SICAM RTUs SICAM MIC. Benutzerhandbuch DC Vorwort, Inhaltsverzeichnis. Installation. Schnittstellen und Beschaltung

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1 Vorwort, Inhaltsverzeichnis SICAM RTUs SICAM MIC Benutzerhandbuch Installation 1 Schnittstellen und Beschaltung 2 Projektierung vorbereiten 3 Projektierung über SICAM TOOLBOX II 4 Projektierung über Webbrowser 5 Service 6 Parametrieranleitung 7 Variablen in der AWL A Beispiele für Anwenderprogramme B Fehlerbehandlung C Abgleich von Widerstandsthermometern D Wählverbindung über PPP einrichten E Glossar DC

2 Hinweis Bitte beachten Sie die Hinweise und Warnungen zu Ihrer Sicherheit im Vorwort. Haftungsausschluss Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software geprüft. Dennoch können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige Übereinstimmung keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in diesem Handbuch werden regelmäßig überprüft, und notwendige Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten. Für Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar. Technische Änderungen bleiben vorbehalten. Document Label: Ausgabedatum: SIC1703-BHBSICAMMIC-GER_V2.01 Copyright Copyright Siemens AG 2015 Weitergabe und Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhalts ist nicht gestattet, soweit nicht ausdrücklich zugestanden. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz. Alle Rechte vorbehalten, insbesondere für den Fall der Patenterteilung oder GM-Eintragung. Siemens AG Bestellnr.: DC

3 Vorwort Zweck des Handbuchs Dieses Handbuch beschreibt wie ein SICAM MIC System zu installieren und zu parametrieren ist, welche Fehler auftreten können und welche Diagnosemöglichkeiten bestehen. Im Einzelnen enthält es die folgenden Informationen: Sicherheitshinweise Installationsanleitungen Hardwarebeschreibungen (Module) Projektierungsmöglichkeiten Parametrierung von fernwirktechnischen Anwendungen Programmierung von Steuer- und Regelfunktionen Anwenderdaten sichern und laden Testfunktionen Firmware laden Diagnose Zielgruppe Das vorliegende Dokument richtet sich an Anwender, die mit folgenden Aufgaben betraut sind: konzeptive Tätigkeiten, wie zum Beispiel Design und Konfiguration mechanische Installation erstellen der aufbautechnischen Dokumentation projektieren und testen mit den dafür vorgesehenen Projektierungswerkzeugen technische Systembetreuung und Service, Baugruppenhandling In diesem Handbuch befinden sich Hinweise, wie Sie sich Informationen oder Dateien mittels Online Support Produkte beschaffen können. Sollte Ihnen dieser Zugang nicht zur Verfügung stehen, wenden Sie sich bitte an Ihren Projektleiter bei Siemens. Empfehlungen für Fremdprodukte Siemens übernimmt weder Haftung noch Gewähr für Empfehlungen, die durch dieses Handbuch gegeben bzw. impliziert werden. Für den korrekten und bestimmungsgemäßen Gebrauch des jeweiligen Produktes sind in jedem Fall die zugehörigen technischen Beschreibungen zu beachten. Verweise auf fremde Internetseiten Siemens übernimmt keine Haftung für die Inhalte von fremden Internetseiten, die in diesem Handbuch erwähnt sind, sowie für die Richtigkeit der Veröffentlichungen und Links. Für alle Produktinformationen haftet der jeweilige Hersteller. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 3

4 Vorwort Konventionen Handbücher, auf die verwiesen wird, sind in Kursivschrift dargestellt, wie zum Beispiel SICAM MIC Systembeschreibung, Kapitel "Systemübersicht". Ausgaben in Fenstern, die am Bildschirm sichtbar sind, werden in dieser Schrift dargestellt. Eingaben in Fenstern, die am Bildschirm sichtbar sind und über die Tastatur oder Mausbedienung erfolgen, werden in dieser Schrift dargestellt. Menüpunkte in Fenstern, die am Bildschirm sichtbar sind, werden in dieser Schrift dargestellt. Nicht änderbare Texte in Fenstern, die am Bildschirm sichtbar sind, WERDEN IN DIESER SCHRIFT DARGESTELLT. Knöpfe in Fenstern, die am Bildschirm sichtbar sind und die über Tastatur oder Mausbedienung betätigt werden, werden in dieser Schrift dargestellt. Befehlscode von Programmen und Variablennamen werden in dieser Schrift dargestellt. Namen von Parametern werden in dieser Schrift dargestellt; sie können auch den Pfad des Navigationsbaums enthalten, der zum Parameter führt, wie zum Beispiel Parameter CPC80 Topologie. Namen von Werten werden werden in dieser Schrift dargestellt. Symbolische Namen, Programmnamen und Dateitypkennungen werden in dieser Schrift dargestellt. Einordnung in die Informationslandschaft Dokumentname SICAM MIC Systembeschreibung SICAM TM I/O-Module SICAM RTUs Gemeinsame Funktionen Peripherieelemente nach IEC /104 SICAM RTUs Gemeinsame Funktionen System und Basissystemelemente SICAM RTUs Ax 1703 Gemeinsame Funktionen Protokollelemente SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe *) CAEx plus Online-Hilfe *) *) verfügbar im Projektierungssystem SICAM TOOLBOX II Sachnummer MC DC DC DC DC SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

5 Vorwort Weitere Unterstützung Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte unser Customer Support Center: Telefon: +49 (0) Fax: +49 (0) (Gebühren abhängig vom Netzbetreiber) Die Siemens Power Academy bietet ein umfassendes Programm professioneller Trainings in den Bereichen Energieerzeugung, -verteilung und übertragung. Hauptstandorte sind: Nürnberg, Deutschland (Stammsitz) Tel: Fax: Wien, Österreich Tel: Fax: Schenectady, NY, USA Tel: Fax: Hebburn, Vereinigtes Königreich Tel: Fax: SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 5

6 Vorwort Hinweise zu Ihrer Sicherheit Dieses Handbuch stellt kein vollständiges Verzeichnis aller für einen Betrieb des Betriebsmittels (Baugruppe, Gerät) erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen dar, weil besondere Betriebsbedingungen weitere Maßnahmen erforderlich machen können. Es enthält jedoch Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise sind durch ein Warndreieck hervorgehoben und je nach Gefährdungsgrad wie folgt dargestellt. Gefahr bedeutet, dass Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten wird, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden. Warnung bedeutet, dass Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden. Vorsicht bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung oder ein Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden. Hinweis ist eine wichtige Information über das Produkt, die Handhabung des Produktes oder den jeweiligen Teil der Dokumentation, auf den besonders aufmerksam gemacht werden soll. 6 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

7 Vorwort Qualifiziertes Personal Inbetriebsetzung und Betrieb eines in diesem Handbuch beschriebenen Betriebsmittels (Baugruppe, Gerät) dürfen nur von qualifiziertem Personal vorgenommen werden. Qualifiziertes Personal im Sinne der sicherheitstechnischen Hinweise dieses Handbuches sind Personen, die die Berechtigung haben, Geräte, Systeme und Stromkreise gemäß den Standards der Sicherheitstechnik in Betrieb zu nehmen, freizuschalten, zu erden und zu kennzeichnen. Bestimmungsgemäßer Gebrauch Das Betriebsmittel (Gerät, Baugruppe) darf nur für die im Katalog und der technischen Beschreibung vorgesehenen Einsatzfälle und nur in Verbindung mit von Siemens empfohlenen bzw. zugelassenen Fremdgeräten und -komponenten verwendet werden. Der einwandfreie und sichere Betrieb des Produktes setzt sachgemäßen Transport, sachgemäße Lagerung, Aufstellung und Montage sowie Bedienung und Instandhaltung voraus. Beim Betrieb elektrischer Betriebsmittel stehen zwangsläufig bestimmte Teile dieser Betriebsmittel unter gefährlicher Spannung. Es können deshalb schwere Körperverletzung oder Sachschäden auftreten, wenn nicht fachgerecht gehandelt wird: Gefährliche Spannungen können in allen mit der Spannungsversorgung verbundenen Schaltungsteilen anstehen. Auch nach Abtrennen der Versorgungsspannung können gefährliche Spannungen im Betriebsmittel vorhanden sein (Kondensatorspeicher). Die im Handbuch bzw. in der Betriebsanleitung genannten Grenzwerte dürfen nicht überschritten werden; dies ist auch bei Prüfung und Inbetriebnahme zu beachten. Gefahr Beachten Sie unbedingt die Sicherheitsregeln für die Durchführung von Arbeiten an elektrischen Anlagen: 1. Allpolig und allseitig abschalten! 2. Gegen Wiedereinschalten sichern! 3. Auf Spannungsfreiheit prüfen! 4. Entladen, Erden, Kurzschließen! 5. Benachbarte spannungsführende Teile abdecken und Gefahrenstelle eingrenzen! SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 7

8 Vorwort 8 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

9 Inhaltsverzeichnis 1 Installation Mechanischer Aufbau Aufbau und Elemente eines Moduls Peripheriestecker Kommunikationsschnittstellen Anschaltbilder Arretierungsbügel Anzeigeelemente / Frontplatte Abmessungen Montage Einbauort Einbaulage Platzbedarf Montage der TS35-Schiene (Hutschiene) Montage des Kabelkanals Ein- und Ausbau von Modulen Handhabung Kopplung Reihenfolge Aufbau externer Kommunikationsverbindungen Serielle Schnittstelle Gemeinschaftsverkehr mit Standleitungs- und WT Kanalmodem Gemeinschaftsverkehr über Lichtwellenleiter und Sternkopplung Wählverkehr analog mit Eurocom Wählverkehr analog mit Westermo TD-36 und externer Speisung Wählverkehr ISDN mit Westermo IDW-90 und externer Speisung Wählverkehr GSM Ethernet-Schnittstelle Wählverkehr GPRS LAN Kommunikation Stromversorgung Verdrahtung Prozessperipherie Einleitung Peripheriestecker Verdrahtung analoger Messwerte Schirmung und Schutzerdung Schirmung Schutzerde und Masse Beschriftung Regions- und Komponentennummer SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 9

10 Inhaltsverzeichnis Anlagen- und Ortsbezeichnung Betriebsmittelkennzeichnung (BMK) Klemmenbeschriftung Individuelle Klemmpunktbeschriftung Klemmencodierung Ein- und Ausschalten des Systems Einschalten Ausschalten Schnittstellen und Beschaltung Stromversorgungsmodule PS Frontplatte Steckerbelegung und Anzeige Blockschaltbild Abmessungen Steuerung der Ausgangsspannung Kurzschlussschutz Unterbrechungsüberbrückung PS Frontplatte Steckerbelegung und Anzeige Blockschaltbild Abmessungen Steuerung der Ausgangsspannung Kurzschlussschutz Unterbrechungsüberbrückung Steuerkopfmodule CP Steckerbelegung und Anzeige Blockschaltbild Abmessungen CP Steckerbelegung und Anzeige Blockschaltbild Abmessungen I/O-Module Projektierung vorbereiten Projektierungswerkzeuge Unterschiede Verriegelung Software für die Projektierung SICAM TOOLBOX II SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

11 Inhaltsverzeichnis Voraussetzungen Webbrowser Voraussetzungen Programm WEBmic Programm FLASHmic Ladbare Firmwares SIM-Karte SIM-Kartenleser/-schreiber (optional) Einstellungen des Kartenschreib/-lesers Schnittstellen für die Projektierung Projektierungs-PC mit dem Zielsystem verbinden SICAM TOOLBOX II Punkt-zu-Punkt-Verbindung über serielle Schnittstelle LAN/WAN-Verbindung über Terminal Server LAN/WAN-Verbindung über Ethernet-Schnittstelle Webbrowser Punkt-zu-Punkt-Verbindung über serielle Schnittstelle Punkt-zu-Punkt-Verbindung über Ethernet-Schnittstelle LAN/WAN-Verbindung über Ethernet-Schnittstelle Interaktion mit dem Projektierungs-Werkzeug SICAM TOOLBOX II Projektierungsablauf Aufbau der Bedienoberfläche Webbrowser Projektierungsablauf Kommunikationsverbindung am Projektierungs-PC einrichten IP-Adressen einstellen Punkt-zu-Punkt-Verbindung über serielle Schnittstelle Punkt-zu-Punkt-Verbindung über Ethernet-Schnittstelle LAN/WAN-Verbindung über Ethernet-Schnittstelle Aufbau der Bedienoberfläche Parametereingabe Hochlaufanforderung SICAM TOOLBOX II Verriegelung Besonderheiten bei Projektierung über SICAM TOOLBOX II Besonderheiten bei Projektierung über Webbrowser Projektierung über SICAM TOOLBOX II Fernwirken Voreinstellungen Benutzer und Rechte Passwort Sprache Einstieg in das Projekt SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 11

12 Inhaltsverzeichnis Anmeldung Abmeldung Passwort ändern Anlagenkonfiguration Firmware einlagern Parametrierung der Fernwirkfunktionalität Bestückung Systemtechnische Einstellungen Kommunikation Peripherie Verfahrenstechnische Einstellungen Ebenen Typen Abbilder Dezentrales Archiv (DEAR) Parametrierung umsetzen Import, Export und Sicherung von Projektierungsdaten Dokumentation Bestückung Aufbautechnik Schnittstelle zu ELCAD Fernwirkfunktion Systemtechnische Parameter Verfahrenstechnische Parameter Inbetriebnahme und Test Projektierungsdaten laden Parametervergleich Automatisierung Erstellen eines Funktionsplans (FUP) Einschränkungen bei der Erstellung eines Funktionsplans Externe Signale konfigurieren Funktionsplan erstellen Programmcode generieren Dokumentation Querverweisliste Steuer- und Regelfunktion Inbetriebnahme und Test Programmcode laden Testfunktionen Funktionsplan offline simulieren Oszilloskop Projektierung über Webbrowser Fernwirken SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

13 Inhaltsverzeichnis Voreinstellungen Benutzer und Rechte Passwort Anmeldung und Abmeldung Offline-Projektierung Neues Projekt erstellen Bedienoberfläche offline starten Bestückung der Hardware Parameter sichern und laden Parameter auf SIM-Karte schreiben Parameter von SIM-Karte lesen Projekt öffnen Projekt schließen Datenpunkte importieren und exportieren Datenpunkt Import Datenpunkt Export Projekt-Vervielfältigung Online-Projektierung Bedienoberfläche online starten Automatische Bestückung der Hardware Parameter sichern und laden Parameter sichern Parameter laden Projektierung offline oder online Systemeinstellung Stationsadresse und Anlagendaten IP-Konfiguration Passwort und Zugriffsrecht Überwachung und Fehlerverhalten Rücksetzen aller Parameter Zeiteinstellung Konfiguration der Kommunikationsschnittstelle Einstellungen des Kommunikationsprotokolles Konfiguration der Eingänge und Ausgänge Einstellungen der Eingänge und Ausgänge Meldungserfassung Zählimpulserfassung Strom-/Spannungserfassung Temperaturerfassung Frequenzerfassung Drehzahlerfassung Befehlsausgabe Meldungsausgabe Strom-/Spannungsausgabe SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 13

14 Inhaltsverzeichnis Dezentrales Archiv (DEAR) Allgemeines Konfiguration des DEAR Datenpunkte von Peripherieelementen archivieren Datenpunkte von SPS archivieren Dokumentation Übersicht Stromversorgungsmodul Protokoll I/O Module Inbetriebnahme und Test Hochlauf auslösen Hochlaufanforderung wegen Parameteränderung Testfunktionen Anzeige des Zustands von Ein- und Ausgängen Simulieren von Ausgängen Ereignisliste anzeigen Ereignisliste sichern Ereignisliste löschen Dezentrales Archiv (DEAR) lokal auslesen DEAR sichern DEAR löschen Automatisierung Erstellen eines Anwenderprogramms als Anweisungsliste (AWL) Aufbau einer Anweisungsliste Schreibweise für Anweisungen Allgemein Adressierung von I/O-Variablen Adressierung von Merkern Aufruf von Funktionen Aufruf von Funktionsbausteinen Anweisungskommentare Einstellungen im Anwenderprogramm Einstellung der Zykluszeit Spontane Programmausführung Datenflusssteuerung Systeminformationen im Anwenderprogramm Befehlsverarbeitung gemäß IEC Generieren von Zählwerten Systemfehler lesen Inbetriebnahme und Test Hochlauf auslösen (Warmstart) Hochlaufanforderung wegen Anwenderprogrammänderung (Kaltstart) Konfiguration SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

15 Inhaltsverzeichnis SPS Programmausführung sperren und freigeben SPS Code sichern und laden SPS Code neu übersetzen SPS Code von SIM-Karte löschen Testfunktionen Programmausführung stoppen und starten Programmausführung an einer Befehlszeile stoppen Programmausführung variablenabhängig stoppen Variable lesen und schreiben Service LED-Anzeigen am Steuerkopfmodul LED-Anzeigen bei Hochlauf Überwachung der I/O Module Verhalten der Ausgänge bei Hochlauf und Kommunikationsausfall Diagnose SICAM TOOLBOX II Ax 1703 Fehlertelegramm Diagnose der Steuer- und Regelfunktion Webbrowser Übersicht Systemdiagnose Systemstatus Diagnose der Uhrzeit Uhrzeitsynchronisation Lokales Setzen der Uhrzeit Diagnose der Steuer- und Regelfunktion Umgang bei Wartung der Hardware Allgemeines zum Austausch von Modulen Austausch des Steuerkopfmodules Austausch der SIM-Karte Gesamte SIM-Karte lesen und schreiben Inhalt der SIM-Karte löschen Austausch eines I/O-Modules Entfernung eines I/O-Modules Hinzufügen eines I/O-Modules Firmware-Update Mechanische Verbindung mit dem Zielsystem herstellen Firmware laden Fehler beim Laden der Firmware Parametrieranleitung Systemeinstellung Zeiteinstellung SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 15

16 Inhaltsverzeichnis Uhrzeitsynchronisierung Kommunikation Protokollkonfiguration Übertragungseinrichtungen Gemeinschaftsverkehr (Ax, SK) und Stafettenbetrieb (SK) Wählverkehr (Ax) Ethernet LAN (Ax, nur CP-6040) Internet, GPRS (Ax, nur CP-6040) Telegrammeinstellungen (Ax) Telegrammeinstellungen (SK) Protokolleinstellungen Gemeinschaftsverkehr (Ax) Gemeinschaftsverkehr (SK) Stafettenbetrieb (SK) Wählverkehr (Ax) Ethernet LAN und Internet GPRS (Ax, nur CP-6040) Einstellungen wenn keine Kommunikation ausgewählt ist Behandlung bei Kommunikationsausfall Bestückung Prozessperipherie Einzelmeldungserfassung Freigabe/Sperre Erfassung Inversion Telegrammweitergabe Informationsobjekte Konfiguration der Kontakte Einstellungen Doppelmeldungserfassung Freigabe/Sperre Erfassung Inversion Überwachung auf Differenz- und Störstellung Telegrammweitergabe Informationsobjekte Konfiguration der Kontakte Einstellungen Zählimpulserfassung Freigabe/Sperre Erfassung Inversion Impulszählung Zählerstandsbildung Zählwertbildung SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

17 Inhaltsverzeichnis Zählerabfrage Intervallsteuerung Zählwertübertragung Telegrammweitergabe Spontaner Telegrammempfang Informationsobjekte Konfiguration der Kontakte Einstellungen Stromerfassung Freigabe/Sperre Erfassung Korrektur Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Unipolare Messung Bipolare Messung Live Zero Messung Änderungsüberwachung Telegrammweitergabe Informationsobjekte Konfiguration der Kontakte Einstellungen Spannungserfassung Freigabe/Sperre Erfassung Korrektur Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Unipolare Messung Bipolare Messung Live Zero Messung Änderungsüberwachung Telegrammweitergabe Informationsobjekte Konfiguration der Kontakte Einstellungen Temperaturerfassung Freigabe/Sperre Erfassung Glättung Anpassung Änderungsüberwachung Telegrammweitergabe Informationsobjekte Konfiguration der Kontakte Einstellungen SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 17

18 Inhaltsverzeichnis Werte für die Linearisierungstabellen Berechnung zwischen 2 Stützwerten Frequenzerfassung Freigabe/Sperre Erfassung Korrektur Frequenzverlauf Änderungsüberwachung Telegrammweitergabe Informationsobjekte Konfiguration der Kontakte Einstellungen Drehzahlerfassung Freigabe/Sperre Erfassung Drehrichtungserkennung Überwachung des Gradienten der Drehzahl Stillstandsüberwachung Schleichdrehzahlerkennung Drehzahlschwellwerte Änderungsüberwachung Störkontakt als Watchdog für die Drehzahlerfassung Drehzahlausgabe Datenpunkte für die Software Telegrammweitergabe Informationsobjekte Konfiguration der Kontakte Einstellungen Impulsbefehlsausgabe Ablauf der Befehlsausgabe Befehlsausgabe (OC) Befehlsausgabe mit internen Prüfungen (IC1) Befehlsausgabe mit Widerstandsprüfung (RC1) Freigabe/Sperre Befehlsausgabe einleiten Formale Prüfung Direkter Befehl Anwahl- und Ausführungsbefehl aus-n-Prüfung Steuerort einstellen Impulsdauer überwachen Befehlsausgabezeit Rückmeldungsüberwachung Sonderfälle SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

19 Inhaltsverzeichnis Steuerkreis vorbereiten (vom Systemelement abhängig) Ruheprüfung Selektive Aktivierungsprüfung Widerstandsprüfung Stromflussmessung Ansteuerung von Stellgliedern mit Selbstunterbrechung Erdschlussprüfung Fehlerbehandlung Abbruch Abbruch mit Diagnose Abbruch mit Sperre Periodische Steuerkreisprüfung Ausgabe Beschaltungsvarianten Ansteuerung über spontanen Telegrammempfang Informationsobjekte Konfiguration der Kontakte Einstellungen Meldungsausgabe Freigabe/Sperre Ausgabe Verhalten des Ausgangs bei Ausfall Ansteuerung über spontanen Telegrammempfang Informationsobjekte Konfiguration der Kontakte Einstellungen Stromausgabe Freigabe/Sperre Sollwertausgabe einleiten Formale Prüfung Direkter Befehl Anwahl- und Ausführungsbefehl Technologische Anpassung Kennlinie Ausgabe Verhalten des Ausgangs bei Ausfall Ansteuerung über spontanen Telegrammempfang Informationsobjekte Konfiguation der Kontakte Einstellungen Spannungsausgabe Freigabe/Sperre Sollwertausgabe einleiten Formale Prüfung SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 19

20 Inhaltsverzeichnis Direkter Befehl Anwahl- und Ausführungsbefehl Technologische Anpassung Kennlinie Ausgabe Verhalten des Ausgangs bei Ausfall Ansteuerung über spontanen Telegrammempfang Informationsobjekte Konfiguration der Kontakte Einstellungen Dezentrales Archiv Funktionsweise Erfassung von Ereignissen Adressierung der Datenpunkte Archivierung vor dem Zeitsetzen Behandlung des Tageswechsels Unterstützte Typkennungen Erzeugung von Archivdateien Dateitransfer gemäß IEC Festlegungen für die Abfrage von Dateien Parametriervorschriften für Gegenstellen Parametrierung Konfiguration Datenpunkte der Peripherieelemente zuordnen Datenpunkte der SPS zuordnen Automatisierung Einstellungen Technische Rahmenbedingungen A Variablen in der AWL A.1 Systemvariablen A.1.1 Verarbeitung A.1.2 Datenfluss A.1.3 Systemfehler A.2 Datenpunkte vom Peripherieelement B Beispiele für Anwenderprogramme B.1 Eingang auf Melde- und Befehlsausgang transferieren B.2 Zwei Eingänge mit UND verknüpfen B.3 Lineare Anpassung mit Werteauswahl B.4 Betriebsstundenzähler B.5 Flatterunterdrückung B.6 Sollwert-Stellbefehl B.7 Befehl mit ACTCON/ACTTERM bilden über Eingang SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

21 Inhaltsverzeichnis B.8 Drehzahlvergleich C Fehlerbehandlung C.1 Systemfehler in der Diagnose C.1.1 Fehlermeldungen C.1.2 Weiterführende Fehlerinformationen C.2 Bedienfehler D Abgleich von Widerstandsthermometern D.1 Abgleichvorgang E Wählverbindung über PPP einrichten E.1 Einstellungen unter Windows E.2 Einstellungen in Microsoft Windows E.2.1 Modeminstallation E.2.2 Konfiguration der Netzwerkverbindung E.3 Einstellungen in Microsoft Windows E.3.1 Modeminstallation E.3.2 Konfiguration der Netzwerkverbindung E.4 Einstellungen in Microsoft Windows Vista E.4.1 Modeminstallation E.4.2 Konfiguration der Netzwerkverbindung E.5 Einstellungen in Microsoft Windows XP Professional E.5.1 Modeminstallation E.5.2 Konfiguration der Netzwerkverbindung E.6 Einstellungen in Microsoft Windows 2000 Professional E.6.1 Modeminstallation E.6.2 Konfiguration der Netzwerk- und DFÜ Verbindungen E.7 Einstellungen in Microsoft Windows NT E.7.1 Modeminstallation E.7.2 Netzwerkkonfiguration E.8 Einstellungen wiederherstellen für die Internet-Verwendung SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 21

22 Inhaltsverzeichnis 22 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

23 1 Installation Inhalt 1.1 Mechanischer Aufbau Aufbau und Elemente eines Moduls Montage Aufbau externer Kommunikationsverbindungen Stromversorgung Verdrahtung Prozessperipherie Schirmung und Schutzerdung Beschriftung Ein- und Ausschalten des Systems SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 23

24 Installation 1.1 Mechanischer Aufbau Das System SICAM MIC besteht aus Modulen, die auf einer TS35 Schiene (Hutschiene) befestigt werden. Die Reihenfolge von links nach rechts oder von oben nach unten ist wie folgt vorgegeben: 1 Stromversorgungsmodul, optional 2 für Redundanz 1 Steuerkopfmodul optional bis zu 8 I/O-Module Standard-Anordnung max. 8 I/O-Module Steuerkopfmodul TS35 Schiene Stromversorgungsmodul Die genauen Informationen zur Montage finden Sie im Abschnitt 1.3, Montage. 24 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

25 Installation 1.2 Aufbau und Elemente eines Moduls Peripheriestecker Auf den Modulen befinden sich, abhängig vom Typ, bis zu 4 Stück 10-polige Stiftleisten mit abziehbaren Schraubklemmen (optional können auch Federzug oder Crimpklemmen eingesetzt werden). Bei der Schraubklemme besteht als Option die Möglichkeit einer mechanischen Klemmencodierung (siehe Kapitel 1.8.6, Klemmencodierung) Kommunikationsschnittstellen Diese stehen nur auf den Steuerkopfmodulen zur Verfügung. Je nach verwendetem Typ (CP-6020, CP-6040) bieten diese verschiedene Stecker für die Kommunikation. Stecker DSUB-9 RJ45 verwendet für V.28 serielle Schnittstelle; Fernkommunikation mit Gemeinschaftsverkehr oder Wählverkehr nach IEC Base-T; Netzwerkschnittstelle nach IEC vom Typ TCP/IP SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 25

26 Installation Anschaltbilder Diese befinden sich auf der Unterseite der Module. Sie zeigen Beispiele für die externe Beschaltung der Module Arretierungsbügel Mittels dieser zwei Metallbügel werden die Module auf der TS35-Schiene arretiert und auch wieder abgenommen Anzeigeelemente / Frontplatte Die Anzahl und Bedeutung der Anzeigen auf der Frontplatte sind bis auf die RY-LED auf allen Modulen unterschiedlich. Während die RY-LED stets die Funktionsbereitschaft des Moduls anzeigt, ist die Bedeutung der anderen Anzeigen der jeweiligen Beschreibung zu entnehmen (siehe Kapitel 6, Service) Abmessungen 26 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

27 Installation 1.3 Montage Einbauort Die Module sind für den Einbau in einem Schrank, Gestell oder an der Wand vorgesehen. Der zulässige Temperaturbereich für den Betrieb der Module liegt bei 25 C bis +70 C. Weitere Details finden Sie in der SICAM MIC Systembeschreibung, Kapitel " Umgebungsbedingungen" Einbaulage SICAM MIC Systeme dürfen ausschließlich waagrecht oder senkrecht montiert werden. Der senkrechte Einbau ist zu bevorzugen da dieser einen wesentlich platzsparenderen und effizienteren Aufbau bietet. Auch die Kabelführung von externen Kabeln wird dadurch bedeutend erleichtert. senkrechte Einbaulage horizontale Einbaulage Nicht zulässig sind Montagen an der Decke (Eigengewicht) und am Boden (Staubbelastung). SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 27

28 Installation Platzbedarf Der Platzbedarf eines komplett bestückten SICAM MIC (Stromversorgung, Steuerkopf, bis zu 8 I/O Module) beträgt in der Länge 630 mm (ohne Endhalter und Klemmleistenmarker für die Anlagenkennzeichnung). Der Platzbedarf für die Breite hängt von mehreren Faktoren ab. Neben der Modulgröße selbst (130 mm), ist die Größe der verwendeten Kabelkanäle und deren Mindestabstand zu den Modulen zu beachten. Dieser Abstand beträgt 20 mm, wenn keine Adernbeschriftung erfolgt und 30 mm, wenn die Adern mit Beschriftungstüllen versehen werden. 630mm (System mit 8 I/O Modulen) 63mm 20 mm oder 30 mm Montage der TS35-Schiene (Hutschiene) Zur Montage der Module wird eine TS35-Schiene verwendet. Diese muss der Europanorm EN entsprechen. Die Lage und Position, in der die TS35-Schiene zu montieren ist, muss vor Ort ermittelt werden. Die im Abschnitt , Platzbedarf gemachten Angaben sind zu berücksichtigen. Vorsicht Mittels der Verbindung TS35 Schiene Schrank/Gestellrahmen muss eine zuverlässige Masseverbindung gewährleistet werden. 28 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

29 Installation Montage des Kabelkanals Für die Verkabelung sind beidseitig der Module Kabelkanäle vorzusehen (80x60 mm bei Standardaufbau). Der Mindestabstand vom Klemmenmodul zum Kabelkanal beträgt bei einer Verdrahtung ohne Adernbeschriftung 20 mm. Werden die Adern mit Beschriftungstüllen versehen beträgt der Mindestabstand 30 mm (siehe Kapitel , Platzbedarf) Ein- und Ausbau von Modulen Handhabung Die Module können von Hand, ohne jedes Werkzeug, auf der TS35-Schiene montiert und auch wieder entfernt werden. Dazu werden die Arretierungsbügel an der Moduloberseite zusammengedrückt, das Modul mittels der Führungen an den Gehäuseecken mit dem danebenliegendem Modul gekoppelt und auf die TS35-Schiene aufgesetzt. Zum Demontieren werden die Arretierungsbügel wieder zusammengedrückt und das Modul bei gedrückten Bügeln abgenommen. Warnung Das Stecken und Ziehen von Modulen ist nur im spannungslosen Zustand erlaubt. Dieser Zustand wird erreicht indem die Spannungsversorgung zum Stromversorgungsmodul und zur Peripherie unterbrochen wird. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 29

30 Installation Kopplung Module, die aneinander grenzen, werden mittels der Führungen an den Gehäuseecken mechanisch miteinander verbunden. Vorsicht Die Gehäuseform älterer TM-Module bietet noch keinen ausreichenden Schutz gegen einen verdrehten Einbau. Achten Sie daher auf die korrekte Ausrichtung wenn Sie solche Module montieren. Korrekt ist, wenn bei senkrechter Einbaulage des Systems, der SIEMENS-Schriftzug auf der Frontplatte von links nach rechts gelesen werden kann. Bei waagrechter Einbaulage des Systems, muss der SIEMENS-Schriftzug auf der Frontplatte von unten nach oben gelesen werden können Reihenfolge Die ersten beiden Module sind stets das Stromversorgungsmodul und das Steuerkopfmodul. Danach werden die I/O Module montiert. Vorsicht Beim letzten Modul ist zum Schutz des Busses ein Busabschluss aufzuschnappen. Dieser Busabschluss ist standardmäßig beim Stromversorgungsmodul beigepackt. Zusätzlich ist bei senkrechter Montage noch ein Endhalter zu montieren. Dadurch verhindert man, dass sich die Module auf Grund ihres Eigengewichts verschieben. 30 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

31 Installation Bezeichnung Endhalter Clipfix 35 Sachnummer / MLFB PHO Busabschluss TC MF13130GA500AA1 Hinweis Beachten Sie bitte die Regeln in der SICAM MIC Systembeschreibung, Kapitel Systemübersicht, Abschnitt Architektur I/O-Module Bestückungshinweise. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 31

32 Installation 1.4 Aufbau externer Kommunikationsverbindungen Abhängig vom eingesetzten Steuerkopfmodul stehen unterschiedliche Kommunikationsschnittstellen (Seriell V.28, Ethernet TCP/IP) zu externen Datenübertragungseinrichtungen zur Verfügung. Dieser Abschnitt zeigt wie die verschiedenen Kommunikationsarten mittels Datenübertragungseinrichtungen realisiert werden können. Je nach Kommunikationsart werden verschiedene Verbindungskabel für den Anschluss einer Datenübertragungseinrichtung am Steuerkopfmodul benötigt. Hinweis Kommunikationskabel sind nach Möglichkeit getrennt von Versorgungs- und Peripheriekabeln zu verlegen. 32 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

33 Installation Serielle Schnittstelle Gemeinschaftsverkehr mit Standleitungs- und WT Kanalmodem CE-070x TC6-210 V.24/V.28 (X1) Hinweis Berücksichtigen sie bei dieser Konfiguration (Stromversorgung von CE-070x über CP-60xx) den Leistungsverbrauch des Modems. Bestellinformation für Übertragungseinrichtung und Kabel siehe SICAM MIC Systembeschreibung, Anhang Bestellinformation, Abschnitt Zubehör. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 33

34 Installation Gemeinschaftsverkehr über Lichtwellenleiter und Sternkopplung PS-663x CM-0822 Lichtwellenleiter max. 1.5 km CM-0827 Modular Kupplung RJ45-9pol. D-SUB Bestellinformation für Übertragungseinrichtung und Kabel siehe SICAM MIC Systembeschreibung, Anhang Bestellinformation, Abschnitt Zubehör Wählverkehr analog mit Eurocom 24 Das analog Modem Eurocom 24 wird direkt auf das Steuerkopfmodul gesteckt. Bestellinformation für Übertragungseinrichtung und Kabel siehe SICAM MIC Systembeschreibung, Anhang Bestellinformation, Abschnitt Zubehör. 34 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

35 Installation Umbauanleitung für den Einsatz von Eurocom 24 in SICAM MIC Um einen sicheren Halt des Modems auf dem Steuerkopfmodul zu gewährleisten werden die 9-poligen DSUB Schnittstellen beider Geräte mit einer Steckerverriegelung (TC6-212) versehen. Gehen Sie wie folgt vor: Entfernen Sie auf Modem und Steuerkopfmodul die Gewindebolzen links und rechts des 9-poligen DSUB Steckers Montieren Sie den Gleitverschlussrahmen mit den Befestigungsschrauben auf dem Modem Montieren Sie die Gegenschrauben für die Gleitverriegelung auf dem Steuerkopfmodul SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 35

36 Installation Montage von Eurocom 24 am Steuerkopfmodul Um die Montage zu erleichtern wird empfohlen das Steuerkopfmodul zuvor von der TS35 Schiene zu nehmen. Gleiches gilt auch für die Demontage. Öffnen Sie den Gleitverschlussrahmen Stecken Sie das Modem auf das Steuerkopfmodul Schließen Sie die Gleitverriegelung 36 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

37 Installation Wählverkehr analog mit Westermo TD-36 und externer Speisung Westermo TD-36 max. 25 m 4 Stromversorgung WESTERMO TD-36 PSTN POWER VAC / VDC (TD-36 AV) 10-30VAC / 10-60VDC (TD-36 LV) Bestellinformation für Übertragungseinrichtung und Kabel siehe SICAM MIC Systembeschreibung, Anhang Bestellinformation, Abschnitt Zubehör. Kabelbeschaltung CP-60xx Westermo TD-36 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 37

38 Installation Wählverkehr ISDN mit Westermo IDW-90 und externer Speisung Westermo IDW-90 max. 25 m 4 Stromversorgung WESTERMO IDW-90 ISDN RS VAC / 12-34VAC (IDW-90 LV) Bestellinformation für Übertragungseinrichtung und Kabel siehe SICAM MIC Systembeschreibung, Anhang Bestellinformation, Abschnitt Zubehör. Kabelbeschaltung CP-60xx Westermo IDW SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

39 Installation Wählverkehr GSM GSM Modem TC6-211 Bestellinformation für Übertragungseinrichtung und Kabel siehe SICAM MIC Systembeschreibung, Anhang Bestellinformation, Abschnitt Zubehör Ethernet-Schnittstelle Wählverkehr GPRS GPRS Modem CP-6040 Patchkabel Bestellinformation für Übertragungseinrichtung und Kabel siehe SICAM MIC Systembeschreibung, Anhang Bestellinformation, Abschnitt Zubehör. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 39

40 Installation LAN Kommunikation Ethernet TCP/IP Switch Patchkabel CP-6040 Bestellinformation für Übertragungseinrichtung und Kabel siehe SICAM MIC Systembeschreibung, Anhang Bestellinformation, Abschnitt Zubehör. Details für Verbindungen über 10 m entnehmen Sie dem Handbuch SICAM RTUs Plattformen Konfiguration Automatisierungseinheiten und Automatisierungsnetze, Anhang A; Abschnitt "Elektrische Verbindung", "Kabellänge größer 10 m". 40 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

41 Installation 1.5 Stromversorgung Die Anspeisung der Stromversorgungsmodule (PS-663x) kann mit Einzeladern vom Typ H07V-K (1,5-2,5) oder einem Kabel vom Typ LA-YY-0(2x1,5-2,5) bzw. H05VV-F3G(1,5-2,5) erfolgen. Zur Absicherung wird ein Leitungsschutzschalter 2-pol. 2A Kennlinie C (Standardtyp: Merlin Gerin C60H 6kA) empfohlen. Vorschaltnetzgeräte / Standardtypen siehe SICAM MIC Systembeschreibung, Anhang A, Abschnitt Zubehör. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 41

42 Installation 1.6 Verdrahtung Prozessperipherie Einleitung Schrankinterne Verdrahtungen werden vorzugsweise mit kunstoffisolierten Leitungen nach DIN VDE 298 T4 2/89 ausgeführt. Typen: H05V-K (0,5-1mm²), H07V-K (1,5-2,5). Die Verwendung von Adernhülsen wird empfohlen. Der Aufbau der Peripheriestecker ist für eine direkte Peripherieverdrahtung ausgelegt. Das bedeutet, dass die Verdrahtung ohne Einsatz von Rangierigel oder sonstigen zusätzlichen Schraubklemmen vorgenommen werden kann. Für die Verdrahtung sind beidseitig der Module Kabelkanäle vorzusehen (siehe Kapitel , Platzbedarf). Warnung Die in diesem Abschnitt beschriebenen Tätigkeiten setzen voraus, dass die Masseverbindung zwischen SICAM MIC und Schrank oder Gestell ordnungsgerecht ausgeführt wurde und diese geerdet sind. Warnung Bei Modulen die mit Spannungen > 60 V arbeiten (z.b.: DO-6212, DI-6101) ist darauf zu achten, dass an den Peripheriesteckern ausschließlich im spannungslosem Zustand hantiert werden darf. Der Grund liegt darin, dass beim Ziehen des oberen Peripheriesteckers unter Spannung die externe Spannung durch den noch gesteckten unteren Peripheriestecker zugeführt werden kann. Die nun frei zugängigen Pins des oberen Peripheriesteckers würden nun die externe Spannung führen. 42 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

43 Installation Peripheriestecker Klemmentyp Bezeichnung Adernabgang Querschnitt Schraubklemme im Lieferumfang seitlich bis 2,5 mm² Federzugklemme Phönix Crimpklemme Crimpcontakt Phönix bis 1,5 mm² 1) FKC 2,5/10-ST-5,08 oben bis 2,5 mm² bis 1,5 mm² 1) MSTBC 2,5/10-STZFD-5,08 MSTBC-MT 1,5-2,5 oben 1,5 mm² bis 2,5 mm² 1,5 mm² 2) 1,0 mm² 3) 1) bei Verwendung einer Drahtbrücke mit 0,75 mm² oder eines Brückenkammes (siehe folgendes Bild) 2) Drahtbrücke mit 0,75 mm² 3) Drahtbrücke mit 1,00 mm² Externe Verdrahtung in 3-Leiter Technik Bezeichnung Beschriftete Schraubklemme (1-10); ohne Codierung Beschriftete Schraubklemme (11-20); ohne Codierung Beschriftete Schraubklemme (21-30); ohne Codierung Beschriftete Schraubklemme (31-40); ohne Codierung Abziehhilfe für Klemmen Sachnummer / MLFB TC MF13130GC000AA0 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 43

44 Installation Verdrahtung analoger Messwerte Bei Verdrahtung von Messwerten mit Einzeladern, müssen die Adern verdrillt werden. 44 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

45 Installation 1.7 Schirmung und Schutzerdung Schirmung Grundsätzlich sind die TM-Module so ausgelegt, dass keine geschirmten Kabel notwendig sind. Standardmäßig werden geschirmte Kabel direkt nach dem Schrank/Gestelleintritt zugentlastet und danach auf einer dafür montierten Schirmschiene großflächig gemasst. Die Klemmmodule selbst bieten keine Möglichkeit für die Schirmabfangung Schutzerde und Masse Beim Einbau eines SICAM MIC ist darauf zu achten, dass der verwendete Schrank oder das verwendete Gestell eine ordnungsgemäße Verbindung mit der Schutzerde aufweist. Das heißt, dass alle elektrisch leitenden Teile großflächig und möglichst kurz mit dem Schrankholm verbunden sein müssen. Der Schrankholm seinerseits muss mit dem bestehenden Erdungssystem verbunden sein. Sind diese Voraussetzungen gegeben, erfolgt die Verbindung des Gerätes mit Masse über die Verbindung der TS35-Schiene mit dem Schrankholm. Eine zuverlässige Verbindung wird durch Verwendung von Schrauben mit Kontaktscheiben erreicht. Hinweis Die TS35-Schiene eines komplett bestückten System (PS+CP+8 I/O Module) muss mindestens 4x auf metallischen Untergrund verschraubt werden. Dieser Untergrund sollte mindestens 40 cm breit sein. Die Verwendung einer Montageplatte wird empfohlen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 45

46 Installation 1.8 Beschriftung Dieser Abschnitt zeigt wie ein SICAM MIC System gemäß Standard zu beschriften ist. Folgende Beschriftungen sind vorgesehen: Regions- -und Komponentennummer Anlagen- und Ortsbezeichnung Betriebsmittelkennzeichnung (BMK) Klemmenbeschriftung Individuelle Klemmpunktbeschriftung Regions- und Komponentennummer Für das Beschriftungschild mit der Regions- und Komponentennummer ist vor dem Stromversorgungsmodul ein Endhalter mit Klemmleistenmarker zu montieren. R#255/K#255 Endhalter Klemmleistenmarker Bezeichnung CLIPFIX 35-5 Schnellmontage-Endhalter für TS-Schiene Sachnummer PHO Klemmleisten-Kennzeichnungsträger KLM3 PHO SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

47 Installation Anlagen- und Ortsbezeichnung Standardmäßig erfolgt die Anlagen- und Ortsbezeichnung auf dem Schrank in dem das System eingebaut wird. Bei Bedarf kann die Anlagen- und Ortsbezeichnung aber auch auf einem weiteren Endhalter mit Klemmleistenmarker erfolgen. Diese wird vor der Regions- und Komponentennummer montiert. R#255/K#255 Anlage/Ort Endhalter Klemmleistenmarker Betriebsmittelkennzeichnung (BMK) Für die Beschriftung der Module mit der Betriebsmittelkennzeichnung (BMK) ist auf jedem Modul ein Phönix Beschriftungsschild Typ: ZB8/27 vorgesehen. -A100 -A101 -A A A101.2 Standardbeschriftung: BMK HW-Bezeichnung Verwendung -Ax00 PS-663x Stromversorgung -Ax01 CP-6020/CP-6040 Steuerkopfmodul -Ax01.0 -Ax01.1 -Ax01.2 -Ax01.3 -Ax01.4 -Ax01.5 -Ax01.6 -Ax01.7 Peripherie Peripherie Peripherie Peripherie Peripherie Peripherie Peripherie Peripherie SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 47

48 Installation Bezeichnung Zackband ZB8/27 10 Stk Sachnummer PHO Klemmenbeschriftung Die einzelnen Klemmen sind bereits ab Lager beschriftet. Die Nummerierung erfolgt durchgehend von 1 20 (auf Stromversorgungsmodul und Steuerkopfmodul) oder von 1-40 (auf allen I/O Modulen) Individuelle Klemmpunktbeschriftung Diese Art der Beschriftung kann optional, zusätzlich zur Klemmenbeschriftung, erfolgen. Dabei wird ein Klebeschild individuell beschriftet, und danach auf die schräge Fläche des Gehäusedeckels geklebt. 48 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

49 Installation Bezeichnung Etiketten BMKL 50x12 ws für Thermodruck. DIN A4 Bogen mit 63 weißen Klebeschildern Sachnummer PHO Klemmencodierung Um zu verhindern, dass Klemmleisten der unteren Ebene eines Moduls (Klemmenbeschriftung: 1-10 und 31-40) mit jenen der oberen Ebene des gleichen Moduls (Klemmenbeschriftung: und 21-30) vertauscht werden, sind Klemmen und Stiftleisten mit einer mechanischen Codierung versehen. Eine Codierung, die verhindert, dass Klemmleisten eines Modules mit jenen eines anderen Modules vertauscht werden, kann mittels dieser Art der Codierung verwirklicht werden, wird aber werksseitig nicht ausgeführt. Bezeichnung PHOENIX CR-MSTB/ Codierreiter 6 Stk. Sachnummer / MLFB PHO Codierprofil für Klemmleiste TC MF13130GA550AA0 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 49

50 Installation 1.9 Ein- und Ausschalten des Systems Einschalten Vor dem Einschalten des Systems müssen alle Bestandteile an eine Spannungsversorgung angeschlossen sein. Einschalten erfolgt durch Zuschalten der Spannung, häufig zum Beispiel durch Einschalten eines Leitungsschutzschalters. Das System läuft selbsttätig hoch (Hochlauf nach Power up). Das gesamte System wird betriebsbereit (ohne Fehleranzeige), sobald alle vorhandenen Bestandteile mit Spannung versorgt sind und alle Systemelemente den Hochlauf abgeschlossen haben (siehe Abschnitt 6.1.1, LED-Anzeigen bei Hochlauf). Dies gilt auch sinngemäß, wenn nur Teile des Systems ausgeschaltet und wieder eingeschaltet werden Ausschalten Das Ausschalten des Systems erfolgt durch Abschalten der Spannung an allen Bestandteilen. Wird die Spannung nur am Steuerkopfmodul abgeschaltet, sind die untergeordneten Bestandteile nicht betriebsbereit. Vorsicht Das Ausschalten des Steuerkopfelementes während Schreibvorgängen auf die SIM-Karte (Firmware laden, Parameter laden) ist unbedingt zu vermeiden, da dadurch die Daten auf der SIM-Karte zerstört werden können. 50 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

51 2 Schnittstellen und Beschaltung Inhalt 2.1 Stromversorgungsmodule Steuerkopfmodule I/O-Module SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 51

52 Schnittstellen und Beschaltung 2.1 Stromversorgungsmodule PS Frontplatte Auf der Frontplatte befindet sich eine Schraubklemme zum Anschluss der Spannungsversorgung, sowie eine Leuchtanzeige. P S Steckerbelegung und Anzeige Erklärung 52 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

53 Schnittstellen und Beschaltung Blockschaltbild Umschaltung 5 V / 10 V mittels TM-Bus-Telegramm zum Stromversorgungsmodul Abmessungen SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 53

54 Schnittstellen und Beschaltung Steuerung der Ausgangsspannung 2 Die Ausgangsspannung 2 wird zur Modemspeisung verwendet. Hierfür stehen 5,2 VDC oder 10 VDC zur Verfügung. Die Umschaltung zwischen diesen Spannungswerten am PS-6630 Modul wird durch das Steuerkopfelement gesteuert abhängig von dem in der Paramtrierung ausgewählten Modemtyp. Aus Sicherheitsgründen wird als voreingestellter Wert immer +5.2 VDC bei Ausgangsspannung 2 aufgeschaltet. Welche Übertragungseinrichtungen welche Spannung benötigen ist im Abschnitt , Übertragungseinrichtungen ersichtlich Kurzschlussschutz Über den Regler auf der Primärseite des DC/DC-Wandlers sind die Ausgangsspannungen 1 und 2 grundsätzlich gegen Zerstörung durch Überlast und Kurzschluss geschützt (Strombegrenzung des Primärstromes). Dies hat allerdings zur Folge, dass in diesem Fall die interne Sicherung im Primärkreis auslöst und somit die PS-6630 ausfällt Unterbrechungsüberbrückung Abgegebene Leistung P out [W] Uin=20VDC Uin=60VDC Unterbrech. Zeit (typ.) T u [ms] 54 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

55 Schnittstellen und Beschaltung PS Frontplatte Auf der Frontplatte befindet sich eine Schraubklemme zum Anschluss der Spannungsversorgung, sowie eine Leuchtanzeige. P S Steckerbelegung und Anzeige Erklärung SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 55

56 Schnittstellen und Beschaltung Blockschaltbild Abmessungen 56 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

57 Schnittstellen und Beschaltung Steuerung der Ausgangsspannung 2 Die Ausgangsspannung 2 wird zur Modemspeisung verwendet. Hiefür stehen 5,2 VDC oder 10 VDC zur Verfügung. Die Umschaltung zwischen diesen Spannungswerten am PS-6632 Modul wird durch das Steuerkopfelement gesteuert abhängig von dem in der Paramtrierung ausgewählten Modemtyp. Aus Sicherheitsgründen wird als voreingestellter Wert immer +5,2 VDC bei Ausgangsspannung 2 aufgeschaltet. Welche Übertragungseinrichtungen welche Spannung benötigen ist im Abschnitt , Übertragungseinrichtungen ersichtlich Kurzschlussschutz Über den Regler auf der Primärseite des DC/DC-Wandlers sind die Ausgangsspannungen 1 und 2 grundsätzlich gegen Zerstörung durch Überlast und Kurzschluss geschützt (Strombegrenzung des Primärstromes). Dies hat allerdings zur Folge, dass in diesem Fall die interne Sicherung im Primärkreis auslöst und somit die PS-6632 ausfällt Unterbrechungsüberbrückung Abgegebene Leistung P out [W] Uin=110VDC Unterbrech. Zeit (typ.) T u [ms] SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 57

58 Schnittstellen und Beschaltung 2.2 Steuerkopfmodule CP-6020 Auf der Frontplatte befindet sich 1 Anschluss für die Kommunikation, sowie eine Leuchtanzeige. C P Steckerbelegung und Anzeige Erklärung 58 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

59 Schnittstellen und Beschaltung Blockschaltbild Abmessungen SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 59

60 Schnittstellen und Beschaltung CP-6040 Auf der Frontplatte befindet sich 1 Anschluss für die Kommunikation, sowie eine Leuchtanzeige. C P Steckerbelegung und Anzeige Erklärung 60 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

61 Schnittstellen und Beschaltung Blockschaltbild Abmessungen SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 61

62 Schnittstellen und Beschaltung 2.3 I/O-Module Die Beschreibungen der I/O-Module finden Sie im Handbuch SICAM TM I/O-Module. 62 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

63 3 Projektierung vorbereiten Inhalt 3.1 Projektierungswerkzeuge Software für die Projektierung Ladbare Firmwares SIM-Karte Schnittstellen für die Projektierung Projektierungs-PC mit dem Zielsystem verbinden Interaktion mit dem Projektierungs-Werkzeug SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 63

64 Projektierung vorbereiten 3.1 Projektierungswerkzeuge Die Projektierung von SICAM MIC ist wahlweise möglich über die folgenden Werkzeuge (exklusiv): SICAM TOOLBOX II Webbrowser (Microsoft Internet Explorer ) Unterschiede Für die Projektierung über Webbrowser sind keine speziellen Kenntnisse eines Projektierungssystems erforderlich und auch keine Lizenzen. Die Web-Oberfläche schafft einen sehr einfachen Zugang zur Parametrierung von SICAM MIC. Die Struktur der Parameterblöcke ist prinzipiell identisch aufgebaut wie in der SICAM TOOLBOX II (konsistente Datenhaltung). Die Projektierung über Webbrowser dient für einfache Anwendungen. Es stehen nicht alle Funktionen, welche die SICAM TOOLBOX II bietet, zur Verfügung. Hauptunterschied ist, dass über den Webbrowser keine verfahrenstechnische Parametrierung des Steuerkopfelements möglich ist. Bei der Projektierung über die SICAM TOOLBOX II stehen die Online-Funktionen (Diagnose, Test) nicht zur Verfügung. Genaueres dazu finden Sie in den Abschnitten , Besonderheiten bei Projektierung über SICAM TOOLBOX II und , Besonderheiten bei Projektierung über Webbrowser. Eine Übersicht über die jeweiligen Funktionen finden Sie in Kapitel 4, Projektierung über SICAM TOOLBOX II und Kapitel 5, Projektierung über Webbrowser Verriegelung Der schreibende Zugriff auf ein Zielsystem ist exklusiv. Das bedeutet, Änderungen der Parametrierung eines Zielsystems sind nur mit jenem Projektierungswerkzeug möglich, mit dem die Projektierung erstmals begonnen wurde. Wurde ein Zielsystem über Webbrowser parametriert, ist es nicht möglich, die Parametrierung in die SICAM TOOLBOX II zu übernehmen. Sämtliche Online-Werkzeuge der SICAM TOOLBOX II (Diagnose, Datenflusstest, Telegrammsimulation, etc.) können nicht verwendet werden. Wurde ein Zielsystem über die SICAM TOOLBOX II parametriert, ist über Webbrowser nur ein lesender Zugriff möglich (Änderung von Parametern nicht möglich). Die Online-Funktionen (Diagnose, Prozessanzeige) können in diesem Fall verwendet werden. 64 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

65 Projektierung vorbereiten 3.2 Software für die Projektierung SICAM TOOLBOX II Die SICAM TOOLBOX II (ab Version 4) ist auf DVD-ROM erhältlich und besteht aus den folgenden Toolsets: EM II Engineering Manager (Basispaket) PSR II Projektierungs- und Servicerechner OPMII Objektorientierter Prozessdatenmanager CAEx plus Werkzeug für die Erstellung eines Anwenderprogramms als Funktionsplan (FUP), Strukturierter Text (ST), Ablaufsprache (AS) Alternativ kann auch eine bestehende und kompatible Anweisungsliste (AWL) in die SICAM TOOLBOX II eingelagert werden Die Toolsets sind auch als Light -Version erhältlich. Mit dieser Version ist die Projektierung eingeschränkt auf maximal 100 Systemelemente und 2000 Datenpunkte. Die Toolsets sind einzeln erhältlich. Informationen und Updates für die einzelnen Toolsets, sowie zahlreiche Lizenzen, finden Sie im Online Support Produkte. Dokument Bezeichnung Sachnummer Lizenzen, Varianten und Bestellformular SICAM TOOLBOX II V5 Lizenzkatalog, Lizenzanforderung D Ausführliche Informationen zur Installation und Durchführung von Updates finden Sie in der Broschüre der SICAM TOOLBOX II CD. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 65

66 Projektierung vorbereiten Voraussetzungen Voraussetzung für den Betrieb der SICAM TOOLBOX II ist die Verwendung eines geeigneten PC, der je nach dem von Ihnen erworbenen Lizenzpaket bestimmte Hardwareanforderungen erfüllen muss. Informationen darüber befinden sich in der im Online Support Produkte laufend aktualisierten Liste der PC-Vorzugstypen (PC Products Preference List). Sollte Ihnen diese nicht zur Verfügung stehen, wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner bei Siemens. Für die Installation der SICAM TOOLBOX II sind folgende Voraussetzungen erforderlich: DVD- oder BlueRay-Laufwerk muss existieren C:\-Laufwerk mit Dateisystem NTFS muss existieren Administrator-Rechte für Betriebssystem Windows (Lese und Schreib-Rechte auf das Dateisystem und die Windows Registry) installiertes TCP/IP andere SICAM TOOLBOX II Version darf nicht installiert sein andere ORACLE Anwendung (Datenbank, Client, etc.) darf nicht installiert sein erforderliche länderspezifische Einstellungen: 'Punkt' für Dezimaltrennzeichen und 'Komma' für das Tausendertrennzeichen müssen unterschiedlich sein als Trennzeichen darf kein 'einfaches Hochkomma' verwendet werden Verwendung von Windows Fonts in Normalgröße (96 DPI) Microsoft Internet Explorer ab Version 6.0 Macromedia Flash Player ab Version 7.0 (Abspielen der Online Help Tutorial Videos), siehe Installations-CD1 Verzeichnis \MACROMEDIA oder mindestens 5 GB freien Festplattenspeicher mindestens 2 GB installierter Hauptspeicher Unterstützte Betriebssysteme und Hardwareanforderungen Die genauen Informationen zu unterstützten Betriebssystemen und Hardware finden Sie im folgenden Dokument: Dokument Bezeichnung Sachnummer Broschüre mit Informationen zur Installation und Durchführung von Updates SICAM TOOLBOX II DVD Booklet V5 D3E SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

67 Projektierung vorbereiten Webbrowser Für die Projektierung über Webbrowser benötigen Sie die folgenden Programme: Programm Bezeichnung Sachnummer Microsoft Internet Explorer Microsoft Notepad 1) Webbrowser Texteditor für das Erstellen eines Anwenderprogramms als Anweisungsliste (AWL) 2) CPC60 Firmware für Steuerkopfelement 3) 4) SC6-060 WEBmic Offline-Projektierungswerkzeug 4) SC ) oder ein beliebiger ASCII Texteditor 2) AWL kann lokal am PC oder auch direkt auf einer SIM-Karte gespeichert werden 3) CPC60 enthält die Funktionalität eines Webservers als grafische Benutzeroberfläche für die Projektierung (siehe auch 3.3, Ladbare Firmwares) 4) Software und Informationen finden Sie im Online Support Produkte Hinweis Bei der Adressierung von SICAM MIC über andere Webbrowser erscheint eine Warnung in der Logon- Maske Voraussetzungen Unterstützte Betriebssysteme: Betriebsystem Webbrowser Windows 8 Professional Internet Explorer ab Version 10.0 Windows 7 Professional Internet Explorer ab Version 8.0 Windows XP Professional ab Service Pack 2 Internet Explorer ab Version 6.0 Windows 2000 Professional ab Service Pack 4 Internet Explorer ab Version 5.5 Microsoft Windows NT 4.0 Internet Explorer ab Version 5.5 Microsoft Windows CE (Pocket PC ab 2002) Pocket Internet Explorer ab Version 3.0 Hinweis Ab CPC60 mit Revision gilt nur mehr Microsoft Internet Explorer Version 10 oder 11 mit Microsoft Windows 7 und Windows 8. Dabei müssen die First Party Cookies erlaubt sein, anderenfalls kann man sich nicht an SICAM MIC anloggen. So prüfen Sie die Einstellung im Internet Explorer: Klicken Sie auf den Menüpunkt Tools und wählen Sie Internetoptionen. Im folgenden Fenster klicken Sie auf die Registerkarte DATENSCHUTZ, dann klicken Sie auf den Knopf Erweitert. Im folgenden Fenster muss unter COOKIES VON ERSTANBIETERN die Option ZULASSEN aktiviert sein. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 67

68 Projektierung vorbereiten Programm WEBmic WEBmic ist das Werkzeug für die Offline-Projektierung über einen Webbrowser. Dieses Programm fungiert als Webserver für die lokale Datenhaltung am Projektierungs-PC. Es dient auch für das Sichern und Laden von Parameterdateien auf einer SIM-Karte. Zusätzlich dient WEBmic für die Online-Parametrierung der IP-Adresse eines über die Kommunikationsschnittstelle verbundenen Zielsystems. Die entsprechende ausführbare Datei finden Sie unter SC6-900-<Version>.XX/86 im Online Support Produkte. Hinweis Die Projektierung ist auch online über einen Webbrowser möglich. Dazu ist kein eigenes Werkzeuf erforderlich, da die Firmware des Steuerkopfelements die benötigte Funktionalität eines Webservers enthält Programm FLASHmic FLASHmic ist das Werkzeug für das Nachladen von CPC60 Firmware-Updates. Dieses Programm ist der Flashloader und enthält die Firmware CPC60 in der jeweils aktuellen Revision. Die entsprechende ausführbare Datei finden Sie unter SC6-060-<Version>.XX/86 im Online Support Produkte. Die Details zum Laden von Firmware finden Sie im Abschnitt 6.6, Firmware-Update. 68 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

69 Projektierung vorbereiten 3.3 Ladbare Firmwares SICAM MIC besteht aus Systemelementen, die für spezifische Funktionen vorgesehen sind: Steuerkopfelement Zentrale Verarbeitung und Kommunikation Kommunikation mit Leitstelle und weiteren Automatisierungseinheiten Peripherieelement Erfassung und Ausgabe von Prozesssignalen Für die Realisierung der jeweiligen Funktionen steht für jedes Systemelement eine eigene Firmware zur Verfügung (Ausnahme: Protokollelemente sind am Steuerkopfelement integriert). Die Funktionalität jedes Systemelements ist über Parameter einstellbar. Als Partner von Siemens können Sie für Ihr System sämtliche Code-Revisionen als ladbare Datei über Online Support Produkte herunterladen. Beispiele: Firmware Sachnummer Bedeutung CPC60 Zentrale Verarbeitung und Kommunikation USIO60 Universelle Signaleingabe und -ausgabe USIO61 Gesicherte Befehlsausgabe SC SC XX/86 SC XX/53 SC SC XX/53 SC SC XX/53 Revisionsgeschichte Flashladetool & Firmware CPC60 CPC60 TB II-Update Revisionsgeschichte USIO60 TB II-Update Revisionsgeschichte USIO61 TB II-Update Das jeweilige Binärfile enthält den Firmwarecode für das entsprechende Systemelement (bei Projektierung über Webbrowser). Das jeweilige TB II-Update enthält den Firmwarecode für das entsprechende Systemelement, sowie die Stammdaten für die Toolbox II (bei Projektierung über SICAM TOOLBOX II). Damit die entsprechenden Systemelemente parametriert werden können und funktionieren, müssen sich die jeweiligen Firmwarecodes im Zielsystem befinden Toolbox-Updates in der SICAM TOOLBOX II eingelagert sein (bei Projektierung über SICAM TOOLBOX II) Wie Firmwares in ein Zielsystem geladen werden ist im Abschnitt 6.6, Firmware-Update beschrieben. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 69

70 Projektierung vorbereiten 3.4 SIM-Karte SICAM MIC verwendet zur Speicherung der Parameter eine SIM Karte (Subscriber Identification Module) welche sich im Gehäuse des Steuerkopfmoduls befindet. Diese Karte kann beschrieben werden während sie sich im Steuerkopfmodul befindet (Online- Parametrierung) oder man beschreibt sie mittels externem Kartenleser/-schreiber (Offline Parametrierung mittels WEBmic). Je nach verwendeter Methode bestehen unterschiedliche Anforderungen an die Hard- und Software. Hinweis Die Steuerkopfmodule werden ohne SIM Karte ausgeliefert. Bezeichnung SIM Karte 32 kb SIM Karte 128 kb (nur mit CPC60 ab Rev. 11) Sachnummer / MLFB CC MF12131GA030AA0 CC MF12131GA020AA0 70 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

71 Projektierung vorbereiten SIM-Kartenleser/-schreiber (optional) Projektierungsdaten und Firmwares können von der SIM-Karte mit einem handelsüblichen SIM-Kartenleser/-schreiber gelesen und auf einem PC gespeichert werden. Andererseits können die Daten, insbesondere zur Initialisierung eines Zielsystems, von einem PC auf die SIM- Karte übertragen werden. Eine für die Verwendung des SIM-Kartenleser/-schreibers erforderliche Treibersoftware ist zuvor am PC zu installieren. Folgen Sie dazu den Angaben des Herstellers. Vorsicht Nach einer Treiberinstallation für den SIM-Kartenleser/-schreiber benötigt der erstmalige Zugriff auf die SIM-Karte mit dem Werkzeug WEBmic erheblich mehr Zeit als die darauffolgenden! Einstellungen des Kartenschreib/-lesers Sie können die Einstellungen des Kartenschreib/-lesers für Chipkarten auslesen über das Pop-up-Menü von WEBmic unter SIM Kartenleser SIM Kartenleser Einstellungen. WEBmic prüft ob am PC ein Kartenschreib/-leser installiert ist. Wenn keine gültige Installation gefunden wird erscheint eine Fehlermeldung. Andernfalls prüft WEBmic den Zustand des installierten Kartenschreib/-lesers und der SIM-Karte und zeigt dies in einem Statusfenster an. Im Wesentlichen werden folgende Informationen angezeigt: SIM Kartenleser Info Status = Fehler (wenn Kartenleser nicht gefunden wurde) Status = gültig (wenn Kartenleser gefunden wurde) Schnittstelle am PC Typ Version Übertragungsrate SIM Karteninfo Status = Fehler (SIM-Karte fehlerhaft oder Kartenleser nicht gefunden) Status = warten (SIM-Karte nicht gefunden oder nicht gültig) Status = aktiv (SIM-Karte erkannt) Aktivkennung Chip-Typ Protokoll Speichergröße SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 71

72 Projektierung vorbereiten 3.5 Schnittstellen für die Projektierung SICAM MIC kann über die Kommunikationsschnittstelle(n) mit einer beliebigen übergeordneten Automatisierungseinheit im Gemeinschafts- oder Wählverkehr (mit Hilfe einer externen Datenübertragungseinrichtung), oder direkt über LAN/WAN kommunizieren. Steuerkopf Schnittstellen Norm Verbindung CP-6020/CPC60 RS-232 *) IEC Punkt-zu-Punkt (TCP/IP) CP-6040/CPC60 RS-232 LAN/WAN IEC IEC Punkt-zu-Punkt (TCP/IP) Ethernet (TCP/IP) *) mit Versorgung für externes Modem Für die Übertragung von Projektierungsdaten in ein System SICAM MIC muss der Projektierungs-PC mit dem Zielsystem verbunden sein, und eine geeignete SIM-Karte im Zielsystem bestückt sein. Steuerkopfmodul CP-6020 Prozesskommunikation und Projektierung verwenden die serielle Schnittstelle exklusiv, sie sind daher nicht zugleich verfügbar. Steuerkopfmodul CP-6040 Prozesskommunikation ist verfügbar entweder nach IEC oder nach IEC , aber nicht zugleich nach beiden Normen unter Verwendung beider Schnittstellen. 72 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

73 Projektierung vorbereiten 3.6 Projektierungs-PC mit dem Zielsystem verbinden SICAM TOOLBOX II Die Parametrierung von SICAM MIC ist online über folgende Verbindungen möglich: Punkt-zu-Punkt-Verbindung über serielle Schnittstelle Serielle Verbindung über Telekommunikationseinrichtungen LAN/WAN-Verbindung über Terminalserver und serielle Schnittstelle LAN/WAN-Verbindung über Ethernet-Schnittstelle Punkt-zu-Punkt-Verbindung über serielle Schnittstelle SICAM MIC wird mit dem Projektierungs-PC über ein Nullmodemkabel direkt verbunden. TOOLBOX II Nullmodemkabel 2xDB9F (TF ) TM 1703 mic Steuerkopfmodul SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 73

74 Projektierung vorbereiten LAN/WAN-Verbindung über Terminal Server SICAM MIC wird mit dem Projektierungs-PC über ein Netzwerk und einen Terminalserver verbunden (serielle Schnittstelle DSUB9). Ethernet (TCP/IP) TOOLBOX II Terminal Server CM-1820 TOOLBOX Anschlusskabel CM-0820/ADAP TOOLBOX Adapter TM 1703 mic Steuerkopfmodul LAN/WAN-Verbindung über Ethernet-Schnittstelle SICAM MIC wird mit dem Projektierungs-PC über ein Netzwerk mit Standard-Patchkabel verbunden (Ethernet-Schnittstelle RJ45). Ethernet (TCP/IP) TOOLBOX II RJ45-Stecker TM 1703 mic Steuerkopfmodul 74 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

75 Projektierung vorbereiten Webbrowser Die Online-Parametrierung von SICAM MIC ist über folgende Verbindungen möglich: Punkt-zu-Punkt-Verbindung über serielle Schnittstelle Punkt-zu-Punkt-Verbindung über Ethernet-Schnittstelle LAN/WAN-Verbindung über Ethernet-Schnittstelle Punkt-zu-Punkt-Verbindung über serielle Schnittstelle PC und SICAM MIC werden mit einem Nullmodemkabel (DSUB-Stecker, 9-polig, männl.) direkt verbunden über die serielle Schnittstelle. Webbrowser Nullmodemkabel 2xDB9F (TF ) SICAM MIC Steuerkopfmodul CP-6040 (-6020) Bezeichnung Nullmodemkabel 2x DB9F für SICAM MIC 3 m; 9-pol. D-Sub (Verbindung Steuerkopf PC) Sachnummer / MLFB TF MF13140FC040AA0 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 75

76 Projektierung vorbereiten Punkt-zu-Punkt-Verbindung über Ethernet-Schnittstelle Die Parametrierung über Punkt-zu-Punkt eignet sich zur Erstparametrierung oder wenn der Projektierungs-PC und SICAM MIC nicht in einem Netzwerk betrieben werden (Steuerkopfmodul CP-6040 erforderlich). PC und SICAM MIC werden mit einem ausgekreuzten Patchkabel (RJ45-Stecker) direkt verbunden über die Ethernet-Schnittstelle (Steuerkopfmodul CP-6040 erforderlich). Webbrowser Twisted pair EN Kreuzkabel Kat.5 (T ) SICAM MIC Steuerkopfmodul CP-6040 Hinweis Die Punkt-zu-Punkt-Verbindung eignet sich nicht für im Netzwerkbetrieb befindliche SICAM MIC, da die betreffende Station vom LAN abgezogen werden müsste. Für lokale Parametrierung oder Diagnosezwecke bei Betrieb ist es sinnvoller, die serielle Schnittstelle zu benutzen LAN/WAN-Verbindung über Ethernet-Schnittstelle Die Parametrierung über Punkt-zu-Punkt eignet sich wenn der Projektierungs-PC und (mehrere) SICAM MIC in einem Netzwerk betrieben werden. PC und SICAM MIC werden über ein Standard-Patchkabel (RJ45-Stecker) mit dem Netzwerk verbunden (Steuerkopfmodul CP-6040 erforderlich). Ethernet TCP/IP Standard-Patchkabel Webbrowser SICAM MIC Steuerkopfmodul CP SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

77 Projektierung vorbereiten 3.7 Interaktion mit dem Projektierungs-Werkzeug SICAM TOOLBOX II Projektierungsablauf Für die Projektierung von SICAM MIC dient die am Projektierungs-PC installierte SICAM TOOLBOX II. Die Firmware CPC60 muss einen Revisionsstand ab 14 aufweisen. Ältere Revisionsstände sind für die Projektierung über die SICAM TOOLBOX II nicht geeignet. Bevor Sie mit der Projektierung beginnen, sind die vordefinierten Konfigurationsparameter der SICAM TOOLBOX II zu prüfen und gegebenenfalls zu ändern (siehe Abschnitt 4.1.1, Voreinstellungen). Die Einstellung der Parameter wird mit dem Werkzeug "OPM II" durchgeführt ( offline ). Ein Anwenderprogramm kann mit dem Werkzeug "CAEx plus" als Funktionsplan erstellt werden, oder alternativ als Anweisungsliste mit einem Texteditor im ASCII-Format ( offline ). Die mit der SICAM TOOLBOX II gepflegten Projektierungsdaten werden in einer Datenbank am Projektierungs-PC gespeichert. Über Ladevorgänge können die Projektierungsdaten vom Projektierungs-PC in ein Zielsystem transferiert werden ( online ). Dazu muss das Zielsystem mit dem Projektierungs -PC verbunden und eingeschaltet sein, und im Steuerkopfmodul des Zielsystems muss eine SIM-Karte bestückt sein. Während eines Ladevorgangs werden die Projektierungsdaten vom Zielsystem auf der bestückten SIM-Karte gespeichert. Beim Hochlauf des Zielsystems werden alle neuen oder geänderten Daten in seinen Arbeitsspeicher transferiert. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 77

78 Projektierung vorbereiten Aufbau der Bedienoberfläche Die einzelnen Werkzeuge der SICAM TOOLBOX II haben ein Windows-orientiertes Design. Sie können nach erfolgreicher Installation aus dem Windows-Startmenü Start Programme TOOLBOX II gestartet werden, oder über die Toolbox-Verknüpfung am Desktop. Die am häufigsten benötigten Werkzeuge (Parameter laden, CAEx plus, etc.) lassen sich auch direkt aus dem zentralen Projektierungswerkzeug "OPM II" starten. Die ausführlichen Anleitungen für das Arbeiten mit den Werkzeugen der SICAM TOOLBOX II befinden sich in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, sowie in der CAEx plus Online-Hilfe. Die Online-Hilfe kann direkt oder von jedem der Werkzeuge über das Menü Hilfe gestartet werden. 78 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

79 Projektierung vorbereiten Webbrowser Projektierungsablauf Für die Projektierung von SICAM MIC dient in diesem Fall ein am Projektierungs-PC installierter Webbrowser und das Programm WEBmic. Die Parametrierung kann entweder ohne Zielsystem ( offline") oder direkt im Zielsystem ( online") durchgeführt werden. Ein Anwenderprogramm kann als Anweisungsliste mit einem Texteditor im ASCII-Format erstellt werden ( offline ). Offline-Projektierung Der Webbrowser greift auf eine lokal gespeicherte Datei oder eine SIM- Karte zu. Er zeigt HTML-Seiten an, die WEBmic zur Verfügung stellt. Online-Projektierung Der Webbrowser greift auf ein Zielsystem zu. Er zeigt HTML-Seiten an, die der integrierte Webserver des Zielsystems zur Verfügung stellt. WEBmic Editor Parameter Anweisungsliste SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 79

