BWL im Fokus 2004/05. Fakultät für Betriebswirtschaft Munich School of Management Ludwig-Maximilians-Universität München

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1 Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes LMU BWL im Fokus 2004/05 BLAUER DUNST gesundheits-ökonomische Studie des Rauchens Professor Eberhard Witte Interview mit einem Emeritus Human Resource Management eine neue spezielle Betriebswirtschaftslehre Fakultät für Betriebswirtschaft Munich School of Management Ludwig-Maximilians-Universität München

2 Editorial 3 Liebe Studierende, Mitarbeiter, Ehemalige, Förderer und Freunde der Fakultät, seit der letzten Ausgabe von BWL im Fokus sind zwei ereignisreiche Semester vergangen. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die es den Ländern nun erlaubt, Studiengebühren zu erheben, der Prozess der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge und schließlich die Umstrukturierung der bayerischen Universitätslandschaft auf Basis der Empfehlungen der Mittelstraß-Kommission haben uns jede Menge Aufmerksamkeit gebracht. Wir begrüßen die Einführung von Studiengebühren unter Rahmenbedingungen, die eine Selektion nach Finanzkraft vermeiden, weil wir uns damit zusätzlichen Wettbewerb erhoffen. Man wird sehen, ob die Verantwortlichen die Chance nutzen, über die Gebührenstruktur eine gewisse Steuerungswirkung zu entfalten. Mit identischen Preisen für alle Fächer und alle Studienorte wird das nur schwer möglich sein. Es wäre nicht verwunderlich, wenn unsere Studierenden heftig protestierten, weil sie nach wie vor im Grundstudium mit 800 und mehr Kommilitonen im gleichen Hörsaal sitzen, während sich die Studierenden in weniger stark nachgefragten Fächern von Anfang an in Kleinstgruppen ausbilden lassen. Es wäre aus unserer Sicht wünschenswert, dass sich die Preise zumindest ansatzweise wie in Märkten an Angebot und Nachfrage ausrichten. Wenig Begeisterung können wir dagegen für Pläne entwickeln, Studiengebühren nach Kosten pro Studienplatz zu erheben. Ein Medizinstudium oder ein Physikstudium wäre dann teuer, BWL, Jura und vergleichbare Fächer wären billig und würden vermutlich schon allein deshalb Massenfächer bleiben. Dabei wäre die Verbesserung der Betreuungsrelationen gerade in unserem Fach dringend nötig. Womit wir beim zweiten Thema wären, der Umstrukturierung der bayerischen Universitätslandschaft (siehe ausführlicher Bericht auf Seite 16). Gemeinsam mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der TU haben wir der Mittelstraß- Kommission ein Positionspapier zur künftigen Zusammenarbeit der beiden Fakultäten vorgelegt. Dabei bieten wir die Gründung einer international konkurrenzfähigen Wirtschaftshochschule an, die wir allerdings an Rahmenbedingungen geknüpft haben, die wir bei europäischen Wettbewerbern so vorfinden: Wenn dort ein Dozent drei bis neun Studierende betreut, hier jedoch 45, dann werden wir uns in den einschlägigen Rankings trotz aller Anstrengungen nicht oben positionieren können. Professor Manfred Schwaiger Dekan der Fakultät für Betriebswirtschaft Nun zu den Änderungen, die wir selbst beeinflussen können. Mit Hochdruck arbeiten wir gerade an der Einführung konsekutiver Studiengänge: Mit etwas Glück starten wir mit dem Bachelor noch im kommenden Wintersemester es wird ein Qualitätsprodukt sein, vom Stoffumfang nur geringfügig unterhalb des Diploms anzusiedeln und damit als Regelabschluss geeignet. Im Masterbereich haben wir uns mit Partnern in Frankreich (EM Lyon) und England (Aston) zusammengeschlossen und konzipieren gerade einen Master of Science in Management, und die Entwicklung eines MBA in Kooperation mit anderen European Research League Universitäten hat ebenfalls begonnen. Bewegte Zeiten, entscheidende Weichenstellungen! Ich wünsche Ihnen als Dekan im Namen der gesamten Fakultät viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe. Ihr Professor Manfred Schwaiger Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

3 Fachbeiträge 6 Kommunikationswirkung des Kultursponsoring 6 Blauer Dunst 8 Benchmarking von Call Centern 10 Den Aktionär verstehen 12 Fakultät für Betriebswirtschaft 14 Bachelor und Master 15 Münchener Fakultäten für BWL 16 Hochschulpolitik in Bayern 17 Gründergeist an der Universität 17 Partnerprogramm TOP-BWL 18 Professor Michael Beckmann für die Fakultät gewonnen 20 Symposium zum 65. Geburtstag von Professor Elmar Helten 22 Pensionierung von Professor Hermann Meyer zu Selhausen 23 Herausragende Persönlichkeiten - der emeritierte Professor Eberhard Witte 24 Professor Wolfgang Ballwieser: Rechnungswesen und Prüfung 26 Professor Eric von Hippel ausgezeichnet 27 Ehrendoktor für Professor Eli Noam 27 Alumni 28 Alumni schätzen ihre Alma Mater 29 Kurzportrait von Dr. Christine Bortenlänger 30 Kurzportrait von Walt Disney 30 SAP-Kurse von BearingPoint wieder belebt 32 Zweites Symposium des PuCnet Alumni 33 Fördergesellschaft Marketing e.v. 34

4 Forschung 36 Publikationen 36 Promovenden 38 Habilitanden und junge Professoren 42 Drittmittelprojekte 45 Beiträge aus dem Forschungsstudium 50 Auszeichnungen 53 Studierende und Lehre 54 Absolventen 54 TEG the entrepreneurial group e.v. 56 Empirische Ökonomie 57 Unternehmensethik - neue Option im Hauptstudium 57 Außergewöhnliche Lehrveranstaltungen 58 durchblick FORUM 61 Auszeichnungen für Studierende 62 Veranstaltungen 63 Tagungen 63 Vortragsreihen und Vorträge 65 Internationales 68 European Master Programme und Studentenaustausch 68 Internationaler MBA-Kurs 69 Eindrücke von einer Gastprofessur in den USA 70 German Chronicles : Biergärten 72 Unvergessliche Momente am Ufer des Yangtse 73 Wirtschaft und Gesellschaft Japans 74 Wissenswertes 76 Veranstaltungskalender 76 Ansprechpartner 77 Herausgeber: Redaktion: Lektorat: Gestaltung: Fakultät für Betriebswirtschaft Forum Münchner Betriebswirte e.v. Tara Ebert, Fakultät für Betriebswirtschaft Florian Habermann, LMU Management Alumni Dr. Anke Jaros-Sturhahn, Fakultät für Betriebswirtschaft Caroline Lerch Patrizia Vivani Druck: Color-Offset GmbH Bilder: Pressestelle, LMU München, Bayerische Börse München, FVAmuc (Titelbild und andere), Friedrich Schmidt (diverse) Berichtszeitraum: April 2004 März 2005 Erscheinungstermin: April 2005 Auflage: Stück Kommentare an: 2005 by Fakultät für Betriebswirtschaft Munich School of Management Ludwig-Maximilians-Universität. Alle Rechte an dieser Ausgabe, auch die des auszugsweisen Nachdrucks, alle Arten der Speicherung, der Vervielfältigung und der Wiedergabe sind vorbehalten. Für eventuell fehlerhafte Angaben und eintretende Änderungen wird keine Haftung übernommen.

5 6 Fachbeiträge Kommunikationswirkung des Kultursponsoring Wenig untersuchte Instrumente der Kommunikationspolitik Manfred Schwaiger Seit 1999 untersucht das Institut für Unternehmensentwicklung und Organisation der LMU München in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Kultursponsoring (AKS) im BDI e.v. und einigen Kulturinstitutionen Kultursponsoring als ein Instrument der Kommunikationspolitik von Unternehmen. Das Forschungsprojekt ist auf acht Jahre angelegt. Aufmerksamkeitswirkung und Akzeptanz Damit eine Kommunikationsmaßnahme überhaupt ihre Wirkung entfalten kann, müssen so genannte Aufmerksamkeitsbarrieren überwunden werden. Auf fünfzehn unterschiedlichen Kulturveranstaltungen wurden mehr als Besucher befragt, um zu ermitteln, ob das Kultursponsoring in der Lage ist, diese erste Hürde im Kommunikationsprozess zu nehmen. Obwohl im Vergleich zum Sportsponsoring oder der klassischen Werbung die reine Aufmerksamkeitswirkung sicher nicht die Stärke des Kultursponsoring darstellt, konnten im Durchschnitt über 40% der Probanden ungestützt den (Haupt-) Sponsor der betreffenden Veranstaltung nennen. Zudem begegneten rund 90% der Rezipienten der Kommunikationsform Kultursponsoring mit Akzeptanz. Die Wirkung auf die Mitarbeiter Mitarbeiter werden immer wieder als wertvollste Ressource der Unternehmung bezeichnet, sie bilden die Schnittstelle zum Kunden und transportieren damit die Unternehmensidentität. Nicht zuletzt sind Mitarbeiter auch Multiplikatoren der Unternehmenskommunikation und können durch ihre Kommunikation mit Freunden und Bekannten Einstellungen gegenüber dem Unternehmen positiv oder negativ beeinflussen. In drei Unternehmen, darunter der Luxusgüterhersteller Montblanc, wurden insgesamt 726 Beschäftigte schriftlich befragt, um die Treiber der Arbeitszufriedenheit und damit der Motivation zu identifizieren. Unter den Merkmalen, die Zufriedenheit mit der Arbeitssituation und Motivation vergleichsweise deutlich beeinflussen, nehmen der Stolz auf die Firma und das Firmenimage vordere Plätze ein. Investitionen in diese Komponenten, in die Reputation einer Firma, sind daher für Unternehmen auch im Sinne der Mitarbeiterbindung und der Leistungssteigerung sinnvoll. Musikveranstaltung im Gasteig

6 Fachbeiträge 7 Moderne Kunst in Bayern Die Auswertungsergebnisse im Bereich der Anforderungsprofile zeigten, dass die Beschäftigten mit höherem Anforderungsprofil an das gesellschaftliche Engagement und an das Image der Firma also Personen, denen auch das Kultursponsoring-Engagement des Arbeitgebers wichtig ist im Durchschnitt zufriedener, stärker weiterempfehlungsbereit und besser integriert sind. In der Gesamtheit aller Befragten ist ein signifikanter Einfluss der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung oder des Sponsoring in allen Erscheinungsformen auf die Gesamtzufriedenheit nicht nachzuweisen. Für den besonders reputationsorientierten männlichen Teil der Beschäftigten gilt jedoch, dass die Gesamtzufriedenheit um so besser ist, je stärker das gesellschaftliche Engagement des Arbeitgebers wahrgenommen wird. Auf die Weiterempfehlungsbereitschaft haben diese Faktoren sogar in der vollen Gesamtheit Einfluss, nicht jedoch auf den Grad wahrgenommener Integration. Die Wirkung auf die Kunden Die zentrale Frage dieser Teilstudie lautet, ob Maßnahmen der Kulturkommunikation eine signifikante Steigerung der Kundenbindung erwarten lassen. Zu diesem Zweck wurde in einer Querschnittanalyse die Kundenbindung von rund Kunden einer Bank in Baden-Württemberg ermittelt und als Kontrollvariable die Kenntnis des Kultursponsoring-Engagements der Bank mitgeführt. Das zentrale Ergebnis der Untersuchung ist, dass Kunden, die das Kultursponsoring- Engagement der Bank kennen, eine signifikant höhere Bindung an die Bank aufweisen. Diese Bindung wiederum wird durch eine signifikant höhere Ausprägung des Konstruktes Vertrauen verursacht. Die Wirkung auf die breite Öffentlichkeit Sponsorships im Kulturbereich können die Reputationswahrnehmung des Sponsors in der Öffentlichkeit zumindest kurzfristig positiv beeinflussen. Vor allem die Reputationstreiber Verantwortungsübernahme und Performance werden in diesem Zusammenhang positiv geladen. Ob auch langfristige Verschiebungen im Reputationsurteil durch Kultursponsoring nachweisbar sind, untersucht das Institut für Unternehmensentwicklung und Organisation der LMU München derzeit im Rahmen einer Langzeitstudie, an der über Probanden beteiligt sind. Erste Ergebnisse dazu werden im Spätsommer 2005 vorliegen. Professor Manfred Schwaiger Die bisher vorliegenden Ergebnisse sind in Zwischenberichten ausführlich dokumentiert und stehen kostenlos zum Download zur Verfügung unter: Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

7 8 Fachbeiträge Blauer Dunst Eine gesundheitsökonomische Studie des Rauchens Nicht nur aus medizinischer und epidemiologischer Sicht, sondern auch aus gesundheitsökonomischer Sicht ist Zigarettenrauchen ein wichtiges Thema. Das Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen untersucht seit mehreren Jahren wirtschaftliche Fragestellungen im Bereich des Tabakkonsums. Eine aktuelle Studie befasst sich mit den Schäden, die in Deutschland im Jahr 2002 dem Zigarettenrauchen zuzurechnen sind. Untersucht wurden die Anzahl der Todesfälle, die verlorenen Lebensjahre sowie die Kosten der medizinischen Versorgung und des Arbeitsausfalls. Die Studienergebnisse weisen darauf hin, dass durch effektive Maßnahmen in erheblichem Umfang Gesundheit verbessert und Schadenskosten gesenkt werden können. Das Gesamtprojekt Die Ermittlung der gesundheitlichen und ökonomischen Folgen des Rauchens in einer Bevölkerung ist ein aufwändiges Vorhaben, für das zahlreiche Daten zusammengeführt werden müssen. Auf der gesundheitlichen Seite gehören dazu die Rauchprävalenz und die relativen Risken. Die Prävalenz beschreibt die Häufigkeit des Rauchens in einer Bevölkerung und wird meist nach Alter und Geschlecht unterschieden. Das relative Risiko gibt an, um wie viel häufiger der Raucher im Vergleich zu einem Nichtraucher an einer bestimmten Krankheit erkrankt. Auf Basis solcher Daten lassen sich nach Diagnosen unterschieden die Anteile der Todesfälle und Erkrankungen in einer Bevölkerung berechnen, die dem Rauchen zuzurechnen sind. In der Studie wurden Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, Erkrankungen der Atemwege, perinatale Erkrankungen und tödliche Verbrennungen berücksichtigt. Die Daten zum Rauchverhalten wurden deutschen Studien entnommen, während die Daten zu den relativen Risiken aus großen amerikanischen epidemiologischen Studien stammen. Basierend auf diesen Informationen wurde für jede berücksichtigte Krankheit der dem Rauchen zurechenbare Morbiditäts- und Mortalitätsanteil kalkuliert. Im Anschluss erfolgte eine Ermittlung der medizinischen Versorgungskosten und des Arbeitsausfalls. Dabei gingen Leistungs- und Ausgabendaten verschiedener Finanzierungsträger und Versorgungssektoren in Deutschland ein, darunter diejenigen zur Versorgung in niedergelassenen Praxen, im Krankenhaus und in der Rehabilitation. Das Forschungsprojekt knüpft an die Vorläuferstudie The costs of health damages and productivity losses attributable to cigarette smoking in Germany von R. Welte, H.H. König und R. Leidl an, die im European Journal of Public Health 10 (1) veröffentlicht wurde. Gesundheitliche Folgen des Tabakkonsums Im Jahr 2002 waren in Deutschland dem Rauchen knapp vorzeitige Todesfälle zuzuschreiben dies entspricht der Einwohnerzahl einer kleinen Großstadt. Mehr als 80% der rauchbedingten Todesfälle wurden in jeweils etwa gleicher Größenordnung durch Herz-Kreislauferkrankungen und durch Krebserkrankungen verursacht. Die Anzahl der dadurch verlorenen Lebensjahre belief sich auf 1,6 Millionen. Etwa 30% der rauchbedingten Todesfälle und verlorenen Lebensjahre entfallen derzeit auf Frauen. Für die Bewertung des Produktivitätsverlusts sind die Todesfälle im erwerbsfähigen Alter heranzuziehen: Knapp Erwerbsfähige starben an den Folgen des Rauchens. Damit entfiel auch die Hälfte aller durch das Rauchen verlorenen Jahre auf das Erwerbstätigenalter. 0,48 Männer 1,15 Frauen Durch das Rauchen verlorene Lebensjahre, in Millionen, Deutschland 2002 Quelle: Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen, GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit. Ökonomische Folgen des Tabakkonsums Krankheiten verursachen generell zwei wichtige Arten von Kosten: Kosten der medizinischen (und anderen) Versorgung werden als direkte Kosten bezeichnet. Indirekte Kosten beschreiben den Wert des Arbeitsausfalls oder des Produktivitätsverlustes monetär. Nach der Studie betrugen im Jahr 2002 die Kosten der medizinischen Versorgung rauchbedingter Krankheiten in Deutschland 7 Mrd. Euro. Über die Hälfte wurde durch die Versor-

8 Fachbeiträge 9 gung von Herz-Kreislauferkrankungen verursacht. Die andere Hälfte der Versorgungskosten fällt zu fast gleichen Teilen auf Atemwegserkrankungen und Krebserkrankungen. Die Versorgung von perinatalen Erkrankungen und Verbrennungen macht einen sehr kleinen Anteil der direkten Kosten aus. Gut über die Hälfte der direkten Kosten entstand schließlich bei der Behandlung im Krankenhaus. Der gesamte Ausfall an potenzieller Arbeitskraft summierte sich auf 12,4 Mrd. Euro. Davon entfielen etwa ähnliche Größenordnungen auf Verluste durch frühzeitigen Tod und Arbeitsunfähigkeit sowie ein etwas kleinerer Anteil auf Verluste durch Frühverrentung. Unter den Krankheiten hatte der Krebs die größte Bedeutung, da er in besonderem Maß Raucher schon im Erwerbstätigkeitsalter trifft. Unberücksichtigt ist damit noch der rauchbedingte Ausfall an unbezahlter Arbeit. Dieser kann über Zeitverwendungsstudien und den Opportunitätskosten- oder den Substitutionskostenansatz abgeschätzt werden. Mit dem Ausfall an unbezahlter Arbeit können sich die indirekten Kosten bei vorsichtiger Berechnung fast verdoppeln (Substitutionskostenansatz). Ohne Berücksichtigung des Anteils unbezahlter Arbeit sind dem Zigarettenrauchen in Deutschland 2002 insgesamt knapp 20 Mrd. Euro an direkten und indirekten Kosten zuzurechnen. Milliarden Euro Ambulant Krankenhaus Rehabilitation Arbeitsausfall durch Krankheit Arbeitsausfall durch vorzeitigen Tod Krebs Herz-Kreislauf Atemwege Direkte und indirekte Kosten nach Krankheitsart und Art der Versorgung Quelle: Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen, GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit. Rauchen ist unästhetisch Fazit Die Studie liefert eine detaillierte, aber vorsichtige Berechnung der Schadenskosten des Rauchens in Deutschland. Eine Reihe von Kostenkategorien konnte wegen fehlender geeigneter Daten nicht berücksichtigt werden: so durch das Passivrauchen bedingte Erkrankungen und durch Raucherpausen" bedingte Arbeitsausfälle. Auch die Kosten für Prävention, Forschung und Ausbildung wurden nicht den Schadenskosten zugerechnet. Häufig wird nach den Auswirkungen eines Rauchverbots auf die Gesundheitsausgaben gefragt. Für eine Krankenversicherung sind die Ausgaben für Raucher höher als für gleichaltrige Nichtraucher. Die kürzere Lebenserwartung vermindert hingegen die Versorgungskosten. Zum Gesamteffekt in der Krankenversicherung liegen in der Literatur jedoch ambivalente Aussagen vor. Nimmt man die Rentenversicherung hinzu, so fallen für Raucher vermehrt Erwerbsunfähigkeitsrenten an, während wiederum wegen der kürzeren Lebenszeit die Altersrenten erheblich geringer sind. Damit lässt sich aus den Studienresultaten nicht folgern, dass eine erfolgreiche Prävention des Rauchens zu einer Senkung der Ausgaben der Sozialversicherung führt. Die Höhe der berechneten Schäden zeigt aber, dass wirksame Präventions- und Tabakkontrollmaßnahmen in erheblichen Umfang Lebensjahre gewinnen und die durch Rauchen bedingten Schadenskosten reduzieren können. Professor Reiner Leidl Robert Welte Simone Neubauer Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

9 10 Fachbeiträge Benchmarking von Call Centern Call Center in der modernen Dienstleistungsgesellschaft Anton Meyer Roland Kantsperger Call Center bzw. ihre Entwicklung zu multimedialen Customer Interaction Centern sind aus unserer modernen Dienstleistungsgesellschaft kaum mehr wegzudenken. Die Politik erhoffte sich in diesem Bereich eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze (Stichwort Jobmaschine Call Center ). Unternehmen verfolgen mit dem Modell eine Vielzahl marketingstrategischer Zielsetzungen. Man beabsichtigt, weitgehend unabhängig von Zeit und Ort den Kunden umfassend und individuell zu beraten, zu bedienen und auf effiziente Art und Weise an das Unternehmen zu binden. In der Realität stellt sich aus Kundensicht, und das wissen wir aus eigener Erfahrung, jedoch häufig ein anderes Bild dar. Das Gesamtprojekt Das Institut für Marketing hat unter der Leitung von Professor Anton Meyer und Dr. Roland Kantsperger im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekts eine branchenübergreifende Benchmarkingstudie von 59 Call Centern aus sieben Branchen durchgeführt. Eine branchenübergreifende Vorgehensweise erschien im Besonderen vorteilhaft, da auch die Kundenerwartungen zunehmend branchenübergreifend entstehen. So wird z.b. ein Kunde nicht nur die Kompetenz und Freundlichkeit der Betreuung der Call Center innerhalb einer Branche vergleichen, sondern sich vielmehr daran orientieren, welches Call Center den grundsätzlich besten Service bietet. Auch ein Blick auf die einzelnen Leistungsmerkmale erbringt interessante Erkenntnisse. So wird die gerade im Call Center Bereich sehr häufig diskutierte Freundlichkeit der Agenten von den Kunden durchschnittlich mit einem Wert von 1,72 bemessen. Das beste Call Center erreicht hier sogar einen Wert von 1,34. Das schlechteste Unternehmen der Stichprobe kommt immer noch auf einen Durchschnittswert von 2,21. Somit wird deutlich, dass die Unternehmen in diesem Bereich offenbar ihre Hausaufgaben gemacht und ihre Mitarbeiter erfolgreich auf Freundlichkeit getrimmt haben. Eine weitergehende Analyse zeigt jedoch, dass der Aspekt der Freundlichkeit keinen wichtigen Zufriedenheitstreiber darstellt. Ein freundliches Auftreten der Mitarbeiter wird von den Kunden immer mehr als Selbstverständlichkeit angesehen und stellt somit kaum ein Differenzierungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz dar. Demgegenüber besteht z.b. bei den Leistungskomponenten fachliche Kompetenz, Individualität oder zuverlässige Erledigung des Anliegens meist noch größeres Verbesserungspotenzial. Neben dem Management der Interaction Center wurden auch über Mitarbeiter und über Kunden auf Basis entsprechender Primärerhebungen in die Studie integriert. Durch die umfassende Herangehensweise war es möglich, facettenreiche Ergebnisse zu generieren, Lücken zwischen den einzelnen Perspektiven aufzudecken und nicht zuletzt prägnante Handlungsempfehlungen abzuleiten. Mitarbeiterinnen eines Call Centers Wesentliche Ergebnisse aus Sicht des Kunden Die Befragung von über Kunden der Call Center erbrachte eine durchschnittliche Globalzufriedenheit von 2,05 und somit einen sehr guten Wert (Skala von 1=vollkommen zufrieden bis 5=unzufrieden). Die Ergebnisse zeigen ferner, dass eine hohe Kundenzufriedenheit tendenziell auch mit einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit einher geht und dass die Höhe der Kundenzufriedenheit von den Mitarbeitern in der Regel deutlich niedriger eingeschätzt wird als sich diese in der Realität darstellt. Besonders eindrucksvoll sind die Ergebnisse, die den Zusammenhang von Beschwerdezufriedenheit und Kundenzufriedenheit dokumentieren (vgl. Abbildung rechts). Die Kunden, deren Beschwerde von einem Call Center zur vollkommenen Zufriedenheit bearbeitet wurde, weisen mit einem Wert von 1,56 eine deutlich höhere Zufriedenheit auf als diejenigen Kunden, die noch nicht als Beschwerdeführer in Erscheinung getreten sind (Vergleichswert 2,05). Dieser durchaus verblüffende Zusammenhang ist im Marketing auch

10 Fachbeiträge 11 als recovery paradoxon bekannt und konnte in einer Vielzahl von Studien nachgewiesen werden. Es gilt also, mithilfe eines professionellen Beschwerdemanagements die zweite Chance beim Kunden zu nutzen, um diesen nachhaltig an das Unternehmen zu binden. Integrative Sichtweise zwischen den drei Ebenen Neben einer gesonderten Betrachtung der Ebenen Management, Kunden und Mitarbeiter lag ein Schwerpunkt der Studie auf der Verknüpfung der drei Untersuchungsbereiche. Die Forschungsergebnisse zeigten: Ein kundenorientierter Managementstil allein übt keine direkte Wirkung auf die Kundenzufriedenheit aus. Diese stellt sich erst auf indirektem Weg über eine Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit ein. Parallel führt ein kundenorientierter Managementstil unter Umständen auch zu einer Überlastung der Mitarbeiter. Ein mitarbeiterorientierter Managementstil schafft hier Abhilfe. Regelmäßiges Coaching sowie systematische Trainings- und Fortbildungsmaßnahmen sorgen dafür, dass die Qualifikation der Mitarbeiter mit den gestiegenen Anforderungen gegenüber dem Kunden Schritt hält. Als wichtigstes Ergebnis bleibt festzuhalten, dass der Weg zu mehr Kundenorientierung und externer Kundenzufriedenheit vor allem über die Mitarbeiter führt, nicht jedoch durch das Management im Alleingang gemeistert oder schlichtweg befohlen werden kann. Das Management sollte vielmehr die Bedeutung und den Wert der eigenen Mitarbeiter erkennen und die geeigneten Rahmenbedingungen schaffen, um über zufriedene, motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter eine qualitativ hochwertige Leistung gegenüber dem Kunden sicher zu stellen. Das Buch zum Forschungsprojekt ist im Februar 2005 in der Sales Business Reihe des Gabler Verlages unter der Herausgeberschaft von Professor Anton Meyer und Dr. Roland Kantsperger erschienen. Es beinhaltet neben dem Erhebungsinstrumentarium und den Ergebnissen des Benchmarking auch drei Fallstudien zu den best practices ausgewählter Vorzeigeunternehmen sowie vier Gastbeiträge renommierter Praktiker zu aktuellen Themen. Professor Anton Meyer Dr. Roland Kantsperger Meyer, A. / Kantsperger, R. (Hrsg.) Call Center Benchmarking Gabler Verlag: Wiesbaden 2005 Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes Zusammenhang zwischen Beschwerde- und Kundenzufriedenheit

11 12 Fachbeiträge Den Aktionär verstehen Datengetriebene Früherkennung des Investorenverhaltens durch Nutzung des Aktienregisters Thomas Hess Bernhard Gehra Handelsterminal an der Börse Oliver Niedermaier Die zielgerichtete und effiziente Kommunikation mit Investoren stellt eine stetige Herausforderung für die Kapitalmarktkommunikation dar. Das Investor Relations Management sollte für diese Kommunikation in der Lage sein, das Verhalten der Investoren kontinuierlich zu verstehen und frühzeitig zukünftiges Verhalten abzuleiten. Generell wird das Investoren-Management aber im Vergleich zum Kunden-Management bisher nur unzureichend technologisch unterstützt. Dabei können im Investorenmarketing analog zum Kundenmarketing bereits erprobte Technologien mit hohem Reifegrad eingesetzt werden. Data Mining im Investor Relations Management Im Kundenbindungsmanagement (CRM) werden auf Basis von Kundendatenbanken Datenanalysetechnologien (Data Mining) genutzt, um das Kundenverhalten zu verstehen und frühzeitig den Trend vorherzusagen. Analog zur Analyse von Kundendaten können auch Aktienregisterdaten mittels Data Mining ausgewertet werden, um im international stark wachsenden Wettbewerb um Kapital die Beziehungen zwischen börsennotierten Gesellschaften und ihren Anteilseignern zu optimieren. Das Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der LMU München entwickelt derzeit im Rahmen eines mehrjährigen Kooperationsprojektes mit der australischen Computershare Ltd. (Weltmarktführer im Segment Aktienregisterführung) tragfähige Analysekonzepte in diesem Bereich. Dazu wird die Nutzung innovativer Technologien für betriebswirtschaftliche Fragen analysiert. Kern des Projektes bildet die wissenschaftlich fundierte Erprobung und die praktische Umsetzung im Rahmen einer gestaltungsorientierten Aktionsforschung. Namensaktie und Aktienregister als Datengrundlage Die Grundlage für eine datengetriebene Früherkennung des Verhaltens von Aktionären stellt die Namensaktie dar. Im Aktienregister, einer zentralen, operativen Datenbank, wird neben den Stammdaten des Aktionärs, wie z.b. Name, Alter oder - Adresse, auch das bisherige Kauf-/Verkaufverhalten gespeichert. Aktienregisterdaten werden häufig für die spätere Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen mit weiteren Datenbanken angereichert. Unter Beachtung des Datenschutzes können Kundendaten oder Mitarbeiterdaten hinzugespielt werden. Potenziale von Data Mining Analysen Das Aktienregister kann man sich analog zu Kundendatenbanken als ein komplexes Datengebilde mit teilweise mehreren Millionen Aktionären und Hunderten von Attributen vorstellen. So hat beispielsweise die Deutsche Post AG knapp eine Million oder die Intel Corp. etwa vier Millionen Aktionäre. Aufgrund der Komplexität und des Umfangs der in Aktienregistern gespeicherten Datenmengen ist es unmöglich, manuell relevantes

