Das Engagement der gesetzlichen Krankenversicherung in der kommunalen Gesundheitsförderung und Prävention

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1 Das Engagement der gesetzlichen Krankenversicherung in der kommunalen Gesundheitsförderung und Prävention Landesgesundheitskonferenz Berlin Berlin, 07. Dezember 2017 Dr. Volker Wanek und Merle Wiegand, Abteilung Gesundheit

2 Agenda Handlungsfelder und Kriterien des GKV-Spitzenverbandes zur Umsetzung der 20, 20a und 20b SGB V: Leitfaden Prävention Nationale Präventionsstrategie und Bundesrahmenempfehlungen ( 20d, 20e SGB V) BZgA-Beauftragung ( 20a Abs. 3 und 4 SGB V) Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 2

3 Die Kommune als Dach -Setting Kitas, (Hoch-) Schulen Pflege- und Betreuungseinrichtungen Kommune, Stadtteil & Quartier Einrichtungen für Freizeit, Sport und Kultur Betriebe Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 3

4 Integrierte kommunale Strategien Träger von Lebenswelten Kommunen insb. ÖGD Träger der Kinder-/ Jugend-/ Sozialhilfe Familie (Vor-)Schule Ausbildung/ Studium Erwerbsleben Nachberufliche Lebensphase Jobcenter und Agenturen für Arbeit Krankenversicherung Unfallversicherung Einrichtungen des Sports, der Freizeit, der Kultur; weitere Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 4

5 Leitfaden Prävention Übergreifende Qualitätskriterien für eine gesundheitsförderliche Stadt(teil)entwicklung* die Aufnahme des Ziels Gesundheit in den Zielekatalog der Kommune, eine systematische und in die Sozialberichterstattung integrierte Gesundheitsberichterstattung, daraus abgeleitete, mit Zielen aller einschlägigen kommunaler Ressorts (insbesondere Stadtentwicklung, Jugendhilfe, Bildung) abgeglichene und unter Beteiligung der Bürger entwickelte Gesundheitsziele die Schaffung geeigneter Abstimmungs-, Koordinierungs- und Umsetzungsstrukturen die Etablierung von Gesundheitsverträglichkeit als Entscheidungskriterium für öffentliche Planungen. Keine Krankenkassenförderung bei Rückzug der Kommune * Unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Gesunde Städte Netzwerks, des Programms Soziale Stadt und des kommunalen Partnerprozesses Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 5

6 Leitfaden Prävention 2017 Lebensweltbezogene Präventions- und Gesundheitsförderungsziele für die Krankenkassen: Mitwirkung in kommunalen Steuerungsgremien Empfehlung eines kassenartenübergreifenden Vorgehens bei der Prävention und Gesundheitsförderung in Kommunen besondere Zielgruppen in der Lebenswelt Kommune Werdende und junge Familien sowie Alleinerziehende Ältere und alte Menschen arbeitslose Menschen Kinder und Jugendliche, insb. mit Suchtgefährdung bzw. aus suchtbelasteten und psychisch belasteten Familien Lebenswelten der Freizeitgestaltung einschließlich des Sports Berührungspunkte/Abgrenzungen der GKV-Leistungen zu anderen Trägern Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 6

7 Gesundheitsförderungsprozess gem. Leitfaden Prävention Initiierung und Koordinierung durch Kommune Vorbereitung Strukturaufbau & Vernetzung Analyse Evaluation Maßnahmenplanung Kontinuierlich: Transparenz des Prozesses / Partizipation der Zielgruppen / Qualitätssicherung Umsetzung Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 7

8 Lebensweltbezogenes Engagement der GKV Mehr als Lebenswelten (insb. Kitas, Grundschulen) 3,3 Millionen direkt erreichte Personen Hauptsächlich erreichte Zielgruppen: Kinder, Jugendliche, Eltern, pädagogisches Personal Steuerungsgremium ist Standard (83 %) Mehrheitlich Kombination verhältnis- und verhaltensbezogener Maßnahmen Einbringung von Ressourcen insb. durch öffentliche Verwaltungen, Ministerien 116 Millionen Euro in 2016 Quelle: Präventionsbericht 2017 (Berichtsjahr 2016) Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 8

9 Die nationale Präventionsstrategie Präventionsforum einmal jährlich durchgeführt von der BVPG berät entwickelt, schreibt fort erstellt alle vier Jahre Bundesrahmenempfehlungen (erstmals verabschiedet: ) Präventionsbericht (erstmals vorzulegen: ) zu berücksichtigen in Landesrahmenvereinbarungen BW BY BE* BB HB HH HE MV NI NW RP SL SN ST SH TH *Verhandlungen dauern noch an Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 9