80 Projektierung vorbereiten Offline-Projektierung Mit WEBmic gepflegte Projektierungsdaten werden bei der Projektierung in einer Datei am Projektierungs-PC (Variante a) oder auf einer SIM-Karte gespeichert (Variante b). Variante a: Über Ladevorgänge können die Projektierungsdaten vom Projektierungs-PC in ein Zielsystem über seinen integrierten Webserver transferiert werden ( online ). Dazu muss das Zielsystem mit dem Projektierungs -PC verbunden und eingeschaltet sein, und im Steuerkopfmodul des Zielsystems muss eine SIM-Karte bestückt sein. Während eines Ladevorgangs werden die Projektierungsdaten vom Zielsystem auf der bestückten SIM-Karte gespeichert. Beim Hochlauf des Zielsystems werden alle neuen oder geänderten Daten in seinen Arbeitsspeicher transferiert. Variante b: Sie können die SIM-Karte mit den Projektierungsdaten in das Steuerkopfmodul des Zielsystems stecken (nur in spannungslosem Zustand). Danach ist lediglich ein Hochlauf des Zielsystems erforderlich, um die Parameter und das optionale Anwenderprogramm zu aktivieren. WEBmic Lokale Parameter Datei SIM Lese- / Schreibgerät SIM Karte Steuerkopfmodul Online-Projektierung Mit dem im Steuerkopfelement integriertem Webserver gepflegte Projektierungsdaten werden auf der SIM-Karte des Steuerkopfelements gespeichert. Sie können auch über Ladevorgänge von der Festplatte des Projektierungs-PC in ein Zielsystem transferiert werden. Beim Hochlauf des Zielsystems werden Daten, die sich von jenen im Flash-PROM unterscheiden, in das Flash-PROM übernommen. Bevor Sie SICAM MIC online über Webbrowser parametrieren können müssen Sie gegebenenfalls die aktuelle Firmware CPC60 auf der SIM-Karte speichern eine Kommunikationsverbindung am Projektierungs-PC einrichten IP-Adressen einstellen für den Datenaustausch mit dem Zielsystem 80 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

81 Projektierung vorbereiten Kommunikationsverbindung am Projektierungs-PC einrichten Die Anleitung für verschiedene Betriebssysteme (Microsoft Windows ) finden Sie im Anhang E, Wählverbindung über PPP einrichten IP-Adressen einstellen Für die Parametrierung muss das Zielsystem mit dem Projektierungs-PC verbunden und eingeschaltet sein. Im Steuerkopfmodul des Zielsystems muss eine SIM-Karte bestückt sein. Der Datenaustausch zwischen dem Projektierungs-PC und den Zielsystemen erfolgt über einstellbare IP-Adressen. Voreingestellte IP-Adressen Parameter Wert Bedeutung/Anmerkung Eigene IP-Adresse Adresse des SICAM MIC Webservers (Punkt-zu-Punkt über serielle Schnittstelle) Fremde IP-Adresse Adresse die dem Projektierungs-PC von SICAM MIC temporär für die Parametrier-Sitzung zugewiesen wird (Punktzu-Punkt über serielle Schnittstelle) Eigene IP-Adresse Adresse des SICAM MIC Webservers (Punkt-zu-Punkt über Ethernet-Schnittstelle) Subnetzmaske = nicht verwendet Default-Gateway = nicht verwendet Interface halbduplex die Einstellung ist abhängig von den verwendeten Übertragungsmedien und sollte nur in Ausnahmefällen umgestellt werden Das Einstellen von IP-Adressen ist abhängig von der gewählten physikalischen Verbindung (siehe 3.6.2, Webbrowser). SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 81

82 Projektierung vorbereiten Punkt-zu-Punkt-Verbindung über serielle Schnittstelle IP-Adresse für Projektierungs-PC konfigurieren Für die Parametrierung werden die in SICAM MIC voreingestellten IP-Adressen verwendet. Dabei ordnet der Webserver des Zielsystems dem Projektierungs-PC automatisch eine IP- Adresse zu, wenn dieser für die automatische Übernahme einer IP-Adresse konfiguriert ist. Klicken Sie in der Systemsteuerung des PC auf Netzwerkverbindungen, danach auf Neue Verbindung Wizard. Erstellen Sie nun eine serielle Verbindung zu einem anderen Computer (in diesem Fall SICAM MIC) über eine verfügbare COM-Schnittstelle des Projektierungs-PC. Klicken Sie im Eigenschaftsdialog der seriellen Verbindung auf die Lasche Netzwerk, markieren Sie Internet-Protokoll (TCP/IP) und klicken Sie auf Eigenschaften. Wählen Sie IP-ADRESSE AUTOMATISCH EMPFANGEN und bestätigen Sie mit OK. Bestätigen Sie die Verbindungs-Einstellungen OK. Verbindungsaufbau mit dem Webbrowser Starten Sie den Webbrowser und geben Sie in der Adressleiste die IP-Adresse ihres SICAM MIC ein. Diese ist bei Auslieferung auf voreingestellt. Nach Auswahl des Benutzers und Eingabe des Passwortes sind Sie am System SICAM MIC angeloggt. 82 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

83 Projektierung vorbereiten Punkt-zu-Punkt-Verbindung über Ethernet-Schnittstelle IP Adresse für den Projektierungs-PC konfigurieren Für die Parametrierung der IP-Adresse über Punkt-zu-Punkt kann der Projektierungs-PC entsprechend der voreingestellten IP-Adresse von SICAM MIC eingestellt werden. Klicken Sie in der Systemsteuerung des PC auf Netzwerk und Wählverbindungen, danach auf Lokales Netzwerk und Eigenschaften. Wählen Sie im Eigenschaftsdialog Internet-Protokoll (TCP/IP) und klicken Sie auf Eigenschaften. Wählen Sie FOLGENDE IP-ADRESSE VERWENDEN und tragen Sie die IP-Adresse und die Subnetzmaske ein und bestätigen Sie mit OK. Bestätigen Sie die Netzwerk-Einstellungen mit OK. Verbindungsaufbau mit dem Webbrowser Starten Sie den Webbrowser und geben Sie in der Adressleiste die IP-Adresse ihres SICAM MIC ein. Diese ist bei Auslieferung auf voreingestellt. Nach Auswahl des Benutzers und Eingabe des Passwortes sind Sie am System SICAM MIC angeloggt. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 83

84 Projektierung vorbereiten LAN/WAN-Verbindung über Ethernet-Schnittstelle IP-Adresse mit WEBmic konfigurieren Bei Betrieb in einem Netzwerk muss SICAM MIC eine eindeutige IP-Adresse zugewiesen werden. Die Vergabe der IP-Adresse ist von der im Netzwerk verwendeten Subnetzmaske abhängig. Über einen Menüpunkt des Offline-Tools WEBmic kann die IP-Adresse online von jedem Punkt des Netzwerkes (auch über Router) geändert werden. Die Identifikation für die Zuweisung der IP-Adresse erfolgt allein über die MAC-Adresse des Zielsystems. Diese steht auf einem Aufkleber auf der Rückseite des Steuerkopfmodules. Für die Adressvergabe starten Sie das Programm WEBmic.exe durch Doppelklick mit der linken Maustaste. Der WEBmic Splash-Screen wird geöffnet. Klicken Sie OK um den Splash Screen zu schließen. Nun erscheint das WEBmic-Symbol im Benachrichtigungsfeld der Taskleiste. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das WEBmic-Symbol um das Kontextmenü zu öffnen. Ändern Sie bei Bedarf die Sprache und öffnen das Kontextmenü erneut. Danach klicken Sie auf den Punkt Ethernet IP Adresse vergeben (CP6040). 84 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

85 Projektierung vorbereiten Das Fenster zur Adressvergabe wird geöffnet. Ergänzen Sie die letzten drei Bytes der MAC ADDRESS und geben Sie die IP-Einstellungen ein. Hinweis Die IP-Einstellungen sind von der Konfiguration und den verwendeten Übertragungsmedien Ihres Netzwerks abhängig. Zur Einstellung dieser Werte wenden Sie sich bitte an Ihren Netzwerk-Administrator. Nach der Eingabe der Parameter klicken Sie auf Set IP. Es erscheint die Meldung Schreibe ARP-Tabelle. Nachdem die Adressen auf die SIM-Karte der SICAM MIC geschrieben sind erscheint eine weitere Rückmeldung Schreibe IP Adresse. Wenn beide Meldungen den Anhang OK erhalten bedeutet dies, dass die Adressen korrekt geschrieben worden sind und dass das SICAM MIC vom PC aus identifiziert werden kann. Der Status NOK bedeutet, dass ein Fehler beim Schreiben der Adressen aufgetreten ist. Prüfen Sie die eingestellten Netzwerkadressen und die physikalische Verbindung. Prüfen Sie bei Bedarf die IP-Einstellungen Ihres PC über die Eingabeaufforderung mit dem Befehl ipconfig. Abhängig vom verwendeten Betriebssystem kann es erforderlich sein, dass das Offline- Tool WEBmic mit Administratorrechten gestartet wird; klicken Sie dazu auf die Programmdatei WEBmic.exe mit der rechten Maustaste und wählen Als Administrator ausführen. Hinweis Mit der Firmware CPC60 ab Revision ist das Setzen einer IP-Adresse mittels WEBmic nur unterstützt wenn im Zielsystem die voreingestellte IP-Adresse ( ) vorliegt. Wenn das Schreiben der IP-Adresse mit OK abgeschlossen wurde, können Sie mit dem Webbrowser auf SICAM MIC zugreifen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 85

86 Projektierung vorbereiten Verbindungsaufbau mit dem Webbrowser Starten Sie den Webbrowser und geben Sie in der Adressleiste jene IP-Adresse ein, welche Sie ihrem SICAM MIC zuvor zugewiesen haben. Nach Auswahl des Benutzers und Eingabe des Passwortes sind Sie am System SICAM MIC angeloggt. 86 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

87 Projektierung vorbereiten Aufbau der Bedienoberfläche Offline-Dialog Die im Webbrowser dargestellte Bedienoberfläche gliedert sich in folgende Teile: Kopfzeile Die Anzeigen in der Kopfzeile sind Stationsname CASDU1 CASDU2 Uhrzeit (offline vom Projektierungs-PC, online von SICAM MIC generiert) Navigationsbaum Dient zum Navigieren zu den einzelnen Ein-/Ausgabemasken. Durch Klicken auf die Symbole + oder und auf das jeweilige Dateisymbol wird der gewünschte Dialog geöffnet. Dialog für die Parametereingabe Parameter und Werte, Erklärungstexte, Anzeige von Zuständen, Ausführen von Bedienhandlungen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 87

88 Projektierung vorbereiten Online-Dialog Der Online-Dialog ist gleich aufgebaut wie der Offline-Dialog. Zusätzlicher Punkt: Hinweiszeile Erscheint bei Änderung von Parametern die einen Hochlauf von SICAM MIC Parametereingabe Die Bedienoberfläche unterstützt zwei Eingabearten für Parameter: Eingabe eines Wertes Der Wert wird direkt in das Eingabefeld geschrieben. Es bestehen keine Begrenzungen durch das Eingabefeld. Bei Übernahme des Wertes erfolgt eine Plausibilitätsprüfung anhand des zulässigen Wertebereichs und der maximalen Anzahl von Zeichen. Ein unplausibler Wert wird nicht übernommen oder gegebenenfalls auf "0" gesetzt. Bei der Vergabe von Signaltexten erfolgt eine Beschränkung auf maximal 10 Zeichen. Auswahl eines Wertes Der Wert kann aus einem Pull-down-Menü ausgewählt werden oder die Auswahl erfolgt durch Anklicken eines Kontrollkästchens. Die Beschreibung der Einstellwerte befindet sich im Kapitel 7, Parametrieranleitung. 88 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

89 Projektierung vorbereiten Hochlaufanforderung Nach Änderung der Einstellung von Konfigurationsparametern müssen diese durch einem Hochlauf des Zielsystems aktiviert werden. In diesem Fall erscheint die Hinweiszeile. Durch Klicken auf den interaktiven Teil wird ein Hochlauf ausgelöst. Es können jedoch beliebig viele weitere Parameter geändert werden, bevor alle zusammen per Hochlauf aktiviert werden. Die Hinweiszeile bleibt dafür auch beim Wechsel der Parametrier-Menüs erhalten. Sie verschwindet erst nach Ausführung eines Hochlaufs des Zielsystems SICAM TOOLBOX II Verriegelung Wurde die erstmalige Projektierung mit der SICAM TOOLBOX II durchgeführt, erscheint eine statische Anzeige in der Kopfzeile: SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 89

90 Projektierung vorbereiten Besonderheiten bei Projektierung über SICAM TOOLBOX II Die folgenden Funktionen werden nicht unterstützt: Firmware laden Datenflusstest Telegrammsimulation Servicefunktion online ST Emulation Topologietest Diagnose Funktionsplan Onlinetest Besonderheiten bei Projektierung über Webbrowser Die Parametersätze in der SICAM TOOLBOX II und im Webbrowser sind grundsätzlich gleich strukturiert. Für die Projektierung über Webbrowser bestehen jedoch einige Vereinfachungen, daher werden die folgenden Funktionen nicht oder in anderer Form unterstützt: Parameter des OPM II Expertenmodus werden nicht angezeigt Kann eine Funktion nur über einen Expertenparameter aktiviert werden, werden die zugehörigen Datenpunkte auch nicht angezeigt. Beispiel: die Funktion Schalterfallunterdrückung bei Automatischer Wiedereinschaltung für Doppelmeldungen lässt sich nur über einen Expertenparameter aktivieren, daher werden die zugehörigen Datenpunkte Wiedereinschalt. < > nicht angezeigt. Bestückung Basissystemelement (BSE) Das BSE wird automatisch bestückt, sobald eine SIM-Karte mit der Firmware CPC60 gesteckt wurde. Verfahrenstechnik Basissystemelement (BSE) Die verfahrenstechnischen Einstellungen am BSE (Systemfunktionen) stehen nicht zur Verfügung: Fehlertelegramm Detaildiagnosetabelle Fehlertelegramm Summendiagnosetabelle Kommunikationssteuertelegramm Protokollelement Rückmeldetelegramm Protokollelement Steuertelegramm Redundanz Rückmeldetelegramm Redundanz Steuertelegramm Sonderapplikation Ausgang Sonderapplikation Eingang Jedoch werden bei Verwendung eines Anwenderprogramms globale Systemvariablen unterstützt, um auf den Inhalt der Summendiagnosetabelle zugreifen zu können (siehe A, Variablen in der AWL). Systemtechnik Peripherieelement (PE) Im OPM II müssen nach dem Bestücken des PE die I/O-Module bestückt werden. Bei der Projektierung über Webbrowser werden die I/O-Module automatisch bestückt. 90 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

91 Projektierung vorbereiten Verfahrenstechnik Peripherieelement (PE) Im Gegensatz zum OPM II werden keine Abbilder angelegt, je I/O Modul gibt es eine Konfigurations- und eine Einstellungsseite. In der Konfigurationsseite wird die Verwendung der I/Os definiert (entsprechend dem Auflegen in der SICAM TOOLBOX II). In der Einstellungsseite werden die zuvor konfigurierten I/Os parametriert. Dort erscheinen nur die für die definierte Verwendung relevanten Parameter. Folgende allgemeine Datenpunkte stehen nicht zur Verfügung: Revision Steuerort Verfahrenstechnik Protokolle Im Gegensatz zum OPM II werden keine Abbilder angelegt, die Verfahrenstechnik wird in Form von Spreadsheets zur Verfügung gestellt (Sendefeinrangierung, Empfangsfeinrangierung). Firmware laden und Auswahl von Protokollelementen Protokollelemente können nicht geladen werden. Sie sind fix integriert in der Firmware des Steuerkopfelements. Firmware laden und Auswahl von Peripherieelementen Peripherieelemente können nicht geladen werden. Sie sind fix integriert in der Firmware des Steuerkopfelements. Telegrammsimulation Die Telegrammsimulation wird nicht unterstützt (einschleusen beliebiger Telegramme in das System). Jedoch gibt es die Möglichkeit, aktuelle Prozesswerte der Peripherie anzuzeigen (Meldungszustände, Zählwerte, Messwerte) und Prozesswerte vorzugeben (Befehle, Sollwerte). Datenflusstest Der Datenflusstest wird nicht unterstützt (verschiedene Protokollierpunkte, Filter, etc.) Revisionsabfrage Die aktuelle Firmware-Revision des Basissystemelements wird in der Kopfzeile der Bedienoberfläche angezeigt, die Revisionen der Zusatzsystemelemente ist nicht relevant. Anwenderprogramm Die grafische Erstellung eines Funktionsplans (FUP) ist nicht möglich, es kann nur eine Anweisungsliste (AWL) in ASCII-Format in das Zielsystem geladen werden. Test des Anwenderprogramms Offline-Simulation ist nicht möglich. Der Onlinetest beschränkt sich auf die Statusanzeige oder das Steuern von einer auswählbaren Variable (die in der AWL verwendet wird) je Test. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 91

92 Projektierung vorbereiten 92 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

93 4 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Inhalt 4.1 Fernwirken Automatisierung SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 93

94 Projektierung über SICAM TOOLBOX II 4.1 Fernwirken Übersicht der Aufgaben Aufgabe Voreinstellungen Initialisierung der Anlagendaten Firmware einlagern Bestücken Parametrieren der Systemtechnik Parametrieren der Verfahrenstechnik Massenbearbeitung Parameter umsetzen Import/Export Dokumentation Parameter laden Parametervergleich Bedeutung Benutzer und Rechte definieren; Sprache Anlage und Automatisierungseinheit konfigurieren Firmware in die SICAM TOOLBOX II laden installierte Systemelemente auswählen Uhrzeitmanagement Kommunikation allgemein Protokollelemente Darstellung auf Hardware-I/Os zugeordneter Datenpunkte Dezentrales Archiv Abbilder erstellen Auflegen von Prozessabbildern auf Datenpunkte Einstellungen für konfigurierte Prozesssignale Rangierung von Sende- und Empfangsdaten bearbeiten großer Mengen von Abbildparametern Parameter für Zielsystem übersetzen erzeugen und einlesen von Sicherungen der Anwenderdaten aufbereitete Tabellen zum Ausdrucken Hardware (Bestückung, Pin-Belegung) Parameter Parameter und Funktionsplan zum Zielsystem übertragen Vergleich der Einstellungen zwischen aktuellem Projekt und Zielsystem Hinweis Test und Diagnosefunktionen (online) können nur über den Webbrowser durchgeführt werden. Firmware laden kann nur mit dem Werkzeug FLASHmic durchgeführt werden. 94 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

95 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Wesentliche administrative Funktionen Voreinstellung TOOLBOX II Voreinstelungen Berechtigungen System Anlage konfigurieren Anlagenmanagement Projekttechnik Systemtechnik Aufbautechnik Kunde Anlage Region AE Anlage Station Einbauort Schrank Baugruppenträger Verfahrenstechnik Anlage Bereich Export/Backup Data Distribution Center Inhalt des Export- Satzes hinzufügen Kunde Anlagenmanagement Systemtechnik Verfahrenstechnik Systemelemente Start Export Import Data Distribution Center Auswahl Importdatei Auswahl Importdatei Bestückung dokumentieren Aufbautechnische Dokumentation Auswahl AE Dienste Dokumentation generieren (csv file) Parametrierung dokumentieren OPM II Systemtechnik Auswahl AE Vorschau Spreadsheet Spreadsheet drucken Grundsätzlicher Ablauf der Parametrierung Anlage konfigurieren OPM II Kunde und verfahrens technische Anlage definieren (mit Wizard) Systemtechnische Anlage definieren (mit Wizard) Kunde verfahrenstech. Anlage Niederlassung Nummer Systemtechnische Anlage Region AE AE mit Modulen bestücken OPM II Basissystemelemente Peripherieelemente Fernwirkfunktion parametrieren OPM II Systemtechnik Verfahrenstechnik Systemfunktionen Peripherie Systemdaten AE/BSE auswählen Parametrieren Speichern Abbilder anlegen Paramerieren Speichern Parameter umsetzen OPM II Systemtechnik Verfahrenstechnik Automatisch beim Speichern (Auswahl AE) Anwender legt den Zeitpunkt fest Parameter in Zielsystem Parameter Laden Auswahl AE Parameter laden SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 95

96 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Voreinstellungen Bevor Sie mit der Projektierung von SICAM MIC beginnen sind einige grundsätzliche Einstellungen für das Arbeiten mit der SICAM TOOLBOX II vorzunehmen: Benutzer und Rechte Benutzerspezifische Einstellungen Passwort arbeitsplatzspezifische Einstellungen Organisation der SICAM TOOLBOX II Sprache Für den Einstieg in die SICAM TOOLBOX II ist eine Anmeldung mit Benutzername und Passwort erforderlich. Die Parametrierung mit der SICAM TOOLBOX II erfolgt ausschließlich offline. Nur der Transfer von Daten (Firmware, Anwenderdaten), sowie Test und Diagnose erfolgen online über eine Kommunikationsverbindung. Die global in der SICAM TOOLBOX II gültigen Konfigurationsparameter werden mit dem Werkzeug "Voreinstellungen TOOLBOX II" angezeigt und eingestellt. Sie können - in Abhängigkeit von den Zugriffsrechten - zu jedem beliebigen Zeitpunkt geändert werden. Die Details dazu finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "Voreinstellung TOOLBOX II" und Kapitel "Administration der TOOLBOX II" Benutzer und Rechte Die folgenden Benutzertypen sind vordefiniert und können gewählt werden: Typ admin Typ profi Typ standard Je nach Benutzertyp sind unterschiedliche Rechte vordefiniert. Neue Benutzernamen (max. 8 Zeichen) können Sie als Benutzertyp admin frei vergeben. Jedem Benutzer kann eine spezielle Rolle (max. 20 Zeichen) zugewiesen werden. Für jede Rolle lassen sich bestimmte Rechte aus einer Liste frei auswählen und zuordnen. Abhängig von der Rolle die einem Benutzer zugewiesen ist, darf er bestimmte Funktionen bedienen. Eine Ausnahme sind die nicht änderbaren Rollen, die dem Service-Personal von Siemens für Wartungszwecke vorbehalten sind. Die Details dazu finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "Voreinstellung TOOLBOX II", Abschnitt "User-/Rollenverwaltung". Hinweis Sämtliche in diesem Handbuch beschriebenen Bedien- und Testfunktionen von SICAM MIC gelten generell für die in der SICAM TOOLBOX II vorhandenen Rolle "Administrator". 96 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

97 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Passwort Der Einstieg in die SICAM TOOLBOX II ist für jeden Benutzer durch ein individuelles Passwort geschützt. Das voreingestellte Passwort ist gleich dem vordefinierten Benutzertyp. Hinweise Das voreingestellte Passwort muss nach der ersten Anmeldung geändert werden Sprache Die Sprache Deutsch oder English kann gewählt werden Einstieg in das Projekt Anmeldung Beim erstmaligen Start eines Werkzeugs der SICAM TOOLBOX II müssen Sie einen Benutzernamen und ein Passwort eingeben. Danach können Sie mit der Parametrierung beginnen. Ein Benutzerwechsel ist mit dem Werkzeug "Voreinstellungen TOOLBOX II" möglich (Menü Berechtigung Login ) Abmeldung Eine Benutzerabmeldung ist mit dem Werkzeug "Voreinstellungen TOOLBOX II" möglich (Menü Berechtigung Logout ). Noch aktive Werkzeuge können danach weiter bedient werden, aber das Aktivieren von Werkzeugen erfordert eine erneute Anmeldung. Bei Beenden aller Werkzeuge ohne Abmeldung bleibt der Benutzer angemeldet, außer es erfolgt eine Abmeldung vom Projektierungs-PC oder Toolbox-Server. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 97

98 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Passwort ändern Als Benutzertyp admin können Sie für jeden neu hinzugefügten Benutzer ein Passwort festlegen. Richtlinien für die Vergabe von Passworten das Passwort darf aus bis zu 8 Zeichen bestehen keine Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinschreibung Sonderzeichen können verwendet werden leeres Passwort möglich (Anmeldung an das Projekt ohne Passwort) Anlagenkonfiguration Eine Anlage wird gemäß verschiedener Sichten konfiguriert: Projekttechnik Aufbautechnik Systemtechnik Verfahrenstechnik Die Konfigurationsdaten werden jeweils spezifisch für die verschiedenen Sichten der Anlage parametriert. Bei der erstmaligen Erstellung einer Anlage müssen Sie mit dem Werkzeug "OPM II" die Konfigurationsdaten in die SICAM TOOLBOX II eingeben. Die Eingabe der Parameter wird dabei durch "Wizards" unterstützt. Anhand der Parametrierung der Konfigurationsdaten wird die Anlagentopologie festgelegt. Nach der Initialisierung kann die Administration der Anlagenkonfiguration mit dem Werkzeug "Anlagen-Management" durchgeführt werden. Mit diesem Werkzeug können die Konfigurationsdaten jederzeit geändert oder gelöscht werden. Die Details dazu finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "Anlagenmanagement" Firmware einlagern Für die Parametrierung eines Zielsystems müssen die zu verwendenden Systemelemente bestückt, und die zugehörigen Firmwares in der SICAM TOOLBOX II vorhanden sein. Die benötigten Firmwares - soweit noch nicht vorhanden - können Sie mit dem Werkzeug "Stammdaten einlagern" in die Datenbank der SICAM TOOLBOX II laden. Die entsprechenden Dateien finden Sie in Online Support Produkte (siehe Abschnitt 3.3, Ladbare Firmwares). Die Details dazu finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "OPM II", Abschnitt "Stammdaten aktualisieren". Eine weitere Möglichkeit bietet das Werkzeug "Live Update". Die Informationen dazu finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "Dienstprogramme", Abschnitt "Live Update". 98 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

99 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Parametrierung der Fernwirkfunktionalität Die Erfassung, Parametrierung und Dokumentation für die Fernwirkfunktion und der dazugehörigen Datenpunkte wird in der SICAM TOOLBOX II hauptsächlich mit Hilfe des Werkzeugs "OPM II" (Objektorientierter Prozessdatenmanager) ermöglicht. Die Bedienungsanleitung des OPM II finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "OPM II". Die Beschreibung der systemtechnischen und verfahrenstechnischen Einstellungen finden Sie im Handbuch SICAM RTUs Gemeinsame Funktionen System und Basissystemelemente, Kapitel "Fernwirken". Die Beschreibung der systemtechnischen und verfahrenstechnischen Einstellungen finden Sie im Kapitel 7, Parametrieranleitung. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 99

100 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Bestückung Vor der Parametrierung der Funktionalität muss das Zielsystem mit den erforderlichen Systemelementen bestückt werden: Steuerkopfelement Peripherieelement I/O-Module Hinweis Die Firmwarecodes der entsprechenden Systemelemente müssen sich im Zielsystem befinden. Einen Überblick der verfügbaren Systemelemente und Module mit den technische Daten finden Sie in der SICAM MIC Systembeschreibung, Kapitel Mechanische Ausführung, Abschnitt Architektur I/O-Module, sowie im Abschnitt 7.4, Bestückung. Die Bestückung erfolgt mit dem Werkzeug "OPM II" über die Menüpunkte Werkzeuge Systemtechnik und Werkzeuge Bibliothek-Übersicht. Alternativ ist die Bestückung auch mit dem Werkzeug "Bestückung" möglich. Durch hineinziehen von Systemelementen des Systems SICAM MIC aus der Bibliothek- Übersicht auf das jeweilige Zielsystem in der Systemtechnik, werden die entsprechenden Systemelemente mit voreingestellten Parametern hinzugefügt. Bei Verwendung von I/Os muss zuerst das übergeordnete Peripherieelement (USIO60 or USIO61) bestückt werden. Danach können I/O-Module auf das Peripherieelement gezogen werden und Signale zum jeweiligen I/O-Modul zugeordnet werden (Systemtechnik). Beim Löschen eines Systemelements oder eines I/O-Moduls werden die entsprechenden Einstellungen in der Systemtechnik verworfen. Hinweis Die Bestückung im "OPM II" muss mit den mechanisch bestückten I/O-Modulen übereinstimmen. Wenn Sie ein externes I/O-Modul mechanisch entfernen, müssen sie es auch im "OPM II" löschen. Wenn Sie die Bestückung im "OPM II" nicht adaptieren, erkennt das Zielsystem das entfernte I/O-Modul als ausgefallen (Fehlermeldung). Wenn Sie ein externes I/O-Modul mechanisch hinzufügen ohne die Bestückung im "OPM II" anzupassen, hat dies keine Auswirkungen. Das hinzugefügte I/O-Modul wird in diesem Fall ignoriert. Wie alle systemtechnischen Parameter muss eine geänderte Bestückung mit umgesetzt und in das Zielsystem geladen werden, um wirksam zu sein (siehe 4.1.6, Parametrierung umsetzen und , Projektierungsdaten laden). Nach Änderung der Bestückung erfolgt immer ein automatischer Hochlauf des Zielsystems. Dabei prüft das Zielsystem, ob die mechanisch bestückten Systemelemente und I/O-Module mit der Parametrierung übereinstimmen. Wenn nicht erfolgt eine Fehlermeldung (rote ER-LED leuchtet). 100 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

101 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Systemtechnische Einstellungen Die systemtechnische Konfiguration eines Zielsystems befindet sich im Fenster "Systemtechnik". Dieses kann über das Menü Werkzeuge Systemtechnik geöffnet werden. Die Parametrierung erfolgt im Navigationsbaum, jeweils unter dem ausgewählten Basissystemelement: allgemeine Einstellungen Zeitmanagement Kommunikationsprotokolle Netzwerkeinstellungen Topologie Datenflussfilter Peripherie dezentrale Archivierung Kommunikation Ein für die vorhandene Applikation geeignetes Protokoll kann über ein Pull-down-Menü unter dem Basissystemelement (<Basissystemelement> Kommunikation 101/104 Protokollkonfiguration (Ax)) und dessen Parametrierung festgelegt werden Peripherie Die Peripheriefunktionen werden durch Bestücken des Peripherieelements, der für die vorhandene Applikation geeigneten I/O-Module, sowie deren Parametrierung festgelegt. Unter der Ebene des Ax-P-Bus wird das bestückte Peripherieelement mit den konfigurierbaren Signalen angezeigt: Hardware-Pins Software-Datenpunkte Mittels Kontextmenü eines Hardware-Pins/Software-Datenpunkts, Auswahl Abbild bearbeiten, gelangen Sie direkt zu den verfahrenstechnischen Einstellungen des jeweiligen Signals. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 101

102 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Verfahrenstechnische Einstellungen Ebenen Die verfahrenstechnische Anlage kann in frei definierbare Hierarchieebenen strukturiert werden. Die folgende Grafik zeigt ein Beispiel: Die Anleitung zur Erstellung von Ebenen finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "OPM II", Abschnitt "Ebenen". Die verfahrenstechnischen Einstellungen der Systemelemente können zentral über das Menü Werkzeuge Abbilder geöffnet werden Typen Typen bilden die Vorlage für die Struktur einer verfahrenstechnischen Anlage. Sie dienen zur Vereinfachung bei der Projektierung von großen Mengen von Objekten, Parametern und Werten. Typen der folgenden Typkategorien können unterhalb der Ebenen definiert werden: Usertypen Linktypen Infotypen Parametertypen Ein Typ wird jeweils für Objekte definiert, die über die gleichen Merkmale verfügen (Beispiele: Abzweig, Leistungsschalter, Trenner). Die Anleitung zur Festlegung der verschiedenen Typen finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "OPM II", Abschnitt "Typen". 102 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

103 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Abbilder Abbilder sind reale Objekte der Anlage mit Parametern und Einstellungen (Beispiele: Abzweig Nord, Leistungsschalter Q00, Trenner Q10). Typisierte Abbilder Typisierte Abbilder können aus den definierten Typen angelegt werden, das bedeutet, jedes Abbild ist einem Typ zugeordnet. Der zugeordnete Typ gibt dabei die Struktur für das Abbild vor. Die Struktur definiert welche Linktypen ein Signal beinhaltet und welche Parameter ein Link beinhaltet. Diese Struktur kann nur im Typ des zugehörigen Abbilds geändert werden. Alle Abbilder, die diesem Typ zugeordnet sind, übernehmen automatisch die Strukturänderung (Vererbung). Das gleiche Verhalten gilt auch für Defaultvorgaben. Die Verwendung typisierter Abbilder ist umso effizienter, je mehr gleiche Abbilder vorhanden sind. Typlose Abbilder Typlose Abbilder haben keinen Bezug zu den Typen, das bedeutet, es findet keine Vererbung statt. Typlose Abbilder entstehen auch durch strukturelle Veränderung eines typisierten Abbilds (da das Abbild nicht mehr die gleiche Struktur wie der Typ hat). Typlose Abbilder sind vorteilhaft, wenn Abbilder nur einmalig existieren. Unterhalb von typlosen Abbildern können typisierte Abbilder verwendet werden (Beispiel: Spannungsebene 20 kv ist typlos da sie nur einmal existiert, alle Abzweige darunter sind typisierte Abbilder) Linkabbilder In den Linkabbildern können die Parameter der einzelnen Zielsysteme parametriert werden. Die Signale der Bibliotheken enthalten als ersten Link einen sogenannten allgemeinen Link (LNK_ADR). Dort befinden sich Parameter (Beispiel: Langtext, LAN Station...) die zu anderen Links des selben Signals Referenzen enthalten oder Quelle von Formeln sind. Eine Referenz bewirkt, dass bei Änderungen eines Eintrags im allgemeinen Link automatisch die Änderung im Link des spezifischen Zielsystems erfolgt. Telegramadresse CASDU(1,2), IOA(1,2,3) und TI werden durch Ausfüllen der 1703 Linkadresse (Lk_Reg, Lk_Komp, Lk_BSE, Lk_ZSE, Lk_DP) automatisch durch Formeln und Referenzen gebildet und müssen nicht eingetragen werden. Die Anleitung zur Erstellung von Abbildern finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "OPM II", Abschnitt "Abbilder". Parametrierung der Prozesssignale und Zuordnung zur Systemtechnik Die Parameter für die technologische Aufbereitung von Prozesssignalen befinden sich im Navigationsbaum unter den Linkabbildern: Adressierung Signalvorverarbeitung Signalnachbearbeitung Die Beschreibung der Parameter finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel Parameter-Dokumentation" sowie im Abschnitt 7.5, Prozessperipherie. Die Beschreibung der technologischen Aufbereitung von Ein-/Ausgängen der Prozessperipherie finden Sie im Dokument SICAM RTUs Gemeinsame Funktionen Peripherieelemente nach IEC /104. Die Zuordnung eines Prozesssignals zu einem Hardware-Pin oder Software-Datenpunkt in der Systemtechnik erfolgt durch Auflegen (wahlweise automatisch oder manuell). Die Anleitung dazu finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel OPM II, Abschnitt Auflegen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 103

104 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Dezentrales Archiv (DEAR) Das dezentrale Archiv dient zur lokalen Speicherung von Ereignissen einer Unterstation, und - wann immer es erforderlich ist zur Übertragung an das Leitsystem. Damit ist es beispielsweise möglich, das Archiv eines Leitsystems nach einer Kommunikationsstörung wieder herzustellen. Im dezentralen Archiv können alle Datenpunkte erfasst werden, die in der Unterstation verwendet werden. In der Systemtechnik des "OPM II" (Parametergruppe Dezentrale Archivierung der jeweiligen Automatisierungseinheit) wird das Archiv konfiguriert. In den Abbildern werden die verfahrenstechnischen Parameter der zu erfassenden Datenpunkte festgelegt. Diese Datenpunkte werden im Betrieb jeweils bei Zustandsänderung zeitfolgerichtig archiviert. Dies gilt für alle Befehle und Meldungen der Sende- und Empfangsrichtung. Die genauen Informationen über die Einstellungen finden Sie im Handbuch SICAM RTUs Gemeinsame Funktionen System und Basissystemelemente, Kapitel "Fernwirken", Abschnitt "Dezentrales Archiv" Parametrierung umsetzen Die verfahrenstechnischen Parameter der Anlage müssen vor dem Laden in das Zielsystem umgesetzt werden. Dies erfolgt mit dem Werkzeug "OPM II". Wählen Sie dazu über das Kontextmenü der Automatisierungseinheit (rechter Mausklick) den Menüpunkt Zielsysteme SICAM 1703 Umsetzen. Systemtechnische Parameter werden automatisch beim Speichern umgesetzt. Die Details dazu finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "OPM II", Abschnitt "Umsetzen und Laden", "SICAM 1703" Import, Export und Sicherung von Projektierungsdaten Das Werkzeug "Data Distribution Center" ermöglicht das Importieren und Exportieren von Parametern, sowie das Anlegen von Sicherungdateien. Die Details dazu finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "Data Distribution Center". 104 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

105 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Dokumentation Mit dem Werkzeug "OPM II" können Sie die Dokumentation der Projektierungsdaten erzeugen und ausdrucken: Bestückung Aufbautechnik Schnittstelle zu Elcad Fernwirkfunktion systemtechnische Parameter verfahrenstechnische Parameter Die Details dazu finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "OPM II", Abschnitt "Systemtechnik", "Dokumentation" Bestückung Die Dokumentation der bestückten Systemelemente können Sie im Anlagenbaum des Menüs Systemtechnik, über das Kontextmenü der Automatisierungseinheit, starten. Die Ausgabe erfolgt als Tabelle in einer Datei (Format.csv) oder auf einem Drucker. Mit dem Werkzeug "Bestückung" können Sie den Systemelementen die erforderlichen aufbautechnischen Informationen zugeordnen Aufbautechnik Die Dokumentation der aufbautechnischen Konfiguration können Sie im Anlagenbaum des Menüs Systemtechnik, über die Kontextmenüs der I/O-Module, starten. Die Ausgabe erfolgt als Tabelle mit einstellbarem Layout, wahlweise als Vorschau am Bildschirm oder auf einem Drucker. Die Dokumentation erstreckt sich über die HW-Pins des jeweiligen I/O-Moduls und enthält Steckplatz und Typ des I/O-Moduls systemtechnische Adresse jedes Pins innerhalb eines Telegramms verfahrenstechnische Adresse jedes Pins innerhalb eines Telegramms allgemeine Informationen eines Pins (Langtext) Zuordnung des Pins zu einem Linkabbild im "OPM II" SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 105

106 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Schnittstelle zu ELCAD Für die Kopplung mit dem Konstruktionswerkzeug ELCAD ist es möglich, Abbilder die auf ein Systemelement aufgelegt sind, über diese definierte Schnittstelle zu übergeben. Die Ausgabe erfolgt in einer Textdatei (Format.asc). Die Erstellung der Datei erfolgt durch Auswahl des Menüs Zielsysteme SICAM 1703 SICAM 1703 Umsetzer. Die Details dazu finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "OPM II", Abschnitt "Elcad" Fernwirkfunktion Systemtechnische Parameter Die Dokumentation der systemtechnischen Parameter können Sie im Menü Systemtechnik, über das Kontextmenü einer Automatisierungseinheit oder eines spezifischen Systemelements, starten. Die Ausgabe erfolgt als Spreadsheet, wahlweise als Vorschau am Bildschirm oder auf einem Drucker Verfahrenstechnische Parameter Die Dokumentation der verfahrenstechnischen Parameter können Sie im Menü Abbild bearbeiten, über das Kontextmenü einer selektierten Hierarchieebene, starten. Die Ausgabe erfolgt als Spreadsheet, wahlweise als Vorschau am Bildschirm oder auf einem Drucker Inbetriebnahme und Test Für Inbetriebnahme und Test der projektierten Einstellungen stehen die folgenden Funktionen zu Verfügung (online): Projektierungsdaten laden Parametervergleich Für diese Funktionen muss der Projektierungs-PC mit dem Zielsystem verbunden sein (siehe 3.6.1, SICAM TOOLBOX II). Hinweis Die von der SICAM TOOLBOX II zur Verfügung gestellten Online-Testfunktionen und Diagnose werden für SICAM MIC nicht unterstützt. Online-Funktionen sind nur über den Webbrowser möglich. 106 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

107 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Projektierungsdaten laden Das Laden der Parameter einer verfahrenstechnischen Anlage vom PC in das Zielsystem erfolgt mit dem Werkzeug "OPM II" aus der Systemtechnik. Wählen Sie dazu über das Kontextmenü der Automatisierungseinheit (rechter Mausklick) den Menüpunkt Parameter Laden. Zum Laden der Parameter stehen verschiedene Varianten zur Verfügung: intelligent Laden nur die geänderten Parameter werden in das Zielsystem übertragen ergibt kürzere Ladezeiten kann lokal oder über die Ferne angewendet werden unbedingt Laden alle Parameter werden in das Zielsystem übertragen nach dem Laden der Parameter wird ein automatischer Hochlauf des Zielsystems durchgeführt kann lokal oder über die Ferne angewendet werden initialisieren alle Parameter werden im Zielsystem gelöscht, und alle Parameter neu übertragen wird für das erste Laden einer Automatisierungseinheit oder eines Basissystemelements verwendet kann nur mit dem lokal angeschlossenen Automatisierungseinheit durchgeführt werden Vorsicht Während eines Ladevorgangs ist ein Ausschalten des Systems unbedingt zu vermeiden, da dadurch die Daten auf der SIM-Karte zerstört werden können. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 107

108 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Beim Laden der Parameter werden alle Parametrierungen die in der SICAM TOOLBOX II durchgeführt worden sind gemeinsam auf der SIM-Karte des Zielsystems gespeichert: Konfigurationsparameter Systemparameter Verfahrenstechnische Parameter (wenn sie zuvor umgesetzt wurden) Anwenderprogramm (wenn zuvor Code generiert wurde) Die Details dazu finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "OPM II", Abschnitt "Umsetzen und laden SICAM 1703" Parametervergleich Mit dem Werkzeug "OPM II" können Sie prüfen, ob der Parametersatz im Zielsystem aktuell ist. Wählen Sie dazu über das Kontextmenü der Automatisierungseinheit (rechter Mausklick) den Menüpunkt Parameter Vergleich. Für jede ausgewählte Automatisierungseinheit erscheint die Anzeige, ob die Parametrierung aktuell ist oder nicht. 108 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

109 Projektierung über SICAM TOOLBOX II 4.2 Automatisierung Zur Realisierung von frei definierbaren Steuer- und Regelaufgaben können Sie optional ein Anwenderprogramm als Funktionsplan (FUP) erstellen. Übersicht der Aufgaben Aufgabe externe Signale konfigurieren Funktionsplan erstellen Funktionsplan simulieren Programmcode generieren Programmcode laden Hochlauf durchführen Dokumentation Bedeutung Abbilder anlegen für spontane und periodische Datenpunkte editieren des Anwenderprogramms Offline-Test des Anwenderprogramms kompilieren des Anwenderprogramms Anwenderprogramm in das Zielsystem laden Anwenderprogramm initialisieren am Zielsystem Anwenderprogramm zum Ausdrucken aufbereiten Grundsätzlicher Ablauf der Programmierung externe Signale konfigurieren OPM II Abbilder anlegen für Spontane Telegramme Periodische Datenpunkte von Peripherie Parameter umsetzen OPM II CAEx plus: Signalliste/ Code generieren Anwender legt den Zeitpunkt fest Funktionsplan erstellen CAEx plus Signalliste neu erstellen Verwendung der verfahrenstechnischen Signale vom OPM II Funktionsplan simulieren CAEx plus Auswahl Ressource Offline-Simulation (Test der Funktionsplanlogik ohne Zielsystem) Code generieren CAEx plus Auswahl Ressource Codegenerierung Code laden OPM II Auswahl AE Parameter laden SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 109

110 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Erstellen eines Funktionsplans (FUP) Für die Erstellung eines Funktionsplans ist das Werkzeug "CAEx plus" erforderlich Einschränkungen bei der Erstellung eines Funktionsplans Bausteine und Datentypen In die Typinstanz und in die Anwenderbausteine der AE-Library können nur Bausteine und Datentypen hineingezogen und losgelassen werden ("drag & drop"), die von SICAM MIC unterstützt werden. Für alle anderen erscheint ein Einbahnschild. Zur einfachen Bedienbarkeit ist im Projekt eine SICAM MIC-Library vorhanden, welche alle zu SICAM MIC kompatiblen Bausteine enthält. Signale aus der Signalliste Aus der Signalliste können nur von SICAM MIC unterstützte Signaltypen in die Typinstanz hineingezogen werden. Für alle anderen (beispielsweise TI 38 Schutzereignis) erscheint ein Einbahnschild. Die Prüfung erfolgt über den Datentyp des Signals. Auch der Systemdatenpunkt aus der Signalliste kann nicht in die Typinstanz hineingezogen werden. Systemdatenpunkte Stehen als globale Variablen im globalen Variablenobjekt "Systeminfo" in der Ressource zur Verfügung. Diese globalen Variablen können in den FUP hineingezogen werden. Typkennungen Während der Erstellung des FUP erfolgt eine Überprüfung der Typkennungen. Telegramme mit von SICAM MIC nicht unterstützten Typkennungen lassen sich nicht in den FUP hineinziehen. Das Telegramm mit der Typkennung 101 (Zählerabfrage) wird vom FUP nicht unterstützt. Spannungsausfallsichere Zustände Werden im FUP Telegramme oder Ein-/Ausgänge von Bausteinen auf "spannungsausfallsicher" gesetzt, dann wird bei der Codegenerierung eine entsprechende Warnung ausgegeben. CASDU Alle Informationen die in SICAM MIC entstehen haben dieselbe CASDU in der Telegrammadresse. Dadurch ist es erforderlich, dass für Telegramme die im Funktionsplan entstehen im CAEx plus Link dieselbe CASDU zugeordnet wird. Bei "falscher" Projektierung im "OPM II" bricht die AWL-Codegenerierung mit einer entsprechenden Fehlermeldung ab. Für Eingangstelegramme im FUP kann eine beliebige Telegrammadresse zugeordnet werden. Statusbit "Class 1" Dieses wird vom FUP nicht unterstützt (Prioritätssteuerung der Kommunikationsfunktion). Es können spezielle Variablennamen verwendet werden, um ein Class 1 -Telegramm zu bilden und damit eine Wählverbindung anzuregen. Statusbit "R" (Redundanz) Dieses kann in den FUP hineingezogen werden, wird jedoch vom Zielsystem nie gesetzt. Bei Verwendung des Redundanz-Bits wird bei der Codegenerierung eine Warnung ausgegeben. Zusatzattribute Diese werden von SICAM MIC nicht unterstützt. Bei der Codegenerierung werden diese Attribute nicht berücksichtigt, und es wird weder Warnung noch Fehler ausgegeben. Weitere Informationen finden Sie im Handbuch SICAM RTUs Gemeinsame Funktionen System und Basissystemelemente, Kapitel "Automatisierung", Abschnitt "Eingeschränkte Steuerund Regelfunktion". 110 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

111 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Externe Signale konfigurieren Die I/O's werden in den Funktionsplan über die Signalliste eingebunden. Abhängig davon, ob das Zielsystem über die SICAM TOOLBOX II oder über den Webbrowser parametriert wird, kann die Signalliste wahlweise mit dem Werkzeug "OPM II" erzeugt werden von einer lokalen Parametrierung importiert werden (siehe dazu Abschnitt , Datenpunkte importieren und exportieren) Die Signale der verfahrenstechnischen Anlage können nach dem Umsetzen (siehe Abschnitt 4.1.6, Parametrierung umsetzen) von "CAEx plus" verwendet werden. Die Struktur des Projektbaumes passt sich automatisch der Struktur aus dem "OPM II" an. Eine Einführung zur Projekterstellung finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "Tutorials", Abschnitt "CAEx plus" CAEx plus Online-Hilfe, Kapitel "Erste Schritte" und Kapitel "Zusätzliche Produkte", Abschnitt "Signalliste (Optional)", sowie in der Online-Hilfe von "CAEx plus" Funktionsplan erstellen Das Werkzeug "CAEx plus" stellt verschiedene Editoren und Standard-Bibliotheken für die Erstellung der Steuer- und Regelfunktionen zur Verfügung. Die verfahrenstechnischen Funktionen einer Anlage werden mit dem Funktionsplan-Editor (FBS-Editor) erstellt. Ein Funktionsplan entsteht dabei durch das Verschalten von vordefinierten Funktionen und Funktionsbausteinen ("CAEx plus" Standard-Bibliothek) vom Anwender definierbaren Funktionen und Funktionsbausteinen Die Beschreibung des Editors finden Sie in der CAEx plus Online-Hilfe, Kapitel "Editoren". Ergänzende Informationen finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "Tutorials", Abschnitt "CAEx plus". Die wichtigsten Kenngrößen (Grenzen) für die Erstellung der Steuer- und Regelfunktionen finden Sie in der SICAM MIC Systembeschreibung, Kapitel "Technische Daten der Module", Abschnitt "Steuerkopfmodule". Die technischen Details zur Bearbeitung der Steuer- und Regelfunktion und ihrer Teilfunktionen finden Sie im Handbuch SICAM RTUs Gemeinsame Funktionen System und Basissystemelemente, Kapitel "Automatisierung", Abschnitt "Eingeschränkte Steuer- und Regelfunktion", "Anwenderprogramm","Funktionsplan". Hinweis Alternativ zur Erstellung eines Funktionsplans kann in "CAEx plus" eine bestehende und kompatible Anweisungsliste (AWL) in ASCII-Format importiert werden (Werkzeug OPM II, Kontextmenü der CPU, Anweisungsliste Einlagern von Datei ). SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 111

112 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Funktionsplan-Editor (beispielhafte Logik) Programmcode generieren Vor dem Laden der Steuer- und Regelfunktion in das Zielsystem muss der Programmcode generiert werden. Die Codegenerierung können Sie über den CAEx plus Umsetzer oder aus "CAEx plus", über das Kontextmenü des Basissystemelements (Ressource), starten. Start der Programmcodegenerierung 112 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

113 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Der Funktionsplan wird daraufhin von einem Compiler übersetzt und geprüft. Gleichzeitig wird der Programmcode als Anweisungsliste (AWL) im Ordner Specification erstellt. Über das Menü Tools Fehler-Status-Anzeige können Sie die Meldungsanzeige der Codegenerierung aktivieren. Dort werden allgemeine Meldungen (wie zum Beispiel Angaben über belegten Speicherplatz für Code und Variablen), sowie erkannte Fehler detailliert eingetragen. Fehler-Status-Anzeige (Beispiel) Die genaue Beschreibung des Werkzeugs befindet sich in der CAEx plus Online-Hilfe, Kapitel "Zielsystem-Anbindung", Abschnitt "Funktionalitäten zur Zielsystem-Anbindung", Abschnitt "Codegenerierung". Die Codegenerierung kann unabhängig von "CAEx plus" mit dem Werkzeug "OPM II" durch Auswahl der Funktion Zielsysteme CAEx plus Signalliste/Code generieren gestartet werden. Für die Verarbeitung der parametrierten Signale in der Steuer- und Regelfunktion wird dabei eine Signalliste erstellt und in "CAEx plus" eingelesen. Die Details dazu finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "OPM II", Abschnitt "Umsetzen und Laden", "CAEx plus". SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 113

114 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Dokumentation Querverweisliste Mit dem Werkzeug "CAEx plus" kann über die Projekthierarchie eine Querverweisliste erzeugt, am Bildschirm angezeigt, oder ausgedruckt werden. Die Querverweisliste erstreckt sich wahlweise über Basissystemelement Programm-Organisationseinheit und wird mittels Kontextmenu Querverweise ausgeführt. Die Details dazu finden Sie in der CAEx plus Online-Hilfe, Kapitel "Grundlagen", Abschnitt "Standard-Bedienelemente", Abschnitt "Befehle der Kontextmenüs" Steuer- und Regelfunktion In der Projekthierarchie des Werkzeugs "CAEx plus" kann durch Auswahl einer jeden Ebene mittels Kontextmenu die Funktion Drucken ausgeführt werden. Der Druckvorgang wird auf dem am PC voreingestellten Drucker gestartet. Die Details dazu finden Sie in der CAEx plus Online-Hilfe, Kapitel "Grundlagen", Abschnitt "Standard-Bedienelemente", Abschnitt "Befehle der Kontextmenüs", Abschnitt "Im Projektmanagement drucken". Ergänzende Informationen finden Sie in der CAEx plus Online-Hilfe, Kapitel "Grundlagen", Abschnitt "Standard-Eigenschaften" sowie Kapitel "Listen und Referenzen", Abschnitt "Ausdrucke gestalten mit DXF". Weitere umfangreiche Möglichkeiten zur Dokumentation bietet die optionale Funktion Dokumentenverwaltung (Zusatzprodukt von "CAEx plus"). Die Details dazu finden Sie in der CAEx plus Online-Hilfe, Kapitel "Zusatzprodukte", Abschnitt "Dokumentenverwaltung (optional)". 114 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

115 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Inbetriebnahme und Test Programmcode laden Um den kompilierten Programmcode in das Zielsystem zu laden, muss der Projektierungs-PC mit dem Zielsystem verbunden sein (siehe Abschnitt 3.6.1, SICAM TOOLBOX II). Das Laden des Programmcodes in das Zielsystem erfolgt gemeinsam mit den eingestellten Parametern in der Systemtechnik des "OPM II". Wählen Sie dazu über das Kontextmenu der jeweiligen Automatisierungseinheit (rechter Mausklick) den Menüpunkt Parameter laden ). Weitere Details siehe Abschnitt , Projektierungsdaten laden). Alle Steuer- und Regelfunktionen, die in "CAEx plus" durchgeführt worden sind, werden dabei auf der SIM-Karte im Steuerkopfelement gespeichert. Alternativ kann die übersetzte Anweisungsliste exportiert und über den Webbrowser in SICAM MIC geladen werden (siehe Abschnitt , SPS Code sichern und laden). Hinweis Der Import einer mittels Text-Editor erstellten Anweisungsliste nach "CAEx plus" ist nicht möglich. Das Laden des Anwenderprogrammcodes führt zu einer Betriebsunterbrechung des Zielsystems. Nachdem der Ladevorgang beendet ist, wird ein Hochlauf des Zielsystems erforderlich. Die technische Beschreibung dazu finden Sie im Handbuch SICAM RTUS Gemeinsame Funktionen System und Basissystemelemente, Kapitel "Automatisierung", Abschnitt "Laden des Anwenderprogramms". Die Bedienungsanleitung finden Sie in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel "OPM II", Abschnitt "Umsetzen und laden SICAM 1703". Vorsicht Während eines Ladevorgangs ist das Ausschalten des Steuerkopfelementes unbedingt zu vermeiden, da dadurch die Daten auf der SIM-Karte zerstört werden können. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 115

116 Projektierung über SICAM TOOLBOX II Testfunktionen Funktionsplan offline simulieren Die Verknüpfungslogik eines Funktionsplans kann in "CAEx plus" mit der Funktion "Offline- Simulation" getestet werden. Diese Funktion kann über das Kontextmenü des Basissystemelements, Programm- oder Typinstanz aufgerufen werden. Genaue Details dazu finden Sie in der CAEx plus Online-Hilfe, Kapitel "Zusatzprodukte", Abschnitt "Offline-Simulation". Hinweis Die Funktion "Online-Test" des Werkzeugs "CAEx plus" steht für SICAM MIC nicht zur Verfügung. Eine Online-Simulation ist nur über Webbrowser möglich (siehe , Testfunktionen) Oszilloskop Oszilloskopfunktionen dienen der zeitlich aufgelösten Darstellung von Analogwerten und Binärwerten während der "Offline-Simulation" des Funktionsplans. Genaue Details dazu finden Sie in der CAEx plus Online-Hilfe, Kapitel "Zusatzprodukte", Abschnitt "Logikanalyse mit Oszilloskopfunktionen". CAEx plus Oszilloskop (Beispiel) 116 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

117 5 Projektierung über Webbrowser Inhalt 5.1 Fernwirken Automatisierung SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 117

118 Projektierung über Webbrowser 5.1 Fernwirken Voreinstellungen Benutzer und Rechte Beschreibung Administrator Guest Lokal Fern Offline Lokal Fern Offline Startseite x x x x x x Systemeinstellungen Administrator Passwort ändern Guest Passwort ändern x x *) x x x *) x Kommunikation Parametrierung x x *) x Anzeige x x x x x x Peripherie Parametrierung x x *) x Anzeige x x x x x x Sichern/Laden x x *) Prozess Anzeige x x - x x - Steuerung x x *) Bestückung - - x Diagnose x x - x x - *) nur wenn vom lokalen Administrator mit Parameter "Fernsteuerung über Web" freigegeben (sicherheitsrelevant), siehe Abschnitt , Systemeinstellung Unterscheidung des Zugriffsortes LOKAL und FERN Die Unterscheidung des Zugriffsortes ist von der Kommunikationsverbindung zwischen PC und SICAM MIC abhängig. Zugriffsort Lokal Fern Bedeutung/Anmerkung Verbindung über die serielle Schnittstelle (ohne Modem) oder über Ethernet Verbindung über Modem, Bedienmöglichkeiten sind unter Umständen eingeschränkt (siehe oben), der Parameter Fernsteuerung ueber Web ist nicht sichtbar Hinweis Sämtliche in diesem Handbuch beschriebenen Bedien- und Testfunktionen von SICAM MIC gelten generell für das uneingeschränkte Zugriffsrecht Administrator (lokal). 118 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

119 Projektierung über Webbrowser Passwort Jedes Projekt kann durch ein individuelles Passwort geschützt werden. Das voreingestellte Passwort ist sat und sollte nach der ersten Anmeldung unbedingt geändert werden. Die Vergabe des Passworts ist in der Systemeinstellung jederzeit möglich, die Speicherung erfolgt gemeinsam mit den Parametern des geöffneten Projekts: Online: am Webserver des jeweiligen Zielsystems Offline: in der jeweiligen Parameterdatei Achten Sie bei der Vergabe eines Passworts auf die folgenden Richtlinien: das Passwort darf aus bis zu 8 Zeichen bestehen (weitere Zeichen werden ignoriert) Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinschreibung Sonderzeichen können verwendet werden Hinweis Bei Problemen mit Passwörtern nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Siemens Support Center auf Anmeldung und Abmeldung Für die Projektierung von SICAM MIC müssen Sie in der Anmeldemaske der Bedienoberfläche die Sprache und den Benutzertyp auswählen. Nach Eingabe des korrekten Passworts und Klicken auf Logon gelangen Sie in die Startmaske eines Projektes. Beim Online-Zugriff wird dabei eine Sitzung mit dem Steuerkopfelement (Webserver) geöffnet. Die Benutzer verfügen über unterschiedliche Zugriffsrechte: Sprache Benutzer Zugriffsrecht Deutsch Administrator schreiben und lesen Guest lesen English Administrator schreiben und lesen Guest lesen Zum Verlassen eines Projekts klicken Sie in der Startmaske auf den Knopf Logout. Damit im Fall eines ungewollten Abbruchs eines Projekts (Ausfall der Kommunikationsverbindung, unbeabsichtigtes Schließen des Webbrowsers, etc.) die zuvor geöffnete Sitzung beendet wird, enthält die Firmware des Steuerkopfelements folgende Sicherheitsmechanismen: Beenden der Sitzung durch Laufzeitüberwachung Wenn innerhalb von 15 Minuten kein Zugriff zum Webserver erfolgt, wird die Sitzung automatisch beendet. Für einen erneuten Zugriff ist eine erneute Anmeldung erforderlich. Beenden der Sitzung durch erneute Anmeldung Mit der Anmeldung zum Webserver wird eine noch geöffnete Sitzung sofort geschlossen. Vorsicht Dürfen mehrere Benutzer auf dasselbe Steuerkopfelement zugreifen, bekommt derjenige, welcher sich als letzter mit dem korrekten Passwort anmeldet das Zugriffsrecht. Die Sitzung des Vorgängers wird getrennt. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 119

120 Projektierung über Webbrowser Offline-Projektierung Bei der Offline-Projektierung besteht keine physikalische Verbindung zum Zielsystem. Übersicht der Funktionen bei der Offline-Projektierung Komponente Funktion Bedeutung/Anmerkung WEBmic (Dialog über Pop-up-Menü) Projekt neu Projekt öffnen Projekt schließen Projekt vervielfältigen Datenpunkt Import/Export lese/schreibe Parameter von/auf SIM-Karte lese/schreibe SPS von/auf SIM-Karte schreibe/lese gesamte SIM- Karte neue Parameterdatei erstellen welche im Name die Anlagendaten "Kunde", "Anlage", "Station" enthält, und den Webbrowser starten (offline) bestehende Parameterdatei öffnen und den Webbrowser starten (offline) aktuelle Parameterdatei schließen bestehende Parameterdatei kopieren und/oder diese auf SIM-Karte schreiben; optional Anwenderprogrammdatei auf SIM-Karte schreiben 1) Datenpunkte eines Projekts als Datei speichern oder von Datei einlesen Parameter von SIM-Karte lesen und in Datei schreiben oder umgekehrt 1) Anwenderprogramm von SIM-Karte in Datei schreiben oder umgekehrt 1) komplettes Datenabbild erstellen 1) Lösche gesamte SIM-Karte alle Anwenderdaten von der SIM-Karte löschen 1) WEBmic (Webbrowser) Ethernet IP Adresse vergeben Kartenleser Einstellungen Parameter HW-Dokumentation Dezentrales Archiv Bestückung ändern IP-Adresse online in das Zielsystem schreiben (ohne Webbrowser); die MAC-Adresse des Zielsystems muss bekannt sein Einstellungen des SIM-Karten Lese-/Schreibgeräts anzeigen 1) Einstellungen für System, Zeit, Kommunikationsprotokoll und Peripherie (speichern auf einer lokalen Datei oder auf SIM-Karte) Ein-/Ausgangs-/Klemmenbelegung der projektierten Module, Signalbelegung der Kommunikationskabel Dezentrales Archiv konfigurieren, Datenpunkte der I/O Module und des Anwenderprogramms festlegen Projektierung der installierten Hardware (Steuerkopf und I/O Module) ASCII Editor 2) Anweisungsliste Datei editieren die das Anwenderprogramm enthält 1) nur mit installiertem Lese-/Schreibgerät für Chipkarten 2) beispielsweise Microsoft Notepad 120 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

121 Projektierung über Webbrowser Die folgende Grafik stellt die Parametrierung offline von SICAM MIC als Ablaufdiagramm dar. Aufgabe: neues Projekt erstellen bestehendes Projekt öffnen Projekt laden Projekt sichern WEBmic startem Projekt neu Projekt öffnen schreibe Parameter auf SIM Karte lese Parameter von SIM Karte SIM File SIM File Anlagendaten Dateiname Dateiname Quelle Dateiname Ziel OK OK OK OK Webbrowser (startet automatisch) Projekt wird auf SIM geschrieben Projekt wird in Datei geschrieben anmelden Projekt bearbeiten Parameter übernehmen Projekt auf SIM Projekt auf File Projekt wird auf SIM geschrieben Projekt wird in File geschrieben Mit dem Offline-Tool WEBmic kann die Projektierung der Parameter ohne Zielsystem durchgeführt werden. Die Parameter werden in eine Datei oder direkt auf die SIM-Karte im Lese-/ Schreibgerät geschrieben. Hinweis Hier werden nur die Schritte beschrieben, die für die Parametrierung offline relevant sind. Alle weiteren Schritte sind im Abschnitt 5.1.5, Projektierung offline oder online, beschrieben. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 121

122 Projektierung über Webbrowser Neues Projekt erstellen Bevor Sie mit der Parametrierung beginnen können, müssen Sie ein Projekt, in dem die Daten für ihr System verwaltet werden, anlegen. Gehen Sie wie folgt vor: Starten Sie das Programm WEBmic.exe mit einem Doppelklick. Der WEBmic Splash Screen wird geöffnet. Klicken Sie OK um den Splash Screen zu schließen. Das WEBmic-Symbol erscheint im Benachrichtigungsfeld der Taskleiste. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das WEBmic-Symbol zum Öffnen des Kontextmenüs von WEBmic. Ändern Sie bei Bedarf die Sprache und öffnen das Kontextmenü erneut. Danach klicken Sie auf den Punkt Projekt neu. 122 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

123 Projektierung über Webbrowser Das Fenster zur Festlegung des Dateispeicherortes wird geöffnet. Unter ZIEL können Sie nun auswählen, ob Sie die Projektdaten direkt auf die SIM-Karte im angeschlossenen Lese-/Schreibgerät oder in eine Datei schreiben wollen, oder beides parallel. Falls kein Lese-/Schreibgerät installiert ist lassen sich die Menüpunkte, die sich auf die SIM- Karte beziehen, nicht auswählen (sie erscheinen als eingravierter Text). In den ANLAGENDATEN wird der Name des Kunden, der Anlage und der Station eingetragen. Der Dateiname (FILENAME) der Projektdaten wird automatisch aus diesen Einträgen gebildet. Klicken Sie OK um das Projekt zu erstellen. Dabei wird, je nach Auswahl, entweder eine projektspezifische Parameterdatei generiert, oder die SIM-Karte beschrieben. Es ist auch beides parallel möglich. Die Datei erhält einen Namen, der sich aus den Anlagendaten und der Typkennung mic zusammensetzt. Falls SIM-KARTE markiert wird, aber kein Lese-/Schreibgerät installiert oder angeschlossen ist, erscheint die Meldung Kann SIM-Kartenleser nicht finden. Speichern der Parameter Wenn der Webbrowser durch Projekt oeffnen oder Projekt neu von einer Datei aus gestartet wurde, dann wird der Parametersatz bei jeder Übernahme eines Parameters in die Datei geschrieben. Wenn der Webbrowser durch Projekt oeffnen oder Projekt neu von einer SIM-Karte aus gestartet wurde, dann wird der Parametersatz bei jeder Übernahme eines Parameters auf die SIM-Karte geschrieben. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 123

124 Projektierung über Webbrowser Bedienoberfläche offline starten Der Webbrowser wird nach der Erstellung des Projektes automatisch gestartet. Die Einstiegsmaske der Bedienoberfläche wird geöffnet. Nach Auswahl des Benutzers und Eingabe des Passwortes (siehe Abschnitt 5.1.1, Voreinstellungen) können Sie mit der Parametrierung beginnen Bestückung der Hardware Als Basis für die Parametrierung der Peripherie muss zuerst die Bestückung von SICAM MIC offline parametriert werden. Nachdem Sie sich angemeldet haben klicken Sie im Menübaum auf Bestueckung. In der Bestückungsmaske können Sie das Steuerkopfmodul und die verfügbaren I/O Module auswählen. Ein SICAM MIC unterstützt max. 8 I/O Module. Ein Überblick der verfügbaren Steuerkopf- und I/O Module und deren Beschreibung befindet sich im Abschnitt 7.4, Bestückung (bitte beachten Sie auch die "Bestückungsregeln"). 124 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

125 Projektierung über Webbrowser Nach Auswahl der Module speichern Sie die Einstellungen mit Mausklick auf den Knopf Uebernehmen. Die Einstellungen werden je nach Auswahl auf der SIM-Karte oder in der Datei gespeichert. Hinweis Eine manuelle Projektierung von I/O Modulen ist nur offline möglich. Die projektierte Bestückung wird bei Hochlauf von SICAM MIC mit der tatsächlich vorhandenen Bestückung verglichen. Wenn keine Übereinstimmung vorliegt wird eine Fehlermeldung erzeugt. Rücksetzen aller Parameter Bereits projektierte Datenpunkte von I/O Modulen können auf ihre voreingestellten Werte zurückgesetzt werden, indem man das entsprechende Modul in der Bestückung entfernt, den Knopf Uebernehmen anklickt, und anschließend das Modul wieder projektiert. Die zugehörigen Datenpunkte liegen anschließend mit ihren voreingestellten Werten vor Parameter sichern und laden Offline ist für diese Funktionen ein am Projektierungs-PC installiertes Lese-/Schreibgerät für SIM-Karten erforderlich. Der Webbrowser wird in diesem Fall nicht benötigt Parameter auf SIM-Karte schreiben Diese Funktion dient zum Übertragen der Parameter von einer Datei am PC in die SIM-Karte. Klicken Sie dazu im Pop-up-Menu von WEBmic auf Schreibe Parameter auf SIM-Karte. Es erscheint ein Dialog zur Auswahl des Quellpfades und der Quelldatei. Der fest voreingestellte Dateityp ist mic. Nur dieser Dateityp kann auf die SIM-Karte geschrieben werden. Klicken Sie anschließend auf Öffnen um die Parameter von der ausgewählten Datei auf die SIM-Karte zu schreiben. Der Schreibvorgang dauert wenige Sekunden. Beachten Sie die Aktiv-LED am Lese-/Schreibgerät, sofern vorhanden Parameter von SIM-Karte lesen Diese Funktion dient zum Übertragen der Parameter von der SIM-Karte in eine Datei, beispielsweise um das entsprechende Projekt zu vervielfältigen. Klicken Sie dazu im Pop-up-Menu von WEBmic auf Lese Parameter von SIM-Karte. Der Lesevorgang wird gestartet und dauert wenige Sekunden (Aktiv-LED am Lese-/Schreibgerät beachten). Es erscheint ein Dialog zur Auswahl des Zielpfades und der Zieldatei. Der vorgeschlagene Dateiname ergibt sich aus den ausgelesenen Anlagendaten (KUNDE, ANLAGE und STATION). Der Dateiname kann auch umbenannt werden. Der fest voreingestellte Dateityp ist mic. Klicken Sie anschließend auf Sichern um die Parameter von der SIM-Karte in der gewählten Datei zu speichern. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 125

126 Projektierung über Webbrowser Projekt öffnen Zum Bearbeiten eines bestehenden Projektes klicken Sie im Pop-up-Menü von WEBmic auf Projekt oeffnen. Im Dialogfenster zum Öffnen können Sie wählen, ob Sie mit einer Datei oder auf einer SIM-Karte arbeiten möchten. Für die Auswahl einer Datei steht eine Browser- Funktion zur Verfügung. Nach der Auswahl klicken Sie auf OK. Der Webbrowser wird automatisch gestartet, das Projekt geöffnet und die Einstiegsmaske der Bedienoberfläche offline wird geladen. Nach erfolgter Anmeldung können nun die Fernwirkparameter gelesen und geändert werden. Änderungen werden jeweils bei Übernahme in der Datei bzw. auf der SIM-Karte gespeichert. Beim Verlassen des Projektes fragt WEBmic, ob es zusätzlich auf einer SIM-Karte gespeichert werden soll. Sie haben dadurch die Möglichkeit, in einem Arbeitsgang eine SIM-Karte und eine konsistente Back-up-Datei zu erzeugen. Projekt mit altem Revisionsstand Wurde das Projekt mit einem älteren Revisionsstand von WEBmic editiert, dann erscheint eine Hinweismeldung mit der Frage, ob die Parametrierung auf den aktuellen Revisionsstand konvertiert werden soll. Klickt man auf Nein, dann wird das Projekt nicht geöffnet. Bei der Auswahl Ja erfolgt eine Konvertierung der Parametrierung, der Webbrowser wird automatisch gestartet, das Projekt geöffnet und die Einstiegsmaske der Bedienoberfläche offline wird geladen. Hinweis Eine Konvertierung kann nicht rückgängig gemacht werden. Ein konvertiertes Projekt ist nicht abwärtskompatibel, das bedeutet es kann nicht mehr mit WEBmic mit niedrigerem Revisionsstand geöffnet werden Projekt schließen Nach der Bearbeitung eines Projektes offline sollte das Projekt geschlossen werden. Klicken Sie dazu im Pop-up-Menü von WEBmic auf Projekt schliessen. Sobald Sie ein weiteres oder ein neues Projekt öffnen wird das aktuelle Projekt automatisch geschlossen. Mit einer WEBmic-Session kann immer nur ein Projekt geöffnet sein. Ob ein Projekt noch geöffnet ist erkennt man im Pop-up-Menü daran, dass der Menüpunkt Projekt schliessen aktivierbar ist. 126 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

127 Projektierung über Webbrowser Datenpunkte importieren und exportieren Damit die Konfiguration der Datenpunkte von extern verwaltet werden kann, lässt sie sich als Datei in ein Projekt einlagern oder von einem Projekt auslagern. Der Vorteil ist beispielsweise, dass die Projektierung im Systemverbund nur einmal durchgeführt werden muss. Hinweis Eine mit dem "OPM II" erstellte Konfiguration von Datenpunkten kann mit WEBmic (offline) importiert werden. Umgekehrt kann eine mit WEBmic erstellte Konfiguration mit dem "OPM II" importiert werden. Die Funktion kann nur von einem geöffneten Projekt ausgehend durchgeführt werden. Das Format der Import- oder Exportdatei ist csv (comma seperated value), das bedeutet, es handelt sich um eine Tabelle die sowohl mit einem ASCII Text-Editor als auch mit Microsoft Excel geöffnet und bearbeitet werden kann Datenpunkt Import Die Tabelle muss in der ersten Zeile die folgenden Spaltenüberschriften besitzen, in der Ansicht mit einem Texteditor müssen die einzelnen Spalten müssen durch ";" getrennt sein: MICDP (Datenpunktadresse) MICTEXT (Kurztext) TI (Typkennung) CASDU1 CASDU2 IOA1 IOA2 IOA3 Es werden nur jene Datenpunkte behandelt, die der CASDU1 und CASDU2 der entsprechenden Unterstation angehören. Die Tabelle darf daher auch nicht zugehörige Datenpunkte enthalten, wie zum Beispiel von allen Unterstationen der Anlage. Um einen Import auszuführen klicken Sie im Pop-up-Menü von WEBmic auf Datenpunkt Import (CSV Datei -> SICAM MIC). Es erscheint ein Dialog zur Auswahl der Quelldatei. Die Datei muss eine Textdatei vom Typ csv sein. Löschen einzelner Datenpunkte Ist die Typkennung eines Eintrages 0 oder 1, dann wird der entsprechende Datenpunkt (DP) in SICAM MIC entfernt und auf "nicht verwendet" gesetzt. Das gleiche gilt auch wenn die IOA1/IOA2/IOA3=0/0/0 ist. Nach Auswahl der Textdatei mit den zu importierenden Parametern fragt WEBmic, ob Datenpunkte, die nicht in der Textdatei vorhanden sind, in SICAM MIC gelöscht werden sollen. Sie können damit entscheiden, ob Sie mit Hilfe der Tabelle nur neue Parameter hinzufügen möchten, oder ob exakt die Konfiguration von der Tabelle im geöffneten Projekt gespeichert werden soll. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 127

128 Projektierung über Webbrowser Quittieren Sie die Meldebox mit Ja oder mit Nein. Nach erfolgtem Import erscheint eine Meldebox welche die Anzahl der importierten Datenpunkte anzeigt. Damit die importierten Datenpunkte in das geöffnete Projekt übernommen werden muss die Anzeige auf der Bedienoberfläche (Webbrowser) aktualisiert werden. Sie erreichen dies entweder mit der Aktualisierungsfunktion des Webbrowsers oder durch erneute Anwahl der Ein-/Ausgabemaske. Hinweis Das aktualisierte Projekt wird erst durch Anklicken des Knopfes Uebernehmen in einer beliebigen Bedienmaske gespeichert. Wird das Projekt geschlossen ohne dass eine Übernahme stattgefunden hat, dann gehen die importierten Daten verloren Datenpunkt Export Die Tabelle enthält im Gegensatz zur Importdatei zusätzlich die Spalte MICSRC (Modultyp, Quelle des Datenpunkts) Wenn das Projekt ein Anwenderprogramm enthält, können bei Bedarf alle in der optionalen Anweisungsliste (AWL) programmierten Datenpunkte gemeinsam mit den parametrierten Datenpunkten für das Fernwirken ausgelagert werden. Um einen Export auszuführen klicken Sie im Pop-up-Menü von WEBmic auf Datenpunkt Export (SICAM MIC -> CSV Datei). Jetzt erscheint eine Meldebox mit der Frage, ob der Export mit den in der AWL vorhandenen Datenpunkten durchgeführt werden soll. Quittieren Sie die Meldebox mit Ja, dann erscheint ein Dialog zur Auswahl der AWL-Datei. Nach erfolgter Auswahl bestätigen Sie mit Öffnen. Anschließend erscheint ein Dialog zu Auswahl der Zieldatei für die auszulagernden Datenpunkte. Geben Sie einen Dateinamen und Pfad an. Der Dateityp ist voreingestellt auf csv. Klicken Sie auf Speichern zum Schreiben der Textdatei. 128 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

