Gemmo News. Neue Generation von Kulturperlen präsentiert sich

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1 Gemmo News Ö.GEM.G. Österreichische Gemmologische Gesellschaft Registriertes CIBJO Institut ICA- Member Goldschlagstraße Wien Neue Generation von Kulturperlen präsentiert sich Ausgabe 33 09/2012

2 INHALTSVERZEICHNIS Pressesplitter Jungen Gemmologen/innen 2012 Chinas Süsswasser -Zuchtperlen Aus der gemmologischen Untersuchungspraxis Labor News Synthetischer Rubin als Rohstein präpariert Diaspor- Zultanit Künstlicher Diaspor- als Zultanit BAIER S ENKEL Die esoterische Seite Internationales Gemmologisches Symposium in Ö Gemmologie ICA News PRESSESPLITTER Kohlenstoffvariante: Härter als Diamant - Schädigt Diamanten Diamant, Graphit und Ruß haben Familienzuwachs bekommen: US-Forscher haben eine völlig neue, ungewöhnlich aufgebaute Kohlenstoffform hergestellt. Sie entsteht unter hohem Druck und ist so hart, dass sie sogar Diamanten beschädigen kann. Kategorie: Material erstellt am Besonders interessant ist die innere Struktur dieses ultraharten Kohlenstoffs: Sie besteht aus einzelnen Klumpen ungeordneter Kohlenstoffteilchen, die in einer Art übergeordnetem Kristallgitter angeordnet sind, wie die Forscher um Lin Wang von der Carnegie Institution berichten. Dabei erhielten sie ein Material, das so hart war, dass es die Diamantstempel in der Druckkammer beschädigte. Es blieb auch nach dem Nachlassen des Drucks stabil - laut den Forschern eine Voraussetzung dafür, dass es überhaupt in Labor oder Technik eingesetzt werden kann. Schon alleine die extreme Härte mache das neue Material interessant, kommentieren die Forscher. Das neue Material könnte zudem neben seiner extremen Härte auch noch andere ungewöhnliche optische oder elektrische Eigenschaften besitzen, hoffen die Forscher. Diese wollen sie nun untersuchen. DIESE AUSGABE DER GemmoNews WURDE VON UNSEREM MITGLIED HRN. GEORG WIESAUER GESPONSERT. WIR DANKEN RECHT HERZLICH! science.orf.at/apa/sda Die Studie in Science : Long-Range Ordered Carbon Clusters: A Crystalline Material with Amorphous Building Blocks von L. Wang et al., erschienen am 17. August Titelblatt: Kasumigaura-Zuchtperlen aus Japan und Kasumigaura-Zuchtperlenkette Kreuzungsergebnis zwischen einer Hyriopsis schlegelii mit einer Hyriopsis cumingii. Fotos: G. Wiesauer Impressum Gemmo News Herausgeber und Medieninhaber: ÖSTERREICHISCHE GEMMOLOGISCHE GESELLSCHAFT (Registriertes CIBJO- Institut und ICA Member) Sitz und Labor: 1150 Wien, Goldschlagstr.10, Tel. 01/ , Redaktion: Prof. Leopold Rössler. Nicht namentlich gekennzeichnete Beiträge stammen von der Redaktion. Korrektur: G. Breisach, HR Dr. G. Niedermayr Satz und Layout: Eva Kappacher agentur kappacher Fotorechte: Titelfoto: Prof. L. Rössler. Weitere: Österreichische Gemmologische Gesellschaft Archiv, Prof. L. Rössler und lt. Auszeichnung. Homepage: HINWEIS DER REDAKTION Alle Artikel in dieser Zeitschrift stellen die fachliche Meinung und den Wissenstand sowie den Schreibstil der jeweiligen Autoren dar. Die einzelnen Artikel wurden von der Redaktion nur im Hinblick auf Rechtschreibung, Druckfehler und missverständliche Formulierungen korrigiert. Fachausdrücke wurden nur unwesentlich und im Zusammenhang mit Fachbegriffen aus der Mineralogie und Gemmologie verändert. Die Redaktion.

3 Unsere jungen gemmologen/innen 2012 FARBSTEIN- UND FEEG- PRÜFUNGEN DIAMANT - PRÜFUNG FARBSTEIN-Prüfung BERGER Claudia, W KAPINGA Alain, Kongo-Wien LAHNER Mario, W LEPRICH Markus, NÖ LODERER Michael, KTN *) HAIDER Klaus, OÖ HÖLLER Manuela, OÖ Mag. SCHLAGER Karin, OÖ Mag. SCHWARZ Christa, CH DIAMANT-Prüfung: FEEG-Prüfung: HAIDER Klaus, OÖ HÖLLER Manuela, OÖ KAPINGA Alain, Kongo-Wien LAHNER Mario, W LEPRICH Markus, NÖ LODERER Michael, KTN Mag. SCHLAGER Karin, OÖ Ing. BERGMÜLLER Kurt, NÖ FRITSCH Lisa, W HAIDER Klaus, OÖ HOMM Lisa, NÖ KORNMESSER Jonas, W LEPRICH Markus, NÖ Mit Ende des Kursjahres 2011/12 im Juni freuten sich die Absolventen der Gemmologischen Akademie in Linz über Ihre erbrachten Leistungen. Die Diplomverleihung findet am 10. Oktober 2012 in der Österreichischen Gemmologischen Gesellschaft in Wien statt. Die Diplome der FEEG werden hingegen mit den anderen europäischen Gemmologen/innen am 19. Jänner 2013 anlässlich des Symposiums in Linz übergeben. * Herr Michael Loderer aus Villach brachte in den zwei Jahren seiner Gemmologischen Ausbildung bis zum GEMMOLOGEN WIFI-AUSTRIA und zum FEEG Absolventen, mit seinem Auto km hinter sich. Es dürfte doch an der Qualität gelegen sein, dass jemand diesen Aufwand auf sich genommen hat. NEUE DIAMANTLUPE Die Firma Harald Schneider in Idar-Oberstein hat kürzlich eine neue, superscharfe Edelsteinlupe herausgebracht. Sie wird unter dem Namen: Schneider Diamantlupe L2 nur von ihm direkt angeboten. Lupentester der Ö. Gem. G. und Gemmologischen Akademie WIFI-Linz haben diese neue Sehschärfe bereits mit dem Prädikat Exzellent ausgezeichnet. Neben diesem Rolls-Royce der Diamantlupen können die beiden anderen hervorragenden Schneider-Lupen mit der Bezeichnung: Schneider Diamantlupe Super L1 und Schneider Diamantlupe Standard über das Internet bestellt werden. ( bezahlte Werbung

4 Chinas SüSSwasser-Zuchtperlen HISTORISCHER RÜCKBLICK UND NEUE ENTWICKLUNGEN IN DER PERLENZUCHT AUS CHINA von Georg Wiesauer F.G.A.,F.G.G. China hat eine lange Geschichte in der Naturund Zuchtperlenproduktion. Sie wurden bereits im ältesten Geschichtsbuch der Chinesen, dem in der konfuzianischen Zeit (6.-5. Jahrhundert vor Christus) geschriebenen Shui-ging erwähnt (Strack 2001). Wurden Perlen anfangs nur zum Schmücken von religösen Statuen und Idolen verwendet, waren sie später ausschließlich den Machthabern vorbehalten. Bereits 72 v.ch wurden Perlen als Tribut an die Herrscher aufgezählt und eine Periode später als pretioses Produkt der westlichen Hälfte des Chinesischen Empire beschrieben. Wurden anfangs hauptsächlich Süßwasserperlen verwendet, änderte sich das mit dem zunehmenden Handelsverkehr zum Indischen Ozean, wo Salzwasserperlen in großen Mengen vorhanden waren. So wurde von Kaiser Wuti ( v.ch.) berichtet, dass er Schiffe aussandte, um Perlen zu kaufen. EINLEITUNG Gemäß den historischen Aufzeichnungen begann die Perlenzucht in China in der Sung Dynastie ( ) und um 1200 wurden die ersten Buddha-Zuchtperlen hergestellt. Bemerkenswert ist aber, dass schon damals von den Chinesen fast runde Perlen an der Schaleninnenseite gezüchtet wurden. Abb. 1: Abbildung aus dem Jahre 1853 aus dem Journal der Royal Asiatic Society of Great Britain von Zuchtperlen, wie sie bereits um ca 1200 n.ch. in China gezüchtet wurden. Diese Zuchtvorgänge sollen von Ye-jin-yang einem Einwohner von Hoochow (Südchina) n. Ch. entwickelt worden sein. Zu dieser Zeit waren mit der Blister-Perlenzucht in der Umgebung von Hoochow bereits über 5000 Menschen beschäftigt. Nach dem Tod von Ye-jin-yang wurde ihm zu Ehren ein Tempel errichtet. Auch im südlichen China (Kanton) produzierten die Chinesen bereits Zuchtperlen, nur hatten sie nicht den Erfolg wie die Züchter in Hoochow. Die damaligen Produktionsschritte: Die Muscheln wurden im April oder Mai eingesammelt und wurden prinzipiell von Kindern geöffnet. Sie platzierten mehrere Fremdkörper (z.b. Bambus-Stücke mit geschnitzten Buddha Figuren) in der Muschelöffnung zwischen Schale und Mantelgewebe. Weitere verwendete Materialien waren Messing, Bein, Steine oder auch nur verfestigter Schlamm. Die Teiche waren 90 bis 150 cm tief und wurden 3 bis 5x im Jahr mit Klärschlamm versetzt. Bereits nach 10 Monaten konnten die Muscheln entnommen werden. Bessere Ergebnisse erzielte man aber mit einer Zucht von bis zu 3 Jahren (Maximum). Die meistens als Kerne verwendeten Perlmutt- Stückchen wurden dann mit einer kleinen Säge aus der Muschelschale gesägt. Diese chinesischen Buddha-Blister-Zuchtperlen wurden hier erwähnt, da sie die Grundlage und der Ausgangspunkt für die spätere Zuchtperlenproduktion in Japan waren. Laut Strack (2001- Seite 316) veröffentlichte 1890 die japanische Fischereiagentur eine Broschüre mit dem Titel Theory on Improved Agraculture, in der u.a. die chinesische Zuchttechnik mit Hilfe von Zeichnungen im Einzelnen erklärt wurde. Kokichi Mikimoto ( ) experimentierte fortan an der Züchtung von Halbrunden Blister-Zuchtperlen und nach einigen Misserfolgen (rote Flut usw.) konnte am 11. Juli 1893 eine größere Anzahl von glänzenden, weißen halbrunden Zuchtperlen geerntet werden. Das entsprechende Patent wurde ihm dann ca. 3 Jahre später am 27. Jännner 1896 gewährt. Viele Forscher versuchten das Geheimnis der Perlenzucht genauer zu ergründen, bis 1900 waren es aber fast ausschließlich Halbperlen, die an der inneren Schalenseite gezüchtet wurden. Vermutlich war es der Australier William Saville-Kent ( , Meeresbiologe und Autor) der die Perlensack- Theorie als Wissenschaftler erstmals umsetzte und der in Australien auch erfolgreich an der Zucht von runden Zuchtperlen um 1900 experimentierte. (Siehe Report im International Pearl Journal, von C. Denis Georg, Historical Aspects on the Early Discovery of the Pearl Cultivation Technique.) Vermutlich von ihm oder einigen seiner Techniker haben dann die beiden Japaner Tatsuhei Mise ( ) Tokishi Nishikawa ( ) unabhängig voneinander von diesen Ergebnissen erfahren und nach kurzer Umsetzungsphase die jeweiligen Patente beantragt. Mise am 13. Mai 1907, Nishikawa am 23. Okt Nach kurzem Patentstreit wurde von beiden 1908 eine Vereinbarung unterzeichnet, die sie als Mitbesitzer an dem Patent auswiesen. Nishikawa selbst, der mit Mikimotos Tochter Miyeko verheiratet worden war, sollte die Gewährung des Patentes aber nicht mehr erleben (gestorben 1909). Seine begabten Mitarbeiter, die Brüder Fujita setzten seine Arbeiten fort und nahmen am 20. Juni 1916 das Patent in Empfang, das er 1907 beantragt hatte. Sie besaßen jetzt gemeinsam mit Nishikawas Sohn Shinkichi die Rechte an dem Zuchtverfahren. Mikimoto selbst meldet 1914 ein eigenes Patent für Zuchtperlen an, in dem er den runden Kern ganz mit Zellgewebe umhüllte und ihn darin einnähte. Dies war aber eine ungeeignetere Methode für die Perlenzucht, aber vermutlich ein Rettungsanker, um nicht ganz konkurrenzunfähig zu sein. In diese Richtung ist auch vermutlich die Verheiratung seiner Tochter mit Nishikawa zu verstehen, da es ihm dadurch und mit Hilfe finanzieller Mittel ermöglicht wurde, Nishikawas Methode zur Perlenzucht zu verwenden. Masayo Fujita - Vater der SZP Masayo Fujita hatte 1912 mit der Akoya- Perlenzucht nach dem Nishikawa-Mise Verfahren begonnen und verkündete seine 1. Ernte am Im Jänner 1924 übersiedelte er nach einer Meinungsverschiedenheit mit Mikimoto an den Biwa-See und setzte seine Forschungen an Süßwassermuscheln mit der Kultivierung mit Implantierung von Kernen in die Gonade an der dortigen Lake Biwa-Forschungsstation fort. Von 400 operierten Muscheln erntete er im August Stück Süßwasser-Zuchtperlen mit Kern. Es war die erste Ernte von Süßwasser- Zuchtperlen in Japan. Nach weiteren Experimenten wurden 1936 nach einer ersten Ernte auch eine zweite und dritte Ernte produziert, die unter der Bezeichnung kasu und keshi gehandelt wurden. (Anmerkung des Autor: die Bezeichnung Keshi ist eigentlich für diese kernlosen keshilike Süßwasser-Zuchtperlen der II. und III. Generation falsch. Es handelte sich um Zuchtperlen, bei denen nach dem Entnehmen der Zuchtperle aus der Gonade der entstandene Perlensack leer gelassen wurde, und die von sich aus weiter Perlmutt-Nacre absonderten. Daraus entstanden dann kernlose keshi-like Süßwasser-Zuchtperlen der Abb. 2: Masayo Fujita ( ) Foto v. G. Wiesauer aufgenommen im Mikimoto Perlen Museum in Japan perfektionierte er die Piece -Methode die er von Nishikawa übernahm führte er die Süßwasser-Perlenzucht am Biwa-See ein. Er wird auch der Vater der japanischen Süßwasser- Zuchtperle genannt. II. Generation, und nach einer Wiederholung des Vorganges nach 2 Jahren eine III. Generation.). Am Biwa-See war die verwendete Süßwassermuschel unter dem Namen mengai bekannt,