12 Fachbeiträge 13 Abstimmung Ja Dividendensparprogramm Ja Aktien Seit IPO Nein Dividendensparprogramm Teilweise Aktien seit IPO Ja Dividendensparprogramm Nein Anrufe Aktionärs Hotline >7 Beziehungen auf Aktionärsbasis: Netzdiagramm mittels Data Mining Software Wissen aus den Daten herauszulesen. Hier greifen Data Mining Technologien: domänenübergreifende Datenanalysemethoden aus Statistik, künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und Mustererkennung. Data Mining umfasst dabei den Prozess der Gewinnung neuer, valider und handlungsrelevanter Informationen für zukunftsgerichtete Entscheidungen mit spezifischen Methoden zur prognostischen Datenanalyse. Mittels der Abweichungsanalyse und Ausreißerdiognostik sind beispielsweise unerwartete, aber sich bereits abzeichnende Trend-Änderungen zu diagnostizieren. Datengetriebene Früherkennung in der Praxis In einer Fallstudie mit der AMP Ltd., dem größten australischen Lebensversicherer mit weltweit über zwei Millionen Kunden und etwa einer Million Aktionären, konnten über den Einsatz von Data Mining Verfahren Charakteristika jener Aktionäre identifiziert werden, die die Tendenz aufwiesen, ihre Aktien zu verkaufen. Für das AMP Management war insbesondere interessant, dass Aktionäre, die gleichzeitig auch Kunden sind, prinzipiell weniger gefährdet sind, ihre Aktien abzustoßen als Nicht- Kunden. Beim gleichen Unternehmen konnten ebenfalls diejenigen Aktionäre profiliert werden, die typischerweise auf Hauptversammlungen abstimmen. Im Rahmen einer Kommunikationskampagne des Managements wurde, unter Wahrung des Gleichheitsgrundsatzes, nur der Teil der Aktionäre angesprochen, der mit hoher Wahrscheinlichkeit abstimmen würde. Aktienbestand 0 Aktien Anrufe Aktionärs Hotline 4-7 Aktienbestand Aktien Aktienbestand >100 Aktien Anrufe Aktionärs Hotline 1-3 Transaktionen 1-5 Anrufe Aktionärs Hotline 0 Transaktionen 6-10 Transaktionen >10 Diese gezielte Kommunikation brachte hohe Kosteneinsparungen. Fazit Im Ergebnis bietet das Aktienregister in Kombination mit anderen operativen unternehmensinternen und -externen Datenbanken die Chance zur gezielten Früherkennung des Aktionärsverhaltens. Auf dieser fundierten Basis können Investor Relations- und Managementmaßnahmen abgeleitet werden, um ressourcenoptimal und zielgerichtet mit Aktionären zu interagieren. Der erfolgskritische Faktor im Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Loyalität am Kapitalmarkt ist die effiziente Kommunikation mit den Marktteilnehmern. Analog zur Kundenbindung werden diejenigen Unternehmen erfolgreicher kommunizieren, die ihre Aktionäre und deren Verhalten verstehen und Veränderungen kontinuierlich frühzeitig antizipieren können. Professor Thomas Hess Dr. Oliver Niedermaier (CEO Computershare Ltd.) Bernhard Gehra Gehra, B./Gentsch, P./Hess, T. (2004): Modelling a Decision Support System using Shareholder Data, in: IRMA Conference Proceedings 2004, New Orleans, S Gehra, B./Gentsch, P./Hess, T.(2005): Analytisches Investor Relationship Management, (Best Paper Award), in: Schelp, J./Winter, R. (Hrsg.): Proceedings der DW2004 Data Warehouse und EAI, Friedrichshafen, S Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

13 14 Fakultät für Betriebswirtschaft

14 Fakultät für Betriebswirtschaft 15 Bachelor und Master Die Fakultät führt neue Studiengänge ein Nach langen Diskussionen und sorgfältiger Abwägung der Handlungsspielräume hat die Fakultät im Januar 2005 die Entscheidung getroffen, das Diplom in Betriebswirtschaftslehre an der LMU München abzuschaffen und in der betriebswirtschaftlichen Ausbildung Bachelor- und Masterprogramme einzuführen. Der Bachelor-Studiengang Der Bachelor-Studiengang ist in ein Vor- und ein Hauptstudium mit jeweils drei Semestern eingeteilt. Der Bachelor ist gegenüber dem Diplomkaufmann nur noch in einer speziellen Betriebswirtschaftslehre ausgebildet, belegt dafür aber zusätzliche Angebote im Bereich der sogenannten Schlüsselqualifikationen. Damit ist der Studiengang als berufsqualifizierend anzusehen und soll als Regelabschluss das Diplom ablösen. Im Vergleich zum Diplomstudiengang sieht die Konzeption andere Prüfungs- und Übungsformen vor: Proseminare erlauben eine Vertiefung des Stoffes in interaktiver Form, Hausarbeiten und Vorträge gewinnen als dominante Prüfungsformen an Bedeutung und die bisher maßgeblichen Klausuren werden abgelöst. Den Studenten werden u.a. Schlüsselqualifikationen vermittelt, die auf die Anforderungen der interaktiven Lehrformen in den Proseminaren abgestimmt sind. Im Einzelnen handelt es sich dabei um Präsentationstechniken, Teamarbeit, Rhetorik, fremdsprachliche Vorträge und Präsentationen sowie Fertigkeiten in der Businessplanerstellung, die zugleich vom Markt erwünschte Qualifikationen für den späteren Beruf darstellen. Im Hauptstudium werden künftig zwei Spezialisierungsrichtungen angeboten: Strategy & Marketing sowie Accounting & Finance. Mentoren sprechen zu Beginn des Hauptstudiums mit den Bachelor-Studenten ab, welche Spezialisierung angestrebt wird und welche Veranstaltungen hierzu sinnvoller Weise zu belegen sind. Das sechste Semester soll Studierenden die Möglichkeit eröffnen, Punkte im Ausland zu erwerben und eventuelle Unterbelegungen im vierten und fünften Semester auszugleichen. Das bedingt, dass die Bachelor-Arbeit im Ausland auch in einer Fremdsprache angefertigt werden kann. Grundsätzlich bietet der Bachelor den Studenten die Möglichkeit, Praktika in der vorlesungsfreien Zeit freiwillig zu absolvieren, um sich praktisches Know-how bereits während des Studiums anzueignen. Master Programme Das aktuelle Münchener Konzept mit einer Studiendauer von drei bis vier Semestern fokussiert nicht länger auf spezielle Veranstaltungsformen (Vorlesung, Übung, Seminar), sondern vermittelt alle Inhalte in Form von Kursen, die den classes amerikanischer Business Schools mit Seminarcharakter entsprechen. Lernen für die neuen Studiengänge Wie im Bachelor-Studiengang sollen zunächst zwei Spezialisierungsrichtungen angeboten werden: Ein Master of Accounting & Finance sowie ein Master of Strategic Management. Daneben werden beide Spezialisierungsrichtungen in Integrationsveranstaltungen zusammengeführt. Alle Professoren leisten hierzu einen im Rahmen der Curriculumentwicklung vordefinierten Input. Die Besonderheit des Masters wird durch ein Projektstudium unterstrichen. Studierende sollen in Interaktion mit Partnerunternehmen unter Anleitung reale Probleme des Partnerunternehmens bearbeiten. Im Rahmen dieses Projektstudiums sollen die Teilnehmer branchenspezifisches Fachwissen erwerben und die erworbenen theoretischen Kenntnisse in praktische Problemlösungen umsetzen. Parallel zu diesem Münchener Masterprogramm wird aktuell an einem europäischen Master of Science in Mangement und an einem Executive MBA gearbeitet. Kooperationsgespräche laufen mit der EM LYON in Frankreich, der Aston University in England und mit der Universität Leiden in den Niederlanden. Professor Manfred Schwaiger Tara Ebert Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

15 16 Fakultät für Betriebswirtschaft Münchener Fakultäten für BWL Fusionsgedanken In den letzten Monaten hat die Presse ausführlich über die Arbeit der Mittelstraßkommission berichtet, die sich der Umstrukturierung und Neuordnung der Hochschullandschaft in Bayern widmen soll. Im Zusammenhang mit TU und LMU wird derzeit über eine Fusion derjenigen Fakultäten diskutiert, die an beiden Universitäten vorhanden sind. Dazu zählt auch die Betriebswirtschaftslehre. Rahmenbedingungen Eine gemeinsame Planungskommission Wirtschaftswissenschaften, bestehend aus Vertretern der TU-Wirtschaftswissenschaften ebenso wie aus Mitgliedern der LMU-Betriebswirtschaft, hat einen Modellentwurf einer gemeinsamen Business School vorgelegt. Damit diese Einrichtung international wettbewerbsfähig sein kann, bedarf es allerdings optimierter Rahmenbedingungen: 1. Erfolgreiche europäische Business Schools zeichnen sich durch sehr attraktive Betreuungsverhältnisse aus: So stehen dort einem Dozenten zwischen drei und neun Studierenden gegenüber, an unserer Fakultät liegt diese Verhältniszahl auf Grund der geltenden Kapazitätsverordnung bei rund 1:45. Zudem müssen umfangreiche Exportleistungen in andere Fachbereiche erbacht werden, die den genannten europäischen Einrichtungen nicht abverlangt werden. 2. Zahlreiche europäische Wettbewerber können Curricula, Lehrinhalte und Prozesse genauso wie Berufungen weitgehend autonom und in sehr kurzer Zeit eigenständig durchführen. Die Fakultäten in Deutschland können solche Veränderungen nur nach zeitraubender Beratung mit vielen internen Gremien und nach Zustimmung des zuständigen Staatsministeriums einleiten. 3. Erfolgreiche europäische Einrichtungen verfügen über eine hervorragende Raumausstattung für den Unterricht von Kleingruppen und eine exzellente technische Infrastruktur. In den Fakultäten der LMU und der TU stehen weder diese Infrastruktur noch die Räume für eine intensive Begleitung von Kleingruppen zur Verfügung. Das Raumangebot ist bisher nur auf Großveranstaltungen ausgelegt. Einer international wettbewerbsfähigen Munich School of Management müsste zudem ein Sonderstatus im Sinne einer Ausnahme von der Kapazitätsverordnung und anderen staatlichen Vorgaben eingeräumt werden. Eine Fokussierung des Angebots auf die Graduierten-, Postgraduierten- und Doktorandenausbildung wäre ebenso erforderlich. Für diese neu aufzubauenden Ausbildungsbereiche müsste eine separate, gemeinsam von TU und LMU getragene Institution etabliert werden, in welche die bisher an der TU und LMU Lehrenden den Großteil ihres Lehrdeputats einbringen könnten. Die Zahl der Studierenden in den grundständigen Studiengängen (Diplom bzw. Bachelor), müsste entsprechend reduziert werden, um die Kapazität für solche Lehrleistungen zu schaffen. Aus eigener Kraft kann diesen Aufbau keine der beiden Fakultäten leisten. Fazit Die Beispiele zeigen: Unveränderte Rahmenbedingungen würden die Etablierung einer international wettbewerbsfähigen Munich School of Management blockieren. Allein die Realisierung von Kooperationspotenzialen, etwa in Form engerer Zusammenarbeit in Berufungskommissionen, Bündelung der speziellen Betriebswirtschaftslehren sowie Ausbau existierender gemeinsamer Forschungszentren von TU und LMU werden unter den vorherrschenden Bedingungen nicht dazu führen, dass die beiden Fakultäten im europäischen Bildungsmarkt eine führende Rolle spielen können. Zuletzt muss bedacht werden: Die beiden Fakultäten sind durch ihre historische Entwicklung und durch ihren universitären Kontext so geprägt, dass ganz unterschiedliche Strukturen auszumachen sind. Nachstehende Grafik veranschaulicht diesen Sachverhalt: Fakultät WI-TUM LMU-BW BWL-Studierende ca. 800 ca Nebenfachstudierende ca ca. 900 Anzahl aktuell spezifisch zu betreuender Studiengänge 35 4 Angestrebter Regelabschluss Master Bachelor Unterschiedliche Strukturen: Fakultäten für Betriebswirtschaft an der TU und LMU München Die Planungskommission ist hier daher auch einvernehmlich zu dem Schluss gekommen, dass eine Fusion der Fakultäten ohne Optimierung der Rahmenbedingungen kaum Synergieeffekte nach sich zieht und deshalb wenig sinnvoll erscheint. Professor Manfred Schwaiger Tara Ebert

16 Fakultät für Betriebswirtschaft 17 Hochschulpolitik in Bayern Weitere Einsparungen erfolgreich verhindert Die Hochschulpolitik ist in Bewegung, der Druck aus Unterstützt von Fachleuten aus dem Ministerium und mehreren Hochschulen wurde der Zusatzbedarf an Professoren- Gesellschaft und Wirtschaft zeigt Wirkung. Vor einem Jahr gingen in München Studenten auf die und Mitarbeiterstellen bis 2010 für die bayerischen Universitäten und Fachhochschulen errechnet. Hierfür erwiesen sich Straße, um sich gegen die rigorosen Sparmaßnahmen zu wehren, die zur Erreichung eines ausgeglichenen Haushalts in Bayern ergriffen wurden. Mit Curricular-Normwerte als hilfreich. Mitten im Arbeitsprozess die Vorgehensweisen der Kapazitätsverordnung und die Erfolg, wie am Ende deutlich wurde. trat die 12,5-prozentige Erhöhung der Lehrverpflichtung für Professoren und die 25-prozentige (!) für Mitarbeiter in Kraft Bis zur Zielerreichung im (Bundestags-) Wahljahr 2006 ist und musste bei der Analyse entsprechend berücksichtigt jedoch noch einiges an Einsparungen zu leisten. Daher war werden. Am Ende zeigte sich dann, dass sich die Überlast die große Frage, ob die Hochschulen im Doppelhaushalt der Hochschulen mit harten Zahlen belegen lässt. 2005/06 weitere Stellen abgeben müssen oder entsprechend den Aussagen im Hochschulausschuss des Landtags Im Doppelhaushalt 2005/06 müssen die Hochschulen im diesmal verschont werden. Die Rektoren der bayerischen Unterschied zu anderen Bereichen keine zusätzlichen Universitäten hatten den Ministerpräsidenten damit beeindruckt, dass in den kommenden Jahren bis 2008 die Stu- Instituts dazu beigetragen. Damit sind die Probleme an den Einsparungen leisten. Möglicherweise hat die Arbeit des dentenzahlen bzw. Studienplatznachfragen nochmals um 15% Hochschulen nicht im Geringsten gelöst. Doch es wurde ansteigen werden, und man diese jungen Leute doch nicht deutlich, wie wichtig die Einführung leistungsfähiger Informationssysteme in den Hochschulen ist. Die Hochschulen müs- auf der Straße stehen lassen könne. Die bayerischen Universitäten sollten daraufhin ihren Ressourcenbedarf quantitativ sen ihre Leistungen transparent machen und dürfen nicht nur belegen. klagen. Dann haben sie möglicherweise auch in unserer publizitätsträchtigen Gesellschaft eine Chance. In dieser Situation war das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung gefordert. Professor Hans-Ulrich Küpper Gründergeist an der Universität Das ODEON Center for Entrepreneurship Das ODEON Center for Entrepreneurship agiert als ristisch für das Lehrangebot ist eine Verknüpfung theoretischfundierter Konzepte mit der Gründungspraxis. Reale Geschäfts- überfakultäres Zentrum für Forschung, Lehre und Outreach im Bereich Unternehmensgründung an ideen werden in Zusammenarbeit der Studenten, Ideenträger der LMU. Durch eine Anschubfinanzierung der und Dozenten analysiert und ausgearbeitet. Ein Beispiel für den Rooshoek-Stiftung (Familie Rolf C. Dienst) wurde das Erfolg des Lehransatzes bietet die OMX GmbH, die im Februar Zentrum im Herbst 2000 ins Leben gerufen aus dem Department für Biologie der LMU unter der Direktoren sind die Professoren Dietmar Harhoff und Leitung von Professor Lutz Eichacker gegründet wurde. Sie entwickelt und vermarktet Technologien für den schnell wachsen- Bernd Rudolph, die Geschäftsführung nimmt Dr. Marc Gruber wahr. den Proteomics Markt. Durch die enge Verbindung von Theorie und Gründungspraxis gelingt es ODEON, das im Bereich Neben internationalen Forschungsprojekten ist das Seminarangebot ein wichtiges Standbein des Zentrums. Jährlich werden täglichen Arbeit zu realisieren und nicht nur für die LMU, sondern Entrepreneurship zentrale Konzept der Value Creation in seiner bis zu 450 Studierende zu den Aspekten Gründungsplanung, auch für das Umfeld einen direkten Mehrwert zu schaffen. Wachstumsmanagement, Finanzierung von Unternehmensgründungen und Entrepreneurial Marketing unterrichtet. Charakte- Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

17 18 Fakultät für Betriebswirtschaft Partnerprogramm TOP-BWL Studierende und Unternehmen im Gespräch Zum Wintersemester 2004/05 startete das neu aufgelegte Partnerprogramm TOP-BWL. Im Januar fand die Auftaktveranstaltung statt. Die Veranstaltung hat mir wirklich sehr gut gefallen. Eine lockere Atmosphäre mit informativen Gesprächen, so das Fazit von Marc Michelsen, 8. Semester. Das Partnerprogramm TOP-BWL der Fakultät für Betriebswirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk LMU Management Alumni bringt hervorragende Unternehmen mit hervorragenden Studierenden in Kontakt. Die Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis soll durch das Partnerprogramm TOP-BWL intensiviert, die betriebswirtschaftliche Forschung und Lehre gefördert und verbessert sowie den Studierenden der Erwerb weiteren Wissens ermöglicht werden. Den Partnerunternehmen soll die Möglichkeit gegeben werden, potenzielle Praktikanten, Werkstudenten und Diplomanden kennen zu lernen, um sie im Anschluss an ihr Studium gegebenenfalls auch als Mitarbeiter zu gewinnen. sondern gleichermaßen mit Kommilitonen in Kontakt zu kommen. Monika Urlberger, 9. Semester Das Programm wird zukünftig weiter ausgebaut: Jedes Semester wird eine Kontaktveranstaltung angeboten werden. Etwa 150 Studierende und acht bis zehn Partnerunternehmen sollen insgesamt das Partnerprogramm Top-BWL bestreiten. Professor Franz Waldenberger Florian Habermann Die Studierenden werden zweimal im Jahr aufgrund ihrer Leistungen im Vorsemester ausgewählt. Sie werden in die Dean s List, die Liste der besten Studierenden der Fakultät, aufgenommen und eingeladen, die folgenden drei Semester an dem Programm teilzunehmen. Die Auswahl erfolgt zu 80% nach der Notenleistung des Vorsemesters. Ein Durchschnitt von besser als 2,5 bzw. 2,0 im abgeschlossenen Vordiplom bzw. im laufenden Hauptstudium (mindestens 20 und weniger als 65 erreichte Leistungspunkte) ist erforderlich. 20% der Studierenden werden auf Empfehlung der Institute eingeladen. Die Auftaktveranstaltung mit 90 Studierenden und drei Firmen In der ersten Runde waren ca. 90 Studierende und auf Unternehmensseite Accenture, Deutsche Bank AG und Nexolab (BMW Group) beteiligt. Die Auftaktveranstaltung mit Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen im Januar 2005 ist sowohl von Seiten der Unternehmen als auch von Seiten der Studierenden sehr gut angenommen worden. Großes Lob für die Veranstaltung gestern! Denn es war nicht nur möglich, Kontakte zu Firmen zu knüpfen, Studierende in der Diskussion mit Frank Mang von Accenture

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19 20 Fakultät für Betriebswirtschaft Professor Michael Beckmann für die Fakultät gewonnen Human Resource Management und Betriebspädagogik Michael Beckmann Professor Beckmann bringt neben der Betriebspädagogik auch eine bisher nicht vertretene Fachdisziplin an die Münchener Fakultät für Betriebswirtschaft: das Human Resource Management. BWL im Fokus war mit Herrn Beckmann im Gespräch und erfuhr Wissenswertes rund um Lehrangebote und Forschungsschwerpunkte des neuen Fakultätsmitgliedes. Welche Fächer bieten Sie an? Ich lehre Human Resource Management und Betriebspädagogik. Mit letzterem vertrete ich einen Teil der Lehre des Instituts für Wirtschafts- und Sozialpädagogik. Wer kann von Ihrem Angebot profitieren? Die Betriebspädagogik ist ein Teilgebiet der Wirtschaftspädagogik und richtet sich daher in erster Linie an angehende Handelslehrer. Studierende der Betriebswirtschaft können das Fach als Pflichtwahlfach belegen. Das Human Resource Management ist eine eigenständige Spezielle Betriebswirtschaftslehre, die Studierende der Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Wirtschaftspädagogik im Hauptstudium wählen können. Das Human Resource Management gab es an der Fakultät bisher noch nicht. Können Sie kurz schildern, wie Sie Ihr Fach inhaltlich grundsätzlich anlegen? Inhaltlich beschäftige ich mich, ganz grob gesprochen, mit personalwirtschaftlich relevanten Fragestellungen von Unternehmen. Dabei betrachte ich die Personalprobleme allerdings nicht als beendet, sobald man den Bereich der Personalabteilung verlässt. Vielmehr verstehe ich Personalpolitik und damit das Human Resource Management als integralen Bestandteil der gesamten Unternehmenspolitik. In Unternehmen werden oft Entscheidungen getroffen, die auf den ersten Blick ganz andere Unternehmensbereiche als den Personalbereich betreffen. Auf den zweiten Blick stellt man allerdings häufig fest, dass diese Entscheidungen zumindest mittelbar auch Auswirkungen auf den Personalbereich haben. Human Resource Management kann daher keine isolierte Disziplin sein, die ausschließlich innerhalb der Personalabteilung stattfindet. Mit welchen Methoden arbeiten Sie? Methodisch ist das Fach Human Resource Management zweifelsohne ökonomisch orientiert. Die Personalökonomie ist eine Disziplin an der Schnittstelle zwischen dem betriebswirtschaftlich orientierten Personalmanagement und der Arbeitsmarktökonomie und ist daher eindeutig mikroökonomisch fundiert. Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich in der Lehre? Die Lehrveranstaltungen im Fach Human Resource Management decken ein breites Gebiet ab. Ich biete beispielsweise Veranstaltungen zur Karriere- und Entgeltpolitik, zum Konfliktmanagement und zu den personalpolitischen Konsequenzen des Change Management an. Im Bereich der betrieblichen Karrierepolitik beispielsweise geht es um personalpolitische Fragen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Erwerbsleben von Arbeitnehmern bedeutsam werden. Hier werden also Themen chronologisch abgearbeitet von betrieblichen Neueinstellungen über Qualifizierung und Beförderungen bis hin zum (un)freiwilligen Austritt des Arbeitnehmers aus dem Unternehmen. Bei der Entgeltpolitik geht es im Wesentlichen um die Frage, wie der Arbeitgeber mithilfe verschiedener Entlohnungskontrakte Informationsund Anreizprobleme lösen kann und auf diese Weise ein Mitarbeiterverhalten erzeugt, das in seinem Sinne ist. Gegenstand des Konfliktmanagements sind Probleme, die zwischen Organisationsmitgliedern einer oder mehrerer Hierarchieebenen auftreten können. Ich denke dabei z.b. an Mobbing oder an kontraproduktive Beeinflussungsaktivitäten und den personalpolitischen Umgang damit. Schließlich spreche ich in einer Vorlesung auch die personalpolitischen Konsequenzen des Change Management an. Dies ist z.b. ein Bereich, in dem ganz schnell klar wird, dass Personalpolitik stets im gesamtstrategischen Kontext der Unternehmung zu sehen ist. Es geht hierbei um organisatorische Änderungen im Bereich der Aufbau- und der Ablauforganisation, wie z.b. Dezentralisierung von Entscheidungskompetenzen, Outsourcing, Mergers & Acquisitions, und deren Bedeutung für die Personalpolitik. Und in der Betriebspädagogik? In der Betriebspädagogik habe ich im abgelaufenen Wintersemester Veranstaltungen zur betrieblichen Aus- und Weiterbildung gehalten. Im laufenden Sommersemester biete ich eine Vorlesung zum Bildungs- und Wissensmanagement an. Auch in diesen Veranstaltungen kommt ein ökonomisch geprägtes Gedankengerüst zur Anwendung, das die pädagogische Grundausrichtung ergänzen soll.

20 Fakultät für Betriebswirtschaft 21 Was bewegt Sie in der Forschung? In meiner Habilitation habe ich den Einfluss technischer und organisatorischer Neuerungen auf die betriebliche Personalpolitik analysiert. Dabei standen Auswirkungen auf die Personalstruktur im Vordergrund, also etwa die Qualifikationsstruktur oder die Altersstruktur von Belegschaften. Darüber hinaus habe ich auch zwischen internen Formen der Personalanpassung, also der Aus- und Weiterbildung, und externen Formen, z.b. Personalaustausch, unterschieden. Meine Aufsatzpublikationen beinhalten vor allem personalökonomische, aber auch industrieökonomische Themen. Insbesondere der Zusammenhang zwischen Innovationen und alternden Belegschaften wird mich auch in Zukunft weiter beschäftigen. Da organisatorische und technische Innovationen die Beschäftigungsmöglichkeiten älterer Arbeitnehmer in den Betrieben erschweren, ist zu klären, wie sich neue Organisationsformen und die zwangsläufige Entwicklung hin zu älteren Belegschaftsstrukturen vereinbaren lassen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie müssen sich die Unternehmen an das vorhandene Arbeitsangebot bzw. die älteren Arbeitnehmer anpassen?. Was haben Sie beruflich gemacht, bevor Sie nach München gekommen sind? Studiert habe ich Wirtschaftswissenschaften im hohen Norden, in Hannover, wo ich 1966 auch geboren bin. Anschließend war ich in Würzburg und Freiburg wissenschaftlicher Mitarbeiter von Professor Bernd Schauenberg, der einen Lehrstuhl für Personal- und Organisationsökonomie innehat. Bei ihm habe ich promoviert und im Juli 2004 dann auch habilitiert. Es ging dann reibungslos weiter: Zum 1. Dezember letzten Jahres bin ich an die Münchener Fakultät für Betriebswirtschaft berufen worden. Ich habe mich umgehend in die Lehre gestürzt und meine Veranstaltungen noch im bereits laufenden Wintersemester gestartet. Wie gefällt es Ihnen in München? Meine Frau, mein kleiner Sohn und ich sind sehr gerne hier. Die Stadt hat auf mich eine ausgesprochen angenehme Atmosphäre, auch das Klima an der Fakultät ist offenkundig sehr gut. Ich hoffe, dass ich im Sommer etwas mehr Zeit habe, die Stadt zu erkunden. Das Interview führte Dr. Anke Jaros-Sturhahn sbwl_hrm Lehrprogramm Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes Erwerbspersonen nach Altersgruppen (Quelle: Prognos Deutschland Report 2002)

21 22 Fakultät für Betriebswirtschaft Symposium zum 65. Geburtstag von Professor Elmar Helten Versicherungswissenschaft und Versicherungspraxis: Zwei Welten? Anlässlich des 65. Geburtstages und der offiziellen Pensionierung von Professor Elmar Helten, der sein Fach weiterhin bis zur Berufung seines Nachfolgers betreut, fand am 26. Juli 2004 in der Großen Aula der LMU das Symposion Versicherungswissenschaft und Versicherungspraxis zwei Welten? statt. Eröffnung Der Dekan Professor Manfred Schwaiger eröffnete die Veranstaltung mit einer kurzen Begrüßung der ca. 300 geladenen Gäste, darunter viele Weggefährten, Freunde und Schüler Heltens. Im Anschluss leitete Professor Elmar Helten, Vorstand des Instituts für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft (INRIVER), den fachlichen Teil des Symposiums mit einer Darstellung der aktuellen Situation von Versicherungswissenschaft und -praxis ein. So haben sich Forschung und Lehre mit den Sparbeschlüssen der Regierung auseinander zu setzen, müssen aber unter diesen Bedingungen gleichzeitig die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen bewältigen. Ähnlich gestaltet sich die Situation der Versicherungswirtschaft. Der zunehmende Druck auf Versicherungsunternehmen führt zu Kostensenkungsprogrammen, wodurch die Förderung der Forschung und die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft leiden. Stellen unter diesen Bedingungen Versicherungswissenschaft und Versicherungspraxis zwei Welten dar, die autark existieren (können), oder leben Wissenschaft und Praxis gerade vom wechselseitigen Austausch untereinander? Eine Welt Zwei Welten? Sowohl in der Versicherungswirtschaft als auch in der Versicherungswissenschaft finden sich die drei Disziplinen Versicherungsökonomie, Versicherungsrecht und Versicherungsmathematik wieder. Jeweils zwei Referenten dieser Disziplinen stellten aus ihrer Sichtweise als Wissenschaftler bzw. Praktiker Thesen zum aufgezeigten Problem auf. Alle kamen zu dem Ergebnis, dass gerade unter den aktuellen Rahmenbedingungen eine enge Zusammenarbeit von Universität und Versicherungsunternehmen unabdingbar ist. Elmar Helten erhält die Festschrift Risikoforschung und Versicherung" von Egon Lorenz und Peter Albrecht (v.l.n.r.). Schlusswort und Ehrung Nach dem Schlusswort wurde Professor Elmar Helten durch eine Festschrift mit dem Titel Risikoforschung und Versicherung mit zahlreichen Beiträgen von Betriebswirten, Mathematikern und Juristen geehrt. Die Übergabe erfolgte durch Professor Peter Albrecht und Professor Egon Lorenz (beide Universität Mannheim), die gemeinsam mit Professor Bernd Rudolph (LMU) Herausgeber der Schrift sind. Mit einem Risiko kann auch eine positive Abweichung vom Erwartungswert, eine Chance, verbunden sein. So stand noch eine unerwartete Überraschung aus: Mit einem Liber Discipulorum, herausgegeben von Professor Peter Albrecht, stellvertretend für die Mannheimer Schule, und Dr. Thomas Hartung (INRIVER, LMU), stellvertretend für die Münchener Schule, dankten und würdigten die Schüler Heltens ihren akademischen Lehrer.