129 Projektierung über Webbrowser Projekt-Vervielfältigung Werden in einer Anlage mehrere SICAM MIC mit gleichen oder ähnlichen Parametern eingesetzt besteht die Möglichkeit, mit Hilfe von WEBmic - von einem bereits durchparametrierten Projekt ausgehend - die gewünschte Anzahl von Kopien herzustellen. Da die kopierten Projekte jeweils direkt auf eine SIM-Karte geschrieben werden können, ist für die Inbetriebnahme weiterer SICAM MIC kein PC erforderlich. Voraussetzung ist, dass die bestückte Hardware der Projektierung entspricht. Der Dialog für die Vervielfältigung wird im Pop-up-Menü von WEBmic mittels Projekt vervielfaeltigen gestartet. Auswahl von Quelle und Ziel Wählen Sie die Quelle (Parameterdatei, Dateityp mic) im Dialogfenster unter PAR mittels Browserfunktion aus. Wählen Sie das Ziel für die Kopie(n) durch Anklicken der Kontrollkästchen für SIM KARTE oder für FILE aus. Es kann auch auf beide Medien gleichzeitig geschrieben werden. Ist das Kontrollkästchen SIM KARTE angehakt und keine SIM-Karte vorhanden, dann erscheint die Meldung Keine valide I2C SIM Karte! Beim Arbeiten mit SIM-Karten kann außer den Parametern gleichzeitig ein optional vorhandenes Anwenderprogramm vervielfältigt werden. Wählen Sie dazu die Quelle (AWL, Dateityp plc) unter SPS aus. So können mehrere SICAM MIC jeweils in einem Vorgang gleichzeitig mit Parametern und Anwenderprogrammcode versorgt werden. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 129

130 Projektierung über Webbrowser Zeilen einfügen Je nach dem wieviele Kopien zu erstellen sind muss die entsprechende Anzahl Zeilen in die Tabelle eingefügt werden. Markieren Sie die 1. Zeile oder klicken Sie auf ein Feld in dieser Zeile. Klicken Sie nun mit der rechten Maustaste an einer beliebigen Stelle der Tabelle. Das Pop-up-Menü zum Editieren der Zeilen und Werte öffnet sich. Es kann zwischen zwei Menüpunkten gewählt werden: Zeile einfuegen Fügt 1 Zeile vor der markierten Zeile ein. Zeilen einfuegen Mittels Eingabe wird eine frei definierbare Anzahl Zeilen (Wert zwischen 1 und 1000) vor der markierten Zeile eingefügt. Vervielfältigen der Basisparameter Durch Anklicken des Kontrollkästchens für FILENAME WIE STATIONSADRESSE wird der Dateiname für die zu erzeugende(n) Datei(en) automatisch vom Stationsnamen abgeleitet. Durch Anklicken des Kontrollkästchens für ETHERNET IP ADRESSE WIE QUELLE werden die IP- Adressen für die kopierten Projekte automatisch der IP-Adresse des Quellprojektes gleichgesetzt. Dadurch kann fallweise eine erleichterte Nachbearbeitung dieses Parameters erreicht werden. Die Basisparameter zur eindeutigen Identifikation einer Station (eines Projektes) lassen sich tabellarisch editieren: Stationsname CASDU1 CASDU2 Linkadresse Ethernet IP Adresse Diese Werte können manuell eingetragen oder automatisch erzeugt werden. Automatisch erzeugte Werte können manuell nachbearbeitet werden. Markieren Sie die Spalten, deren Werte vervielfältigt werden sollen, oder aber die gesamte Tabelle. Klicken Sie nun mit der rechten Maustaste an einer beliebigen Stelle der Tabelle. Das Pop-up-Menü zum Editieren der Zeilen und Werte öffnet sich. Es kann zwischen zwei Menüpunkten gewählt werden: Ausfuellen mit erstem Wert Kopiert den Wert der 1 Zeile in alle folgenden Zeilen. Aufsteigend vom ersten Wert Die Zeilen der markierten Spalten werden aufsteigend jeweils vom Wert der vorgehenden Zeile plus 1 beschrieben. Wenn die Werte von der ersten Zeile beibehalten wurden, dann muss zumindest der Dateiname (Filename) eindeutig sein. Andernfalls kann immer nur eine Datei geschrieben werden. Alle Parameter eines Projektes können später mit der Bedienoberfläche geändert werden. 130 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

131 Projektierung über Webbrowser Generieren der Projektkopien Nachdem alle Zeilen mit den Basisparametern ausgefüllt sind können die Kopien generiert werden. Der Anstoß erfolgt manuell und kann auf zwei verschieden Arten erfolgen: Anklicken des Knopfes Selektierte >> Die tabellarisch aufgelisteten Projekte werden durch Markieren der Zeilennummer(n) selektiv erzeugt. Anklicken des Knopfes Alle >> Alle tabellarisch aufgelisteten Projekte werden erzeugt. Eine Kopie wird nur dann erzeugt wenn alle Parameter eingetragen sind. Nach dem Generiervorgang auf Datei bestätigt eine Meldebox, wieviele Parameterfiles erfolgreich generiert wurden. Für den Generiervorgang auf SIM-Karte muss die entsprechende Anzahl von SIM-Karten vorhanden sein. WEBmic beschreibt je Kopie eine SIM-Karte und fordert Sie danach auf, eine neue SIM-Karte in das Lese-/Schreibgerät einzustecken. Dieser Vorgang wiederholt sich solange bis alle Kopien geschrieben wurden. Nach der Generierung schließen Sie den Dialog durch Klicken auf den Knopf Schliessen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 131

132 Projektierung über Webbrowser Online-Projektierung Bei der Online-Projektierung ist das Zielsystem mit dem Projektierungs-PC verbunden und eingeschaltet. Im Steuerkopfmodul des Zielsystems muss eine SIM-Karte bestückt sein. Übersicht der Funktionen bei der Online-Projektierung Komponente Funktion Bedeutung/Anmerkung FLASHmic *) Firmware-Update Firmware in SICAM MIC übertragen Webserver (Dialog über Webbrowser) Parameter Parameter sichern/laden Prozessanzeige Ausgänge simulieren Ereignisliste Systemdiagnose HW-Dokumentation SPS Code sichern/laden SPS Code neu übersetzen SPS Code löschen SPS Programmausführung sperren/freigeben SPS-Diagnose SPS starten/stoppen Variable lesen/schreiben Hochlauf auslösen Einstellungen für System, Zeit, Kommunikationsprotokoll und Peripherie Parameter von SICAM MIC nach PC übertragen und umgekehrt Status der Eingänge/Ausgänge (je bestücktes I/O Modul) Werte für Test- und Servicezwecke Ausgängen zuweisen chronologische Anzeige der aufgetretenen Ereignisse von der Selbstüberwachung generierte Meldungen anzeigen Ein-/Ausgangs-/Klemmenbelegung der projektierten Module, Signalbelegung der Kommunikationskabel Anweisungsliste vom SICAM MIC nach PC übertragen und umgekehrt Anweisungsliste auf SIM Card (SICAM MIC) übersetzen Anweisungsliste auf SIM Card im (SICAM MIC) löschen wird erst nach Hochlauf aktiv, alle internen und externen Signale werden auf den Defaultwert gesetzt Zykluszeit und Speicherbedarf Ausführung des Anwenderprogramms freigeben/anhalten; anhalten: aktuelle Zustände der internen und externen Signale bleiben "eingefroren" Zustandsanzeige oder Simulieren einer ausgewählten Variable System rücksetzen mit anschließendem Hochlauf *) enthält diefirmware CPC60 (aktuelle Revision) 132 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

133 Projektierung über Webbrowser Ablauf der Online-Parametrierung Aufgabe: neues Projekt erstellen bestehendes Projekt öffnen Projekt laden Projekt sichern Ethernet seriell Webmic starten Modemverbindung aufbauen Ethernet IP Adresse vergeben (CP6040) OK Webbrowser manuell starten IP-Adresse (seriell: ) anmelden Projekt bearbeiten Parameter laden (Upload) Parameter sichern (Download) Parameter übernehmen Dateiname Quelle Dateiname Ziel Projekt wird auf SIM geschrieben Projekt wird auf SIM geschrieben Projekt wird in Datei geschrieben Über den integrierten Webserver von SICAM MIC kann die Projektierung der Parameter direkt im Zielsystem durchgeführt werden. Die Parameter werden direkt auf die SIM-Karte im Zielsystem geschrieben. Voraussetzung ist eine aktive Kommunikationsverbindung zwischen dem Projektierungs-PC und SICAM MIC. Hinweis Hier werden nur die Schritte beschrieben, die für die Parametrierung online relevant sind. Alle weiteren Schritte sind im Abschnitt 5.1.5, Projektierung offline oder online, beschrieben. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 133

134 Projektierung über Webbrowser Bedienoberfläche online starten Starten Sie den Webbrowser Ihres PC, geben die zuvor parametrierte IP-Adresse von SICAM MIC in die Kommandozeile ein (Beispiel: und übernehmen Sie. Die Einstiegsmaske der Bedienoberfläche wird online geöffnet. Nach Auswahl des Benutzers und Eingabe des Passwortes (siehe Abschnitt 5.1.1, Voreinstellungen) können Sie mit der Parametrierung beginnen. Wenn Sie angemeldet sind erscheint die Startmaske mit dem Menübaum zum Navigieren zu den einzelnen Parametrierfunktionen. Online können gleichermaßen wie offline alle Fernwirkparameter eingestellt werden. Einzige Ausnahme ist die Bestückung der I/O Module Automatische Bestückung der Hardware Bei Hochlauf lernt SICAM MIC die tatsächlich vorhandene Bestückung der Module. Ist auf der SIM-Karte noch keine Bestückung projektiert, werden die Module automatisch in der richtigen Reihenfolge in den Menübaum aufgenommen. Das gleiche gilt wenn I/O Module hinzugefügt (an eine bereits projektierte Bestückung angehängt) werden. Die Parameter von neu erkannten Modulen werden mit ihren voreingestellten Werten belegt. Nach dem Austausch eines Modules durch ein Modul gleichen Typs bleiben die ursprünglich projektierten Parameter erhalten. Werden im Gegensatz zur projektierten Bestückung I/O Module entfernt oder ihre Reihenfolge geändert, dann wird ein Fehler gemeldet und die rote ER-LED angesteuert. Rücksetzen aller Parameter auf voreingestellte Werte Nach dem Rücksetzen der Parameter wird automatisch ein Hochlauf durchgeführt, und die aktuelle Bestückung der Module wird in den dynamischen Menübaum übernommen. Weitere Details siehe im Abschnitt , Systemeinstellung, Rücksetzen aller Parameter. 134 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

135 Projektierung über Webbrowser Parameter sichern und laden Die in SICAM MIC hinterlegten fernwirktechnischen Parameter können auf einem Datenträger gesichert werden, oder von einem Datenträger eingelesen werden. Durch Klicken auf Upload/Download im Menübaum öffnet sich die Maske zur Parameterverwaltung Parameter sichern Diese Funktion dient zum Übertragen der Parameter von SICAM MIC in eine Datei (Download), beispielsweise um das entsprechende Projekt zu vervielfältigen. Die Parametrierung kann wie folgt in eine Datei transferiert werden: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf PARAMETER SICHERN (RECHTE MAUSTASTE, ZIEL SPEICHERN UNTER). Es öffnet sich ein Dialog zur Angabe der Zieldatei und des Zielpfades. Der voreingestellte Dateiname ergibt sich aus den 3 Namen für Kunde, Anlage und Station. Der Dateiname kann umbenannt werden, die vorgeschlagene Typkennung mic sollte für den Zugriff auf die Datei durch WEBmic beibehalten werden. Nach Bestätigung mit OK wird der Parametersatz von der SIM-Karte von SICAM MIC gelesen und in der eingestellten Datei gespeichert Parameter laden Ein in einer Datei gespeicherter Parametersatz kann in ein SICAM MIC geladen werden (Upload). Die Datei kann zuvor mit der Funktion Parameter sichern oder durch anlegen eines neuen Projektes mit WEBmic erstellt worden sein. Wie beim Sichern sollte der Dateityp mic verwendet werden. Die Parametrierung kann wie folgt nach SICAM MIC transferiert werden: Geben Sie die Namen des Quellpfads und der Quelldatei entweder direkt in die Eingabezeile ein oder wählen Sie diese mit der Suchfunktion aus. Durch Mausklick auf den Knopf Browse öffnet sich ein Fenster, in welchem die Quelle herausgesucht werden kann. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 135

136 Projektierung über Webbrowser Durch Mausklick auf den Knopf öffnen werden Pfad und Dateiname übernommen. Zum Laden der Parameter klicken Sie auf den Knopf Upload. Der Parametersatz wird nun auf die SIM-Karte von SICAM MIC geschrieben. Zuvor wird jedoch geprüft, ob die Parameter gültig sind. Sind die Parameter nicht gültig wird eine Fehlermeldung angezeigt. Hinweis Für die Übertragung über Ethernet wird empfohlen, die Einstellungen für HTTP 1.1 Ihres PC zu deaktivieren (Systemsteuerung Internetoptionen Erweitert). Andernfalls besteht die Möglichkeit, dass die übertragene ASCII-Datei von SICAM MIC nicht interpretiert werden kann. 136 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

137 Projektierung über Webbrowser Projektierung offline oder online Unabhängig davon ob Sie offline oder online in ein Projekt einsteigen, können Sie alle Fernwirkparameter einstellen Systemeinstellung Zeiteinstellung Kommunikation Peripherie und das Dezentrale Archiv konfigurieren Systemeinstellung Durch Klicken im Menübaum auf Systemeinstellung wird die Maske zur Einstellung der Systemparameter geöffnet. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 137

138 Projektierung über Webbrowser Geänderte Parameter werden durch Klicken des Knopfes Uebernehmen auf der SIM-Karte oder in der Datei gespeichert. Die Einstellung des Kompatibilitätsmode wird online erst nach Hochlauf aktiv. Hinweis Bestimmte Parameter werden nach Änderung und Übernahme erst durch einen anschließenden Hochlauf von SICAM MIC aktiv, da sie eine Initialisierung des Systems erfordern (siehe Abschnitt , Hochlaufanforderung wegen Parameteränderung). Die Details zu den Parametern sind im Abschnitt 7.1, Systemeinstellung beschrieben Stationsadresse und Anlagendaten Gemeinsame Adresse der ASDU Tragen Sie eine eindeutige Stationsadresse (CASDU1 und CASDU2) ein. Beide Adressen zusammen ergeben bei Übernahme automatisch die CASDU. Ein unzulässiger Wert wird auf einen Wert zwischen 0 und 255 gesetzt. Anlagendaten Die erstmalig eingestellten Anlagendaten (Kunde, Anlage, Stationsname) können jederzeit geändert werden. Die Speicherung erfolgt bei Übernahme, nach Aktualisierung der Bedienoberfläche wird der Stationsname in der Kopfzeile angezeigt. Der Dateiname der sich aus den ursprünglichen Anlagendaten zusammensetzt bleibt davon unberührt IP-Konfiguration IP-Adressen dienen für die Kommunikation zwischen Projektierungs-PC und SICAM MIC (siehe , IP-Adressen einstellen). Hinweis Die IP-Einstellungen sind von der Konfiguration und den verwendeten Übertragungsmedien Ihres Netzwerks abhängig. Zur Einstellung dieser Werte wenden Sie sich bitte an Ihrem Netzwerk-Administrator. Parametrierung über eine serielle TCP/IP-Verbindung Bei der Projektierung über eine serielle Punkt-zu-Punkt-Verbindung können festgelegte IP- Adressen verwendet werden, da sie nur temporär für die Parametrierung von SICAM MIC benötigt werden. Die Eigene IP Adresse wird dem in SICAM MIC integrierten Webserver zugeordnet, die Remote IP Adresse wird dem Projektierungs-PC zugeordnet, wenn dieser für die automatische Übernahme einer IP-Adresse konfiguriert ist. Prüfen Sie dazu die Netzwerkeinstellungen Ihres PC unter Einstellungen Netzwerk und Wählverbindungen Lokale Netzwerkverbindung Eigenschaften Internet-Protokoll (TCP/IP) Eigenschaften (Pfadangabe ist abhängig von den verschiedenen Betriebssystemen). Weitere Details siehe Abschnitt , Punkt-zu-Punkt-Verbindung über serielle Schnittstelle. 138 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

139 Projektierung über Webbrowser Parametrierung über eine Ethernet-TCP/IP-Verbindung Die Adressen für die Ethernet-Schnittstelle sind voreingestellt und müssen gegebenenfalls auf das Subnetz von SICAM MIC umgestellt werden: Bei einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung kann einem SICAM MIC eine beliebige IP-Adresse zugeordnet werden. Die Erstparametrierung kann über Anwahl der voreingestellten IP- Adresse erfolgen. Der Webserver ordnet dem Projektierungs-PC automatisch eine IP-Adresse zu, wenn dieser für die automatische Übernahme einer IP-Adresse konfiguriert ist. Weitere Details siehe , Punkt-zu-Punkt-Verbindung über Ethernet-Schnittstelle. Bei einer Netzwerkverbindung sind die Adressen entsprechend Ihrer Anlagenkonfiguration einzustellen und zu administrieren. Die Erstparametrierung kann über Anwahl der voreingestellten IP-Adresse erfolgen, außer SICAM MIC befindet sich in einem anderen Subnetz. Weitere Details siehe , LAN/WAN-Verbindung über Ethernet-Schnittstelle. Hinweis Lässt sich SICAM MIC mit einer geänderten IP-Adresse nicht mehr vom Webbrowser aus ansprechen, dann kann die IP-Adresse online nur mit Hilfe von WEBmic korrigiert werden. Die Erstparametrierung der Ethernet IP-Adresse eines SICAM MIC kann außer in der Systemeinstellung ebenfalls mit Hilfe von WEBmic durchgeführt werden Passwort und Zugriffsrecht Administrator-Passwort, Gast-Passwort Die Passworte zum Einstieg in ein Projekt können jederzeit geändert werden. Ein geändertes Passwort wird nach Übernahme gespeichert, das Projekt bleibt geöffnet. Ein erneutes Logon in das Projekt ist nur bei Übereinstimmung der Eingabe mit dem aktuellen Passwort möglich. Es wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden, Sonderzeichen wie "." oder "/" sind erlaubt. Das Verfahren gilt gleichermaßen für die Benutzer Administrator und Guest. Fernsteuerung über Web freigeben Der lokale Administrator legt damit fest, ob der entfernte Administrator die gleichen Zugriffsrechte bekommt oder nur eingeschränkt auf ein SICAM MIC zugreifen darf (siehe Abschnitt , Benutzer und Rechte) Überwachung und Fehlerverhalten Verwendung des D01-Ausgangs Der Ausgang D01 am Steuerkopfmodul kann alternativ als Ausgang, als Watchdog oder als Störkontakt verwendet werden. Hinweis Wird der Ausgang D01 also als Watchdog oder Störkontakt genutzt, dann steht am Steuerkopfmodul nur 1 Meldungs- oder Befehlsausgang (D00) zur Verfügung. Eine Doppelbefehlsausgabe über das Steuerkopfmodul ist dann nicht möglich. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 139

140 Projektierung über Webbrowser Ax 1703 Fehlertelegramm freigeben Das Ax 1703 Fehlertelegramm entspricht der Norm IEC /-104 privater Bereich (TI135 FC148/4), weiteres ist im Abschnitt , Ax 1703 Fehlertelegramm beschrieben. Fehlermeldungen Zur jeweiligen Meldung eines Summenfehlers für die Typen "Störung" und "Ausfall" kann eine frei Adresse (IOA1, IOA2, IOA3) festgelegt werden. Kompatibilitätsmode Es kann unterschieden werden, ob SICAM MIC mit einer Automatisierungseinheit der älteren Systemfamilie (SK-Mode) oder der aktuellen Systemfamilie (Ax-Mode) verbunden wird. Erfassungsraster für TM Module Prinzipiell erfolgt die Erfassung der Eingangssignale in einem 10 ms-raster. Für schnelle Anwendungen besteht die Möglichkeit, das Erfassungsraster auf 2.5 ms zu verringern. Diese Option ist aber nur mit den geeigneten I/O-Modulen möglich (siehe Abschnitt 7.4, Bestückung). Übertragungsursache ACTCON (7), ACTTERM (10) Werden die Kennungen für Befehlsbestätigung (ACTCON) und Befehlsende (ACTTERM) nicht verwendet, so werden Befehle und Sollwerte die in die AWL geführt werden nicht mehr in den zeitfolgerichtig globalen Ring, sondern in den zeitfolgerichtigen Ring eingetragen (Verhalten wie Meldungen). Die Generalabfrage ist davon ausgenommen Rücksetzen aller Parameter Online können alle Parameter auf ihre voreingestellten Werte zurückgesetzt werden. Eine bereits vorhandene Projektierung geht dadurch verloren und die Parametrierung kann wie bei der Erstellung eines neuen Projektes aufgesetzt werden. Klicken Sie dazu auf den Knopf Parameter ruecksetzen und bestätigen Sie mit JA. Die Parameter werden nun rückgesetzt und ein automatischer Hochlauf von SICAM MIC durchgeführt. Die aktuelle Bestückung der Module wird dabei gelernt. Die Daten der Automatisierungsfunktion (optional geladene AWL) bleiben davon unberührt. Hinweis Es ist zu beachten, dass beim Rücksetzen der Parameter auch die IP-Adressen betroffen sind (seriell und Ethernet). Wenn keine Verbindung zum SICAM MIC hergestellt werden kann, muss wieder eine gültige IP- Adresse eingestellt werden (siehe Abschnitt , IP-Konfiguration. Offline können die Parameter nur modulweise zurückgesetzt werden, indem ein Modul aus der Bestückung entfernt oder ausgetauscht wird. Die voreingestellten Werte zu den einzelnen Parametern sind im Abschnitt 7.1, Systemeinstellung angegeben. 140 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

141 Projektierung über Webbrowser Zeiteinstellung Durch Klicken im Menübaum auf Parameter Zeiteinstellung wird die Maske zur Einstellung der Zeitparameter geöffnet. Die interne Uhr von SICAM MIC dient zur Zeitstempelung von generierten Daten (von der Peripherie und optionaler AWL). Die kleinste Auflösung beträgt 10 ms. Die Uhrzeit wird in der Kopfzeile der Bedienoberfläche online angezeigt. Die Aktualisierung erfolgt hier nicht permanent, sondern bei jeder Aktualisierung des Webbrowsers. Einstellungen Mit Hilfe von Pull-down-Menüs lassen sich die Zeitzone und bei Bedarf eine Regel zur Sommer-Winterzeitumschaltung einstellen. Änderungen werden durch Klicken auf den Knopf Uebernehmen in der Datei oder auf der SIM-Karte gespeichert. Im Online-Betrieb sind die Einstellungen sofort aktiv (kein Hochlauf erforderlich). Bei Kommunikation gemäß IEC kann die Uhrzeit über SNTP (Simple Network Time Protocol) synchronisiert werden. Um dies zu erreichen kann man die IP-Adresse von bis zu 4 SNTP-Servern angeben, sowie die Zykluszeit der SNTP-Synchronisierung. Die Einstellungen dazu befinden sich in der Maske Parameter Kommunikation Protokoll Einstellungen unter ZEITSYNCHRONISIERUNG (NTP). Zusätzlich kann die Uhr online manuell gestellt werden. Diese Funktion ist insbesondere sinnvoll für den Stand-alone-Betrieb (siehe Abschnitt , Lokales Setzen der Uhrzeit). Informationen zur Uhrzeitsynchronisation befinden sich im Abschnitt , Diagnose der Uhrzeit, und zu den Einstellungen im Abschnitt 7.2, Zeiteinstellung. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 141

142 Projektierung über Webbrowser Konfiguration der Kommunikationsschnittstelle Durch Klicken im Menübaum auf Parameter Kommunikation Protokoll Konfiguration wird die Konfigurationsmaske für das Protokoll geöffnet. Hier kann die Kommunikationsart ausgewählt werden: IEC Gemeinschaftsverkehr (seriell) IEC Wählverkehr (seriell) IEC Ethernet, LAN (nur bei Steuerkopfmodul mit Ethernetschnittstelle) IEC Internet, GPRS keine Kommunikation (Stand-alone-Betrieb) Bei Änderung der Kommunikationsart baut sich die Konfigurationsmaske unmittelbar mit den jeweils spezifischen Parametern neu auf. Bei der Parametrierung online muss gegebenenfalls der Knopf Uebernehmen angeklickt werden. Die geänderten Einstellungen werden durch Klicken auf den Knopf Uebernehmen gespeichert (SIM-Karte oder Datei). Bei Parametrierung online ist ein Hochlauf des Systems erforderlich, damit die Einstellung wirksam wird. Die Details zu den Parametern sind im Abschnitt 7.3, Kommunikation beschrieben. 142 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

143 Projektierung über Webbrowser Allgemeine Einstellungen Unabhängig von der Kommunikationsart kann für jeden Informationsobjekt-Typ festgelegt werden, ob eine Übertragung mit oder ohne Zeitstempel erfolgen soll. Bei Auswahl Gemeinschaftsverkehr oder Wählverkehr können die unterstützten Übertragungseinrichtungen eingestellt werden, sowie die Byteanzahlen der normierten Kennungen im Telegrammkopf (gemäß IEC ): Linkadresse Gemeinsame Adresse der ASDU (CASDU) Informationsobjektsadresse (IOA) Übertragungsursache (COT) Typkennungen (TI) Die Einstellung der Übertragungsrate (Baudrate) ermöglicht die Reduktion des Datenvolumens für die Übertragung zur Zentrale und die Anpassung an die Übertragungseinrichtung Einstellungen des Kommunikationsprotokolles Durch Klicken im Menübaum auf Parameter Kommunikation Protokoll Einstellungen wird die Einstellungsmaske für das Protokoll geöffnet. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 143

144 Projektierung über Webbrowser Hier können je nach ausgewählter Kommunikationsart die spezifischen Einstellungen durchgeführt werden. Änderungen werden durch Klicken auf den Knopf Uebernehmen gespeichert (SIM-Karte oder Datei). Bei Parametrierung online ist kein Hochlauf erforderlich. Die Bedeutung und die Wertebereiche für die einzelnen Protokollparameter sind in den Abschnitten 7.3.1, Protokollkonfiguration und 7.3.2, Protokolleinstellungen erläutert. Besondere Einstellungen beim Wählverkehr Optional kann unabhängig von der Prozesskommunikation jeweils bei Zustandsänderung von bis zu 8 definierbaren Datenpunkten ein SMS versendet werden (Telefonnummer einstellbar). Für SICAM MIC kann eine automatische Überwachung parametriert werden. Zu einer festen Uhrzeit versucht die Unterstation eine Verbindung zur Zentrale aufzubauen. Die Uhrzeit für den Verbindungsaufbau ist frei parametrierbar (Stunde, Minute). Falls im Netzwerk bereits zu einem festgelegten Zeitpunkt eine Verbindung aufgebaut werden soll (Beispiel: Zählerabfrage), können Wartezeiten vermieden werden, indem die Überwachungsfunktion zeitlich möglichst weit weg von diesem Zeitpunkt gestartet wird. Auswahl "keine Kommunikation" Optional können SMS versendet werden. Die Voraussetzungen dafür sind gleich wie für SMS beim Wählverkehr Konfiguration der Eingänge und Ausgänge SICAM MIC stellt integrierte Funktionen für die technologische Aufbereitung der Ein-/Ausgänge (Signalvorverarbeitung, Signalnachbearbeitung) zur Verfügung. In einem SICAM MIC können maximal 8 I/O Module betrieben werden. Folgende Modultypen werden unterstützt: Binäres Eingabemodul Binäres Ausgabemodul Analoges Eingabemodul Analoges Ausgabemodul Modul zur Periodenmessung Zusätzlich dazu sind auch die Steuerkopfmodule mit binären Ein-/Ausgängen ausgestattet. Korrespondierend zu der projektierten Bestückung der Module finden sich deren Namen im Menübaum unter dem Menüpunkt Peripherie wieder. Die gleiche Struktur befindet sich auch unter dem Menüpunkt HW-Dokumentation. 144 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

145 Projektierung über Webbrowser In der Maske Parameter Peripherie <Modulname> Konfiguration scheinen jeweils die modulspezifischen Eingänge oder Ausgänge auf. Modulspezifisch erscheint eine Liste der Pins und ihrer Einstellungen. Diese Einstellungen spezifizieren Typ, Name und Informationsobjektadresse (IOA) eines jeden Datenpunktes. Hier können die dem I/O Modul fix zugeordneten Ein-/Ausgänge von der Hardware zu frei definierbaren Datenpunkten in der Software zugeordnet werden. Zuordnung der Ein-/Ausgänge zu Informationsobjekten Jedes I/O Modul ist mit einer individuellen Anzahl von physikalischen Ein-/Ausgängen ausgestattet, die zur Erfassung oder zur Ausgabe von elektrischen Signalen dienen. In der Konfigurationsmaske erscheinen je I/O Modul automatisch die modulspezifischen Ein-/Ausgänge samt der zugeordneten Parameter. Die Zuordnung der elektrischen Signale zu einem I/O Modul erfolgt durch die relative Klemmenbelegung. Anhand der Reihenfolge der bestückten Module berechnet das System für jeden Eingang und Ausgang eine absolute Datenpunktadresse (DP). Diese ist eindeutig innerhalb eines SICAM MIC. Durch Parametrierung werden die elektrischen Signale zu Informationsobjekten zugeordnet. Jedes Informationsobjekt bekommt zur eindeutigen Identifizierung eine Informationsobjektadresse (IOA1, IOA2, IOA3). Diese Adresse dient der Zuordnung der elektrischen Signale zur Kommunikation (Fernwirken) und zur Steuerung (Automatisierung). In der Voreinstellung ist IOA1=DP, IOA2=0, IOA3=0. Alternativ kann zu jedem Informationsobjekt eine beliebige IOA (jeweils zwischen 0 und 255) parametriert werden. Insgesamt können bis zu 256 Datenpunkte projektiert werden. Zu jedem Datenpunkt kann zusätzlich ein Langtext von bis zu 10 Zeichen frei vergeben werden. Dieser Text wird sowohl in der Dokumentation als auch bei einer Protokollierung des jeweiligen Datenpunkts in der Ereignisliste anzeigen verwendet. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 145

146 Projektierung über Webbrowser Zuordnung von Informationsobjekten und Ein-/Ausgängen Typ Bedeutung Anschluss Wirksamkeit Einzelmeldung Meldungserfassung 1 Binäreingang Doppelmeldung Meldungserfassung 2 aufeinander folgende Binäreingänge Zählwert Zählimpulserfassung 1 Binäreingang Messwert Stromerfassung 1 Analogeingang Spannungserfassung 1 Analogeingang Temperaturerfassung 2-Leiter 1 Analogeingang 3-Leiter 4-Leiter Drehzahlerfassung Frequenzerfassung 1 Impulseingang 1 Impulseingang 2 aufeinander folgende Impulseingänge Einzelbefehl Impulsbefehlsausgabe 1-polig 1 Binärausgang 1,5-polig *) 2-polig *) 1 Binärausgang + 1 Binärausgang für Gruppenrelais 2 aufeinander folgende Binärausgänge Doppelbefehl Impulsbefehlsausgabe 1-polig 2 aufeinander folgende Binärausgänge 1,5-polig *) 2-polig *) 2 aufeinander folgende Binärausgänge + 1 Binärausgang für Gruppenrelais 4 aufeinander folgende Binärausgänge Einzelmeldung Meldungsausgabe 1 Binärausgang Sollwert- Stellbefehl Sollwert- Stellbefehl Stromausgabe Spannungsausgabe 1 Analogausgang 1 Analogausgang *) gilt nicht für Steuerkopf-I/Os und DO-6200 Die genaue Beschreibung der verschiedenen Informationsobjekte und der Typkennungen (TI) ist im Abschnitt 7.5, Prozessperipherie ersichtlich. 146 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

147 Projektierung über Webbrowser Einstellungen der Eingänge und Ausgänge In der Maske Parameter Peripherie <Modulname> Einstellungen erscheinen, abhängig von der modulspezifischen Konfiguration, automatisch Name und Typ der zugeordneten Ein-/Ausgänge mit ihren spezifischen Parametern. Die genaue Beschreibung der modulspezifischen Parameter und Wertebereiche befindet sich - gegliedert nach Informationsobjekt-Typ - im Abschnitt 7.5, Prozessperipherie. Unterscheidung Klasse 1 Daten/Klasse 2 Daten Jedes Informationsobjekt in Überwachungsrichtung (Eingänge) kann der Klasse 1 oder der Klasse 2 zugeordnet werden. Diese Zuordnung ist in der Norm IEC /-104 festgelegt, und dient zur Priorisierung von Datenpunkten bei der Übertragung durch die Kommunikationsfunktion Meldungserfassung Für die Erfassung von Einzel- oder Doppelmeldungen muss ein digitales Eingabemodul bestückt werden. Es können auch die lokalen Eingänge am Steuerkopfmodul verwendet werden. Klasse 1 Daten Durch Auswahl über das zugehörige Kontrollkästchen wird eine Meldung der Klasse 1 (markiert) oder der Klasse 2 (nicht markiert) zugeordnet. In beiden Fällen erfolgt bei jeder Zustandsänderung der Meldung eine spontane Übertragung an die Zentrale (Ausnahme: Klasse 2 Daten bei Wählverkehr). SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 147

148 Projektierung über Webbrowser Inversion von Meldungen (digitale Eingänge) Mit einer Inversion wird der Zustand eines Signales von der Hardware vom zugeordneten Informationsobjekt in der Software invers ausgegeben (Arbeitsstrom-/Ruhestromprinzip). Bei Doppelmeldungen können AUS- und EIN-Kontakt einzeln invertiert werden. Das ist sinnvoll wenn beispielsweise ein Gebersignal als Ruhestromkontakt ausgeführt ist, und das andere als Arbeitsstromkontakt. Differenzstellungsunterdrückungszeit bei Doppelmeldungen Eine Differenzstellung liegt vor wenn sich ein Stellglied (Trenner, Ventil etc.) in keiner Endlage befindet. Im Fall eines Fehlers (Getriebe defekt, Drahtbruch Meldekontakt etc.) muss dieser gemeldet werden. Während der natürlichen Laufzeit des Stellgliedes (von AUS nach EIN oder AUF nach ZU etc.) darf jedoch keine Fehlermeldung ausgegeben werden. Die Differenzstellungsmeldung kann daher durch eine einstellbare Zeit unterdrückt werden. Erst nach Ablauf der Zeit bei noch anstehender Differenzstellung wird ein Fehler gemeldet Zählimpulserfassung Für die Erfassung von Zählwerten muss ein digitales Eingabemodul bestückt werden. Es können auch die lokalen Eingänge am Steuerkopfmodul verwendet werden. Klasse 1 Daten Durch Auswahl über das zugehörige Kontrollkästchen wird ein Zählwert der Klasse 1 (markiert) oder der Klasse 2 (nicht markiert) zugeordnet. In beiden Fällen erfolgt intervallgesteuert eine spontane Übertragung des Zählwerts an die Zentrale (Ausnahme: Klasse 2 Daten bei Wählverkehr). Einstellung des Modus für das Umspeichern und Übertragen Mit diesem Parameter wird festgelegt wie der Zählwert erzeugt wird: in einem bestimmten Zeitraster durch eine Zählerabfrage von extern 148 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

149 Projektierung über Webbrowser Einstellung der Intervallsteuerung Die lokale Intervallsteuerung dient zum eigenständigen Umspeichern und Übertragen von Zählwerten an die Zentrale. Sie arbeitet bereits nach Hochlauf von SICAM MIC, auch wenn noch keine Uhrzeit im System gesetzt ist. Der Zählwert wird im eingestellten Zeitraster umgespeichert und spontan an die Zentrale übertragen. Beim Wählverkehr wird ein Zählwert der Klasse 2 nur umgespeichert. Beispiel: Viertelstundenwerte Einzustellende Intervallzeit = 15 Minuten Das ergibt folgende Umspeicher- und Übertragungszeitpunkte: HH:00:00 HH:15:00 HH:30:00 HH:45:00 Wird anstatt der Intervallsteuerung eine Zählerabfrage eingestellt, wird der Zählwert nur auf Anforderung von der Zentrale umgespeichert und übertragen. Überlauf Zählwert (Zählbereich) Bei Überschreiten des eingestellten Wertebereichs (Parameter "Ueberlauf bei") wird das "Übertrag"-Bit (CY) gesetzt und beginnend bei 0 weitergezählt. Bei der nächsten Übertragung wird der aktuelle Zählwert mit dem "Übertrag"-Bit übertragen, und das "Übertrag"-Bit wieder zurückgesetzt. Es wird kein "Überlauf"-Bit (OV) verwendet. Zählergruppen Jeder Zählwert kann durch Zuordnung zu einer Gruppe (einstellbar Gruppe 1 4) kategorisiert werden. Die Zählergruppen können getrennt voneinander, auf Grund von individuell definierten Kriterien, von der Zentrale angefordert werden (spontanes Informationsobjekt "Zählerabfrage"). SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 149

150 Projektierung über Webbrowser Strom-/Spannungserfassung Für die Erfassung von Stömen und Spannungen muss ein geeignetes analoges Eingabemodul bestückt werden. Klasse 1 Daten Durch Auswahl über das zugehörige Kontrollkästchen wird ein Stromwert oder ein Spannungswert der Klasse 1 (markiert) oder der Klasse 2 (nicht markiert) zugeordnet. In beiden Fällen erfolgt schwellwertgesteuert eine spontane Übertragung des Strom- oder Spannungswerts an die Zentrale (Ausnahme: Klasse 2 Daten bei Wählverkehr). 150 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

151 Projektierung über Webbrowser Temperaturerfassung Für die Erfassung von Temperaturen muss ein analoges Eingabemodul AI-6310 bestückt werden. Klasse 1 Daten Durch Auswahl über das zugehörige Kontrollkästchen wird ein Temperaturwert der Klasse 1 (markiert) oder der Klasse 2 (nicht markiert) zugeordnet. In beiden Fällen erfolgt schwellwertgesteuert eine spontane Übertragung des Temperaturwerts an die Zentrale (Ausnahme: Klasse 2 Daten bei Wählverkehr). Anschluss von Widerstandsthermometern Der Anschluss der Widerstandsthermometer kann in 2-, 3- oder 4-Leitertechnik erfolgen. Der für die Messung erforderliche Konstantstrom wird vom I/O Modul geliefert. Bei der 2-Leitertechnik ist es notwendig, den Spannungsabfall an den Messleitungen durch einen Abgleichvorgang zu kompensieren, bei dem sogenannte Abgleichwerte erzeugt werden. Wurde nie ein Abgleichvorgang durchgeführt, wird dies durch die Diagnosemeldung "Werksabgleich für 2-Leitertechnik nicht durchgeführt" angezeigt. Die Anleitung für die Kalibrierung befinden sich im Anhang D, Abgleich von Widerstandsthermometern. Hinweis Bei 3- und 4-Leitertechnik ist es unbedingt notwendig, den gemeinsamen Ausgang (IREFx,y-) und bei 4-Leitertechnik zusätzlich den Stromquellenausgang (IREFx+) direkt am Widerstandsthermometer anzuschließen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 151

152 Projektierung über Webbrowser Frequenzerfassung Für die Erfassung von Frequenzen muss ein Modul TE-6420 bestückt werden. Klasse 1 Daten Durch Auswahl über das zugehörige Kontrollkästchen wird ein Frequenzwert der Klasse 1 (markiert) oder der Klasse 2 (nicht markiert) zugeordnet. In beiden Fällen erfolgt schwellwertgesteuert eine spontane Übertragung des Frequenzwerts an die Zentrale (Ausnahme: Klasse 2 Daten bei Wählverkehr). 152 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

153 Projektierung über Webbrowser Drehzahlerfassung Für die Erfassung von Drehzahlen muss ein Modul TE-6420 bestückt werden. Es wird die Verwendung eines Steuerkopfmoduls CP-6040 empfohlen, da alle Online- Funktionen wesentlich schneller sind über Ethernet als über die serielle Schnittstelle. Weiters muss bei Verwendung eines CP-6020 für eine Online-Funktion die Kommunikation unterbrochen werden. Frequenz der Impulse und Anlaufzeitkonstante Geben Sie die Frequenz der Impulse bei maximaler Drehzahl, sowie die Zeit die der Maschinensatz braucht um die maximale Drehzahl zu erreichen (Anlaufzeitkonstante). Mit diesen Werten wird die gemessene Drehzahl bei Anlauf der Maschine korrigiert. Drehzahlausgabe Durch Zuweisung einer IOA kann der Drehzahlwert über einen analogen Ausgang ausgegeben werden. Die Analogwertausgabe ist nur für eine lokale Anzeige vorgesehen, sie kann für keine Schutzfunktion verwendet werden. Bei Ausfall des Drehzahlerfassungsmoduls bleibt der letzte Wert anstehen. Über das zugehörige Kontrollkästchen kann bestimmt werden, ob der Wert mit (markiert) oder ohne (not marked) Vorzeichen ausgegeben wird. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 153

154 Projektierung über Webbrowser Zuordnung der Einzelmeldung "Leitapparat geschlossen" Im Stillstand kann es durch Vibrationen zu einem Flattern eines Drehzahlsignals kommen. Bei Verwendung von zwei Gebern wird dieses Flattern mit Hilfe dieser Meldung unterdrückt. Gibt es dieses Signal nicht oder ist der Leitapparat offen, wird eine Drehzahl erkannt. Anstatt "Leitapparat geschlossen" kann auch eine äquivalente Meldung wie "Düse geschlossen" aufgelegt werden. Durch Zuweisung einer IOA ungleich 0/0/0 für das digitale Eingangssignal kann bestimmt werden, ob die Einzelmeldung verwendet wird. Zuordnung der Störmeldungen Durch jeweilige Zuweisung einer IOA können die von der Drehzahlüberwachung erfassten Störmeldungen über digitale Ausgänge ausgegeben werden. Eine Störung der Drehzahlkontakte liegt vor wenn wenn der Unterschied beider Drehzahlen größer ist als parametriert (das Signal mit dem kleineren Wert wird auf "gestört" gesetzt). bei Drahtbruch. Während die Maschine läuft führt eine Geberstörung zu keiner Fehlfunktion. Nach einem Stillstand ist aber keine Drehrichtung bekannt und es werden keine Ausgänge gesetzt. Eine Störung der Gebersignale sollte in der Start-/Stillsetzautomatik berücksichtigt werden. Zulässige Abweichung der Gebersignale Durch die versetzte Montage der Geber kann eine Drehzahländerung von einem Signal früher als vom Anderen erkannt werden. Der Parameter sollte >=1% sein. Hinweis Ist die Abweichung zu klein parametriert, kann es bei Änderung von kleinen Drehzahlen zu Störmeldungen kommen. Einstellung der Drehzahlschwellwerte Abhängig vom Drehzahlwert können bis zu 14 Ereignisse definiert werden. Durch jeweilige Zuweisung einer IOA ungleich 0/0/0 werden die dafür benötigten digitalen Ausgänge festgelegt. Geben Sie für die Ansteuerung des gewünschten Ausgangs einen Schwellwert und eine Anzugsverzögerung ein, und für die Absteuerung eine Hysterese. Die Überwachungsrichtung können Sie durch Auswahl größer oder kleiner (steigende oder fallende Drehzahl) festlegen. Bei einer Konfiguration mit 2 Gebern können Sie die Drehrichtung durch Auswahl vorwärts/rückwärts festlegen. Im Normalfall werden die Schwellwerte als Schließer ausgeführt. Wenn eine Öffnerfunktionalität gewünscht ist muss der Ausgang invertiert eingestellt werden. Beispiel: gewünschte Auslösung bei 130% Nenndrehzahl mit Schließerfunktionalität größer als 130% mit einer Hysterese von 5% mit Öffnerfunktionalität kleiner als 125% mit einer Hysterese von 5% 154 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

155 Projektierung über Webbrowser Einstellung der Stillstandserkennung Durch Eintrag einer IOA ungleich 0/0/0 kann ein digitaler Ausgang für die Ausgabe einer Stillstandsmeldung festgelegt werden. Zur Aktivierung der Funktion geben Sie die Anzahl der Drehzahlimpulse ein, und die Überwachungszeit innerhalb welcher die Drehzahlimpulse hochgezählt werden. Für die Ansteuerung und Absteuerung des digitalen Ausgangs können Sie eine gemeinsame Verzögerungszeit eingeben. Einstellung der Schleichdrehzahlüberwachung Durch Eintrag einer IOA ungleich 0/0/0 kann ein digitaler Ausgang für die Ausgabe einer Schleichdrehzahlmeldung festgelegt werden. Zur Aktivierung der Funktion geben Sie die Anzahl der Drehzahlimpulse ein, ab welcher der digitale Ausgang angesteuert werden soll (der Wert muss kleiner sein als jener der Stillstandserkennung). Vorsicht Bei einer Impulsfrequenz größer als 4.1 Hz wird der Schleichdrehzahlkontakt zurückgesetzt (das ist in der Automatik zu berücksichtigen). Die Schleichdrehzahlüberwachung ist nur bei geschlossenem Leitapparat aktiv. Einstellung der Messwertparameter Diese Parameter sind nur für die Kommunikationsschnittstelle aktiv, der Messwert zum analogen Ausgang wird zyklisch übertragen. Drehzahlmesswert für die Kommunikation Der Messwert wird nur als Absolutwert generiert. Wird ein richtungsabhängiger Drehzahlmesswert gewünscht, ist eine applikative Lösung über die SPS (AWL) möglich. Für die Generierung eines Wertes mit Vorzeichen können die beiden parametrierten Datenpunkte "Drehrichtung rueckwaerts" und "Drehrichtung vorwaerts" ausgewertet werden. Klasse 1 Daten Durch Auswahl über das zugehörige Kontrollkästchen wird ein Drehzahlwert der Klasse 1 (markiert) oder der Klasse 2 (nicht markiert) zugeordnet. In beiden Fällen erfolgt schwellwertgesteuert eine spontane Übertragung des Drehzahlwerts an die Zentrale (Ausnahme: Klasse 2 Daten bei Wählverkehr). Einzelmeldungen für die Kommunikation Durch Auswahl über das zugehörige Kontrollkästchen können Sie festlegen, ob alle Meldungen auch zur Kommunikation gesendet werden sollen (markiert) oder nicht (nicht markiert). Störkontakt D01 Durch Auswahl über das zugehörige Kontrollkästchen können Sie festlegen, ob der Störkontakt des Steuerkopfelements verwendet werden soll (markiert) oder nicht (nicht markiert). Dieser digitale Ausgang kann beispielsweise zum Einleiten eines Notschlusses verwendet werden. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 155

156 Projektierung über Webbrowser Befehlsausgabe Standardbefehle Für die Ausgabe von Befehlen (OC) muss ein digitales Ausgabemodul bestückt werden. Es können auch die lokalen Eingänge am Steuerkopfmodul verwendet werden. Rückmeldungsüberwachung Der Parameter "Befehlsbeendigung (TERM)" legt die Zeit fest, innerhalb welcher die zu einem ausgegebenen Befehl zugehörige Rückmeldung des Stellgliedes eintreffen muss. Wenn die Rückmeldung des Stellgliedes nicht innerhalb dieser Zeit eintrifft, erfolgt eine Fehlermeldung. Der Zeitwert kann unabhängig von der Befehlsausgabezeit gewählt werden. Der einstellbare Zeitwert gilt für alle Befehle des jeweiligen I/O Moduls. Hinweis Um Fehlverhalten für die Signalisierung einer erfolglosen Befehlsgabe auszuschließen, sollte die Rückmeldungsüberwachungszeit länger der Befehlsausgabezeit sein. 156 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

157 Projektierung über Webbrowser Gesicherte Befehlsausgabe Neben der Standard-Befehlsausgabe bietet SICAM MIC die Befehlsausgabe mit internen Prüfungen (IC) und die Befehlsausgabe mit Widerstandsprüfung (RC1). Für die Realisierung von gesicherten Befehlen müssen die entsprechenden digitale Ausgabemodule bestückt werden (Maske Bestueckung im Menübaum): 1 Basis-Ausgabemodul 1 bis 7 digitale Ausgabemodule für die gesicherte Ausgabe von Befehlen Beachten Sie bitte die Regeln in der SICAM MIC Systembeschreibung, Kapitel Systemübersicht, Abschnitt Architektur I/O-Module Bestückungshinweise. Die genaue Beschreibung der gesicherten Befehlsausgabe finden Sie im Abschnitt 7.5.9, Impulsbefehlsausgabe. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 157

158 Projektierung über Webbrowser Meldungsausgabe Für die Ausgabe von Meldungen muss ein digitales Ausgabemodul bestückt werden. Es können auch die lokalen Eingänge am Steuerkopfmodul verwendet werden. Ausgang absteuern oder beibehalten Für Einzelmeldungen kann das Verhalten am Ausgang eingestellt werden für den Fall, dass die Kommunikation zur Zentrale ausfällt. Ausgang absteuern Der Meldeausgang wird rückgesetzt (logisch "0"). Ausgang beibehalten Der Meldeausgang wird mit dem zuletzt ausgegebenen Zustand "eingefroren". 158 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

159 Projektierung über Webbrowser Strom-/Spannungsausgabe Zur Ausgabe von Strömen oder Spannungen muss ein analoges Ausgabemodul AO-6380 bestückt werden. Ausgang beibehalten/ersatzwert ausgeben Für Strom- und Spannungssollwerte kann das Verhalten am Ausgang eingestellt werden, für den Fall dass die Kommunikation zur Zentrale ausfällt. Ausgang beibehalten Der zuletzt ausgegebene Wert wird am Ausgang "eingefroren". Ersatzwert ausgegeben Der Wert der im Feld ERSATZWERT eingetragen ist wird ausgegeben. Eingabe der Wertebereiche Normalisierte und skalierte Werte. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 159

160 Projektierung über Webbrowser Dezentrales Archiv (DEAR) Allgemeines Das Dezentrale Archiv dient zum Archivieren von Datenpunkten, die in der Fernwirkfunktion oder in der Automatisierungsfunktion verwendet werden. DEAR kann online (Webserver) oder offline (WEBmic) konfiguriert werden, ebenso die Einstellungen für Datenpunkte der Fernwirkfunktion. Datenpunkte der Automatisierungsfunktion können nur online konfiguriert werden (Abschnitt , Datenpunkte von SPS archivieren) Konfiguration des DEAR Zuerst muss das Archiv konfiguriert werden. Klicken Sie dazu im Menübaum auf Dezentrales Archiv Konfiguration um die Parameter einzugeben. Timeout für die Dateiübermittlung Mit diesem Parameter wird festgelegt wann die Dateiübertragung abgebrochen werden soll, falls bei einer Datenübertragung eine Störung auftritt (Verbindungsfehler etc.). Adresse Unterverzeichnis, Datei Das Hauptverzeichnis hat eine feste Adresse (IOA1=0, IOA2=0, IOA3=0). Die Adressierung des Unterverzeichnisses und der ersten Datei kann frei gewählt werden. Die Adressen aller folgenden Dateien werden automatisch berechnet. Das bedeutet, dass die zweite Datei die gleiche Adresse wie die erste Datei hat, mit IOA1 um 1 erhöht und so weiter (siehe Beispiel unten). 160 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

161 Projektierung über Webbrowser Erfassungsraster für Messwerte Dieser Parameter definiert das Aufzeichnungsraster (Zykluszeit) für Messwerte. Es kann zwischen 1 bis 60 Minuten eingestellt werden. Anzahl Bytes für CASDU, IOA, COT im Archiv Sie können das Speicherformat für die Einträge in das Archiv auswählen. Wenn ein Leitsystem vorhanden ist welches ein anderes Format für CASDU, IOA oder COT benötigt, so können Sie das mit Hilfe dieser Parameter anpassen. Die Parameter betreffen nur die Einträge in das Archiv, jedoch keine andere Daten in Ihrer Automatisierungseinheit. Hinweis Es ist nicht möglich das Archiv von mehreren Leitsystemen aufzurufen, die verschiedene Einstellungen für die Anzahl Bytes für CASDU, IOA, COT haben, weil diese Parameter für das gesamte Archiv einer Automatisierungseinheit gelten. Speicherkonfiguration Archiv Mit Hilfe dieses Parameters ist es möglich die Konfiguration des auf der SIM-Karte gespeicherten Archivs auszuwählen. Sie können diesen Parameter passend zu Ihrem Anwendungsbereich auswählen. Je kleiner die Bandbreite Ihrer Kommunikationsleitung ist, desto mehr sollte das Archiv in kleinere Dateien eingeteilt sein. Spontane Übertragung des Dateiverzeichnisses Es ist möglich das Dateiverzeichnis spontan zu übertragen. Dieses Verhalten ist in der IEC spezifiziert. Es bedeutet, dass jede Änderung im Dateiverzeichnis (eine Datei wurde geschrieben oder eine alte Datei wurde gelöscht) an das Leitsystem gemeldet wird. Da jedoch zu Beginn jeder Dateiübertragung vom Leitsystem das Dateiverzeichnis angefordert wird, ist es nicht sinnvoll das Dateiverzeichnis spontan zu übertragen. Hinweis Die automatisch berechneten Adressen werden nicht in der Bedienoberfläche angezeigt. Wenn solch eine Adresse in der Parametrierung der Fernwirkfunktion vergeben wird, erscheint beim Versuch zu übernehmen eine Fehlermeldung. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 161

162 Projektierung über Webbrowser Datenpunkte von Peripherieelementen archivieren Klicken Sie im Menübaum auf Dezentrales Archiv Datenpunkte PE und es erscheint eine automatisch generierte Liste der durch die Bestückung von I/O Modulen verfügbaren Datenpunkte. Die für den Eintrag in das Archiv gewünschten Datenpunkte können durch Klicken auf das jeweilige Kontrollkästchen ARCHIV markiert werden. 162 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

163 Projektierung über Webbrowser Datenpunkte von SPS archivieren Falls Datenpunkte die in der AWL programmiert sind im Dezentralen Archiv gespeichert werden sollen (maximal 50), müssen die jeweiligen Adressen (IOA) in eine Liste eingetragen sein, und durch Klicken auf das jeweilige Kontrollkästchen ARCHIV markiert werden. Die Liste erreicht man durch Klicken auf Dezentrales Archiv Datenpunkte SPS im Menübaum. Hinweis Nach einem Kaltstart werden alle Datenpunkte die in der AWL verwendet werden automatisch in die Liste eingetragen. Die Auswahl für das Archiv kann bei Bedarf manuell geändert werden. Nach dem Ausfüllen der Liste klicken Sie auf den Knopf Uebernahme. Das System prüft automatisch, ob die Datenpunkte verfügbar sind, und fügt für jeden Datenpunkt die richtige Typkennung hinzu. Vorsicht Durch nachträgliche Änderung der Anweisungsliste (AWL) oder von Adressen in der Parametrierung (Peripherie) können sich die Datenpunktnummern ändern. Im Hochlauf überprüft SICAM MIC ob die Zuordnung der Datenpunkt-Nummer zur Informationsobjekt-Adresse und der Typkennung noch gültig ist. Ist dies nicht der Fall, wird das komplette Archiv gelöscht und eine Fehlermeldung in die History-Diagnose eingetragen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 163

164 Projektierung über Webbrowser Dokumentation Sowohl online als auch offline wird auf der Bedienoberfläche automatisch die aktuelle Hardware-Konfiguration erstellt und in Form von Tabellen angezeigt. Die Tabellen können direkt vom Webbrowser ausgedruckt werden. Klicken Sie im Menübaum auf HW Dokumentation. Es erscheinen die Submenüs für Übersicht PS-66xx Protokoll Steuerkopf DI Steuerkopf DO IOM 0 IOM 1 IOM 2 IOM 3 IOM 4 IOM 5 IOM 6 IOM 7 Die Reihenfolge und Anzahl der I/O Module entspricht der projektierten Bestückung. Durch Anklicken der einzelnen Submenüs gelangen Sie zur jeweiligen Hardware- Konfiguration Übersicht Parameter Ausgabe Bedeutung/Anmerkung Steckplatz gem. Bestückung Spannungsversorgung (PS) Zentralprozessor (MCU) I/O Modul (IOMx) Typ gem. Bestückung mögliche Modultypen siehe im Abschnitt 7.4, Bestückung Betriebsmittelkennung 10 Zeichen der Text kann hier eingegeben werden Stromversorgungsmodul Parameter Anzeige Bedeutung/Anmerkung Kunde/Anlage/Station CASDU1/CASDU2 Betriebsmittelkennung Pin gem. Systemeinstellung gem. Systemeinstellung gem. Übersicht modulspezifisch Klemme modulspezifisch Klemmenbezeichnung 164 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

165 Projektierung über Webbrowser Protokoll Parameter Anzeige Bedeutung/Anmerkung Kunde/Anlage/Station CASDU1/CASDU2 Protokoll Übertragungseinrichtung Kabelbelegung Signal gem. Systemeinstellung gem. Systemeinstellung gem. Protokoll- Konfiguration gem. Protokoll- Konfiguration gem. Übertragungseinrichtung gem. Übertragungseinrichtung IEC (Ethernet)/ IEC Wählverkehr (seriell)/ IEC Gemeinschaftsverkehr (seriell)/ keine Kommunikation Modem, Funk, Ring, direkt Pin- und Signalbelegung des Kabels zur Übertragungseinrichtung Signalname I/O Module Parameter Anzeige Bedeutung/Anmerkung Kunde/Anlage/Station gem. Systemeinstellung CASDU1/CASDU2 gem. Systemeinstellung Betriebsmittelkennung gem. Übersicht Pin modulspezifisch DP modulspezifisch Einheit gem. Peripherieeinstellung nur für AI (Strom-, Spannungserfassung) Typ gem. Peripherieeinstellung Anschluss gem. Peripherieeinstellung nur für AI (Temperaturerfassung) relevant Art gem. Peripherieeinstellung nur für DO und AO relevant Text gem. Peripherieeinstellung IOA1, IOA2, IOA3 gem. Peripherieeinstellung Klemme gem. Peripherieeinstellung SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 165

166 Projektierung über Webbrowser Inbetriebnahme und Test Über den Zugriff auf den in SICAM MIC integrierten Webserver (Bedienoberfläche online) lassen sich Bedienfunktionen durchführen die für Test, Inbetriebnahme und Diagnose der Fernwirkfunktion dienen: Hochlauf Rücksetzen aller Parameter auf voreingestellte Werte Prozess-Anzeige Zustand von Ein-/Ausgängen Simulieren von Ausgängen Ereignisliste Hochlauf auslösen Ein Hochlauf von SICAM MIC kann durch Klicken des Knopfes Reset im Menü Parameter Systemeinstellung unabhängig von einer Parameteränderung ausgelöst werden. Hinweis Nach einer Änderung der IP-Adresse eines SICAM MIC wird immer ein automatischer Hochlauf durchgeführt. Gleiches gilt, wenn die Parameter auf voreingestellte Werte zurückgesetzt werden (siehe Abschnitt , Systemeinstellung, Rücksetzen aller Parameter). Vorsicht Ein Hochlauf hat auch Auswirkungen für die Automatisierungsfunktion (falls verwendet). Genaueres dazu finden Sie im Abschnitt 5.2.2, Inbetriebnahme und Test Hochlaufanforderung wegen Parameteränderung Bestimmte Parameter können erst nach einem Hochlauf des Systems aktiviert werden. In diesem Fall erscheint die Hinweiszeile Parameter erst nach Reset aktiv in der Maskenüberschrift, sobald ein geänderter Parameter übernommen wurde. Es können auch in verschiedenen Masken noch weitere Parameter geändert werden, bevor alle zusammen per Hochlauf aktiv geschaltet werden. Der Hochlauf lässt sich durch Klicken auf den interaktiven Teil Reset in der Hinweiszeile durchführen. 166 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

167 Projektierung über Webbrowser Parameter die bei Änderung einen Hochlauf erfordern Menü/Untermenü Typ Parameter Systemeinstellung Kommunikation Protokoll Konfiguration Kommunikation Protokoll Einstellungen Kommunikation Protokoll Konfiguration Kommunikation Protokoll Einstellungen Kommunikation Protokoll Konfiguration Kommunikation Protokoll Einstellungen Ethernet Ethernet Wählverkehr Wählverkehr Gemeinschaftsverkehr Gemeinschaftsverkehr Kompatibilitätsmode Erfassungsraster der TM-Module Konfiguration des Protokolls Übertragungseinrichtung Max. Telegrammlänge Melderichtung Typkennung Eigene IP-Adresse Gegenstelle IP-Adresse Konfiguration des Protokolls Übertragungseinrichtung Max. Telegrammlänge Baudrate Linkadresse Byteanzahl Linkadresse Byteanzahl CASDU Byteanzahl IOA Byteanzahl COT Byteanzahl Zeitinformation Melderichtung Typkennung Spannungsversorgung Modem Konfiguration des Protokolls Übertragungseinrichtung Max. Telegrammlänge Baudrate Linkadresse Byteanzahl Linkadresse Byteanzahl CASDU Byteanzahl IOA Byteanzahl COT Byteanzahl Zeitinformation Melderichtung Typkennung Spannungsversorgung Modem DLC Frequenzband Funkkreiskennung Stafettenbetrieb Aufruftimeout Peripherie Konfiguration DI Typ Klasse 1 Daten Inversion IEC Gruppe (Zählwert) Peripherie Einstellungen DO Bei Kommunikationsausfall: Ausgang absteuern/ Ausgang beibehalten Peripherie Konfiguration AI Einheit Typ Peripherie Einstellungen AI (alle Parameter) Peripherie Konfiguration AO Einheit Typ Peripherie Einstellungen AO (alle Parameter) Peripherie Konfiguration TE (alle Parameter) Peripherie Einstellungen TE (alle Parameter) SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 167

168 Projektierung über Webbrowser Testfunktionen Anzeige des Zustands von Ein- und Ausgängen Die Zustände der binären und analogen Ein-/Ausgänge können online visualisiert werden. Klicken Sie dazu im Menübaum auf Prozess-Anzeige und danach auf das gewünschte Modul. Die Aktualisierung erfolgt nicht permanent, und muss daher gegebenenfalls durch erneutes Klicken auf das Modul oder durch Klicken auf Ansicht Aktualisieren im Webbrowser getriggert werden. Binäre Eingänge Typ Zustand Format Bedeutung/Anmerkung Einzelmeldung Aus Ein binär Doppelmeldung Aus Ein Störstellung Differenzstellung binär Störstellung = Ein & Aus Differenzstellung = nicht Ein & nicht Aus & Überwachungszeit abgelaufen Zaehlwert Wert 31 bit 24 bit 2 Dekaden BCD 3 Dekaden BCD 4 Dekaden BCD 5 Dekaden BCD 6 Dekaden BCD 7 Dekaden BCD 8 Dekaden BCD 9 Dekaden BCD abhängig vom parametrierten Umspeicherwert Binäre Ausgänge Typ Zustand Format Bedeutung/Anmerkung Einzelmeldung Einzelbefehl Doppelbefehl Aus Ein Aus Ein Aus Ein binär binär binär 168 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

169 Projektierung über Webbrowser Analoge Eingänge Typ Zustand Format Bedeutung/Anmerkung Strom 100% 100% normalisiert skaliert Gleitkomma das Format entspricht der Parametrierung des AI-Moduls Spannung 100% 100% normalisiert skaliert Gleitkomma das Format entspricht der Parametrierung des AI-Moduls Temperatur 50 C 350 C ( 58F 662F) 100 C 700 C ( 148F 1292F) 60 C 250 C ( 76F 482F) Gleitkomma Analoge Ausgänge Typ Zustand Format Bedeutung/Anmerkung Strom 100% 100% normalisiert skaliert Gleitkomma das Format entspricht der Parametrierung des AO-Moduls Spannung 100% 100% normalisiert skaliert Gleitkomma das Format entspricht der Parametrierung des AO-Moduls Drehzahlerfassung Typ Zustand Format Bedeutung/Anmerkung Frequenz Hz Gleitkomma SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 169

170 Projektierung über Webbrowser Simulieren von Ausgängen Binäre und analoge Ausgänge können mit Hilfe des Webbrowsers online simuliert werden. Dabei ist zu beachten, dass sich der Zustand eines simulierten Ausgangs automatisch ändern kann durch laufendes Anwenderprogramm (Zustandswechsel durch Verknüpfung) die Kommunikation (Zustandswechsel im Empfangstelegramm) Warnung Das manuelle Steuern von Ausgängen bei laufender Anlage kann zu Schäden an Mensch und Maschine führen. Vergewissern Sie sich, dass die im Steuerbereich des Befehlsausgangs befindlichen, samt der in der Prozesskette nachfolgenden Aggregate geschützt, und im Bereich befindliche Personen gewarnt sind. Binäre Ausgänge Durch Auswahl in einem Pull-down-Menü können Sie einen binären Ausgang, je nach dem in welchem Zustand er sich befindet, entweder auf Ein oder auf Aus setzen und übernehmen. Je Übernahme kann nur ein Ausgang geschrieben werden. Folgende manuelle Steuermöglichkeiten sind gegeben: Typ Wahlmöglichkeit Wirksamkeit 1) Einzelmeldung Aus Ein 1 Binärausgang Einzelbefehl Befehlsausgabezeit ohne Kennung 2) Kurze Befehlsausgabezeit 3) Lange Befehlsausgabezeit 3) 1 Binärausgang 1 Binärausgang + 1 Binärausgang (Gruppenrelais) 2 aufeinander folgende Binärausgänge Doppelbefehl Aus Ein Befehlsausgabezeit ohne Kennung 2) Kurze Befehlsausgabezeit 3) 2 aufeinander folgende Binärausgänge 2 aufeinander folgende Binärausgänge + 1 Binärausgang (Gruppenrelais) Lange Befehlsausgabezeit 3) 4 aufeinander folgende Binärausgänge 1) abhängig von den Einstellungen der digitalen Ausgänge 2) die Befehlsausgabezeit entspricht der Parametrierung des jeweiligen Datenpunkts 3) die Befehlsausgabezeit entspricht der Parametrierung des digitalen Ausgabemoduls Analoge Ausgänge Sie können einen analogen Ausgang auf jeden beliebigen Wert innerhalb des typspezifischen Wertebereichs setzen und übernehmen. Je Übernahme kann nur ein Ausgang geschrieben werden. Typ Wahlmöglichkeit Format Wirksamkeit Anmerkung Strom -100% 100% normalisiert skaliert Gleitkomma 1 Analogausgang das Format entspricht der Parametrierung des DO-Moduls Spannung -100% 100% normalisiert skaliert Gleitkomma 1 Analogausgang das Format entspricht der Parametrierung des DO-Moduls 170 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

171 Projektierung über Webbrowser Ereignisliste anzeigen Durch Auswahl der Maske Diagnose Ereignisliste im Menübaum gelangt man zur Anzeige der Ereignisse (Prozessmeldungen). In der Ereignisliste werden alle in einer Unterstation projektierten Datenpunkte jeweils bei Zustandsänderung zeitfolgerichtig protokolliert. Die Zeitstempelung hat eine Auflösung von 1 ms und erfolgt, so wie die Protokollierung, automatisch durch die Firmware. Die Ereignisliste erfasst bis zu 100 Meldeeinträge und wird als Ringpuffer verwaltet. Das bedeutet, wenn der Meldepuffer voll geschrieben ist, wird jeweils der älteste Meldeeintrag durch den aktuellsten überschrieben. Aufbau der Meldungen in der Ereignisliste Parameter Ausgabe Bedeutung/Anmerkung Zeit TI TT.MM.JJJJ hh:mm:ss:ms Einzelmeldung Doppelmeldung Einzelbefehl Doppelbefehl Sollwert Meldezeitstempel Informationsobjekt, Typkennung IOA1/IOA2/IOA /0 255/0 255 parametrierte IOA Text 10 Zeichen parametrierter Signaltext Ursache Zustand Qualitaet Steuerort Richtung Arch. spontan act actcon actterm Ein Aus Stoer Diff <Wert> NT IV fern lokal <leer> von PE nach KOM von PE nach SPS von KOM nach PE von KOM nach SPS von SPS nach PE von SPS nach KOM von lokal selektiert nicht selektiert Meldung von Peripherie oder von Anwenderprogramm Befehl oder Sollwert über Kommunikation oder Bedienung Befehlsbestätigung Befehlsende Ein & Aus nicht Ein & nicht Aus & Überwachungszeit abgelaufen nur bei Sollwertvorgabe bei Ausfall I/O Modul wenn Wert ungültig über Kommunikation über Bedienung (Webbrowser) nicht bestimmbare Herkunft oder vom I/O Modul zeigt Herkunft und Ziel eines Datenpunkts an (Datenfluss): PE Peripherie KOM Kommunikation SPS speicherprogrammierbare Steuerung Lokal manuell angesteuert über Webbrowser Anzeige ob Datenpunkt in DEAR archiviert ist SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 171

172 Projektierung über Webbrowser Ereignisliste sichern Für Dokumentations- oder Archivierungszwecke kann der aktuelle Inhalt der Ereignisliste exportiert und in einer Datei lokal auf Ihrem PC abgespeichert werden. Ereignisliste als CSV-Datei sichern (Comma Seperated Values) Klicken Sie in der Untergruppe EREIGNISLISTE SICHERN (SICAM MIC -> PC) mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung EREIGNISLISTE ALS CSV-DATEI SICHERN (RECHTE MAUSTASTE, ZIEL SPEICHERN UNTER). Geben Sie im Browserfenster Name und Pfad für die Zieldatei an. Der voreingestellte Dateityp ist csv. Die Datei kann danach als Microsoft Excel Tabelle oder auch mit einem Texteditor geöffnet werden. Ereignisliste als XML-Datei sichern (Extensible Markup Language) Klicken Sie in der Untergruppe EREIGNISLISTE SICHERN (SICAM MIC -> PC) mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung EREIGNISLISTE ALS XML-DATEI SICHERN (RECHTE MAUSTASTE, ZIEL SPEICHERN UNTER). Geben Sie im Browserfenster Name und Pfad für die Zieldatei an. Der voreingestellte Dateityp ist xml. Die Datei kann danach mit dem Webbrowser geöffnet werden Ereignisliste löschen Die aktuelle Ereignisliste kann durch Klicken auf den Knopf Loeschen und anschließende Bestätigung der Rückfrage mit OK gelöscht werden. Anschließend erscheint eine leere Maske mit der Rückmeldung Meldeliste geloescht in der Kopfzeile. Durch Neuanwahl im Menübaum gelangt man zurück zur Ereignisliste. Hinweis Die Ereignisliste wird ebenfalls gelöscht, wenn die Spannungsversorgung von SICAM MIC mindestens 10 s lang unterbrochen wird. 172 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

173 Projektierung über Webbrowser Dezentrales Archiv (DEAR) lokal auslesen Durch Auswahl der Maske Dezentrales Archiv Download im Menübaum gelangt man zur Anzeige der aktuellen Dateiübersicht. Im DEAR werden alle spontanen Datenpunkte, die für den Eintrag im Archiv ausgewählt sind, jeweils bei Zustandsänderung zeitfolgerichtig archiviert. Dazu gehören auch Befehle und Meldungen in Empfangsrichtung. Aufbau der Meldungen im DEAR Parameter Ausgabe Bedeutung/Anmerkung Zeit TI TT.MM.JJJJ hh:mm:ss:ms Einzelmeldung Doppelmeldung Messwert, normalisiert Messwert, skaliert Messwert, Gleitkomma Meldezeitstempel Informationsobjekt, Typkennung IOA1/IOA2/IOA /0 255/0 255 parametrierte IOA Text 10 Zeichen parametrierter Signaltext Ursache Zustand Qualitaet spontan act actcon actterm Ein Aus Stoer Diff <Wert> NT IV Meldung von Peripherie oder von Anwenderprogramm Befehl oder Sollwert über Kommunikation oder Bedienung Befehlsbestätigung Befehlsende Ein & Aus nicht Ein & nicht Aus & Überwachungszeit abgelaufen nur für Messwerte relevant bei Ausfall I/O Modul wenn Wert ungültig SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 173

174 Projektierung über Webbrowser DEAR sichern Der aktuelle Inhalt des DEAR wird in einer oder auch mehreren Dateien abgespeichert. DEAR als CSV-Datei sichern (Comma Separated Values) Klicken Sie in der Untergruppe DEAR SICHERN ALS CSV (SICAM MIC -> PC) mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung, die den gewünschten Aufzeichnungszeitraum enthält und wählen Sie ZIEL SPEICHERN UNTER. Geben Sie im Browserfenster Name und Pfad für die Zieldatei an. Der voreingestellte Dateityp ist csv. Die Datei kann danach als Microsoft Excel Tabelle oder auch mit einem Texteditor geöffnet werden. 174 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

175 Projektierung über Webbrowser DEAR als XML-Datei sichern (Extensible Markup Language) Klicken Sie in der Untergruppe DEAR SICHERN ALS XML (SICAM MIC -> PC) mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung, die den gewünschten Aufzeichnungszeitraum enthält und wählen Sie ZIEL SPEICHERN UNTER. Geben Sie im Dialogfenster ZIEL SPEICHERN UNTER Name und Pfad für die Zieldatei an. Der voreingestellte Dateityp ist xml. Die gespeicherte Datei kann anschließend mit dem Webbrowser geöffnet werden DEAR löschen Das DEAR wird auf der SIM-Karte gespeichert. Das Archiv wird automatisch gelöscht (Meldung im Menü Diagnose Uebersicht) nach Spannungsausfall während des Speicherns einer Datei auf die SIM-Karte wenn die SIM-Karte in ein anderes Steuerkopfelement gesteckt wird Hinweis Auf Anforderung vom überlagerten Leitsystem kann es zu einem Dateitransfer kommen. Während dieser Vorgang läuft kann keine Bedienung oder Anzeige über den Webbrowser erfolgen. Beim Versuch eine HTML-Seite auszuwählen erscheint dann die Information, dass zur Zeit keine Anzeige möglich ist. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 175

