Bayerischer Rundfunk

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1 Bayerischer Rundfunk

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3 Geschäftsbericht des Bayerischen Rundfunks 1986

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5 Inhalt Seite Die Organe des Bayerischen Rundfunks 4 Bericht des Rundfunkratsvorsitzenden 6 Bericht des Intendanten 7 Finanzbericht Überblick über die Ertragslage Finanzielle Entwicklung Das Personal 22 Das Programm Hörfunk Fernsehen 31 Technischer Bericht Studio- und Außenübertragungstechnik Sendertechnik Allgemeine Technik 51 Chronik 54 Erläuterungen zur Bilanz 55 Bericht des Verwaltungsrats 56 Beschluß des Rundfunkrats 56 Anhang Bilanz 58 Ertrags- und Aufwandsrechnung mit Bestätigungsvermerk 60 Namen im BR 62 Organisationsplan 63 Senderverzeichnis 3. Umschlagseite 3 I

6 Die Organe des Bayerischen Rundfunks Die Organe des Bayerischen Rundfunks sind gemäß Artikel 5 des Gesetzes über die Einrichtung und die Aufgaben einer Anstalt des öffentlichen Rechts Der Bayerische Rundfunk vom , in der Fassung der Bekanntmachung vom , zuletzt geändert durch Art. 37 des Medienerprobungs- und -entwicklungsgesetzes vom , der Rundfunkrat, der Verwaltungsrat und der Intendant. Der Rundfunkrat vertritt gemäß Artikel 6 des Gesetzes über den Bayerischen Rundfunk die Interessen der Allgemeinheit auf dem Gebiete des Rundfunks. Zu den Aufgaben des Rundfunkrats gehören gemäß Artikel 7 u.a. die Wahl des Intendanten, die Zustimmung zur Berufung der Direktoren und der Hauptabteilungsleiter sowie die Genehmigung des Haushaltsvoranschlags und des Jahresabschlusses. Der Rundfunkrat bestand Ende 1986 aus 50 Mitgliedern. Seine Zusammensetzung ist in Artikel 6 festgelegt und wird in der nachfolgenden Auflistung dargestellt. Die Mitglieder des Rundfunkrats werden jeweils für vier Jahre entsandt. Ihre Amtszeit beginnt am 1. Mai (zuletzt 1. Mai 1986). Die Abberufung durch die entsendende Stelle ist bei Ausscheiden aus dieser Stelle oder - bei Landtagsmitgliedern -Zusammentritt eines neuen Landtags möglich. Dr. Wilhelm Fritz, München Vorsitzender Paul Rieger, München stv. Vorsitzender Dr. Edmund Stoiber, Wolfratshausen Herbert Huber, Landshut Barbara Stamm, Würzburg Anneliese Fischer, Bayreuth Otto Meyer, Burgau Dr. Sieghard Rost, Nürnberg Dr. Alfred Seidl, München Dr. Paul Wilhelm, München Gerold Tandler, Neuötting Dr. OttoWiesheu, Zolling Dr. Jürgen Böddrich, Riemerling Eduard Hartmann, Neu-Ulm Christa Meier, Regensburg Dr. Heinz Kaiser, Erlenbach/Main Dr. Helmut Rothemund, Rehau Karl-Heinz Hiersemann, Bubenreuth Winfried Eckhardt, München Toni Beck, Tiefenbach Werner Gebhard, Nürnberg Prof. Dr. Johannes Herrmann, Erlangen Dr. Horst Engerth, Erding Dr. Franz Henrich, München Julius Spokojny, MdS, Augsburg Jakob Deffner, MdS, München UrsulaWolfring, Nürnberg Walburga Steffan, München Gustav Sühler, MdS, Waldau Eva Schwarz, Burgbernheim Dr. Wilhelm Wimmer, München Dr. Hanns Schwindt, München Paul Röhner, Bamberg Rudolf Krause, Kaufbeuren HansZehetmair, Erding Dr. Helmut Hutzelmann, Roth Hans Hübner, Vorbach Walter Stain, Mainstockheim Charlotte Wernthaler, München Christa Krüger, Zorneding Dr. Robert Sauter, München Ruth Brosche, Haberskirch Hans Peter Bleuel, Ottobrunn Ulrich Sommerlatte, Tegernsee Prof. Dr. Alexander Suder, München Prof. August Everding, München Ernst Seiltgen, Ingolstadt vom Bayerischen Landessportverband von der Evangelischen Kirche von der Bayerischen Staatsregierung vom Bayerischen Landtag vom Bayerischen Landtag (bis ) vom Bayerischen Landtag (ab ) vom Bayerischen Landtag vom Bayerischen Landtag vom Bayerischen Landtag (bis 10.12, 86) vom Bayerischen Landtag (ab ) vom Bayerischen Landtag vom Bayerischen Landtag vom Bayerischen Landtag vom Bayerischen Landtag (bis ) vom Bayerischen Landtag (ab ) vom Bayerischen Landtag vom Bayerischen Landtag (bis ) vom Bayerischen Landtag (ab ) vom Bayerischen Landtag (ab ) vom Bayerischen Senat vom Bayerischen Senat vom Bayerischen Senat (gest ) vom Bayerischen Senat (ab ) von der Katholischen Kirche von den Israelitischen Kultusgemeinden (ab ) von den Gewerkschaften von den Gewerkschaften (bis 30,4.86) von den Gewerkschaften (ab ) vom Bayerischen Bauernverband vom Bayerischen Bauernverband von den Industrie- und Handelskammern von den Handwerkskammern vom Bayerischen Städteverband (bis ) vom Bayerischen Städteverband (ab ) vom Landkreisverband Bayern (bis ) vom Landkreisverband Bayern (ab ) vom Bayerischen Gemeindetag von denverbänden der Heimatvertriebenen von den Katholischen Kirchlichen Frauenorganisationen von den Evangelischen Kirchlichen Frauenorganisationen vom Bayerischen Jugendring vom Bayerischen Landessportverband von den Schriftsteller-Organisationen von den Komponisten-Organisationen von den Musiker-Organisationen von der Bayerischen Staatsoper von den Leitern der Bayerischen Schauspielbühnen 4

7 Der Verwaltungsrat hat gemäß Artikel 10 des Gesetzes über den Bayerischen Rundfunk die wirtschaftliche und technische Entwicklung des Rundfunks zu fördern. Er überwacht u. a. die Geschäftsführung des Intendanten und überprüft den Haushaltsvoranschlag und den Jahresabschluß. Der Verwaltungsrat besteht aus sieben Mitgliedern; vier davon werden vom Rundfunkrat gewählt. Mitglieder des Verwaltungsrats über den Bayerischen Rundfunk waren 1986: Walter Schatz, Nürnberg Klaus Wagner, Pullach Karl Heinz Esser, Regensburg Prof. Dr. Dr. Ulrich Hommes, Regensburg Dr. Wilhelm Ebert, Ottobrunn Xaver Herzog, Neu-Ulm Dr. Peter Miller, München Dr. Hans Georg Lößl, München Prof. Dr. Karl Bosl, München Horst-Dieter Stanislaus, Nürnberg Peter Keusch, Regensburg Wolf Moser, Pullach Hubert Weinzierl, Wiesenfeiden Herbert Hertlein, München Ernst Maria Lang, München Dr. Franz Heubl, München Vorsitzender Dr. Hans Weiß, Rottach-Egern stv. Vorsitzender Dr. Johann Schmidt, München Klaus-Werner Lotz, München Dr. Ernst Wrede, MdS, Grünwald Volkmar Gabert, München Prof. Dr. Peter Badura, Kochel Erich Sauer, Würzburg vom Bayerischen Journalistenverband vom Bayerischen Zeitungsverlegerverband (bis ) vom Bayerischen Zeitungsverlegerverband (ab 1.5,86) von den Bayerischen Universitäten und Hochschulen von den Lehrerverbänden von den Elternvereinigungen (bis ) von den Elternvereinigungen (ab ) von den Organisationen der Erwachsenenbildung vom Bayerischen Heimattag von den Familienverbänden (bis ) von den Familienverbänden (ab ) von dervereinigung der Arbeitgeberverbände in Bayern vom Bund Naturschutz in Bayern vom Verband der Freien Berufe (bis ) vom Verband der Freien Berufe (ab ) als Präsident des Bayerischen Landtags als Präsident des Bayerischen Senats als Präsident des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes (bis ) als Präsident des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes (ab ) gewählt vom Rundfunkrat gewählt vom Rundfunkrat gewählt vom Rundfunkrat gewählt vom Rundfunkrat Der Intendant führt die Geschäfte des Bayerischen Rundfunks und trägt die Verantwortung für den gesamten Betrieb und die Programmgestaltung. Er vertritt den Bayerischen Rundfunk gerichtlich und außergerichtlich. Der Intendant wird vom Rundfunkrat gemäß Artikel 12 des Gesetzes über den Bayerischen Rundfunk auf vier Jahre gewählt; die Wiederwahl ist zulässig. Intendant des Bayerischen Rundfunks war 1986: Reinhold Vöth, München (4. Amtsperiode ) Stand

8 Bericht des Rundfunkratsvorsitzenden 1986 war für den Bayerischen Rundfunk-im Verbund mit der ARD - das entscheidende Jahr der Entwicklung und Fortschreibung grundsätzlicher Perspektiven. Im Sinne einer vernünftigen Bestands- und Entwicklungsgarantie wurde der Fortbestand der ARD als föderalistisches Element in der Bundesrepublik Deutschland nachhaltig gesichert. Die Einigung der Ministerpräsidenten auf einen Medienstaatsvertrag kann als überragendes Ergebnis der harten Arbeit bezeichnet werden, die 1986 auch in den einzelnen Gremien der Landesrundfunkanstalten stattgefunden hat. Auch im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks wurde heftig gerungen um die Entwicklungschancen des Bayerischen Rundfunks sowie um den Erhalt seiner Konkurrenzfähigkeit im Hinblick auf die privaten Medien. Im besonderen darf erinnert werden an die Auseinandersetzungen um das ARD-Satelliten-Programm Eins Plus, dessen Ausstrahlung auch in bayerische Kabelnetze einer juristischen Klärung durch das Bayerische Verwaltungsgericht bzw. den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bedurfte. Gerade im Sinne bayerischer Medienpolitik wurde diese Entscheidung vom Rundfunkrat als gewichtiger Beitrag zur größeren Vielfalt des Programmangebotes insbesondere für die bayerischen Fernsehzuschauer begrüßt und mitgetragen. Angesichts der Tatsache, daß gerade das bayerische Fernsehen unter den ARD-Anstalten qualitativ einen Spitzenplatz einnimmt, wurden vom Rundfunkrat auch alle Anstrengungen unternommen, eine bundesweite Präsenz dieses Programms mittels Satellitentechnik zu erhalten. Die vom Rundfunkrat angestrebte finanzielle Sicherung dieser Projekte wurde und wird ermöglicht durch die konsequente und sparsame Haushaltsführung, mit der der Bayerische Rundfunk im Bereich der finanziellen Gestaltungsmöglichkeiten notwendige Vorhaben realisiert und gleichzeitig ein am Gebührenzahler orientiertes und vernünftiges Finanzkonzept vorweisen kann. Auch wenn im Hinblick auf die künftige finanzielle Ausstattung der Landesrundfunkanstalten 1986 vieles ungeklärt war, so stand für die Mitglieder des Rundfunkrates von Anfang an fest, daß die durch den Rundfunkrat zu prüfenden Investitionen und Aufwendungen stets und unbedingt - auch in der Zukunft - aufgabenorientiert sein müssen. So konnten und können Innovationen wie u. a. der Neubau der technischen Betriebszentrale des Fernsehens oder die Verbesserungen von Empfangsqualitäten durch die Fernsehrestversorgung nach Bewertung durch die verschiedenen Ausschüsse des Rundfunkrats für den Rundfunkteilnehmer 1986 installiert bzw. demnächst in Betrieb genommen werden. Eine entsprechende Bestätigung seiner sparsamen und gleichzeitig zielorientierten Haushaltsführung fand der Rundfunkrat in der sehr positiven Resonanz, die Hörfunk und Fernsehen des Bayerischen Rundfunks auch im Jahr 1986 bei den Zuhörern und Zuschauern in Bayern wie auch in anderen Bundesländern gefunden haben. Die Programme des Bayerischen Rundfunks, das mußte auch die Konkurrenz anerkennen, gehören zum Besten, was es in der Bundesrepublik Deutschland im Medienbereich gibt. Daß am qualitativen Standard des gesamten Sendekonzeptes keine Beschränkungen vorgenommen werden dürfen, hat schließlich das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit seinem Urteil vom bestätigt; mit dem Auftrag an die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, mit einem inhaltlich umfassenden Programmangebot für die Bürger eine sog. Grundversorgung zu leisten, ist nun auch der Bayerische Rundfunk gleichsam gesetzlich aufgefordert, seinen hohen Leistungsstandard in der Zukunft nicht nur zu erhalten, sondern auch für den Zuschauer und Zuhörer entsprechend zu optimieren. Dieser Auftrag nimmt den Rundfunkrat erneut in die Pflicht: Als Repräsentant unserer Gesellschaft im Rundfunk wird dieses Gremium darauf achten, daß der Bayerische Rundfunkzum einen das bleiben wird, was ihn bisher schon ausgezeichnet hat, nämlich ein Rundfunk für alle bayerischen Bürger. Zum anderen wird auf der Grundlage dieses gesetzlichen Auftrages dafür Sorge getragen werden, daß der Zuschauer oder Zuhörer in Bayern für seine Rundfunkgebühren weiterhin eine umfassende Programmpalette angeboten bekommt, die sich nicht-wie anderenorts - auf seichte Unterhaltung beschränkt. Programmgestaltung mit dem bloßen Schielen auf Einschaltquoten-wie bei anderen Medienveranstaltern häufig zu sehen - wird es auch weiterhin beim Bayerischen Rundfunk nicht geben. Den herausragenden Stellenwert des Bayerischen Rundfunks gegenüber den privaten Medien zu bewahren bzw. auszubauen, ist dem Rundfunkrat im Jahr 1986 in allen wichtigen Bereichen gelungen. Die jüngsten juristischen Entscheidungen geben ihm schließlich die Bestätigung für sein entschlossenes Engagement, den Bayerischen Rundfunk als Rundfunk für alle Bürger innerhalb und außerhalb der bayerischen Landesgrenzen zu erhalten. 6

9 I Bericht des Intendanten Das zurückliegende Jahr war für den Bayerischen Rundfunk eine Zeit der Herausforderung und Polarisation, aber schließlich auch das Jahr der Weichenstellung, Konsolidierung und Zukunftsorientierung. Wie schon wiederholt in der Vergangenheit, kam die Wegweisung vom Bundesverfassungsgericht. Seine Entscheidung vom 4. November 1986 zum niedersächsischen Landesrundfunkgesetz enthielt weitreichende Aussagen zur Funktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Bundesrepublik Deutschland in einem sogenannten dualen Rundfunksystem, das den öffentlich-rechtlichen Rundfunk für jedermann ebenso umschließt wie kommerziell betriebenen Rundfunk privaten Rechts. Das Gericht weist dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der sich gegenwärtig allmählich herausbildenden dualen Rundfunkordnung die vorrangige Aufgabe der Grundversorgung der gesamten Bevölkerung zu. Dazu gehört ein inhaltlich umfassendes Programmangebot ebenso wie die essentielle Funktion des Rundfunks für die demokratische Ordnung und das kulturelle Leben in der Bundesrepublik Deutschland. Damit diese Aufgabe erfüllt werden kann, müssen nach Ansicht des Gerichts die finanziellen, personellen und technischen Bedingungen ihrer Erfüllung sichergestellt werden. Dies ist unverkennbar ein Legitimationszuwachs für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, etwa im Vergleich zu der früheren Sicht, die seine Rechtfertigung hauptsächlich in der Sondersituation knapper Frequenzen und hoher finanzieller Aufwendungen sah. In einerweiteren Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über eine Verfassungsbeschwerde des Süddeutschen Rundfunks und des Südwestfunks wurde u. a. klargestellt, daß die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nicht auf den Bereich der Grundversorgung beschränkt sind, sondern in Wahrnehmung ihrer verfassungsrechtlich gewährleisteten Programmautonomie zur freien Veranstaltung von Rundfunkprogrammen zu gleichen Bedingungen wie die privaten Veranstalter zuzulassen sind. Gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk trage zur Erweiterung der Programmvielfalt bei und ermögliche und erweitere die publizistische Konkurrenz als Lebenselement der Meinungsfreiheit. In diesem Zusammenhang sagte das Bundesverfassungsgericht auch ein klares Wort zur finanziellen Garantiepflicht des Staates gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Mit solchen grundsätzlichen und zukunftsweisenden Aussagen des Gerichts zu denverfassungsgeboten und -verboten für die Rundfunkordnung war klug und wohl abgewogen der Grund gelegt für eine Einigung der Länder über einen Staatsvertrag, der einen gewissen Rahmen für die weitere Entwicklung des Rundfunks mit bundesweiter, länderübergreifender, den Medienpartikularismus überwindender Wirkung setzen soll. Es ist zu hoffen, daß dieser Rundfunk-Staatsvertrag wie vorgesehen zum 1. Dezember 1987 in Kraft treten wird. Langfristig, auf mindestens zehn Jahre angelegt, bringt er für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk die abgesicherte Beteiligung an technischen Entwicklungen wie den direkt empfangbaren Rundfunksatelliten TV-Sat, eine ausdrückliche Rechtsgrundlage für das Satellitenprogramm der ARD Eins Plus sowie das Einverständnis der Länder mit einem zusätzlichen Programmengagement im europäischen Bereich. Außerdem enthält er wichtige Grundsätze für die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, andererseits freilich auch das Einfrieren der Werbung und die Mitfinanzierung der Aufsichtsorgane für private Rundfunkveranstalter aus der allgemeinen Rundfunkgebühr. Kompromisse wie ein solcher Staatsvertrag können nie alle Beteiligten und Betroffenen in allen Punkten befriedigen; aber nur so kommen sie zustande. Und daß der Staatsvertrag wenigstens so zustande kam, war ein großer Erfolg der Ministerpräsidenten der Länder und eine in seiner Bedeutung nicht zu überschätzende Voraussetzung für eine erträgliche Fortentwicklung des Rundfunks in Deutschland. In Bayern Ist die Lage durch den Artikel 111a der Bayerischen Verfassung, bestimmt. Auch hierzu gab es eine wichtige gerichtliche Entscheidung. In einem Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs vom 21. November 1986 wurde die grundsätzliche Vereinbarkeit des Medienerprobungs- und -entwlcklungsgesetzes (MEG) mit dem Gebot öffentlich-rechtlicherträgerschaft nach Artikel 111a der bayerischen Verfassung festgestellt. Die Urteilsgründe lassen für eine Berücksichtigung moderner Entwicklungen durchaus Raum, den die bayerische Medienpolitikzur Erprobung und Entwicklung nutzen sollte, um ihre Schrittmacherrolle zu behalten. Auch In Bayern gibt es ein duales System, denn Funktion und Struktur des Bayerischen Rundfunks unterscheiden sich wesentlich von der Aufgabe der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, die als öffentllch-rechtllcherträger privatwirtschaftlich entstehende Programme Dritter verantwortet. Neben diesen grundsätzlichen Entwicklungen ist in diesem Jahr die Satellitennutzung für den Bayerischen Rundfunk zum Alltagsgeschäft geworden. Er beteiligt sich an 7

10 dem kulturell orientierten ARD-Gemeinschaftsprogramm Eins Plus. Allerdings mußte er sich diese Beteiligung gegen rechtsautsichtllche Versuche, sie zu unterbinden, erst vor den Verwaltungsgerichten unter Berufung auf seine verfassungsrechtlich geschützte Programmautonomie erkämpfen. Außerdem wird das Bayerische Fernsehen über Intelsat bundesweit in alle Kabelhaushalte verbreitet. Derzeit können ca. zwei Mio. Haushalte in den Kabelnetzen der gesamten Bundesrepublik das Programm aus Bayern empfangen. Für das Sendegebiet des Bayerischen Fernsehens gibt es seit 1. September 1986 eine Neuerung: das eigene Fernsehtext-Programm Bayerntext. Bayerntext ist mit einem Videotextdekoder überall dort zu sehen, wo das Bayerische Fernsehen empfangen werden kann. Ausschließlich programmbezogen bietet dieser Dienst eine Ergänzung des Angebots durch Programminformationen und andere Serviceleistungen einschließlich einer Nachrichtenübersicht, Wetterberichte, Sportmeldungen und andere aktuelle Informationen, die so für den Hörer und Seher festgehalten werden, wenn er sie im normalen Programm gerade nicht hatte verfolgen können. Zu besonderen Ereignissen bietet Bayerntext Sonderprogramme an, so etwa zur Landtagswahl im Oktober Hier konnten sich die Zuschauer bereits am Wahlabend über die aktuellen Einzelergebnisse aller Stlmmkreise und über den Stand der laufenden Auszählung informieren. Im Hörfunk konnte der Bayerische Rundfunk seine absolut dominierende Rolle gegenüber den privaten Anbietern behaupten. Landesweit konnten bei der täglichen Hördauer sogar beachtliche Relchweitenzugewinne verzeichnet werden - ein Beleg nicht nur für den Erfolg unserer Programmstrukturreform vom Oktober 1985, sondern auch für die inhaltliche Attraktivität unserer beiden populären Massenprogramme B 1 und B 3 sowie unserer Zielgruppenprogramme B 2 und B 4 Klassik. Um den Fernseh- und Hörfunkteilnehmern In Bayern auch weiterhin die Programme des Bayerischen Rundfunks in bester Bild- und Tonqualität auf drahtlosem Wege anbieten zu können, wurden zahlreiche Erneuerungs- und Ergänzungsinvestitionen auf dem Gebiet der Produktionsund Sendertechnik vorgenommen. Dazu gehört u.a. der konsequente Ausbau des Fernseh-Füllsendernetzes des Bayerischen Rundfunks (Erstes Fernsehprogramm); so konnte im Berichtsjahr der 250. Füllsender in Betrieb genommen werden. Der Umbau der Fernsehsender auf Zweikanal- bzw. Stereoton ging ebenfalls zügig voran. Ende 1986 waren bereits mehr als die Hälfte der Grundnetzsender des Bayerischen Rundfunks sowie die jeweils angeschlossenen Füllsender In der Lage, bei entsprechenden Sendungen den Zweikanalton auszustrahlen. Im Neubau der Technischen Betriebszentrale im Fernsehgelände Freimann wurde die Installation der neuen technischen Geräte nahezu abgeschlossen. Das 70-Mlo.-DM- Projekt soll ab Herbst 1987 die alten zentralen technischen Anlagen In Freimann ersetzen, die wegen technischer Überalterung zunehmend störanfälliger und wartungsintensiver geworden waren. Daß diese umfassende Investitionsmaßnahme mit vergleichsweise so geringem Aufwand und im Rahmen des knappest gesteckten Finanzrahmens bewältigt werden konnte, erstaunt nicht zuletzt die Fachleute. Im Raum Nürnberg konnte durch Verlegung und Verstärkung einer Hörfunkfrequenz die Reichweite des Ausländerprogramms beträchtlich erhöht werden. Auf der Frequenz 102,0 Mhz ist dieses Programm nunmehr in weiten Bereichen Mittelfrankens und in Teilen der Oberpfalz gut zu empfangen. Schrittweise, in mühevoller und zeitraubender Abstimmung mit der Landeszentrale für neue Medien und der Bundespost, kann auch die sogenannte Restversorgung, Insbesondere mit B 4 Klassik, weiter verbessert werden. Neben diesen unmittelbar dem Programm und dessen Empfang dienenden Innovationen wurden 1986 auch organisatorische Maßnahmen getroffen, die die Serviceleistungen des Bayerischen Rundfunks gegenüber der Öffentlichkeit verbesserten. Im Zuge der 1986 neu geschaffenen Hauptabteilung Intendanz, in der zentrale Stabsfunktionen gebündelt sind, wurden die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit neu organisiert. Die beiden Pressedienste Hörfunk und Bayerisches Fernsehen", mit denen der Bayerische Rundfunkselt jeher die Programmzeitschriften und Tageszeitungen mit detaillierten Informationen überseine Programme versorgt, wurden um einen weiteren regelmäßigen Pressedienst ergänzt: Aktuell bringt alles Neue und Interessante aus allen Bereichen des Bayerischen Rundfunks. Weitere Schwerpunkte der intensivierten Öffentlichkeitsarbeit waren die Harmonisierung und der gezielte Einsatz des

