Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau. Sachsen-Anhalt. Versuchsbericht. Ökoversuch. Dinkel

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1 Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt Versuchsbericht Ökoversuch Dinkel 2002

2 Herausgeber Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Zentrum für Acker- und Pflanzenbau Dr. Gerhard Hartmann Strenzfelder Allee Bernburg Telefon : 03471/334 0 Fax : 03471/ web-seite Versuchsdurchführung: Bernburg Frau Richter Herr Koch Jahresmitteltemperatur 8,9 O C mittlerer Jahresniederschlag 483 mm Höhe über NN 80 m Bodenart Lehm NstE Lö1 Ackerzahl Veröffentlichung und Vervielfältigung (auch auszugsweise) bedürfen der Genehmigung des Herausgebers! Wissenschaftliche Betreuung : Herr Dr. Hartmann Redaktionsschluss :

3 3 1. Vorbemerkungen 3 2. Witterungsangaben 3 3. Versuchsergebnisse Acker- und Pflanzenbau Bodenuntersuchung N-min-Untersuchung (Angaben in kg/ha) Anlagemethode Prüffaktor - 5 Sorten Liste der Prüfmerkmale im Versuch 4 1. Vorbemerkungen Im Land Sachsen-Anhalt wurde im Versuchsjahr 2002 ein Landessortenversuch mit Dinkel unter ökologischen Anbaubedingungen angelegt. Die serfassung erfolgte entsprechend der Richtlinien für die Durchführung von Wertprüfungen und Sortenversuchen des Bundessortenamtes (BSA). Die Aussaat erfolgte Ende Oktober. Ausreichende Bodenfeuchtigkeit bedingte ein zügiges Auflaufen. Die Vorwinterentwicklung verlief optimal. Vegetationsende wurde erst mit Beginn einer Frostperiode ab Anfang Dezember erreicht. Direkte Auswinterungsschäden traten nicht auf. Zur Unkrautregulierung kam der Striegel zum Einsatz. Niederschläge mit Wind führten bereits nach dem Ährenschieben sortendifferenziert zu Lager. An Krankheiten traten Braunrost und Mehltau auf. Die nachfolgend wechselhafte und kühle Witterung verzögerte die Ernte. Die Erträge lagen unter denen des Vorjahres. 2. Witterungsangaben Monatsniederschläge in mm und mittlere Monatstemperatur in o C Jahr Monat Niederschlag Temperatur ,2 13, ,5 13, ,0 5, ,8 0, ,1 2,5 2 43,8 5,8 3 28,5 6,0 4 37,3 8,5 5 60,2 15,2 6 28,3 17, ,0 18,6

4 4 3. Versuchsergebnisse 3.1. Acker- und Pflanzenbau Vorfrucht Luzernegras Grundbodenbearbeitung Pflug mit Packer Aussaatdatum Aussaatstärke 200 Vesen/m² Reihenentfernung 13,5 cm Ernteteilstück 10,33 m² Erntedatum Bodenuntersuchung Termin 08/01 ph-wert 7,4 P 2 O 5 24 mg/100 g K 2 O 25 mg/100 g Mg 8,1 mg/100 g 3.3. N-min-Untersuchung (Angaben in kg/ha) Datum cm cm cm Anlagemethode einfaktorielle Blockanlage mit 4 Wiederholungen 3.5. Prüffaktor - 5 Sorten Nr. Sorte BSA-Nr. Züchter Zulassung 1 Franckenkorn 2100 Dr. P. Franck 1995 VRS 2 Holstenkorn 2267 Eger Oberkulmer Rotkorn 2449 Dr. Späth Schwabenspelz 2586 Raiffeisen Zentralgen VGL 5 Ceralio 2589 DSV 2001 VRS VGL - Verrechnungssorte des BSA - Vergleichssorte des BSA 3.6. Liste der Prüfmerkmale im Versuch Tab. 1 : Tage Aussaat Ährenschieben, Tage Aussaat Gelbreife, Lager nach Ährenschieben, Mehltau 1. Bonitur, Mehltau 2. Bonitur und Braunrost... 5 Tab. 2 : Ähren/m² absolut und relativ zum, Pflanzenlänge in cm und relativ zum und Kornertrag in dt/ha und relativ zum bei 86% TS... 5 Tab. 3 : Einzelährenertrag und TKM in g bei 86% TS, Kornzahl/Ähre, Hektolitergewicht, Fallzahl und Sedimentationswert... 5 Tab. 4 : Marktwareanteil in %, Marktwareertrag in dt/ha und relativ zum bei 86% TS, Rohproteingehalt in % und Rohproteinertrag in dt/ha und relativ zum bei 86% TS... 6 Tab. 5 : Anteil Körner > 2,2 mm in %, Ertrag Körner > 2,2 mm in dt/ha und relativ zum, Anteil Körner > 2,5 mm in %, Ertrag Körner > 2,5 mm in dt/ha und relativ zum... 6