176 Projektierung über Webbrowser 5.2 Automatisierung Erstellen eines Anwenderprogramms als Anweisungsliste (AWL) Für die Erstellung einer Anweisungsliste ist ein ASCII Editor (zum Beispiel Microsoft Notepad ) erforderlich. Die Programmierung erfolgt unabhängig vom Zielsystem (offline). Einen Überblick zur Automatisierungsfunktion, sowie die Anleitung zur Programmerstellung finden Sie im Handbuch SICAM RTUs Gemeinsame Funktionen System und Basissystemelemente, Kapitel Automatisierung, Abschnitt Eingeschränkte Automatisierungsfunktion. Hinweis Für die Programmerstellung in FUP ist die SICAM TOOLBOX II (ab Version 4.0), Werkzeug "CAEx plus" erforderlich, sowie die Firmware CPC60 ab Revisionsstand 14. Das Laden in das Zielsystem wird mit dem integrierten Webserver durchgeführt. Die Anleitung dazu befindet sich in Abschnitt , SPS Code sichern und laden Aufbau einer Anweisungsliste Die Struktur des Anwenderprogrammes besteht aus 3 Teilen (Ausführung in dieser Reihenfolge): Hochlauf (PLC_RESET) Der Hochlauf-Teil wird einmalig nach Hochlauf durchlaufen. Hier können alle Variablen initialisiert werden, die direkt nach Anlauf und vor dem aktuellen Eingangsabbild benötigt werden. Initialisierung (PLC_INIT) Der Initialisierungs-Teil wird einmalig nach Hochlauf durchlaufen. Hier können alle Variablen initialisiert werden, die direkt nach dem aktuellen Eingangsabbild und vor der Ausführung des Zyklus-Teiles benötigt werden. Zyklus (PLC_START) Der Zyklus-Teil wird zyklisch durchlaufen. Hier wird die Steuerungs- und Regelungsfunktion programmiert. Hinweis Das Zielsystem stellt nur einen Task zur Verfügung. Die Zykluszeit ist mittels Parameter PLC_CYCLETIME in der AWL definierbar. Der Wert kann verknüpfungsabhängig vom Anwenderprogramm geändert werden. 176 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

177 Projektierung über Webbrowser Anwenderprogramm (Beispiel) Schreibweise für Anweisungen Allgemein Jede Anweisung muss in einer Zeile stehen. Jede Zeile muss mit Absatzumbruch, Zeilenumbruch oder beidem abgeschlossen sein (automatisch durch den Texteditor). Eine Anweisung besteht aus dem Befehl (Operation) und einem Operanden. Beispiel: LD M_BOOL_TEST (*Befehl: LD Operand: M_BOOL_TEST*) Jede Operation erzeugt einen Rechenwert (Ergebnis). Mit diesem Ergebnis kann die nachfolgende Operation weiterrechnen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 177

178 Projektierung über Webbrowser Adressierung von I/O-Variablen Das Format einer I/O-Variable muss dem Format des jeweiligen Ein-/Ausgangs der Peripherie entsprechen. Ein Befehl oder Sollwert wird einer I/O-Variable mit einer ST-Operation und der Adresse des Operanden zugewiesen. Ein Zustand oder Istwert wird von einer I/O-Variable mit einer LD- Operation und der Adresse des Operanden ausgelesen. Beispiele für die einfache Schreibweise: I_030_001_000_000_TEST.VALUE 0_031_005_001_000.OFF Beispiele für die erweiterte Schreibweise: E_045_001_001_001_002_003_TEST.VALUE E_045_001_001_001_002_003.VALUE Das Attribut der I/O-Variable muss durch einen "." getrennt sein. Eine I/O-Variable ohne Attribut ist nicht zulässig. Hinweis Wird die gleiche IOA ein- und ausgangsseitig verwendet, dann muss der frei definierbare Name unterschiedlich sein. I/O-Variablen dürfen keine Sonderzeichen enthalten! Adressierung von Merkern Ein Merker wird mit einer ST-Operation und der Adresse des Operanden zugewiesen. Der Zustand oder Wert eines Merkers wird mit einer LD-Operation und der Adresse des Operanden ausgelesen. Das Zahlenformat muss gemäß dem Format des zu speichernden Wertes gewählt werden. Beispiel: LD I_030_002_000_000.VALUE ST M_BOOL_MERKER00 Hinweis Alle Merker die nicht als "spannungsausfallsicher" gekennzeichnet sind werden bei Hochlauf mit "0" initialisiert. 178 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

179 Projektierung über Webbrowser Aufruf von Funktionen Funktionen haben nur temporäre Variablen, daher müssen bei jedem Aufruf alle erforderlichen Aufrufparameter gesetzt werden. Nicht verwendete Aufrufparameter haben bei Ausführung der Funktion keine Auswirkung auf das Ergebnis. Beispiel: Wird eine Addition (ADD) von 3 Werten durchgeführt, dann werden die Eingänge IN0, IN1, IN2 verwendet. Die restlichen Eingänge werden automatisch auf "0" gesetzt. Die Beschreibung der Aufrufparameter muss immer mit IN0 beginnen und in aufsteigender Reihenfolge ohne Lücken erfolgen. Die Aufrufparameter müssen durch eine Kombinationen von LD und ST übergeben werden. Der Name der Aufrufparameter ergibt sich aus dem Namen der Funktion und dem Namen des Operators getrennt durch einen ".". Beispiel: LD 9 (*Lade den Wert 9 in den Akku*) ST SQRT.IN0 (*Speichern am Eingang für Wurzelziehen*) CAL SQRT (*Aufruf der Funktion*) ST ADD.IN0 (*Abspeichern des Ergebnisses vom*) (*Wurzelziehen am Eingang 0 für add*) LD 17 (*Lade den Wert 17 in den Akku*) ST ADD.IN1 (*Speichern am nächsten Eingang von add*) CAL ADD (*Aufruf der Funktion add*) ST M_DINT_ERGEBNIS (*Ergebnis auf einen Merker speichern*) Das Ergebnis der Funktion steht jeweils im Akkumulator. Bei dem Beispiel wird der Wert zusätzlich auf dem Merker M_DINT_ERGEBNIS gespeichert. Nach dem Aufruf einer Funktion (CAL) werden alle Eingänge der jeweiligen Funktion wieder auf die voreingestellten Werte gesetzt. Beispiel: LD M_DINT_VERGLEICH (*Merker laden*) ST EQ.IN0 (*auf Eingang 0 speichern*) LD 3 (*den Wert 3 laden*) ST EQ.IN1 (*und am nächsten Eingang speichern*) CAL EQ (*Aufruf der Funktion; wenn die zwei *) ST O_030_008_000_000.VALUE (*Werte gleich sind, wird der Ausgang der Funktion 1*) Wird ein Vergleich von zwei Werten durchgeführt, dann wird der Ausgang gesetzt wenn der Merker M_DINT_VERGLEICH mit 3 beschrieben wird (das Beschreiben des Merkers ist hier nicht enthalten). SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 179

180 Projektierung über Webbrowser Aufruf von Funktionsbausteinen Funktionsbausteine haben keine temporären Variablen. Jeder neue (abgeleitete) Funktionsbaustein belegt einen neuen Speicher im RAM. Das jeweils erste Ergebnis des Funktionsbausteins steht im Akku. Hat ein Funktionsbaustein mehr als ein Ergebnis, dann kann auf dieses wie bei der Übergabe der Aufrufparameter zugegriffen werden. Beispiel: LD 1 ST CTU_TEST.CU ST CTU_TEST.R LD 5 ST CTU_TEST.PV CAL CTU_TEST LD CTU_TEST.CV (* Zugriff auf 2. Ergebnis*) Anweisungskommentare Kommentare im Anwenderprogramm können an jeder beliebigen Stelle gesetzt werden und müssen mit "(*" beginnen und mit "*)" enden. Die Dokumentation kann auch über mehrere Zeilen gehen. Beispiel: LD 15 ST M_DINT_KONSTANTE (*15 laden*) (*und in Merker speichern*) Einstellungen im Anwenderprogramm Mit Hilfe von festgelegten Systemvariablen können die folgenden Parameter für die Programmausführung eingestellt werden: Zykluszeit Spontane Programmausführung Datenflusssteuerung Einstellung der Zykluszeit Die Zykluszeit legt das Intervall für die Ausführung der Anweisungsliste fest. Je kleiner das eingestellte Intervall ist, desto kleiner muss dass Anwenderprogramm sein, ansonsten kommt es zu einer Laufzeitüberschreitung. Eine Zykluszeit von beispielsweise 2 ms ist nur für eine sehr kleine AWL möglich. 180 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

181 Projektierung über Webbrowser Die Zykluszeit kann in der AWL mit der Variable PLC_CYCLETIME vorgegeben werden: Im Programmteil PLC_RESET Zeitraster wird einmalig bei Hochlauf eingestellt. Im Programmteil PLC_START Zeitraster wird im laufenden Betrieb eingestellt und kann durch das Anwenderprogramm verändert werden. Beispiel: PLC_RESET: LD 20 ST PLC_CYCLETIME (*Zykluszeit 20ms einstellen*) Wird die Zykluszeit auf den Wert "0" gesetzt findet keine zyklische Programmausführung statt. Die Zykluszeit kann unter bestimmten Bedingungen vom System eigenständig verändert werden: Falls keine Zykluszeit eingestellt ist wird sie auf 100ms gesetzt (Voreinstellung) Verlängerung wegen Laufzeitüberschreitung Nachtriggerung wegen spontaner Programmausführung Beeinflussung der Programmdurchlaufzeit Die Durchlaufzeit ist die Dauer eines Programmdurchlaufs der kompletten AWL. Sie wird primär durch die Größe der AWL (Anzahl der Operationen) bestimmt. Hinweis Es ist zu beachten, dass die Durchlaufzeit eines Anwenderprogramms variabel sein kann. Sie wird unter anderem auch durch Bedienoperationen mittels Webbrowser beeinflusst. Die Durchlaufzeit kann verlängert werden durch: Anzahl der Kommunikationsverbindungen (zu weiteren Automatisierungseinheiten, Leitsystem) Anzahl der I/O Module am TM-Bus Bedingte Programmaufrufe Diagnose und Fehlerbearbeitung Test- und Inbetriebnahmefunktionen wie Status und Simulieren von Ein-/Ausgängen Sichern der AWL (Download) Ändern von Parametern online Die Durchlaufzeit des Anwenderprogramms wird auf der Bedienoberfläche (online) unter SPS Diagnose angezeigt. Laufzeitüberschreitung Die Durchlaufzeit darf nicht größer sein als die Zykluszeit. Überschreitet die maximale Durchlaufzeit fünfmal hintereinander 50% der eingestellten Zykluszeit, dann wird die Zykluszeit vom System eigenständig um 50% erhöht. Gleichzeitig wird eine Fehlermeldung gesetzt (Fehlernummer 033, siehe Abschnitt C.1.1, Fehlermeldungen). SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 181

182 Projektierung über Webbrowser Spontane Programmausführung Für schnelle Reaktionszeiten kann das Anwenderprogramm spontan (ereignisgesteuert) ausgeführt werden. Dies muss im Hochlaufteil der AWL (PLC_RESET) festgelegt werden. Mögliche Ereignisse sind: Zustandsänderung eines Datenpunkts von der Peripherie Zustandsänderung eines Datenpunkts von der Kommunikation Die spontane Programmausführung wird in der AWL durch Setzen der Variable PLC_SINGLE auf "1" ("Einzeldurchlauf") freigegeben. Beispiel: PLC_RESET: LD 1 ST PLC_SINGLE (*Einstellung Single-Durchlauf*) Bei einer spontanen Programmausführung wird das gesamte Anwenderprogramm einmal durchlaufen. Tritt ein Ereignis auf während gerade das Anwenderprogramm durchlaufen wird, dann wird die spontane Programmausführung erst nach Ablauf der aktuellen Programmausführung gestartet (das Anwenderprogramm kann sich nicht selbst unterbrechen). Die Reaktionszeit kann sich daher entsprechend verzögern. Falls mehrere Ereignisse gleichzeitig oder nacheinander auftreten, während gerade das Anwenderprogramm läuft, dann werden die Zustände in einem Ring zwischengespeichert und beim nächsten spontanen Programmdurchlauf zeitfolgerichtig abgearbeitet. Gleiches gilt auch wenn ein Datenpunkt mehrfach seinen Zustand ändert (Wischerspeicherung). Weitere Details finden Sie im Handbuch SICAM RTUs Gemeinsame Funktionen System- und Basissystemelemente, Kapitel Automatisierung", Abschnitt Eingeschränkte Steuer- und Regelfunktion Interne Signalverarbeitung". Am Ende jedes spontanen Durchlaufs wird der zyklische Durchlauf um die eingestellte Zykluszeit nachgetriggert. Es wird in diesem Fall keine Zykluszeitüberschreitung gemeldet. Solange die Ereignisse in einem Zeitraster auftreten, das kleiner ist als die Zykluszeit, finden nur spontane Programmdurchläufe statt. Ist die Zykluszeit auf "0" gesetzt und die spontane Programmausführung auf "1", dann finden nur noch spontane Programmdurchläufe statt. Beispiel: Ereignis tritt auf während einer zyklischen Programmausführung (S1). Ereignis tritt auf während einer Pause (S2). Z Z S 1 Z S 2 Z t V t t D t D t D t D t D t D t Z t Z t Z t Z Z zyklischer Durchlauf t D Durchlaufzeit S spontaner Durchlauf t V Verzögerungszeit t Z Zykluszeit 182 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

183 Projektierung über Webbrowser Datenflusssteuerung Mit der Variable PLC_TX_DATAFLOW_xxx (xxx = Typkennung) kann in der AWL festgelegt werden, wie die Eingangssignale von der Peripherie weitergereicht werden sollen. Die Parametrierung erfolgt separat je Typkennung und muss im Hochlaufteil der AWL (PLC_RESET) programmiert werden: Eingänge an die Steuerung senden (PLC_TX_DATAFLOW_xxx = "0"). Dies trifft für Signale zu, die logisch weiterverknüpft werden sollen, aber weder zur Zentrale noch zum Leitsystem weitergereicht werden. Eingänge an die Steuerung und an die Kommunikation senden (PLC_TX_DATAFLOW_xxx = "1"). Dies trifft für Signale zu, die einerseits logisch weiterverknüpft, aber andererseits auch direkt der Zentrale oder dem Leitsystem zur Verfügung gestellt werden sollen. 1) Steuerung Peripherie Rangierung implizit über die Adresse Code Kommunikation 2) 1) Daten von der Kommunikation werden entweder direkt zur Peripherie oder zur Steuerung gesendet. 2) Daten von der Peripherie werden direkt zur Kommunikation oder zur Steuerung gesendet. Mittels Systemvariable kann der Datenfluss so gelenkt werden, dass die Daten von der Peripherie direkt zur Kommunikation und parallel auch zur Steuerung gesendet werden. Beispiel: PLC_RESET: LD 1 ST PLC_TX_DATAFLOW_030 (*Alle Einzelmeldungen werden parallel zur Kommunikation UND zur SPS gesendet*) Automatische Rangierung der Datenpunkte Im Handbuch SICAM RTUs Gemeinsame Funktionen System- und Basissystemelemente, Kapitel Automatisierung", Abschnitt Eingeschränkte Steuer- und Regelfunktion Interne Signalverarbeitung" Automatische Rangierung der Datenpunkte" befindet sich eine Aufstellung der Rangierungsmöglichkeiten für Datenpunkte, die in der AWL verwendet werden. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 183

184 Projektierung über Webbrowser Systeminformationen im Anwenderprogramm Mit Hilfe von festgelegten Systemvariablen können die folgenden Informationen in der Steuerungslogik ausgewertet werden: Systemzeit Durchlaufzeit Laufzeitüberschreitung (ja/nein) Anzahl der Programmdurchläufe Zeitpunkt der letzten Parameteränderung Systemfehler Weitere Details siehe im Anhang A, Variablen in der AWL. Hinweis Die Systeminformationen werden auch in der Bedienoberfläche (online) in der Diagnose der Steuer- und Regelfunktion angezeigt Befehlsverarbeitung gemäß IEC Wird von der Steuerung ein Befehl generiert und auf einem Peripherieelement ausgegeben, dann werden mit der entsprechenden Ausgangsadresse der Steuerung die Telegramme für Befehlsquittung (Activation Confirmation, ACTCON) und Befehlsende (Activation Termination, ACTTERM) gebildet. Ist die Ausgangsadresse gleich der Eingangsadresse der Steuerung, dann werden beide Telegramme automatisch wieder zur Steuerung gesendet. Bleibt ein ACT in der Steuerung (Ziel = Steuerung, keine Peripherie), dann kann ein eventuell zu simulierendes ACTCON, ACTTERM in 1 Zyklusdurchlauf generiert werden. Dazu muss die Übertragungsursache für den Befehl auf "0" gesetzt werden und das Spontanbit auf "1". Es werden dann jeweils ein ACTCON und ein ACTTERM gesendet. Beispiel: LD 0 ST 0_045_001_001_001.COT LD 1 ST 0_045_001_001_001.S Wird diese Funktion nicht verwendet, kann das ACTCON und ACTTERM auch einzeln generiert werden (dazu sind mindestens 2 Zyklusdurchläufe erforderlich). Hinweis Ab Revision 14 der Firmware CPC60 kann die jeweilige Typkennung durch Verwendung des Befehls "mit/ohne Zeit" erzeugt werden (zum Beispiel TI 45/TI 58). Mit niedrigerem Revisionsstand können nur Typkennungen ohne Zeit erzeugt werden (zum Beispiel TI 45). 184 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

185 Projektierung über Webbrowser Einzelbefehl und Doppelbefehl Einzelbefehle (TI 45) können in der AWL nur erzeugt werden mit den Zuständen 0 (AUS) nur mit COT = 7, 10 (CON, TERM) und S = 1 1 (EIN) Doppelbefehle (TI 46) können in der AWL nur erzeugt werden mit den Zuständen 01 (AUS) 10 (EIN) Andere Zustände erzeugen keine Befehlsausgabe Generieren von Zählwerten Es gibt zwei Möglichkeiten von Zählwertgenerierungen in der Steuerung: Spontane Aussendung bei Änderung. Automatisch wenn die Eingangsadresse ungleich der Ausgangsadresse der Steuerung ist. Verhalten laut Parametrierung der digitalen Eingänge (Fernwirken). Automatisch wenn die Eingangsadresse gleich der Ausgangsadresse der Steuerung ist Systemfehler lesen Mit der Systemvariable PLC_SYSERROR_xxx (xxx = Fehlernummer) können in der AWL Systemfehler gelesen und weiterverknüpft werden. Eine Übersicht der Systemfehler befindet sich im Abschnitt C.1.1, Fehlermeldungen. Beispiel: PLC_START: LD PLC_SYSERROR_006 ST M_BOOL_ERROR006 (*Ringüberlauf Klasse 2 wenn Bit="1"*) (*auf einem Merker speichern*) SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 185

186 Projektierung über Webbrowser Inbetriebnahme und Test Der integrierte Webserver von SICAM MIC enthält Funktionen für das Laden und Sichern von Anwenderprogrammen, Test, Inbetriebnahme und Diagnose. Diese Funktionen können mit der Bedienoberfläche online ausgeführt werden: Hochlauf Konfiguration Diagnose Testfunktionen Zustand von Ein-/Ausgängen Simulieren von Ausgängen Hochlauf auslösen (Warmstart) Ein Hochlauf von SICAM MIC kann auf zwei Arten angeregt werden: Bedienfunktion der Fernwirkfunktion (siehe Abschnitt , Hochlauf auslösen) Umschalten zwischen gesperrter und freigegebener Programmausführung (siehe Konfiguration) Interner Ablauf Bei einem Hochlauf von SICAM MIC werden alle im Anwenderprogramm verwendeten Merker, Zeiten und Zähler mit "0" initialisiert. Alle Merker, die als spannungsausfallsicher ("retain") gekennzeichnet sind, werden vom NV-RAM geladen. Das gesamte Eingangsprozessabbild der Steuerung wird mit dem aktuellen Zustand der Peripherie initialisiert. Alle anderen Daten werden mit folgenden Werten initialisiert: Variable Wert T, PN, COT 0 ORIGINATOR 0 OV, S, GI, SB, BL, IV, CLASS1, CA, CY, SQ 0 NT 1 Nutzdaten 0 Zeit 01:01: :00: Die Steuerung nimmt erst nach dieser Initialisierung ihren Betrieb auf. Hinweis Die Kommunikation (seriell oder Ethernet) wird erst nach einmaligem, vollständigem Durchlauf des Zyklusteils des Anwenderprogramms (PLC_START) aufgenommen. 186 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

187 Projektierung über Webbrowser Hochlaufanforderung wegen Anwenderprogrammänderung (Kaltstart) Nach dem Laden des Anwenderprogramms wird von SICAM MIC ein Hochlauf angefordert und automatisch durchgeführt. Dies betrifft die folgenden möglichen Bedienfunktionen (siehe Konfiguration): SPS Code laden (Upload) SPS neu übersetzen SPS löschen Interner Ablauf Die neu geladene AWL wird bei Hochlauf des Systems automatisch von einem Compiler übersetzt und in einen eigenen Bereich des Flash-PROM geschrieben (prüfsummengesichert). Erkennt der Compiler einen Syntaxfehler (Verletzung der Sprachkonventionen) wird die SPS gestoppt. In den Masken Diagnose Uebersicht und Diagnose History Diagnose wird der Sammelfehler SPS Syntax Error SPS stillgesetzt gemeldet. Am Steuerkopfmodul leuchtet die rote ER-LED. Erkennt der Compiler keinen Fehler werden zwei Hochläufe durchgeführt. Anschließend wird das Anwenderprogramm vom Flash-PROM aus abgearbeitet. Nach dem Laden des Anwenderprogramms wird der Bereich des NV-RAM für die Steuerung initialisiert (entweder gemäß Voreinstellung oder mit den explizit angegebenen Initialisierungswerten, siehe Abschnitt , Einstellungen im Anwenderprogramm). Syntaxfehler werden detailliert in der Maske SPS Diagnose unter FEHLER BEIM COMPILIEREN angezeigt. In der Maske SPS Test wird angezeigt, ob die SPS läuft oder gestoppt ist. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 187

188 Projektierung über Webbrowser Konfiguration Die Funktionen zur Verwaltung der optionalen AWL befinden sich im Menübaum unter SPS Konfiguration. Folgende Funktionen stehen zur Verfügung: SPS Programmausführung sperren freigeben SPS Code sichern laden neu übersetzen von SIM-Karte löschen Zur Ausführung von Automatisierungsfunktionen muss sich eine entsprechende AWL auf der SIM-Karte des Steuerkopfmodules befinden. Die AWL kann nicht direkt auf der SIM-Karte programmiert, sondern nur in Form einer Textdatei am PC erstellt werden. Diese Datei kann dann online auf die SIM-Karte transferiert werden. Hinweis Je größer die AWL ist desto länger dauern das Laden und das Sichern. Das gleiche trifft auch für den Hochlaufvorgang, sowie alle Zugriffs- und Bildaktualisierungszeiten zu. 188 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

189 Projektierung über Webbrowser SPS Programmausführung sperren und freigeben Mit dieser Funktion kann die Ausführung des Anwenderprogramms gesperrt oder freigegeben werden. Bei gesperrter Programmausführung ist die Automatisierungsfunktion nicht aktiv. Für die Datenpunkte die in der AWL verwendet sind ändert sich der Datenfluss: Daten von der Peripherie werden dann direkt zur Kommunikation gesendet, Daten von der Kommunikation werden direkt zur Peripherie gesendet. Für die Umschaltung wählen Sie unter SPS PROGRAMMAUSFUEHRUNG zwischen gesperrt und freigegeben und Mausklick auf den Knopf Uebernehmen. Es erscheint der Hinweis Parameter erst nach Reset aktiv, da zur Aktivierung der Umschaltung ein Hochlauf des Systems erforderlich ist. Der Hochlauf kann durch Klicken auf den interaktiven Text Reset direkt angestoßen werden. Bei gesperrter Programmausführung bleiben alle Variablen (Merker, Zeitgeber und Zähler) zurückgesetzt, und die Ausgänge auf ihrem parametrierten Zustand. Nach erneuter Freigabe muss ebenso ein Hochlauf durchgeführt werden. Der Hochlauf- und der Initialisierungsteil des Anwenderprogramms werden daraufhin durchlaufen, bevor die zyklische Programmausführung beginnt. Falls das Anwenderprogramm im Moment eines Durchlaufs gesperrt wird, dann wird es erst vollständig durchlaufen und bleibt dann am Anfang stehen (Zeile 0). Die Testfunktionen (siehe Abschnitt , Testfunktionen) sind bei gesperrter Programmausführung irrelevant. Hinweis Wenn kein Anwenderprogramm geladen ist muss die Programmausführung gesperrt werden, ansonsten leuchtet die rote ER-LED und die Meldung SPS freigegeben kein SPS Code vorh. wird in der Diagnose ausgegeben SPS Code sichern und laden SPS Code sichern Diese Funktion dient zum Sichern des in der SPS geladenen Anwenderprogramms am PC (Download). Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung SPS CODE SICHERN (RECHTE MAUSTASTE, ZIEL SPEICHERN UNTER). Es erscheint ein Dialog zur Auswahl des Zielpfades und der Zieldatei. Der vorgeschlagene Dateityp plc sollte beibehalten werden. Klicken Sie anschließend auf den Knopf Speichern um die Datei zu schreiben. Das Ziel ist eine Textdatei, die den Anwenderprogrammcode in ASCII-Format enthält. Die Datei kann mit einem beliebigen Texteditor bearbeitet werden (z.b. Notepad). SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 189

190 Projektierung über Webbrowser SPS Code laden Diese Funktion dient zum Laden des Anwenderprogramms vom PC auf die SIM-Karte im SICAM MIC (Upload). Geben Sie dazu den Quellpfad und die Quelldatei in die Eingabezeile SPS CODE LADEN ein, oder verwenden Sie den Knopf Browse zur Auswahl der Quelldatei mittels Dialog. Klicken Sie anschließend auf den Knopf Upload um die AWL auf die SIM-Karte zu schreiben. Nach dem Laden einer AWL und anschließendem Hochlauf wird ein Kaltstart durchgeführt. Danach durchläuft die SPS das Anwenderprogramm zyklisch oder spontan. Hinweis Für die Übertragung über Ethernet wird empfohlen, die Einstellungen für HTTP 1.1 Ihres PC zu deaktivieren (Systemsteuerung Internetoptionen Erweitert). Andernfalls besteht die Möglichkeit, dass die übertragene ASCII-Datei von SICAM MIC nicht interpretiert werden kann. SPS Code sichern (offline) Alternativ kann das Anwenderprogramm auch offline mit Hilfe von WEBmic von der SIM-Karte gelesen werden und in einer Datei gespeichert werden. Die SIM-Karte muss dazu in ein am Projektierungs-PC installiertes Lese-/Schreibgerät gesteckt werden. Klicken Sie im Pop-up-Menü von WEBmic die Funktion Lese SPS von SIM Karte. Es erscheint ein Dialog zur Auswahl des Zielpfades und der Zieldatei. Der Dateityp plc ist fest vorgegeben. Klicken Sie anschließend auf den Knopf Speichern um die Datei zu schreiben. SPS Code laden (offline) Alternativ kann das Anwenderprogramm offline mit Hilfe von WEBmic von einer Datei auf die SIM-Karte geschrieben werden. Die SIM-Karte muss dazu in ein am Projektierungs-PC installiertes Lese-/Schreibgerät gesteckt werden. Klicken Sie im Pop-up-Menü von WEBmic die Funktion Schreibe SPS auf SIM Karte. Es erscheint ein Dialog zur Auswahl des Quellpfades und der Quelldatei. Der Dateityp plc ist fest vorgegeben. Klicken Sie anschließend auf den Knopf Speichern um die Datei zu schreiben SPS Code neu übersetzen Nach jedem Laden einer AWL wird diese automatisch übersetzt in eine systemspezifische Maschinensprache. Mittels Mausklick auf den Knopf SPS neu uebersetzen kann dies zu jedem beliebigen Zeitpunkt erneut durchgeführt werden. Die Funktion wird erst durch Bestätigung einer Rückfrage aktiviert. Anschließend ist ein Hochlauf (Kaltstart) erforderlich, den das System automatisch ausführt. Alle Variablen, einschließlich der ausfallsicheren Merker, werden auf ihre voreingestellten Werte zurückgesetzt. 190 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

191 Projektierung über Webbrowser SPS Code von SIM-Karte löschen Mittels Mausklick auf den Knopf SPS loeschen wird die AWL von der SIM-Karte gelöscht. Die Parameter bleiben davon unberührt. Eine bereits vorhandene AWL wird beim erneuten Laden einer AWL überschrieben, es ist daher kein Löschen erforderlich. Die Funktion wird erst durch Bestätigung einer Rückfrage aktiviert. Anschließend ist ein Hochlauf erforderlich, den das System automatisch ausführt. Nach jedem Hochlauf des Systems muss man sich erneut anmelden. Auf der Bedienoberfläche erscheint folgende Meldung: SIM Karte wird geschrieben. Dieser Vorgang kann bis zu 30 Sekunden dauern. PLC wird uebersetzt. Dieser Vorgang kann bis zu 40 Sekunden dauern. Bei Verwendung der seriellen Schnittstelle muss die PPP Verbindung erneut aufgebaut werden. SICAM MIC Startseite ( ) Die unterstrichene Ausgabezeile ist ein Hyperlink zur Startseite der aktuell bearbeiteten Station (die hier angegebene IP-Adresse ist als Beispiel zu betrachten) Testfunktionen Im Menü SPS Test befinden sich Funktionen für Test und Inbetriebnahme. Im unteren verstellbaren Teil der Maske wird der auf der SIM-Karte geladene Anwenderprogrammcode (AWL) ausgegeben. Der Anwenderprogrammcode kann hier online gelesen, jedoch nicht verändert werden. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 191

192 Projektierung über Webbrowser Folgende Testfunktionen stehen zur Verfügung: Programmausführung stoppen starten an einer Befehlszeile stoppen variablenabhängig stoppen Variable lesen schreiben Programmausführung stoppen und starten Mittels Auswahl starte oder stoppe und Mausklick auf den Knopf Uebernehmen können Sie die Programmausführung anhalten oder starten. Je nach Zustand ändert sich die Anzeige in der Maske SPS laeuft oder Programm steht bei <Zeile>. Bleibt nach einem Startversuch die Programmausführung angehalten, liegt ein Fehler vor oder die Programmausführung ist gesperrt. Lesen Sie die Fehlermeldungen unter Diagnose History Diagnose oder unter SPS Diagnose. Im Gegensatz zu der Funktion PROGRAMMAUSFUEHRUNG SPERREN (siehe Abschnitt , SPS Programmausführung sperren und freigeben) ist zum Starten und Stoppen der Programmausführung kein Hochlauf erforderlich. Nach Übernahme des Stoppbefehls läuft ein bereits begonnener Durchlauf des Anwenderprogramms zu Ende, das Anwenderprogramm bleibt am Anfang der zyklischen Ausführung (PLC_START) stehen. Die momentanen Signalzustände bleiben dabei erhalten, und Variablen können ausgelesen und überschrieben werden. Der Datenfluss ändert sich nicht, die Datenpunkte von der Kommunikation und von der Peripherie werden weiterhin nur zur Steuerung gesendet. Nach erneutem Startbefehl beginnt das Anwenderprogramm wieder am Anfang der zyklischen Ausführung (ohne Durchlauf des Hochlauf- und des Initialisierungsteils) Programmausführung an einer Befehlszeile stoppen Die Programmausführung kann an einer beliebigen Befehlszeile der AWL angehalten werden, indem Sie in das Eingabefeld STOPPE SPS BEI ZEILE die Nummer der Programmzeile eintragen und den Knopf Uebernehmen anklicken Programmausführung variablenabhängig stoppen Die Programmausführung kann durch Vergleich einer Variable mit einer Konstanten angehalten werden. Geben Sie dazu den Namen der Variablen in das Eingabefeld VARIABLE ein, wählen die gewünschte Vergleichsoperation (==/</<=/>=/>) und tragen rechts daneben den Wert ein. Sobald der Vergleich erfüllt ist wird das Anwenderprogramm bis zum Ende bearbeitet und am Anfang des zyklischen Teils angehalten. 192 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

193 Projektierung über Webbrowser Variable lesen und schreiben Die aktuellen Werte von Variablen können ausgelesen oder auch manuell überschrieben (simuliert) werden. Beides ist nur bei freigegebener Programmausführung möglich. Die Testfunktion bearbeitet nur in der AWL verwendete Variablen. Es werden alle typspezifischen Attribute unterstützt. Die Schreibweise der Variable muss den Konventionen für I/O Variablen und Merker entsprechen (siehe , Schreibweise für Anweisungen). Beim Simulieren einer Variable muss das Format des Eingabewertes dem Datentyp (BOOL, DINT, REAL) entsprechen. Es kann immer nur eine Variable zu einem Zeitpunkt übernommen werden. Zulässige Variablentypen sind: Binärer Eingang Binärer Ausgang Analoger Eingang Analoger Ausgang Merker Systemvariablen, Funktionen und Funktionsbausteine haben keine Testfunktion. Variable lesen Wählen Sie im entsprechenden Pull-down-Menü lese. Schreiben Sie den Namen der Variable samt Attribut in die Eingabezeile oder kopieren ihn von der AWL. Danach klicken Sie auf den Knopf Uebernehmen. Der aktuelle Wert der Variable wird im Feld MIT/IST angezeigt. Variable schreiben Wählen Sie im entsprechenden Pull-down-Menü schreibe. Schreiben Sie den Namen der Variable samt Attribut in die Eingabezeile oder kopieren ihn von der AWL. Danach klicken Sie auf den Knopf Uebernehmen. Geben Sie den simulierten Wert in das Feld MIT/IST ein. Danach klicken Sie auf den Knopf Uebernehmen um die Variable mit dem Wert zu beschreiben. Hinweis Bei laufendem Anwenderprogramm wird der simulierte Wert eines Merkers statisch überschrieben. Im Gegensatz dazu werden Ein-/Ausgänge nicht statisch, sondern nur bei Änderung ihres Prozessabbilds (flankengetriggert) überschrieben. Bei gestopptem Anwenderprogramm werden simulierte Werte beibehalten. Nach Umschalten zwischen schreiben und lesen muss der Knopf Uebernehmen angeklickt werden um den Befehl zu übernehmen. Das Schreiben oder Lesen eines Wertes erfolgt durch jedes weitere Anklicken des Knopfes Uebernehmen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 193

194 Projektierung über Webbrowser 194 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

195 6 Service Inhalt 6.1 LED-Anzeigen am Steuerkopfmodul Überwachung der I/O Module Verhalten der Ausgänge bei Hochlauf und Kommunikationsausfall Diagnose Umgang bei Wartung der Hardware Firmware-Update SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 195

196 Service 6.1 LED-Anzeigen am Steuerkopfmodul LED Bedeutung angesteuert durch Bemerkung RDY Bereit Systembereitschaft, Modulbereitschaft erlischt bei Hochlauf, im Betrieb Dauerlicht wenn bereit (gilt auch für alle anderen Modultypen) ER Fehler Systemfehler leuchtet bei Hochlauf, im Betrieb abgesteuert (kein Fehler) oder Dauerlicht (Fehler) OH0 Verbindung seriell jedes Telegramm das über die serielle Schnittstelle gesendet wird (Gemeinschaftsverkehr); aufgebaute Verbindung (Wählverkehr) RTX0 Senden/Empfang jedem Telegramm das über die serielle Schnittstelle gesendet oder empfangen wird LNK1 Verbindung Ethernet physikalische Verbindung des Steuerkopfmodules mit dem Ethernet RTX1 Senden/Empfang jedem Telegramm das über die Ethernet- Schnittstelle gesendet oder empfangen wird erlischt bei Hochlauf, leuchtet bei aufgebauter Verbindung im Wählverkehr permanent erlischt bei Hochlauf, flackert im Betrieb beim Senden und Empfang von Daten erlischt bei Hochlauf, im Betrieb Dauerlicht (nur Steuerkopfmodul mit Ethernetschnittstelle) erlischt bei Hochlauf, flackert im Betrieb beim Senden und Empfang von Daten (nur Steuerkopfmodul mit Ethernetschnittstelle) LED-Anzeigen bei Hochlauf Sobald das I/O Modul versorgt wird oder ein Hochlauf durch Netz-Ein ausgelöst wird, leuchtet die ER-LED am Steuerkopfmodul. Anschließend wird der Programmspeicher überprüft. Liegt ein Fehler im PROM vor, dann wird der Hochlauf nicht abgebrochen, das System ist aber nicht bereit (RY-LED leuchtet nicht, ER- LED leuchtet). Eine Diagnose des Systems muss durchgeführt werden. Da die ER-LED über die Firmware angesteuert wird leuchtet die ER-LED ebenfalls nicht, wenn ein massiver Fehler im PROM auftritt, der einen Ausfall der Firmware bewirkt (siehe Abschnitt , Fehler beim Laden der Firmware). Verläuft der PROM-Test ohne Fehler, leuchtet die RY-LED auf allen bestückten Modulen. Ein weiterer Test ist die Prüfung, ob die parametrierte Bestückung mit der physikalischen Bestückung der I/O Module übereinstimmt. Falls die Bestückung nicht übereinstimmt, werden ab dem ersten fehlerhaften Modul alle nachfolgenden Module nicht bereit (RY-LED leuchtet nicht). Das bedeutet, das Entfernen von bereits gelernten Modulen ist nur durch Umparametrierung der Bestückung (Parametrierung offline) möglich. Hinweis Liegt eine Fehlbestückung von I/O-Modulen für Impulsbefehle vor, wird die Impulsbefehlsausgabe gesperrt (für alle Module). Ein Fehler liegt auch vor wenn ein DO-622x bestückt ist, aber kein DO-6230 ein DO-6230 bestückt ist, aber kein DO-622x mehr als ein DO-622x bestueckt ist. 196 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

197 Service 6.2 Überwachung der I/O Module Die I/O Module werden über den TM Bus zyklisch auf Funktion überprüft. Ein Ausfall wird nach max. 200 ms erkannt. Am entsprechenden I/O Modul erlischt dann die LED "RY". Ausgefallene I/O Module werden, nachdem das I/O Modul getauscht wurde, ausschließlich durch einen Hochlauf des Steuerkopfelements wieder in Betrieb genommen. Vorsicht Der Modultausch darf nur bei abgeschalteter Versorgungsspannung erfolgen! SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 197

198 Service 6.3 Verhalten der Ausgänge bei Hochlauf und Kommunikationsausfall Das Verhalten der Ausgänge ist vom Parameter "Ausfallverhalten" sowie vom I/O Modul abhängig. Grundsätzlich steht bei allen Modulen, die Meldungsausgabe unterstützen, die Option frei, bei Kommunikationsausfall den "Ausgang abzusteuern" oder den "Ausgang beizubehalten". Ein analoges Ausgabemodul kann einen "Ersatzwert ausgeben" oder den "Ausgang absteuern": Ereignis Beschreibung Aktion Power-up Reset bei einem Fern-Reset wird immer auf den letzen Wert rückgestellt, unabhängig was parametriert wurde; falls noch nie ein Wert empfangen wurde wird der Ersatzwert ausgegeben Kommunikationsausfall Steuerkopf Ausfall des Steuerkopfes Wiederkehr der Betriebsspannung nach Ausfall Reset ist möglich über Protokoll Bedienoberfläche online (Webbrowser) bei Power-up wird immer der Ersatzwert ausgegeben; da noch kein Sollwert empfangen wurde wird der parametrierte Ersatzwert berechnet und als AKT-Wert (aktiv) ins Prozessabbild übernommen bei Kommunikationsausfall am Steuerkopf wird immer der Ersatzwert ausgegeben bei Ausfall des Steuerkopfes wird der Ersatzwert vom Pheripherieelement ausgegeben 198 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

199 Service 6.4 Diagnose Die folgende Aufzählung erläutert die unterschiedlichen Fehlerkategorien und wie die Fehlermeldungen protokolliert werden. Hardware-Fehler Überwachung der einzelnen Systemelemente, Bestückung, Kommunikation und Zeitsynchronisierung durch die Firmware. online in Ansteuerung der roten Fehler-LED am Steuerkopfelement Protokollierung Diagnose Übersicht (anstehende Fehler) Protokollierung Diagnose History Diagnose (zeitgestempelte Fehlermeldungen, Verlauf) Software-Fehler Überwachung durch die Firmware und Protokollierung online in Diagnose Übersicht und Diagnose History Diagnose (Verhalten der SPS) SPS Diagnose (Fehler beim Compilieren des Anwenderprogrammcodes, Syntax der AWL). Parametrierung Die Eingabe der Parameter unterliegt, soweit logisch erfassbar, parameterspezifischen Konventionen oder Plausibilitätskontrollen. SICAM TOOLBOX II: unzulässige Eingaben werden gemeldet oder direkt bei der Eingabe verhindert.webbrowser: unzulässige Eingaben werden bei Klicken des Übernahme-Knopfes verriegelt und angezeigt. Ist eine vom Prinzip her zulässige Parametrierung, die jedoch nicht zu den physikalisch vorhandenen Systemelementen passt, in das Zielsystem geladen, wird wie bei Hardware-Fehler vorgegangen. Programmierung SICAM TOOLBOX II: Überwachung durch den CAEx plus Compiler und Protokollierung in einer Fehlermeldeliste beim Kompilieren des Anwenderprogrammcodes. Webbrowser: keine Überwachung bei Eingabe möglich; Fehlermeldung über SPS- Diagnose. Bedienfehler Werden anhand von Plausibilitätskontrollen oder Rückfragen durch das Projektierungswerkzeug weitgehend ausgeschlossen. Naturgemäß unterliegen jegliche Bedienhandlungen, wie beispielsweise das Laden von Parametern und Anwenderprogrammen, der Verantwortung des Anwenders. Profunde Kenntnisse der Automatisierungstechnik im Allgemeinen, sowie der im Vorwort genannten Dokumente werden vorausgesetzt. Eine Liste der Fehlermeldungen, die in der Diagnose angezeigt werden, befindet sich im Anhang C.1.1, Fehlermeldungen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 199

200 Service SICAM TOOLBOX II Hinweis Die Protokollierung mittels Diagnosefunktionen ist für SICAM MIC nur über Webbrowser möglich Ax 1703 Fehlertelegramm SICAM MIC sendet optional das Ax-Fehlertelegramm, dadurch ist eine Netzübersichtsdiagnose mit der SICAM TOOLBOX II in einer zentralen Stelle auch für SICAM MIC möglich. Weitere Diagnosen über die Ferne sind nur bei Verwendung der Ethernet-Schnittstelle und Webbrowser möglich. Bei der seriellen Verbindung (Gemeinschafts-/Wählverkehr) ist eine Ferndiagnose nicht möglich, da kein TCP/IP-Protokoll implementiert ist. In diesem Fall ist eine Diagnose nur durch einen Webbrowser vor Ort möglich. Netzübersichtsdiagnose Die Fehlermeldungen sämtlicher im Netzwerk befindlicher Automatisierungseinheiten werden mit der Funktion Netzübersichtsdiagnose (Sammelmeldung) in einem Meldefenster ausgegeben. Aufbau des Ax 1703 Fehlertelegramms: Bit-Nr. Bedeutung Bemerkungen 0 Interne Fehler SPS stillgesetzt 1 Externe Fehler TM-Modul Störung 2 Kommunikations-Fehler IEC Verbindung ausgefallen 3 Test nicht unterstützt 4 Warnung Zeit nicht gesetzt Seit 60 min keine Zeit gesetzt 5 Baugruppenausfall TM-Modul ausgefallen 6 AE-Ausfall nicht unterstützt 7 Hochlauf Hochlaufwischer Diese Fehlerbits werden als Einzelmeldungen gesendet. In SICAM MIC werden sie auf zwei Informationsobjektadressen zusammengefasst (logisch verodert): Eigenschaft IOA Bit Bemerkungen Störung 240 0, 1, 2 parametrierbar Ausfall 241 5, 6 parametrierbar 200 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

201 Service Diagnose der Steuer- und Regelfunktion Fehler die bei der Erstellung des Funktionsplans auftreten können (beispielsweise das Verknüpfen eines binären Signals auf einen analogen Eingang einer Funktion) werden in einem eigenen Meldefenster ("POE-Fehlerkontrolle") angezeigt: Automatisch bei der fehlerhaften Eingabe Manuell mit der Funktion Fehlerfrüherkennung (Pop-up-Menü im Funktionsplan). Alle Editierfehler können jederzeit zur Anzeige gebracht werden. Die genauen Details finden Sie in der CAEx plus Online-Hilfe, Kapitel "Editoren", Abschnitt "FBS-Editor", Abschnitt "FBS-Editor bedienen". Fehler bei der Projektierung Fehler die bei der Projektierung auftreten können werden zentral in der "Fehler-Status- Anzeige" von "CAEx plus" angezeigt. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Meldungen der Installation Meldungen des Exports/Imports Meldungen des Projektmanagements Meldungen des FBS-Editor Meldungen der Code-Generierung Objektbezogene Meldungen Meldungen des Objekt-Assistenten Meldungen des Typical-Imports Meldungen der Signalliste Meldungen von Hardware-Signaldatenbanken Die Meldungen werden nach dem Auslösen einer Funktion (beispielsweise "Codegenerierung") erzeugt. Die genauen Details finden Sie in der CAEx plus Online-Hilfe, Kapitel "Zusatzprodukte", Abschnitt "Fehler-Status-Anzeige". Fehler bei der Zielsystem-Anbindung Fehler die bei der Zielsystem-Anbindung auftreten können werden zentral in der "Fehler- Status-Anzeige" von "CAEx plus" angezeigt. Es handelt sich dabei um allgemeine Meldungen der Zielsystem-Anbindung Meldungen des Code-Generators Meldungen des Control-Panels Meldungen der ONLINE-Applikationen Meldungen des "Open Operating Systems" Meldungen der Zielsystem-Integration in das Projektmanagement Meldungen von openplc Die genauen Details finden Sie in der CAEx plus Online-Hilfe, Kapitel "Zielsystem- Anbindung", Abschnitt "Programm-Meldungen der Zielsystem-Anbindung". Hinweis Eine Online-Diagnose mit dem Werkzeug "CAEx plus" wird für SICAM MIC nicht unterstützt. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 201

202 Service Webbrowser SICAM MIC enthält diverse Diagnosefunktionen zur Überwachung des Systems. Da die Firmware die entsprechenden Fehlerüberwachungsroutinen automatisch durchführt sind dazu keinerlei Einstellungen durch den Anwender erforderlich. Die Bedienoberfläche online (Webserver) enthält dazu neben der Parametrierung und der Prozess-Anzeige einen Diagnoseteil zur Visualisierung von Status und Fehlermeldungen. Die Anwahl erfolgt im Menübaum durch Klicken auf Diagnose: Übersicht Zeitlicher Verlauf Statusinformation Zeit Übersicht Durch Klicken auf Diagnose Übersicht im Menübaum wird die Übersichtsmaske geöffnet. Hier werden die jeweils aktuellsten Fehler modulweise angezeigt. Anzeige Eine Meldungsanzeige liegt vor wenn unquittierte oder statisch anstehende Fehler vorliegen. Die Anzeige unterscheidet sich in Fehlermeldungen Fehler gem. Anhang C.1.1, Fehlermeldungen Bedienungsmeldungen Zeitpunkt der letzten Parameteränderung 202 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

203 Service Beispiel 1: Ein in der Projektierung vorhandenes I/O Modul ist nicht bestückt, Hochlauf durch Netz-Ein. Steuerkopf Kein Fehler IOM 0:DO-6200 Kein Fehler IOM 1:DI-6100 Kein Fehler IOM 1:DI-6100 Hardware-Identifikation falsch Beispiel 2: Sammelfehler zweier Messwerte durch Drahtbruch (Live Zero Messung). Steuerkopf Kein Fehler IOM 0:AI-6300 Fehler Messwert 1 (Invalid) Fehler Messwert 3 (Invalid) Fehler quittieren Fehler die nicht mehr anstehen lassen sich quittieren. Klicken Sie dazu auf den Knopf Quittieren und bestätigen Sie in der sich öffnenden Meldebox mit OK. Daraufhin erscheint im aktuellen Fenster die Meldung Fehler quittiert. Aktualisieren Sie die Übersicht durch erneutes Anklicken im Menübaum. Wenn die Fehler nicht mehr vorhanden sind werden nun die Fehlertexte durch die Anzeige Kein Fehler ersetzt. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 203

204 Service Systemdiagnose Durch Klicken auf Diagnose History Diagnose wird die Meldungsmaske mit dem zeitlichen Verlauf geöffnet. Hier werden alle Systemmeldungen mit Zeitstempel in chronologischer Reihenfolge angezeigt. Es sind max. 20 Einträge möglich. Die Meldeliste ist ein Ringpuffer, das bedeutet wenn der Meldepuffer voll geschrieben ist wird jeweils der älteste Meldeeintrag durch den aktuellsten überschrieben. Hinweis Die Meldeliste wird gelöscht, wenn die Spannungsversorgung von SICAM MIC mindestens 10s lang unterbrochen wird. Anzeige Eine Meldungsanzeige liegt vor wenn unquittierte oder statisch anstehende Fehler vorliegen. Die angezeigten Systemmeldungen unterscheiden sich in Fehlermeldungen Fehler gem. Anhang C.1.1, Fehlermeldungen Bedienungsmeldungen Logon Logoff Upload (Parameter laden) Download (Parameter sichern) 204 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

205 Service Beispiel: Ausfall eines projektierten I/O Moduls. History Diagnose :15:01:446 Peripherieelement 01 : Ausfall :15:01:556 Fehlende Sachnummer EIN :15:01:557 Neuanlauf durch Hardwarereset : 3C :20:00:401 Ringe geloescht Fehler quittieren Fehler die nicht mehr aktiv anstehen lassen sich durch Klicken auf den Knopf Quittieren und Bestätigung der Rückfrage mit Ja aus der Meldeliste löschen. Daraufhin erscheint im aktuellen Fenster die Meldung Fehler quittiert. Durch erneutes Anklicken im Menübaum lässt sich die aktualisierte Meldeliste ausgeben. Wenn kein neuer Fehler hinzugekommen ist erscheint nur noch die Meldung Fehler rueckgesetzt in der Ein-/Ausgabemaske Systemstatus Durch Klicken auf Diagnose Statusinformation im Menübaum wird die Statusinformationsmaske geöffnet. Hier werden die Identifizierungsmerkmale der bestückten Hardware modulweise angezeigt. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 205

206 Service Anzeige Wenn kein Fehler vorliegt, und die bestückte mit der projektierten Hardware-Konfiguration übereinstimmt, werden folgende Informationen angezeigt: Sachnummer Software Version SIM Größe (nur Steuerkopfmodul) MAC Adresse (nur Steuerkopfmodul mit Ethernetschnittstelle) Stimmt ein bestücktes Modul nicht mit dem projektierten Modultyp überein, dann wird die Meldung Falsche Hardwareidentifikation angezeigt. Beispiel: SICAM MIC mit einem Stromversorgungsmodul, einem Steuerkopfmodul und drei I/O Modulen bestückt. Ausfall eines projektierten I/O Moduls. Statusinformation PS-6620 Sachnummer: GC6-620-A.00/ Software Version: Steuerkopf Sachnummer: GC6-040-A.01/ Software Version: 6 SIM Groesse: MAC Adresse: 00-E0-A A5 IOM 0:DO-6200 Sachnummer: GC6-200-A.00/ Software Version: IOM 1:DI-6100 Sachnummer:GC / Software Version: IOM 2:AI-6300 Falsche Hardwareidentifikation 206 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

207 Service Diagnose der Uhrzeit Durch Anklicken von Diagnose Zeit im Menübaum wird die Diagnosemaske für die Uhrzeit geöffnet. Hier kann der Uhrzeitstatus gelesen werden. Anzeige Der Uhrzeitstatus gibt an ob die Uhrzeit gesetzt und synchronisiert ist, und ob die parametrierten NTP-Server verfügbar sind (bei Kommunikation über IEC ) Uhrzeitsynchronisation Gemeinschaftsverkehr Die Uhrzeit wird von der Zentrale (Uhrzeit-Master) an SICAM MIC gesendet. Der Uhrzeit- Master muss mindestens alle 60 s synchronisieren, damit die Mindestauflösung von 10 ms erreicht wird. Bei Ausfall der Zeitsynchronisierung wird nach 10 min eine Warnung gesetzt. Wählverkehr Die Uhrzeit wird von der Zentrale (Uhrzeit-Master) an SICAM MIC gesendet. Eine Synchronisation kann jeweils nur bei Aufbau einer Verbindung stattfinden. Ethernet Bei Verwendung von SNTP wird der aktuelle SNTP-Server durch "Voting" max. alle 60 min festgelegt. Dies erfolgt nach folgender Gewichtung: Erreichbarkeit Freilauf (SNTP-Server hat keinen Uhrzeitempfang) Entfernung (zeitlich) Bei Kommunikation über IEC wird bei Ausfall der Zeitsynchronisierung nach der 3-fachen Zykluszeit der SNTP-Synchronisierung eine Warnung gesetzt, oder mindestens nach 10 min. Wird die SNTP-Synchronisierung nicht verwendet, wird die Warnung nach 10 min gesetzt. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 207

208 Service Beispiel 1: Synchronisiertes SICAM MIC. Status OK: Zeit ist gesetzt Status NTP Server (Aktuell: 0) NTP 0 ( ) : OK NTP 1 ( ) : NOK NTP 2 ( ) : NOK NTP 3 ( ) : NOK Beispiel 2: Nicht synchronisiertes SICAM MIC. Status Warnung: Zeit ist nicht gesetzt Warnung: Zeit seit mehr als 10 Minuten nicht synchronisiert Status NTP Server NTP 0 ( ) : NOK NTP 1 ( ) : NOK NTP 2 ( ) : NOK NTP 3 ( ) : NOK Lokales Setzen der Uhrzeit Datum und Uhrzeit eines SICAM MIC können auch lokal über den Webbrowser (online) eingestellt werden. Die Werte werden vom Projektierungs-PC ausgelesen und in dem Eingabefeld unter "Lokales Zeitsetzen" permanent aktualisiert. Über das zugehörige Pull-down-Menü kann zwischen Sommerzeit (Normalzeit) oder Winterzeit gewählt werden. Durch Klicken auf den Knopf Uebernehmen werden Datum und Uhrzeit zum verbundenen SICAM MIC übertragen. Nach einer Aktualisierung des Webbrowsers wird die Zeitanzeige in der Kopfzeile aktualisiert. 208 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

209 Service Diagnose der Steuer- und Regelfunktion Durch Klicken auf SPS Diagnose im Menübaum wird die Diagnosemaske der SPS geöffnet. Hier werden die Auslastung der CPU und die Compiler-Fehler (maximal 5 Fehlermeldungen) angezeigt: Meldung Bedeutung Bemerkung Programm läuft Programm steht bei <Zeile> normale Programmausführung Programmausführung angehalten, Angabe der Programmzeile, in der das Programm angehalten ist das Anwenderprogramm kann entweder manuell oder vom System wegen eines Fehlers angehalten werden Zykluszeit aktuelle Zykluszeit wenn keine Zykluszeit programmiert ist wird sie vom System auf 100ms gesetzt Erhöhung der eingestellten Zykluszeit durch das System möglich (siehe Abschnitt , Einstellung der Zykluszeit) Aktuelle Durchlaufzeit Maximale Durchlaufzeit Singledurchlauf <Anzahl> Bytes von Bytes Code verwendet <Anzahl> Bytes von 1024 Bytes RAM verwendet <Anzahl> Bytes von 256 Bytes ausfallsicheres RAM verwendet Fehler beim Compilieren Durchlaufzeit des Anwenderprogramms zum Zeitpunkt der Aktualisierung des Diagnosefensters maximal erreichte Durchlaufzeit des Anwenderprogramms seit dem letzten Hochlauf spontane Programmausführung programmiert Angabe des belegten Programmspeichers auf der SIM-Karte Angabe des belegten Programmspeichers auf dem RAM Angabe des belegten Programmspeichers auf dem NV-RAM Anzeige der beim Übersetzen der AWL aufgetretenen Programmierfehler 0 = nein 1 = ja Größe der Anweisungsliste Merker und Parameter von Funktionsbausteinen Speicher für ausfallsichere Merker Syntax, Logik, Adressierung falsch Überschreitung der Grenzen für Anwenderprogrammgröße, Zykluszeit, Speicherzellen SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 209

210 Service Ausgaben in der Diagnosemaske Beispiel: Zykluszeit auf 20 ms eingestellt Programm laeuft Zykluszeit (PLC_CYCLETIME): 20 ms Aktuelle Durchlaufzeit (PLC_PROCESSINGTIME): 7 ms Maximale Durchlaufzeit: 8 ms Singledurchlauf (PLC_SINGLE): Bytes von Bytes Code verwendet 35 Bytes von 1024 Bytes RAM verwendet 0 Bytes von 256 Bytes ausfallssicheres RAM verwendet Fehler beim Compilieren: E00: kein Fehler Beispiel: Zykluszeiterhöhung durch das System Programm laeuft Zykluszeit (PLC_CYCLETIME): 45 ms Aktuelle Durchlaufzeit (PLC_PROCESSINGTIME): 15 ms Maximale Durchlaufzeit: 19 ms Singledurchlauf (PLC_SINGLE): Bytes von Bytes Code verwendet 35 Bytes von 1024 Bytes RAM verwendet 0 Bytes von 256 Bytes ausfallssicheres RAM verwendet Fehler beim Compilieren: E00: kein Fehler In dem Beispiel hat die Durchlaufzeit fünfmal hintereinander 50% von der programmierten Zykluszeit (20 ms) überschritten und daher hat das System die Zykluszeit auf 30 ms erhöht. Nachdem wiederum fünfmal hintereinander 50% von 30 ms überschritten wurden (max. Durchlaufzeit 19 ms) hat das System die Zykluszeit erneut um 50% erhöht (30ms + 50% = 45 ms). 210 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

211 Service 6.5 Umgang bei Wartung der Hardware Allgemeines zum Austausch von Modulen Warnung Bei Modulen welche mit Spannungen >60 V arbeiten (z.b.: DI-6101, DO-6212) ist darauf zu achten, dass an den Peripheriesteckern ausschließlich im spannungslosen Zustand hantiert werden darf. Der Grund liegt darin, dass beim Ziehen des oberen Peripheriesteckers unter Spannung die externe Spannung durch den noch gesteckten unteren Peripheriestecker zugeführt werden kann. Die nun frei zugängigen Pins des oberen Peripheriesteckers würden nun die externe Spannung führen. Warnung Das Stecken und Ziehen von Modulen ist nur im spannungslosen Zustand erlaubt, das bedeutet, dass die Spannungsversorgung zum Stromversorgungsmodul und zur Peripherie unterbrochen sein muss. Detaillierte Hinweise zur Montage von Modulen finden Sie im Abschnitt 1.3.4, Ein- und Ausbau von Modulen. Zum Tausch eines Moduls wird weder für die Hardware noch für die Software ein Werkzeug benötigt: die Klemmen können ohne Werkzeug gelöst werden das Modul kann ohne Werkzeug von der Hutschiene gelöst werden zum Auswerfen der SIM-Karte wird ein Kugelschreiber oder Bleistift benötigt die Anwenderdaten (Parameter und AWL) befinden sich ausfallsicher auf der SIM-Karte Unabhängig vom Firmware-Code werden folgende Informationen im SICAM MIC spannungsausfallsicher abgelegt: Parameter Initialisierung bei Fertigung Behandlung während Laufzeit EEPROM SIM-Karte EEPROM SIM-Karte Fernwirkparameter Anwenderprogramm x *) x x MAC-Adresse Betriebsstundenzähler Sach- und Seriennummer des Moduls *) ausfallsichere Merker x x x SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 211

212 Service Austausch des Steuerkopfmodules Beim Austausch des Steuerkopfmodules kann die SIM-Karte herausgezogen und in das neue Steuerkopfmodul eingesteckt werden. Es gehen keine Projektdaten (Parameter und Anwenderprogramm) verloren. Bei Umstieg auf einen anderen Modultyp (z.b. CP-6020 auf CP-6040) muss die Bestückung durch Parametrierung offline entsprechend angepasst werden. Vorsicht Wird die SIM-Karte in ein anderes Steuerkopfmodul gesteckt, dann wird im Hochlauf der Inhalt des Dezentralen Archivs (DEAR) auf der SIM-Karte gelöscht und eine Fehlermeldung in die History Diagnose eingetragen Austausch der SIM-Karte Wo sich die SIM-Karte befindet und wie sie gezogen oder gesteckt wird, ist im Abschnitt 3.4, SIM-Karte beschrieben. Neue SIM-Karten können bei Siemens bestellt werden (siehe SICAM MIC Systembeschreibung, Anhang "Systembestandteile", Abschnitt "Zubehör"). Vorsicht Die SIM-Karte soll nur im spannungslosen Steuerkopfmodul gezogen oder gesteckt werden. Der Inhalt einer SIM-Karte kann ungültig werden wenn sie während eines laufenden Schreibvorgangs entfernt wird. Der Inhalt der SIM-Karte muss gegebenenfalls gelöscht und wieder neu beschrieben werden. Nach dem Stecken der SIM-Karte ist ein Hochlauf des Systems durchzuführen. Während des Betriebes von SICAM MIC erfolgt kein Zugriff auf die SIM-Karte durch das System. Deshalb wird kein Fehler gemeldet wenn beispielsweise die SIM-Karte gezogen wird. Im Betrieb greift das System erst durch Bedienhandlungen wie Parameter laden, SPS Code laden oder durch Anwahl der Testmaske (Anzeige der AWL) auf die SIM-Karte zu. Bei jedem Hochlauf von SICAM MIC greift das System auf die SIM-Karte zu und überprüft sie. Folgende Probleme mit der SIM-Karte können auftreten: SIM-Karte nicht lesbar Die rote ER-LED wird angesteuert. Ist die IP-Adresse nicht mehr lesbar, dann kann nicht mehr mittels Webbrowser auf die betreffende Station zugegriffen werden. Daten auf der SIM-Karte sind fehlerhaft Das System erkennt einen Prüfsummenfehler. In diesem Fall wird die SIM-Karte mit voreingestellten Parametern überschrieben. Das trifft auch zu wenn eine neue SIM-Karte in das Steuerkopfmodul gesteckt wird (keine Unterscheidung zwischen fehlerhaften Daten oder neuer SIM-Karte). Folgende Fehlermeldungen weisen auf Probleme mit der SIM-Karte hin: SIM nicht verfügbar (SIM-Karte nicht vorhanden oder nicht lesbar) SIM Checksumfehler SPS stillgesetzt (Prüfung des Speicherbereichs für Parameter und temporäre Daten bei Hochlauf) 212 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

213 Service Gesamte SIM-Karte lesen und schreiben Um die Parametrierung und das Anwenderprogramm einer Unterstation vollständig sichern oder auch duplizieren zu können, bietet WEBmic die beiden Funktionen SIM-Kartenleser Lese gesamte SIM Karte (Image) und SIM-Kartenleser Schreibe gesamte SIM Karte (Image) Inhalt der SIM-Karte löschen Zum Löschen des Inhalts der SIM-Karte stecken Sie sie in ein am Projektierungs-PC installiertes Lese-/Schreibgerät. Wählen Sie im Pop-up-Menü von WEBmic die Funktion SIM-Kartenleser Loesche gesamte SIM Karte und klicken Sie auf OK. Der Inhalt der SIM-Karte wird gelöscht. Wie Sie ein Projekt-Backup auf eine SIM-Karte schreiben ist im Abschnitt , Parameter sichern und laden (offline) und im Abschnitt , Parameter sichern und laden (online) beschrieben Austausch eines I/O-Modules Bei Austausch eines I/O Modules durch den gleichen Modultyp ist keine erneute Parametrierung erforderlich. Die bereits auf der SIM-Karte gespeicherten Parameter werden automatisch auf das neue Modul angewendet Entfernung eines I/O-Modules Ein entferntes oder ausgefallenes I/O Modul wird online von SICAM MIC erkannt und auf der Bedienoberfläche (Diagnose Uebersicht und Diagnose History Diagnose) gemeldet. Soll ein I/O Modul nachträglich entfernt werden, dann muss dies offline parametriert werden, ansonsten meldet SICAM MIC das Modul als fehlerhaft Hinzufügen eines I/O-Modules Ein neues I/O Modul kann hinzugefügt werden, ohne dass eine Parametrierung erforderlich ist. Das System erkennt das neue Modul bei Hochlauf automatisch, versieht es mit den voreingestellten Werten und zeigt es online im Menübaum der Bedienoberfläche an. Das bedeutet, wenn bei einem I/O Modul nur Parameter mit voreingestellten Werten verwendet werden, kann das System auch ohne Bedienoberfläche erweitert werden. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 213

214 Service 6.6 Firmware-Update Ein Firmware Update in SICAM MIC kann ausschließlich mit dem Programm FLASHmic durchgeführt werden Mechanische Verbindung mit dem Zielsystem herstellen Für die Durchführung eines Firmware Update benötigen Sie folgende Konfiguration: PC mit FLASHmic Verbindung mit dem Steuerkopfmodul (seriell oder Ethernet) Hinweis Eine serielle Verbindung über Modem wird nicht unterstützt. Eine Verbindung über Ethernet wird ab FLASHmic bzw. CPC60 Revision nicht mehr unterstützt! Lokal seriell FLASHmic Flash-Loader Nullmodemkabel TF Steuerkopfmodul Ethernet Ethernet TCP/IP Standard-Patchkabel FLASHmic Flash-Loader Steuerkopfmodul 214 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

215 Service Firmware laden Für das Laden der Firmware über Ethernet muss eine lauffähige Firmware im Zielsystem vorhanden sein. Wenn die Datei FLASHmic.exe am PC gespeichert ist und Sie den PC mit dem Steuerkopfelement verbunden haben können Sie mit dem Firmware Update beginnen. Klicken (Doppelklicken) Sie im Windows Explorer auf die Datei FLASHmic.exe um den Ladevorgang zu starten. Klicken Sie OK um den Splash Screen zu schließen. Wählen Sie die Sprache in der der Firmware Update erfolgen soll und fahren Sie mit Weiter fort. Wählen Sie die gewünschte Schnittstelle und starten Sie mit Weiter den Firmware Update. Bei Auswahl der Ethernet-Schnittstelle müssen Sie zusätzlich die IP-Adresse eingeben. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 215

216 Service FLASHmic beginnt nun mit den Prüfungen der Verbindung und der Hardware des Zielsystems. Erst wenn FLASHmic alle Prüfungen mit OK bestätigt hat beginnt der eigentliche Ladevorgang. Die Dauer des Ladevorgangs ist abhängig von der physikalischen Verbindung. Bei Betrieb über Ethernet wird die Laufzeit von der Anzahl der aktiven Teilnehmer und vom Umfang des Datenverkehrs am Bus beeinflusst. Der Ladevorgang ist fehlerfrei beendet, wenn die Meldung Ueberpruefe Firmware... OK erscheint. Klicken Sie anschließend auf Weiter und Fertig um FLASHmic zu beenden. 216 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

217 Service Fehler beim Laden der Firmware Beim Laden der Firmware ins Flash-PROM wird dieses völlig neu beschrieben. Für eine einwandfreie Funktion des Steuerkopfelements ist es daher unbedingt erforderlich, dass dieser Vorgang fehlerfrei abläuft. Falls FLASHmic den Ladevorgang mit der Meldung Fehler beendet, klicken Sie auf den Knopf Abbruch. Starten Sie danach FLASHmic neu und versuchen Sie den Ladevorgang erneut durchzuführen. Tritt wiederum ein Fehler auf, ist das Steuerkopfelement nicht mehr funktionstüchtig; überprüfen Sie die LED-Anzeige. Folgende Situationen führen dazu, dass das Steuerkopfelement nicht mehr funktionstüchtig ist: Spannungsausfall während der Ladevorgang läuft Abbruch von FLASHmic durch den Anwender während der Ladevorgang läuft Ausfall (Defekt, Shutdown) des PC Abbruch des Anwenderprogramms wegen Hardware-Fehler Abbruch oder zu lange andauernde Störung der Kommunikationsverbindung zwischen PC und SICAM MIC Hinweis Ein nicht mehr funktionstüchtiges Steuerkopfelement erkennt man, wenn nach einem Hochlauf von SICAM MIC die gelbe RDY-LED und die rote ER-LED am Steuerkopfelement nicht leuchten. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte an das Customer Support Center. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 217

218 Service 218 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

219 7 Parametrieranleitung Inhalt 7.1 Systemeinstellung Zeiteinstellung Kommunikation Bestückung Prozessperipherie Dezentrales Archiv Automatisierung SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 219

220 Parametrieranleitung 7.1 Systemeinstellung Die nachstehende Tabelle zeigt jene Parameter und Einstellmöglichkeiten, die für das ganze Steuerkopfelement wirksam sind. Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Gemeinsame Adresse der ASDU (CASDU) voreingestellt; Regions- und Komponentennummer zusammen CASDU entspricht der Regionsnummer CASDU entspricht der Komponentennummer CASDU - ergibt sich aus CASDU1 und CASDU2 Kunde 18 Zeichen Kundenname Anlage 18 Zeichen Anlagenname Stationsname 18 Zeichen Stationsname Eigene IP Adresse 32 bit IP Adresse IP Adresse des seriellen PPP-Adapters (SICAM MIC); voreingestellt Remote IP Adresse (wenn automatisch) 32 bit IP Adresse Zugewiesene IP-Adresse des PPP-Adapters der Gegenstelle (Projektierungs-PC); voreingestellt Eigene MAC Adresse 1) fix Die fixe "Hardware"-Adresse des Ethernetadapters Eigene IP Adresse 1) 32 bit IP Adresse IP Adresse des Ethernetadapters; voreingestellt Subnetmaske 1) 32 bit Subnetmaske Subnetmaske für die Klassifizierung der IP Adresse; voreingestellt (nicht verwendet) Interface 1) Default Gateway (Router) 1) Altes Administrator Passwort Neues Administrator Passwort Neues Administrator Passwort Halbduplex Vollduplex Vollduplexeinstellung wird oft benötigt, wenn SICAM MIC über Glasfaserkonverter abgesetzt wird; Halbduplex voreingestellt 32 bit IP Adresse IP Adresse des Default Routers; voreingestellt (nicht verwendet) 8 Zeichen altes Login Passwort für das Administrator- Profil 8 Zeichen neues Login Passwort für das Administrator- Profil 8 Zeichen Bestätigung Passwort für das Administrator- Profil Altes Guest Passwort 8 Zeichen altes Login Passwort für das Gast-Profil Neues Guest Passwort 8 Zeichen neues Login Passwort für das Gast-Profil Neues Guest Passwort 8 Zeichen Bestätigung Passwort für das Gast-Profil Verwendung des D01 Ausganges Fehlertelegramm freigeben 2) Ausgang 3) Stoerkontakt 4) Watchdog 5) selektiert nicht selektiert Ausgabetyp am Steuerkopfelement (Ausgang voreingestellt) Fehlertelegramm freigegeben Fehlertelegramm nicht freigegeben (voreingestellt) Regionsnummer 2) Regionsnummer für Ax Fehlertelegramm Komponentennummer 2) Komponentennummer für Ax Fehlertelegramm 220 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

221 Parametrieranleitung Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Stoerung 0 255/0 255/ /0/0 voreingestellt (0/0/0 = nicht verwendet); Typ der Fehlermeldung (Einzelmeldung) Ausfall 0 255/0 255/ /0/0 voreingestellt (0/0/0 = nicht verwendet); Typ der Fehlermeldung (Einzelmeldung) Fernsteuerung über WEB freigeben Kompatibilitaetsmode des SICAM MIC Erfassungsraster der TM Module IEC /104 Übertragungsursache ACTCON (7), ACTTERM (10) selektiert nicht selektiert Ax Mode SK Mode 10 ms 2.5 ms ACTCON (7) und ACTTERM (10) senden ACTCON (7) und ACTTERM (10) nicht senden freigeben (voreingestellt) nicht freigeben Details siehe Protokollkonfiguration Abtastung der I/O Module durch das Steuerkopfelement wenn Befehlsbestätigung und Befehlsende nicht verwendet werden, dann werden alle Befehle und Sollwerte zur AWL wie Meldungen behandelt (Eintrag im Ring "zeitfolgerichtig" anstatt Ring "zeitfolgerichtig global") 1) diese Parameter existieren nur für CP ) diese Parameter existieren nur im Ax Mode 3) der Ausgang kann nur über das Anwenderprogramm gesteuert werden 4) der Störkontakt ist geöffnet (logisch "0") wenn die Error-LED leuchtet 5) der Watchdogkontakt ist geöffnet (logisch "0") wenn das Steuerkopfelement ausfällt SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 221

222 Parametrieranleitung 7.2 Zeiteinstellung Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Sommer Winterzeitoffset 0 60 min 60 min voreingestellt; 0=keine Umschaltung Umschaltregel für Sommerzeit Letzter vorletzter drittletzter viertletzter fünftletzter erster zweiter dritter vierter fünfter Sommerzeitbeginn je nach Nation oder Bundesstaat verschieden gilt eine Umschaltregel, die entweder positiv zählend oder negativ zählend definiert ist Beispiel: letzter Sonntag im März um 2:00 Uhr Wochentag für Sommerzeit Montag Sonntag Sommerzeitbeginn (+) Monat für Sommerzeit Jänner Dezember Sommerzeitbeginn (+) Stunde für Sommerzeit 0 23 Sommerzeibeginn (+) Minute für Sommerzeit 0 59 Sommerzeitbeginn (+) Umschaltregel für Winterzeit letzter vorletzter drittletzter viertletzter fünftletzter erster zweiter dritter vierter fünfter Winterzeitbeginn je nach Nation oder Bundesstaat verschieden gilt eine Umschaltregel, die entweder positiv zählend oder negativ zählend definiert ist Beispiel: letzter Sonntag im Oktober um 3:00 Uhr Wochentag für Winterzeit Montag Sonntag Winterzeitbeginn (-) Monat für Winterzeit Jänner Dezember Winterzeitbeginn (-) Stunde für Winterzeit 0 23 Winterzeitbeginn (-) Minute für Winterzeit 0 59 Winterzeitbeginn (-) Uhrzeitsynchronisierung Die interne Uhr des Steuerkopfelements kann abhängig von der verwendeten Kommunikationsart über die Ferne gestellt und synchronisiert werden. Dazu unterstützt SICAM MIC den Uhrzeitsynchronisierbefehl (Typkennung 103) ohne Laufzeitkorrektur das "Simple Network Time Protocol" (SNTP) bei Kommunikation über Ethernet LAN und Internet GPRS (Ax, nur CP-6040) das Stellen von Datum und Uhrzeit vom Anwender online. Ein serielles Zeitsetzen und Uhrzeitsynchronisierung durch Minutenimpuls sind nicht möglich. SICAM MIC kann nicht als Uhrzeitmaster verwendet werden. Hinweis Falls SICAM MIC nicht zeitgesetzt ist werden alle Daten mit Relativzeit (beginnend mit ) übertragen, und die Zeit wird als ungültig markiert. In diesem Modus erfolgt keine automatische Sommer- Winterzeitumschaltung. 222 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

