Heft 3/2017 Aus dem Inhalt

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1 Z E Zeitschrift Schriftleitung: Prof. Dr. Bachmaier, Dr. Ing. Friedrich, Dipl. Ing. Schulze, Dipl. Volksw. Mollenkotten Heft 3/2017 Aus dem Inhalt Wasser Berlin International 2017: 69 Innovativer Informativer Internationaler 69 Vertiefen Sie Ihr Wissen 71 BLUE PLANET Berlin Water Dialogues Waste Water The Untapped Resource 72 Keynotes von Staatssekretär Adler vom BMUB und Prof. Uhlenbrook vom World Water Assessment Programme der UNESCO 72 Nutzung der freien DWD-Stations- und Radardaten in einem Messdatenmanagementsystem (MDMS): Exakt zugeschnitten auf das eigene Bewirtschaftungsgebiet 74 Der Erosion ein Schnippchen schlagen 76 Forscher zeigen: Regen kann Segen bringen 78 Mangelursachen in der Kanalsanierung aus Unternehmersicht 80 Dipl.-Ing. Jörg Brunecker, Geschäftsführer der Swietelsky-Faber GmbH, Hamburg 80 Rein ins Becken mit dem Sauerstoff 82 Autor: Thorsten Sienk, freier Fachjournalist, Bodenwerder, 82 ACO DRAIN Multiline Seal in Grundwasserschutz durch geprüfte Dichtheit 85 Weyand: Wir brauchen konsequentes Düngerecht und keine faulen Kompromisse 86 Kläranlage in Würselen-Euchen setzt auf BISO-FILT HYDRO bei der Abwasserfiltration 86 Klärschlamm ist nicht gleich Klärschlamm. 88 Stawag setzt auf Nachhaltigkeit / Erster Bericht nennt konkrete Zahlen 89 Wupperentwicklung macht gute Fortschritte 90 Sicherer Oberflächenschutz zur Trinkwasseraufbereitung 93 Neues Drehzahlregelsystems für die Heizungs- und Klimatechnik 94 Neue Hocheffizienzpumpen für Erstausrüster 94 Trinkwasser aus der Region für die Region - Wasserrechtsverfahren startet 96 AMISCREEN hält die Pisten sauber 96 Wilo legt Grundstein für die digitale Zukunft 98 SCADA und Prozessleitsystem mit speziellen Funktionen für die Wasserwirtschaft 98 Wer Gutes tun will, muss es verschwenderisch tun! 99 Grundfos Smart Digital XL - Dosieren mit Köpfchen 101 Aus Verwaltung und Wirtschaft 102 Neuregelung des Rechtsrahmens der örtlichen Wegenutzungsrechte für Strom und Gas soll Rechtssicherheit erhöhen. 102 Kärcher wächst über Branchendurchschnitt 103 Mehrjährige Pflanzen in öffentlichen Grünanlagen: Freude oder Last? 104 Neuer Antrieb für den Duisburger Hafen: RWE und duisport sind Vorreiter beim Einsatz von LNG 105 Sommer-Trams machen das Leben leichter! 106 Relaunch der erfolgreichen Image- und PR-Kampagne der Landschaftsgärtner 106 Bosch und EnBW entwickeln Stromspeicher 107 NRW.BANK.Ideenwettbewerb innogy und Kiwigrid entwickeln IoT-Plattform für den Energiemarkt der Zukunft 108 Klar, schnell, informativ: ist das digitale Kompetenz netz werk der Gas- und Wasserwirtschaft 109 Symposium, Bau-Demos, Challenge, Karrieretag und mehr 110 Aus der Praxis für die Theorie 110 Diagnose Mittelstand Lampertheim macht sich fit für die Zukunft 111 Damit jedem Datensatz die gleiche Stunde schlägt 113 Wer hat an der Uhr gedreht? 114 ÖPNV-Bilanz 2016: Rekordjahr für Bus und Bahn 115 Kabel und Kanal: Spartenübergreifendes Leitungsmanagement mit BaSYS 116 Aus der Industrie 118 Erster deutscher biohybrid-energiespeicher soll gebaut werden 118 SCADA und Prozessleitsystem mit speziellen Funktionen für die Wasserwirtschaft 119 Im Fokus: Der technologische Stand von Kanalmanagement-Systemen 119 Unimog U530 mit Winterdienstgeräten von Bucher Municipal 120 TKT Troisdorfer Kanalsanierungstechnik baut in Engelskirchen Rekord-Alphaliner ein 122 Alles Grüne wird STIHL orange 123 Allium: stiehlt die Show in öffentlichen Grünanlagen! 124 Wie viel Kleidung muss ich für jeden Mitarbeiter anschaffen? 125 Allroundtalent für höchste Ansprüche 126 Durchdachte Lösungen für die Wasserwirtschaft 126 NETZSCH stellt auf Wasser Berlin aus 127 Mit drehzahlgeregeltem Pumpsystem zu effizienter Wasserversorgung 128 Voller Schub nur bei Belüftung 129 Diese Ausgabe enthält eine Beilage der Firma Haufe Lexware Services GmbH&Co.KG Münzinger Straße 9, Freiburg Kommunalwirtschaft 3/

2 Unser Erfolg beruht auf hochqualifizierten Mitarbeitern. Wie wir sie finden? Mit Interamt. MARKUS POSTULKA Leiter Personal und Recht, Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) BESTENS GEEIGNET FÜR DIE GEZIELTE KANDIDATENSUCHE Setzen Sie für Ihr Personalmanagement auf einen Profi: Interamt bietet Ihnen effizientes E-Recruiting. Und bringt Sie mit hochwertigen Tools wie der Eignungsdiagnostik Ihrem Ziel schnell und einfach einen entscheidenden Schritt näher. AUF IHREN ERFOLG EINGESTELLT:

3 Z E Zeitschrift für das gesamte Verwaltungswesen, die sozialen und wirtschaftlichen Aufgaben der Städte, Landkreise und Landgemeinden Organ des Vereins für Kommunalwirtschaft und Kommunalpolitik e.v. Gegründet im Jahre 1910 in Berlin Verlag Kommunal-Verlag Fachverlag für Kommunalwirtschaft und Umwelttechnik Wuppertal Verlagsort Wuppertal Heft Wasser Berlin International 2017: Innovativer Informativer Internationaler Mehr als 140 Erstaussteller Neu: Innovation Plaza Neuheitenrundgänge: Neuer Service für Fachbesucher Iran im Fokus Internationale Ozon-Konferenz Erstmals Forum zur Membrantechnologie Nur Wasser aber ALLES vom Wasser Berlin ist die Wasserhauptstadt Deutschlands. Das flüssige Element bedeckt sieben Prozent der gesamten Stadtfläche. Der Wasserkreislauf Berlins, der von den Wasserbetrieben gemanagt wird, entspricht der Größe von München, Frankfurt und Stuttgart zusammen genommen. Zu der Fachmesse und dem integrierten Kongress werden über 140 nationale und internationale Erstaussteller erwartet. Ganz oben auf der Agenda von Ausstellern und Fachbesuchern stehen neben der Präsentation neuester Technologien der fachliche Austausch zwischen weltweiten Spitzenvertretern aus Wirtschaft, Industrie und Politik. Wasser Berlin International präsentiert sich in diesem Jahr mit vielen Premieren und neuen Services noch innovativer, informativer und internationaler. Neu: Innovation Plaza Innovationen und Weiterentwicklungen sind die Triebfedern für Veränderung, Wachstum und Beschäftigung. Wasser Berlin International greift diese Dynamik auf und hat in Halle 2.2 die Innovation Plaza, das Zentrum für neue Ideen und kreative Gespräche eingerichtet. Rund um die Plaza präsentieren die Aussteller in Einzel- und Gemeinschaftspräsentationen ihre Innovationen, Dienstleistungen oder technische Weiterentwicklungen. Mit Neuheitenrundgängen bestens informiert Fachbesucher und Journalisten können sich auf der WBI 2017 erstmals auch gezielt über Neuheiten und Weltpremieren der internationalen Wasserwirtschaft informieren. So genannte Neuheitenrundgänge führen die Besucher an den ersten beiden Messetagen direkt zu ausgewählten Ausstellerständen und bieten so einen komprimierten Überblick über die Innovationskraft der Branche. Einen Vorgeschmack auf die ersten 28 Ausstellungs-Highlights liefert die Übersicht unter die bis zum Messebeginn kontinuierlich erweitert wird. Für die Neuheitenrundgänge können sich Journalisten und Fachbesucher anmelden unter Internationalität: Iran im Fokus Dass Wasser ein globales Thema ist, wird sich auf der kommenden WBI auch an der hohen Internationalität der Fachbesucher zeigen. Zahlreiche Delegationen - aus Ländern wie Costa Rica, Ghana, Österreich, Kenia, Nicaragua, den Niederlanden, dem Libanon, den USA, Russland und dem Iran - haben bereits ihre Teilnahme an der WBI 2017 bestätigt. Der Iran wird auch das Schwerpunktland der kommenden Messe sein. Auf der Iran-Konferenz am 28. März 2017 erhalten die Besucher im Zukunftsforum in Halle 3.2 Einblick in aktuelle und zukünftige Projekte. Die Fachmesse Die Hallenstruktur der Fachmesse orientiert sich mit seinen 360 -Ansatz am Wasserkreislauf. Diese Anordnung veranschaulicht einerseits die Prinzipien der Nachhaltigkeit und zeigt andererseits, dass WASSER BERLIN INTERNATIONAL Technologien, Dienstleistungen und technische Systeme aus allen Bereichen der Wasserwirtschaft anbietet. Kommunalwirtschaft 3/

4 Das Segment Flood Management beschäftigt sich sowohl mit dem vorsorgenden als auch technischen Hochwasserschutz sowie dem Wasserbau und dem Katastrophenmanagement. In der Messehalle 1.2 wird das Schwerpunktsegment NO DIG BERLIN die Themen Leitungsbau und Grabenloser Leitungsbau abdecken. NO DIG BERLIN jährt sich im Rahmen der WASSER BERLIN INTERNATIONAL bereits zum dritten Mal. Renommierte Unternehmen wie Herrenknecht, Frisch & Faust, Saertex, Tracto- Technik und Stehmeyer + Bischoff Berlin werden das Segment NO DIG BERLIN als Ausstellungsplattform für ihre Produkte, Technologien und Services nutzen. Der Kongress Der Kongress in Halle 2.2 bildet das Herzstück der Fachmesse. An allen vier Messetagen informiert er in verschiedenen Sessions über aktuelle Themen der Wasserwirtschaft wietrinkwasserversorgung, Nachhaltigkeit und Abwassermanagement. Die politische Plattform von WBI, BLUE PLANET Berlin Water Dialogues wird am 30. März das Thema Ressourceneffizienz rund ums Abwasser in den Mittelpunkt rücken. Träger des von German Water Partnership durchgeführten Events sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und die Messe Berlin. Das Flood Management Symposium rückt am 29. März 2017 das Thema Hochwasser, verursacht durch Wetterextreme und Starkregen, in den Mittelpunkt. Die Veranstaltung wird vom Verein Wasser Berlin in Kooperation mit der Königlich Niederländischen Botschaft organisiert und findet im ExpertenForum, Halle 4.2 statt. Die Teilnahme am Kongress, Blue Planet und Flood Management ist im Eintrittspreis der Fachmesse enthalten. Zwei neue Fachsymposien Am 29. März findet die internationale Ozon-Konferenz statt. Sie wird von der Internationalen Ozone Association organisiert und bietet Wissenschaftlern, Ingenieuren, Anwendern und Dienstleistern der Wasserversorgung einen Überblick über die neuesten Fortschritte und innovativen Anwendungen in Bezug auf die Verwendung von Ozon und erweiterten Oxidationsverfahren. Welche Potenziale die Membrantechnik für den Einsatz im Klärwerk birgt, wird erstmalig das Forum am 30. März im Raum Stuttgart, Halle 1.2 aufzeigen. Das Forum, welches von der Deutschen Gesellschaft für Membrantechnik organisiert wird (DGMT e.v.), soll Akteure aus Politik, Wasserwirtschaft und Wissenschaft sensibilisieren, Membrantechnik als zusätzliche Option für die Behandlung des Kläranlagenablaufes zu berücksichtigen. Das NO DIG BERLIN-Symposium (Raum Stuttgart, Halle 1.2) am 28. und 29. März wird von GSTT, GERMAN SOCIETY FOR TREN- CHLESS TECHNOLOGY e.v. (Deutsche Gesellschaft für grabenloses Bauen und Instandhaltung von Leitungen e.v.) in Verbindung mit ILBS (Internationales Leitungsbausymposium) veranstaltet. 20 Vorträge in den vier Rubriken Jacking/Microtunneling, Infrastruktur/ Koordination, Testing Assessments/Asset Management und Rehabilitation/Renovation liefern Besuchern einen ausführlichen Rundum-Blick. Das Brunnenbausymposium findet am 30. und 31. März im ExpertenForum, Halle 4.2 statt. Experten informieren hier über Normung und Regelwerke im Brunnenbau, Entsorgung von Bohrspülungen und weitere Themen. Die Teilnahme wird als Fortbildungsmaßnahme nach DVGW-Arbeitsblatt W anerkannt. Keine Theorie ohne Praxis: Schaustelle Wasser Die Messebesucher können auf der Messe neben der Theorie auch die Praxis erleben. Eine Tour zu Rohrleitungsbaustellen zeigt innovative und umweltschonende Rohrleitungsbauverfahren, wie die Erneuerung von Abwasserdruckrohrleitungen, die Renovierung von Trinkwasserleitungen (Rohreinzug), den Neubau eines Wehrbauwerks zur Regulierung von Stauvolumen im Kanalnetz und weitere. Die Rundfahrt zum Anlagenbau zeigt moderne, komplexe Verfahren und Anlagen der Berliner Infrastruktur wie beispielsweise ein Leitsystem für die Abwasserentsorgung. Auch Innovationen für eine sichere Trinkwasserversorgung sowie Abwasserreinigung werden gezeigt. Die beiden Touren finden am 30. März 2017 von 9 bis 17 Uhr statt. Die Teilnahmegebühr pro Person und Tour beträgt 80 Euro, inklusive Mittagsimbiss und kostenfreiem Messeeintritt am Freitag, den 31. März (50 Euro für Studenten, Gruppenpreise auf Anfrage). Partner sind die Berliner Wasserbetriebe. Karrieretag am 31. März Der Fachkräftenachwuchs kann sich am Freitag für die berufliche Zukunft fit machen, denn qualifizierte Fachleute werden in der Wasserwirtschaft weltweit gesucht. Personalverantwortliche und HR-Experten verschiedener Aussteller geben Berufsanfängern und Studierenden direkten Einblick in sowohl handwerkliche, ingenieurtechnische als auch kaufmännische Berufsperspektiven. Zahlreiche aktuelle Stellenangebote findet der Nachwuchs an der Jobwall in Halle 3.2. Auch der Kongress informiert über die vielfältigen Berufschancen in der Wasserwirtschaft (Freitag, 31. März, 10 bis 12 Uhr, Halle 2.2). Die interaktive Publikumsschau WASsERLEBEN Hier können die Besucher was erleben der Name der interaktiven Publikumsschau WASsERLEBEN in Halle 6.2 ist Programm. Über 30 Unternehmen, Verbände und Schulen laden Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu vielen spannenden Mitmachaktionen und informativen Lehrangeboten rund um Wassergewinnung-, aufbereitung und -nutzung ein. Mit dabei sind beispielsweise die Berliner Wasserbetriebe, Greenpeace Deutschland, die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klima, die Freie Universität Berlin sowie ein Gemeinschaftsstand der Berliner Schulen. Schulklassen erhalten im Online-Vorverkauf ein vergünstigtes Gruppenticket zum Preis von 35 Euro. Hilfreiche Services für Fachbesucher Um die Veranstaltungstage vom 28. bis 31. März optimal nutzen zu können, gibt WASSER BERLIN INTERNATIONAL den Fachbesuchern hilfreiche Services an die Hand. Besucher, die mit der Deutschen Bahn anreisen wollen, erhalten solange der Vorrat reicht, ein Hin- und Rückfahrt-Ticket von einem beliebigen Bahnhof in Deutschland in der 2. Klasse für nur 99 Euro (1. Klasse 159 Euro). Buchbar ist das Angebot ab sofort unter der Hotline mit dem Stichwort Messe Berlin. Die fünf Partnerhotels von WASSER BERLIN INTERNATIONAL Grand Hotel Esplanade, Kempinski Hotel Bistrol, H10 Berlin Ku damm, Hotel Ku Damm 101und Hotel Seehof bieten Ausstellern und Fachbesuchern Übernachtungsmöglichkeiten zu Sonderkonditionen. Zwischen dem Flughafen Berlin-Tegel und dem Messegelände sowie den Partnerhotels und dem Messegelände fahren vom 28. bis 31. März 2017 kostenlose Bus-Shuttles. WASSER BERLIN INTERNATIONAL ist vom 28. bis 30. März 2017 von 9 bis 18 Uhr und am 31. März 2017 von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Beim Online-Kartenkauf sind die Eintrittskarten zum Vorzugspreis von 20 Euro (Tageskarte), 30 Euro (2-Tages-Karte) und 50 Euro (Dauerkarte) erhältlich. An der Tageskasse kostet die Eintrittskarte 40 Euro, die 2-Tages-Karte 60 Euro und der Dauerausweis Kommunalwirtschaft 3/2017

5 Euro. Studenten zahlen 10 Euro für die Tageskarte und 15 Euro für die Dauerkarte. Über WASSER BERLIN INTERNATIONAL Wasser Berlin International ist die spezialisierte und internationale Marketingplattform zum Thema Wasser in Deutschland. Fachbesucher finden hier Produkte, Dienstleistungen und Lösungen aus allen Bereichen der Wasserwirtschaft. Der Kongress Wasser Berlin International ist in Form eines geschlossenen Hallenforums in die Fachmesse integriert. Wasser Berlin International belegte Quadratmeter Ausstellungsfläche. 557 Aussteller aus 26 Ländern präsentierten sich in Berlin Fachbesucher aus 104 Ländern nahmen an Wasser Berlin International 2015 teil. Vertiefen Sie Ihr Wissen Internationales Leitungsbausymposium mit NO DIG BERLIN , Uhr; , 9:30 18 Uhr Halle 1.2, Raum Stuttgart Kosten: 80 Brunnenbausymposium , 14:30 17:30 Uhr; , 09:30 13:30 Uhr Halle 3.2, ExpertenForum Kosten: 80 Internationales Ozonsymposium , 9 20 Uhr Marshall-Haus Kosten: 80 SCHAUSTELLE Wasser, inkl. Messeeintritt am , 9 17 Uhr Treffpunkt: Busparkplatz vor Eingang Messe Süd Kosten: Krisenstabsforum, mit aktiver Teilnahme Halle 4.2, Stand 119, Anmeldung erforderlich , Uhr , Uhr und Uhr , Uhr und Uhr , Uhr, ab 12 Uhr individueller Erfahrungsaustausch Anmeldungen zu den Krisenstabsübungen sind in Kürze möglich. Kosten: 20 zzgl. USt Flood Management Symposium , 9:30 17:30 Uhr Halle 4.2, ExpertenForum kostenfrei Blue Planet , 9:30 14 Uhr Halle 4.2, ExpertenForum kostenfrei Iran Konferenz (GWP) , 14 17:30 Uhr Halle 3.2, ZukunftsForum kostenfrei Forschungstag (DWA) , 9:30 17:30 Uhr Halle 3.2, ZukunftsForum kostenfrei Europatag (EWA) , 9:30 16:15 Uhr Halle 3.2, ZukunftsForum kostenfrei Workshop Membrantechnologie , 9:30 13:30 Uhr Halle 1.2, Raum Stuttgart kostenfrei Deutsch-Russische Konferenz , Uhr Marshall-Haus kostenfrei Ihr Ticket zur Messe inkl. Kongress Nutzen Sie den Online Ticket-Shop und sparen Sie Geld! Tageskarte online 20 - an der Tageskasse 40 2-Tageskarte online 30 - an der Tageskasse 60 Dauerkarte 50 - an der Tageskasse 80 Tageskarte Studenten nur Tageskasse 10 Dauerkarte Studenten nur Tageskasse 15 Übernachten zu Sonderkonditionen inkl. Shuttle Buchen Sie Ihr Zimmer in einem unserer Partnerhotels zu Sonderkonditionen und nutzen Sie den kostenfreien Shuttle-Bus zur Messe und zurück. Innovationen Auf der Innovation Plaza in Halle 2.2 werden Produkte, Dienstleistungen und technische Neuerungen von etablierten Unternehmen, Startups und Neugründern präsentiert. In kurzen Vorträgen werden diese Kunden und interessiertem Publikum vorgestellt und erläutert. Seien Sie mit dabei! Kommunalwirtschaft 3/

6 in Halle 3.2 bietet aktuelle Stellenanzeigen auf einen Blick! Am besten, Sie haben gleich Ihren Lebenslauf parat! Wir wünschen erfolgreiche Gespräche. Ihr direkter Weg zu uns Jaffestraße, Eingang Messe Süd, Hallen ÖPNV S5 Berlin Messe Süd (Eichkamp) Karrieretag Am Freitag, können sich Schüler ab der 10. Klasse, Studierende, Azubis und Berufseinsteiger umfassend über Berufe in der Wasserwirtschaft informieren. Aussteller, die an diesem Tag besonders an Branchen-Nachwuchs interessiert sind, sind mit dem blauen Daumen sowohl online, im Katalog als auch auf den Hallenübersichten gekennzeichnet. Die Young Water Professionals Lounge in Halle 3.2 bietet Ihnen die Möglichkeit, internationale Kontakte zu knüpfen. Die Jobbörse Die Lufthansa Group Nehmen Sie die vergünstigten Flugpreise in Anspruch und nutzen Sie auch den kostenfreien Shuttle-Service vom Flughafen Berlin- Tegel zur Messe und zurück! Zugangscode zum Angebot: DEZZNBN Die Deutsche Bahn In Kooperation mit der Deutschen Bahn sind Veranstaltungstickets zur Hin- und Rückfahrt nach Berlin Messe Süd ab 99 EUR erhältlich! Nähere Informationen erhalten Sie unter: BLUE PLANET Berlin Water Dialogues Waste Water The Untapped Resource Keynotes von Staatssekretär Adler vom BMUB und Prof. Uhlenbrook vom World Water Assessment Programme der UNESCO Wasser ist nicht nur ein ökologischer, sondern auch ein wirtschaftlicher und, vor allem international, zunehmend auch ein politischer Faktor. Die BLUE PLANET Berlin Water Dialogues werden im Rahmen der kommenden WASSER BERLIN INTERNATIONAL das Thema Ressourceneffizienz rund ums Abwasser in den Mittelpunkt rücken. Die Veranstaltung, die - angelehnt an das Motto des Weltwassertages den Titel Waste Water The Untapped Resource (Abwasser die ungenutzte Ressource) trägt, findet am Donnerstag, dem 30. März, von 9.30 bis Uhr im Expertenforum in Halle 4.2 statt. Träger des von German Water Partnership durchgeführten Events sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und die Messe Berlin. Abwasser als Ressource nutzen Nachhaltiges Wirtschaften ist eine der Schlüsselaufgaben des 21. Jahrhunderts. Der Paradigmenwechsel bei der Bewirtschaftung von Abfällen als potentielle Ressourcenträger hat längst auch im Wassersektor stattgefunden. Abwässer aus Industrie und Haushalten besitzen ein großes Potential, unter anderem zur Nährstoff- und Energierückgewinnung. In seiner Keynote wird Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen dieses wichtigen Themas erläutern und auch auf die notwendigen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Abwasserverwendung eingehen. Im Anschluss wird Prof. Dr. Stefan Uhlenbrook vom World Water Assessment Programme der UNESCO, den World Water Development Report 2017 vorstellen, der sich mit diesem Thema befasst, und mit den Teilnehmern der folgenden Expertenrunde diskutieren. Im anschließenden Block stellen Vertreter aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen Erfahrungen aus der Praxis und aktuelle technologische Entwicklungen vor. Donnerstag, 30. März 2017, Uhr Uhr: Begrüßung Staatssekretär Christian Rickerts, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Berlin Uhr: Ressourceneffizienz im Wassermanagement ein Beitrag zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) Uhr: Waste Water the Untapped Resource: the World Water Development Report 2017 Prof. Dr. Stefan Uhlenbrook, World Water Assessment Programme, UNESCO Uhr: Waste Water the Untapped Resource Potenziale, Erfolgsbedingungen und Grenzen der Nutzung von Abwasser als Ressource Diskussionsrunde mit ausgewählten Experten Uhr: Waste Water the Untapped Resource: Anwendungsbeispiele und Innovationen Kurzpräsentationen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen und Diskussion Uhr: Abschlussvortrag Uhr: Zusammenfassung und Ergebnisse 72 Kommunalwirtschaft 3/2017

7 NEUER ANTRIEB FÜR DIE WASSERWIRTSCHAFT

8 Nutzung der freien DWD-Stations- und Radardaten in einem Messdatenmanagementsystem (MDMS): Exakt zugeschnitten auf das eigene Bewirtschaftungsgebiet Grundvoraussetzung für das Erreichen eines Zieles wie Wasserwirtschaft 4.0 ist, dass Daten digital existieren und erreichbar sind. Entscheidend für ihren Nutzen aber ist, dass sie passgenau für Ihren Arbeitsalltag selektiert und mit einem leistungsstarken Werkzeug verarbeitet werden können. auch die Entwicklung der Niederschlagjahressummen. Im folgenden Bild 3 ist der signifikante Trend für beide Parameter deutlich zu erkennen. Der DWD veröffentlicht auf Basis des DWD-Gesetzes und 3 der GeoNutzV seit dem Sommer 2014 einen Großteil seines Datenbestandes an Stations- und Radarniederschlagsmessungen zur freien Benutzung auf seinem Portal ftp://ftp-cdc.dwd.de/pub/cdc. Die Nutzung dieser Daten stellt den Planer und Betreiber eines Entwässerungssystems allerdings zunächst vor ein Problem: Wie ziehe ich die relevanten Messdaten für mein individuelles Bewirtschaftungsgebiet aus dem gesamtdeutschen DWD-Datenpool heraus? Bild 3: Trend bei TW-Tagen und Niederschlag In einem MDMS kann aber nicht nur die langjährige Entwicklung der meteorologischen Belastung eines Entwässerungssystems beurteilt, sondern auch das flächendifferenzierte Wettergeschehen abgebildet werden. Mit den Radarniederschlagsdaten des DWD lässt sich die regionale Belastung des Entwässerungssystems hervorragend nachvollziehen, sowohl in Niederschlagssummen (Bild 4), als auch in der statistischen Auswertung des Starkregenindexes (Bild 5) SRI7 nach Prof. Theo G. Schmitt. Die Ergebnisse werden auf Knopfdruck grafisch in der Fläche dargestellt und in Tabellen präsentiert. Bild 1: Geografischer Bezug im MDMS Ein spezifisches Leistungsmerkmal eines MDMS ist, den geografischen Bezug Ihres Bewirtschaftungsgebietes zu kennen (Bild 1) und hierfür alle relevanten Messdaten aus dem DWD-Portal herauszufiltern. Hierauf aufsetzend können automatisch alle Messdaten übernommen und dauerhaft aktualisiert werden. Bedeutend ist dieser große Mehrwert für alle Planungen entwässerungstechnischer Anlagen und Sie erzielen einen erheblichen Erkenntnisgewinn bei der Betriebsbegleitung. Der Niederschlag und die Temperatur sind die ursächlich treibenden Kräfte in der Stadtentwässerung. Deutlich zeigt sich im folgenden Beispiel (Bild 2) eine mittlere Zunahme der Lufttemperatur von 0,026 C/Jahr, was in den letzten 80 Jahren einen Anstieg von 2 C darstellt. Bild 4: Niederschlagsummen der Radarpixel Bild 2: Lufttemperatur der letzten 80 Jahre Für das Entlastungsverhalten von Regenbecken ist sowohl die Auswertung der Anzahl von Trockenwettertagen/Jahr relevant, als Bild 5: SRI7 der Radarpixel 74 Kommunalwirtschaft 3/2017