5 was so viel wie weibliche Muschel bedeutete. Sie wurde bis ca verwendet. Dann gab es eine Muschel mit dem Namen ongai was so viel wie männliche Muschel bedeutet und deren gebräuchlicher Name Ikechogai war. Diese Muschel war härter, größer und hatte großartigen Perlmutterglanz. Ab 1941 wurde meist nur mehr die Ikochogai verwendet, deren Namen von den Japanern auch für die spätere Hybridmuschel beibehalten wurde. DIE KERNLOSE SÜSSWASSER- ZUCHTPERLE AM BIWA-SEE Im Rahmen von zahlreichen Experimenten mit unterschiedlichen Zuchttechniken wurde 1941 eigentlich durch einen glücklichen Zufall die Ikecho Non-Nucleated Pearl (kernlose, im Mantelgewebe gezüchtete Ikecho- Süßwasser-Zuchtperle) geboren. Erst jetzt hat man realisiert, dass es für die Perlenzucht in Süßwasser- Muscheln auch genügt, nur ein Stück Zellgewebe (Tissue, Saibo) in das Mantelgewebe zu implantieren, um die Bildung eines Perlensackes zu erreichen. Wie auch immer, diese neue Technik, eine Perle zu züchten, indem man nur ein Stück Zellgewebe an einen extrem sicheren Platz des Mantelgewebes implantierte, revolutionierte die Süßwasser- Perlenzucht. Denn es war eine komfortable Zuchtmöglichkeit mit größtem Ertrag und geringem Risiko für das Leben der Muschel. Die nächste Entwicklungsstufe im Jahr 1955 war die Erkenntnis, diese Mantelstücke in 2 oder 3 Reihen in den beiden Mantelhälften zu platzieren und so den Ertrag je Muschel zu steigern. Fortan wurden die Muscheln in Japan bei der Ernte meist nicht mehr getötet, sondern die Zuchtperlen vorsichtig entnommen und die Muschel wieder in den See zurückgegeben. Der Perlensack produzierte aber weiterhin Perlmutt und so entstanden von den Japanern so bezeichnete kernlose natürliche (lt. CIBIJO ist diese Bezeichnung aber nicht so erlaubt) Süßwasser- Perlen der II. oder III. Generation. Lt. Strack (2006) wurden diese Perlen die Zweitproduzierten usw. genannt. Farbe, Größe, Form und Oberfläche waren aber in der Regel besser. In den achtziger Jahren wurden weitere Fortschritte in den japanischen Zuchttechnik erzielt, die es ermöglichten durch geschickte Wahl der Operationsmethode und des Epithelteilchens Größe, Form und Farbe der Perlen weitgehend zu bestimmen. Auf Grund verschiedener Umstände (Umweltverschmutzung, chinesische Süßwasser-Zuchtperlen usw.) ging die Produktion am Biwa-See laufend zurück und galt seit dem Jahr 1994 als quasi erloschen. Bereits 1931 verbrachte Dr. Fujita die Hyriopsis Schlegelii auch auf den Kasumigaura-See, die Kultivierung und Zucht wurde aber damals nicht weiter verfolgt. Abb. 3: Kasumigaura-Zuchtperlen aus Japan Die Kasumigaura-Zuchtperlen Erst 1962 wurde die Muschelzucht am Kasumigaura-See intensiviert und sie geriet in den Neunziger Jahren erneut in den Blickpunkt der Perlenwelt. Es wurden große und feine Qualitäten von Süßwasser-Zuchtperlen mit Kern gezüchtet. Yanase und H. Sakai hatten eine neue Zuchttechnik entwickelt, bei dem ein angebohrter Perlmuttkern mit einem aufgepfropften Zellgewebe mit Hilfe einer Nadel in die Gonade implantiert wurde. Diese Gonade-gewachsenen Süßwasser- Zuchtperlen kamen unter dem Namen Kasumigaura-Zuchtperlen fortan auf den Markt. Ein Großteil dieses Erfolges ist auch auf die Kreuzung der japanischen Hyriopsis schlegelii (Ikechogai) mit der chinesischen Hyriopsis cumingii zurück zu führen, die gegen Wasserverschmutzungen weitgehend resistent ist und auch das Einsetzen größerer Kerne tolerierte. Diese Hybrid-Muschel wird in China heute zu ca. 30% für die Züchtung hochwertigerer Perlen verwendet und einfach als Leisure Muschel bezeichnet. Anmerkung des Autors: Die obige Zusammenfassung von Tausenden Seiten Literatur über die Perlenzucht, erhebt keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit und wurde nur auszugsweise wiedergeben, soweit es für das Verständnis der chinesischen Süßwasserperlenzucht wichtig ist. Fotos: Georg Wiesauer. SÜSSWASSER-ZUCHTPERLEN AUS CHINA Der Zuchtperlen-Industrie wird nachgesagt, dass es eine Industrie sei, die Frieden und Stabilität benötigt. So ist es nicht verwunderlich, dass nach all den kriegerischen Jahren während der verschiedenen Dynastien man sich erst nach der Gründung der Volksrepublik China 1949 Gedanken über die Entwicklung einer Zuchtperlenindustrie machte. Wie auch immer, das nationale wissenschaftliche Komitee Chinas gründete 1962 ein Forschungsteam, das von Professor Xiong Daren (der zuvor in Japan studiert hatte!) und dem Direktor der South Sea Oceanic Research Division of the China National Scientific Institute geleitet wurde. Ein Forschungslabor wurde eingerichtet und bereits im gleichen Jahr konnte die von Prof. Daren entwickelte Technologie praktisch angewendet werden. Bereits 1965/66 erfolgte die erste Ernte, die komplett an japanische Händler ging. Im gleichen Jahr gab es den erfolgreichen Versuch, Muscheln künstlich zu züchten. Die Forschungen in der künstlichen Aufzucht der Muscheln wurden in Zhanjiang und Zhejiang ausgeführt gelang ein weiterer Technologie Fortschritt, der den Farmern erlaubte, die Muscheln in Teichen und in Containern künstlich aufzuziehen und zu vermehren. Dies kann als ein neues und entscheidendes Kapitel in der Entwicklung der chinesischen Süßwasserperlenzucht angesehen werden. In Shanxiahu engagierte sich Prof. He Mugen in der Perlenzucht und versuchte den Einwohnern zu vermitteln, dass Perlenzucht ein sicheres Einkommen bietet und durchaus ein zukunftsreicher Beruf sei. Man konnte damals als Perlenfarmer ungefähr das Doppelte verdienen als ein normaler Bauer. Er verfeinerte die Technologie der Perlenkultivierung, teilte seine Erkenntnisse mit den Farmern und unterrichtete sie in besseren Zuchttechniken. Seit damals wurde er der gute Vater von Shanxianhu genannt. Seit 1972 wurden kernlose Süßwasser-Zuchtperlen auch international bekannt. Die Produktionszahlen beliefen sich in den Jahren: 1967 auf ca. 500 kg 1972 auf ca kg 1983 auf über kg 1991 auf ca kg 2010 auf ca. 1, kg. HINTERGRÜNDE ZU CHINAS ZUCHTPERLEN BOOM Was diesen Zuchtperlenboom verursacht hat, lässt sich nicht mit einem Satz erklären. Es war die Summe vieler Faktoren, die zum damaligen Zeitpunkt zusammen kamen. Zum einen zeigten die intensive Forschungsarbeiten für eine effiziente Perlenzucht seit 1970 Wirkung und ermöglichten eine Massenproduktion ab Dann mussten die Jungmuscheln nicht mehr wild eingesammelt werden, sondern wurden ab 1980 auch in ausreichenden Mengen gezüchtet wurde die staatliche China Arts und Craft Company gegründet, die die Vermarktung der Zuchtperlen selbst in die Hand nahm und auch Vertriebsorganisationen in Deutschland und anderen Ländern eröffnete. Japan war ab diesen Zeitpunkt nicht mehr der alleinige Abnehmer für chinesische Zuchtperlen und konnte deren Verkauf nicht mehr kontrollieren. Abb. 4: Chinas Four Production Organisations aus The People of China edited by The Modern China Association wie sie ab ca bestanden Viele Zuchtperlen wurden zu diesem Zeitpunkt aber auch nach Hong Kong geschmuggelt und von dortigen Großhändlern vermarktet. Die wirtschaftliche Öffnung durch Deng Xiaoping und seinem Four Modernisations-Programm erlaubte fortan Privatinitiative und den

