 366 th Fighter Group 93) 404 th Fighter Group 175

176 Bildquellen Kennziffer Bildquelle 00 Achs, Peter, Archiv 01 Adler Books 02 Adlertag 03 Amt für Militärisches Geowesen 04 Antimanifest 05 Atlantikwall 06 Being Jewish 07 Bundesbildstelle, Bonn 08 Bundeswehr-Flugsportvereinigung e. V. 09 Bundeszentrale für politische Bildung 09a Crucq, Paul 10 Dierke Weltatlas 11 Döring, Friedrich 12 Eifler, Wolfgang 13 Euler, Helmut, THE DAMS RAID, After The Battle, S Eurocopter Deutschland 15 Farin, Edgar, Hptm, KpfHubschrRgt Frankfurter Allgemeine Zeitung, Karte, Sturm von Flugtag 5. Juni 77, 20 Jahre Heeresflieger in Fritzlar, S Flugzeuglexikon 19 Frankfurter Rundschau vom Fritzlar, Stadtarchiv 21 Fürstenhof, Fachklinik 22 Gemeinschaft der Heeresflieger Fritzlar e. V. 23 General Flugsicherheit in der Bundeswehr 24 Geophysikalische Beratungsstelle Flugplatz Fritzlar 24a Green, William, Warplanes 25 Hessisches Baumanagement, Fritzlar 26 Heeresamt, 20 Jahre Heeresflieger Standort Fritzlar, S Hessisches Vermessungsamt 28 Heeresfliegereinsatzverband KFOR, TF Mercur 29 Heeresfliegerregiment 30, Chronik 30 Heeresfliegerstaffel 2, Chronik 31 Heeresfliegerwaffenschule 32 HNA, Fritzlar Homberger Allgemeine Zeitung 33 Industrie-Club Düsseldorf 34 JET & PROP, Heft 4/95 35 Juckett, Lynn 36 Junkers Flugzeugwerke 36a Kellner, Elisabeth 37 Klapp, Richard 38 Kampfhubschrauberregiment 36, Chronik 39 Luftbewegliche Brigade 1, Chronik, Infra, Archiv 176

177 40 Lesch, Eßfelder Chronik 41 Mönch Verlag, 25 Jahre Heeresflieger-Standort Fritzlar, S Owens Archives 43 Piloten-Bunker 44 Preuß, Jürgen, Fotos, Archiv 45 Raabe, Jürgen 46 Radke, Siegfried 47 Rink, Katja 48 Rodenbücher, Christiane 49 Rossel, Hartmut 50 Rudolph, Konrad 51 Schütt, Kurt 52 Sell, Maja, StKp LbwglBrig 1 53 Sztykowski, Peter, OTL, LbwglBrig 1, Fotos, Archiv 54 Trautloft, Hannes, Hals- und Beinbruch, S USAREUR Aerial Photos - Fritzlar US Constabulary 57 Vetter, Die Deutschen Heeresflieger 58 Waffen-HQ 59 Walden, Frank, Archiv, Buch über Junkers Werke S Werner, Andreas, OTL, KpfHubschrRgt III. Korps, G Rgt de Hussards, 5 eme Regiment de Hussards FG, 404 th Fighter Group Im folgenden Bildnachweis werden für jede Seite der Dokumentation die Quellen der Abbildungen mit ihren jeweiligen Kennziffern in der Reihenfolge, wie sie auf der Seite dargestellt sind, angegeben und zwar jeweils von oben nach unten und von links nach rechts. 177

178 Bildnachweis Seite Kennziffer Seite Kennziffer Seite Kennziffer Titel a a-24a a a

179 Seite Kennziffer Seite Kennziffer Seite Kennziffer a a a a a a

180 Kurzbiographie des Verfassers Oberstleutnant a. D. Jürgen Preuß wurde 1948 in Schleswig geboren und trat nach dem Abitur 1968 als Offizieranwärter in die Bundeswehr ein. Er schloss 1970 die Ausbildung zum Hubschrauberpiloten ab und wurde in Niedermendig auf Alouette II und ab 1973 in Fritzlar auf UH 1D zum Einsatzpiloten ausgebildet. Im Leichten Heeresfliegertransportregiment 30 wurde er als Schwarmführer und Fluglehrer eingesetzt und wechselte 1979 in das neu aufgestellte Heeresfliegerregiment 36, schulte auf den Panzerabwehrhubschrauber BO 105 um und wurde als Schwarmführer, Fluglehrer und Einsatzstabsoffizier verwendet wurde er in den neu aufgestellten Stab der Luftmechanisierten Brigade 1 versetzt und nahm dort bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2006 die Aufgaben eines Flugeinsatz-Stabsoffiziers für Transporthubschrauber wahr. In 37 Dienstjahren absolvierte er insgesamt über 5300 Flugstunden. Jürgen Preuß ist verheiratet und hat mit seiner Frau Uta vier Kinder. 180

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