9 Mit den 5-Minutensummen des Radarniederschlags aus dem RADOLAN-RY-Produkt des DWD sind die Belastung des Entwässerungssystems und die statistischen SRI7-Starkregenindices noch wesentlich signifikanter darzustellen, aber leider ist dieses Produkt z.zt. noch nicht kostenfrei verfügbar. Die DWD-Daten helfen entscheidend bei der Beurteilung des Abflussverhaltens Ihres Entwässerungssystems. Einige klein- und großräumige Beispiele aus dem Sommer 2016 verdeutlichen die enorme Systembelastung. In den Bildern 6 bis 8 sind jeweils die Auswertungen nach Starkregenindex SRI7 und in Bild 9 nach SRI12 dargestellt. Zu erkennen ist deutlich, dass etliche Radarpixel eine SRI7-Stufe 7 ausweisen, also eine Jährlichkeit größer 100a. Messdaten aus dem eigenen Bewirtschaftungsgebiet Mit vergleichsweise geringem Aufwand können Sie ebenfalls die Messdaten Ihres Entwässerungssystems aus einem Prozessleitsystem und aus offline betriebenen Datensammlern an das MDMS anschließen und gewinnen damit ein leistungsstarkes Langzeit-Monitoring-System. Mit dem MDMS AquaZIS können Sie z.b. sehr einfach und exakt das tatsächliche Entlastungsverhalten Ihrer Regenbecken erfassen (Bild 9) und das Fremdwasseraufkommen diagnostizieren (Bild 10). Bild 9: Entlastungsverhalten Bild 6: Hamburg, 24. Juni 2016, kleinräumig Bild 7:Osnabrück, Juni 2016, großräumig Berechnet werden u.a. auf Knopfdruck: TW-Tage Einstau- und Entlastungsereignisse in Anzahl, Tagen und Dauer Entlastungsvolumina Weiterleitungsvolumina Abflussspenden Mittlerer Trockenwettertagesgang Fremdwasserspenden, Fremdwasseranteil, Fremdwasserzuschlag und Fremdwasserfracht nach unterschiedlichen Berechnungsmethoden Gleitendes 21-Tage-Minimum Jahresschmutzwassermenge Nachtminima Niederschlagabflussanteile, -abflussspenden und -abflussbeiwerte nach unterschiedlichen Methoden Alle Auswertungen und Ergebnisse werden in interaktiven Grafiken präsentiert und in Tabellenform zusammengefasst. Mit den Grafiken können Sie die Plausibilität der Grunddaten und der Auswertungsergebnisse überprüfen. Ohne Grafiken würden diese Unsicherheiten der tabellarischen Ergebnisse in der Blackbox der Berechnungsmethoden verborgen bleiben. Bild 8: Issel, 30. Mai bis 3. Juni 2016, großräumig Bild 10: Fremdwasserspende Bild 9: Xanten, 1. Juni 2016 Den praxisorientierten Mehrwert generiert das MDMS AquaZIS in der Betriebsbegleitung u.a. durch folgende Leistungsmerkmale: Nutzung der kostenfreien DWD-Daten für die Belastungsermittlung Ihres Entwässerungssystems regionale Differenzierung durch Auswertung der DWD-Radarniederschlagsdaten nach Ereignissumme und Jährlichkeit bzw. Starkregenindex (SRI) Kommunalwirtschaft 3/

10 Bestimmung der lokalen Trockenwettertage Exakte Erstellung von Nachweisen für die Selbstüberwachungsverordnungen Gewinnung belastbarer Grundlagen für eine bedarfsgerechte Planung und Dimensionierung neuer und ggf. Sanierung bestehender Bauwerke Optimierung des Netzbetriebs Faktensammlung für die Bewilligung von Landeszuschüssen bei der Sanierung bestehender Systeme, z.b. beim Nachweis eines sehr hohen Fremdwasseranteils Vermeidung von Fehlinvestitionen, die sehr schnell die Million(en) überschreiten können Autor: Dipl.-Ing. Gerhard Langstädtler aqua_plan Ingenieurgesellschaft für Problemlösungen in Hydrologie und Umweltschutz mbh Amyastr Aachen Tel.: +49 (0) Der Erosion ein Schnippchen schlagen Ob Böschungen an Straßen, Hänge in Grünanlagen oder Uferbereiche von Gewässern: Die Erosion macht vor keiner dieser natürlichen oder menschgemachten Landschaftsformen halt. Wenn das Erdreich ins Rutschen kommt, gibt es kein Halten mehr, und die Sanierung der Flächen wird für Mitarbeiter von Kommunen, Straßenbaufirmen und GaLaBau-Betrieben zur Sisyphusarbeit. Wie in vielen Fällen gilt auch hier: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Mit Erosionsschutzmatten, Schutzgewebe und Faschinen aus natürlichen Materialien können Experten Abhänge sicher befestigen und so der Erosion entgegenwirken. Ursachen für Erosion gibt es viele, zum Beispiel die wechselnden Frost-Tau-Zyklen. Vor allem aber trägt der Klimawandel dazu bei, dass Starkregen, Wind und Sonne Hänge und Böschungen strapazieren und mittelfristig abrutschen lassen. Schlammlawinen rollen die Steigungen hinab, Bäume und Büsche werden entwurzelt und stürzen um. Bei Gewässern ist neben dem Klimawandel die Landnutzung für die Erosion verantwortlich. Wo früher Wälder die Ufer säumten und für ihre Befestigung sorgten, führt das Zurückdrängen des natürlichen Grüns heute dazu, dass sich Flüsse und Bäche ungehindert ihren Weg bahnen. Die Folge: Erodierte, abgesunkene Uferzonen, Auskolkungen und hohe Strömungs-geschwindigkeiten. Am stärksten unter Erosionen leiden neu gestaltete Böschungen an Verkehrswegen und Bachläufen. Sie werden zum Teil so stark geschädigt, dass ihre Funktion nicht mehr gewährleistet ist. Dabei stellt die Erosion nicht nur ein optisches und wirtschaftliches Problem dar: Durch die Verlagerung großer Bodenmassen können auch Menschen in Gefahr geraten. Wird kein wirksamer Erosionsschutz praktiziert, ist das ein Kampf gegen Windmühlen. Ist die Böschung an einem Ort wieder befestigt, rutscht andernorts ein Hang oder Erosionsschutzmatten aus Kokos, Stroh, Heu oder Wolle werden mit und ohne eingelagertes Saatgut angeboten. Sie stabilisieren frisch angelegte Böschungen und schützen sie vor dem Absinken. Foto: re-natur 76 Kommunalwirtschaft 3/2017

11 Später übernimmt die Vegetation die Erosionssicherung auf künstlich angelegten Hängen. Die natürlichen Böschungsmatten zersetzen sich dann auf natürliche Art und Weise. Foto: re-natur eine Uferzone ab. Weitaus effektiver und sicherer ist es daher, die Steigungen von Vornherein dauerhaft zu stabilisieren, sagt Jörg Baumhauer, Geschäftsführer des schleswig-holsteinischen Unternehmens re-natur, das auf ökologische Techniken und Materialien für Außenanalgen spezialisiert ist. Erosionsschutz für Böschung und Bach Die gute Nachricht: Sowohl zu Lande als auch am Wasser gibt es zuverlässige Möglichkeiten, Hänge und Böschungen langfristig zu befestigen und auf diese Weise der Erosion ein Schnippchen zu schlagen. Erosionsschutzmatten aus Kokos, Stroh, Heu oder Wolle, Schutzgewebe aus Jute sowie Faschinen aus Weiden und Kokos sind effektive Hilfsmittel aus der Natur für die Natur, so der Experte. Erosionsschutzmatten Künstliche Böschungen - zum Beispiel an Straßen und Lärmschutzwällen - erodieren besonders leicht, wenn noch keine Vegetation die Erde festigt. Um die kritische Zeit zwischen dem Ausbringen des Saatgutes und dem Verwurzeln der Vegetationsdecke zu überbrücken, eignen sich Erosionsschutz- oder Böschungsmatten besonders gut, weiß der Geschäftsführer von re-natur. Auch in Privatgärten wird diese Form des Erosionsschutzes immer populärer, wenn es gilt, mit Bodendeckern oder Stauden bepflanzte Hänge frühzeitig zu befestigen. Erosionsschutzmatten bestehen aus losen Fasern, die durch ein Ober- und Unternetz kompakt zusammengehalten werden. Bevor sie sich auf natürliche Weise zersetzen, übernehmen die Matten so lange die Erosionssicherung, bis die Vegetation auf dem Abhang weit genug gediehen ist. Erosionsschutzmatten erfüllen auf Abhängen quasi dieselbe Aufgabe wie Dachbegrünungen auf Dächern. Sie schützen und stabilisieren auf natürliche Weise die Schicht unter sich, erklärt Jörg Baumhauer. Sein Unternehmen bietet die Matten mit und ohne eingelagertes Saatgut an. Die Verwendung von Böschungsmatten mit Saatgut hat mehrere Vorteile: Einerseits lassen sich Saat und Matte in einem Arbeitsgang verlegen. Andererseits hält die Matte den Feuchtigkeitshaushalt konstant und begünstigt so eine gleichmäßige Keimung. Erosionsschutzgewebe Eine Alternative zu den Erosionsschutz- bzw. Böschungsmatten ist das Erosionsschutzgewebe. Es sieht aus wie ein Netz, mit deutlich erkennbaren Maschen. Erosionsschutzgewebe sind sehr leicht, überzeugen aber dennoch mit ihrer hohen Stabilität. Gefertigt werden sie je nach Einsatzgebiet - aus Jute oder Kokos. Im Gewässerbau findet Jute keine Anwendung, dafür in der Dachbegrünung und im Böschungsschutz. Denn Jute ist weniger dehnfähig und nicht so lange haltbar wie Kokos, dafür aber ein sehr guter Wasserspeicher und ist somit die perfekte Basis für Saatgut. Faschinen aus Weide und Kokos Seit vielen Jahrhunderten bewährt hat sich die Bepflanzung von Böschungen, Hängen und vor allem Gewässern mit Weiden (Salix). Der Vorteil der verschiedenen Salix-Arten: Sie sind extrem anpassungsfähig und lassen sich einfach verarbeiten. Aus ihnen entstehen Flechtwerke, Faschinen und Walzen, die in der Gewässersanierung, Böschungs- und Hangsicherung Verwendung finden. Die Vielfalt der Weiden als Böschungsschutz kennt kaum Grenzen. Ob Stecklinge, Ruten, Pflöcke oder Flechtwerke Weiden wachsen. Und je dicker sie werden, desto besser wachsen sie an, erläutert Baumhauer. Daher zählen Weiden zu den ältesten Baumitteln im Wasserbau. Bei der Befestigung mit Weiden graben die Profis von re-natur ca. 20 bis 40 cm breite Gräben, setzen lebende Weidenfaschinen ein, befestigen diese Faschinen mit lebenden Weidenpfählen und verfüllen die Gräben anschließend. Sobald die Weiden Wurzeln schlagen, beginnt die natürliche Erosionssicherung. Neben Weidenfaschinen werden heute auch Kokosfaschinen mit und ohne Bepflanzung im Gewässerschutz verwendet. Als Bepflanzung kommen hier Röhrichte wie Sumpfsegge, Schilf, Teichbinse, Rohrkolben, Kalmus oder Sumpfschwerlilien in Frage. Mehr Details zum Erosionsschutz gibt es unter Kommunalwirtschaft 3/

12 Forscher zeigen: Regen kann Segen bringen Projekt KURAS zeigt, wie intelligente Kopplung von urbanem Regenwasser- und Abwassermanagement funktioniert Die städtische Wasserinfrastruktur steht durch Klima- und demografischen Wandel vor zunehmenden Herausforderungen. Das vom BMBF geförderte Verbundforschungsprojekt KURAS liefert aufgrund ei- ner weltweit einzigartigen Datenbasis ein Planungstool, das Regenwasserbewirtschaftung und Ab- wassermanagement ganzheitlich, vom höchsten Dach über den tiefsten Kanal bis zur entferntesten Kläranlage betrachtet. Es zeigt, wie durch ein verbessertes Regen- und Abwassermanagement nicht nur Abwasserentsorgung, Gewässerqualität und Stadtklima sondern letztlich die Lebensqualität in der Stadt verbessert werden kann. KURAS steht für Konzepte für urbane Regenwasserbewirtschaftung und Abwassersysteme. Vor drei Jah- ren ist das Forschungskonsortium KURAS mit 15 Partnern angetreten mit dem Ziel, erstmals die gesamte Stadt vom Scheitel bis zur Sohle zu betrachten und Werkzeuge zu entwickeln, mit denen sich Maßnah- men zur Bewirtschaftung von Regenwasser über der Erde und Anpassung der Abwassersysteme unter der Erde simulieren und bewerten lassen. Das dient nicht nur der Vermeidung von Überschwemmungen bei Starkregen sondern auch der Vermeidung von Hitzeinseln bei hohen Temperaturen und damit der Verbesserung des Stadtklimas. Wichtigstes Ergebnis des Projekts: eine ganzheitliche Betrachtung ist notwendig und die Kombination verschiedener Maßnahmen sinnvoll. Konzepte der dezentralen Versickerung, Verdunstung, Nutzung oder Speicherung von Regenwasser am Ort des Niederschlags werden bereits praktiziert. Im Einsatz sind beispielsweise Baum- Rigolen-Systeme, grüne Dächer und Fassaden, Teiche und vieles mehr. Im Rahmen von KURAS haben die Forscher unter- sucht, wie sich solche dezentralen Maßnahmen der Regenwasserbewirtschaftung in bestehende Stadt- strukturen implementieren lassen und dort tatsächlich positive Wirkungen entfalten können. Tatsächlich ist es für Stadtplaner eine große Herausforderung, bei kleinteiligem Baubestand mit sehr stark variieren- den Baustrukturen dezentrale Maßnahmen des Regenwassermanagements zu planen und deren Wirk- samkeit zu prognostizieren. Hier diente das Quartier rund um das Rathaus Schöneberg als Referenz. Die Forscher haben simuliert, wie sich zum Beispiel durch ein zeitlich begrenztes Einstauen Retentionsbodenfilter Adlershof von Teilen des angrenzenden Volksparks Schöneberg-Wilmersdorf eine Überlastung der Kanalisation verhindern ließe. Darüber hinaus erfolgten weitere Untersuchungen in einem Modellgebiet in Berlin- Pankow. Die Erkenntnisse und Methoden aus dem Projekt sind vor dem Hintergrund der Wachsenden Stadt mit der dynamischen Bevölkerungsentwicklung und dem damit einhergehenden Wohnungsneubau und der weiteren Verdichtung auch für Neubauvorhaben von aktueller Relevanz. Im Projekt KURAS wurde eine Methode entwickelt, Maßnahmen der dezentralen Regenwasserbewirt- schaftung für ganze Stadtviertel zu planen. Die entwickelten Maßnahmenkombinationen zeigten das große Potenzial von Regenwasserbewirtschaftung zum Schutz von Oberflächengewässern und die Ver- besserung des Stadtklimas, insbesondere die Verhinderung von lokalem Hitzestress. So können viele kleine, dezentrale Maßnahmen der gebäude- beziehungsweise grundstücksbezogenen Regenwasserbe- wirtschaftung wie Gründächer, Versickerungsmulden, Teiche oder auch klassische Regenspeicher dafür sorgen, dass die Aufnahmekapazität der Kanalisation seltener an ihre Grenzen stößt. Gleichzeitig schaf- fen sie Kälteinseln, die nicht nur die Aufenthaltsqualität für die Bewohner steigern sondern auch städ- tischer Flora und Fauna wertvollen Lebensraum bieten. Darüber hinaus haben betriebliche und konstruktive Maßnahmen im städtischen Kanalnetz großes Ent- wicklungspotenzial. Ansatzpunkte sind hier die bessere Ausnutzung vorhandener Stauräume, neue Ka- nalspülungskonzepte und auch die betriebliche und bauliche Optimierung der Kläranlagen. Auch der Be- trieb von Abwasserpumpwerken kann durch intelligente Steuerung und verbesserte Pumpentechnik op- timiert werden. Um sinnvoll mit Regenwasser umzugehen müssen für die gesamte Abwasserinfrastruktur von der Stadtoberfläche über das Kanalnetz und das Pumpsystem bis hin zur Kläranlage Lösungsansätze entwickelt werden. KURAS hat mit dem Zeithorizont 2050 eine Methodik entwickelt, die eine konsequente integrale Bewer- tung von Anpassungsmaßnahmen und deren Verknüpfung zu Anpassungsstrategien ermöglicht. Modell stand dafür der Berliner Ortsteil Wilmersdorf. Dabei wurden viele Anpassungsmaßnahmen sowohl expe- rimentell als auch über Simulationsmodelle untersucht und in einem Katalog zusammengefasst. Die neue Methode geht jedoch darüber hinaus: Durch die integrierte Betrachtung und Bewertung einzelner Umbauten für das gesamte Abwassersystem konnten konkrete Maßnahmenkombinationen entwickelt werden, die mit lokalen Anforderungen und Herausforderungen verknüpft sind. Zusätzlich wurden durch die Gesamtsystembetrachtung Synergien genutzt und mögliche negative Wechselwirkungen zwi- schen Teilsystemen vermieden (z. B. eine Verschlechterung der Ablaufwerte der Kläranlage). Für dieses Berliner Modellgebiet konnten alle Problemfelder 78 Kommunalwirtschaft 3/2017

13 (z. B. Mischwasserüberläufe oder Überflu- tung an der Oberfläche) verbessert oder sogar behoben werden. Durch eine flankierende Kostenbewer- tung und Stärken-/Schwächen- Analyse der entwickelten Anpassungsstrategien wurden robuste, system- umfassende und übertragbare Handlungsempfehlungen für Betreiber von urbanen Abwassersystemen ausgesprochen. Hintergrund Seit 140 Jahren sorgt die Mischwasser-Kanalisation in Innenstädten für die Einhaltung von hygienischen Standards und schützt Grundstücke und Häuser vor Überschwemmungen. Allerdings kommt die Malzfabrik Tempelhof - Teiche zur Regenwasserversickerung Kanali- sation bei starken Regenfällen immer wieder an ihre Kapazitätsgrenzen. Dann muss verdünntes Schmutzwasser direkt in Oberflächengewässer abgeleitet werden, worunter die Gewässerqualität leidet. Zwar wurde in den vergangenen Jahren schon sehr viel neuer Speicherraum gebaut, der die Häufigkeit solcher Mischwasserentlastungen reduziert. Aber schon heute ist klar, dass auch mit den bis 2020 ge- planten weiteren Speicherkapazitäten dieses Problem nicht flächendeckend zu lösen ist. Gleichzeitig stellt die Betreiber von Kanalnetzen auch das Phänomen Unterlast vor große Herausforde- rungen. In Trockenperioden und in Zeiten verringerten Trinkwassergebrauchs wird die Kanalisation nicht ausreichend durchgespült. Geruchsbelästigungen, Störungen in Abwasserpumpwerken, Verstopfungen und Korrosion sind die Folge. Solche Trends werden sich in Folge des Klimawandels weiter verstärken. Für Städte sind daher zukünftig Konzepte gefragt, die zum einen weiterhin die Entsorgungssicherheit gewährleisten, gleichzeitig aber Beiträge zur Lösung der mit der urbanen Hydrologie eng verknüpften Umweltprobleme wie Gewässer- und Grundwasserbelastung liefern. Hier setzen die in KURAS erzielten Ergebnisse an. Connecting Global Competence Ihre IFAT. Mehr Raum für Ihre Innovationen Mai 2018 Messe München Die IFAT wächst. Mit zwei neuen Hallen bietet die IFAT 2018 auf insgesamt m² noch mehr Platz für wertvolle Beiträge aus den Bereichen Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft. Die neue Hallensegmentierung vernetzt das Ausstellungsspektrum optimal und sorgt für eine klare Besucherführung. Präsentieren Sie Ihre Produkte und Lösungen eindrucksvoll auf der Weltleitmesse für Umwelttechnologien. Bis 30. April 2017 anmelden unter Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft

14 Mangelursachen in der Kanalsanierung aus Unternehmersicht Dipl.-Ing. Jörg Brunecker, Geschäftsführer der Swietelsky-Faber GmbH, Hamburg Der allgemeine Zustand unserer Kanalisation wird mit zunehmendem Alter leider nicht besser Im Falle einer Havarie stellen Abwasserkanäle und Abwasserdruckleitungen eine potenzielle Gefahr für unser Alltagsleben dar. Doch auch der Werterhalt unseres Kanalnetzes ist zu berücksichtigen und diese Aufgabe stellt eine besondere Herausforderung dar. Eine aktuelle Analyse unserer Angebotsvolumen und der allgemeinen Marktdaten belegt einen Instandhaltungsaufwand (Erneuerung, Sanierung und Reparatur) unserer öffentlichen Auftraggeber in Deutschland von ca km/jahr. Dies ist eine beachtenswerte Leistung unserer Netzbetreiber, da sie eine jährliche Strecke von Berlin nach Peking umfasst. Dass es bei diesem Ausführungsvolumen zu Mängeln kommen kann, ist evtl. nachvollziehbar. Jedoch ist bei diesem Volumen ein professioneller beidseitiger Umgang mit der Mangelbeseitgung unabdingbar. Einleitung Für den Bauherrn und Planer ist es enorm wichtig, VOB-konforme Bau- und Leistungsbeschreibungen zu erstellen. Denn mittlerweile landen Ausschreibungsunterlagen bei Bauunternehmen nicht mehr nur in der Kalkulations-, sondern auch in der Rechtsabteilung. Dort wird die Ausschreibung auf Mängel geprüft, um später (evtl. überzogene) Nachträge platzieren zu können. Diese Aussage ist im Internet bei Wikipedia zum Thema mangelhafte Bauausführung zu finden, welche vom Autor bestritten wird, denn diese Vorgehensweise würde geltendem Recht widersprechen. So ist der Auftragnehmer verpflichtet bei der Prüfung der Verdingungsunterlagen etwaige Lückenhaftigkeiten oder unklare Beschreibungen vor Abgabe seines Angebots mit dem Bauherrn zu klären. Tut er dies nicht und missachtet somit die Notwendigkeit der Aufklärung dieses Sachverhalts, sind Arbeiten, mit denen objektiv gerechnet werden musste, ebenfalls ein abzuleistender Vertragsbestandteil. Entgegen der hin und wieder auch in Fachkreisen vertretenen Position der nachtragsgierigen Bauunternehmen, bedingen diese Arbeiten keinen Anspruch auf eine zusätzliche Vergütung und besitzen somit auch kein Nachtragspotential. Final handelt es sich hierbei also um vertragliche Leistungen mit denen der Auftragnehmer hätte rechnen müssen. Die Definition eines Mangels Gemäß der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) ist eine Leistung frei von einem Sachmangel, wenn Sie zum Zeitpunkt der Abnahme die vereinbarte Beschaffenheit hat, den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ist das Bauwerk frei von einem Sachmangel, wenn es die vereinbarte Beschaffenheit hat. Wurde zwischen den Vertragspartnern keine explizite Beschaffenheit vereinbart, ist das Werk mangelfrei, wenn es sich für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine übliche Beschaffenheit aufweist. Eine vereinbarte Beschaffenheit kann in der Kanalsanierung z.b. eine geforderte Materialcharakteristik sein, welche in den Vertragsunterlagen beschrieben sein muss. So kann der Planer beispielsweise besondere materialtechnische Festigkeiten fordern oder Anforderungen an die Dichtheit bzw. Dichtheitsprüfung stellen. Hinzu kommen Toleranzwerte für Faltenbildungen eines Liners, die Beschaffenheit der Schacht-, und Rohranbindungen und zu charakterisierende Bieterabfragen (Linertyp, Materialkenngruppen, etc.). Unter anderem definiert die DIN EN Klassifizierung und Eigenschaften von Techniken für die Renovierung und Reparatur von Abwasserkanälen und leitungen eindeutige planungs- und ausführungsrelevante Leistungsstufen. Derartige Anforderungen an die Beschaffenheit des Bauwerks finden wir jedoch in den aktuellen Leistungsbeschreibungen einer Kanalsanierungsmaßnahme noch relativ selten. Aspekte der Planung Bei einem VOB-Vertrag gelten die allgemeinen technischen Vertragsbedingungen der VOB/C als vereinbart. Für die Kanalsanierung ist dabei die DIN Renovierungsarbeiten an Entwässerungsarbeiten maßgebend. Somit sind Beschaffenheit und Dichtheitsanforderungen der DIN1610 sowie Toleranzwerte bei Faltenbildungen gemäß DIN EN ISO vertraglich vereinbart. In der Praxis finden sich jedoch häufig massive Lücken in den weiter zu definierenden Planungsaspekten. Beispielsweise werden die Leistungsstufen der DIN EN kaum oder nur vereinzelt als vertragliche Beschaffenheit definiert, obwohl sie dem anerkannten Stand der Technik entsprechen, welchem auch der Planer Folge zu leisten hat. Faktisch ist die Missachtung des anerkannten Standes der Technik ein haftungsrelevanter Planungsfehler oder eben auch ein Mangel in einer Ausschreibung. Die Planung muss aber den anerkannten Stand der Technik berücksichtigen, denn es ist grundsätzlich eine Planung geschuldet, die zum Zeitpunkt ihrer Abnahme den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Deshalb hat der Planer sein Werk auf Übereinstimmung mit den neuesten Regeln der Technik zu überprüfen. Es ist dabei festzustellen, dass diverse Planungsaspekte schon umfassend im anerkannten Stand der Technik beschrieben sind. So beschreibt beispielsweise die DIN EN Management und Überwachung von betrieblichen Maßnahmen in Abwasserleitungen und kanälen Teil 2 Sanierung sehr ausführlich das sogenannte Prozessmanagement von Sanierungsmaßnahmen. Von der Entwicklung eines Sanierungsplans über die Erstellung des Sanierungskonzeptes, der reellen Maßnahmenplanung bis zur Umsetzung der Maßnahme werden hier umfassende Arbeitshilfen gestellt. Das Sanierungskonzept definiert hierbei Maßnahmen, die sicherstellen sollen, dass das sanierungsbedürftige Entwässerungssystem den Anforderungen des Bauherrn nach Abschluss der Instandsetzung entspricht. Dabei ist der angestrebte Werkerfolg in den Planungen für den jeweiligen Bauvertrag eindeutig zu definieren. Doch leider findet man heute immer noch Ausschreibungen in den Anforderungen und zusätzlich technische Vertragsbedingungen (ZTV en DWA / VSB ) unsachgemäß und widersprüchlich hineinkopiert werden. Hierin liegt häufig die Ursache, dass Abweichungen vom Wunschdenken und den tatsächlichen vertraglichen Fakten zu Unstimmigkeiten zwischen den Vertragspartnern führen. Mangel oder Schaden Der Auftragnehmer hat dem Auftraggeber seine Leistung zum Zeitpunkt der Abnahme frei von Sachmängeln zu verschaffen. Ein Schaden wird als unfreiwillige Vermögenseinbuße definiert und ein Mangel kann auch ohne Schaden bestehen. So wird z.b. von einer fälschlich gewählten höheren Materialkenngruppe kein Schaden ausgehen. Diese falsche Materialkenngruppe entspricht aber nicht der vereinbarten Beschaffenheit und würde somit zweifelsfrei einen Mangel darstellen. 80 Kommunalwirtschaft 3/2017