11 M. visuellen Erscheinungsbildes, der Ausbau des Besucherdienstes sowie eine verstärkte Präsenz des Bayerischen Rundfunks auf Messen und Ausstellungen im ganzen Land. Dazu gehört die Anschaffung eines Infomobils, das zur Information der Öffentlichkeit vor Ort eingesetzt werden soll. Als Fazit läßt sich feststellen, daß der Bayerische Rundfunk auch Im Berichtsjahr rundum erfolgreich bemüht war, seine Aufgabe in der Gesellschaft bestimmungsgemäß wahrzunehmen. Sein Selbstverständnis wird sich auch künftig daraus ableiten, nicht eine beliebige Rundfunkanstalt In Bayern sondern der Bayerische Rundfunkzu sein. Das Echo der Zuhörer und Zuschauer zeigt - bei aller gelegentlich berechtigten oder auch unberechtigten Kritik-, daß dies weithin so verstanden und geschätzt wird. Einer der ersten Einsätze des Infomobils" für die Öffentlichkeitsarbeit des BR mit (v.l.n. r.): Frank Müller-Römer (Technischer Direktor), Eberhard Weiß (Öffentlichkeitsarbeit), Reinhold Vöth (Intendant), Dr. Udo Reiter (Hörfunkdirektor), Dr. Thomas Gruber (HA Intendanz), Dr. Franz Heubl (Vorsitzender des Verwaltungsrats). 9

12 Finanzbericht Gelände des Fernsehstudios Freimann mit dem 70-Mill.-DM-Projekt Neue Betriebszentrale des Fernsehens" 10

13 I 1. Überblick über die Ertragslage Veränderung Hörfunk Fernsehen Insgesamt Insgesamt ) -Mill. D M - in % 1. Betriebsergebnis Betriebliche Erträge Gebühren (netto)^ ,4 Kostenerstattungen Rundfunkwerbg. (BRW) ,6 Gewinnabführung ,0 übrige3* ,7 Betriebl. Erträge ,0 Betriebl. Aufwendungen ,0 Betriebsergebnis Neutrales Ergebnis ± 0-3. Gesamtergebnis (Jahresüberschuß) ,4 4. Verwendung Einstellung In Rücklagen ,0 Kapitalzugang ,5 1) %-Zahlen auf der Basis ungerundeter Werte. 2) D. h. nach Abzug des ZDF-Anteils. 3 Übrige Betriebserträge, die den Bereichen Hörfunk und Fernsehen zuzuordnen sind; Aufgliederung vgl. Tabelle Ertragsstruktur sowie den Anhang. 2. Finanzielle Entwicklung im Jahre Überblick Der Bayerische Rundfunk schließt seine Vermögensrechnung 1986 mit einem Überschuß und einem Zugang zum Eigenkapital (einschließlich Rücklagen) von 10 Mill. DM ab. Zum beträgt das Eigenkapital somit 162 Mill. DM, die Eigenkapitalquote 18,1 % ( :18,5 %). 1984, Im ersten Jahr nach der Gebührenerhöhung, hatte der Überschuß noch 65 Mill. DM und im Vorjahr (1985) noch 43 Mill. DM betragen. Der Rückgang jetzt im dritten Jahr nach der Gebührenerhöhung liegt In der Systematik der Gebühren begründet: Gebührenerhöhungen finden nicht etwa jährlich entsprechend dem teuerungsbedingten Anstieg der Aufwendungen statt, sondern in Zeitabständen von mehreren Jahren, zuletzt nach viereinhalb Jahren. Innerhalb einer solchen Gebührenperiode nehmen daher mit fortschreitender Zeit die Überschüsse ab, bis wiederum ein teuerungs- und aufgabenbedingter Finanzbedarf aufläuft, der eine Gebührenanpassung erforderlich macht. Deshalb Ist es notwendig, in den ersten Jahren einer Gebührenperiode ausreichend Mittel zurückzulegen, um sie in späteren Jahren zur Deckung von Defiziten zur Verfügung zu haben. Dies hat der BR getan: Für 1987 und 1988 rechnet er mit einem Defizit, das aus den zurückgelegten Mitteln finanziert werden kann. Ab 1989 Ist eine Gebührenerhöhung unverzichtbar. Der BR hätte dann über fünfeinhalb Jahre hin seine Aufgaben ohne Gebührenanpassung finanziert - der längste Zeitraum, den es zwischen zwei Gebührenanpassungen je gegeben hat war für den BR ein Jahr, in dem er aktiv die neue Technik der Satellitenausstrahlung von Programmen 11

14 wahrnahm und das daher durch neue Aufgaben gekennzeichnet war. Am hatte der Rundfunkrat dem Vorschlag des Intendanten zugestimmt, daß sich der BR ab am paneuropälschen Satellitenversuchsprojekt EuropaTVund ab am deutschsprachigen Kulturprogramm der ARD Eins Plus beteiligt, ferner, daß das Bayerische Fernsehen ab (Funkausstellung Berlin) über Bayern hinaus mit Hilfe des Intelsat Vausgestrahlt wird. Die genannten drei Projekte sind zunächst bis zum limitiert. Die Beteiligung des BR (Im Rahmen der ARD) am Programm Europa-TV wurde aufgrund der unwägbaren programmlichen und finanziellen Entwicklung des Projekts zum beendet. Für die Beteiligung am Programm Eins Plus fielen ,6 Mill. DM, für die bundesweite Ausstrahlung des Bayerischen Fernsehens 7,2 Mill. DM an. Der BR hatte zugunsten dieser drei Programmvorhaben mit Wirkung ab die Beteiligung an dem Kabelversuchsprojekt München eingestellt Erläuterungen zu den Erträgen Die betrieblichen Erträge des Bayerischen Rundfunks lagen 1986 um rund 40,3 Mill. DM, das sind 5,0%, über denen des Vorjahres. Zu diesen 40,3 Mill. DM trugen rund 14,6 Mill. DM die Rundfunkgebühren und-saldiert-rund 22,4 Mill. DM Kostenerstattungen und Erträge aus Gewinnabführungen bei. Im einzelnen (vgl. auch die zugehörige Tabelle Ertragsstruktur ): - Gebührenerträge Unverändert seit betragen die Grundgebühr 5,05 DM, die Fernsehgebühr 11,20 DM je gebührenpflichtigem Gerät pro Monat. Von der Fernsehgebühr wurden gemäß Gebührenstaatsvertrag 30%, das sind rd. 3,40 DM, an das ZDF weitergeleitet. Die zusätzlichen Gebührenerträge 1986 ergaben sich daher ausschließlich aus Veränderungen der Teilnehmerzahlen: Die Zahl der angemeldeten Hörfunkgeräte lag zum bei und betrug damit rund bzw. 3,0% mehr als am Vorjahresende. Im Vergleich zu dem durchschnittlichen Gerätezuwachs aller anderen Landesrundfunkanstalten von 1,7% schnitt der Bayerische Rundfunk wie in den Vorjahren deutlich besser ab. Die Zahl der angemeldeten Fernsehgeräte entwikkelte sich ebenfalls positiv. Mit Geräten zum war ein Zuwachs von rund Geräten bzw. 2,1 % zu verzeichnen, der-wie in den Vorjahren - den durchschnittlichen Zuwachs der Landesrundfunkanstaiten von 1,3% übertraf. Der Grund für diese Zuwachsraten - darauf war In den Vorjahresberichten bereits hingewiesen worden - lag auch 1986 wiederum im demographischen Bereich, weil Bayern einen überproportionalen Zuwachs an Ein-Personen- Haushalten zu verzeichnen hat. Ebenso führte die weiter intensivierte Leistung des Beauftragtendienstes des BR zu höheren gebührenpflichtigen Anmeldungen. Auch 1986 konnte mit 8,3 Mill. DM ein vergleichsweise hoher Betrag an nacherhobenen Gebühren erzielt werden (Vorjahr: 7,8 Mill. DM). - Gebührenbefreiungen Der Zuwachs an Befreiungen lag - nach einem Anstieg im Vorjahr - wieder deutlich niedriger: Im Hörfunk stiegen die gebührenfreien Geräte um rund bzw. 3,5% auf jetzt (Vorjahr + 14,4%). Im Fernsehen stiegen die gebührenfreien Geräte um rund bzw. 3,3% auf jetzt (Vorjahr + 5,4%). Die Anteile der gebührenfreien Geräte an allen angemeldeten blieben dementsprechend unverändert: 6,9% im Hörfunk und 5,3% im Fernsehen. Im Vergleich mit dem Durchschnitt der Landesrundfunkanstaiten von 8,1 % im Hörfunk und 7,3% im Fernsehen liegt der Bayerische Rundfunk weiterhin günstig. Die durch Befreiungen verursachten Gebührenausfälle sind unverändert hoch. Für den Bayerischen Rundfunk betrugen sie 1986 rd. 38,6 Mill. DM ohne den ZDF-Anteil. Das sind rund 6% des Gebührenaufkommens Zu den weiteren Erträgen: - Die Erträge aus Kostenerstattungen konnten um 26,7 Mill. DM bzw. 22,9% auf jetzt rd. 143,4 Mill. DM gesteigert werden. Davon entfielen auf Kostenerstattungen durch die Bayerische Rundfunkwerbung GmbH (BRW) für das Werberahmenprogramm in Hör- 12

15 Ertragsstruktur1) Veränderung Mill. DM Anteil % Mill. DM Anteil % Mill. DM % 1. Betriebserträge -Teilnehmergebühren 621,7 73,9 607,1 75,8 + 14,6 + 2,4 - Kostenerstattungen (BRW etc.) 143,4 17,0 116,7 14,6 + 26,7 + 22,9 - Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 29,0 3,4 33,3 4,2-4,3-13,0 - Erträge aus Beteiligungen und anderen Finanzanlagen 4,8 0,6 4,4 0,5 + 0,4 + 9,5 - Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11,2 1,3 11,0 1,4 + 0,2 + 1,7 - Erträge aus Bestandsveränderungen 14,6 1,7 12,5 1,5 + 2,1 + 16,7 -Sonstige Betriebserträge 16,6 2,1 16,0 2,0 + 0,6 + 4,2 zusammen 841,3 100,0 801,0 100,0 + 40,3 + 5,0 2. Neutrale Erträge 43,2-19, , ,6 (Neutrale Erträge ohne Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen) (15,5) (13,9) (+ 1,6) (+ 12,2) 3. Erträge insgesamt 884,5-820, ,2 + 7,8 1) %-Zahlen errechnet auf der Basis ungerundeter Werte. funk und Fernsehen 120,1 Mill. DM und auf Kostenerstattungen durch sonstige Stellen, insbesondere im Rahmen von Koproduktionen, 23,3 Mill. DM. Die deutlich höhere Kostenerstattung durch die BRW ist darauf zurückzuführen, daß die Erhöhung der Attraktivität des Vorabendprogramms dessen Kosten erhöht hat. Dementsprechend sanken auch die Gewinnabführungen der BRW. Bei den sonstigen Kostenerstattungen fielen vor allem höhere Erträge aus Koproduktionen ins Gewicht. Ihnen stehen entsprechend höhere Aufwendungen gegenüber (siehe S. 15). Die Erträge aus Gewinnabführung, insbesondere die der BRW, lagen aus dem zuvor genannten Grund um 4,3 Mill. DM bzw. 13,0% unter dem Ergebnis des Vorjahres und betrugen nunmehr 29,0 Mill. DM. Die Erträge aus Beteiligungen und anderen Finanzanlagen nahmen um 0,4 Mill. DM bzw. 9,5% gegenüber demvorjahrzu, Im wesentlichen infolge der Rendite aus der Aufstockung des Sondervermögens Altersversorgung. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind um 0,2 Mill. DM, das sind 1,7%, Im Vergleich zu 1985 angewachsen. - Bei den Programmvorräten ergab sich ein Bestandszuwachs von 14,6 Mill. DM, der um rund 2,1 Mill. DM über dem des Vorjahres lag. Hier spiegeln sich vor allem die zusätzlichen Aktivitäten in der Gestaltung des Vorabendprogramms wider. - Die Sonstigen Betriebserträge"erhöhten sich um 0,6 Mill. DM bzw. 4,2% auf 16,6 Mill. DM, u.a., well vermehrte Erträge aus der Kabelverwertung von BR-Programmen im Ausland zu verzeichnen waren. Hinter der Erhöhung der Neutralen Erträge um 23,9 Mill. DM steht eine gegenüber dem Vorjahr erheblich höhere Auflösung von Rückstellungen für die Altersversorgung. Begründet Ist dies durch die inzwischen beim BR eingeführte Nettobegrenzung der Altersversorgung, die eine einmalige Sonderauflösung von rd. 23,6 Mill. DM nach sich zog. 13

16 2.3. Erläuterungen zu den Aufwendungen Die betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich 1986 gegenüber dem Vorjahr um 105,9 Mill. DM bzw. 14,0% und betrugen insgesamt 863,7 Mill. DM. Im einzelnen (vgl. auch die zugehörige Tabelle Aufwandsstruktur ): - Bei den Personalaufwendungen war eine Erhöhung um rund 52,5 Mill. DM bzw. 17,2 % auf 357,8 Mill. DM zu verzeichnen. Hier ist zu differenzieren: Mit rd. 41,4 Mill. DM entfiel davon der weit überwiegende Teil auf eine Erhöhung der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Bereinigt um diese nicht kassenwirksame - Position lagen die Personalaufwendungen lediglich um 4,7 % über denen des Vorjahres. Die höheren Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen sind vor allem durch Änderungen in der Berechnung des notwendigen Zuführungsbedarfs begründet, diese sind: der Übergang auf ein Penslonsalter von 63 Jahren bei Männern, die Einbeziehung des Endstufengehalts und - letztmals - die Auswirkungen des Übergangs auf die neuen Sterbetafeln. - Die Urheber-, Leistungs- und Herstellervergütungen nahmen um 24,1 Mill. DM bzw. 15,3 % zu. Zu diesem Anstieg trugen vor allem die zusätzlichen Satellitenpro- Aufwandsstruktur1' Veränderung Mill. DM Anteil % Mill. DM Anteil % Mill. DM % 1. Betriebsaufwendungen - Personalaufwendungen 357,8 41,4 305,3 40,3 + 52,5 + 17,2 (davon: Kassenaufwand (249,2) (28,8) (238,1) (30,5) (+ 11,1) (+ 4,7) Zuführung zu den Pensionsrückstellungen) (108,6) (12,6) (67,2) (9,8) (+ 41,4) (+61,7) -Urheber-, Leistungsund Herstellervergütungen 181,5 21,0 157,4 20,8 + 24,1 + 15,3 (davon: Urheber-, Leistungsvergütungen, soziale Leistungen freier Mitarbeiter, GEMA) (102,4) (11,9) (95,9) (12,7) (+ 6,5) (+ 6,8) -Anteil an Programmgemeinschaftsaufgaben und Koproduktionen 62,8 7,3 48,4 6,4 + 14,4 + 29,7 - Postkosten 66,1 7,7 60,1 7,9 + 6,0 + 9,9 (davon techn. Leistungen) (56,9) (6,6) (52,8) (7,0) (+ 4,1) (+ 7,8) -Einzugskostender Rundfunkgebühren 21,8 2,5 20,7 2,7 + 1,1 + 5,3 (davon GEZ) (15,7) (1.8) (15,2) (2,0) (+ 0,5) (+ 3,4) -übrige Betriebsaufwendungen 112,0 13,0 105,9 14,0 + 6,1 + 5,7 -Abschreibungen 32,9 3,8 31,6 4,2 + 1,3 + 4,4 -Zuwendungen zum Finanzausgleich und Aufwendungen für Deutschlandfunk 28,8 3,3 28,4 3,7 + 0,4 + 1,4 zusammen 863,7 100,0 757,8 100, ,9 + 14,0 2. Neutrale Aufwendungen 10,1-19, ,4-4 7,9 3. Aufwendungen insgesamt 873,8-777, ,5 + 12,4 11 %-Zahlen errechnet auf der Basis ungerundeter Werte. 14 I

17 I gramme, die kostenintensiveren Regionalprogramme und die laufenden Kostensteigerungen bei. Bei den einzelnen Kosten zeigt sich dies wie folgt: die sozialen Leistungen für freie Mitarbeiter nahmen mit + 13,1%, die Auftragsproduktionen mit + 19,6% sowie die Programmkäufe mit + 73,2% zu. Urhebervergütungen (Autorenhonorare) wurden um 7,5% und Leistungsvergütungen um 6,0 % mehr ausbezahlt als im Vorjahr. Für die GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten) waren um 10,5 % höhere Beträge aufzuwenden. - Di e Aufwendungen für den Anteil an Programmgemeinschaftsaufgaben und Koproduktionen lagen um 14,4 Mill. DM bzw. rd. 29,7% über dem Betrag des Vorjahres. Der vergleichsweise hohe Anstieg ist darauf zurückzuführen, daß sich sowohl die Kostenanteile für gemeinsame Programme der ARD als auch die Koproduktionstätigkeit des BR im Berichtsjahr stark erhöht haben, letztere um 8,2 Mill. DM. Den Aufwendungen für Koproduktionen stehen entsprechende Erträge gegenüber. - Die an die Deutsche Bundespost entrichteten Entgelte waren 1986 um 6,0 Mill. DM bzw. 9,9% höher als Im Vorjahr und betrugen insgesamt 66,1 Mill. DM. Sie stellen 7,7 % aller betrieblichen Aufwendungen dar. Weitaus überwiegend handelt es sich bei diesen Entgelten um solche für das Fernsehieitungsnetz, den Betrieb der Sendeanlagen für das Bayerische Fernsehen, das überregionale Hörfunksternnetz, die Hörfunk-Dauerleitungen sowie die Übertragungskosten für Satellitenprogramme, die ,3 Mill. DM betrugen. - Die Einzugskosten der Rundfunkgebühren nahmen mit 21,8 Mill. DM um 1,1 Mill. DM bzw. 5,3% zu. Auf den zentralen Gebühreneinzug durch die GEZ entfiel dabei eine Steigerung von 3,4%, der anstaltseigene Einzug erforderte mit 6,1 Mill. DM um 10,5 % höhere Kosten, vor allem für die zusätzlichen Gebührenbeauftragten. Diese Kosten werden durch die nacherhobenen Gebührenerträge mit 8,3 Mill. DM, insbesondere unter Einschluß der Folgewirkung der so ermittelten Neuzugänge, überkompensiert. - Bei den übrigen Betriebsaufwendungen war ein Anstieg um 6,1 Mill. DM bzw. 5,7 % auf 112,0 Mill. DM zu verzeichnen. In dieser Position sind überwiegend Kosten von Leistungen Dritter enthalten, wie z. B. Bild-, Ton- und sonstige Verbrauchsmaterialien, Fremdbearbeitungs- und sonstige Fremdleistungskosten sowie Gemeinschaftseinrichtungen außerhalb des Programms. Auch hier tragen zum Kostenzuwachs die zusätzlichen Satellitenprogramme bei. - Die Abschreibungen waren um 1,3 Mill. DM bzw. 4,4% auf 32,9 Mill. DM zu erhöhen wegen der Inbetriebnahme zahlreicher Hörfunk- und Fernsehprojekte im Jahr 1986, die 1985 hergestellt bzw. angeschafft wurden. - Bei den Zuwendungen an andere Anstalten Im Rahmen des Finanzausgleichs und bei der Deutschlandfunk- Finanzierung kam es - nach dem erheblichen Anstieg im Jahr 1984 infolge des ab neugefaßten Staatsvertrags - im Jahr 1986 wie im Vorjahr zu der vertraglich vorgesehenen Dynamisierung der Finanzausgleichsmasse: Entsprechend dem Gebührenzuwachs der fünf gebenden Landesrundfunkanstalten wird die Finanzausgleichsmasse jährlich erhöht. Statt bisher 19,4 Mill. DM entfiel auf den BR 1986 ein Anteil von 19,8 Mill. DM an der Finanzierung der nehmenden Landesrundfunkanstalten Sender Freies Berlin, Saarländischer Rundfunk und Radio Bremen über den Finanzausgleich. An den Deutschlandfunk gingen daneben unverändert 9,0 Mill. DM. Die neutralen Aufwendungen lagen 1986 um 9,4 Mill. DM bzw. 47,9% unter denen des Vorjahres. Ursache sind geringere Zuführungen zu Rückstellungen für allgemeine Risiken und das Auslaufen der - durchlaufenden - Beiträge zur Finanzierung der vier Kabelpilotprojekte. 15

18 Erträge Aufwendungen Gebühren 622 Mio DM Fernsehen Verwaltung Insgesam t 841 Mio. DM 2.4 Ergebnisse der Kostenrechnung In der Betriebsabrechnung werden die - in den vorangegangenen Abschnitten nach Kostenarten gegliederten - Gesamtaufwendungen des BR den Kostenträgern, das sind die Hörfunk- und Fernsehprogramme, zugeordnet. Diesen Kosten werden die gesendeten Minuten gegenübergestellt und so die durchschnittlichen Kosten je Sendeminute ermittelt Aufteilung der Kosten auf die Bereiche Der Weg der Kostenrechnung ist der, daß zunächst alle Kosten, die unmittelbar durch die Hörfunk- und Fernsehprogramme verursacht werden, dem jeweiligen Bereich zugeordnet werden. Nicht alle Aufwendungen lassen sich aber direkt zuordnen. Dies gilt vor allem für die Neutralen Aufwendungen, also Aufwendungen, die nicht unmittelbar mit der Programmleistung im Zusammenhang stehen; ferner auch Zuwendungen zum Finanzausgleich oder Aufwendungen für an Dritte weiterverrechnete Leistungen. Insgesamt entfielen von den Gesamtaufwendungen in Höhe von 874 Mill. DM 101 Mill. DM auf diese Positionen11. Der verbleibende Betrag von 773 Mill. DM verteilte sich 1986 wie folgt: Bereich Anteil in % Hörfunk 26,5 Fernsehen 56,2 (davon Bayerisches Fernsehen) (27,4) Technik (Abspielung und Ausstrahlung) 12,3 Verwaltung2 5,0 Zusammen 100,0 Diese Kosten können jedoch nicht den im Berichtsjahr gesendeten Programmen gegenübergestellt werden, well sie auch Aufwendungen für Produktionen enthalten, die erst in späteren Jahren zur Sendung gelangen. Sie müssen abgezogen und umgekehrt Kosten von Im Vorjahr produzierten Sendungen hinzugerechnet werden. Per Saldo ergab sich 1986 eine Bestandsmehrung von rund 25 Mill. DM. Werden Abspiel- und Ausstrahlungs- sowie die bei der BRW entstandenen Kosten den Programmen zugeordnet, ergibt sich nunmehr folgendes Bild: 11 Im einzelnen: Neutrale Aufwendungen 10 Mill. DM, Zuwendungen zum Finanzausgleich 29 Mill. DM, Weiterverrechnungen an Dritte und Sonstige 62 Mill. DM. 2> Abgrenzung entsprechend der ARD-elnheitlichen Systematik, also einschließlich Intendanz und Juristischer Direktion mit Rundfunkgebührenstelle. 16

