Arbeits- und Gesundheitsschutz

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1 Arbeits- und Gesundheitsschutz Vorbeugender Brandschutz im Büro- und Verwaltungsbereich Erstellt von der Stabsstelle Sicherheit 11/2010 Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss! Oberverwaltungsgericht Münster, 10A 363/86 vom

2 Bedingungen für ein Feuer Brennbarer Stoff Sauerstoff Es kommt zum Brand / Explosion, wenn alle drei Elemente zusammentreffen. Zündquelle Offene Flammen Elektrische Anlagen Strahlung Reibung Chemische Reaktionen Heiße Flächen Statische Elektrizität Mechanisch erzeugte Funken 3 Elektrische Geräte können einen Brand verursachen Vor jeder Nutzung Sichtkontrolle! Keine defekten Elektrogeräte, Verlängerungskabel, Mehrfachsteckdosen etc. verwenden. Defekte Elektrogeräte, Kabel etc. unverzüglich kennzeichnen, aussondern und ersetzen oder zur Reparatur geben. 4

3 Elektrische Geräte können einen Brand verursachen Stromversorgung nicht überlasten Kein Stand-by-Modus Kein Kabelsalat 5 Erhöhte Aufmerksamkeit ist notwendig bei Kaffeemaschinen, Wasserkochern etc. Regelmäßige Elektroprüfung ortsbeweglicher Geräte wie Kaffeemaschinen, Wasserkocher, Mikrowellen etc. durchführen lassen auch privat angeschaffte Geräte müssen geprüft werden! 6

4 Ein Feuer wird immer von Rauch begleitet SSI Die Rauchentwicklung eines Feuers wird oft unterschätzt. Ein Gebäude kann innerhalb von 2-3 Minuten vollständig verraucht sein. 7 Maßnahmen zur Brandverhütung / vorbeugender Brandschutz Baulicher Brandschutz: Brandabschnitte Flucht- und Rettungswege Notausgänge Betrieblicher / Organisatorischer Brandschutz: Reduzierung von Brandlasten Unterweisung der Beschäftigten hinsichtlich: Flucht- und Rettungswege vorhandener Löscheinrichtungen (Feuerlöscher, Löschdecken, Notduschen etc.) Verhalten im Brandfall Praktische Löschübung 8

5 Baulicher Brandschutz: Brandabschnitte und selbsttätig schließende Brandschutztüren Selbsttätig schließende Brandschutztüren: 1 Rauchmelder Die Brandschutztür wird durch einen Elektromagneten offen gehalten. 2 3 Wird einer der beiden Rauchmelder ausgelöst, wird die Magnethalterung entriegelt und die Tür schließt automatisch. 9 Selbsttätig schließende Brandschutztüren Selbsttätig schließende Brandschutztüren, die mit Rauchmeldern versehen sind, dürfen tagsüber offen stehen die Türen schließen bei Verrauchung im Brandfall automatisch. Rauchmelder 10

6 Einfache Brandschutztüren Einfache Brandschutztüren ohne Rauchmelder müssen geschlossen gehalten werden, um im Brandfall ihre Schutzfunktion ausüben zu können. Aufhalten und Feststellen dieser Türen ist nur für die Dauer einer Handlung erlaubt, die dies erfordert, z.b. um etwas hindurch zu transportieren. Die Türen sind danach sofort wieder zu schließen. 11 Baulicher Brandschutz: Flucht- und Rettungswege Der Flucht- und Rettungsplan hängt i.d.r. im Eingangsbereich eines Gebäudes aus. Informieren Sie sich über die vorhandenen Flucht- und Rettungswege! In einem Brandfall müssen Sie wissen, wie Sie schnell aus dem Gebäude herauskommen. 12

7 Baulicher Brandschutz: Flucht- und Rettungswege Folgen Sie der Flucht- und Rettungswegsbeschilderung! 13 Baulicher Brandschutz: Notausgänge Notausgänge müssen jederzeit frei zugänglich und von innen zu öffnen sein! Notausgänge sind mit Panikschlössern versehen, d.h. sie sind von innen jederzeit ohne Schlüssel zu öffnen! 14

8 Organisatorischer Brandschutz: Brandschutzordnung Die Brandschutzordnung der Universität Freiburg enthält viele Informationen zum Verhalten im Brandfall. Informieren Sie sich rechtzeitig! Brand melden In Sicherheit bringen Angabe zum Sammelplatz für das Gebäude 15 Organisatorischer Brandschutz: Notrufnummer Die Alarmierung der Feuerwehr Rettungsleitstelle ist von jedem Uni-Telefon aus möglich mit der Telefonnummer: Mit dieser Telefonnummer kann auch der Rettungsdienst gerufen werden. Ansonsten gelten folgende Notrufnummern: Leitstelle Feuerwehr Leitstelle Rettungsdienst 16