15 Die Gefahr eines Schadens kann einen Mangel begründen. Mängel müssen und dürfen nachgebessert werden. Schäden sind bei Verschulden zu ersetzen! Auch, wenn ein Mangel auf Anordnungen des Auftraggebers oder auf eine mangelhafte Leistungsbeschreibung zurückzuführen ist, haftet der Auftragnehmer für die Mangelbeseitigung. Es sei denn, er hat ausdrücklich gegen die mangelhafte Beschreibung oder gegen die Anordnungen seine Bedenken angemeldet. Gem. VOBB 13 beträgt die Verjährungsfrist für Mangelansprüche für Bauwerke 4 Jahre und für Werke, deren Erfolg in der Veränderung einer Sache besteht nur 2 Jahre. Die Frage welche Frist nun maßgebend ist, ist noch nicht ausreichend geklärt. Unterschiedliche Auffassungen bestehen hierzu. Es macht daher gegebenenfalls Sinn die Verjährungsfrist für Mangelansprüche vertraglich festzulegen. Die Verjährungsfrist beginnt mit der Abnahme der gesamten Leistung (ggf. Teilabnahme). Der Auftragnehmer ist verpflichtet, alle während der Frist hervortretenden Mängel auf seine Kosten zu beseitigen, wenn es der Auftraggeber schriftlich verlangt. ZUSÄTZLICH TECHNISCHE VERTRAGSVORSCHRIFTEN Eine Recherche der uns vorliegenden ZTV en zeigte einen gewissen Wildwuchs an Vertragsvorschriften. Man bekommt den Eindruck, dass heutzutage jeder namhafte Betreiber seine eigenen gewerkspezifischen ZTV en entwickelt hat. Hinzu kommen die diversen ZTV en aus der Verbandslandschaft. Selbstverständlich haben die hierin beschriebenen Vertragsbedingungen eine direkte Auswirkung auf die Preisbildung des Bieters. Denn Sanktionierungen im Falle von Mängeln, erhöhte Dichtheitsanforderungen und reduzierte Toleranzen bei Faltenbildungen oder besondere Anforderungen an die Schacht- und Anschlussanbindungen führen zu einer Risikobewertung des Bieters, welche einen maßgebenden Einfluss auf den Endpreis hat. Praktische Erfahrungen belegen, dass vertragliche Anforderungen des Auftraggebers oft wenig mit den örtlichen Gegebenheiten und den technischen Möglichkeiten zu tun haben. Dies kann zu Unstimmigkeiten führen, wenn die Vertragspartner nicht vorab Klarheit geschaffen haben. GRUNDSÄTZE DER MANGELBESEITIGUNG Die Mangelanzeige des Auftraggebers muss ausreichend substantiiert sein und sie muss dem ausführenden Unternehmen zurechenbar sein. Dabei muss die Mangelursache deutlich erkennbar im Zusammenhang mit seiner Arbeit stehen. Beispielsweise steht das Baugrundrisiko nicht in der Verantwortung des ausführenden Unternehmens, sondern in der Verantwortung des Auftraggebers, wenn nichts anderes vereinbart wurde. Auch Korrosionen, welche auf ein abnorm aggressives Medium im Rohr hinweisen, dürften außerhalb des Verantwortungsbereichs des ausführenden Unternehmens liegen. Zudem wird ein Abwasserkanal in einer klassischen Kanalsanierung recht häufig im Bauablauf zwischenzeitlich in Betrieb gesetzt. Mängel, deren Ursache aus dem wiederaufgenommenen Betrieb herrühren (z.b. Verunreinigungen oder angefallene Räumgüter), können dem Auftragnehmer nicht zwangsläufig angelastet werden. Der Auftraggeber verlangt im Falle eines Mangels zunächst in der Regel die Mängelbeseitigung, seltener ist die direkte Minderung also die Herabsetzung der vertraglich vereinbarten Vergütung. Von einem professionellen Unternehmen kann folgende Vorgehensweise erwartet werden: Eine Mangelbeseitgung darf nicht auf die lange Bank geschoben werden. Dabei ist die Mangelanzeige zunächst neutral hinsichtlich der Ursache, Verantwortlichkeit und dem Vertragswerk entsprechend zu prüfen. Der Aufwand der Mangelbeseitigung ist einzugrenzen und die Kosten sind zu definieren. Anschließend ist ein angemessenes Mangelbeseitigungskonzept gegenseitig zu vereinbaren. Hierbei sind Ausführungsart und Ausführungszeitraum festzuhalten. Ein vom Auftraggeber vorgenommener Sicherheitseinbehalt kann gemeinsam vereinbart werden. Sollte die Mangelbeseitigung scheitern, unmöglich oder unverhältnismäßig sein, können unter den Vertragspartnern andere Ansprüche (Minderung oder Schadensersatz oder Aufhebung des Vertrages) verhandelt werden. FAZIT Ohne eine eindeutig vorgegebene Charakterisierung der Leistung bereits in der Planungsphase sind Streit und Ärger hinsichtlich der Beschaffenheit der Leistung vorprogrammiert. Das Auftreten eines Mangels im Bauwesen ist eine klassische, kaum gänzlich vermeidbare Situation. Insbesondere in unserem Gewerk der geschlossenen Bauweise liegt das verstärkte Risikopotential in der Natur der Sache. Jedoch konnten die allgemein nachhaltig installierten Qualitätssicherungsmaßnahmen das Risikopotential dieser Bauweise insbesondere beim Schlauchlining drastisch reduzieren. Heute stehen sich die grabenlosen Bauweise und die offene Bauweise hinsichtlich der Betreiberakzeptanz mindestens auf Augenhöhe gegenüber. Es bleibt dabei festzuhalten: Bei dem zuvor beschriebenen großen Instandhaltungsvolumen ist ein beidseitig professioneller und fairer Umgang zwischen den Vertragspartnern bei der Mangelbeseitgung unabdingbar. Eine Mangelbeseitigung ohne zuverlässige Vertragspartner und ohne korrekte Beachtung des Vertragswerkes führt zwangsweise zu Ärger, Kosten und beidseitiger Unzufriedenheit. Für den professionellen und angemessenen Umgang mit Mängeln ist es ratsam, die Zuverlässigkeit der Vertragspartner vorab zu prüfen. Mit starken und verlässlichen Partner lässt sich die große Herausforderung der Instandhaltung unseres Kanalnetzes umsetzen. Dies gilt allerdings nicht für die ausführenden Unternehmen allein, sondern gleichweg für die Netzbetreiber und für die Planungsbüros. Dipl.-Ing. Jörg Brunecker Geschäftsführer / Swietelsky Faber GmbH Kanalsanierung Kommunalwirtschaft 3/

16 Rein ins Becken mit dem Sauerstoff Kläranlagen: Warum moderne Belüftungstechnik den Kämmerer glücklich macht Autor: Thorsten Sienk, freier Fachjournalist, Bodenwerder, Damit sich Lastwechsel in Kläranlagen optimal ausregeln lassen, verbindet AERZEN für die Sauerstoffversorgung der Belebungsbecken Turbogebläse, Drehkolbengebläse und Drehkolbenverdichter zu einem Verbundsystem. Die Kombination unterschiedlicher Verfahren zur Luftförderung macht es möglich, die biologischen Abbauprozesse energetisch optimaler mit Sauerstoff zu versorgen. Die steigende Energieeffizienz resultiert daraus, dass die Anlagen den geforderten Volumenstrom immer optimalem Wirkungsgrad erzeugen. Welche Einsparungen Performance3 von AERZEN in der Praxis bringt, zeigt der Besuch in der Kläranlage Wallau. Wir erheben für uns den Anspruch, Mut zu haben, sagt Gernot Wege angesichts der Tatsache, dass der mittelhessischen Abwasserverband Perfgebiet-Bad Laasphe 2016 seine Kläranlage zusammen mit einem Generalunternehmer in Eigenregie modernisierte. Keine aufwändige Planungsphase, kein zeitraubendes Ausschreibungsverfahren: Der rechtlich eigenständige Abwasserverband hat sich stattdessen selbst um das Projekt samt Angebotsphase gekümmert und mit der UD Umwelt-Dienste GmbH einen leistungsstarken Partner ins Boot geholt. Der Erfolg: Sinkende Kosten und mehr Freiraum bei der Auswahl einer Belüftungstechnik, die am besten zu den vorhandenen Belebungsbecken passt. Hätten wir ausschreiben müssen, wäre mit großer Wahrscheinlichkeit die billigste, aber nicht die beste Lösung zum Einsatz gekommen, meint Wege. Perfekter Sauerstoffeintrag Er sei froh darüber, dass er als Mitarbeiter eines Abwasserverbandes im Vergleich zu gemeindeeigenen Betrieben deutlich mehr Freiheit bei der Wahl der Mittel habe. Wir tätigen Investitionen auf vernünftiger Basis und müssen keine Angst vor der Kommunalaufsicht haben, sagt der Betriebsleiter. Und weil sein Team vor Ort die Anlage am besten kennt, vor allem was den Sauerstoffbedarf in den Belebungsbecken betrifft, ist der Abwasserverband mit diesen Daten auf die Suche nach der besten Technik gegangen. Nach dem Umbau innerhalb von weniger als zwei Monaten sorgt heute ein Gebläseverbund von AERZEN (Aerzen Turbo/Delta Hybrid) mit angeschlossenen Aerostrip-Streifenbelüftern von Aquaconsult in den Becken für den perfekten Sauerstoffeintrag. Angeschlossen an die Kläranlage auf dem Gebiet der Stadt Biedenkopf im Landkreis Marburg-Biedenkopf sind nach Auskunft von Wege rund Einwohner rechts und links der Lahn. Eigentlich, so Wege weiter, seien die Belebungsbecken mit einer Tiefe von 2,65 Metern gar nicht so optimal geeignet, um sie mit Plattenbelüftern zu bestücken. Mindestens fünf Meter sollten es sein, damit die Luftblasen auf dem Weg vom Boden an die Oberfläche ausreichend Zeit haben, möglichst viel Sauerstoff an die Mikrobiologie abzugeben. Bei uns ist der Weg einfach kurz und deshalb war es so wichtig, eben dafür die perfekte Lösung zu finden. Ein starre Ausschreibung hätte uns nur behindert. Wenn hingegen die Die Gebläsetechnik auf den ausgedienten Brücken der Oberflächenbelüftung ist von ihrer Leistung her ausgelebt für den Winter- und Sommerfall. Fotos: sienk.de 82 Kommunalwirtschaft 3/2017

17 Auf Basis des Performance3 Ansatzes kommt in Wallau eine AERZEN-Gebläsekombination aus Turbo und Delta Hybrid zum Einsatz. Belüftung trotz baulicher Restriktionen effektiv abläuft, dann wird sie auch effizient sprich stromsparend. Freigewordenen Platz neu genutzt Vor diesem Hintergrund wurden bei der Modernisierung die über Jahrzehnte betriebenen Oberflächenbelüfter durch moderne Streifenbelüfter ersetzt. Dass sich diese direkt flach auf dem Boden der Becken einbauen ließen, erwies sich als Vorteil, da keine weitere Wasserhöhe durch Montageaufbauten verloren ging. Mit diesem Die Platzierung der Luftversorgung direkt über den Belebungsbecken macht die teuren Edelstahlversorgungsleitungen entsprechend kurz. Unter Wasser geht es dann mit GFK-Rohren weiter. Systemwechsel hatten die bis dato genutzten Oberflächenbelüfter ausgedient. Nicht mehr benötigt wurden ebenfalls die beiden Betonbrücken oberhalb der Belebungsbecken, an denen die Rotoreinheiten montiert waren. Den gewonnen Platz konnten wir sehr gut nutzen, um dort die neuen Gebläse zu platzieren, erklärt Rüdiger Vrabac, Abteilungsleiter Umwelttechnik bei der UD GmbH mit Sitz im hessischen Friedberg. Auf den beiden Brücken ließ der Auftraggeber von örtlichen Handwerksbetrieben je ein kleines Gebäude aus Alu-Sandwich- Elementen mit Pultdach und Glastüren errichten. Der Gebläsever- MIT DER NEUEN TIEFTEICH-VERSION DER FLOTTWEG DEKANTER C-BAUREIHE bei der Entwässerung und Schlammeindickung in Kläranlagen Energie sparen Eine kompromisslose Umsetzung unserer neuesten Erkenntnisse für die Trommel- und Schneckengeometrie, hohe Drehmomente an der Schnecke und ein hoher Beschleunigungsfaktor (g-zahl) sichern für Sie beste Trennergebnisse bei minimiertem Energiebedarf. Flottweg Ihr zuverlässiger Partner bei der Entwässerung und Eindickung von Klärschlamm Flottweg SE Industriestraße Vilsbiburg Germany Tel.: Fax: Kommunalwirtschaft 3/

18 bund mit Turbo und Hybrid ist so vor Wind und Wetter geschützt. Die optisch ansprechende Umhausung dient ferner als wirksamer Schallschutz. Der dezentrale Aufbau direkt über den Belebungsbecken hat für Rüdiger Vrabac noch einen weiteren Vorteil: Wir sparen nicht nur einen aufwändigen Neubau, sondern vor allem lange und teure Zuleitungen aus Edelstahl. Die Regelung der beiden Performance3-Einheiten von AERZEN übernimmt die von UD geschriebene Software OpdoTec anhand der jeweils herrschenden Wasserwerte, Sauerstoffsättigungen und weiteren Einlaufwerten. Die Gebläse sind samt der kompletten Peripherie über Ethernet entsprechend in die zentrale Leitebene der Kläranlage eingebunden. Perfekte Auslegung für Winter und Sommer Ja nach herrschendem Frachtaufkommen haben die Mitarbeiter in der Leitwarte so die Möglichkeit, den Verbund aus Turbogebläse und Delta-Hybrid-Verdichter optimal zu steuern. Ausgelegt ist der Tandem-Betrieb in erster Linie für den Sommer- und Winterfall. Für den höheren Luftbedarf während der warmen Monate nutzt der Abwasserverband das Turbogebläse von AERZEN als effizientes Grundlastgerät. Der Typ AT S liefert dafür einen Volumenstrom bis 4200 Kubikmetern pro Stunde. In der kalten Jahreszeit wird auf Delta Hybrid umgeschaltet, weil deutlich weniger Sauerstoff in der Belebung erforderlich ist. Der maximale Volumenstrom liegt beim Typ D 36 S bei 2150 Kubikmetern in der Stunde. Dieser gravierende Unterschied zwischen Sommer und Winter resultiert in Wallau vor allem aus der besonderen Geologie, weil in das Kanalnetz vergleichsweise viel Grundwasser über angeschlossene Drainagen eingeleitet wird und das Schmutzwasser stark verdünnt. Ursache dafür ist eine Schieferschicht, die in der Lahnregion den Regen überaus schlecht versickern lässt. Letztlich ist es in Wallau gelungen, die zu Beginn des Projektes zugesagte Energieeinsparungen von 15 Prozent deutlich zu übertreffen. 26 Prozent sind es allein mit dem neuen Verbundsystem geworden und dieses bezogen auf den Strombedarf der kompletten Kläranlage. Angesichts der Tatsache, dass auf die Belebung etwa die Hälfte des Strombedarfs entfällt bringt die Umrüstung bezogen auf diesen Bereich damit Einsparungen von über 50 Prozent, rechnet Gernot Wege vor. Für uns ist das ökologisch und ökonomisch ein riesen Schritt. Fazit Mit kaskadierten und drehzahlgesteuerten Anlagen lässt sich der variable Bedarf an Luft in der Abwasserreinigung energieeffizienter gestalten. Weil jedoch jedes Gerät nur in einem bestimmten Betriebsbereich mit optimalen Wirkungsgrad arbeitet, geht AERZEN mit Performance3 einen Schritt weiter und kombiniert unterschiedliche Gerätetypen miteinander zu einem überaus energieeffizienten Verbund. Während zum Beispiel ein Turbogebläse hohe Luftmengen sparsam erzeugt und im Teillastbereich an Wirkungsgrad verliert, ermöglicht der Performance3-Ansatz im Zusammenspiel mit der AERZEN-Steuerung AERsmart das Umschalten auf andere Gebläsetypen. Dieser Verbund lässt sich so fein justieren, dass sich die Gebläseanlage insgesamt selbst optimiert und dieses losgelöst von der SPS- und Leitebene einer Kläranlage. Diese gibt lediglich den aktuellen Sauerstoffbedarf an AERsmart. Angesichts dieser Vorteile ist es auch für Rüdiger Vrabac klar, auf dieser Architektur weiter aufzubauen. Wir können für den jeweiligen Lastfall ideale Gebläse einsetzen und miteinander kombinieren. Bei der Lösung von AERZEN haben wir zudem den Vorteil, dass wir alle Typen aus einer Hand bekommen, was auch bei unseren Kunden gerne gesehen wird. Standardisierung macht den kompletten Service deutlich einfacher. Aufgrund des absorptionsmaterialfreien Druckschalldämpfers und der 100%igen Ölfreiheit mit patentierter Lagerung ist auch die Langlebigkeit der eingebauten Membranbelüftungstechnologie und Prozesssicherheit gewährleistet. Ich muss für Wartungen oder Reparaturen nur noch die eine Firma meines Vertrauens anrufen, merkt Gernot Wege an. 84 Kommunalwirtschaft 3/2017

19 ACO DRAIN Multiline Seal in Grundwasserschutz durch geprüfte Dichtheit Es ist nicht die alleinige Aufgabe der Städte und Gemeinden mit ihren öffentlichen Entwässerungseinrichtungen für einen adäquaten Grundwasserschutz zu sorgen. Auch Planer im Bereich Wohnungs- und Industriebau, Garten- und Landschaftsbau sowie Straßen- und Wegebau können einen wesentlichen Beitrag zum Schutz und zur Neubildung des Grundwassers durch die zielgerichtete Ableitung des Oberflächenwassers beitragen. So dient der Einbau von Entwässerungsrinnen der Entwässerung von Flächen, dem Schutz des Grundwassers und dem Schutz der Bauwerke vor belastetem Regenwasser. Dass es bei Rinnensträngen in Standardanwendungen durch Undichtigkeiten an den Stößen zu Schadstoffeinträgen in Boden und Grundwasser kommen kann, war bisher wenig bekannt oder wurde gebilligt. Die neue ACO DRAIN Multiline Seal in ist serienmäßig mit einer Dichtung ausgestattet. Mit der Seal in Technologie macht ACO die Schlüsselstellen eines Linienentwässerungssystems dicht und entspricht im Hinblick auf Dichtheit und Wasserqualität schon heute den Anforderungen von morgen. Die Dichtheit der ACO DRAIN Multiline Seal in wurde durch das IKT (Institut für Unterirdische Infrastruktur) nachgewiesen und zertifiziert. Neben dem ACO Polymerbeton ist die verliersichere 2K-Dichtung wesentlicher Bestandteil der Seal in Technologie. Der Rinnenkörper wird ebenfalls in einem speziellen 2K-Verfahren produziert. Durch den dichten Rinnenstrang wird das aufgenommene Oberflächenwasser vollständig in die ACO Systemkette weitergeleitet. So werden durch zielgerichtetes Regenwassermanagement Grundwasser und Bauwerk dauerhaft geschützt. Selbstverständlich ist auch, dass die Drainlock Roste wie z.b. das Design-Längsprofilrost (Red Dot 2015) oder das Compositrost mit Microgrip (erhöhte Rutschhemmung R13) als Abdeckung zum Einsatz kommen können. Download CAD/BIM für ACO DRAIN Multiline Seal in Planungssicherheit und Kosteneffizienz sind für alle an einem Bauvorhaben Beteiligten von großer Bedeutung. Mit dem Building Information Modeling (BIM), der Methode der Datenerfassung und -vernetzung, können alle relevanten Daten, die zur Realisierung eines Bauprojektes nötig sind, erfasst und genutzt werden. Ab sofort stellt ACO zur Unterstützung von Planern und Architekten die BIM- Daten der ACO DRAIN Multiline Seal in im Revit-Format auf der Website zur Verfügung. Hier finden Sie ebenfalls alle Produktinformationen sowie die Zertifikate zur Dichtheitsprüfung. Kommunalwirtschaft 3/

20 BDEW zur Novellierung des Düngerechts: Weyand: Wir brauchen konsequentes Düngerecht und keine faulen Kompromisse BDEW fordert EU-Kommission auf, an Klage gegen Deutschland wegen unzureichender Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie festzuhalten Wenn es um das deutsche Grundwasser geht, darf sich die Politik nicht auf faule Kompromisse und großzügige Ausnahmeregelungen einlassen. Die massive Überdüngung unserer Äcker muss endlich gestoppt werden. Hierfür brauchen wir strenge Düngevorgaben und wirksame Kontrollmechanismen. Die bisherigen Vorschläge reichen bei weitem nicht aus, um unsere Böden und das Grundwasser nachhaltig zu schützen. Die Politik muss ihrer Verantwortung gerecht werden und sich für eine Verschärfung des Düngerechts einsetzen, sagte Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser, zum heute verabschiedeten Entwurf der Düngeverordnung im Bundeskabinett. Das Düngegesetz soll am Donnerstag im Bundestag verabschiedet werden. Der BDEW fordert, dass die Politik strenge Grenzwerte für die Düngung einführt und Ausnahmen nur in begründeten Fällen zulässt: Die geplante Obergrenze von 170 Kilogramm Stickstoff pro Hektar Ackerfläche muss für alle stickstoffhaltigen Düngemittel gelten. Auch müssen die Vorgaben zur Düngebilanzierung alle landwirtschaftlichen Betriebe erfassen, anstatt sich - wie bisher vorgesehen - auf Großbetriebe zu beschränken. Denn damit wäre voraussichtlich die Hälfte aller Betriebe nicht erfasst. Wird an einem Standort der Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter Grundwasser überschritten, muss ein sofortiger Düngestopp erfolgen. Damit Böden und Gewässer sich regenerieren können, müssen gefährdete Gebiete ausgewiesen und Aktionsprogramme eingeleitet werden. Wir fordern die Europäische Kommission auf, solange an ihrer Klage wegen unzureichender Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie gegen Deutschland festzuhalten, bis das Düngerecht so ausgestaltet ist, dass es eine nachhaltige Verbesserung der Gewässerqualität sicherstellt. Die massive Überdüngung ist nicht nur Raubbau an der Umwelt und eine schwere Belastung für das Grundwasser. Sie kann uns auch teuer zu stehen kommen: In einigen Regionen könnte die Jahreswasserrechnung über 60 Prozent höher ausfallen. Der Gesetzgeber darf nicht zulassen, dass am Ende der Verbraucher für die Sünden der industriellen Landwirtschaft zur Kasse gebeten wird, so Weyand mit Bezug auf ein aktuelles BDEW-Gutachten zu den Kosten der Nitrat-Verschmutzung. Notwendig ist in Deutschland zudem eine Kehrtwende in der Agrarpolitik: Weg von der industriellen Landwirtschaft, hin zu einer ökologischen und standortgerechten Bewirtschaftung der Flächen. Kläranlage in Würselen-Euchen setzt auf BISO-FILT HYDRO bei der Abwasserfiltration Der Testlauf begann im April 2015 mit einer Filtrationskammer und konnte nach einem Jahr mit der Note sehr gut bewertet werden. Die Kläranlage Würselen-Euchen wird von dem Wasserverband Eifel-Rur betrieben und ist Teil der umfassenden Abwasserbehandlung des modernen Dienstleistungsverbandes, der alle wasserwirtschaftlichen Aufgaben im Einzugsgebiet* verrichtet. Eine markante Leitlinie ist die ganzheitlich betrach-tete Gewässerbewirtschaftung. So passt die Wie-derbesinnung auf silikatisches Filtergranulat perfekt zur ganzheitlichen Gewässerbewirtschaftung. Aus Erfahrung gut Bereits bei der damaligen Grundausstattung der ersten 3 Filterkammern der Kläranlage Würselen-Euchen in den 80er Jahren wurde silikatisches Fil-tergranulat, also Naturbims zur Abwasserfiltration eingesetzt. Dies vor dem Hintergrund, dass sich die Bimskörneroberflächen mit Bakterien besiedeln und sich so in der Filteranlage eine weitergehende Rei-nigung einstellt. 1 Jahr Probephase in Kammer 1 Bedingt durch die überaus positiven und langjähri-gen Erfahrungen mit dem Bimsgranulat aus den 80ern, nahmen Dipl.-Ing. Rainer Kleinfeld, stellver-tretender Unternehmensbereichsleiter, und Abwas-sermeister Guido Schaffrath zu Frau Anja Breiten-bach aus der Fachabteilung Wasserfiltration bei Bisotherm Kontakt auf, da die Filtrationskammern 4 bis 6 zur Neubefüllung anstanden. Guido Schaffrath, Abwassermeister, überwacht den Ein-spülvorgang, um das Verhältnis Wasser zu Granulat, für eine gute Förderung, sicherzustellen. Foto: BISOHYDRO Produkteigenschaften überzeugten auch die Bezirksregierung BISOFILT HYDRO ist ein silikatisches Filtergranulat mit besonders poröser und damit großer Oberfläche für die Reinigung von 86 Kommunalwirtschaft 3/2017

21 Zur Sicherung der Gewässerqualität werden vom WVER zurzeit 44 Kläranlagen mit einer Gesamtausbaukapazität von rund 2,1 Mio. Einwohnerwerten (inklusive Industrieanteil) betrieben. Die Kläranlage Würselen-Euchen ist eine davon. Foto: WVER Unser Klient ist ein kommunales Unternehmen der Wohnungswirtschaft in einer attraktiven Region in Süddeutschland. Das Unternehmen verfügt über eine starke Tradition im sozi alen Wohnungsbau und steht für Nachhaltigkeit und verantwortliches Wirtschaften. Die Aktivitäten erstrecken sich von der Wohnraumversorgung, der Quartiers- und Stadtentwicklung auch in weitere anspruchsvolle Bereiche wie die Bildungsinfrastruktur und die städtische Wirtschaftsförderung. Durch sinnvolle Investitionen hat sich das Unternehmen eine sehr gute finanzielle Grundlage verschafft, sowohl für den Wert beitrag an den kommunalen Eigentümer als auch für zukünftige Aktivitäten. Dabei wurden die Weichen für ein weiteres Wachstum gestellt. Im Zuge einer Nachfolgeregelung besetzen wir die Aufgabe Geschäftsführer (m w) Als idealer Kandidat sind Sie Unternehmerpersönlichkeit und um s et zungsstarker Macher und setzen den eingeschlagenen Kurs erfolgreich weiter fort. Ihre Aufgaben: > Führung der Gesellschaft mit Gesamtverantwortung für Unternehmensergebnis, strategische Ausrichtung, Organisation und Personal > Weiterführen der Aktivitäten der Gesellschaft entsprechend der bereits umgesetzten Entwicklung zu einem modernen Wohnungsunternehmen > Modernisierung und Erweiterung des Immobilienbestandes unter Berücksichtigung der sozio-demografischen Entwicklung der Kommune und ihres Umlandes > Aktiver Beitrag zur Stadtentwicklung der Kommune mit Blick auf Wohnraum und Gewerbeansiedlung Ihr Profil: > Mehrjährige Erfahrung als Geschäftsführer in der Immobilienwirtschaft > Gestandene Führungspersönlichkeit mit Team Player Qualitäten > Netzwerker mit starker Affinität zum Verbandswesen, kommunalen Entscheidern und Schlüsselfiguren in der regionalen Wirtschaft > Guter Kommunikator mit verbindlichem Wesen, souverän im Umgang mit Ansprechpartnern auf unterschiedlichen Ebenen > Kaufmännischer oder technischer Studienabschluss mit an schließender immobilienspezifischer Weiterbildung Wir bieten eine erfolgsorientierte, professionelle und auf Wachstum ausgerichtete Unternehmensumgebung und freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen. Für weitere Informationen stehen Ihnen gerne unsere Berater Herr Nicolas Martin und Herr Markus Amon sowie Herr Lucas Galas unter der Rufnummer zur Verfügung. Diskretion und die Ein haltung von Sperrvermerken sind selbstverständlich. Registrieren Sie sich bitte über das Kienbaum ExecutiveGateway oder senden Sie Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, ausführlicher Lebenslauf, Zeugniskopien, Gehaltsvorstellungen und frühestmöglicher Eintrittstermin) unter der Kennziffer an Kienbaum Consultants International GmbH Kronprinzstraße Stuttgart Kommunalwirtschaft 3/

22 Wasser. Katalytische und bio-logische Reinigungsvorgänge werden von BISO-FILT HYDRO optimal unterstützt. BISOFILT HYD-RO erfüllt gleich drei Qualitätslevel: DIN 2000, DIN und den der DVGW-Arbeitsblätter W210, W212, W213 und W Herrn Dipl.-Ing. Kleinfeld und Herrn Schaffrath war ergänzend wichtig, dass das Testmaterial geeignet ist, Bakterien festzuhalten, dass es sich um ein na-türliches Produkt mit geringem Primärenergieauf-wand für Gewinnung, Aufbereitung und Transport handelt. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis wurde kritisch hinterfragt. Die Bewertung und Einschätzung der beiden Exper-ten wurden der obersten Genehmigungsbehörde, der Bezirksregierung, vorgelegt und nach Prüfung genehmigt. Expertise überzeugte Rund ein Jahr wurde die Filterkammer 1, gefüllt mit BISOFILT HYDRO, von Herrn Dipl.-Ing. Kleinfeld und Herrn Schaffrath genau beobachtet und in en-gen Zeitabständen kontrolliert, analysiert, Direkt aus dem Silofahrzeug wird das Filtergranulat per Schlauch in die Kammer eingespült. Innerhalb einer Stunde wurde die Filterkammer 6 mit 27 m³ BISOFILT HYDRO in der Kornmischung III eingespült. Dazu wird in den Transportschlauch Wasser zugegeben. Foto: BISOHYDRO Filterergebnisse geliefert und dies bei nur geringer Abnutzung der Filterkörner. Die vorgelegten Testergebnisse überzeugten auch nach der Probezeit die Bezirksregierung. So stand der Neubefüllung der weiteren Filterkam-mern in der Kläranlage Würselen-Euchen nichts mehr im Wege, so dass die Kammer 4 im Juli, die Kammer 5 im September und die Kammer 6 Ende Oktober 2016 mit BISOFILT HYDRO befüllt wurden. Rasche Befüllung lange Nutzungsphase Unser Mitarbeiter nutzte den Erfahrungsaustausch auf der Kläranlage Würselen-Euchen anlässlich der letzten Kammerbefüllung, um Mitarbeitern der Ingenieurgesell-schaft TUTTAHS & MEYER ein Referenzprojekt von BISOHYDRO zu präsentieren. Foto: BISOHYDRO ausge-wertet und die Ergebnisse dokumentiert. Das Filtermaterial BISOFILT HYDRO mit den Korn-größen III: 2,5 3,5 mm hat in dem gesamten Test-zeitraum überaus positive Nachdem die jeweilige Kammer entleert ist, wird mittels Silofahrzeug das silikatische Filtergranulat im Silo angeliefert und mit dem Schlauch in die Kam-mer eingespült. Der Füllprozess dauert zwischen 1 und 1 ½ Stunden. Die Nutzungsdauer einer BISO-FILT HYDRO-Füllung wird derzeit auf 20 bis 25 Jah-re geschätzt. * Das Verbandsgebiet des WVER umfasst das in Nordrhein-Westfalen gelegene oberirdische Ein-zugsgebiet der Rur. Es erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung von Heinsberg bis Hellenthal, von West nach Ost von Aachen bis Düren. Auf der Gesamt-fläche von 2087 km² leben ca. 1,1 Mio. Menschen: Klärschlamm ist nicht gleich Klärschlamm. Deshalb sollte sich auch die Neuregelung der Klärschlammverwertung an der Qualität der Klärschlämme ausrichten. Die Koalition geht einen anderen Weg. Sie favorisiert unabhängig von der Qualitätsfrage den Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Verwertung von Klärschlämmen. Zudem sieht der aktuelle Kabinettsentwurf eine verpflichtende Phosphorrückgewinnung vor. Die aktuellen Schwellenwerte (Kläranlagen, die Abwässer für bzw Einwohnerwerte entsorgen) und Umsetzungsfristen (12 bzw. 15 Jahre) sind aus Sicht der kommunalen Abwasserentsorger ein akzeptabler Kompromiss, allerdings darf es zu keinen weiteren Verschärfungen kommen. Zudem sollte die vorgesehene Pflicht zur Phosphorrückgewinnung nur dann umgesetzt werden, wenn es auch wirtschaftlich vertretbare Verfahren gibt. Das ist derzeit nicht der Fall. Die Umsetzung der Vorgaben würde erhebliche Investitionen der Kommunen und ihrer Unternehmen erfordern. Zum einen, weil entsprechende Verbrennungskapazitäten und Aschelager geschaffen werden müssten. Zum anderen, weil man auch weitere Untersuchungen zur Phosphorrückgewinnung durchführen müsste. Der VKU fordert daher Bund und Länder auf, die Umsetzung durch Förderprogramme zu unterstützen. Zudem müsste die Gebührenfähigkeit der mit der Umsetzung der Verordnung verbundenen Maßnahmen sichergestellt werden. 88 Kommunalwirtschaft 3/2017