22 Fakultät für Betriebswirtschaft 23 Pensionierung von Professor Hermann Meyer zu Selhausen Zum Abschied ein Brief und ein Kolloquium Banken aufgezeigt haben. Und auch in Ihren aktuellsten Veröffentlichungen zu den Modellrisiken der Kreditportfoliorisikomodelle greifen Sie die grundlegenden Erkenntnisse des OR zur Modellierung erneut auf und begeben sich damit quasi back to the roots Ihres ersten Lebens. Ihre Wurzeln in der quantitativen Analyse trugen sicher auch dazu bei, dass Sie in Forschung und Lehre sehr früh den Einsatz der EDV in Kreditinstituten thematisiert haben. Gleichzeitig haben Sie uns auch immer dahingehend sensibilisiert, dass gerade in der Wissenschaft nur absolut korrekte Prämissen, Formulierungen und Begrifflichkeiten zum Ziel führen und eine These besser einmal zu viel, als einmal zu wenig kritisch zu hinterfragen ist. Eine optimalere Herangehensweise wird es wohl nie geben. Der Leitsatz, den Sie für Ihr Institut gegenüber den Studierenden geprägt haben, lautet: Wir wollen, dass Sie mit uns Erfolg haben! In diesem Sinne wünschen wir Ihnen, dass Sie in Ihrem kommenden dritten Leben als Pensionär auch ohne uns Erfolg haben, trotzdem nicht alle Verbindungen zu Ihren ersten beiden Leben verlieren und vielleicht ausnahmsweise auch einmal einfach alle Fünfe gerade lassen sein können! Ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter Lieber Herr Selhausen, Sie selbst sprechen sehr häufig von ihrem ersten Leben, wenn Sie auf die Zeit vor Ihrer Berufung auf den Bankenlehrstuhl der Fakultät für Betriebswirtschaft der LMU anspielen. Damals hatten Sie einen Lehrstuhl für Operations Research an der Universität der Bundeswehr München inne und Ihr wissenschaftliches Interesse galt in erster Linie den Verfahren und Methoden des MS/OR. Erst in Ihrem zweiten Leben trat dann die Betriebswirtschaftslehre der Banken verstärkt in den Mittelpunkt Ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit. So blicken Sie auf zwei Forschungsschwerpunkte zurück. Der Eindruck Ihrer Studierenden war zunächst sicher ein anderer: Wir hatten uns bereits hinreichend mit allen Fragen der institutionellen Bankbetriebswirtschaftslehre auseinandergesetzt und fühlten uns damit unserer bescheidenen Meinung nach im Fach umfassend informiert, als Sie den Lehrstuhl übernahmen. Alsbald mussten wir schmerzlich erfahren, dass die Betriebswirtschaftslehre der Banken weit mehr umfasst als nur die Existenz verschiedener Realformen. Generationen von Studenten werden es Ihnen sicherlich nie vergessen, dass Sie Ihnen beispielsweise die Relevanz der linearen Optimierung für die Aktiv-Passiv-Steuerung von Kreditinstituten oder auch die mannigfaltigen Einsatzgebiete der multivariaten Diskriminanzanalyse und anderer mathematisch, statistischer Verfahren in Bankwirtschaftliches Kolloquium Der Leiter des Instituts für Bankwirtschaft, Professor Hermann Meyer zu Selhausen, wurde zum Ende des Wintersemesters 2004/05 pensioniert. Er führte das Institut zwanzig erfolgreiche Jahre lang. Ihm zu Ehren wurde ein bankwirtschaftliches Kolloquium veranstaltet. Anlässlich der Pensionierung von Professor Hermann Meyer zu Selhausen veranstaltete das Institut für Bankwirtschaft in Zusammenarbeit mit Bankers Alumni NetworK e.v. am 4. Februar 2005 ein Kolloquium im Freskensaal der Universität München. Nach der Begrüßung durch Professor Manfred Schwaiger beleuchteten die Referenten aus Wissenschaft und Praxis, Professor Bernd Rudolph, Professor Norbert Walter (Chefvolkswirt der Deutsche Bank Gruppe), Rudolph Faltermeier (Vizepräsident des Sparkassenverband Bayern) und Hans Weiss (Chief Operating Officer Transaction Banking der HypoVereinsbank), den Strukturwandel in der Kreditwirtschaft und daraus resultierende Anforderungen an die Hochschulausbildung. Im Anschluss bestand im Rahmen eines Empfangs die Gelegenheit zum geselligen Beisammensein. Die zahlreichen Gäste nutzten diese Möglichkeit zum Austausch von Erfahrungen und Erinnerungen. Hermann Meyer zu Selhausen moderiert die Diskussion zum Vortrag von Norbert Walter. Hermann Meyer zu Selhausen Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

23 24 Fakultät für Betriebswirtschaft Herausragende Persönlichkeiten der emeritierte Professor Eberhard Witte Wissenschaft als Hobby Eberhard Witte Sie sind ein Emeritus. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Der Emeritus wird im Alter von 68 Jahren von seinen Aufgaben als Hochschullehrer entpflichtet. Im Gegensatz zum Pensionär, der mit 65 Jahren wirklich nach Hause geht, darf der emeritierte Professor, wenn er es wünscht, auch weiterhin an der Arbeit der Fakultät mitwirken. Er kann den noch verbliebenen Studenten als Prüfer im Diplomexamen zur Verfügung stehen, Seminare anbieten, Doktoranden betreuen und ihre Dissertationen bewerten sowie an den Beratungen der Kollegen teilnehmen. Mein Interesse an der Betriebswirtschaftslehre ist nicht erloschen. Wissenschaft war vorher Pflicht. Jetzt ist sie mein Hobby. Welches Fach vertreten Sie? Ursprünglich vertrat ich die Arbeitsgebiete Finanzierung und Organisation. In München habe ich die Finanzierung im Grundstudium und die Organisation im Hauptstudium als Allgemeine Betriebswirtschaftslehre gepflegt. Mit der fortschreitenden Arbeitsteilung zwischen den Lehrstühlen gründete ich 1973 die Empirische Betriebswirtschaftliche Forschung (EBF) als Spezielle BWL im Hauptstudium. Dies ist ein methodisch orientiertes Fach, das Theorien anhand systematischer empirischer Untersuchungen überprüft. Letztlich entscheidet also die Realität über die Haltbarkeit von Theorien. Inzwischen hat sich die empirische Vorgehensweise in den verschiedenen Arbeitsfeldern der Betriebswirtschaftslehre durchgesetzt. Wie lange sind Sie schon an der Münchener Fakultät? Ich bin 1970 von Mannheim nach München gekommen. Damals gab es die Fakultät für Betriebswirtschaft noch nicht. Unser Fach gehörte zur staatswirtschaftlichen Fakultät. Diese vereinte zahlreiche Fächer unter ihrem Dach, auch die Volkswirtschaftslehre, die Statistik, die Soziologie, die politische Wissenschaft und die Forstwirtschaft wurde die Universität neu gegliedert. Es entstanden die kleineren Fachbereiche, die wir heute kennen. Ich habe den Lehrstuhl nach meiner Emeritierung dem Kollegen Schwaiger als meinem Nachfolger übergeben. Danach sprang ich für den allzu früh verstorbenen Kollegen Stefan Schrader ein und übernahm kommissarisch seinen Lehrstuhl bis zum Dienstantritt vom Kollegen Harhoff. Sie sind heute noch aktiv in die Fakultät eingebunden. Soweit ich weiß, legen Ihre jüngeren Kollegen großen Wert auf Ihren Rat. Wie viele Studenten haben Sie während Ihrer langjährigen Tätigkeit ausgebildet? Lassen Sie mich kurz rechnen. Ich war in München 26 Jahre Ordinarius und habe dann noch 4 Jahre geprüft, sodass alle Studierenden der EBF ihr Diplomexamen ablegen konnten. Da wir pro Examenstermin (zweimal im Jahr) ca. 50 Diplomkandidaten in unserer Speziellen BWL hatten, ergeben sich in 60 Semestern als Größenordnung Absolventen. Sie dürfen nicht vergessen, dass wir aus politischen Gründen über viele Jahre eine Überlast von über 400 % gemessen an der amtlichen Kapazität bewältigen mussten. Zur Spitzenzeit der Überfüllung hatte ich in einem Semester 126 Absolventen der EBF zu prüfen und 42 Diplomarbeiten zu bewerten. Trotz dieser Arbeitsbedingungen gelang es, in den Seminaren und während der Anfertigung der Diplomarbeit ein persönliches Gesprächs- und Beratungsverhältnis zu pflegen. In die tägliche Belastung des Lehrbetriebs bin ich nicht mehr eingebunden. Aber ich habe mich aktiv beteiligt, als 1999 das Forschungsstudium zum Master of Business Research eingeführt wurde. Zusammen mit den Kollegen Küpper und Harhoff habe ich das erste Integrationsseminar zu den Forschungsmethoden und ihren Anwendungsfeldern mitgestaltet. Bis heute wirke ich an Promotionsverfahren mit. Mein Interesse gilt schließlich dem 2003 gegründeten Alumni-Netz. An den Sitzungen des Professoriums habe ich immer gern teilgenommen, hielt mich allerdings in der Diskussion zurück, was bekanntlich einem Professor nicht immer gelingt. Wie viele Doktoranden und Habilitanden haben Sie betreut? Diese wissenschaftliche Betreuung liegt jenseits der Massenuniversität. Mit jedem Einzelnen entstand jeweils über mehrere Jahre eine intensive Zusammenarbeit. Als Doktorvater habe ich 135 Promotionen betreut. Wenn man die Zweitgutachten einbezieht, weil ich häufig den empirischen Teil einer Dissertation würdigen musste, kommt man etwa auf die dreifache Zahl. Einige meiner Mitarbeiter konnte ich für eine Karriere in der Wissenschaft begeistern. Insgesamt haben

24 Fakultät für Betriebswirtschaft 25 Eine erfolgreich gelöste Herausforderung Deregulierung des Fernmeldewesens unter Federführung von Eberhard Witte sich acht Mitarbeiter für die Habilitation entschieden und dann ihren Weg als Ordinarius an der Universität gemacht, vier ehemalige Mitarbeiter wurden Professoren an Fachhochschulen. Haben Sie heute noch Kontakt zu Ihren ehemaligen Studenten und Mitarbeitern? Ja, man trifft sie überall und ständig. Sie berichten gern von ihren beruflichen Erfolgen. Einige suchen auch Rat. Durch die einfache Erreichbarkeit per ist der Kontakt noch intensiver geworden. Die ehemaligen Mitarbeiter organisieren ein jährliches Treffen. Und am Fakultätstag sieht man alle, die sich noch mit uns verbunden fühlen. Ihr Projekt zur Deregulierung des Fernmeldewesens hat Sie in der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Können Sie Ihre Aufgabe kurz schildern? Der Bundeskanzler hat mich 1985 beauftragt, die Regierungskommission Fernmeldewesen zu leiten. Wir sollten die Neuordnung der Telekommunikation entwerfen, die Aufgaben des Staates und der privaten Unternehmen präzisieren und den politischen Konsens ausloten. Die Bundespost als staatliches Monopol war der neuen Vielfalt in der Datenkommunikation, des Mobilfunks, der modernen digitalen Netze und des Kabelfernsehens nicht gewachsen. Üppig wuchernde Kosten und Quersubventionen zwischen Telefon, Post und Postbank belasteten und verschleierten die Wirtschaftlichkeit. Unsere Lösung lautete: Privatisierung und Wettbewerb. Die Telekom wurde von der Post getrennt und als Aktiengesellschaft an die Börse gebracht. Um zu vermeiden, dass nun ein privates Monopol entstand, wurde der Markt schrittweise für den Wettbewerb geöffnet: zunächst für den Datenverkehr, den Mobilfunk und alle Endgeräte (1989), dann für die Netze (1996) und zuletzt für den alten Telefondienst (1998). Der Staat zog sich auf die ordnungspolitische Aufgabe der Wettbewerbsaufsicht (Regulierung) zurück. Im Ergebnis entstand ein lebhafter Wettbewerb mit innovativen Angeboten und drastisch sinkenden Preisen (früher Gebühren). Der Preis für die Telefonminute im Fernverkehr sank um 70% auf 30%! Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Konnten Sie Ihre universitäre Forschung und Lehre durch weitere Kontakte mit der Praxis bereichern? Bevor ich meinen Weg als Hochschullehrer begann, habe ich in der Wirtschaftsprüfungspraxis gearbeitet. Später war ich Mitglied und Vorsitzender einiger Aufsichtsräte, Beiräte und Kuratorien. Das Verständnis für die Praxis wurde durch Beratungsaufgaben und Gutachten wach gehalten. Welche Hobbys pflegen Sie? Ich lese viel und reise gern. Gerade komme ich mit meiner Frau aus Südafrika zurück. Für die körperliche Fitness fahre ich Rad und spiele Golf. Zur Entspannung besuchen wir Konzerte und Opern. Das Interview führte Dr. Anke Jaros-Sturhahn Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

25 26 Fakultät für Betriebswirtschaft Professor Wolfgang Ballwieser: Rechnungswesen und Prüfung Ein Porträt des Instituts Wolfgang Ballwieser Das Institut für Rechnungswesen und Prüfung steht seit 1992 unter der Leitung von Professor Wolfgang Ballwieser. Es behandelt die Gebiete der Rechnungslegung und Prüfung, der wertorientierten Unternehmensführung und der Unternehmensbewertung. Im Mittelpunkt steht somit eine wichtige und klassische Funktion innerhalb der Betriebswirtschaftslehre. Diese erfährt gerade in letzter Zeit durch die voranschreitende Internationalisierung der Rechnungslegung und Prüfung und die steigende Bedeutung der Unternehmenskäufe, aber auch durch erschütternde Bilanzskandale verstärkte Aufmerksamkeit. Forschung Das Forschungsfeld des Instituts folgt der einleitenden thematischen Abgrenzung. Die Mitarbeiter untersuchen aus dem Bereich der Rechnungslegung u.a. Themen wie die zweckadäquate Gewinnermittlung, die Behandlung immaterieller Vermögenswerte oder die Prüfung des Risikoberichts. Arbeiten über das Kredit-Rating und den Erfolg bestimmter Unternehmenssteuerungskonzepte behandeln Beziehungen zur Unternehmenssteuerung und Finanzwissenschaft. Weitere Schwerpunkte werden bei juristisch bedeutsamen Anwendungen der Unternehmensbewertungskonzepte im Rahmen der Klärung von Abfindungsansprüchen, der analytischen Ableitung handhabbarer und konsistenter Bewertungsgleichungen und der empirischen Überprüfung von Bewertungsparametern gelegt. Ausgewählte Publikationen finden sich auf S. 36. Lehre Entsprechend breit ist das Lehrangebot für die Studenten der Speziellen BWL Rechnungswesen und Prüfung. In den Veranstaltungen wird fundiertes Wissen über die nationale und internationale Rechnungslegung von Einzelunternehmen und Konzernen sowie über die Unternehmensbewertung und Prüfungslehre vermittelt. Flankiert wird das Lehrprogramm der Universitätsangehörigen von externen Lehrbeauftragten. Von den Praktikern können die Studenten aus erster Hand Anwendungsfelder, aber auch Erwartungen aus der Sicht potenzieller Arbeitgeber erfahren. Die Spezialveranstaltungen widmen sich aktuellen oder technischen Aspekten, die in den großen Veranstaltungen nur am Rande beleuchtet werden können. Zur Vertiefung der Kenntnisse werden regelmäßig Pro- und Hauptseminare angeboten. Die Absolventen erwerben Kenntnisse, die in vielfältiger Weise und für alle denkbaren Einsatzorte von Nutzen sind. Sie werden keineswegs auf das Berufsbild des Wirtschaftsprüfers oder Steuerberaters festgelegt, sondern sind ebenso gefragte Mitarbeiter in Controlling-, Finanz- und Rechnungswesenabteilungen, bei Finanzanalysten, Unternehmensberatungen oder Investmentbanken. Preise und Kooperationen mit der Praxis Zum Ansporn für herausragende universitäre Leistung verleiht das Institut für Rechnungswesen und Prüfung in Zusammenarbeit mit Deloitte, einer der vier weltweit größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, den Münchener Forschungspreis für Wirtschaftsprüfung (siehe auch S. 53) für die beste Diplomarbeit und die beste Dissertation des Jahres. Auch weitere Studienleistungen können hier prämiert werden. Die Verbindung von Wissenschaft und Praxis stellt die Vortragsreihe Munich Workshop for Accounting and Auditing (siehe auch S. 67) her. Das Institut bietet eine umfassende und öffentlich zugängliche Bibliothek mit knapp Büchern und 24 laufenden Zeitschriften. Es beschäftigt acht Assistenten, von denen ein Mitarbeiter seit dem Wintersemester 2004/05 an seiner Habilitation arbeitet. Um den Forschungs- und Lehrauftrag der Universität umfassend und kompetent erfüllen zu können, wird im Rahmen von Institutsaktivitäten neben der geistigen auch auf die körperliche Fitness der Mitarbeiter geachtet. Das Team von Wolfgang Ballwieser beim Skifahren

26 Fakultät für Betriebswirtschaft 27 Professor Eric von Hippel ausgezeichnet Verleihung der Ehrendoktorwürde an den Papst der Lead User Forschung Professor Eric von Hippel ist neuer Doctor Honoris In seiner Festrede geht Eric von Hippel auf die Demokratisierung von Innovation ein. Darunter versteht von Hippel, Causa der Fakultät für Betriebswirtschaft. Von Hippel Professor am Massachusetts Institute of Technology erhielt die Auszeichnung für seine bedeutenden einem kommerziellen Hersteller zunehmend Nutzer Innova- dass in verschiedenen Bereichen völlig unabhängig von Beiträge zum Innovationsmanagement. tionen hervorbringen, die genau auf deren Bedürfnisse zugeschnitten sind. Es können sich sogenannte user communities herausbilden: Gruppen von quirligen user innovators, Entgegen der vorherrschenden Meinung, dass Hersteller von Produkten die dominanten Innovatoren sind, veröffentlichte die Innovationen hervorbringen, diese der Allgemeinheit der Ehrendoktor bereits 1976 einen Artikel in dem er auf die kostenlos zur Verfügung stellen und kontinuierlich weiterentwickeln. Wie im Fall der Apache Server Software können Rolle der Nutzer als Innovatoren eingeht. Seine Beobachtung, dass diese Lead User ihre Innovation häufig nicht kommerzialisieren, sondern frei zur Verfügung stellen, bekommt gera- von kommerziellen Anbietern. Der Ehrendoktor analysiert in diese Innovationen größere Verbreitung finden als Angebote de in Zeiten von Open Source Software hohen Zuspruch und seiner Festrede das Verhalten dieser Innovatorengruppen trägt dazu bei, dieses neue Phänomen zu verstehen. Seine und kommt zu einer abschließenden ökonomischen wissenschaftliche Arbeit hat einerseits der Innovationsforschung neue Impulse gegeben und andererseits neue Begründung. Instrumente für den Innovationsmanager kreiert. Professor Dietmar Harhoff Ehrendoktor für Professor Eli Noam Anerkennung für einen Forscher von internationalem Rang Die Fakultät für Betriebswirtschaft zeichnete Professor Eli Noam mit der Ehrendoktorwürde aus. Noam Information (CITI), dessen Direktor er noch heute ist. In seinen Jahren gründete er zudem das Columbia Institute for Telebeschäftigt sich als Gründer und Direktor des zahlreichen Veröffentlichungen (ca. 24 Bücher und über 300 Columbia Institute for Tele-Information (CITI) schwerpunktmäßig mit den Bereichen Information, Kommu- Themen aus den Bereichen Information, Telekommunikation, Artikel) beschäftigt er sich mit vielfältigen Fragestellungen und nikation und Medienökonomie. Medienökonomie, Management und Politik. Dabei gehört er zu den wenigen, denen es gelingt, Methoden und Ansätze Am 23. Juni 2004 wurde Professor Eli Michael Noam der dieser Disziplinen zu verknüpfen, um zukünftige Chancen und Doctor oeconomiae publicae honoris causa der Fakultät für Veränderungen in den so wichtigen Feldern Information, Betriebswirtschaft verliehen. Professor Eli Noam, dessen Kommunikation und Medien aufzuzeigen. Denn einige der in Eltern ursprünglich aus Bremen und Hanau kamen, wurde den letzten Jahren oder jetzt erkennbaren Entwicklungen 1946 in Jerusalem geboren. Nach seiner aktiven Zeit beim lassen sich schon in früheren Veröffentlichungen von Militär wandte sich Professor Eli Noam der Wissenschaft zu Professor Eli Noam nachlesen oder wurden sogar selbst und erzielte in sieben (!) Jahren nicht weniger als vier von ihm geprägt. Beispielhaft sei der mit dem Internet häufig verbundene Ausdruck network of networks erwähnt, Abschlüsse an der Harvard University: B.A. in Economics and History, M.A. in economics, Doctorate in Law and den Professor Eli Noam schon in den späten 80er Jahren Doctorate in Economics. Gerade 30 Jahre jung wurde er kreiert hat. Professor of Finance and Economics an der Graduate School of Business of Columbia University in New York. In den 80er Professor Arnold Picot Eric von Hippel Eli Michael Noam Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

27 28 Alumni

28 Alumni 29 Alumni schätzen ihre Alma Mater Status Quo des LMU Management Alumni Das Netzwerk LMU Management Alumni, das Ehemalige, Unternehmen, Wissenschaft und Studierende verbindet, feiert nun schon bald seinen zweiten Geburtstag. Bis dato kann eine überaus positive Bilanz gezogen werden: Das Netzwerk wächst und wird weiter wachsen, zusätzliche Veranstaltungen werden angeboten und der Kontakt zwischen den vier genannten Gruppen intensiviert sich stetig. Mitglieder Bis dato haben sich bereits Ehemalige dem Netzwerk angeschlossen. Insbesondere die letzten Jahrgänge und aktuelle Absolventen sind sehr an einer Bindung zu ihrer Alma Mater interessiert. Weitere Ehemalige bilden das erweiterte Netzwerk des Vereins. Diese Ehemaligen sind noch nicht Mitglied, zeigen aber prinzipiell Interesse. Weiterhin hat die Organisation LMU Management Alumni inzwischen über 30 Unternehmen als Fördermitglied gewonnen. Veranstaltungen Der zweite Fakultätstag am 25. Juni 2004 war die Hauptveranstaltung im letzten Jahr. Er stand unter dem Thema Deutschland im Wettbewerb Management, Wissenschaft und Politik in der Verantwortung. Nach der Fachdiskussion bot sich am Abend die Gelegenheit, alte Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen. Am Samstag, den 25. Juni 2005, wird der dritte Fakultätstag veranstaltet. Er behandelt die Frage Sportlicher Erfolg gleich wirtschaftlicher Erfolg?. Im Vorgriff auf die Fußballweltmeisterschaft 2006 sollen unterschiedliche Aspekte der Beziehung zwischen Sport und Wirtschaft beleuchtet werden. Die Reihe Alumni-Dialoge, bei der ein Professor der Fakultät mit einem Partner aus der Praxis in Dialog tritt, hat sich etabliert: Im Wintersemester eröffnete Professor Anton Meyer mit David B. Panton, Leiter Sales & Marketing und Finance & Controlling Region Europa, BMW AG, die Reihe mit dem Thema International Careers in Sales & Marketing Insights into the BMW Group". Die zweite Veranstaltung bestritten Professor Hermann Meyer zu Selhausen und Mathias Heinke, Leiter Zielgruppenmanagement Firmenkunden, Hypo Vereinsbank AG, mit dem Thema Basel II: Problemlösungen für den Mittelstand. Am 27. April 2005 fand der letzte Alumni-Dialog statt: Professor Werner Kirsch und Bernhard Simon, Sprecher der Geschäftsführung Dachser GmbH & Co KG diskutierten das Thema Familienunternehmen: Internationalisierung, Wertorientierung, Corporate Governance. Weiterhin bot der Verein 2004 Veranstaltungen in der Reihe Von Alumni für Alumni an: Das Spektrum reichte von einer Vorabbesichtigung des Geländes der Bundesgartenschau 2005 über einen Besuch der Jugendstilvilla in der Friedrichstr. 18, Hauptsitz des Bankauses Reuschel & Co, mit der dortigen Simplicissimius Ausstellung bis zum Blick hinter die Kulissen des Bayerischen Nationaltheaters. Eine der nächsten Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit BankersAlumni e.v. wird am 31. Mai 2005 ein Fachvortrag von Dr. Olaf Scheer, Geschäftsführender Partner bei ZEB Rolfes Schierenbeck, mit dem Titel Bankenkrise überwunden?! Lessons learnt für die Top-Management-Agenda der nächsten Jahre sein. Last but not least wurde das Partnerprogramm TOP-BWL konzipiert, das die besten Studierenden der Fakultät mit Partnerunternehmen zusammenbringt. Es startete erfolgreich zum Wintersemester 2004/05. Förderung der Wissenschaft Die Förderung der Wissenschaft, Ziel des Vereins, konnte dank der steigenden Mitgliederzahlen und eingegangener Kooperationen mit Unternehmen erheblich gesteigert werden: Im Februar wurde auf der vom Netzwerk organisierten akademischen Abschlussfeier erstmals ein Förderpreis an den besten Absolventen sowie an die besten Doktoranden vergeben. Das Japan-Zentrum, zuständig für das Wahlpflichtfach Wirtschaft und Gesellschaft Japans an der Fakultät, wurde unterstützt. Weiterhin stellte das Netzwerk finanzielle Mittel bereit, mit Hilfe derer den Studierenden wieder SAPbasierte Kurse angeboten werden konnten. Pläne für die Zukunft Die Arbeit des laufenden Jahres wird sich zunächst darauf konzentrieren, die bestehenden Angebote und Reihen auszubauen. Auch Kooperationen sollen erweitert werden. Es ist geplant, gemeinsam mit dem International Relations Center der Fakultät Austauschstudenten in das Netzwerk LMU Management Alumni einzubinden und die Zusammenarbeit mit einzelnen Instituts-Alumnigruppen zu intensivieren. Die Bildung von Regionalgruppen sowie die Einführung einer webbasierten Mitgliederverwaltung stehen als weitere Punkte auf der Netzwerkagenda. Professor Franz Waldenberger Florian Habermann Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

29 30 Alumni Kurzportrait von Dr. Christine Bortenlänger Eine Alumna als Vorstand der Bayerischen Börse AG Eine Frau an der Spitze einer Börse ein bis dato eher ungewöhnliches Bild. Dr. Christine Bortenlänger verkörpert dieses Bild: Sie ist Geschäftsführerin der Börse München und als Mitglied des Vorstandes der Bayerischen Börse AG verantwortlich für Strategie, Marketing, Öffentlichkeits- und Pressearbeit sowie Organisation und EDV. Als Geschäftsführerin steht sie seit dem Jahr 2000 einer Börse vor, die es bereits seit 1830 gibt. Es werden mehr als 650 deutsche Aktien und über internationale Titel aus 58 Ländern gehandelt. Die Münchener Börse ist dabei fokussiert auf Privatanleger und Mittelständler. Für Dr. Christine Bortenlänger war die Übernahme der Leitung der Münchener Börse ein logischer Schritt: Nach ihrer Banklehre bei der Bayerischen Vereinsbank AG und einem Studium an unserer Fakultät folgte die Promotion bei Professor Arnold Picot über den Einfluss von Informationstechnologie und Wettbewerb auf die Organisation von Wertpapiermärkten. Nach beruflichen Tätigkeiten bei der Bayerischen Landesbank und Dr. Seebauer & Partner ebenfalls in München, war der Einstieg an der Börse in München 1998 eine Christine Bortenlänger schlüssige Sache. Trotz des Fulltime-Jobs hat Dr. Christine Bortenlänger Zeit und Muße für ihre Familie, Sport und Kultur. Kurzportrait von Walt Disney Ein Firmenmitglied aus dem Reich der Träume Donald Duck, Mickey Maus und Onkel Dagobert wer kennt sie nicht? Die Walt Disney Company (WDC) aus Burbank, Kalifornien ist unter der Bezeichnung Disney wohl eines der bekanntesten Unternehmen der Welt. Die Bürder Walt und Roy O. Disney gründeten die Disney-Studios 1923 in Los Angeles. Das Netzwerk LMU Management Alumni konnte die deutsche Tochter The Walt Disney Company (Germany) GmbH als Fördermitglied gewinnen. So erfolgreiche Filme wie Mickey, Goofy und Donald Schneewittchen, Mary Poppins oder König der Löwen zeigen, dass Disney mit gewaltfreiem Entertainment erfolgreich agiert. Disney ist inzwischen einer der größten Unterhaltungskonzerne der Welt mit über Mitarbeitern und einem Gewinn in 2004 von ca. 4,5 Mrd. US-Dollar bei einem Umsatz von ca. 31 Mrd. US-Dollar. Zu Disney gehören unter anderem die Walt Disney Studios, einer der drei größten Fernsehsender der USA, die American Broadcasting Company (ABC), ESPN sowie die Disneyland-Themenparks. Darüber hinaus hält Disney Beteiligungen an weiteren zahlreichen Fernsehstationen, wie z.b. am deutschen Fernsehsender Super RTL. Die 100% deutsche Tochter ist für die Vermarktung der Disney Produkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz zuständig. Gegründet wurde der deutsche Ableger bereits 1952 in Frankfurt. Seit den 90er Jahren hat die deutsche Tochter ihren Firmensitz in München. Mit derzeit ca. 250 Mitarbeitern wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr unter anderem in den Geschäftsbereichen Walt Disney Productions, Disney Channel auf Premiere und Buena Vista International ein Gesamtumsatz von 450 Mio. Euro erwirtschaftet. Unser Alumnus Andreas Peters ist Geschäftsführer / Finance Director des deutschen Ablegers von Walt Disney.