9 Organisatorischer Brandschutz: Sammelplatz (Beispiele) Sammelplatz Sammelplatz Begeben Sie sich direkt zum Sammelplatz und bleiben Sie dort, bis die Feuerwehr das Gebäude wieder freigibt! 17 Organisatorischer Brandschutz: Reduzierung von Brandlasten 18

10 Organisatorischer Brandschutz: Keine offenen Flammen in Bürobereichen Brennende Kerzen sind nicht erlaubt! 19 Organisatorischer Brandschutz: Verhalten im Brandfall SSI Verlassen Sie im Erstfall und/oder bei ertönen eines Alarmsignals sofort das Gebäude. Warnen Sie Ihre Kollegen, nehmen Sie ortsunkundige oder hilfsbedürftige Personen mit. Benutzen Sie beim Verlassen des Gebäudes keine Aufzüge. Benutzen Sie niemals verrauchte Flucht- und Rettungswege Lebensgefahr! Gehen Sie unverzüglich zum Sammelplatz! Sammeln Sie sich als Arbeitsgruppe oder Abteilung, um Vollständigkeit fest zu stellen. Bleiben Sie dort bis die Feuerwehr weitere Anweisungen gibt. 20

11 Organisatorischer Brandschutz: Verhalten im Brandfall Für Gebäude mit Brandmeldeanlagen, elektronischer Lautsprecheranlage und/oder akustischem Warnsignal gilt: niemals ein Alarmsignal ignorieren! Es könnte ein Erstfall sein! 21 Organisatorischer Brandschutz: Feuerlöscher Informieren Sie sich! Wo befinden sich die Feuerlöscher? Welche Feuerlöscher gibt es? Welchen Feuerlöscher sollen Sie im Brandfall zuerst verwenden? Pulverlöscher CO 2 -Löscher 22

12 Bedingungen für das Löschen Brennbarer Stoff Sauerstoff Zündquelle Ein Feuer kann nicht weiter brennen, wenn der Sauerstoff fehlt. 23 Die Brandklassen Brennbare Stoffe werden in 5 Brandklassen unterteilt: Brennbare feste Stoffe (flammen- und glutbildend) z.b. Holz, Papier, Textilien Brände von Metallen z.b. Al, Mg, Li, Na, K Brennbare flüssige Stoffe (flammenbildend) z.b. Benzin, Fett, Öl, Alkohol Fettbrände (pflanzliche & tierische Öle und Fette) in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen Brennbare gasförmige Stoffe (flammenbildend) z.b. Methangas, Propangas 24

13 Feuerlöscher Kohlendioxid CO 2 CO 2 -Löscher sind Dauerdrucklöscher, d.h. sie stehen ständig unter Druck, da Löschmittel und Druckgas in einem Behälter untergebracht sind. Sie sind einfach zu bedienen. Das CO 2 verdampft rückstandsfrei. Pulver Pulverlöscher sind Aufladelöscher. Das Löschmittel befindet sich im Löschmittelbehälter und steht nicht unter Druck. Das Druckgas ist in einer Stahlflasche oder Patrone gespeichert. Der Löscher wird erst bei Inbetriebnahme unter Druck gesetzt. Schaum Wasser Metallbrand 25 Löschen eines Entstehungsbrandes mittels eines Pulverlöschers Pulverlöscher sind ABC-Löscher Sie eignen sich zum Löschen bei Bränden von festen, flüssigen und gasförmigen brennbaren Stoffen. Sicherung entfernen Löscher aufladen Löschpistole betätigen Schauen Sie sich bitte die Feuerlöscher in Ihrem Arbeitsbereich an. Die Aktivierung ist auf dem Löscher beschrieben. Es gibt dabei verschiedene Modelle an Pulverlöschern. 26

14 Löschen eines Entstehungsbrandes mittels eines CO 2 -Löschers CO 2 -Löscher eignen sich zum Löschen von Bränden flüssiger Stoffe der Brandklasse B und bei Elektrobränden. Sicherung entfernen Feuerlöscher betätigen Niemals einen gebrauchten Feuerlöscher zurück an die Wand hängen! Informieren Sie bitte die Stabsstelle Sicherheit (Tel ), diese organisiert die Wiederbefüllung des Feuerlöschers. 27 Feuerlöscher müssen jederzeit griffbereit sein! 28

15 Eine praktische Löschübung wird von der Stabsstelle Sicherheit angeboten Die Stabsstelle Sicherheit bietet regelmäßig am letzten Donnerstag eines Monat ein Brandschutzseminar mit anschließender Löschübungen für die Mitarbeiter der Universität an. Nähere Informationen und die Online-Anmeldung finden Sie unter 29 Das Team der Stabsstelle Sicherheit zentrale Telefonnummer SSI Stefan-Meier-Straße 8, 2.OG (Eckgebäude Stefan-Meier-Str. / Albertstr.) Infos direkt auf unserer Homepage: oder unter Wie geht das? 30

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