23 Stawag setzt auf Nachhaltigkeit / Erster Bericht nennt konkrete Zahlen Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung. Mit Blick auf künftige Generationen gilt es, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten. Ganz besonders trifft das auf den Bereich Energie zu, denn die Emissionen aus den Sektoren Verkehr, Industrie, Wärmemarkt und Stromerzeugung tragen maßgeblich zum CO2-Ausstoß und damit zur Klimaerwärmung bei. Wir haben hier in den letzten Jahren viel erreicht, erläutert Dr. Christian Becker, Vorstand der Stawag, Stadtwerke Aachen AG. Allein durch den konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien konnten wir unsere CO2-Emissionen von 2010 bis 2014 um 30 Prozent reduzieren. Nachzulesen sind diese und andere Zahlen im ersten Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens, der Ende 2016 herausgegeben wurde. Er betrifft die Jahre 2010 bis 2014 und umfasst umfangreiche Daten aus den Bereichen Energieerzeugung und Handel sowie dem Eigenverbrauch. Hinzu kommen Aussagen zur Nachhaltigkeit in der Forschung und in Kooperationen mit anderen Unternehmen. Die Erhebung orientiert sich am GreenHouseGas-Protocol, einem weltweitanerkannten Instrument zur Quantifizierung und zum Management von Treibhausgasen. Konkrete Zahlen für Investitionssicherheit Der Nachhaltigkeitsbericht baut auf den eigenen CO2-Bilanzen auf, die seit 2005 erstellt werden, berichtet das Aachener Unternehmen. Und mit der aktuellen Dokumentation habe man eine solide Basis für künftige Investitionsentscheidungen und die Erreichung ökologischer Ziele geschaffen, heißt es weiter. So konnte die Stawag unter anderem die Eigenproduktion von Strom aus erneuerbaren Energien von 2010 bis 2014 von 50 Gigawattstunden auf mehr als 250 Gigawattstunden vervielfachen. Besonderen Anteil daran habe der Ausbau von Wind- und Solaranlagen gehabt. Konkret: Die über die Windenergie erzeugte Strommenge stieg von gut 2 Gigawattstunden auf über 148 Gigawattstunden an; der Anteil der Solarenergie wuchs von 2,4 Gigawattstunden auf 56,3 Gigawattstunden. Mit 48 Megawatt Windleistung und knapp 90 Megawatt Photovoltaik verfügt der Kommunalversorger nach eigener Einschätzung Ende 2016 über eine eigene Kapazität zur Erzeugung von Ökostrom, wie sie kaum andere Kommunalversorger in Deutschland aufweisen können. Die Stawag verknüpft ihr eigenes Grünstromangebot mit dem Versprechen, im Jahr 2020 bilanziell die gleiche Menge Ökostrom in eigenen Anlagen herzustellen, wie alle Aachener Haushalte und Gewerbebetriebe verbrauchen. Im Jahr 2020 sollen es 600 Millionen Kilowattstunden sein. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist zur Erreichung des Klimaschutzplanes 2050 besonders wichtig, betont Christian Becker und weist darauf hin, dass der gesamte Ausstoß des kommunalen Versorgers in dieser Zeit von knapp 1,2 Mio. Tonnen auf gut Tonnen zurückgegangen ist, was umgerechnet einer Abnahme von 30 Prozent entspricht. Zunehmende Belastung für die Netze Dazu habe auch eine positive Entwicklung jenseits der reinen Stromerzeugung beigetragen. Unter anderem wurde der Energieeinsatz im Fahrzeugparkt trotz gestiegener Kilometer-Leistungen und gestiegenem Fahrzeugaufkommen im Berichtszeitraum um 1,9 Prozent gesenkt. Noch deutlicher fiel der Rückgang beim Energieeinsatz in den eigenen Immobilien aus. Hier konnte eine Einsparung von 22,4 Prozent realisiert werden. Darüber hinaus nennt der Nachhaltigkeitsbericht auch Zahlen zum rund Kilometer langen Stawag-Netz, wovon die Kilometer langen Stromleitungen aufgrund einer zunehmend dezentralen Erzeugung erheblichen Belastungen ausgesetzt sind. Der Energieversorger betont, dass es mit innovativen Technologien wie den regelbaren Ortsnetztransformatoren gelungen ist, die Zahl der im Betrieb verbrauchten Gigawattstunden von 186 im Jahre 2010 auf 178 im Jahre 2014 zu reduzieren. Eine Einsparung von 4,3 Prozent. Impulse für eine nachhaltige Entwicklung in der Region Dass Nachhaltigkeit heute ein ganz wichtiges Argument ist, steht für Christian Becker außer Frage. Wer heute nicht über dieses Instrument verfügt, hat einen klaren Wettbewerbsnachteil. Kunden im privaten wie gewerblichen Bereich erwarteten nachhaltige Produkte und Dienstleistungen - zum Teil schon deshalb, da sie ihrerseits die Nachhaltigkeit des Lieferanten dokumentieren wollen oder müssen. Aber es geht nicht nur um Wettbewerb und Wertschöpfung: Die Stawag will mit ihren Aktivitäten, so der Vorstand weiter, auch Transparenz schaffen, gesellschaftliche Verantwortung zeigen und Impulse für eine nachhaltige Entwicklung in der Region geben. Kommunalwirtschaft 3/

24 Wupperentwicklung macht gute Fortschritte Vom Abwasserfluss zum Lachslaichgewässer. EU-Wasserrahmenrichtlinie ist weiterhin eine Herausforderung. Der Wupperverband beschäftigt sich weiter intensiv mit der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) im Wuppergebiet. Eckpunkte zu diesem und weiteren Themen des Verbandes stellten Claudia Fischer, Verbandsratsvorsitzende, Georg Wulf, Vorstand, und Dr. Volker Erbe, stellvertretender Vorstand, beim Jahresauftakt- Pressegespräch am 24. Januar in Wuppertal vor. Das Kernelement dabei ist die Gewässerentwicklung in den drei Planungseinheiten Obere Wupper, Untere Wupper und Dhünn. Insbesondere an der Oberen Wupper und Dhünn hat der Wupperverband bereits einige Maßnahmen umgesetzt, um das Flussbett der Wupper und ihrer Nebenbäche wieder naturnah zu gestalten. Der ehemalige Abwasserfluss Wupper wurde vom Land NRW im Bereich Untere Wupper sogar als Lachslaichgewässer ausgewiesen. In den kommenden Jahren richtet sich der Fokus des Verbandes dann noch gezielter auf die Planungseinheit Untere Wupper. Auch hier wurden bereits einzelne Projekte umgesetzt, doch für den Zeitraum ab 2018 soll nun im Laufe dieses Jahres ein Maßnahmenkonzept erarbeitet werden. Bereits geplante Projekte zur naturnahen Gestaltung der Wupper für 2017 sind die Wuppertaler Abschnitte am Döppersberg und zwischen Pfälzer Steg und Alter Markt im Auftrag der Stadt Wuppertal sowie im Bereich der Firma Vorwerk in Laaken. Eine Herausforderung bei der Umsetzung der EU-WRRL ist die Forderung nach einer 4. Reinigungsstufe zur Entfernung von Spurenstoffen für die Wupperverbands-Kläranlagen Buchenhofen, Kohlfurth und Burg. Aus Sicht des Verbandes ist hier einerseits weitere Forschung erforderlich, um zu prüfen, ob eine 4. Reinigungsstufe für die Wupper die erwünschte Wirkung bringt. Andererseits ist auch stärker der Blick auf die Verursacher zu richten, um den Eintrag von Spurenstoffen, z. B. Arzneimittelrückstände, Pflanzenschutzmittel, stärker schon an der Quelle anzugehen. Klärschlammentsorgung zukunftsfähig gestalten Auch die Zukunft der Klärschlammentsorgung ist ein aktuelles Thema des Wupperverbandes. Hierbei sind gesetzliche Anforderungen einzubeziehen, die sich künftig auch auf die Rückgewinnung von Phosphor aus der Verbrennungsasche richten werden. Der Wupperverband strebt gemeinsam mit weiteren Klärschlammerzeugern den Neubau und die gemeinsame Nutzung einer Mono-Klärschlammverbrennungsanlage (SVA) an. Ein Modell für eine solche Kooperation wird derzeit erarbeitet. Die bereits vorhandene SVA des Wupperverbandes am Standort Wuppertal-Buchenhofen blickt auf eine 40-jährige Betriebsdauer zurück und wird bis zur Neuausrichtung der Klärschlammentsorgung weiter betrieben und instand gehalten. Hochwasserportal verbessert Information im Ereignisfall Im Rahmen des Hochwassermanagements ist neben vorsorglichen Hochwasserschutzmaßnahmen vor allem auch Information im Ereignisfall eine wichtige Säule. Daher hat der Wupperverband das Wupper in Wuppertal - Die Struktur des Flussbetts ist durch Steine und Inseln lebendiger geworden Urheber: Wupperverband 90 Kommunalwirtschaft 3/2017

25 SUCHEN SIE Bundesweit! NOCH ODER BAUEN SIE SCHON? Mit einer einzigen Online-Anfrage über das Leitungsauskunftsportal estrasse erreichen Sie ab sofort Leitungsnetzbetreiber und Behörden, die für Ihr Baugebiet zuständig sind. Leitungsanfrage versenden unter

26 Große Dhünn-Talsperre - die zweitgrößte Trinkwassertalsperre Deutschlands Urheber: Stuttgarter Luftbild Elsäßer GmbH Hochwasserportal entwickelt. Das Portal bietet künftig einen umfassenden Überblick und eine Situationsanalyse über das gesamte Wuppergebiet und enthält z. B. die aktuelle Wettersituation sowie Prognosen, Pegelstände sowie deren prognostizierte Entwicklung und vieles mehr. Das Portal wird derzeit im Wupperverband getestet, parallel erfolgt die Einbindung weiterer Fachnutzer, z. B. von Feuerwehren und Wasserbehörden. Ab April 2017 wird es dann auch für alle Bürger/innen freigeschaltet und kostenfrei nutzbar sein. Vorsorglicher Gewässerschutz trägt Früchte niedrige Nitratgehalte in den Trinkwassertalsperren Das Thema Nitrat im Grundwasser und Gülleaufbringung auf landwirtschaftliche Flächen ist derzeit stark in den Medien präsent. Im Wuppergebiet liegt der Fokus aufgrund der Topografie bzw. Beschaffenheit des Untergrundes auf der Gewinnung von Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitung durch oberirdische Talsperren. Der Wupperverband ist Eigentümer der Trinkwassertalsperren Große Dhünn-Talsperre, Kerspe- und Herbringhauser Talsperre. In den Einzugsgebieten der Talsperren gibt es bereits seit den 1990er Jahren eine erfolgreiche Kooperation zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft. Durch vorsorglichen Gewässerschutz, z. B. durch Schutzstreifen an Zuläufen oder eine Unterstützung bei der Düngemittelplanung durch einen landwirtschaftlichen Berater, ist der Nitratgehalt in den Talsperren kontinuierlich gesunken. An der Großen Dhünn-Talsperre beispielsweise ist der Nitratgehalt im Talsperrenrohwasser von 15 Milligramm pro Liter zu Beginn der Kooperation in 1993 auf durchschnittlich rund 10 Milligramm pro Liter gesunken. Auch an der Kerspe- und der Herbringhauser Talsperre liegen die Nitratgehalte im Rohwasser deutlich unter dem Grenzwert für Trinkwasser von 50 Milligramm pro Liter. Anlagen instand halten und Prozesse optimieren Bei den aktuellen Projekten des Wupperverbandes steht die Erhaltung und Optimierung der Anlagen im Fokus. Die Sanierung der Luftseite der Herbringhauser Talsperre ist weitgehend abgeschlossen, Restarbeiten wie z. B. Fugenarbeiten und Erdarbeiten werden im Frühjahr 2017 fertig gestellt. Für seine 11 Kläranlagen hat der Wupperverband ein Investitionsprogramm aufgelegt. Bis 2020 sollen pro Jahr 10 Mio. Euro investiert werden, um Reinigungsverfahren und Energiebedarf im Rahmen einer Gesamtstrategie zu optimieren. Ein laufendes Projekt ist die Verfahrensumstellung und umfassende Modernisierung der Kläranlage Marienheide, die in 2017 abgeschlossen wird. Die Arbeiten für die neue Abwasser-Druckleitung zwischen Wipperfürth-Neye und Hückeswagen sind weit vorangeschritten, die Fertigstellung wird sich aufgrund der derzeitigen niedrigen Temperaturen voraussichtlich auf März verschieben. Beim Hochwasserschutz am Eschbach in Solingen-Unterburg werden zwei Großprojekte miteinander verzahnt: Der Wupperverband erneuert u.a. die Ufermauern und legt das Bachbett des Eschbachs tiefer, damit Unterburg zukünftig besser vor Hochwasser geschützt ist. Die Stadt Solingen saniert die marode Stützwand der Eschbachstraße. Derzeit laufen als Vorbereitung für die zweite Bauphase Fällarbeiten entlang des Eschbachs sowie das Vergabeverfahren für die Bauarbeiten. 92 Kommunalwirtschaft 3/2017

27 Neubeschichtung des Accelatorbeckens in Mülheim an der Ruhr: Sicherer Oberflächenschutz zur Trinkwasseraufbereitung Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel und benötigt daher höchsten Schutz und die bes- te Kontrolle. In manchen Gebieten Deutschlands ist das Trinkwasser jedoch in nicht ausrei- chender Menge aus dem Grundwasser zu schöpfen dafür fehlen häufig natürliche Grund- wasservorkommen. In solchen Fällen bedarf es einer ausgeklügelten Wasseraufbereitung. Im Herzen des Ruhrgebiets nutzt die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft (RWW) Oberflächenwasser der Ruhr als Rohwasserquelle. Die Wasseraufbereitung erfolgt in einem mehrstufigen Multi-Barrieren-Verfahren, dem sogenannten Mülheimer Verfahren. Dabei wird weitestgehend auf den Einsatz von Chlor verzichtet und das Wasser durch Ozoni- erung, Mehrschichtfilter, Aktivkohlefiltration, Untergrundpassage und eine UV-Technologie aufbereitet. Insgesamt versorgt die RWW rund Menschen über ein ca km langes Verteilnetz und gehört damit zu den größten Wasserdienstleistern Deutschlands. Im RWW-Ruhrwasserwerk Styrum/West durchläuft das Rohwasser zu Beginn des Prozesses der Flusswasseraufbereitung einen so genannten Flocker vom Typ Accelator. Durch die Zugabe eines Flockungsmittels und Flockungshilfsmitteln werden Kolloidale und suspendie- rende Stoffe in eine abtrennbare Form überführt, um diese mit Hilfe der Sedimentation zu entfernen. Bei den abzuscheidenden Substanzen handelt es sich zum Beispiel um natürlich vorkommende Mineralien und Algen etc. sowie um Schmutzpartikel aus Abwasserleitungen. Das Accelatorbecken mit einem Durchmesser von 33 Metern im Lichten und einer Tiefe von 6 m, besteht aus einem Rundbecken, welches durch Einbauten in Reaktions-, Klär- und Schlammräume unterteilt ist. Eine im Beckeninneren angeordnete Stahlbetonglocke enthält die Misch- und Reaktionsszone. Sowohl die Außenwände als auch die Wand der Glocke ver- laufen konisch unter einem Winkel von 45. Über eine Stahlbrücke ist ein mittig angeordne- tes Rührwerk zu erreichen. Sanierung unter besonderen Bedingungen Die RWW entschloss sich zu umfangreichen Sanierungsarbeiten an den Betonoberflächen des Accelators. Der langjährige Betrieb dieser ersten Reinigungsstufe hatte seine Spuren an dem Betonbauwerk mit den filigranen Betonablaufrinnen hinterlassen. Voruntersuchungen am vorhandenen Korrosionsschutz der Brücke ergaben darüber hinaus, dass der Anstrich asbest- und bleihaltig ist. Aus diesem Grund mussten die Arbeiten unter besonderen Bedin- gungen ausgeführt werden. Im ersten Schritt errichtete das Team der GFB Gesellschaft für Bauwerkssanierung und Instandsetzung mbh eine Folien-Einhausung rund um das Accela- torbecken als Staubschutz. Wie bei Sanierungsfällen mit Asbest üblich, errichtete man an- schließend ein Schwarzbereich inklusive Personen- und Materialschleuse. Im nächsten Schritt konnte dann die asbesthaltige Altbeschichtung der Brücke abgebeizt werden. Farbreste und Walzhaut entfernte man mittels Druckluftstrahl mit festem Strahlmittel. Somit waren die Flächen für die Neubeschichtung vorbereitet. Beständigkeit gegen betonaggressive Wasser gefordert Aufgrund der teilweise betonaggressiven Eigenschaften des Wassers, galten besondere An- forderungen an die Innenbeschichtung der Oberflächen. Außerdem dürfen nur ausgewählte, für den Trinkwasserbereich zugelassene Produkte nach hohen hygienischen Standards zum Einsatz kommen. Innenflächen von Behältern und Rohrleitungen unterliegen besonders strengen Kriterien. Sie dürfen nur mit Beschichtungsstoffen vor Korrosion geschützt werden, die den Vorgaben der UBA-Leitlinie des Umweltbundesamtes und dem DVGW Arbeitsblatt W 270 entsprechen. Zusätzlich waren sehr glatte Oberflächen in diesem Fall eine weitere An- forderung an die Neubeschichtung. Diese bieten eine geringere Verschmutzungsneigung, so dass Partikel nicht an der Oberfläche hängen bleiben können. Dank seiner langjährigen Er- fahrung mit Oberflächenschutzsystemen bietet der Stuttgarter Bauchemie-Hersteller Sika Deutschland ein großes Portfolio an leistungsfähigen und gemäß den Richtlinien zugelasse- nen Produkten rund um den Trinkwasserschutz. Gemeinsam mit dem Bauherrn, der RWW Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft mbh und dem Essener Verarbeitungsun- ternehmen GFB mbh erfolgte eine aufeinander abgestimmte Produktauswahl. Lösemittelfreie Neubeschichtung Für die Reprofilierung verwendete man zunächst einen rein mineralischen Trinkwassermör- tel. Anschließend erfolgte der Auftrag des hydraulisch abbindenden 2-komponentigen PCC- Mörtels Icoment-540 von Sika. Der Mörtel dient zur Dünnbeschichtung des Trinkwasserbe- hälters. Aufgrund seines höheren Wasserrückhaltevermögens führt er zu vermindertem Schwinden und damit zu geringerer Schwindrissneigung. Der Auftrag von Icoment-540 Mör- tel erfolgte in Schichtdicken von 3 bis 5 mm. Im nächsten Schritt setzte man die 2-K- Epoxidharz-Beschichtung Sika Permacor-136 TW in der Farbe blau ein. Bei Trinkwasserbehäl- tern mit höchsten Belastungen im aggressiven Bereich und gleichzeitig hohen optischen Anforderungen haben sich Systemlösungen auf Epoxidharzbasis bewährt. Diese schützen zuver- lässig vor hydrolytischer Korrosion und sind somit beständig gegen Auslaugeprozesse. Wegen des hohen Vernetzungsgrades von Sika Permacor-136 TW ist die Beschichtung resistent ge- genüber Wasser mit niedrigem ph-wert bei gleichzeitig geringer Carbonathärte. Durch den Verzicht auf Lösemittel, treten bei Verwendung der Beschichtung weder Geruchsbelästigun- gen noch nachträgliche Verunreinigungen des Wassers auf. Somit steht der sicheren Trink- wasseraufbereitung im Ruhrgebiet nach der erfolgreichen Sanierung nichts mehr im Weg. Bautafel: Objekt: Accelatorbecken im RWW-Ruhrwasserwerk Styrum/West Bauherr und Betreiber: RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbh, Mülheim an der Ruhr Fläche: m 2 Ausführung: GFB Gesellschaft für Bauwerkssanierung und Instandsetzung mbh, Essen Hersteller Beschichtungssysteme: Sika Deutschland GmbH, Stuttgart Eingesetzte Produkte: Icoment-540 Mörtel, Sika Permacor-136 TW Beschichtung Kommunalwirtschaft 3/

28 Neues Drehzahlregelsystems für die Heizungs- und Klimatechnik Auf der diesjährigen ISH ( März 2017) in Frankfurt präsentiert die KSB Aktiengesellschaft, Frankenthal, eine neue 230-Volt-Version ihres motormontierten Drehzahlregelsystems Pump- Drive Eco. Diese speziell auf die Belange der Heizungs- und Klimatechnik abgestimmte neue Ausführung ist für Motoren mit einer Antriebsleistungen von 0,12 1,1 kw lieferbar. Der PumpDrive Eco verfügt über eine sensorlose Differenzdruck-regelung, welche in Verbindung mit der Etaline L voreingestellt ist. Alle Pumpen- und Motordaten sind bereits ab Werk parametriert. Das senkt den Aufwand bei der Inbetriebnahme des Aggregates. Neben dem optional lieferbaren festeingebauten Bluetooth-Funkmodul kann der Anwender jetzt auch einen externen Bluetooth-Koppler von außen auf die Serviceschnittstelle des PumpDrive Eco aufstecken. Das erleichtert die Arbeit der Nutzer, weil man so auch mit den Antrieben kommunizieren kann, die nicht über eine eigene BT-Schnittstelle verfügen. Über die MyPumpDrive -App und über ein Smartphone kann der Anwender mit dem System kommunizieren und Einstellungen vornehmen. Dazu kann man sowohl Handys mit Apple ios als auch solche mit Android-Betriebssystem verwenden. Die kostenlose Applikation sorgt für eine hohe Wartungsfreundlichkeit und ermöglicht eine schnelle Inbetriebnahme der Pumpe. Außerdem ermöglicht sie, anwendungs-spezifische Datensätze zu verwalten. Ein Inbetriebnahme-Wizard in der App unterstützt beim Einrichten einfacher Etaline-Pumpe mit einem PumpDrive Eco in der neuen 230-V-Ausführung. (KSB Aktiengesellschaft, Frankenthal) Funktionen, wie einer Enddruck- oder einer Differenzdruckregelung. Der Nutzer hat außerdem über die App Zugriff auf den Frequenzumrichter und kann so sein Pumpensystem auf seine Anforderungen hin optimieren. Prozessgrößen wie Differenzdruck oder Förderstrom der Pumpe meldet der PumpDrive Eco als analoges Ausgangssignal mit 4-20 ma oder jetzt auch als 0-10-V-Signal an eine übergeordnete Leitwarte. Außerdem verfügt er nun über zwei Schließerkontakte, mit denen er eventuell vorliegende Warnungen oder Alarme weitermelden kann. Dank einer Vektorregelung mit umschaltbarem Motoransteuerverfahren kann das Drehzahlregelsystem sowohl Asynchronals auch Synchron-Reluktanzmotoren betreiben. Neue Hocheffizienzpumpen für Erstausrüster Zur ISH 2017 bringt die KSB Aktiengesellschaft, Frankenthal, als Erweiterung ihres hocheffizienten Umwälzpumpen-Programmes die Baureihe Calio SI in vier Ausstattungsvarianten auf den Markt. Diese ermöglichen in Heizungs-, Klima- und Solaranlagen eine automatische Fahrweise mit Konstantdruck- oder Proportionaldruckregelung sowie einen Betrieb mit 0-10 V Sollwertvorgabe oder Ansteuerung über PWM-Signal gemäß VDMA-Einheitsblatt. Bei den Varianten HMI und Dual sowie EcoMatch kann der Anwender über ein Bedienfeld mit zwei Drucktasten die gewünschte Betriebsart auswählen. Als Antriebe für die neuen Aggregate kommen hocheffiziente Nassläufermotoren zum Einsatz. Deren Wirkungsgrade liegen deutlich über den in der Effizienzvorschrift ErP 2015 geforderten Werten. Ein Motorvollschutz mit integrierter Auslöseelektronik schützt die Wicklung vor Überhitzung. Ein automatisches Antiblockiersystem für den Rotor und eine Sanftanlauf-Funktion sorgen für hohe Betriebssicherheit. Die 6-polige Bauweise des Rotors ermöglicht einen geräuscharmen Lauf und ein minimales Rastmoment. Wartungsfreie Keramiklager ermöglichen den Pumpen bei Mediumstemperaturen von bis zu 110 C eine lange Lebensdauer. Die Antriebsleistung der 15 verschiedenen Baugrößen reichen von 25 bis 62 Watt. Die Pumpen sind in den Standardbaulängen 130 mm und 180 mm erhältlich. Die neuen Pumpen der Baureihe Calio SI sind besonders auf die Bedürfnisse von Erstausrüstern ausgelegt. (KSB Aktiengesellschaft, Frankenthal) 94 Kommunalwirtschaft 3/2017

29 FLOWTITE GFK-ROHRSYSTEME THE FIRST CHOICE OF ENGINEERS WORLDWIDE Besuchen Sie uns auf der Wasser Berlin! Halle 1.2 / 100 Kanalrohrleitungen Druckrohrleitungen Trinkwasserleitungen Stauraumkanalsysteme Wasserkraftleitungen Trinkwasserspeicher EBA-ZULASSUNG FÜR FLOWTITE GFK-ROHRE. DN 300 DN GFK-Sonderprofile Industrieleitungen Brunnenrohre Schächte Bewässerungsleitungen Brückenrohre Vortriebsrohre AMIANTIT GERMANY GMBH, AM FUCHSLOCH 19, DÖBELN, GERMANY, T ,

