Erster Armuts- und Reichtumsbericht in Baden-Württemberg

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1 Erster Armuts- und Reichtumsbericht in Baden-Württemberg Konsequenzen und Handlungsansätze für die Kommune aus der Sicht eines Wohlfahrtsverbands 1

2 Wie leben in tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungsprozessen Die Aufgabe der Caritas gegenüber der Politik beschreiben bewerten kommunizieren Caritas befördert glaubwürdig und anwaltschaftlich Solidarität und Zusammenhalt in der Gesellschaft 2

3 Der Bericht ist beteiligungsorientiert Einbezug der Wohlfahrtsverbände über den Beirat auf Landesebene Positionierung der Verbände zu den zentralen Themen öffentlich-geförderte Beschäftigung Umsetzung der Kinderrechte Wohnraummangel und Wohnungslosigkeit Energiearmut Überschuldung 3

4 Verbesserung von Teilhabe und Partizipation für Menschen in Armut erfordert die Perspektive dieser Menschen stärker mit einbeziehen die Menschen selbst in Planungen und Prozesse mit einbeziehen Die von Armut betroffenen Menschen sind die eigentlichen Expertinnen und Experten für die Lebenslage Armut 4

5 Den Armutsursachen auf kommunaler Ebene begegnen Alleinerziehende sind am häufigsten von Armut betroffen o (Dreimal so häufig wie der Landesdurchschnitt) Alleinerziehende scheitern häufig, Familienmanagement und Erwerbsarbeit in Einklang zu bringen Konsequenz / Handlungsempfehlung: Qualitativ hochwertiges und bezahlbares Kinderbetreuungsangebot 5

6 Ausbau von Ganztagesschulen Anspruch: das bieten, was Kinder von Familie und Freunden erwarten dürfen feste Bezugspersonen Entwicklung von Lebenskompetenzen Erfolgserlebnisse in der Freizeit Räume für Rückzug und Erholung Freiräume zur selbstbestimmten Gestaltung 6

7 Ganztagesschulen ermöglichen Chancen Für die Eltern: Zeit für die Erwerbsarbeit Für die Kinder: Ausgleich fehlender Bildungschancen Förderung von schlummernden Potentialen 7

8 Junge Menschen sind ein knappes Gut und entsprechend zu fördern Der dramatische Sog des demografischen Wandels: Je jünger, desto höher die Verluste, je älter, desto höher die Zuwächse Minderheitenrolle der Kinder Wir können es uns nicht leisten, junge Menschen ohne Perspektive zu lassen 8

9 Junge Menschen sind ein knappes Gut und entsprechend zu fördern Zielgerichtete umfassende Förderung (d.h. auch nicht sozial benachteiligte junge Menschen) Niemand darf verlorengehen! Jugendarbeit u. Kinder- und Jugendhilfe sind Orte originärer u. spezifischer Entwicklungs- und Bildungsprozesse Kommunen fördern die zivilgesellschaftliche Vielfalt Akteure aus Vereinen, Verbänden, Kirchen u.a. Organisationen werden aktiv in Gestaltungsprozesse einbezogen 9

10 Denken in Ressorts überwinden Die Rolle der Moderation annehmen Koordinator der verschiedenen Akteure Ausstattung der Ganztagesschulen o mit sozialpädagogisch qualifiziertem Personal o mit Koordinierungs-Assistenz für die Schulleitung Entwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren Flexibel und unbürokratisch auf den spezifischen Bedarf reagieren 10

11 Herausforderungen für die Kommune: Armut geht tiefer als der Mangel an finanziellen Ressourcen Langzeitarbeitslose Menschen und ihre Kinder haben ein hohes Risiko dauerhafter Armut Wirksame Instrumente zur Ausbildungsförderung Öffentlich geförderte Beschäftigung Leitformel: Arbeiten und dazugehören! 11

12 Sozialgesetzgebung und aktive, gestaltende Sozialpolitik sind die Lokomotive o Lorenz Werthmann ( ), Gründer und erster Präsident des Deutschen Caritasverbandes Gesellschaftliche und kirchliche Kräfte erzeugen den Dampf, der die soziale Maschine in Gang hält. 12

13 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und den Dampf, den Sie mit uns erzeugen, damit wir alle weiter voran kommen 13

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