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31 32 Alumni SAP-Kurse von BearingPoint wieder belebt BearingPoint übernimmt die Kosten für das System Der Fakultät für Betriebswirtschaft ist es gelungen, die Unternehmensberatung BearingPoint als Partner für SAP-Kurse zu gewinnen. Diese Kooperation ermöglicht es der Fakultät, ihren Studierenden nach längerer Unterbrechung jetzt wieder SAP-basierte Veranstaltungen anzubieten. Das Unternehmen BearingPoint übernimmt einen erheblichen Betrag der Kosten, die für Support und Wartung der SAP- Systeme anfallen. bei den Studierenden im Hauptstudium großer Nachfrage. Aus den über 50 Anmeldungen musste eine Auswahl von 22 Studierenden getroffen werden, um das Kleingruppenkonzept zu ermöglichen. Jeder Kursteilnehmer bearbeitete eine Controllingfallstudie im SAP-System. Basis der Fallstudie war das Lehrbuch Controlling mit SAP R/3 von Gunther Friedl, Christian Hilz und Burkhard Pedell. Es ist im Rahmen früherer Kurse entstanden und inzwischen bereits in dritter Auflage erschienen. Ein dreistündiger Praxisvortrag in den Räumen von Bearing Point rundete den gelungenen Kurs ab. Peter Niedermayer und Anton Weig, beide Managing Directors von BearingPoint, vermittelten einen tieferen Einblick in die Praxisbedeutung des Systems und stellten das Implementierungsbeispiel Rolls Royce vor. Im Anschluss lud BearingPoint die Kursteilnehmer zu einem Stehempfang ein. Das Feedback der Veranstaltung war sehr positiv: Eine hervorragende Veranstaltung mit Praxisbezug!, so nicht nur ein Kursteilnehmer. Daher wird es dieses Lehrangebot auch in den kommenden Semestern am Institut für Produktionswirtschaft und Controlling geben. Darüber hinaus wird in der Fakultät erwogen, weitere SAP-basierte Kurse für Studierende des Hauptstudiums anzubieten. Nach aktuellem Stand ist ein weiterer SAP-Kurs am Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien in Planung. Die Teilnehmer lösen Aufgaben im SAP-System. Florian Habermann Matthias Notz Vorteile der Kooperation Für beide Seiten ist die Public Private Partnership von Vorteil: Die Fakultät für Betriebswirtschaft kann ihr Ausbildungsangebot wieder mit praxisrelevanten Veranstaltungen bereichern. Das Unternehmen BearingPoint kann im Gegenzug einen Praxisvortrag im Rahmen einer Veranstaltung halten und sich als Unternehmen den Studierenden präsentieren. Des Weiteren wird BearingPoint automatisch Fördermitglied im Netzwerk LMU Management Alumni. Ablauf der Veranstaltung Bereits im Januar 2005, unmittelbar nach Abschluss der Kooperationsvereinbarung, führte Professor Hans-Ulrich Küpper mit seinem Institut den Kurs Controlling mit SAP R/3 durch. Dieser Kurs erfreute sich trotz kurzer Anmeldefristen Die Gruppe nach dem Praxisvortrag bei BearingPoint

32 Alumni 33 Zweites Symposium des PuCnet Alumni Die Veranstaltung übertrifft die Erwartungen Beeindruckend war die hohe Zahl der Anmeldungen zum zweiten Symposium von PuCnet Alumni am 12. November Über 100 geladene Gäste verfolgten das vielseitige Programm im historischen Freskensaal der LMU München und fanden sich im Anschluss zur Abendveranstaltung in der neu eröffneten Uni-Lounge ein. Damit ist es gelungen, im Vergleich zum sehr erfolgreichen ersten Symposium im letzten Jahr, den Adressatenkreis zu verdoppeln. Nach dem Sektempfang und der offiziellen Begrüßung durch Professor Hans-Ulrich Küpper referierte Hans-Joachim Wolf, Leiter Personal der Bayerischen Versicherungsbank AG, über die Bedeutung von PuCnet Alumni als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis. Ein ganz besonderer Höhepunkt war die feierliche Verleihung des mit Euro dotierten Kurt-Fordan-Diplomarbeitspreises. Als Preisträger wurde in diesem Jahr Frederik Lauterbach geehrt. Er befasste sich in seiner Diplomarbeit mit einem praktischen Problem des Immobilien-Controlling bei der Dr. Vielberth Verwaltungsgesellschaft mbh. Mit dem anschließenden Festvortrag Controlling in der Champions League vermittelte Rolf Riemhofer, Direktor des Bereichs Finanz- und Rechnungswesen sowie Versicherungen beim FC Bayern München, interessante und spannende Einblicke in den Geschäftsbetrieb eines Fußballunternehmens auf europäischem Spitzenniveau. Nach der feierlichen Veranstaltung im Freskensaal ging es zur Abendveranstaltung in entspannter Atmosphäre in die Uni- Lounge. Ausreichend gestärkt durch das italienische Buffet, bot sich den Mitgliedern von PuCnet Alumni die Gelegenheit zum Gedankenaustausch. So wurde es für manche ein langer Abend, der schon mit großer Spannung und Vorfreude auf das dritte Symposium blicken lässt. Professor Hans-Ulrich Küpper Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes Die diesjährigen Kandidaten für den Kurt-Fordan-Diplomarbeitspreis Tülay Odabas, Malte Klassen und Annabell Geidner mit Professor Hans-Ulrich Küpper, Preisträger Frederik Lauterbach und PuCnet-Geschäftsführer Matthias Notz (v.l.n.r.).

33 34 Alumni Fördergesellschaft Marketing e.v. Einblicke in den größten Instituts-Alumni an der LMU Mit über 600 Mitgliedern ist die FGM Fördergesellschaft Marketing e.v. nicht nur der größte Instituts-Alumni an der LMU München, sondern auch eines der aktivsten und traditionsreichsten Marketingnetzwerke Deutschlands. Bereits vor mehr als 30 Jahren gegründet und von Professor Anton Meyer weitergeführt und -entwickelt, verfolgt die FGM das Ziel, den Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern und eine Plattform für alle Marketinginteressierten zu etablieren. Fachwissen nutzen und schätzen sie auch immer wieder gerne die Möglichkeiten einer projektbezogenen Zusammenarbeit. Ein weiterer, dem Netzwerk immanenter Nutzen ist die ausgewogene Mitgliederstruktur. Ob Absolvent oder Vorstand, Wissenschaftler oder Praktiker, persönliches oder Firmen- Mitglied,... was alle FGM-Mitglieder miteinander verbindet, ist die Leidenschaft für das Marketing. Mindestens so bedeutend wie der konkrete Nutzen, den die FGM als Matchmaker bietet, sind auch die ideellen Werte, die die FGM Community vereint: hierzu zählen der fachliche und persönliche Austausch auf FGM-Events ebenso wie die Erinnerungen an die gemeinsame Studienzeit. Get Together der FGM-Community auf dem 30. Münchener Marketing-Symposium Von diesem Netzwerk profitieren bestehende und zukünftige FGM-Mitglieder gleichermaßen. Den Studenten ermöglicht die FGM eine praxisnahe Ausbildung z.b. durch Gastvorträge, Fallstudien- und Projektseminare und vermittelt ferner frühzeitig Kontakte zur Praxis über die FGM-Praktikums- und Jobbörse. Darüber hinaus fördert die FGM durch Social Events wie M-Party und Absolventenfeier auch den direkten Austausch zwischen Studenten, Alumni und Firmenmitgliedern. Neben der emotionalen Einbindung in das Netzwerk, bietet die FGM ihren weit über 500 persönlichen Mitgliedern aktuelle Informationen zum Thema Marketing, Zugang zu Fachwissen über den FGM-Verlag und mit FGM-Tagung und Newsletter auch eine Plattform zum marketingspezifischen Networking. Zusätzlich integriert Anton Meyer im Gespräch mit die FGM mehr als 100 interessierten Marketing-Studenten Firmenmitglieder, die ihrerseits durch Vorträge in Lehrveranstaltungen oder im Rahmen der FGM-Tagung präsent sind. Neben Recruiting und Auf einen Blick Den Studenten des Instituts für Marketing ermöglicht die FGM frühzeitige Kontakte zu Unternehmen und Alumni, z.b. durch Fallstudienseminare, Praktikums- und Jobbörse eine praxisnahe Ausbildung, z.b. durch Gastvorträge, Projektseminare und Unternehmensexkursionen einen stetigen Austausch zwischen Studenten und Alumni, z.b. durch M-Party, Absolventenfeier und FGM-Tagung Ihren Alumni bietet die FGM unter anderem Möglichkeiten zum Networking, z.b. durch FGM-Tagung, Mitgliedernews und -verzeichnis Zugang zu Marketing-Fachwissen, z.b. durch FGM-Verlag und FGM-Tagung Informationen über die FGM, ihre Mitglieder und das Institut für Marketing, z.b. durch Newsletter Für ihre Firmenmitglieder schafft die FGM Nutzen durch Unternehmenspräsentation, z.b. durch Gastvorträge, Absolventenfeier und FGM-Tagung Kontakte zu Top-Studenten, z.b. durch Praktikums-, Jobbörse und Fallstudienseminare Zugang zu Marketing-Fachwissen, z.b. durch FGM-Verlag und FGM-Tagung projektbezogene Zusammenarbeit, z.b. durch Projektseminare, Forschungs- und Beratungsprojekte

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35 36 Forschung Publikationen Ballwieser, W. Unternehmensbewertung Prozeß, Methoden und Probleme Schäffer-Poeschl: Stuttgart 2004 Unternehmenswerte sind zweckgerechte Werte. Sie können der Vorbereitung von Entscheidungen, z.b. zum Erwerb oder dem Verkauf von Unternehmen, der Kreditwürdigkeits- oder Sanierungsfähigkeitsprüfung oder auch Strategieüberlegungen dienen. Sie werden zur Unterstützung von Argumentationen in Verhandlungen herangezogen und sind bei Abfindungszahlungen relevant. Daneben dienen sie der Steuerbemessung, aber auch der Überprüfung von Bilanzwerten, insbesondere von Beteiligungen. Unternehmensbewertung ist daher ein wichtiges, wenn auch komplexes Gebiet von Rechnungswesen und Finanzwirtschaft. Ausgangspunkt der Ausführungen ist der Prozess der Unternehmensbewertung, bei dem es um die Datenbeschaffung für die Vergangenheitsanalyse, die Prognose künftiger Zahlungen und deren Diskontierung geht. Detailliert werden die Ertragswertmethode und die Discounted-Cash-Flow-Verfahren zum einen abstrakt dargestellt, zum anderen anhand eines durchgängigen Beispiels illustriert. Weitere Kapitel widmen sich dem Liquidationswert, dem Substanzwert, den Mischverfahren und Überschlagsrechnungen. Das Buch wird durch Daten zum Kapitalisierungssatz und zur Marktrisikoprämie, umfangreichen Literaturüberblicken sowie der Erläuterung häufiger Bewertungsfehler abgerundet. Es stellt für Studenten, Wirtschaftsprüfer, Investmentbanker und Unternehmensberater ein aktuelles, gut verständliches sowie kompaktes Lehrbuch dar. Ballwieser, W. / Beine, F. / Hayn, S. / Peemöller, V. H. / Schruff, L. / Weber, C.-P. (Hrsg.) Wiley Kommentar zur internationalen Rechnungslegung nach IAS / IFRS GP Fachbuchverlag: Braunschweig 2004 Der vorliegende Kommentar basiert auf dem englischsprachigen Text von Barry J. Epstein und Abbas Ali Mirza. Er wurde nicht nur auf seine Übersetzung hin überprüft, sondern auch gestrafft und ergänzt, um den deutschen Verhältnissen besser gerecht zu werden. Die Gliederung der amerikanischen Ausgabe wurde beibehalten. Gestrafft wurden Vergleiche mit US-GAAP; ergänzt wurde das Werk um Praxisberichte der Salzgitter AG und der Volkswagen AG. Gleichermaßen wurden die IFRS dem HGB gegenübergestellt. Da die internationalen Regeln in jüngster Zeit einer zum Teil sehr schnellen Überarbeitung und Ergänzung unterliegen, wurde bei jedem Abschnitt die zugrunde liegende Version der ausgewerteten IFRS angegeben. Zerdick, A. / Picot, A. / Schrape. K. / Burgelman. J.-C / Silverstone, R. / Feldmann, V. / Heger, D. K. / Wolff, C. E-Merging-Media Kommunikation und Medienwirtschaft der Zukunft Springer Verlag: Berlin 2004 Der auf Deutsch und Englisch erschienene neue Report des European Communication Council (ECC) einer Gruppe unabhängiger Wissenschaftler aus Europa und den USA untersucht aus unterschiedlichen Blickwinkeln den tiefgreifenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel der Medienlandschaft, der v.a. durch die Entstehung neuer Medien sowie die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung charakterisiert ist. Aufbauend auf dem mittlerweile in vier Sprachen vorliegenden ECC-Bericht Die Internet-Ökonomie: Strategien für die digitale Wirtschaft, in dem es um die ökonomischen Gesetzmäßigkeiten des Internets geht, wird nun in vier Kapiteln der Frage nachgegangen, wie die mediale Zukunft aussehen wird. Dies betrifft unternehmensstrategische Aspekte wie die Gestaltung des Wertschöpfungsprozesses für Medienprodukte oder die Auswahl geeigneter Geschäftsmodelle ( Changing Media ) in gleicher Weise wie die Herausbildung neuer Technologien und ihrer Nutzungsmöglichkeiten ( Changing Technology ), die gesellschaftlichen Implikationen ( Changing Society ) sowie die entstehenden Herausforderungen für Regulierung und Gesetzgebung ( Changing Rules ).

36 Forschung 37 Weitere Neuerscheinungen und Neuauflagen Albrecht, P. / Hartung, T. (Hrsg.) 1. Liber discipulorum für Elmar Helten Versicherungswirtschaft (VVW): Karlsruhe 2005 Albrecht, P. / Lorenz, E. / Rudolph, B. (Hrsg.) 2. Risikoforschung und Versicherung Festschrift für Elmar Helten Versicherungswirtschaft (VVW): Karlsruhe 2004 Haas, H.-D. / Heß, M. / Klohn, W. / Windhorst, H.-W., Leibnitz-Institut für Länderkunde (Hrsg.) 3. Unternehmen und Märkte (= Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland, Bd. 8) Spektrum Akademischer Verlag: Heidelberg/Berlin 2004 Hofmann, C. / Hofmann, Y. / Küpper, H.-U. 4. Übungsbuch zur Finanzbuchhaltung Vahlen: München 2004 Küpper, H.-U. / Helber, S. 5. Ablauforganisation in Produktion und Logistik 3. Auflage. Schäffer-Poeschl: Stuttgart 2004 Meyer, A. (Hrsg.) 6. Dienstleistungsmarketing: Impulse für Forschung und Management DUV Gabler Edition Wissenschaft: Wiesbaden 2004 Rudolph, B. / Schäfer, K. 7. Derivative Finanzmarktinstrumente Eine anwendungsbezogene Einführung in Märkte, Strategien und Bewertung Springer-Verlag: Berlin Heidelberg 2005 Meyer, A. / Kantsperger, R. 8. Call Center Bechmarking: Was die Besten anders machen und wie Sie davon profitieren können Gabler Sales Business Reihe: Wiesbaden 2005 Rockel, W. / Helten, E. / Loy, H. / Ott, P. 9. Versicherungsbilanzen Rechnungslegung nach HGB, US-GAAP und IAS / IFRS Schäffer-Poeschl: Stuttgart 2005 Schmitt, B. H. / Mangold, M. 10. Kundenerlebnis als Wettbewerbsvorteil: Mit Customer Experience Management Marken und Märkte gestalten Gabler: Wiesbaden 2004 Theisen, M. R. 11. Wissenschaftliches Arbeiten Technik - Methodik - Form 12. neu bearbeitete Auflage. Vahlen: München 2004 Klemens, J. / Waldenberger, F. 12. Succesful Lobbying in the New Europe Why international companies must consider the European Union in their global strategies and how they can successfully represent their interests in Brussels - presented by way of Japanese companies. Berliner Wissenschafts-Verlag: Berlin Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

37 38 Forschung Promovenden im Sommersemester frisch gebackene doctores Im Sommersemester 2004 konnte die Fakultät 14 fertige Doktoranden beglückwünschen. Mit Dr. Michael Dobler und Dr. Werner Rockel konnten zwei Kandidaten die Bestnote summa cum laude erzielen. Name / Vorname Titel der Dissertation Doktorvater Bentele, Martina Immaterielle Vermögenswerte in der Unternehmensberichterstattung Eine kritische Analyse Wolfgang Ballwieser Buttermann, Anne Geschäftsmodelle für Netzeffektgüter Eine Analyse am Beispiel des Smart Home Arnold Picot Dobler, Michael Risikoberichterstattung Eine ökonomische Analyse Wolfgang Ballwieser Eisenhofer, Alexis Optimale Aktienquote im Lebenszyklus Bernd Rudolph Huber, Martin Kundenaktivitäten als Basis neuer Wertschöpfungskonstellationen für E-Services Arnold Picot Hunger, Adrian IPO-Underpricing im Kontext einer vertikalen Marktsegmentierung Bernd Rudolph Köhler, Lutz Produktinnovation in der Medienindustrie Organisationskonzepte auf Basis von Produktplattformen Thomas Hess Pütz, Marco Regional Governance Theoretisch-konzeptionelle Grundlagen und eine Analyse nachhaltiger Siedlungsentwicklung in der Metropolregion München Hubert Job Rauscher, Markus Künstliche neuronale Netze zur Risikomessung in der Kapitalanlage deutscher Lebensversicherungsunternehmen Elmar Helten Rockel, Werner Fair Value-Bilanzierung versicherungstechnischer Verpflichtungen Eine ökonomische Analyse Elmar Helten Seidenspinner, Stephan Treasurymanagement in Industrieunternehmen Eine agencytheoretische Betrachtung der Koordination von Risikomanagementaktivitäten Bernd Rudolph Steiner-Kogrina, Anastasia Auswirkungen des Sponsorings auf die Kundenbindung im Finanzdienstleistungsbereich Eine empirische Studie Manfred Schwaiger Trevisan, Enrico Selbstbindung: Ein vernachlässigtes Phänomen in der Strategieforschung Werner Kirsch Unterreitmeier, Andreas Unternehmenskultur Ansätze zur Konzeptualisierung und Operationalisierung Manfred Schwaiger

38 Forschung 39 Mens sana in corpore sano Dr. Michael Dobler hält die Doktorandenrede im Sommersemester 2004 Dr. Michael Dobler hat bei Professor Wolfgang Ballwieser am Institut für Rechnungswesen und Prüfung zum Thema Risikoberichterstattung promoviert. Er ist mittlerweile wissenschaftlicher Assistent und Habilitand an diesem Institut. Den meist missverstandenen Wunsch mens sana in corpore sano des römischen Satirikers Juvenal wählte Dr. Michael Dobler als Ausgangspunkt seiner ebenso amüsanten wie kritischen Ansprache. Im Vorfeld der Olympiade in Athen untersuchte er Parallelen zwischen den Olympischen Spielen als Spektakel körperlicher Athletik und dem betriebswirtschaftlichen Universitätsapparat als Hort des Geistes. Die Betriebswirtschaft gleicht als moderne, von breitem Interesse getragene, übergreifende Disziplin einem Zehnkampf, so Dr. Michael Dobler. Den Doktoranden kommen bei der universitären Olympiade Funktionen als Sportler, als Assistenztrainer und als Verwaltungsangestellte im NOK zu. Als Sportler etwa müssen die Doktoranden einen Master of Business Research als Zwischenkampf meistern. Dieser scheint wegen ungleicher Qualifikationsbedingungen und zusätzlicher Strapazen zwar oft unliebsam. Aber er rüstet die Sportler als Gruppe dennoch für das Finale, die Promotion. Selbst wer nach dem Zwischenkampf ausscheidet, kann sich einer Urkunde in Form eines weltweit einzigartigen akademischen Grades erfreuen. Im Finale etablieren sich dann verschiedene Sportlertypen, die unterschiedliche Teildisziplinen des Zehnkampfs favorisieren. So gibt es Sprinter, die bereits am Start das Ziel vor Augen haben und einem Hermes gleich rasch, verschlagen und teils unsichtbar ihre Promotion absolvieren. Oder es finden sich exzellente Stabhochspringer, die nach einer langen Konzentrationsphase mit filigraner modellanalytischer oder empirischer Technik die Hürde zur Promotion überspringen. Die wenigsten Doktoranden sind jedoch Profisportler, die sich allein der Promotion widmen. Als wissenschaftliche Mitarbeiter sind sie auch Assistenztrainer im Stab des Professors. Sie betreuen Studierende und warten das letztlich mitentscheidende Material in Form von Bibliotheksausstattung, EDV-Systemen und Veranstaltungsunterlagen. Ferner nehmen sie die Funktion von Verwaltungsangestellten des NOK ein. Dies bedeutet nicht nur administrativen Papierkrieg, sondern auch Einblicke in die Organisation der Olympiade. Dass Dr. Michael Dobler auch hier pointiert Parallelen zur Universität, ihrem regulativen und ökonomischen Umfeld fand, verwunderte angesichts seines couragierten Vortrags niemanden im Auditorium. Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes Klaus Kaplaner überreicht den Förderpreis an Florian Zeller. Michael Dobler erhält seine Promotionsurkunde von Werner Kirsch.

39 40 Forschung Promovenden im Wintersemester 2004/05 18 Doktoranden schließen ihre Arbeit erfolgreich ab Im Wintersemester 2004/05 schlossen 18 Promovenden ihre Arbeiten ab. Mit Dr. Stefan Decker, Dr. Carolin Häussler, Dr. Hannes Wagner, Dr. Carolin Wolff, Dr. Florian Zeller und Dr. Markus Zinnbauer erzielten sechs Kandidaten die Bestnote summa cum laude. Name / Vorname Titel der Dissertation Doktorvater Arnold, Bernhard Umfeldinduzierte Schlüsselqualifikationen bei IT-Serviceunternehmen 2015 eine Szenarioanalyse Arnold Picot Decker, Stefan Investorspezifische Performancemessung für die Auswahl von Investmentfonds Hermann Meyer zu Selhausen Fritz-Bergmann, Rouven Gestaltung von Anreizsystemen zur Steuerung von Innovationsprozessen Eine agency-theoretische Analyse bei kausal-abhängigen Bemessungsgrundlagen Hans-Ulrich Küpper Gutierrez, Michael Effizienzmessung in Hochschulen Data Envelopment Analysis als Instrument zur Evaluierung hochschulinterner Forschungs- und Lehreinheiten Hans-Ulrich Küpper Häussler, Carolin Inter-Firm Collaboration: Valuation, Contracting and Firm Restructuring Dietmar Harhoff Heckner, Robert Vorteilhafte Anlagestrategien und Investitionsinstrumente für informelle Private Equity- Investitionen Bernd Rudolph Kern, Markus Besonderheiten der Unternehmensfinanzierung und Investitionseffizienz im professionellen Fußball Bernd Rudolph Schulze, Bernd Mehrfachnutzung von Medieninhalten: Entwicklung, Anwendung und Bewertung eines Managementkonzepts für die Medienindustrie Thomas Hess Schoefer, Martin Ökonomik experimentelle Wirtschaftsforschung Wirtschaftsethik Arnold Picot Steege, Bernhard Restrukturierung des japanischen Bankenmarktes Eine empirische Analyse Franz Waldenberger Ünlü, Vural Content Protection Economic analysis and techno-legal implementation Thomas Hess Wagner, Hannes Equity Finance and Control of Corporations Bernd Rudolph Warkotsch, Nicolas Einflußgrößen und Wirkungen des Innovationsverhaltens von Handwerksunternehmen Hans-Ulrich Küpper Wittenberg, Stefan Gestaltung interner Märkte in Unternehmensnetzwerken Organisationstheoretische Analyse und fachliche Konzeption einer IT-Werkzeugunterstützung Thomas Hess Wolff, Carolin Stabilität und Flexibilität von Kooperationen Ein Ansatz einer Grounded Theory zum wettbewerbsorientierten Flexibilitätsmanagement Arnold Picot Zademach, Hans-Martin Spatial Dynamics in the Markets of M & As Essays on the geographical determination and implications of corporate takeovers and mergers in Germany and Europe Hans-Dieter Haas Zeller, Florian Der Einfluß von Steuern im Portfoliomanagement von Investmentfonds Manuel René Theisen Zinnbauer, Markus Der Einfluß elektronischer Beschaffung auf B2B-Geschäftsbeziehungen Manfred Schwaiger

40 Forschung 41 Annus mirabilis 2005 Dr. Carolin Wolff hält die Doktorandenrede im Wintersemester 2004/05 Dr. Carolin Wolff hat bei Professor Arnold Picot am Institut für Information, Organisation und Management zum Thema Flexibilitätsmanagement promoviert. Sie wird ihren beruflichen Weg in einer Unternehmensberatung fortsetzen. Das Wunder, das 18 frisch gebackene Doktoren und 18 Masters of Business Research mit dem heutigen Tag vollbracht hatten, verglich Dr. Carolin Wolff in ihrer zugleich amüsanten und feierlichen Rede mit den wunderbaren Leistungen Albert Einsteins, der in diesem Jahr sein Jubiläum feiert. Ausgehend von Einsteins Relativitätstheorie und seiner berühmten Formel E = mc 2 untersuchte Dr. Carolin Wolff das Verhältnis von Raum und Zeit, von Energie, Masse und Geschwindigkeit im Leben eines Doktoranden. Der voller Energie und Elan ins Doktorandenleben startende junge Doktorand, für den getreu physikalischer Gesetzmäßigkeiten die Erlangung des Doktortitels lediglich eine Funktion von Arbeit und Zeit zu sein scheint, missachtet zunächst, dass die Masse eines Körpers abhängig ist von der zugeführten Energie. Dies wiederum bedeutet, dass aus beinahe Nichts bei Energiezuführung Masse entstehen kann. Für den energiegeladenen Doktoranden hat dies zur Folge, dass er sich bald mit einer Masse an Aufgaben konfrontiert sieht. Masse entsteht dabei nicht nur bei institutsbezogenen Aufgaben, die er als Assistent wahrnehmen muss, sondern auch durch von außen erzeugten Druck. Der Druck, den zwei Professoren auf eine Gruppe von Doktoranden ausüben, kann nach Dr. Carolin Wolff auch als postgraduales Studium bezeichnet werden und beweist in Bezug auf Zeitbeanspruchung und Notenvergabe, was Albert Einstein unter Relativität verstanden haben muss. Dem in seiner Energie zweifelsohne stark beanspruchten Doktoranden, muss mit fortschreitender Zeit eine Verlagerung der eigenen Energie gelingen, um die noch immer kleine Masse der Dissertation zu vergrößern. Da ein Doktorand aber kein Perpetuum Mobile ist, sieht er sich bald einer sinkenden Energiekurve gegenüber, erlebt Momente der Frustration und muss Phasen der Isolation überstehen. So lange bis die Phase der Beschleunigung einsetzt und sich ein auf die Abgabe der Dissertation gerichteter Pragmatismus breit macht. Angesichts der Relativität der aufgezeigten Zusammenhänge, die im Zeitablauf schnell an Bedeutung zu verlieren drohen, rief Dr. Carolin Wolff zum Abschluss ihrer Rede dazu auf, das Wunder des heutigen Tages im Herzen zu bewahren und auch über die Zeit an der LMU München hinaus mit in die Zukunft zu tragen. Carolin Wolff Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

41 42 Forschung Habilitanden und junge Professoren Professor Gunther Friedl Münchener Habilitand an die Universität Mainz berufen Gunther Friedl Dr. Gunther Friedl habilitierte im Mai 2004 mit einer Arbeit über wertorientierte Performancemaße und Anreizsysteme. Die Habilitationsschrift befasst sich mit der Frage, wie Investitionsprojekte gesteuert werden können, wenn die Unternehmensleitung die Verantwortung für die Durchführung dieser Projekte an dezentrale Einheiten abgegeben hat. Mithilfe von modelltheoretischen Analysen konnte Dr. Gunther Friedl eine Reihe von neuen Erkenntnissen zur Verwendung von in der Praxis gebräuchlichen Steuerungskennzahlen gewinnen. Dr. Gunther Friedl wurde 1971 in München geboren. Nach seinen Abschlüssen als Diplom-Physiker an der Technischen Universität München und Diplom-Kaufmann an der LMU München promovierte und habilitierte er in Betriebswirtschaftslehre ebenfalls an der LMU München. Von 1998 bis 2000 war Dr. Gunther Friedl als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand und danach bis 2004 als wissenschaftlicher Assistent und Habilitand am Institut für Produktionswirtschaft und Controlling bei Professor Hans-Ulrich Küpper tätig. Von 2002 bis 2003 wurde er als Gastforscher an die Stanford University, Graduate School of Business, eingeladen. Nach einem kurzen Gastspiel als Lehrbeauftragter für Unternehmensrechnung und Controlling an der Technischen Universität München folgte Dr. Gunther Friedl im Sommersemester 2004 einem Ruf auf die Professur für Betriebswirtschaftslehre und Controlling an der Johannes Gutenberg- Universität Mainz. Der LMU München bleibt Dr. Gunther Friedl über ein internationales Forschungsprojekt zum Stand der Kostenrechnung verbunden, das er in Kooperation mit dem Institut für Produktionswirtschaft und Controlling durchführt. Friedl, G. Real Options and Investment Incentives, München 2004 Habilitation über Regulierungsrisiken Dr. Burkhard Pedell am Institut für Produktionswirtschaft und Controlling habilitiert Burkhard Pedell Im Juli 2004 habilitierte sich Dr. Burkhard Pedell mit einer Arbeit über Regulierungsrisiken. Er fasste speziell die Risiken ins Auge, denen Unternehmungen ausgesetzt sind, deren Entgelte einer staatlichen Regulierung unterliegen, wie z.b. in den Branchen Telekommunikation, Post, Bahn, Strom und Gas. Im Fokus der Untersuchung steht die Frage, wie die Ausgestaltung des Regulierungssystems und des Regulierungsprozesses das Risiko entgeltregulierter Unternehmungen beeinflusst und wie sich dies auf deren Kapitalkosten und Investitionsanreize niederschlägt. Im Rahmen des Habilitationsprojektes verbrachte Dr. Burkhard Pedell als Postdoctoral Fellow einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt am Risk Management and Decision Processes Center der Wharton School in Philadelphia. Dr. Burkhard Pedell studierte nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Deutschen Bank Volkswirtschaftslehre an der LMU München promovierte er an der LMU in Betriebswirtschaftslehre. Seit 1995 arbeitet er am Institut für Produktionswirtschaft und Controlling bei Professor Hans-Ulrich Küpper. Die Forschungsschwerpunkte von Dr. Burkhard Pedell umfassen neben Problemen der Entgeltregulierung Themen des Performance-Measurement und des Risikomanagements sowie Wettbewerbsstrategien und Public-Private Partnerships. Neben seiner Lehrtätigkeit an der LMU übernahm er Lehraufträge in den Bereichen Kosten- und Erlösrechnung, Controlling sowie Entgeltregulierung an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Hochschule Lahr, an der Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie an der Universität Hannover. Im April 2005 erhielt er einen Ruf auf die Professur für Allgemeine Bertriebswirtschaftslehre und Controlling an die Universität Stuttgart. Pedell, B. Regulatory Risk and the Cost of Capital for Rate-Regulated Firms, München 2004