30 Trinkwasser aus der Region für die Region - Wasserrechtsverfahren startet Damit ein Wasserversorger seine Kunden mit frischem Trinkwasser versorgen kann, benötigt er zur Entnahme von Grundwasser ein sogenanntes Wasserrecht. Für die Versorgung der Stadt Hannover und dem nord-östlichen Teil der Region sind enercity, die Harzwasserwerke GmbH und der Wasserverband Nordhannover (WVN) zuständig. Diese beantragen ihre jeweiligen Wasserrechte neu und klären hierzu in öffentlichen Bürgerinformationen auf. Tagtäglich sprudelt frisches Trinkwasser ganz selbstverständlich aus unseren Wasserhähnen. Der aufwändige Prozess Der Wasseraufbereitung vom Grund- zum Trinkwasser ist ebenso vielfältig wie spannend. Zurzeit bereiten sich die drei Wasserversorger enercity, die Harzwasserwerke GmbH und der Wasserverband Nordhannover auf die wohl wichtigste Grundlage für die Trinkwasserversorgung vor: das Wasserrechtsverfahren. Um Grundwasser fördern zu dürfen, benötigen die Wasserversorger eine wasserrechtliche Bewilligung. Dort sind Art und Maß der Nutzung genau festgelegt. Die Zulassung ist mit strengen Auflagen und einer Befristung verknüpft. Für die Vergabe von Wasserrechten in diesen Verfahren ist federführend die Region Hannover zuständig. Der aufwändige Genehmigungsprozess beinhaltet umfangreiche Fachgutachten und wird etwa drei Jahre dauern. Er startet am 20. April 2017 mit einer Antragskonferenz, auf der alle Anforderungen an die beizubringenden Gutachten festgesetzt werden. Am Ende des Verfahrens erhalten die Wasserversorger dann voraussichtlich Ende 2020 jeweils ein Wasserrecht zur Grundwasserentnahme für 30 Jahre und haben damit die Basis für eine langfristige Sicherung der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser geschaffen. enercity, die Harzwasserwerke GmbH und der Wasserverband Nordhannover erläutern dieses komplexe Verfahren auf drei Informationsveranstaltungen und laden hierzu die interessierte Bevölkerung herzlich ein. Außerdem werden Möglichkeiten aufgezeigt, wo und wann sich der Bürger in den Prozess mit seinen Belangen einbringen kann. Folgende drei Bürgerinformationsveranstaltungen finden statt: Mittwoch, 1. März 2017, 19:00 Uhr: Amtshof Burgwedel, Auf dem Amtshof 8, Burgwedel Donnerstag, 2. März 2017, 19:00 Uhr: Gasthaus Goltermann, Plumhofer Straße 57, Wedemark Donnerstag, 9. März 2017, 19:00 Uhr: Dorfhaus Wieckenberg,, Interessierte aus den betroffenen Gebieten des Fuhrberger Felds können Ihre Fragen auch vorab an die -Adresse senden. Auf der website finden sich ab 1. März 2017 Informationen zum laufenden Wasserrechtsverfahren: Neuer Stauraumkanal und neue Regenrückhaltung aus GFK für Neuastenberg AMISCREEN hält die Pisten sauber Pünktlich zur Skisaison gehen im Winterberger Ortsteil Neuastenberg ein Stauraumkanal und ein aus vier Rohrsträngen bestehendes Regenüberlaufbauwerk ihrer Fertigstellung entgegen. Im Auftrag der Stadtwerke Winterberg hat die Ferdinand Altbrod GmbH & Co KG die Tiefbauarbeiten nach den Plänen des Ingenieurbüros Veldhuis für Hoch- und Tiefbau ausgeführt. Entgegen der ursprünglichen Planung, die eine Ausführung mit Stahlbetonsegmenten vorsah, kamen für die unterirdischen Bauwerke GFK-Rohre der Amiantit Germany GmbH zum Einsatz. Neben den Werkstoffeigenschaften haben einbautechnische Gründe zu dieser Entscheidung beigetragen: Aufgrund der schwierigen topografischen Rahmenbedingungen an der Einbaustelle waren die Gewichte der einzubauenden Rohre mit Blick auf die einzusetzenden Baugeräte limitiert. Das im Gegensatz zu anderen Werkstoffen relativ geringe Gewicht der Bauteile aus GFK hat in dieser Hinsicht zu einem reibungslosen Bauablauf beigetragen. Besonders zu erwähnen ist auch, dass der neue Stauraumkanal mit dem von Amiantit entwickelten System AMISCREEN ausgestattet wurde. Die wartungsarme und verschleißfreie Grobstoffrückhaltevorrichtung, mit dem die Baupartner bereits bei vergangenen Projekten in der Region Winterberg gute Erfahrungen gemacht haben, sorgt nach Fertigstellung der Anlage dafür, das schmutzfrachtfreies Wasser vom Stauraumkanal über die Regenrückhaltung in den Vorfluter abgeleitet wird. Die Einbaustelle liegt in unmittelbarer Nähe der Postwiese in Winterberg-Neuastenberg und damit in einem der am höchsten frequentierten Wintersportgebieten im Hochsauerlandkreis. Deshalb haben in den Überlegungen der Verantwortlichen unter anderem umweltschutz-relevante Aspekte bei der Umgestaltung und Erweiterung der Kanalisation eine Rolle gespielt. Teilweise werden die Ortsteile Langewiese und Neuastenberg noch im Mischsystem entwässert, erklärt Henrik Weiß, Vorstand der Stadtwerke Winterberg AÖR. Bei neuen Bauvorhaben wie zum Beispiel der Erschließung der unmittelbar neben der Postwiese gebauten 24 Ferienhäuser wird sukzessive auf ein Trennsystem umgestellt. Damit reagieren die Stadtwerke unter anderem auf Forderungen von Unterer Wasserbehörde und Regierungspräsidium Arnsberg und kommen den gesetzlichen Vorgaben nach, nach denen Niederschlagswasser gemäß 51a Landeswassergesetz vor Ort zu versickern, zu verrieseln oder ortsnah in ein Gewässer einzuleiten sind, sofern dies ohne Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit möglich ist. Neuer Sammelpunkt für das Mischwasser Mit dem Bau von Stauraumkanal und Regenüberlaufbecken entstand in Neuastenberg nun ein neuer Sammelpunkt für Schmutzund Regenwasser, mit dem diese Vorgaben erfüllt werden. Im Rahmen der Erschließung der Ferienhausanlage wurde zur Abwasserentsorgung eine neue Kanalisation gebaut, welche das Schmutzwasser über das bestehende und ausreichend dimensionierte Kanalnetz der Kläranlage in Züschen zuführt, erläutert Dipl.- Ing. Andreas Veldhuis, Ingenieurbüro Veldhuis für Hoch- und Tiefbau. Das Niederschlagswasser wird falls getrennt erfasst über die Regenrückhaltung (RRB 1-4) direkt in den Vorfluter geführt oder über die Mischwasserkanalisation aufgenommen und im weiteren 96 Kommunalwirtschaft 3/2017

31 Beim Bau eines neuen Stauraumkanals und einer Regenrückhaltung setzte die Stadt Winterberg auf GFK-Rohre und -System von Amiantit. Foto: Amiantit Germany GmbH Verlauf dem neuen Stauraukanal zugeleitet. Von hier gelangt der Abfluss gedrosselt in eine Nachblasestation und wird über einen ca. 8 km langen Taldüker zur Kläranlage in Züschen abgeleitet oder wenn sich der Stauraumkanal bei starken Regenfällen zunehmend füllt über die Regenrückhaltung ebenfalls in den Vorfluter abgeführt. Rohrgewicht limitiert Bei der Wahl des geeigneten Materials für den Bau von Stauraumkanal und Regenüberlaufbauwerk spielten neben den Werkstoffeigenschaften insbesondere bautechnische Belange eine große Rolle. Rohre aus GFK sind korrosionsbeständig und verfügen über hervorragende hydraulische Eigenschaften, erklärt Dipl.-Ing. Dietmar Clever, Bauleitung, Ferdinand Altbrod GmbH & Co KG. Allerdings haben auch die Verhältnisse auf dem Baufeld zu der Entscheidung für den auch in größeren Rohrdimensionen noch vergleichsweise leichten Werkstoff beigetragen. Mit einem Mobilkran hätten wir auf diesem Untergrund und bei dieser Hanglage nicht arbeiten können, so Clever weiter. Mit dem vor Ort eingesetzten 40 t-bagger war somit das mögliche Gewicht der Rohre mit Nennweiten von bis DN 2900 auf maximal 10 t limitiert; schon deshalb war die Entscheidung für die GFK-Rohre die ideale Wahl, um die Verlegung der Bauteile fachgerecht und vor allem sicher ausführen zu können. Mit AMISCREEN ausgerüstet Der rund 20 m lange Stauraumkanal ist dem Regenüberlaufbauwerk vorgelagert. Er ist mit einem GFK-Drosselschacht DN 2600 und einem GFK-Entlastungsschacht DN 2400 ausgestattet und besteht aus GFK-Rohren in der Nennweite DN Das Besondere: Zwei Rohrstränge im Inneren des Stauraumkanals dienen der AMISCREEN-Technologie, die von Amiantit als Alternative zu herkömmlichen Rechensystemen entwickelt wurde und der Rückhaltung von Grobstoffen dient. Bei der herkömmlichen Nutzung von Rechen an oder auf Schwellen in einem Entlastungsbauwerk gelangt man schnell an Grenzen, erläutert Uwe Napierski, Vertriebsleiter Sonderanwendungen, Amiantit Germany GmbH. So kann ein Rechen zwar die Grobstoffe gut zurückhalten, andererseits aber auch sehr schnell verstopfen. Daher sind für eine kontinuierliche Arbeitsweise integrierte Reinigungseinrichtungen bisher unverzichtbar. Diese basieren wiederum auf mechanischen Systemen. Setzt jedoch solch eine meist konstant mitlaufende Rechenreinigung einmal aus, können die Grobstoffe den Rechen verstopfen. Am Ende wird das Rückhaltesystem überspült, und das abschlagende Wasser gelangt ungereinigt wieder in die Vorflut. Effizient, wartungsarm, verschleißfrei Beim AMISCREEN-System erfolgt die Rückhaltung der Grobstoffe durch perforierte Rohre, die direkt im Stauraumkanal angeordnet sind. Es wird damit eine riesige Rechenfläche geschaffen, die in etwa dem 25-fachen eines klassischen Rechens auf oder an einer Entlastungsschwelle entspricht. Das energiefreie Schmutzstoffrückhaltesystem benötigt keine beweglichen Bauteile. Das System ist überdies wartungsarm und verschleißfrei. Es ist korrosionsbeständig, langlebig und kann mit einer Sensorik auch funktionell überwacht werden, nennt Gebietsverkaufsleiter Hans Jürgen Bieber, Amiantit Germany GmbH, weitere Vorteile des Systems. Der verbesserte Rückhalt von Schmutzstoffen im Stauraumkanal führt zu einer wesentlich geringeren Schmutzbelastung der Vorflutgewässer. Verbunden mit dem sehr guten Ausspülverhalten von GFK- Rohren in einem Stauraumkanal und dem dadurch möglichen Transport der zurückbehaltenen Schmutzstoffe hin zur Kläranlage wird ein aktiver Beitrag zur Verbesserung der Gewässerqualität geleistet. Wenn bei starken Regenfällen der Zufluss den gedrosselten Ablauf übersteigt, füllt sich der Stauraumkanal und die Rechenlemente werden durchströmt. Bei vollständiger Füllung setzt dann der Abfluss über die Schwelle im Entlastungsbauwerk ein. Über das Entlastungsbauwerk gelangt das Mischwasser in das Regenrückhaltebauwerk, wobei die Grobstoffe von AMISCREEN zuverlässig im Stauraum zurückgehalten werden. Das dem Mischwasserstauraumkanal DN 2000 nachfolgende Regenrückhaltebecken besteht aus vier gestaffelt angeordneten GFK-Rohrsträngen in der Nennweite DN Sie sind 9, 12, 16 und 22 m lang und verfügen über ein Stauvolumen von insgesamt 400 m3. Von einem Überlaufbauwerk läuft das Wasser über eine Raubettrinne in den Vorfluter. Laut Aussage von Planer Veldhuis wird durch die neuen Bauwerke der Höchstwasserabfluss von über 700 l/sec auf die Einleitungsmenge von 20 l/sec. begrenzt. Mit den neuen Bauwerken, insbesondere mit dem eingesetzten AMISCREEN-Sytem ist den gesetzmäßigen Auflagen damit ebenso Genüge getan, wie den Umweltschutzaspekten und die Ski-Touristen können sich über saubere Pisten freuen. Kommunalwirtschaft 3/

32 Wilo legt Grundstein für die digitale Zukunft Feierlicher Start der Baumaßnahmen zur Smart Factory mit NRW Ministerpräsidentin Hannelore Kraft Mit der feierlichen Grundsteinlegung für eine hochmoderne Smart Factory am Stammsitz in Dortmund, hat die Wilo Gruppe die nächste Phase ihres Standortentwicklungsprojekts Wilo-Campus Dortmund eingeläutet. Rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Kultur und Sport, darunter NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau, bildeten den würdigen Rahmen für die traditionelle Zeremonie. Dies ist der Beginn für ein großartiges Bauvorhaben mit einer gewaltigen Dimension, sagte Dr. Jochen Opländer, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats, in seiner Ansprache. Oliver Hermes unterstrich die Bedeutung dieses Jahrhundertprojekts, die weit über die Stadtgrenze Dortmunds hinausgehe. Es gibt ausreichend Beispiele dafür, dass das produzierende Gewerbe das Ruhrgebiet verlässt. Wir haben uns bewusst gegen diesen Trend entschieden, hob der Wilo-Vorstandsvorsitzende hervor, der der Region als gebürtiger Essener besonders verbunden ist und den Ehrentitel Bürger des Ruhrgebiets trägt sowie seit Ende des letzten Jahres Mitglied im Geschäftsführenden Arbeitskreis des Initiativkreises Ruhr ist. Wichtig sei es nun, das Ziel des Neubaus stets im Auge zu behalten: Wir realisieren die digitale Fabrik der Zukunft jetzt! - so Hermes weiter. Hannelore Kraft lobte das Engagement des Dortmunder Traditionsunternehmens: Ich freue mich, dass Unternehmen wie Wilo erkannt haben, welche neuen Möglichkeiten die Digitalisierung bietet. Prognos geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt je NRW- Einwohner bis 2030 um jährlich knapp 1,5 Prozent steigt. Industrie 4.0 kann zum großen Wachstumstreiber für die nordrhein-westfälische Wirtschaft werden. Es wäre fahrlässig, wenn wir diese Chancen nicht nutzen würden. Daher bin ich dankbar, dass Wilo hier mit Mut und konsequent vorangeht, stellte die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein- Westfalen heraus. Oliver Hermes verwies in diesem Zusammenhang auf die Digitalisierungsstrategie des Unternehmens: Wilo setzt als Innovationsführer und digitaler Pionier neue Standards. Wir haben hier bewusst den Begriff digitaler Pionier eingebracht, um zu verdeutlichen, dass wir den Anspruch haben, im digitalen Zeitalter ganz vorne zu stehen, sagte der Vorstandsvorsitzende. Das betreffe sowohl die Produktebene, optimierte Prozesse in Produktion und Vertrieb, aber auch neue Geschäftsmodelle. Dr. Markus Beukenberg, der als Bauvorstand für das Projekt Campus Dortmund 2020 verantwortlich ist, unterstrich die Wichtigkeit des Neubaus: Mit der neuen Fabrik stellen wir uns für die Zukunft auf und treiben die Digitalisierung als wichtigen Faktor für eine nachhaltige Entwicklung voran. Auch für den Dortmunder Oberbürgermeister war es ein besonderer Tag. Mit ihrem wegweisenden Zukunftsprojekt unterstreicht die Wilo Gruppe die Bedeutung Dortmunds als Wirtschafts- und Produktionsstandort, betonte Ullrich Sierau, als er gemeinsam mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Dr. Jochen Opländer und Oliver Hermes den symbolischen Grundstein legte. Die Zeitkapsel, die sie dabei versenkten, enthält neben vielen anderen Dingen den Bauplänen, eine aktuelle Tageszeitung, das Laufrad einer Wilo-Pumpe, einige Euro-Münzen und ein kleines Rhino, auch als Dortmunder Nashorn bekannt. Insgesamt investiert der Weltmarktführer für Pumpen- und Pumpensysteme weit über 100 Millionen Euro in die komplette Neugestaltung seines Stammsitzes in Dortmund. Auf einer Grundstücksfläche von Quadratmetern, dies entspricht der Größe von ca. 26 Fußballfeldern, entsteht die Smart Factory, mehrere Funktionsgebäude sowie ein hochmoderner Bürokomplex, der in seiner Charakteristik das Dortmunder Stadtbild von Süden her prägen wird. Der gesamte Campus soll bis 2022 fertig sein, die Smart Factory nimmt bereits Anfang 2019 ihren Betrieb auf. Um diese Pläne umsetzen zu können, ist in den kommenden drei Jahren eine gemeinsame Anstrengung notwendig, die auch eine gehörige Portion Vertrauen von Seiten der Mitarbeiterschaft voraussetzt. Deshalb möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken, ohne die ein solches Projekt nicht möglich wäre, vielen Dank für Ihre Unterstützung, sagte Oliver Hermes. Dr. Jochen Opländer bemühte einen Vergleich mit dem Team des Deutschlandachters, dessen Hauptsponsor Wilo seit Jahren ist und fügte hinzu: Auch wir müssen als ein großes Team arbeiten, in dem jeder seinen Platz hat und sein Können einbringt. Nur gemeinsam können wir die anstehenden Aufgaben meistern, um die Zukunft des Unternehmens erfolgreich zu gestalten. Seine Verbundenheit zu seiner Heimatstadt hatte Dr. Opländer zu Beginn der Veranstaltung, begleitet vom Applaus der Gäste, durch eine großzügige Geste dokumentiert. Als Gründungsund Kuratoriumsmitglied der Kulturstiftung Dortmund überreichte er den Vorstandsmitgliedern Hans-Dieter Michalski und Ulrich Andreas Vogt aus privater Initiative einen Spendenscheck in Höhe von einer Millionen Euro. SCADA und Prozessleitsystem mit speziellen Funktionen für die Wasserwirtschaft NIVUS bietet seine Automatisierungssoftware jetzt auch als Cloud-Lösung auf Mietbasis an Der Messtechnik- und Softwarehersteller bietet mit dem modular aufgebauten NICOS ein vollständiges und komfortables Berichtswesen. Besonderes Augenmerk lag bei der Entwicklung auf der Eignung für Anwendungen in urbanen Strukturen im Umfeld von Wasser, Energie und Abfall. Das Leitsystem erfüllt für verschiedene Branchen die notwendigen Normungen, gesetzlichen Vorgaben und Bestimmungen (z.b. ATV M260, EKVO, etc.). Mit der Softwarelösung können auch individuelle, in MS Excel erstellte, Layouts schnell und einfach mit Prozesswerten verknüpft werden. Dies erleichtert dem Anwender einen schnellen Informationsüberblick auf seine Anlagen. Die Software unterstützt den offenen Kommunikationsstandard IEC Dieser findet Verwendung in der Fernwirk- sowie Netzleittechnik und erlaubt die Kommunikation zwischen Leitstelle und Unterstationen über ein Standard-TCP/IP-Netzwerk. Ebenfalls wird der OPC UA Standard unterstützt, der im Zeitalter von Industrie 4.0 als Brücke zwischen der IT und Automatisierungswelt dient. Das Unternehmen bietet die zu 100% webbasierte Leittechniklösung auch im Rahmen eines Cloud-Services an. Technologien wie 98 Kommunalwirtschaft 3/2017

33 HTML5 nach W3C machen es für Kunden unnötig, eigene dedizierte Server in speziell dafür eingerichteten Rechnerräumen bereitzustellen. Durch den freien Zugriff auf das System kann die Automatisierungssoftware auch komplett als Portallösung genutzt und kundeneigene Anlagen bei vollem Funktionsumfang über die Cloud überwacht werden. Die hundertprozentige Server-Clientstruktur ermöglicht es dem Automatisierungsspezialisten, das System auch als Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS) anzubieten. Für die Verbindung zwischen Sensorik und Leitsystem bietet der Hersteller abgestimmte NIVUS-Fernwirkprodukte. Hier gibt es sowohl Ausführungen für den Netzbetrieb als auch autarke Lösungen mit sehr hohen Standzeiten. Verbrauchsstiftungen: Nutzung durch Kommunen und Kreise zur Unterstützung von Flüchtlingen Wer Gutes tun will, muss es verschwenderisch tun! Stiftungen sind ein probates Mittel, wenn es darum geht, dauerhaft Gutes tun zu wollen. Wenn aber die Stiftungstätigkeit eingeschränkt werden muss, um das Vermögen der Ewigkeitsstiftung nicht zu gefährden, sollte man über eine Verbrauchsstiftung nachdenken ganz im Sinne von Martin Luther, der dazu aufrief mit dem Guten verschwenderisch umzugehen. Stiftungen sind normalerweise für die Ewigkeit angelegt, denn laut Stiftungsrecht muss das einmal gestiftete Grundvermögen erhalten bleiben und nur die Erträge dürfen für den Stiftungszweck eingesetzt werden eine echte Herausforderung im inzwischen schon länger anhaltenden Niedrigzinsumfeld für die über rechtsfähigen deutschen Stiftungen des bürgerlichen Rechts. So gehen nach einer aktuellen PwC-Studie 95 Prozent der befragten Stiftungen davon aus, dass ihre Einnahmen in den nächsten vier bis fünf Jahren sinken werden. Entsprechend rechnen 82 Prozent damit, dass sie ihre Fördertätigkeit einschränken müssen. Die Möglichkeit, Stiftungsgelder in Aktien zu investieren, um ihr Kapital zu erhöhen, wird eher selten angewendet, da diese Vorgehensweise auf Grund des schwankenden Aktienmarktes stark risikobehaftet ist. Somit haben Stiftungen, die ihr Kapital sicher anlegen müssen, mittelfristig so gut wie keine Chance mehr, Erträge zu erwirtschaften. Und damit können sie auch nicht mehr ihrem Stiftungszweck der Förderung gemeinnütziger oder mildtätiger Aufgaben nachgehen. Vor diesem Hintergrund gewinnen sogenannte Verbrauchsstiftungen immer mehr an Bedeutung. Die Zulässigkeit dieser Verbrauchs- Kommunalwirtschaft 3/

34 stiftung hat der Gesetzgeber mit dem Gesetz zur Stärkung des Ehrenamts vom 28. März 2013 ( 80 Absatz 2 BGB) ausdrücklich geregelt. Danach kann neben den Kapitalerträgen auch mit dem Grundkapital gefördert werden. Ist das Vermögen bestenfalls mit Erfüllung des Stiftungsziels aufgezehrt, endet die Stiftung. Allerdings ist die Umwidmung einer klassischen Stiftung in eine Verbrauchsstiftung rechtlich nicht ganz unproblematisch, erklärt der Jurist Dr. Stefan Berz, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Partner bei der Sozietät LKC Kemper Czarske v. Gronau Berz aus Grünwald bei München. Die Kanzlei ist Mitglied bei der LKC-Gruppe, die zu den 20 führenden Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland zählt. Unmöglich ist es aber nicht, etwa wenn Zustiftungen zu erwarten sind, mit denen sich mögliche Kapitallücken wieder schließen lassen. Für eine Umwandlung wird in jedem Fall die Zustimmung der Stiftungsbehörden benötigt. Und deren Praxis ist einheitlich restriktiv: Der Vermögensverbrauch wird als Ultima Ratio betrachtet, der nur in Frage kommt, wenn sich die Stiftungszwecke nicht mehr anders erfüllen lassen, sagt Berz, der darauf spezialisiert ist, Stiftungen und andere gemeinnützige Einrichtungen steuerlich und rechtlich zu beraten. Neugründen ist einfacher als umwandeln Die Neugründung einer Verbrauchsstiftung ist hingegen ungleich einfacher. Dabei soll das Grundstockvermögen nach dem Willen des Stifters in einer bestimmten Zeitspanne ganz oder zum Teil für die Verwirklichung des Stiftungszwecks eingesetzt werden. In Deutschland wird das Instrument der Verbrauchsstiftung noch eher selten genutzt. Experten gehen aber davon aus, dass sich das in Zukunft ändern wird. Denn insbesondere auch für die Lösung mittelfristiger Probleme und Aufgaben etwa die Bewältigung des Flüchtlingsaufkommens ist die Verbrauchsstiftung ein probates Mittel zur Finanzierung. Gerade Kommunen und Kreise können damit einen Weg beschreiten, der ihnen viele interessante Möglichkeiten bietet. Prominentes Beispiel: die Stiftung zum Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden. Allerdings ist grundsätzlich zwischen öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Stiftungen zu unterscheiden: Die privatrechtliche Stiftung ist in den 80 ff BGB geregelt. Die öffentlich-rechtlichen Stiftungen haben keine einheitliche gesetzliche Behandlung. Sie sind in das System der staatlichen Verwaltung eingegliedert und erfüllen öffentliche Aufgaben. Dabei können in beide Stiftungen die unterschiedlichsten Vermögenswerte einfließen, etwa Bank guthaben, Finanzanlagen, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, Kunstwerte und alle möglichen sonstigen Sachwerte. Verbrauchsstiftung als sinnvolles Instrument Zu beachten ist in jedem Fall die unterschiedliche steuerliche Behandlung von Ewigkeits- und Verbrauchsstiftung. So kann der Stifter einer Verbrauchsstiftung nur die allgemeinen spendenrechtlichen Abzugsbeträge des 10b Abs. 1 EStG in Anspruch nehmen. Die Summe der Zuwendungen darf also zwanzig Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte nicht überschreiten. Und der Sonderausgabenabzug von bis zu einer Million Euro darf im Gegensatz zu herkömmlichen Stiftungen nicht in Ansatz gebracht werden. Doch auch die Verknüpfung beider Stiftungsvarianten stellt eine Option dar: So kann in der Satzung durchaus geregelt werden, dass neben einem nicht verbrauchbaren Vermögen die Stiftung ergänzend mit einem zu verbrauchenden Vermögen ausgestattet wird. Dass viele Berater dennoch selten zur Gründung einer Verbrauchsstiftung raten, liege laut Berz einerseits an der noch bestehenden Zurückhaltung bei der Anerkennung durch die Stiftungsaufsichtsbehörde, andererseits aber auch an der mangelnden Erfahrung mit der Gründung von Verbrauchsstiftungen. Das ist eigentlich schade, da der Gesetzgeber das Recht auf Errichtung einer Verbrauchsstiftung ausdrücklich geregelt hat, stellt der Experte fest. Insofern sollten Kommunen und Kreise dieses sinnvolle Instrument gerade bei der Integration von Flüchtlingen in ihre Überlegungen mit einbeziehen. Nachgefragt bei Dr. Stefan Berz von der Steuerberatungssozietät LKC Kemper Czarske v. Gronau Berz in Grünwald bei München. Warum kann es für eine Gemeinde oder einen Kreis Sinn machen, eine Verbrauchsstiftung zu gründen, um die Herausforderungen des Flüchtlingszuzugs besser meistern zu können? Da gibt es eine ganze Reihe von Gründen: Beispielsweise die steuerlichen Aspekte der Gemeinnützigkeit und der klare Zweckbezug in Verbindung mit einer gewissen Nachhaltigkeit beides erleichtert die Finanzierung. Hinzu kommt die Trennung vom kommunalen Haushalt, aber auch eine bessere öffentliche Wahrnehmung. Und die Verbrauchsstiftung hat im Gegensatz zur Ewigkeitsstiftung den klaren Vorteil, dass sofort die Stiftungstätigkeit aufgenommen werden kann, ohne auf den Erhalt des Stiftungsvermögens achten zu müssen. Inzwischen engagieren sich übrigens viele Stiftungen für die Integration von Flüchtlingen. Wer sich dazu austauschen will oder Kooperationspartner sucht, wendet sich am besten an den Bundesverband Deutscher Stiftungen. Welche Finanzierungsmöglichkeiten hat eine Verbrauchsstiftung? Da ist zuerst einmal das Gründungsvermögen. Hinzu kommen die daraus entstehenden Erträge. Dann gibt es die Möglichkeit von Zustiftungen in Form von Spenden oder Erbschaften hier lässt sich mit Fundraising einiges bewegen. Aber gerade für die Integration von Flüchtlingen gibt es auch unterschiedliche Zuschüsse und Fördermittel, um die man sich als Stiftung bewerben kann. Eine Liste der Fördermittel finden Sie hier: akquisos/222387/foerdermittel Wie stellt sich denn ganz allgemein eine Stiftungsgründung dar? Der Stifter erklärt im Rahmen des sogenannten Stiftungsgeschäfts (BGB 81) seinen Willen, eine Stiftung zu gründen. Darin verpflichtet er sich auch, ein bestimmtes Vermögen auf die noch zu entstehende Stiftung zu übertragen. In einer Satzung entwirft der Stifter dann das rechtliche Gerüst für seine Stiftung. Hier legt er insbesondere den Zweck der Stiftung fest und welche Rechtsform und Organe die Stiftung haben soll verpflichtend ist ein Vorstand, der die Stiftung nach außen vertritt und für sie handelt ( 86, 26 BGB). Erst mit der staatlichen Anerkennung des Stiftungsgeschäfts durch die Stiftungsbehörde erlangt die Stiftung den Status einer juristischen Person und damit Rechtsfähigkeit. Erfahrungsgemäß sollte man für den ganzen Prozess mindestens drei Monate einplanen. Rechtliche Anerkennung der Verbrauchsstiftung Auch wenn Verbrauchsstiftungsmodelle in der Praxis bereits seit geraumer Zeit zum Einsatz kommen, wurde letztlich erst mit dem Ehrenamtsstärkungsgesetz vom 21. März 2013 Klarheit darüber geschaffen, dass diese auch rechtlich anzuerkennen sind. Wobei für die Anerkennung einer Verbrauchsstiftung sowohl das Bundes- als auch das Landesrecht berücksichtigt werden müssen. Weitere Informationen zur unterschiedlichen Rechtslage gibt es auf: Eine Verbrauchsstiftung ist wie jede Stiftung rechtsfähig, wenn unter anderem die dauernde und nachhaltige Erfüllung des Stif- 100 Kommunalwirtschaft 3/2017