19 Programm Kosten ohne Abspielund Ausstrahlungskosten (Selbstkosten1 ) Abspielund Ausstrahlungskosten Gesamtkosten Mill. DM % Mill. DM % Mill. DM % Hörfunk , , ,5 Erstes Deutsches Fernsehen , , ,1 Bayerisches Fernsehen , , ,4 Fernsehen zusammen , , ,5 Insgesamt , , ,0 1) Mit Selbstkosten wird die Summe der bei einer Produktion entstehenden Kosten bezeichnet. Die Hinzufügung der Abspiel- und Ausstrahlungskosten ergibt die Gesamtkosten. Die Selbstkosten enthalten Direkte Kosten (z. B. Honorare, Gagen), Anteilige Betriebskosten (z. B. BR-Produktionspersonal, BR-Studios und -gerate) und Gemeinkosten (z. B. Kosten der Programmredaktionen und der Verwaltungsstellen). Innerhalb der einzelnen Programme Ist eine Aufteilung der Abspiel- und Ausstrahlungskosten nicht verfügbar, weshalb im weiteren von den Kosten ohne Abspielung und Ausstrahlung ausgegangen werden muß. Damit ergab sich unverändert eine recht einprägsame Kostenaufteilung: Reichlich ein Drittel der Gesamtkosten entfiel auf den Hörfunk und knapp zwei Drittel entfielen auf das Fernsehen, wobei das Erste Fernsehprogramm und das Bayerische Fernsehen wiederum jeweils ein gutes bzw. ein knappes Drittel beanspruchten. Die Frage nach den Kostenverursachern innerhalb der einzelnen Programme kann wie folgt beantwortet werden: Hörfunk1 Kosten CD 00 0> C\l Mill. DM %3 Politik und Aktuelles 32 13,3 Bayern, Wirtschaft, Service 30 12,3 Erziehung und Gesellschaft 20 8,5 Kultur 15 6,4 Musik ,5 (davon Ernste Musik) (78) (32,4) Unterhaltung 22 9,2 Studio Nürnberg 13 5,5 (davon Ernste Musik) (3) (1.3) Sonstiges (einschl. BRW) 27 11,3 Mit 81 Mill. DM bzw. 33,7 % fiel für die Ernste Musik rund ein Drittel aller Kosten des Hörfunks an. Hier schlagen sich vor allem die Kosten für die drei Klangkörper Symphonieorchester, Rundfunkorchester und Chor nieder. Nimmt man die Bereiche Kultur sowie Erziehung und Gesellschaft hinzu, so ergibt sich, daß 1986 der Erfüllung von kulturellen und bildenden Aufgaben mit 116 Mill. DM bzw. 48,6% nahezu die Hälfte aller Kosten des Hörfunks zuzuschreiben war. Insgesamt ,0 Die Gliederung folgt dem Organisationsaufbau des Hörfunks zum Stand ; es handelt sich jeweils um die Hauptabteilungen. Ohne Abspiel- und Ausstrahlungskosten. %-Zahlen auf der Basis ungerundeter Werte. Neben der Ernsten Musik (mit Unterhaltungsmusik) enthält diese Position noch die Volksmusik. Die sog. Leichte Musik Ist in der Position Unterhaltung aufgeführt. 17

20 Kosten des Hörfunks Kosten des Fernsehens Kultur Ernste Musik Bayerisches Fernsehen (»Drittes«) Regionales Vorabendprogramm Erziehung und Gesellschaft Sonstiges einschl. BRW Studio Nürnberg Politik und Aktuelles Unterhaltung Bayern. W irtschaft. Service Erstes Fernsehgem einschaftsprogram m (Anteil des BR) Im Fernsehen stellt sich die Kostenverteilung wie folgt dar: Erstes Deutsches Fernsehen Insgesamt darunter: Gemein Reglonalschaftsprogramprogrammm Bayerisches Fernsehen Insgesamt Mill. DM %1) Mill. DM Mill. DM Mill. DM %1) Mill. DM %1) Politik und Wirtschaft 37 16,3 (16) (21) 88 39, ,8 Spiel, Unterhaltung, Bayern2* 61 27,0 (48) (13) 63 28, ,6 Kultur und Familie 58 26,0 (18) (40) 74 32, ,3 Sonstiges (einschl. BRW) 21 9,2 (2) (19) 21 4,7 Zusammen ,5 (84) (93) , ,4 BR-Anteilean - Gemeinschaftssendungen 47 21,1 (47) ,4 - Vormittagsprogramm 1 0,4 (1) 1 0,2 Insgesamt ,0 (132) (93) , ,0 11 %-Zahlen auf der Basis ungerundeter Werte. 21 Einschl. HA Neue Medien und Film. 18

21 Mit 132 Mill. DM bzw. 29,3 % war der Bereich Kultur und Familie der größte Kostenfaktor des Fernsehens insgesamt, gefolgt vom Bereich Politik und Wirtschaft mit 125 Mill. DM bzw. 27,8% und dem Bereich Spiel, Unterhaltung, Bayern mit 124 Mill. DM bzw. 27,6%. Beim Bayerischen Fernsehen machte der Bereich Politik und Wirtschaft mit 39,1 % aller Kosten den höchsten Anteil aus. Mit 32,8% folgten die Kosten für Kultur und Familie. Im Ersten Deutschen Fernsehen lagen die Kosten für Spiel, Unterhaltung, Bayern am höchsten, wobei dies vorrangig auf Spiel-und Unterhaltungssendungen zurückzuführen ist Durchschnittsminutenkosten Den genannten Aufwendungen stand 1986 die folgende Leistung an Sendeminuten gegenüber (im einzelnen vgl. Ausführungen zu den Programmen und die dort eingefügten Tabellen). Programm Kosten (ohne Abspielung und Ausstrahlung)1 Abspiel- und Ausstrahlungskosten Minuten Hörfunk dazu Werbezeit2) ' Erstes Deutsches Fernsehen Insgesamt davon Beitrag des BR -zum Gemeinschaftsprogramm zum Vormittagsprogramm Regionalprogramm dazu Werbezelt2) Bayerisches Fernsehen Einschl. von der Bayerischen Rundfunkwerbung (BRW) beschafftes Programm. 21 Bezahlte Werbung. Im Hörfunk nahm die Programmleistung um 9,8%, im Bayerischen Fernsehen (einschl. Schulfernsehen) um 1,6 % und Im Ersten Deutschen Fernsehen geringfügig um 0,4% zu. Setzt man die Aufwendungen In Relation zu den produzierten Minuten im Hörfunk und den gesendeten Minuten im Fernsehen, ergeben sich die folgenden Durchschnittskosten: DM pro Minute Hörfunk Erstes Fernsehgemeinschaftsprogramm Bayerisches Fernsehen Gegenüber dem Vorjahr geändertes ARD-elnheltliches Berechnungsverfahren; Vorjahreszahlen zu Vergleichszwecken deshalb entsprechend angepaßt. 21 Also ohne Regional- und Vormittagsprogramm. 3) Ohne Schulfernsehen, hierfür fielen beim BR DM pro Minute an. Unter Einbeziehung des Regional- und des Vormittagsprogramms ergibt sich folgende Aufgliederung.der Kosten (ohne Abspiel und Ausstrahlung) für das gesamte Erste Deutsche Fernsehen. Programm BR Kosten (DM pro Minute) ARD2 Anstaltsbeiträge Gemeinschaftssendungen Erstes Fernsehgemeinschaftsprogramm Regionalprogramm Vormittagsprogramm ) OhneAbspiei- und Ausstrahlungskosten. 2) Es handelt sich um die neun - Fernsehprogramme produzierenden - Landesrundfunkanstalten der ARD. 19

22 Hörfunk: Es zeigt sich: Die durchschnittlichen Minutenkosten betrugen im Hörfunk 124 DM, im Gemeinschaftsprogramm des Ersten Deutschen Fernsehens DM und im Bayerischen Fernsehen DM. Dabei sind die Kosten für die einzelnen Bestandteile des Gemeinschaftsprogramms wie auch des Ersten Deutschen Fernsehens insgesamt recht unterschiedlich. Die Anstaltsbeiträge des BR zum Gemeinschaftsprogramm waren mit DM pro Minute am höchsten, gefolgt von den Kosten des BR für Gemeinschaftssendungen mit DM pro Minute und dem bayerischen Regionalprogramm mit DM pro Minute. Demgegenüber entstanden beim Vormittagsprogramm, das nahezu ausschließlich Wiederholungen bietet, Kosten von lediglich 199 DM pro Minute. Die Aufschlüsselung dieser Gesamtminutenkosten nach Programmgattungen ergibt folgende Differenzierung: Programmgattung Kosten 1986 (DM pro Minute)1 BR ARD2 Ernste Musik Leichte Musik Politik Kultur Bildung Unterhaltung Hörspiel Sport Familienprogramm Magazinsendungen Sonstiges Ausländerprogramm Durchschnitt Ohne Abspiel- und Ausstrahlungskosten. 21Nur Landesrundfunkanstalten. Überdurchschnittliche Minutenkosten verursachten beim BR u.a. Hörspiele, Unterhaltungs-, Kultur-, Blldungs- und Sportsendungen. Demgegenüber schlug die Leichte Musik - dazu zählen auch die Jugendmusiksendungen - nur mit knapp der Hälfte der durchschnittlichen Minutenkosten zu Buche. Ernste Musik Leichte Musik Politik Kultur Bildung Unterhaltung Hörspiel Sport Familienprogramm Durchschnitt 124 Magazinsendungen kosten des Hörfunks in DM pro gesendete Minute Ohn«Abspiel- und Ausstrahlungskosten Sonstiges Ausländerprogramm 20

23 I Fernsehen: Kosten 1986 (DM pro Minute)1 Programmgattung Anstaltsbeiträge zum Ersten Fernsehgemeinschaftsprogramm Dritte Fernsehprogramme Erstes Fernsehprogramm Bayerisches Fernsehen ("Drittes") BR ARD BR2) ARD Sendungen mit Spielhandlungen (Fernsehspiel, Theaterstücke, Opern, Spielfilme) Unterhaltungssendungen (Insbes. Shows) Musiksendungen (Konzerte etc.) Informationssendungen Durchschnitt Ohne Abspiel- und Ausstrahlungskosten. Dritte Programme ohne Schulfernsehen. 21 Belm BR Bayerisches Fernsehen. 31 Einschl. Programmüberleitungen sowie der beim BR nur in geringerem Umfang bestehenden Programmgattung Mischinhalte- und formen". Überdurchschnittliche Minutenkosten sowohl bei den Anstaltsbeiträgen des BR zum Gemeinschaftsprogramm als auch beim Bayerischen Fernsehen verursachten die Unterhaltungssendungen (also Shows etc.). Beim Bayerischen Fernsehen waren überdurchschnittlich auch die Minutenkosten bei Informationssendungen, worin sich die verstärkte Berichterstattung u. a. aus und über Bayern niederschlägt, sowie bei Musiksendungen. Für Sendungen mit Spielhandlung konnten unterdurchschnittlich Kosten beim Bayerischen Fernsehen u. a. wegen des in dieser Gattung vergleichsweise hohen Wiederholungsanteils verzeichnet werden. ohne A bspiel- und Ausstrahlungskosten Kosten des Fernsehens in DM pro gesendete Minute 21

24 3. Das Personal Im Jahr 1986 gab es beim BR Planstellen (1985: Planstellen). Neben dem festen Mitarbeiterstamm ist insbesondere In den Programmbereichen seit jeher eine große Anzahl freier Mitarbeiter für den BR tätig. Dle Personalverteilung spiegelt die Zentralität des Programms wider: Weit überwiegend Redaktions-, Produktions- und technisches Personal und wenig Verwaltungspersonal. Einen Überblick gibt die Grafik Planstellen nach Direktionsbereichen. Aufteilung der festangestellten Mitarbeiter (Planstellen) auf die Direktionsbereiche Im Stellenplan 1986 wurde die Linie der sparsamen Personalbedarfsplanung fortgeführt: Wie schon 1985 war nach dem erheblichen Planstellenabbau in den Vorjahren eine mit rund 0,6% geringfügige Planstellenmehrung unum gänglich. Die Zahl der Planstellen lag aber trotz des zwischenzeitlich erheblich gestiegenen Aufgabenumfangs noch unter dem Planstellenbestand zu Beginn der achtziger Jahre, wie dies die nachfolgende Tabelle zeigt: 22

25 Das Programm Thomas Gottschalk und Günter Jauch auf dem Dach des BR-Hochhauses in München 24 I

26 1. Hörfunk Eine infratest-untersuchung über die Mediennutzung im September 1985 und im März 1986 ließ erkennen, daß der BR seine Position gegenüber den privaten Anbietern, die 1985 in München mit der terrestrischen Ausstrahlung von Hörfunkprogrammen begonnen hatten, gut behaupten und landesweit sogar verbessern konnte. Die werktägliche Hördauer aller BR-Programme hat in dem untersuchten Zeitraum von 113 auf 132 Minuten zugenommen, während die Nutzung der anderen Radioprogramme der benachbarten Rundfunkanstalten und der Prlvatsender zusammen bei 20 Minuten stehengeblieben Ist. Von der Gesamthördauer der bayerischen Bevölkerung entfielen 87 % auf den BR. Nach Hörern pro Tag gerechnet kamen die Münchner Privatprogramme 1986 im Großraum München auf einen werktäglichen Anteil von 16 Prozent gegenüber 36% für Bayern 1 und 43 % für Bayern 3. Insgesamt belegen die Ergebnisse dieser Umfrage, daß sich die Strukturreform vom Oktober 1985 bewährt hat. 1.1 Neuerungen 1986 waren nur noch einige kleinere Umstellungen und Neuerungen in den Hörfunkprogrammen notwendig. Thomas Gottschalk erhielt ab 1. April mehr Sendezeit in der B 3-Radio-Show: täglich zwei Stunden von 14 bis 16 Uhr für Gespräche, Gagsund Musik. Die anschließenden 90 Minuten übernahm Günther Jauch. Zum Abschluß der Radio-Show um Uhr wurde das B 3-Tagestelegramm mit fünf Minuten gebündelter aktueller Information eingerichtet, einer Zeitfunkform, die sich beim B 3- Mittagstelegramm um Uhr bereits seit 1985 sehr gut bewährt hat. Die Rocktasche von Georg Kostya wanderte von Samstag auf Sonntag (19.05 Uhr). Ab November 1986 engagierte sich Thomas Gottschalk noch stärker als bislang beim BR. Der Programmdirektor übertrug ihm die neugeschaffene Position eines B3-Koordinators. Gottschalk kümmerte sich In dieser Eigenschaft zunächst darum, die Präsentation und das musikalische Layout des Programms deutlicher als vordem auf eine Linie zu bringen. Neben zahlreichen neuen Jingles, z. B. vor den Nachrichten, tauchten mit 3. November auch einige neue Sendungen auf. Unter anderem wurde der B 3-Radio-Club" (19 bis 24 Uhr) aufgelöst und durch Sendungen wie Fritz und Hits und Blue Night Shadow ersetzt. Auch In den anderen Programmen gab es 1986 einige Änderungen. Unter anderem erhielt der Flohmarkt einen neuen Sendeplatz, samstags bis 16 Uhr. Das in zwei Regionen (Nordbayern und Südbayern) getrennt ausgestrahlte sonntägliche Magazin Sport und Musik verdoppelte seine Sendezeit von einer halben auf eine Stunde (jetzt 17 bis 18 Uhr, Bayern 2). Der Jugendfunk etablierte in seiner täglichen Zündfunkleiste wieder einige neue Programmideen mit den Reihen Live is live -Talkspiele & Aktsch n, Lokaltermin - Kneipen, Clubs und Jugendtreffs in Bayern und Movie Movie - Informationen über Filme und Filmer. Im E-Musikprogramm rückte ab Juli 1986 der traditionelle Termin der Llve-Ubertragung der Konzerte des Symphonieorchesters in Bayern 4 vom Donnerstag- auf den Freitagabend. Die sechs Kammerkonzerte, die Mitglieder des Symphonieorchesters seit 1985/86 pro Saison jeweils sonntags in der Hochschule für Musik in München veranstalten, werden seit Februar 1986 live in Bayern 4 übertragen. Am Mittwochabend wurde in Bayern 4 ein zusätzlicher großer Abendtermin für symphonische Musik eingerichtet. Das Musikalische Tafelkonfekt, das 1985 seine Ausgabe erreicht hatte, kam von Bayern 2 nach Bayern 4 auf die neue Sendezeit bis 14 Uhr. Das monatliche Musikfeature am Freitag wurde von Bayern 4 nach Bayern 2 verlegt (20.05 Uhr), womit nun die Wort - musiksendungen fast ausschließlich in Bayern 2 zu finden sind. Bayern 4 hat sich dadurch noch deutlicher als bisher als reines Spartenprogramm E-Musik profiliert. Für die BR-Kurzwelle wurde ein spezielles Bayerntelegramm geschaffen, das täglich von bis Uhr nur über die Frequenz 6085 Kilohertz ausgestrahlt wird. Ansonsten überträgt die Kurzwelle eine Mischung aus Bayern 1 und Bayern Programmschwerpunkte Musik Bei einem so umfangreichen und breit angelegten Musikangebot, wie es der Bayerische Rundfunk in seinem Spartenprogramm Bayern 4 täglich von 5.30 bis 24 Uhr und darüber hinaus in Bayern 2 mit zeitgenössischer Musik, Wortmusiksendungen und Volksmusik vorzuweisen hat, fällt es schwer, noch einzelne Glanzpunkte als besonders erwähnenswert herauszugreifen. Genannt werden sollen jedoch einige der herausragenden Übertragungen von großen Konzerten des In- und Auslandes, die dem interessierten Publikum die Möglichkeit bieten, große Ereignisse des Internationalen Musiklebens über den Rundfunk mitzuerleben. Während der bereits traditionellen sommerlichen Festspielzeit in Bayern 4 strahlte der BR an 38 Abenden Konzerte und Opernaufführungen von europäischen Festivals und Festwochen aus. Den Auftakt dieser Reihe bildete die Live-Übertragung der Bayreuther Eröffnungsvorstellung Tristan und Isolde. Außerdem waren aus Bayreuth die Oper Tannhäuser und - als Synchronübertragung mit dem Ersten Deutschen Fernsehen - das Franz-Liszt-Gedenkkonzert zum 100. Todestag des Komponisten mit Krystian Zlmmerman als Solisten unter der Leitung von Daniel Barenboim zu hören. Direkt dabei waren die Hörer des BR auch bei dem überaus erfolgreichen Galakonzert von Luciano Pavarotti mit dem Münchner Rundfunkorchester in der Münchner Olympiahalle. Weitere Stationen der Festspielzelt In Bayern 4 waren die Salzburger Festspiele, die Münchner Opernfestspiele, die Schwetzinger Festspiele, die Internationale Orgelwoche Nürnberg, die Wiener Festwochen, der Festliche Philharmonische Sommer München, der Prager Frühling, das Schleswlg-Holsteln-Musikfestival und das Glyndebourne- Festival. Schließlich dokumentierte diese Reihe mit dem 25

27 Musiker des Rundfunkorchesters bei der Probe Mitschnitt eines Konzerts des BR-Symphonieorchesters unter der Leitung von Colin Davis in Toronto noch den großen Erfolg des Bavarian Symphony Orchestras bei einer dreiwöchigen Amerika-Kanada-Tournee vom 11. April bis 2. Mai Außerhalb der Festspielzelt sind die Live-Übertragungen der Uraufführung von Aribert Reimanns Oper Troades aus dem Münchner Nationaltheater, der Operngala am Gasteig - zugunsten der Erdbebenopfer in Mexiko - mit Placido Domingo, Teresa Berganza, dem Chor des Bayerischen Rundfunks und dem Münchner Rundfunkorchester sowie einer festlichen Gala der Stars in der Wiener Staatsoper zu erwähnen. Die Bayreuther Aufführung von Richard Wagners Tetralogie Ring des Nibelungen vom Sommer 1986 wurde Ende November in vier aufeinanderfolgenden Abenden ausgestrahlt. Am 20. Juli brachte der BR in einer Eigenproduktion die Funk-Erstaufführung von Udo Zimmermanns Oper Die weiße Rose. Vom Silvesterabend 1986 Ist die Funkpremiere einer exzellent besetzten Produktion der Operette Die Fledermaus von Johann Strauß mit dem Münchner Rundfunkorchester und dem Chor des Bayerischen Rundfunks zu verzeichnen. Placido Domingo sang bei dieser Aufnahme nicht nur die Partie des Alfred, sondern hatte auch den Part des Dirigenten übernommen. Weiter standen auf der Besetzungsliste u.a. Lucia Popp, Peter Seiffert, Agnes Baltsa, Eva Und und Wolfgang Brendel. Zum 35. Internationalen Musikwettbewerb der ARD, der diesmal In den Fächern Gesang, Violoncello, Oboe, Trompete und Klavierduo ausgeschrieben war, hatten sich 364 Teilnehmer aus 35 Ländern angemeldet. Ein erster Preis wurde nur im Fach Gesang vergeben, und zwar an Barbara Kilduff (USA). Die Teilnehmer aus der Bundesrepublik waren mit insgesamt drei zweiten und zwei dritten Preisen sehr erfolgreich. Am- 7. Juni übertrug der BR von 20 bis 24 Uhr eine Liszt- Nacht aus der Musikhochschule München. Ziel dieser Veranstaltung war es, so ihr Initiator Wilfried Hiller, Llszts Wirkung auf die zeitgenössische wie auf die Neue Musik darzustellen und am Beispiel dokumentarischer Texte ein umfassendes Bild seiner Persönlichkeit zu zeichnen. Ergänzend zu dieser Würdigung des Komponisten anläßlich seines 100. Todestags strahlte der BR drei Sendungen unter dem Titel Der unbekannte Liszt aus. Weitere musikalische Gedenktage, die der BR mit zahlreichen Sendungen beging, waren 1986 der 200. Geburtstag von Carl Maria von Weber, der 100. Geburtstag von Wilhelm Furtwängler, der 85. Geburtstag von Jascha Heifetz, der 75. Todestag von Gustav Mahler, der 30. Todestag von Erich Kleiber und der 10. Todestag von Benjamin Britten. Die an einem Tag oder innerhalb einer Woche konzentrierte Darstellung des musikalischen Schaffens eines Künstlers ist den Hörern des BR schon seit längerer Zelt ein vertrautes Spezialangebot wurden In der Reihe Ein Tag m it... Rudolf Kempe und Hector Berlioz gewürdigt. Komponisten der Woche waren Benjamin Britten und Hans Werner Henze, als Dirigent der Woche wurde Hermann Scherchen vorgestellt. Aus der Reihe Musik des 20. Jahrhunderts sind zwei Sendungen hervorzuheben: Fluch und Zauber der Mythen in Kompositionen von Prokofjew, Roussel und Rihm und Cocteaus Nachleben in der Musik. 26