223 Parametrieranleitung 7.3 Kommunikation Protokollkonfiguration SICAM MIC stellt für die Datenübertragung verschiedene Übertragungsverfahren zur Verfügung, für die jeweils verschiedene Übertragungseinrichtungen und Einstellungen gelten. Kompatibilitaetsmode Ax Mode SK Mode Protokoll IEC Gemeinschaftsverkehr (seriell) IEC Wählverkehr (seriell) IEC (Ethernet, LAN) IEC (Internet, GPRS) keine Kommunikation Gemeinschaftsverkehr (PCBMxx) Stafettenbetrieb (Gegenstelle: SKSZxx) SK Mode Zur Ankopplung von SICAM MIC an bestehende Netze mit SK 1703 sind 2 kompatible Protokolle implementiert: SKSU41 PCBS09 SICAM MIC kann somit im Gemeinschaftsverkehr mit SK 1703 oder AK 1703 Zentralen mit den Protokollen SKSZ40 und PCBM09 betrieben werden. Damit ist auch eine Mischung von SK 1703, MK 1703, µk 1703 und Ax 1703 in bestehenden Gemeinschaftsverkehrslinien möglich. Die folgenden Einschränkungen gelten für die Verwendung des SK Mode: Keine Echtzeitstempelung Keine Fernwartung möglich Keine Ferndiagnose möglich Die Satzanzahl ist fix voreingestellt auf 1 Die Zuordnung der Datenart zu der Datenformatkennung ist fix (wie bei MK 1703 und µk 1703) SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 223

224 Parametrieranleitung Übertragungseinrichtungen Gemeinschaftsverkehr (Ax, SK) und Stafettenbetrieb (SK) Die folgenden Übertragungseinrichtungen und Übertragungsraten sind auswählbar: Übertragungseinrichtung Modem für "4-Draht Übertragungsleitung" (CE-0700) Modem für "2-Draht Übertragungsleitung" (CE-0700) Modem für "4-Draht Übertragungsleitung" (CE-0701) Modem für "2-Draht Übertragungsleitung" (CE-0701) Modem fuer "2-Draht Übertragungsleitung" (CE-0701) verzögert DLC Modem (CE-0740, CE-0741) 1) Betriebsart Übertragungsrate RS /200/300/600/ V 2) RS /200/300/600/ V 2) RS /200/300/600/1200/ V 2) RS /200/300/600/1200/ V 2) RS /200/300/600/1200/ V 2) RS / ) DMS (Ringkonfiguration) RS /150/200/300/600/1200/2400/ 4800/ 9600/19200 DMS (Ringkonfiguration AE mit CE-0701 abgesetzt) RS /1200/ V 3) Direktverbindung RS /150/200/300/600/1200/2400/ 4800/ 9600/19200 Funk Digital RS /2400/4800/9600/ ) Funk Analog RS /600/1200/2400/4800 4) CM-0827 optisch 1) RS /2400/4800/9600/ V 3) 1) nur im Ax Mode unterstützt 2) intern über 9-poligen D-SUB Stecker des Steuerkopfmoduls oder extern (selektierbar) 3) intern über 9-poligen D-SUB Stecker des Steuerkopfmoduls (fix) 4) extern zu versorgen gem. Angaben des Herstellers Spannungsversorgung - 4) Hinweis Bei Kommunikation über CE-070x und interner Versorgung ist ein spezielles Verbindungskabel erforderlich. Über dieses Y-Kabel wird das Modem auch mit Spannung versorgt. Bestellinformationen zu Zubehör befinden sich in der SICAM MIC Systembeschreibung, Anhang Bestellinformationen, Abschnitt Zubehör. 224 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

225 Parametrieranleitung Zeiteinstellungen der Übertragungseinrichtungen Die folgende Tabelle zeigt die Zeiteinstellungen der einzelnen Übertragungseinrichtungen. Diese können in der SICAM MIC Konfiguration nicht geändert werden. Übertragungseinrichtung RTS fix t p t v t n t dis DCD t prell t stab t dauer t verz Modem fuer "4-Draht Uebertragungsleitung" (CE-0700) Modem fuer "2-Draht Uebertragungsleitung" (CE-0700) Modem fuer "4-Draht Uebertragungsleitung" (CE-0701) Modem fuer "2-Draht Uebertragungsleitung" (CE-0701) Modem fuer "2-Draht Uebertragungsleitung" (CE-0701) verzoegert nein nein nein ja nein nein nein ja nein ja CM-0827 optisch nein nein DLC Modem nein nein DMS (Ringkonfiguration) nein nein DMS (Ringkonfiguration AE mit CE-0701 abgesetzt) nein ja Direktverbindung ja nein Funk Digital nein ja Funk Analog nein ja Zeitangaben in Millisekunden t p t v t n t sperr t prell t stab t dauer t verz Pausenzeit vor Sendeteil einschalten Vor einer Telgrammaussendung wird vor dem Einschalten des Sendepegels (RTS) die eingestellte Pausenzeit (tp) eingehalten Vorlaufzeit nach RTS ON Nach dem Einschalten des Sendepegels (RTS) wird die Telegrammaussendung nach Ablauf der Vorlaufzeit (tv) gestartet Nachlaufzeit Nach Ende der Telegrammaussendung wird der Sendepegel (RTS) erst nach Ablauf der Nachlaufzeit (tn) ausgeschaltet Sperrzeit Zur Vermeidung von Schnittstellenstörungen besteht die Möglichkeit nach Empfang eines Telegramms den Receiver für eine parametrierbare Zeit zu deaktivieren Prellunterdrückungszeit Bei Änderung des DCD-Eingangs aus einem stabilen Zustand (aktiv/inaktiv)wird die Prellunterdrückungszeit gestartet Stabilitätsüberwachungszeit Nach Ablauf der Prellüberwachungszeit wird die Stabilitätsüberwachnungszeit gestartet. Der "neue" DCD- Zustand wird erst nach Ablauf der Stabilitätsüberwachnungszeit für die Telegrammsynchronisation herangezogen Dauerpegelüberwachungszeit Dient zur Erkennung eines "Dauerpegels" auf der Leitung (mögliche Ursachen sind zum Beispiel: defekte Übertragungseinrichtung, Störpe gel). Die Zeit wird bei der 1. Flanke (inaktiv -> aktiv) am DCD-Eingang gestartet und bei gehendem DCD-Eingang (aktiv -> inaktiv) nach Ablauf der Prellunterdrückungs- und der Stabilitätsüberwachungszeit wieder gestoppt. Bei Erkennung eines Dauerpegels wird eine Störung signalisiert Sendeverzögerungszeit Eine Telegrammaussendung wird bei "aktivem DCD-Eingang" spätestens nach Ablauf der Sendeverzögerungszeit gestartet Hinweis Die Zeitwerte für t p, t v und t verz werden für die Berechnung der Quittungserwartungszeit verwendet! SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 225

226 Parametrieranleitung Die folgende Grafik zeigt einen Datenübertragungsvorgang aus der Sicht des Senders. RTS t sperr t prell DCD t verz TXD tp tv tn t prell RXD Wählverkehr (Ax) Die folgenden Übertragungseinrichtungen und Übertragungsraten sind auswählbar: Übertragungseinrichtung Typ Übertragungsrate Spannungsversorgung Coherent Eurocom 24 Analog VDC 2) Westermo TD-32 1) Analog ) Westermo TD-35 1) Westermo TD-36 Westermo TDW-33 Analog ) Kabelmetall LGM 64k 1) ISDN 4800/9600/ ) Westermo ID-90 Westermo IDW-90 Siemens M20 Siemens TC35 1) Cinterion MC52iT Falcom A2 Wavecom WMOD2 (transparent) 5) Siemens M20 Siemens TC35 1) Cinterion MC52iT Falcom A2 Wavecom WMOD2 (nicht transparent) 5) ISDN 4800/9600/ ) GSM VDC 3) GSM VDC 3) Insys GSM 4.1 GSM ) Sepura Terminal TETRA 4800/9600/19200/ ) 1) Produkt abgekündigt 2) intern über 9-poligen D-SUB Stecker des Steuerkopfmoduls (fix) 3) intern über 9-poligen D-SUB Stecker des Steuerkopfmoduls oder extern (selektierbar) 4) extern zu versorgen gem. Angaben des Herstellers 5) transparent: AT+CBST=7,0,0; nicht transparent (Modus für Schweiz): AT+CBST =7,0,1 Hinweis Bei Kommunikation über TC35 oder MC52iT und interner Versorgung ist ein spezielles Verbindungskabel erforderlich. Über dieses Y-Kabel wird das Modem auch mit Spannung versorgt. Bestellinformationen zu Zubehör befinden sich in der SICAM MIC Systembeschreibung, Anhang Bestellinformationen, Abschnitt Zubehör. 226 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

227 Parametrieranleitung Einstellungen der Übertragungseinrichtungen Die folgende Tabelle zeigt die Einstellungen der einzelnen Übertragungseinrichtungen. Diese können in der SICAM MIC Konfiguration nicht geändert werden. Parameter Coherent Eurocom24 Siemens M20, TC35 Westermo TD-36 Westermo IDW-90 Sepura Terminal Insys GSM 4.1 Kommando Mode Anzahl Datenbits Anzahl Stopbits Parity None None None None None Endezeichen <CR><LF> <CR><LF> <CR><LF> <CR><LF> <CR> Telegrammende Daten Mode Anzahl Datenbits Anzahl Stopbits Parity None None None None None Endezeichen <CR><LF> <CR><LF> <CR><LF> <CR><LF> <CR> Endezeichen ASCII Mode CRC Generatorpolynom Verbindungsaufbau (Verfahren) Modemmeldungen auswerten Automatische Rufannahme durch Modem Rufannahme bei Rufannahmeverzögerung Verbindungsaufbau über Kommando Fluchtsequenz bei AT-Hayes senden DCD bei AT-Hayes verwenden Ja Ja Ja Ja Ja AT-Hayes AT-Hayes AT-Hayes AT-Hayes AT-Hayes ETSI Nein Ja Nein Nein Ja Nein Nein Nein Nein Nein Ja Ja Ja Ja Ja Nein Nein Nein Nein Ja Nein Nein Nein Nein Ja Ja Ja Ja Ja Ja SMS Neben der Kommunikation im Systemverbund bietet der Wählverkehr zusätzlich die Möglichkeit für bis zu 8 Meldungen ein SMS zu versenden. Dabei werden die oben genannten Modems unterstützt. Für jede der 8 Einzel- oder Doppelmeldungen kann definiert werden, ob bei Auftreten der kommenden, gehenden, oder kommenden und gehenden Flanke der Meldung ein Anreiz für ein SMS erzeugt wird. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 227

228 Parametrieranleitung Analog-Modem Für das SMS-Versenden über eine analoge Telefonleitung wird eine Verbindung zu einem Telefonprovider aufgebaut. Dafür ist ein kostenpflichtiger Mehrwertdienst erforderlich. Nachdem die Verbindung zu einem Telefonprovider aufgebaut wurde, wird über das TAP- Protokoll die SMS-Nachricht versendet. Kommt es zu keinem Verbindungsaufbau, wird nach einer fixen Pause von einer Minute ein neuerlicher Verbindungsaufbau durchgeführt. Hinweis Das UCP-Protokoll wird nicht unterstützt. GSM-Modem Für das Versenden von SMS wird der vom Modem unterstützte AT-Hayes Befehlssatz verwendet. Wird eine Meldung erzeugt, die sowohl zur Zentrale als auch als SMS verteilt werden soll, dann erfolgt zuerst immer der Aufbau zur Zentrale, und danach wird die SMS versendet. Für den Anreiz einer SMS kann sowohl eine Einzelmeldung, als auch eine Doppelmeldung verwendet werden, wobei unterschieden werden kann, wann eine SMS-Meldung generiert werden soll (Festlegung der Parameter "IOA1, 2, 3" sowie das zugehörige Pull-down-Menü). Die Telefonnummer zu welcher das SMS gesendet werden soll ist einstellbar. Aufbau einer SMS: Anlagenname Stationsname Textbezeichnung der Meldung Zustand der Meldung Auftrittszeitpunkt IOA des Datenpunkts (wenn parametriert) OFF, ON, 0-0 (= Differenzstellung), 1-1 (= Störstellung) Tag : Monat : Jahr : Stunde : Minute : Sekunde : Millisekunde Ethernet LAN (Ax, nur CP-6040) Das Protokoll IEC ist ein Übertragungsprotokoll auf OSI-Schicht 5-7 für die Kommunikation zwischen Leitsystemen oder zwischen Zentralstationen und Unterstationen. Für OSI-Schicht 3+4 wird das TCP/IP Protokoll eingesetzt. Im Gegensatz zu dem Protokoll IEC , das Verbindungen über serielle Schnittstellen aufbaut, ermöglicht die IEC Schnittstelle die Kommunikation über Netzwerke (Local Area Network "LAN" und Wide Area Network "WAN"). Dabei können handelsübliche Netzwerkomponenten wie Switches und Router verwendet werden. Das IEC Protokoll verwendet ein signalorientiertes Datenmodell. Jedes Telegramm repräsentiert einen Datenpunkt, wie zum Beispiel einen Messwert, einen Sollwert oder einen Befehl. Dabei wird dieses Telegramm über eine Adresse und einen Datentyp definiert. Die Adresse legt dann fest um welches Signal es sich handelt, wobei Sender und Empfänger die Bedeutung der Adresse kennen müssen. Für die Übertragung von Daten wird zwischen 2 beteiligten Stationen eine "TCP Verbindung" aufgebaut. Eine Station kann zu verschiedenen Stationen eine unabhängige Verbindung aufbauen. Jede Station ist gleichberechtigt und kann spontan eine Datenübertragung durchführen. 228 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

229 Parametrieranleitung Allgemeine Funktionen Kommunikation einer Station mit einer oder mehreren Gegenstellen (IEC ) LAN/WAN-Kommunikation über Ethernet TCP/IP gemäß IEC Unterstützte Funktionalität entsprechend Dokument SICAM RTUs Interoperabilität IEC /104 Erfassen von Ereignissen (Übertragen sendebereiter Daten) Generalabfrage, Unterstationsabfrage Uhrzeitsynchronisation SNTP (Simple Network Time Protocol) bis zu 4 unterschiedliche SNTP-Server können abgefragt werden (Redundanz) zyklisch, im Sekundenraster einstellbar, selbst adaptierend Befehlsübertragung Überwachung der maximalen Transportzeit in Befehlsrichtung (Befehl zu spät empfangen) Zählwertübertragung Funktionen zur Unterstützung redundanter Kommunikationswege Vom Steuerkopfelement und/oder vom Protokollelement verwaltete redundante Verbindungen (gemäß IEC Edition 2.0) controlling station controlled station Synchrone redundante Verbindungen Internet, GPRS (Ax, nur CP-6040) Kommunikation über GPRS ist eine Erweiterung von GSM. Die Unterstation und die Zentrale sind jeweils über einen Router und Firewall mit einem Mobilfunknetz verbunden. Der Router in der Zentrale stellt die Verbindung zum jeweiligen Netzprovider über das Internet her. Jede Unterstation baut einen VPN-Tunnel zur Fernwirkzentrale auf. Das virtuelle private Netzwerk erlaubt es, eine gesicherte und verschlüsselte Verbindung über ein unsicheres Netzwerk herzustellen. Die spontane Datenübertragung über den VPN-Tunnel erfolgt mittels Ethernet TCP/IP und dem genormten Netzwerkprotokoll IEC Übertragungseinrichtung Übertragungsrate Spannungsversorgung Wavecom M1206B-ON Fastrack Modem GSM, GPRS Klasse 10 automatisch; download max kbit/s, upload max kbit/s *) Cisco Router 1711-VPN/K9 VPN/Security Package 10/100 Mbit/s *) *) extern zu versorgen gem. Angaben des Herstellers Hinweis Für die Kommunikation über GPRS ist ein zusätzliches Verbindungskabel erforderlich. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 229

230 Parametrieranleitung Telegrammeinstellungen (Ax) Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Maximale Laenge (Bytes) Telegrammlänge; 100 voreingestellt, 0 = keine Kettung (1 Element pro Telegramm) Gestoertmarkierung NT Bit/IV Bit intern wird immer das NT Bit verwendet Linkadresse 1) Stationsnummer; 1 voreingestellt Byteanzahl Linkadresse 1) 1 Byte/2 Byte 1 Byte voreingestellt Byteanzahl CASDU 1) 1 Byte/2 Byte IEC (1 Byte KompNr. und 1 Byte RegNr.); 2 Byte voreingestellt Byteanzahl der IOA 1) 1 Byte/2 Byte / 3 Byte IEC (beschreibt die DP Adresse); 3 Byte voreingestellt Byteanzahl COT 1) 1 Byte/2 Byte Bei 2 Byte ist das 2. Byte ist immer 0 Byteanzahl Zeitinformat. 1) 3 Byte/7 Byte Länge Zeitstempel der Informationsobjekte Melderichtung Einzelmeldung Doppelmeldung Messwert normalisiert Messwert skaliert Messwert Gleitkommazahl Zaehlwert TI 1: ohne Zeit TI 30: mit Zeit TI 3: ohne Zeit TI 31: mit Zeit TI 9: ohne Zeit TI 34: mit Zeit Initialisierungsende TI 70 2) Befehlsrichtung TI 11: ohne Zeit TI 35: mit Zeit TI 13: ohne Zeit TI 36: mit Zeit TI 15: ohne Zeit TI 37: mit Zeit Einzelmeldung TI 1 TI 2 TI 30 2) Einzelbefehl TI 45 TI 58 2) Doppelbefehl TI 46 TI 59 2) Sollwertstellbefehl normalisiert TI 48 TI 61 2) Sollwertstellbefehl skaliert TI 49 TI 62 2) Sollwertstellbefehl Gleitkomma TI 50 TI 63 2) Generalabfragebefehl TI 100 2) Zaehlerabfragebefehl TI 101 2) Uhrzeitsynchronisation TI 103 2) Pruefbefehl TI 104 TI 107 2) ohne Echtzeit mit 7 Byte Echtzeit ohne Echtzeit mit 7 Byte Echtzeit ohne Echtzeit mit 7 Byte Echtzeit ohne Echtzeit mit 7 Byte Echtzeit ohne Echtzeit mit 7 Byte Echtzeit ohne Echtzeit mit 7 Byte Echtzeit ohne Echtzeit mit 3 Byte Echtzeit mit 7 Byte Echtzeit ohne Echtzeit mit 7 Byte Echtzeit ohne Echtzeit mit 7 Byte Echtzeit ohne Echtzeit mit 7 Byte Echtzeit ohne Echtzeit mit 7 Byte Echtzeit ohne Echtzeit mit 7 Byte Echtzeit mit 7 Byte Echtzeit 1) gilt nur bei Gemeinschaftsverkehr und Wählverkehr 2) fest voreingestellt 230 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

231 Parametrieranleitung Telegrammeinstellungen (SK) Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Stationsnummer 0 99 Adressumsetzung SK 1703 Quellkomponentennummer Datenart Quellbaugruppennummer SICAM MIC CASDU2 = 255 Stationsnummer MOD 20 = 1 Quellwertnummer IOA1 (<= 31) Bitnummer Datentyp IOA2 IOA3 (= 0) Bitnummer Einzelmeldung 0, 1, 2, 15 Doppelmeldung 0, 2, 4, 14 Einzelbefehl 0, 1, 2, 15 Melderichtung siehe "Melderichtung", "Befehlsrichtung" SICAM MIC Typ TI SK 1703 Typ Datenart DFK Einzelmeldung 1 16 Einzelmeldungen NEZ 8 03 Doppelmeldung 3 8 Doppelmeldungen MG/MA NEZ Messwert normalisiert 9 11 Bit Binaerwert + VZ NEZ 2 10 Messwert skaliert Bit Binaerwert + VZ NEZ 3 20 Messwert Gleitkomma Bit Gleitkommawert NEZ Zaehlwert Bit Binaerwert + VZ NEZ 4 30 Befehlsrichtung SICAM MIC Typ TI SK 1703 Typ Datenart DFK Einzelmeldung 1 16 Einzelmeldungen NEZ 8 03 Einzelbefehl 45 1 Einzelbefehl NEZ Sollwertstellbefehl normalisiert Bit Binaerwert + VZ NEZ 2 10 Sollwertstellbefehl skaliert Bit Binaerwert + VZ NEZ 3 20 Sollwertstellbefehl Gleitkomma Bit Gleitkommawert NEZ Generalabfragebefehl 100 Systemtelegramm 0 05 Zaehlerabfragebefehl 101 Systemtelegramm 0 05 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 231

232 Parametrieranleitung Protokolleinstellungen Gemeinschaftsverkehr (Ax) Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Spannungsversorgung Modem 1) intern extern intern = Versorgung eines externen Modems erfolgt durch PS-66xx (voreingestellt), extern = Fremdversorgung Funkkreiskennung Identifikation des Funkkreises; 0 voreingestellt (nicht verwendet) Staffetenbetrieb ja nein Kommunikation über Zwischenstationen; "nein" voreingestellt Aufruftimeout s Testaufruf für Überprüfung der Verbindung; 3 min voreingestellt DLC Frequenzband 2) khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s khz bit/s 1) gilt nur bei Übertragungseinrichtung CE-0700 oder CE ) gilt nur für das DLC-Modem Modulationsverfahren des DLC Modems 232 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

233 Parametrieranleitung Gemeinschaftsverkehr (SK) Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Spannungsversorgung Modem *) Packung fuer Broadcast Telegramme vom Master intern extern ungepackt gepackt Retryanzahl voreingestellt intern = Versorgung eines externen Modems erfolgt durch PS-66xx (voreingestellt), extern = Fremdversorgung im Master muss fuer SICAM MIC "ungepackt" parametriert werden; ist im Master für eine andere Station "gepackt" parametriert, muss hier die Option auf "gepackt" gestellt werden; "ungepackt" voreingestellt Aufruftimeout s Testaufruf zwecks Überprüfung der Verbindung; 180 s voreingestellt Komponentennummer in Senderichtung Komponentennummer in Empfangsrichtung nicht vorhanden vorhanden nicht vorhanden vorhanden *) gilt nur bei Übertragungseinrichtung CE-0700 oder CE-0701 gibt an ob eine Komponentennummer in Senderichtung beigefügt wird; "nicht vorhanden" voreingestellt gibt an ob eine Komponentennummer in Empfangsrichtung beigefügt wird; "vorhanden" voreingestellt Stafettenbetrieb (SK) Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Spannungsversorgung Modem *) intern extern intern = Versorgung eines externen Modems erfolgt durch PS-66xx (voreingestellt), extern = Fremdversorgung Funkkreiskennung Identifikation des Funkreises; 0 voreingestellt (nicht verwendet) Staffetenbetrieb ja/nein Kommunikation über Zwischenstationen; "nein" voreingestellt Aufruftimeout s Testaufruf zur Überprüfung der Verbindung; 3 min voreingestellt Komponentennummer in Senderichtung Komponentennummer in Empfangsrichtung nicht vorhanden vorhanden nicht vorhanden vorhanden *) gilt nur bei Übertragungseinrichtung CE-0700 oder CE-0701 gibt an ob eine Komponentennummer in Senderichtung beigefügt wird; "nicht vorhanden" voreingestellt gibt an ob eine Komponentennummer in Empfangsrichtung beigefügt wird; "vorhanden" voreingestellt SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 233

234 Parametrieranleitung Wählverkehr (Ax) Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung PIN 2) 4) Pin-Code des GSM Modems; voreingestellt (nicht verwendet) Leitungsmodulation 2) V.32 V.110 B-Kanal Protokoll 3) V.110 X.75 Eigene Telefonnummer 3) Spannungsversorgung Modem 2) Redundander Betrieb zu 2 Zentralen 18 Ziffern intern extern selektiert nicht selektiert intern = Versorgung eines externen Modems erfolgt durch PS-66xx (voreingestellt), extern = Fremdversorgung Hauptnummer 18 Ziffern Telefonnummer der Zentrale Fallbacknummer 1 18 Ziffern Ausweichnummer wenn Hauptnr. nicht erreichbar Fallbacknummer 2 18 Ziffern Ausweichnummer wenn Hauptnr. nicht erreichbar Fallbacknummer 3 18 Ziffern Ausweichnummer wenn Hauptnr. nicht erreichbar Loginpasswort 8 Zeichen Einwahlpasswort: auch in der Zentrale setzen; "SAT TEST" voreingestellt Anzahl der Wahlversuche Anzahl der gesamten Wählversuche; 5 voreingestellt Wahlpause ms Zeitabstand zwischen den Wahlversuchen; 60 s voreingestellt Ueberwachungsraster Uhrzeit der Ueberwachung (Stunde) Spontaner Verbindungsaufbau Rufannahmeverzoegerung 1) Telefonprovider 1) Telefonanschluss ueber Nebenstelle 1) täglich jeden Montag jeden Dienstag jeden Mittwoch jeden Donnerstag jeden Freitag jeden Samstag jeden Sonntag keine Überwachung 00 (Stunde) 00 (Minute) : : 23 (Stunde) 59 (Minute) bei Klasse 1 Daten keiner Wochentag an dem ein Prüfanruf gemacht wird; "täglich" voreingestellt Uhrzeit an dem ein Prüfanruf gemacht wird; 08:00 voreingestellt 0 20 s das Modem antwortet erst wenn der Anruf nicht innerhalb dieser Zeit durch ein parallel geschaltetes Telefon angenommen wird; 0 s voreingestellt A1 SMS (Oesterreich) D1-Alpha Service (Deutschland) E-plus SMS (Deutschland) one2one (England) Telepage private (Schweiz) selektiert nicht selektiert SMS: unterstütze Anbieter zum Senden; für das SMS-Versenden über eine analoge Telefonleitung wird eine Verbindung zu einem Telefonprovider aufgebaut SMS: legt fest ob das Modem an einer Nebenstelle einer Telefonanlage betrieben wird; "nicht selektiert" voreingestellt 234 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

235 Parametrieranleitung Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Laendervorwahl senden 1) selektiert nicht selektiert SMS: legt fest ob die Ländervorwahl mitgesendet werden soll; "nicht selektiert" voreingestellt Telefonnummer 1) 2) 18 Ziffern SMS: Telefonnummer des Empfängers bei IOA1,2,3 1) 2) 0 255/0 255/0 255 SMS: Adresse des zu meldenden Datenpunkts; 0/0/0 voreingestellt 1) 2) und Änderung kommender Flanke gehender Flanke SMS: legt fest wann der jeweilige Datenpunkt (Ereignis) gesendet werden soll; "kommende Flanke" voreingestellt bei IOA1,2,3 1) 2) 0 255/0 255/0 255 SMS: Adresse des zu meldenden Datenpunkts; 0/0/0 voreingestellt 1) 2) und Änderung kommender Flanke gehender Flanke SMS: legt fest wann der jeweilige Datenpunkt (Ereignis) gesendet werden soll; "kommende Flanke" voreingestellt bei IOA1,2,3 1) 2) 0 255/0 255/0 255 SMS: Adresse des zu meldenden Datenpunkts; 0/0/0 voreingestellt 1) 2) und Änderung kommender Flanke gehender Flanke SMS: legt fest wann der jeweilige Datenpunkt (Ereignis) gesendet werden soll; "kommende Flanke" voreingestellt bei IOA1,2,3 1) 2) 0 255/0 255/0 255 SMS: Adresse des zu meldenden Datenpunkts; 0/0/0 voreingestellt 1) 2) und Änderung kommender Flanke gehender Flanke SMS: legt fest wann der jeweilige Datenpunkt (Ereignis) gesendet werden soll; "kommende Flanke" voreingestellt bei IOA1,2,3 1) 2) 0 255/0 255/0 255 SMS: Adresse des zu meldenden Datenpunkts; 0/0/0 voreingestellt 1) 2) und Änderung kommender Flanke gehender Flanke SMS: legt fest wann der jeweilige Datenpunkt (Ereignis) gesendet werden soll; "kommende Flanke" voreingestellt bei IOA1,2,3 1) 2) 0 255/0 255/0 255 SMS: Adresse des zu meldenden Datenpunkts; 0/0/0 voreingestellt 1) 2) und Änderung kommender Flanke gehender Flanke SMS: legt fest wann der jeweilige Datenpunkt (Ereignis) gesendet werden soll; "kommende Flanke" voreingestellt bei IOA1,2,3 1) 2) 0 255/0 255/0 255 SMS: Adresse des zu meldenden Datenpunkts; 0/0/0 voreingestellt 1) 2) und Änderung kommender Flanke gehender Flanke SMS: legt fest wann der jeweilige Datenpunkt (Ereignis) gesendet werden soll; "kommende Flanke" voreingestellt bei IOA1,2,3 1) 2) 0 255/0 255/0 255 SMS: Adresse des zu meldenden Datenpunkts; 0/0/0 voreingestellt 1) 2) und Änderung kommender Flanke gehender Flanke 1) gilt nur für Coherent Eurocom 24, Westermo TD-36 2) gilt nur für Siemens M20/Siemens TC35/Falcom A2/Wavecom WMOD2 3) gilt nur für Westermo IDW-90 4) gilt nur für Insys GSM 4.1 SMS: legt fest wann der jeweilige Datenpunkt (Ereignis) gesendet werden soll; "kommende Flanke" voreingestellt Der Verbindungsaufbau erfolgt spontan bei Änderung eines Datenpunkts (Klasse 1 Daten) oder bei Anforderung eines Datenpunkts von der Steuerzentrale (Klasse 2 Daten). Bei Messwerten der Klasse 1 erfolgt der Verbindungsaufbau bei Erreichen einer parametrierbaren Schwelle. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 235

236 Parametrieranleitung Ethernet LAN und Internet GPRS (Ax, nur CP-6040) Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Eigene MAC Adresse fix Hardware-Adresse des Ethernetadapters Eigene IP Adresse 32 bit IP Adresse des Ethernetadapters; voreingestellt Subnetmask 32 bit dient für die Klassifizierung der IP Adresse; voreingestellt (nicht verwendet) Default Gateway (Router) Interface Gegenstelle 1 IP Adresse SICAM MIC Mode fuer Gegenstelle 1 Gegenstelle 2 IP Adresse SICAM MIC Mode fuer Gegenstelle 2 Gegenstelle 3 IP Adresse SICAM MIC Mode fuer Gegenstelle 3 Gegenstelle 4 IP Adresse SICAM MIC Mode fuer Gegenstelle 4 32 bit IP Adresse des Default Routers; voreingestellt (nicht verwendet) Halbduplex Vollduplex Vollduplexverfahren ist üblicherweise erforderlich wenn SICAM MIC über Glasfaserkonverter abgesetzt ist; Halbduplex voreingestellt 32 bit IP Adresse IP Adresse der IEC Gegenstelle; voreingestellt (nicht verwendet) Controlling Controlled Spezifikation ob Unterstation oder Zentrale; "controlling" voreingestellt 32 bit IP Adresse IP Adresse der IEC Gegenstelle; voreingestellt (nicht verwendet) Controlling Controlled Spezifikation ob Unterstation oder Zentrale; "controlling" voreingestellt 32 bit IP Adresse IP Adresse der IEC Gegenstelle; voreingestellt (nicht verwendet) Controlling Controlled Spezifikation ob Unterstation oder Zentrale; "controlling" voreingestellt 32 bit IP Adresse IP Adresse der IEC Gegenstelle; voreingestellt (nicht verwendet) Controlling Controlled Spezifikation ob Unterstation oder Zentrale; "controlling" voreingestellt Zykluszeit min Uhrzeitsynchronisierung: 0 = nicht verwendet; "1" voreingestellt NTP 1 IP Adresse 1) 32 bit IP Adresse IP Adresse des NTP Server 1 zur Uhrzeitsynchronisierung NTP 2 IP Adresse 1) 32 bit IP Adresse IP Adresse des NTP Server 2 zur Uhrzeitsynchronisierung NTP 3 IP Adresse 1) 32 bit IP Adresse IP Adresse des NTP Server 3 zur Uhrzeitsynchronisierung NTP 4 IP Adresse 1) 32 bit IP Adresse IP Adresse des NTP Server 4 zur Uhrzeitsynchronisierung Ueberwachungszeit s 0 = keine Überwachung Timeout bis Ringe loeschen min h bei Kommunikationsausfall werden nach Ablauf dieser Zeit alle Ringe gelöscht, und alle DO abgesteuert Verbindungsaufbau (t0) s max. Zeit für das Zustandekommen einer Verbindung; 30 s voreingestellt Send, Test APDUs (t1) s Quittungserwartungszeit (des Senders); 15 voreingestellt Quittung bei keine Daten (t2) s max. Zeit bis zum Senden einer Quittung (vom Empfänger aus), auch wenn keine Daten anstehen; 10 voreingestellt 236 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

237 Parametrieranleitung Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Testframes (t3) s wenn keine Daten geschickt wird startet diese Zeit und die Verbindung wird überprüft; 20 voreingestellt Max. unquittierte AP- DUs (k) Anzahl APDUs bis Quittung (w) Quittungserwartungszeit (ACK) 2) Telegrammwiederholungen 2) Paketgroesse (MSS) fuer http Verzoegerung Daten senden (StartDT ACT) freigeben 12 fix Anzahl Sendetelegramme bis eine Quittung erwartet wird 8 fix Anzahl Empfangstelegramme nach der eine Quittung gesendet wird s wird mit jeder Wiederholung eines Telegrammes verdoppelt, Maximalzeit jeder Wiederholung: 20 s; 2 s voreingestellt s voreingestellt Bytes 1460 voreingestellt selektiert nicht selektiert bis alle Connections aufgebaut sind, max. 3 Minuten 1) ein Voting wird bei 3-facher Zykluszeit durchgeführt, minimale Votingzeit sind 60 Minuten 2) gilt nur für Internet GPRS; die Quittungserwartungszeit Hinweis Für die Kommunikationsart "Internet GPRS" muss der Parameter SICAM MIC Mode auf controlling gesetzt werden, und die eigentliche Zentrale auf controlled. Dies gewährleistet dass SICAM MIC nur bei Bedarf (ereignisgesteuert) eine Verbindung aktiv aufbaut Einstellungen wenn keine Kommunikation ausgewählt ist Wenn für SICAM MIC keine Kommunikation eingestellt ist, besteht dennoch die Möglichkeit SMS zu versenden. Die Funktion ist in diesem Fall nur mit GSM-fähigen Übertragungseinrichtungen möglich. Die Einstellungen für die Übertragungseinrichtungen zum versenden von SMS sind im Abschnitt Telegrammeinstellungen (Ax) (relevante Parameter für GSM-Modem) beschrieben. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 237

238 Parametrieranleitung Behandlung bei Kommunikationsausfall Die Ringlängen für Klasse 1 Daten und Klasse 2 Daten sind jeweils 200 Einzeltelegramme. Messwerte werden zustandsverdichtet. CON und TERM Telegramme werden nur dann in die jeweiligen Ringe für Klasse 1 Daten und Klasse 2 Daten eingetragen, wenn eine Rückmeldeüberwachung parametriert ist. Ansonsten werden sie in einen Ring eingetragen der 10 Telegramme aufnehmen kann. Bei Kommunikationsart Gemeinschaftsverkehr werden, abhängig vom einstellbaren "Aufruftimeout", nach Erkennen des Aufrufs TIO alle Ringe gelöscht. Bei Kommunikationsart Wählverkehr werden nach Erkennen einer Kommunikationsstörung keine Daten verworfen. Sollte eine Meldung zur Aussendung anstehen, wird laufend versucht die Verbindung zum Master aufzubauen. Bei Kommunikationsart Ethernet/Internet im Modus "Controlling" wird sofort ein Verbindungsfehler gemeldet wenn eine parametrierte Verbindung ausfällt. Im Modus "Controlled" wird bei Ausfall aller parametrierten Verbindungen das einstellbare "Timeout bis Ringe loeschen" gestartet. Erfolgt bis zum Ablauf der Zeit kein Verbindungsaufbau, werden alle Ringe gelöscht und ein Verbindungsfehler gemeldet. Warnung Nach Ablauf der Überwachungszeit werden zusätzlich alle Digitalausgänge (DO) abgesteuert. 238 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

239 Parametrieranleitung 7.4 Bestückung In der nachstehenden Tabelle sind die Bestückungsmöglichkeiten für Steuerkopfelement und I/O-Module dargestellt. Parameter Auswahl Bedeutung/Anmerkung PS PS-6630 Stromversorgung mit höherer EMV PS-6632 Stromversorgung mit höherer EMV MCU CP-6020 Steuerkopfelement CP-6040 Steuerkopfelement mit Ethernet-Schnittstelle IOM 0 IOM 7 nicht verwendet kein I/O Modul bestückt DI-6100 DI-6101 DI-6102 DI-6103 DI-6104 DO-6200 DO-6212 DO-6220 DO-6221 DO-6230 AI-6300 AI-6307 AI-6308 AI-6310 AO-6380 Meldungs-/Zählwerterfassung Meldungs-/Zählwerterfassung Meldungs-/Zählwerterfassung Meldungs-/Zählwerterfassung Meldungs-/Zählwerterfassung Meldungs-/Befehlsausgabe über Transistor Befehlsausgabe über Relais Befehlsausgabe Basismodul Befehlsausgabe Basismodul mit Messung Befehlsausgabe Relaismodul Strom-/Spannungserfassung Strom-/Spannungserfassung Strom-/Spannungserfassung Temperaturerfassung Strom-/Spannungsausgabe TE-6420 Drehzahlerfassung TE-6460 Steuerung Mastschalter in OLA *) *) nicht Gegenstand dieses Handbuchs Hinweis Beachten Sie bitte die Bestückungsregeln, die festgelegt sind in der SICAM MIC Systembeschreibung, Kapitel Systemübersicht, Abschnitt Architektur I/O-Module. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 239

240 Parametrieranleitung 7.5 Prozessperipherie Das virtuelle Peripherieelement (integriert am Steuerkopfelement) erbringt die Funktionen zur Erfassung, Aufbereitung und Ausgabe von Prozessdaten über die lokale Peripherie des Steuerkopfmoduls I/O-Module Beschreibung Modul Signaltyp Erfassung *) Einzelmeldungserfassung Doppelmeldungserfassung Zählwerterfassung Einzelmeldungsausgabe Einzelbefehlsausgabe Doppelbefehlsausgabe Stromerfassung Spannungserfassung Temperaturerfassung CP-6020 CP-6040 DI-6100 DI-6101 DI-6102 DI-6103 DI-6104 CP-6020 CP-6040 DO-6200 DO-6212 CP-6020 CP-6040 DO-6200 DO-6212 DO-6220 DO-6221 DO-6230 AI-6300 AI-6307 AI-6308 AI-6310 digitale Eingänge digitale Ausgänge digitale Ausgänge analoge Eingänge Stromausgabe AO-6380 analoge Ausgänge Spannungsausgabe Drehzahlerfassung TE-6420 digitale Impulseingänge Frequenzerfassung 10/2,5 ms 10/2,5 ms 10/2,5 ms *) bezieht sich auf die Erfassung des I/O-Moduls über den TM-Bus durch das Steuerkopfelement 240 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

241 Parametrieranleitung Adressierung der Informationsobjekte Die Informationsobjekte werden über die Stations-Identifikation (CASDU) und die Informationsobjekt-Adresse (IOA) adressiert. Die CASDU ergibt sich durch Parametrierung von CASDU1 und CASDU2 (jeweils 1 Oktett). Die IOA kann ebenfalls frei parametriert werden. Sie besteht aus 3 Oktetten (IOA1 = Oktett 1, IOA2 = Oktett 2, IOA3 = Oktett 3). Jedem Datenpunkt kann so eine beliebige, eindeutige Adresse zugewiesen werden. Vergabe der IOA algorithmisch Wird die IOA nicht frei parametriert, so folgt die Nummerierung dem folgenden Schema: Nr. Beschreibung IOA-Adressbereich 0 Steuerkopf I/O-Modul Nr I/O-Modul Nr I/O-Modul Nr I/O-Modul Nr I/O-Modul Nr I/O-Modul Nr I/O-Modul Nr I/O-Modul Nr Adressbereich reserviert für Fremdprotokoll Senderichtung 10 Adressbereich reserviert für Fremdprotokoll Empfangsrichtung Reserviert für TE-6460 Modul Nr. 0/ Reserviert für TE-6460 Modul Nr. 2/ Reserviert für TE-6460 Modul Nr. 4/ Reserviert für TE-6460 Modul Nr. 6/ Systeminterne Meldungen SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 241

242 Parametrieranleitung Einzelmeldungserfassung Erfassung, Verarbeitung und Zeitstempelung von Einzelmeldungen über digitale Eingänge. Die Einzelmeldungserfassung umfasst folgende Funktionen: Freigabe/Sperre Erfassung Inversion Telegrammweitergabe Freigabe/Sperre Die Einzelmeldungserfassung kann in der Konfiguration der Kontakte des betreffenden I/O Moduls freigegeben oder gesperrt werden (gilt auch für Steuerkopf I/O). Die Freigabe erfolgt datenpunktweise durch Zuweisung der Information "Einzelmeldung" und einer eindeutigen Informationsobjektadresse zu einem Hardware-Pin. Die Sperre erfolgt durch Zuweisung "nicht verwendet". Während der Sperre wird die Erfassung unterbunden. Fehlermarkierungen werden gelöscht Erfassung Das Erfassungsraster für die digitalen Eingänge ist 1 ms oder 10 ms (abhängig vom eingesetzten I/O Modul). Die Verarbeitung der digitalen Eingänge zu Einzelmeldungen erfolgt bei I/O Modulen im parametrierten "Erfassungsraster für TM-Module" (Systemeinstellung), bei Steuerkopf I/Os direkt. Die Parameter für die Verarbeitungsfunktionen können in den Einstellungen des I/O Moduls eingegeben werden Inversion Der Aktivzustand des Eingangs (Arbeitsstrom/Ruhestrom) kann durch Parametrierung geändert werden. 242 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

243 Parametrieranleitung Telegrammweitergabe Die Weitergabe der Einzelmeldung erfolgt spontan bei Änderung oder auf Anforderung. Das Telegramm ist zeitgestempelt (Auflösung 1 ms oder 10 ms je nach eingesetztem I/O Modul). Das Format ist durch Parametrierung einstellbar. Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104. Datenpunkt Qualitätskennung BL blocked SB substituted NT not topical IV..invalid Übertragungsursache 02 Hintergrundabfrage 03 spontan 05 abgerufen 11 Rückmeldung durch Fernbefehl 12 Rückmeldung durch örtlichen Befehl 20 abgefragt durch GA 21 abgefragt durch Abfrage der Gruppe 1 : 36 abgefragt durch Abfrage der Gruppe 16 T..Test Bemerkung nicht unterstützt nicht unterstützt vom Steuerkopfelement bei Ausfall des Peripherieelements nachgebildet nicht unterstützt Bemerkung nicht unterstützt bei Änderung des Informationszustandes oder bei Änderung der Datenpunkt Qualitätskennung nicht unterstützt Fernbefehl örtlicher Befehl nach Erhalt einer GA-Anforderung oder automatisch (nach Hochlauf, Parameteränderung etc.) nicht unterstützt nicht unterstützt Informationsobjekte Die Einzelmeldungserfassung unterstützt nur Datenformate im kompatiblen Bereich der IEC Das Format der Einzelmeldungen in Melderichtung wird in der Konfiguration des Protokolles festgelegt. Folgende Typkennungen gelten für die Einzelmeldung: Beschreibung Typkennung Datentyp Bytes Zeitinformation Einzelmeldung mit Zeit 30 BOOL 7 Byte Einzelmeldung mit Zeit 2 BOOL 3 Byte Einzelmeldung ohne Zeit 1 BOOL - SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 243

244 Parametrieranleitung Konfiguration der Kontakte Die Zuordnung der Einzelmeldungen zu den Binäreingängen erfolgt datenpunktweise. Einzelmeldungen können jeweils einem beliebigen Binäreingang zugeordnet werden. Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Pin DP Typ IN D00 : IN D05 IN D06 IN D07 IN D10 : IN D17 Einzelmeldung Doppelmeldung Zählwert nicht verwendet fix belegter digitaler Eingang am Steuerkopfelement oder I/O Modul fix belegter digitaler Eingang am I/O Modul fix belegter digitaler Eingang am I/O Modul automatisch berechnet anhand Bestückung Auswahl Einzelmeldung; "Einzelmeldung" voreingestellt je Eingang je Eingang IOA1/IOA2/IOA /0 255/0 255 beliebige IOA je Eingang Einstellungen Folgende Parameter können für die Verarbeitung der Einzelmeldungen eingestellt werden: Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Klasse 1 Daten selektiert nicht selektiert "selektiert" = Klasse 1 (voreingestellt) 1) "nicht selektiert" = Klasse 2 2) je Eingang Inversion selektiert nicht selektiert Signalzustand invertieren Signalzustand nicht invertieren (voreingestellt) je Eingang 1) Datenpunkte der Klasse 1 werden mit höherer Priorität als Datenpunkte der Klasse 2 an die Zentrale übertragen 2) Wählverkehr: Verbindungsaufbau und Übertragung der Datenpunkte unabhängig von einer Änderung nur auf Anforderung von der Zentrale 244 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

245 Parametrieranleitung Doppelmeldungserfassung Erfassung, Verarbeitung und Zeitstempelung von Doppelmeldungen über digitale Eingänge. Die Doppelmeldungserfassung umfasst folgende Funktionen: Freigabe/Sperre Erfassung Inversion Überwachung auf Differenz- und Störstellung Telegrammweitergabe Freigabe/Sperre Die Doppelmeldungserfassung kann in der Konfiguration der Kontakte des betreffenden I/O Moduls freigegeben oder gesperrt werden (gilt auch für Steuerkopf I/O). Die Freigabe erfolgt datenpunktweise durch Zuweisung der Information "Doppelmeldung" und einer eindeutigen Informationsobjektadresse zu einem Hardware-Pin. Die Sperre erfolgt durch Zuweisung "nicht verwendet". Während der Sperre wird die Erfassung unterbunden. Fehlermarkierungen werden gelöscht Erfassung Das Erfassungsraster für die digitalen Eingänge ist 1 ms oder 10 ms (abhängig vom eingesetzten I/O Modul). Die Verarbeitung der digitalen Eingänge zu Doppelmeldungen erfolgt bei I/O Modulen im parametrierten "Erfassungsraster für TM-Module" (Systemeinstellung), bei Steuerkopf I/Os direkt. Die Parameter für die Verarbeitungsfunktionen können in den Einstellungen des I/O Moduls eingegeben werden. Die beiden Meldungsbits einer Doppelmeldung müssen innerhalb eines Halbnibbels liegen. Bei der Beschaltung der digitalen Eingänge ist folgende Belegung einzuhalten: AUS-Information am niederwertigen Bit EIN-Information am höherwertigen Bit Inversion Der Aktivzustand des Eingangs (Arbeitsstrom/Ruhestrom) kann durch Parametrierung geändert werden. Die Inversion kann für beide Kontakte (AUS und EIN) getrennt eingestellt werden Überwachung auf Differenz- und Störstellung Die Weitergabe einer Differenzstellung (weder EIN- noch AUS-Meldung steht an) wird eine parametrierbare Zeit lang verhindert. Auch die Weitergabe einer Störstellung (sowohl EINund AUS-Meldung steht an) wird eine fixe Zeit lang verhindert. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 245

246 Parametrieranleitung Telegrammweitergabe Die Weitergabe der Doppelmeldung erfolgt spontan bei Änderung oder auf Anforderung. Das Telegramm ist zeitgestempelt (Auflösung 1 ms oder 10 ms je nach eingesetztem I/O Modul). Das Format ist durch Parametrierung einstellbar. Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104. Datenpunkt Qualitätskennung BL blocked SB substituted NT not topical IV..invalid Übertragungsursache 02 Hintergrundabfrage 03 spontan 05 abgerufen 11 Rückmeldung durch Fernbefehl 12 Rückmeldung durch örtlichen Befehl 20 abgefragt durch GA 21 abgefragt durch Abfrage der Gruppe 1 : 36 abgefragt durch Abfrage der Gruppe 16 T..Test Bemerkung nicht unterstützt nicht unterstützt vom Steuerkopfelement bei Ausfall des Peripherieelements nachgebildet nicht unterstützt Bemerkung nicht unterstützt bei Änderung des Informationszustandes oder bei Änderung der Datenpunkt Qualitätskennung nicht unterstützt Fernbefehl örtlicher Befehl nach Erhalt einer GA-Anforderung oder automatisch (z.b. nach Hochlauf, Parameteränderung etc.) nicht unterstützt nicht unterstützt 246 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

247 Parametrieranleitung Informationsobjekte Die Doppelmeldungserfassung unterstützt nur Datenformate im kompatiblen Bereich der IEC Das Format der Doppelmeldungen in Melderichtung wird in der Konfiguration des Protokolles vorgenommen. Folgende Typkennungen gelten für die Doppelmeldung: Beschreibung Typkennung Datentyp Bytes Zeitinformation Doppelmeldung mit Zeit 31 BOOL 7 Byte Doppelmeldung mit Zeit 4 BOOL 3 Byte Doppelmeldung ohne Zeit 3 BOOL Konfiguration der Kontakte Die Zuordnung der Doppelmeldungen zu den Binäreingängen erfolgt datenpunktweise. Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Pin DP Typ IN D00 (AUS) IN D01 (EIN) IN D02 (AUS) IN D03 (EIN) IN D04 (AUS) IN D05 (EIN) IN D06 (AUS) IN D07 (EIN) IN D10 (AUS) IN D11 (EIN) IN D12 (AUS) IN D13 (EIN) IN D14 (AUS) IN D15 (EIN) IN D16 (AUS) IN D17 (EIN) Einzelmeldung Doppelmeldung Zählwert nicht verwendet fix belegtes digitales Eingangspaar am Steuerkopfelement oder am I/O Modul fix belegtes digitales Eingangspaar am Steuerkopfelement oder am I/O Modul fix belegtes digitales Eingangspaar am Steuerkopfelement oder am I/O Modul fix belegtes digitales Eingangspaar am I/O Modul fix belegtes digitales Eingangspaar am I/O Modul fix belegtes digitales Eingangspaar am I/O Modul fix belegtes digitales Eingangspaar am I/O Modul fix belegtes digitales Eingangspaar am I/O Modul automatisch berechnet anhand Bestückung Auswahl Doppelmeldung; "Einzelmeldung" voreingestellt je Eingang je 2 aufeinander folgende Eingänge IOA1/IOA2/IOA /0 255/0 255 beliebige IOA je Doppelmeldung SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 247

248 Parametrieranleitung Einstellungen Folgende Parameter können für die Verarbeitung der Doppelmeldungen eingestellt werden: Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Störstellungsunterdrückungszeit Klasse 1 Daten Inversion IN Dxx (AUS) Inversion IN Dyy (EIN) für diesen Eingang Differenzstellungsunterdrückungszeit fix 500 ms voreingestellt je I/O Modul selektiert nicht selektiert selektiert nicht selektiert selektiert nicht selektiert "selektiert" = Klasse 1 (voreingestellt) 1) "nicht selektiert" = Klasse 2 2) Signalzustand invertieren Signalzustand nicht invertieren (voreingestellt) Signalzustand invertieren Signalzustand nicht invertieren (voreingestellt) je 2 aufeinander folgende Eingänge für diesen Eingang s 5 s voreingestellt je 2 aufeinander folgende Eingänge 1) Datenpunkte der Klasse 1 werden mit höherer Priorität als Datenpunkte der Klasse 2 an die Zentrale übertragen 2) Wählverkehr: Verbindungsaufbau und Übertragung der Datenpunkte unabhängig von einer Änderung nur auf Anforderung von der Zentrale 248 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

249 Parametrieranleitung Zählimpulserfassung Erfassung, Verarbeitung und Zeitstempelung von Zählwerten über digitale Eingänge. Die Zählimpulserfassung umfasst folgende Funktionen: Freigabe/Sperre Erfassung Inversion Impulszählung Zählerstandsbildung Zählwertbildung Zählerabfrage Intervallsteuerung Telegrammweitergabe Freigabe/Sperre Die Zählimpulserfassung kann in der Konfiguration der Kontakte des betreffenden I/O Moduls freigegeben oder gesperrt werden (gilt auch für Steuerkopf I/O). Die Freigabe erfolgt datenpunktweise durch Zuweisung der Information "Zählwert" und einer eindeutigen Informationsobjektadresse zu einem Hardware-Pin. Die Sperre erfolgt durch Zuweisung "nicht verwendet". Während der Sperre wird die Erfassung unterbunden und der Zählerstand eingefroren. Fehlermarkierungen werden gelöscht. Wird der Impulszähler wieder freigegeben, dann setzt er auf dem alten Zählerstand auf Erfassung Das Erfassungsraster für die digitalen Eingänge ist 1 ms oder 10 ms (abhängig vom eingesetzten I/O Modul). Die Verarbeitung der digitalen Eingänge zu Zählwerten erfolgt bei I/O Modulen im parametrierten "Erfassungsraster für TM-Module" (Systemeinstellung), bei Steuerkopf I/Os direkt. Die Parameter für die Verarbeitungsfunktionen können in den Einstellungen des I/O Moduls eingegeben werden Inversion Der Aktivzustand des Eingangs (Arbeitsstrom/Ruhestrom) kann durch Parametrierung geändert werden. Durch die Inversion wird die fallende statt der steigenden Flanke gezählt. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 249

250 Parametrieranleitung Impulszählung Der Impulszähler wird mit jeder steigenden Flanke des Zählimpulses am binären Eingang inkrementiert. Bei eingeschalteter Inversion wird der Impulszähler mit der fallenden Flanke inkrementiert. Nach Hochlauf des Steuerkopfelements beginnt der Stand des Impulszählers mit dem Wert Zählerstandsbildung Der Zählerstand wird durch Bewertung des Impulszählers gebildet (Zählerstand = Anzahl Zählimpulse). Der Wertebereich des Zählwerts ist mit dem Parameter Ueberlauf bei einstellbar Zählwertbildung Umspeichern und Übertragen Zu definierten Umspeicherzeitpunkten wrrd durch einen Umspeicheranreiz der zu übertragenden Zählwert gebildet. Daraus ergibt sich der folgende Typ von Zählwert-Fertigwert: Umgespeicherter Absolutwert Laufender Absolutwert des Zählers zum Zeitpunkt des letzten Umspeicheranreizes. Dies entspricht der Anforderung "Zähler umspeichern ohne rücksetzen" gemäß der Norm IEC /104. Zählerstand laufender Absolutwert umgespeicherter Zeit Absolutwert n+1 umgespeicherter Absolutwert n Umspeicherzeitpunkte Zeit 250 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

251 Parametrieranleitung Die Quelle für den Umspeicheranreiz ist gleich der Quelle für den Übertragungsanreiz. Jeder Zählwert kann für die Abfrage mit dem Parameter "IEC Gruppe (RQT)" einer Zählergruppe zugeordnet werden: Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe Zählerabfrage Die Weitergabe des ausgewählten Zählwertes als spontanes Informationsobjekt "Zählwert" erfolgt durch einen Übertragungsanreiz. Dieser Übertragungsanreiz kann gleichzeitig oder auch getrennt vom Umspeicheranreiz erfolgen Intervallsteuerung Eine Intervallsteuerung ermöglicht das selbständige Umspeichern und Übertragen eines Zählwerts, ohne externe Anreize durch eine periodische Information von der Steuer- und Regelfunktion oder durch ein spontanes Informationsobjekt "Zählerabfrage". Die Intervallsteuerung generiert den Umspeicher- und Übertragungsanreiz. Das Intervall ist für jeden Zählwert in Minuten einstellbar (Parameter "Umspeichern oder Abfrage") und wird auf die volle Stunde synchronisiert Zählwertübertragung Die Weitergabe der umgespeicherten Zählerstände erfolgt entweder spontan oder durch eine Zählerabfrage. Dazu unterstützt SICAM MIC Modus A und Modus C gemäß IEC /104. Der Modus kann mit dem Parameter "Umspeichern oder Abfrage" gewählt werden: Modus A: Lokales Umspeichern und spontanes Übertragen. Das Intervall der spontanen Aussendung kann eingestellt werden. Modus C: Umspeichern durch eine Zählerabfrage und Übertragen durch eine weitere Zählerabfrage. Die Bedingung eines Zählerabfragebefehls kann eingestellt werden. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 251

252 Parametrieranleitung Telegrammweitergabe Die Weitergabe des Zählwertes erfolgt spontan oder auf Anforderung. Die spontane Telegrammweitergabe wird durch die Intervallsteuerung angeregt. Das Telegramm ist zeitgestempelt (Auflösung 10 ms). Das Format ist durch Parametrierung einstellbar. Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104. Datenpunkt Qualitätskennung Sequenznummer CY Übertrag CA Voreinstellung IV..invalid Übertragungsursache 03 spontan 37 abgefragt durch allg. Zählerabfrage 38 abgefragt durch Abfrage der ZählerGruppe 1 : 41 abgefragt durch Abfrage der Zählergruppe 4 T Test Bemerkung mit jedem Umspeicheranreiz für eine Gruppe wird die Sequenznummer im Bereich von 1 31 erhöht bei Überlauf des Zählwertes in der zugehörigen Zählperiode nicht unterstützt Zählerfassung über binäre Eingänge Ausfall der Erfassungsbaugruppe (Peripherieelement ohne µp- Unterstützung) Bemerkung abgefragte Zählerstände bei einem Übertragungsanreiz durch: Intervallsteuerung Zählerabfragetelegramm inklusive Umspeicheranreiz Zählerabfragetelegramm ohne Umspeicheranreiz für alle Gruppen Zählerabfragetelegramm ohne Umspeicheranreiz für abgefragte Gruppe nicht unterstützt Spontaner Telegrammempfang Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104. Datenpunkt Qualitätskennung QCC Kennung Zählerabfrage Übertragungsursache 06 Aktivierung T Test Bemerkung siehe nachstehende Tabelle Bemerkung muss gesetzt sein nicht bewertet 252 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

253 Parametrieranleitung Kennung Zählerabfrage QCC FRZ RQT *) Bedeutung Übertragung selektiver Gruppe 1 4 Übertragung aller Gruppen (1 4) Umspeichern selektiver Gruppe 1 4 Umspeichern aller Gruppen (1 4) Umspeichern mit Rücksetzen selektiver Gruppe 1 4 Umspeichern mit Rücksetzen aller Gruppen (1 4) Rücksetzen selektiver Gruppe 1 4 Rücksetzen aller Gruppen (1 4) *) 0 31 öffentlicher Bereich privater Bereich Informationsobjekte Die Zählimpulserfassung unterstützt nur Datenformate im kompatiblen Bereich der IEC Das Format der Zählwerte wird in der Konfiguration des Protokolles vorgenommen. Folgende Typkennungen gelten für den Zählwert: Beschreibung Typkennung Datentyp Bytes Zeitinformation Zählwert mit Zeit 37 DINT 7 Byte Zählwert mit Zeit 16 DINT 3 Byte Zählwert ohne Zeit 15 DINT - Zählerabfragebefehl 101 DINT Konfiguration der Kontakte Die Zuordnung der Impulszähler zu den Binäreingängen erfolgt datenpunktweise. Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Pin IN D00 : IN D05 fix belegter digitaler Eingang am Steuerkopfelement oder I/O Modul IN D06 IN D07 IN D10 : IN D17 fix belegter digitaler Eingang am I/O Modul fix belegter digitaler Eingang am I/O Modul DP automatisch gem. Bestückung je Eingang Typ Einzelmeldung Doppelmeldung Zählwert nicht verwendet Auswahl Zählwert; "Einzelmeldung" voreingestellt je Eingang IOA1/IOA2/IOA /0 255/0 255 beliebige IOA je Eingang SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 253

254 Parametrieranleitung Einstellungen Folgende Parameter können für die Verarbeitung der Zählimpulse eingestellt werden: Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Klasse 1 Daten Inversion Ueberlauf bei IEC Gruppe (RQT) Umspeichern oder Abfrage selektiert nicht selektiert selektiert nicht selektiert 31 Bit binär 24 Bit binär 2 Dekaden BCD 3 Dekaden BCD 9 Dekaden BCD Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4 1 Minute (Mode A) 2 Minuten (Mode A) 3 Minuten (Mode A) 5 Minuten (Mode A) 10 Minuten (Mode A) 15 Minuten (Mode A) 30 Minuten (Mode A) 60 Minuten (Mode A) Zählerabfragebefehl (Mode C) "selektiert" = Klasse 1 (voreingestellt) 1) "nicht selektiert" = Klasse 2 2) Signalzustand invertieren Signalzustand nicht invertieren (voreingestellt) Wertebereich für Übertrag: Überlauf in Zählperiode Zuordnung des Zählwertes zu einer Zählergruppe; "Gruppe 1" voreingestellt je Eingang je Eingang je Eingang je Eingang 1 Minute voreingestellt je Eingang 1) Datenpunkte der Klasse 1 werden mit höherer Priorität als Datenpunkte der Klasse 2 an die Zentrale übertragen 2) Wählverkehr: Verbindungsaufbau und Übertragung der Datenpunkte unabhängig von einer Änderung nur auf Anforderung von der Zentrale 254 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

255 Parametrieranleitung Stromerfassung Erfassung, Verarbeitung und Zeitstempelung von eingeprägten Gleichströmen von Messwertgebern über analoge Eingänge. Die Stromerfassung umfasst folgende Funktionen: Freigabe/Sperre Erfassung Korrektur Anpassung Nullbereichsunterdrückung Plausibilitätskontrolle Änderungsüberwachung Telegrammweitergabe Freigabe/Sperre Die Stromerfassung kann in der Konfiguration der Kontakte des betreffenden I/O Moduls freigegeben oder gesperrt werden. Die Freigabe erfolgt datenpunktweise durch Zuweisung der Information "Strom" und einer eindeutigen Informationsobjektadresse zu einem Hardware-Pin. Die Sperre erfolgt durch Zuweisung "nicht verwendet". Während der Sperre wird die Erfassung unterbunden. Fehlermarkierungen werden gelöscht Erfassung Das Erfassungsraster und der physikalische Messbereich für die analogen Eingänge sind durch das eingesetzte I/O Modul vorgegeben. Die Erfassung des Wertes erfolgt über einen Analog/Digital-Konverter (ADC). Die Verarbeitung der analogen Eingänge zu Messwerten erfolgt im parametrierten Abtastraster. Die Parameter für die Verarbeitungsfunktionen können in den Einstellungen des I/O Moduls eingegeben werden. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 255

256 Parametrieranleitung Korrektur Die Hardware wird bei der Fertigung abgeglichen, das bedeutet es wird ein hochgenauer Fullscale-Wert angelegt (Beispiel: 20 ma bei Messbereich -20 ma bis +20 ma), und der erfasste ADC-Wert, so wie der Offset des ADC, in einem EEPROM spannungsausfallsicher gespeichert. Im Betrieb wird zyklisch der Offset des ADCs bestimmt. Jeder gemessene ADC-Wert wird um die Offset-Abweichung und um die Fullscale-Abweichung korrigiert. Der Messbereich wird als Bereich bis dargestellt. Wert KORR ADC ADC FSW OFFW (ADC - ADC OFF ) Wert KORR... korrigierter Wert ADC FSW... ADC Fullscale-Wert bei Abgleich ADC OFFW... ADC Offset bei Abgleich ADC OFF... ADC Offset ADC... aktuell gemessener ADC-Wert Beispiel: Messbereich -20 ma bis +20 ma Wert KORR Stromwert [ma] SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

257 Parametrieranleitung Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Nullbereichsunterdrückung Durch die Nullbereichsunterdrückung können Wertschwankungen des Gebers im stromlosen Zustand unterdrückt werden. Die Nullbereichsunterdrückung wirkt dabei auf einen definierten Nullbereich. Plausibilitätskontrolle Durch die Plausibilitätskontrolle werden Werte, die kleiner als die Grenze des plausiblen Bereichs sind, auf den Wert Y 0 gesetzt und gestört markiert. Hysterese Für Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle ist eine Hysteresefunktion vorgesehen. Die Hysterese sorgt dafür, dass Werte, die um die Grenzen zwischen Nullbereich und nicht plausiblem Wert schwanken, nicht ständig übertragen werden. Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle sind für 3 Standardfälle möglich (einund ausschaltbar): X 0 X 100 X NU X NO X G Y 0 *) Y 100 *) Y N Unipolare Messung 0 >X 0-5% von X 100 Bipolare Messung < 0 X 0-5% von X 100 Live Zero Messung 20% von X % 10% von X 100 5% von X 100 5% von X 100-3% von X 100 X 0 15% von X Y Y bei X= Y 0 *) Tabelle gilt nur für normalisierte Werte, für skalierte bzw. Gleitkomma-Werte sind die Y 0 bzw. Y 100 Werte zu parametrieren X 0 untere Grenze des (parametrierten) Messbereichs. (X_0%) X 100 obere Grenze des (parametrierten) Messbereichs.. (X_100%) X NU untere Grenze des Nullbereichs. (Nullbereich_Xnu) X NO obere Grenze des Nullbereichs.. (Nullbereich_Xno) X G Grenze des plausiblen Bereichs. (MW_Ums_frei_Xg) Y 0 technologischer Wert bei X 0. (Y_0%) Y 100 technologischer Wert bei X (Y_100%) Y N technologischer Wert im Nullbereich.. (Nullbereich_Yn) SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 257

258 Parametrieranleitung Unipolare Messung mit Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Wert *) Bedeutung X 0 0 untere Grenze des (parametrierten) Messbereichs X ma obere Grenze des (parametrierten) Messbereichs Y 0 0 technologischer Wert bei X 0 Y technologischer Wert bei X 100 X NU -1 ma untere Grenze des Nullbereichs X NO 1 ma obere Grenze des Nullbereichs X G -0.6 ma Grenze des plausiblen Bereichs Y N 0 technologischer Wert im Nullbereich *) Beispiel Messwert Y 100 Normalisierter Wert Y 0 X NU X G X 0 X NO X 100 Datenpunktqualitätskennung IV OV SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

259 Parametrieranleitung ohne Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Wert *) Bedeutung X 0 0 untere Grenze des (parametrierten) Messbereichs X ma obere Grenze des (parametrierten) Messbereichs Y 0 0 technologischer Wert bei X 0 Y technologischer Wert bei X 100 *) Beispiel Messwert Y 100 Normalisierter Wert Y 0 X 0 X 100 Datenpunktqualitätskennung IV OV 0 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 259

260 Parametrieranleitung Bipolare Messung mit Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Wert *) Bedeutung X 0-20 ma untere Grenze des (parametrierten) Messbereichs X ma obere Grenze des (parametrierten) Messbereichs Y 0-1 technologischer Wert bei X 0 Y technologischer Wert bei X 100 X NU -1 ma untere Grenze des Nullbereichs X NO 1 ma obere Grenze des Nullbereichs Y N 0 technologischer Wert im Nullbereich *) Beispiel Messwert Y 100 Normalisierter Wert X G X 0 X NU X NO X 100 Y 0 Datenpunktqualitätskennung IV OV SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

261 Parametrieranleitung ohne Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Wert *) Bedeutung X 0-20 ma untere Grenze des (parametrierten) Messbereichs X ma obere Grenze des (parametrierten) Messbereichs Y 0-1 technologischer Wert bei X 0 Y technologischer Wert bei X 100 *) Beispiel Messwert Y 100 Normalisierter Wert X 0 X 100 Y 0 Datenpunktqualitätskennung IV OV 0 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 261

262 Parametrieranleitung Live Zero Messung mit Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Wert *) Bedeutung X 0 4 ma untere Grenze des (parametrierten) Messbereichs X ma obere Grenze des (parametrierten) Messbereichs Y 0 0 technologischer Wert bei X 0 Y technologischer Wert bei X 100 X NU 2 ma untere Grenze des Nullbereichs X NO 4 ma obere Grenze des Nullbereichs X G 3 ma Grenze des plausiblen Bereichs Y N 0 technologischer Wert im Nullbereich *) Beispiel Messwert Y 100 Normalisierter Wert Y 0 X NU X G X 0 X 100 X NO Datenpunktqualitätskennung IV OV SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

263 Parametrieranleitung ohne Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Wert *) Bedeutung X 0 4 ma untere Grenze des (parametrierten) Messbereichs X ma obere Grenze des (parametrierten) Messbereichs Y 0 0 technologischer Wert bei X 0 Y technologischer Wert bei X 100 *) Beispiel Messwert Y 100 Normalisierter Wert Y 0 X 0 X 100 Datenpunktqualitätskennung IV OV Änderungsüberwachung Um die Übertragungseinrichtung nicht unnötig zu belasten, wird der angepasste Wert nach folgenden Regeln auf Änderung überwacht: der erste ermittelte Wert wird sofort übertragen jede Änderung der Datenpunktqualitätskennung "invalid" löst eine sofortige Übertragung aus, die Qualitätskennung "overflow" löst keine Übertragung aus Änderungsüberwachung nach der Methode des additiven Schwellwertverfahrens (keine Datenpunktqualitätskennung markiert) SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 263

264 Parametrieranleitung Additives Schwellwertverfahren Durch Parametrierung wird eine große Schwelle, eine additive Schwelle und ein Verarbeitungsraster festgelegt. Ist die Abweichung zum letzten übertragenen Wert größer als die große Schwelle, wird der neue Wert sofort übertragen. Andernfalls werden im parametrierten Verarbeitungsraster die Abweichungen vom zuletzt übertragenen Wert vorzeichenrichtig aufaddiert. Erst wenn der Betrag dieser Summe die parametrierte additive Schwelle überschreitet, wird eine spontane Übertragung mit dem aktuellen, angepassten Wert angeregt. Eine Übertragung des Messwertes aufgrund einer Generalabfrage beeinflusst das Schwellwertverfahren nicht Telegrammweitergabe Die Weitergabe des verarbeiteten Stromwertes erfolgt spontan oder auf Anforderung. Die spontane Telegrammweitergabe wird durch die Änderungsüberwachung angeregt. Die Telegramme sind zeitgestempelt (Auflösung 10 ms). Das Format ist durch Parametrierung einstellbar. Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104. Datenpunkt Qualitätskennung BL blocked SB substituted Bemerkung nicht unterstützt nicht unterstützt NT not topical IV..invalid vom Steuerkopfelement bei Ausfall des Peripherieelements nachgebildet Fehlerfall (Offsetfehler, Konvertierungsfehler, EEPROM- Fehler) oder Messwert befindet sich im nicht plausiblen Bereich, eventuell Parameterfehler OV overflow Rohwert außerhalb des parametrierten Messbereichs (X 0, X 100) oder Fertigwert außerhalb des Bereichs (Y 0, Y 100); der Fertigwert wird auf Y 0 bzw. Y 100 begrenzt Übertragungsursache Bemerkung 01 zyklisch 02 Hintergrundabfrage 03 spontan 05 abgerufen 20 abgefragt durch GA 21 abgefragt durch Abfrage der Gruppe 1 : 36 abgefragt durch Abfrage der Gruppe 16 T..Test nicht unterstützt nicht unterstützt Änderung des Messwertes in Abhängigkeit der Schwellen oder Änderung der Datenpunkt Qualitätskennung nicht unterstützt nach Erhalt einer GA-Anforderung oder automatisch (z.b. nach Hochlauf, Parameteränderung etc.) nicht unterstützt nicht unterstützt 264 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

265 Parametrieranleitung Informationsobjekte Die Stromerfassung unterstützt nur Datenformate im kompatiblen Bereich der IEC Das Format der Messwerte wird in der Konfiguration des Protokolles vorgenommen. Folgende Typkennungen gelten für Messwerte: Beschreibung Typkennung Datentyp Bytes Zeitinformation Messwert normalisiert mit Zeit 10 INT 3 Byte Messwert normalisiert mit Zeit 34 INT 7 Byte Messwert normalisiert ohne Zeit 9 INT - Messwert skaliert mit Zeit 12 INT 3 Byte Messwert skaliert mit Zeit 35 INT 7 Byte Messwert skaliert ohne Zeit 11 INT - Messwert Gleitkomma mit Zeit 14 REAL 3 Byte Messwert Gleitkomma mit Zeit 36 REAL 7 Byte Messwert Gleitkomma ohne Zeit 13 REAL Konfiguration der Kontakte Die Zuordnung der Stromwerte zu den Analogeingängen erfolgt datenpunktweise. Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Pin DP Einheit Typ IN V0 I/U : IN V3 I/U Strom Spannung nicht verwendet normalisiert skaliert Gleitkomma fix belegter analoger Eingang am I/O Modul automatisch berechnet anhand Bestückung Auswahl Strom; "nicht verwendet" voreingestellt Datentyp; "normalisiert" voreingestellt je Eingang je Eingang IOA1/IOA2/IOA /0 255/0 255 beliebige IOA je Eingang SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 265

266 Parametrieranleitung Einstellungen Folgende Parameter können für die Verarbeitung der Stromwerte festgelegt werden: Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Abtastraster 0.5 s/1 s/2 s/5 s/ 10 s/20 s/30 s/60 s Verarbeitungsraster; 0.5 s voreingestellt je Eingang Schwelle unbedingt 0 103% 2% voreingestellt je Eingang Schwelle additiv % 150% voreingestellt je Eingang Nennbereich X_0% Nennbereich X_100% Nennbereich Y_0 Nennbereich Y_100 Nullbereichs- und Plausibilitätskontrolle Klasse 1 Daten -20 ma 0 ma 4 ma -20 ma voreingestellt je Eingang 20 ma fix vorgegeben je I/O Modul x ) 1.0x x ) 1.0x10 selektiert nicht selektiert selektiert nicht selektiert normalisiert; -1 voreingestellt skaliert; voreingestellt Gleitkomma; voreingestellt normalisiert; 1 voreingestellt skaliert; voreingestellt Gleitkomma; voreingestellt "selektiert" voreingestellt "selektiert" = Klasse 1 (voreingestellt) 2) "nicht selektiert" = Klasse 2 3) je Eingang je Eingang je Eingang je Eingang 1) Wert wird auf 20 Ziffern inkl. Vorzeichen und max. 6 Nachkommastellen begrenzt (dabei sind die ersten 8 Stellen genau) 2) Datenpunkte der Klasse 1 werden mit höherer Priorität als Datenpunkte der Klasse 2 an die Zentrale übertragen 3) Wählverkehr: Verbindungsaufbau und Übertragung der Datenpunkte unabhängig von einer Änderung nur auf Anforderung von der Zentrale 266 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

267 Parametrieranleitung Spannungserfassung Erfassung, Verarbeitung und Zeitstempelung einer eingeprägten Gleichspannung von Messwertgebern über analoge Eingänge. Die Spannungserfassung umfasst folgende Funktionen: Freigabe/Sperre Erfassung Korrektur Anpassung Nullbereichsunterdrückung Plausibilitätskontrolle Änderungsüberwachung Telegrammweitergabe Freigabe/Sperre Die Spannungserfassung kann in der Konfiguration der Kontakte des betreffenden I/O Moduls freigegeben oder gesperrt werden. Die Freigabe erfolgt datenpunktweise durch Zuweisung der Information "Spannung" und einer eindeutigen Informationsobjektadresse zu einem Hardware-Pin. Die Sperre erfolgt durch Zuweisung "nicht verwendet". Während der Sperre wird die Erfassung unterbunden. Fehlermarkierungen werden gelöscht Erfassung Das Erfassungsraster und der physikalische Messbereich für die analogen Eingänge sind durch das eingesetzte I/O Modul vorgegeben. Die Erfassung des Wertes erfolgt über einen Analog/Digital-Konverter (ADC). Die Verarbeitung der analogen Eingänge zu Messwerten erfolgt im parametrierten Abtastraster. Die Parameter für die Verarbeitungsfunktionen können in den Einstellungen des I/O Moduls eingegeben werden. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 267