35 tungszwecks gesichert erscheint. Dabei wird in der Regel von einer Mindestdauer der Stiftungstätigkeit von zehn Jahren ausgegangen. Auch im Hinblick auf die Gemeinnützigkeit hat eine Verbrauchsstiftung die gleichen Kriterien wie eine Ewigkeitsstiftung zu erfüllen: Die Stiftungstätigkeit muss auf die selbstlose Förderung der Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet ausgerichtet sein. Wobei statt gemeinnütziger auch mildtätige Zwecke verfolgt werden können. Die Flüchtlingsarbeit lässt sich jedenfalls unter diese Zwecke einordnen, wird daher als gemeinnützig anerkannt und fällt unter die Steuerbegünstigung. Um die Gemeinnützigkeit nicht aberkannt zu bekommen, muss in der Satzung der Verbrauchsstiftung vermerkt werden, dass bereits während des Bestehens ein Teil des Stiftungskapitals ausgegeben werden darf. Wichtig ist dabei, dass auch bei der Verwendung des Vermögens die Gebote der Ausschließlichkeit ( 56 Abgabenordnung), der Unmittelbarkeit ( 57 AO) und der Selbstlosigkeit ( 55 AO) befolgt werden. Zur Person: Dr. Stefan Berz ist Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Partner bei der Sozietät LKC Kemper Czarske v. Gronau Berz aus Grünwald bei München. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen unter anderem in der gesellschafts-, steuer- und bilanzrechtlichen Beratung mittelständischer Unternehmen, in der steueroptimierte Nachfolgeplanung sowie der Betreuung von gemeinnützigen Einrichtungen aller Rechtsformen sowie von Verbänden. Stefan Berz wurde 1958 in Reutlingen geboren und lebt mit Ehefrau und seinen beiden Zwillingstöchtern in München. Grundfos Smart Digital XL - Dosieren mit Köpfchen Das Dosieren ist in vielen Anwendungen eine Kernaufgabe beispielsweise in der Wasseraufbereitung und Abwasserreinigung, generell in der Prozessindustrie (Chemie, Pharma, Food). Müssen der Produktion / dem Prozess Zusatz- und Hilfsstoffe oder hochwirksame Chemikalien wirtschaftlich und umweltschonend zugegeben werden, ist präzise Dosierung eine Voraussetzung. Grundfos bietet dazu Dosierpumpen mit einem besonderen Antriebskonzept an: Der Schrittmotor-Technologie (Digital Dosing). Als Variante stehen Dosierpumpen mit drehzahlvariablen Schritt- oder Servomotor zur Verfügung (Smart Digital). Was ist daran neuartig? Während herkömmliche Membran-Dosierpumpen mit einer Hublängenverstellung und/oder Hubfrequenz dosieren, arbeiten Digital Dosing-Dosierpumpen stets mit voller Hublänge. Eine Veränderung der Dosiermenge erfolgt allein über die Druckhubgeschwindigkeit bei stetiger Verwendung der vollen Hublänge, welches sich wiederum positiv auf Präzision und optimales Gashandling auswirkt. Durch die Verwendung des drehzahlvariablen Antriebes erreichen die digitalen Dosierpumpen einen Einstellbereich von bis zu 1:3000 (das ist etwa um den Faktor 70 größer als bei traditionellen Dosierpumpen!). Mit nur wenigen Modellen decken die Smart Digital Dosierpumpen einen großen Leistungsbereich ab, so dass die Variantenvielfalt der Pumpen und Ersatzteile deutlich reduziert wird. Weitere Vorteile der digitalen Dosierpumpen sind das pulsationsarme und gleichmäßige Dosieren, die einfache Bedienung und die universelle Anbindungsmöglichkeit in die bestehende Prozessleittechnik. Für die einfache und schnelle Integration in Profibus- oder Profinet-Systeme stehen vorprogrammierte Funktionsblöcke bereit; diese reduzieren die Integrationszeit deutlich. Durch die externe anklickbare Box können die Pumpen auch nachträglich eingebunden werden. Diese Dosierpumpen bieten zudem einen hohen Handling-Komfort. Der Betreiber muss nur die Förderleistung in Liter bzw. Milliliter je Stunde eingeben - und die Pumpe erledigt die restliche Arbeit. Langwierige Einstellungen über Hubfrequenz und Hublänge, unter Zuhilfenahme von Gegendruckkorrekturtabellen, gehören damit der Vergangenheit an. Nach Einstellung können die Parameter in der Pumpe abgespeichert und wieder abgerufen werden. Grundfos offeriert übrigens auch Smart Digital Dosierpumpen als komplettes Installationspaket, mit allem notwendigen Zubehör für eine betriebsfertige Installation. Die Auswahl erfolgt dabei in nur 3 Schritten: 1.) Auswahl der Anwendungsgruppe 1-4 (wässrige Lösungen, Säuren, Laugen oder Desinfektionsmittel) 2.) Steuerungsanforderung 3.) Hydraulische Leistung. Smart Digital XL Nun erweitert Grundfos das Programm seiner Dosierpumpen mit drehzahlvariablen Antrieb (Smart Digital) um die Ausführungen Smart Digital XL mit einem extrem weiten Einstellbereich von 1:800 bei gleichzeitig hoher Dosiergenauigkeit von +/- 1,5 % über den gesamten Einstellbereich. Dies erlaubt eine präzise Dosierung von Chemikalien, selbst bei Kleinstmengen-Dosagen. Aufgrund der hohen Dosiergenauigkeit empfehlen sich diese Pumpen insbesondere für die Dosierung konzentrierter Chemikalien (Konzentrate sparen Transport- und Lagerkosten; die Dosiersysteme können kleiner dimensioniert werden). Nur drei Baugrößen (60-10, 120-7, 200-4) decken einen Dosierbereich von 0,075 bis 200 l/h ab. Dank des Weitspannungsnetzteils ( V, 50/60 Hz) und einer Vielzahl an Zulassungen kann die Smart Digital XL überall in der Welt eingesetzt werden. In der Standardausführung können sowohl ausgasende Chemikalien (z.b. Chlorbleichlauge) oder - in Kombination mit federbelasteten Ventilen - hochviskose Flüssigkeiten bis zu einer Viskosität von mpas dosiert werden. Der Dosierkopf ist in drei verschiedenen Materialvarianten (PVC, PVDF oder Edelstahl) verfügbar. Die integrierte FlowControl-Dosierüberwachung lässt exakte Diagnosen der häufigsten Ursachen von Dosierfehlern zu (defekte Ventile, Luftblasen, Kavitation, Überdruck). Diese Fehler werden als Klartext im Alarmmenü angezeigt oder können via Feldbus weitergeleitet werden. Dadurch ist die Fehlerdiagnose sehr kurz und die Gefahr der Stillstandszeit deutlich reduziert. Darüber hinaus sorgt die AutoFlowAdapt-Funktion dafür, dass der Dosierprozess bei festgelegtem Soll-Volumenstrom weiterläuft, auch wenn externe Einflüsse (Luftblasen, Kavitation, schwankende Gegendrücke) diesen beeinträchtigen sollten. Weicht der Ist- vom Soll-Wert ab, regelt die Steuerung die Drehzahl des Antriebs. Kommunalwirtschaft 3/

36 Aus Verwaltung und Wirtschaft Neuregelung des Rechtsrahmens der örtlichen Wegenutzungsrechte für Strom und Gas soll Rechtssicherheit erhöhen. Am 3. Februar 2017 ist das Gesetz zur Änderung der Vorschriften zur Vergabe von Wegenutzungsrechten zur leitungsgebundenen Energieversorgung in Kraft getreten. Hinter diesem sperrigen Titel verbergen sich neue rechtliche Rahmenbedingungen, die die Konzessionsvergabe für den Strom- und Gasnetzbetrieb präziser regeln. Für Kommunen und Energieversorgungsunternehmen ist das von erheblicher Bedeutung: In der Vergangenheit landeten viele Auswahlverfahren zur Klärung, wer in einer Gemeinde das Recht bekommt, das örtliche Versorgungsnetz zu betreiben, vor deutschen Gerichten. Die Neuregelung soll künftig die Rechtssicherheit erhöhen, sagt Sebastian Helmes von der Beratungsgesellschaft Sterr- Kölln & Partner. Allem voran wird nun erstmals gesetzlich die umstrittene Frage geklärt, welcher Netzpreis angemessen ist. Auch das Verfahren zur Ausschreibung der Wegenutzungsrechte ist jetzt ausdrücklich geregelt. So manche Frage bleibt jedoch weiterhin unklar. Recht schaffte bisher keine Sicherheit das soll anders werden Nicht einfacher machte es bislang die Rechtslage, die im Vergleich zu anderen Fragen des Energiewirtschaftsrechts nur recht rudimentär ausgestaltet gewesen ist. Die Folge: erhebliche Rechtunsicherheit bei den Beteiligten und eine Vielzahl gerichtlicher Auseinandersetzungen in den letzten Jahren. Bis zum Bundesgerichtshof und Bundesverfassungsgericht prozessierten manche Beteiligte. An dieser Stelle setzt die Gesetzesnovelle an mit dem Ziel, die Rechtssicherheit zu erhöhen. Mit ihr will der Gesetzgeber einige der wesentlichen Streitpunkte der letzten Jahre klären, erklärt Sebastian Helmes. Allem voran wird nun erstmals gesetzlich die umstrittene Frage geklärt, welcher Netzkaufpreis angemessen ist. Dies soll nach dem Willen des Gesetzgebers der objektivierte Ertragswert sein, wenn nichts anderes vereinbart worden ist. Den Schwerpunkt der Neuregelung bilden aber Verfahrensvorschriften, denen angesichts des Diskriminierungsverbots und der vielen Beteiligten eine ebenfalls nicht zu unterschätzende Bedeutung zukommt. So ist das Verfahren zur Ausschreibung der Wegenutzungsrechte erstmals ausdrücklich gesetzlich geregelt, so der Rechtsexperte von Sterr-Kölln & Partner. Es orientiert sich ersichtlich an dem Vergaberecht. Neu sind auch Regelungen zur Bekanntmachung, zur Interessenbekundungsfrist, zur Mitteilung der Auswahlkriterien sowie zur Vorabinformation unterlegener Bieter ( 46 III bis V EnWG). Ein Auskunftsanspruch der Gemeinde gegen den bisherigen Netzbetreiber ist nun ebenfalls ausdrücklich vorgesehen ( 46a EnWG) Hinzu kommen Regelungen zu Rügeobliegenheiten unterlegener Bieter und zur Präklusion im Falle ihres Unterlassens ( 47 EnWG). Verlegung von Stromkabeln an einer Straße. Foto: Fotolia / Matthias Bühner Nur wer mit einer Kommune einen entsprechenden Vertrag über die Nutzung der Straßen und Wege abgeschlossen hat, darf ein örtliches Strom- oder Gasnetz betreiben. Der geeignetste Bewerber wird in einem diskriminierungsfreien und transparenten Auswahlverfahren ermittelt. Die im Allgemeinen schlicht als Konzessionsverträge bezeichneten Vereinbarungen dürfen nach 46 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) eine Laufzeit von 20 Jahren nicht übersteigen. So soll der Wettbewerb in diesem Sektor sichergestellt werden. In ihrer Bedeutung sind diese Vereinbarungen nicht zu unterschätzen. Die damit erlösten Konzessionsabgaben stellen für die Kommunen eine signifikante Einnahmequelle dar. Aus Sicht der Netzbetreiber sind diese Verträge nicht weniger wichtig; schließlich verleihen sie ein exklusives Recht zum meist lukrativen Netzbetrieb vor Ort. Da verwundert es nicht, dass sich meist mehr als nur ein Unternehmen um die Konzession bewirbt. Weil zudem in vielen Kommunen der politische Wille herrscht, die Netze wieder in die eigenen Hände zu nehmen, Stichwort Rekommunalisierung, sind Konflikte vorprogrammiert. In letzter Sekunde sind außerdem noch Regelungen dazu aufgenommen worden, ob die Neuregelungen auf derzeit laufende Verfahren anzuwenden ist ( 180 XX EnWG). Hier hat die Kommune die Entscheidung in der Hand: sie kann entweder das Verfahren nach dem bisherigen Recht abschließen oder durch eine Rügeaufforderung an die beteiligten Bieter der neuen Rechtslage zur Anwendung verhelfen. Manches nicht geklärt Mindestens ebenso wichtig wie die dargestellten Neuregelungen ist allerdings auch, was in der Gesetzesnovelle nicht geregelt worden ist und das, obwohl es in der Vergangenheit immer wieder Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen und politischer Diskussionen gewesen ist. Die Gesetzesnovelle enthält nämlich keine Klarstellung zu der Frage, welche Kriterien eine Gemeinde mit welchem Gewicht zugrunde legen darf. Ob dies die richtige Entscheidung ist, wird sich zeigen, sagt Helmes. Zwar lassen fehlende gesetzliche Vorgaben den Gemeinden natürlich mehr Spielraum. Weil die Rechtsprechung, allen voran der Bundesgerichtshof, aber durchaus inhaltliche Anforderungen entwickelt hat, könnte sich die gesetzgeberische Zurückhaltung im Konfliktfall aber schnell als trügerische Freiheit erweisen. Offen bleibt vor allem, ob und wie eine Gemeinde ihren Willen zur Rekom- 102 Kommunalwirtschaft 3/2017

37 munalisierung neben energiewirtschaftlichen Aspekten bei der Auswahlentscheidung berücksichtigen darf. Laut Gesetzesbegründung soll dies zwar der Fall sein im allein ausschlaggebenden Gesetzestext hingegen herrscht beredtes Schweigen. Eines, immerhin, ist klar: die von kommunaler Seite gewünschte Möglichkeit zur schlichten Inhouse -Vergabe an ein gemeindliches Unternehmen bleibt weiterhin unzulässig. Vom politischen Wunsch zur Rekommunalisierung bis zu seiner Realisierung bleibt es also auch künftig ein weiter Weg. Ob die Neuregelungen wirklich die erhoffte Rechtssicherheit für alle Beteiligten zur Folge haben werden, bleibt angesichts dessen abzuwarten, so Helmes abschließend. Aktuelles Expertenwissen gibt es auf news-downloads/gut-zu-wissen. Über Sterr-Kölln & Partner Sterr-Kölln & Partner mbb ist ein interdisziplinäres Beratungsunternehmen, das sich auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz spezialisiert hat. Das Team aus Wirtschaftsprüfern, Unternehmensberatern, Rechtsanwälten und Steuerberatern unterstützt Projektentwickler, Hersteller, Investoren, Banken, Kommunen sowie Stadtwerke dabei, ihre Zukunft nachhaltig zu gestalten. Standorte von Sterr-Kölln & Partner sind Freiburg, Berlin, Paris und Straßburg. Das 1979 gegründete Unternehmen beschäftigt 57 Mitarbeiter. Kärcher wächst über Branchendurchschnitt Kärcher ist weiter auf Wachstumskurs. Mit 2,33 Mrd. Euro erzielte Kärcher im Geschäftsjahr 2016 eine Umsatzsteigerung von mehr als 100 Mio. Euro oder fast 5 % und damit er-neut einen Umsatzrekord. Auch die Mitarbeiteranzahl ist gestiegen. Kärcher beschäftigte Ende Mitarbeiter in 65 Ländern welt-weit, das sind über 500 Mitarbeiter mehr als zum Vorjahreszeitraum. Unser Wachstum war im vergangenen Jahr etwa doppelt so hoch wie der Branchendurchschnitt, sagt Hartmut Jenner, Vorsitzender der Geschäftsführung. Ohne die starken Währungsschwankungen wäre unser Wachstum mit über 7 % sogar noch deutlich höher ausgefallen. Erfreulich ist, dass wir uns in fast allen Märkten in Landeswährung gesteigert haben. Kärcher hat 2016 mehr als 100 Neuheiten auf den Markt gebracht. Im gewerblichen Bereich hat der Reinigungsgerätehersteller die Pistole für Hochdruckreiniger komplett neu konstruiert, mit einem Abzug, der den Rückstoß des Wasserstrahls nutzt. Für Endverbraucher hat Kärcher neben einer neuen Hochdruckreiniger-Reihe mit dem Hartbodenreiniger FC 5 ein völlig neues Gerät auf den Markt gebracht, das Saugen und Wischen in einem Arbeitsschritt vereint. Auch 2016 hat Kärcher umfangreiche Investitionen getätigt. Am Stammsitz in Winnenden wurde das neue Kunden- und Besucherzentrum eröffnet. In den vergangenen Jahren hat das Familienun- Das Kunden- und Besucherzentrum von Kärcher in Winnenden. Kommunalwirtschaft 3/

38 ternehmen mehr als 30 Mio. Euro für Bürogebäude, Auditorium und Kundenzent-rum am Standort Winnenden investiert ist bereits die nächste Er-weiterung um ein Gebäude mit 220 Arbeitsplätzen und einer Versuchs-einheit für Waschanlagen geplant. Mit seinem wirtschaftlichen Wachstum baut Kärcher auch sein gesellschaftliches Engagement international weiter aus. Dazu zählt die Res-taurierung von Baudenkmälern genauso wie die Unterstützung gemein-nütziger Einrichtungen hat Kärcher unter anderem das Her-mannsdenkmal in Detmold und das historische Fort Anping in Taiwan mit eigener Technik und eigenen Fachleuten gereinigt. Im sozialen Be-reich hat Kärcher SOS-Kinderdörfer in Deutschland und im Ausland mit Geräten und Geldspenden unterstützt. Gemeinsam mit dem Global Na-ture Fund wurden 2016 Grünfilteranlagen in Mexiko und Kolumbien für dörfliche Gemeinschaften errichtet. Alfred Kärcher GmbH & Co. KG Das 1935 gegründete Familienunternehmen mit Sitz in Winnenden (Baden-Württemberg) ist weltweit führender Anbieter von Reinigungstechnik für den privaten, gewerblichen und industriellen Einsatz. Das Produktprogramm umfasst unter anderem Hochdruckreiniger, Sauger und Dampfreiniger, Fens-tersauger, Kehr- und Scheuersaugmaschinen, Kfz-Waschanlagen, Trink- und Abwasseraufbereitungs-anlagen, Trockeneisstrahlgeräte, Reinigungsmittel, Garten- und Haushaltspumpen, Bewässerungssys-teme und Trinkwasserspender. Weitere Informationen liegen im Kärcher-Newsroom für Sie bereit: Mehrjährige Pflanzen in öffentlichen Grünanlagen: Freude oder Last? Mehrjährige Pflanzen sind eine lohnende Investition, obgleich die Kosten im ersten Jahr relativ hoch sind. Bei extensiven Grünanlagen können die gesamten Investitionskosten über 10 Jahre sogar niedriger ausfallen als die Kosten für Rasenflächen oder Sträucher, insbesondere durch den geringen Pflegeaufwand. Um den Pflegeaufwand in Grenzen zu halten, sind die Wahl der richtigen Pflanzen und die Vorbereitung des Standorts entscheidend. Verver Export bietet ein Komplettleistungspaket an, in dem eine ausführliche Beratung zu den richtigen Pflanzen am richtigen Standort bereits enthalten ist. Unter Berücksichtigung der relevanten Auswahlkriterien kann man nur schließen: mehrjährige Pflanzen in öffentlichen Grünanlagen sind eine Freude! Mehrjährige Pflanzen und Blumenzwiebeln - nichts als Vorteile Mehrjährige Pflanzen und Blumenzwiebeln verfügen über eine Reihe von Eigenschaften, dank derer sie sich hervorragend für öffentliche Grünanlagen eignen. Die wichtigsten Vorteile der Pflanzkonzepte von Verver Export mit mehrjährigen Pflanzen/Blumenzwiebeln sind: Mehrjährige Pflanzen und Blumenzwiebeln Vegetatives Wachstum - keine unerwünschte Vermehrung Schnelles Wachstum mit hohem Schmuckwert Sie benötigen weniger Nährstoffe als einjährige Pflanzen Pflegeleicht Dank der Blumenzwiebeln ist bereits früh in der Saison Farbe sichtbar Auch der Umgebung und dem Menschen bieten sich Vorteile: Senkung der Temperaturspitzen im Sommer Grünpflanzen benutzen Sonnenstrahlen für die Fotosynthese und die Verdampfung von Wasser, wodurch die Umgebungstemperatur weniger stark ansteigt. Ableitung von Niederschlagswasser Grünelemente bewirken, dass ein Teil des abgefangenen Niederschlagwassers in den Boden sickert, und entlasten damit den Niederschlagswasserabfluss in die Kanalisation. Luftreinigung Wachsende Pflanzen nehmen CO2 auf und produzieren Sauerstoff. Sie filtern Staubteilchen aus der Luft und können über die Blätter Abgase aufnehmen. Lärmschutz Alle Grünelemente wirken schalldämpfend und verhindern Widerhall zwischen Gebäuden. Biodiversität Psychologische und soziale Effekte In Stadtvierteln mit Grünelementen (und Wasserpartien) liegen die Immobilienpreise höher und herrscht ein gutes Niederlassungsklima für Betriebe. In einer grünen Umgebung lässt sich gut wohnen und arbeiten und sie ist obendrein gesund. Zwei Ansätze: robust oder verschönernd Verver Export unterscheidet bei den Gestaltungskonzepten mit mehrjährigen Pflanzen und Blumenzwiebeln zwei Ansätze: Tram Robuste-Konzepte umfassen robuste Pflanzen, die nach langjähriger Erprobung speziell für Standorte ausgewählt wurden, an denen Pflanzen regem Straßen- oder Fußgängerverkehr ausgesetzt sind. Sie sind streusalzbeständig und können unmittelbar am Straßenrand gepflanzt werden. Ein Konzept umfasst 48 mehrjährige Pflanzen und eine Blumenzwiebelauswahl für 6 m 2 Tram Vivas-Konzepte bestehen aus fünf verschiedenen Pflanzen und sind in erster Linie auf die Verschönerung und Akzentuierung von Pflanzflächen ausgerichtet. Diese Flächen bedürfen natürlich einer etwas intensiveren Pflege. Ein Konzept umfasst 65 mehrjährige Pflanzen und eine Auswahl von frühlings- und sommerblühenden Blumenzwiebeln für m 2 Die Highlights des Sortiments Die Tram Robuste- und Tram Vivas-Konzepte werden bereits seit einigen Jahren vertrieben. Somit können wir feststellen, dass es in beiden Konzepten spezielle Highlights gibt. Tram Robuste Big Bang ein sehr robuster Rudbeckia-Kultivar. Für die Bepflanzung von Kübeln in verkehrsreichen Zonen geeignet. Aber auch dort, wo Fußgänger häufig eine Abkürzung wählen... Auch im Winter geben die vertrockneten Blüten ein hübsches Bild ab. Darum sollten die Blütenstände erst am Ende des Winters, wenn sich die ersten Frühlingsknospen zeigen, entfernt werden. Wird mit einer Auswahl von frühlingsblühenden Blumenzwiebeln, die mehrere Jahre hintereinander blühen, geliefert (415 Stück). Blüht von Juli bis Oktober an sonnigen und halbschattigen Standorten (Höhe cm). 104 Kommunalwirtschaft 3/2017

39 Tram Vivas Sandra Bei Sandra sind sowohl die Blüten als auch die Blätter lila/violett. Jeder Abschnitt der Wachstumssaison entfaltet eine eigene Attraktivität, da die Blütenformen und Blütezeiten einander in rascher Folge ablösen und dann im Hochsommer ein phantastisches, gut gefülltes Blumenbeet bilden. Blüht von März bis Oktober an sonnigen Standorten (Höhe cm). Benötigen Sie weitere Informationen? Fordern Sie unseren Katalog über an. Neuer Antrieb für den Duisburger Hafen: RWE und duisport sind Vorreiter beim Einsatz von LNG LNG soll zunächst Dieselkraftstoff bei Hafenfahrzeugen ersetzen Kooperation baut mobile Tankstelle und entwickelt zukünftiges LNG-Nutzungskonzept RWE Supply & Trading und duisport bauen gemeinsam eine Infrastruktur für LNG (Liquefied Natural Gas) im Duisburger Hafen auf. Darauf haben sich die beiden Unternehmen jetzt verständigt. Das Ziel: ein ganzheitliches und nachhaltiges Logistikkonzept für die Beschaffung, Speicherung und Verteilung sowie Nutzung von LNG zu entwickeln und im Duisburger Hafen umzusetzen. Ein Grundstück für die LNG-Tankstelle wurde bereits festgelegt. Zuvor hatten die Partner gemeinsam die Einsatzmöglichkeiten von LNG als Ersatz für Dieselkraftstoff geprüft. Wir freuen uns, duisport als Partner für dieses innovative Projekt gewonnen zu haben. Denn der Duisburger Hafen bietet ideale Einsatzbedingungen für LNG, betont Andree Stracke, Mitglied der Geschäftsführung der RWE Supply & Trading GmbH. Er verfügt als größter Binnenhafen der Welt über eine perfekte Anbindung an sämtliche Verkehrskanäle. Nicht nur Schiffe, Eisenbahnen, Hafenfahrzeuge und LKW, sondern auch die Rhein-Ruhr-Region mit ihrer Industrie sowie hoher Bevölkerungsdichte verfügt über ideale Voraussetzungen und hohes Abnehmerpotenzial. RWE ist mit ihrer langjährigen Erfahrung bei LNG-Beschaffung sowie bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Anlagen zur Gasversorgung der ideale Partner für diese Kooperation sagt Erich Staake, CEO von duisport. Dieses Projekt ist ein weiterer Baustein bei unserem Bemühen, den Standort Duisburger Hafen permanent zu optimieren. Als erster Schritt ist die Einrichtung einer mobilen Tankanlage geplant, die bei Bedarf schnell und unkompliziert versetzt werden kann. Diese Anlage wird genutzt, um in der Anfangsphase hafeninterne Fahrzeuge (so genannte Reachstacker und Terminalzugmaschinen) sowie LKW lokaler Speditionen mit LNG zu versorgen. Die Fahrzeuge werden auf LNG umgerüstet und im regulären Betrieb umfangreich getestet. Die Investitionen belaufen sich für diesen ersten Schritt auf rund eine halbe Million Euro. LNG ist Erdgas, das durch Kühlung auf -161 Grad in den Flüssigzustand versetzt wird. Dabei reduziert sich das Volumen auf etwa ein 1/600 des Erdgas-Volumens unter Normaldruck, womit der Transport großer Erdgasmengen möglich wird. LNG ist wesentlich umweltfreundlicher, da die Emissionen von Kohlendioxid, Stickoxid, Schwefeldioxid und Feinstaub geringer sind als bei anderen Kraftstoffen. Funke Kunststoffe GmbH Immer eine Idee mehr! praxisorientiert flexibel innovativ n Kanalrohrsysteme n Formteile n Sonderprodukte n Regenwasserbewirtschaftung % Kommunalwirtschaft 3/

40 Sommer-Trams machen das Leben leichter! Sommer-Trams gestalten den Sommer für Planer und Pfleger von öffentlichen Grünanlagen um einiges einfacher. In jeder Stadt, jedem Dorf, jeder Gemeinde gibt es einige dieser Grünanlagen, die jedes Jahr wieder eine farbenfrohe Glanzleistung für die Sommergäste abgeben müssen. Dank der Sommer-Trams von Verver-Export braucht deren Gestaltung Ihnen kein Kopfzerbrechen mehr zu bereiten! Gebrauchsfertige Konzepte in verschiedenen Farben, für unterschiedliche Flächen und in abgestuften Höhen verleihen Ihren Blumenbeeten garantiert den ganzen Sommer über Farbe. Sie brauchen nur das gewünschte Konzept zu wählen. Gleich nach den Eisheiligen wird es mitsamt Pflanzplan geliefert. Nach dem Pflanzen muss zunächst noch eine geringe Menge Unkraut entfernt werden, aber das Konzept bedeckt schon bald die gesamte Bodenfläche und dann gehört das leidige Unkraut der Vergangenheit an. Zur Pflege muss jetzt nur noch das Gießen nach Bedarf während des Sommers eingeplant werden. Die Entfernung von ausgeblühten Dahlien in der zweiten Hälfte des Sommers wirkt sich günstig auf die Blütezeit aus! Wirkungsvolle Konzepte Die Zusammenstellung einer Sommer-Tram lässt sich mit einem komplexen, strategischen Spiel vergleichen. Der Geschmack des Kunden, die Transporteignung der Pflanzen und natürlich die Erstellung von optisch ansprechenden Kombinationen sind Aspekte, die berücksichtigt werden müssen. Alle neuen Konzepte werden mindestens 2 Jahre lang getestet, auch vor Ort beim Kunden, sodass wir sämtliche Phasen der Produktion, des Transports, des Wachstums, aber auch Klimaunterschiede auswerten können, bevor wir das neue Konzept einführen. Neu in 2017 Der neue Sommerkatalog von Verver Export enthält drei neue Konzepte, die wir Ihnen gerne vorstellen möchten. PINK PEARL Hellrosa mit kräftigen violetten Akzenten. Bildet sehr unterschiedliche Blüten, die wunderbar miteinander harmonieren. Ein Konzept reicht für 6 Quadratmeter und erreicht eine maximale Höhe von 120 cm. Bei diesem Konzept hat die Dahlie die Hauptrolle inne. Während der zweiten Hälfte des Sommers verleiht Acidanthera mit ihrem überraschendem Effekt Ihrem Beet eine besondere Ausstrahlung. WARM WELCOME Da warme Farbtöne in unserem Sortiment besonders gefragt sind, stellen wir hiermit ein neues Konzept in Orange-Rot vor. Im Mittelpunkt steht wiederum die Dahlie! Ein Konzept reicht für 5 Quadratmeter und erreicht eine maximale Höhe von 100 cm. Für den Betrachter ist die Zeit, in der die Lilien blühen, immer ein Höhepunkt. Sie geht keinesfalls unbemerkt vorüber. PINK PETTICOAT Fifty shades of... Rosa, so könnte man diese Tram beschreiben. Ein hübsch abgestufter Aufbau von niedrig bis hoch in der Mitte. Ein Konzept reicht für 7 Quadratmeter und erreicht eine maximale Höhe von 100 cm. Nicht weniger als drei robuste Dahlien, die von beispielsweise Verbena und Cleome flankiert werden. Königliches Interesse Im vergangenen Sommer erregte die Sommer-Tram Ardeur Festival während des Gartenfestivals beim Schloss Solliden in Schweden das königliche Interesse des schwedischen Königspaares. Königin Silvia war sichtbar angetan von den großen Dahlien in diesem Konzept. BGL: Neues Anzeigenlayout im modernen Look Relaunch der erfolgreichen Image- und PR-Kampagne der Landschaftsgärtner Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.v. (BGL) relauncht die Image- und PR-Kampagne der Landschaftsgärtner - und das unübersehbar. Im Zentrum stehen weiterhin die aufmerksamkeitsstarken und emotionalen Anzeigenmotive, die die Lust auf das grüne Idyll, den eigenen Traumgarten wecken sollen und gleichzeitig die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten der Landschaftsgärtner in Szene setzen. Für BGL-Präsident August Forster ist der Relaunch der Image- und PR-Kampagne ein wichtiger Schritt: Nach über 14 Jahren war es an der Zeit, dass Erscheinungsbild der Anzeigen der Image- und PR-Kampagne der Landschaftsgärtner zu verändern, um auch weiterhin erfolgreich zu bleiben. Wichtig für uns war es, dass Erscheinungsbild behutsam weiter zu entwickeln. Mit dem aktuellen Anzeigenlayout gewährleisten wir, dass die Anzeigen frischer und moderner wirken und weiterhin als Anzeigen der Landschaftsgärtner erkennbar sind. 106 Kommunalwirtschaft 3/2017