42 Habilitanden und junge Professoren Forschung 43 Wirtschaftspädagogin habilitiert Dr. Annette Ostendorf erhält venia legendi für Wirtschafts- und Berufspädagogik Am 7. Juli 2004 wurde Frau Dr. Annette Ostendorf an der Fakultät habilitiert. Ihr wurde die venia legendi für das Fach Wirtschafts- und Berufspädagogik erteilt. Die Habilitationsschrift befasst sich mit Fragen im Schnittstellenbereich von Betriebswirtschaftslehre und Betriebspädagogik und untersucht, in welcher Form der betriebliche Wissensdiskurs Anpassungsleistungen und Ausschlussmechanismen bezüglich der betrieblichen Aus- und Weiterbildung hervorbringt. Zur Untersuchung dieser Fragestellung wurde ein diskursanalytisches Design entwickelt und angewandt, das sich an eine relativ neu etablierende sozialwissenschaftliche Forschungspraxis auf Basis der Foucault schen Diskurstheorie anschließt. Methodisch umfasst das Forschungsdesign eine strukturierende qualitative Inhaltsanalyse und eine Delphi- Studie. Marketing von Unternehmensgründungen Im Februar 2005 habilitierte sich Dr. Marc Gruber mit einer Forschungsarbeit über das Marketing von Unternehmensgründungen. Marketing gilt als wichtiger Erfolgsfaktor technologieorientierter Gründungen. Allerdings liegt kaum empirisch gesichertes Wissen vor, wie Gründer Marketingstrategien für neue Unternehmen und innovative Leistungen erfolgversprechend planen können. Dies nahm Dr. Marc Gruber zum Anlass, eine quantitative Untersuchung zur Marketingplanung wagniskapitalfinanzierter Unternehmensgründungen durchzuführen. Seine Ergebnisse gewähren wichtige neue Einsichten zu den Themen Entrepreneurial Marketing, Technologie- und Innovationsmarketing, Ausschöpfung von Geschäftsideen und Gründungsplanung. Im Rahmen des Forschungsprojekts verbrachte Dr. Marc Gruber einen viermonatigen Forschungsaufenthalt an der Wharton School der University of Pennsylvania. Dr. Marc Gruber studierte und promovierte in Betriebswirtschaftslehre Dr. Annette Ostendorf, 1965 in Straubing geboren, studierte an der LMU München Wirtschaftspädagogik und promovierte 1993 zum Dr. oec. publ. an der Fakultät für Betriebswirtschaft. Sie arbeitet seit 1989 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Wirtschafts- und Sozialpädagogik, wo sie gerade in den letzten beiden Jahren, aufgrund einer Vakanz des Lehrstuhls, für die organisatorische und inhaltliche Betreuung von Forschung und Lehre verantwortlich war. Sie war eingebunden in mehrere, auch internationale Forschungsprojekte zur Entwicklung von Berufsbildungssystemen, zu Fragen des betrieblichen Bildungsmanagements und auf dem Gebiet der interkulturellen Erziehung im beruflichen Schulwesen. Von 1995 bis 1999 war sie Frauenbeauftragte der Fakultät. Dr. Annette Ostendorf publizierte bisher auf dem Gebiet der Wirtschaftspädagogik vor allem zu den Bereichen Betriebspädagogik, Didaktik beruflichen Lernens und interkulturelle Erziehung. Ostendorf, A. Betriebliche Bildung im Wissensdiskurs eine betriebspädagogische Diskursanalyse zu Wissensmanagement und organisationalem Lernen, München 2004 Dr. Marc Gruber am Institut für Innovationsforschung und Technologiemanagement habilitiert an der Universität St. Gallen. Seit Herbst 2000 arbeitet er am Institut für Innovationsforschung, Technologiemanagement und Entrepreneurship der LMU München bei Professor Dietmar Harhoff. Zudem leitet er als Geschäftsführer das ODEON Center for Entrepreneurship der LMU München, ein überfakultäres Zentrum für Forschung und Lehre im Bereich Unternehmensgründung. Als Lehrbeauftragter ist er an verschiedenen Universitäten (WU Wien, Universität St. Gallen) sowie in diversen Executive Education-Programmen tätig. Dr. Marc Gruber publizierte Arbeiten in folgenden Bereichen: Marketing von Unternehmensgründungen, Strategisches Management und Strategic Foresight, Business Planning, Gründerteams und Venture-Capital-Finanzierung, Innovationsmanagement und Open Innovation. Gruber, M. Marketingplanung von Unternehmensgründungen Eine theoretische und empirische Analyse, München 2004 Annette Ostendorf Marc Gruber Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

43 44 Forschung Habilitanden und junge Professoren Professor Stefan Helber über seinen Weg Von München nach Hannover Stefan Helber Ersten Begegnungen sieht man oft ihre Bedeutung nicht an. Meine erste persönliche Begegnung mit Herrn Küpper hatte ich an der TU Darmstadt im BWL- Vordiplom. BWL fand ich als zukünftiger Wirtschaftsingenieur damals eher lästig und langweilig, und in diesem Sinne habe ich mich dann auch auf das Vordiplom vorbereitet. Nach dem Fünfer im schriftlichen Klausurteil brauchte ich unbedingt mündlich eine Drei zum Ausgleich. In der mündlichen Prüfung bei Herrn Küpper brachte ich dann zwar mal Schierenbeck und Schmalenbach durcheinander, aber im dritten Semester kann das schon einmal passieren. Den erforderlichen Dreier bekam ich trotzdem und dazu den Eindruck: Oh je, der Typ ist anspruchsvoll und will es genau wissen! Als ich dann im Sommer 1990 Examen machte und bundesweit eine Mitarbeiterstelle suchte, fiel mir ein Aushang von Herrn Küpper auf, in welchem er für sein Institut in München einen Wirtschaftsingenieur suchte. Als ich nach einigen Wochen erneut an dem Zettel vorbeikam und die Stelle offenbar noch immer vakant war, habe ich meinen Mut zusammengenommen und bei ihm angerufen. Zu meiner freudigen Überraschung war er sehr an meiner Bewerbung interessiert und gab mir letztlich den Job. So bin ich dann im Herbst 1990 an Professor Küppers Institut nach München gegangen. Die Promotion brachte ich recht zügig hinter mich. Als Herr Küpper mir dann das Angebot machte, bei ihm zu habilitieren, habe ich dieses nach kurzem Nachdenken angenommen. Auch in der Habilitationsphase hat er mir den inhaltlichen Freiraum gegeben, den ich für meine Arbeit brauchte. Unsere fachlichen Diskussionen waren dabei oftmals in der Sache sehr hart, aber im Ton immer freundlich und vom Respekt für die Position des Anderen geprägt. Mit dem Bayerischen Habilitationsförderpreis hatte ich dann drei Jahre lang die Möglichkeit, mich nur auf die Forschung zu konzentrieren. In diesen Jahren habe ich mir ein für mich völlig neues Themengebiet erschlossen, inklusive einiger Aufenthalte als Visiting Scholar am M.I.T. Am Tag meines Habilitationskolloquiums im Sommer 1998 kam dann der Ruf auf den Produktions-Lehrstuhl an der TU Clausthal. Die Tage danach sind mir als intensive Kombination von Erleichterung und Glücksgefühl in Erinnerung. Vielfach kommt ja der erste Ruf nicht so nahtlos und dann gilt es, eine nervenzehrende Durststrecke durchzuhalten. In Clausthal war es zunächst sehr reizvoll, an einer kleinen und überschaubaren Universität diejenigen Strukturen und Prozesse kennenzulernen, mit denen man als wissenschaftlicher Mitarbeiter einer großen Universität nicht viel zu tun hat. Bald kam jedoch der Wunsch in mir auf, mich an einer größeren Fakultät stärker zu spezialisieren und in der Lehre mehr bewirken zu können. Im Herbst 2002 bekam ich einen Ruf nach Dresden und im Frühjahr 2003 einen Ruf an die Universität Hannover, den ich dann ohne Zögern angenommen habe. In Hannover leite ich jetzt nicht nur einen Lehrstuhl für Produktionswirtschaft, sondern habe auch als Studiendekan und Vorsitzender des Prüfungsausschusses immer mit den kleinen und großen Anliegen der Studenten wie der Kollegen zu tun. Die wesentlichen Bedingungen einer hohen Regelungsdichte und schlechter Betreuungsrelationen entsprechen dabei denen anderer staatlicher Universitäten in Deutschland. Oftmals wundere ich mich, was trotzdem alles an Gutem dabei herauskommt. Auf jeden Fall habe ich jetzt mehr Verständnis für manche von Herrn Küppers Positionen oder Handlungen, als ich es als Student oder Mitarbeiter aufbringen konnte. Und so freue ich mich über all das, was ich aus den gemeinsamen Jahren mitnehmen konnte. Professor Stefan Helber Dr. Joachim Henkel an die TU München berufen Joachim Henkel Privatdozent Dr. Joachim Henkel wurde am 29. Dezember 2004 zum Professor (C4) für Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität München ernannt. Er wurde dort auf den Theo-Schöller-Stiftungslehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement berufen. Ihm lag ein weiterer Ruf auf den Lehrstuhl für International Entrepreneurship der Handelshochschule Leipzig (HHL) vor, an der er seit dem Sommersemester 2004 Lehraufträge wahrgenommen hatte.

44 Forschung 45 Drittmittelprojekte Anglo-German Biotech Observatory Strategien, Organisations- und Finanzierungsstrukturen im Vergleich Das Projekt Wagniskapitalfinanzierte Unternehmen in Deutschland Finanzierungskontrakte, Organisationsstrukturen und Eigentumsrechte stellt ein Teilprojekt im Rahmen des Transregio 15 Governance und die Effizienz ökonomischer Systeme dar. In dem Forschungsprojekt soll untersucht werden, welche Strategie, Organisations- und Finanzierungsstruktur deutsche und britische Biotechnologieunternehmen aufbauen, um erfolgreich Produkte bzw. Technologien auf den Markt zu bringen. Deutschland und Großbritannien haben in Europa eine Führungsrolle in der Biotechnologieindustrie übernommen und weisen im internationalen Vergleich nach dem Vorreiter USA die größte Anzahl an Biotechnologieunternehmen auf. Die Entstehungsgeschichte der noch sehr jungen Industrie und die Governance Struktur der Unternehmen unterscheiden sich jedoch sehr stark in beiden Ländern. Dieser Umstand erlaubt es erstmals, einige in der Wissenschaft bislang nicht behandelte aber gleichsam sehr bedeutende Fragestellungen hinsichtlich des Einflusses institutioneller Rahmenbedingungen und deren Auswirkung auf die Wachstumsperspektiven empirisch zu analysieren. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen das Verständnis von Entwicklungsprozessen der Biotechnologieunternehmen in beiden Ländern erhöhen und in Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Politik einfließen. In einer jährlich stattfindenden Panelstudie werden dazu 500 Biotechnologieunternehmen in Deutschland und Großbritannien interviewt. Start der ersten Befragung war im April Professor Dietmar Harhoff Professor Bernd Rudolph Dr. Carolin Häussler Florian Haagen Deutsch-amerikanischer Vergleich von Kostenrechnung und Controlling Projekt des Institute of Management Accountants Eine gemeinsame Forschungsgruppe der Universitäten München und Mainz hat den Zuschlag des amerikanischen Institute of Management Accountants (IMA), der größten berufsständischen Vereinigung von Management Accountants in den USA, zur Durchführung eines Forschungsprojekts erhalten. Professor Hans-Ulrich Küpper und Dr. Burkhard Pedell, beide vom Institut für Produktionswirtschaft und Controlling, sowie Professor Gunther Friedl, ehemaliger Mitarbeiter des Instituts und seit Juni 2004 Inhaber der Professur für Controlling an der Universität Mainz, werden in den nächsten Monaten den Stand der Kostenrechnung in deutschen Unternehmen analysieren. Die Zielsetzung des Projekts besteht darin, Unterschiede in den Bereichen Kostenrechnung und Controlling zwischen amerikanischen und deutschen Unternehmen aufzudecken und Verbesserungspotenziale für beide Seiten zu erschließen. Aufbauend auf einem konzeptionellen Vergleich von Grenzplankostenrechnung und Activity Based Costing, der zu Beginn des Jahres in der Zeitschrift Strategic Finance veröffentlicht wurde, wird eine empirische Untersuchung über den Implementierungsstand von Kostenrechnungssystemen im deutschsprachigen Raum durchgeführt. IMA hält dieses Projekt für besonders förderungswürdig und unterstützt die Arbeit der beteiligten Forscher daher mit einem fünfstelligen Eurobetrag. Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes Professor Hans-Ulrich Küpper

45 46 Forschung Drittmittelprojekte Holz fällen für die Unternehmensreputation Ein Beispiel für den gelungenen Transfer von Wissenschaft in die Praxis Das Themenfeld Unternehmensreputation ist mittlerweile wissenschaftliches Aushängeschild des Instituts von Professor Manfred Schwaiger (EFOplan). Dass das Thema gleichzeitig zum erfolgreichen Beratungskonzept avancierte, verdankt es nicht zuletzt der Tatsache, dass Corporate Reputation in deutschen Unternehmen als ein zentraler Erfolgsfaktor erkannt wurde. Teilnehmer des Wettbewerbs im Holzfällen Professor Manfred Schwaiger und sein Team entwickelten ein neues Messmodell, welches Reputation in die rationale Komponente Kompetenz und die emotionale Komponente Sympathie aufteilt. Zudem wurde eine Vielzahl an Reputationstreibern identifiziert, die vom Übernehmen gesellschaftlicher Verantwortung bis hin zu wirtschaftlicher Performance reichen. Diese Konstruktaufteilung sowie ein Erklärungsmodell zur Wirkungsweise der Kerntreiber wurden in Zusammenarbeit mit einigen DAX30-Unternehmen in Deutschland, UK und den USA in repräsentativen, großzahligen Erhebungen validiert. Die Ergebnisse fanden nicht nur in der Scientific Community großes Interesse, wie etwa durch den ABSEL-Best Paper Award im Jahre 2004 dokumentiert, sondern werden auch zunehmend von der Praxis nachgefragt. Jüngstes Beispiel für den erfolgreichen Transfer der Forschungserkenntnisse in die Praxis bildet ein Projekt mit der ANDREAS STIHL AG & Co. KG aus Waiblingen, die als Weltmarktführer im Bereich Motorsägen bekannt ist und den gesamten Produktbereich mit einem breiten Spektrum an Geräten und Schutzbekleidung abdeckt. Neben klassischen Kommunikationsaktivitäten setzt STIHL auf innovative Konzepte, um auf Unternehmensebene die Reputation und auf Markenebene die Brand Awareness zu steigern. STIHL nutzt dazu in den USA und Europa vor allem die Eventserie STIHL TIMBERSPORTS SERIES, in der sich Athleten in einer Reihe von Holzfällersportarten messen. Da die Finanzierung dieses Wettbewerbs mit einem siebenstelligen Betrag nicht unbeträchtlich ist, sollte die Kommunikationswirkung auf den Prüfstand. Das EFOplan-Konzept zur Messung der Unternehmensreputation erwies sich für diese Aufgabenstellung als besonders tragfähig. Zur Analyse der Reputationswirkung auf die deutsche Kundschaft, wurde im November 2004 ein Reputationsfragebogen an registrierte Nutzer von STIHL-Geräten versandt, von denen antworteten (Rücklaufquote: 28,7%). Als Kernergebnis der Studie lässt sich festhalten, dass jene Kunden, die die TIM- BERSPORTS SERIES gut kennen, STIHL in sämtlichen Kompetenz- und Sympathie-Facetten signifikant besser beurteilen. Allerdings ist die Sponsoringmaßnahme noch nicht ausreichend bekannt und insofern das Wirkungspotenzial in der Zielgruppe noch nicht ausgeschöpft. Wertvolles Fazit für den Marketingvorstand des Unternehmens: Die Sponsoringmaßnahme wirkt in der beabsichtigten Weise, muss allerdings der Corporate Reputation STIHL Kunden TIMBERSPORTS Nicht-Kenner TIMBERSPORTS Kenner Kompetenz 88,8% 92,8% Sympathie 75,9% 81,2% Reputation Total Score 82,7% 87,3% Zielgruppe gegenüber konsequenter kommuniziert werden. Positives Fazit für unsere Fakultät: STIHL wird das Reputations- Tool von EFOplan als Tracking-Instrument auch weiterhin einsetzen und bestätigt damit die Praxisrelevanz der Forschungsergebnisse. Die von Kunden bewertete Corporate Reputation von STIHL Markus Zinnbauer

46 Forschung 47 Weitere Drittmittelprojekte WINserv Kundenintegration in Innovationsprozesse Im Juli 2005 kommt das knapp dreijährige BMBF- Forschungsprojekt WINserv zum Thema Kundenintegration in Innovationsprozesse zum erfolgreichen Abschluss. Das Projekt wurde vom Institut für Marketing von Professor Anton Meyer in Kooperation mit dem Institut für Industrielle Betriebswirtschaftslehre von Professor Ralf Reichwald an der TU durchgeführt. Auf Basis der Erarbeitung des State of the Art in diesem Bereich wurden in einem nächsten Schritt ITgestützte Tools zur Verbesserung der Kundenintegration in Innovationsprozesse entwickelt und bei den Praxispartnern adidas und SevenOne Media implementiert. Professor Anton Meyer intermedia intermedia ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt und beschäftigt sich mit den Auswirkungen des erweiterten Internet auf Informationsintermediäre in der Medienbranche. Das Projekt ist eines von sieben regionalen Forschungsclustern, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Forschungskomplexes Internetökonomie" gefördert werden. Professor Thomas Hess Grenzüberschreitende Unternehmenszusammenschlüsse und -übernahmen Das im Normalverfahren geförderte Projekt zielt darauf ab, M&A-Transaktionen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen hinsichtlich ihrer standortstrukturellen Wirksamkeit zu beleuchten und aufzuklären, welches Gewicht raumspezifischen Faktoren in M&A-Prozessen bzw. bei der strategischen Entscheidung für ein bestimmtes Kaufobjekt zukommt. Professor Hans-Dieter Haas Analyse diskreter Datenstrukturen in der empirischen Industrieökonomik Die Anwendung und Erweiterung von Verfahren zur empirischen Analyse von diskreten Auswahlentscheidungen steht im Mittelpunkt des Teilprojekts A8 des Sonderforschungsbereiches SFB 386 Statistische Analyse diskreter Strukturen". Eine wichtige industrieökonomische Fragestellung bildet dabei den Schwerpunkt der Forschungsarbeiten: Die Analyse mehrstufiger Entscheidungsprozesse im europäischen Patentsystem. Bisherige Ergebnisse wurden bereits auf internationalen Konferenzen u.a. in Deutschland, den Niederlanden, Italien sowie der Tschechischen Republik präsentiert. Professor Dietmar Harhoff B2C E-Commerce-Szenarien 2020 Wie lässt sich die Zukunft in so einem komplexen und sich schnell ändernden Gebiet beschreiben? Mit welchen anderen Feldern bestehen Interaktionen? Bei der Entwicklung von Szenarien zum Thema E-Commerce sind das die grundlegenden und wichtigsten Fragen. Dabei ergaben Gespräche mit Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie mit Nutzern überraschende Ergebnisse über mögliche Interaktionen und den relevanten gesellschaftlichen Rahmen. Fragen, die im Verlauf des weiteren Projekts geklärt werden, beinhalten beispielsweise: in welchen Szenarien ist mit einer vollständigen Adaption von E-Commerce zu rechnen? Welche verschiedenen Umsatzanteile sind bei E-Commerce denkbar? Wie betten sich diese Szenarien in die geänderte Altersstruktur und soziale Ungleichheit ein? Wie ändert sich das Einkaufsverhalten im stationären Einzelhandel? Professor Manfred Schwaiger User Communities and Innovation Das Projekt beschäftigt sich mit der innovativen Tätigkeit von Nutzer-Communities. Im Rahmen des Projektes werden die weltweit 255 User Groups untersucht, die mit Computer Associates (CA) zusammenarbeiten. In diesen User Groups tauschen sich Nutzer von CA-Softwareprodukten aus, um individuelle Fragen zu beantworten und gemeinsame Probleme zu lösen. Ziel des Forschungsprojektes ist es, verschiedene Formen von sogenannten Informations-Spillovers zu analysieren und insbesondere herauszufinden, wie Spillover Pools zum Erfolg der einzelnen User Groups beitragen. Professor Dietmar Harhoff PatVal Patent Value Das empirische Projekt befasst sich mit Erfindungsprozessen sowie der Wertermittlung von europäischen Patenten. Die Datensammlung ist zwischenzeitlich in allen beteiligten Ländern abgeschlossen. Insgesamt konnten Daten zu europäischen Patenten, den daran beteiligten Erfindern sowie den Erfindungsprozessen gesammelt werden. Die Rücklaufquoten in den einzelnen Ländern lagen zwischen 19,70% (UK) und 67,06% (IT). In Deutschland konnte eine Rücklaufquote von 32,67% erreicht werden. In den nächsten Monaten werden die Einzeldatensätze zu einem Gesamtdatensatz zusammengefügt, sodass sowohl länderspezifische als auch länderübergreifende empirische Auswertungen möglich sein werden. Professor Dietmar Harhoff Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

47 48 Forschung Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung Entwicklung eines Rechnungslegungskonzepts für staatliche Hochschulen Vor dem Hintergrund modifizierter staatlicher Steuerungsmechanismen und erhöhter finanzieller Freiheiten staatlicher Hochschulen wird in diesem Projekt eine Konzeption für eine zweckmäßige Hochschulrechnungslegung erarbeitet. Professor Hans-Ulrich Küpper Frühwarnsysteme auf der Basis operativer Datenbestände: Anwendungsfelder und Wirtschaftlichkeit Ziel des Projektes ist die betriebswirtschaftliche Analyse der Nutzung von Data-Mining-Technologien für das Investor Relations Management. Kernelemente sind dabei die wissenschaftlich fundierte Erprobung und die praktische Umsetzung im Rahmen einer gestaltungsorientierten Aktionsforschung. Professor Thomas Hess Bayerisches Absolventenpanel (BAP) Im Rahmen des Projekts werden bayerische Universitätsund Fachhochschulabsolventen in regelmäßigen Abständen befragt. Das Projekt verfolgt das Ziel, den Berufseinstieg und Berufsverlauf von Hochschulabsolventen unter besonderer Berücksichtigung der Studienorganisation und des Studienerfolgs zu untersuchen. Professor Hans-Ulrich Küpper Verwaltungskostenbeiträge an bayerischen Hochschulen Ziel des Projekts war die Ermittlung einer prozesskostenorientierten Bemessungsgrundlage für die Erhebung der Verwaltungskostenbeiträge an bayerischen Hochschulen. Professor Hans-Ulrich Küpper Analyse des Finanzierungsverhaltens von Handwerksunternehmen Zielsetzung des Projektes ist die empirische Untersuchung der Einflussfaktoren, welche das Finanzierungsverhalten (genutzte Finanzierungsinstrumente u.a.) von Handwerksbetrieben determinieren, sowie die Überprüfung, welche Auswirkungen das Finanzierungsverhalten auf die Erfüllung der Finanzierungsziele hat. Professor Hans-Ulrich Küpper Entwicklungskonzept für das weitere Umland des Flughafens München Im Rahmen dieses Gemeinschaftsprojektes mit drei privaten Planungsbüros wird ein Entwicklungskonzept für das weitere Umland des Münchener Flughafens erarbeitet. Vor dem Hintergrund flughafenspezifischer Wachstumsimpulse erfolgt die Bewertung ökonomisch attraktiver Siedlungsentwicklungen, deren verkehrsmäßige Erschließung sowie deren ökologisch verträgliche Einbettung. Auf dieser Basis beruht die Formulierung eines regionalwirksamen Leitbildes für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des Untersuchungsraumes. Professor Hans-Dieter Haas Ökonomische Effekte von Großschutzgebieten Das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben beschäftigt sich mit der Bedeutung von Großschutzgebieten (National- und Naturparks) für den Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Hauptziel ist die Bereitstellung einer Methode zur Messung der regionalwirtschaftlichen Wirkungen von Tourismus in Großschutzgebieten, die im Rahmen von Monitoringsystemen in den Reservaten eingesetzt werden kann. Die Methode wird in drei Großschutzgebieten erprobt. Professor Hubert Job Aufbau und Management von Unternehmensnetzwerken In diesem Projekt werden Instrumente und Werkzeuge entwickelt, die den Aufbau und das Management von Unternehmensnetzwerken unterstützen. Im thüringischen Gera werden die neu entwickelten Tools im Rahmen des Unternehmens-Förderprogramms URBAN II eingesetzt und getestet. Professor Thomas Hess

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49 50 Forschung - Beiträge aus dem Forschungsstudium Von der Kür zur Pflicht Möglichkeiten der Drittmittelförderung in der betriebswirtschaftlichen Forschung Benedikt von Walter Die aktuellen Budgetkürzungen im universitären Bereich haben unabhängig von ihrem Ausmaß einen Trend weiter verdeutlicht: Die direkte Finanzierung der wissenschaftlichen Einrichtungen mit laufenden Grundmitteln durch öffentliche Träger nimmt ab und Universitäten stehen vor der Herausforderung, die notwendige finanzielle Absicherung auf anderem Wege sicher zu stellen. Drittmittel in der betriebswirtschaftlichen Forschung Die Einwerbung von Drittmitteln erhält im Zuge dieser Entwicklungen einen deutlich höheren Stellenwert: Während Drittmittelprojekte bisher vor allem herausragende Forschung signalisierten, sind sie zunehmend das tägliche Brot einer ständig wachsenden Anzahl öffentlicher Forschungseinrichtungen: Die Kür wird zur Pflicht. Doch welche Möglichkeiten der finanziellen Förderung bestehen grundsätzlich für betriebswirtschaftliche Forschungsprojekte durch öffentliche und private Institutionen? Diese Frage war ein Thema des betriebswirtschaftlichen Forschungsstudiums (MBR) im Sommersemester 2004 unter der Ägide von Professor Werner Kirsch und Professor Thomas Hess. Im Ergebnis zeigt sich, dass die BWL zunächst durch hohe Praxisorientierung großes Potenzial zur Förderung durch erwerbswirtschaftliche Institutionen besitzt. Zudem kann die BWL über ihre Schnittstellen zu anderen Disziplinen Mittel für interdisziplinäre Forschung akquirieren. Fördermittel: Angebot und Nachfrage Zur systematischen Klärung der Frage erfolgt ein Abgleich der thematischen Ausrichtung der Förderinstitutionen (Fördermittel-Angebot) mit den Gebieten und Zielen betriebswirtschaftlicher Forschung (Fördermittel-Nachfrage). Das Fördermittel-Angebot wird zunächst anhand der institutionellen Herkunft, der Allokation und wesentlicher Aspekte der Drittmittelförderung umrissen. In eine Systematik möglicher Fördermöglichkeiten für betriebswirtschaftliche Forschung werden dann stellvertretend für die Fördermittel-Nachfrage aktuelle Projekte an der Fakultät für Betriebswirtschaft eingeordnet. Die Förderinstitutionen können in öffentliche und private Akteure unterschieden werden. Von öffentlicher Seite werden Forschungsgelder primär durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Institutionen des Bundes und der Länder (Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF; Wissenschaftsministerien der Länder), sowie durch die Europäische Union (EU-Rahmenprogramme) vergeben. Im Bereich der privaten Förderinstitutionen sind vor allem die gewerbliche Wirtschaft und Stiftungen zu nennen. Obwohl auch öffentliche Stiftungen bestehen, verfügen bis auf wenige Ausnahmen nur die Stiftungen großer privatwirtschaftlicher Unternehmen über Förderbudgets in relevanten Größenordnungen. Folgende Abbildung veranschaulicht die gesamten Drittmitteleinnahmen der deutschen Hochschulen 1999 und 2000 nach Herkunft und Allokation: Herkunft und Allokation universitärer Drittmittelförderung (Quellen: Deutsche Forschungsgemeinschaft, 2003; Statistisches Bundesamt, 2004)