6 Bauern privates Land zu bestellen und die Erträge für sich zu behalten. Reichtum war unter Deng Xiaoping laut seinen eigenen Aussagen nichts Verwerfliches mehr und spornte die Chinesen Ende der Achtziger Jahre an, so viel wie möglich zu produzieren. Ein Effekt war, dass nun vermehrt die schneller wachsende Muschel Cristaria plicata anstelle der Hyriopsis cumingii verwendet wurde, was eine große Menge von minderen Rice crispie -Zuchtperlen zur Folge hatte. Den einsetzenden Preisverfall versuchte man mit steigenden Produktionsmengen auszugleichen, was den Markt eine Unmenge von billigen, minderwertigen Zuchtperlen bescherte. Anfang der Neunziger Jahre besann man sich dann wieder, Qualität zu produzieren und 1992 waren in Tuscon die ersten weißen, fast runden Perlen in 4-5 mm Größe zu sehen. Man benutzte zur Zucht jetzt wieder die Hyropsis cumingii (Dreiecksmuschel), die langsamer wuchs aber, schönere Qualitäten lieferte. Man bezeichnete die nicht ganz runden Zuchtperlen treffenderweise Potatoshaped fiel auch die Exportkontrolle für Perlen (vorher durfte ja nur die staatliche Chinese Arts and Craft Import and Export Company legal Perlen mit einer Lizenz exportieren) und die chinesischen Firmen und Farmer konnten jetzt ihre Perlen selbst verkaufen wurde das Tax- Vergütungssystem eingeführt. Firmen konnten für Exporte bis zu 17% Tax-Rückerstattung beantragen. Mit Perlen wurde spekuliert. Die Produktion stieg 1999 auf ca kg. Ab 2000 wird auch eine Hybrid-Muschel aus einer Kreuzung der chinesischen Hyriopsis cumingii (Dreiecksmuschel) und der japanischen Hyriopsis schlegelii verwendet, die auch das Implantieren von größeren Kernen verträgt treten dann die ersten bead nucleated Zuchtperlen am Markt auf (2003 ca. 500 kg, 2005 ca kg). Weitere Neuerungen waren 2009 die sogenannten Ikecho-Zuchtperlen bis 18 mm Größe (Gonade-gewachsene Süßwasser-Zuchtperlen mit Kern) und die Soufflé- Zuchtperlen, die 2010 erstmals von mir am Markt beobachtet werden konnten. Die letzten beiden Neuerungen werden im Folgenden noch genauer beschrieben. LEBENSLAUF DER SÜSSWASSERMUSCHELN Die Muscheln führen wie die meisten Tiere im Wasser eine verborgene Lebensweise. Sie gehören zu der Gruppe der Weichtiere (Mollusken), zu denen neben den Muscheln auch die Land- und Wasserschnecken und die Tintenfische gehören. Die Muscheln leben als Filterer und saugen durch die Einströmöffnung Wasser ein und filtern mit Hilfe der Kiemen den Sauerstoff und kleine Nahrungsteile heraus. So kann eine einzelne Perlenmuschel bis zu 40 Liter Wasser pro Stunde filtern. DIE FORTPFLANZUNG Die Fortpflanzung der Großmuscheln (zu denen auch die perlenproduzierenden Muscheln in China gehören) ist ein überaus komplizierter Vorgang. Im Salzwasser geben die Austern die Eier und den Samen ins Wasser ab, und die Befruchtung findet schwebend im Meer statt. Die Süßwasser-Muscheln betreiben Brutpflege und zur weiteren Entwicklung der Jungmuscheln ist eine parasitäre Phase an einem Wirtsfisch erforderlich. Am Beispiel einer Flussperlmuschel (Europa/ z.b. in Bayern) möchte ich die Fortpflanzung kurz beschreiben: Die Muscheln sind in der Regel getrenntgeschlechtlich. Das heißt, es gibt männliche und weibliche Tiere. Die europäische Flussperlenmuschel bildet insofern eine Ausnahme, als sich weibliche Tiere bei abnehmender Populationsdichte zu Zwittern umwandeln und sich selbst befruchten können. Zur Laichzeit (in Europa Juli oder August) verlassen bis zu fünf Millionen Eier den Eierstock des Weibchens und steigen zu deren Kiemenblättern auf. Unmittelbar darauf - vermutlich ausgelöst durch geringfügige Wassertemperaturschwankungen - geben die männlichen Perlenmuscheln ihren Samen in das freie Wasser ab. Die Spermien werden von den Muschelweibchen durch die Atemöffnung einventiliert und befruchten so die Eier in den Kiemenblättern. Innerhalb von vier Wochen entstehen dort aus den Eiern die Muschel-Larven, die man Glochidien nennt. Die Glochidien haben eine Größe von ca. 0,05 mm. Nach vier Wochen haben sich dann Larven entwickelt, die schon über alle Organe einer großen Muschel verfügen. Diese Art der Brutpflege hat im strömenden Wasser den Vorteil, dass ein Abtriften der Eier in ungeeignete Brutbiotope verhindert wird. Am Ende der Reifungszeit sprengen dann die Perlenmuscheln ihre Eihäute und werden - im Laufe von drei Tagen - von ihrer Mutter ausgestoßen. Nun müssen diese Larven innerhalb von kurzer Zeit von einem Wirtsfisch - bei uns ist das die Bachforelle, in China der Yellowhead (Pseudobagrus fulvidraco) und der Bighead (ein buntscheckiger Karpfen) - eingeatmet werden. Gelangt eine Larve an die Kiemen des Wirtsfisches, kann sie sich mit ihren bereits entwickelten winzigen Schalen festklammern. PARASITISMUS ALS ÜBERLEBENS- STRATEGIE Die Glochidie wird vom Kiemengewebe des Wirtsfisches als Fremdkörper empfunden und vom Zellgewebe umwachsen ( enzystiert ). Sie lebt in der nächsten Zeit vom Blut des Wirtsfisches und entwickelt alle Organe einer großen Muschel. Dieser Vorgang kann von vier bis sechs Wochen (in südlicheren Ländern) bis zu mehr als 6 Monaten (in nördlicheren Ländern) dauern (d.h. die Larven überwintern hier auch auf ihrem Wirtsfisch!). Wird die Glochidie nicht von einem Wirtsfisch eingeatmet, so stirbt sie innerhalb von wenigen Tagen ab. Dadurch wird auch deutlich, warum Muschelweibchen so viele Eier produzieren müssen - von 1 Million Glochidien schaffen nur etwa 5 diesen ersten, komplizierten Schritt. Nach dieser parasitären Entwicklungsphase bricht die Zyste auf, die winzige circa 0,4 mm große Muschel fällt von den Fischkiemen ab und lebt dann versteckt im Wassergrund bis sie ca. 2 cm groß wieder an die Oberfläche kommt. Der Kreislauf kann von vorne beginnen. In China wird heute meist nur auf gezüchtete Muscheln zurückgegriffen. Lt. der Aussage eines Lieferanten, werden jährlich ca. 30 Millionen Muscheln für die Perlenzucht in China benötigt. Abb. 5: Abb. 6: Ein chinesicher Wirtsfisch. The Yellowhead

7 DIE PERLENPRODUZIERENDEN SÜSSWASSER-MUSCHELN IN CHINA Cristaria plicata (Leach, 1815) Cockscomb Pearl Mussel (CN) Hybrid-Muschel aus China Kreuzung aus Hyriopsis cumingii und einer Hyriopsis schlegelii Abb. 13: Hyriopsis cumingii (Lea,1852) Größe ca. 20 cm Abb. 7: Cristaria plicata (Leach,1815), Größe ca. 31 cm Abb. 8: Cristaria plicata (Leach,1815), Größe ca. 31 cm Sie kommt in etwa 1 bis 3 Meter Tiefe vor, ist sehr anpassungsfähig und robuster als die Dreiecksmuschel. Sie ist preiswert und leichter zu züchten und wächst sehr schnell. In ihr wurden die Buddha-Blister-Zuchtperlen sowie die großen Mengen der rice crispie -Perlen gezüchtet. Schnelles Wachstum, aber geringe Perlenqualität. Abb. 10: Hybrid Muschel aus Japan (mit drei Fireball-Süßwasser-Zuchtperlen, CBSB) Diese Hybrid-Muschel wird heute in China zu ca. zu 30 % verwendet, sowie in Japan zu 100%. Sie erlaubt auch das Einsetzen von größeren Kernen, sowohl in die Gonade als auch im Mantel. Ist teurer im Ankauf, produziert aber durch langsameres Wachstum ein sehr schönes Perlmutter mit unglaublichem Lüster. Hyriopsis cumingii (Lea 1852) Dreiecks(segel)Muschel (CN) Abb. 14: Hyriopsis cumingii (Lea,1852). Ernteplatz in Zhuji. Dreieckmuscheln aus Changsha warten auf die Ernte und Entnahme der Zuchtperlen. Hybrid Muschel aus Japan Hyriopsis schlegelii (Martens,1861) Ist die japanische Verwandte der Hyriopsis cumingii. Sie wurde mit dieser zu der neuen Hybrid-Muschel Leisure Muschel gezüchtet. Ursprünglich nur am Biwa-See heimisch wurde sie später auch an anderen Stellen in Japan ausgesetzt. Heute ist in Japan fast nur mehr diese Hybrid-Muschel anzutreffen (siehe rechts oben). Beim wissenschaftlichen DNA-Test gab es kaum mehr artenreine, ursprüngliche Muscheln in der freien Natur. Abb. 9: Hyriopsis schlegelii (Martens, 1861) Abb. 11: Hyriopsis cumingii, Muschel geöffnet zur Ernte der kernlosen Süßwasser-Zuchtperlen (ca. 5 Jahre Zucht) Abb. 12: Hyriopsis cumingii Sie bevorzugt große bis mittelgroße Seen und Flüsse und wird in China auch in großen Teichen gehalten. Das Perlmutt ist weißlich oder bläulich und nimmt zur Mitte hin verschiedene Farbtöne an (Bronze, Gelblich, violett usw.). Sie ist für die deutlich bessere Qualität der heutigen Süßwasser- Zuchtperlen verantwortlich und wird zu circa 70 % in China benutzt. Die Muscheln stammen aus zwei verschiedenen Zuchtorten: Schwarz aus Zhuji Grün aus Changsha. Abb. 15: Kreuzung aus einer Hyriopsis schlegelii mit einer Hyriopsis cumingii mit einer Kasumigaura- Zuchtperlenkette. Anodonta woodiana (Lea,1834) Abb. 16: Anodonta woodiana (Lea,1834) Das asiatische Gegenstück zur europäischen Teichmuschel ist in fast allen Gewässern in China zu finden. Sie kann selbst schwere Wasserverschmutzungen überstehen und ist in China als maschinenund dieselölbeständig (!!) bekannt. Wurde vermutlich jahrhundertelang auch für die Zucht von Schalenperlen und Buddha Figuren herangezogen.

8 Die verschiedenen Arten der Perlen-Kultivierung China hat in den letzten 40 Jahren den größten Sprung in seiner Geschichte in der Entwicklung der Zuchtperlenkultivierung gemacht. Ich möchte mich daher im Folgenden mit den verschiedenen Zuchtperlen und deren Zuchtmethoden auseinander setzen, um einen Überblick über die derzeitige Situation in China zu geben. Im Groben kann man die Kultivierung nach den folgenden Kriterien unterscheiden: a) nach der Muschelart b) ob Gonade oder Mantel gewachsen c) ob mit Kern oder nur mit Tissue d) ob I., II. oder III. Wachstumsgeneration a) Die verschiedenen Muschelarten Wie schon im vorherigen Kapitel angeführt, hat die Wahl der Muschelart entscheidenden Einfluss auf den Zuchterfolg und die Kultivierungsart. Jede Muschelart hat ihre Vor- und Nachteile und ist nicht für alle Kultivierungsarten einsetzbar. Cristaria plicata (Buddha-Perlenmuschel) Wurde ehemals zur Erzeugung der Relief-Buddhafiguren verwendet. Ebenso ist sie verantwortlich für die große Anzahl der minderwertigen rice-crispie Zuchtperlen in den 70/80er Jahren. Schnelles Wachstum, hoher Ertrag aber sehr geringe Zuchtperlen-Qualität. Hyriopsis Cumingii (Dreiecksmuschel) Die Muschel wird heute zu ca. 70 % der Perlenzucht verwendet. Sie hat ein langsameres Wachstum und ist im Stande, auch fast runde Zuchtperlen in vielen Farben zu produzieren. Hauptsächlich wird sie für die Kultivierung von mantelgewachsenen, kernlosen Süßwaser- Zuchtperlen verwendet. Meist gibt es nur eine Ernte, bei der die Muschel stirbt. Zuchtdauer 2 bis 6 Jahre, vereinzelt auch 7 Jahre. Kann bis zu 14 mm bzw. 16 mm fast runde, kernlose Zuchtperlen erzeugen. Diese schönen Qualitäten machen aber nur 2-5 % der gesamten Produktion aus. Ca. 40 % der Ernte kann für die Schmuckindustrie nicht verwendet werden. Hybrid-Muschel (Leisure Muschel) Kreuzung aus der japanischen Hyriopsis Schlegi-lii und der chinesischen Cumingii. Sie ist teurer in der Aufzucht, hat ein wunderschönes Perlmutt und verträgt auch das Einsetzen von größeren Kernen. Wird heute zu ca. 30% in der Perlenzucht in China verwendet (in Japan 100%).Kultiviert wird in ihr hauptsächlich die gonade gewachsene Ming -Zuchtperle (auch bekannt unter dem Namen Edison-Zuchtperle, kasumigaura-like Zuchtperle usw.) und die mantelgewachsene CBSB-Zuchtperle (bekannt auch als Fireball-ZP usw.). Wird oft auch mehrmals verwendet, d.h. es gibt eine zweite und auch dritte Ernte. Sie bringt Zuchtperlen mit einer Größe von über 18 mm hervor und ist die letzte Innovation in der chinesischen Perlenzucht. B) GONADE GEWACHSEN MANTEL GEWACHSEN Zuchtperlen können bei Salzwasser-Austern normalerweise auf Grund der anatomischen Gegebenheiten nur in der Gonade (Keimdrüsen) bzw. bei Süßwasser-Muscheln in der Gonade und/oder dem Mantel gezüchtet werden. Prof. Xiong Daren studierte in Japan und kam vermutlich schon dort mit den Ergebnissen und Erfolgen der neuen japanischen Technik der Zucht von Perlen im Mantel um 1960 in Berührung. So konnte er schon nach einer kurzer Forschungsphase am Fischerei Institut von Zhanjian die von ihm entwickelte Technik der Implantierung von Tissue im Mantelgewebe erfolgreich umsetzen. Die Chinesen gingen also nicht erst (wie Japan) den komplizierten Weg des Implantierens von Zellgewebe und eines Kerns in die Gonade, sondern begannen gleich mit der (für die Muschel) viel sicheren Kultivierung von Süßwasser-Zuchtperlen im Mantel mit einem Tissue. Erst später folgte die Kultivierung von Tissue und Kern in die Gonade. Abb. 17: Illustration einer Akoya-Auster nach Prof. Dr. Hänni, SSEF. Die obige Illustration stellt das Innenleben einer Salzwasser-Auster dar. Bei den Süßwasser- Muscheln ist das Innenleben noch etwas komplizierter, auch wenn die grundlegende Anordnung ähnlich ist. Auf Grund fehlender brauchbarer Illustrationen wird auf nachfolgende Fotos verwiesen. C) KULTIVIERUNG MIT UND OHNE KERN Erst 1985 wurde mit der systematischen Zucht von Zuchtperlen mit Kern in China begonnen, die ab 1991 zu ersten Erfolgen führte. Implantiert wurden die Kerne in die Gonade (1 Kern, Größe über 7 mm) als auch in den Mantel, in den bis zu 9 Kerne in einer Größe von 5-7 mm in das Mantelgewebe eingepflanzt wurden. Zusätzlich wurden auch bis zu 20 Gewebeteile (Tissue) in den Mantel eingesetzt (Strack, 2006). Für 1991 wurde von einer Firma die Ernte von 50 kg Süßwasser-Zuchtperlen mit Kern verlautbart. (Jewellery News Asia ). Die Zuchtdauer betrug 5 Jahre. 3 Jahre für die Aufzucht der Host/Mutter-Muscheln und 2 Jahre um die Perlen zu züchten. Für 2000 betrug die Produktionsmenge dieser Firma für Süßwasser- Zuchtperlen mit Kern um die kg. Zusammen mit anderen Firmen betrug die Gesamtproduktion Chinas aber ein Vielfaches dessen. D) UNTERSCHIED I., II. UND III. GENERATION Eine weitere Unterscheidung ist jene, ob es sich um eine I., II. oder III. Wachstumsgeneration handelt. Bei den kernlosen Süßwasser- Zuchtperlen verwendet man die Muschel meist nur ein Mal (=1. Generation). Die Muschel wird geöffnet und stirbt bei der Ernte. Es ist aber auch möglich, die Zuchtperle(n) aus den Perlensäck(en) in der Gonade oder im Mantel vorsichtig zu entnehmen, und dann den bestehenden Perlensack frei zu lassen. Dies erzeugt eine kernlose, so (fälschlicherweise) bezeichnete Keshi-like Zuchtperle. Oder man kann den Perlensack wieder mit einem meist runden, spherialen Perlmutt-Kern füllen. Der Vorgang kann sich auch wiederholen. Eine Sonderform stellt die CBSB-Zuchtperle (Coin Beated Spherial Beated) dar. PRODUKTIONSVORGANG lt. GIA: 1 Schritt: in eine ca. 3 Jahre alte Hybrid- Muschel, werden bis zu fünf flache Kerne in Form einer Münze (Coin) in das Mantelgewebe zusammen mit jeweils einem Tissue eingesetzt. Dieses Tissue bildet einen Perlensack. 2. Schritt: Dieser Perlensack wird nach 2 Jahren Kultivierung vorsichtig geöffnet, die Coin- Zuchtperle entnommen und mit einem runden Kern in der Größe von mm wieder gefüllt. Hierbei entsteht eine Runde SZP m. Kern im Mantel, die teilweise auch die Form eines Fireball haben kann. Bei den anderen Coins können diese entweder entnommen werden (dann entsteht in II. Generation eine keshilike (kernlose) Süßwasser-Zuchtperle oder man kann den Coin belassen und größer wachsen lassen. 3. Schritt: Die Perlen der II. Generation werden entnommen und der jeweilige Perlensack wird leer gelassen (dann entstehen Keshi-Like SZP der III Generation) oder je Muschel 1-2 Mal mit einem runden Kern gefüllt. Mehrere Varianten möglich. Die in China am häufigsten angewendete Kultivierungsmethode ist die Tissue nucleation Abb. 18: Kultivierung mit Tissue Mantel gewachsen(ohne Kern) Methode (so benannt vom GIA) mit einem Anteil von ca. 70%. Die Bezeichnung ist eigentlich irreführend, denn es wird nur ein Stück Zellgewebe (auch genannt: Mikrochip, Tissue, Saibo usw.) in das Mantelgewebe der Host-Muschel eingesetzt. Das von Prof. Hänni verwendete Wort grafting beschreibt diesen Vorgang eigentlich treffender. Auf jeder Seite können Stück dieses Mantelgewebes eingesetzt werden. Entgegen des in der Literatur vielfach genannten Alters von 1-2 Jahre wird heute diese Kultivierung (Tissue nucleation) an ca. 9 bis 12 Monate alten Jungmuscheln durchgeführt. Abb. 19: Eine 9 bis 12 Monate alte Jungmuschel ist für die Kultivierung bereit. (Triangel-Shell, Hyriopsis cumingii)