41 Neues und modernes Layout weckt noch mehr die Lust auf den eigenen Traumgarten So zeigen die neuen Anzeigen jetzt großflächige und aufmerksamkeitsstarke Gartenmotive, die sofort ins Auge stechen. Dabei kommen extra neu geshootete Gartenmotive und die erfolgreichen Motive der bisherigen Kampagne zum Einsatz. Auch das Signum der Landschaftsgärtner ist auf den Anzeigen nun besser erkennbar. Neben dem Layout wurden auch die Anzeigentexte angepasst sie sind jetzt kürzer und prägnanter und entsprechen den geänderten Lesegewohnheiten der Zielgruppe. Ferner ist die neue Schrift besser lesbar. Neu sind auch die vier Icons, die das Leistungsspektrum der Landschaftsgärtner verdeutlichen und die bisherigen Einklinkermotive ersetzen. Alle vorgenommenen Veränderungen an den Anzeigen haben wir durch die Gesellschaft für Konsumforschung, GfK, testen lassen. Das Ergebnis der Marktforschung hat gezeigt, dass das neue Anzeigenlayout bei der Zielgruppe sehr gut ankommt. Deshalb bin ich überzeugt, dass wir mit dem jetzt eingeleiteten Relaunch auch in den nächsten Jahren die Erfolgsstory der Image- und PR-Kampagne der Landschaftsgärtner fortführen werden, so August Forster. Mitgliedsbetriebe können Anzeigenmotive zur eigenen Werbung nutzen Wie bisher auch, erhalten die Mitgliedsbetriebe in den Landesverbänden des BGL alle Informationen zur Image- und PR-Kampagne. Neu ist hier, dass der bekannte Kampagnen-Ordner jetzt durch eine handliche Mappe ersetzt wird. Die Mappe beinhaltet eine Broschüre mit den Gestaltungsrichtlinien und eine Broschüre mit Anregungen zur erfolgreichen Umsetzung der Kampagne sowie eine USB-Karte auf der alle Motive der Kampagne abgespeichert sind. Die Mitgliedsbetriebe können so die Motive der Image- und PR-Kampagne für die Werbung des eigenen Betriebs nutzen und somit den Wiedererkennungswert der Kampagne erhöhen, fügt Forster an. Die neuen Anzeigenmotive der Image- und PR-Kampagne der Landschaftsgärtner werden ab Februar 2017 in aufmerksamkeitsstarken und Frauen- und Gartentiteln geschaltet und auch damit über das ganze Jahr Lust auf einen eigenen Traumgarten machen. Bosch und EnBW entwickeln Stromspeicher Gründung einer gemeinsamen Projektgesellschaft Mit neuer Speichertechnologie die Energiewende gestalten Neuer Speicher dient zur Stabilisierung des Stromnetzes Bosch übernimmt Planung und Realisierung des Batteriesystems EnBW Bauleistungen, Netzanschluss und Vermarktung Was macht Stromspeicher zu elementaren Bausteinen für eine erfolgreiche Energiewende? Der stetige Ausbau dezentraler Erzeugungsanlagen und ihre je nach Wetterlage unterschiedliche Einspeisung ins Stromnetz verursachen natürliche Schwankungen. Diese müssen unter anderem durch Speicher so effizient wie möglich ausgeglichen werden. Bosch und EnBW entwickeln nun gemeinsam einen Stromspeicher, der am Kraftwerksstandort der EnBW in Heilbronn aufgebaut wird, um sogenannte Primärregelenergie bereitzustellen, also kurzfristige Schwankungen im Netz auszugleichen. Geplant ist eine enge Zusammenarbeit bei Batterielösungen für den Energiemarkt. Im ersten Schritt wollen die beiden Unternehmen eine gemeinsame Projektgesellschaft gründen, die für Projektierung, Bau, Anschluss und Betrieb der Batterie verantwortlich ist. Der Startschuss für das Vorhaben fiel Ende 2016, die Gründung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Weiterer wichtiger Schritt, um die Energiewende erfolgreich zu gestalten Die Zusammenarbeit mit EnBW ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Speichertechnologie im Energiemarkt zu etablieren und so die Energiewende erfolgreich zu gestalten, sagt Cordelia Thielitz, Geschäftsführerin Bosch Energy Storage Solutions. Bosch entwickelt schlüsselfertige Speicherlösungen für Energieversorger und Industrieunternehmen. Die EnBW treibt entschlossen die Energiewende voran, indem sie zunehmend auf erneuerbare Energien setzt, aber auch, indem sie Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität schafft und Stromkunden mit Photovoltaik-Anlagen und Speichern von den Möglichkeiten einer dezentralen Stromversorgung profitieren lässt. Im Speichern von Energie und dem Bereitstellen von Primärregelleistung haben wir viel Erfahrung. Wir freuen uns, dass wir durch die Zusammenarbeit mit dem Technologiepartner Bosch jetzt einen weiteren Baustein für die dezentrale Energiewelt der Zukunft entwickeln und erproben können, erklärt Dr. Arnim Wauschkuhn, Vertriebsleiter Engineering & Consulting Services und bei der EnBW verantwortlich für die Zusammenarbeit mit Bosch im Bereich Batteriesysteme. Batterien können sehr kurzfristig Energie zur Verfügung stellen Der Stromspeicher in Heilbronn besteht aus 768 Lithium-Ionen- Batteriemodulen und verfügt über eine maximale Leistungsabgabe von rund fünf Megawatt mit einer installierten Speicherkapazität von fünf Megawattstunden. Lithium-Ionen-Batterien können sehr kurzfristig Energie zur Verfügung stellen und sind daher bestens geeignet, Primärregelleistung zu erbringen. Der Speicher erbringt knapp ein Fünftel der Regelleistung eines großen Kraftwerks und kann diese innerhalb von Sekunden und exakt dosiert aufnehmen oder abgeben. Die Strommenge, die der Speicher dabei pro Jahr aufnimmt und abgibt, entspricht etwa dem durchschnittlichen Stromverbrauch von 400 Zwei-Personen-Haushalten. Bosch ist für die Planung und Realisierung des Batteriesystems zuständig, die EnBW ist für Bauleistungen und den Netzanschluss am Standort verantwortlich. Nach einer Testphase soll der Speicher am Regelenergiemarkt eingesetzt werden. Künftig wird die Anlage Primärregelleistung erbringen und damit die Netzstabilität sichern. Die Primärregelleistung ist erforderlich, um die Netzfrequenz von 50 Hertz stabil zu halten. Sie muss innerhalb von Sekunden zur Verfügung stehen. Die Vermarktung des Speichers an den relevanten Märkten übernimmt die Stromhandelsabteilung der EnBW in Karlsruhe. Kommunalwirtschaft 3/

42 NRW.BANK.Ideenwettbewerb NRW.BANK und NRW-Innenministerium zeichnen Gewinner aus NRW.BANK-Vorstandsvorsitzender Eckhard Forst hat heute im Rahmen des 5. NRW.BANK.Ideenwettbewerbs drei Beiträge ausgezeichnet, die die Ideenvielfalt Nordrhein-Westfalens unter Beweis stellen. Die Gewinner sind die Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe aus Detmold, die Bochumer Bürgerinitiative Angekommen e. V. sowie die bürgerschaftliche Genossenschaft VierViertel für Mettmann eg. Sie erhalten Preisgelder in Höhe von insgesamt Euro. Der Publikumspreis ging ebenfalls an die Bürgerinitiative aus Bochum. Mit dem ersten Preis ( Euro) wurde die Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe aus Detmold ausgezeichnet, die die Idee hat, mit einem multimodalen Verkehrskonzept den Nahverkehr auf dem Land zu sichern. Sie möchte mit dem Richtungsbandbetrieb, einer Mischung aus Linienverkehr und Bedarfsverkehr, sowie dem Bürgerauto den öffentlichen Personennahverkehr zukunftssicher machen und beide Verkehrsformen dauerhaft in Lippe implementieren. Mit dem zweiten Platz ( Euro) und dem Publikumspreis (1.000 Euro) wurde die Bochumer Bürgerinitiative Angekommen e.v. geehrt. Sie möchte mit dem Online-Magazin here für Flüchtlinge von Flüchtlingen nachhaltig Integrationsarbeit leisten und den interkulturellen Austausch zwischen Bochumern und Flüchtlingen fördern. Der dritte Preis (5.000 Euro) ging an die bürgerschaftliche Genossenschaft VierViertel für Mettmann eg. Diese hat zum Ziel, mit einem Projekt zur positiven Quartiersentwicklung die Bindung und Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt voranzutreiben. Die Genossenschaft renoviert verlassene Hinterhöfe und heruntergekommene, stadtbildprägende Häuser. Die Bürger werden dabei Anteilseigner an der Genossenschaft. Eckhard Forst, Vorsitzender des Vorstands der NRW.BANK, erklärt: Nordrhein-Westfalen steckt voller guter Ideen und Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen. Das zeigen die eingereichten Projekte eindrucksvoll. Wir als Förderbank für NRW wollen diesen Ideen mit dem Ideenwettbewerb Anschub geben. Schirmherr Ralf Jäger, Minister für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen, ergänzt: Ich gratuliere und freue mich mit den Gewinnern, dass ihre Idee jetzt Wirklichkeit wird. Aus 61 Beiträgen hatte die Jury im März 2016 die 17 besten ausgewählt. Die Finalisten konnten ihre Ideen in Ideen-Mining -Workshops der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster weiter konkretisieren und im Rahmen der heutigen Abschlussveranstaltung präsentieren. Gesucht wurden kreative und innovative Ideen, mit denen die Lebensqualität in Kommunen verbessert werden kann. Es konnten Beiträge in den Wettbewerbskategorien Integration, Quartiersentwicklung, Entwicklung des ländlichen Raums und Wirtschaftsförderung eingereicht werden. Die Bandbreite der Ideen reicht vom Flüchtlingsmagazin bis zum flexibleren Nahverkehr auf dem Land. Konzept weiterentwickelt Die NRW.BANK veranstaltet den Ideenwettbewerb seit dem Jahr Für den NRW.BANK.Ideenwettbewerb wurde das Wettbewerbskonzept im Vergleich zu den Vorjahren weiterentwickelt. Im Mittelpunkt steht nun eine projektorientierte Förderung des Engagements von Akteuren in Städten und Gemeinden. Anstatt, wie bisher, bereits verwirklichte Projekte, wurden diesmal noch nicht umgesetzte Ideen gesucht, die mithilfe des Ideenwettbewerbs zum Erfolg geführt werden. Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie im Internet unter innogy und Kiwigrid entwickeln IoT-Plattform für den Energiemarkt der Zukunft innogy neben AQTON und LG Electronics nun Hauptinvestor bei Kiwigrid Kundenlösungen für die Steuerung dezentraler Energieanlagen im Blick Zentral war gestern, der Energiemarkt der Zukunft ist extrem kleinteilig schon heute sind mehr als 1,3 Millionen kleine und große erneuerbare Anlagen oder dezentrale Speicher an die deutschen Verteilnetze angeschlossen. Eine intelligente Steuerung dieser Anlagen ist notwendig, um die Versorgungssicherheit in Deutschland auch künftig sicherzustellen und um den Kunden clevere Lösungen an die Hand zu geben, wie sie ihren eigenen Energieverbrauch steuern und optimieren können. Die innogy SE investiert deshalb international in solche Zukunftstechnologien. Die neueste direkte Beteiligung ist die Kiwigrid GmbH aus Dresden. Das junge Technologieunternehmen, das auf der Liste der Global Cleantech 100 steht, entwickelt und betreibt eine offene Kommunikations- und Steuerungsplattform für intelligentes Energiemanagement. Die von Kiwigrid entwickelte Energie-Plattform bringt die Energiewende direkt zu den Kunden: Denn mit der leistungsfähigen Software lassen sich PV-Anlagen, Wärmepumpen, Speichereinheiten oder auch Ladestationen für elektrische Fahrzeuge überwachen und steuern. Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der innogy SE: Diese intelligente Lösung von Kiwigrid entspricht genau den Wünschen unserer Kunden. So können sie ihren Eigenverbrauch effizient steuern und ihre Kosten senken, indem sie etwa den eigenproduzierten Strom aus der PV-Anlage auf dem Dach selbst vermarkten oder ihn zum Laden des Elektroautos in der eigenen Garage nutzen. Auch für Carsten Bether, Gründer und Geschäftsführer von Kiwigrid, ist die Beteiligung von innogy eine Win-win- Situation: innogy und unsere anderen Partner gehören in ihrem jeweiligen Segment zu international führenden Unternehmen. Über 123 Millionen Kunden vertrauen auf ihre Produkte und Lösungen. Mit diesen strategischen Partnern etabliert sich Kiwigrid als Industrieunternehmen und gestaltender Akteur der weltweiten Energiewende. innogy hat die Kiwigrid-Anteile von der Innogy Venture Capital GmbH übernommen. Die Investitionsrunde wurde angeführt von AQTON SE und umfasste einen zweistelligen Millionenbetrag. Die innogy SE ist neben AQTON und LG Electronics einer der Hauptinvestoren von Kiwigrid. Ein Kernelement der Zusammenarbeit ist 108 Kommunalwirtschaft 3/2017

43 das Smart-Grid-Betriebssystem KiwiOS. Dieses verspricht ein Höchstmaß an Sicherheit und Intelligenz für das zukünftige Energienetz. Erste pilotierbare Geräte mit KiwiOS stellt Kiwigrid auf der kommenden E-World in Essen vor. Neben der Weiterentwicklung der Plattform liegt der Fokus von Kiwigrid in den kommenden Jahren auf der Internationalisierung der Plattform. Bei Rückfragen innogy SE Alexander Stechert-Mayerhöfer Pressesprecher T , M Neue DVGW-Website jetzt online Klar, schnell, informativ: ist das digitale Kompetenz netzwerk der Gas- und Wasserwirtschaft Heute geht der DVGW mit einem komplett neuen Internet-Auftritt online. Inhalte, Struktur und Navigation sind von Grund auf überarbeitet und modernisiert. Mit dem Relaunch von wird der DVGW den differenzierten Informationsbedürfnissen seiner Zielgruppen ebenso gerecht wie den Anforderungen an eine effiziente Nutzerführung und ein zeitgemäßes Design. Die neue Website mit ihrer differenzierten Darstellung des DVGW-Netzwerkes mit allen Leistungsfeldern und der engen Verknüpfung aller Inhalte und Services setzt neue Maßstäbe in der Online-Kommunikation unserer Branche, betont Alexandra Ernst, Kaufmännischer Vorstand des DVGW, anlässlich des heutigen Livegangs. Die neue Website bietet derzeit über 250 Fachseiten mit praxisorientierten Informationsangeboten. Diese ermöglichen mit zahlreichen Querverweisen eine intuitive Navigationsführung. Sie erleichtern das alles unter Kontrolle MIETEN SIE 100% ölfreie DRucKLufT. AERZEN RENTAL ist der Spezialist für die Vermietung von 100% ölfreien, elektrisch betriebenen Gebläsen und Kompressoren. Engagement, Kompetenz und Schnelligkeit zeichnet unseren Service aus. Ein Anruf bei der Hotline 24/7 genügt, um für Sie einen Notfallplan zu entwickeln und auszuführen. AERZEN RENTAL bietet Komplettlösungen auch für Ihren Prozess inklusive der notwendigen Peripherie wie Verrohrung, elektrischen Anschlüssen und der Druckluftaufbereitung. Auch individuelle Lösungen zur Einbindung der Maschinen in Ihr Leitsystem sind möglich. Das gewährt Kontinuität und Betriebssicherheit z.b. bei Revisionen, Installationen oder Prozessversuchen. Aerzen Rental Division, 24h-Hotline Auffinden von Technischen Regeln und Fachinformationen sowie von Dienstleistungen und Produkten. Aktuelle Themen aus Forschung und Innovation sowie Regelsetzung und Gesetzgebung sind für die Gasund Wasserbranche kompakt dargestellt. Darüber hinaus bietet der neue Web-Auftritt speziell aufbereitete Inhalte für die interessierte Öffentlichkeit sowie für Nutzer aus Politik und Presse. Dazu zählen etwa die Innovationsthemen Gas und Energiewende, Landwirtschaft und Trinkwasser, Sektorenkopplung und Power-to-Gas. Medienvertreter finden im neuen Presse-Center aktuelle Pressinformationen und Hintergrundpapiere; druckfähige Bilder und Grafiken sowie Videomaterial werden sukzessive ergänzt. Neben dem Presseverteiler versorgen die Social-Media-Kanäle Twitter, Facebook, und You Tube interessierte User mit aktuellen Nachrichten zu DVGW-Themen. Prominenten Raum nimmt das DVGW-Kompetenznetzwerk mit allen Leistungsfeldern sowie seinen regionalen und lokalen Orgarental division

44 nisationen ein. Zur leichten Auffindbarkeit sind die Seiten der neun DVGW-Landesgruppen im neuen Dachmarkenauftritt integriert. Der Mitgliederbereich enthält exklusive Zusatzinformationen, wie den Zugriff auf rund Fachaufsätze aus dem Gas- und Wasserfach. Dieser Bereich wird fortlaufend zu einem umfassenden Servicebereich ausgebaut. Auch für englischsprachige Nutzer wird die Website künftig ausgewählte Informationen anbieten. Das responsive Webdesign stellt sicher, dass die Internetseite auf allen gängigen stationären und mobilen Endgeräten wie Desktops, Tablets oder Smartphones voll einsatzbereit ist. Kompetenz-Zentrum Leitungsbau auf der WASSER BERLIN INTERNATIONAL 2017 Symposium, Bau-Demos, Challenge, Karrieretag und mehr Vom 28. bis 31. März 2017 präsentieren sechs führende Verbände aus der Leitungsbaubranche ihre gebündelte Fachkompetenz in der Leitungsbauhalle auf der WASSER BERLIN INTERNATIONAL. Der gemeinsame Auftritt von Rohrleitungsbauverband e.v. (rbv), dem Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V. (AGFW), dem Verband Güteschutz Horizontalbohrungen e. V. (DCA), der Gütegemeinschaft Leitungstiefbau e. V. (GLT), der German Society for Trenchless Technology e. V. (GSTT) sowie dem Rohrleitungssanierungsverband e. V. (RSV) im Kompetenz-Zentrum Leitungsbau (Halle 1.2/Stand 225) wird von 16 Mitgliedsunternehmen der Verbände flankiert. Deren Firmengemeinschaftsstand wurde in diesem Jahr neu konzipiert, um auch architektonisch dem Trend zu einer offenen Gestaltung gerecht zu werden. Neben Aktionen wie der erweiterten Poster-Ausstellung und dem traditionellen Pipe Brunch können sich die Fachbesucher im Rahmen des Internationalen Leitungsbausymposiums, den Bau-Demos oder dem Karrieretag über aktuelle Entwicklungen der Branche informieren. Ergänzt wird das vielfältige Angebot durch die Leitungsbau Challenge Berlin. Der von rbv und DVGW ins Leben gerufene und gemeinsam organisierte Wettbewerb, der sich auf der letzten WASSER BERLIN als regelrechter Publikumsmagnet erwiesen hat, findet diesmal an allen vier Messetagen statt. Plattform für Nachwuchsgewinnung Die Leitungsbau Challenge hat sich zu einer regionalen Plattform für die Nachwuchsgewinnung in der Leitungsbaubranche entwickelt. Der auf der Aktionsfläche am Kompetenz-Zentrum Leitungsbau (Halle 1.2/421) jeweils zwischen 10 und 16 Uhr öffentlich ausgetragene Wettbewerb von Auszubildenden-Teams aus den Bereichen der Gas- und Wasserversorgung macht den Besuchern und insbesondere den vor der Berufswahl stehenden Jugendlichen praxisnah deutlich, wie fachliches Können, moderne Materialien und innovative Verlegetechnik auf einer Rohrleitungsbaustelle ineinandergreifen. Um zu gewinnen, müssen die aus bis zu drei Auszubildenden bestehenden Teams Aufgaben aus den Bereichen der Gas- und Wasserversorgung regelwerkskonform umsetzen. Weitere Aktionen Die Aktionen zur Nachwuchsförderung werden von dem von der Messe Berlin organisierten Karrieretag am 31. März (Halle 1.2/421) und den sogenannten Bau-Demos ergänzt. Diese finden unter dem Motto WASsERLEBEN an allen Messetagen in Halle 6.2 statt und zeigen Berufsbilder im Rohrleitungs- und Kanalbau im Wandel. Ausbildungszentren der Bauwirtschaft präsentieren praxisnah und zum Anfassen, was die Arbeit an unserer unterirdischen Infrastruktur ausmacht. Neben Ausbildungsinhalten werden moderne Technologien vorgestellt. Direkt neben dem Kompetenz-Zentrum Leitungsbau (Halle 1.2, Raum Stuttgart) angesiedelt ist auch das Internationale Leitungsbausymposium, das erneut gemeinsam mit der NO DIG Berlin stattfindet. Die Bündelung beider Veranstaltungen, die am 28. und 29. März stattfinden, bietet Fachleuten die Chance zum Erfahrungsaustausch über eine Vielzahl von Innovationen im Leitungsbau. Die Themenpalette reicht von Management und Neubau bis zur Sanierung von Trinkwasser-, Abwasser-, Fernwärme, Gas- und Stromnetzen. Tradition haben die im Kompetenz-Zentrum Leitungsbau durchgeführten publikumswirksamen Veranstaltungen und Aktionen. Die Besucher können sich auf eine erweiterte Poster-Ausstellung mit interessanten Leitungsbaumaßnahmen ebenso freuen, wie auf den sogenannten Pipe Brunch, zu dem das Kompetenz-Zentrum Leitungsbau am 29. März von 11 bis 15 Uhr zum Erfahrungsaustausch in angenehmer Atmosphäre einlädt. Die Verbände und Unternehmen des Leitungsbaus freuen sich auf interessante Gespräche mit Ihnen bei Ihrem Besuch in Berlin. FBS-Akademie bietet Profiwissen für den Tiefbau Aus der Praxis für die Theorie Mit 10 Veranstaltungen startete die FBS-Akademie in das Jahr Unter dem Motto aus der Praxis für die Theorie bietet die Fachvereinigung Be-tonrohre und Stahlbetonrohre e.v. (FBS) als Vertreterin aller namhaften Hersteller von Rohren und Schächten aus Beton und Stahlbeton in FBS-Qualität im Rahmen der FBS-Akademie ein Profi-Wissenspaket für den Tief-bau an. Das für Universitäten, Hoch-, Fach- und Berufsschulen kostenfreie Angebot enthält vier Module: ein FBS-Vortragspaket mit Power Points und Filmen, Gastvorlesungen, Praxistage sowie Werksbesichtigungen in den Mitgliedsunternehmen, um die Herstellung von Rohren und Schächten aus Beton und Stahlbeton für Abwasserleitungen und kanäle in FBS-Qualität kennenzulernen. Ein Termin der diesjährigen Veranstaltungsserie, die von Bettina Friedrichs, in der FBS verantwortlich für Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit organisiert wird, war eine Gastvortragsveranstal- 110 Kommunalwirtschaft 3/2017

45 tung zum Thema Bauaus-führung von Abwasserleitungen und kanälen: Randbedingungen, Regel-werke und Praxisbeispiele am 09. Februar 2017 in Würzburg. Der Vortrag richtete sich an Schüler aus der Straßenbauermeister-Abschlussklasse, an-gehende Bautechniker der Fachrichtung Tiefbau und die Auszubildenden der Fachklasse für Straßenbauer im 3. Lehrjahr an der Josef-Greising-Schule in Würzburg. Die Josef-Greising-Schule ist das Kompetenzzentrum für Bauberufe in Unterfranken. Im Fachbereich Tiefbau werden 18 Klassen ausgebildet und in der beruflichen Weiterbildung Lehrgänge für Hand-werksmeister in verschiedenen Fachrichtungen angeboten. Die Fachschul-ausbildung zum staatlich geprüften Bautechniker dauert vier Semester. Im Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft ist neben der Hydraulischen Bemes-sung und Planung von Abwasserleitungen und kanälen auch die Bauüber-wachung bei der Ausführung von Kanalarbeiten ein zentrales Thema. Viele der angehenden Straßenbauermeister führen später ein eigenes Unterneh-men oder arbeiten in Führungspositionen bei größeren Bauunternehmen. Dabei sind vertiefte Kenntnisse über Bauleitung, Einbau von Entwässe-rungssystemen bis zur Wiederherstellung der Fahrbahndecke eine Grundvo-raussetzung. Alle Teilnehmer erhielten einen detaillierten Überblick durch die Referentin, Dipl.-Ing. Daniela Fiege, Leiterin Kanalbau SWO Netze GmbH. Im Hinblick auf die Neuerungen in den einschlägigen Richtlinien und die Verwendung von neuen Baustoffen wie z.b. Flüssigboden, konnten die Teilnehmer ihr bisheriges Wissen erweitern und vertiefen. Diagnose Mittelstand 2016 Drei von vier Unternehmen in Deutschland sind Kunden der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Beratung und Finanzierung der mittelständischen Wirtschaft hierzulande gehört zum Kerngeschäft der Sparkassen und Landesbanken. Für dieses Ziel setzen sie ihre Stärken ein die genaue Kenntnisse ihrer Kunden und deren persönlicher Situation ebenso wie die flächendeckende Präsenz in allen Regionen Deutschlands. Mit der Diagnose Mittelstand 2016 legt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband zum 15. Mal repräsentavies Datenmaterial zur Situation und Zukunft der mittelschweren Unternehmen in Deutschland vor. Lampertheim macht sich fit für die Zukunft Klimaschutz und demografischer Wandel sind Themen für den Stadtumbau / Auftaktveranstaltung für die Lokale Partnerschaft Die Lokale Partnerschaft in Lampertheim. Vorne v.l.n.r.: Marius Becker (NH ProjektStadt), Bürgermeister Gottfried Störmer, Erster Stadtrat Jens Klingler, Projektleiter Stadtumbau Stefan Groß (Stadt) und Christian Schwarzer (NH ProjektStadt). Foto: Pressestelle Stadt Lampertheim. Der Auftakt war vielversprechend: Nicht nur Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer zeigte sich im Anschluss an die erste Zusammenkunft der Lokalen Partnerschaft für den Stadtumbau äußerst zufrieden: Das war ein gelungener Start in einen intensiven Prozess. Jetzt heißt es gemeinsam weiter am Ball bleiben, erklärte er vor Medienvertretern. Auch andere Teilnehmer lobten den konstruktiven Dialog und die positive Atmosphäre bei diesem Auftakttreffen. Stadtumbau beginnt mit dem ISEK Die rund Bewohner zählende Stadt Lampertheim im Kreis Bergstraße gehört zu den 20 Kommunen, die sich im vergangenen Herbst erfolgreich um Aufnahme in das vom Land aufgelegte Städtebauförderprogramm Stadtumbau in Hessen beworben hatten. Störmer hatte sich von Beginn an für dieses Projekt engagiert und setzt nun darauf, mit der finanziellen Unterstützung durch das Land insbesondere die Kernstadt Lampertheim neu zu beleben. Ziel ist es, sie durch eine Stärkung von Handel und Gewerbe für Bewohner und Besucher attraktiver zu gestalten. Grundlage für alle geplanten Maßnahmen während der kommenden zehn Jahre bildet ein so genanntes Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), das den Handlungsrahmen der städtebaulichen Entwicklung vorgeben wird. Nach einem zweistufigen Auswahlverfahren hatte die NH ProjektStadt, die Stadtentwicklungsmarke der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt, den Auftrag für das ISEK bekommen. Lokale Partnerschaft bringt Akteure zusammen Im Februar 2017 hatte das Planungsteam um die beiden Projektleiter Christian Schwarzer und Marius Becker die Arbeit an dem ISEK aufgenommen. Allen Beteiligten war von Anfang an klar, dass Kommunalwirtschaft 3/

