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1 Bedarfsgerechte Rehastrategien für Patienten nach hämatologischen Transplantationen und beim Multiplen Myelom 7. Freiburger Patienten und Angehörigen - Forum Prof.Dr. med. Hans Helge Bartsch, Klinik für Onkologische Rehabilitation des Universitätsklinikums Freiburg in der Klinik für Tumorbiologie Freiburg

2 Leukämie/Lymphomtherapien Intensive Chemotherapie akute Nebenwirkungen Phase der Abwehrschwächung Infektions/Blutungsgefahr Stammzelltransplantation chronische Folgestörungen

3 Systemtherapie-Folgen Chemotherapie Übelkeit Haarverlust Geschmacksstörungen Schleimhautprobleme Gelenkbeschwerden (Anlaufschmerzen) Aufmerksamkeits- + Konzentrationsstrg. Sensibilitätsstörungen Vorzeitige Menopause Osteoporose

4 Blutstammzelltransplantation (HSCT)

5 Mittel- und langfristige körperliche Folgestörungen bei Patienten mit Leukämien/Lymphomen nach Blutstammzelltransplantation chronische GvHD Infektionen Autoimmunerkrankungen neuroendokrine Störungen Augenprobleme Osteoporose Zahnprobleme Störungen des Harn- und Genitaltraktes sekundäre Malignome

6 Definition des Fatigue Syndroms (CrF) FATIGUE ist eine subjektiv erlebte Form der Müdigkeit und Erschöpfung (körperlich, seelisch, kognitiv) infolge einer Tumorerkrankung/ behandlung, die nicht in Zusammenhang mit körperlicher Aktivität steht und Alltagsaktivitäten einschränkt Nach NCCN 2011

7 Wie können wir Fatigue behandeln? Allgemeine Strategien/ Verhaltensempfehlungen Alltagsstruktur und Aktivitätsplanung Nicht-medikamentöse Therapien: Aufklärung und Beratung Sport- u. Bewegungstherapie Cramp & Daniel 2008; Mustian et al 2009 Psychosoziale Therapiemaßnahmen wie Psychoedukation, Entspannungstherapie, Meditation Jacobsen et al 2007; Mustian et al 2007

8 Physiotherapie, Sporttherapie und medizin. Trainingstherapie

9 Kontrolliertes Ausdauertraining

10 Behandlung der Polyneuropathie (Taubheitsgefühl ) Diagnostik : Beschwerdeskala, neurologische Untersuchung Therapieansätze: Vierzellenbäder, Galileo Training (Vibrationsplatte) Akupunktur, Einreibungen, Medikamente? Gleichgewichtstraining, Gal Barfußpark

11 Bereiche mit spezifischem Rehabedarf nach Blutstammzelltherapie Ernährung Schulung der MitarbeiterInnen in Speisesaal und Küche Erstgespräch möglichst noch am Anreisetag Gesprächsgruppe 1x/Woche (Schulung/Erstellung des Speiseplans) 3 Diätstufen; klassifiziert nach Keimarmut und Verträglichkeit

12

13 Neuropsychologische Probleme nach Chemotherapie Vergesslichkeit im Alltag Bekanntes nicht erinnern (Namen!) sich nicht konzentrieren können Schusseligkeit verlangsamtes Denken / Reagieren den Faden verlieren / abschweifen es wird mir schnell zuviel einen müden Kopf haben schnelle geistige Erschöpfung

14 Bereiche mit spezifischem Rehabedarf nach Leukämie/Lymphomtherapie und HSCT Gedächtnis-Training ohne PC 8 TeilnehmerInnen von spezialisierter Ergotherapeutin geleitet breites Spektrum an Übungen Alltagsnähe, Transfer Austausch in der Gruppe 4 x 45 min./woche Gedächtnis-Training PC-Training breites Angebot an Trainingssoftware (COGPACK) Einzeltraining in der Gruppe (max. 4 Pers.) individualisiertes Üben mit Betreuung und Feedback! 4 x 45 min./woche

15 Langzeitfolgen bei Patienten nach Leukämie/Lymphomtherapie Psychosoziale Therapiefolgestörungen : - Depression u. Angstzustände (Rezidivangst) - Störungen des Selbstwertgefühls - Partnerschaftskonflikte (Kommunikation, Sexualität)

16 Patienten in der Spätphase >Tag +180 (+360) AZ WHO Grad 0-2 Probleme bei der Wiederaufnahme der Rollenfunktion in Familie und Privatleben Gefährdung der Erwerbstätigkeit, Probleme bei der beruflichen Reintegration Vermehrte psychophysische Erschöpfung mit Krankheitswert Muskuloskelettale Probleme Störungen des Sexuallebens

17 Stationäre und ambulante Rehabilitation in der Klinik für Tumorbiologie Freiburg/Br.

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