9 WIE KERNLOSE SÜSSWASSER-ZUCHTPERLEN GEZÜCHTET WERDEN (Kultivierung von tissue nucleated Süßwasser-Zuchtperlen) Abb. 20: Übersicht über den Arbeitsraum Unter einer auf drei Seiten offenen Hütte steht eine Reihe von Arbeitstischen. Je ein Präparator für das Tissue (Zellgewebe) sitzt einem Operateur gegenüber und reicht ihm das gewonnene Zellgewebe. Verhältnis 1 : 1 bis 1 : 2 je nach Arbeitstempo. Von den speziell auswählten Geber/Donor- Muscheln (die einen besonders schönen Perlmutterglanz besitzen sollen - da dieses Zellgewebe die Erbinformation für die Perlmutterproduktion gespeichert hat) wird das mittlere Hautepithel entfernt, da nur dieses optimale Gene für die Zucht-Perlenproduktion hat. Abb. 24: Das Tissue wird separiert: Mit der Tip- und Tear-Methode wird das zukünftige Tissue aus der Geber/Donor-Muschel heraus operiert. Wichtig ist, dass das Tissue mit der richtigen (die der Schale abgewendeten) Seite, zuerst auf der Glasplatte zu liegen kommt. Denn nur das Tissue, das an der Schalenseite anliegt, produziert auch tatsächlich Perlmutt. mm bis 1 x 1 mm große Teilchen zugeschnitten (variiert je nach Firma). Mit einem kleineren Tissue hat man scheinbar in letzter Zeit bessere und rundere Perlenqualitäten erzielen können. DAS AUFNEHMEN DES TISSUE Das auf der Glasplatte liegende Tissue wird aufgenommen. Dazu wird der linke Spitz verwendet. Mit dem rechten Haken wird das Tissue vor dem Einsetzen in das Mantelgewebe kurz umgeschlagen. Scheinbar bewirkt die rundere Form einen runderen Perlensack und damit rundere Zuchtperlen. Abb. 21: Die Muscheln warten auf die Operation Circa 9-12 Monate alte Dreiecksmuscheln warten auf die Operation. Getrennt nach Geber/ Donor-Muschel und Empfänger/Host-Muschel. Die letzte Woche vor der Operation werden sie tiefer bzw. auf den Boden des Ponds gelegt, um den Stoffwechsel herab zu setzten und die Muscheln widerstandsfähiger zu machen. Abb. 25: Isolierung des Tissue/Zellgewebes. Wie in den Abbildungen 23 und 25 erkennbar, besteht das gewonnene Tissue aus einem 1) äußeren 2) mittleren 3) inneren Teil des Zellgewebes. Nur das innere, an der Schale anliegende Stück Zellgewebe produziert Perlmutt und ist daher als Tissue geeignet. In diesem Schritt erfolgt die Trennung vom mittleren und inneren Teil, der nicht dazu geeignet ist. Abb. 28 und 29: Einritzen des Mantelgewebes Mit dem rechten Haken wird das Mantelgewebe im oberen Bereich kurz eingeritzt. In diese Ritzöffnung wird dann das Tissue eingesteckt. Wichtig ist, dass der Operateur das Mantelgewebe nicht durchstößt sondern das Tissue genau im mittleren Mantelgewebe (siehe Foto 28) platziert. In diese Öffnung wird dann vorsichtig das Tissue eingeschoben und im mittleren Mantelgewebe platziert. Wichtig ist, dass es vollständig vom Mantelgewebe umhüllt wird, damit sich schnell ein Perlensack bilden kann. Abb. 22: Das Tissue von der richtigen Stelle: Wiedergabe einer Abbildung aus dem Mikimoto-Museum in Japan. Nur der violett markierte äußere Teil des Zellgewebes (entspricht dem entfernten Stück Tissue mit der gepunkteten Linie am Foto!!) produziert schönes Perlmutt und ist daher als Zellgewebe (Spender-Tissue) geeignet. Abb. 23: Das richtige Stück Zellgewebe/Tissue: Wiedergabe einer Abbildung aus dem Mikimoto- Museum in Japan. Abb. 27: Zuschneiden des Tissue Nach der Trennung des Tissue (äußeres Teil des Mantelgewebes) vom mittleren und inneren Teil des Mantelgewebes, wird es auf ca. 2 x 2 Abb. 30: Die eingesetzten Tissue im Mantelgewebe in Vergrößerung und Nahaufnahme. Das Tissue wurde erfolgreich im mittleren Mantelgewebe plaziert. Auf dem Foto sind sehr schön die Reihen der bereits implantierten Tissue zu sehen. Aus jedem Tissue sollte sich dann jeweils ein Perlensack bilden, in dem sich je eine Süßwasser-Zuchtperle befindet. Auf jeder Muschelseite werden jeweils ca Tissue eingesetzt. In letzte Zeit ist man dazu über gegangen, die Anzahl auf ca Stk zu reduzieren, da sich damit scheinbar bessere und schönere Zuchtperlen produzieren lassen. Alle Fotos auf diesen Seiten Georg Wiesauer. Vervielfältiung und Verwendung nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors.

10 CHINAS PERLENZUCHTGEBIETE Das Gebiet der Volksrepublik China umfasst insgesamt km² (Deutschland km²) und hat Einwohner (Volkszählung 2010) mit einem durchschnittlichen Brutto-Monatsverdienst von 550 Euro. Es ist das bevölkerungsreichste Land der Erde und nennt sich selbst Zhōngguó, das im Deutschen recht gut mit Reich der Mitte wiedergegeben ist. Im mittleren, östlichen und südlichen China stehen über Quadratmeter Wasserfläche an Flüssen und Seen usw. zur Verfügung. Ein Großteil der Perlenzucht ist in einem ca. 300 km Radius von Shanghai, dem unteren Lauf des Yangzi sowie in Südostchina beheimatet. Zhuji und Weitang sind die bekannesten Verarbeitungszentren. Die in China am meisten für die Perlenzucht verwendete Dreiecks-Muschel (Hyriopsis cumingii) ist in den Seen und Seitenarmen in den Provinzen Hebai, Shan dong, Anhui, Jiangsu, Zhejiang, Jinangxi, Hubei und Hunan beheimatet. Man triff sie im Überfluss im Dongting Lake, Poyang Lake, Tahiku Lake, Hongzhe Lake, Shaobo Lake und Gaobao Lake. Sie liebt große oder mittelgroße Seen oder das ganze Jahr wasserführende Flüsse sowie deren Nebenarme, mit festen Sand- bzw. festen Schlammböden. Sie kann aber auch in Gegenden mit geringer Wasserbewegung leben. Die Muscheln ernähren sich, indem sie Plankton aus dem Wasser ausfiltern. Muscheln im Juvenil-Stadium filtern einzellige Algen, wie diadoms, gold alga (Chrysophyceae) green alga (Chlorophyceae) und Euglena sp., erwachsene Muscheln fressen auch noch organische Substanzen und verschiedene Planktonarten. Deshalb ist das Management der natürlichen Nahrungsstoffe im Wasser für die Kultivierung dieser Muscheln von besonderer Bedeutung. Gelöster Sauerstoff (O2), ph Wert und andere Parameter sind von großer Bedeutung für die Muscheln. Für die Dreiecksmuschel ist der geeignetste ph Wert von 7-8 und der O2 Wert sollte größer als 3 mg/l sein. In den Provinzen Hunan, Jiangxi, Zhejian und Jiangsu ist die Süßwasserperlenzucht von großer, in Hubei, Anhui, Gudangdong und Fujian von untergeordneter Bedeutung: Die Muscheln werden dann je nach der benötigten Perlengröße für 2-6 Jahre in den Ponds kultiviert. Eine Kultivierung von 5-6 Jahren produziert bis zu 12-16mm große, kernlose Süßwasser-Zuchtperlen. DIE AUFZUCHTSTATIONEN IN CHINA Ein Großteil der heute verwendeten Muscheln stammt aus Aufzuchtstationen. Die Muscheleltern sollten gesund und kräftig und circa 3 bis 6 Jahre alt und über 17 cm lang sein. (Bian,2001 a,b, Li,2000, Wang,2001) Der Adduktor-Muskel (er hält die beiden Muschelschalen zusammen) sollte stark sein und die Muschel von guter Form. Die männlichen und weiblichen Muscheln sollten aus verschiedenen Fundorten stammen, um Inzuchtprobleme zu vermeiden. Das Verhältnis der männlichen zu den weiblichen Muscheln sollte für die Zuchtzwecke ca. 1 : 2 betragen (Bian,2001b). Sie sollten in leicht fließendem Wasser gehalten werden. Die Aufzuchtstationen gibt es von einfachsten Anlagen bis zu modernsten, wissenschaftlichen Einrichtungen mit Stahl/Betonbottichen und wissenschaftlichen Labors, um nichts dem Zufall zu überlassen. Die Sexualorgane (Gonade) der Hyriopsis cumigii füllen sich während der letzten 10 Tage im April bzw. den ersten 10 Tagen im Mai mit herangereiften Eiern bzw. Spermien. Wenn die Wassertemperatur ideal (ca. 18 C) und der richtige Sauerstoff- und Nahrungsgehalt vorhanden ist, wandern die Eier in den äußeren Kiemenbogen und werden dort von den eingeatmeten Spermien befruchtet. Dieser Vorgang kann sich bis zu sieben oder acht Mal jährlich wiederholen. Nachdem die Larven noch nicht die Nährstoffe direkt aus dem Wasser aufnehmen können, brauchen sie für die weitere Entwicklung einen Wirtsfisch (parasitäre Phase). Jeder dieser speziell in den Muschelzucht-Behältern platzierte Wirtsfisch ( in China der yellowhead oder bighead ) kann bis zu Glochidien in seinen Kiemen aufnehmen, die er dann in den nächsten 4-15 Tagen mit Nährstoffen versorgt (Li, 200). Während dieser Zeit metamorphosieren die jungen Glochidien, werden zu jungen Muscheln und lassen sich fallen. Die abgefallenen jungen Muschel sind ca. 0,3 mm bis 10,0 mm lang und transparent. Gruppen von 80 bis 100 jungen Muscheln werden dann in ca 40 cm x 40 cm x 11 cm großen Bam buskörben gelegt. Während dieser Zeit müssen sie mit ausreichenden Nährstoffen versorgt und von Eindringlingen (Fischen, Shrimps, Wasservögel usw.) geschützt werden. Im Alter von 6-12 Monaten werden sie dann an die Perlenfarmer weiter verkauft. Abb. 31: Provinzen mit einem hohen Anteil an der Zuchtperlenkultivierung (braun) und jenen mit einem untergeordneten Anteil (weiß). Nach einer Abbildung in der Jewellery News Asia (HK) KOM. RAT W. GROSS NFG. INGE GROSS Siebensterngasse Wien Tel. und Fax: +43 1/ Große Auswahl an Ersatzsteinen für antike und sakrale Schmuck-Gegenstände EDELSTEINE, SCHMUCKSTEINE, SYNTHESEN UND PERLEN. ITALIENISCHE KORALLEN Gegründet 1836 SCHNÄPPCHEN SCHATZKISTE bezahlte Werbung