28 Am 1. November übertrug der BR in Bayern 2 live und synchron mit dem Ersten Deutschen Fernsehen von 0.05 bis 4 Uhr eine Jazz-Nacht aus der Berliner Philharmonie. Das Symphonieorchester des BR vergab 1986 zum zweiten Male die von ihm gestiftete Kart-Amadeus-Hartmann- Medaille. Nachdem 1979 Eugen Jochum und Rafael Kubelik gleichzeitig mit dieser Auszeichnung geehrt wurden, ging die Medaille nun an Leonard Bernstein. 1.3 Programmschwerpunkte Wort Unter den aktuellen Ereignissen des Jahres 1986, die in der öffentlichen Diskussion ein großes Gewicht hatten, ist an erster Stelle die Reaktorkatastrophe im ukrainischen Tschernobyl am 26. April zu nennen. ÜberWochen beherrschte dieses Thema viele Wortsendungen und Magazine im Hörfunk. Als selbstverständlichen Service verstanden es dabei viele Redaktionen, laufend auf die Strahlenbelastung von Lebensmitteln hinzuweisen und Empfehlungen von Fachleuten zum richtigen Verhalten gegenüber diesen Gefahren weiterzugeben. Ebenso selbstverständlich war die ausführliche Darstellung der aus diesem Anlaß entstandenen politischen Diskussion. Die in diesem Zusammenhang vom Bayerischen Landtag und Bundestag einberufenen Sondersitzungen wurden live über Mittelwelle übertragen. Breiten Raum nahmen in den Programmen aber auch Beiträge ein, die auf die Hintergründe und die größeren Zusammenhänge der gesamten Thematik eingingen. Zu nennen sind etwa die Sendungen Tschernobyl - ein Fall sowjetischer Informationspolitik, Tschernobyl und die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft und Atomkraft, ja bitte - Frankreich und seine Nuklearenergie. Der Hörfunk des BR kann aber für sich in Anspruch nehmen, die Diskussion um die Kernenergie nicht erst seit der Katastrophe in der Sowjetunion, sondern schon seit vielen Jahren intensiv verfolgt zu haben. Erst Im Januar 1986 hatte der Titel einer Sendung gelautet: Atompolitik ohne Bombe - 30 Jahre zivile Kernenergie in Deutschland. Im März stand ein Schwerpunkt im großen Mittwochabend-Termin unter der Überschrift Macht und Ohnmacht der Experten - Probleme wissenschaftlicher Politikberatung. Aber auch die Frage nach alternativen Energien kam zur Geltung, etwa mit der Sendung Frische Brise oder Flaute - Die Chancen der Windenergie. Ein anderes vielbeachtetes, allerdings planmäßiges astronomisches Ereignis des Jahres 1986 war der Vorbeiflug des Halleyschen Kometen an der Erde. Der Hörfunk befaßte sich mit diesem Thema u. a. in den Sendungen Sonne, Mond und Sterne - Fahrplan für Edmond Halleys Schweifstern, Es naht ein Stern mit langem Haar - Der Halleysche Komet unter der Kontrolle der Bamberger Sternwarte und Giotto und das neue Zeitalter der Kometenforschung - Die Ergebnisse der Halley-Misslon. Über die Ergebnisse der Landtagswahl am 12. Oktober berichtete ein Wahlmagazin von Uhr bis Mitternacht In Bayern 1. Detaillierte Informationen aus einzelnen Wahlbezirken boten in drei Regionen getrennt ausgestrahlte Sendungen von 21 bis 22 Uhr in Bayern 2. Der 89. Deutsche Katholikentag in Aachen (10. bis 14. September), der unter dem Motto stand Dein Reich komme, spiegelte sich im Hörfunkprogramm in täglichen Berichten sowie In Direktübertragungen von den wichtigsten Veranstaltungen wider. Unter anderem wurden die Hauptkundgebung auf dem Aachener Markt und der Hauptgottesdienst im Aachener Reitstadion live in Bayern 1 ausgestrahlt. Von der Fußballweltmeisterschaft in Mexiko im Juni 1986 übertrug der Hörfunk alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft live in Bayern 1. Morgens gab es täglich eine Zehn-Minuten-Zusammenfassung in Bayern 2. Unter allen wichtigen Gedenktagen des Jahres 1986 gaben die der drei Könige ganz besonderen Anlaß zu großen Programmschwerpunkten: der 200. Geburtstag von Ludwig I., der 100. Todestag von Ludwig II. und der 200. Todestag des preußischen Königs Friedrich II. Golo Mann steuerte zwei Vorträge bei: Ludwig I. - König von Bayern, unterteilt in die beiden Kapitel Der Kronprinz und Der Regent. Andere Sendungen befaßten sich mit dem Architekten des Königs Leo von Klenze und - was nicht fehlen konnte - mit der Tänzerin Lola Montez, in die sich der 60jährige König vernarrt hatte. Der Märchenkönig Ludwig II. gab 100 Jahre nach seinem rätselhaften Tod immer noch unendlich viel Stoff für Publikationen und natürlich auch für Hörfunksendungen. Nur als Auswahl seien genannt: Geh leise, denn Du gehst auf meinen Träumen von Horst Krüger, das Oratorium Die Legende von der Heiligen Elisabeth von Franz Liszt, Ludwig II. und Bismarck von Franz Herre, Aus Bayerns Musikgeschichte: Ludwig II. von Karl Schuhmann sowie Ausschnitte aus einer Veranstaltung der Katholischen Akademie unter dem Titel DieTragik des Märchenkönigs. In einem größeren Zusammenhang behandelte Georg Lohmeier die Jubiläen In seiner Sendereihe Die Könige Bayerns-Von Ludwig I. bis Ludwig III.. König Friedrich II. von Preußen, der heute Der Große genannt wird, hat in den Programmen des BR fast ebensoviel Aufmerksamkeit gefunden wie die bayerischen Könige. Genau am Vortag des 200. Todestags (16. August) war ein Schwerpunkt im Programm Bayern 2 plaziert mit einer Hörbild-Biografie von Franz Herre unter dem Titel Friedrich II. - König zwischen Macht und Geist und einer Diskussion über das Verhältnis zwischen Bayern und Preußen. Im Vorfeld der Jubiläumssendungen waren bereits eine dreiteilige Sendung zum Thema Die Deutschen und der,alte Fritz und eine Sendung mit dem Titel Rendezvous mit dem Ruhm - Das erste Regierungsjahr Friedrich II. zu hören. Zu vermerken sind auch die 200jährigen Gedenkdaten der bayerischen Künstlerfamilie Asam. Im Hörfunk wurde ihr 27

29 Schaffen u.a. mit der Sendung Die Asams - ein Famillenunternehmen gewürdigt. Das Auto hat 1986 ein Alter von 100 Jahren erreicht. Sendungen aus diesem Anlaß waren z. B.: Das Auto - Fluch und Segen",,A Automobil isawagn, der net will -A us den Jugend- und Flegeljahren des Autos und Vom Leukoplastbomber zum Straßenkreuzer - Das Abenteuer, unterwegs zu sein. Das Jubiläum des 75jährigen Bestehens der Max-Planck- Gesellschaft begleitete der Hörfunk mit einer dreiteiligen Sendereihe, In der die wichtigsten Forschungsgegenstände dieser Institution vorgestellt wurden. Eine abschließende Diskussion stand unter der Frage Ist die deutsche Forschung wieder Spitze?. Aus Anlaß des 100. Geburtstags von Gottfried Benn ( ) sendete der BR in drei Folgen eine Auswahl seiner Briefe an den Bremer Kaufmann F W. Oelze sowie eine historische Aufnahme von Anfang der 50er Jahre, in der der Dichter seinen Prosatext Der Glasbläser und Gedichte las. Zum 100. Geburtstag von Hermann Broch sendete der BR einen Beitrag unter dem Titel Das Buch Ist ein Dreck sowie ausgewählte Prosatexte. Des 85. Geburtstags von Samuel Beckett gedachte das Kulturprogramm des Hörfunks mit einer ganzen Reihe von Sendungen, u.a. mit einem Essay, einer Hörspielfassung des Theaterstücks Endspiel, Beiträgen Im Kulturjournal und einer Lesung aus dem Prosawerk des Dichters. Zum 50. Todestag von Karl Kraus brachte die Reihe Literatur am Samstagnachmittag In drei Folgen Helmut Qualtingers berühmte Lesung aus den Letzten Tagen der Menschheit. Zum 100. Todestag von Leopold von Ranke wurden In einer dreiteiligen RelheTexte aus seinem berühmten Werk Die römischen Päpste vorgestellt. Von den Sendungen zu großen Themen, die außerhalb von aktuellen Ereignissen oder bedeutenden Gedenktagen aufgegriffen wurden, seien als Beispiele genannt: die dreiteilige Reihe Die Wiederkehr des Mythos, die Samstagsschwerpunkte Wieviel Familie braucht das Kind? und Bauern in Not, die zunächst vierteilige Serie (1987 fortgesetzt) Die großen Stunden des deutschen Bundestages - Debatten, wiedergehört, die dreiteilige Sendereihe Für eine offene Kirche, die Vortragsreihe von Carl Friedrich von Weizsäcker Der Aufbau der Physik und die Lesung von Golo Mann aus seiner Autobiografie. Als ein besonders effektives und fruchtbares Forum für umfassende Dokumentationen und ausführliche Diskussionen hat sich rasch der 1985 eingerichtete Kulturabend am Mittwoch in Bayern 2 erwiesen. Themen waren u.a.: Nichts als ein Ego-Trip? Neue religiöse Erfahrungen als Anfrage an die Kirchen, Moderne oder Postmoderne?, Neues aus der Innenwelt? Weltbilder, Praktiken, Heilslehren: New Age, Kirche als Opposition?, Krieg ohne Feuer-Chemische Waffen, Hexenwahn im historischen Franken, Die Aktualität der Antike, Heimat und Heimatlosigkeit und Reinkarnation - mehrmals leben?. Von der zum dritten Mal In den Kammerspielen veranstalteten Vortragsreihe Reden über das eigene Land: Deutschland mit Beiträgen von Hans Mayer, Joseph Beuys, Margarete Mitscherlich-Nielsen und Albrecht Schönherr brachte der Hörfunk wie In den Vorjahren einen Zusammenschnitt. Das Literaturprogramm des Hörfunks knüpfte 1986 an eine Reihe der 60er Jahre über den Roman des 19. Jahrhunderts an, nun unter dem Titel Große Romane des 20. Jahrhunderts. Die Leseproben von Marcel Proust, James Joyce, Robert Musil, Franz Kafka und Thomas Mann wurden jeweils von namhaften Literaturwissenschaftlern und Kritikern vorgestellt und interpretiert. Einen Überblick über die spanische Dichtung aus sechs Jahrhunderten gab eine in einer elfteiligen Reihe präsentierte Auswahl. Aus der Hörspielproduktion des BR Ist an erster Stelle die sechsstündige Funkfassung von Umberto Ecos Erfolgsroman Der Name der Rose hervorzuheben, die zum Jahresende in der Radio-Revue zu hören war. Martin Walser führte selbst Regie bei der Produktion seiner beiden Hörspiele Ein fliehendes Pferd und Nero läßt grüßen. 1.4 Sonstige Schwerpunkte und Akzente Die Radio-Revue in Bayern 2, das Extra-Programm des BR in den Tagen um den Jahreswechsel, erhielt In der Ausgabe 86/87 im Vergleich zu den Vorjahren eine straffere Gliederung mit zwei großen Sektionen von 9 bis 14 Uhr und von bis 24 Uhr. In der Reihe Vorträge, die von sich reden machten um 9.07 Uhr, mit der Wiederholung um 22,05 Uhr, waren diesmal Thomas Dehler, Hannah Arendt, Werner Heisenberg, Eric Voegelin, Jaen Rudolph von Salls, Hans Urs von Balthasar, Thomas Mann, Friedrich Heer, Alexander Mitscherlich und Karl Barth zu hören. Um Uhr folgten Stars des Swings und um 11 Uhr In der neuen Leiste Reprise ungewöhnliche Hörbilder aus den Jahren '84 und 85. Die Zeit von bis 14 Uhr war denkwürdigen Aufnahmen mit dem Chor und dem Symphonieorchester des BR und dem Münchner Rundfunkorchester Vorbehalten. Um Uhr wurden berühmte Instrumentalsolisten vorgestellt. Um Uhrfolgte dann, aufgeteilt auf vier Abende, die bereits erwähnte sechsstündige Hörspielfassung des Romans Der Name der Rose. Einleitend gab der Historiker Horst Fuhrmann Informationen über das Leben im Mittelalter und den Romanautor Umberto Eco. Ein Epilog Eco, Eco, Eco - Das Echo des Romans,Der Name der Rose schloß diese Reihe ab. In der Fortsetzung dieser Leiste lasen dann bekannte Dichter aus eigenen Werken. Um 20 Uhr bot die Radio-Revue noch einen großen Musikabend, und um 23 Uhr präsentierten im Jazz-Tresor Stars des Showgeschäfts ihre Lieblingsaufnahmen. 28

30 Sommerfest im Garten von Studio Nürnberg Die Ende März 1985 begonnene Reihe von Autorenlesungen Literatur unterwegs, bei der immer eine enge Beziehung zwischen Autor und Ort der Veranstaltung gesucht wird, wurde 1986 mit Eva Demski in Regensburg, Luise Rinser In Rom, Reiner Kunze in Passau sowie Karl-Alfred Wolken, Gerhard Köpf und Rolf Hochhuth in der Villa Massimo in Rom fortgesetzt. Eine Sondersendung am ersten Weihnachtsfeiertag stellte markante Ausschnitte der bisher acht Lesungen vor. Die Gespräche im Studio Nürnberg"erreichten 1986 ihr 20jähriges Jubiläum. Mit drei Veranstaltungen im Jahr ergab sich die Summe von insgesamt 60 Abenden. Die Reihe hatte am 16, März 1966 mit dem inzwischen berühmt gewordenen Lob auf Franken von Thomas Dehler begonnen. Weitere prominente Namen auf der Gästeliste waren u.a. Julius Döpfner, Helmut Gollwitzer, Hermann Kesten, Wolfgang Koeppen, Horst Krüger und Friedrich Thorberg. Der 60. Name auf dieser Liste war Hans Wollschläger. Vom Juli 1986 fand im Park von Studio Nürnberg wieder ein Sommerfest mit verschiedenen Einzelveranstaltungen sowie einem Tag der offenen Tür statt. Als Fortführung der Ägyptischen Woche vom März 1985 verstand sich ein Ägyptisches Wochenende mit Informationsbeiträgen, Essays, Hörspiel und Musik in Bayern 1 und Bayern 2. Parallel dazu dokumentierte eine Ausstellung im Foyer des Münchner Funkhauses die Ausgrabungsarbeiten, die ein Team der Staatlichen Sammlung Ägyptischer Kunst im Ostdelta des Nils durchführte. Nach den Erfolgen des Lyrik-Wettbewerbs von 1984 und des Prosa-Wettbewerbs von 1985 schrieb der Bayerische Rundfunk einen Kurzhörspiel-Wettbewerb aus, zu dem rund 300 Einsendungen eingingen. Die drei Preisträger wurden von einer Fachjury ausgewählt, der u, a. die Schriftstellerin Gabriele Wohmann angehörte. Der seit Jahren laufende Wettbewerb Pädagogen in eigener Sache wurde 1986 beendet. Die letzte Ausschreibung lief unter dem Titel Das erste Lebensjahr - aus der Sicht der Eltern und rief zur Einsendung von tagebuchartigen Notizen auf, die einen Monat lang die Beziehung zwischen Eltern und ihrem wenige Monate alten Kind festhalten sollten. Die vier preisgekrönten Beiträge von jungen Müttern wurden in Bayern 2 gesendet. Mit Hilfe der Telefonischen Datenerfassung (TED) versuchte der BR in einer großen Aktion am 8. Oktober den Musikgeschmack der B 3-Hörerzu erfahren. Einen Tag lang stellte der neuernannte B 3-KoordinatorThomas Gottschalk acht Musikrichtungen vor, vom deutschen Schlager (mit Peter Kraus) über Tom Jones bis hin zum sogenannten harten Rock (Van Halen, Peter Gabriel) und bat die Hörer, ihre Präferenzen telefonisch anzugeben. Im Lauf des Tages wurde die sensationelle Zahl von Anrufen erreicht. Überraschend war dabei, daß englischsprachige Rockmusik ( Harter Rock ) eindeutig an erster Stelle der Hörerwünsche stand, gefolgt von aktueller englischsprachiger Popmusik (Soft-Rock). Umfragen dieser Art geben allerdings kein repräsentatives Bild der Hörerschaft wieder, sondern ein spontanes Meinungsspektrum all jener Hörer, die sich zum Mitmachen aufgerufen fühlen. 1.5 Preise Günter Albrecht wurde für seine Sendung Hoch im Kurs - Ein Blick in die Kulissen der Börse mit dem Ernst-Schneider-Preis ausgezeichnet. GerhardAberie erhielt für die Sendung Schlachtfeld Straße einen Autoren-Anerkennungspreis der Christophorus-Stiftung. Maximilian Schönherrbekam für seine Arbeit im Jugendfunk den Kurt- Magnus-Preis zugesprochen. Dieter Hasselblattbekam für seine Verdienste um das Science-fiction-Hörspiel einen Sonderpreis des Kurd-Laßwitz-Preises. Die Bläser des Münchner Rundfunkorchesters errangen beim 12. Musikwettbewerb New Muslcfor Bands einen dritten Preis. 29

31 Programmleistungen des Hörfunks nach Programmen und Hauptabteilungen 1986 Hauptabteilung Programm Bayern 1 Bayern 2 Bayern 3 Bayern 4 Zusammen Veränderung zum Vorjahr in% Minuten Politik und Aktuelles ,4 Bayern, Wirtschaft und Service _ ,0 Erziehung und Gesellschaft _ ,2 Kultur ,5 Musik ,8 Unterhaltung ,4 Studio Nürnberg ,0 Sonstiges ,4 Zusammen ,8 dazu: Werbezeit X 0,5 Insgesamt ,6 Veränderungen zum Vorjahr in % + 22,7 X 8,0 X 19,6 +61,8 + 9,6-11Einschl. Leichte Musik. 2) Wort und Musik. 3) U. a. Ausländerprogramm, ARD-Nachtprogramme, von der BRW beschafftes Rahmenprogramm, 41Bezahlte Werbung. Programmleistungen des Hörfunks nach Programmen und Hauptabteilungen 30

32 2. Fernsehen Das Jahr 1986 war für das Bayerische Fernsehen ein Jahr der kontinuierlichen Stärkung und Ausbreitung, nicht zuletzt in den bundesdeutschen Kabelinseln über den Fernmeldesatellit INTELSAT V. Das Bayerische Fernsehen ist wohl das stärkste der Dritten Programme mit den höchsten Zuschauerquoten. Die eigenständigen Informationsprogramme werden von den Zuschauern verstärkt genutzt. Ziel des Programms war und ist es, die eigene Provenienz zu erhalten, Gesicht und Profil zu zeigen, um im Konzept der verschiedenen, sich vermehrenden Programme die medienpolitisch wichtige eigene Präsenz und Vitalität zu haben. Mit den Beiträgen zum Ersten bemühte sich der Bayerische Rundfunk, in der Erfüllung der quantitativen Verpflichtung auch den qualitativen Anspruch voll einzulösen. Im Programmschema gab es keine Veränderung. Die im Dezember 1985 eingeführte Neukonzeption des Regionalprogramms als durchmoderiertes Bayernstudio und die im Zusammenhang damit getroffenen Verbesserungen im Bayerischen Fernsehen haben sich bewährt. 2.1 Politik und Wirtschaft Die Aktuelle Gesamtredaktion brachte neben der täglichen Berichterstattung in Tagesschau, Rundschau und Bayernstudio auch Live-Übertragungen aus dem Bayerischen Landtag in das Bayerische Fernsehen ein, so z. B. die Debatte über Konsequenzen nach Tschernobyl und die Regierungserklärung des Ministerpräsidenten. Herausragende Sendungen des BR In der ARD-Sendereihe Im Brennpunkt : Der Kreml In der Offensive - der Kampf um die Abrüstung mit einem vielzitierten Kohl- Intervlew, Das Attentat am Abend des Anschlags auf den Siemens-Industriellen Beckurts und seinen Fahrer Groppler und Die Neue Heimat - das harte Brot der Sanierung. Im Bereich der Auslandsberichterstattung war der BR in ARD und BFS mit einer Vielzahl von Magazin- und Sondersendungen vertreten. Zu den Höhepunkten zählten die aktuellen Berichte von den Krisenherden des Nahen und Mittleren Ostens: vom Golfkrieg und vom vergessenen Krieg in Afghanistan, über den vom Nahen Osten aus gesteuerten internationalen Terrorismus, über Israel und das Palästinenserproblem. Unter den Beiträgen zum ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus" fanden zwei Berichte besonders großes Echo, in denen die neubeschlossene Anrechnung von Kindererziehungszelten In der Rentenversicherung In allen Einzelheiten dargestellt wurde. Schwerpunkt für die Redaktion KULTURPOLITIK war die Erarbeitung der beiden Reihen Lebensräume und Schulbilder. Lebensräume versuchte aktuellen Tendenzen des Wohnungs- und Städtebaues in der Bundesrepublik und in angrenzenden Nachbarländern nachzugehen. In der Reihe Schulbilder" ging es um aktuelle Probleme des Schulwesens, und zwar vor allem aus der Sicht der Kinder und Jugendlichen selbst. Breite Resonanz fanden die vom BR gestalteten Globus -Sendungen Im Ersten. So kamen etwa tausende von Anfragen zum Feature E-Werk Sonne - Aspekte der Solartechnik. Erfolgreich wurden auch wieder die Öko- Tips im ARD-Programm eingesetzt. Im ARD-Programm 1986 lösten vor allem zwei Beiträge des Programmbereichs POLITIK und ZEITGESCHEHEN Reaktionen aus: Wo die Neurosen blüh n - ein nicht ganz alltäglicher Bericht des Österreich-Korrespondenten Peter Mlroschnikoff und DerX-Bericht des Ochsensepp, für den der Regisseur Josef Rölz den DGB-Preis in Silber erhielt. Aus den zahlreichen Reihen- und Einzelbeiträgen des Programmbereichs Im Bayerischen Fernsehen bildeten die Serien Die Deutschen im Osten und Regionen zwischen Folklore und Separatismus besondere Schwerpunkte. Die Deutschen im Osten erhielten den Fernsehpreis des Bundesverbandes der Vertriebenen. Vielfältig gestalteten sich die landesspezifischen Informationsprogramme des Programmbereichs BAYERN INFORMATION. Ein besonderer Schwerpunkt gehörte der Landespolitik, z. B. im Tagesthema der Abendschau im Regionalprogramm. Großes Echo hatten die Diskussionssendungen Bürgerforum, Wiehammasdenn und Der direkte Draht". Besonderen regionalen Anliegen tragen die Sendungen Aus Schwaben und Altbayern" und die Frankenschau mit der Frankenchronik Rechnung. Neben tagesaktuellen Informationen gehört das Engagement auch den kulturellen Ereignissen in Bayern. Di e Kulturzeit der Abendschau wollte dem Zuschauer ein Wegweiser durch die bayerische Kulturszene sein. Zwischen Spessart und Karwendel, an jedem Samstag von bis 18 Uhr, will dem Zuschauer helfen, seine Heimat besser kennen und verstehen zu lernen. Ein schönes Wochenende und Samstagsclub"setzten ihre bewährten Sendereihen mit aktuellen Tips und Themen, interessanten Gästen und beliebten Moderatoren fort. L/nserLancf informierte weiterhin überthemen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und überverbraucherfragen. Die Sendereihe widmete sich gezielt dem Leben von und mit der Natur. In der Sendung Bergauf-bergab gab es neben den aktuellen 15- bis 20-Mlnuten-Filmbeiträgen für Bergsteiger und Wanderer jeder Kategorie zwei 45-Minuten-Filmreportagen: Zum Erstbesteigungsjubiläum des Montblanc den Film Montblanc aktuell und ein Berufsbild des modernen Bergführers Im Januar