50 Beiträge aus dem Forschungsstudium Forschung 51 Kriterien für die Vergabe von Fördermitteln Thematik: Vor allem im Hinblick auf öffentliche Förderung ist zu beachten, dass bestimmte Fördergelder unter der Prämisse vergeben werden, dass die unterstützte Forschungseinrichtung keine erwerbswirtschaftlichen Ziele verfolgen darf wie sie die praxisorientierte betriebswirtschaftliche Forschung nahelegt. Fördervolumen: Die Fördersummen öffentlicher Träger erreichen für Großprojekte oft siebenstellige Beträge. Nur wenige privatwirtschaftliche Unternehmen oder Stiftungen vergeben Mittel in vergleichbarer Höhe. Interdisziplinarität: Fachübergreifende Projekte haben mit Blick auf Synergieeffekte in vielen Fällen besonders gute Chancen auf Förderung. Standort: Zum einen werden im Dienste einer Ausbildung von Kompetenzzentren Projekte an einem Standort gefördert. Vor allem öffentliche Träger unterstützen Projekte jedoch auch über Standortgrenzen hinweg, um parallele Forschung an bestimmten Themenstellungen zu koordinieren. Internationalität: Insbesondere das EU-Rahmenprogramm motiviert zur internationalen und standortübergreifenden Ausrichtung der Projekte, um verteilte Forschungsaktivitäten europaweit zu verknüpfen. Förderungspotenziale der Fakultät für Betriebswirtschaft Die Abbildung auf der linken Seite deutet darauf hin, dass ein großer Teil der Fördergelder für die BWL nicht in Frage kommt, da der Kernbereich betriebswirtschaftlicher Forschung nicht diejenigen Thematiken adressiert, die vorrangig gefördert werden. Experten verweisen jedoch darauf, dass häufig die Anzahl der Anfrage maßgeblich die Zuweisung von Fördermitteln bestimmt und die Betriebswirtschaft daher hier mehr Möglichkeiten hat, als es auf den ersten Blick scheint. Auch an der Fakultät für Betriebswirtschaft werden so viel versprechende Förderungspotenziale ausgeschöpft. Disziplinäre Einzelprojekte: Anträge zu aktuellen betriebswirtschaftlichen Fragestellungen haben grundsätzlich das Potenzial, gefördert zu werden. Derartige Mittel können beispielsweise für Dissertations- oder Habilitationsprojekte beantragt werden und umfassen in der Regel die Mittel für einen oder zwei wissenschaftliche Mitarbeiter sowie für entsprechende Ausstattung zur Durchführung des Forschungsdesigns. Stellvertretend sei das im Normalverfahren der DFG geförderte Projekt zu Grenzüberschreitenden Unternehmenszusammenschlüssen und -übernahmen am Institut von Professor Hans- Dieter Haas genannt. Disziplinäre Verbünde: Gezielte disziplinär orientierte Förderung von größeren betriebswirtschaftlichen Projekten erfolgt auch jenseits der sonst geförderten Themenfelder, wenn die hohe aktuelle Relevanz der Thematik anerkannt wird. Ein Beispiel für diese Form der Förderung ist das von der VolkswagenStiftung geförderte Projekt zu User Communities and Innovation am Institut von Professor Dietmar Harhoff. Interdisziplinäre Verbünde: Wissenschaftliche Vorhaben erstrecken sich häufig über mehrere Disziplinen und ermöglichen es der Betriebswirtschaft, sich an ihren Schnittstellen zu anderen Fachdisziplinen den betriebswirtschaftlichen Aspekten der jeweiligen Themenstellung zu widmen. Ein Beispiel ist das Münchener Forschungscluster intermedia zur Transformation der Medienbranche an den Instituten von Professor Arnold Picot und Professor Thomas Hess sowie vier weiteren Instituten aus Informatik und Sozialwissenschaften. Weitere Potenziale zur Drittmittelförderung ergeben sich aus besonderen Interessen der Förderinstitutionen. Die betriebswirtschaftliche Forschung kann Grundlagenforschung betreiben, Politikberatung leisten oder zu aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen beitragen. Mit Hinblick auf akute gesellschaftliche Entwicklungen ist denkbar, dass die BWL zukünftig häufiger um Rat gefragt wird, wenn die stärker privatwirtschaftliche Orientierung öffentlicher Institutionen zur Debatte steht (Beispiel: Gesundheitswesen) oder es um die Schaffung von Arbeitsplätzen durch die Etablierung innovativer Geschäftsmodelle geht. Eine Reihe interessanter Projekte an der Fakultät für Betriebswirtschaft deutet darauf hin, dass der Standort gut für den Übergang von der Kür zur Pflicht gerüstet ist. Benedikt von Walter d6/foerderung/foerderinstitutionen.html Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

51 52 Forschung - Beiträge aus dem Forschungsstudium Ordnung: Strukturen, Entstehung, Gestaltung Ein Thema des Jahrgangs bei den Professoren Harhoff und Waldenberger Konsumentenverhaltensforschung, Vertragstheorie, Entscheidungstheorie und Theorie der Unternehmung bildeten Schwerpunkttehmen im Sommersemester Auf den regelmäßig stattfindenden Seminarsitzungen referierten u. a. auch Professor Ito aus Japan und Professor Monika Schnitzer von der volkswirtschaftlichen Fakultät der LMU München. Seminar der MBR-Studierenden Der von Professor Dietmar Harhoff und Professor Franz Waldenberger betreute Studiengang betriebswirtschaftliche Forschung, der mit dem Titel Master of Business Research (MBR) abschließt, stand ganz im Zeichen wirtschaftswissenschaftlicher Theorien und Methoden. Das Wintersemester 2004/05 begann mit dem Thema Ordnung: Strukturen, Entstehung und Gestaltung. In wöchentlich stattfindenden Seminarsitzungen gaben Dozenten der Fakultäten für BWL und VWL der LMU München sowie Kate Rockett von der University of Essex (GB) einen Einblick in Grundlagen und Methodik ihrer Forschungsarbeit. Parallel hierzu erarbeiteten die Promovenden unter der Zielvorgabe Integration theoretischer, empirischer und gestaltender Ansätze im eigenen Forschungsfeld Referate mit Bezug auf das eigene Dissertationsprojekt. Thomas Wachter Betriebswirtschaftliche Gesundheitsforschung Ein Schwerpunkt des Jahrgangs der Professoren Werner Kirsch und Reiner Leidl Auf Seminar in Andechs Wissenschaftstheoretische Grundlagen und fachspezifisches Wissen prägen das Programm des Forschungsstudiums von Professor Werner Kirsch und Professor Reiner Leidl. Ziel ist die Arbeit an fiktiven Forschungsanträgen für eine Nationale Förderinstitution seitens der Teilnehmer. Im Wintersemester 2004/05 präsentierte Professor Reiner Leidl fachliche Grundlagen für die betriebswirtschaftliche Forschung im Gesundheitsbereich. Drei Themenfelder aus dem Fach Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen wurden vorgestellt: (a) die Analyse der wichtigsten Akteure im Gesundheitssystem und die Untersuchung zentraler Einflussfaktoren am Beispiel der demographischen Entwicklung, (b) die Ansätze und Methoden der Wirtschaftlichkeitsanalyse von Gesundheitsleistungen und die Verwendung der Ergebnisse bei Entscheidungen im Gesundheitssystem sowie (c) Fragen eines integrativen Managements in drei Bezugssystemen im Gesundheitssystem, im intersektoralen und im internationalen Bereich. Als Vorbereitung für die Formulierung der Forschungsanträge organisierten sich die Studierenden in vier Arbeitsgruppen. Behandelt wurden das durch Einführung der Vergütung mit Fallpauschalen herausgeforderte Krankenhausmanagement, der alle Bereiche des Gesundheitswesens und seiner Finanzierung durchdringende demographische Wandel, die global operierende, aber stark von den nationalen Regulierungen abhängige pharmazeutische Industrie sowie der Bereich Humanressourcen und Gesundheit, der Fragen des Personalmanagements und des betrieblichen Gesundheitswesens zusammenführt. Professor Werner Kirsch Professor Reiner Leidl

52 Forschung 53 Auszeichnungen Institut für Marketing gewinnt Best Paper Award Drei Mitarbeiter am Institut für Marketing Dr. Roland Kantsperger, Werner Kunz und Alexander Wilkoszewski haben den Overall Best Paper Award auf dem 9th International Research Symposium on Service Excellence and Management (QUIS 9) in Karlstad (Schweden) gewonnen. Bei der QUIS handelt es sich um eine der international renommiertesten Konferenzen im Bereich Dienstleistungsmarketing, die im zweijährigen Turnus stattfindet. Mit ihrem Aufsatz Measuring and Managing Overall Service Quality in Customer Care Centers Empirical Findings of a Multi-perspective Approach konnte sich das Autoren-Trio unter über 70 eingereichten Beiträgen aus über 20 Nationen durchsetzen. Gleichzeitig ging der Preis auch das erste Mal in der lange Zeit von amerikanischen, englischen und skandinavischen Wissenschaftlern dominierten Konferenz an ein Institut nach Deutschland. Der Aufsatz ging aus einem gut dreijährigen, von Professor Anton Meyer und Dr. Roland Kantsperger geleiteten Forschungsprojekt des BMBF zum Benchmarking von Customer Interaction Centern hervor. Stolze Preisträger des Overall Best Paper Award : Roland Kantsperger (links) und Werner Kunz (rechts) Walter Rathenau Preis für Professor Joachim Henkel Professor Joachim Henkel erhielt im September 2004 den Walter Rathenau Preis der German Economic Association for Business Administration (GEABA). Der von der Ehlerding Stiftung finanzierte, mit 500 Euro dotierte Preis wird jährlich als Best Paper Award auf dem Symposium zur Ökonomischen Analyse der Unternehmung vergeben. Der prämierte Aufsatz The Jukebox Mode of Innovation A Model of Commercial Open Source Development" untersucht informelle Kooperationen in offenen Innovationsprozessen, insbesondere im Falle von Open Source Software. Professor Dietmar Harhoff Mitglied in Gremien Im August 2004 wurde Professor Dietmar Harhoff als Mitglied in den Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit berufen. Außerdem wurde er zum Mitglied des Council of Economic Advisors des Europäischen Patentamtes (EPA) ernannt. Münchener Forschungspreis für Wirtschaftsprüfung Am 23. November 2004 haben die LMU München und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, München, den Münchener Forschungspreis für Wirtschaftsprüfung für besondere Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Wirtschaftsprüfung vergeben. Den Preis für die beste Diplomarbeit erhielt Salima Sifi für ihre Arbeit zum Thema Ex- Ante-Schätzungen von Eigenkapitalkosten: Modelle und Die Ehrung der Preisträger: Martin Plendl, Michael Dobler, Wolfgang Ballwieser, Salima Sifi (v.l.n.r.) Probleme. Als Preisträger für die beste Dissertation wurde Dr. Michael Dobler ausgezeichnet. Seine herausragende Arbeit trägt den Titel Risikoberichterstattung Eine ökonomische Analyse. Die Auszeichnungen sollen den Ansporn für weitere erstklassige Forschung insbesondere auf den Gebieten der nationalen und internationalen Rechnungslegung, Unternehmensbewertung und Wirtschaftsprüfung sein. Ruf an die Universität Mannheim Im Jahr 2004 erhielt Professor Hess einen Ruf an die renommierte Betriebswirtschaftliche Fakultät der Universität Mannheim und somit die Möglichkeit, dort ab dem Sommersemester 2005 einen Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Electronic Business aufzubauen. Diesen Ruf hat Professor Hess jedoch abgelehnt und bleibt somit an der LMU München. Ausschlaggebend dafür waren unter anderem die guten Standortbedingungen und die weiter verbesserten institutionellen Arbeitsbedingungen am Institut für Wirt- Thomas Hess schaftsinformatik und Neue Medien der LMU München. Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

53 54 Studierende und Lehre Absolventen Hürde übersprungen Feierlicher Abschluss des Studiums Die Akademische Abschlussfeier findet zweimal im Jahr jeweils am Semesterende statt und wird vom Ehemaligen- Netzwerk LMU Management Alumni organisiert. Die Fakultät für Betriebswirtschaft verabschiedet sowohl die Absolventen ihrer Studiengänge Master of Business Research (MBR), Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftspädagogik und Wirtschaftsgeographie als auch ihre Doktoranden. Die Feier wird im würdigen Rahmen der großen Aula abgehalten und von einem Ensemble musikalisch umrahmt. Durch die Zeremonie führen nach einleitenden Worten von Dekan Professor Manfred Schwaiger der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Professor Manuel René Theisen und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses des MBR und der Promovenden Professor Werner Kirsch. Erstmalig ist im Wintersemester 2004/05 ein Förderpreis an den besten Absolventen und die Doktoranden mit Auszeichnung summa cum laude verliehen worden. Das Absolventenfoto, die musikalische Umrahmung sowie der im Anschluss an die akademische Abschlussfeier stattfindende Sektempfang im Lichthof des Hauptgebäudes werden ermöglicht durch den Finanzdienstleister MLP. Sebastian Schöll bei der Absolventenrede Absolventen im Sommersemester 2004 Die akademische Abschlussfeier im Sommersemester 2004 fand zu Ehren von 208 Absolventen statt. Davon waren 181 Diplomkaufleute (Notendurchschnitt 2,34), 15 Diplomhandelslehrer (Notendurchschnitt 2,26) und 12 Diplomwirtschaftsgeographen (Notendurchschnitt 2,01). Die Note sehr gut konnten zehn Absolventen erzielen. Sebastian Schöll sprach als Vertreter der frisch Diplomierten. Er promoviert seit Juli 2004 bei Professor Manuel René Theisen.

54 Absolventen Studierende und Lehre 55 Absolventen im Wintersemester 2004/05 Im Wintersemester 2004/05 konnten 254 Absolventen ihr Studium erfolgreich abschließen. Davon waren 222 Diplomkaufleute (Notendurchschnitt 2,32), 28 Diplomhandelslehrer (Notendurchschnitt 2,29) und vier Diplomwirtschaftsgeographen (Notendurchschnitt 2,01). Die Note sehr gut konnten 14 Absolventen erzielen. Die Absolventenrede im Wintersemester 2004/05 hielt Kai Sandner. Er promoviert seit Dezember 2004 bei Professor Hans-Ulrich Küpper. Kai Sandner konnte vor der Absolventenrede den Förderpreis des Ehemaligen-Netzwerks LMU Management Alumni und der Horbach Wirtschaftsberatung GmbH als bester Absolvent des Jahrgangs in Empfang nehmen. Der Förderpreis ist erstmalig vergeben worden. Nach einem Rückblick auf seine eigene Studiums- und Doktorandenzeit an unserer Fakultät überreichte Dr. Klaus Kaplaner, Geschäftsführer Nexolab GmbH (BMW Group), den Förderpreis. Kai Sandner spricht für die Absolventen seines Jahrgangs. Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

55 56 Studierende und Lehre TEG the entrepreneurial group e.v. Eine studentische Initiative mit der Passion Unternehmertum Neue Wege finden Förderung unternehmerischen Denkens und Handelns : Eine kontroversere Zielsetzung ließe sich für eine Stundenteninitiative kaum formulieren. Zwar sind die Schlagworte Unternehmertum und ständige Erneuerung in aller Munde. Im Lichte der Realität betrachtet sind die damit verbundenen Ideen für eine studentische Karriere in konservativen, traditionsbewussten deutschen Unternehmen allerdings kontraproduktiv. TEG Innovation und Unternehmergeist Bereits Peter Drucker sagte: Innovation ist das spezifische Instrument des Unternehmertums. Aber welche Organisation erneuert sich schon gern? Unternehmerisch zu handeln heißt Eigeninitiative zu zeigen, heißt die Welle des kreativen Chaos zu surfen, anstatt sich in sicheren Strukturen niederzulassen. Der unternehmerische Geist braucht seine Freiheiten. Das ist nicht neu. Das ist die organisationspolitische Weisheit von vorgestern. Trotzdem kann man sie nicht oft genug wiederholen. Denn auch unter uns Studenten gibt es immer wieder hoffnungsvolle Jobaspiranten und karrierebewusste Denker, die sich zu TEG hingezogen fühlen. Die gilt es zu warnen. Wer erstmal vom Unternehmerfieber angesteckt ist, erholt sich nicht mehr so schnell. Man stelle sich vor, da betreiben Studenten unterschiedlichster Fachrichtungen eigenständiges Projektmanagement, organisieren professionelle Veranstaltungen, suchen nach Produktideen und Marktlücken, tauschen sich mit den großen Köpfen der Industrie und Gesellschaft aus und haben auch noch Spaß dabei. Wie soll jemand, der dieses Blut geleckt hat, sich ins Glied einer traditionsbewährten Unternehmung fügen? Diesen Pionieren bleibt doch kaum etwas anderes übrig, als sich die Karriereleiter frei nach Wittgenstein selbst zu basteln. Folgerichtig ist der Anteil an Unternehmensgründern, Selbstständigen und Freiberuflern der TEG-Alumni bezeichnend hoch. Oder sollte man sagen erschreckend hoch? Dies ist nicht verwunderlich, denn schon in der Mitgliedschaft bei TEG macht sich Engagement und unternehmerische Leidenschaft bemerkbar. Veranstaltungen Getrieben vom unternehmerischen Gedanken versucht TEG durch sein Handeln Akzente zu setzen. Veranstaltungen werden dabei akribisch geplant und mit einem hohen Anspruch an Perfektion Schritt für Schritt umgesetzt. Inhaltliche Grenzen oder gar vorgefertigte Konzepte sind TEG fremd. Der jährliche Veranstaltungsplan bildet sich einzig und allein aus der Kreativität der Mitglieder. In der Vergangenheit versuchte man durch die Techonomics bereits 1987 den inzwischen weit verbreiteten Brückenschlag zwischen Technologie und Management zu schaffen. Man war treibende Kraft bei der Entwicklung des Münchener Business Plan Wettbewerbs und stellte mit der LMU Private Equity Conference ein interdisziplinäres Diskussionsforum mit führenden Köpfen der Wirtschaft zur Verfügung. Auch heute noch ist TEG seinen Idealen treu. So hat man sich mit dem Projekt Navigator zum Ziel gesetzt, die unternehmerische Selbstständigkeit innerhalb der Studentenschaft und deren Bezug zum Mittelstand bewusst zu stärken. Des Weiteren versucht man mit Projekten zu den Themen erneuerbare Energien, Venture Capital oder Lasertechnik aktuelle Trends aufzugreifen und unternehmerisch zu verwerten. Kuratorium Kuratoren sind Vorstände, Geschäftsführer oder Partner der BMW Group, McKinsey&Company Inc., Vodafone Pilotentwicklung GmbH, Beck et al. Services GmbH, Roco Modellspielwaren GmbH und der Sozietät Zirngibl Langwieser. Ihr Terminkalender ist jeden Tag ausgereizt. Dennoch nehmen sie sich die Zeit für eine Gruppe von Studenten, die unternehmerisch praktizieren wollen. Ihr Idealismus und Einsatzwille bietet TEG nicht nur eine finanzielle Basis, sondern wirkt vor allem als unerschöpfliche Motivationsquelle. Michael Schuricht

56 Studierende und Lehre 57 Empirische Ökonomie Eine neue Pflichtveranstaltung im Grundstudium Seit dem Wintersemester 2003/04 ist für alle Studenten des Grundstudiums die neue Lehrveranstaltung Empirische Ökonomie verpflichtend. Die Studenten sollen schon während des Grundstudiums dazu befähigt werden, sowohl eigene Analysen durchzuführen als auch fremde empirische Untersuchungen kritisch zu hinterfragen. Die Veranstaltung wird jeweils drei Semester in Folge angeboten und dann ein Semester ausgesetzt. Nachdem Professor John Komlos im Sommersemester 2004 die Startvorlesung Unverkennbar BWLer im Audimax hielt, führte sie Professor Dietmar Harhoff im Win- tersemester 2004/05 das erste Mal für eine große Gruppe von Studierenden fort. Die Vorlesung wird von einer Übung mit zwei Semesterwochenstunden begleitet. sung liegt auf den Verfahren der Regressionsanalyse. Fester Bestandteil der Veranstaltung ist die praktische Anwendung der theoretischen Inhalte. In der Übung werden mithilfe einer Statistiksoftware Datensätze aus der Forschung der jeweiligen Aufbauend auf die Kenntnisse aus den Vorlesungen Statistik Institute bearbeitet. I und II, vermittelt die Veranstaltung Empirische Ökonomie alle wichtigen Schritte, die zur Erstellung und Interpretation einer empirischen Untersuchung notwendig sind. Die Studierenden lernen mithilfe von einfachen Testverfahren, Unterschiede Die Studenten des Wintersemesters 2004/05 stuften die Vorlesung Empirische Ökonomie als anspruchsvoll, aber interessant und nützlich ein. Ein Urteil, mit dem alle Beteiligten zwischen Datengruppen zu erkennen. Der Fokus der Vorle- sehr zufrieden sind. Professor Dietmar Harhoff Unternehmensethik neue Option im Hauptstudium Vorlesung von Professor Hans-Ulrich Küpper Ethische Fragen werden in der Betriebswirtschaftslehre selten behandelt. Auch wenn man in den letzte ihre Absolventen auch auf derartige Fragen vorbereiten. Umweltproblemen. Eine anwendungsorientierte Disziplin sollten fünfzehn Jahren eine Zunahme der Veröffentlichungen beobachten kann und es einige (wenige) Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre, die Professor Hans- Diesem Zweck dient eine Vorlesung im Rahmen der Lehrstühle für Wirtschafts- und Unternehmensethik Ulrich Küpper erstmals im Sommersemester 2005 anbietet. gibt, zu einem wichtigen Fach ist Unternehmensethik Nachdem er sich in Aufsätzen seit über 15 Jahren mit dem noch nicht geworden. An der LMU München findet Thema auseinandergesetzt hat und vor Jahren an der man entsprechende Veranstaltungen bisher fast nur Herausgabe eines umfassenden 4-bändigen Handbuchs im Bereich Philosophie (Professor Karl Homann) und der Wirtschaftsethik mitwirkte, stellt er seine Auffassung Theologie (Professor Alois Baumgartner, Professor erstmals in einer Vorlesung vor. Keine leichte Aufgabe in Friedrich Wilhelm Graf). einem Bereich, den die Philosophen seit Jahrtausenden besetzt halten, und Viele einfache, aber überzeugende Dabei müssen sich die Unternehmungen und ihre Manager Handreichungen erwarten. Deshalb ist die Veranstaltung seit langem mit ethisch-moralischen Fragen auseinandersetzen. Die Problemstellungen sind dabei vielfältig und Buch seiner Analytischen Unternehmensethik, das im sicher ein Wagnis, ebenso wie das im Anschluss geplante reichen vom Mitwirken bei Zwangsarbeit im Dritten Reich Frühjahr 2006 erscheinen soll. über Vorfälle der Bestechung und Bilanzfälschung bis hin zu Professor Hans-Ulrich Küpper Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

57 58 Studierende und Lehre Außergewöhnliche Lehrveranstaltungen Führungs- und Steuerungsprobleme in der Praxis Hauptseminar am Institut für Produktionswirtschaft und Controlling Vorbereitend wurden in einer Blockübung zunächst wichtige betriebswirtschaftliche Bereiche wie beispielsweise die Analyse von (internationalen) Jahresabschlüssen, Grundlagen der wertorientierten Unternehmensführung sowie des strategischen Managements wiederholt und vertieft. Gruppenbild auf der Fraueninsel vor bayerischer Bergkulisse Im letzten Semester konnte am Institut für Produktionswirtschaft und Controlling wieder das Fallstudienseminar mit Dr. Andreas Georgi angeboten werden. Das Vorstandsmitglied der Dresdner Bank rief das praxisnahe Hauptseminar nach seinen Erfahrungen an der Harvard Business School vor fast zehn Jahren ins Leben. Ziel ist es, die Studierenden an das in der angelsächsischen Hochschulausbildung gängige Arbeiten mit Fallstudien heranzuführen. Praktisches Handeln und Entscheidungen zu reflektieren, war das Lernziel des zweiten Teils des Seminars, den Dr. Andreas Georgi der sich trotz seines vollen Terminkalenders ein ganzes Wochenende Zeit für die Studierenden nahm sehr lebendig und äußerst motivierend moderierte. Hierbei konnten die Studierenden nicht nur Einsichten aus den diskutierten Fallstudien gewinnen, sondern auch Einblicke in konkrete Führungsprobleme der Praxis nehmen. Besonders spannend waren die Ausführungen von Dr. Andreas Georgi zum Prozess der Neupositionierung der Dresdner Bank nach ihrem Zusammenschluß mit der Allianz. Die im Seminar praktizierte Art an betriebswirtschaftliche Probleme heranzugehen, mündete in ein überwältigend gutes Feedback, welches besonders auf den engagierten Einsatz von Dr. Andreas Georgi zurückzuführen ist. Professor Hans-Ulrich Küpper LMU meets Global Leaders in Consulting Strategy Workshop Wenn zwei Schwestern schöne Augen machen, lautete das Motto eines gemeinsamen Workshops, der im Dezember 2004 mit Unterstützung des Instituts für Kapitalmarktforschung und Finanzierung im Münchener Büro der beiden Schwesterunternehmen Mercer Management Consulting und Mercer Oliver Wyman stattfand. Entwickeln Sie eine Wachstumsstrategie für eine Airline oder erarbeiten Sie Refinanzierungsstrategien für ein Bankeninstitut. Schon aus der Spannbreite dieser Aufgabenstellungen ging hervor, dass sie nur in interdisziplinären Teams erfolgreich würde bewältigt werden können. Kurzum eine Anforderung, der sich beide Unternehmen täglich gegenübersehen. Entsprechend groß war das Interesse der Studenten aus unterschiedlichsten Fachrichtungen. Nach einem kurzen Kennenlernen am Morgen ging es direkt an die Arbeit. Dabei widmeten sich 30 ausgewählte Studenten in Vierer-Gruppen dem Wohl des Kunden. Schnell wurde allen Teilnehmern klar, dass der Berateralltag einerseits sehr zeitintensiv und stressgeladen aber auch äußerst herausfordernd und spannend aussehen kann. Unter den kritischen Augen erfahrener Berater beider Unternehmen wurde jeweils der klassische Zyklus eines Beratungsprojektes nachempfunden. Zwar stand die Teamarbeit am Projekt im Mittelpunkt des Tagesablaufes, allerdings boten Verschnaufpausen und das exklusive Dinner im benachbarten Eisbach darüber hinaus die Chance auf ein individuelles Feedback, sowie die Möglichkeit, die Profis auch auf persönlicher Ebene näher kennenzulernen. Die Veranstaltung wurde von allen Beteiligten als Erfolg gewertet. Mit weiteren Recruitingaktivitäten der beiden Schwestern in Zusammenarbeit mit der Fakultät ist insofern auch in Zukunft zu rechnen. Professor Bernd Rudolph

58 Außergewöhnliche Lehrveranstaltungen Studierende und Lehre 59 Praxis Pur Projektseminar Gaggenau am Institut für Marketing Jedes Semester nehmen Top-Studenten des Instituts für Marketing an einem Projektseminar teil, das in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen stattfindet. Unter der Leitung von Professor Anton Meyer erarbeiten sie Lösungen für ein vordefiniertes Projekt des Praxispartners. Das Projektseminarteam Gaggenau analysierte im Sommersemester 2004 Kunden und Kundenpotenzial des Top Premium-Anbieters Gaggenau Hausgeräte GmbH, um darauf aufbauend Maßnahmen und neue Ideen zur Erhöhung von Kundenzufriedenheit und Kundenbindung zu entwerfen. Und das mit beachtlichem Erfolg: Die Ergebnisse der Analyse, Schlussfolgerungen und Lösungsansätze stellen eine sehr gute Grundlage für die Weiterentwicklung unseres Marketing- Instrumentariums dar und für neue Ideen, die wir in Pilotprojekten realisieren werden, so Dietmar Turocha, Bereichsleiter Marken-Management BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH. Auch Marc-Oliver Schneider, Geschäftsführer der Gaggenau Hausgeräte GmbH, lobte die Arbeit des Studententeams: Neben der theoretischen Qualität der Arbeit haben uns besonders die praxisnahen Umsetzungsvorschläge Case Studies in Strategic Management Abschlusspräsentation des Projektseminar-Teams im Headquarter der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte gefallen. Das ist die Win-Win-Situation, die das Institut für Marketing anstrebt: Top-Studenten bekommen die Chance, das theoretisch Gelernte projektbezogen anzuwenden. Die Praxispartner wiederum lernen äußerst engagierte und qualifizierte Studenten für Praktika, Diplomarbeiten oder Traineeprogramme kennen und erhalten fundierte, kreative und im Idealfall unmittelbar umsetzbare Lösungen. Professor Anton Meyer Anwendungsorientiertes Seminar mit renommierten Unternehmensberatungen Die Anwendungsorientierung des betriebswirtschaftlichen Hochschulstudiums gilt gemeinhin als zentraler Erfolgsfaktor für den beruflichen Einstieg und Werdegang. Das Institut für Unternehmenspolitik und strategische Führung bietet in Kooperation mit renommierten Unternehmensberatungen hierzu ein attraktives Fallstudienseminar an. Der Kurs unterteilt sich in zwei Sitzungsarten. Zum einen werden Fallstudien am Institut bearbeitet und die Ergebnisse vor den betreuenden wissenschaftlichen Mitarbeitern präsentiert und diskutiert. Hierbei entwickeln die Teilnehmer Know-how zur Lösung von Problemstellungen der strategischen Unternehmensführung und Soft Skills wie Präsentations- und Teamfähigkeit. Zum anderen bietet jede der kooperierenden Unternehmensberatungen je eine Fallstudiensitzung an. Die Experten stellen Real Life Cases vor, coachen die Kleingruppen bei deren Bearbeitung sowie der Entwicklung eines Lösungskonzepts, fungieren als Teilnehmer der Ergebnispräsentation und vermitteln abschließend ein ausführliches Feedback. Im Wintersemester 2004/05 erfolgte die Zusammenarbeit mit The Boston Consulting Group, Bain & Company, Roland Berger Strategy Consultants, A.T. Kearney und Mercer Management Consulting. Darüber hinaus wurde eine Fallstudie gemeinsam mit MBA-Studenten der Wharton School (University of Pennsylvania) via Videokonferenz bearbeitet. Der Kurs richtet sich mit einer Teilnehmerzahl von 16 Plätzen an alle Studierenden im Hauptstudium und wird jedes Semester angeboten. Professor Werner Kirsch Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