11 PERLENFARMEN IN CHINA Abb. 37: Perlenfarm in Zhuji nahe der Stadt. Abb. 32: Ich habe das obige Fotos ausgewählt, weil es treffend den heutigen Zustand Chinas wiedergibt. Es hat das Fenster offen, von einer Agrarnation zu der führenden Industrie-Nation der Welt zu werden. Im Vordergrund eine Perlenfarm. Grüne Plastikflaschen halten lange, verankerte Leinen an der Wasseroberfläche, in regelmäßigen Abständen sind Netze mit Muscheln zur Perlenzucht eingehängt. Im Hintergrund, rege Bautätigkeit an großen Fabriken und Werksgebäuden, als Zeichen der Modernisierung und Industrialisierung. Die Perlenzucht braucht klare, reine Gewässer, was mit der zunehmenden Industrialisierung immer schwieriger zu bewerkstelligen ist. Anderseits ist die Ernte selbst und die Bearbeitung der geernteten Zuchtperlen arbeitsintensiv und benötigt entsprechende humane Ressourcen. Die Farmen in China sind von unterschiedlichster Größe. Sie können einige hundert bis einige tausend Quadratmeter Wasseroberfläche umfassen. Sie liegen in Buchten oder am Rande von natürlichen Seen oder Gewässern. Es kann sich um aufgelassene Reisfelder handeln, die ausgebaggert wurden, um künstlich angelegte Teiche usw. Alle aber müssen in Verbindung durch Kanäle usw. zu fließenden Gewässern stehen, aus denen sie regelmäßig mit frischem Wasser versorgt werden. Die kleinen Farmen benutzen meist vorhandende Wasserflächen und Teiche. Große Farmen und Gesellschaften dagegen pachten vom Staat ganze Landstriche mittels einer Lizenz jeweils für 10 Jahre und legen systematisch Ponds und Zuchtbecken an. Dies ist meist aber nur noch in den weniger dicht besiedelten Gebieten möglich. Ich selbst hatte die Möglichkeit, einige diese weitläufigen Ponds in der Provinz Hunan ca 200 km nördlich von Changsa von 2 verschiedenen Firmen zu besuchen. Beide zählen zu den 10 größten big player im Perlenbusiness in China. Wenn man die Fotos betrachtet, sieht man die unendlichen Wasserflächen mit den grünen Plastikflaschen an einer Long-Line, die die Zuchtkörbe trägt. Als Zusatzverdienst betreiben viele Farmer in den Perlenponds auch eine Fischzucht, da sich beide Erwerbtätikeiten wunderbar ergänzen und man gegenseitigen Vorteil ziehen kann. ORGANISATIONSFORMEN DER FARMEN Die Organisationsformen in der Volksrepublik China waren gegliedert in: (Einheiten in Klammern sind Durchschnittswerte) large production groups (insgesamt 10) davon hatte jede small procuction groups (60-80 Einheiten) von diesen hat wieder jede individual farming housholds (1800 Einh.) Das bedeutet, in Gesamtchina gab es circa 1, individual farming housholds. Abb. 33 und 34: Wasser soweit das Auge reicht. Abb.35: Perlenfarmen in der Hunan-Provinz. Abb. 36: Tägliche Fütterung der Fische mit dem Automaten. Im Hintergrund die weitläufige Perlenfarm. Bis 1979 hatten die obigen Organisationsformen ein gemeinsames Verwaltung- und Umsetzungsorgan. Ab 1980 wurde dies getrennt und dezentralisiert. Gewisse Entscheidungen wurden ab 1982 vor Ort getroffen. Es wurde ein Produktions-Verantwortlichkeitssystem eingeführt das es erlaubte private Überproduktionen auch selbst zu vermarkten. Hatte eine der kleineren Produktionsgruppen Zugang zu Wasser, so konnte sie nun Fische züchten und die Perlenzucht als Nebenerwerb betreiben. Mit anderen Worten, Farmer konnten im Privateigentum stehende Wasserflächen für die Perlenzucht nutzen. Beispiel: Perlenkultivierungssystem in Zhe Jiang Province um 1982: die Fischkultivierungs-Produktionsgruppe besteht aus 108 Farmerhaushalten mit einer Wasseroberfläche von 270 Hektar und einer Fischproduktion von 70 Tonnen. 35 Arbeiter sind mit der Perlenzucht beschäftigt und die Produktion beträgt 70 kg. Die Hauptzeit der Perlenzucht ist April - Mai, und ausgenommen von einigen Stamm-Arbeitern sind die restlichen Arbeiter die verbleibende Zeit in der Fischzucht mitbeschäftigt. Neben der Perlenzucht wird auch intensive Fischzucht betrieben. Mit der Öffnungspolitik von Deng wurde auch wieder teilweise Privateigentum erlaubt, und die Aussicht auf schnellen Profit ließ viele wieder auf die Muschelart Cristaria plicata Abb. 38: Perlenfarm in der Hunan-Provinz. Abb. 39: Perlenfarm in Zhuji. Abb. 40: Perlenfarm in Zhuji, Muschel werden kontrolliert umsteigen, da diese in kürzerer Wachstumszeit viel höhere Erträge versprach. Auch die Regierung unterstützte in den achtziger Jahren die kleinen Farmen, in dem sie ihnen jeweils Muscheln für die Zucht zur Verfügung stellte. Für viele war damals die Perlenzucht nur ein Zuverdienst, stellt aber langfristig vermutlich den Grund für die Überproduktion dar. Der Markt wurde von rice crispie überschwemmt. Der Preis verfiel. Großhändler aus Hong Kong engagierten sich (auch finanziell und mit Know how) daher damals vermehrt in China und drängten darauf, wieder Qualität zu produzieren. Es wurde wieder mehr die Muschel Hyriopsis Cumingii verwendet und es kamen dadurch - sowie durch die Verfeinerung der Zuchttechnik in den folgenden Jahren fast runde Zuchtperlen auf den Markt. Ein Tax- Rückvergütungssystem (17%) wurde für Exporte eingeführt. Das Exportlizenz-Verfahren wurde aufgelassen, jeder konnte wieder Perlen selbst ohne Genehmigung exportieren. Firmen bekamen vom Staat fast zinsenlose Darlehen für Geschäftsprojekte, solange man ca. 30% Eigenkapital für die Investitionen vorweisen konnte. Die Wirtschaft boomte.

12 MING-ZUCHTPERLEN HINWEIS: Gonade gewachsene Süßwasser-Zuchtperlen mit Kern sind derzeit die letzte Innovation auf den Perlenmarkt. Bisher nur aus Japan (Kasumigaura-See) bekannt, werden sie nach dem gleichen (bisher geheimen) Verfahren gezüchtet und erreichen teilweise Größen bis zu 18 und 20 mm. Auch runde und makellose Zuchtperlen in Top-Qualität sind keine Seltenheit. Schichtdicke jeweils bis zu 2 mm Abb. 44: Zuchtperlenketten in 12mm - 14mm in metallisch glänzenden Farbtönen, wie sie recht häufig bei den Ming-Zuchtperlen vorkommen. Naturfarbe Abb. 47: 14 mm Ming-Zuchtperlen von ihrer schönsten Seite. Naturfarbe (Foto im Verkaufsraum des Lieferanten angefertigt) Abb. 41: Eine Partie von den neuen Ming-Zuchtperlen. Sie zeigen das typische Hammerschlag- Muster an der Oberfläche, das so nur bei einer Züchtung in der Gonade (Keimdrüse der Muschel) vorkommt. Abb. 42: Foto von meiner letzten Einkaufsreise aus China von fast runden Ming-Zuchtperlen. Durchschnittsgröße 12-13mm in den bekannt schillernden Naturfarben. Auch diese Qualität wird in größeren Mengen von mehreren Züchtern angeboten. Naturfarbe Abb. 48: 18,5 mm große Ming-Zuchtperle. (Gonade-gewachsen, mit Kern) Mittelstück einer Verlaufkette. Abb. 43: Ming-Zuchtperlen von unterschiedlicher Qualität stehen zur Sortierung und Qualitätsbeurteilung bereit. Abb. 49: Ming-Zuchtperlenkette Naturfarbe, mittlere Zuchtperle ca. 18,6mm Abb. 45: Ming-Zuchtperlen in verschiedenen Qualitäten und Naturfarben. Abb. 46: Weiße Ming-Zuchtperle in 18,4 mm mit Kern, fast rund. Abb. 50: Wachstums-Merkmale wie sie meines Wissens nur bei den Gonade-gewachsenen Zuchtperlen mit Kern vorkommen können. GONADE GEWACHSENE MING-ZUCHTPERLEN MIT KERN AUS CHINA KASUMIGAURA-LIKE. Neues gibt es aus China zu berichten. Die Ming- Zuchtperle (benannt vermutlich wegen ihrer Größe nach dem großen chinesischem Ming- Kaiserreich) tritt in den letzten Monaten vermehrt auf den Weltmärkten auf. Daher ist es Zeit, sich etwas eingehender mit dieser Perlenart zu beschäftigen. Es handelt sich um eine in der Gonade (Keimdrüse der Muschel) gezüchtete Süßwasser-Zuchtperle mit Kern und ist das Gegenstück zu der bisher exklusiv in Japan gezüchteten Kasumigaura-Zuchtperle. Auch diese wird in der Gonade gezüchtete und kam in den Neunziger Jahren in den Blickpunkt der Perlenwelt, da sie feine und große Süßwasser- Zuchtperlen (ca mm, vereinzelt bis zu 20mm) lieferte, die am Weltmarkt Sammlerpreise erzielten. Die Kultivierungstechnik von Yanase und H. Sakai wurde jahrelang als japanisches Geheimnis gehandelt. Strack berichtete schon von ersten Züchtungen in China nach dieser Technik um 1990 und von ersten Zuchterfolgen um 1998, doch sind mir keine weiteren Berichte über diese Perlen in der Weltpresse bekannt habe ich erstmals einen Bericht von der Pearl World gefunden, in der eine 14,5 x 16,4mm große bead nucleated Zuchtperlenkette beschrieben wurde die damals ungeheures Aufssehen in Tuscon gefunden hatte, denn bis dato hatte man diese Art der Zuchtperlen nur aus Japan gekannt (mit der typischen Hammerschlag-Oberfläche). Ab 2009 wurden diese Perlen auch einige Male in der Jewellery News Asia erwähnt, sie traten aber nur in kleinen Mengen am Markt auf. Gezüchtet werden diese Ming-Zuchtperlen in einer Hybrid- Muschel aus der japanischen Hyriopsis schlegelii mit der chinesischen Hyriopsis cumingii. Diese Muschel - von den Chinesen einfach nur Leisure- Muschel genannt - verträgt auch das Einsetzen von (größeren) Kernen und ist gegen Umwelteinflüsse weniger anfällig.