33 2.2 Spiel, Unterhaltung, Bayern Der Bogen der Themen in Unter unserem Himmel" war weit gespannt und berührte, was aus Bayern und den Alpenländern sehenswert erschien. In Erinnerungssendungen wurden bedeutende Persönlichkeiten gewürdigt: Prinz Eugen zum 250. Todestag, König Ludwig I. zum 200. Geburtstag, König Ludwig II. zum 100. Todestag. Durch die Sendungen Das blieb vom Doppeladler wird Geschichte lebendig, und eine ferne Vergangenheit ist auf einmal Gegenwart. Die Reihe, bisher nur im Regionalprogramm, war erstmals auch In Langfassungen im Bayerischen Fernsehen zu sehen: Das vielgestaltige Reich, Kaiser Franz Joseph und seine Familie" und K. u. k. Dämmerung von Sarajewo bis Madeira. Topographie: Bauen und Bewahren von Dieter Wieland ist eine Sendereihe, die vom Zuschauer mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt wird. Sie wurde fortgesetzt mit den Beiträgen Die Regensburger Donauinseln und Die Kunst, ein kleines Haus zu bauen. In der Sendung Damals... "von Gerhard Ledebur wurden Filme aus den fünfziger und sechziger Jahren ausgewählt und durch neue Aufnahmen derselben Objekte ergänzt, um die Veränderungen in nur wenigen Jahrzehnten zu dokumentieren. Die Themen: In Haidhausen, Die Münchner Residenz und Die Donauauen bei Regensburg. Zahlreich vertreten waren die Volksmusiksendungen von Sepp Eibl: Die Pienzenauer Sänger, Die Brüder Völkl, Die Alfelder Musikanten, Der Stoiber Heinz und seine Musikspezln und ein Hoagascht mit dem Witter Berti, Weihnachtsileder der Traunsteiner Sänger. In das Samstagabendprogramm der ARD wurden drei Komödienstadel und ein Volksstück eingebracht, darunter live aus Augsburg der 50. Komödienstadel Das Prämienkind. Zwischen den Jahren wurde im Ersten die fünfteilige Geschichte des Alpinismus von Gerhard Baur ausgestrahlt: Montblanc, Das Matterhorn, Die Vajolettürme, Fleischbank Ostwand und Drei große Nordwände. Ein Programm anzubieten, das den unterschiedlichsten Bedürfnissen und Erwartungen unseres Fernsehpubllkums Rechnung trägt, war auch 1986 oberste Leitlinie für den Programmbereich SPIEL des BR im ARD-Gemeinschaftsprogramm. Innerhalb der Spiele, die gezielt ein breites Publikum unterhalten wollten, Ist die internationale Koproduktion Der Beau von Levente Malnay zu nennen. Besonders große Resonanz fand die amerikanische Produktion Peter der Große", die von BR, DFS, HR, NDR, SDR und SWF erworben wurde. Durch dieses weithin beachtete Historiengemälde wurde der deutsche Schauspieler Jan Niklas zu einem internationalen Star, der von Kritik und Zuschauern gefeiert wurde. Zur ernsteren, bildungsorientierten Unterhaltung zählen die Klassikerverfilmung Maria Stuart \r\ einer kongenialen Bildschirmadaption von Heinz Schlrk sowie die Theateraufzeichnung Warten auf Godot von Samuel Beckett In der Regie von George Tabori. Die Kino-Koproduktion Marlene", eine Dokumentation über das Leben von Marlene Dietrich von Maximilian Schell, errang viele renommierte Internationale Preise. Das Bayerische Fernsehen bietet jede Woche drei bis vier Fernsehspiele an, die aus den international besten Beiträgen ausgewählt werden. Beispiele sind Serien wie Die Würze des Lebens aus England oder Hallo Beatrice, die in Frankreich die halbe Nation vor den Bildschirm lockte. Aber auch das Theater wurde jeden Monat in die Wohnstuben gebracht, z. B. mit Pinters Hausmeister", einer Aufzeichnung von der Neuen Schaubühne. Vielfältig und erfolgreich präsentierten sich die UNTER HALTUNGSPROGRAMME des Bayerischen Rundfunks im Ersten und im Bayerischen Fernsehen. Das Lachprogramm Sketchup" erzielte auf dem Unterhaltungstermin im Ersten, Montag um 22 Uhr, überdurchschnittlich hohe Zuschauerbeteiligung. Nach wie vor ein Publikumsrenner: Was bin ich? mit Robert Lembke und seinem populären Rateteam. Die Ratesendung Alles oder Nichts wurde gemeinsam mit dem NDR und dem ORF produziert. Auch musikalische Unterhaltung wurde großgeschrieben. Grand Prix national und international, die Lieder der 4 Jahreszeiten und der Musikantenstadl luden zum Zuhören oder vielleicht auch zum Mitsingen ein. In seiner Talkshow Heut abend konnte Joachim Fuchsberger prominente Gäste zu interessanten Gesprächen begrüßen. Eine neue, freche Samstagabendspielshow war 4 gegen Willi, präsentiert von Mike Krüger und dem Goldhamster Willi. Zwei Familien traten in mehreren Spielrunden in unkonventionellen Spielen gegeneinander an, um dann letzten Endes doch Hamster Willi über den Sieg entscheiden zu lassen. Mit Stars in der Manege übertrug der Bayerische Rundfunk eine große Zirkusgala aus dem Cirkus Krone in München. Opern, Kammermusik und Symphoniekonzerte - live oder in Aufzeichnungen - mit namhaften Solisten, Orchestern und Dirigenten standen auch im Jahr 1986 auf dem Programm der MUSIK Im Bayerischen Fernsehen. Ein Hauptereignis waren drei Konzerte zum 100. Todestag von Franz Liszt im Juli Daniel Barenboim, einer der größten Pianisten unserer Tage, spielte Transkriptionen für Klavier aus Opern von Richard Wagner und Liszts H-Moll-Sonate. Er war auch Dirigent des Gedenkgottesdienstes zum 100. Todestag von Franz Liszt, der live aus dem Festspielhaus In Bayreuth übertragen wurde. Wie jedes Jahr waren auch diesmal der Internationale Musikwettbewerb derard ur\ö der Münchner Klaviersommer vertreten. 32

34 ) Produktion der Sendung Schiefweg - Bilder aus der Kindheit der Emerenz Meier' Szene Heuernte. Szene Spiel der jungen Emerenz am Bach 33 1

35 Christian Rischerts Zyklus über Venedig und die Inseln der Lagune wurde - nach Venedig und Paradiesgarten - mit zwei Filmen fortgesetzt: im Schatten von Venedig - ein Tag in Chioggia schilderte das Leben im größten Fischereihafen Italiens, dessen Bewohner seit Jahrhunderten ums Überleben kämpfen; mit Inseln hinter dem Meer", einem Film über die Inseln der venezianischen Lagune, schloß Christian Rischert die wohl umfassendste filmische Erzählung über Venedig ab. Im Ozean der Sehnsucht hieß die Dokumentation, die zum 100. Todestag des legendären Bayernkönigs Ludwig II. am gesendet wurde. Der Filmemacher Christian Rischert untersuchte Leben und Sterben dieses Königs, aber auch den Mythos, der sich um diese historische Figur gebildet hat. Mit Der Platzanweiser- Porträt eines Kinomanen schuf Peter Gehrig eine fiktive Dokumentation über einen verschollenen Filmemacher, für die ein Reporter Auskünfte und Mutmaßungen authentischer Prominenz aus der deutschen Kinoszene einholt - ein amüsantes Spiel zwischen Realität und Fiktion. Die Reihe der Hochschulabende, in der Arbeiten von Schülern und Absolventen der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film vorgestellt werden, wurde auch 1986 fortgesetzt. Eine musikalische Kostbarkeit kam aus der Wallfahrtskirche St. Ottilie in Möschenfeld bei München: Gidon Kremer (Violine), Thomas Zehetmeier (Violine), Kim Kashkashian (Viola) und Misha Maisky (Violoncello) spielten Joseph Haydns Streichquartett Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze. Für bayerische Farbe sorgte die Sendung Musik aus dem Kloster Banz. In zwei Liveübertragungen aus dem Herkulessaal der Residenz dirigierte Sir Colin Davis das Symphonierorchester des Bayerischen Rundfunks, gespielt wurden Werke von Debussy, Liszt, Berlioz, Brahms, Beethoven und Mahler. Ein Schwerpunkt desteleclubs ist die Präsentation des großen deutschen und ausländischen Dokumentarfilms. Vier Länder waren diesmal mit außergewöhnlichen Produktionen vertreten: Von Mao bis Mozart wurde 1981 mit einem Oscar ausgezeichnet: der Amerikaner Murray Lerner beschrieb hier die ungewöhnliche Reise des weltberühmten Geigers Isaac Stern in das ferne China als Botschafter westlicher Musik. Volker Koepps Film Leben in Wittstock", über eine Fabrik und ihre Arbeiterinnen in einer kleinen Stadt In der Mark Brandenburg zählt zu den interessantesten Langzeitbeobachtungen der letzten Jahre. Der Dokumentarfilm Die Mütter der Plaza de Mayo, von zwei Frauen zwischen 1977 und 1985 während der Militärdiktatur in Argentinien gedreht und mit einer Oscar-Nominierung bedacht, berichtete über das Engagement von Müttern, die trotz größter Gefahr öffentlich Auskunft über das Schicksal ihrer verschleppten Kinder von der Regierung verlangten. Lordofthe Dance führte in die meditative Welt tibetanischer Mönche, die bisher noch nie eine Kamera zugelassen hatten. Lieder der vier Jahreszeiten - eine Eigenproduktion des Bayerischen Rundfunks, moderiert von Carolin Reiber

36 2.3 Kultur und Familie Der Programmbereich FAMILIE und SERIE setzte Innerhalb des Famillenprogramms seinen Ansatz Begegnung mit Menschen in konkreten Situationen fort. Im Ersten waren die Reihen Frauengeschichten" und Allerhand Leute" ein besonders akzeptiertes Angebot. Im Bayerischen Fernsehen gaben wöchentlich 105 Minuten Live aus dem Alabama weiterhin Gelegenheit für Musik, Talk, Theater, Performances. Ein jugendliches Programm für jugendliches Publikum. Im Vorabendprogramm wurde der Schwerpunkt bayerischer Serien kontinuierlich verstärkt. Besonders erfolgreich waren die Schloßherren [mit Willy Harlander und Karl Lieffen), Irgendwie und sowieso" (mit Toni Berger, Elmar Wepper und Ottfried Fischer), Polizeiinspektion E/ns "(mit Walter Sedlmayer), Rosowski (mit Monika Baumgartner und Michael Wittenborn) und die Wiederholung von Pumuckl"(mit Gustl Bayrhammer). Höhepunkt der ZE./V.-Reihe waren 20 Folgen An der Romantischen Straße von Würzburg bis Neuschwanstein, die Reihe Landschaften und Plätze eines Märchenkönigs, Kostbarkeiten aus dem Kunsthistorischen Museum und der Alten Pinakothek sowie die Serie Gesichter Buddhas und Meisterwerke aus Japan. Die Beiträge entstanden In Zusammenarbeit mit dem Österreichischen und Japanischen Fernsehen. Der Lehrgang Telekolleg I (Mittlerer Bildungsabschluß) wurde Im Juli erfolgreich beendet. Mit über 3000 Teilnehmern begann Im September ein neuer Lehrgang von Telekolleg II (Fachhochschulreife). Die Reihe der Situationen Wir und die Kinder", Ich und die anderen und Arbeitsplatz konnte den erreichten Stand der Dokumentationen formal weiter fortführen, ein Bild von der Vielfältigkeit menschlichen Lebens anhand von Fallgeschichten vermitteln. Höhepunkt der Reihe Situation: Wir und die Kinder fünf Sendungen über Geschwisterkonstellation. Umfassende gesundheitliche Aufklärung, medizinische Information für einen großen interessierten Zuschauerkreis, Ratschläge und Hilfe für Betroffene - diese Zielsetzung der Sprechstunde komxe mit einem differenzierten Themenangebot In insgesamt 51 Sendungen verwirklicht werden. Hauptsache Beruf befaßte sich mit der nach wie vor angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt und bot Alternativen zu überlaufenen Ausbildungsberufen an. Die Dokumentation Arbeitsvermittlung in der Krise setzte sich kritisch mit der schwierigen Situation von Arbeitsämtern auseinander. Geschichte fand ihren Niederschlag und Ihre Aufarbeitung In den Reihen Bilder aus der deutschen Vergangenheit", König Ludwig I. "aus Anlaß des 200. Geburtstages des Monarchen und Berichte aus W E H M D A S AUGENLICHT B E D R O H T IS T Sprechstunde - beliebte Informationssendung des Bayerischen Rundfunks, hier mit Antje-Katrin Kühnemann

37 Erstes Deutsches Fernsehen nach Programmarten Programmart Insgesamt Minuten Anteil in % BR-Anteil Minuten % Insgesamt Minuten Anteil in % BR-Anteil Minuten % 1. Gemeinschaftsprogramrr 1.1. Anstaltsbeiträge1) Send, mit Spielhandlung (Theater, Film etc.) , , , ,3 Unterhaltungssendungen , , , ,2 Musiksendungen , , , ,4 Informationssendungen , , , ,4 Mischinhalte und -formen , , ,9 58 2,1 Programmüberleitungen , , , ,6 Zusammen , ,9 1.2 Gemeinschaftssendu ngen2) ARD-Aktuell , , , ,6 Wetterkarte , , , ,9 Sportschau/Sport Extra , , , ,2 Programmvorschau , , , ,0 Magazin der Woche , , , ,8 Spielfilme u. Krimis , , , ,0 Sonstiges , , , ,0 Zusammen , , , ,4 Summe Gemeinschaftspr , , ,1 2. Vormittagsprogramm 61, , , , ,2 3. Regionalprogramm (ohne Werbezelt , , , , Summe , , , ,2 4. Werbezeit , , , ,0 Erstes Fernsehprogr. insgesamt , ,8 11 Anstaltsbeiträge werden von den einzelnen Anstalten entsprechend ihrer Pflichtquote Ins Programm eingebracht. Nach dem Fernsehvertrag hat der BR hierbei einen Anteil von 17% zu erbringen. Diese Quote wird auch erfüllt. In der obigen Statistik, die die gesendeten Minuten erfaßt, ist ein niedrigerer Anteil des BR ausgewiesen. Der Grund liegt darin, daß dem BR in Vorjahren bereits sehr viele Sendungen auf seine sog. Mehrjahresquote angerechnet wurden. Da deshalb im Berichtsjahr für diese Quote nur unterproportional Sendezeit erbracht werden mußte, liegt der Gesamtanteil trotz Erfüllung der sog. Einjahresquote unter 17%. Hinzu kommt, daß bestimmte Sendungen, wlez, B. Übertragungen aus dem Bundestag, nicht auf die Quote einer Anstalt, In diesem Fall des WDR, angerechnet werden, aber trotzdem in die Sendezeitstatistikeingehen müssen. 21 Gemeinschaftssendungen werden im allgemeinen von einer Anstalt unter Zulieferung von Beiträgen aus anderen Anstalten produziert, ihre Kosten werden von allen Anstalten nach dem Fernsehvertragsschlüssel getragen. 31 Die Sendezeit wird nur anteilig zugerechnet. 4) Einschließlich ZDF-Anteil. 51 Bezahlte Werbung. 36

38 Die Schwerpunkte im Programmangebot der Redaktion SCHULE UND ERZIEHUNG: Sendungen zur Integration In den Unterricht, das Schulfernsehen, Programme für Eltern und Erzieher mit Ratgebercharakter, die Elternsprechstunde, und Beiträge mit Anregungen und Empfehlungen für die Freizeit. Die Einrichtung des monatlichen Magazins Stationen"mit Berichten aus dem kirchlichen Leben machte es möglich, In verstärktem Umfang auf aktuelle kirchliche Ereignisse, religiöse Strömungen und theologische Themen einzugehen. Daneben berichtete die Redaktion KIRCHE UND WELT auch Im vergangenen Jahr von den zentralen kirchlichen Ereignissen für ARD und BFS. Neben meditativen Sendungen standen auch christlich-kulturelle Beiträge, Porträts von großen Gestalten der Kirche, von Zeugen des Glaubens in unserer Zeit und von der Arbeit der Kirchen in aller Welt. Der Programmbereich KULTUR UND NATURWISSEN SCHAFTEN erinnerte mit Königliche Träume Im Ersten Deutschen Fernsehen an den 100. Todestag König Ludwig II. und dokumentierte In sieben Sendungen die Ursprünge Europas. Tiere vor der Kamera zeigten drei neue Dokumentationen. Im Kulturprogramm des Bayerischen Fernsehens wurden die Schwerpunkte in den Reisewegen zur Kunst', den Historischen Reportagen "und In neuen Folgen der Berühmten Briefe gesetzt. Wöchentlich erschien das Literatur-Magazin Lesezeichen. Drei Sendungen führten in Museen der Welf. Im Wissenschaftsprogramm bildeten drei Dokumentationen über Mikroelektronik den Schwerpunkt. Eine künftige Schlüsseltechnologie stellte der Bericht Künstliche Werkstoffe"vor. Eine neue Initiative war das Magazin Computer-Treff, das sechsmal gesendet wurde. Auf dem Sendeplatz Planet Erde erreichte die zwölftelllge Reihe Die Erde lebt einen Höhepunkt. Der Programmbereich KULTUR UND ZEIT setzte seine geographischen Dokumentationen Landschaften mit Wüsten", Gletscher und Vulkane fort. Die Reihe Nationalparks widmete sich diesmal der Ostküste der USA. Johannes Mario Simmel, Peter Ustlnov, O.W. Fischer, Karin Brandauer, Hermann van Veen und Bud Spencer verrieten in der literarischen Rätselsendung Spiegelbilder Ihre Lieblingslektüre. Neben Berichten über europäische Wallfahrtsorte - diesmal Montserrat und Bretagne - wurden auch an die 50 Kurzfilme Durch Land und Zeit ausgestrahlt. Aufteilung der eigenen Programmleistung auf Programmgruppen Programmgruppe Erstes Deutsches Fernsehen Minuten Bayerisches Fernsehen Minuten zusammen Minuten Anteil % zusammen Minuten Anteil % Politik und Wirtschaft , ,3 Spiel, Unterhaltung, Bayern , ,1 Kultur und Familie , ,9 Programmüberleitungen , ,5 Zusammen , ,8 BR-Anteile2) an - Gemeinschaftssendungen , ,0 -Vormittagsprogramm , ,9 - Regionalprogramm (ohne Werbezelt) , ,3 BR-Programmlelstung insges , ,0 Anteil in % 23,2 76,8 100,0-100,0 - Einschl. Neue Medien und Film. Keine Aufgliederung auf Programmgruppen verfügbar.

39 Die Redaktion LITERARISCHE FILMERZÄHLUNG realisierte Fernsehspiele, Komödien und Spielfilme. Neben dem besonders erfolgreichen Film über Marlene Dietrich" sind Die Schaukel nach Annette Kolb und Herschel oder die Musik der Sterne zu nennen. Film Die Erinnerung an bedeutende Persönlichkeiten prägte Schwerpunkte im Filmprogramm des Bayerischen Fernsehens. Maria Schell, eine der populärsten Schauspielerinnen der deutschen Kinoszene, wurde zu ihrem 60. Geburtstag mit drei Spielfilmausstrahlungen gefeiert. Mit einer Reihe von Spielfilmen nach Stoffen von Cornel Woolrich erinnerte man an einen Kriminalschriftsteller, der mit seinen düster pessimistischen Romanen und Kurzgeschichten zu den wichtigsten Autoren der Schwarzen Serie Hollywoods zählte. Zur Erinnerung an den im Oktober 1985 verstorbenen Hollywoodstar Rock Hudson präsentierte das Programm eine Reihe von Filmen aus der Frühzeit seiner Karriere. Der französische Regisseur Jean-Luc Godard, der mit seinen Arbeiten in den frühen 60er Jahren die europäische Kinoszene revolutionierte und erst seit kurzem nach einer langen schöpferischen Pause wieder von sich reden macht, stand im Mittelpunkt des späten Spielfilmtermins am Donnerstag. Am 30. Mai wäre HowardHawks 90 Jahre alt geworden. Zur Erinnerung an diesen unprätentiösen Regisseur, der in allen Genres Meisterwerke schuf, kamen Klassiker wie der Western El Dorado, die Komödie Leoparden küßt man nicht und der Gangsterfilm Scareface zur Aufführung. Zwei Sonntage im April gehörten einem der erschütterndsten Kinoereignisse der letzten Jahre: der vierteiligen Dokumentation Shoah", in der der Filmemacher und Journalist Claude Lanzmann über den Holocaust an den europäischen Juden durch die Nationalsozialisten in Gesprächen mit Überlebenden und Beteiligten berichtet. Videotext Am 1. September fiel der Startschuß für Bayerntext, das Fernsehtext-Programm des Bayerischen Rundfunks. Es ist mit Videotext-Decoder kostenlos überall dort zu empfangen, wo das Bayerische Fernsehen zu sehen ist, also auch in den Kabelinseln. Bayerntext bietet täglich 450 Tafeln, über die Hälfte davon täglich aktualisiert mit aktuellen Informationen, Nachrichten, Sport und Wetterberichten. Sonderprogramme bieten Informationen zu aktuellen Ereignissen, so wurde etwa ein spezieller Service zur Landtagswahl im Oktober eingerichtet. Die Fernsehtext-Zuschauer konnten sich über die aktuellen Ergebnisse aller Stimmkreise im Bayerntext informieren. S Ol.09. laabiaaniaaiiibaiaiiia.....» aaaaiiaaaaaaaaaa aaaaaaaaa aaaiaaaaa aaaaaaaaaaaa M i n a a a i aaaaa aaaaaa Ihr Meinung zum BAYERNTEXT? BAYERNTEXT- REDAKTION F LORIANSMüH LSTR MÜNCHEN 4 5 T E L ^ ? Eine von rund 450 Tafeln im Bayerntext-Programm