10 Bundesrahmenempfehlungen Ziele und Zielgruppen Gesund aufwachsen Gesund leben und arbeiten Gesund im Alter werdende und junge Familien Kinder und ihre Eltern in der Kita-Phase Kinder und Jugendliche im Schulalter/in der Ausbildung Jugendliche und junge Erwachsene im Studium Erwerbstätige/Beschäftigte kleine und mittlere Unternehmen und ihre Beschäftigten Arbeitslose ehrenamtlich Tätige Personen in der nachberuflichen Lebensphase Personen in der stationären pflegerischen Versorgung Integrierte kommunale Strategien Schlüsselstellung der Kommunen für soziallagenbezogene Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 10

11 Bundesrahmenempfehlungen (BRE): Weiterentwicklung NPK-AG Kommunale Lebenswelten Integration der bestehenden Kooperationsempfehlungen zur trägerübergreifenden Zusammenarbeit (Kom SpiV-GKV, BA-GKV, KV-UV) Anregungen aus den Präventionsforen 2016 und 2017 Förderung integrierter kommunaler Strategien Schwerpunktsetzung zur Stärkung von Steuerungs- und Vernetzungsprozessen und zur institutionellen Verankerung von Gesundheitsförderung Thematische Schwerpunkte gemeinsamer Präventions-/Gesundheitsförderungsaktivitäten als Anwendungsbeispiele, z. B. Gemeinschaftsverpflegung Verabschiedung des weiterentwickelten BRE-Entwurfs in 2018 vorgesehen Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 11

12 Beauftragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung GKV-Spitzenverband gesetzlich zur Beauftragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit jährlich rund 33 Millionen Euro verpflichtet BZgA soll die GKV beim qualitätsgesicherten Ausbau der Prävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten unterstützen Vereinbarung zur Unterstützung der Krankenkassen bei der Erbringung von Leistungen zur Prävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten nach 20a Absatz 3 und 4 SGB V wurde im Juni 2016 abgeschlossen Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 12

13 Beauftragte Aufgaben Förderung von Strukturaufbau und Vernetzungsprozessen Anwendungsorientierte Forschung (z.b. Recherchen zu Evidenzen in der Prävention und Gesundheitsförderung, Implementierungsforschung) Entwicklung und Erprobung gesundheitsfördernder Konzepte (insbesondere für sozial benachteiligte Zielgruppen) Maßnahmen zur Qualitätssicherung und wissenschaftlichen Evaluation Evaluation kassenartenübergreifender Projekte Aufbau von Online-Informationssystemen Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 13

14 Stärkung der kommunalen Gesundheitsförderung und Prävention Ausbau der Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit Verstärkung der bisherigen GKV-Förderung und Weiterentwicklung der Arbeit der KGC gemeinsam mit den Bundesländern Aufstockung des KGC-Fachpersonals auf durchschnittlich zwei Vollzeitäquivalente je Bundesland für zunächst drei Jahre Qualitative Weiterentwicklung der KGC Begleitende Evaluation Ziel: Prävention und Gesundheitsförderung in den Ländern und Kommunen gemeinsam stärken Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 14

15 Stärkung der kommunalen Gesundheitsförderung und Prävention Förderung integrierter kommunaler Strategien Intensivierung der Zusammenarbeit von GKV und Kommunen auf Basis des GKV- Leitfadens Prävention Unterstützungsangebote zum Auf- und Ausbau kommunaler Informations- und Abstimmungsgremien und Netzwerken Verstärkung des Engagements insbesondere für sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen durch Entwicklung/Erprobung von Maßnahmen und Integration dieser in kommunale Strategien ältere/alte Menschen Alleinerziehende Menschen mit Behinderungen Menschen mit Migrationshintergrund Kinder aus sucht- oder psychisch belasteten Familien Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 15

16 Stärkung der kommunalen Gesundheitsförderung und Prävention Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung Fortführung des Kooperationsprojekts von GKV und BA, auch mit kommunalen Grundsicherungsträgern und Arbeitsagenturen Deutscher Landkreistag, Deutscher Städtetag neben BA Partner 120 Jobcenter und Agenturen für Arbeit wirken mit Einbezug kommunaler Strukturen und bestehender Angebote Integration in kommunale Strategien Evaluation hinsichtlich Zusammenarbeit der Partner und Wirksamkeit der Maßnahmen Verankerung in den Landesrahmenvereinbarungen Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 16

17 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Landesgesundheitskonferenz Berlin Seite 17

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