13 DAS GEHEIMNIS DER MIT KERN GEZÜCHTETER (MING; KASUMIGAURA) GONADEN-ZUCHTPERLEn Das besondere an diesen Gonade-gewachsenen Zuchtperlen mit Kern ist (egal ob aus Japan oder China), dass sie bereits über einen gebohrten Kern verfügen, wenn sie in die Muschel eingesetzt werden. Erst vor einigen Jahren ist man auf dieses Spezifikum bei der labormäßigen Untersuchung mit Röntgenaufnahme gestoßen. Diese Perlen haben nach der Verarbeitung zu Ketten 2 Bohrkanäle, wobei einer nur den Muschelkern durchquert. Man hat lange über den Sinn dieser doppelten Bohrung gerätselt. Abb. 51: Eine Röntgenaufnahme von zwei Strängen von Ming Perlen. Die Aufnahmen zeigen durchbohrte Kerne und eine zweite Bohrung durch die ganze Perle. Die Dicken der Perlmutter-Auflagen liegen zwischen 1 und 2 mm. Photo H.A. Hänni, SSEF and Gem Expert. ANMERKUNG: Theorie 1: Tissue aufgespießt Derzeitige Lehrmeinung für die gemeinsame Impantierung von Tissue und Kern in die Gonade. Tissue aufgespießt Abb. 52: Tissue aufgespießt Theorie des Autors: Tissue voraus Abb. 53: Modell des Autors für die gemeinsame Impantierung von Tissue und Kern in die Gonade. Tissue voraus. Abb. 54: Eine auseinander geschnittene Kasumigaura-Zuchtperle. Der Querschnitt zeigt deutlich die Bohrung des Kerns sowie den entnommenen Kern aus der zweiten Hälfte. Die Perle selbst wurde noch nicht gebohrt. Vor 2 Jahren hat mir ein japanischer Züchter in einem sehr langen Gespräch (vermutlich unabsichtlich) das Geheimnis anvertraut. Die Anatomie der Süßwasser-Muschel ist sehr kompliziert und die Gonade liegt versteckt unter den Weichteilen der beiden Muschelhälften und ist nur sehr schwer zugänglich. Für eine erfolgreiche Kultivierung muss jetzt die Gonade angeschnitten werden, das Tissue eingesetzt und danach noch der Kern an die gleiche Stelle gebracht werden. Und zwar so, dass der Kern exakt an dem Tissue anliegt. Ansonsten kann keine Ming- Zuchtperle von guter Qualität entstehen, bzw. es besteht Gefahr das der Kern ausgestoßen wird und das Tissue nur eine Keshi-like Süßwasser- Zuchtperle der I. Generation produziert. Der japanische Züchter hat mir den Kultivierungsvorgang so geschildert, als ob ein Blinder versuchen würde, die Perle in der Muschel in die Gonade zu platzieren. Und er erwähnte auch, dass es fast unmöglich sei, Tissue und Kern nacheinander an die gleiche Stelle zu platzieren. Daher braucht man den gebohrten Kern um das Tissue zusammen mit dem Kern in einem Vorgang in die Muschel zu bringen. Dazu wird das Tissue zuerst in das Bohrloch gepfropft und dann wird der Kern mit dem Tissue zusammen in der Gonade platziert. Über den genauen Vorgang gibt es bisher nur Vermutungen, da jeder Züchter sich weigert, seine geheimen Kultivierungstechniken zu veröffentlichen. Jemand anders konnte ja sonst daraus Kapital schlagen, ohne jahrelange Forschungen zu betreiben und Kapital zu investieren. Daher gibt es bisher dazu von Experten nur verschiedene Theorie. Die bisher publizierte ist, dass ein Zellgewebe aufgespießt wird, und dann zusammen mit dem Kern in die Gonade implantiert wird. Nach unzähligen Versuchen bin ich aber zu der Ansicht gelangt, dass das Tissue aufgepfropft und so Kopf-voraus in die Gonade eingeführt werden muss. Nur so kann das Tissue an der Gonade anliegen und wird von mit Nährstoffen versorgt. Auch hat sich bei meinen Versuchen sehr oft das Tissue beim Ausziehen der Nadel aus dem Bohrloch und dem Kern gelöst. Auch bei den Salzwasser-Akoya-Zuchtperlen wird das Tissue immer voraus (Japan) oder nachträchlich seitlich (China) eingesetzt, da nur so eine entsprechende Qualität der produzierten Perlen gewährleistet werden kann. Die Zukunft wird uns aber einmal die richtige Antwort geben. Erfreuen wir uns bis dahin einfach an den wunderschönen Ming- Zuchtperlen mit ihrem teilweise einzigartigen metallischen Lüster und unglaublichen Glanz. RuTech Rupp GmbH Siebensterngasse Wien Tel: Fax: Mail: bezahlte Werbung

14 SOUFFLÉ- ZUCHTPERLEN MANTELGEWACHSENE SÜSSWASSER-ZUCHTPERLEN OHNE (1*) FESTEN KERN AUS CHINA Eine neue leichte Zuchtperlengeneration. Vor ca. 2 Jahren sind auf der Tuscon-Messe in den USA vereinzelt die ersten Soufflé -Zuchtperlen am internationalen Markt aufgetaucht. Kurz darauf gab es bereits die ersten Laborberichte darüber (Strack, 2010), die sie als hohle Süßwasser- Zuchtperlen identifizieren. Nachdem man auch Reste von Sand im Inneren der Zuchtperlen gefunden hatte, wurde das Rätsel der Entstehung bald enttarnt. Es handelt sich um hohle Süßwasser-Zuchtperlen, die ursprünglich einen Mud-Kern (engl. bedeutet so viel wie Schlamm, Lehm, usw.) hatten. Nach der Kultivierung und der Ernte der Zuchtperlen wurden diese gebohrt und der Mud-Kern mit Wasser ausgewaschen. Eine hohle Zuchtperle entstand, die sich teilweise durch schöne Naturfarben und das leichte Gewicht (nur 20-30% einer gleichwertigen vollen, kernlosen Zuchtperle) identifizieren lassen. Produktionsschritte (ähnlich wie bei den CBSB²/ Fireball-Zuchtperlen). I.) 2-3 Jahre alte Muscheln werden mit 2-5 Coin- Perlmutt-Kernen im Mantel kultiviert (mit Tissue). II.) nach ca. 2 Jahren werden die Coin- Zuchtperlen entnommen und je 1 Kern aus verfestigten Mud (Sand, Schlamm, Ton) in 2-3 bestehende Perlensäcke eingeführt. Dieser produziert weiterhin Perlmutt und überzieht diese Einlagen mit Nacre. III.) Nach ca. 2 Jahren sind die Soufflé- Zuchtperlen zur Ernte bereit. Dieser Vorgang kann sich eventuell noch einmal wiederholen. IV.) Falls einige Perlensäcke nach der Entnahme der Coin-Zuchtperlen leer gelassen wurden, entstehen sogenannte keshi-like Süßwasserzuchtperlen der II. oder auch III. Generation. V.) Es werden die üblichen Prozesse für die Verkaufsvorbereitung durchgeführt (Waschen, Bleichen usw.) VI.) Die Soufflé -Zuchtperlen werden für die Verarbeitung zu Ketten gebohrt und der Mud (Schlamm, Ton, Erde) wird ausgewaschen. VIi.) Nach einem final finishing (polieren in kleinen Trommeln mit Holzstücken) und dem Aufreihen sind die Ketten zum Verkauf bereit. ANMERKUNG: Ohne festen Kern bedeutet, der temporär gefestigte Kern (aus Sand, Schlamm, Lehm usw.) wird nach dem Bohren ausgewaschen. Lose Zuchtperlen kommen noch mit dem Mud- Kern auf den Markt und bedürfen einer besonderen Vorschicht bei der weiteren Bearbeitung. Beim Anbohren sollte darauf geachtet werden, den Mud-Kern vollständig auszuwaschen. ² CBSB bedeutet: Coin bead, spherial bead: Abb. 55: Multi-naturfärbige bzw. weißgraue Soufflé-Zuchtperlen Abb. 57: Rechts oben: Ketten von Soufflé-Zuchtperlen Abb. 59: Soufflé-Zuchtperlen Naturfarbe. Lose Zuchtperlen Abb. 61: Abb. 62: Abb. 63: Abb. 61, 62, 63: Verschiedene Soufflé-Zuchtperlen zur Demonstration geöffnet. Der sandige Kern wird beim Bohren ausgewaschen, eine hohle Süßwasser-Zuchtperle entsteht. Beim mittleren Bild ist in der unteren Zuchtperle noch der Sandkern zu erkennen. Abb. 56: Multi-naturfärbige bzw. weißgraue Soufflé-Zuchtperlen Abb. 58: 1 Kette wiegt ca. 50 g Abb. 60: Soufflé-Zuchtperlen Naturfarbe Kettenformen. HINWEIS: Lt. CIBJO kann in Österreich und in der Schweiz an Stelle von Zuchtperle auch die Bezeichnung Kulturperle verwendet werden. Alles Material und alle Fotos (außer bei jenen wo ein Name steht): Georg Wiesauer F.G.A., F.G.G. Nur mit Erlaubnis des Autors weiterverwendbar! ANSCHRIFT DES VERFASSERS: Georg Wiesauer e. U. Perlen- und Edelsteingroßhandel, Magnetschließen, Alles rund um Perlen und Edelsteine Goldschmiedemeister, Juwelier, Juwelengroßhandel, Edelsteinprüflabor Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger Fachgebiet 54,01 Gold-und Silberwaren und 54,05 Juwelen und Edelsteine (inkl. Handel) Edelsteinprüflabor, Gemmologe und Diamantgutachter D.Gem.G, Fachmitglied der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft F.G.G. Fellow Gemological Assoziation of Great Brittan F.G.A. Juwelier und Goldschmiedemeister, Perlen- und Edelsteingroßhandel Firmenbuch Landesgericht Graz FN f UID-Nr: ATU gegründet Graz, Stempfergasse 9+10 Österreich Tel: +43 (0) 316/ oder +43 (0) 316 / Fax: 0316/

15 AUS DER GEMMOLOGISCHEN UNTERSUCHUNGSPRAXIS SYNTHETISCHE CHATHAM-RUBINE ALS NATÜRLICHE BURMA-RUBINE ANGEBOTEN Unter dem Begriff ALTER BESTAND wurde ein Lot BURMA RUBINE zur Untersuchung gebracht. Alle chemischen und physikalischen Eigenschaften entsprachen dem Korund. Bereits mit der 10x Lupe konnten innere Merkmale beobachtet werden, die einen Hinweis auf eine synthetische Produktion lieferten. Bei weiterer genauer mikroskopischen Untersuchung und Vergleich mit ähnlichen Materialien aus der Sammlung Rössler verstärkte sich die Diagnose, dass es sich um sog. CHATHAM- RUBINE mit Verneuilkern handelte. Die Zuordnung zu einem bestimmten Produktionstyp der Firma Chatham war schwierig, da neben den bisher bekannten Typen auch viele Kombinationen und Übergangsmöglichkeiten mit Einschlussvariationen vorkommen können. Wesentlich für die Diagnose war das Vorhandensein von zwei unterschiedlichen Einschlussbildern in ein und demselben Stein, passend zu zwei unterschiedlichen Produktionsverfahren: einerseits die deutlich sichtbaren gebogenen Anwachsstreifen, das Kennzeichen einer Korundsynthese nach dem (Verneuil-) Abb. 1: Lot (10,15 ct) von vier sogenannten Burma Rubinen, die sich als Synthesen zeigten. Flammschmelzverfahren, andererseits Rückstände von gefestigten Flussmittelresten, dem typischen Merkmal von Zuchtsynthesen im Flussmittelverfahren. Alle Fotos: Prof. L. Rössler Abb. 2: Verdrehte Fahnen mit Flussmittelrückständen. 25x. SYNTHETISCHE CHATHAM RUBINE IN TABELLARISCHER ÜBERSICHT HANDELSNAME: Synthetischer CHATHAM RUBIN oder Synthetischer RUBIN nach CHATHAM. PRODUZIERT: Fa. Chatham, USA im Flussmittelverfahren. Bekannt seit CHATHAM RUBINE GIBT ES IN SECHS UNTERSCHIEDLICHEN TYPEN: Typ I. Großer, gerundeter Kern aus natürlichem Rubin. Mit Flussmitellösungen überzogen. FARBE: Rot, Himbeerrot SCHLIFFARTEN: Facettenschliffe und Cabochons PLEOCHROISMUS: Deutlich, violettrot/orangerot CHELSEA FILTER: Kräftiges Rot UV-LICHT: UVL: Kräftig rote, zum Unterschied von natürlichen Rubine UVS: Kräftig rot INNERE MERKMALE: Netzartige, teilweise verdrehte Fahnen mit Resten von gefestigtem Flussmittel, ähnliches Aussehen wie Chatham-Smaragde. Absplitterungen vom Platin Autoklaven in Form dunkler Plättchen. Gerade oder gewinkelte Wachstumsflächen können erkennbar sein. Zwillingslamellierung möglich. Dichte, Licht- sowie Doppelbrechung und spektroskopisches Verhalten Entsprechen dem natürlichen Korund (Rubin). Typ II. Kleinerer Kern aus synthetischem Verneuil-Rubin. Typ III. Noch kleinerer Kern aus synthetischem Verneuil-Rubin, mehr Substanz. Grenze zwischen Kern und Überzug nicht mehr erkennbar. Verminderung der Flussmittelreste. Typ IV. Ganz kleiner Kern aus synthetischem Verneuil- Rubin, der kaum zu erkennen ist. Typ V. Viel Substanz aus synthetischem Rubin mit dichten, netzartigen Flussmittelfahnen. Wenige Flussmittelreste und/oder Absplitterungen vom Autoklaven. Typ VI. Überzogene Verneuil-Birne mit Flussmittelresten. Um eine größere Anzahl von Rissen zu erhalten, werden die Verneuil- Birnen erhitzt und anschließend abgeschreckt. Danach werden diese Schmelzbirnen im Flussmittelverfahren unter Ausheilung der zuvor erzeugten Risse- mit Korund-Substanz überzogen. Die Lauge kriecht auch in die Risse hinein.