40 2.4 Die Fernsehproduktion Die Betriebe der Fernsehproduktion - das sind der Herstellungsbetrieb, der Filmproduktionsbetrieb, der Ausstattungsbetrieb und der Zentralbereich Produktionswirtschaft - haben 1986 in Zusammenarbeit mit der Hauptabteilung Technischer Betrieb Fernsehen die Ihnen gestellten Aufgaben voll erfüllt, wie im folgenden dargestellt wird: Aufgaben a) Herstellungsbetrieb Die stationären und mobilen elektronischen Anlagen waren ausgelastet. In den drei Vorproduktionsstudios in Unterföhring wurden 235 Produktionen hergestellt. Hervorzuheben sind die dort produzierten Unterhaltungsreihen Heut abend, Dingsda, Kanal Fatal, Sag die Wahrheit, Showgeschichten, Showbühne, Mit Vergnügen,... etcetera, Pleiten, Pech und Pannen, Flip Flop, Alles oder Nichts, Sketchup, Was bin ich und Nix für ungut, die Fernsehspiele: Burning Love, Drohung bei Mondlicht, Protektion sowie Produktion eines Komödienstadels. Die 247Außenübertragungen-häufig an Wochenenden -begannen mit dem Neujahrs-Skispringen in Garmisch und endeten mit der Übertragung der Fledermaus aus dem Nationaltheater in München. Daneben sind als übertragene Großveranstaltungen zu nennen: Skirennen, ebenfalls in Garmisch, Riesenslalom der Damen in Oberstaufen, Bob-Weltmeisterschaften, Rose von Würzburg, Vier gegen Willi, Grand Prix, Stars in der Manege, Landtagswahl in Bayern und mehrere große Musikproduktionen in München, Bayreuth und Ottobeuren. Der Herstellungsbetrieb war an der ersten Testproduktion des BR In HDTV-Technik Rendezvous beteiligt. Einzelheiten dazu enthält der Technische Bericht auf S. 47. Von den 27 großen Fernsehfilmproduktionen seien erwähnt Schiefweg, Die Macht des Schicksals, Pension Tosca, Wallenstein (Koproduktion mit dem HR) und die Serien Zur Freiheit, Schwammerlkönig und Credo. b) Ausstattungsbetrieb Der Ausstattungsbetrleb konnte auch 1986 nicht alle BR- Eigenproduktionen mit eigener Kapazität ausstatten. Engpässe gab es in der Beleuchtung und im Szenenbau; sie wurden mit Fremdleistungen überbrückt. EDV-unterstützte Recherche-Arbeit im Fernseharchiv 39

41 c) Filmproduktionsbetrieb Der Filmproduktionsbetrieb war wie in den Vorjahren auch 1986 voll ausgelastet. Darüber hinaus wurden freie Mitarbeiter herangezogen und Produktionsaufträge an Fremdfirmen erteilt. Die Standortvorteile der Medienstadt München wurden dabei genutzt. In der Vertonung wurden die Erneuerungsmaßnahmen fortgeführt; der erste von zwei großen Vertonungskomplexen wurde wieder in Betrieb genommen. Damit erhält der Filmproduktionsbetrieb eine moderne Ausrüstung mit den Möglichkeiten der schleifenlosen Synchronisation von Film- und Videoproduktionen, Mehrspurbetrieb und Großprojektion für alle gebräuchlichen Bildträger. Die Entwicklung und Wandlung in den Produktionsberufen zwingen zur kontinuierlichen Fort- und Weiterbildung. 133 Mitarbeiter besuchten einschlägige Kurse, die vorwiegend an der Schule für Rundfunktechnik (SRT) abgehalten wurden. d) Fernseharchiv im Zentralbereich Produktionswirtschaft Das Fernseharchiv verwaltet alle Bild- und Tonträger, sichtet, sammelt und ordnet sie für die Wiederverwendung in Neuproduktionen und stellt sie für die Sendungen bereit. Die derzeit rund Produktionen mit rund Bild- und Tonträgern beanspruchen Meter Stellfläche. Die Erschließung dieser Bild- und Tonträger nach Sach- und Bildinhalten liefert die Grundlage für die Recherchen nach Motiven und Themenkomplexen für eine ausschnittweise Wiederverwendung in neuen Produktionen. Seit Januar 1986 stehen für die Archivierung EDV-Einrichtungen mit bislang 10 Terminals zur Verfügung; ihre Möglichkeiten sind von den Nutzern positiv angenommen worden Produktionsleistungen Für das Programm leisteten die Betriebe der Fernsehproduktion: Art der Produktion Produktionstage 1985 (Ist) 1986 (Ist) 1987 (Soll) Elektronische Produktion -Studios1 Unterföhring (3) 669, Freimann (2)2) 889,5 808, Zusammen (5) 1.559, , Ü-Wagen4) Wagen l (4 bzw. 5 Kameras) Wagen II (2 bzw. 3 Kameras) Zusammen E-Produktionen zusammen 2.006, , Filmproduktion3 -Filmaufnahmen EB-Aufnahme 1.988, , Film- und EB-Schnitt , Vertonung 1.601, Filmproduktion zusammen , , ) Ohne Ansagestudios und Studio Nürnberg und die Produktionsaußenstellen in Wien, Istanbul, Rom und Tel Aviv. 21 Davon ein Nachrichtenstudio mit 1 Schicht enthalten, das aber, weil dafür kein Personal gesondert bereitgestellt wird, nicht ganztägig genutzt werden kann. 3) Kapazität 1986:50 Filmteams, 9 EB-Teams (EB: Elektronische Berichterstattung), 39 Schneideräume, 6 Vertonungskomplexe-ohne Produktionsaußenstellen in Nürnberg, Würzburg und im Ausland. 4) Die Schwankungen Soll/Ist ergeben sich aus Diensten, die planerisch nicht vorhersehbar sind, aber erbracht werden müssen (z. B. Sportveranstaltungen am Wochenende).

42 Die Fernsehproduktion wurde von den Programmgruppen wie folgt in Anspruch genommen: Inanspruchnahme der Produktionsmittel durch die Programmgruppen 1986 (in %) Studios Freimann Studios Unterföhring Ü -W a g e n F ilm - und E B -A ufnahm e F ilm - und E B -S chnitt Vertonung ' S? ; Politik und Wirtschaft Spiel-Unterhaltung-Bayern ^ ^ 1 Kultur und Familie Aus der Leistungsabrechnung: - Die Mitarbeiter der Fernsehproduktion leisteten 1,36 Mio. Arbeitsstunden. - Für Mehrarbeits- und Zeitzuschläge wurden 2,89 Mio. DM aufgewendet. Der größte Teil der Überstunden wurde durch Freizeit ausgeglichen. - An Tagen wurden freie Produktionsmitarbeiter (insbesondere Filmpersonal und Grafiker) beschäftigt; Gagen dafür: 4,5 Mio. DM. - Für fremde Produktionsleistungen zur Verstärkung und Ergänzung der eigenen Kapazität wurden 14,1 Mio. DM aufgewendet. Der Filmverbrauch verringerte sich auf 1,8 Mio. Meter, der Verbrauch an Video-Magnetbändern verringerte sich gegenüber 1985 um 21,6%, Kassettenmaterial stieg um 31,0 %. Für das Aufnahmematerial wurden ,5 Mio. DM aufgewendet. Für Kopierwerksleistungen wurden ,0 Mio. DM an private Kopierwerke im Münchner Wirtschaftsraum gezahlt. 41

43 Technischer Bericht

44 1. Studio- und Außenübertragungstechnik 1.1 Hörfunk - Neuer Sendekomplex Im Berichtsjahr wurde ein neuer Sendekomplex (SK 6) eingerichtet. Nachdem insgesamt vier Hörfunkprogramme und das Programm für ausländische Arbeitnehmer sowie Immer häufiger ein gesplittetes Mittelwellenprogramm abzuwickeln und zu senden sind, werden insgesamt sechs Sendekomplexe benötigt. Der neue Sendekomplex erhielt neben der eigentlichen Regle eine weitere kleine Nebenregle. Damit ist es künftig möglich, neben dem im Sendekomplex durchlaufenden Programm zeltgleich ein zusätzliches Programmfenster über einen getrennten Sendeweg abzuwickeln. Dieser Ausführung lag die Überlegung zugrunde, künftig parallel zu dem laufenden Programm Bayern 4 dieses Programm als ein Spartenprogramm (Klassische Musik) der ARD für den deutschen Rundfunksatelliten TV SAT zu senden. Wie alle Sendekomplexe mit größeren Sprecherräumen kann auch der SK 6 für die Produktion aktueller Wortund einfacher Musikaufnahmen verwendet werden. - Ausbau der Produktionskapazität Die im Studio 1 vorhandene 16-Spur-Tonbandmaschlne wurde gegen eine 24-Spur-Maschine ausgetauscht. Diese Kapazitätserweiterung war notwendig, um bei Koproduktionen mit dem Fernsehen und mit Schallplattenfirmen die Signale mit mehr als 16 Mikrofonen zeitgleich aufzeichnen zu können. Für den Einsatz außerhalb der festen Produktionsstätten wurden zwei transportable Mischpulte beschafft, die z. B. für Produktionen im Kulturzentrum Gasteig, im Deutschen Museum sowie für Aufnahmen aus dem Nationaltheater in München und aus dem Festspielhaus In Bayreuth eingesetzt werden. Neuer Hörfunksendekomplex SK 6

45 Sendeminutem (in Mill.) 2,01 Sendeminuten im Hörfunk im Vergleich mit der Anzahl der Mitarbeiter in der Hörfunk-Produktion Produktionspersonal 1,8 Sendeminuten Produktionspersonal 350 1,6 1,4 Z 7 l Z 7 I 300 1, , ,6 0,4 0, Zeitraum Fernsehen - Neue Betriebszentrale Freimann Für den Neubau der Technischen Betriebszentrale im Fernsehgelände Freimann wurden 1986 die Montagearbeiten derfernsehtechnlschen Einrichtungen abgeschlossen. Aufgrund von Problemen bei der Software- Entwicklung war die Gesamtbetriebsabnahme bis Ende 1986 nicht möglich. Bereits parallel zu den Abnahmeprüfungen wurden 1986 übereinen Zeitraum von etwa fünf Monaten Schulungskurse durchgeführt, um die für die Wartung und Instandhaltung verantwortlichen Mitarbeiter auf ihre künftige Arbeit vorzubereiten. - Erneuerung der zentralen technischen Einrichtungen Unterföhring In Unterföhring wurden die Planungs- und Projektierungsarbeiten weitergeführt und die Aufträge erteilt. Mit der Ausführung wurde eine Firma als Generalunternehmer beauftragt, die große Erfahrung auf dem Sektor der Fernsehstudiotechnik besitzt. Eine besondere Schwierigkeit ergibt sich bei der Abwicklung der Olympischen Winterspiele 1988, für die dem BR von ARD und ZDF die Federführung übertragen wurde. Dafür muß auch ein Heimatstudio zur Verfügung gestellt werden. Dies erfordert - verbunden mit entsprechenden Produktionseinschränkungen während der Zelt der Spiele - auch die Bereitstellung umfangreicher Bearbeitungskapazitäten. Die gesamten Bearbeitungseinrichtungen müssen daher provisorisch in Ausweichräumen installiert und dort unter schwierigen Arbeitsbedingungen In vollem Umfang auch für diese zusätzlichen Aufgaben genutzt werden. Erst nach Abschluß der Olympischen Winterspiele 1988 können die Installationsarbeiten fortgeführt werden. Die entgültige Fertigstellung Ist für das vierte Quartal 1988 vorgesehen. 44

46 - Ersatz des Farb-Übertragungs-Wagens II Im Berichtsjahr mußte der 1976/77 beschaffte Farb-Ü- Wagen II (FÜII) ersetzt werden, da sowohl Fahrzeug als auch technische Einrichtungen das Ende Ihrer wirtschaftlich sinnvollen Nutzungsdauer erreicht hatten. Der termingerecht zum Jahresende 1986 ausgelieferte neue FÜ II besteht aus einem 16-Tonnen-Kompaktfahrzeug mit getrennten Bild- und Tonregieräumen sowie einem abgetrennten Blldtechnikerraum. Zur Standardausrüstung gehören zwei stativgebundene und zwei tragbare Farbkameras, zwei 1-Zoll- und eine 3A-Zo\\- MAZ-Anlage. Diese werden ergänzt um ein Schnittsteuersystem, so daß auch einfache MAZ-Bearbeitungen möglich sind. Die modernen Kameras können bis zu einer Entfernung von 2000 m übertriaxkabel betrieben werden. Dies bedeutet Insbesondere bei den zahlreichen Wintersportübertragungen mit oft weit entfernt aufzustellenden Kameras große Vorteile. DieToneinrichtung umfaßt ein 24-Kanal-Mlschpult (Stereo), zwei Tonband- und zwei Kassettenmaschinen, ein Hallgerät und einen Equalizer sowie die notwendigen Kommunikationseinrichtungen, eine Kommentatoreinheit und Funksprech- und Autotelefonanlage. In einem neuen Rüstwagen gleicher Größe sind die für Außenübertragungen notwendigen Zusatzeinrichtungen, Kabel, Stative und die Kameras für den Transport zur Übertragungsstelle untergebracht. Innenansicht des Farb-Übertragungswagens II - Erneuerung der stationären tontechnischen Einrichtungen des Filmproduktionsbetriebes Im Berichtsjahr wurde die Erneuerung der tontechnischen Einrichtungen des Filmproduktionsbetriebes In Freimann abgeschlossen. Damit ging ein Vorhaben zu Ende, das über neun Jahre hinweg ein Finanzvolumen von über 15 Mio. DM erforderte. Insgesamt waren sechs Vertonungskomplexe umzurüsten, die jeweils aus einer Tonregie, dem Tonträgerraum, dem Aufnahmestudio und dem Projektorraum bestehen Erneuert wurden außerdem die technischen Einrichtungen für drei Umspielräume, vier Tonbearbeitungsräume und drei Vorführräume für 16- und 35-mm-Film. Die tontechnischen Einrichtungen des Fllmproduktlonsbetriebes waren über 20 Jahre in Betrieb. Hohe Störanfälligkeit und nicht mehr den Anforderungen entsprechende Ausrüstungen machten den Ersatz notwendig. Nach Erarbeiten der Aufgabenstellung erfolgten technische Planung und Beschaffung der Einrichtungen. Mit der Installation wurde bereits 1984 begonnen. In einzelnen Bauabschnitten von vier Monaten wurden die identisch ausgerüsteten Vertonungskomplexe 3-6 und die Umspielräume 1-3 in Betrieb genommen. 45

47 Nachdem aus verschiedenen Gründen das Projekt in zwei Abschnitte untergliedert worden war, folgte In einer zweiten Phase die Montage der Vertonungskomplexe 1 und 2 mit je zwei Tonbearbeitungsräumen und die Filmvorführräume 7-9. Mit der Inbetriebnahme der letzten technischen Einrichtungen wurde das gesamte Projekt abgeschlossen. Dem Ersatz dertontechnischen Einrichtungen des Filmproduktionsbetriebes lag der Grundgedanke einer möglichst universellen Verwendbarkeit zugrunde. Das autarke Arbeiten in kleinen Betriebseinheiten muß ebenso möglich sein, wie das Zusammenschalten verschiedener Einrichtungen in einen größeren Verbund. Sowohl Vertonung von Videobeiträgen, insbesondere dietonnachbearbeltung im Rahmen der elektronischen Berichterstattung, als auch die Filmvertonung sind entsprechend den Aufgabenstellungen möglich. Steht In den Komplexen 3-6 die Vertonung von aktuellen Berichten, Dokumentationen und Features für 16-mm- Film und W'-U-matic Im Vordergrund, so sind in den größeren Vertonungskomplexen 1 und 2 auch die Möglichkeiten von Musikproduktion sowie der Synchronisation und Mischung von Fernsehspielen und Spielfilmen Im 35-mm-Format gegeben. Insbesondere die Einführung eines Verfahrens der Nachsynchronisation mit elektronischen Takes führt zu einem wesentlich wirtschaftlicheren Arbeiten, als es die bisherigen Einrichtungen erlaubten. Vertonungskomplex im Filmproduktionsbetrieb - Fernsehtextanlage für Bayerntext fertiggestellt Die technische Anlage zur Herstellung des eigenen Fernsehtext-Angebots des Bayerischen Fernsehens wurde Im Frühsommer 1986 fertiggestellt. Nach einer Probebetriebsphase wurde am Bayerntext Im Bayerischen Fernsehen gestartet. In über 450 Tafeln stehen im wesentlichen programmbegleitende Informationen (komplette Programmvorschau für das Bayerische Fernsehen und die vier Hörfunkprogramme), Untertitel zum Bayerischen Fernsehen für Gehörlose, Hörfunktips sowie aktuelle Nachrichten und Sportergebnisse, Wetter- und Touristikhinweise, Vorschauen über BR-Veranstaltungen und eine Programmauswahl der kulturellen Veranstaltungen In bayerischen Städten zur Verfügung. Mit dem Dienst Bayerntext wird für die Zuschauer des Bayerischen Fernsehens ein zusätzlicher Service über viele aktuelle Informationen aus Bayern angeboten. 46

48 - High Definition Television (HDTV) - erste Testproduktion des BR Bereits im Februar 1985 zeichnete der Bayerische Rundfunk als erste Rundfunkanstalt in der Bundesrepublik Deutschland Szenen einer Folge der Sendereihe Show- Bühne im Studio parallel zu der üblichen Produktionstechnik auch mit HDTV-Geräten auf, HDTV ist die Abkürzung für High Definition Television" und beschreibt ein Fernsehsystem, das mit nahezu doppelter Zeilenzahl des heute üblichen Fernsehbildes (625 Zeilen) arbeitet. Zudem ist das Bild auch breiter, so daß sich die optische Qualität erheblich verbessert. Das übereinstimmende Urteil des Regisseurs, der Kameraleute und interessierter Insider über diesen ersten Versuch war, daß durch das vergrößerte Bildformat mit der verbesserten Bildauflösung ein für das Fernsehen völlig neues Erleben des Bildes ermöglicht wird: Im Gegensatz zum heutigen Fernsehbild kann der Teilnehmer bei einer HDTV-Aufnahme viel stärker Bildteile und Details betrachten, ähnlich wie beim Spielfilm. Weniger Bewegungen mit der Kamera und weniger Szenenwechsel sind die Folge. Dadurch erhält ein HDTV-Biid noch mehr Ruhe und lädt zum Individuellen Betrachten ein. Sehr schnell wurde so erkennbar, daß die neuetechnik neue Gestaltungsformen und weitere Anwendungsgebiete erschließen kann. Im Sommer 1986 folgte deshalb mit Unterstützung der einschlägigen Firmen eine spezifische HDTV-Produktion mit dem Titel Rendezvous In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF), München, und einer Münchner Spezialfirma für Film- und Videogeräte. Der Schwerpunkt dieser Testproduktion lag vor allem in der Erprobung der HDTV-Technikfür die elektronische Filmproduktion. Damit sollen die Aufnahmeeigenschaften bei unterschiedlichen Motiven und bei gegensätzlichen Lichtverhältnissen beurteilt werden können. Die elektronischen Aufnahmen wurden außerdem auf 35-mm-Spielfilm übertragen und gestatten den Vergleich mit auf herkömmliche Art und Weise gedrehten Filmen. Die Testproduktion des BR wurde auf einer Tagung des Münchner Kreises im Januar 1987 in München gezeigt und stand dort im Mittelpunkt der über die künftige Entwicklung des Fernsehens geführten Diskussionen. Mit einer eigenen Broschüre informierte der BR über seine erste HDTV-Testproduktion Rendezvous. HDTV-Testproduktion des Bayerischen Rundfunks 47

49 2. Sendertechnik 2.1 Terrestrische Sendertechnik Hörfunk Mittelwelle Der im Jahr 1985 gestartete Versuch, den Mittelwellensender Ismaning während der Nachtstunden mit einer Strahlungsleistung von 300 kw zu betreiben, wurde auch während des gesamten Jahres 1986 fortgesetzt. Im Rahmen dieses Versuches hat sich herausgestellt, daß die aus der Verminderung der Strahlungsleistung resultierenden geringen Reichweitenverluste durch das günstigere Strahlungsdiagramm nahezu vollständig ausgeglichen werden konnten - die zahlreichen Zuschriften aus den traditionellen Empfangsgebieten unseres Mittelwellensenders und die Beobachtungen der europäischen Meßstationen belegten dies eindrucksvoll. Ein überaus wichtiger Aspekt dieser Betriebsart liegt in der erheblichen Energieeinsparung. Im Verlauf des Jahres 1986 konnten Insgesamt DMfürca. 1,3 Mio. KWh eingespart werden. Kurzwelle Die rechnerisch ermittelten Abstrahlungseigenschaften einer Kurzwellensendeantenne, d.h. die räumliche Verteilung der abgestrahlten hochfrequenten Energie, müssen für die unterschiedlichen Ausbreitungsrichtungen kontrolliert werden; durch Auswertung der einzelnen Meßpunkte ergeben sich dann die Strahlungsdiagramme. Für die Messungen selbst werden speziell dafür ausgerüstete Flugzeuge oder Hubschrauber eingesetzt. Im Mai 1986 konnte die Flugvermessung der Kurzwellensendeantenne Ismaning durchgeführt werden; die Ergebnisse bestätigen in nahezu perfekter Übereinstimmung die theoretischen Werte. Da mit der durchgeführten Diagrammoptimierung alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Vervollkommnung des Kurzwellenempfangs ausgeschöpft sind, können weitere Empfangsverbesserungen nur noch durch eine Leistungserhöhung des Kurzwellensenders von jetzt 100 kw auf 500 kw erzielt werden. Technisch ist die gesamte Kurzwellensendeanlage zwar längst dahingehend eingerichtet, trotz intensiver Bemühungen des BR wurde aber bislang eine Lizenz für eine entsprechende Leistungserhöhung nicht erteilt. Ultrakurzwelle (UKW) Ab 5. Oktober 1985 wird das Hörfunkprogramm Bayern 4 Klassik als Vollprogramm, d. h. auch in den Abendstunden, abgestrahlt. Zur flächendeckenden Versorgung Bayerns mußten die Sender des Ausländerprogramms In den Abendstunden herangezogen werden. Die Sendungen für ausländische Mitbürger wurden deshalb aus der 4. UKW- Senderkette ausgelagert. Im Berichtsjahr stand somit der weitere Ausbau des 4. UKW-Sendernetzes im Mittelpunkt. Trotz intensiver Bemühungen gelang es nicht, Lizenzen zur Vorabbenutzung von UKW-Frequenzen für die Senderstandorte Brotjacklriegel, Kreuzberg und Ochsenkopf für das Programm Bayern 4 Klassik vor Inkrafttreten der Ergebnisse des neuen UKW-Planes (1.7.87) zu erhalten. Lediglich am Standort Pfaffenberg konnte die Strahlungsleistung von 500 W auf 1kW erhöht werden, wodurch im nordwestlichen Teil Mainfrankens der Empfang verbessert wurde. Entsprechend einer internationalen Vereinbarung wurden die bisher nach dem Plan Darmstadt, 1971, genutzten Frequenzen oberhalb von 100 MHz auf die Frequenzen des neuen UKW-Planes, Genf 1984, umgestellt. Die Regionalprogramme des Bayerischen Rundfunks (6x regional) werden seit nur noch über die Senderkette Bayern 2 abgestrahlt. Dafür werden zwei weitere Frequenzen an den Standorten Ochsenkopf und Dillberg (jeweils für das Regionalprogramm Niederbayern/ Oberpfalz) benötigt; am konnte dafür am Dillberg die Frequenz 94,0 MHz in Betrieb genommen werden. In zum Teil recht schwierigen Verhandlungen mit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und der Deutschen Bundespost wurde versucht, weitere Senderechte für die Senderkette für das Ausländerprogramm abzustimmen und entsprechende Lizenzen zu erhalten. Lediglich am Senderstandort Dillberg konnte am die Frequenz 102,0 MHz für die Ausstrahlung des Ausländerprogramms In Betrieb genommen werden. Dafür wurde die Aussendung dieses Programms über einen kleinen Stadtsender in Nürnberg eingestellt. An der Senderstation Dillberg wurden alle UKW-Sender (B1 bis B 4 Klassik und Ausländerprogramm) erneuert; die neuen Senderanlagen sind 5-kW-Transistorsender der Firma Rohde & Schwarz und, um Erfahrung zu sammeln, in (n + 1)-Technik aufgebaut. Während bei Röhrensendern das (n +1)-Prinzip, d. h., für mehrere (n) Programmsender steht nur 1 Reservesender zur Verfügung, aus technischen Gründen nicht anwendbar ist, kann bei volltransistorisierten Sendern auf dieses Reservekonzept zurückgegriffen werden. Die bisher verwendeten Sender hatten 14 Jahre lang die Programme des BR zur vollsten Zufriedenheit ausgestrahlt. An der Senderstation Brotjacklriegel wurde die UKW- Antenne (neben der Fernsehantenne) erneuert; am Betonmast wurde eine zusätzliche Plattform für die Anbringung fernmeldetechnischer Einrichtungen der Deutschen Bundespost angebracht. Das Titelfoto des Technischen Berichtes (S. 42) zeigt den Sendemast mit den neuen Antennen. 48

