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1 Informationsveranstaltung Nahwärmenetz Kastl 04. April 2016

2 Gliederung 1. Begrüßung (Bürgermeister Stefan Braun) 2. Einführung (Norbert Bleisteiner) 3. Vorstellung Familie Hüttner 4. Wärmeversorgung über ein Nahwärmenetz (Hans-Jürgen Frieß) 5. Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, weitere Vorgehensweise (Nina Busch) 6. Diskussion, Fragen

3 Bildungszentrum Triesdorf

4 Vorstellung Familie Hüttner Johannes (Landwirtschaftsmeister) und Angelika (Techniker Hauswirtschaft) Vier Kinder Bernhard Bachelor of Science (Landwirtschaft); Fachagrarwirt Erneuerbare Energien - Biomasse Michael Student (Agrartechnik) Alexander Student (Wirtschaftsingenieurwesen) Sebastian Auszubildender (Mechatroniker)

5 Vorstellung Familie Hüttner Wohnort: Amberg Ortsteil Lengenloh Betriebsstelle in Lengenloh und Richt Zusätzliche Außenlager Arbeitskräfte 3 Familien AK 2 Festangestellte Mitarbeiter Brechung der Arbeitsspitzen durch Fremdfirmen und Lohnunternehmer

6 Vorstellung Betrieb Hüttner Landwirtschaft Ackerbau Rindermast Waldbau Nebenbetriebe Direktvermarktung Biogas Strom Direktvermarktung über Stromhändler Regelbar durch Stromhändler Flexibler Anlagenbetrieb

7 Vorstellung Betrieb Hüttner Wärme Heizung von Häusern Trocknung Bauholz Ernteprodukte Hackschnitzel Wärmenetzlänge ca. 600 m Hackschnitzel An- und Verkauf Trocknung Hackschnitzelheizung am Wohnort Lengenloh

8 Historie Anfang Februar Anfrage Wärmenetz 2 3 Wochen Klärung der Machbarkeit auf Grundlage der Erhebungsbögen Kontaktaufnahme mit Firmen Abklärung technischer und baulicher Umsetzbarkeit Berechnung der Wirtschaftlichkeit und Wärmepreis

9 Wärmeversorgung über ein Nahwärmenetz

10 Aufbau Wärmenetz 1 2

11 Die Wärmeerzeugung Quelle: Viessmann Quelle: Heizomat

12 Die Wärmeverteilung Wärmeleitung entweder in Weichschaum (leichtere Verlegung) Quelle: Enerpipe Quelle: Isoplus Oder in Hartschaum (robuster möglich) Verschiedene Materialien (PE oder Schwarzstahl) möglich Material wird auf großen bis 300 m Rollen oder Einzelrohre geliefert Quelle: NQ-Anlagentechnik Quelle: Isoplus

13 Verlegung einer Wärmeleitung Quelle: Rehau

14 Verlegung einer Wärmeleitung Quelle: Rehau

15 Verlegung einer Wärmeleitung Durch moderne Spülbohrtechnik sind relativ wenig Erdarbeiten notwendig Auf Freiflächen ist das Vergraben aber deutlich günstiger Quelle: Rehau

16 Die Wärmenutzung - Hausübergabestation Quelle: Enerpipe

17 Vorteile eines Nahwärmenetzes Heizungsräume und Brennstofflager können anderweitig genutzt werden Betreuungsaufwand für Heizung entfällt (Brennstoffbeschaffung, Kaminkehrer etc.) Heizkosten besser kalkulierbar (keine Reparaturkosten, kein Wartungsaufwand) Positiver Beitrag zur regionalen Entwicklung Wertsteigerung der eigenen Immobilie

18 Vorteile einer Holzhackschnitzelheizung Umweltfreundlich: Die Hackschnitzelheizung gilt als CO 2 -neutral. Lediglich die Herstellung und der Transport der Hackschnitzel verursachen CO 2. Kostengünstiger Brennstoff: Hackschnitzel sind preiswerter als Holzpellets. Im Vergleich zu Heizöl und Erdgas sind Hackschnitzel phasenweise etwa um die Hälfte günstiger. Komfortabel: Die Hackschnitzelheizung funktioniert vollautomatisch. Auch das Nachlegen des Brennstoffs per Hand ist nicht nötig, da das Beschicken der Hackschnitzelheizung über ein spezielles Transportsystem erfolgt.