16 Abb. 3: Gebogene Anwachsstreifung vom Kern erkennbar. 25x Abb. 4: Verdrehte Fahnen mit erkennbaren Verneuil--Kern. Am Foto nicht ausnehmbar. 25x. Abb. 5: Gefestigte Flussmittelrückstände, 45x. Abb. 6: Gefestigte Flussmittelrückstände, 50 x Abb. 1: Der ungewöhnliche Rubin, 3,46ct UNGEWÖHNLICHER RUBIN in Bangkok gekauft Im Zug einer Urlaubsreise brachte eine Privatperson einen vermeintlichen Rubin als Souvenir nach Hause. Der Stein bestand aus einer Kombination von synthetischen Produktionsverfahren mit deutlichen Merkmalen einer Wärmebehandlung unter Zusatz von Borax. Einerseits waren deutliche Fahnen aus gefestigten Flussmittelrückständen, andererseits gebogene Anwachsstreifen zu erkennen. Darüber hinaus zeigte dieser Stein einen durchgehenden Riss, dessen Füllung dem Aussehen von mittels Borax gebrannten (Mong-Hsu) Rubinen entsprach. Offensichtlich handelte es sich bei diesem Stein um eine Chatham-Synthese mit Verneuilkern, der nachträglich einer Behandlung unterzogen wurde. Abb. 2 Die Ausgeheilten Risse zeigen ein ähnliches Aussehen wie Mong Shu Rubine, 40 x. Abb. 3: Der gleiche Stein mit dem, Heilungsriss, nur im Hintergrund verdrehte Flussmittelfahnen 40 x. Alle Fotos: Prof. L. Rössler auch bei uns gibt es Korallen... rufen Sie einfach an... MF- HANDELS GES.M.B.H. MOBIL bezahlte Werbung

17 Labor News SYNTHETISCHER RUBIN ALS ROHSTEIN PRÄPARIERT Zur Untersuchung gelangte von einem Kollegen ein kirsch- bis himbeerroter, durchsichtiger Rohstein mit dunkelgrauen und weißen Überzügen. Der Stein war an drei Seiten angeschliffen und -poliert. Abmessungen: ca. 17 x 14 x 11mm Gewicht: 30,77ct Abb.1: Maßstab: Gitterabstand = 5mm Ergebnisse der praktischen gemmologischen Untersuchung Optische Eigenschaften: doppelbrechend, n = 1,761 1,770 Pleochroismus: deutlich (pink/rot-orange) Lupe / Mikroskop: Oberfläche stellenweise mit glasartiger, dunkelgrauer, blasiger Schmelzkruste sowie mit schaumiger, weißer Glas- oder Keramikkruste überzogen, stellenweise Abdrücke von sternförmigen Kristallneubildungen Einschlüsse: gebogene Anwachsstreifen, Risse, helle, durchscheinende Dendriten, Flash-Effekte, Gasblasen Diagnose: Rubin, synthetisch, zusätzlich behandelt und bearbeitet wie folgt: 1. Der synthetische Stein wurde erhitzt und abgeschreckt, was zur Bildung von Rissen führte (Steine dieser Art sind als Quenchcrackled flame fusion synthetic rubies bekannt). 2. Der Stein wurde grob zurechtgeschliffen, um eine natürliche Kristallform vorzutäuschen (die allerdings eher an einen Granat erinnert und nicht an Korund). 3. Rissfüllungen mit Glas wurden durchgeführt (möglicherweise in 2 Schritten, da sich 2 verschiedene Fremdsubstanzen finden). 4. Die angeschliffenen Flächen wurden poliert. Die Behandlungen wurden offensichtlich durchgeführt, um die praktisch einschlussfreie und leicht zu erkennende Verneuil-Synthese mit Einschlüssen zu versehen und Natürlichkeit vorzutäuschen. Es sei erwähnt, dass der Stein eine Probe aus einem größeren Lot darstellt, welches als rohe afghanische Rubine angeboten wurde. Wieder einmal zu schön, um wahr zu sein! Abb.2: Bleiglasfüllung mit Flash-Effekt bei einem behandelten Rubin aus Madagaskar. (Photo: Ted. Themelis) Abb. 3: Durchlicht, Vergrößerung 20x: Links sind die gebogenen Anwachsstreifen (von oben nach unten) schwach zu erkennen, sowie eine eckig begrenzte Vertiefung, die mit Glas ausgefüllt wurde und anders reflektiert als ihr Umfeld (Pfeil). Rechts sieht man deutlich den schaumigen weißen Glasüberzug (erscheint im Durchlicht rot). Anschrift des Verfassers: Mag. Peter Sailer 8111 Judendorf - Strassengel, Feldgasse 11 EDELSTEINE - Gemstones Tel. & Fax: +43 (0) AUSTRIA- mobil: +43 (0) Ust.-Id.-Nr./VAT-Reg.No: ATU Alle Photos Mag. Peter Sailer Bryan s feine Edelsteine BARGELD FÜR Farbedelsteine, Diamanten, Schmuck, Bruchgold, Platin, Münzen, Luxusuhren, Rohedelsteine, Mineralien F e i n e F a r b s t e i n e a l l e r Ar t unbehandelte Rubine, Saphire, Smaragde, Turmaline, Tansanite, Mandarin-Granate Rotenturmstr. 24, 1010 Wien, Liquidation von Überlagern, Verlassenschaften, Konkursmassen bezahlte Werbung

18 Labor News DIASPOR - ZULTANIT ZULTANIT ist ein Handelsname für einen optimal geschliffenen, changierenden DIASPOR vom weltweit einzigen bedeutenden Fundort in der Türkei (Anatolien). Er ist ein verhältnismäßig neuer Schmuckstein und wurde erst gegen Ende der 70er Jahre des 20.Jh. entdeckt. MINERALNAME: aus dem griech. diaspeirein = zerstreuen. HANDELSNAME: Der Handelsname Zultanit wurde ihm vom Minenbesitzer Murat Akgun gegeben, zu Ehren der 36 Sultane des Osmanischen Reiches. KRISTALLSYSTEM: rhombisch CHEMIE: α-al00h (Aluminiumhydroxid) FARBE: grün, farblos, gelblich, auch changierend (ähnlich Alexandrit). Deutlicher Pleochroismus! Abhängig von der Blickrichtung zeigt er sich farblos schwach rot schwach blau. CHANGIEREN: Interessanterweise zeigt er drei unterschiedliche Farben, je nach Art der Lichtquelle. Sonnenlicht: Kiwi-Grün mit canarigelben Flashes Kunstlicht: Champagner- bis Ingwerfarbe Kerzenlicht: Pink-Himbeerfarbe, Cognac-Pink HÄRTE: 6,5 bis 7,0 +/- DICHTE: 3,30 bis 3,35 LICHTBRECHUNG: n = 1,702 1,750; γ = 1,722 DOPPELBRECHUNG: = 0,048 FLUORESZENZ: inert CHELSEAFILTER: rotbraun VORKOMMEN: Türkei, Anatolisches Gebirge, auf 1200m Höhe in der Nähe des Dorfes Selimiye. BESONDERHEIT: Zultanit-Katzenauge in cognac-grün mit schöner gelber Lichtlinie. BEHANDLUNG: Keine. Der Diaspor / Zultanit ist ein 100% natürlicher Schmuckstein, einer der wenigen, bei denen (noch) keine Behandlungen angewendet werden. Abb. 1: Tageslicht. Abb. 2: Glühfadenlampe Abb. 3: Zultanit-Katzenauge KÜNSTLICHES GLAS ALS DIASPOR / ZULTANIT-IMITATION Zur Untersuchung gelangte ein changierender, transparenter Stein (1,63 ct), der als ZULTANIT gekauft wurde. Bei den Untersuchungen stellte sich eindeutig heraus, dass es sich um eine sehr schöne Imitation von künstlichem Glas mit Changiereffekt handelt. Die einfachsten Erkennungskonstanten der IMITATION FÜR DIASPOR (Zultanit) waren: DICHTE: 2,85 +/- LICHT-UND DOPPELBRECHUNG: n = 1,540, = keine (isotrop) CHELSEAFILTER: rötlich/violett Abb. 4: Künstliches Glas im Tageslicht. Abb. 5: Künstliches Glas. Aufnahme unter der Glühfadenlampe. Abb. 6: Typisches Verhalten der Glasimitation am Polariskop (Isotropie). ZUM VERGLEICH NATÜRLICHER UND KÜNSTLICHER ZULTANIT Material: W. Niemetz Fotos: Prof. L. Rössler Abb. 7: Rechts: zwei natürliche Diaspore. Links: Künstliches Glas. Tageslichtaufnahme Abb. 8: Rechts: Zwei natürliche Diaspore. Links: Künstliches Glas. Aufnahme unter der Glühfadenlampe.

19 In den nächsten Monaten wird ein Buch zum Thema Cabochon schleifen und verschiedene Schleiftechniken - für Anfänger, von Mag. Christian Riedel und Mag. Matzl, veröffentlicht. Unser Ziel ist es, aus Tradition heraus, unseren Kunden, hohe Qualität, Flexibilität und individuelle Beratung anzubieten. Heute freuen wir uns, dass uns zahlreiche Stammkunden aus Österreich treu sind, wir aber auch Kunden von Südafrika bis Schweden und von Saudi-Arabien bis Südamerika betreuen. A-1070 Wien, Westbahnstraße 56-58, Tel. +43/1/ , 0676/ , Fax. +43/1/ BAIER s ENKEL MAG. MATZL BEDARFSARTIKEL FÜR OBEFLÄCHENBEARBEITUNG METALL-GLAS- HOLZ KERAMIK MINERALIEN KUNSTSTOFF Die Firma Baier wurde im Jahr 1906 in Wien Neubau von Leopold Baier sen. gegründet, und wird seither als Familienbetrieb geführt. In den Gründungsjahren bis in die 40er Jahre lag der Hauptschwerpunkt in der Erzeugung und im Handel von Bedarfsartikeln für die Galvanotechnik und Metallschleiferei. (Schleif- und Polierscheiben Pasten und Galvano-Bäder) In dieser Zeit entstand auch das Fachbuch von Leopold Baier mit dem Titel: Galvanoplattierung und Metallfärbung 1936/37 Leopold Baier jun. gründete ein neues Geschäft für Bedarfsartikel (Werkzeug und Poliermaterial) für Gold- und Silberschmiede. Bevor dieser starb bat er noch seinen Bruder, Otto Baier: Bitte kümmere dich um meine Goldschmiede - Kunden So kamen in den 50er Jahren die Gold- und Silberschmiede als neue Kundengruppe hinzu. Ab 1972 führte Maria Bacsa, das Enkelkind von Leopold Baier, die Firmenereignisse. Durch deren Ehemann, Wilhelm Bacsa, entwickelte sich in den 70er Jahren eine neue Schiene im Produktangebot: Zubehör für das Mineralien- und Edelsteinschleifen. Das kam so: Ein guter Freund der Familie, Richard Weixler, war Mineraliensammler und hatte durch die Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum die Erlaubnis, in Griechenland Mineralien und Edelsteine abzubauen und diese nach Österreich zu importieren. Da es in Österreich damals keine gute Bezugsquelle für Schleif- und Polierartikel für Mineralien und Edelsteine gab, motivierte uns Herr Weixler, diese in unser Programm aufzunehmen. Um unseren Kunden die Kunst der Edelsteinschleiferei zu lehren, lernte Herr Bacsa autonom Edelsteine und Mineralien zu schleifen und zu facettieren. Fertigkeit und Erfahrung wurde in Kundenberatungen und in W i f i - Kursen, gemeinsam mit Prof. Schnürer, weitergegeben übernahm Michaela Matzl, Urenkelin von Leopold Baier, die Firma. Die Betreuung der Mineralien- und Edelsteinschleifer, sowie der Gold- und Silberschmiede stellen neben der Sparte der Restauratoren und Metallschleifer, im Professionellen-, sowie im Hobby - Bereich einen wesentlichen Teil des Geschäftsbereiches dar. Intention ist auch, unseren Kleinsten die Schönheit der Steine und das Handwerk der Schleiferei nahe zu bringen. So zeigen wir auch Volksschulklassen, wie auf einem rohen Stein durch echte Handarbeit eine glänzende Oberfläche entsteht. In Zusammenarbeit mit Edelsteinschleifern, wie z.b. Mag. Christian Riedel, veranstalten wir auch Schleifkurse für das Facettieren oder Cabochonieren.

