Alster Fahrradachsen Vorfahrt für den Radverkehr!

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1 Vorfahrt für den Radverkehr!

2 Die Hamburger Bevölkerung liebt die Alster, das Alstervorland und den Alsterpark 2

3 erholen segeln joggen flanieren chillen Freunde treffen spazieren grillen 3

4 schauen genießen erleben Eis essen 4

5 Atmosphäre Boot fahren rudern Rad fahren Aussicht genießen 5

6 Fakten Die Außenalster ist eines der wichtigsten identitätsstiftenden Elemente Hamburgs und damit ein städtebaulich hoch sensibler Raum. Die Wege rund um die Alster weisen ein sehr hohes Fuß- und Radverkehrsaufkommen auf. Es sind die am stärksten frequentierten Radverkehrsstrecken in ganz Hamburg. 6

7 Analyse Viele radeln auf ihrem Arbeitsweg bewusst entlang der Alster. Einige Kilometer ohne Unterbrechungen, jeden Tag ein kleiner Urlaub, der Blick aufs Wasser, ein bisschen Erholung, ein Stück Hamburger Lebensgefühl. Die Wege sind für das hohe Radverkehrsaufkommen zu schmal. Daraus resultieren nicht nur Komforteinbußen, sondern auch verkehrssicherheitsrelevante Defizite. Die Flächenverteilung orientiert sich nicht mehr an der Bedeutung der einzelnen Nutzungen. 7

8 Hohes Radverkehrsaufkommen auch an Werktagen [Radfahrer/Tag] Zählungen werktags 6 19 Uhr Krugkoppelbrücke: Rad Kfz Harvestehuder Weg: Rad Kfz Alsterufer: Rad Kfz Leinpfad: Rad 460 Kfz Bellevue: Rad Kfz Fuß Schöne Aussicht: Rad Kfz Fuß Schwanenwik: Rad Kfz Alsterufer: Rad An der Alster: Rad Kfz 8

9 Befragung im März 2014 vier Tage (19., 20., 25., 26. März 2014) vier Befragungsorte, 516 Befragte ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung 9

10 Befragung im März 2014 Wegebeziehungen nach Stadtteilen Hauptrichtung Norden < > Süden ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung 10

11 Befragung im März 2014 Ergebnis (nach Häufigkeit): 1. Mangelnde Breite 2. Konflikte mit Fußgängern 3. Oberfläche schadhaft 4. Sichtverhältnisse 5. Kurviger Streckenverlauf 6. Sonstiges ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung 11

12 Jetzt ein Eis Achtung, nicht einfach anhalten! Runter vom Radweg! Halt s Maul! So schön grün hier Träum nicht! 12

13 Ich hab einen Termin! Kann die Alte nicht schneller fahren?! Warum kann man hier nicht überholen? Was hast du gesagt? Ist das eng hier! Ich seh nichts! Hier müsste man mal mit ner Heckenschere ran! 13

14 Alster Ist das wieder Fahrradachsen voll heute! Rück mal ein Stück, ich steh hier schon halb auf dem Radweg! Ey, nicht drängeln! Ich will da auch noch bei Grün rüber! Hat da überhaupt jemand gedrückt? Kannst du nicht den Arm raushalten? 14

15 Endlich die Straße überquert, ohne überfahren zu werden! Aber wie komm ich jetzt auf den Radweg? Da kommt schon wieder ein Auto 15

16 Kann man nicht mal den Radweg ausbessern? 16

17 Anlass und Ziele für das Projekt Es muss reagiert werden, um den Anforderungen gerecht zu werden und eine angemessene Qualität zu schaffen. Eine neue Flächenverteilung für die verschiedenen Nutzungen: für Fahrrad-Berufspendler und Freizeitradler, für Spaziergänger / Flaneure, Touristen und Jogger, (für Segler, Ruderer und Paddler). 17

18 Anspruchsniveau für Alster Fahrradachsen Verteilerfunktion für innenstadtnahen Radverkehr mehrere Velo- und Freizeitrouten berührt Radverkehrsstärken begründen übergeordnetes Anspruchsniveau (Radverkehr oft höher als Kfz-Verkehr) Einhaltung von Regel- oder gar Mindestanforderungen reicht nicht aus, v. a. bei den Breiten Abbau von Konflikten Radfahrer vs. Fußgänger hoher Bekanntheitsgrad hohe Symbolwirkung für die Förderung des Radverkehrs 18

19 Leitsätze Fahrradachsen entlang der Alster einrichten: mehr Platz für Radfahrer. Gehwege verbreitern: mehr Platz für Fußgänger. Radfahrer und Fußgänger stärker trennen: weniger Konflikte, weniger Unfälle. Parkcharakter mit Bäumen, Sträuchern und Grünflächen erhalten und, wo möglich, erweitern. Notwendigen Kfz-Verkehr ermöglichen. 19

20 Lösungsansatz: Umverteilung der Nutzungen / Flächen Fahrradstraßen am Westufer und am Ostufer (2 Abschnitte) Abschnitt 2: Bellevue Abschnitt 4: Fährhausstraße Schöne Aussicht Eduard-Rhein-Ufer Abschnitte 6 + 7: Alsterufer Harvestehuder Weg = 60 % der Gesamtstrecke (4,5 von 7,5 km) Verkehrsberuhigung am Nordufer (individuelle Lösung) Konzept für Südostufer (ggf. Zwischenlösung) 20

21 Fahrradstraßen sind quasi Radwege auf ganzer Fahrbahnbreite (Kraftfahrzeuge sind Gäste Anlieger frei), bieten Komfort (z. B. durch guten Belag und ggf. durch Vorfahrt für die Fahrradstraße), bieten Sicherheit (durch Sichtbarkeit), verhindern Konflikte (v. a. zwischen Rad- und Fußverkehr), erleichtern die Orientierung (klar erkennbare Hauptverkehrsbeziehung für Radverkehr). 21

22 Hier kommt man gut und komfortabel voran! Es ist ein richtig angenehmes Dahingleiten! 22

23 Fahrradstraßen Das bleibt gleich: Anwohner und Lieferverkehr dürfen wie bisher die Straße befahren (max. 30 km/h), Parkplätze bleiben wie bisher durch Beschilderung / Gestaltung angeordnet, Vorfahrt wie beschildert, sonst rechts vor links (Ausnahme: Gehwegüberfahrten), Gehwege bleiben Fußgängern vorbehalten. 23

24 Fahrradstraßen Das ändert sich: Radfahrer dürfen nebeneinander fahren Tempo 30, mit Rücksicht auf Radverkehr auch langsamer 24

25 Fahrradstraße Alsterufer Harvestehuder Weg (Blick stadtauswärts) 25

26 Fahrradstraße Alsterufer (Blick stadteinwärts) 26

27 Fahrradstraße Bellevue Fahrradstraßen (Blick stadteinwärts) entlang der Alster Visualisierung (ARGUS) Bellevue (Bild B) 27

28 Fahrradstraße Schöne Aussicht (Blick stadteinwärts) 28

29 Zusammenfassung Anlass / Problem: vorhandene Wege entlang der Außenalster sind dem hohen Rad- und Fußverkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen Lösungsansätze (je nach Abschnitt): Einrichtung von Fahrradstraßen, Konzepte für stärker Kfz-befahrene Abschnitte Effekt: Große Sichtbarkeit Hohe symbolische und auch faktische Bedeutung Gewinn für Radfahrer, Spaziergänger, Jogger, Touristen, 29

30 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation Alter Steinweg Hamburg 30

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