5 5 Tab. 1 : Tage Aussaat Ährenschieben, Tage Aussaat Gelbreife, Lager nach Ährenschieben, Mehltau 1. Bonitur, Mehltau 2. Bonitur und Braunrost Einzelährenertrag Tage Aussaat - Ähren- Gelbreifschieben 1. Bonitur 2. Bonitur Lager nach Ähren- Mehltau schie- 1 Franckenkorn ,7 3,0 4,0 3,0 2 Holstenkorn ,7 2,7 5,7 4,0 3 Oberkulmer Rotkorn ,7 5,0 5,0 3,7 4 Schwabenspelz ,0 3,7 6,0 4,3 5 Ceralio ,3 1,7 5,0 5,0 Braunrost ,3 3,2 5,1 4, ,0 1,7 4,0 3, ,3 5,0 6,0 5,0 Tab. 2 : Ähren/m² absolut und relativ zum, Pflanzenlänge in cm und relativ zum und Kornertrag in dt/ha und relativ zum bei 86% TS Ähren/m² Pflanzenlänge Kornertrag absolut relativ cm relativ dt/ha relativ 1 Franckenkorn , Holstenkorn , Oberkulmer Rotkorn , Schwabenspelz , Ceralio ,5 80 GD t-test Tab. 3 : Einzelährenertrag und TKM in g bei 86% TS, Kornzahl/Ähre, Hektolitergewicht, Fallzahl und Sedimentationswert TKM Sedimentationswert Kornzahl je Ähre Fallzahl Hektolitergewicht 1 Franckenkorn 0,9 47,6 18,3 80, Holstenkorn 0,7 45,0 15,1 79, Oberkulmer Rotkorn 0,6 53,3 10,9 80, Schwabenspelz 1,1 44,3 24,1 81, Ceralio 0,7 49,6 13,2 80, , , ,1 5,7 0,8 48,0 16,3 80, ,6 44,3 10,9 79, ,1 53,3 24,1 81,

6 6 Tab. 4 : Marktwareanteil in %, Marktwareertrag in dt/ha und relativ zum bei 86% TS, Rohproteingehalt in % und Rohproteinertrag in dt/ha und relativ zum bei 86% TS Marktware Ertrag Rohprotein Ertrag Anteil Gehalt dt/ha relativ dt/ha relativ 1 Franckenkorn 99,9 58, ,4 8, Holstenkorn 99,9 44, ,9 7, Oberkulmer Rotkorn 99,9 47, ,6 8, Schwabenspelz 99,9 56, ,8 8, Ceralio 99,9 39, ,9 6, ,9 49,2 18,5 7,8 99,9 39,5 16,8 6,8 99,9 58,1 19,9 8,7 Tab. 5 : Anteil Körner > 2,2 mm in %, Ertrag Körner > 2,2 mm in dt/ha und relativ zum, Anteil Körner > 2,5 mm in %, Ertrag Körner > 2,5 mm in dt/ha und relativ zum Körner > 2,2 mm Körner > 2,5 mm Anteil Ertrag Anteil Ertrag dt/ha relativ dt/ha relativ 1 Franckenkorn 99,9 58, ,0 48, Holstenkorn 99,9 44, ,4 37, Oberkulmer Rotkorn 99,9 47, ,4 43, Schwabenspelz 99,9 56, ,8 45, Ceralio 99,9 39, ,0 34, ,9 49,2 85,3 41,8 99,9 39,5 79,8 34,4 99,9 58,0 92,4 48,2

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