20 Aber die Säulchen, wer schliff sie so glatt Spitzte sie, schärfte sie glänzend und matt? Schau in die Klüfte des Berges hinein: Ruhig entwickelt sich Stein aus Gestein. J. W. v. Goethe Die esoterische Seite STEINE ALS WUNDERBARE HELFER AUF DEM WEG ZUR HARMONIE VON KÖRPER, SEELE UND GEIST Die Gemmologie ist eine Wissenschaft zur Bestimmung von Edel- und Schmucksteinen. Sie öffnete mir die Tür in die Welt der Saphire, Rubine, Smaragde, Turmaline, Topase und vieler anderer Kristalle und Gesteine. Prof. Leopold Rössler ist in Österreich Wegbereiter für eine praxisorientierte, herzliche und fachkundige Weitergabe des gemmologischen Wissens an seine Schüler. In der fast zwei Jahre dauernden Ausbildung mit Diplomarbeit in Linz durfte ich viele Edelsteine sehen und kennenlernen. Steine als Lehrer für das Sein dienen dem Menschen, indem sie ihn an seinen göttlichen Ursprung erinnern. Sie selbst sind hochschwingend und unbeirrt in ihrer Antwort auf menschliche Zweifel. Die Meditation mit Steinen bringt den Übenden in Kontakt mit ihrer inneren Weisheit, und befähigt ihn langsam, die stete Hilfe wahrzunehmen, die der jeweilige Stein zu geben vermag. Es scheint mir, dass jeder von ihnen besondere Fähigkeiten und Aufgaben hat und darum ist eine achtsame Wahl empfehlenswert. Ihre Kraft ist unterschiedlich und ihr Wirkungsbereich ist sowohl vielfältig wie auch erlesen. So ist z. B. der Chrysokolla (der Name kommt vom griechischen chrysokolla = Goldleim, da er früher als Hilfsmittel in der antiken Goldschmiedekunst diente) ein häufig vorkommendes Mineral, das im orthorhombischen Kristallsystem kristallisiert. Viele weitere Parameter wie Mineralklasse, chemische Formel, Mohshärte, Dichte, Farbe, Glanz, Transparenz, Brechungsindex, Pleochroismus usw. sind für eine Klassifizierung und gemmologische Bestimmung notwendig. Für die Wirkebene Mensch-Stein ist die Qualität bestimmter Chrysokolla als Traumstein hervorzuheben. Menschen, die mit Träumen ein Problem haben, wie Alpträume, aber auch in der Früh aufstehen und den Traum vergessen haben, kann er gut ansprechen. Tiefes Schauen wird helfen den rechten Freund zu finden, um mit ihm ein Stück des Weges zu gehen und mit ihm zu üben. Wir haben alle unsere eigene Weise, die Energie von Edelsteinen wahrzunehmen. Das ist das Schönste. Jeder Stein bringt ein neues Erlebnis und unterschiedliche Erfahrungen. Edelsteine als geistige Helfer wirken unerschöpflich. Je offener wir für Edelsteine sind, desto mehr lernen wir über sie, werden wirklich Freunde. Renate Sperling Edelsteine, deren Schwingungsfrequenzen mit jenen der Energiezentren des Menschen ident sind, können einen Entwicklungsprozess auf einer oder mehreren Ebenen heilsam unterstützen. Meine Liebe zu edlen und gewöhnlichen Steinen ist wahrhaft tief, gleichsam wie die Steine selbst und ihr Licht ewige Zeiten im Schoss von Mutter Erde verborgen sind. Ihre Gegenwart verkörpert eine Schönheit und Liebe, die von einer anderen Welt kommend erscheint, die berührt und ganz einfach innehalten lässt im Augenblick von Stein und Sein. Ich danke meinem Lehrer Paramahansa Bhawanada Dr. Gerhard Wenzel für die vielen Möglichkeiten und sanften Wegweisungen auf dem Qigongweg mit Edelsteinen und sogenannten gewöhnlichen Steinen zu arbeiten. von Siggi Maria Plenk Siggi Plenk, Dipl. Qigonglehrer und Gemmologe, Ausbildung in Hilfe zur Selbsthilfe

21 INTERNATIONALES GEMMOLOGISCHES SYMPOSIUM IN ÖSTERREICH Es stand uns nicht nur ein heißer Sommer ins Haus, sondern es wird auch ein hochinteressanter Gemmologen-Winter werden. Die Österreichische Gemmologische Gesellschaft ist im Jänner 2013 Gastgeber der FEEG. Erstmals haben wir eine dedizierte Internetseite für dieses besondere Ereignis, und laden Sie herzlich ein, einen kurzen Blick darauf zu werfen. Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund der internationalen Ausrichtung, diese Homepage nur in englischer Sprache führen. Sie können sich aber mit einem fantastischen Online-Werkzeug diese Webseiten auch übersetzen lassen. Dazu klicken Sie bitte den folgenden Link an: Internationales Symposium für Gemmologie Jänner 2013 Linz Veranstaltet von der österreichischen Gemmologischen Gesellschaft in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Oberösterreich (Gemmologische Akademie Linz). Information und Anmeldung unter: Absolventen der FEEG Prüfung 2012 bezahlte Werbung

22 GEMMOLOGIE Kursreihe EDELSTEINE und DIAMANTEN Modul 1: FARBEDELSTEINE und ORGANICS (START: September 2012) Dieser Lehrgang umfasst 12 Seminare inkl. Prüfung. EK 1 380,- EINFÜHRUNG IN DIE EDELSTEINKUNDE Grundbegriffe der Gemmologie. Eigenschaften und Merkmale von Edelsteinen, Geräte und Hilfsmittel und Sept EK 2 380,- UNDURCHSICHTIGE SCHMUCKSTEINE und deren Erkennungsmöglichkeiten in der Praxis. (Lapis, Opal, Türkis, Jade, etc.) und Oktober 2012 EK 3 380,- DURCHSICHTIGE EDEL- und SCHMUCKSTEINE und deren Erkennungsmöglichkeiten in der Praxis. (Quarz, Turmalin, Topas, Granat, Zirkon, etc.) und November 2012 EK 4 380,- DIE KÖNIGE DER EDELSTEINE Berylle und Korunde im Schmuckhandel, Erkennung, Fundorte und Einschlussdiagnostik und Februar 2013 EK 5 380,- BEHANDELTE EDELSTEINE Erkennen von Edelsteinbehandlungen anhand von praktischen Übungen, Nomenklaturbestimmungen und März 2013 EK 6 380,- FARBSTEINPRAKTIKUM I. Gemmologische Untersuchungsmethoden. Praktisches Identifizieren von Edelsteinen und Mai 2013 EK 7 380,- EDELSTEINSYNTHESEN und IMITATIONEN Erkennungs- und Unterscheidungsmöglickeiten, praktische Übungen und Juni 2013 EK 8 380,- FARBSTEINPRAKTIKUM II. Natürliche, behandelte u. synthetische Edelsteine. Erarbeiten vergleichender Merkmale. Herbst 2013 EK 9 380,- ORGANISCHE SCHMUCKMATERIALIEN Perlen, Korallen, Bernstein, Elfenbein und andere organische Substanzen, Artenschutz. Herbst 2013 EK ,- FARBSTEINPRAKTIKUM III. Edelsteinraritäten. Praktische Übungen. Herbst 2013 EK ,- WISSENSCHAFTLICHE GEMMOLOGIE Kristallographie, Analysemethoden, Übungspraktikum. Jänner 2014 EK ,- FACHPRÜFUNG FARBEDELSTEINE Voraussetzung: Kurse EK1 bis EK11, Diplomarbeit. Zweitägiges Wiederholungspraktikum. Schriftliche, mündliche und praktische Prüfung. Februar PUNKTE FÜR EINE EDLE ZUKUNFT als Basis für eine Karriere in der internationalen Juwelenbranche ENTSCHEIDEN Sie sich, in Ihre berufliche Zukunft zu investieren. INFORMIEREN Sie sich über die Möglichkeiten, Ihr Fachwissen auf dem Gebiet der Edelsteine zu erweitern. LERNEN Sie alles über die Welt der Edelsteine im Schmuckhandel. ERNTEN Sie die Erfolge ihrer Ausbildung in der täglichen Praxis Modul 2: DIAMANTEN (START: Jänner 2013) Dieser Lehrgang umfasst 4 Seminare inkl. Prüfung. DIA 1 370,- DIAMANTEN IM SCHMUCKHANDEL 380,- Erkennungsmerkmale natürlicher Diamanten und deren Imitationen, Diamantmarkt, Handel und Verkauf, Diamanttechnologie, internationale Graduierrichtlinien und Jänner 2013 DIA 2 598,- DIAMANTGRADUIERUNG IN DER PRAXIS Praktische Qualitätsbestimmung (Graduieren) von Brillanten. Erkennungsmöglichkeiten behandelter Diamanten Februar, und März 2013 DIA 3 370,- DIAMANTGRADUIERUNG FÜR FORTGESCHRITTENE 380,- Praktisches Graduieren von Diamanten. Diamant-Phantasieschliffe, Fancy Diamanten, synthetische Diamanten, Diamantexpertisen und April 2013 DIA 4 290,- FACHPRÜFUNG DIAMANTEN Voraussetzungen: Kurse DIA 1 bis DIA 3. Eintägiges Wiederholungspraktikum. Schriftliche, mündliche und praktische Prüfung Juni 2013 Mit Ablegung beider Prüfungen erhalten Sie Diplome für die Fachprüfungen Gemmologie und Diamanten sowie das nationale Diplom GEMMOLOGE WIFI-AUSTRIA, das Sie berechtigt, zur europäischen Diplomprüfung anzutreten. EUROPEAN GEMMOLOGIST Dieses von der Federation for European Education in Gemmology (FEEG) ausgestellte Diplom mit internationaler Anerkennung erhalten Sie nach Ablegung einer eintägigen Prüfung (mit einem Vorbereitungstag) in der jeweiligen Landessprache. Sie findet in allen europäischen Mitgliedsstaaten der FEEG am selben Tag statt. Termin: Juli 2014 GEMMOLOGISCHE AKADEMIE LINZ WIFI OÖ GmbH, 4024 Linz, Wiener Str INFORMATIONEN über Ablauf und Inhalt der Lehrgänge sowie der Gemmologenausbildung erteilen die Trainer: Prof. Leopold RÖSSLER Tel. 0664/ oder 01/ (ÖGEMG) Gabriela BREISACH, GWA, GG Tel. 0676/ KURS-ANMELDUNG Kundenservice: Tel /77 Online: TRAINER Prof. Leopold RÖSSLER Gabriela BREISACH, GWA, GG Mag. Dr. Waltraud WINKLER, M. Ed., GWA, EG Isabella ROTHBAU- ER, GWA, EG (Trainerassistentin) KURSE Die Edelsteinlehrgänge finden immer berufsbegleitend am Wochenende statt, in der Regel zu je 4 Tagen (Freitag und Samstag), aufgeteilt auf je 2 Wochenenden: Freitag h, Samstag h.

23 ICA NEWS Der neue Standort wurde im Rahmen einer kleinen Zeremonie in Anwesenheit des Board of Directors eröffnet. (Im Bild rechts außen: Bryan Pavlik, Europadirektor der ICA) ICA Headquarter Die International Colored Gemstone Association übersiedelte im Sommer 2012 ihr internationales Headquarter von New York nach Hongkong. Die neuen Büros, die sich im Schmuck- und Edelsteindistrikt Hongkongs befinden, wurden im Juli eröffnet. Ein englisch und chinesisch sprechendes Team wird sich um die Agenden kümmern. Präsident Wilson Yuen berichtet, dass die Entscheidung nach China zu gehen, keine leichte war. Der neue Standort soll aber die Organisation näher zu den aufstrebenden asiatischen Juwelen-Märkten und Herkunftsländern vieler Edel- und Schmucksteine bringen. Ein kleineres Büro in New York wird weiterhin erhalten bleiben. RÖSSLER S KORALLENBUCH Ich freue mich, Ihnen hier mein neustes Werk Korallen im Schmuck - Mädchen der Meere zu präsentieren. Sie finden das Buch als Dia-Show auf meiner Homepage und können sich damit einen Überblick verschaffen. Bei Interesse sende ich Ihnen das Buch gegen einen Unkostenbeitrag und Vorauskasse zu. Das Buch ist 2012 im Eigenverlag erschienen. Der Preis beträgt allgemein 65,-, für Mitglieder der ÖGEMG nur 60,-. Auf 198 Seiten finden Sie umfassende Informationen zum Thema Korallen. Mehr als 600 Bilder sollen Ihnen bei der Veranschaulichung der Thematik behilflich sein. Zum Erstlesen unter: bezahlte Werbung

24 NLite 24 Watt schlankes Tageslicht ein wahres Schmuckstück. Gutes für Ihre Augen! 2 DIALITE Flip klappt auf macht an! 3 GEMMODUL modulare Geräteserie: Kaltlicht-Spektroskop 100W, UV kurz/ langwellig, Polariskop & Refraktometer. 4 GEMMOSCOPE C LED kompaktes Dunkelfeld-Mikroskop mit LED pin-pointer. Vergrößerungen 10/20/40/60x, max. 120x. 5 Immersions-Zusatz für Gemmoscope C LED mit einem Handgriff umgebaut. 6 GEMMASTER StereoZOOM Dunkelfeld- Mikroskop mit kühlem 6.000K Tageslicht im Dunkelfeld und Auflicht. LED pin-pointer mit USB-Anschluß. ZEISS oder LEICA Optiken von x wählbar, max. 125x. SYSTEM EICKHORST D Hamburg Borsteler Chaussee Fon Fax bezahlte Werbung

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f a s z i n i e r e n d e z u c h t p e r l e n f a s z i n i e r e n d e z u c h t p e r l e n www.gellner.com D e r S p i r i t O f P e a r l s Jörg Gellner Zuchtperlen sind Naturschönheiten. Wasser ist ihr Element und Verführungskunst ihre Mission.

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