59 60 Studierende und Lehre Außergewöhnliche Lehrveranstaltungen Lead User Analysis in IT-Security Seminar am Institut für Innovationsforschung und Technologiemanagement Zusammen mit den Partnern Deutsche Telekom Laboratories und CDTM hat das Institut für Innovationsforschung, Technologiemanagement und Entrepreneurship (INNO-tec) im Wintersemester 2004/05 ein neuartiges Seminar angeboten. Ziel war das Erlernen und Anwenden der Lead User Methode. Als Lead User bezeichnet man Personen, die heute bereits Bedürfnisse haben, welche die Masse der Anwender erst in Zukunft haben wird. Häufig werden Lead User selbst Innovatoren. Gelingt die Identifizierung von Lead Usern, lassen sich wertvolle Rückschlüsse auf die Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen ziehen. Untersuchungsfeld des Seminars war IT Security. Experten der Deutsche Telekom Laboratories unterstützten den Arbeitsprozess. Nach der Erstellung von Trendanalysen für den Bereich wurden im Schneeballverfahren Experten und mögliche Lead User kontaktiert. Dieser Teil des Seminars gestaltete sich als äußerst anspruchsvoll und zeitintensiv. Dank des bemerkenswerten Engagements der Teilnehmer konnte letztendlich eine umfassende Lead-User-Kartei aufgebaut werden, die eine Reihe vielversprechender Innovationsprojekte enthält. In einem abschließenden Schritt sollen die identifizierten Lead User nun zu einem Workshop eingeladen werden, um gemeinsam mit den Experten der Deutsche Telekom Laboratories Produktkonzepte zu entwickeln. Professor Dietmar Harhoff Das KOM-Projekt im 19. und letzten Jahr Eine Ära geht zu Ende Forcierung des internen Wachstums - unter diesem Titel stand dieses Jahr das praxisorientierte Projektstudium, auch als KOM-Projekt bekannt. Das KOM-Projekt kann fakultätsweit als einmalig bezeichnet werden: Es wird seit nunmehr fast 20 Jahren als professionelles Beratungsprojekt auf Top- Management-Ebene vom Institut für Unternehmenspolitik und strategische Führung unter Leitung von Professor Werner Kirsch mit der Robert Bosch GmbH als Kooperationspartner durchgeführt. 00/01 Die Rolle zentraler Funktionen in einem wertorientierten Steuerungskonzept 01/02 Linien- und Projektorganisation als Partner der Wertschöpfung: Ansatzpunkte zur Verbesserung des Zusammenspiels von Linien- und Projektorganisation im Produktentstehungsprozess 02/03 Planung, Controlling und Rechnungswesen: Änderungen infolge der Einführung dezentraler Strukturen in den Geschäftsbereichen 03/04 Standardisierung bei Bosch: Erhöhung der Flexibilität und Schnelligkeit zur Nutzung von Geschäftschancen 04/05 Forcierung des internen Wachstums Projekte seit 2000 Zuvor war das Projektstudium bereits seit Mitte der 70er Jahre mit wechselnden Partnern verwirklicht worden. Im diesjährigen Projekt befassten sich die Studierenden über den Zeitraum von zwei Semestern mit Möglichkeiten zur Forcierung internen Wachstums im Konzern und damit verbundenen Problemen der Weiterentwicklung der Geschäftssysteme, Organisationsstrukturen und Unternehmensprozesse. Die erste Projektphase im Sommersemester 2004 diente der Vorbereitung der Zwischenpräsentation im Hause Bosch. Hierfür wurden durch die systematische Sammlung und Analyse themenrelevanten Wissens zunächst das theoretische Fundament gebildet und erste anwendungsnahe Lösungsansätze entwickelt. In den Semesterferien bot sich für die Projektstudenten die Möglichkeit, auf das Beratungsprojekt bezogene Praktika in den Geschäfts- und Zentralbereichen von Bosch zu absolvieren, um die für die weitere Projektbearbeitung erforderlichen Kenntnisse der dort vorherrschenden Unternehmenspraxis zu gewinnen. In der zweiten Projektphase wurden im Wintersemester 2004/2005 die Ergebnisse der Praktika systematisch analysiert und konkrete Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen zur Forcierung internen Wachstums bei Bosch ausgearbeitet, die in der Abschlusspräsentation in der Zentrale von Bosch vorgestellt wurden. Hier präsentierten die Studierenden die erarbeiteten Ergebnisse vor der Geschäftsführung und stellten sich der Diskussion. Durch die bevorstehende Emeritierung von Professor Werner Kirsch ist auch das KOM-Projekt am Ende einer beispiellosen Tradition erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis angelangt, welches engagierten Studierenden ermöglichte, die Beratungspraxis hautnah erleben zu können. Professor Werner Kirsch

60 Außergewöhnliche Lehrveranstaltungen Studierende und Lehre 61 Unternehmensplanspiel Versicherungen Marktsimulation am Institut für Betriebswirtschaftliche Risikoforschung und Versicherungswirtschaft In der Veranstaltung schlüpfen Studenten in die Vorstandsrolle und lenken ein Versicherungsunternehmen über mehrere Spielperioden. Rahmenvorträge und Präsentationen der Spielergebnisse runden das Planspiel ab. zweiten Tag durch erweiterte Handlungsoptionen, wie z.b. die Möglichkeit, Rückversicherungsverträge abzuschließen, verschärft fortgesetzt. Durch das Eintreten zufallsbedingter Großschäden im versicherungstechnischen Geschäft bzw. Schwankungen am Kapitalmarkt sind die Vorstände unter Zeitdruck gefordert, Lösungen zu erarbeiten. Nach Beendigung Die Studenten treffen zentrale Unternehmensentscheidungen zu Tarifierung, Provisionierung und EDV-Ausstattung. Unzureichende Solvabilitätsausstattung oder unerwartete der letzten Spielrunden präsentieren die Gruppen schließlich ihre zu Beginn des Spiels gewählte Strategie sowie die erreichten Erfolge. Großschäden sind typische Herausforderungen der Versicherungswirtschaft, die die Studenten in Teamarbeit mit teilnehmenden Praktikern bewältigen müssen. Das Planspiel findet geblockt an drei aufeinander folgenden Tagen während des Wintersemesters statt. Am ersten Tag entwerfen die Teilnehmer Zeitnah, meist in der Woche nach der Veranstaltung, findet eine einstündige Klausur statt, in deren Rahmen zwei Wahlleistungspunkte der Speziellen BWL der Versicherungen erworben werden können. in Kleingruppen ihre Unternehmensstrategie und die ersten Geschäftsperioden. Der Kampf ums Geschäft wird am Professor Elmar Helten durchblick FORUM Eine informelle Kommunikationsplattform für Studierende und Interessierte Seit dem Sommersemester 2004 bietet die Fakultät bieten, die damit für alle Studierenden gleichermaßen einsehbar und erreichbar ist. Damit bietet das FORUM auch für Betriebswirtschaft allen Studierenden einen neuen Service an: Das durchblick FORUM ist eine die technische Basis für vielfältige Erweiterungen des elektronische Kommunikationsplattform, auf der alle Serviceangebots der Fakultät. Studierenden miteinander in Kontakt treten können. Nicht zuletzt ist es aber auch über das BWL-Hauptstudium Gerade an einer Massenuniversität vermissen die Studierenden oft den informellen aber direkten Austausch mit eines unpersönlichen Massenbetriebs zu verhindern. So hinaus eine Studierenden-Community, die hilft, das Gefühl Kommilitoninnen und Kommilitonen. Die oftmals wichtigen tauscht man in allgemeinen Foren Ausgeh-Tipps oder fragt Tipps und Tricks zur Studiengestaltung und zur Prüfungsvorbereitung konnten so früher kaum untereinander ausge- andere bei PC-Problemen um Rat. tauscht werden. Darüber hinaus trug die Anonymität der Das FORUM stellt ein informelles Zusatzangebot zu den Studierenden nicht gerade zur emotionalen Bindung an die Informationsangeboten des ISC, der O-Phase sowie des Fakultät bei. Hauptstudiumsführers durchblick dar. Auch wenn verbindliche Auskünfte nur das ISC geben kann, findet man gerade Das neu geschaffene durchblick FORUM bringt hier Abhilfe. im FORUM die Informationen, die in keiner Prüfungsordnung Erfahrungen werden ausgetauscht, es wird über Stoff und zu lesen sind. Skripten gechattet oder schnell und unbürokratisch Hilfe von Studierenden für Studierende gegeben. Informationen Das durchblick FORUM ist unter für alle BWLer und Interessierte geöffnet. Die aus erster Hand sind der große Pluspunkt, von dem alle profitieren. Mittlerweile wird das FORUM auch von einigen Registrierung mit einem selbstgewählten Nickname ist Instituten genutzt, eine erweiterte Sprechstunde der kostenlos. Assistenten über die herkömmliche Betreuung hinaus anzu- Markus Eberl Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

61 62 Studierende und Lehre Auszeichnungen für Studierende Ottmar-Bühler-Preisverleihung Kanzlei Linklaters Oppenhoff & Rädler und Professor Manuel René Theisen Am 24. Mai 2004 wurden im Senatsaal der LMU München wieder die Ottmar-Bühler-Förderpreise für besondere wissenschaftliche Leistungen auf den Gebieten der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre, der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre und des Steuerrechts verliehen. Stifterin ist die Kanzlei Linklaters Oppenhoff & Rädler anlässlich der Neubesetzung des LMU-Steuerlehre-Instituts Die Preisverleihung veranstaltet alljährlich Professor Manuel René Theisen. In diesem Jahr erhielt Sebastian Schöll einen Preis für besondere wissenschaftliche Leistungen im Rahmen seiner Diplomarbeit zum Thema Steuerorientierte Planung des Erwerbs ausländischer Unternehmen bzw. Unternehmensteile durch deutsche Unternehmen". Auch Curt Wolfgang- Alexander Frhr. v. Welck wurde für seine Diplomarbeit zum Thema Vergütungssysteme von Aufsichtsräten deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften eine betriebswirtschaftliche Analyse" ausgezeichnet. Martin Andreas Simon erhielt den Preis für eine herausragende Gesamtleistung im Rahmen seines Diplomstudiums Betriebswirtschaftslehre unter besonderer Berücksichtigung der Leistungen in Betriebswirtschaftlicher Steuerlehre. FGM-Awards Herausragende Studenten des Instituts für Marketing ausgezeichnet Für ihre hervorragenden Diplomarbeiten am Institut für Marketing wurden Christian Faupel, Rainer Petke, Jan Henrik Schwager, Susanne Ableitner, Nadine Fritzen und Nicole Kühnpast mit dem FGM-Award für exzellente Leistungen in der Speziellen Marketing ausgezeichnet. Den FGM-Teamaward für besonders hohe Integrations- und Leistungsfähigkeit in der Gruppe erhielt das Projektseminar-Team Bayern Tourismus. Die Verleihung der mit insgesamt Euro dotierten FGM-Awards 2004, die bereits zum achten Mal von der Augsburger Aktienbank AG gestiftet wurden, nahmen Professor Anton Meyer und Gabriel von Canal (Direktor Vertrieb Augsburger Aktienbank AG) auf dem 30. Münchener Marketing-Symposium 2004 Anton Meyer und Gabriel von Canal mit den stolzen Preisträgern vor. Virtuelle Verkehrszeichen Konzeptstudie mit dem Wolfgang Heilmann-Preis ausgezeichnet Die Defizite des heutigen Straßenverkehrsmanagements stellen den Ausgangspunkt für das Konzept virtueller Verkehrszeichen dar. Durch die Abschaffung von statischen Verkehrsschildern und deren Ersatz durch die Einblendung dynamischer Verkehrsinformationen in der Windschutzscheibe des Fahrzeugs entstehen enorme Potenziale. Die Nachteile von Informationsüberflutung, schlechten Sichtverhältnissen und der kostenintensiven Infrastruktur werden vermindert bzw. behoben. Die Projektion des entsprechenden Straßenschildes in der Windschutzscheibe kann auf die Bedürfnisse des Fahrers angepasst werden, so dass die Wahrscheinlichkeit für Unfälle, bedingt durch mangelnde Sicht und fehlende Information über relevante Verkehrsregelungen, minimiert wird. Aus volkswirtschaftlicher Sicht kann der Staat neben den Ersparnissen aufgrund einer verminderten Anzahl von Unfällen auch wesentlich geringere variable Kosten für die Unterhaltung von Verkehrsinformationssystemen realisieren. Technologisch umsetzbar sind virtuelle Verkehrszeichen mit bestehenden Positionierungssystemen, DAB sowie mobilen Netzwerken bereits heute. Im Hinblick auf das große logistische und politische Unterfangen, welches mit der Umsetzung eines solchen Projektes verbunden ist, stellt das Konzept virtueller Verkehrszeichen vorerst noch eine Vision dar. Am Center for Digital Technology and Management (CDTM) wurden in Zusammenarbeit mit der Siemens AG in einer Konzeptstudie die Vorteile, Chancen und Risiken dieser Vision untersucht. Die Studie wurde mit dem Wolfgang Heilmann-Preis für humane Nutzung der Informationstechnologie der Integrata Stiftung ausgezeichnet. Der Preis wird vergeben für die Umsetzung der modernen Informationstechnologie im Sinne ihrer humanen Nutzung, also für Arbeiten, die einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Arbeits- und Erwerbslebens leisten und damit zu einer Steigerung der Lebensqualität führen. Autoren sind Uwe Sandner (CDTM), Dr. Michael Lipka (Siemens AG), Silvia Appelt (LMU-BWL), Frank Danzinger (LMU-BWL), Patrick Nepper (LMU-Informatik) und Christian Wachinger (TU- Informatik). Philipp Mayrhofer

62 Tagungen Veranstaltungen Münchener Konzernworkshop Über Wahrheit und Klarheit internationaler Konzernrechnungslegung Das Institut von Professor Manuel René Theisen ist und dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz. Dr. Martin alljährlicher Veranstalter des Münchener Konzern- Plendl (Deloitte & Touche) thematisierte die Unabhängigkeit, Workshops, der 2004 sein 10. Jubiläum feierte. Der Qualitätskontrolle und Berufsaufsicht des Abschlussprüfers. Workshop wendet sich an Vertreter aus Theorie und Wolfgang Krauel (Linklaters Oppenhoff & Rädler) behandelte Praxis und ist zugleich ein Forum, bei dem Studierende mit Praktikern zusammentreffen tungsrechts. Zum Abschluss des Jubiläumsworkshops zeig- die Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechte Georg Lanfermann (Europäische Kommission) in seinem Nach der Begrüßung und Einleitung durch Professor Manuel Festvortrag die Herausforderung Bilanzierung und Abschlussprüfung in Europa auf. René Theisen referierte Professor Wolfgang Ballwieser zum Thema Enron & Co. Grenzen der Rechnungslegung. Der Vortrag von Dr. Michael Kemmer (HVB) widmete sich dem Thema Cookbook-Accounting mit Transparenzgewinn. Bodo Richardt (RSM Haarmann Hemmelrath GmbH) referierte zum Thema Konzernbilanzerstellung und Abschlussprüfung. Nachmittags erfolgte eine Aufteilung in fünf Arbeitskreise. Professor Eberhard Scheffler behandelte die Anwendung und Auslegung der IAS/IFRS. Dr. Stefan Schmidt (PwC) stellte das Enforcement der Rechnungslegung nach dem BilKoG dar. Ein weiterer Arbeitskreis (Dr. Katja M. Ritter- Thiele (KPMG)) beschäftigte sich mit dem Bilanzrechtsreform- Lebhafte Diskussion auf dem 10. Münchener Konzernworkshop 30. Münchener Marketing-Symposium Erfolgsfaktor Mitarbeiter: mehr Effizienz in Marketing und Vertrieb Als Treiber immer neuer, relevanter Themen setzt Vertrieb! Demgegenüber gaben die Praxisreferenten Rudolf Professor Anton Meyer mit dem Münchener Marketing-Symposium dem zweitgrößten Marketingkon- GmbH & Co. OHG) und Dr. Heinz Müller (Geschäftsführer Gröger (Vorsitzender der Geschäftsführung der O2 Germany gress Deutschlands jedes Jahr Impulse für die mehr Sales Director der Henkel Wasch- und Reinigungsmittel GmbH) als 600 Tagungsgäste aus der Praxis. unmittelbare Einblicke in die Unternehmenspraxis. Hochkarätige Referenten, praxisrelevante Inhalte, das erfrischende Get Together im Lichthof und nicht zuletzt die Aura der Marketing-Symposium, das am 8. Juli 2005 zum Thema Impulse für das Marketing der Zukunft gibt das 31. Münchener LMU München machten das 30. Münchener Marketing-Symposium, das traditionell am zweiten Freitag im Juli stattfand, Marketing 2010! stattfindet. wieder zu einem unvergleichlichen Marketing-Erlebnis. Mit Begeisterung nahm die Marketing-Community auch diesmal den gelungenen Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis auf. So beleuchteten drei LMU-Professoren aus unterschiedlichen Disziplinen Professor Anton Meyer (Institut für Marketing), Professor Dieter Frey (Institut für Psychologie) und Professor Ernst Pöppel (Vorstand des Instituts für Medizinische Psychologie) das diesjährige Tagungsthema Erfolgsfaktor Mitarbeiter Der Schlüssel zu mehr Effizienz in Marketing und Auftakt zum 30. Münchener Marketing-Symposium Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

63 64 Veranstaltungen Tagungen Managing brand, identity and experiences! Premiumseminar des Center on Global Brand Leadership Bernd Schmitt Managing brand, identity and experiences! so der Titel des fünftägigen MBA-Seminars, das Professor Bernd Schmitt, Executive Director des Center on Global Brand Leadership New York, in Zusammenarbeit mit Professor Anton Meyer, Executive Director des Center on Global Brand Leadership München, für MBA-Studenten der Columbia Business School und ausgewählte Studenten des Instituts für Marketing an der LMU München veranstalteten. Der Titel der Veranstaltung war Programm! Neben dem klassischen Markenverständnis brachte Professor Bernd Schmitt von der Columbia Business School, New York den Teilnehmern insbesondere das Thema Experience Branding nahe eine Betrachtung der Marke, die die Erlebnisse und Erfahrungen der Kunden miteinbezieht mit dem Ziel, die Brand Experience an jedem Kontaktpunkt mit dem Kunden zu implementieren. Weitere exzellente Einblicke in das Brand Management gaben die Referenten: Dr. Michael Schineis, (Präsident und CEO der Atomic Austria GmbH), Dr. Kay Segler (Leiter Markenführung MINI, BMW Group), Dr. Christian Blümelhuber (Associate Director des Münchener Center on Global Brand Leadership), Nicholas Georghiou (CEO Corporate Culture and Events, O2 Germany GmbH & Co. OHG), Florian Haller (Geschäftsführer der Serviceplan Agenturgruppe für innovative Kommunikation GmbH & Co. KG) und Rolf Glöckler (Anfang der 90er Jahre stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Löwenbräu Holding und bei der Löwenbräu AG für die operative Führung des Geschäfts zuständig). Der abschließende Wiesnbesuch in der Hausbox der Schützenfesthalle stellte sicherlich für alle Teilnehmer und Referenten des MBA-Seminars einen besonderen Höhepunkt der Veranstaltung dar. Grenzen der Strategieberatung Ein Dialog zwischen Wissenschaft, Beraterfirmen und Klienten Vom 14. bis 16. Oktober 2004 fand am Institut für Unternehmenspolitik und strategische Führung eine Tagung zum Thema Grenzen der Strategieberatung statt. Anlass dafür bot die aktuelle Diskussion über die Leistungsfähigkeit von Strategieberatung. Ziel der Tagung war es, die Möglichkeiten und Grenzen von strategischer Beratung kritisch zu diskutieren. Daher war die Veranstaltung explizit als Dialog zwischen Wissenschaft, Beratung und Klienten konzipiert, um realistische Vorstellungen und Beschreibungen der Möglichkeiten strategischer Beratung herauszuarbeiten. Jede Gruppe wurde durch hochkarätige Referenten repräsentiert. Auf Seiten der Wissenschaft nahmen u.a. Professor Alfred Kieser (Universität Mannheim) und Professor Jean-Paul Thommen (EBS Schloß Reichartshausen), auf Seiten der Beratungsfirmen u.a. Dr. Franz-Josef Seidensticker (Managing Director Deutschland, Bain & Company), Georg Sticher (Geschäftsführer, BCG) und Professor Wilhelm Rall (Director, McKinsey&Company) teil. Auf Seiten der Klienten waren u.a. Professor Clemens Börsig (CFO, Deutsche Bank AG), Dr. Dr. h.c. Albrecht Schmidt (Aufsichtsratsvorsitzender, HVB Group) und Dr. Jürgen Schneider (CFO, Bilfinger Berger AG) vertreten. Im Mittelpunkt der Tagung standen folgende Themen: Voraussetzungen des Klienten für Erfolg/Misserfolg von Beratung, empirische Berichte über Grenzerfahrungen in Beratungsprojekten, Grenzen der Übertragbarkeit von Beratungskonzepten, Grenzen traditioneller Beratungsansätze, Klassifikation von Unternehmensproblemen hinsichtlich ihrer Lösbarkeit / Unlösbarkeit durch Beratung, Verhältnis zwischen Managementwissenschaft und Beratung, Probleme der Evaluation von Beratung, Möglichkeiten der Vermarktung von Beratungsleistungen bzw. Probleme beim Einkauf von Beratungsleistung sowie Grenzen des Inhouse Consulting. Die zentralen Beiträge der Tagung erscheinen in einem Sammelband Grenzen der Strategieberatung. Aufgrund des großen Erfolges der von Professor Werner Kirsch, Dr. David Seidl und Martin Linder organisierten Tagung regten die Teilnehmer an, die Tagung im zweijährigen Zyklus zu wiederholen.

64 Vortragsreihen und Vorträge Veranstaltungen 65 Interdisziplinäre Universitätsdialoge Europa XL Wirtschaftsdynamiken im wachsenden Europa Europa XL Wirtschaftsdynamiken im wachsenden Europa war Thema der Interdisziplinären Universitätsdialoge im Wintersemester 2004/05. Die Aktualität des Themas und die Popularität der Referenten zogen viele Interessierte an. Am ersten Abend diskutierten Professor Dalia Marin von der volkswirtschaftlichen Fakultät und Dr. h.c. Andreas Schleef, Personalvorstand von Audi und Präsident von SEAT, über Standortentscheidungen und Beschäftigung. Für die Analyse des Steuerwettbewerbs standen am zweiten Abend mit Staatsminister Professor Kurt Faltlhauser und dem langjährigen EU-Abgeordneten Professor Ewald Nowotny von der Wirtschaftsuniversität Wien zwei äußerst fachkundige Diskussionspartner bereit. Ihre Standpunkte trafen sich vor allem in der Forderung nach vergleichbaren und fairen Rahmenbedingungen bei Steuern und Subventionen. Der dritte Abend mit Professor Gesine Schwan, Rektorin der Viadrina-Universität Frankfurt/ Oder und ehemalige Kandidatin für das Bundespräsidentenamt, und Nikolaus Piper, Leiter der Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung, galt den gesellschaftlichen Wirkungen der EU-Erweiterung. Beide Dialogpartner unterstrichen die Chancen, welche das Europa XL für seine Völker bietet. Das aktuelle Thema führte weniger zu kontroversem Streit als zu versachlichender Wissenserweiterung. Der unmittelbare Kontakt zu fachlich und persönlich eindrücklichen Referenten des öffentlichen Interesses rundete die Veranstaltung ab. Wolfgang Ballwieser, Gesine Schwan, Nikolaus Piper, Hans-Ulrich Küpper (vorne, v.l.n.r.) Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

65 66 Veranstaltungen Vortragsreihen und Vorträge Management im Gesundheitssystem Öffentliche Vortragsreihe Im Wintersemester 2004/05 veranstaltete das Institut von Professor Reiner Leidl begleitend zum Seminar Management in ausgewählten Institutionen des Gesundheitssystems eine öffentliche Vortragsreihe mit namhaften Praktikern. Dr. Robert Seitz, Projektleiter für Disease-Management-Programme (DMP) beim BKK Landesverband Bayern, griff das aktuelle Thema neuer Versorgungsorganisationen im deutschen Gesundheitssystem auf. Stadtrat Joachim Lorenz, Leiter Michael Philippi und Reiner Leidl (v.l.n.r.) des Referats für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München, berichtete über die Unternehmensstrategie für den kommunalen Versorgungsauftrag und zeichnete die Entwicklung der städtischen Münchener Krankenhäuser zu ihrer künftigen Organisationsform, dem Klinikum München, auf. Dr. Nikolaus Blum, Bereichsleiter Personal der SRH Kliniken AG, stellte die Bedeutung der Human Resources in den Fokus seiner Ausführungen, die er als entscheidenden Wettbewerbsfaktor im Gesundheitswesen sieht. Dr. Nikolaus Blum ging auch auf das gewünschte Anforderungsprofil von Absolventen ein und skizzierte das von der SRH Kliniken AG angebotene Traineeprogramm. Dr. Michael Philippi, Mitglied der Geschäftsführung der Sana Kliniken GmbH & Co KGaA, referierte über das schlagzeilenträchtige Thema Privatisierungen von Krankenhäusern. Im Licht dieser Herausforderungen stellte er die Geschäftsstrategie der Sana Kliniken dar und nahm eine Abgrenzung zu anderen privaten Klinikketten vor. Die gut besuchte Veranstaltung bot den Teilnehmern einen ersten Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche der Referenten und zeigte mögliche Zugänge in die Praxis auf. Es ist vorgesehen, diese offene, seminarbegleitende Vortragsreihe erneut anzubieten. It s Recruiting-Season Firmenkontaktgespräch 2005 Am 28. Juni 2005 findet das alljährliche Firmenkontaktgespräch, kurz FKG 2005, im LMU Hauptgebäude statt. Ausgerichtet wird die Veranstaltung seit 1999 traditionell von den Fachschaftsvertretungen BWL / VWL. Neu in 2005 ist die Kooperation mit weiteren Fachschaftsvertretungen, wie der Chemie und Physik, aber auch der Informatik. Die Rekordteilnehmerzahl zum FKG 2005 mehr als 50 Unternehmen aber auch Non-Profit-Organisationen wie führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute machen das Firmenkontaktgespräch zu einer der größten Kontaktveranstaltung zwischen Theorie und Praxis. Das FKG-Rahmenprogramm bietet neben dem bewährten Messeauftritt der Unternehmen auch Round Table Diskussionsrunden, Recruiting Workshops sowie Workshops zur Bewerbungsvorbereitung. Ebenfalls neu ist die zeitliche Koordination des FKG 2005 mit der Recruiting Veranstaltung der TU München, der IKOM 2005 (Industriekontakte München). Diese findet am 29./30. Juni 2005 auf dem TU-Campus in Garching in der Fakultät für Maschinenwesen statt. Beide studentischen Veranstalter haben vor über einem Jahr die hochschulübergreifende Münchner Recruiting Allianz aus der Taufe gehoben. Ca. 200 Unternehmen werben dann drei Tage lang um die Gunst der Münchener Studierenden It s Recruiting Season!

66 Vortragsreihen und Vorträge Veranstaltungen 67 Munich Workshop for Accounting and Auditing (MWAA) IAS International Accounting Standards Die Vortragsreihe Munich Workshop for Accounting gen in der Internationalen Rechnungslegung stießen bei den and Auditing wurde von Professor Wolfgang ca. 230 Teilnehmern aus Studentenkreisen und Fachpublikum auf überaus reges Interesse. Ballwieser ins Leben gerufen. Sie bietet ein regelmäßiges Diskussionsforum von Wissenschaft und Praxis zu Fragen der Rechnungslegung, Unternehmensbewertung und Prüfung. interessanten Themen trugen in diesem Jahr weiterhin Zu demselben Thema oder gleichermaßen aktuellen und Professor Heinz Kleekämper, Professor Lutz Kruschwitz, Dr. Den Auftakt im Wintersemester 2004/05 machte am 24. Edgar Löw, Dr. Jutta Menninger und Dr. Angelika Thies vor. November Professor Thomas Schildbach von der Universität Passau. Er interpretierte die Abkürzung IAS International Informationen zur Vortragsreihe und die Foliensätze aller Accounting Standards provokativ anders und überschrieb Referenten als Download finden sich unter: seinen Vortrag mit IAS = Ins Abseits Schlittern. Seine beherzten und kritischen Ausführungen zu den Entwicklun- Wird der Kredit zur Handelsware? Eine Veranstaltung aus der Reihe Kapitalmarktkolloquium Das Kapitalmarktkolloquium ist eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Kapitalmarktforschung und tionell von den kreditgewährenden Banken wahrgenommen, insbesondere die Funktion der Kreditrisikoübernahme, tradi- Finanzierung, in der Persönlichkeiten der Finanzwirtschaft zu aktuellen Fragestellungen aus der finanz- an andere Kapitalmarktteilnehmer ausplatziert werden könne, im Rahmen eines aktiven Kreditportfoliomanagements gezielt wirtschaftlichen Praxis vortragen. Am 13. Dezember so Dr. Michael Kemmer. Dies werde Kreditinstituten eine stärkere Konzentration auf ihre eigentliche Kernkompetenz erlau lud das Institut zum zweiten Kolloquium des Wintersemesters. ben, die im Bereich des Kundenbeziehungsmanagements und der Vertragsstrukturierung anzusiedeln sei. Allerdings Als Redner konnte man diesmal Dr. Michael Kemmer, selbst wiesen die Märkte für Kreditrisiken in Deutschland im Vergleich zu internationalen Standards derzeit noch ein relativ Alumnus der Fakultät und seit Juni 2003 Mitglied des Vorstandes der HypoVereinsbank AG, gewinnen. Dr. Michael niedriges Entwicklungsniveau auf, musste Dr. Michael Kemmer beschäftigte sich in seinem Vortrag mit den Kemmer einschränkend hinzufügen. Er beschloss seinen Perspektiven, die sich Kreditinstituten wie der Hypo Vortrag jedoch durchaus optimistisch: Auch Deutschland sei Vereinsbank durch die sich zunehmend verbessernden inzwischen auf einem guten Weg. Möglichkeiten des Kreditrisikohandels eröffnen. Das Kapitalmarktkolloquium im Sommersemester 2005 wird Die Entwicklung von effizienten Handelsplattformen für sich mit dem Thema Corporate Finance für kleine und mittlere Unternehmen beschäftigen. Buchkreditrisiken werde die klassische Wertschöpfungskette von Kreditinstituten in Zukunft dahingehend aufbrechen, dass Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

67 68 Internationales European Master Programme und Studentenaustausch Neue Verbindungen mit ausländischen Universitäten geknüpft Die Fakultät für Betriebswirtschaft entwickelt mit ausgewählten Partnern intensive Formen der Zusammenarbeit. Vor dem Hintergrund der Einführung von Bachelor- und Master-Programmen ist geplant, mit der Ecole de Management, Lyon, einem langjährigen universitären Partner, ein Joint European Master Programme zu entwickeln. Joint European Master Programme Das geplante Master Programm soll breites Managementwissen vermitteln, dabei aber hinreichende Spezialisierungsmöglichkeiten eröffnen. Praktische und internationale Erfahrungen sind ein integraler Bestandteil. Jeder Studierende absolviert sein Studienprogramm an mindestens zwei der beteiligten Universitäten. In der ersten Phase werden die europäischen Partner aus Frankreich (EM Lyon), Deutschland (Fakultät für Betriebswirtschaft) sowie England (Aston) ein gemeinsames Curriculum entwickeln und insbesondere gemeinsame core courses definieren, die den Kern des joint programme darstellen. In einer zweiten Phase können weitere europäische Partner aufgenommen werden. Diese europäische Plattform soll in ein globales Netzwerk aus Universitäten und Unternehmen eingebunden werden. Das langfristige Ziel besteht in der weltweiten Etablierung einer europäischen Multi Campus Business School. Neue Partner für Austauschprogramme Auch im letzten Jahr wurden neue Kooperationsverträge abgeschlossen, um mehr Studierenden einen Auslandsaufenthalt an einer Partneruniversität zu ermöglichen. Im Rahmen der durch die EU geförderten Austauschprogramme sind das University College Dublin sowie die Universidad de Alicante neue Partnerinstitutionen. Darüber hinaus wurden Kooperationsverträge mit dem Moskauer Staatsinstitut für Internationale Beziehungen (MGIMO), der School of Business Administration at the University of Dayton, Ohio, und der Malik & Seeme Hasan School of Business at Colorado State University, Pueblo, abgeschlossen. Die Fakultät für Betriebswirtschaft tauscht damit derzeit mit 30 europäischen und außereuropäischen Partnerinstitutionen Studierende aus. Ehrung für Münchener Studenten Zwei Studierende der Fakultät für Betriebswirtschaft wurden von ihrer Gastuniversität für ihre akademischen Leistungen während ihres Studienaufenthalts ausgezeichnet. Monika Urlberger und Georg Rainer waren im Studienjahr 2003/04 Austauschstudenten am Rawls College of Business der Texas Tech University, Lubbock, und wurden beide mit der Aufnahme in die President s Honor List geehrt. Dies ist die höchste akademische Auszeichnung für Studierende, welche nur für herausragende akademische Leistungen verliehen wird. Wir freuen uns mit den beiden und gratulieren herzlich! Dr. Karin Stenke