50 Möglichkeiten einer verbesserten Programmausstrahlung in den vorhandenen UKW-Sendernetzen Bei Verwendung der Digitaltechnik in der Hörfunkproduktion und beim künftigen Einsatz digitaler Leitungen werden die UKW-Sendernetze künftig das schwächste Glied in der Übertragungskette vom Studio zum Teilnehmer sein. Der Bayerische Rundfunk stellt daher seit längerer Zeit Überlegungen zur Verbesserung der Ausstrahlung von Hörfunksendungen über UKW-Sendernetze an. Auf seine Einladung fand bereits 1981 eine Diskussionsveranstaltung statt, ob es künftig eine terrestrische Programmausstrahlung im UKW-Bereich nach einem digitalen, qualitativ hochwertigen Übertragungsverfahren geben könne. Das Institut für Rundfunktechnik (IRT) sowie die Deutsche Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DFVLR) waren u.a. daran beteiligt. Grobabschätzungen zeigten, daß es im Prinzip möglich sein müsse, in einem UKW-Kanal heutiger Definition auch ein digital kodiertes Hörfunksignal in Stereo zu übertragen. In den vergangenen Jahren führte das Institut für Rundfunktechnik (IRT) gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk Ausstrahlungsversuche am Senderstandort Gelbelsee nördlich von Ingolstadt durch. Dabei konnten Nachbar- und Gleichkanalbeeinflussungen sowie Reichweiten im Vergleich zu Programmen, die auf herkömmliche Art und Weise vom gleichen Senderstandort aus abgestrahlt wurden, meßtechnisch verglichen werden. Aufgrund der theoretischen und praktischen Detailuntersuchungen ergab sich jedoch leider, daß die ursprüngliche Idee, einzelne Kanäle im heute benutzten 100-kHz-Raster des UKW-Bereiches für die Ausstrahlung digitaler Programme zu verwenden, nicht realisierbar sein wird. Dennoch sollen weitere Überlegungen angestellt werden, ein digitales Übertragungssystem für die drahtlose Ausstrahlung - In einem anderen Frequenzbereich - zu entwickeln. Anfang 1986 fand dazu beim Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT) eine Sitzung mit Vertretern der deutschen, französischen und holländischen Industrie, der Universität Hannover, des IRT und der DFVLR mit dem Ziel statt, ein großes, möglichst europäisches Forschungs- und Entwicklungsprojekt vorzubereiten, welches sich mit Entwicklung und Erprobung eines digitalen terrestrischen Hörfunkdienstes beschäftigen soll. Der Bayerische Rundfunk wird sich auch künftig intensiv mit diesen Fragen beschäftigen. Ab 1998 wird der an den heutigen UKW-Bereich angrenzende Frequenzbereich MHz nach Einführung eines neuen Instrumentenlandeverfahrens für den Flugnavigationsfunkdienst für andere Nutzer zur Verfügung stehen. Die Deutsche Bundespost stellt derzeit ebenfalls erste Überlegungen für einen digitalen Hörrundfunk im Bereich MHz an. Entwicklung Sendertechnik r- 250 I U K W -S e n d e r gesamt j F S -G rundnetzsender 3 F S -F ü llse n d e r Personal Zahl der Sender jeweils

51 2.1.2 Fernsehen An der Senderstation Dillberg wurde ein neuer 2 x 10-kW- Fernsehsender aufgebaut. Dieser Fernsehsender entspricht dem modernsten technischen Stand und ersetzt eine ältere Anlage, die zunehmend störanfälliger und damit wartungsintensiver geworden ist. Der jetzt ersetzte Fernsehsender war 15 Jahre in Betrieb. Selbstverständlich ist der neue Sender mehrkanaltontauglich, d.h., über ihn kann jetzt auch der Großraum Nürnberg mit Fernsehprogrammen versorgt werden, die in Mehrkanaltontechnik ausgestrahlt werden. Die Ausrüstung des Sendernetzes für das ARD-Programm In Mehrkanaltontechnikwurdeweltgefrend bis auf die Stationen Bamberg, Hohe Linie bei Regensburg, Hohenpeißenberg und Hoher Bogen abgeschlossen. Aus frequenztechnischen Gründen ist es ungewiß, ob und wann von der Station Ochsenkopf Mehrkanaltonsendungen abgestrahlt werden können. Das Fernsehsendernetz des Bayerischen Rundfunks zur Ausstrahlung des Ersten Fernsehprogramms (Gemeinschaftsprogramm der ARD) besteht aus 14 Grundnetzsendern. Aus topographischen Gründen kann damit nicht ganz Bayern flächendeckend versorgt werden. Es wird daher eine Fülle kleiner Sender (Fernsehumsetzer) benötigt, um Gebiete zu versorgen, die von den Funkwellen der Grundnetzsender nicht erreicht werden können (z. B. tief eingeschnittene Täler und Siedlungen hinter Bergrücken). Im Berichtsjahr wurden neun neue Fernsehfüllsender In Betrieb genommen, darunter befand sich auch der 250. Füllsenderin Edenstetten (Bayerischer Wald): Lengenfeld Schönsee Klnding Edenstetten Wlesthal Falkenstein Schiitberg Laudenbach Augsburg 2.2 Satelliten- und Kabeltechnik Satellitenrundfunk Der Frage der Empfangbarkeit von Programmen, die über Satelliten abgestrahlt werden, wurde weiterhin große Aufmerksamkeit entgegengebracht. Im Sommer 1985 gab die Deutsche Bundespost auch für private Antennenbetreiber den Empfang von Fernsehprogrammen, die über die Fernmeldesatelliten ECS und Intelsat verbreitet werden, frei. Dadurch wird es sehr schnell zu einer großen Zahl privater Empfangsanlagen kommen, die unter Inkaufnahme gewisser Qualitätseinbußen den Programmempfang auch mit kleineren Parabolspiegeldurchmessern als 3,5 m (Empfangsstationen der Deutschen Bundespost) ermöglichen. Diese Entwicklung wird das Interesse der Allgemeinheit an Informationen über Empfangsmöglichkeiten von Satelliten und über die dafür notwendigen Voraussetzungen sowie Empfangsbereich des Satelliten Intelsat V (Bayerisches Fernsehen, Eins Plus) 50

52 die Kosten verstärken, insbesondere nachdem seit dem auch das Bayerische Fernsehen über einen Kanal des Fernmeldesatelliten Intelsat \/abgestrahlt wird. Zum Jahreswechsel 1986 wurde daher von der Technischen Direktion die Informationsbroschüre Satellitenrundfunkneu aufgelegt. Die technische Reichweite des für das Bayerische Fernsehen genutzten Sendekanals des Intelsat V-Satelliten ist aus nebenstehender Karte ersichtlich, In gemeinsamen Arbeitsgruppen von ARD und ZDF sowie in Gesprächen mit einzelnen Firmen des Zentralverbandes der elektrotechnischen Industrie (ZVEI), dem Institut für Rundfunktechnik (IRT) sowie der Deutschen Bundespost wurden Fragen der Konzeption von Rundfunkempfangsantennenanlagen für den künftigen direkt empfangbaren Rundfunksatelliten (TV SAT) erörtert. Neben der weiteren Entwicklung der Rundfunk- und Fernmeldesatellitentechnik galt das besondere Interesse den künftigen Medium-Power-Satelliten. Sie liegen in der Sendeleistung zwischen den genannten anderen Typen. Dies ist vorteilhaft, als die Anzahl der Kanäle weitaus höher sein kann als beim Rundfunksatelliten (15 statt 5) und sich so geringere Kosten je Sendekanal ergeben. Andererseits ist aber die Sendeleistung noch hoch genug, um künftig Programme derartiger Satelliten von den Fernsehteilnehmern direkt, d. h. ohne Anschluß an das Kabelnetz der Deutschen Bundespost, mit etwas vergrößerten Parabolantennen (ca. 90cm anstelle von cm beim Rundfunksatelliten) empfangen zu können Kabelrundfunk Ab 6. November 1985 wird das Bayerische Fernsehen über den Fernmeldesatelliten V - F 12 zur Einspeisung in die Kabelnetze der Deutschen Bundespost im Bundesgebiet sowie zum Empfang auch durch private Antennenanlagen abgestrahlt. Überall dort, wo die technischen Möglichkeiten zum Empfang vorhanden sind und die notwendigen landesrechtlichen Genehmigungen vorliegen, kann im Bundesgebiet das Bayerische Fernsehen empfangen werden. Die technische Reichweite ist aus dem beigefügten Senderverzeichnis (Seite 27) ersichtlich. 3. Allgemeine Technik 3.1 Rundfunksendernetzplanung Kurzwellen-Planungskonferenz Die Vorbereitungen für den 2. Teil der weltweiten Kurzwellen-Planungskonferenz Anfang 1987 (WARC-HF) wurden fortgesetzt. Der Schwerpunkt der Arbeiten lag auf Untersuchungen zu dem überaus komplizierten Planungsverfahren und zu den Analysen der von der Internationalen Fernmeldeunion herausgegebenen Testrechnungen. Bereits zu diesem Zeitpunkt zeigte sich, daß mit dem vorgeschlagenen, rechnergestützten Planungsverfahren kein alle Interessen befriedigender Kurzwellenplan erstellt werden kann Versorgungslücken in den bestehenden UKW- Sendernetzen Die Einplanung verschiedener Frequenzen zur Schließung von Versorgungslücken in den bestehenden UKW-Sendernetzen ist ein wichtiges Ergebnis der UKW-Planungskonferenz, Genf Neben einer Frequenz am Standort Gelbelsee für die Ausstrahlung des Programms Bayern 1 (Seite 3 des Senderverzeichnisses) benötigt der Bayerische Rundfunk noch Lizenzen für mehrere Frequenzen zur Schließung von Versorgungslücken in seinem 4. UKW- Sendernetz u.a. für die Grundnetzsender Brotjacklriegel, Kreuzberg, Ochsenkopf und Pfaffenberg (Seite 11 des Senderverzeichnisses). Die medienrechtliche Abstimmung entsprechend dem Gesetz über den Bayerischen Rundfunk, Art. 15, konnte bereits seit längerer Zeit abgeschlossen werden. Verschiedene Sendeleistungen müssen noch an die Daten des UKW-Planes, Genf 1984, angepaßt werden. Auch dafür erteilte die DBP im Berichtszeitraum noch nicht die notwendigen Lizenzen. Nach wie vor ist die Versorgung mit dem Programm für ausländische Arbeitnehmer sehr mangelhaft, da für die Ausstrahlung dieses Programms bisher nur drei Frequenzen zurverfügung stehen (Seite 13 des Senderverzeichnisses). Die Verhandlungen mit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) für eine Verbesserung der Versorgungssituation mit diesem Programm wurden im Berichtszeitraum intensiv geführt, ohne daß ein Einvernehmen erzielt werden konnte Zusätzliche Planung von UKW-Lokalradiostationen in Bayern Entsprechend den Vorgaben der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) ermittelte die Deutsche Bundespost etwa 80 Frequenzen für UKW-Lokairadiostationen in Bayern. Dafür mußten umfangreiche Verträglichkeitsuntersuchungen mit den bestehenden UKW-Sendernetzen des Bayerischen Rundfunks vorgenommen werden. In sehr vielen Fällen konnte der Bayerische Rundfunkden Vorschlägen des Fernmeldetechnischen Zentralamtes (FTZ) zustimmen; in einer Reihe von Einzelfällen mußten jedoch Alternativvorschläge erarbeitet und besprochen werden. 51

53 3.1.4 Zusätzliche Planung von lokalen Fernsehstationen in Bayern Entsprechend einer Vorgabe des Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen ermittelten die drei Oberpostdirektionen in Bayern eine Vielzahl von lokalen Fernsehfrequenzen zur Versorgung von Städten mit mehr als Einwohnern (einschließlich des näheren Umfeldes). Den entsprechenden Koordinierungsanfragen konnte meist zugestimmt werden; in einigen Fälllen wurden Alternativvorschläge unterbreitet. Auch bei der Planung und Koordinierung neuer Fernsehfrequenzen unterstützte der Bayerische Rundfunk die Deutsche Bundespost Weiterer Ausbau der Fernsehversorgung Obwohl zwischenzeitlich über 250 Fernsehfüllsender (neben den großen' Grundnetzsendern) für die Ausstrahlung des Ersten Fernsehprogramms (ARD) errichtet wurden, gibt es 30 Jahre nach Einführung des Fernsehens immer noch Gebiete, In denen die Versorgung nicht ausreichend ist. Ähnliches gilt für die Programme des ZDF und des Bayerischen Fernsehens, für deren Ausstrahlung die Deutsche Bundespost zuständig ist. Fernseh-Restversorgungsprobleme bestehen in der Regel in strukturschwachen, ländlichen Gebieten. Eine wirtschaftliche, teilnehmergerechte Versorgung ist in den allermeisten Fällen nicht durch den Bau von Kabelanlagen, sondern nur durch kleine Sender, d.h. auf drahtlosem Wege, möglich. Der Ausbau weiterer Fernsehfüllsender kann seit einigen Jahren nicht so zügig durchgeführt werden, wie es eigentlich notwendig wäre: Mit dem Inkrafttreten des Medlenerprobungs- und -entwicklungsgesetzes (MEG) zum 1. Dezember 1984 ergab sich die Notwendigkeit, neue nutzbare Frequenzen vorher mit der Landeszentrale für neue Medien abzuklären. Leider konnten im Berichtsjahr von 90 Vorgängen für die Errichtung von Fernsehfüllsendern nur 40 In Gesprächen mit der BLM einvernehmlich verabschiedet werden. Die Deutsche Bundespost erteilt eine fernmelderechtliche Genehmigung zum Betrieb des Fernsehfüllsenders erst nach Klärung der medienrechtlichen Fragen. Darüber hinaus gibt es zunehmend frequenztechnische und fernmelderechtliche Probleme: Das immer dichter belegte Frequenzband für Fernsehfrequenzen erlaubt nur noch In ganz wenigen Gebieten die freizügige Wahl einer zur Lückenfüllung notwendigen Frequenz. In der Regel sind umfangreiche und aufwendige Untersuchungen (Versorgungsmessungen, Kanalbelegungsmessungen, frequenztechnische Berechnungen usw.) erforderlich. Die nationale und die internationale Frequenzabstimmung (Koordinierung) wird zunehmend schwieriger. Insbesondere Im Hinblick auf die Forderung privater Veranstalter nach terrestrischen Sendemöglichkeiten für Fernsehen sind zusätzliche Einschränkungen zu erwarten bzw. In einzelnen Fällen schon eingetreten. Aber auch durch Auflagen der Genehmigungsbehörden (Landschaftsschutz, Naturschutz) sowie durch Bürgerinitiativen erfahren Baumaßnahmen oft erhebliche Verzögerungen. In Bayern sind in den nächsten Jahren entsprechend den bestehenden Vereinbarungen alle Versorgungslücken bis zur Grenze von 200 zusammenhängend versorgbaren Einwohnern zu schließen. Dies sind für das Erste Deutsche Fernsehen (ARD) Bayerische Fernsehen Rundfunkfrequenzplanung 175 Lücken 452 Lücken Im Technischen Zentralbereich (TZB) wurde bereits 1981 ein erstes wissenschaftliches Rechnersystem installiert, um - insbesondere im Vorfeld der UKW-Planungskonferenz Genf Planungsarbeiten und notwendige Untersuchungen durchführen zu können. Das derzeit verwendete Rechnersystem (HP 1000) dient zur Erstellung umfangreicher Berechnungen bei der Sendernetzplanung und bei Koordinierungsanfragen im UKW-Bereich. Der Datenbestand umfaßt mehr als UKW-Sender in Europa. Errechnete Versorgungskonturen einzelner Sender können vom Rechner geplottet (gezeichnet) und damit optisch in verschiedenen Maßstäben dargestellt werden. Auch die Planung weiterer Fernsehfüllsender und die zügige Bearbeitung von Koordinierungsanfragen ist ohne Verwendung eines Rechnersystems nicht möglich. Insbesondere zur Beurteilung der Fernsehversorgung Ist eine große Fülle von Daten erforderlich. So sind beispielsweise Angaben über Siedlungen und Ortsteile gespeichert, die für die Bewertung der Versorgung notwendig sind. Die Fülle derartiger Informationen kann nur mit einem Datenbanksystem und einem zentralen Rechner verarbeitet werden. Für die kontinuierliche Planung der Fernsehrestversorgung ist ein Programm- und Datensystem notwendig, das dem für die UKW-Versorgung vorhandenen System ähnelt. Es wurde im Berichtsjahr begonnen, Daten von über Fernsehsendern (Bayern und angrenzende Länder) in die Datei zu übernehmen. Die Übernahme weiterer Arbeiten auf das Rechnersystem (Verträglichkeitsberechnungen zwischen UKW- und FlugnavIgationsfunkdienst-Sendern; Planungs- und Versorgungsvorhersageverfahren unter Einbeziehung topografischer Gegebenheiten) und eine Umstellung des Systems selbst mußten veranlaßt werden. 3.2 Betriebsversuch Kommunikationstechnik Um den Anschluß an die schnelle Weiterentwicklung der Kommunikationstechnik nicht zu verlieren, wurde im März 1986 mit der Inbetriebnahme einer neu entwickelten Kommunikationsanlage ( K-Anlage ) ein Betriebsversuch Kommunikationstechnik begonnen. Damit sollen erste Erkenntnisse für künftige Entwicklungen gewonnen werden. 52

54 3.3 Rechnergestützte Auftragsabwicklung und Bestandsdatenführung im technischen Investitionsbereich Aufgabe der Hauptabteilung Technische Planung und Beschaffung ist es u. a., notwendig werdende Erst- und Ersatzinvestitionen für die Bereiche Hörfunk, Fernsehen und Ausstrahlung zu planen und abzuwickeln. Dabei fallen In großen Mengen projektbezogene Daten an (Einzelbestellungen, Mittel-und Terminverfolgung), die während der Bearbeitung ständig aktualisiert und abrufbereit gehalten werden müssen. Um die Projektbearbeitung transparenter, schneller und arbeitszeitsparender durchführen zu können, wurde in Zusammenarbeit mit der EDV-Abteilung des BR eine Lösung entwickelt, bei der acht Arbeitsplätze im Echtzeitbetrieb an der zentralen EDV-Anlage angeschlossen sind. Es wird ein speziell entwickeltes Software-Paket eingesetzt. Versorgungsstand der drahtlos ausgestrahlten Hörfunk- und Fernsehprogramme des Bayerischen Rundfunks Programm Zahl der Sender Versorgung In % der Einwohner Bayerns Betrieb des Sendernetzes durch... Hörfunk Bayern 1 Mittelwelle Kurzwelle UKW Gesamt: 100 davon UKW: 98,7 Bayern 2 UKW* 30 99,7 Bayern 3 UKW 29 99,7 Bayerischer Rundfunk Bayern 4 UKW** 27 81,5 Ausländerprogramm UKW*** 3 Ausländische Mitbürger: ca. 57 Fernsehen Erstes Programm Grundnetzsender Füllsender ,7 Bayerischer Rundfunk Bayerisches Fernsehen Grundnetzsender Füllsender ,0 Deutsche Bundespost * Der Sender Kreuzberg der Senderkette Bayern 2 strahlt zu folgenden Zeiten das Programm Bayern 4 Klassik aus: Dienstag von 20 Uhr bis 23 Uhr, Freitag von 20 Uhr bis 24 Uhr sowie Sonntag von 10 Uhr bis 12 Uhr und 20 Uhr bis 22 Uhr. ** Der Sender Ochsenkopf der Senderkette Bayern 4 Klassik strahlt in derzeit von Uhr bis 13 Uhr das Regionalprogramm Niederbayern/Oberpfalz aus (außer Samstag). *** Die Sender Augsburg, München-Ismaning und Dillberg der Kette Ausländerprogramm übertragen von Programmbeginn bis Uhr das Programm Bayern 4 Klassik. Stand:

55 Chronik Die Deutsche Stunde in Bayern nimmt in München ihren Sendebetrieb auf: täglich drei Stunden Programm für 355 angemeldete Hörfunkgeräte Schon wenige Tage nach Kriegsende nimmt Radio München, ein Sender der amerikanischen Militärregierung, seinen Sendebetrieb auf Der Bayerische Rundfunk strahlt als Anstalt des öffentlichen Rechts seine ersten Sendungen aus Das Fernsehstudio in München-Freimann wird bezogen. Im November beginnt mit regelmäßigen Ausstrahlungen für rund Gerätebesitzer das Fernsehzeitalter in Bayern Der Studiobau Hörfunk an der Marsstraße wird in Betrieb genommen Beginn des 3. Fernsehprogramms als Studienprogramm Gründung der Stiftung Prix Jeunesse durch den Bayerischen Rundfunk, den Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt München Auf dem Gelände des Studios Nürnberg werden Gebäude für die Stiftung Schule für Rundfunktechnik (SRT) und für die Rundfunkbetriebstechnik GmbH (RBT) ihren Bestimmungen übergeben Beginn regelmäßiger stereophoner Hörfunksendungen Der Bayerische Rundfunk strahlt seine erste Fernsehsendung in Farbe aus Reinhold Vöth - am vom Rundfunkrat zum neuen Intendanten gewählt - tritt sein Amt als Nachfolger Christian Wallenreiters an Die Bayerische Verfassung wird um den Artikel 111a erweitert. Er legt die öffentlich-rechtliche Trägerschaft für Hörfunk und Fernsehen und die Verpflichtung des Rundfunks zur Ausgewogenheit des Gesamtprogramms fest. Staatsregierung, Landtag und Senat dürfen nicht mehr als ein Drittel der Rundfunkratsmitglieder stellen. Ein entsprechend geändertes Gesetz über den Bayerischen Rundfunk tritt am in Kraft Der 25. Internationale Musikwettbewerb der ARD - er wird seit seiner Gründung stets vom Bayerischen Rundfunk ausgerichtet - geht zu Ende; 234 junge Musiker kamen aus 33 Ländern nach München Das Hochhaus an der Arnulfstraßelm Erbbaurecht errichtet und vom Bayerischen Rundfunk und der Bayerischen Rundfunkwerbung GmbH teilweise angemietet - wird bezogen 1979 Der Riemerschmid-Bau, das durch Kriegseinwirkung zerstörte, 1945/46 provisorisch wieder aufgebaute Funkhaus am Rundfunkplatz, wird nach seiner Renovierung wieder eröffnet Als erste ARD-Anstalt führt der Bayerische Rundfunkeln viertes Hörfunkprogramm ein, das nahezu durchgehend klassische Musik bietet Als erster Deutscher wird der stellvertretende Intendant des BR, Justitiar Albert Scharf, zum Präsidenten der Europäischen Rundfunkunion (UER) gewählt Der Bayerische Rundfunk erhält für 1983 erneut den Vorsitz in der ARD übertragen und ist damit die erste Anstalt, die dieses Amt vier Jahre hintereinander innehat Der Bayerische Rundfunk beteiligt sich an der Münchner Gesellschaft für Kabelkommunikation mbh Viereinhalb Jahre nach der letzten Erhöhung wird die Rundfunkgebühr um 3,25 DM auf jetzt 16,25 DM heraufgesetzt Zur nunmehr vierten vierjährigen Amtsperiode ab wird Reinhold Vöth als Intendant wiedergewählt Das Münchner Kabelpilotprojekt nimmt den Sendebetrieb auf. Der Bayerische Rundfunk bringt zusätzliche Hörfunkund Fernsehprogramme in das bis Ende 1985 befristete Versuchsprojekt ein Das Medienerprobungs- und Entwicklungsgesetz tritt in Kraft, das in seinem Art. 37 das für den Bayerischen Rundfunk maßgebliche Rundfunkgesetz einschneidend ändert Das Bayerische Fernsehen wird erstmals über den Satelliten Intelsat V außerhalb Bayerns verbreitet Aufnahme des Bayerntext-Dienstes über die Senderkette des Bayerischen Fernsehens 54