268 Parametrieranleitung Korrektur Die Hardware wird bei der Fertigung abgeglichen, d.h. es wird ein hochgenauer Fullscale- Wert angelegt (z.b. 10 V bei Messbereich 10 V bis +10 V), und der erfasste ADC-Wert, so wie der Offset des ADCs, in einem EEPROM spannungsausfallsicher gespeichert. Im Betrieb wird zyklisch der Offset des ADCs bestimmt. Jeder gemessene ADC-Wert wird um die Offset-Abweichung und um die Fullscale-Abweichung korrigiert. Der Messbereich wird als Bereich bis dargestellt. Wert KORR ADC ADC FSW OFFW (ADC - ADC OFF ) Wert KORR... korrigierter Wert ADC FSW... ADC Fullscale-Wert bei Abgleich ADC OFFW... ADC Offset bei Abgleich ADC OFF... ADC Offset ADC... aktuell gemessener ADC-Wert Beispiel: Messbereich -10 V bis +10 V Wert KORR -10V +10V Spannungswert V SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

269 Parametrieranleitung Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Nullbereichsunterdrückung Durch die Nullbereichsunterdrückung können Wertschwankungen des Gebers im stromlosen Zustand unterdrückt werden. Die Nullbereichsunterdrückung wirkt dabei auf einen definierten Nullbereich. Plausibilitätskontrolle Durch die Plausibilitätskontrolle werden Werte, die kleiner als die Grenze des plausiblen Bereichs sind, auf den Wert Y 0 gesetzt und gestört markiert. Hysterese Für Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle ist eine Hysteresefunktion vorgesehen. Die Hysterese sorgt dafür, dass Werte, die um die Grenzen zwischen Nullbereich und nicht plausiblem Wert schwanken, nicht ständig übertragen werden. Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle sind für 3 Standardfälle möglich (einund ausschaltbar): X 0 X 100 X NU X NO X G Y 0 *) Y 100 *) Y N Unipolare Messung 0 >X 0-5% von X 100 Bipolare Messung < 0 X 0-5% von X 100 Live Zero Messung 20% von X % 10% von X 100 5% von X 100 5% von X 100-3% von X 100 X 0 15% von X Y Y bei X= Y 0 *) Tabelle gilt nur für normalisierte Werte, für skalierte bzw. Gleitkomma-Werte sind die Y 0 bzw. Y 100 Werte zu parametrieren X 0 untere Grenze des (parametrierten) Messbereichs... (X_0%) X 100 obere Grenze des (parametrierten) Messbereichs... (X_100%) X NU untere Grenze des Nullbereichs... (Nullbereich_Xnu) X NO obere Grenze des Nullbereichs... (Nullbereich_Xno) X G Grenze des plausiblen Bereichs... (MW_Ums_frei_Xg) Y 0 technologischer Wert bei X 0... (Y_0%) Y 100 technologischer Wert bei X (Y_100%) Y N technologischer Wert im Nullbereich... (Nullbereich_Yn) SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 269

270 Parametrieranleitung Unipolare Messung mit Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Wert *) Bedeutung X 0 0 untere Grenze des (parametrierten) Messbereichs X V obere Grenze des (parametrierten) Messbereichs Y 0 0 technologischer Wert bei X 0 Y technologischer Wert bei X 100 X NU V untere Grenze des Nullbereichs X NO 0.05 V obere Grenze des Nullbereichs X G V Grenze des plausiblen Bereichs Y N 0 technologischer Wert im Nullbereich *) Beispiel Messwert Y 100 Normalisierter Wert Y 0 X NU X G X 0 X NO X 100 Datenpunktqualitätskennung IV OV SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

271 Parametrieranleitung ohne Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Wert *) Bedeutung X 0 0 untere Grenze des (parametrierten) Messbereichs X V obere Grenze des (parametrierten) Messbereichs Y 0 0 technologischer Wert bei X 0 Y technologischer Wert bei X 100 *) Beispiel Messwert Y 100 Normalisierter Wert Y 0 X 0 X 100 Datenpunktqualitätskennung IV OV 0 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 271

272 Parametrieranleitung Bipolare Messung mit Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Wert *) Bedeutung X 0-1 V untere Grenze des (parametrierten) Messbereichs X V obere Grenze des (parametrierten) Messbereichs Y 0-1 technologischer Wert bei X 0 Y technologischer Wert bei X 100 X NU V untere Grenze des Nullbereichs X NO 0.05 V obere Grenze des Nullbereichs Y N 0 technologischer Wert im Nullbereich *) Beispiel Messwert Y 100 Normalisierter Wert X G X 0 X NU X NO X 100 Y 0 Datenpunktqualitätskennung IV OV SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

273 Parametrieranleitung ohne Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Wert *) Bedeutung X 0-1 V untere Grenze des (parametrierten) Messbereichs X V obere Grenze des (parametrierten) Messbereichs Y 0-1 technologischer Wert bei X 0 Y technologischer Wert bei X 100 *) Beispiel Messwert Y 100 Normalisierter Wert X 0 X 100 Y 0 Datenpunktqualitätskennung IV OV 0 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 273

274 Parametrieranleitung Live Zero Messung mit Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Wert *) Bedeutung X V untere Grenze des (parametrierten) Messbereichs X V obere Grenze des (parametrierten) Messbereichs Y 0 0 technologischer Wert bei X 0 Y technologischer Wert bei X 100 X NU 0.1 V untere Grenze des Nullbereichs X NO 0.2 V obere Grenze des Nullbereichs X G 0.15 V Grenze des plausiblen Bereichs Y N 0 technologischer Wert im Nullbereich *) Beispiel Messwert Y 100 Normalisierter Wert Y 0 X NU X G X 0 X 100 X NO Datenpunktqualitätskennung IV OV SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

275 Parametrieranleitung ohne Nullbereichsunterdrückung und Plausibilitätskontrolle Wert *) Bedeutung X V untere Grenze des (parametrierten) Messbereichs X V obere Grenze des (parametrierten) Messbereichs Y 0 0 technologischer Wert bei X 0 Y technologischer Wert bei X 100 *) Beispiel Messwert Y 100 Normalisierter Wert Y 0 X 0 X 100 Datenpunktqualitätskennung IV OV Änderungsüberwachung Um die Übertragungseinrichtung nicht unnötig zu belasten, wird der angepasste Wert nach folgenden Regeln auf Änderung überwacht: der erste ermittelte Wert wird sofort übertragen jede Änderung der Datenpunktqualitätskennung "invalid" löst eine sofortige Übertragung aus, die Qualitätskennung "overflow" löst keine Übertragung aus Änderungsüberwachung nach der Methode des additiven Schwellwertverfahrens (keine Datenpunktqualitätskennung markiert) SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 275

276 Parametrieranleitung Additives Schwellwertverfahren Durch Parametrierung wird eine große Schwelle, eine additive Schwelle und ein Verarbeitungsraster festgelegt. Ist die Abweichung zum letzten übertragenen Wert größer als die große Schwelle, wird der neue Wert sofort übertragen. Andernfalls werden im parametrierten Verarbeitungsraster die Abweichungen vom zuletzt übertragenen Wert vorzeichenrichtig aufaddiert. Erst wenn der Betrag dieser Summe die parametrierte additive Schwelle überschreitet, wird eine spontane Übertragung mit dem aktuellen, angepassten Wert angeregt. Eine Übertragung des Messwertes aufgrund einer Generalabfrage beeinflusst das Schwellwertverfahren nicht Telegrammweitergabe Die Weitergabe des verarbeiteten Spannungswertes erfolgt spontan oder auf Anforderung. Die spontane Telegrammweitergabe wird durch die Änderungsüberwachung angeregt. Die Telegramme sind zeitgestempelt (Auflösung 10 ms). Das Format ist durch Parametrierung einstellbar. Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104. Datenpunkt Qualitätskennung BL blocked SB substituted Bemerkung nicht unterstützt nicht unterstützt NT not topical IV..invalid vom Steuerkopfelement bei Ausfall des Peripherieelements nachgebildet Fehlerfall (Offsetfehler, Konvertierungsfehler, EEPROM- Fehler) oder Messwert befindet sich im nicht plausiblen Bereich, eventuell Parameterfehler OV overflow Rohwert außerhalb des parametrierten Messbereichs (X 0, X 100) oder Fertigwert außerhalb des Bereichs (Y 0, Y 100); der Fertigwert wird auf Y 0 bzw. Y 100 begrenzt Übertragungsursache Bemerkung 01 zyklisch 02 Hintergrundabfrage 03 spontan 05 abgerufen 20 abgefragt durch GA 21 abgefragt durch Abfrage der Gruppe 1 : 36 abgefragt durch Abfrage der Gruppe 16 T..Test nicht unterstützt nicht unterstützt Änderung des Messwertes in Abhängigkeit der Schwellen oder Änderung der Datenpunkt Qualitätskennung nicht unterstützt nach Erhalt einer GA-Anforderung oder automatisch (z.b. nach Hochlauf, Parameteränderung etc.) nicht unterstützt nicht unterstützt 276 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

277 Parametrieranleitung Informationsobjekte Die Spannungserfassung unterstützt nur Datenformate im kompatiblen Bereich der IEC Das Format der Messwerte wird in der Konfiguration des Protokolles vorgenommen. Folgende Typkennungen gelten für Messwerte: Beschreibung Typkennung Datentyp Bytes Zeitinformation Messwert normalisiert mit Zeit 10 INT 3 Byte Messwert normalisiert mit Zeit 34 INT 7 Byte Messwert normalisiert ohne Zeit 9 INT - Messwert skaliert mit Zeit 12 INT 3 Byte Messwert skaliert mit Zeit 35 INT 7 Byte Messwert skaliert ohne Zeit 11 INT - Messwert Gleitkomma mit Zeit 14 REAL 3 Byte Messwert Gleitkomma mit Zeit 36 REAL 7 Byte Messwert Gleitkomma ohne Zeit 13 REAL Konfiguration der Kontakte Die Zuordnung der Spannungswerte zu den Analogeingängen erfolgt datenpunktweise. Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Pin DP Einheit Typ IN V0 I/U : IN V3 I/U Spannung Strom nicht verwendet normalisiert skaliert Gleitkomma fix belegter analoger Eingang am I/O Modul automatisch berechnet anhand Bestückung Auswahl Spannung; "Strom" voreingestellt Datentyp; "normalisiert" voreingestellt je Eingang je Eingang IOA1/IOA2/IOA /0 255/0 255 beliebige IOA je Eingang SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 277

278 Parametrieranleitung Einstellungen Folgende Parameter können für die Verarbeitung der Spannungswerte festgelegt werden: Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Abtastraster 0.5 s/1 s/2 s/5 s/ 10 s/20 s/30 s/60 s Verarbeitungsraster; 0.5 s voreingestellt je Eingang Schwelle unbedingt 0 103% 2% voreingestellt je Eingang Schwelle additiv % 150% voreingestellt je Eingang Nennbereich X_0% Nennbereich X_100% Nennbereich Y_0 Nennbereich Y_100 Nullbereichs- und Plausibilitätskontrolle Klasse 1 Daten -10 V 0 V 2 V -10 V voreingestellt je Eingang 10 V fix vorgegeben je I/O Modul x ) 1.0x x ) 1.0x10 selektiert nicht selektiert selektiert nicht selektiert normalisiert; -1 voreingestellt skaliert; voreingestellt Gleitkomma; voreingestell normalisiert; 1 voreingestellt skaliert; voreingestellt Gleitkomma; voreingestellt "nicht selektiert" voreingestellt "selektiert" = Klasse 1 (voreingestellt) 2) "nicht selektiert" = Klasse 2 3) je Eingang je Eingang je Eingang je Eingang 1) Wert wird auf 20 Ziffern inkl. Vorzeichen und max. 6 Nachkommastellen begrenzt (dabei sind die ersten 8 Stellen genau) 2) Datenpunkte der Klasse 1 werden mit höherer Priorität als Datenpunkte der Klasse 2 an die Zentrale übertragen 3) Wählverkehr: Verbindungsaufbau und Übertragung der Datenpunkte unabhängig von einer Änderung nur auf Anforderung von der Zentrale 278 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

279 Parametrieranleitung Temperaturerfassung Erfassung, Verarbeitung und Zeitstempelung einer Temperatur von Widerstandsthermometern über analoge Eingänge. Die Temperaturerfassung umfasst folgende Funktionen: Freigabe/Sperre Erfassung Brummunterdrückung Glättung Änderungsüberwachung Telegrammweitergabe Freigabe/Sperre Die Temperaturerfassung kann in der Konfiguration der Kontakte des betreffenden I/O Moduls freigegeben oder gesperrt werden. Die Freigabe erfolgt datenpunktweise durch Zuweisung der Information "Gleitkomma" und einer eindeutigen Informationsobjektadresse zu einem Hardware-Pin. Die Sperre erfolgt durch Zuweisung "nicht verwendet". Während der Sperre wird die Erfassung unterbunden. Fehlermarkierungen werden gelöscht Erfassung Der physikalische Messbereich und das Erfassungsraster für die analogen Eingänge sind durch das eingesetzte I/O Modul und das gewählte Widerstandsthermometer festgelegt. Über einen Analog/Digital-Konverter (ADC) wird der Spannungsabfall am temperaturabhängigen Widerstand ermittelt. Die Verarbeitung der analogen Eingänge zu Messwerten erfolgt im parametrierten Abtastraster. Die Parameter für die Verarbeitungsfunktionen können in den Einstellungen des I/O Moduls eingegeben werden. Ein Widerstandsthermometer kann in 2-, 3- oder 4-Leitertechnik angeschlossen werden. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 279

280 Parametrieranleitung Glättung Die Glättung dient zur Filterung statistischer Schwankungen des erfassten Messwertes, welche für die Prozessführung bedeutungslos sind und die Übertragungseinrichtung unnötig belasten. Die Glättung erfolgt nach der Gleichung Wert GLATT Wert ANP (1 - F) Wert GLATT_ALT F Wert GLATT... geglätteter Wert neu Wert ANP... ungeglätteter Wert Wert GLATT_ALT... geglätteter Wert alt F... Glättungsfaktor ( ) Anpassung Aus dem erfassten Messwert wird der aktuelle Widerstandswert des Widerstandsthermometers ermittelt. Dieser Widerstandswert wird auf einen Temperaturwert umgerechnet. Die Auswahl, nach welcher Kennlinie (Pt100 oder Ni100) umgesetzt werden soll, erfolgt durch die Einstellung des Messbereichs. Durch den Parameter "Einheit" ist wählbar, ob die Temperatur in Grad Celsius oder in Grad Fahrenheit weitergegeben werden soll. Befindet sich der errechnete Temperaturwert außerhalb des ausgewählten Messbereichs, wird im spontanen Informationsobjekt die Qualitätskennung "Ungültig" (IV) gesetzt Änderungsüberwachung Um die Übertragungseinrichtung nicht unnötig zu belasten, wird der angepasste Wert nach folgenden Regeln auf Änderung überwacht: Der erste ermittelte Wert nach Hochlauf wird sofort übertragend Jede Änderung der Datenpunktqualitätskennung (Wert gestört) löst eine sofortige Übertragung aus. Davon ausgenommen ist eine Änderung des OV-Bit. Keine Datenpunktqualitätskennung markiert: Änderungsüberwachung nach der Methode des additiven Schwellwertverfahrensd Additives Schwellwertverfahren Durch Parametrierung wird eine große (unbedingte) Schwelle, eine additive Schwelle und ein Abtastraster festgelegt. Ist die Abweichung zum letzten übertragenen Wert größer als die unbedingte Schwelle, wird der neue Wert sofort übertragen. Andernfalls werden im Abtastraster die Abweichungen vom zuletzt übertragenen Wert vorzeichenrichtig addiert. Erst wenn der Betrag dieser Summe die parametrierte additive Schwelle überschreitet, wird der aktuelle Wert spontan übertragen. Eine Übertragung des Messwertes aufgrund einer Generalabfrage beeinflusst das Schwellwertverfahren nicht. 280 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

281 Parametrieranleitung Telegrammweitergabe Die Weitergabe der verarbeiteten Temperaturwerte erfolgt spontan oder auf Anforderung. Die spontane Telegrammweitergabe wird durch die Änderungsüberwachung angeregt. Die Telegramme sind zeitgestempelt (Auflösung 10 ms). Das Format ist durch Parametrierung einstellbar. Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104. Datenpunkt Qualitätskennung BL blocked SB substituted NT not topical IV invalid OV overflow Übertragungsursache 01 zyklisch 02 Hintergrundabfrage 03 spontan 05 abgerufen 20 abgefragt durch GA 21 abgefragt durch Abfrage Gruppe 1 : 36 abgefragt durch Abfrage Gruppe 16 T Test Bemerkung nicht unterstützt nicht unterstützt vom Steuerkopfelement bei Ausfall des Peripherieelements nachgebildet Abgleichwerte nicht plausibel (ausschließlich bei Anschluss in 2-Leitertechnik) oder Referenzmessung nicht plausibel oder Offsetmessung nicht plausibel oder der ADC fehlerhaft (z.b. Offsetfehler) oder der Erfassungssubmodul liefert keine Daten oder die Temperatur befindet sich nicht im plausiblen Bereich nicht unterstützt Bemerkung nicht unterstützt nicht unterstützt Änderung der Temperatur in Abhängigkeit der Schwellen oder Änderung der Datenpunkt Qualitätskennung nicht unterstützt nach Erhalt einer GA-Anforderung oder automatisch (z.b. nach Hochlauf, Parameteränderung) nicht unterstützt nicht unterstützt SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 281

282 Parametrieranleitung Informationsobjekte Die Temperaturerfassung unterstützt nur Datenformate im kompatiblen Bereich der IEC Das Format der Messwerte wird in der Konfiguration des Protokolles vorgenommen. Folgende Typkennungen gelten für die Temperaturwerte: Beschreibung Typkennung Datentyp Bytes Zeitinformation Messwert Gleitkomma mit Zeit 14 REAL 3 Byte Messwert Gleitkomma mit Zeit 36 REAL 7 Byte Messwert Gleitkomma ohne Zeit 13 REAL Konfiguration der Kontakte Die Zuordnung der Temperaturwerte zu den Analogeingängen erfolgt datenpunktweise. Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Pin Typ Anschluss IN V0 : IN V3 Gleitkomma nicht verwendet 2 Leiter 3 Leiter 4 Leiter fix belegter analoger Eingang am I/O Modul Auswahl Gleitkomma; "nicht verwendet" voreingestellt Anschlusstechnik für Widerstandsthermometer; "4-Leiter" voreingestellt je Eingang je Eingang Text max. 10 Zeichen je Eingang IOA1/IOA2/IOA /0 255/0 255 beliebige IOA je Eingang Steuerrichtung Werksabgleich Typ *) Einzelbefehl nicht verwendet der Werksabgleich kann unter "Prozessanzeige" (Webserver) oder vom Leitsystem gestartet werden; kein Werksabgleich über die Ferne möglich; "nicht verwendet" voreingestellt je Eingang Text *) max. 10 Zeichen je Eingang IOA1/IOA2/IOA3 *) 0 255/0 255/0 255 beliebige IOA je Eingang *) Parameter gilt nur wenn der Anschluss "2 Leiter" selektiert wurde Hinweis Bei Anschluss in 2-Leiter-Technik ist ein Abgleichvorgang erforderlich. Die Anleitung dazu befindet sich im Anhang D, Abgleich von Widerstandsthermometern. 282 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

283 Parametrieranleitung Einstellungen Folgende Parameter können für die Verarbeitung der Temperaturwerte festgelegt werden: Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Abtastraster 0.5 s/1 s/2 s/5 s/ 10 s/20 s/30 s/60 s Verarbeitungsraster; 0.5 s voreingestellt je Eingang Schwelle unbedingt 0 103% 1) 2% voreingestellt je Eingang Schwelle additiv % 1) 150% voreingestellt je Eingang Brummunterdrückung 50 Hz 60 Hz 16 Hz 50 Hz voreingestellt je Eingang Glättung 2 99% 1) kann in 1%-Schritten eingestellt werden, 1% unzulässig; 0% voreingestellt (keine Glättung) Messfühler Einheit Klasse 1 Daten PT100 ( C) PT100 ( C) NI 100 ( C) Grad C Grad F selektiert nicht selektiert Messfühlertyp; P100 ( C) voreingestellt Grad Celsius/ Grad Fahrenheit "selektiert" = Klasse 1 (voreingestellt) 2) "nicht selektiert" = Klasse 2 3) 1) Prozentangaben beziehen sich auf den parametrierten Temperaturbereich je Eingang je Eingang je Eingang je Eingang 2) Datenpunkte der Klasse 1 werden mit höherer Priorität als Datenpunkte der Klasse 2 an die Zentrale übertragen 3) Wählverkehr: Verbindungsaufbau und Übertragung der Datenpunkte unabhängig von einer Änderung nur auf Anforderung von der Zentrale SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 283

284 Parametrieranleitung Werte für die Linearisierungstabellen Kennlinie für Pt Widerstandsthermometer Definierter Meßbereich: -50,00 C bis 350,00 C Nutzbarer Meßbereich: -70,00 C bis 370,00 C Stützwert Stützwert [dezimal] Stützwert [hex] U Subpr. [V] R linear [Ohm] T linear [ C] T ist [ C] Istwert [dezimal] , , , , , F F F 0, , , , E F F -1, F F F 0, , , , E 2 3-3, F F F 0, , ,5000 8, D 6 9-4, F F F 1, , , , C C B -5, F F F 1, , , , C 4 E -6, F F F 1, , , , B F 1-6, F F F 2, , , , B B 6-7, F F F 2, , , , B 9 B -7, F F F 2, , , , B A 2-7, F F F 3, , , , B D 0-7, A F F F 3, , , , A C 1 F -6, B F F F 3, , , , B C 9 6-5, C F F F 4, , , , C D 3 3-4, D F F F 4, , , , D D F 8-3, E F F F 4, , , , E E E 4-1, F F F F 5, , , , F F F F 0,00 Istwert [hex] T diff. [ C] Linearisierungsdaten -50 C bis 350 C Normkennlinie - Linearisierungskennlinie T ist [ C] Bit-Verarbeitungswerte dezimal Linearisierungsdaten -50 C bis 350 C Abweichung T diff. [ C] = T ist [ C] - T linear [ C] 0,00-1,00-2,00-3,00 T diff. -4,00 [ C] -5,00-6,00-7,00-8, Bit-Verarbeitungswerte dezimal SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

285 Parametrieranleitung Kennlinie für Pt Widerstandsthermometer Definierter Meßbereich: -100,00 C bis 700,00 C Nutzbarer Meßbereich: -120,00 C bis 720,00 C Stützwert Stützwert [dezimal] Stützwert [hex] U Subpr. [V] R linear [Ohm] T linear [ C] T ist [ C] Istwert [dezimal] , , , , , F F F 0, , , , E 1 4-6, F F F 0, , , , C 6 D -11, F F F 0, , , , A F E -16, F F F 1, , , , C 6-20, F F F 1, , , , C 7-23, F F F 1, , , , , F F F 2, , , , B -27, F F F 2, , , , , F F F 2, , , , , F F F 3, , , , A -27, A F F F 3, , , , A 8 0 D -26, B F F F 3, , , , B 8 E F -23, C F F F 4, , , , C A , D F F F 4, , , , D B B 6-14, E F F F 4, , , , E D A 7-7, F F F F 5, , , , F F F F 0,00 Istwert [hex] T diff. [ C] Linearisierungsdaten -100 C bis 700 C Normkennlinie - Linearisierungskennlinie T ist [ C] T line Bit-Verarbeitungswerte dezimal Linearisierungsdaten -100 C bis 700 C Abweichung T diff. [ C] = T ist [ C] - T linear [ C] 0,00-5,00-10,00-15,00 T diff. [ C] -20,00-25,00-30,00-35, Bit-Verarbeitungswerte dezimal SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 285

286 Parametrieranleitung Kennlinie für Ni Widerstandsthermometer Definierter Meßbereich: -60,00 C bis 250,00 C Nutzbarer Meßbereich: -80,00 C bis 270,00 C Stützwert Stützwert [dezimal] Stützwert [hex] U Subpr. [V] R linear [Ohm] T linear [ C] T ist [ C] Istwert [dezimal] , , , , , F F F 0, , , , D F 10, F F F 0, , , , E 6 D 19, F F F 0, , , , F 26, F F F 1, ,3750 7, , , F F F 1, , , , , F F F 1, , , , A E 4 36, F F F 2, , , , B 6 C 37, F F F 2, , , , B 1 B 37, F F F 2, , , , A 9 E F 35, F F F 3, , , , B , A F F F 3, , , , C , B F F F 3, , , , D 2 2 E 24, C F F F 4, , , , D E 4 E 19, D F F F 4, , , , E 9 C F 13, E F F F 4, , , , F 4 F 0 6, F F F F 5, , , , F F F F 0,00 Istwert [hex] T diff. [ C] Linearisierungsdaten -60 C bis 250 C Normkennlinie - Linearisierungskennlinie T ist [ C] Bit-Verarbeitungswerte dezimal Linearisierungsdaten -60 C bis 250 C Abweichung T diff. [ C] = T ist [ C] - T linear [ C] 40,00 35,00 30,00 25,00 T diff. 20,00 [ C] 15,00 10,00 5,00 0, Bit-Verarbeitungswerte dezimal SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

287 Parametrieranleitung Berechnung zwischen 2 Stützwerten y = linearisierter normierter Pt100-Wert Stützwert (n+3) Stützwert (n+2) Stützwert (n+1) Stützwert (n) Stützwert (n+1) - Stützwert n n * 1000h (n+1) * 1000h (n+2) * 1000h (n+3) * 1000h x = normierter Pt100-Wert Die Auswahl der für die Berechnung relevanten Stützwerte erfolgt mit den 4 höherwertigen Bits des normierten Pt100-Wertes: ( x n 1000h) ( n 1) n y n 1000h SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 287

288 Parametrieranleitung Frequenzerfassung Erfassung, Verarbeitung und Zeitstempelung von Frequenzen über digitale Eingänge. Die Funktion ist nur in Verbindung mit einem I/O Modul zur Periodenmessung möglich. Die Frequenzmessung umfasst folgende Funktionen: Freigabe/Sperre Erfassung Korrektur Änderungsüberwachung Telegrammweitergabe Freigabe/Sperre Die Frequenzerfassung kann in der Konfiguration der Kontakte des betreffenden I/O Moduls freigegeben oder gesperrt werden. Die Freigabe erfolgt datenpunktweise durch Zuweisung der Information "Gleitkomma" und einer eindeutigen Informationsobjektadresse zu einem Hardware-Pin. Die Sperre erfolgt durch Zuweisung "nicht verwendet". Während der Sperre wird die Erfassung unterbunden. Fehlermarkierungen werden gelöscht Erfassung Das Erfassungsraster für die digitalen Eingänge ist 100 s (durch das I/O Modul vorgegeben). Die Verarbeitung der digitalen Eingänge zu Frequenzwerten erfolgt im parametrierten Abtastraster. Die Parameter für die Verarbeitungsfunktionen können in den Einstellungen eingegeben werden Korrektur Die Korrektur des Messwertes erfolgt auf dem I/O Modul. Die Messbereiche werden von der Firmware des Steuerkopfelementes automatisch eingestellt (Autoscaling). Die Auswahl des Messbereichs erfolgt hinsichtlich einer Optimierung der Messzeit. Messbereich f min f max Hz 250 Hz Hz Hz Hz Hz Hz Hz Hz Hz Hz Hz Hz Hz 288 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

289 Parametrieranleitung Frequenzverlauf Für die technologische Anpassung gilt Y 0=X 0, Y 100=X 100. Y 100 Y 0 Frequenz X 0 Status IV OV N Änderungsüberwachung Um die Übertragungseinrichtung nicht unnötig zu belasten, wird der angepasste Wert nach folgenden Regeln auf Änderung überwacht: Der erste ermittelte Wert wird sofort übertragen. Jede Änderung der Datenpunktqualitätskennung (Wert gestört) löst eine sofortige Übertragung aus. Das OV-Bit ist davon ausgenommen! Keine Datenpunktqualitätskennung markiert: Änderungsüberwachung nach der Methode des additiven Schwellwertverfahrens. Additives Schwellwertverfahren Durch Parametrierung wird eine große Schwelle, eine additive Schwelle und ein Verarbeitungsraster festgelegt. Ist die Abweichung zum letzten übertragenen Wert größer als die große Schwelle, wird der neue Wert sofort übertragen. Andernfalls werden im parametrierten Verarbeitungsraster die Abweichungen vom zuletzt übertragenen Wert vorzeichenrichtig aufaddiert. Erst wenn der Betrag dieser Summe die parametrierte additive Schwelle überschreitet, wird eine spontane Übertragung mit dem aktuellen, angepassten Wert angeregt. Eine Übertragung des Messwertes aufgrund einer Generalabfrage beeinflusst das Schwellwertverfahren nicht. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 289

290 Parametrieranleitung Telegrammweitergabe Die Weitergabe der verarbeiteten Frequenzwerte erfolgt spontan oder auf Anforderung. Die spontane Telegrammweitergabe wird durch die Änderungsüberwachung angeregt. Die Telegramme sind zeitgestempelt (Auflösung 10 ms). Das Format ist durch Parametrierung einstellbar. Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104. Datenpunkt Qualitätskennung BL blocked SB substituted NT not topical IV invalid Bemerkung nicht unterstützt nicht unterstützt vom Steuerkopfelement bei Ausfall des Peripherieelements nachgebildet Messwert befindet sich im nicht plausiblen Bereich, Leitungsbruch OV overflow Rohwert außerhalb des parametrierten Messbereichs (X 0, X 100) oder Fertigwert außerhalb des Bereichs (Y 0, Y 100); der Fertigwert wird auf Y 0 bzw. Y 100 begrenzt Übertragungsursache 01 zyklisch 02 Hintergrundabfrage 03 spontan 05 abgerufen 20 abgefragt durch GA 21 abgefragt durch Abfrage Gruppe 1 : 36 abgefragt durch Abfrage Gruppe 16 T Test Bemerkung nicht unterstützt nicht unterstützt Änderung des Messwertes in Abhängigkeit der Schwellen oder Änderung der Datenpunkt Qualitätskennung nicht unterstützt nach Erhalt einer GA-Anforderung oder automatisch (z.b. nach Hochlauf, Parameteränderung) nicht unterstützt nicht unterstützt Informationsobjekte Die Frequenzerfassung unterstützt nur Datenformate im kompatiblen Bereich der IEC Das Format der Messwerte wird in der Konfiguration des Protokolles vorgenommen. Folgende Typkennungen gelten für die Frequenzwerte: Beschreibung Typkennung Datentyp Bytes Zeitinformation Messwert Gleitkomma mit Zeit 14 REAL 3 Byte Messwert Gleitkomma mit Zeit 36 REAL 7 Byte Messwert Gleitkomma ohne Zeit 13 REAL SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

291 Parametrieranleitung Konfiguration der Kontakte Die Zuordnung der Frequenzwerte zu den Analogeingängen erfolgt datenpunktweise. Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Pin DP Typ IN IC0 : IN IC3 Gleitkomma nicht verwendet fix belegter digitaler Eingang am I/O Modul automatisch berechnet anhand Bestückung "Gleitkomma" voreingestellt IOA1/IOA2/IOA /0 255/0 255 beliebige IOA je Eingang Einstellungen Folgende Parameter können für die Verarbeitung der Frequenzwerte festgelegt werden: Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Abtastraster 0.1 s/0.5 s/1 s/2 s/5 s/ 10 s/20 s/30 s/60 s Verarbeitungsraster; 0.1 s voreingestellt je Eingang Schwelle unbedingt 0 103% 1) 2% voreingestellt je Eingang Schwelle additiv % 1) 150% voreingestellt je Eingang Nennbereich X_0% 1.2 Hz fix voreingestellt je Eingang Nennbereich X_100% Klasse 1 Daten Hz Frequenzbereich 50 Hz voreingestellt selektiert nicht selektiert "selektiert" = Klasse 1 2) (voreingestellt) "nicht selektiert" = Klasse 2 3) 1) Prozentangaben beziehen sich auf den parametrierten Frequenzbereich je Eingang je Eingang 2) Datenpunkte der Klasse 1 werden mit höherer Priorität als Datenpunkte der Klasse 2 an die Zentrale übertragen 3) Wählverkehr: Verbindungsaufbau und Übertragung der Datenpunkte unabhängig von einer Änderung nur auf Anforderung von der Zentrale SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 291

292 Parametrieranleitung Drehzahlerfassung Erfassung, Verarbeitung und Zeitstempelung von Drehzahlen über digitale Eingänge. Der Anwendungsbereich ist hauptsächlich für Generatoren in Kraftwerken. Die Funktion ist nur in Verbindung mit einem I/O Modul zur Periodenmessung möglich. Je I/O Modul ist nur eine Drehzahlerfassung möglich, wahlweise mit 1 oder mit 2 Gebern, die gegeneinander auf Plausibilität verglichen werden. Hinweis In einem SICAM MIC sind maximal 2 Speedmonitoring-Funktionen möglich. Die Drehzahlverarbeitung umfasst folgende Funktionen: Freigabe/Sperre Erfassung Drehrichtungserkennung Stillstandsüberwachung Schleichdrehzahlüberwachung (Creep) Ausgabe von Meldungen im Störfall Ausgabe von Schaltbefehlen Drehzahlausgabe Änderungsüberwachung Telegrammweitergabe Die Funktion Speedmonitoring kann entweder als Stand-alone-Variante oder mit einer Prozesskommunikation (seriell/lan/wan) ausgeführt werden Freigabe/Sperre Die Drehzahlerfassung kann in der Konfiguration der Kontakte des betreffenden I/O Moduls freigegeben oder gesperrt werden. Die Freigabe erfolgt datenpunktweise durch Zuweisung der Information "Speedmonitoring" und einer eindeutigen Informationsobjektadresse zu einem Hardware-Pin. Die Sperre erfolgt durch Zuweisung "nicht verwendet". Während der Sperre wird die Erfassung unterbunden. Fehlermarkierungen werden gelöscht. 292 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

293 Parametrieranleitung Erfassung Das Erfassungsraster für die digitalen Eingänge ist 100 s (durch das I/O Modul vorgegeben). Als Quelle für die Drehzahl dient ein Impulsgeber, zum Beispiel ein Namurgeber mit einer Zahnscheibe. Die Verarbeitung der digitalen Eingänge zu Drehzahlwerten erfolgt im parametrierten Abtastraster. Die Parameter für die Verarbeitungsfunktionen können in den Einstellungen des I/O Moduls eingegeben werden Drehrichtungserkennung Für eine Drehrichtungserkennung sind zwei Geber notwendig. Die Geber müssen versetzt montiert sein mit einer Phasenverschiebung von 30 bis 90 Grad. Bei einer Phasenverschiebung außerhalb dieses Bereichs wird die Drehrichtung nicht zuverlässig erkannt. Für eine korrekte Drehrichtungserkennung ist eine Periode mit 4 Flanken in einer definierten Ablauffolge erforderlich (siehe Grafik): Status A: Drehrichtung vorwärts Status B: Drehrichtung rückwärts Status A IN IC0 IN IC1 Status B t IN IC0 IN IC t Damit werden mechanische Ungenauigkeiten und ein Zahnausfall herausgefiltert, damit es nicht zu unerwünschten Auswirkungen (zum Beispiel eine Drehrichtungsumkehr) kommt Überwachung des Gradienten der Drehzahl Mit den einstellbaren Werten für Anlaufzeitkonstante und Nenndrehzahl (Pulsfrequenz bei Drehzahl 100%) wird ein maximal zulässiger Gradient errechnet. Ändert sich das Eingangssignal schneller als der Gradient es zulässt, wird die Drehzahl über den Gradienten errechnet. Erst wenn das Eingangssignal unter dem errechneten Wert ist, ist es wieder gültig. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 293

294 Parametrieranleitung Stillstandsüberwachung Im Stillsetzvorgang wird ab 1.9Hz auf Impulszählung umgeschaltet und auf Stillstand überwacht. Ab 4.1 Hz wird auf Periodendauermessung umgeschaltet und die Drehzahl errechnet. Bei Unterschreitung einer einstellbaren Impulszahl in einem einstellbaren Zeitraum wird eine Meldung über einen digitalen Ausgang ausgegeben Schleichdrehzahlerkennung Im Stillstand ist die Messung auf Impulszählung geschaltet um eine Schleichdrehzahlüberwachung ausführen zu können. Die Schleichdrehzahlerkennung kann mit einem Signal "Leitapparat geschlossen" aktiviert und deaktiviert werden. Ist das Signal = 0 wird die Schleichdrehzahlerkennung deaktiviert, weil ein Starten der Maschine angenommen wird Drehzahlschwellwerte Abhängig von der Drehzahl können Kriterien zur Definition von Ereignissen wie eine Auslösung Ein-/Ausschalten von Pumpen, Kühlungen oder sonstigen Aggregaten über bis zu 14 digitale Ausgänge zugeordnet werden. Die Kriterien für die Ansteuerung eines Ausgangs sind einstellbar mittels Schwellwert Auswahl der Überwachungsrichtung (Über- oder Unterschreitung) Anzugsverzögerung Hysterese Drehrichtung (bei Verwendung von 2 Gebern) Überwachung auf Überschreitung Bei Überschreitung des Schwellwerts wird die Anzugsverzögerungszeit gestartet. Bleibt der Schwellwert bis zum Ablauf dieser Zeit weiterhin überschritten wird der Ausgang gesetzt. Wird die Drehzahl kleiner als der Schwellwert abzüglich der Hysterese wird der Ausgang rückgesetzt. Überwachung auf Unterschreitung Bei Unterschreitung des Schwellwerts wird die Anzugsverzögerungszeit gestartet. Bleibt der Schwellwert bis zum Ablauf dieser Zeit weiterhin unterschritten wird der Ausgang gesetzt. Wird die Drehzahl größer als der Schwellwert zuzüglich der Hysterese wird der Ausgang rückgesetzt. 294 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

295 Parametrieranleitung Änderungsüberwachung Um die Übertragungseinrichtung nicht unnötig zu belasten, wird der angepasste Wert nach folgenden Regeln auf Änderung überwacht: Der erste ermittelte Wert wird sofort übertragen. Jede Änderung der Datenpunktqualitätskennung (Wert gestört) löst eine sofortige Übertragung aus; eine Änderung des OV-Bit führt zu keinem Übertragungsanreiz! Keine Datenpunktqualitätskennung markiert: Änderungsüberwachung nach der Methode des additiven Schwellwertverfahrens. Additives Schwellwertverfahren Durch Parametrierung wird eine große Schwelle, eine additive Schwelle und ein Verarbeitungsraster festgelegt. Ist die Abweichung zum letzten übertragenen Wert größer als die große Schwelle, wird der neue Wert sofort übertragen. Andernfalls werden im parametrierten Verarbeitungsraster die Abweichungen vom zuletzt übertragenen Wert vorzeichenrichtig aufaddiert. Erst wenn der Betrag dieser Summe die parametrierte additive Schwelle überschreitet, wird eine spontane Übertragung mit dem aktuellen, angepassten Wert angeregt. Eine Übertragung des Messwertes aufgrund einer Generalabfrage beeinflusst das Schwellwertverfahren nicht Störkontakt als Watchdog für die Drehzahlerfassung Der Ausgang D01 auf dem Steuerkopfelement kann bei Ausfall des Moduls oder bei Ausfall aller Drehzahlsignale angesteuert werden. Der Relaiskontakt ist im Normalfall geschlossen und im Fehlerfall offen. Er beinhaltet folgende Fehler: Ausfall des Drehzahlerfassungsmoduls Ausfall aller Drehzahlsignale Ausfall des Steuerkopfmoduls Firmwarekill Ausfall der Versorgungsspannung Drehzahlausgabe Die Drehzahlausgabe erfolgt über einen analogen Ausgang. Der Messbereich für die Drehzahlausgabe wird durch Parametrierung festgelegt. Die Anzahl der Impulse bei Nenndrehzahl ist nnenn Z f 60 f...frequenz n Nenn.. Nenndrehzahl Z Anzahl der Zähne SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 295

296 Parametrieranleitung Mit der selektierten Option "Drehzahl wird mit Vozeichen ausgegeben" wird der Analogwert mit Vorzeichen zum analogen Ausgang gesendet, mit deaktivierter Option als Absolutwert. Anzeigebereich Ausgabebereich Option Y_0 Y_ % 0 100% -10 ma 10 ma ja/nein % 0 100% 4 20 ma ja % 0 100% -20 ma 4 ma 20 ma nein % 4 20 ma nein Schaltleistungen der Ausgangsrelais Parameter physikalische Größe Wert Relais auf CP-60x0 max. Schaltspannung 60 VDC + 30% max. Schaltstrom 1A bei 60 VDC (60 W) ohm. Last Transistor DO-6200 max. Schaltspannung 60 VDC + 30% max. Schaltstrom 0.3 A bei 60 VDC (18 W) ohm. Last Relais DO-6212 max. Schaltspannung 220 VDC + 10% max. Schaltstrom 0.18 A bei 220 VDC (40 W) ohm. Last Warnung Überprüfen Sie ob ein Zwischenrelais benötigt wird! Datenpunkte für die Software Folgende Fehlermeldungen und Betriebszustände sind als Software-Datenpunkte verwendbar: Störung (Summe aller Störungen im Drehzahlmodul) Ausfall AO Ausfall Kommunikation Drehrichtung vorwärts Drehrichtung rückwärts Drehzahlsignal 1 fehlerhaft Drehzahlsignal 2 fehlerhaft Drehzahlschwellwert 0 13 Stillstand Schleichdrehzahl Drehzahl als Messwert Diese Datenpunkte können über I/O Module ausgegeben werden. Sie stehen auch für die Kommunikation zur Verfügung. 296 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

297 Parametrieranleitung Telegrammweitergabe Die Weitergabe der verarbeiteten Drehzahlwerte erfolgt spontan oder auf Anforderung. Die spontane Telegrammweitergabe wird durch die Änderungsüberwachung angeregt. Die Telegramme sind zeitgestempelt (Auflösung 10 ms). Das Format ist durch Parametrierung einstellbar. Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104. Datenpunkt Qualitätskennung BL blocked SB substituted NT not topical IV invalid Bemerkung nicht unterstützt nicht unterstützt vom Steuerkopfelement bei Ausfall des Peripherieelements nachgebildet Messwert befindet sich im nicht plausiblen Bereich OV overflow Rohwert außerhalb des parametrierten Messbereichs (X 0, X 100) oder Fertigwert außerhalb des Bereichs (Y 0, Y 100); der Fertigwert wird auf Y 0 bzw. Y 100 begrenzt Übertragungsursache 01 zyklisch 02 Hintergrundabfrage 03 spontan 05 abgerufen 20 abgefragt durch GA 21 abgefragt durch Abfrage Gruppe 1 : 36 abgefragt durch Abfrage Gruppe 16 T Test Bemerkung nicht unterstützt nicht unterstützt Änderung des Messwertes in Abhängigkeit der Schwellen oder Änderung der Datenpunkt Qualitätskennung nicht unterstützt nach Erhalt einer GA-Anforderung oder automatisch (z.b. nach Hochlauf, Parameteränderung) nicht unterstützt nicht unterstützt Informationsobjekte Die Drehzahlerfassung unterstützt nur Datenformate im kompatiblen Bereich der IEC Das Format der Messwerte wird in der Konfiguration des Protokolles vorgenommen. Folgende Typkennungen gelten für Drehzahlwerte: Beschreibung Typkennung Datentyp Bytes Zeitinformation Messwert Gleitkomma mit Zeit 14 REAL 3 Byte Messwert Gleitkomma mit Zeit 36 REAL 7 Byte Messwert Gleitkomma ohne Zeit 13 REAL - SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 297

298 Parametrieranleitung Konfiguration der Kontakte Die Zuordnung der Drehzahlwerte zu den Analogeingängen erfolgt datenpunktweise. Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Pin IN IC0 *) DP Typ IN IC1 *) Speedmonitoring Gleitkomma nicht verwendet fix belegter digitaler Eingang am I/O Modul automatisch berechnet anhand Bestückung Auswahl Speedmonitoring "Gleitkomma" voreingestellt je Eingang oder je Eingangspaar Text max. 10 Zeichen je Eingang oder je Eingangspaar IOA1,2, /0 255/0 255 beliebige IOA je Eingang oder je Eingangspaar *) nur IN IC0 ausgewählt: Messwert ohne Vorzeichen; IN IC1 (nur in Verbindung mit IN IC0): Messwert mit Vorzeichen Einstellungen Folgende Parameter können für die Verarbeitung der Drehzahlwerte festgelegt werden: Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Frequenz der Impulse bei Drehzahl 100% Hz Anlaufzeitkonstante Maschinensatz Drehzahlausgabe Drehzahl wird mit Vorzeichen ausgegeben (vorwaerts = positiv, rueckwaerts = negativ) 2) Drehzahlausgabe auf AO s Zuordnung der Einzelmeldungen am DI Leitapparat geschlossen Meldung selektiert nicht selektiert 0 255/0 255/0 255 Zuordnungen der Stoermeldungen am DO (Einzelmeldung) Stoerung Ausfall AO Ausfall Kommunikation Drehrichtung rueckwaerts 2) Drehrichtung vorwaerts 2) Zulaessige Abweichung der Drehzahl 2) Drehzahlsignal fehlerhaft 3) Drehzahlsignal 1 fehlerhaft 2) Drehzahlsignal 2 fehlerhaft 2) dient zur Berechnung des max. zulässigen Gradients für Eingangssignaländerung 1) Analogwert wird mit Vorzeichen oder ohne Vorzeichen (als Absolutwert) zum Analogausgang gesendet 0 255/0 255/0 255 Flatterunterdrückung bei Verwendung von zwei Drehzahlgebern 0 255/0 255/ /0/0 voreingestellt (nicht verwendet) 0 255/0 255/ /0/0 voreingestellt (nicht verwendet) 0 255/0 255/ /0/0 voreingestellt (nicht verwendet) 0 255/0 255/ /0/0 voreingestellt (nicht verwendet) 0 255/0 255/ /0/0 voreingestellt (nicht verwendet) % die verwendeten Eingänge werden auf Leitungsbruch überwacht; bei Ungleichheit der Drehzahlsignale wird der kleinere Wert auf "gestört" gesetzt 0 255/0 255/ /0/0 voreingestellt (nicht verwendet) 0 255/0 255/ /0/0 voreingestellt (nicht verwendet) 0 255/0 255/ /0/0 voreingestellt (nicht verwendet) 298 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

299 Parametrieranleitung Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Drehzahlschwellwerte Drehzahlschwellwert 0 : Drehzahlschwellwert 13 Wert Drehrichtung 2) Stillstandserkennung Größer kleiner Vorwärts rückwärts % in Prozent von der Nenndrehzahl; "groesser" voreingestellt "rueckwaerts" voreingestellt Anzugsverz ms 0 ms voreingestellt IOA 0 255/0 255/ /0/0 voreingestellt (nicht verwendet) Hysterese 0 255% in Prozent von der Nenndrehzahl; voreingestellt 5% Pulse voreingestellt Ueberwachungszeit s 1 s voreingestellt; 0 = keine Funktion Ausgang (DO, Einzelmeldung) IOA1, 2, 3 Anzugs- und Abfallverzoegerung Schleichdrehzahlüberwachung 0 255/0 255/0 255 bei Unterschreitung der eingestellten Impulszahl im eingestellten Zeitintervall wird ein Meldebit gesetzt s Verzögerung für Setzen und Rücksetzen des Meldebits; 1 s voreingestellt; 0 = keine Verzögerung Pulse voreingestellt Ausgang (DO, Einzelmeldung) IOA1, 2, 3 Messwertparameter 0 255/0 255/0 255 Abtastraster 0.1 s/0.5 s/1 s/2 s/5 s/ 10 s/20 s/30 s/60 s nach der eingestellten Impulszahl wird ein Meldebit gesetzt voreingestellt 0/0/0 (keine Überwachung) Verarbeitungsraster; 0.1 s voreingestellt Schwelle unbedingt 0 103% 2% voreingestellt Schwelle additiv % 150% voreingestellt Nennbereich X_0% 1 Hz fix voreingestellt Klasse 1 Daten selektiert nicht selektiert Einzelmeldungen fuer die Kommunikation Alle Einzelmeldungen fuer den DO zusaetzlich zur Kommunikation selektiert nicht selektiert Stoerkontakt (D01 Ausgang auf CP-60x0) Stoerkontakt wird bei Ausfall des Moduls oder bei Ausfall aller Drehzahlsignale gesetzt selektiert nicht selektiert "selektiert" = Klasse 1 4) (voreingestellt) "nicht selektiert" = Klasse 2 5) mit dieser Freigabe werden alle Meldungen auch zur Kommunikation gesendet; "selektiert" voreingestellt D01 Ausgang muss dazu in den Systemeinstellungen auf "Störkontakt" gesetzt sein; "nicht selektiert" voreingestellt 1) ändert sich das Eingangssignal schneller als der Gradient, wird die Drehzahl über den Gradienten errechnet, ist das Eingangssignal kleiner als der errechnete Wert, ist es wieder gültig 2) gilt nur bei Einstellung von 2 Gebern (IN IC0, IN IC1) 3) gilt nur bei Einstellung von 1 Geber (IN IC0) 4) Datenpunkte der Klasse 1 werden mit höherer Priorität als Datenpunkte der Klasse 2 an die Zentrale übertragen 5) Wählverkehr: Verbindungsaufbau und Übertragung der Datenpunkte unabhängig von einer Änderung nur auf Anforderung von der Zentrale SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 299

300 Parametrieranleitung Impulsbefehlsausgabe Die Impulsbefehlsausgabe dient zu einer zeitlich begrenzten Aktivierung eines Stellgliedes über einen binären Ausgang. Die Aktivierung des Stellgliedes ist dabei von den Ergebnissen mehrerer Prüfungen abhängig. Die Funktion ist nur in Verbindung mit einem I/O Modul zur Befehlsausgabe möglich. Der Umfang der Prüfungen ist einstellbar und vom verwendeten I/O Modul abhängig: Befehlsausgabe (OC) Befehlsausgabe mit internen Prüfungen (IC1) - nur mit DO-622x/DO-6230 Befehlsausgabe mit Widerstandsprüfung (RC1) - nur mit DO-6221/DO-6230 Die möglichen Beschaltungsvarianten des Stellglieds sind 1-polig 1,5-polig 2-polig Die Impulsbefehlsausgabe umfasst folgende Funktionen: Freigabe/Sperre Ansteuerung über spontanen Telegrammempfang Befehlsausgabe einleiten Formale Prüfung Direkter Befehl Anwahl- und Ausführungsbefehl 1-aus-n-Prüfung Steuerort einstellen Impulsdauer überwachen Befehlsausgabezeit Rückmeldungsüberwachung Befehlsausgabe beenden Vom Systemelement abhängige Funktionen: Steuerkreis vorbereiten Ruheprüfung Selektive Aktivierungsprüfung Widerstandsprüfung Fremdspannungsprüfung Stromflussmessung Erdschlussprüfung Stellglied aktivieren Selektive Aktivierungsprüfung Stromflussmessung Ansteuerung von Stellgliedern mit Selbstunterbrechung Stellglied deaktivieren Ruheprüfung Allgemeine Funktionen: Fehlerbehandlung periodische Steuerkreisprüfung 300 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

301 Parametrieranleitung Ablauf der Befehlsausgabe Befehlsausgabe (OC) Ausgaberelais optional Befehlsrelais Stellglied extern intern extern Funktion Aktionen und Prüfungen Fehlerbehandlung Befehlsausgabe einleiten Anwahl- und Ausführungsbefehl 1-aus-n Prüfung Stellglied aktivieren Befehlsrelais einschalten Ausgaberelais einschalten Impulsdauer überwachen Ausgabezeit Rückmeldungsüberwachung Stellglied deaktivieren Ausgaberelais ausschalten Befehlsrelais ausschalten Befehlsausgabe beenden Empfang des spontanen Informationsobjekts Befehl (ACT) und systeminterne Information "Befehlsausgabe belegt" setzen Senden des spontanen Informationsobjekts Befehl (ACTCON) und systeminterne Information "Befehl C00 Cnn läuft" setzen Senden des spontanen Informationsobjekts Befehl (ACTTERM) und systeminterne Informationen "Befehlsausgabe belegt" und "Befehl C00 Cnn läuft" rücksetzen Abbruch Abbruch mit Zusatzinformation Wird bei diesem Ablauf ein fehlerhafter Zustand erkannt, erfolgt ein sofortiger Abbruch der Ausgabe. Je nach Fehler werden unterschiedliche Maßnahmen eingeleitet (siehe Fehlerbehandlung). SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 301

302 Parametrieranleitung Befehlsausgabe mit internen Prüfungen (IC1) Hinweis Diese Art der Befehlsausgabe ist nur bei Verwendung eines I/O Moduls DO-6220 oder DO-6221 in Kombination mit DO-6230 möglich. Ausgaberelais optional Befehlsrelais Stellglied extern intern extern Funktion Aktionen und Prüfungen Fehlerbehandlung Befehlsausgabe einleiten Empfang des spontanen Informationsobjekts Befehl (ACT) und periodische Information "Befehlsausgabe belegt" setzen Anwahl- und Ausführungsbefehl 1-aus-n Prüfung Steuerkreis vorbereiten Abbruch Abbruch mit Zusatzinformation Ruheprüfung selektive Aktivierungsprüfung Abbruch mit Sperre Stellglied aktivieren Befehlsrelais einschalten Ausgaberelais einschalten Impulsdauer überwachen Ausgabezeit Rückmeldungsüberwachung Stellglied deaktivieren senden des spontanen Informationsobjekts Befehl (ACTCON) und systeminterne Information "Befehl C00 Cnn läuft" setzen systeminterne selektive Aktivierungsprüfung systeminterne selektive Aktivierungsprüfung Abbruch mit Sperre Abbruch mit Sperre Ausgaberelais ausschalten selektive Aktivierungsprüfung Abbruch mit Sperre Befehlsrelais ausschalten Ruheprüfung Abbruch mit Sperre Befehlsausgabe beenden Senden des spontanen Informationsobjekts Befehl (ACTTERM) und systeminterne Informationen "Befehlsausgabe belegt" und "Befehl C00 Cnn läuft" rücksetzen Wird bei diesem Ablauf ein fehlerhafter Zustand erkannt, erfolgt ein sofortiger Abbruch der Ausgabe. Je nach Fehler werden unterschiedliche Maßnahmen eingeleitet (siehe Fehlerbehandlung). 302 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

303 Parametrieranleitung Befehlsausgabe mit Widerstandsprüfung (RC1) Hinweis Diese Art der Befehlsausgabe ist nur bei Verwendung eines I/O Moduls DO-6221 in Kombination mit DO-6230 möglich. Ausgaberelais Halbleiterschalter Gruppenrelais optional Stellglied Prüfspannun g Messkreis Befehlsrelais extern intern extern Funktion Aktionen und Prüfungen Fehlerbehandlung Befehlsausgabe einleiten Anwahl- und Ausführungsbefehl 1-aus-n Prüfung Steuerkreis vorbereiten Empfang des spontanen Informationsobjekts Befehl (ACT) und systeminterne Information "Befehlsausgabe belegt" setzen Halbleiterschalter ist geschlossen Abbruch mit Zusatzinformation Abbruch mit Zusatzinformation Ruheprüfung Abbruch mit Sperre Befehlsrelais einschalten selektive Aktivierungsprüfung Abbruch mit Diagnose Fremdspannungsprüfung Prüfung des Ausgaberelais Abbruch mit Sperre Stromflussmessung Prüfung des Gruppenrelais und Erdschlussprüfung bei 1.5-poliger und 2- poliger Ausgabe Abbruch mit Diagnose Gruppenrelais einschalten selektive Aktivierungsprüfung Abbruch mit Diagnose Fremdspannungsprüfung Prüfung des Ausgaberelais Abbruch mit Sperre Widerstandsprüfung Stellglied aktivieren 1-aus-n-Prüfung des externen Befehlskreises und Erdschlussprüfung bei 1- poliger Ausgabe Senden des spontanen Informationsobjekts Befehl (ACTCON) und systeminterne Information "Befehl C00 Cnn läuft" setzen Abbruch mit Diagnose Ausgaberelais einschalten periodische selektive Aktivierungsprüfung Abbruch mit Diagnose Stromflussmessung Impulsdauer überwachen Ausgabezeit Rückmeldungsüberwachung Stellglied deaktivieren Halbleiterschalter ausschalten Ausgaberelais ausschalten periodische Prüfung des Halbleiterschalters, des Messkreises und der externen Verdrahtung selektive Aktivierungsprüfung Abbruch mit Diagnose SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 303

304 Parametrieranleitung Funktion Aktionen und Prüfungen Fehlerbehandlung Stromflussmessung Prüfung des Ausgaberelais Abbruch mit Sperre Halbleiterschalter einschalten Befehlsrelais ausschalten selektive Aktivierungsprüfung Abbruch mit Diagnose Widerstandsprüfung Prüfung des Befehlsrelais Abbruch mit Diagnose Gruppenrelais ausschalten Ruheprüfung Abbruch mit Diagnose Befehlsgabe beenden Senden des spontanen Informationsobjekts Befehl (ACTTERM) und systeminterne Informationen "Befehlsausgabe belegt" und "Befehl C00 Cnn läuft" rücksetzen Wird bei diesem Ablauf ein fehlerhafter Zustand erkannt, erfolgt ein sofortiger Abbruch der Ausgabe. Je nach Fehler werden unterschiedliche Maßnahmen eingeleitet (siehe Fehlerbehandlung) Freigabe/Sperre Die Befehlsausgabe kann in der Konfiguration der Kontakte des betreffenden I/O Moduls freigegeben oder gesperrt werden. Die Freigabe erfolgt datenpunktweise durch Zuweisung der Information "Einzelbefehl" oder "Doppelbefehl" und einer eindeutigen Informationsobjektadresse zu einem Hardware-Pin. Die Sperre erfolgt durch Zuweisung "nicht verwendet". Während der Sperre wird die Ansteuerung unterbunden und der Befehlsausgang abgesteuert. Fehlermarkierungen werden gelöscht Befehlsausgabe einleiten Das Einleiten der Befehlsgabe erfolgt über ein spontanes Informationsobjekt "Befehl". Die Funktion Impulsbefehle unterstützt für die Befehlsgabe beide Verfahren zur Befehlsübertragung nach IEC /104: Direkter Befehl. Anwahl-und Ausführungsbefehl. Die Impulsbefehlsausgabe unterstützt Einzelbefehle und Doppelbefehle: der Einzelbefehl steuert ein Befehlsrelais an und unterstützt ausschließlich den Einzelbefehlszustand "EIN". der Doppelbefehl steuert zwei Befehlsrelais (AUS und EIN) an, aber nur eines zu einem Zeitpunkt. Er unterstützt die Doppelbefehlszustände AUS und EIN. 304 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

305 Parametrieranleitung Formale Prüfung Bei Empfang des spontanen Informationsobjekts "Befehl" erfolgt eine formale Prüfung, bevor der Befehl zur Ausführung gelangt. Folgende Prüfungen werden durchgeführt: Übertragungsursache ist Aktivierung oder Abbruch der Aktivierung Typkennung im spontanen Informationsobjekt entspricht der parametrierten Befehlskennung ist keine Festlegung oder kurze Befehlsausführungszeit oder lange Befehlsausführungszeit Befehlszustand bei einem Einzelbefehl ist EIN (AUS ist nicht zulässig) Befehlszustand bei einem Doppelbefehl ist AUS oder EIN Ist die formale Prüfung nicht bestanden wird der Befehl abgewiesen und eine negative Bestätigung der Aktivierung gesendet Direkter Befehl Das Verfahren zur Befehlsübertragung nach IEC /104 für "direkter Befehl" ("Ausführungsbefehl") wird angewendet wenn die maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausführung "0" ist. Bei Empfang des spontanen Informationsobjekts "Befehl" mit der Übertragungsursache "Aktivierung" und der Datenpunktkennung "execute" wird die Befehlsgabe eingeleitet. Folgende Prüfung wird durchgeführt: 1-aus-n Prüfung kein Befehl angewählt. kein Befehl in Ausführung. Steuerkreisprüfungen (vom Systemelement abhängig). In Abhängigkeit dieser Prüfung erfolgt eine positive oder negative Bestätigung der Aktivierung. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 305

306 Parametrieranleitung Anwahl- und Ausführungsbefehl Das Verfahren zur Befehlsübertragung nach IEC /104 für "Anwahl- und Ausführungsbefehl" wird angewendet wenn die maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausfuehrung größer als "0" ist. Der entsprechende Parameter gibt an, innerhalb welcher Zeit der Ausführungsbefehl nach dem Anwahlbefehl empfangen werden muss. Anwahlbefehl ("select") Bei Empfang des spontanen Informationsobjekts "Befehl" mit der Übertragungsursache "Aktivierung" und der Datenpunktkennung "select" wird geprüft, ob der anzuwählende Befehl zulässig ist. Folgende Prüfungen werden durchgeführt: Maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausführung > 0. 1-aus-n Prüfung kein Befehl angewählt. kein Befehl in Ausführung. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt wird der Befehl abgewiesen und eine negative Bestätigung der Aktivierung gesendet. Sind diese Bedingungen erfüllt wird eine positive Bestätigung der Aktivierung gesendet und auf den Ausführungsbefehl gewartet. Ablauf der Wartezeit Läuft die maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausfuehrung ab wird der angewählte Befehl abgebrochen. Abbruch der Anwahl Der Wartezustand kann durch ein spontanes Informationsobjekt "Befehl" mit der Übertragungsursache "Abbruch der Aktivierung" beendet werden, die Befehlskennung "S/E" ist irrelevant. Folgende Prüfungen werden durchgeführt: Der abzubrechende Befehl ist angewählt, das bedeutet, die Elemente des spontanen Informationsobjekts von Anwahl- und Ausführungsbefehl sind bis auf das Element "Übertragungsursache", "S/E" (irrelevant) und die Elemente für den Zeitstempel identisch. Maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausführung > 0. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt wird eine negative Bestätigung das Abbruchs der Aktivierung gesendet und der angewählte Befehl wird NICHT abgebrochen. Sind diese Bedingungen erfüllt wird der angewählte Befehl abgebrochen und eine positive Bestätigung das Abbruchs der Aktivierung gesendet. 306 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

307 Parametrieranleitung Ausführungsbefehl ("execute") Bei Empfang des spontanen Informationsobjekts "Befehl" mit der Übertragungsursache "Aktivierung" und der Datenpunktkennung "execute" innerhalb der eingestellten maximalen Zeit zwischen Anwahl und Ausführung wird nach einem Anwahlbefehl geprüft, ob der Ausführungsbefehl zulässig ist: Der auszuführende Befehl ist angewählt, das bedeutet, die Elemente des spontanen Informationsobjekts von Anwahl- und Ausführungsbefehl sind identisch, außer das Element "S/E" und die Elemente für den Zeitstempel. Maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausführung > 0. 1-aus-n Prüfung kein Befehl in Ausführung. Steuerkreisprüfungen (vom Systemelement abhängig). Sind diese Bedingungen nicht erfüllt wird der Befehl abgewiesen und eine negative Bestätigung der Aktivierung gesendet. Sind diese Bedingungen erfüllt erfolgt eine positive Bestätigung der Aktivierung und die Befehlsausgabe eingeleitet aus-n-Prüfung SICAM MIC erlaubt die Ausgabe von nur einem Befehl zur gleichen Zeit. Mit Empfang des spontanen Informationsobjekts "Befehl" wird die Befehlsausgabe belegt solange die Befehlsausgabe aktiv ist. Die 1-aus-n-Überwachung ist nicht abschaltbar und wirkt immer über das gesamte System (gilt für alle Befehlsausgänge). Der Empfang eines spontanen Informationsobjekts "Befehl" während einer belegten Befehlsausgabe bewirkt, dass der Befehl abgewiesen und eine negative Bestätigung der Aktivierung gesendet wird Steuerort einstellen Die Übertragungsursache wird von der Herkunftsadresse des zugehörigen spontanen Informationsobjekt "Befehl" abgeleitet. Bei Erreichen der Sollstellung oder nach Ablauf der Differenzstellungsunterdrückungszeit während einer gültigen Befehlsausgabe wird im spontanen Informationsobjekt "Doppelmeldung" die Übertragungsursache abhängig von der Herkunftsadresse des aktuell laufenden Befehls eingetragen. In allen anderen Fällen (z.b. keine gültige Befehlsgabe) werden Änderungen des Zustands mit einer Übertragungsursache "spontan" weitergegeben. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 307

308 Parametrieranleitung Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ableitung der Übertragungsursache von der Herkunftsadresse: Herkunftsadresse Übertragungsursache 0 spontan Rückmeldung, verursacht durch einen Fernbefehl Rückmeldung, verursacht durch einen lokalen Befehl Impulsdauer überwachen Befehlsausgabezeit Die Befehlsausgabezeit definiert wie lange das Stellglied betätigt wird. Es wird unterschieden zwischen vom Prozess unabhängiger Befehlsausgabezeit und vom Prozess abhängiger Befehlsausgabezeit (Rückmeldungsüberwachung). Bei der vom Prozess unabhängigen Befehlsausgabezeit wird die Ausgabezeit im spontanen Informationsobjekt "Befehl" festgelegt: Kurze oder lange Befehlsausgabezeit: Die Ausgabezeit ist je Systemelement zu parametrieren (gilt für alle I/O Module die Impulsbefehle ausgeben können). Keine Festlegung: Je Datenpunkt ist die Ausgabezeit einstellbar (Befehlsausgabezeit ohne Kennung). Ist die Ausgabezeit = 0, wird der Befehl abgewiesen und eine negative Bestätigung der Aktivierung gesendet. Damit die Ausgabezeit im spontanen Informationsobjekt "Befehl" wirksam ist, muss die Rückmeldungsüberwachung "Befehlsbeendigung (TERM)" ausgeschaltet sein. Bei der vom Prozess abhängigen Befehlsausgabezeit wird die Dauer der Befehlsausgabe im Normalfall durch die Rückmeldung bestimmt Rückmeldungsüberwachung Die Rückmeldungsüberwachung dient zur Begrenzung der Befehlsausgabe auf die vom Prozess erforderliche Ausgabezeit und Signalisierung einer erfolglosen Befehlsgabe. Die Rückmeldungsüberwachung ist je Befehl einstellbar, ebenso die Quelle der Befehlsrückmeldung (verfahrenstechnische Adresse des Datenpunkts). Für eine ordnungsgemäße Funktion der Rückmeldungsüberwachung ist eine positive Flanke der Rückmeldung erforderlich. Bei Doppelbefehlen wird die zugehörige Rückmeldung (EIN oder AUS) bewertet. 308 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

309 Parametrieranleitung Hinweis Um Fehlverhalten für die Signalisierung einer erfolglosen Befehlsgabe auszuschließen, sollte die Rückmeldungsüberwachungszeit länger der Befehlsausgabezeit sein. Stellglied mit Selbsthaltung Stellglied betätigen Befehlsausgabezeit Rückmeldung spontanes Informationsobjekt Befehl ACT Befehl ACTCON Befehl ACTTERM positiv positiv positiv positiv Sonderfälle Stellglied erreicht nicht die gewünschte Endlage wird das Stellglied für die Dauer der Befehlsausgabezeit betätigt und eine negative Bestätigung der Aktivierung gesendet. Stellglied betätigen Befehlsausgabezeit Rückmeldung Erreicht das Stellglied nicht oder erst nach Ablauf der Rückmeldeüberwachungszeit die Endlage, Rückmeldungsüberwachungszeit Rückmeldungsüberwachungszeit spontanes Informationsobjekt Befehl ACT Befehl ACTCON Befehl ACTTERM positiv negativ SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 309

310 Parametrieranleitung Steuerkreis vorbereiten (vom Systemelement abhängig) Ruheprüfung Die Ruheprüfung wird periodisch durchgeführt, auch wenn kein Befehl auszugeben ist. Die Ruheprüfung erkennt durch Rücklesen der Relaiswicklungsansteuerung ob sich alle Relais (Befehlsrelais, Gruppenrelais, Ausgaberelais) in ihrem Ruhezustand (ausgeschaltet) befinden. Erkennt die Ruheprüfung einen Fehler, werden nochmals alle Relais ausgeschaltet und eine neuerliche Ruheprüfung durchgeführt. Ist weiterhin kein Ruhezustand vorhanden, erfolgt als Fehlerbehandlung ein Abbruch mit Sperre Selektive Aktivierungsprüfung Die selektive Aktivierungsprüfung erkennt durch das Rücklesen der Relaiswicklungsansteuerung ob ausschließlich das (die) gewünschte(n) Relais aktiviert wurde(n). Mit der selektiven Aktivierungsprüfung erfolgt eine weitere 1-aus-n-Prüfung um ein ungewolltes Einschalten mehrerer Stellglieder durch einen Defekt der Baugruppe zu verhindern. Erkennt die selektive Aktivierungsprüfung einen Fehler, wird nochmals versucht das gewünschte Relais zu aktivieren. Ist das Relais weiterhin nicht in der richtigen Lage, erfolgt als Fehlerbehandlung ein Abbruch mit Sperre Widerstandsprüfung Die Widerstandsprüfung ist je Befehl einschaltbar. Dabei besteht die Möglichkeit, die Widerstandsprüfung bei jeder Befehlsgabe oder nur bei der periodischen Steuerkreisprüfung durchzuführen. Mit der Widerstandsprüfung erfolgt eine weitere 1-aus-n-Prüfung um ein ungewolltes Einschalten mehrerer Stellglieder durch einen externen Verdrahtungsfehler (beispielsweise Schluss zwischen zwei oder mehreren Stellgliedern) zu verhindern. Die Widerstandsprüfung ermittelt den Widerstand des zu aktivierenden Stellglieds. Die Messung erfolgt mit einer Referenzspannung von 2.5 V oder 10 V in Abhängigkeit des parametrierten Widerstandswerts. Der gemessene Widerstand darf eine Abweichung von +40% bis 27.6% vom parametrierten Widerstandswert haben. Hinweis Eine sichere Erkennung von externen Verdrahtungsfehlern ist nur gegeben, wenn der Widerstand aller Stellglieder die von einem Systemelement aktiviert werden, annähernd gleich ist. Die Widerstandsprüfung wird auch dazu herangezogen, um geschlossen gebliebene Relais auf der Baugruppe nach dem Ausschalten zu erkennen. Dabei muss ein Widerstand von gemessen werden. 310 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

311 Parametrieranleitung Stromflussmessung Die Stromflussmessung ist je Befehl einschaltbar. Sie prüft den externen Befehlsausgabekreis beispielsweise auf Kurzschluss oder Unterbrechungen Ansteuerung von Stellgliedern mit Selbstunterbrechung Bei Anschluss von Stellgliedern bei denen der Befehlsausgabekreis unterbrochen werden kann ist eine korrekte Stromflussprüfung nicht mehr möglich. Damit bei dieser Beschaltungsvariante kein Fehler erkannt wird kann die periodische Stromflussprüfung mit einem entsprechenden Parameter ausgeschaltet werden. Die erstmalige Stromflussprüfung nach Aktivierung des Stellglieds bleibt davon unberührt Erdschlussprüfung In Abhängigkeit der Beschaltungsvariante werden 2 Methoden zur Erdschlusserkennung angewendet: bei 1.5- oder 2-poliger Beschaltung durch eine Strommessung bei 1-poliger Beschaltung durch die Widerstandsprüfung Für die weiteren Betrachtungen werden drei Erdungsarten der Batterie (Punkte A, B und C in den nachfolgenden Zeichnungen und Erklärungen) unterschieden: A Plus Pol der Batterie geerdet B Batterie symmetrisch geerdet C Minus Pol der Batterie geerdet Legende für nachfolgende Zeichnungen: U BAT = VDC R SYM = 56 k R M = 900 R L = k < 145 k R E Erdschlusserkennung bei 1.5- oder 2- poliger Beschaltung Bei diesen Beschaltungsvarianten ist die Erdschlussprüfung je Befehl unabhängig von der Widerstandsprüfung oder Stromflussmessung einschaltbar. Dabei besteht die Möglichkeit, die Erdschlussprüfung bei jeder Befehlsgabe oder nur bei der periodischen Steuerkreisprüfung durchzuführen. Warnung Bei 2-poliger Beschaltung muss für die ordnungsgemäße Funktion der Erdschlusserkennung auch das Gruppenrelais verwendet werden. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 311

312 Parametrieranleitung A Ausgaberelais Gruppenrelais Befehlsrelais Stellglied I B R E U BAT Prüfspannung Messkreis & Halbleiterschalter R L R E II C R SYM R M extern intern extern Ein Erdschluss wird in jeder Kombination von Erdungsart (A, B, C) und Ort des Erdschlusses (I, II) erkannt. Erdschlusserkennung bei 1-poliger Beschaltung Die Erdschlussprüfung wird bei dieser Beschaltungsvariante immer im Zuge der Widerstandsprüfung durchgeführt. Es kann dabei jedoch nicht zwischen Verdrahtungsfehler, falschem Widerstand des Stellglieds oder einem Erdschluss unterschieden werden. Warnung Ob ein Erdschluss erkannt werden kann ist von der Erdungsart der Batterie ist abhängig. A Ausgaberelais Gruppenrelais Befehlsrelais Stellglied I B R E U BAT Prüfspannung Messkreis & Halbleiterschalter R L R E II C R SYM R M extern intern extern Erdungsart Erdschluss Erkennung Bemerkung A I NEIN Im Normalfall irrelevant, da der Erdschluss eine Parallelverbindung bildet II JA Durch den Erdschluss wird das Stellglied kurzgeschlossen B I NEIN Wird üblicherweise durch eine externe Überwachungseinrichtung erkannt II JA Der gemessene Widerstand liegt außerhalb der erlaubten Toleranz C I NEIN Kurzschluss der Batterie II NEIN Stellglied wird ohne Schalthandlung betätigt 312 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

313 Parametrieranleitung Fehlerbehandlung Die Fehlerbehandlung der Befehlsausgabe unterscheidet zwischen: Bedeutung Abbruch Abbruch mit Diagnose Abbruch mit Sperre Fehler in der Bedienung oder Parametrierung Fehler in der externen Verdrahtung Fehler in der Baugruppe Hinweis Im Fehlerfall versucht die Befehlsausgabe alle Relais abzusteuern, um den Befehlsausgabekreis zu unterbrechen. Ob der Befehlsausgabekreis tatsächlich unterbrochen wird ist vom Fehler abhängig Abbruch Die Befehlsausgabe wird abgebrochen und ein spontanes Informationsobjekt mit negativer "Bestätigung der Aktivierung" oder negativer "Beendigung der Aktivierung" wird gesendet. Anschließend ist das Systemelement wieder für einen Befehl bereit Abbruch mit Diagnose Die Befehlsausgabe wird abgebrochen, eine Diagnoseinformation wird gesetzt und ein spontanes Informationsobjekt mit negativer "Bestätigung der Aktivierung" oder negativer "Beendigung der Aktivierung" wird gesendet. Anschließend ist das Systemelement wieder für einen Befehl bereit Abbruch mit Sperre Wenn der Fehler auf einen Defekt der Baugruppe zurückzuführen ist wird die Befehlsausgabe gesperrt. Gegebenenfalls kann kein spontanes Informationsobjekt "Bestätigung der Aktivierung" oder "Beendigung der Aktivierung" auf einen Befehl gesendet werden. Dieser Zustand kann entweder durch einen Hochlauf ("Power-Up") oder ein Rücksetzen ("Reset") des Systemelements behoben werden. Das Hochlaufverhalten ist einstellbar. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 313