19 Preisentwicklung verschiedener Brennstoffe

20 Preisentwicklung

21 Vorläufige Leitungsführung Heizzentrale

22 Vorläufige Leitungsführung Heizzentrale

23 Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, Vertragsgestaltung

24 Daten Machbarkeitsstudie Rücklauf der Fragebögen: 20 Hausanschlüsse ca m Netzlänge Wärmemenge: ca kwh th. Heizzentrale Hackschnitzelheizung: 500 kw Ölheizung: 500 kw (als Redundanz) Pufferspeicher: 20m³

25 Kostenvergleich verschiedener Heizsysteme Ausgangsdaten (inkl. MwSt.; Stand Mai 2015): Kesselnennleistung: 15,5 kw Strompreis: 260 /MWh Jahreswärmebedarf: kwh/a inkl. Warmwasserbereitung Zinssatz: 4,5 % Pellets Hackschnitzel Heizöl Jahresnutzungsgrad 85% 80% 85% Jahresbrennstoffbedarf 4,8 t 6,3 t 2361 l Brennstoffpreis (Ø 2014) 264 /t 125 /t 0,76 /l 54 /MWh 31,3 /MWh 75,20 /MWh Investition Anlage Förderung Kapitalgebundene Kosten /a /a 856 /a Verbrauchsgebundene Kosten /a 888 /a /a Betriebsgeb.& sonstige Kosten 130 /a 130 /a 58 /a Jahresgesamtkosten o. Förderung mit Förderung /a /a /a /a /a /a Wärmegestehungskosten 136 /MWh 127 /MWh 137 /MWh

26 Preisentwicklung verschiedener Brennstoffe

27 Preisgestaltung Die Summe der jährlichen Kosten muss durch die Anschlussnehmer gedeckt werden: Grundpreis: beinhaltet die Kosten für Zins, Tilgung und Versicherung Heizzentrale 20 kw 15 kw 20 kw 15 kw 25 kw 35 kw Anschlusswert gesamt 130 kw Abnehmer zahlen anteilig Kapitalkosten / Gesamtleistung = Grundpreis pro kw (anschlusswertabhängig)

28 Preisgestaltung Die Summe der jährlichen Kosten muss durch die Anschlussnehmer gedeckt werden: Arbeitspreis: beinhaltet Betriebskosten (Arbeit, Strom und Reparaturkosten) Kosten für Heizmaterial z.b. Hackschnitzel Restl. Kosten / Energiemenge = Arbeitspreis pro kwh (verbrauchsabhängig)

29 Vertragsgestaltung Rechtliche Anforderungen AVBFernwärmeV (Verordnung über allg. Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme) Inhalt der Leistungen Eigentumsverhältnisse des Hausanschlusses und der Übergabestation Umfang der Leistung, Abnahmeverpflichtung (Mindestliefer- bzw. Mindestabnahmemenge) Kosten für Leitungsbau zum und im Haus

30 Vertragsgestaltung Rechtliche Anforderungen Inhalt der Leistungen Vergütung (Grund- & Arbeitspreis, Abschlagszahlungen) Zutrittsrecht für Messung und Eichung Messung & Ablesung Messgeräte müssen geeicht sein Vertragsbeginn, Laufzeit max. 10 Jahre, im gegenseitigen Einverständnis länger möglich Preisgleitklausel aufgrund der langen Vertragslaufzeit

31 Vertragsgestaltung Rechtliche Anforderungen Preisgleitklausel: Durch die Preisgleitklausel darf es zu keiner Gewinnerhöhung kommen, es dürfen lediglich gestiegene Erzeugungskosten ausgeglichen werden. Eine Preisgleitklausel besteht i.d.r. aus mehreren Preisindikatoren (hier: Hackschnitzel und Heizöl). Die Indikatoren müssen für beide Parteien nachvollziehbar und transparent sein. Grundlage können hier die Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes ( und von CARMEN e.v. ( sein.

32 Vorgehensweise April Mai Rückmeldung an Familie Hüttner, ob weiterhin Interesse besteht (bis ) Kontaktaufnahme Familie Hüttner mit Interessenten (Detailplanung/Klärung offener Fragen) Klärung technischer Machbarkeit Vorstellung eines Vertragsentwurfes / Wärmepreisgestaltung Vertragsunterzeichnung / finale Investitionsentscheidung Juni Firmengründung Juli Voraussichtlicher Baubeginn

33 Diskussion, Fragen

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