56 Erläuterungen zur Bilanz des Bayerischen Rundfunks zum Die Bilanz wird gemäß der Wirtschaftsordnung des Bayerischen Rundfunks in sinngemäßer Anwendung des Aktiengesetzes erstellt. Das Bilanzvolumen erhöhte sich 1986 um 75,3 Mill. DM auf 895,9 Mill. DM. Auf 6er Aktivseite hai das Sachanlagevermögen per Saldo um rd. 11,2 Mill. DM zugenommen. Darin enthalten sind vor allem an Zugängen - bei den Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten rd. 0,4 Mill. DM, - bei den Antennenträgern und rundfunktechnischen Anlagen rd. 15,5 Mill. DM, - bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung rd. 3,8 Mill. DM, - bei den Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen rd. 24,4 Mill. DM sowie an - Abschreibungen rd. 32,9 Mill. DM, wovon 3,5 Mill. DM auf Zugänge des Berichtsjahres einschließlich Umbuchungen entfallen. In den Zugängen des Jahres 1986 sind bei verschiedenen Positionen insgesamt 3,3 Mill. DM für das Großprojekt Erneuerung der zentralen Betriebseinrichtungen Freimann enthalten; davon entfielen 2,7 Mill. DM auf die Position Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen. Insgesamt wird dieses Großprojekt im gesteckten Finanzrahmen von 70,0 Mill. DM bleiben. Der Gebäudeteil wurde bereits 1985 fertiggestellt, insgesamt wird die Zentrale voraussichtlich Im Herbst 1987 in Betrieb genommen. Die Bewertung von Eigenleistungen im Anlagevermögen erfolgte unverändert durch Zuschläge zu den aktivierten Fremdleistungen. Eigenleistungen des Werkstättenpersonals wurden mit Stundenverrechnungspreisen bewertet. Erstmals wurde 1986 ein Festwert für das Büromateriallager in Höhe von 56 TDM gebildet. Die Abschreibungen erfolgten linear und entsprechen den ARD-einheitlichen Abschreibungsrichtlinien. Die Abschreibungssätze waren im Geschäftsbericht für das Jahr 1985 aufgeführt. Sie galten auch 1986 unverändert. Bei den Finanzanlagen trat per Saldo eine Erhöhung um insgesamt 15,2 Mill. DM ein, u.a., weil Zuführungen zum Sondervermögen Altersversorgung in entsprechender Höhe am Kapitalmarkt angelegt wurden. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um insgesamt 48,8 Mill. DM auf 462,3 Mill. DM. Dabei stieg das Fernsehprogrammvermögen um 18,4 Mill. DM auf 166,8 Mill. DM; von dem Zuwachs entfallen 14,8 Mill. DM auf hergestellte unfertige und fertige Programme und 3,6 Mill. DM auf den Erwerb von Lizenzrechten im Rahmen eines Film-Paketkaufs; Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und sonstige Vorräte sanken um 0,4 Mill. DM auf 4,1 Mill. DM. Wie beim Sachanlagevermögen werden auch die Herstellungskosten der Programmvorräte des Fernsehens entsprechend den Bewertungsvorschriften des Aktiengesetzes und nach ARD-einheitlichen Grundsätzen ermittelt. Aktiviert werden direkte Kosten (Fremdleistungen, Rechte, Honorare) und anteilige Betriebskosten (über Leistungsaufschreibungen zugerechnete Produktionskosten); Gemeinkosten bleiben außer Ansatz. Die Bilanzposition Andere Gegenstände des Umlaufvermögens lag 30,8 Mill. DM höher als zum Vorjahresende. U.a. nahmen dabei zu die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3,9 Mill. DM, die Position Guthaben bei Kreditinstituten und Wertpapiere zusammen um 23.3 Mill. DM (insbesondere Investitionshaushaltsreste 18,6 Mill. DM), die Forderungen an verbundene Unternehmen (das ist die Bayerische Rundfunkwerbung GmbH) um 3.7 Mill. DM, Die Sonstigen Vermögensgegenstände (Ansprüche aus einem - gekündigten - Gruppenversicherungsvertrag für Pensionsverpflichtungen, Anteil am Vermögen der Gebühreneinzugszentrale, Schuldscheindarlehen, verschiedene Forderungen etc.) stiegen um 1.0 Mill. DM, die geleisteten Anzahlungen sanken um 1.0 Mill. DM. Auf der Passivseite der Bilanz erhöhten sich das Kapital um den Überschuß des Jahres 1986 von 7,4 Mill. DM auf Mill. DM und diezweckgebundene Rücklage um saldiert 3,3 Mill. DM - davon 3,1 Mill. DM für den Ausbau der Fernseh-Restversorgung -; sie beträgt nunmehr 14,4 Mill. DM. Der Sonderposten mit Rücklagenantei! gem. 52 EStG konnte 1982 infolge des Übergangs auf den neuen Rechnungszinsfuß von 6% für Pensionsrückstellungen gebildet werden und wurde - nunmehr Im 5. Jahr-jeweils zu einem Zwölftel (1,8 Mill. DM) aufgelöst. Beim Fremdkapital erhöhten sich die Pensionsrückstellungen um 54,6 Mill. DM und liegen jetzt bei 561,6 Mill. DM. Die Zunahme um mehr als 10% hat mehrere, teils gegenläufige Ursachen: Zunächst minderten sich die Verpflichtungen entsprechend der vereinbarten Nettobegrenzung der Pensionszusagen um 23,6 Mill. DM, um weitere 4,1 Mill. DM durch den Wegfall von Anwartschaften und Pensionen sowie durch den normalen Verbrauch um 26,4 Mill. DM; umgekehrt nahmen durch handelsrechtlich zulässige Änderungen in der Berechnungsmethode sowie durch die jährliche Fortschreibung die Verpflichtungen um 108,6 Mill. DM zu. Die Änderungen in der Berechnung betreffen die Einbeziehung des Endstufengehalts und das Grenzalter von 63 Jahren bei Männern. Die übrigen Rückstellungen nahmen per Saldo um 9.8 Mill. DM zu. Dies ist - teilweise als Saldo - verursacht durch Zuwächse u.a. bei den Steuerrückstellungen (1,6 Mill. DM), bei den anteiligen Pensionsrückstellungen für Mitarbeiter von Gemeinschaftseinrichtungen (2,1 Mill, DM), den Rückstellungen für Verpflichtungen aus der Abwicklung des eingestellten - Programms EuropaIV (2,7 Mill. DM), den Rückstellungen für Beiträge 55

57 zur Insolvenzsicherung (1,0 Mill. DM), für allgemeine Risiken (3,0 Mill. DM) und für Postleistungen (1,3 Mill. DM). Die Rückstellungen für Jubiläumsgeld wird im Anschluß an das BFH-Urteil vom , veröffentlicht im April 1987, zum gebildet. Information über verbundene Unternehmen Gemäß Artikel 3 Abs. 2 der Satzung des Bayerischen Rundfunks können Aufgaben des Werbefernsehens und des Werbefunks einer besonderen Gesellschaft übertragen werden. In Ausführung dieser Satzungsbestimmung hält der Bayerische Rundfunk über Treuhänder die Geschäftsanteile der Bayerischen Rundfunkwerbung GmbH München (BRW) von nominell DM. Der Jahresabschluß 1986 dieser GmbH wurde durch die von der Gesellschafterversammlung bestellte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Süddeutsche Treuhand-Gesellschaft AG geprüft; der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk, wonach Buchführung, Jahresabschluß und Geschäftsbericht dem Gesetz und dem Gesellschaftsvertrag entsprechen, liegt vor. Die Gewinnabführung aufgrund des Gewinnabführungsvertrages beträgt für ,0 Mill. DM ( ,3 Mill. DM). München, den Der Intendant Reinhold Vöth Bericht des Verwaltungsrats Beschluß des Rundfunkrats Im 38. Geschäftsjahr des Bayerischen Rundfunks (vom bis ) ist der Verwaltungsrat seinen Aufgaben gemäß Art. 10 des Gesetzes über den Bayerischen Rundfunk in sieben Sitzungen nachgekommen. Die Wirtschaftsrechnung 1986 wurde in der Sitzung des Verwaltungsrats am überprüft. Vorausgegangen war die Prüfung der Wirtschaftsrechnung durch die Süddeutsche Treuhand-Gesellschaft AG, deren uneingeschränkter Bestätigungsvermerk vorliegt. Gemäß Art. 13 des Gesetzes über den Bayerischen Rundfunk wird auch der Bayerische Oberste Rechnungshof die Wirtschaftsrechnung 1986 noch prüfen. Der Verwaltungsrat empfiehlt dem Rundfunkrat, die Wirtschaftsrechnung 1986 festzustellen und den Intendanten aufgrund des uneingeschränkten Bestätigungsvermerks der Treuhand-Gesellschaft zu entlasten. München, den Der Vorsitzende des Verwaltungsrats Der Rundfunkrat stellt gemäß Art. 13 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 7 Abs. 3 Ziff. 6 des Gesetzes über den Bayerischen Rundfunk die vom Verwaltungsrat überprüfte Wirtschaftsrechnung 1986 fest und entlastet den Intendanten aufgrund des uneingeschränkten Bestätigungsvermerks der Süddeutschen Treuhand-Gesellschaft AG für das Wirtschaftsjahr München, den Der Vorsitzende des Rundfunkrats Dr, Franz Heubl

58 Anhang 57

59 Bilanz zum 31. Dezember 1986 des Bayerischen Rundfunks, Anstalt des öffentlichen Rechts, München Aktiva Vortrag DM Zugang U = Umbuchung Z = Zuschreibung DM Abgang U = Umbuchung DM Abschreibung DM ,1 986 DM Vorjahr Mio. DM I. Anlagevermögen A. Sachanlagen und Immaterielle Anlagewerte 1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebs-, Verwaltungs ,96 und anderen Bauten ,00 U , , , ,263,00 145, Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten , , ,437,00 43, Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten , ,00 4, Bauten auf fremden Grundstücken und Einbauten in fremden Gebäuden , , ,00 1, Antennenträger und gebäudeähnliche Betriebsvorrichtungen für Lücken ,03 fülisender ,00 U , , ,00 6, Rundfunktechnische Anlagen ,24 und Geräte ,00 u , , , ,00 76, ,02 7. Betriebs- und Geschäftsausstattung 8, ,00 u , , , ,00 8, Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen , ,58 U , ,57 67, Nutzungsrechte , , , ,00 1,226 B. Finanzanlagen , , ,96 32, , ,57 356,011 u ,97 U ,97 1. Beteiligungen , ,50 0, Wertpapiere , , , , ,00 26, Ausleihungen mit einer Laufzeit von , mindestens vier Jahren ,48 z , , ,60 22,704 davon durch Grundpfandrechte ge , , , , ,10 50,355 sichert: ,00 DM z ,00 (Vj ,00) , , , ,97 U , , ,67 406,366 z 12,451,00 II. Umlaufvermögen A. Vorräte 1. Programmvorräte a) Unfertige Programme ,00 62,216 b) Fertige Programme ,80 86, ,80 148, Unfertige Leistungen für Dritte ,00 0, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ,14 3, ,94 152,960 B. Andere Gegenstände 1. Geleistete Anzahlungen ,50 26, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ,09 15, Kassenbestand und Postgiroguthaben ,49 0, Guthaben bei Kreditinstituten ,20 68, Wertpapiere ,77 91, Forderungen an verbundene Unternehmen ,75 22, Sonstige Vermögensgegenstände ,66 34, ,46 260, ,40 413,506 III. Rechnungsabgrenzung ,26 0,674 Aktiva insgesamt ,33 820,546

60 ' Passiva DM DM Vorjahr MioDM 1. Kapital Vortrag ,43 101,449 Kapitalzugang ,06 39, ,49 140,880 II. Zweckgebundene Rücklagen Vortrag ,44 7,549 Entnahme ,19-0,068 Einstellung ,85 3, ,10 11,172 lla. Sonderposten mit Rücklageantell gem. 52 Abs. 5 EStG ,50 14,389 III. Rückstellungen 1. Pensionsrückstellungen ,00 507, Steuerrückstellungen ,00 3, Andere Rückstellungen ,90 56, ,90 566,973 IV. Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mindestens vier Jahren 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ,85 1, Sonstige Verbindlichkeiten ,26 7,650 davon durch Grundpfandrechte gesichert: 469,091,26 DM (Vj ,91) ,11 9,434 Von Nummern 1 und 2 sind vor Ablauf von vier Jahren fällig: 1, ,04 DM (Vj ,69) V. Andere Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ,81 37, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ,84 0, Erhaltene Anzahlungen ,67 1, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Untenehmen ,75 19, Sonstige Verbindlichkeiten ,88 17, ,95 75,603 VI. Rechnungsabgrenzung ,28 2,095 VII. Bilanzvermerk Pensionszahlungen Im Wirtschaftsjahr 1986 sind ,86 DM (Vj ,22) Pensionszahlungen geleistet worden; die in den folgenden 5 Wirtschaftsjahren voraussichtlich zu leistenden Zahlungen betragen: 1987:112,1988:124,1989:137,1990:152,1991:168 % dieser Zahlungen. Passiva insgesamt 895,862,751,33 820, :

61 Ertrags- und Aufwandsrechnung für das Wirtschaftsjahr 1986 (ARD-Schema) des Bayerischen Rundfunks, Anstalt des öffentlichen Rechts, München Vorjahr DM DM DM Mio. DM 1. Betriebserträge 1. Teilnehmergebühren Hörfunk Fernsehen Anteil des ZDF gem. Staatsvertrag , , , , ,32 260, , , Kostenerstattungen davon Bayer. Rundfunkwerbung GmbH (BRW) ,170,23 DM 3. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 4. Erträge aus Beteiligungen 5. Erträge aus anderen Finanzanlagen 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7. Andere Betriebserträge , , , , , ,06 116,738 33,279 0,054 4,318 10,973 12, , , Bestandsänderung der fertigen und unfertigen Produktionen 9. Andere aktivierte Eigenleistungen Summe Betriebserträge , , ,39 12,481 3, ,972 II. Neutrale Erträge 1. Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen an Gegenständen des Anlagevermögens 2. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil 4. Sonstige Erträge davon außerordentliche: Summe Neutrale Erträge Erträge insgesamt ,17 DM , , , ,09 Übertrag: , ,19 0,633 7,414 1, , ,309 Bestätigungsvermerk Die Buchführung, der Jahresabschluß und der Geschäftsbericht entsprechen nach unserer pflichtmäßigen Prüfung Gesetz und Satzung, Unfertige und fertige Hörfunkproduktionen sind nur mit einem Erinnerungswert ausgewiesen. München, den 1. Juli 1987 SÜDDEUTSCHE TREUHAND-GESELLSCHAFT Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Dr. Schräg Wirtschaftsprüfer Luft Wirtschaftsprüfer 60

62 Vorjahr DM DM DM Mio. DM Übertrag: ,19 820,309 III. Betriebsaufwendungen 1. Gehälter ,18 203, Soziale Abgaben ,64 27, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung ,87 73, Sonstige soziale Aufwendungen und sonstige Personalaufwendungen , ,69 0, , Urheber-, Lelstungs- und Herstellervergütungen ,69 157, Anteil an Programmgemeinschaftsaufgaben und Koproduktionen ,40 48, Postkosten (davon technische Leistungen der DBP: ,00 DM) (Sternpunkt Frankfurt: ,78 DM) ,76 60, Einzugskosten der Rundfunkgebühren 21, ,00 20, Sonstige Betriebsaufwendungen ,95 105, Steuern a) vom Einkommen, vom Ertrag und vom Vermögen DM ,00 48,683 b) sonstige DM ,14 0,081 von Organgesellschaft erstattet DM ,14 48,764 DM , ,14-48, Abschreibungen auf Sachanlagen ,94 392,078 und immaterielle Anlagewerte ,76 31, Zuwendungen zum Finanzausgleich ,00 19, Aufwendungen für Deutschlandfunk ,00 9, Zinsen und ähnliche Aufwendungen ,88 0,503 Summe Betriebsaufwendungen ,27 757,813 0,115 IV. Neutrale Aufwendungen 1. Abschreibungen auf Finanzanlagen ,00 0, Verluste aus Wertminderungen oder dem Abgang von Gegenständen des Umlaufvermögens (außer Vorräten) ,61 0, Verluste aus Anlageabgängen ,00 0, Aufwendungen für Kabel-Pilot-Projekte ,57 6, SonstigeAufwendungen ,02 12,524 Summe Neutrale Aufwendungen ,20 19,442 Aufwendungen insgesamt ,47 777,255 V. Jahresüberschuß ,72 43,054 VI. Entnahme aus zweckgebundenen Rücklagen ,19 0,068 VII. Einstellung in zweckgebundene Rücklagen ,85 3,691 VIII. Kapitalzugang ,06 39,

63 Rundfunkrat Vorsitzender Verwaltungsrat Vorsitzender Intendant Persönlicher Referent HA Intendanz Interne Revision Juristische Direktion Direktor Allgemeine Rechtsangelegenheiten Rundfunkgebühren Hörfunkdirektion Direktor HA Politik und Aktuelles HA Bayern, Wirtschaft, Service HA Erziehung und Gesellschaft HA Kultur HA Musik HA Unterhaltung Studio Nürnberg HA Sendeieltung HA Produktion Hörfunk (ab ) Dr. Wilhelm Fritz Dr. Franz Heubl Reinhold Vöth Lorenz Zehetbauer Rupert Sandfuchs Dr. Thomas Gruber Dr. Gerhard Brug (bis ) (ab ) (ab ) Albert Scharf, Stellvertreter des Intendanten Gabriele von Watzdorf-Behm, Andreas Gail, Dr. Albrecht Hesse, ErnstTestroet, Karl Ludwig Zöller Volker Rundei Dr. Udo Reiter Gerhard Friedl Josef Othmar Zöller Dr. Ernst Emrich Dr. Rudolf Riedler Jürgen Meyer-Josten Hellmuth Kirchammer Dr. Wolfgang Buhl Gerhard Bogner Wilhelm Peterreins Fernsehdirektion Direktor Prog ram mredaktion HAZentrale Programmkoordination HA Programmwirtschaft HA Film und Programmwirtschaft HA Neue Medien und Film Sendeleitung Programmgruppe Politik und Wirtschaft Programmbereich Politik und Tagesgeschehen Programmbereich Politik und Zeitgeschehen Programmbereich Bayern Information Programmgruppe Spiel-Unterhaltung-Bayern Programmbereich Bayern Programmbereich Spiel Programmbereich Unterhaltung Programmbereich MusikundTeleclub Programmgruppe Kultur und Familie Programmbereich Familie und Serie Programmbereich Bildung und Gesellschaft Programmbereich Kultur und Naturwissenschaften Programmbereich Kultur und Zeit Produktionsbetrieb Fernsehen Herstellungsbetrieb Filmproduktionsbetrieb Ausstattungsbetrieb Zentralbereich Produktionswirtschaft Verwaltungsdirektion Direktor HA Finanzwesen Personal Honorare und Lizenzen Bau- und Liegenschaftswesen Einkauf Allgemeine Verwaltung Datenverarbeitung Technische Direktion Direktor HATechnische Planung und Beschaffung HATechnischer Betrieb FS HA Senderbetrieb T echnlscher Zentralbereich HA = Hauptabteilung 62 (bis 30.10,86 (ab (bis (ab 1. 4,86 (bis Dr. Helmut Oeller (bis ) Wolf Feiler (ab 1.11,87) Johannes C. Weiss (bis 30.10,86) Johannes C. Weiss (ab ) Friedrich Geyer (bis ) Norbert Bittmann (ab 1, 4,86) Norbert Bittmann (bis ) Christian Schütze Wolf Feiler, Chefredakteur und Koordinator (bis ) Wolf Feiler (bis ) Thilo Schneider (bis ) Heinz Burghart Heinz Böhmler, Koordinator Heinz Böhmler Franz Josef Wild (bis30, 6,87) Dr. Christof Schmid Dietrich von Watzdorf Dr. Walter Flemmer, Koordinator Dr. Peter Werner Dr. Walter Flemmer Dr. Wolf Seidl Dr. Otto Guggenbichler Helmuth Haselmayr, Produktionschef (bis 31, 3.86) Friedrich Geyer, Produktionschef (ab ) Günter Kropf Walter Fried Siegfried Stäblein Gerhard Muencke Anton Dobmeier Oskar Maier Jutta Lowag Walter Dillig Ralf Richter Wilhelm Obst Hubert Bechler Karl Berger Erwin Zech Wilhelm Zahnder Frank Müller-Römer Hermann Stumvoll Franz Ulli Ludwig Urban Herbert Tillmann (bis 31.12,86) (ab ) (bis ) (ab ) Stand

64 Organisationsplan Rundfunkrat Vors. Dr Wilhelm Fritz Persönlicher Referent Intendant Reinhold Vöth Interne Revision Verwaltungsrat Vors. Dr. Franz Heubl Juristische Direktion Albert Scharf21 Hörfunkdirektion Dr. Udo Retter Fernsehdirektion Dr. Helm ut Oeller (bis ) Wolf Feiler (ab ) Verwaltungsdirektion Oskar Maier ; Recht sangeiegenheiten Versicherungen Rundfunkgebühren Politik und Aktuelles Zentr Dienstbereiche HA Zentrale Programm - Koordination HA Film und Programmwirtschaft Sendeleitung Technische Planung unq Beschaffung Technischer Betrieb Program m gruppe Politik und W irtschaft Programmgruppe Kultur und Familie Senderbetneb Studio Nürnberg Programmbereich Politik und Tagesgeschehen Programmbereich Familie und Serie Bau- und Liegenschaftswesen Produktion Hörfunk Programmbereich Politik und Zeitgeschehen Programmbereich Bildung und Gesellschaft Programmbereich Bayern Information Ptogrammbereich Kultur und Naturwissenschaften Allgemeine Verwaltung Programmgruppe Spiel-Unterhaltung- Bayern Programmbereich Kultur und Zeit Datenverarbeitung Programmbereich Bayern Produktionsbetrieb Fernsehen Programmbereich Spiel Herstellungsbetneb Film produktionsbetneb Programmbereich Unterhaltung Ausstaitungsbetrieb Programmbereich Musik und Teleclub 1) m it Pressestelle, Ö ffentlichkeitsarbeit, Ausbildungs- und Medienreferat 2) gleichzeitig Stellvertreter des Intendanten Stand

65 Herausgeber: Redaktion: Heinz-Jochem Hirschbrunn (Verwaltungsdirektion) Bayerischer Rundfunk Fotos: Bayerischer Rundfunk, Bertram, Gollong, Kögler, Sessner Anstalt des öffentlichen Rechts Herstellung: Druckhaus Fritz König GmbH Rundfunkplatz München 2 Telefon

66 B s a s g B M

67 Bayerischer Rundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts Postfach München 2

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