314 Parametrieranleitung Periodische Steuerkreisprüfung Die periodische Steuerkreisprüfung erkennt, ob die Befehlskreise funktionsbereit sind, ohne das Stellglied zu betätigen. Die Prüfung erfolgt in einem parametrierbaren Raster. Ablauf: Ruheprüfung durch Rücklesen des Status der Relaiswicklungsansteuerung. Prüfung auf hängen gebliebene Relaiskontakte (Befehls-, Gruppen- und Ausgaberelais). Prüfung aller Steuerkreise durch sequenzielles Einschalten der Relais. Dabei wird eine selektive Aktivierungsprüfung und eine Durchgangsprüfung oder Widerstandsprüfung durchgeführt Ausgabe Die Befehlsausgabe erfolgt abhängig vom Befehlstyp (Einzel- oder Doppelbefehl, wahlweise 1-polig, 1.5-polig oder 2-polig) über bis zu 4 digitale Ausgänge. Am Steuerkopfmodul können nur 1-polige Befehle ausgegeben werden. Die Ausgabe erfolgt für I/O Module im parametrierten Erfassungsraster für TM Module (Systemeinstellung), für Steuerkopf I/Os sofort. Die Parameter für die Verarbeitungsfunktionen können in den Einstellungen des I/O Moduls eingegeben werden Beschaltungsvarianten 1-polige Beschaltung Peripherieelement Befehlsrelais 0 Befehlsrelais 1 Befehlsrelais n Stellglied Vorteil: Einfachste Verdrahtung der Stellglieder (z.b. extern gemeinsame Sammelschiene mit direkter Verbindung zur Batterie). Nachteil: Einfachfehler in der Verdrahtung kann zum ungewollten Betätigen des Stellglieds führen. Einfachfehler im Bereich der Sammelschiene (z.b. Kurzschluss) führt zum Blockieren aller Stellglieder Ausgaberelais 314 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

315 Parametrieranleitung 1.5-polige Beschaltung Peripherieelement Befehlsrelais 0 Befehlsrelais 1 Stellglied Vorteil: Einfachfehler in der Verdrahtung können nicht zum ungewollten Betätigen des Stellglieds führen. Verdrahtung der Stellglieder über eine externe gemeinsame Sammelschiene möglich. Befehlsrelais n Nachteil: höherer Verdrahtungsaufwand der Stellglieder als bei 1-poliger Beschaltung. Einfachfehler im Bereich der Sammelschiene (z.b. Kurzschluss) führt zum Blockieren aller Stellglieder Ausgaberelais 2-polige Beschaltung Peripherieelement Befehlsrelais 0 Stellglied Vorteil: Das Auftreten eines Fehlers an einem Stellglied ist rückwirkungsfrei auf die anderen Stellglieder Befehlsrelais 1 Nachteil: Hoher Verdrahtungsaufwand der Stellglieder Befehlsrelais n Ausgaberelais SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 315

316 Parametrieranleitung Ansteuerung über spontanen Telegrammempfang Die Ansteuerung der Befehlsausgabe erfolgt über ein Spontantelegramm. Die Befehlsausgabe entspricht den im Telegramm eingetragenen Zustand. Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104 und die Auswirkungen auf die Ausgabe. Datenpunkt Qualitätskennung S/E select/execute QU Befehlskennung Übertragungsursache 06 Aktivierung 08 Abbruch der Aktivierung P/N positive/negative Bestätigung T Test Bemerkung Anwahlbefehl/Ausführungsbefehl 0 Befehlsausgabezeit entsprechend dem Parameter je Befehl 1 Befehlsausgabezeit entsprechend dem globalen Parameter je I/O Modul für kurze Befehlsausgabezeit 2 Befehlsausgabezeit entsprechend dem globalen Parameter je I/O Modul für lange Befehlsausgabezeit 3 Dauerbefehl (nicht unterstützt) Bemerkung Befehlsausgabe vorbereitet ("select") führt zu einer Vorbereitung der Befehlsausgabe Befehlsausgabe ausgeführt ("execute") führt zu einer Befehlsausgabe eine vorbereitete Befehlsausgabe ("select") wird aufgehoben nicht ausgewertet nicht unterstützt Der Einzelbefehl/Doppelbefehl wird durch ein Telegramm im selben Format bestätigt. 316 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

317 Parametrieranleitung Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104. Datenpunkt Qualitätskennung S/E select/execute QU Befehlskennung Übertragungsursache 07 Bestätigung der Aktivierung 09 Bestätigung des Abbruchs der Aktivierung 10 Beendigung der Aktivierung P/N positive/negative Bestätigung T Test Bemerkung entsprechend dem empfangenen Befehlstelegramm entsprechend dem empfangenen Befehlstelegramm Bemerkung positive Bestätigung bei Anwahlbefehl ("select") keine Befehlsausgabe läuft (1-aus-n) und Befehlsausgabe ausgeführt ("execute"), wenn alle Bedingungen für den Ausführungsbefehl oder direkten Befehl erfüllt sind positive Bestätigung bei Ausführungsbefehl ("execute") keine Befehlsausgabe läuft (1-aus-n) und "select/execute" nicht parametriert oder dieser Befehl wurde durch ein "select" vorbereitet und alle parametrierten Prüfungen bestanden (vor Ausgaberelais schließen) sonst erfolgt eine negative Bestätigung positive Bestätigung bei Befehlsausgabe vorbereitet ("select") sonst erfolgt eine negative Bestätigung nur wenn die Befehlsausgabe durch eine positive "Bestätigung der Aktivierung" beantwortet wurde positive Bestätigung bei Befehlsausgabe ordnungsgemäß beendet und Rückmeldung in richtigem Zustand sonst erfolgt eine negative Bestätigung siehe Übertragungsursache 07, 09 und 10 nicht unterstützt Informationsobjekte Die Impulsbefehlsausgabe unterstützt nur Datenformate im kompatiblen Bereich der IEC Das Format der Befehle kann nicht parametriert werden. Es ist von der Gegenstelle abhängig. Folgende Typkennungen gelten für den Einzelbefehl: Beschreibung Typkennung Datentyp Bytes Zeitinformation Einzelbefehl mit Zeit 58 BOOL 7 Byte Einzelbefehl ohne Zeit 45 BOOL - Folgende Typkennungen gelten für den Doppelbefehl: Beschreibung Typkennung Datentyp Bytes Zeitinformation Doppelbefehl mit Zeit 59 BOOL 7 Byte Doppelbefehl ohne Zeit 46 BOOL - SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 317

318 Parametrieranleitung Konfiguration der Kontakte Die Zuordnung der Befehle zu den Binärausgängen erfolgt datenpunktweise. Ausgang Wahlmöglichkeit Bedeutung Wirksamkeit Pin OUT D00 1) 1) 2) OUT D01 DP Typ OUT D02 1) : OUT D07 1) 1) 3) OUT D10 : 1) 3) OUT D17 CA00 4) : CA07 4) CB00 4) : CB07 4) Einzelbefehl Doppelbefehl Einzelmeldung 1) nicht verwendet fix belegter digitaler Ausgang am Steuerkopfelement oder I/O Modul fix belegter digitaler Ausgang am I/O Modul fix belegter digitaler Ausgang am I/O Modul fix belegter digitaler Ausgang am I/O Modul fix belegter digitaler Ausgang am I/O Modul automatisch berechnet anhand Bestückung Auswahl Einzelbefehl Auswahl Doppelbefehl; "Einzelbefehl" voreingestellt Art 1-polig Beschaltung (einzeln) Beschaltung (doppelt) 1.5-polig 5) 2-polig 5) Beschaltung (einzeln) Beschaltung (doppelt) Beschaltung (einzeln) Beschaltung (doppelt) abhängig von der Art 1 dig. Ausgang 2 dig. Ausgänge 2 dig. Ausgänge 6) 3 dig. Ausgänge 6) 2 dig. Ausgänge 4 dig. Ausgänge IOA1/IOA2/IOA /0 255/0 255 beliebige IOA je Befehl 1) nicht für DO-6220, DO-6221, DO ) der Ausgang D01 vom Steuerkopfelement kann alternativ zum "normalen" Befehlsausgang auch als Watchdog oder als Störkontakt verwendet werden, in diesem Fall ist am Steuerkopfelement keine Doppelbefehlsausgabe möglich! 3) nur für DO ) nur für DO-6220, DO-6221, DO ) nicht für DO ) 1 Ausgang zur Ansteuerung des Gruppenrelais 318 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

319 Parametrieranleitung Einstellungen Folgende Parameter können für die Verarbeitung der Einzel- oder Doppelbefehle eingestellt werden: Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Kurze Befehlsausgabezeit Lange Befehlsausgabezeit Max. Zeit zwischen Anwahl und Ausführung Befehlsbeendigung (TERM) Befehlsausgabezeit ohne Kennung IOA1,2,3 der Befehlsrückmeldung s 500 ms voreingestellt je I/O Modul / je Steuerkopf s 6 s voreingestellt je I/O Modul / je Steuerkopf s s 0 voreingestellt (direkt/nur Ausführung) 15 s voreingestellt (CON- >TERM) je I/O Modul / je Steuerkopf je I/O Modul / je Steuerkopf s 1 s voreingestellt je Befehl 0 255/0 255/0 255 je Befehl Polaritaet +/- gesicherte Befehlsausgabe je I/O Modul 0/0/0 voreingestellt (nicht verwendet) Steuerkreispruefung gesicherte Befehlsausgabe je I/O Modul Widerstandswert gesicherte Befehlsausgabe mit Messung Widerstandswert gesicherte Befehlsausgabe mit Messung Widerstandswert gesicherte Befehlsausgabe mit Messung je I/O Modul je I/O Modul je I/O Modul ja/nein gesicherte Befehlsausgabe je Befehl Strompruefung ja/nein gesicherte Befehlsausgabe mit Messung Ausgabekreis unterbrochen Widerstandspruefung gesicherte Befehlsausgabe mit Messung je Befehl je Befehl Ausgaberelais 0/1 gesicherte Befehlsausgabe je Befehl ja/nein/nur bei Steuerkreispruefung Erdschlusspruefung ja/nein/nur bei Steuerkreispruefung gesicherte Befehlsausgabe mit Messung je Befehl (1.5- oder 2-polig) SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 319

320 Parametrieranleitung Meldungsausgabe Ausgabe von binären Zuständen, welche entweder durch periodische Informationen der übergeordneten Steuer- und Regelfunktion oder durch spontane Informationsobjekte eingestellt werden können. Die Funktion ist nur in Verbindung mit einem I/O Modul zur Meldungsausgabe möglich. Die Meldungsausgabe umfasst folgende Funktionen: Freigabe/Sperre Ansteuerung über spontanen Telegrammempfang Ausgabe Freigabe/Sperre Die Meldungsausgabe kann in der Konfiguration der Kontakte des betreffenden I/O Moduls freigegeben oder gesperrt werden. Die Freigabe erfolgt datenpunktweise durch Zuweisung der Information "Einzelmeldung" und einer eindeutigen Informationsobjektadresse zu einem Hardware-Pin. Die Sperre erfolgt durch Zuweisung "nicht verwendet". Während der Sperre wird die Ansteuerung unterbunden und der Meldungsausgang abgesteuert. Fehlermarkierungen werden gelöscht Ausgabe Die Meldungsausgabe erfolgt jeweils über einen digitalen Ausgang. Die Ausgabe erfolgt für I/O Module im parametrierten "Erfassungsraster für TM Module" (Systemeinstellung), für Steuerkopf I/Os sofort. Das Verhalten des Ausgangs kann in den Einstellungen des I/O Moduls eingegeben werden. 320 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

321 Parametrieranleitung Verhalten des Ausgangs bei Ausfall Bei Ausfall der Kommunikation, oder bei Ansteuerung über spontanen Telegrammempfang in Abhängigkeit von der Datenpunkt-Qualitätskennung, kann der Ausgangszustand beibehalten oder abgesteuert werden. Das Verhalten des Meldeausgangs "bei Kommunikationsausfall" ist auswählbar. Hinweis Soll der Ausgangszustand bei Kommunikationsausfall abgesteuert werden, dann erfolgt die Absteuerung nach einer Verzögerung von 5 Minuten. Die nachfolgende Grafik zeigt das Verhalten in Abhängigkeit des einstellbaren Parameters: Ausfallverhalten: Absteuern spannungslos power up Hochlauf ready Normalbetrieb Ausfall Firmware stillgesetzt reset Hochlauf ready Normalbetrieb Ausfallverhalten: Beibehalten spannungslos power up Hochlauf ready Normalbetrieb Ausfall Firmware stillgesetzt reset Hochlauf ready Normalbetrieb beibehaltener Wert SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 321

322 Parametrieranleitung Ansteuerung über spontanen Telegrammempfang Der digitale Ausgang wird über ein Spontantelegramm angesteuert. Die Ansteuerung des Meldungsausgangs erfolgt über den im Telegramm eingetragenen Zustand. Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104 und die Auswirkungen auf die Ausgabe. Datenpunkt Qualitätskennung BL blocked SB substituted NT not topical IV..invalid Übertragungsursache 02 Hintergrundabfrage 03 spontan 05 abgerufen 11 Rückmeldung durch Fernbefehl 12 Rückmeldung durch örtlichen Befehl 20 abgefragt durch GA 21 abgefragt durch Abfrage der Gruppe 1 : 36 abgefragt durch Abfrage der Gruppe 16 T..Test Bemerkung nicht ausgewertet nicht ausgewertet Meldungszustand wird entsprechend dem parametrierten Verhalten bei Ausfall nicht übernommen (beibehalten) oder Ausgang wird abgesteuert Meldungszustand wird entsprechend dem parametrierten Verhalten bei Ausfall nicht übernommen (beibehalten) oder Ausgang wird abgesteuert Bemerkung Meldungszustand wird in Abhängigkeit der Datenpunkt- Qualitätskennung bewertet Meldungszustand wird in Abhängigkeit der Datenpunkt- Qualitätskennung bewertet Meldungszustand wird in Abhängigkeit der Datenpunkt- Qualitätskennung bewertet Meldungszustand wird in Abhängigkeit der Datenpunkt- Qualitätskennung bewertet Meldungszustand wird in Abhängigkeit der Datenpunkt- Qualitätskennung bewertet Meldungszustand wird in Abhängigkeit der Datenpunkt- Qualitätskennung bewertet Meldungszustand wird in Abhängigkeit der Datenpunkt- Qualitätskennung bewertet nicht ausgewertet Informationsobjekte Die Meldungsausgabe unterstützt nur Datenformate im kompatiblen Bereich der IEC Das Format der Einzelmeldungen in Ausgaberichtung kann nicht parametriert werden. Es ist von der Gegenstelle abhängig. Folgende Typkennungen gelten für die Einzelmeldung: Beschreibung Typkennung Datentyp Bytes Zeitinformation Einzelmeldung mit Zeit 30 BOOL 7 Byte Einzelmeldung mit Zeit 2 BOOL 3 Byte Einzelmeldung ohne Zeit 1 BOOL SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

323 Parametrieranleitung Konfiguration der Kontakte Die Zuordnung der Einzelmeldungen zu den Binärausgängen erfolgt datenpunktweise. Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Pin OUT D00 1) DP Typ OUT D01 1) OUT D02 1) : OUT D07 1) 1) 2) OUT D10 : 1) 2) OUT D17 Einzelbefehl Doppelbefehl Einzelmeldung 1) nicht verwendet fix belegter digitaler Ausgang am Steuerkopfelement oder I/O Modul fix belegter digitaler Ausgang am I/O Modul fix belegter digitaler Ausgang am I/O Modul automatisch berechnet anhand Bestückung Auswahl Einzelmeldung; "Einzelbefehl" voreingestellt je Ausgang Art 1-polig Beschaltungsart (irrelevant) je Ausgang IOA1/IOA2/IOA /0 255/0 255 beliebige IOA je Einzelmeldung 1) nicht für DO-6220, DO-6221, DO ) nur für DO Einstellungen Folgende Parameter können für die Verarbeitung der Einzelmeldungen eingestellt werden: Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Bei Kommunikationsausfall Ausgang absteuern Ausgang beibehalten "Ausgang absteuern" voreingestellt je Ausgang SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 323

324 Parametrieranleitung Stromausgabe Ausgabe von Sollwerten über analoge Ausgänge zur Stromausgabe. Sollwerte können entweder durch periodische Informationen der übergeordneten Steuer- und Regelfunktion oder durch spontane Informationsobjekte eingestellt werden. Die Funktion ist nur in Verbindung mit einem I/O Modul zur Analogwertausgabe möglich: Die Stromausgabe umfasst folgende Funktionen: Freigabe/Sperre Ansteuerung über spontanen Telegrammempfang Sollwertausgabe einleiten Formale Prüfung Direkter Befehl Anwahl- und Ausführungsbefehl Technologische Anpassung Ausgabe Ersatzwert oder Wert beibehalten bei Ausfall Freigabe/Sperre Die Stromausgabe kann in der Konfiguation der Kontakte des betreffenden I/O Moduls freigegeben oder gesperrt werden. Die Freigabe erfolgt datenpunktweise durch Zuweisung der Information "Strom" und einer eindeutigen Informationsobjektadresse zu einem Hardware-Pin. Die Sperre erfolgt durch Zuweisung "nicht verwendet". Während der Sperre wird die Ansteuerung unterbunden und der Ausgang abgesteuert. Fehlermarkierungen werden gelöscht Sollwertausgabe einleiten Das Einleiten der Sollwertausgabe erfolgt über ein spontanes Informationsobjekt "Sollwert- Stellbefehl". Die Funktion Sollwertausgabe unterstützt beide Verfahren zur Befehlsübertragung nach IEC /104: Direkter Befehl Anwahl-und Ausführungsbefehl 324 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

325 Parametrieranleitung Formale Prüfung Bei Empfang des spontanen Informationsobjekts "Sollwert-Stellbefehl" erfolgt eine formale Prüfung, bevor der Sollwert-Stellbefehl zur Ausführung gelangt. Folgende Prüfungen werden durchgeführt: Übertragungsursache ist Aktivierung oder Abbruch der Aktivierung Typkennung im spontanen Informationsobjekt entspricht der parametrierten Ist die formale Prüfung nicht bestanden wird der Sollwert-Stellbefehl abgewiesen und eine negative Bestätigung der Aktivierung gesendet Direkter Befehl Das Verfahren zur Befehlsübertragung nach IEC /104 für "direkter Befehl" ("Ausführungsbefehl") wird angewendet wenn die maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausfuehrung "0" ist. Bei Empfang des spontanen Informationsobjekts "Sollwert-Stellbefehl" mit der Übertragungsursache "Aktivierung" und der Datenpunktkennung "execute" wird die Sollwertausgabe eingeleitet Anwahl- und Ausführungsbefehl Das Verfahren zur Befehlsübertragung nach IEC /104 für "Anwahl-und Ausführungsbefehl" wird angewendet wenn die maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausführung größer als "0" ist. Der entsprechende Parameter gibt an, innerhalb welcher Zeit der Ausführungsbefehl nach dem Anwahlbefehl empfangen werden muss. Anwahlbefehl (select) Bei Empfang des spontanen Informationsobjekts "Sollwert-Stellbefehl" mit der Übertragungsursache "Aktivierung" und der Datenpunktkennung "select" wird geprüft, ob der anzuwählende Befehl zulässig ist. Folgende Prüfungen werden durchgeführt: maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausführung > 0. der anzuwählende Befehl ist freigegeben. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt wird der Sollwert-Stellbefehl abgewiesen und eine negative Bestätigung der Aktivierung gesendet. Sind diese Bedingungen erfüllt wird eine positive Bestätigung der Aktivierung gesendet und auf den Ausführungsbefehl gewartet. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 325

326 Parametrieranleitung Ablauf der Wartezeit Läuft maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausfuehrung ab wird der angewählte Sollwert-Stellbefehl abgebrochen. Abbruch der Anwahl Der Wartezustand kann durch ein spontanes Informationsobjekts "Sollwert-Stellbefehl" mit der Übertragungsursache "Abbruch der Aktivierung" beendet werden, die Qualitätskennung "S/E" ist irrelevant. Folgende Prüfungen werden durchgeführt: Der abzubrechende Sollwert-Stellbefehl ist angewählt, das bedeutet, die Elemente des spontanen Informationsobjekts von Anwahl- und Ausführungsbefehl sind identisch, bis auf das Element "Übertragungsursache", "S/E" (irrelevant) und die Elemente für den Zeitstempel. Maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausführung > 0. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt wird eine negative Bestätigung das Abbruchs der Aktivierung gesendet und der angewählte Befehl wird NICHT abgebrochen. Sind diese Bedingungen erfüllt wird der angewählte Sollwert-Stellbefehl abgebrochen und eine positive Bestätigung das Abbruchs der Aktivierung gesendet. Ausführungsbefehl (execute) Bei Empfang des spontanen Informationsobjekts "Sollwert-Stellbefehl" mit der Übertragungsursache "Aktivierung" und der Datenpunktkennung "execute" innerhalb der eingestellten maximalen Zeit zwischen Anwahl und Ausführung wird nach einem Anwahlbefehl geprüft, ob der Ausführungsbefehl zulässig ist: Der auszuführende Befehl ist angewählt, das bedeutet, die Elemente des spontanen Informationsobjekts von Anwahl- und Ausführungsbefehl sind identisch, außer das Element "S/E" und die Elemente für den Zeitstempel. Maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausführung > 0. Sollwert-Stellbefehl nicht in Ausführung. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt wird der Sollwert-Stellbefehl abgewiesen und eine negative Bestätigung der Aktivierung gesendet. Sind diese Bedingungen erfüllt wird eine positive Bestätigung der Aktivierung gesendet und die Sollwert-Stellbefehlsausgabe eingeleitet. 326 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

327 Parametrieranleitung Technologische Anpassung Die technologische Anpassung ermöglicht den empfangenen Sollwert (technologischen oder normalisierten Wert) dem auszugebenden Stromwert anzupassen. Durch Parametrierung von zwei Stützpunkten wird der auszugebende Stromwert linear angepasst. Dazu wird der technologische oder normalisierte Wert Y 0 für die untere Grenze des Ausgabebereichs X 0, und der technologische oder normalisierte Wert Y 100 für die obere Grenze des Ausgabebereichs X 100 eingestellt. Der parametrierte Ausgabebereich muss dabei innerhalb der durch die Hardware definierten Grenzen liegen. Die X-Werte definieren den auszugebenden Strom. Die Y-Werte definieren den empfangenen Sollwert Kennlinie Beispiel: Ausgabe von -10 ma bis +10 ma Ansteuerung über einen Sollwert-Stellbefehl, normalisierter Wert Sollwert Y 0 X 0 X 100 Y 0 Sollwert Ausgabe Y 0-1 X 0-10 ma Y X ma SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 327

328 Parametrieranleitung Ausgabe Die Stromausgabe erfolgt jeweils über einen analogen Ausgang. Der durch die Ansteuerung festgelegte und anschließend verarbeitete Wert wird ausgegeben. Die Ausgabe erfolgt für I/O Module im parametrierten "Erfassungsraster für TM Module" (Systemeinstellung). Die Parameter für die Verarbeitungsfunktionen können in den Einstellungen des I/O Moduls eingegeben werden Verhalten des Ausgangs bei Ausfall Bei Ausfall der Kommunikation, oder bei Ansteuerung über spontanen Telegrammempfang in Abhängigkeit von der Datenpunkt-Qualitätskennung, kann der Ausgangszustand beibehalten oder ein parametrierbarer Ersatzwert ausgegeben werden. Das Verhalten des Sollwertausgangs "bei Kommunikationsausfall" ist auswählbar. Die nachfolgende Grafik zeigt das Verhalten in Abhängigkeit des einstellbaren Parameters: Ausfallverhalten: Ersatzwert spannungslos reset Hochlauf ready Normalbetrieb Ausfall Firmware stillgesetzt reset Hochlauf ready Normalbetrieb Wert = 0 Ersatzwert Ausfallverhalten: Beibehalten spannungslos reset Hochlauf ready Normalbetrieb Ausfall Firmware stillgesetzt reset Hochlauf ready Normalbetrieb Wert = 0 beibehaltener Wert 328 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

329 Parametrieranleitung Ansteuerung über spontanen Telegrammempfang Der analoge Ausgang wird über ein Spontantelegramm angesteuert. Die Ansteuerung erfolgt über den im Telegramm eingetragenen, und für die Ausgabe angepassten Wert. Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104 und die Auswirkungen auf die Anpassung und die Ausgabe. Datenpunkt Qualitätskennung S/E select/execute QL Kennung für Sollwert- Stellbefehl Übertragungsursache 06 Aktivierung 08 Abbruch der Aktivierung P/N positive/negative Bestätigung T Test Bemerkung siehe Übertragungsursache "Aktivierung" nicht ausgewertet Bemerkung Sollwert-Stellbefehl mit "select" führt zur Vorbereitung einer Sollwertausgabe Sollwert-Stellbefehl mit "execute" führt zu einer Sollwertausgabe eine vorbereitete Sollwertausgabe ("select") wird aufgehoben nicht ausgewertet nicht ausgewertet Der Sollwert-Stellbefehl wird durch ein Telegramm im selben Format bestätigt. Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104. Datenpunkt Qualitätskennung S/E select/execute QL Kennung für Sollwert- Stellbefehl Übertragungsursache 07 Bestätigung der Aktivierung 09 Bestätigung des Abbruchs der Aktivierung 10 Beendigung der Aktivierung P/N positive/negative Bestätigung T Test Bemerkung entsprechend dem empfangenen Sollwert Stellbefehl entsprechend dem empfangenen Sollwert Stellbefehl Bemerkung positive Bestätigung bei Sollwert vorbereitet ("select") wenn alle Bedingungen für den Anwahlbefehl erfüllt sind Sollwert ausgeführt ("execute") wenn alle Bedingungen für den Ausführungsbefehl oder direkten Befehl erfüllt sind sonst erfolgt eine negative Bestätigung positive Bestätigung: Sollwert vorbereitet ("select") sonst erfolgt eine negative Bestätigung nicht unterstützt siehe Übertragungsursache 07, 09 und 10 nicht unterstützt SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 329

330 Parametrieranleitung Informationsobjekte Die Stromausgabe unterstützt nur Datenformate im kompatiblen Bereich der IEC Das Format der Sollwert-Stellbefehle kann nicht parametriert werden, sondern ist von der Gegenstelle abhängig. Folgende Typkennungen gelten für die ausgegebenen Stromwerte: Beschreibung Typkennung Datentyp Bytes Zeitinformation Sollwert-Stellbefehl normalisiert ohne Zeit Sollwert-Stellbefehl normalisiert mit Zeit 48 REAL - 61 REAL 7 Byte Sollwert-Stellbefehl skaliert ohne Zeit 49 DINT - Sollwert-Stellbefehl skaliert mit Zeit 62 DINT 7 Byte Sollwert-Stellbefehl Gleitkomma ohne Zeit Sollwert-Stellbefehl Gleitkomma mit Zeit 50 REAL - 63 REAL 7 Byte Konfiguation der Kontakte Die Zuordnung der Stromwerte zu den Analogausgängen erfolgt datenpunktweise. Ausgang Wahlmöglichkeit Bedeutung Wirksamkeit Pin OUT V0 I/U : OUT V3 I/U fix belegter analoger Ausgang am I/O Modul DP fix automatisch berechnet anhand Bestückung Einheit Typ Strom Spannung nicht verwendet Strom normalisiert Strom skaliert Strom Gleitkomma Auswahl Stromausgabe "Strom" voreingestellt Datentyp; "normalisiert" voreingestellt 20 ma / ma / 1 k je Ausgang je Ausgang IOA1/IOA2/IOA /0 255/0 255 beliebige IOA je Ausgang 330 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

331 Parametrieranleitung Einstellungen Folgende Parameter können für die Verarbeitung der Stromwerte eingestellt werden: Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Max. Zeit zwischen Anwahl und Ausführung s 0 voreingestellt (direkt/nur Ausführung) je I/O Modul Bei Kommunikationsausfall Ausgang beibehalten Ersatzwert ausgeben je Ausgang Ersatzwert voreingestellt je Ausgang Nennbereich X_0% Nennbereich X_100% Nennbereich Y_0 Nennbereich Y_ ma -20 ma 10 ma 20 ma *) -1.0x x *) -1.0x x10 fix korrespondierend zu X_100% je Ausgang 10 ma voreingestellt je Ausgang normalisiert; -1 voreingestellt skaliert; voreingestellt Gleitkomma; voreingestellt normalisiert; 1 voreingestellt skaliert; voreingestellt Gleitkomma; voreingestellt je Ausgang je Ausgang *) Wert wird auf 20 Ziffern inkl. Vorzeichen und max. 6 Nachkommastellen begrenzt (dabei sind die ersten 8 Stellen genau) SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 331

332 Parametrieranleitung Spannungsausgabe Ausgabe von Sollwerten über analoge Ausgänge zur Spannungsausgabe. Sollwerte können entweder durch periodische Informationen der übergeordneten Steuer- und Regelfunktion oder durch spontane Informationsobjekte eingestellt werden. Die Funktion ist nur in Verbindung mit einem I/O Modul zur Analogwertausgabe möglich: Die Spannungsausgabe umfasst folgende Funktionen: Freigabe/Sperre Ansteuerung über spontanen Telegrammempfang Sollwertausgabe einleiten Formale Prüfung Direkter Befehl Anwahl- und Ausführungsbefehl Technologische Anpassung Ausgabe Ersatzwert oder Wert beibehalten bei Ausfall Freigabe/Sperre Die Spannungsausgabe kann in der Konfiguration der Kontakte des betreffenden I/O Moduls freigegeben oder gesperrt werden. Die Freigabe erfolgt datenpunktweise durch Zuweisung der Information "Spannung" und einer eindeutigen Informationsobjektadresse zu einem Hardware-Pin. Die Sperre erfolgt durch Zuweisung "nicht verwendet". Während der Sperre wird die Ansteuerung unterbunden und der Ausgang abgesteuert. Fehlermarkierungen werden gelöscht Sollwertausgabe einleiten Das Einleiten der Sollwertausgabe erfolgt über ein spontanes Informationsobjekt "Sollwert- Stellbefehl". Die Funktion Sollwertausgabe unterstützt beide Verfahren zur Befehlsübertragung nach IEC /104: Direkter Befehl Anwahl-und Ausführungsbefehl 332 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

333 Parametrieranleitung Formale Prüfung Bei Empfang des spontanen Informationsobjekts "Sollwert-Stellbefehl" erfolgt eine formale Prüfung, bevor der Sollwert-Stellbefehl zur Ausführung gelangt. Folgende Prüfungen werden durchgeführt: Übertragungsursache ist Aktivierung oder Abbruch der Aktivierung. Typkennung im spontanen Informationsobjekt entspricht der parametrierten. Ist die formale Prüfung nicht bestanden wird der Sollwert-Stellbefehl abgewiesen und eine negative Bestätigung der Aktivierung gesendet Direkter Befehl Das Verfahren zur Befehlsübertragung nach IEC /104 für "direkter Befehl" ("Ausführungsbefehl") wird angewendet wenn die maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausführung "0" ist. Bei Empfang des spontanen Informationsobjekts "Sollwert-Stellbefehl" mit der Übertragungsursache "Aktivierung" und der Datenpunktkennung "execute" wird die Sollwertausgabe eingeleitet Anwahl- und Ausführungsbefehl Das Verfahren zur Befehlsübertragung nach IEC /104 für "Anwahl-und Ausführungsbefehl" wird angewendet wenn die maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausführung größer als "0" ist. Der entsprechende Parameter gibt an, innerhalb welcher Zeit der Ausführungsbefehl nach dem Anwahlbefehl empfangen werden muss. Anwahlbefehl (select) Bei Empfang des spontanen Informationsobjekts "Sollwert-Stellbefehl" mit der Übertragungsursache "Aktivierung" und der Datenpunktkennung "select" wird geprüft, ob der anzuwählende Befehl zulässig ist. Folgende Prüfungen werden durchgeführt: Maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausfuehrung > 0. Der anzuwählende Befehl ist freigegeben. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt wird der Sollwert-Stellbefehl abgewiesen und eine negative Bestätigung der Aktivierung gesendet. Sind diese Bedingungen erfüllt wird eine positive Bestätigung der Aktivierung gesendet und auf den Ausführungsbefehl gewartet. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 333

334 Parametrieranleitung Ablauf der Wartezeit Läuft die maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausfuehrung ab wird der angewählte Sollwert-Stellbefehl abgebrochen. Abbruch der Anwahl Der Wartezustand kann durch ein spontanes Informationsobjekts "Sollwert-Stellbefehl" mit der Übertragungsursache "Abbruch der Aktivierung" beendet werden, die Qualitätskennung "S/E" ist irrelevant. Folgende Prüfungen werden durchgeführt: Der abzubrechende Sollwert-Stellbefehl ist angewählt, das bedeutet, die Elemente des spontanen Informationsobjekts von Anwahl- und Ausführungsbefehl sind identisch, bis auf das Element "Übertragungsursache", "S/E" (irrelevant) und die Elemente für den Zeitstempel. Maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausfuehrung > 0. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt wird eine negative Bestätigung das Abbruchs der Aktivierung gesendet und der angewählte Befehl wird NICHT abgebrochen. Sind diese Bedingungen erfüllt wird der angewählte Sollwert-Stellbefehl abgebrochen und eine positive Bestätigung das Abbruchs der Aktivierung gesendet. Ausführungsbefehl (execute) Bei Empfang des spontanen Informationsobjekts "Sollwert-Stellbefehl" mit der Übertragungsursache "Aktivierung" und der Datenpunktkennung "execute" innerhalb der eingestellten maximalen Zeit zwischen Anwahl und Ausführung wird nach einem Anwahlbefehl geprüft, ob der Ausführungsbefehl zulässig ist: Der Sollwert-Stellbefehl ist angewählt, das bedeutet, die Elemente des spontanen Informationsobjekts von Anwahl- und Ausführungsbefehl sind identisch, außer das Element "S/E" und die Elemente für den Zeitstempel. Maximale Zeit zwischen Anwahl und Ausführung > 0. Sollwert-Stellbefehl nicht in Ausführung. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt wird der Sollwert-Stellbefehl abgewiesen und eine negative Bestätigung der Aktivierung gesendet. Sind diese Bedingungen erfüllt wird eine positive Bestätigung der Aktivierung gesendet und die Sollwert-Stellbefehlsausgabe eingeleitet. 334 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

335 Parametrieranleitung Technologische Anpassung Die technologische Anpassung ermöglicht den empfangenen Sollwert (technologischen oder normalisierten Wert) dem auszugebenden Spannungswert anzupassen. Durch Parametrierung von zwei Stützpunkten wird der auszugebende Spannungswert linear angepasst. Dazu wird der technologische oder normalisierte Wert Y 0 für die untere Grenze des Ausgabebereichs X 0, und der technologische oder normalisierte Wert Y 100 für die obere Grenze des Ausgabebereichs X 100 eingestellt. Der parametrierte Ausgabebereich muss dabei innerhalb der durch die Hardware definierten Grenzen liegen. Die X-Werte definieren die auszugebende Spannung. Die Y-Werte definieren den empfangenen Sollwert Kennlinie Beispiel: Ausgabe von 10 V bis +10 V Ansteuerung über einen Sollwert-Stellbefehl, normalisierter Wert Sollwert Y 0 X 0 X 100 Y 0 Sollwert Ausgabe Y 0-1 X 0-10 V Y X V SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 335

336 Parametrieranleitung Ausgabe Die Spannungsausgabe erfolgt jeweils über einen analogen Ausgang. Der durch die Ansteuerung festgelegte und anschließend verarbeitete Wert wird ausgegeben. Die Ausgabe erfolgt für I/O Module im parametrierten "Erfassungsraster für TM Module" (Systemeinstellung). Die Parameter für die Verarbeitungsfunktionen können in den Einstellungen des I/O Moduls eingegeben werden Verhalten des Ausgangs bei Ausfall Bei Ausfall der Kommunikation, oder bei Ansteuerung über spontanen Telegrammempfang in Abhängigkeit von der Datenpunkt-Qualitätskennung, kann der Ausgangszustand beibehalten oder ein parametrierbarer Ersatzwert ausgegeben werden. Das Verhalten des Sollwertausgangs "bei Kommunikationsausfall" ist auswählbar. Die nachfolgende Grafik zeigt das Verhalten in Abhängigkeit des einstellbaren Parameters: Ausfallverhalten: Ersatzwert spannungslos reset Hochlauf ready Normalbetrieb Ausfall Firmware stillgesetzt reset Hochlauf ready Normalbetrieb Wert = 0 Ersatzwert Ausfallverhalten: Beibehalten spannungslos reset Hochlauf ready Normalbetrieb Ausfall Firmware stillgesetzt reset Hochlauf ready Normalbetrieb Wert = 0 beibehaltener Wert 336 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

337 Parametrieranleitung Ansteuerung über spontanen Telegrammempfang Der analoge Ausgang wird über ein Spontantelegramm angesteuert. Die Ansteuerung erfolgt über den im Telegramm eingetragenen, und für die Ausgabe angepassten Wert. Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104 und die Auswirkungen auf die Anpassung und die Ausgabe. Datenpunkt Qualitätskennung S/E select/execute QL Kennung für Sollwert- Stellbefehl Übertragungsursache 06 Aktivierung 08 Abbruch der Aktivierung P/N positive/negative Bestätigung T Test Bemerkung siehe Übertragungsursache "Aktivierung" nicht ausgewertet Bemerkung Sollwert-Stellbefehl mit "select" führt zur Vorbereitung einer Sollwertausgabe Sollwert-Stellbefehl mit "execute" führt zu einer Sollwertausgabe eine vorbereitete Sollwertausgabe ("select") wird aufgehoben nicht ausgewertet nicht ausgewertet Der Sollwert-Stellbefehl wird durch ein Telegramm im selben Format bestätigt. Die Tabelle beschreibt die Datenpunktqualitätskennung und die Übertragungsursache nach IEC /104. Datenpunkt Qualitätskennung S/E select/execute QL Kennung für Sollwert- Stellbefehl Übertragungsursache 07 Bestätigung der Aktivierung 09 Bestätigung des Abbruchs der Aktivierung 10 Beendigung der Aktivierung P/N positive/negative Bestätigung T Test Bemerkung entsprechend dem empfangenen Sollwert Stellbefehl entsprechend dem empfangenen Sollwert Stellbefehl Bemerkung positive Bestätigung bei Sollwert vorbereitet ("select") wenn alle Bedingungen für den Anwahlbefehl erfüllt sind Sollwert ausgeführt ("execute") wenn alle Bedingungen für den Ausführungsbefehl oder direkten Befehl erfüllt sind sonst erfolgt eine negative Bestätigung positive Bestätigung: Sollwert vorbereitet ("select") sonst erfolgt eine negative Bestätigung nicht unterstützt siehe Übertragungsursache 07, 09 und 10 nicht unterstützt SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 337

338 Parametrieranleitung Informationsobjekte Die Spannungsausgabe unterstützt nur Datenformate im kompatiblen Bereich der IEC Das Format der Sollwert-Stellbefehle kann nicht parametriert werden, sondern ist von der Gegenstelle abhängig. Folgende Typkennungen gelten für die ausgegebenen Spannungswerte. Beschreibung Typkennung Datentyp Bytes Zeitinformation Sollwert-Stellbefehl normalisiert ohne Zeit Sollwert-Stellbefehl normalisiert mit Zeit 48 REAL - 61 REAL 7 Byte Sollwert-Stellbefehl skaliert ohne Zeit 49 DINT - Sollwert-Stellbefehl skaliert mit Zeit 62 DINT 7 Byte Sollwert-Stellbefehl Gleitkomma ohne Zeit Sollwert-Stellbefehl Gleitkomma mit Zeit 50 REAL - 63 REAL 7 Byte Konfiguration der Kontakte Die Zuordnung der Spannungswerte zu den Analogausgängen erfolgt datenpunktweise. Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Pin DP Einheit Typ OUT V0 I/U : OUT V3 I/U Spannung Strom nicht verwendet Spannung normalisiert Spannung skaliert Spannung Gleitkomma fix belegter analoger Ausgang am I/O Modul automatisch berechnet anhand Bestückung Auswahl Spannungsausgabe "Strom" voreingestellt Datentyp; "normalisiert" voreingestellt 10 V / 1 k je Ausgang je Ausgang IOA1/IOA2/IOA /0 255/0 255 beliebige IOA je Spannungswert 338 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

339 Parametrieranleitung Einstellungen Folgende Parameter können für die Verarbeitung der Spannungswerte eingestellt werden: Parameter Wahlmöglichkeit Bedeutung/Anmerkung Wirksamkeit Max. Zeit zwischen Anwahl und Ausführung s 0 voreingestellt (direkt/nur Ausführung) je I/O Modul Bei Kommunikationsausfall Ausgang beibehalten Ersatzwert ausgeben je Ausgang Ersatzwert voreingestellt je Ausgang Nennbereich X_0% -10 V fix je Ausgang Nennbereich X_100% Nennbereich Y_0 Nennbereich Y_ V fix je Ausgang x *) 1.0x x *) 1.0x10 normalisiert; -1 voreingestellt skaliert; voreingestellt Gleitkomma; voreingestell normalisiert; 1 voreingestellt skaliert; voreingestellt Gleitkomma; voreingestellt je Ausgang je Ausgang *) Wert wird auf 20 Ziffern inkl. Vorzeichen und max. 6 Nachkommastellen begrenzt (dabei sind die ersten 8 Stellen genau) SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 339

340 Parametrieranleitung 7.6 Dezentrales Archiv Mit Hilfe der Funktion "Dezentrales Archiv" (DEAR) ist es möglich, Ereignisse einer Unterstation lokal zu speichern und wann immer es erforderlich ist zum zugehörigen Leitsystem zu übertragen. Andererseits ist es möglich, das Archiv eines Leitsystems nach einer Kommunikationsstörung wiederherzustellen. Hinweis Die Online-Projektierung über Webbrowser wird von der Firmware CPC60 ab Revision 14 unterstützt. Die Offline-Projektierung wird von WEBmic ab Revision 14 unterstützt, sowie von der SICAM TOOLBOX II ab Version 4.0. SICAM MIC unterstützt 1 Archiv. Dieses Archiv kann aus mehreren Dateien bestehen. DEAR gliedert sich in drei Teilfunktionen: Speicherung der Daten in der Unterstation Übermittlung zum Leitsystem Nachführung der Archive im Leitsystem Funktionsweise Erfassung von Ereignissen Jeder in einer Unterstation verwendete Datenpunkt kann durch Parametrierung für den Eintrag in das dezentrale Archiv zugeordnet werden. SICAM MIC trägt einen zugeordneten Datenpunkt je nach Typ in das Archiv ein. spontan bei Änderung (Meldung) in einem Zeitraster (Messwert) Jeder Eintrag enthält einen Zeitstempel mit 1 ms Auflösung. 340 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

341 Parametrieranleitung Aufbau eines Eintrags: Bit Byte Typkennung 1 Übertragungsursache 2 3 CASDU 4 IOA1 5 IOA2 6 IOA Datenfeld (max. 5 Byte) Millisekunde 14 IV 0 Minute 15 S 0 Stunde Adressierung der Datenpunkte Die Adressierung der Datenpunkte ist grundsätzlich beliebig. Alle in einem Archiv eingetragenen Datenpunkte haben in SICAM MIC die gleiche CASDU Archivierung vor dem Zeitsetzen Datenpunkte werden nur dann abgespeichert, wenn die Zeit des SICAM MIC gesetzt ist. Archiveinträge mit Relativzeit sind nicht möglich. Bei Wählverkehr wird nach Hochlauf generell eine Verbindung aufgebaut und damit die Zeit gesetzt Behandlung des Tageswechsels Im Fall eines Tageswechsels wird der sogenannte "Tageswechselpuffer" zeitfolgerichtig in den Ring eingetragen. Falls ein Datenpunkt mit einer Zeit des vorherigen Tages empfangen wird, wird der Datenpunkt vor der Tageswechselinformation eingetragen da nie die komplette Zeit gespeichert wird. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 341

342 Parametrieranleitung Unterstützte Typkennungen Da für den Datentransfer der Dateitransfer nach IEC eingesetzt wird, werden nur Typkennungen unterstützt die in der Norm angegeben sind: Typkennung Datenpunkt-Typ Art der Archivierung 30 Einzelmeldung mit 7 Byte Zeit spontan 1) 31 Doppelmeldung mit 7 Byte Zeit spontan 1) 34 Messwert, normierter Wert mit 7 Byte Zeit zyklisch 2) 35 Messwert, skalierter Wert mit 7 Byte Zeit zyklisch 2) 36 Messwert, verkürzte Gleitkommazahl mit 7 Byte Zeit zyklisch 2) 37 Zählwerte mit 7 Byte Zeit spontan 1) 1) bei jeder Zustandsänderung eines Datenpunkts wird dieser in das Archiv eingetragen 2) Datenpunkte werden im parametrierten Eintragungsraster in das Archiv eingetragen Erzeugung von Archivdateien Um die Belastung der Kommunikationsverbindung zu reduzieren wird das Archiv in Dateien gegliedert. Abhängig von der Konfiguration werden so viele Einträge im NV-RAM zwischengespeichert, bis die gewählte Dateigröße erreicht ist. Danach wird jeweils eine Datei erzeugt und auf der SIM-Karte gespeichert. Ist die maximale Anzahl von 975 Einträgen im Archiv erreicht, überschreibt jeder weitere Eintrag den jeweils ältesten Eintrag (FIFO-Prinzip). Während der Umspeicherung der Datei aus dem NV-RAM auf die SIM-Karte ist das NV-RAM für weitere Archive von Datenpunkten nicht verwendbar. Die Daten werden zu diesem Zeitpunkt in das RAM eingetragen, und nachdem das Dateischreiben abgeschlossen ist im NV- RAM gespeichert. Die Datei im NV-RAM wird erst nach erfolgreichem Schreiben auf die SIM- Karte gelöscht. Hinweis Im Fall eines Spannungsausfalls während des Dateischreibens können Daten verloren gehen. Um im Fall einer Abfrage einen schnellen Zugriff zu ermöglichen, wird je Datei die Zeit des ersten Eintrags und die Zeit des letzten Eintrags im NV-RAM abgespeichert. Hinweis Im Hochlauf vergleicht SICAM MIC die Dateiinformationen mit jenen auf der SIM-Karte. Besteht ein Unterschied, wird das gespeicherte Archiv auf der SIM-Karte gelöscht und eine Fehlermeldung in die History Diagnose eingetragen. Daher bleibt das Archiv nicht erhalten wenn die SIM-Karte in ein anderes Steuerkopfmodul gesteckt wird. Die Datenpunkte werden jeweils mit ihrer Datenpunkt-Nummer in die Dateien eingetragen, die Informationsobjekt-Adresse des Datenpunktes wird erst bei Abfrage der Datei beigegeben. Die Zuordnung der Informationsobjekt-Adresse und Typkennung wird auf der SIM-Karte gespeichert. 342 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

343 Parametrieranleitung Dateitransfer gemäß IEC Der Aufruf des Archivs muss von einem Leitsystem initiiert werden. Die Dateiübertragung erfolgt gemäß IEC Jedes Leitsystem welches ebenfalls gemäß dieser Norm arbeitet, kann die Übertragung von Archivdateien von SICAM MIC anstoßen. Hinweis Beispielsweise mit dem Leitsystem SAT 250 SCALA müssen für den Aufruf die Versionen ab 6.10 verwendet werden. Das SAT 250 SCALA initiiert eine Dateiübertragung automatisch nachdem ein gehender Kommunikationsfehler erfasst wurde. Das Leitsystem SICAM 230 unterstützt den Aufruf des Archivs nicht. Um die Abfrage für das Hauptverzeichnis zu ermöglichen müssen dessen CASDU1 und CASDU2 bekannt sein. Alle weiteren Adressen zum Ansprechen der Unterverzeichnisse und Dateien werden durch die Abfrageabfolge ermittelt. Die Abfolge von Telegrammen für das Abfragen von Archivdateien ist gemäß IEC /-104 festgelegt: 1. Abfrage Hauptverzeichnis durch das Leitsystem SICAM MIC sendet die Unterverzeichnisliste IOA1 IOA2 IOA3 Name Typ Länge Zeit Dir :49: Abfrage Unterverzeichnis durch das Leitsystem SICAM MIC sendet das Dateiverzeichnis IOA1 IOA2 IOA3 Name Typ Länge Zeit File :45: File :40: File :34: File :28: File :22: File :16: File :10: File :05: File :56: Abfrage einzelner Dateien durch das Leitsystem SICAM MIC sendet die abgefragte(n) Datei(en) SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 343

344 Parametrieranleitung Festlegungen für die Abfrage von Dateien Die Dateien werden in der Dateiübersicht sortiert übertragen. Die älteste Datei wird als erste, die jüngste Datei als letzte in der Dateiübersicht angezeigt. Die Datenpunkte innerhalb einer Datei sind nicht chronologisch sortiert, jedoch wird ein einzelner Datenpunkt innerhalb einer Datei chronologisch eingetragen. Je Datei wird der "Zeitpunkt des letzten Eintrags" in die Datei in der Dateiübersicht mitgesendet, da die Erfassungszeit des Datenpunkts nicht innerhalb des Abspeicherzeitraums liegen muss. Das Leitsystem kann über den "Zeitpunkt des letzten Eintrags" (Erstellungszeitpunkt) die jeweiligen Datei(en) anfordern, welche die Einträge des gewünschten Aufzeichnungszeitraums enthalten. Abfragekriterien: Einen Kommunikationsausfall direkt an der Schnittstelle zum Leitsystem erkennt dieses selbst, und kann die Dateien über den Zeitbereich des Ausfalls automatisch anfordern Bei Kommunikationsausfall in weiterer Hierachie (an Schnittstellen, welche nicht direkt zum Leitsystem führen) erfolgt eine Mitteilung des abzufragenden Zeitbereichs über eine kommende/gehende Einzelmeldung Auf das Dateiverzeichnis können mehrere Gegenstellen gleichzeitig zugreifen. Eine Datei- Übertragung kann jedoch immer nur an eine Gegenstelle stattfinden. Gibt es mehrere abfragende Gegenstellen, dann erfolgt die Übertragung zuerst an die Gegenstelle, deren Anfrage zuerst empfangen wurde. Die anderen Anfragen werden solange negativ quittiert bis die aktuelle Übertragung beendet ist. Hinweis Werden bei dem Verzeichnis oder der Datei-Behandlung Fehler erkannt (zum Beispiel negative Quittung), wird die Übertragung abgebrochen. 344 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

345 Parametrieranleitung Parametriervorschriften für Gegenstellen Die folgenden Regeln gelten für Leitsysteme an SICAM RTUs-Knoten: In der Gegenstelle darf keine Verzögerungszeit für Kommunikationsausfall parametriert sein. An Schnittstellen über die die Archivdaten übertragen werden ist "Ring löschen" einzustellen. Im Ax 1703 Knoten müssen Adressen aller Dateien für Typkennung 126 feinrangiert werden, falls die spontane Übertragung des Dateiverzeichnisses mit Herkunftsadresse "0" freigegeben ist. Im Ax 1703 Knoten müssen alle Dateiübermittlungstelegramme (Typkennungen) in Befehlsrichtung feinrangiert werden. Die CASDU 1, 2 für die Hauptverzeichnisanforderung (TI 122) darf nicht 0, 0 und 255, 255 sein. Es wird nur das Datenformat "Übertragung von Ereignisfolgen" in einem Abschnitt von 64 kbyte unterstützt. Im Hauptverzeichnis können mehrere Unterverzeichnisse existieren, jedoch nur eines mit dem Namen "3". Im Unterverzeichnis existieren nur Dateien mit aufsteigender Nummer ( ). Beispiel für die Adressierung eines Archivs CASDU1 CASDU2 IOA1 IOA2 IOA3 Bemerkungen Hauptverzeichnis Festgelegt durch IEC Unterverzeichnis frei wählbar Datei # frei wählbar Datei # automatisch berechnet Datei # automatisch berechnet Datei # automatisch berechnet SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 345

346 Parametrieranleitung Parametrierung Konfiguration Die Konfigurationsparameter für das dezentrale Archiv gelten für das gesamte SICAM MIC. Parameter Auswahlmöglichkeit Bemerkung Timeout für die Dateiübermittlung min Verzögerung für Abbruch der Übertragung im Fall einer Kommunikationsstörung; 30 voreingestellt Adresse Unterverzeichnis 0 255/0 255/ /0/0 voreingestellt Adresse Datei 0 255/0 255/ /0/0 voreingestellt Eintragungsraster für Messwerte 1, 2, 3, 5, 10, 15, 30, 60 min 15 voreingestellt Byteanzahl COT 1, 2 Format für Archiveinträge; 2 voreingestellt Byteanzahl CASDU 1, 2 Format für Archiveinträge; 2 voreingestellt Byteanzahl IOA 1, 2, 3 Format für Archiveinträge; 3 voreingestellt Maximale Telegrammlänge eines Segments Speicherkonfiguration dezentrales Archiv 1) Spontane Übertragung des Dateiverzeichnisses mit Herkunftsadresse Byte(s) 150 voreingestellt 3 Dateien zu je 250 Einträgen (=750 Einträge) 5 Dateien zu je 150 Einträgen (=750 Einträge) 8 Dateien zu je 100 Einträgen (=800 Einträge) 19 Dateien zu je 50 Einträgen (=950 Einträge) 39 Dateien zu je 25 Einträgen (=975 Einträge) 34 Dateien zu je 250 Einträgen (=8500 Einträge) 2) Gesperrt freigegeben Auswahl Dateianzahl und -größe; "3 Dateien" voreingestellt Dateiverzeichnis wird bei Änderung (Datei geschrieben oder gelöscht) übertragen; "gesperrt" voreingestellt 1) in der Dateiübersicht wird um eine Datei mehr angezeigt als in der Speicherkonfigurierung parametriert ist, da immer eine Datei in Bearbeitung ist (ebenso kann die Gesamtanzahl der Einträge von Datenpunkten maximal um die Anzahl der Einträge einer Datei größer sein); wird dieser Parameter geändert oder wird das Archiv zum ersten mal konfiguriert, so kann die Konfigurierung bis zu 10 Minuten nach der "Ready"-Anzeige des Steuerkopfelements dauern 2) SIM-Karte 128 KB erforderlich 346 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

347 Parametrieranleitung Datenpunkte der Peripherieelemente zuordnen Die Zuordnung der Datenpunkte für das dezentrale Archiv erfolgt datenpunktweise. Jeder in der Fernwirkfunktion parametrierte Datenpunkt kann für den Eintrag in das dezentrale Archiv selektiert werden. Parameter Wertebereich Bedeutung/Bemerkung Umfang DP fix gemäß Parametrierung je Datenpunkt Typ fix gemäß Parametrierung je Datenpunkt Text fix gemäß Parametrierung je Datenpunkt IOA1/IOA2/IOA3 fix gemäß Parametrierung je Datenpunkt Archiv selektiert nicht selektiert Auswahl ob Datenpunkt in das Archiv eingetragen werden soll; "selektiert" voreingestellt je Datenpunkt Datenpunkte der SPS zuordnen Es können maximal 50 in der Automatisierungsfunktion verwendete Datenpunkte für den Eintrag in das dezentrale Archiv selektiert werden. Parameter Wertebereich Bedeutung/Bemerkung Umfang DP fix *) wird nach Übernahme der IOA automatisch hinzugefügt Typ fix *) wird nach Übernahme der IOA automatisch hinzugefügt Text fix *) wird nach Übernahme der IOA automatisch hinzugefügt, wenn in der Parametrierung vorhanden je Datenpunkt je Datenpunkt je Datenpunkt IOA1/IOA2/IOA /0 255/0 255 *) je Datenpunkt Archiv selektiert nicht selektiert Auswahl ob Datenpunkt in das Archiv eingetragen werden soll; "selektiert" voreingestellt für Meldungen "nicht selektiert" voreingestellt für Messwerte je Datenpunkt *) bei erstmaligem Hochlauf (Kaltstart) werden die in der AWL verwendeten Datenpunkte (Eingänge) automatisch in die Liste eingetragen SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 347

348 Parametrieranleitung 7.7 Automatisierung Einstellungen Die Automatisierungsfunktion kann durch Parametrierung freigegeben werden. Parameter Wertebereich Bedeutung/Bemerkung SPS Programmausführung gesperrt freigegeben Voreinstellung: freigegeben Technische Rahmenbedingungen Programmgröße max. 16 KB Davon 1 KB Temporärer Speicher für Merker und Parameter von Funktionsbausteinen Spannungsausfallsicherer Speicher 256 Byte Optionale Zuweisung von internen Variablen (Merker) durch Kennzeichnung "Retain" Editier-Werkzeug für Anwenderprogramm Webbrowser: Texteditor für Anweisungsliste (ASCII-Format) SICAM TOOLBOX II: CAEx plus Funktionsplaneditor Max. Anzahl 256 Datenpunkte (gilt für alle I/O-Variablen gemeinsam) Die Datenpunktadresse von Eingangs- und Ausgangsvariablen kann in der Steuerung gleich sein (dies erhöht jedoch nicht die Gesamtzahl) Übertragung der Datenpunkte spontan Alle I/O Variablen erzeugen bei Änderung spontane Telegramme 348 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

349 A Variablen in der AWL Inhalt A.1 Systemvariablen A.2 Datenpunkte vom Peripherieelement SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 349

350 Variablen in der AWL A.1 Systemvariablen Systemvariablen (VAR_GLOBAL) können in deranweisungsliste ( AWL) ausgelesen und weiterverarbeitet werden. A.1.1 Verarbeitung Name Bedeutung Format PLC_CYCLETIME Zykluszeit DINT PLC_CYCLETIME_OVERFLOW Überlauf der Zykluszeit BOOL PLC_PROCESSINGCOUNTER Durchlaufzähler DINT PLC_PROCESSINGTIME Durchlaufzeit DINT A.1.2 Datenfluss Name Bedeutung Format PLC_TX_DATAFLOW_030 Datenfluss Steuerung TI30 BOOL PLC_TX_DATAFLOW_031 Datenfluss Steuerung TI31 BOOL PLC_TX_DATAFLOW_034 Datenfluss Steuerung TI34 BOOL PLC_TX_DATAFLOW_035 Datenfluss Steuerung TI35 BOOL PLC_TX_DATAFLOW_036 Datenfluss Steuerung TI36 BOOL A.1.3 Systemfehler Name Bedeutung Format PLC_SYSERROR_xxx xxx = Fehlernummer BOOL Eine Liste von relevanten Fehlernummern befindet sich im Abschnitt C.1.1, Fehlermeldungen. 350 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

351 Variablen in der AWL A.2 Datenpunkte vom Peripherieelement Die Datenpunkte des Peripherieelements für die Verwendung in der AWL sind in der SICAM TOOLBOX II Online-Hilfe, Kapitel Parameter-Dokumentation und Diagnose-Info, Abschnitt 1703 ACP und 1703 Ax (IEC) Peripherie Firmwares USIO60 bzw. USIO61 unter der jeweiligen Kategorie aufgelistet. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 351

352 Variablen in der AWL 352 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

353 B Beispiele für Anwenderprogramme Inhalt B.1 Eingang auf Melde- und Befehlsausgang transferieren B.2 Zwei Eingänge mit UND verknüpfen B.3 Lineare Anpassung mit Werteauswahl B.4 Betriebsstundenzähler B.5 Flatterunterdrückung B.6 Sollwert-Stellbefehl B.7 Befehl mit ACTCON/ACTTERM bilden über Eingang B.8 Drehzahlvergleich SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 353

354 Beispiele für Anwenderprogramme B.1 Eingang auf Melde- und Befehlsausgang transferieren Der erste Eingang des Steuerkopfmodules (mit voreingestellter Adresse und Typkennung I_030_002_000_000.VALUE) wird in den Akku geladen. In der nächsten Zeile wird der geladene Wert auf die Ausgänge O_030_008_000_000.VALUE und O_045_009_000_000.VALUE transferiert. Wird der Eingangstyp mittels Bedienoberfläche von Einzelbefehl auf Einzelmeldung umparametriert, dann zieht das Relais am Ausgang D00 an, wenn der Eingang auf logisch "1" ist. Andernfalls wird diese Ausgangsadresse zur Kommunikation gesendet, da sie auf der Peripherie nicht zu finden ist. Die Adresse des Befehls ist so voreingestellt, dass der Befehl auf D01 ausgegeben wird. PLC_RESET: PLC_INIT: PLC_START: LD I_030_002_000_000.VALUE (*IN00 TI:30 IOA1:002 IOA2:000 IOA3:000*) ST O_030_008_000_000.VALUE (*am Ausgang als Meldung speichern*) ST O_045_009_000_000.VALUE (*am Ausgang als Befehl speichern*) 354 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

355 Beispiele für Anwenderprogramme B.2 Zwei Eingänge mit UND verknüpfen Die Zykluszeit wird auf 50 ms gesetzt. Die ersten zwei Eingänge des Steuerkopfmodules werden miteinander mit logisch UND verknüpft. Das Ergebnis wird auf einem Merker und zusätzlich auf einem Ausgang gespeichert. Der Datentyp des Ausgangs ist gleich wie beim ersten Beispiel. PLC_RESET: LD 50 ST PLC_CYCLETIME (*den Wert 50 in den Akku laden*) (*speichern auf Systemvariable für*) (*Zykluszeit in ms*) PLC_INIT: PLC_START: LD I_030_002_000_000.VALUE (*Eingang IN00 wird eingelesen*) ST AND.IN0 (*am Eingang 0 für UND speichern*) LD I_030_003_000_000.VALUE (*Eingang IN01 wird eingelesen*) ST AND.IN1 (*am Eingang 1 für UND abspeichern*) CAL AND (*Aufruf der Funktion UND*) ST M_BOOL_TESTMERKER (*speichern auf einem Merker*) ST O_030_008_000_000.VALUE (*speichern als Ausgang für Einzelbef.*) SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 355

356 Beispiele für Anwenderprogramme B.3 Lineare Anpassung mit Werteauswahl Es werden zwei Analogwerte miteinander verglichen, und der größere selektiert (MAX). Mit diesem wird eine Anpassung kx+d durchgeführt. Der bearbeitete Wert erhält eine neue Adresse (O_036_032_001_001.VALUE). Die Konstanten für k (M_REAL_KONSTANTEfuerK) und d (M_REAL_KONSTANTEfuerD) werden im Initialisierungsteil mit Werten definiert. PLC_RESET: LD 10 ST PLC_CYCLETIME PLC_INIT: LD 10 ST M_REAL_KONSTANTEfuerK LD -5 ST M_REAL_KONSTANTEfuerD (*Zykluszeit in ms*) (*Konstante für k*) (*Konstante für d*) PLC_START: LD I_036_032_000_000.VALUE (*Eingang 1*) ST MAX.IN0 LD I_036_033_000_000.VALUE (*Eingang 2*) ST MAX.IN1 CAL MAX (*größerer Wert der beiden wird*) (*verwendet*) ST M_REAL_MAXWERT (*dient zum Auslesen welcher Wert ST MUL.IN0 (*genommen wird*) LD M_REAL_KONSTANTEfuerK ST MUL.IN1 CAL MUL (*selektierter Wert wird multipliziert*) ST ADD.IN0 (*mit der Konstanten und ergibt "kx"*) LD M_REAL_KONSTANTEfuerD ST ADD.IN1 CAL ADD (*nach der Multiplikation "d" addieren*) ST O_036_032_001_001.VALUE (*ausgewählter, angepasster Wert*) 356 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

357 Beispiele für Anwenderprogramme B.4 Betriebsstundenzähler Der aktuelle Sekundenwert der Systemzeit von SICAM MIC wird geladen. Jeweils zur nullten Sekunde wird eine positive Flanke erzeugt und auf den CU-Eingang eines Aufwärtszählers (CTU_ZAEHLER.CU) geschaltet. Dadurch wird der Zählerstand pro Minute um 1 inkrementiert. Die Summe der Betriebsminuten ergibt sich aus zwei Werten: Aktueller Zählerstand (CTU_ZAEHLER.CV) Stand des Zählers vor dem letzten Spannungsausfall (MR_DINT_MINUTEN) Der Zählerstand wird umgespeichert auf einen remantenten Merker (M_DINT_MINUTENALT), das bedeutet, nach einem Spannungsausfall zählt der Zähler beim alten Wert weiter. Die Stunden ergeben sich durch Division der Minuten durch 60, und werden immer auf Grund der Minuten neu berechnet, auch nach einem Spannungsausfall. PLC_RESET: LD 10 ST PLC_CYCLETIME PLC_INIT: LD MR_DINT_MINUTEN ST M_DINT_MINUTENALT PLC_START: LD PLC_SYSTIME.SEC ST M_DINT_SEC LD M_DINT_SEC EQ 0 ST CTU_ZAEHLER.CU CAL CTU_ZAEHLER LD CTU_ZAEHLER.CV ST ADD.IN0 LD M_DINT_MINUTENALT ST ADD.IN1 CAL ADD ST MR_DINT_MINUTEN ST DIV.IN0 LD 60 ST DIV.IN1 CAL DIV ST M_DINT_STUNDEN (*Zykluszeit in ms*) (*spannungsausfallsicheren Wert laden*) (*umspeichern auf einen Merker als*) (*Altwert*) (*Sekundenwert der Systemzeit holen*) (*und in Variable speichern*) (*aktuelle Sekunde*) (*mit 0. Sekunde vergleichen*) (*HIGH immer zur 0. Sekunde benötigte*) (*Flankenerkennung ist im Zähler *) (*implementiert*) (*inkrementiert den Zähler*) (*akuellen Zählerstand laden*) (*am Eingang 0 für ADD abspeichern*) (*Altwert laden*) (*am Eingang 1 für ADD abspeichern*) (*Aufruf des ADD*) (*Summe der Betriebsminuten in*) (*ausfallsicheren Merker, nach Hochlauf*) (*wird dieser "alte" Wert addiert zum*) (*aktuellen Zählerstand*) (*am Eingang 0 für DIV abspeichern*) (*Konstante für 60 Minuten laden*) (*am Eingang 1 für DIV abspeichern*) (*Aufruf DIV*) (*Summe der Betriebsstunden = Minuten*) (*dividiert durch 60*) Um den Zählerstand zurückzusetzen ist es notwendig, sowohl den aktuellen Zählerstand als auch den Merker mit dem spannungsausfallsicheren Wert (M_DINT_MINUTENALT) auf "0" zu setzen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 357

358 Beispiele für Anwenderprogramme Dies könnte mit einem Unterprogramm, das am Beginn (vor PLC_RESET) steht, gelöst werden. Mit RET wird die Subroutine wieder verlassen. (*SUBROUTINE*) ZaehlerRuecksetzen: LD 0 ST M_DINT_MINUTENALT (*auf den alten Minutenwert wird "0"*) (*geschrieben*) ST M_BOOL_RUECKSETZEN (*den Merker für den Durchlauf dieser*) (*Subroutine wieder rücksetzen*) LD 1 ST CTU_ZAEHLER.R (*Zähler rücksetzen mittels "R"-Eingang*) RET (*ENDE SUBROUTINE*) Der Aufruf des Unterprogramms könnte am Ende (nach ST M_DINT_STUNDEN) erfolgen. Dazu muss der Merker (M_BOOL_RUECKSETZEN) auf "1" gesetzt werden. Anstelle des Merkers könnte auch eine Eingangsadresse, z.b. ein Befehl, verwendet werden. Erreicht die Programmausführung den Befehl CALC wird der Sprung zur Subroutine ausgeführt. In der Subroutine wird der Merker (M_BOOL_RUECKSETZEN) wieder auf "0" gesetzt, sonst würde der Zähler solange auf "0" bleiben bis der Merker wieder auf "0" gesetzt wird. LD 0 (*außer beim Rücksetzen der Zeit wird*) ST CTU_ZAEHLER.R (*der "R"-Eingang des Zählers auf "0"*) (*gesetzt*) LD M_BOOL_RUECKSETZEN CALC ZaehlerRuecksetzen (*wird dieser Merker auf "1" gesetzt*) (*Subroutine ZaehlerRuecksetzen*) (*aufrufen*) 358 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

359 Beispiele für Anwenderprogramme B.5 Flatterunterdrückung Für einen Eingang wird das Blockiert-Bit (BL-Bit) gebildet, wenn das Eingangssignal flattert. Die Anzahl der Meldungsänderungen, bis das BL-Bit gesetzt wird, sowie die Überwachungszeit, während der die Meldung stabil sein muss, bis das BL-Bit wieder zurückgesetzt wird, sind über Konstanten einstellbar. Ein Ausgang wird für die Zeit, während der das BL-Bit ansteht, auf "0" gesetzt. Über eine Flankenerkennung für die steigende (R_TRIG_INFLSTEIG0) und fallende (F_FLZEITFALL0) Flanke wird bei jeder Änderung der Zähler (CTU_FLZ0) um 1 inkrementiert. Gleichzeitig wird über eine Einschaltverzögerung für die steigende (TON_FLZEITSTEIG0) als auch fallende (TON_FLZEITFALL0) Flanke der R-Eingang des Zählers auf "0" gesetzt. Somit werden in der Überwachungszeit (gestartet mit der ersten Flanke und nachgetriggert mit jeder weiteren) alle Änderungen des Eingangs am Zähler summiert. Sobald am Eingang ein Flankenwechsel stattfindet wird der Merker (M_BOOL_ZAEHLER00) "0". Der Eingang des AND (Modul 8) wird "1" (ist invertiert). Ist die Summe der Änderungen am Eingang größer oder gleich der definierten Anzahl, dann wird der Ausgang des Zählers auch "1" (CV>=PV) und es wird das BL-Bit gesetzt. Bei gesetztem BL-Bit wird der Ausgang über das AND (Modul 9) fix auf "0" gesetzt. Nach Ablauf der Zeit wird der R-Eingang des Zählers wieder auf "1" gesetzt und der Zähler wird zurückgesetzt. Falls das BL-Bit gesetzt ist wird es auch zurückgesetzt (Ausgang Modul 8 wird "0"). Eingang R_TRIG_INFLSTEIG0 1 > 1 M_BOOL_MODUL03 CU Aufwärtszähler Q F_TRIG_INFLFALL0 Parameter PV R M_BOOL_MODUL7 im INIT-Teil CTU_FLZ0 TON_FLZEITSTEIG0 TON 4 > 1 M_BOOL_ZAEHLER00 TON 5 TON_FLZEITFALL0 6 & Blocked 8 & 9 Ausgang In der Reihenfolge muss zuerst der R-Eingang des Zählers auf "0" gesetzt werden, da erst dann eine positive Flanke am CU-Eingang des Zählers ein Inkrementieren bewirkt. Darum wird im Anwenderprogramm die Behandlung des R-Eingangs vor dem CU-Eingang des Zählers durchgeführt. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 359

360 Beispiele für Anwenderprogramme Beispiel: Anzahl Meldungsänderungen >= 5 Überwachungszeit des Eingangs auf Stabiltiät = 10 s PLC_RESET: LD 20 ST PLC_CYCLETIME PLC_INIT: LD 5 ST CTU_FLZ0.PV (*Zykluszeit in ms*) (*Anzahl der Wischer bis die Meldung*) (*auf flatternd gesetzt wird*) (*als flatternd erkanntes Eingangssignal muss eine voreingestellte Zeit lang fix anstehen, bis die Blockiert-Kennung wieder rückgesetzt wird*) LD (*Konstante für 10s laden*) ST TON_FLZEITSTEIG0.PT (*Einschaltverzögerung steigende Flanke*) ST TON_FLZEITFALL0.PT (*Einschaltverzögerung fallende Flanke*) PLC_START: (*Module 4,5,6,7 - Gibt es am Eingang keine Flankenänderungen mehr, wird nach Ablauf der eingestellten Zeit der Zähler wieder auf "0" gesetzt*) LD I_030_002_000_000.VALUE (*Eingang*) ST M_BOOL_EINGANG00 ST TON_FLZEITSTEIG0.IN (*steigende Flanke - Modul 4*) STN TON_FLZEITFALL0.IN (*fallende Flanke - Modul 5*) CAL TON_FLZEITSTEIG0 (*Aufruf Modul 4*) ST OR.IN0 CAL TON_FLZEITFALL0 (*Aufruf Modul 5*) ST OR.IN1 CAL OR (*Aufruf Modul 6*) ST M_BOOL_ZAEHLER00 (*auch in Grafik*) ST CTU_FLZ0.R (*Rücksetzeingang Zähler - Modul 7*) (*Module 1,2,3,7 - Steigende und fallende Flanke des Eingangs werden verodert und auf den "CU-Eingang" des Zählers gesetzt - jede Änderung wird dazuaddiert*) LD M_BOOL_EINGANG00 ST R_TRIG_INFLSTEIG0.CLK (*steigende Flanke - Modul 1*) ST F_TRIG_INFLFALL0.CLK (*fallene Flanke - Modul 2*) CAL R_TRIG_INFLSTEIG0 (*Aufruf Modul 1*) ST OR.IN0 CAL F_TRIG_INFLFALL0 (*Aufruf Modul 2*) ST OR.IN1 CAL OR (*Aufruf Modul 3*) ST CTU_FLZ0.CU (*Aufwärtszähleingang Zähler - Modul 7*) ST M_BOOL_MODUL03 (*nur für Grafik*) (*Module 7,8 - Mit der ersten Flankenänderung wird die Zeitüberwachung gestartet; wenn innerhalb dieser Zeit Anzahl der Flanken größer ist als Anzahl der Wischer, wird der Ausgang des AND (Modul 8) "1" = blockiert*) CAL CTU_FLZ0 (*Aufruf Modul 7*) ST M_BOOL_MODUL7 (*nur für Grafik*) ST AND.IN0 LDN M_BOOL_ZAEHLER00 ST AND.IN1 CAL AND (*Aufruf Modul 8*) ST M_BOOL_FLATTERND00 (*ist "1" wenn die Meldung flattert*) ST O_030_002_000_000.BL (*Blocked-Bit der Meldung setzen*) (*Modul 9 - Weitergabe des Ausgangs wird während flattern gesperrt*) LD M_BOOL_EINGANG00 ST AND.IN0 LD M_BOOL_FLATTERND00 STN AND.IN1 CAL AND (*Aufruf Modul 9 - bei Flattern auf "0"*) ST O_030_002_000_000.VALUE (*Ausgang der Eingangsmeldung*) 360 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