68 Internationales 69 Internationaler MBA-Kurs Lehrprojekt mit der University of Dayton Im Jahr 2006 wird Professor Hans-Ulrich Küpper in München zusammen mit Professor John J. Kanet von der University of Dayton, Ohio, einen MBA-Kurs anbieten, den er im Rahmen einer Forschungsreise in die USA vorbereitete. Wie an der für ihr MBA-Programm angesehenen University of Dayton üblich, verbindet das Programm zwei betriebswirtschaftliche Fächer: im aktuellen Fall das Operations Management mit dem Management of Accounting. Dazu untersuchen die Teilnehmer unter der Leitung beider Professoren Probleme an der Schnittstelle von Produktion und Erfolgsrechnung aus wissenschaftlicher Sicht. Betriebsbesichtungen ergänzen die theoretischen Kenntnisse. Fallstudien fördern die konkrete Anwendung des erworbenen Wissens. Ungefähr 30 Studierenden von Dayton und der Fakultät für Betriebswirtschaft bietet dies die Möglichkeit, an einem in verschiedener Hinsicht innovativen Ausbildungsprojekt teilzunehmen. Zugleich kann der Kurs für Münchener Studierende den ersten Baustein eines MBA-Abschlusses an der University of Dayton bilden und ein Schritt im Hinblick auf das künftige Master-Programm der Fakultät für Betriebswirtschaft sein. Jack Kanet an seinem Arbeitsplatz am IPC Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

69 70 Internationales Eindrücke von einer Gastprofessur in den USA Professor Arnold Picot an der Georgetown University in Washington Center for German and European Studies Arnold Picot diskutiert mit Studenten der Georgetown University. Seit Mitte August 2004 bin ich für ein akademisches Jahr von der LMU München beurlaubt und als Konrad-Adenauer-Gastprofessor an der Georgetown University in Washington DC tätig. Die Georgetown University ist eine der traditionsreichsten und ältesten Universitäten der USA. Der Konrad-Adenauer- Lehrstuhl wird in jährlichem Wechsel von einem Politologen, einem Historiker oder einem Ökonomen aus Deutschland besetzt. Er ist angesiedelt im Center for German and European Studies der School of Foreign Service. Die Lehrangebote dieser Professur sind als Wahlveranstaltungen (electives) eingebunden in den Graduiertenstudiengang Master of German and European Studies (MAGES). Lehre an der Georgetown University Meine Lehrveranstaltungen (zwei Kurse pro Semester zu je 110 Minuten wöchentlich) werden außer von MAGES-Studenten auch von Graduates benachbarter Studiengänge sowie ganz vereinzelt auch von ausgewählten Undergraduates besucht. Die Kurse sind eine Mischung aus Vorlesung und Seminar. Sie sind klein und meist auf fünf bis zehn Teilnehmer beschränkt: So bleibt viel Raum für einen dialogischen Austausch. Meine Kurse befassen sich insbesondere mit Telecommunications in Europe, European Business, Information Society and Media in Europe, wobei stets auch allgemeine Theorien und Methoden sowie Vergleiche mit Nordamerika einfließen. Vor Beginn des Semesters erhalten die Studenten für jede Veranstaltung einen sehr detaillierten Fahrplan (Syllabus), der die geltenden Spielregeln des Kurses hinsichtlich der Ziele, Termine und Themen, der vorbereitenden Lektüre (durchschnittlich 150 bis 250 Seiten pro Woche), der zu erbringenden Paper, Vorträge und Prüfungen enthält. In meinen Kursen muss jeder Student zusätzlich zur laufenden (durchweg sehr engagierten) Vorbereitung und Mitarbeit für die classes zwei Kurzvorträge halten (mit ppt-unterstützung), ferner eine kleinere Seminararbeit (8-10 Seiten) und ein Final Paper (+15 Seiten) erstellen. Diese Anforderungen sind nicht untypisch, liegen aber eher im unteren Bereich. Studenten belegen pro Semester drei bis vier derartiger Kurse. Die meisten arbeiten zudem ein bis zwei Tage pro Woche als Praktikanten, um Erfahrungen für ihr späteres Berufsfeld zu gewinnen, aber auch um Geld zu verdienen. Syllabus und alle anderen Unterlagen eines Kurses stehen im Intranet der Uni in einem Blackboard-System zur Verfügung, auf das während des Semesters nur der Dozent und die für die Veranstaltung eingeschriebenen Studenten Zugriff haben. Über dieses System wird auch der laufende -Kontakt zwischen Dozent und Studenten abgewickelt. Daneben kommen Studenten zu den office hours (Sprechstunden) sowie im Rahmen der allenthalben vorherrschenden open door policy zum Gespräch.

70 Internationales 71 Arbeitszimmer Arnold Picots an der Georgetown University Master of German and European Studies Der zweijährige Masterstudiengang nimmt pro Jahr bis zu 20 neue Studenten auf, die aus rund 100 Bewerbern sorgfältig ausgewählt werden und aus allen Teilen der USA sowie aus diversen Drittländern kommen. Für die insgesamt 40 Masterstudenten stehen am Center acht Vollzeitprofessuren (Ökonomie, Politische Wissenschaft, Geschichte, Kulturwissenschaften) sowie eine Reihe von adjunct professors (Lehrbeautragte und Honorarprofessoren) zur Verfügung. Außerdem existiert ein kleiner, aber sehr engagierter und effizienter Verwaltungs- und Servicestab von vier Personen (Studienberatung, Events, Finanzen, Assistenz). Am Center gibt es auch ein kleines Doktoranden-Programm mit rund einem halben Dutzend PhD-Studenten. Die MAGES- Studenten müssen eine Reihe von Pflichtveranstaltungen besuchen, welche die permanenten Professoren des Centers regelmäßig anbieten und deren Teilnehmerzahl selten 20 übersteigt. Daneben wählen sie, betreut von einem Mentor, aus den electives des Centers sowie aus Lehrangeboten benachbarter Studiengänge aus. Sie müssen ferner zwei europäische, nicht-englische Sprachen auf proficiency level ablegen und ein Fachpraktikum in einer wissenschaftlichen Arbeit auswerten. Gegen Ende des Studiums ist eine Master-Thesis zu erstellen. Die Studiengebühren betragen ca $ pro Jahr. Unter Berücksichtigung der Lebenshaltungskosten ist mit einem Gesamtaufwand von $ für den zweijährigen Studiengang zu rechnen. Dafür nehmen viele Studenten staatliche und private Kredite auf. Die Rückzahlung beginnt sechs Monate nach Studienabschluss unabhängig davon, ob ein bezahltes Beschäftigungsverhältnis besteht oder nicht. Studierende und Dozenten Unter den Studenten sowie mit den Dozenten besteht reger persönlicher Kontakt, der gezielt durch gemeinsame Feste, happy hours und andere Aktivitäten gefördert wird. Nicht zuletzt trägt dazu auch die kommunikative Gestaltung der Center-Räume bei, wo sich die Studenten aufhalten und austauschen können. Neben dieser offenen und anregenden Atmosphäre beeindrucken das breite Interesse und der enorme Arbeitseinsatz der Studenten. Die Dozenten sind mindestens so eingespannt wie bei uns. Neben der intensiven Lehre und Studentenbetreuung (bei deutlich geringerem Lehrdeputat und viel kleineren Studentenzahlen) nehmen sie Forschungsprojekte und internationale Kontakte stark in Anspruch. Zu beachten ist, dass die skizzierten Eindrücke aus einer Graduate School stammen. Im Bereich der Undergraduates (College, Bachelor-Abschluss) liegen die Studentenzahlen pro Lehrveranstaltung etwas höher und die Lehre ist stärker verschult. Fazit Gewiss sind die Eigenarten US-amerikanischer Universitäten nicht auf Deutschland übertragbar, aber sie bieten viele Anregungen sowie Anlass zum Überdenken gewachsener Strukturen öffentlicher Universitäten in Deutschland. Wohl noch wichtiger sind das gegenseitige Verständnis für die jeweiligen universitären Bedingungen, der fachliche Austausch und die persönlichen Kontakte, die durch eine solche Lehrtätigkeit auf der anderen Seite des Atlantik gefördert werden. Professor Arnold Picot Professor Arnold Picot feierte seinen 60 Geburtstag Wir gratulieren herzlich Professor Arnold Picot, der Ende 2004 seinen 60. Geburtstag feierte. Nach seiner Promotion und Habilitation bei Professor Edmund Heinen an der LMU München übernahm er den Lehrstuhl für Unternehmensführung und Organisation an der Universität Hannover, bevor er 1984 nach München zurückkam und zunächst an der Technischen Universität den Lehrstuhl für Allgemeine und Industrielle Betriebswirtschaftslehre inne hatte. Seit 1988 leitet er das Institut für Information, Organisation und Management an der LMU München. Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

71 72 Internationales German Chronicles : Biergärten Professor Hugh Cannon aus Detroit über einen bayerischen Klassiker it in a lot more places than just Biergartens. In fact, I was informed by my friend and mentor, Herr Schwaiger, that beer is defined as the national food of Bavaria by law (which, as nearly as I can tell, is how most things are defined in Bavaria). In explaining this to me, he let go of a Bavarian State secret: Defining beer as food means people can even drink it at work. Hugh Cannon Münchener Lebensart im Biergarten Hugh Cannon, Professor of Marketing an der Wayne State University, Detroit, hat bereits mehrere Aufenthalte als Gastprofessor an der Fakultät für Betriebswirtschaft verbracht. Seine Eindrücke hielt er in den ebenso kurzweiligen wie aufschlussreichen German Chronicles fest. Folge XIX beschäftigt sich mit einem Münchener Phänomen, das wohl alle auswärtigen Gäste fasziniert, den Biergärten! The Best of Times and The Wurst of Times Wandering in the Biergartens of Munich The thing I love most about München are the Biergartens. München is what we call Munich, by the way. I m not sure I know how they get München out of Munich, but then, I don t know how they get Deutschland out of Germany, either. It s just their funny way of talking. But I was speaking of the Biergartens. I know what you re thinking. You can picture this paradisiacal setting, with trees that people tap into with buckets, much as they do with sugar maples in New England. But the sap is beer, of course, all contained in a wonderful big garden. Well, it s not that way! Garten is not the definitive part of Biergarten. As it turns out, neither is Bier. Biergartens are where people consume beer, not where they grow it. Furthermore, they consume But back to the Biergartens: If they are not defined by either the Bier or the Gartens, what are they? Well, you d know them if you saw them. They are places where people systematically plant themselves to drink Bier. The Münchies are quite civilized about it, actually. Rather than plant themselves in the ground, as you might expect in a traditional garden, they do it at big picnic tables. And, in a uniquely Münchnerian contribution to social interaction, they do it regardless of whether the table is occupied by other people or not. If there s room, they sit. And they really do drink beer! You see big bruisers, with their one-quart steins and beer bellies. But you also have tiny Frauen whose steins are half as big as they are, and who have no beer bellies at all. Mostly, you have just normal Germans. These tend to be taller than me (women included) and amazingly fit. The tallness must be genetic, although in the case of women, the extra height seems to be mostly legs (a fact that had to be pointed out to me, since I had not noticed it on my own). As it turns out, the real reason for my love of Biergartens is the food! This is where the Wurst comes in. Wurst is sausage, and it is the best! This says a lot, because you can also get roast chickens, ducks, pork, ribs, and fish not to mention every possible form of potato, from salad to French fries. And, of course, there is Sauerkraut. Best of all, none of this stuff is healthy, except perhaps the Sauerkraut. This is a cholesterol junkie s dream! You can even get absolutely delicious ice cream, and host of breads, pastries, chocolates, and creambased killers, any one of which is guaranteed to send you to your grave with a smile on your face. Now do you see why I am so mystified by the apparent fitness of the Germans? If I subjected my car to this kind of diet, it would need an oil change every 500 miles. Maybe it has something to do with fourth-floor walk-ups. In any case, you can be sure that I will research the subject thoroughly (the food, if not the walk-ups) just don t anyone tell my physician back in Detroit. If he ever finds out, he will sentence me to eating green salads with vinegar for the rest of my natural born life! Professor Hugh Cannon

72 Internationales 73 Unvergessliche Momente am Ufer des Yangtse Ein Praktikum bei VW in China David Braun absolvierte 2004 ein Praktikum bei Shanghai Volkswagen. Seine Erlebnisse dort fasste er für BWL im Fokus in einem kurzweiligen Erfahrungsbericht zusammen. Begegnung mit Shanghai Am 1. Oktober sollte mein Praktikum bei Shanghai Volkswagen (SVW), einem Jointventure des chinesischen Automobilzulieferers SAIC und der VW AG beginnen. Aufgrund der Nationalfeiertage vom 1. bis zum 10. Oktober hatte ich die erste Woche frei. So konnte ich Ausflüge in die Umgebung von Shanghai unternehmen und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigen. Zu den beeindruckendsten Die Skyline von Shanghai Ausflugszielen gehörten der Jin Mao Tower, das mit 421 Metern höchste Gebäude der Stadt und die so genannte Wasserstadt Zhouzhuang außerhalb von Shanghai, die ähnlich wie Venedig von zahlreichen Kanälen durchzogen wird und im Kontrast zu der 18-Mio.-Metropole einen Einblick in traditionelle Architektur und Lebensweise der Chinesen bietet. Doch auch die zahllosen futuristisch gestylten Wolkenkratzer, die kühn konstruierten Hochstraßen, die sich auf bis zu 25 Meter hohen Pfeilern durch die Stadt schlängeln und schließlich die vor Menschenmassen überquirlenden Märkte, auf denen man alles und somit auch einige noch lebendige Vertreter der chinesischen Tierwelt kaufen kann, haben mich in dieser ersten Woche ziemlich fasziniert. Natürlich durfte dabei auch eine Fahrt mit dem bis zu 430 km/h schnellen Transrapid in Shanghai Maglev genannt nicht fehlen, mit dem man sich für lediglich fünf Euro zum Flughafen katapultieren lassen kann. Publikumserfahrungen Schließlich war der erste Arbeitstag gekommen, und ich sollte jeden Morgen mit dem eigens für Praktikanten vorgesehenen Reisebus die einstündige Strecke von Shanghai nach Anting (die Autostadt Chinas) zurücklegen. Meine Aufgabe in der Abteilung Controlling bestand darin, eine Abweichungsanalyse bezüglich des Ergebnisbeitrags sämtlicher von SVW produzierten Auto-Modelle durchzuführen und hierbei Volumen-, Preis-, Wechselkurs-, Mix- und andere Abweichungsarten zu bestimmen. Daneben konnte ich an diversen Projekten mitarbeiten, wie beispielsweise der Verkaufspreisplanung verschiedener Auto-Modelle über die nächsten Jahre oder der Offenlegung von Kostensenkungspotenzialen von Zulieferfirmen. Viel Spaß gemacht hat mir dabei die Zusammenarbeit mit den chinesischen Kollegen, die oft gut deutsch, immer aber englisch sprachen und mir neben Antworten auf fachliche Fragen auch viele Informationen zum Leben in Shanghai und Umgebung geben konnten. Sei es das Gefühl, die Erschließung eines gigantischen Marktes mitzuerleben oder sei es die unglaubliche Energie, die man inmitten der nie ruhenden und immer schneller wachsenden Metropole am Yangtse zu spüren glaubt, mein Aufenthalt am Drachenkopf bleibt mir mit Sicherheit unvergesslich! David Braun David Braun vor dem VW-Gelände in Shanghai Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

73 74 Internationales Wirtschaft und Gesellschaft Japans Zum Wahlfach von Professor Franz Waldenberger Das von Professor Franz Waldenberger (Japan- Zentrum) betreute Wahlfach Wirtschaft und Gesellschaft Japans bietet den Studierenden der Fakultät die Möglichkeit, ihr betriebswirtschaftliches Studium um einen regionalen Schwerpunkt zu erweitern. Die Aktivitäten über das reguläre Lehrangebot hinaus umfassten im letzten Jahr auch wieder eine Exkursion, Studentenbesuche von japanischen Partneruniversitäten sowie einen wissenschaftlichen Workshop. Hinweis auf die Diskussion mit den Münchener Studierenden Japan-Exkursion vom 3. bis 17. Oktober 2004 An der zweiten Japan-Exkursion unter Leitung von Professor Franz Waldenberger nahmen fünf Studierende der BWL und fünf Studierende der Japanologie teil. Das Hauptziel der Reise war dieses Mal die Pflege der Beziehungen zu japanischen Partneruniversitäten der LMU München. Besucht wurden die Tokyo Universität, die Waseda Universität (Tokyo), die Kyoto Universität, die Osaka City University und die Kyushu Universität (Fukuoka). Die Exkursionsteilnehmer hatten neben einer Präsentation über die LMU München auch Fachthemen zur Unternehmensregulierung und zu den deutsch-japanischen Beziehungen vorbereitet, die in Seminaren mit den japanischen Studenten diskutiert wurden. Auch von japanischer Seite waren Referate für das Treffen vorbereitet worden, so z.b. ein Vortrag über die japanisch-chinesischen Beziehungen oder eine Präsentation über japanische Geister und Gespenster. Neben dem akademischen stand jedoch vor allem der persönliche Austausch unter den Studenten im Vordergrund. Die japanischen Gastgeber boten mit einem Buffetempfang auf dem Campus und einem geselligen Abendessen in einer japanischen Kneipe (Izakaya) dafür den entsprechenden Rahmen. Studenten der Faculty of Commerce an der Osaka City University hatten sogar eine Bierprobe und ein Bier-Quizz organisiert, was eindeutige Rückschlüsse auf das vorherrschende Deutschlandbild zulässt. Autos, Fußball, Würste, die Romantische Straße sowie Neuschwanstein waren weitere Schlagworte, die die junge Generation in Japan mit Deutschland in Verbindung brachte. Ziel der Reise war es auch, nähere Informationen über die japanische Wirtschaft aus der Perspektive der Unternehmen vor Ort zu gewinnen. Besucht wurden Niederlassungen deutscher Unternehmen in Tokyo (DaimlerChrysler, Haarmann und Hemmelrath, Siemens), die deutsche Industrie- und Handelskammer in Tokyo, ein deutsch-japanisches Joint Venture in der Präfektur Shiga bei Kyoto (NEC-Schott) sowie japanische Unternehmen in Yokohama (Sanyo Management) und in Okayama (Ryobi Group, Nakashima Propeller). Die Gesprächspartner gaben sehr offen Auskunft über aktuelle Entwicklungen in Japan, über Unternehmensstrategien sowie über Veränderungen im Personalwesen und in der Corporate Governance ihrer Unternehmen. Zugleich konnten sich die Exkursionsteilnehmer über Praktikumsstellen informieren. Natürlich durfte auch das Kulturelle nicht zu kurz kommen. Gelegenheit dazu gaben vier freie Tage, die in Tokyo, in Kyoto und auf der Insel Kyushu genutzt wurden. Gleich in der ersten Woche konnte die Gruppe, zum Glück ohne daran Schaden zu nehmen, einen Taifun und ein Erdbeben erleben. Bleibt noch zu erwähnen, dass das Essen vorzüglich war und bis auf wenige Ausnahmen auch alle Teilnehmer großen Gefallen an Karaoke fanden. Workshop mit der Osaka City University Gemeinsam mit der Faculty of Commerce der Osaka City University fand an der Fakultät für Betriebswirtschaft in

74 Internationales 75 Besuch bei Nec-Schott: Dr. Raupach, Geschäftsführer von NEC-Schott, Professor Franz Waldenberger und die Seminarteilnehmer München am 23. April 2004 ein halbtägiger internationaler Workshop zum Thema Product Development Cost Management in International Manufacturer-Supplier Relations statt. Professor Phillip Lorino (ESSEC Business School, Paris) führte mit seinem Vortrag zu Cost Management in Product Development: As a Heuristique for Cost-Value Improvement Rather Than a Predictive Planning Tool in das Thema ein. Dr. Frank Rövekamp (Leiter Planung, Strategie und Controlling der Bayer Material Science AG) präsentierte unter dem Titel Target costing in Refrigerator Manufacturing: The Case of Besuche von japanischen Studierenden Gleich zwei Mal kamen im vergangenen Jahr Studierende wirtschaftswissenschaftlicher Fakultäten japanischer Partneruniversitäten für einen Kurzbesuch nach München. Im März besuchte uns Professor Hiroshi Okano mit ungefähr 20 Studenten der Faculty of Commerce. Trotz der vorlesungsfreien Zeit war es möglich, ein Treffen mit Studierenden im Wahlfach Wirtschaft und Gesellschaft Japans zu organisieren. Auch eine Werksbesichtigung bei Audi in Ingolstadt stand auf dem Programm. Polyurethanes eine aktuelle Fallstudie aus dem Geschäftsbereich seines Unternehmens. Professor Hiroshi Okano (Faculty of Commerce, Osaka City University) stellte in seinem Referat Transfer of Toyota Target Cost Management to US Subsidiaries Ergebnisse aus seiner Forschung vor. Die knapp über 20 Teilnehmer kamen zu etwa gleichen Teilen aus Wissenschaft und Unternehmenspraxis. Ihre je spezifischen Perspektiven machten eine ebenso rege wie differenzierte Diskussion möglich. Im September hatten sich Professor Sachio Imakubo von der Graduate School of Economics der Universität Kyoto und Professor Tomotaka Mori von der Faculty of Economics der Fukushima University mit 18 Studenten angemeldet. Auch hier fand ein Austausch mit den Münchener Studierenden statt, wobei zunächst fachliche Themen und abschließend ein geselliges Beisammensein auf dem Programm standen. Professor Franz Waldenberger Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

75 76 Wissenswertes Veranstaltungskalender MAI 6. CEPR Conferenz on Applied Industrial Organization Veranstalter: Professor Dietmar Harhoff; Professor Marc Ivaldi Datum: Mai 2005 Kontakt: Telefon: (089) Internet: MAI Lessons learnt aus der Bankenkrise Veranstalter: LMU Management Alumni Bankers AlumniNetwork e.v. Thema: Bankenkrise überwunden?! Lessons learnt für die Top-Management-Agenda der nächsten Jahre Referent: Dr. Olaf Scheer, geschäftsführender Partner, ZEB/Rolfes Schierenbeck Datum: 31. Mai 2005, Uhr Ort: LMU Hauptgebäude, Hörsaal 118 im Anschluss: Stammtisch in der UniLounge Kontakt: Florian Habermann Telefon: 089 / Internet: JUNI 3. BWL-Fakultätstag: Sportlicher Erfolg gleich wirtschaftlicher Erfolg? Veranstalter: LMU Management Alumni Datum: 25. Juni 2005, Uhr Fachveranstaltung ab Uhr Abendveranstaltung Ort: LMU Hauptgebäude, Große Aula Kontakt: Florian Habermann Telefon: Internet: JULI FKG 2005 Firmenkontaktgespräch 2005 Veranstalter: Fachschaftsvertretung BWL/VWL (WASTI) Datum: 28. Juni 2005 Ort: LMU-Hauptgebäude, Lichthof Telefon: (089) Internet: JULI 31. Münchener Marketing-Symposium: Marketing 2010! Veranstalter: FGM Fördergesellschaft Marketing e.v. am Institut für Marketing Datum: 08. Juli 2005, bis Uhr Ort: LMU-Hauptgebäude, Große Aula, Lichthof Kontakt: Claudia Hochstetter Telefon: 089 / Internet: JULI WINServ-Abschlusstagung Veranstalter: Institut für Marketing Institut für Information, Organisation und Management (TU) Datum: 08. Juli 2005, 9.00 bis Uhr Ort: LMU-Hauptgebäude, Senatssaal Kontakt: Marc Engelmann Telefon: 089 / Internet: JULI Akademische Abschlussfeier SS 2005 Veranstalter: LMU Management Alumni Fakultät für Betriebswirtschaft Datum: 14. Juli 2005, Uhr Ort: LMU Hauptgebäude, Große Aula im Anschluss: Sektempfang im Lichthof, gestiftet von MLP AG Kontakt: Florian Habermann Telefon: 089 / Internet: OKTOBER 11. Münchener Konzern-Workshop: Europäische Konzernformen im Wettbewerb Veranstalter: Institut für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Steuerrecht Termin: 26. Oktober 2005 Ort: Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, München Kontakt: Ludwigstr. 28 / RG, München Telefon: 089 / Internet: OKTOBER 7. Jahresveranstaltung BWV München, INRIVER und VGA Veranstalter: BWV München, INRIVER, VGA Datum: 11. Oktober 2005, bis Uhr Ort: LMU-Hauptgebäude, Große Aula Kontakt: BWV München, Schackstr. 3, München JAN-DEZ MWAA Munich Workshop for Accounting and Auditing Veranstalter: Institut für Rechnungswesen und Prüfung Internet: mwaa.html.

76 Wissenswertes 77 Ansprechpartner Fakultätseinrichtungen Ansprechpartner Fakultätsübergreifende Einrichtungen Dekanat der Fakultät für Betriebswirtschaft Munich School of Management Dekan: Prof. Dr. Manfred Schwaiger Prodekan: Prof. Dr. Anton Meyer Studiendekan: Prof. Dr. Franz Waldenberger Assistentin des Dekans: Tara Ebert Büro: Eva Lebert Elisabeth Leeb Adresse: Ludwigstraße 28 VG/EG München Telefon: (089) / -2228/ Fax: (089) Internet: Department für Betriebswirtschaft Geschäftsstelle Geschäftsstellen- Leitung: Dr. Anke Jaros-Sturhahn Büro: Elisabeth Leeb Monika Röcklmeier Adresse: Ludwigstraße 28 VG/EG München Telefon: (089) / Fax: (089) LMU Management Alumni Forum Münchner Betriebswirte e.v. Alumni- Beauftragter: Prof. Dr. Franz Waldenberger Geschäftsführer: Florian Habermann Adresse: LMU Management Alumni Ludwigstraße 28 VG/EG München Telefon: (089) Fax: (089) Internet: International Relations Center (IRC) Ansprechpartner: Dr. Karin Stenke Adresse: Ludwigstraße 28 RG/V München Telefon: (089) Fax: (089) Internet: Center for Digital Technology and Management Board Members: Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D. Prof. Dr. Thomas Hess Prof. Dr. Dres. h.c. Arnold Picot u.a. Adresse: TU München Arcisstrasse München Telefon: (089) Fax: (089) Internet: Odeon Center for Entrepreneurship Direktoren: Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D. Prof. Dr. Bernd Rudolph Adresse: Kaulbachstraße 45 / II, München Telefon: (089) Fax: (089) Internet: Fachbeiträge Fakultät Alumni Forschung Lehre Veranstaltungen Internationales Wissenswertes

77 78 Wissenswertes Ansprechpartner Institute Institut für Rechnungswesen und Prüfung Professor: Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Ballwieser Adresse: Ludwigstraße 28 RG/IV, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Institut für Innovationsforschung, Technologiemanagement und Entrepreneurship Professor: Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D. Adresse: Kaulbachstraße 45/II, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Institut für BW Risikoforschung und Versicherungswirtschaft Professor: Professor Dr. Elmar Helten Adresse: Schackstraße 4/III, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien Professor: Prof. Dr. Thomas Hess Adresse: Ludwigstraße 28 VG/II, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Institut für Wirtschaftsgeographie Professor: Prof. Dr. Hans-Dieter Haas Adresse: Ludwigstraße 28 VG/EG, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Professur für Wirtschaftsgeographie und Tourismusforschung am Institut für Wirtschaftsgeographie Professor: Prof. Dr. Hubert Job Adresse: Ludwigstraße 28 VG/EG, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Institut für Unternehmenspolitik und Strategische Führung Professor: Prof. Dr. Dres. h. c. Werner Kirsch Adresse: Ludwigstraße 28 RG/III, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Institut für Produktionswirtschaft und Controlling Professor: Prof. Dr. Hans-Ulrich Küpper Adresse: Ludwigstraße 28 RG/V, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen Professor: Prof. Dr. Reiner Leidl Adresse: Ludwigstraße 28 VG/EG, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Institut für Marketing Professor: Prof. Dr. Anton Meyer Adresse: Ludwigstraße 28 RG/II Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Institut für Bankwirtschaft Professor: N.N. Adresse: Ludwigstraße 28 RG/V Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Institut für Information, Organisation und Management Professor: Prof. Dr. Dres. h. c. Arnold Picot Adresse: Ludwigstraße 28 VG/II, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Institut für Kapitalmarktforschung und Finanzierung Professor: Prof. Dr. Bernd Rudolph Adresse: Schackstraße 4 /EG, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Institut für Unternehmensentwicklung und Organisation Professor: Prof. Dr. Manfred Schwaiger Adresse: Kaulbachstraße 45/I, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Institut für Wirtschafts- und Sozialpädagogik Professor: N.N. Adresse: Ludwigstraße 28 RG/III, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Professur für Betriebspädagogik und Human Resource Management am Institut für Wirtschafts- und Sozialpädagogik Professor: Prof. Dr. Michael Beckmann Adresse: Ludwigstraße 28 RG/III, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Institut für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Steuerrecht Professor: Prof. Dr. Dr. Manuel René Theisen Adresse: Ludwigstraße 28 RG/IV, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet: Institut für die Wirtschaft Japans Professor: Prof. Dr. Franz Waldenberger Adresse: Japan-Zentrum, Professur für Japanische Wirtschaft, Oettingenstr. 67, München Telefon: (089) , Fax: (089) Internet:

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