361 Beispiele für Anwenderprogramme B.6 Sollwert-Stellbefehl PLC_RESET: LD 20 ST PLC_CYCLETIME (*Zykluszeit in ms *) PLC_INIT: LD 1 ST PLC_TX_DATAFLOW_030 ST PLC_TX_DATAFLOW_031 ST PLC_TX_DATAFLOW_036 ST PLC_TX_DATAFLOW_050 (*Einzelmeldung an SPS & Kommunikation*) (*Doppelmeldung an SPS & Kommunikation*) (*Messwert Gleitkomma an SPS & Komm.*) (*Sollwert Gleitkomma an SPS & Komm.*) PLC_START: (*Zuordnung der Eingänge zu Merkern*) LD I_050_171_105_000.S_E (*Sollwert select/execute*) ST M_BOOL_NyttBVCmL45 LD I_030_008_004_000.VALUE (*Einzelmeldung Eingang*) ST M_BOOL_OmkHandL45 LD I_036_018_039_000.VALUE (*Messwert Gleitkomma Eingang*) ST M_REAL_CmL45 LD I_050_171_105_000.VALUE (*Sollwert Gleitkomma Eingang*) ST M_REAL_BvCmL45DC (*Temporaere Testvariablen*) LD I_050_171_105_000.S ST R_TRIG_PosFlank1.CLK CAL R_TRIG_PosFlank1 JMPN HOPP90 (*Prüfung auf steigende Flanke, sonst*) (*confirmation in jedem Zyklus erzeugen*) (*wenn kein Sollwert vorhanden ist,*) (*COT Prozedur überspringen*) LD I_050_171_105_000.S_E ST O_050_171_105_000.S_E (*hier muss die select before execute*) (*Prozedur hinzugefügt werden*) ST M_BOOL_NyttBVCmL45 (*Sollwert select/execute *) LD I_050_171_105_000.VALUE ST O_050_171_105_000.VALUE (*Sollwert Gleitkomma-Ausgabe*) ST M_REAL_BvCmL45DC (*Beispiel fuer select before execute*) LD 7 (*7 = confirmation, 10 = termination,*) ST O_050_171_105_000.COT (*setzen auf 0 würde hier die confir-*) (*mation erzeugen, und die termination*) (*im folgenden Zyklus*) LD 1 ST O_050_171_105_000.S (*Sollwert Spontanbit*) HOPP90: SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 361

362 Beispiele für Anwenderprogramme B.7 Befehl mit ACTCON/ACTTERM bilden über Eingang PLC_RESET: LD 100 ST PLC_CYCLETIME (*Zykluszeit ms*) PLC_INIT: PLC_START: (*Linie 4) (*Doppelpolige Eingänge lesen und speichern*) LD I_031_011_006_016.ON ST O_031_011_006_016.ON ST M_BOOL_DPIACLOSE LD I_031_011_006_016.OFF ST O_031_011_006_016.OFF (*Linie 9*) (*Doppelpolige Eingänge lesen und speichern *) LD I_031_011_006_028.ON ST O_031_011_006_028.ON ST M_BOOL_DPIBCLOSE LD I_031_011_006_028.OFF ST O_031_011_006_028.OFF (*Coup 4-9*) (*Doppelpolige Eingänge lesen und speichern *) LD I_031_011_008_058.ON ST O_031_011_008_058.ON ST M_BOOL_DPICCLOSE LD I_031_011_008_058.OFF ST O_031_011_008_058.OFF (*Linie 4) (*Doppelbefehl ZU Eingang lesen und speichern*) LD I_046_001_006_016.COT (*Übertragungsursache gleich 6*) ST O_046_001_006_016.COT ST EQ.IN0 LD 6 ST EQ.IN1 CAL EQ ST AND.IN0 LD I_046_001_006_016.ON (*Doppelbefehl Status*) ST AND.IN1 CAL AND ST M_BOOL_COMACLOSE (*Verriegelung*) LD M_BOOL_DPICCLOSE ST AND.IN0 LD M_BOOL_DPIBCLOSE ST AND.IN1 CAL AND STN M_BOOL_NOACLOSE 362 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

363 Beispiele für Anwenderprogramme (*Doppelbefehl AUF Eingang lesen und speichern*) LD I_046_001_006_016.COT (*Übertragungsursache gleich 6*) ST EQ.IN0 LD 6 ST EQ.IN1 CAL EQ ST AND.IN0 LD I_046_001_006_016.OFF (*Doppelbefehl Status*) ST AND.IN1 CAL AND ST O_046_001_006_016.OFF (*Ausgang Doppelbefehl AUF an gleiche Adresse*) (*Befehl ZU*) LD M_BOOL_NOACLOSE ST AND.IN0 LD M_BOOL_COMACLOSE ST AND.IN1 CAL AND ST O_046_001_006_016.ON (*ACTCON, ACTTERM senden an Leitsystem SAT250*) LD I_046_001_006_016.PN ST O_046_001_006_016.PN LD I_046_001_006_016.COT (*Übertragungsursache gleich 7*) ST EQ.IN0 LD 7 ST EQ.IN1 CAL EQ ST AND.IN0 LD I_046_001_006_016.S ST AND.IN1 CAL AND ST M_BOOL_COMA_COT LDN M_BOOL_NOACLOSE ST AND.IN0 LD M_BOOL_COMACLOSE ST AND.IN1 CAL AND ST M_BOOL_COMA_LOCKED ST OR.IN0 LD M_BOOL_COMA_COT ST OR.IN1 CAL OR JMPN COMA_END LD I_046_001_006_016.PN ST OR.IN0 LD M_BOOL_COMA_LOCKED ST OR.IN1 CAL OR ST O_046_001_006_016.PN LD I_046_001_006_016.ON ST O_046_001_006_016.ON LD I_046_001_006_016.OFF ST O_046_001_006_016.OFF LD 0 ST O_046_001_006_016.COT LD 1 ST O_046_001_006_016.S COMA_END: (*Linie 9*) (*Doppelbefehl ZU Eingang lesen und speichern*) LD I_046_001_006_028.COT (*Übertragungsursache gleich 6*) ST O_046_001_006_028.COT ST EQ.IN0 LD 6 ST EQ.IN1 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 363

364 Beispiele für Anwenderprogramme CAL EQ ST AND.IN0 LD I_046_001_006_028.ON ST AND.IN1 CAL AND ST M_BOOL_COMBCLOSE (*Doppelbefehl Status*) (*interlocking*) LD M_BOOL_DPIACLOSE ST AND.IN0 LD M_BOOL_DPICCLOSE ST AND.IN1 CAL AND STN M_BOOL_NOBCLOSE (*Doppelbefehl AUF Eingang lesen und speichern*) LD I_046_001_006_028.COT (*Übertragungsursache gleich 6*) ST EQ.IN0 LD 6 ST EQ.IN1 CAL EQ ST AND.IN0 LD I_046_001_006_028.OFF (*Doppelbefehl Status*) ST AND.IN1 CAL AND ST O_046_001_006_028.OFF (*Ausgang Doppelbefehl AUF an gleiche Adresse *) (*Befehl ZU*) LD M_BOOL_NOBCLOSE ST AND.IN0 LD M_BOOL_COMBCLOSE ST AND.IN1 CAL AND ST O_046_001_006_028.ON (*ACTCON, ACTTERM senden an Leitsystem SAT250*) LD I_046_001_006_028.PN ST O_046_001_006_028.PN LD I_046_001_006_028.COT (*Übertragungsursache gleich 7*) ST EQ.IN0 LD 7 ST EQ.IN1 CAL EQ ST AND.IN0 LD I_046_001_006_028.S ST AND.IN1 CAL AND ST M_BOOL_COMB_COT LDN M_BOOL_NOBCLOSE ST AND.IN0 LD M_BOOL_COMBCLOSE ST AND.IN1 CAL AND ST M_BOOL_COMB_LOCKED ST OR.IN0 LD M_BOOL_COMB_COT ST OR.IN1 CAL OR JMPN COMB_END LD I_046_001_006_028.PN ST OR.IN0 LD M_BOOL_COMB_LOCKED ST OR.IN1 CAL OR ST O_046_001_006_028.PN LD I_046_001_006_028.ON ST O_046_001_006_028.ON LD I_046_001_006_028.OFF ST O_046_001_006_028.OFF 364 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

365 Beispiele für Anwenderprogramme LD 0 ST O_046_001_006_028.COT LD 1 ST O_046_001_006_028.S COMB_END: (*Coup 4-9*) (*Doppelbefehl ZU Eingang lesen und speichern*) LD I_046_001_008_058.COT (*Übertragungsursache gleich 6*) ST O_046_001_008_058.COT ST EQ.IN0 LD 6 ST EQ.IN1 CAL EQ ST AND.IN0 LD I_046_001_008_058.ON (*Doppelbefehl Status*) ST AND.IN1 CAL AND ST M_BOOL_COMCCLOSE (*Verriegelung*) LD M_BOOL_DPIACLOSE ST AND.IN0 LD M_BOOL_DPIBCLOSE ST AND.IN1 CAL AND STN M_BOOL_NOCCLOSE (*Doppelbefehl AUF Eingang lesen und speichern*) LD I_046_001_008_058.COT (*Übertragungsursache gleich 6*) ST EQ.IN0 LD 6 ST EQ.IN1 CAL EQ ST AND.IN0 LD I_046_001_008_058.OFF (*Doppelbefehl Status*) ST AND.IN1 CAL AND ST O_046_001_008_058.OFF (*Ausgang Doppelbefehl AUF an gleiche Adresse *) (*Befehl ZU*) LD M_BOOL_NOCCLOSE ST AND.IN0 LD M_BOOL_COMCCLOSE ST AND.IN1 CAL AND ST O_046_001_008_058.ON ST M_BOOL_COMC_OK (*ACTCON, ACTTERM senden an Leitsystem SAT250*) LD I_046_001_008_058.PN ST O_046_001_008_058.PN LD I_046_001_008_058.COT (*Übertragungsursache gleich 7*) ST EQ.IN0 LD 7 ST EQ.IN1 CAL EQ ST AND.IN0 LD I_046_001_008_058.S ST AND.IN1 CAL AND ST M_BOOL_COMC_COT LDN M_BOOL_NOCCLOSE ST AND.IN0 LD M_BOOL_COMCCLOSE ST AND.IN1 CAL AND ST M_BOOL_COMC_LOCKED ST OR.IN0 LD M_BOOL_COMC_COT SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 365

366 Beispiele für Anwenderprogramme ST OR.IN1 CAL OR JMPN COMC_END LD I_046_001_008_058.PN ST OR.IN0 LD M_BOOL_COMC_LOCKED ST OR.IN1 CAL OR ST O_046_001_008_058.PN LD I_046_001_008_058.ON ST O_046_001_008_058.ON LD I_046_001_008_058.OFF ST O_046_001_008_058.OFF LD 0 ST O_046_001_008_058.COT LD 1 ST O_046_001_008_058.S COMC_END: 366 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

367 Beispiele für Anwenderprogramme B.8 Drehzahlvergleich PLC_RESET: LD 100 ST PLC_CYCLETIME PLC_INIT: LD 1000 ST TOF_FLAENDSTEIG0.PT ST TOF_FLAENDFALL0.PT (*Zykluszeit in ms*) (*Abfallverzoegerung in ms*) PLC_START: (*Drehzahlwert auf Wertaenderung ueberpruefen*) LD I_034_016_000_000.S (*Spontanbit Drehzahlwert laden*) JMPN KEINE_WERTAENDERUNG (*Sprung wenn keine Wertaenderung *) (*Drehzahlwert Wertaenderung vorhanden*) LD I_034_016_000_000.VALUE (*Drehzahlwert laden*) ST M_REAL_WERTNEU (*Aktuellen Drehzahlwert auf Merker*) ST SUB.IN0 LD M_REAL_WERTALT (*Alten Drehzahlwert laden*) ST SUB.IN1 CAL SUB (*Differenzwert bilden*) ST M_REAL_WERTDIF (*Differenzwert auf Merker*) (*Wertaenderung uebernehmen*) LD M_REAL_WERTNEU (*Aktuellen Wert laden*) ST M_REAL_WERTALT (*aktuellen Wert fuer naechste *) (*Wertaenderung speichern*) (*Wertevergleich Drehzahl steigend*) LD M_REAL_WERTDIF (*Differenzwert laden*) ST GT.IN0 LD 0 ST GT.IN1 CAL GT (*Differenzwert > 0: Drehzahl steigt*) ST M_BOOL_DZST (*Merker Drehzahl steigt setzen*) (*Wertevergleich Drehzahl fallend*) LD M_REAL_WERTDIF (*Differenzwert laden*) ST LT.IN0 LD 0 ST LT.IN1 CAL LT (*Differenzwert < 0: Drehzahl faellt*) ST M_BOOL_DZFA (*Merker Drehzahl faellt setzen*) KEINE_WERTAENDERUNG: (*Sprungmarke wenn keine Wertaenderung*) (*Abfallverzoegerung steigende Drehzahl*) LD M_BOOL_DZST (*Merker Drehzahl steigt laden*) ST TOF_FLAENDSTEIG0.IN CAL TOF_FLAENDSTEIG0 (*Abfallverzoegerung*) LD TOF_FLAENDSTEIG0.Q ST O_030_048_000_000.VALUE (*Ausgang setzen*) (*Abfallverzoegerung fallende Drehzahl*) LD M_BOOL_DZFA (*Merker Drehzahl faellt laden*) ST TOF_FLAENDFALL0.IN CAL TOF_FLAENDFALL0 (*Abfallverzoegerung*) LD TOF_FLAENDFALL0.Q ST O_030_049_000_000.VALUE (*Ausgang setzen*) (*Merker Drehzahl steigt, faellt zuruecksetzen*) LD 0 ST M_BOOL_DZST (*Merker Drehzahl steigt zuruecksetzen*) ST M_BOOL_DZFA (*Merker Drehzahl faellt zuruecksetzen*) SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 367

368 Beispiele für Anwenderprogramme 368 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

369 C Fehlerbehandlung Inhalt C.1 Systemfehler in der Diagnose C.2 Bedienfehler SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 369

370 Fehlerbehandlung C.1 Systemfehler in der Diagnose Fehlernummern die in der Diagnose protokolliert werden (nur über Webbrowser). Bedeutung der Fehlerklassen: A... Ausfall B... Baugruppenausfall I... interne Fehler E... externe Fehler K... Kommunikations- Fehler W... Warnung F... frei projektierbarer Anwenderfehler T... Test C.1.1 Fehlermeldungen Bedeutung der Spalten: Kl = Fehlerklasse, Fe = Fehler-LED, Wi = Wischer. Nr. Beschreibung Ursache Abhilfe Kl Fe Wi 000 Aufruf-Timeout Station wurde nicht aufgerufen 001 Fehlerhaftes Telegramm Empfangen 002 Fehlerhaftes Telegramm zu senden 003 Ringüberlauf Super Hochprior unbekannte Typkennung unbekannte CASDU Verbindung zu Master und Parametrierung überprüfen unter Diagnose History Diagnose ist das fehlerhafte Telegramm ab der Typkennung in hex eingetragen *) *) Packfehler nicht implementiert *) Ring auf Antwort für Login bei Wählverkehr übergelaufen 004 Ringüberlauf Hochprior ACT/CON-Telegramme können nicht zur Gegenstelle gesendet werden 005 Ringüberlauf Klasse 1 Daten 006 Ringüberlauf Klasse 2 Daten 007 SIM Karte nicht verfügbar zu viele Daten bei langsamer Kommunikation (nicht mehr als 200 Telegramme werden ausgesendet) Überlauf eines internen Rings, bitte Systemlieferanten kontaktieren AWL überprüfen möglicherweise zu viele Befehle in kurzer Zeit über die Kommunikation empfangen AWL überprüfen prüfen ob eine Meldung flattert *) *) *) analog zu Fehler 005 siehe Fehler 005 *) SIM-Karte nicht oder nicht korrekt eingebaut SIM-Karte unter Abdeckung korrekt einbauen 008 Fehler zurückgesetzt in der History Diagnose wird eingetragen wann die Fehler rücksetzt wurden 009 Neuanlauf durch Hardwarereset 010 Neuanlauf durch Fernreset (TK105) Spannungsversorgung wurde eingeschaltet Hochlaufbefehl über die Ferne empfangen *) *) 370 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

371 Fehlerbehandlung Nr. Beschreibung Ursache Abhilfe Kl Fe Wi 011 Neuanlauf durch Watchdogablauf 012 Firmware stillgesetzt (Kill) 013 Warnung: Ring Klasse 1 80% voll 014 Warnung: Ring Klasse 2 80% voll Watchdog ist abgelaufen und es wurde ein Hochlauf durchgeführt interner Softwarefehler erkannt ungültige Parameterdatei geladen ungültige AWL geladen Diagnose History Diagnose auslesen und Siemens verständigen Parameter erneut laden AWL erneut laden wenn keine Abhilfe: Firmware Update *) siehe Fehler 005 *) siehe Fehler 006 *) 015 Firmware geladen in der History Diagnose wird eingetragen wann die Firmware upgedatet wurde 016 DCD Dauerpegel bei Gemeinschaftsverkehr kann dies beim Anstecken des Nullmodemkabels vorkommen (vorwiegend bei DELL-PC's) Modem hat einen Dauerpegel erkannt Fernwirkleitung überprüfen *) 017 Selbsttest gestartet tritt im Normalbetrieb nicht auf 018 UART Fehler tritt nur im Selbsttest auf 019 Ethernet Chip Fehler tritt nur im Selbsttest auf 020 Reset durch Parameteraenderung es wurde ein Hochlauf vom Bediener wegen geänderter Parameter (nach Aufforderung) ausgelöst SICAM MIC hat auf Grund einer Parameteränderung selbst einen Hochlauf durchgeführt 021 Fehlende Sachnummer Sachnummer nicht vorhanden 022 Connection 1 ausgefallen Verbindung zur Gegenstelle ausgefallen IP-Adressen falsch Modul tauschen *) IP-Adressen und Verbindungsparameter im SICAM MIC und der Gegenstelle kontrollieren K *) 023 Connection 2 ausgefallen 024 Connection 3 ausgefallen 025 Connection 4 ausgefallen siehe Fehler 022 K *) siehe Fehler 022 K *) siehe Fehler 022 K *) 026 Ringe geloescht 027 Modemversorgung nur mit PS-6620B interne Modemversorgung nicht möglich Stromversorgung gegen Version >= B tauschen oder CP-60xx gegen Version >= A tauschen *) 028 Firmwarerevision nicht aktuell Version von WEBmic mit dem die Parameter erzeugt wurden ist aktueller als die der Firmware Firmware Update durchführen *) SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 371

372 Fehlerbehandlung Nr. Beschreibung Ursache Abhilfe Kl Fe Wi 029 Modem Blockade Unterstation ruft nicht mehr aktiv an 030 Aktive Trennung: kein Aufruf 031 Passive Trennung: Leitungsriss 032 Verbindungsaufbau nicht möglich 033 SPS Laufzeitüberschreitung 034 SPS Checksumfehler SPS stillgesetzt 035 SIM Checksumfehler, SPS stillgesetzt 036 SPS Syntax Error, SPS stillgesetzt 037 SPS Intervallfehler, SPS stillgesetzt 038 SPS TK falsch, SPS stillgesetzt SICAM MIC hat keinen ordnungsgemäßen Verbindungsabbau erkannt die Verbindung wurde nicht ordnungsgemäß getrennt (DCD-Signal auf "0" bevor Kommando "hang up dial" empfangen wurde) Verbindung zu Zentrale nicht möglich die Durchlaufzeit für die Ausführung der Anweisungsliste hat 50% von der eingestellten Zykluszeit überschritten Hardware-Fehler (im Speicherbereich für das Anwenderprogramm sind die Daten fehlerhaft) Hardware-Fehler (auf der SIM-Card sind die Daten fehlerhaft) AWL enthält eine unbekannte Anweisung Zykluszeit der AWL wurde zu hoch eingestellt durch Variable PLC_CYCLETIME Durchlaufzeit des Anwenderprogramms im Anwenderprogramm wird eine falsche Typkennung verwendet 039 SPS ZFR Ringüberlauf Anzahl der Änderungen von Meldungen und Zählwerten ist größer als der Ringpuffer zeitfolgerichtig speichern kann Station im Master parametrieren, sonst sendet dieser ein falsches Passwort, damit die "unbekannte Station" nicht mehr anruft Passwort richtig eintragen, Groß-/ Kleinschreibung beachten DCD-Verdrahtung von SICAM MIC zu Modem prüfen Hochlauf in der Zentrale während Verbindung aktiv Telefonleitung prüfen Telefonleitung prüfen Telefonnummer prüfen das System erhöht die Zykluszeit automatisch (max. 2 s möglich) falls SPS vom System gestoppt wird kleinere AWL verwenden AWL erneut auf SIM- Card schreiben Inhalt der SIM-Card löschen und Parameter erneut auf SIM- Card schreiben wenn keine Abhilfe: SIM-Card tauschen AWL-Code und Kommentare prüfen (Syntax) Wert der Variable PLC_CYCLETIME korrigieren (Bereich 2 ms 2 s) Durchlaufzeit des Anwenderprogramms erreicht 50% der max. Zykluszeit Parametrierung und AWL prüfen, die Typkennung von im Anwenderprogramm verwendeten Datenpunkten muss zum Typ in der Projektierung passen *) *) *) *) *) I I I I I *) 372 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

373 Fehlerbehandlung Nr. Beschreibung Ursache Abhilfe Kl Fe Wi 040 SPS ZFR global Ringüberlauf 041 SPS Ausgangsringüberlauf 042 SPS C-Stack unter., SPS stillgesetzt 043 SPS C-Stack ueber., SPS stillgesetzt 044 SPS F-Stack unter., SPS stillgesetzt 045 SPS F-Stack ueber., SPS stillgesetzt Anzahl der Änderungen von Befehlen, Sollwerten und Zählerabfragen ist größer als der Ringpuffer zeitfolgerichtig global speichern kann im Anwenderprogramm wurden in einem Zyklus zuviele Telegramme generiert in der AWL ist RET-Befehl ohne CAL-Befehl programmiert zuviele Schachtelungsebenen durch CAL-Befehle zuwenig Übergabeparameter für eine Funktion bzw. Funktionsbaustein programmiert zuviele Übergabeparameter für eine Funktion oder Funktionsbaustein programmiert 046 Dauerloop interner Fehler zuviele Hochläufe hintereinander (z.b. wegen defektem Netzgerät) Endlosschleife im Anwenderprogramm 047 Negatives Confirmation OLA-Befehl 048 Negatives Termination OLA-Befehl 049 Pult stillgesetzt von Firmware 050 IOA MTS_LAEUFT falsch 051 IOA Freigabe falsch, Pult stillg. 052 IOA Lampentest falsch, Pult stillg. 053 IOA von keinem DO, Pult stillg. 054 IOA von keinem DI, Pult stillg. 055 IOA von keiner EM, Pult stillg. 056 Doppelte IOA bei Pult, Pult stillg. 057 Fehlerhaftes Telegramm empf. (SK) 058 SK Adressfehler: IOA1 zu gross *) AWL prüfen *) AWL prüfen (Rücksprung von Schachtelungsebene 0 nicht möglich) AWL prüfen (max. 20 Ebenen erlaubt) I I AWL prüfen I AWL prüfen I AWL prüfen Spannungsversorgung überprüfen Bitte Systemlieferanten kontaktieren Verhalten lt. IEC *) Verhalten lt. IEC *) Softwarefehler Fehler bei der Konvertierung vom SK-Telegramm zum IEC-Telegramm IOA1 darf nicht größer als 31 sein bitte Systemlieferanten kontaktieren überprüfen der Parameter in der Zentrale z.b. mit/ohne Komponentennummer, Packung, unter Diagnose History Diagnose sind IOA und Datenpunktnummer eingetragen SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 373

374 Fehlerbehandlung Nr. Beschreibung Ursache Abhilfe Kl Fe Wi 059 SK Adressfehler: IOA2 muss 0 sein 060 SK Adressfehler: IOA3 muss 0 sein 061 SK Adressfehler: IOA2 zu gross 062 SK Adressfehler: IOA2 ungerade (DM) 063 SK Adressfehler: IOA1 fuer EM verw. 064 SK Adressfehler: IOA1 fuer DM verw. muss bei Messwerten und Zählwerten "0" sein nicht verwendet, muss im SK-Mode "0" sein ist im SK-Format die Bitnummer darf nicht größer als 15 sein es können bei Doppelmeldungen nur geradzahligen Bits angegeben werden IOA1 muß über alle Formate eindeutig sein siehe Fehler 058 siehe Fehler 058 siehe Fehler 058 siehe Fehler 058 siehe Fehler 058 analog zu Fehler 063 siehe Fehler SK Quittungsfehler tritt nur bei PCBMxx auf Leitungsqualität überprüfen 066 Dauerreset, Betrieb eingestellt 067 SPS freigegeben kein SPS Code vorh. 068 Wait/Schedule unter Disable 069 TE-6420: IOA ist keine EM 070 TE-6420: IOA nicht von DO-62xx 071 TE-6420: IOA nicht von DI-61xx 072 TE-6420: IOA ist nicht Gleitkomma 073 TE-6420: IOA nicht von AO-6380 zu viele Hochläufe innerhalb kurzer Zeit, SICAM MIC wurde zu oft innerhalb kurzer Zeit ein- und ausgeschaltet unter SPS Konfiguration die SPS-Funktion freigegeben, aber keinen Code geladen interner Softwarefehler der binäre Ausgang ist nicht als Einzelmeldung für diese IOA parametriert der Ausgang muss auf einem DO-Modul und nicht auf dem Steuerkopfmodul sein Spannungsversorgung prüfen lässt sich der Fehler nicht beheben, bitte Systemlieferanten kontaktieren SPS sperren wenn nicht benötigt oder SPS-Code laden bitte Systemlieferanten kontaktieren intern reserviert der Ausgang des AO ist nicht als Gleitkomma für diese IOA parametriert der Ausgang muss auf einem AO-6380 sein 074 TE-6420: Doppelte IOA für den TE-6420 wurde irgendwo die gleiche IOA vergeben 075 TE-6420: nur 1 Speedmonitoring zulässig 076 TE-6420: IOA nicht bekannt 077 TE-6420: IOA nicht vom TM Modul das Speedmonitoring darf nur 1 mal pro SICAM MIC freigegeben werden die parametrierte IOA wird auf keiner in Frage kommenden Baugruppe gefunden die IOA ist bekannt aber z.b. nur vom Anwenderprogramm generiert 374 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

375 Fehlerbehandlung Nr. Beschreibung Ursache Abhilfe Kl Fe Wi 078 2,5 ms Erfassung nicht moeglich 079 Ethernet MAC Adresse fehlt 080 Modem wurde rückgesetzt mindestens eine Baugruppe unterstützt die 2,5 ms- Erfassung nicht (TE-6460, AI-6310, TE-6420, AI-6300) Steuerkopfmodul hat keine MAC-Adresse Siemens TC35 Modem antwortet nicht mehr auf AT-Kommandos Verbindungsaufbau konnte zur Zentrale nicht mehr durchgeführt werden, deshalb wurde das Modem neu gestartet POWER-DOWN/POWER UP des Modems es wurde keine Siemens TC-35 angeschlossen bei Konfiguration des Protokolls "Keine Kommunikation" 081 DEAR wurde gelöscht Änderung der Parameter SIM-Card wurde getauscht CP-6020/CP-6040 wurde getauscht 082 Logon Administrator (WEB-Server) 083 Logon Gast (WEB- Server) Login durch den Administrator mit <IP-Adresse> Login durch den Gast mit <IP-Adresse> 084 Logoff (WEB-Server) Abloggen des Gasts bzw. Administrators 089 Abbruch DEAR File- Transfer USER 090 Abbruch DEAR File- Transfer TIMEOUT Abbruch des laufenden File-Transfers durch den Anwender der Anwenderhat während der Dateiübertragung einen Abbruch über die Bedienoberfläche durchgeführt Abbruch des laufenden File- Transfers durch Timeout in der Unterstation 091 DEAR Datenverlust es kam zu einem Datenverlust in DEAR Daten konnten nicht mehr auf SIM-Card bzw. NV- RAM gespeichert werden 092 DEAR interner Ring voll es kam zu einem Datenverlust in DEAR Daten konnten nicht mehr auf SIM-Card bzw. NV- RAM gespeichert werden 223 Steuerkopfperipherie Störung nur Baugruppen mit möglicher 2,5 ms- Erfassung verwenden Erfassung 10 ms einstellen bitte Systemlieferanten kontaktieren parametriertes Timeout zu gering Kommunikationsausfall während der Dateiübertragung Datenlast verringern (zu viele Daten werden im SICAM MIC erzeugt) Datenlast verringern (zu viele Daten werden im SICAM MIC erzeugt) nicht verwendet *) SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 375

376 Fehlerbehandlung Nr. Beschreibung Ursache Abhilfe Kl Fe Wi 224 Peripherieelement 0 Störung 225 Peripherieelement 1 Störung 226 Peripherieelement 2 Störung 227 Peripherieelement 3 Störung 228 Peripherieelement 4 Störung 229 Peripherieelement 5 Störung 230 Peripherieelement 6 Störung 231 Peripherieelement 7 Störung 239 Steuerkopfperipherie Ausfall 240 Peripherieelement 0 Ausfall 241 Peripherieelement 1 Ausfall 242 Peripherieelement 2 Ausfall 243 Peripherieelement 3 Ausfall 244 Peripherieelement 4 Ausfall 245 Peripherieelement 5 Ausfall 246 Peripherieelement 6 Ausfall 247 Peripherieelement 7 Ausfall 255 Summenfehler LED (rot) Fehler Zweileiterabgleich fehlerhafter Messwert (live zero) (nur bei Messwerten) Verdrahtung der zugehörigen Analogeingänge prüfen Zugehörige Geber/ Geberspannung prüfen E *) siehe Fehler 224 E *) siehe Fehler 224 E *) siehe Fehler 224 E *) siehe Fehler 224 E *) siehe Fehler 224 E *) siehe Fehler 224 E *) siehe Fehler 224 E *) nicht verwendet *) Hardwareidentifikation falsch Prüfsummenfehler am TM-Bus selbständiges Erkennen eines Defektes, z.b. Befehlsausgabetreiber Fehler im Befehlsausgabe- bzw. Rückmeldekreis des Moduls TE-6460 projektierte Bestückung prüfen Peripherieelement tauschen Firmware-Update B *) siehe Fehler 240 B *) siehe Fehler 240 B *) siehe Fehler 240 B *) siehe Fehler 240 B *) siehe Fehler 240 B *) siehe Fehler 240 B *) siehe Fehler 240 B *) mindestens 1 Fehler, der die rote ER-LED ansteuert, steht an (siehe Spalte Fe) kann für weitere Auswertungen in der AWL genutzt werden *) Fehler kann in der AWL mit der Variable PLC_SYSERROR_xxx ausgelesen und weiterverknüpft werden *) 376 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

377 Fehlerbehandlung C.1.2 Weiterführende Fehlerinformationen Code Bedeutung 00 Quittungserwartungszeit (t1) abgelaufen, keine Quittung auf ein Telegramm empfangen 01 kein Confirmation auf ein Startframe Activation empfangen 02 kein Confirmation auf ein Stopframe Activation empfangen 03 kein Confirmation auf ein Testframe Activation empfangen 04 U-Frame stimmt nicht, die empfangenen Quittungszähler stimmen nicht mit den erwarteten überein 05 U-Frame stimmt nicht, das U-Frame hat einen falschen Code 06 Startzeichen (68) ist falsch im Telegramm 07 TCP/IP Connection wurde von der Gegenstelle geschlossen 08 TCP/IP Socket wurde aus unbekanntem Grund geschlossen 09 kein SYN ACK auf einen versuchten Verbindungsaufbau empfangen (nur in der Verbindungsaufbauphase) 0A kein ARP-Eintrag (IP-Adresse zu MAC-Adresse) vorhanden 0B Startzeichen (68) ist falsch im Telegramm, nur 1 Byte Telegramm 0C Sendesequenz des empfangenen Telegrammes stimmt nicht mit dem erwarteten überein 0D Sendesequenz des empfangenen Telegrammes ist zu hoch, mehr Telegramme empfangen als noch möglich 0E Sendesequenz des empfangenen Telegrammes ist zu hoch, mehr Telegramme empfangen als überhaupt möglich 0F Empfangssequenz der Quittung falsch, stimmt nicht mit der erwarteten überein, größer als erwartet 10 Empfangssequenz der Quittung falsch, stimmt nicht mit der erwarteten überein, größer als möglich 11 Empfangssequenz der Quittung falsch, stimmt nicht mit der erwarteten überein, gleiches Telegramm schon empfangen SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 377

378 Fehlerbehandlung C.2 Bedienfehler Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl von Fehlermöglichkeiten, die bei der Bedienung von SICAM MIC über den Webbrowser auftreten könnten. Da je nach verwendeter Hardware- und Softwarekonfiguration unterschiedliche Zustände auftreten können, kann nicht garantiert werden, dass die hier beschriebenen Abhilfen auch tatsächlich immer zum gewünschten Ziel führen. Eigenschaft Mögliche Ursache Abhilfe nach Hochlauf des Systems bleibt Anwenderprogramm (SPS) gestoppt nach Rücksetzen des Systems leuchtet rote ER-LED Webbrowser startet nicht, wenn ein Projekt mit WEBmic geöffnet oder neu angelegt werden soll nach Eingabe der IP-Adresse eines SICAM MIC (online) im Webbrowser erscheint die Meldung "Seite nicht verfügbar" nach Eingabe der IP-Adresse eines SICAM MIC (online) öffnet sich die Anmeldemaske, jedoch nach der Anmeldung öffnet sich ein Offline-Projekt WEBmic lässt sich nicht beenden nach Laden einer AWL versucht der Webbrowser über längere Zeit (> 1min) zu aktualisieren oder es kommt gar keine Rückmeldung zum Ladevorgang nach Laden einer AWL sind Bedienmasken fehlerhaft oder leer; unter Umständen leuchtet die rote ER-LED es liegt ein Syntaxfehler vor die gelernte Bestückung stimmt nicht mit der projektierten Bestückung überein es wurden zuvor ein oder mehrere Projekte geöffnet, aber nicht ausgeloggt es besteht keine Verbindung zum angewählten SICAM MIC SICAM MIC ist ausgeschaltet IP-Adresse ist falsch die angewählte SICAM MIC ist nicht erreichbar und im Cache ihres PC befindet sich noch das zuletzt bearbeitete Offline- Projekt im Hintergrund läuft noch ein Task von WEBmic die zu ladende AWL ist zu groß (> 16kB) generell dauert ein Ladevorgang länger, je größer die AWL ist es wurde eine ungültige AWL (falsche Datei oder Dateiformat) geladen es kann während der Übertragung ein Verbindungsfehler aufgetreten sein in der unter SPS Diagnose angegebenen Zeile Korrektur durchführen das in SICAM MIC geladene Projekt offline öffnen (WEBmic) und die parametrierte Bestückung überprüfen WEBmic schließen, mit Windows Task Manager prüfen, ob noch ein WEBmic Task läuft, und Task beenden prüfen ob SICAM MIC eingeschaltet ist und mit dem PC verbunden ist bei Betrieb über Ethernet und ohne Router müssen die Netzadressen von SICAM MIC und PC übereinstimmen (abhängig von der Subnetzmaske) Offline-Projekt schließen IP-Adresse und Verbindung zum angewählten SICAM MIC prüfen, wenn erforderlich, eine neue IP- Adresse schreiben (notfalls lokal mit WEBmic) den Task schließen oder mit Task Manager den Prozess beenden Ladevorgang abbrechen (Stop-Funktion im Webbrowser) kontrollieren ob unter SPS Diagnose Fehler eingetragen sind eine kleinere AWL laden wenn sich SICAM MIC nach dem Ladevorgang zurückmeldet, prüfen ob die AWL übernommen wurde wenn möglich Fehleranzeige in der Diagnose lesen prüfen ob die richtige Quelldatei geladen wurde prüfen ob die Datei, welche die AWL enthält, eine Textdatei ist (ASCII-Format) prüfen ob sich der korrekte Steuerungscode in der Textdatei befindet 378 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

379 Fehlerbehandlung Eigenschaft Mögliche Ursache Abhilfe nach Laden der Parameter kann SICAM MIC nicht mehr vom Webbrowser angewählt werden; unter Umständen leuchtet die rote ER-LED nach einer Aktualisierung am Webbrowser (durch Anwahl einer Ein-/Ausgabemaske oder durch Übernahme eines Parameters) erscheint die Logon- Maske in der geladenen Parametrierung ist eine ungültige oder unbekannte IP-Adresse eingestellt eine ungültige Parameterdatei (falsche Datei oder Dateiformat) wurde geladen es kann während der Übertragung ein Verbindungsfehler aufgetreten sein die Sitzung wurde bereits durch die interne Laufzeitüberwachung beendet die Sitzung wurde durch das Einloggen eines weiteren Benutzers beendet mit WEBmic wieder eine gültige IP-Adresse auf SICAM MIC einstellen, nach erfolgreicher Übertragung diese Adresse im Webbrowser eingeben, SICAM MIC kann dann wieder online bearbeitet werden andernfalls muss die SIM- Card aus SICAM MIC gezogen und wieder mit gültigen Parametern offline beschrieben werden während des Bedien- oder Parametriervorgangs längere Pausen (> 15 min.) vermeiden geänderte Parameter durch Klicken auf den Übernahmeknopf speichern Bei jeder Aktualisierung am Webbrowser wird die Laufzeitüberwachung erneut gestartet SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 379

380 Fehlerbehandlung 380 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

381 D Abgleich von Widerstandsthermometern Inhalt D.1 Abgleichvorgang SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 381

382 Abgleich von Widerstandsthermometern D.1 Abgleichvorgang Für den Anschluss eines Widerstandsthermometers in 2-Leitertechnik ist ein Abgleichvorgang am analogen Eingabemodul AI-6310 erforderlich. Voraussetzungen Automatisierungseinheit betriebsbereit Widerstandsthermometer anlagenseitig vollständig verdrahtet und am I/O Modul angeschlossen Messung der Temperatur durch Befehlsabfrage vom Leitsystem aus oder mittels Webbrowser (Bedienoberfläche online) Vorgang 1. Kurzschließen des Widerstandsthermometers. Der Kurzschluss sollte so nah wie möglich am Widerstandsthermometer erfolgen. 2. Webbrowser: Konfiguration des Einganges am AI-6310 in Melderichtung auf TYP "Gleitkomma" sowie ANSCHLUSS auf "2 Leiter". 3. Webbrowser: Konfiguration des Einganges am AI-6310 in Steuerrichtung auf TYP "Einzelbefehl" setzen. 4. Webbrowser: In der Prozess-Anzeige des AI-6310 den Knopf Werksabgleich betätigen und den Temperaturwert ablesen. Oder den Befehl (mit der richtigen IOA Adresse) über das Leitsystem absetzen. 382 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

383 E Wählverbindung über PPP einrichten Inhalt E.1 Einstellungen unter Windows E.2 Einstellungen in Microsoft Windows E.3 Einstellungen in Microsoft Windows E.4 Einstellungen in Microsoft Windows Vista E.5 Einstellungen in Microsoft Windows XP Professional E.6 Einstellungen in Microsoft Windows 2000 Professional E.7 Einstellungen in Microsoft Windows NT E.8 Einstellungen wiederherstellen für die Internet-Verwendung SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 383

384 Wählverbindung über PPP einrichten E.1 Einstellungen unter Windows Unterstützte Betriebssysteme: Microsoft Windows 8 Professional Microsoft Windows 7 Professional Microsoft Windows Vista Microsoft Windows XP Professional Microsoft Windows 2000 Professional Microsoft Windows NT SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

385 Wählverbindung über PPP einrichten E.2 Einstellungen in Microsoft Windows 8 E.2.1 Modeminstallation Rechtsklicken Sie auf Start und wählen Sie Systemsteuerung. Durch einen Doppelklick auf das Symbol TELEFON- UND MODEMOPTIONEN öffnen Sie die Modem -Einstellungen. Falls Sie Standortinformationen eingeben müssen, tragen sie beliebige Zahlen ein und klicken sie auf OK. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 385

386 Wählverbindung über PPP einrichten Klicken Sie auf die Karteikarte MODEMS und klicken Sie zur Installation des Modems auf Hinzufügen. Es startet der Hardware-Assistent, der Sie komfortabel durch die Installation führt. Setzen Sie im Kästchen MODEM AUSWÄHLEN (KEINE AUTOMATISCHE ERKENNUNG) einen Haken und klicken Sie Weiter>. Unter HERSTELLER wählen Sie bitte (STANDARDMODEMTYPEN) und unter MODELLE das STANDARD BPS MODEM, danach klicken Sie Weiter>. 386 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

387 Wählverbindung über PPP einrichten In diesem Fenster markieren Sie die gewünschte Schnittstelle und bestätigen die Eingabe mit WEITER>. Sie beenden die Installation des Modems im nächsten Fenster mit dem Knopf Fertig stellen. Bitte wählen Sie nun in der Registerkarte MODEMS den Knopf Eigenschaften aus und überprüfen Sie, wie im unteren Fenster dargestellt, die MAXIMALE ÜBERTRAGUNGSRATE von Sollte diese Einstellung einen anderen Wert aufweisen, stellen Sie ihn bitte richtig und bestätigen mit OK. Die Modeminstallation ist jetzt beendet! SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 387

388 Wählverbindung über PPP einrichten E.2.2 Konfiguration der Netzwerkverbindung Um eine neue DFÜ-Verbindung (Datenfernübertragung) herzustellen, öffnen Sie über einen Rechtsklick auf Start den Menüpunkt Systemsteuerung. Doppelklicken Sie das Symbol Netzwerk- und Freigabecenter. 388 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

389 Wählverbindung über PPP einrichten Klicken sie auf NEUE VERBINDUNG ODER NEUES NETZWERK EINRICHTEN. Wählen Sie im folgenden Fenster als Netzwerkverbindungstyp den Punkt VERBINDUNG MIT DEM INTERNET HERSTELLEN aus. Fahren Sie fort mit Weiter>. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 389

390 Wählverbindung über PPP einrichten Falls schon eine Internetverbindung bestehet erscheint dieses Fenster. Wählen sie TROTZDEM EINE NEUE VERBINDUNG EINRICHTEN, und fahren sie fort. Als nächsten Schritt müssen Sie den VERBINDUNGSTYP AUSWÄHLEN. Klicken Sie bitte auf WÄHLVERBINDUNG und fahren fort. 390 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

391 Wählverbindung über PPP einrichten Im nächsten Schritt geben Sie eine beliebige Bezeichnung für Ihren VERBINDUNGSNAMEN, und einen beliebigen Zahlenwert in das Feld EINWÄHLRUFNUMMER ein. Weiters geben Sie hier BENUTZERNAME und KENNWORT ein. Wenn Sie diese Schritte ausgeführt haben bestätigen Sie jeweils mit Weiter>. Achten Sie auf die Haken in den Kästchen. Zum Abschluss klicken Sie auf Verbinden. Danach kommt das Fenster mit dem Verbindungstest, das können Sie abbrechen. Zum Abschluss klicken Sie auf Schließen. Klicken Sie nun auf die Netzwerke Schaltfläche in der Benachrichtigungsfeld der Aufgabenleiste. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 391

392 Wählverbindung über PPP einrichten Es öffnet sich nun eine Ansicht aller verfügbarer Netzwerke. Wählen Sie hierbei die neue Wählverbindung und klicken Sie Verbinden. Es öffnet sich nun das Fenster VERBINDUNG MIT. Klicken Sie hier auf Eigenschaften. 392 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

393 Wählverbindung über PPP einrichten Überprüfen Sie die Einstellungen und korrigieren sie, falls erforderlich. Bestätigen Sie mit OK. Wählen Sie nun die Registerkarte NETZWERK. Markieren Sie die Zeile Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) und klicken danach auf Eigenschaften. In diesem Fenster müssen die Punkte IP-ADRESSE AUTOMATISCH BEZIEHEN und DNS- SERVERADRESSE AUTOMATISCH BEZIEHEN ausgewählt sein. Fahren Sie fort mit Erweitert... SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 393

394 Wählverbindung über PPP einrichten Im letzten Fenster der Einstellungen, unter der Registerkarte IP-EINSTELLUNGEN, darf das STANDARDGATEWAY FÜR DAS REMOTENETZWERK VERWENDEN nicht angehakt sein. Bestätigen Sie die Eingaben jeweils mit OK. Klicken Sie nun auf die Netzwerke Schaltfläche in der Benachrichtigungsfeld der Aufgabenleiste. Es öffnet sich nun eine Ansicht aller verfügbarer Netzwerke. Wählen Sie hierbei die neue Wählverbindung und klicken Sie Verbinden. 394 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

395 Wählverbindung über PPP einrichten Es öffnet sich nun das Fenster VERBINDUNG MIT. Klicken Sie hier auf Wählen. Installation und Konfiguration sind somit abgeschlossen! SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 395

396 Wählverbindung über PPP einrichten E.3 Einstellungen in Microsoft Windows 7 E.3.1 Modeminstallation Wählen Sie über das Startmenü den Menüpunkt Systemsteuerung. Durch einen Doppelklick auf das Symbol TELEFON- UND MODEMOPTIONEN öffnen Sie die Modem-Gruppe. Klicken Sie auf die Karteikarte MODEMS und klicken Sie zur Installation des Modems auf Hinzufügen. 396 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

397 Wählverbindung über PPP einrichten Es startet der Hardware-Assistent, der Sie komfortabel durch die Installation führt. Setzen Sie im Kästchen MODEM AUSWÄHLEN(KEINE AUTOMATISCHE ERKENNUNG) einen Haken und klicken Sie Weiter>. Unter HERSTELLER wählen Sie bitte (STANDARDMODEMTYPEN) und unter MODELLE das STANDARD BPS MODEM, danach klicken Sie Weiter>. In diesem Fenster markieren Sie die gewünschte Schnittstelle und bestätigen die Eingabe mit WEITER>. Sie beenden die Installation des Modems im nächsten Fenster mit dem Knopf Fertig stellen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 397

398 Wählverbindung über PPP einrichten Bitte wählen Sie nun in der Registerkarte MODEMS den Knopf Eigenschaften aus und überprüfen Sie, wie im unteren Fenster dargestellt, die MAXIMALE ÜBERTRAGUNGSRATE von Sollte diese Einstellung einen anderen Wert aufweisen, stellen Sie ihn bitte richtig und bestätigen mit OK. Die Modeminstallation ist jetzt beendet! E.3.2 Konfiguration der Netzwerkverbindung Um eine neue DFÜ-Verbindung (Datenfernübertragung) herzustellen, öffnen Sie über das Startmenü den Menüpunkt Systemsteuerung. 398 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

399 Wählverbindung über PPP einrichten Doppelklicken Sie das Symbol Netzwerk- und Freigabecenter. Klicken sie auf NEUE VERBINDUNG ODER NEUES NETZWERK EINRICHTEN. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 399

400 Wählverbindung über PPP einrichten Wählen Sie im folgenden Fenster als Netzwerkverbindungstyp den Punkt VERBINDUNG MIT DEM INTERNET HERSTELLEN aus. Fahren Sie fort mit Weiter>. Als nächsten Schritt müssen Sie den VERBINDUNGSTYP AUSWÄHLEN. Klicken Sie bitte auf WÄHLVERBINDUNG und fahren fort. 400 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

401 Wählverbindung über PPP einrichten Im nächsten Schritt geben Sie eine beliebige Bezeichnung für Ihren VERBINDUNGSNAMEN, und einen beliebigen Zahlenwert in das Feld EINWÄHLRUFNUMMER ein. Weiters geben Sie hier BENUTZERNAME und KENNWORT ein. Wenn Sie diese Schritte ausgeführt haben bestätigen Sie jeweils mit Weiter>. Achten Sie auf die Haken in den Kästchen. Zum Abschluss klicken Sie auf Verbinden. Danach kommt das Fenster mit dem Verbindungstest, das können Sie abbrechen. Danach wählen Sie bitte DIE VERBINDUNG DENNOCH VERWENDEN aus. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 401

402 Wählverbindung über PPP einrichten Zum Abschluss klicken Sie auf Schließen. Zur erweiterten Einstellung und Kontrolle, der neuen Wählverbindung, klicken Sie im Netzwerk- und Freigabecenter auf VERBINGUNG MIT EINEM NETZWERK HERSTELLEN. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf VERBINDUNG ZU SIE und wählen den Menüpunkt Eigenschaften. 402 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

403 Wählverbindung über PPP einrichten Überprüfen Sie die Einstellungen und korrigieren sie, falls erforderlich. Bestätigen Sie mit OK. Markieren Sie die Zeile Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) und klicken danach auf Eigenschaften. In diesem Fenster müssen die Punkte IP-ADRESSE AUTOMATISCH BEZIEHEN und DNS- SERVERADRESSE AUTOMATISCH BEZIEHEN ausgewählt sein. Fahren Sie fort mit Erweitert... SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 403

404 Wählverbindung über PPP einrichten Im letzten Fenster der Einstellungen, unter der Registerkarte IP-EINSTELLUNGEN, darf das STANDARDGATEWAY FÜR DAS REMOTENETZWERK VERWENDEN nicht angehakt sein. Bestätigen Sie die Eingaben jeweils mit OK. Um eine Verbindung herzustellen, öffnen Sie im Startmenü die Systemsteuerung. 404 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

405 Wählverbindung über PPP einrichten Klicken Sie im Netzwerk- und Freigabecenter auf VERBINGUNG MIT EINEM NETZWERK HERSTELLEN. Klicken Sie auf VERBINDUNG ZU SIE VERBINDEN. Klicken Sie im Fenster "VERBINDUNG ZU SIE" den Knopf Wählen. Installation und Konfiguration sind somit abgeschlossen! SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 405

406 Wählverbindung über PPP einrichten E.4 Einstellungen in Microsoft Windows Vista E.4.1 Modeminstallation Öffnen Sie dazu über das Startmenü den Menüpunkt Systemsteuerung. Durch einen Doppelklick auf das Symbol Telefon- und Modemoptionen öffnen Sie die Modem- Gruppe. Klicken Sie auf die Karteikarte Modems und klicken Sie zur Installation des Modems auf Hinzufügen. 406 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

407 Wählverbindung über PPP einrichten Es startet der Hardware-Assistent, der Sie komfortabel durch die Installation führt. Setzen Sie im Kästchen MODEM AUSWÄHLEN (KEINE AUTOMATISCHE ERKENNUNG) einen Haken und klicken Sie Weiter>. Unter HERSTELLER wählen Sie bitte (Standardmodemtypen) und unter MODELLE das Standard bps Modem, danach klicken Sie Weiter>. In diesem Fenster markieren Sie die gewünschte Schnittstelle und bestätigen die Eingabe mit Weiter>. Sie beenden die Installation des Modems im nächsten Fenster mit dem Button Fertig stellen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 407

408 Wählverbindung über PPP einrichten Bitte wählen Sie nun in der Registerkarte MODEMS den Button Eigenschaften aus und überprüfen Sie, wie im unteren Fenster dargestellt, die MAXIMALE ÜBERTRAGUNGSRATE von Sollte diese Einstellung einen anderen Wert aufweisen, stellen Sie ihn bitte richtig und bestätigen mit OK. Die Modeminstallation ist jetzt beendet! E.4.2 Konfiguration der Netzwerkverbindung Um eine neue DFÜ-Verbindung (Datenfernübertragung) herzustellen, öffnen Sie über das Startmenü den Menüpunkt Systemsteuerung. 408 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

409 Wählverbindung über PPP einrichten Doppelklicken Sie das Symbol Netzwerkverbindungen. Klicken Sie auf EINE VERBINDUNG ODER EINE NETZWERK EINRICHTEN: SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 409

410 Wählverbindung über PPP einrichten Wählen Sie im folgenden Fenster als Netzwerkverbindungstyp den Punkt VERBINDUNG MIT DEM INTERNET HERSTELLEN aus. Klicken Sie anschließend auf Weiter>. Als nächsten Schritt müssen Sie den Verbindungstyp auswählen. Klicken Sie bitte auf WÄHLVERBINDUNG und fahren fort. 410 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

411 Wählverbindung über PPP einrichten Im nächsten Schritt geben Sie eine beliebige Bezeichnung für Ihren VERBINDUNGSNAMEN und einen beliebigen Zahlenwert in das Feld EINWÄHLRUFNUMMER ein. Weiters geben Sie hier BENUTZERNAME und KENNWORT ein. Achten Sie auf die Haken in den Kästchen. Zum Abschluss klicken Sie auf Verbinden. Danach kommt das Fenster mit dem Verbindungstest, dies können Sie abbrechen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 411

412 Wählverbindung über PPP einrichten Danach wählen Sie bitte DIE VERBINDUNG DENNOCH EINRICHTEN aus. Zum Abschluss klicken Sie auf Schließen. Zur erweiterten Einstellung und Kontrolle der neuen Wählverbindung klicken Sie mit der rechten Maustaste auf VERBINDUNG ZU SIE WÄHLVERBINDUNG und wählen den Menüpunkt Eigenschaften. 412 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

413 Wählverbindung über PPP einrichten Überprüfen Sie die Einstellungen und korrigieren sie, falls erforderlich. Bestätigen Sie mit OK. Markieren Sie die Zeile Internetprotokoll (TCP/IP Version 4) und klicken danach auf Eigenschaften. In diesem Fenster müssen die Punkte IP-ADRESSE AUTOMATISCH BEZIEHEN und DNS- SERVERADRESSE AUTOMATISCH BEZIEHEN ausgewählt sein. Klicken Sie dann auf Erweitert. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 413

414 Wählverbindung über PPP einrichten Im letzten Fenster der Einstellungen, unter der Registerkarte ALLGEMEIN darf STANDARDGATEWAY FÜR DAS REMOTENETZWERK VERWENDEN nicht angehakt sein. Bestätigen Sie mit OK. Um eine Verbindung herzustellen, öffnen Sie über das Startmenü den Menüpunkt Verbindung herstellen und wählen die Verbindung zu SIE aus. 414 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

415 Wählverbindung über PPP einrichten Oder Sie können auch über dieses Fenster, falls es noch offen ist, durch klicken des Knopfes Verbindung herstellen die Verbindung aufbauen. Klicken Sie im Fenster Verbindung mit Verbindung zu SIE herstellen den Knopf Wählen. Installation und Konfiguration sind somit abgeschlossen! SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 415

416 Wählverbindung über PPP einrichten E.5 Einstellungen in Microsoft Windows XP Professional E.5.1 Modeminstallation Öffnen Sie über das Startmenü den Menüpunkt Systemsteuerung. Durch einen Doppelklick auf das Symbol Telefon- und Modemoptionen öffnen Sie die Modem- Gruppe. Klicken Sie auf die Karteikarte MODEMS und klicken Sie zur Installation des Modems auf Hinzufügen. Es startet der Hardware-Assistent, der Sie komfortabel durch die Installation führt. Setzen Sie im Kästchen MODEM AUSWÄHLEN(KEINE AUTOMATISCHE ERKENNUNG) einen Haken und klicken Sie Weiter>. 416 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

417 Wählverbindung über PPP einrichten Unter HERSTELLER wählen Sie bitte (Standardmodemtypen) und unter MODELLE das Standard 33600bps Modem, danach klicken Sie Weiter>. In diesem Fenster markieren Sie die gewünschte Schnittstelle und bestätigen die Eingabe mit Weiter>. Sie beenden die Installation des Modems im nächsten Fenster mit dem Button Fertig stellen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 417

418 Wählverbindung über PPP einrichten Bitte klicken Sie nun in der Registerkarte MODEMS den Knopf Eigenschaften und überprüfen Sie, wie im unteren Fenster dargestellt, die MAXIMALE ÜBERTRAGUNGSRATE von Sollte diese Einstellung einen anderen Wert aufweisen, stellen Sie ihn bitte richtig und bestätigen mit OK. Die Modeminstallation ist jetzt beendet! E.5.2 Konfiguration der Netzwerkverbindung Um eine neue DFÜ-Verbindung (Datenfernübertragung) herzustellen, öffnen Sie über das Startmenü den Menüpunkt Systemsteuerung. 418 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

419 Wählverbindung über PPP einrichten Doppelklicken Sie das Symbol Netzwerkverbindungen. Je nach der im Windows Explorer gewählten Anzeigeeinstellungen sind verschiedene Ansichten möglich ( Extras Ordneroptionen, Registerkarte ALLGEMEIN). Zwei dieser Möglichkeiten sind angeführt: wenn Sie diese Ansicht erhalten, klicken Sie auf NEUE VERBINDUNG ERSTELLEN wenn Sie diese Ansicht erhalten, doppelklicken Sie auf das Icon Assistent für neue Verbindungen SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 419

420 Wählverbindung über PPP einrichten In beiden Fällen öffnet sich nun der Netzwerk-Assistent - bestätigen Sie mit Weiter>. Wählen Sie im folgenden Fenster als Netzwerkverbindungstyp den Punkt VERBINDUNG MIT DEM INTERNET HERSTELLEN aus, indem Sie auf den weißen Kreis vor der Bezeichnung klicken, bis ein schwarzer Punkt darin erscheint. Klicken Sie anschließend auf Weiter>. Als nächsten Schritt wählen Sie die Einstellung VERBINDUNG MANUELL EINRICHTEN und Weiter>. In dem darauf folgenden Fenster wählen Sie den Punkt VERBINDUNG MIT EINEM DFÜ-MODEM HERSTELLEN und fahren fort mit Weiter>. 420 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

421 Wählverbindung über PPP einrichten In den nächsten zwei Fenstern geben Sie eine beliebige Bezeichnung für Ihren Verbindungsnamen, und einen beliebigen Zahlenwert in das Feld RUFNUMMER ein. Wenn Sie diese Schritte ausgeführt haben bestätigen Sie jeweils mit Weiter>. Geben Sie hier Benutzername, Kennwort und die Bestätigung des Kennwortes ein und klicken Sie auf Weiter>. Achten Sie auf die Haken in den Kästchen und fahren Sie fort mit Weiter>. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 421

422 Wählverbindung über PPP einrichten Zum Abschluss klicken Sie auf Fertig stellen. Zur erweiterten Einstellung und Kontrolle der neuen Wählverbindung (hier Verbindung zu SIE) klicken Sie auf den Knopf Eigenschaften. Überprüfen Sie die Einstellungen und korrigieren sie, falls erforderlich. Bestätigen Sie mit OK. 422 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

423 Wählverbindung über PPP einrichten In der Registerkarte NETZWERK müssen die Einstellungen PPP: Windows 95/98/NT4/2000, Internet sowie Internetprotokoll (TCP/IP) ausgewählt sein. Markieren Sie die Zeile Internet Protocol (TCP/IP) und klicken danach auf Eigenschaften. In diesem Fenster müssen die Punkte IP-ADRESSE AUTOMATISCH BEZIEHEN und DNS- SERVERADRESSE AUTOMATISCH BEZIEHEN ausgewählt sein. Fahren Sie fort mit Erweitert. Im letzten Fenster der Einstellungen, unter der Registerkarte ALLGEMEIN, darf STANDARDGATEWAY FÜR DAS REMOTENETZWERK VERWENDEN nicht angehakt sein. Quittieren Sie jeweils mit OK. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 423

424 Wählverbindung über PPP einrichten Um eine Verbindung herzustellen klicken Sie im Fenster Verbindung mit Verbindung zu SIE" den Knopf Wählen. Installation und Konfiguration sind somit abgeschlossen! 424 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

425 Wählverbindung über PPP einrichten E.6 Einstellungen in Microsoft Windows 2000 Professional E.6.1 Modeminstallation Öffnen Sie dazu über das Startmenü den Menüpunkt Einstellungen Systemsteuerung. Im folgenden Fenster doppelklicken Sie auf das Symbol Telefon- und Modemoptionen. Klicken Sie auf die Karteikarte MODEMS und klicken zur Installation des Modems auf Hinzufügen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 425

426 Wählverbindung über PPP einrichten Es startet der Hardware-Assistent, der Sie komfortabel durch die Installation führt. Setzen Sie im Kästchen MODEM AUSWÄHLEN(KEINE AUTOMATISCHE ERKENNUNG) einen Haken und klicken Sie auf Weiter>. Unter Hersteller wählen Sie bitte (Standardmodemtypen) und unter Modelle Standard bps Modem aus, danach klicken Sie Weiter>. 426 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

427 Wählverbindung über PPP einrichten Markieren Sie die gewünschte Schnittstelle und bestätigen die Eingabe mit Weiter>. Sie beenden die Installation des Modems im nächsten Fenster mit dem Knopf Fertig stellen. Wählen Sie nun Eigenschaften und überprüfen Sie - wie im unteren Fenster dargestellt - die MAXIMALE ÜBERTRAGUNGSRATE von Sollte diese Einstellung einen anderen Wert aufweisen, stellen Sie ihn bitte richtig und bestätigen Sie mit OK. Die Modeminstallation ist jetzt beendet! SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 427

428 Wählverbindung über PPP einrichten E.6.2 Konfiguration der Netzwerk- und DFÜ Verbindungen Um eine neue DFÜ-Verbindung (Datenfernübertragung) herzustellen, öffnen Sie über das Startmenü den Menüpunkt Einstellungen Netzwerk und DFÜ-Verbindungen. Im nächsten Fenster doppelklicken Sie auf Neue Verbindung erstellen. Es startet der Netzwerkverbindungs-Assistent, der Sie durch die Konfigurierung führt. Anschließend bestätigen Sie mit Weiter>. 428 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

429 Wählverbindung über PPP einrichten Wählen Sie im folgenden Fenster als Netzwerkverbindungstyp den Punkt IN DAS INTERNET EINWÄHLEN aus. Klicken Sie anschließend auf Weiter>. Als nächsten Schritt wählen Sie die Einstellung MANUELLE EINRICHTUNG DER INTERNETVERBINDUNG ODER VERBINDUNG ÜBER EIN LOKALES NETZWERK (LAN) HERSTELLEN und klicken Sie auf Weiter>. Wählen Sie die Option VERBINDUNG ÜBER TELEFONLEITUNG UND MODEM und fahren Sie fort mit Weiter>. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 429

430 Wählverbindung über PPP einrichten Nun müssen Sie den Haken aus dem Kästchen ORTSKENNZAHL UND WÄHLEINSTELLUNGEN VERWENDEN entfernen, und tragen in das Feld RUFNUMMER einen beliebigen Zahlenwert ein. Klicken Sie danach auf den Knopf Erweitert und prüfen, ob im Register VERBINDUNGSTYP der Punkt PPP (POINT TO POINT PROTOKOLL) aktiviert ist. Sind die Einstellungen in Ordnung, bestätigen Sie mit OK und anschließend klicken Sie auf Weiter>. In den nächsten zwei Fenstern geben Sie einen beliebigen BENUTZERNAME, ein KENNWORT und eine Bezeichnung für Ihre Verbindung ein. Wenn Sie diese Schritte ausgeführt haben klicken Sie Weiter>. 430 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

431 Wählverbindung über PPP einrichten Zum Schluss der Verbindungseinrichtung wählen Sie NEIN unter dem Punkt MÖCHTEN SIE EIN KONTO ERSTELLEN? und klicken auf Weiter>. Im letzten Fenster entfernen Sie den Haken und beenden die Konfiguration mit Fertig stellen. Zur erweiterten Einstellung doppelklicken Sie bitte das Icon der neuen Wählverbindung (hier Verbindung zu SIE). Im Fenster Verbindung mit Verbindung zu SIE herstellen klicken Sie auf den Knopf Eigenschaften. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 431

432 Wählverbindung über PPP einrichten Sollten bereits mehrere Modems auf dem PC installiert sein, müssen Sie das gewünschte in der Registerkarte ALLGEMEIN auswählen. In der Registerkarte NETZWERK muss die Einstellung PPP: Windows 95/98/NT4/2000, Internet, sowie Internetprotokoll (TCP/IP) ausgewählt sein. Die anderen Kästchen sollten, wenn Sie einen Einzelplatzrechner verwenden, aus Sicherheitsgründen leer bleiben. Markieren Sie die Zeile Internetprotokoll (TCP/IP) und klicken Sie danach auf Eigenschaften. In diesem Fenster müssen die Punkte IP-ADRESSE AUTOMATISCH BEZIEHEN und DNS- SERVERADRESSE AUTOMATISCH BEZIEHEN ausgewählt sein. Fahren Sie fort mit Erweitert. Im letzten Fenster der Einstellungen, unter der Registerkarte ALLGEMEIN, darf das Kästchen STANDARDGATEWAY FÜR DAS REMOTENETZWERK VERWENDEN nicht angehakt sein. Das Feld IP HEADERKOMPRIMIERUNG VERWENDEN ist aktiv. Um die Eingaben zu bestätigen, quittieren Sie mit OK. Um eine Verbindung herzustellen klicken Sie im Fenster Verbindung zu SIE" den Knopf wählen. Installation und Konfiguration sind somit abgeschlossen! 432 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

433 Wählverbindung über PPP einrichten E.7 Einstellungen in Microsoft Windows NT 4.0 E.7.1 Modeminstallation Öffnen Sie dazu über das Startmenü den Menüpunkt Einstellungen Systemsteuerung. Klicken Sie bitte das Symbol Modems doppelt an. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 433

434 Wählverbindung über PPP einrichten Wenn Sie bereits ein Modem installiert haben, öffnet sich das Fenster Eigenschaften von Modems, wo Sie auf den Knopf Hinzufügen klicken müssen, um ein neues Modem zu installieren. Es startet der Modem-Assistent (Neues Modem installieren), der Sie durch das Setup führt. Haben Sie auf Ihrem Rechner noch kein Modem installiert, öffnet sich der Modem-Assistent sofort. Setzen Sie im Kästchen MODEM AUSWÄHLEN (KEINE AUTOMATISCHE ERKENNUNG) einen Haken und klicken Sie auf Weiter>. 434 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

435 Wählverbindung über PPP einrichten Unter HERSTELLER wählen Sie bitte (Standardmodemtypen) und unter MODELLE das Standard bps Modem, danach klicken Sie auf Weiter>. Hier markieren Sie die gewünschte Schnittstelle und bestätigen die Eingabe mit Weiter>. Wenn Sie zum ersten Mal auf Ihrem Computer ein Modem installieren, so werden Sie nun aufgefordert, die Standorteinstellungen für Ihren Computer einzugeben. Danach klicken Sie bitte auf Weiter>. Windows NT macht Sie nun darauf aufmerksam, dass Ihr Modem installiert bzw. konfiguriert worden ist. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 435

436 Wählverbindung über PPP einrichten Klicken Sie auf Fertigstellen und Sie gelangen in das Fenster Eigenschaften von Modems. Bitte wählen Sie nun EIGENSCHAFTEN und überprüfen Sie - wie im unteren Fenster dargestellt - die MAXIMALE GESCHWINDIGKEIT von Sollte diese Einstellung einen anderen Wert aufweisen, stellen Sie ihn bitte richtig und bestätigen mit OK. Die Modeminstallation ist jetzt beendet! E.7.2 Netzwerkkonfiguration Um eine Netzwerk bzw. Modem-Verbindung erstellen zu können, müssen auf Ihrem Computer das Protokoll TCP/IP und der RAS-Dienst installiert sein. Öffnen Sie dazu über das Startmenü den Menüpunkt Einstellungen Systemsteuerung. Doppelklicken Sie bitte auf das Symbol Netzwerk. 436 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

437 Wählverbindung über PPP einrichten Nun gibt es zwei Möglichkeiten, wie die Netzwerk-Konfiguration weiter geführt wird: entweder TCP/IP und RAS-Dienst sind bereits installiert; D.h. es wurde schon auf Ihrem Rechner ein Netzwerk bzw. ein Modem eingerichtet => lesen Sie unter TCP/IP und RAS- Dienst bereits in Ihrem System eingebunden weiter oder TCP/IP und RAS-Dienst sind noch nicht installiert, dann startet der Assistent für die Netzwerkinstallation => lesen Sie in diesem Fall unter TCP/IP und RAS-Dienst sind nicht in Ihrem System eingebunden weiter TCP/IP und RAS-Dienst bereits in Ihrem System eingebunden Es öffnet sich das Fenster Netzwerk. Um die Einstellungen zu überprüfen, klicken sie auf die Registerkarte DIENSTE und kontrollieren Sie, ob der Punkt RAS-Dienst (Remote Access Service) angeführt ist. Weiters müssen im Register PROTOKOLLE das TCP/IP-Protokoll und im Register BINDUNGEN die RAS-Server-Dienste angegeben sein. Sind alle Einstellungen vorhanden, überspringen Sie bitte den Abschnitt TCP/IP und RAS- Dienst sind nicht in Ihrem System eingebunden und fahren Sie fort im Abschnitt DFÜ- Netzwerk einrichten. TCP/IP und RAS-Dienst sind nicht in Ihrem System eingebunden Haben Sie noch keine Windows NT Netzwerkunterstützung installiert, fordert Windows NT Sie nun auf, die Netzwerkunterstützung auf Ihrem System zu installieren. Bitte legen Sie die Windows NT CD-ROM in das Einschubfach des CD-ROM-Laufwerks und klicken Sie im Anschluss auf Ja. Der Assistent für die Netzwerkinstallation startet nun. Bitte deaktivieren Sie das Kästchen DIREKT AM NETZWERK ANSCHLIEßEN und aktivieren Sie REMOTE-ZUGRIFF AUF DAS NETZWERK. Klicken Sie weiter mit dem Button Weiter>. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 437

438 Wählverbindung über PPP einrichten Das System gibt Ihnen nun die Möglichkeit, eine Netzwerkkarte suchen zu lassen. Ignorieren Sie bitte diese Aufforderung und drücken Sie die Taste Weiter>. 438 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

439 Wählverbindung über PPP einrichten Wählen Sie aus der folgenden Liste NETZWERKPROTOKOLLE die Zeile TCP/IP-Protokoll aus. Drücken Sie bitte danach die Taste Weiter>. Windows NT zeigt Ihnen nun, welche Dienste auf Ihrem System installiert werden. Klicken Sie bitte auf Weiter> und im nächsten Fenster ebenso auf Weiter>. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 439

440 Wählverbindung über PPP einrichten Windows NT fordert Sie nun auf, den Laufwerksbuchstaben des CD-ROM-Laufwerks anzugeben, in welchem sich die Windows NT Installations-CD befindet (in der Regel müssen Sie E:\ oder D:\ eingeben.). Klicken Sie danach auf Fortsetzen. Im folgenden Fenster müssen Sie auswählen, ob sich ein DHCP-Server (DHCP = Dynamic Host Configuration Protocol) im Netzwerk befindet. Klicken Sie auf Ja. Nun werden die von Windows NT benötigten Daten auf Ihr System kopiert. Nach vollständiger Übertragung der Dateien, gelangen Sie zum Fenster RAS-Geräte hinzufügen. Wählen Sie in der Auswahlliste das neu installierte Modem aus und bestätigen mit OK. Im Fenster RAS-Setup sollte nun in der gezeigten Liste Ihr Modem stehen. Klicken Sie dieses bitte an und danach auf die Taste Weiter. 440 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

441 Wählverbindung über PPP einrichten Nachdem die Daten auf Ihr System kopiert worden sind, sollten Sie in einem Dialogfenster die Bindungsinformationen angezeigt bekommen. In der Auswahl BINDUNGEN ANZEIGEN FÜR: deaktivieren Sie bitte die NetBIOS-Schnittstelle. Markieren Sie die Zeile und klicken auf den Knopf Deaktivieren. Sollten Sie unsicher sein, deaktivieren Sie nichts, da diese Einstellungen für das Arbeiten in einem Windows NT Netzwerk notwendig sind. Wenn Sie die NetBIOS-Schnittstelle deaktiviert haben, kommen Sie mit Weiter> in das nächste Fenster. Bestätigen Sie mit Weiter>. Im folgenden Fenster bekommen Sie weitere Netzwerk-Einstellungen angezeigt. Beachten Sie, dass ARBEITSGRUPPE ausgewählt ist und nicht DOMÄNE. Klicken Sie auf Weiter>. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 441

442 Wählverbindung über PPP einrichten Nun wurde Ihr Netzwerk auf Ihrem System installiert. Windows NT fordert Sie nun auf, Ihr System neu zu starten. Klicken Sie bitte auf die Taste Fertigstellen. Bitte entnehmen Sie die Windows NT CD-ROM aus Ihrem CD-ROM-Laufwerk. Danach klicken Sie auf Ja der Rechner wird neu gestartet. DFÜ-Netzwerk einrichten Um eine Verbindung zum Modem herzustellen, müssen Sie nun noch eine DFÜ Einwahl- Verbindung (Datenfernübertragung) einrichten. Öffnen Sie über das Startmenü Programme Zubehör DFÜ-Netzwerk. 442 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

443 Wählverbindung über PPP einrichten Es gibt nun zwei Möglichkeiten: haben Sie bereits eine DFÜ-Verbindung erstellt, klicken Sie im Fenster DFÜ-Netzwerk auf Neu um eine Verbindung einzurichten wenn Sie zum ersten Mal eine DFÜ-Verbindung erstellen, erhalten Sie die Meldung, dass das Telefonbuch leer ist. Klicken Sie auf OK, um eine neue Verbindung zu erstellen Es startet der Assistent, um einen neuen Eintrag zu erstellen. Geben Sie einen beliebigen Namen der Verbindung (z.b. SIE) ein, und klicken Sie auf Weiter>. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 443

444 Wählverbindung über PPP einrichten Im Fenster Server wählen Sie EINE VERBINDUNG MIT DEM INTERNET WIRD HERGESTELLT aus und klicken Sie auf Weiter>. In das Feld RUFNUMMER: tragen Sie einen beliebigen Zahlenwert ein und anschließend klicken Sie auf Weiter>. Als Abschluss des Telefonbuch-Assistenten bestätigen Sie mit Fertigstellen. 444 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

445 Wählverbindung über PPP einrichten Nun müssen Sie noch einige Parameter für die DFÜ-Verbindung eintragen bzw. überprüfen. Klicken Sie dazu im Fenster auf Neu. Beachten Sie dabei, dass im Feld TELEFONBUCHEINTRAG: der Name der Verbindung zum Modem (hier SIE) aufscheint. Wählen Sie im sich öffnenden Menü Eintrags- und Modemeigenschaften bearbeiten... aus. Kontrollieren Sie bitte alle Einträge der jeweiligen Register wie angegeben. Bei TYP DES DFÜ-SERVERS: muss PPP: Windows NT, Windows 95 Plus, Internet aufscheinen. Beachten Sie, dass unter NETZWERKPROTOKOLLE lediglich TCP/IP aktiviert ist. Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche TCP/IP-Einstellungen. SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch 445

446 Wählverbindung über PPP einrichten Der Haken im Kästchen STANDARD-GATEWAY AUF DEM REMOTE-NETZWERK VERWENDEN muss entfernt sein. Bestätigen Sie mit OK. Der Register SICHERHEIT sollte auch noch kontrolliert werden. Danach bestätigen Sie mit OK. Um die Verbindung zu überprüfen klicken Sie auf das Feld Wählen. Installation und Konfiguration sind somit abgeschlossen! 446 SICAM RTUs, SICAM MIC Benutzerhandbuch

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