46 nicht nur die Kommunalverwaltung, sondern auch alle am Ort ansässigen Interessengruppen sowie die breite Öffentlichkeit intensiv in diesen Prozess miteingebunden werden müssen. Nur so können die jeweiligen und mitunter ganz unterschiedlichen Anforderungen, Zielvorstellungen und Bedürfnisse aufeinander abgestimmt werden. Denn Lampertheim versteht sich als Bürgerkommune. Ein fester Bestandteil der breit angelegten Beteiligung ist die Lokale Partnerschaft, die am 22. Februar zum ersten Mal zusammenkam. Dem Bündnis gehören neben dem Bürgermeister und Ersten Stadtrat auch Vertreter von Parteien, Arbeitskreisen und Berufsgruppen an. Es soll den gesamten Stadtumbauprozess beratend begleiten und im Laufe dieses Jahres insgesamt sechs Mal tagen, um sich über die bisherigen Ergebnisse und künftigen Schritte auszutauschen. Außerdem ist ein Stadtspaziergang als Ortstermin geplant, um die Probleme und Potenziale in Lampertheim gemeinsam in Augenschein zu nehmen. Damit die Bewohner darüber hinaus Gelegenheit haben, sich intensiv an der Entwicklung eines Leitbilds für die Zukunft ihrer Stadt zu beteiligen, sind für Mai und Juni 2017 außerdem zwei große öffentliche Bürgerworkshops vorgesehen. Auch ist in Planung, eine Online-Plattform für Austausch und Anregungen zum Thema Stadtumbau einzurichten. Ein grün-blaues Band für das Klima Als Vorgabe für das Förderprogramm hatte die Landesregierung unter anderem die sogenannten grünen und blauen Infrastrukturen, also die Grün- und Wasserflächen, in den Mittelpunkt gestellt. Diese Anregung hat die Kommunalverwaltung sofort aufgegriffen und bereits in ihrer Antragsstellung das Ziel formuliert, die prägenden Grünstrukturen vom Altrhein durch die Stadt bis zum Wald zu vernetzen. Damit einher geht auch die Weiterentwicklung der innerstädtischen Grünräume. Von dieser Vernetzung erhofft man sich auch positive Effekte für das Stadtklima. So könnten weitere klimawirksame Flächen entwickelt und freigehalten werden. Diese würden sowohl einer Aufheizung des Innenstadtbereichs im Sommer entgegenwirken als auch bei Starkregenfällen große Mengen an Wasser aufnehmen können, um künftig Überschwemmungen zu vermeiden. Lampertheim muss sich auf den demografischen Wandel einstellen Neben Klimaschutz und Klimaanpassung gilt der demografische Wandel als weitere Herausforderung, der mit Hilfe des Stadtumbaus begegnet werden soll. Die Bevölkerung Lampertheims wird zunehmend älter und stellt heute daher andere Bedürfnisse an die Gestaltung ihres Wohnumfeldes als in den vergangenen Jahrzehnten. Lampertheim möchte sich mit dem Stadtumbau fit machen für die kommenden 30 bis 50 Jahre, erklärt Projektleiter Marius Becker von der NH ProjektStadt. Die Lösung liegt unseres Erachtens in einer maßvollen Verdichtung des Innenstadtbereichs statt in einer weiteren Ausdehnung des Stadtgebiets in die Peripherie. In der Kernstadt von Lampertheim könnten künftig neue Wohnangebote, insbesondere barrierefrei, entstehen beziehungsweise Bestandsgebäude saniert werden. Auch will man dafür sorgen, dass die gesundheitliche Versorgungsqualität im Kernbereich gestärkt wird und neue kulturelle Angebote geschaffen werden, die dann für Senioren bequem zu Fuß zu erreichen wären. Zusätzlich will man die Wiederbelebung des Einzelhandels in diesem Quartier aktiv fördern und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum spürbar verbessern. Daneben sollen insbesondere über die Straßenzüge grüne Verbindungswege geschaffen werden, die zum Spazierengehen oder Radfahren einladen. Ferner zählen die Schaffung von notwendiger Infrastruktur für E-Mobilität und der Ausbau des S-Bahn-Verkehrs zu den Zielen, die sich die Stadtentwickler für die Zukunft gesteckt haben. Stadtumbau ist auf 10 Jahre angelegt Bis zum 29. September muss der ISEK-Entwurf beim Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Wiesbaden eingereicht werden. Insgesamt ist das Förderprogramm Stadtumbau in Hessen auf zehn Jahre angelegt, doch muss in jedem Jahr ein neuer Förderantrag eingereicht werden. Den ersten Förderbescheid in Höhe von Euro konnte Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer bereits im Oktober 2016 von Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) persönlich in Empfang nehmen. Der gemeinsame Stadtspaziergang ist bereits für den 18. März geplant, zu dem auch die Bevölkerung herzlich eingeladen ist. Nähere Informationen folgen in Kürze. 112 Kommunalwirtschaft 3/2017

47 Damit jedem Datensatz die gleiche Stunde schlägt Datensicherheit durch Zeitsynchronisation mit NTP-Server Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass die Nutzung des Internets leicht zu Manipulationen oder Industriespionage führen kann. Oder sogar zu Schlimmerem, wenn es beispielsweise Energieversarger betrifft. Gerade in mittelständischen Unternehmen fehlt jedoch oft das Bewusstsein oder auch die IT-Fachkenntnis für diese Problematik. Dabei schreitet die Digitalisierung unaufhaltsam fort. so. in Sachen Smart Energy: Die Energieversorgung wird dezentralisiert, dafür braucht es eine Vielzahl von Steuerungs- und Endgeräten, die wiederum potenzielle Einfallstore für vielschichtige IT- Angriffe sein können. Oder die Krankenhäuser: Digitalisierte Patientenakten oder Sturzüberwachung per Video erfordern hohe IT-Sicherheitsstandards. Hier kommt die Zeitsynchronisation ins Spiel. Im Mittelstand ist man sich der Gefahren oft noch nicht bewusst. Industrie 4.0 Gerade in produzierenden Betrieben wird derzeit das Thema Industrie 4.0, also der Vernetzung aller Wertschöpfungsketten, groß geschrieben. Und auch hier ist der Schutz der IT-Systeme so wichtig wie nie. Immer mehr digitales Leben bedeutet eben auch immer größeres Gefährdungspotenzial für die gesamte Volkswirtschaft. Die großen Konzerne haben meist Fach abteilungen für IT-Sicherheit, doch gerade im in Deutschland so wichtigen und technologieorientierten Mittelstand ist man sich der Gefahren oft noch nicht bewusst. Das sollten Planer und Errichter bei ihrer Beratung berücksichtigen. Hilfe bietet hier unter anderem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit Broschüren und Leitfäden, die Unternehmen wertvolle Hinweise bieten, was von vorneherein bei der Einrichtung von IT-Systemen beachtet werden sollte. Im Maßnah menkatalog Hard- und Software weist das BSI auf die Bedeutung der präzisen Zeitsynchronisation hin. So sei es bei vernetzen Systemen wichtig, dass alle bei einem Vorgang betroffenen Rechner eine korrekte Systemzeit besitzen. Einleuchtend, dass Datenbankeinträge nur dann vollständig verwendbar sind, wenn sie zeitlich ge- Anwendung Netzwerk-Zeitserver nau zugeordnet werden können. Häufig wird hier jedoch auf externe Zeitquellen zurückgegriffen, was wiederum ein Sicherheitsrisiko bedeuten kann. Kombinierte DCF- und GPS-Empfänger Also sollte es mindestens eine Synchronisation des Computernetzwerks durch das Network Time Protokoll (NTP) geben, besser jedoch ist ein zusätzliches Empfangsgerät in Form eines ins Netzwerk integrierten DCF-Empfängers, wobei dieser Empfänger die Funksignale in ein intern verwendbares NTP-Paket umsetzt. Diese Funksignale sind allerdings auch nicht hundertprozentig sicher. Ganz sicher geht man mit der Kombination aus DCF- und GPS-Empfänger mit einer internen Zeitquelle. Die kann etwaige Zeitdifferenzen der externen Quellen erkennen und das Problem lösen. Das BSI empfiehlt diese hohe Ausbaustufe. NTP-Server nach BSI-Empfehlung Die Firma Bürk Mobatime bietet seit zehn Jahren solche hochwertigen NTP-Zeitserver an, die den BSI-Empfehlungen besonders mit Blick auf Kritische Infrastrukturen entspricht. Oft entscheiden COMPACT PIPE GrAbEnlOs GuT! Zeitserver DTS4132 Master-clock-application Kommunalwirtschaft 3/

48 sich gerade Kraftwerksbetreiber weltweit für eine Zeit-Systemarchitektur, die aus zwei redundanten NTPZeitservern mit jeweils einem GPS-Empfänger besteht. Letztere bekommen ihre Signale von verschiedenen Satelliten und sind damit sehr ausfallsicher. Sollten sie doch einmal ausfallen, kann jeder Server auf eine quarzgestützte interne Zeithaltung zurückgreifen. Beide Zeitserver sind unabhängig voneinander mit dem IT-Netzwerk verbunden und bei den Netzwerkgeräten hinterlegt. Zudem sind sie direkt miteinander verbunden, gleichen sich ab und ermöglichen mit intelligenter Software-Trimmung für immer identische ZeitstempeL Kritische Zeitsprünge werden so vermieden. Genutzt wird diese Technik auch von Universitäten oder Stadtwerken. Stephan Herrmann Sicherheitsfaktor Systemzeit Wer hat an der Uhr gedreht? Mit der Digitalisierung im Fertigungsumfeld steigt die Gefahr von ungewollten Zugriffen, Manipulationen und lndustriespionage. Immer mehr Unternehmen antworten auf diese Entwicklung mit umfassenden IT-Sicherheitskonzepten. Dabei ist die korrekte Systemzeit ein nicht zu vernachlässigender Punkt, der für den Systembetrieb und die Forensik emminent wichtig werden kann. Um das Bewusstsein für die IT-Sicherheit von Produktionsanlagen zu schärfen, werden immer wieder einige spektakuläre Angriffe geschildert. Dass die Zeitsynchronisation eines der relevanten Handlungsfelder ist, beschreibt jedoch schon das BSI in ihrem Maßnahmenkatalog Hard- und Software-Einsatz eines lokalen NTPServers zur Zeitsynchronisation. Darin steht, es sei bei vernetzten Systemen wichtig, dass alle bei einem Vorgang betroffenen Rechner eine korrekte Systemzeit besitzen. Gerade bei Informationen wie Fehlermeldungen und über Rechner verteilte Anwendungen ist die Zeitsynchronizität wichtig. ln vielen Fällen greifen Anwenderauf externe Zeitquellen wie den über Internet zugänglichen NTP-Zeitserver der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig zurück. Doch manchmal ist im Sinne einer IT-strategischen Sicherheitsarchitektur jeder physikalische Zugang zur Außenwelt unerwünscht. Dann müssen die Informationen zur Systemzeit sicher und zuverlässig im System selbst verwaltet werden. Das BSI gibt an anderer Stelle darüber Auskunft, wie sich die korrekte Zeitinformation in drei Ausbaustufen im System sicherstellen lässt. genbetreiber bei Bedarf warnen, damit diese etwa Gegenmaßnahmen einleiten können. Zeitserver Die NTP-Zeitserver von Bürk Mobatime aus Schwenningen sind insbesondere für den Einsatz in Infrastrukturen gedacht, die entsprechend der hohen Ausbaustufe der BSIEmpfehlung abgesichert sind. Die Anlagenbetreiberweltweit entscheiden sich häufig für eine Zeit-Systemarchitektur, die aus zwei redundanten NTP-Zeitservern mit jeweils einem GPS-Empfänger besteht. Die GPSEmpfänger referenzieren dabei gleich mehrere Satelliten und sind daher schon sehr ausfallsicher konfiguriert. Selbst wenn diese externen GPSFunkzeitquellen ausfallen sollten, verfügt jeder Zeitserver nochmals über eine eigene in der Regel quarzgestützte interne Zeithaltung. Beide Zeitserver sind unabhängig voneinander mit dem IT-Netzwerk verbunden und als erste beziehungsweise zweite Zeitquelle bei den Netzwerkgeräten fest hinterlegt. Dabei stehen die beiden Zeitserver unabhängig vom Netzwerk noch direkt miteinander in Kontakt Drei Ausbaustufen ln der niedrigen Ausbaustufe sollte zumindest eine Synchronisation des Computernetzwerkes unter Verwendung des Network Time Protokolls (NTP) eingerichtet sein, wobei bei externen Quellen nach wie vor die Gefahr von störenden Vorfällen oder auch bewussten Angriffen besteht. Die mittlere Ausbaustufe bedeutet, dass der Systembetreiber ein zusätzliches Empfangsgerät in Form eines DU-Empfängers in sein Computernetzwerk integrieren kann, wobei dieser Empfänger die Funksignale in ein intern verwendbares NTP-Paket umsetzt. Jedoch sind auch diese Funksignale und daraus generierte Datenpakete nicht vollständig gegen Manipulationen geschützt. Wer ganz sicher gehen muss, setzt daher auf die hohe Ausbaustufe: Hier ~ird vom BSI eine Kombination aus DCF- und GPS-Empfänger empfohlen, wobei die Zeitsteuergeräte eine eigene interne Zeitquelle mitbringen sollten. So lassen sich Zeitdifferenzen zwischen den externen Quellen erkennen und Anla- 114 Kommunalwirtschaft 3/2017

49 und stellen durch entsprechenden Abgleich und Saftwaretrimmung identische Zeitstempel sicher. Dadurch können bei einem Umschalten etwaige Zeitsprünge vermieden werden, auf die IT-Systeme ansonsten kritisch reagieren würden. Die Produkte unterscheiden sich etwa in der Anzahl der LAN-Ports, zusätzlicher Zeit-Schnittstellen und durch die Qualität der internen Zeitbasis und HoldoverGenauigkeit. Welchen Stellenwert die Zeitsynchronität in der jeweiligen Fertigungslandschaft aufweist, lässt sich im Gespräch mit Fachleuten evaluieren. Der Autor Stephan Herrmann, Geschäftsführer der Bürk Mobatime GmbH ÖPNV-Bilanz 2016: Rekordjahr für Bus und Bahn Im Jahr 2016 sind die Fahrgastzahlen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) deutlich gestiegen: Über 10,18 Milliarden Kunden sorgten für einen Fahrgastrekord bei den Mitgliedsunternehmen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Das entspricht einer Steigerung von 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr und ist damit der größte Fahrgastzuwachs innerhalb eines Jahres seit Einzig im Jahr 2006 stiegen die Fahrgastzahlen wegen der Fußball-WM in Deutschland ähnlich stark wie im vergangenen Jahr war ein Rekordjahr für den deutschen ÖPNV, wenn man auf die Fahrgastzahlen schaut. Ein Plus von rund 180 Millionen Fahrgästen in nur einem Jahr zeigt, dass die Nahverkehrsunternehmen bundesweit attrak tive, leistungsfähige und verlässliche Angebote zu angemessenen Preisen bieten. Wir sind das Rückgrat einer effizienten und klimaschonenden Mobilität für alle Bürgerinnen und Bürger in diesem Land, vor allem aber in den Ballungsräumen und Großstädten geht ohne einen leistungsstarken Nahverkehr nichts mehr. Deshalb gehen wir davon aus, dass wir unter den entsprechenden Rahmenbedingungen auch in den kommenden Jahren weiter wachsen werden, so VDV-Präsident Jürgen Fenske. Analog zu den Fahrgastzahlen stiegen auch die Ticketeinnahmen der ÖPNV-Unternehmen im letzten Jahr deutlich, und zwar um 4 % auf insgesamt 12,24 Milliarden Euro. Das ist ebenfalls ein sehr positives und ein wirtschaftlich sehr wichtiges Ergebnis, denn die Unternehmen investieren so gut wie jeden Euro aus den Fahrgeldeinnahmen direkt wieder in den Betrieb. Wir benötigen mehr Personal und mehr Fahrzeuge, um die wachsende Nachfrage bewältigen zu können. Außerdem steigen durch die Mehrleistungen die Instandhaltungskosten unserer alternden Fahrzeugflotten und technischen Anlagen überproportional an, so Fenske. Der Gesamtaufwand der deutschen ÖPNV-Unternehmen steigt durch Angebotserweiterungen, durch Lohnsteigerungen und durch höhere Instandhaltungskosten inzwischen jährlich um fast 4 %. Diese Entwicklung führt dazu, dass die Fahrgastzahlen und Ticketeinnahmen steigen, der Kostendeckungsrad aber aktuell von 76,6 auf 76,1 % sinkt. Von unseren Erträgen müssen wir inzwischen wesentlich mehr Geld in die Erneuerung der Fahrzeuge und der Infrastrukturen investieren. Das liegt am wachsenden Sanierungsstau im deutschen ÖPNV und an der nach wie vor angespannten Haushaltslage vieler Kommunen, erläutert Fenske. Fahrpreise stiegen 2016 um durchschnittlich 1,5 Prozent Die Fahrpreise im ÖPNV sind im vergangenen Jahr moderat um durchschnittlich 1,5 % gestiegen. Das ist der geringste Preisanstieg der letzten fünf Jahre. Das Einzelticket im innerstädtischen ÖPNV kostete im Branchendurchschnitt 2,46 Euro, das entsprechende Jahresabo gab es für durchschnittlich 620 Euro. In der Hälfte der betrachteten 124 Städte ab Einwohnern wurde der Preis für das normale Einzelticket im Jahr 2016 nicht erhöht. Bei den Jahresabos stiegen die Preise im vergangenen Jahr in diesen Städten um durchschnittlich 1,4 %, in rund einem Drittel der Städte gab es dabei keine Erhöhung. Positive Effekte auf die ÖPNV-Fahrpreise hatten die sinkenden bzw. konstanten Kosten für Strom und Dieselkraftstoff. Gleichzeitig stiegen aber Lohn- und Betriebskosten weiter deutlich an. Wir geben nicht jede Kostensteigerung an unsere Kunden weiter, trotzdem mussten die Ticketpreise auch im vergangenen Jahr moderat angehoben werden. Ein sinkender Kostendeckungsgrad der Branche bei gleichzeitigen Ticketeinnahmen auf Rekordniveau ist ein Warnsignal. Wir müssen weiterhin darauf achten, dass alle Beteiligten, also Fahrgäste, Unternehmen und öffentliche Hand, ihren Beitrag zur Finanzierung eines modernen und qualitativ hochwertigen ÖPNV leisten. Aber natürlich werden die ÖPNV-Fahrpreise auch künftig mit Sorgfalt, Augenmaß und anhand aktueller Indikatoren weiterentwickelt, so Fenske. Die Lage in den ländlichen Regionen bleibt schwierig In ländlichen Regionen spitzt sich für viele ÖPNV-Unternehmen die Situation weiter zu. Sinkende Schülerzahlen, demografischer Wandel und eine zunehmende Urbanisierung der Bevölkerung stellen gerade die Busunternehmen in der Fläche vor große Herausforderungen. Der Bus verzeichnete zwar im vergangenen Jahr erstmals seit Langem wieder einen deutlichen Fahrgastzuwachs von 0,7 %, und war mit rund 4,5 Milliarden Fahrgästen das mit Abstand meistgenutzte ÖPNV-Angebot: Das liegt aber nach wie vor am Zuwachs in den Städten und Ballungsräumen. In ländlichen Regionen geht die Nachfrage dagegen vielfach weiter zurück, so Fenske. Dort müsse die Branche gemeinsam mit der Politik schnell geeignete Formen einer öffentlichen Mobilität finden und anbieten, die den veränderten Lebensverhältnissen und Bedürfnisse der Bevölkerung entspräche. Wir wollen und dürfen niemanden vom öffentlichen Verkehr abhängen, so Fenske abschließend. Kommunalwirtschaft 3/

50 Kabel und Kanal: Spartenübergreifendes Leitungsmanagement mit BaSYS Kanalnetzbetreiber sind zukünftig verpflichtet das DigiNetzG bei Planung und Betrieb zu berücksichtigen. Die eingesetzte Kanalmanagement-Software muss die Veränderungen abbilden und verwalten können. Das Netzinformationssystem BaSYS bietet bereits jetzt eine spartenübergreifende Lösung für Planer und Betreiber. Das Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze (DigiNetzG) ist in Kraft getreten. Mit ihm sollen Synergieeffekte beim Breitbandausbau insbesondere durch die Mitnutzung passiver Infrastrukturen wie Abwasserkanäle erzielt werden. Der Einspareffekt, der durch das DigiNetzG entsteht, wird von Experten auf einen Milliardenbetrag geschätzt. Es senkt die Kosten für die Netzbetreiber erheblich und beschleunigt die Netzanbindung der unterversorgten Gebiete. Aber auch der Bürger profitiert davon: Kostenintensive und langwierige Doppelarbeiten an Straßen und damit einhergehende volkswirtschaftliche Schäden durch Staus und Produktivitätsausfalle sind künftig in viel größerem Umfang vermeidbar, da auch Bauarbeiten besser koordinierbar sind. Lösungen für das spartenübergreifende Leitungsmanagement bietet BARTHAUER mit dem Netz- und Infrastruktur-Informationssystem BaSYS. Es bietet Module für Planung, Erfassung, Verwaltung und Dokumentation, Betriebsführung und Wartung, zur Sanierungsplanung bis hin zum Asset Management des Infrastrukturvermögens. Die gemeinsame Verwaltung von Steuer-, Breitband-, Glasfaser- und Energieleitungen in Verbindung mit Netzen weiterer Sparten, beispielsweise Kanalnetze, wurde mit einer eigenen Kabelfachschale realisiert. Hier ist die Trassierung über die Leitungsführung der Abwasser-Haltungen der Kanalfachschale möglich. Die Zuordnung der Entsorgungsleitungen macht die zeitraubende Digitalisierung der Trassenabschnitte unnötig. Mit Hilfe branchenüblicher Austauschformate und anpassbarer Datenschnittstellen ist die Ausgabe der dokumentierten Informationen für Auskunftszwecke oder zur Weitergabe aus dem System in spartenübergreifende Themenpläne möglich. Allen Beteiligten steht so die gleiche Informationstiefe zur Verfügung, da die nötigen Informationen transparent vorliegen und schnell ausgetauscht werden können. Somit werden Infrastrukturplanungen, Netzverwaltungen und die Zusammenarbeit zwischen Kanalbetreiber und Telekommunikationsunternehmen nicht nur erleichtert, sondern auch beschleunigt. Jürgen Barthauer, Geschäftsführer der Barthauer Software GmbH, fasst zusammen: Spartenübergreifende Kooperation ist ein Schlüssel für den zukunftssicheren Ausbau und Unterhalt von Infrastrukturnetzen. Die dafür nötigen Voraussetzungen wie Transparenz und Offenheit der Systeme ist seit Anbeginn Teil unserer Unternehmensphilosophie und ein wichtiger Vorteil für das Tagesgeschäft unserer Kunden. Vor dem Hintergrund der besseren Koordination und des zukunftssicheren Betriebs von Infrastruktureinrichtungen haben wir das BARTHAUER Netzinformationssystem BaSYS in den vergangenen Jahren auch zu einem umfassenden Infrastruktur Management-System weiterentwickelt. 116 Kommunalwirtschaft 3/2017

51 HIGHLOGO MIKROPROZESSOR STEUERUNG FÜR ABWASSERPUMPEN UND PUMPSTATIONEN IDEAL FÜR DIE DRUCKENTWÄSSERUNG! Kinderleichte Schnell-Installation! Deckt mit nur wenigen Einstellungen mehr als 90 % aller Einbausituationen ab. Jung Pumpen GmbH Steinhagen Telefon

52 Aus der Industrie Erdgas Südwest und Wärtsilä unterzeichnen Vertrag Erster deutscher biohybrid-energiespeicher soll gebaut werden Der regionale Energieversorger Erdgas Südwest hat einen Vertrag mit der Firma Wärtsilä unterzeichnet: Gemeinsam möchte man die erste biohybrid-anlage Deutschlands bauen. Zunächst kümmern sich beide Unternehmen zusammen um die Genehmigungsplanung. Nach der Zustimmung der Behörden würden dann Lieferung und Bau der Anlage folgen. Der erste deutsche biohybrid-speicher soll in Ostrach bei der Biogasanlage des Energieparks Hahnennest entstehen. Das dort erzeugte Biogas wird aus landwirtschaftlichen Reststoffen wie zum Beispiel Trester und Gülle gewonnen. Die geplante biohybrid- Anlage hat eine Aufbereitungskapazität von 1000 Normkubikmeter Biogas pro Stunde und wird bis zu 10 Tonnen Bio-LNG pro Tag produzieren und speichern können. Zum Vergleich: Damit könnten rund 2500 Durchschnittshaushalte ein Jahr lang mit Biomethan versorgt und gleichzeitig etwa Tonnen CO 2 eingespart werden. Wir freuen uns, dass wir mit Wärtsilä und dem Energiepark Hahnennest zwei Partner gefunden haben, mit denen wir unser biohybrid-konzept umsetzen können. Damit ermöglichen wir unseren Kunden eine nachhaltige Versorgungssicherheit und ein hohes Maß an Energie-Autarkie in der Region. Darüber hinaus leistet das Konzept einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz vor Ort, so Oliver Auras, Leiter der Projektentwicklung bei Erdgas Südwest. Das Unternehmen verfolgt mit der biohybrid-anlage die Kopplung der Energiesektoren Strom und Wärme sowie die effiziente Nutzung erneuerbarer Energien vor Ort. Die Anlage wirkt der hohen Volatilität der erneuerbaren Energien entgegen und bietet größte Flexibilität für die spätere Nutzung. In der biohybrid-anlage wird nachhaltig gewonnener Strom aus Sonne und Wind genutzt, um Energie in Form von flüssigem Biomethan oder Erdgas zu speichern. Durch das Herunterkühlen von 600 Kubikmetern Biomethan auf -162 Grad Celsius entsteht 1 Kubikmeter flüssiges Bio-LNG, das in mobilen Tanks gespeichert werden kann. Durch biohybrid kann das Stromnetz bei Bedarf entlastet und die Versorgungssicherheit erhöht werden. Denn erwärmt man das verflüssigte und gespeicherte Gas wieder, kann jederzeit und an jedem Ort Strom und Wärme erzeugt werden, auch wenn es keine Anbindung an eine Gaspipeline gibt. Dazu bedarf es nur einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage wie zum Beispiel einem Blockheizkraftwerk oder einer Brennstoffzelle. Oder aber es wird als Biomethan wieder ins Netz eingespeist. Ein weiterer Vorteil: Auch in Sachen Mobilität ist biohybrid ein Schlüsselbegriff. Flüssigerdgas, dessen Akronym LNG vom Englischen liquefied natural gas herrührt, gilt als eine der vielversprechendsten Zukunftslösungen. Handelt es sich um flüssiges Biomethan, so spricht man von Bio-LNG. Mit einer Tagesproduktion der neuen biohybrid-anlage könnte zum Beispiel die Bodenseefähre bis zu 200 Mal von Konstanz nach Meersburg fahren. Läuft alles nach Plan, erhält Erdgas Südwest bis Ende 2017 den Genehmigungsbescheid. Damit könnte schon Mitte 2018 mit dem Bau der Anlage begonnen werden. Redaktion: Erdgas Südwest GmbH, Susanne Freitag In Oslo, Norwegen, hat Wärtsilä bereits eine solche Anlage gebaut. Wärtsilä 118 Kommunalwirtschaft 3/2017

53 SCADA und Prozessleitsystem mit speziellen Funktionen für die Wasserwirtschaft NIVUS bietet seine Automatisierungssoftware jetzt auch als Cloud-Lösung auf Mietbasis an Der Messtechnik- und Softwarehersteller bietet mit dem modular aufgebauten NICOS ein vollständiges und komfortables Berichtswesen. Besonderes Augenmerk lag bei der Entwicklung auf der Eignung für Anwendungen in urbanen Strukturen im Umfeld von Wasser, Energie und Abfall. Das Leitsystem erfüllt für verschiedene Branchen die notwendigen Normungen, gesetzlichen Vorgaben und Bestimmungen (z.b. ATV M260, EKVO, etc.). Mit der Softwarelösung können auch individuelle, in MS Excel erstellte, Layouts schnell und einfach mit Prozesswerten verknüpft werden. Dies erleichtert dem Anwender einen schnellen Informationsüberblick auf seine Anlagen. Die Software unterstützt den offenen Kommunikationsstandard IEC Dieser findet Verwendung in der Fernwirksowie Netzleittechnik und erlaubt die Kommunikation zwischen Leitstelle und Unterstationen über ein Standard-TCP/IP-Netzwerk. Ebenfalls wird der OPC UA Standard unterstützt, der im Zeitalter von Industrie 4.0 als Brücke zwischen der IT und Automatisierungswelt dient. Das Unternehmen bietet die zu 100% webbasierte Leittechniklösung auch im Rahmen eines Cloud-Services an. Technologien wie HTML5 nach W3C machen es für Kunden unnötig, eigene dedizierte Server in speziell dafür eingerichteten Rechnerräumen bereitzustellen. Durch den freien Zugriff auf das System kann die Automatisierungssoftware auch komplett als Portallösung genutzt und kundeneigene Anlagen bei vollem Funktionsumfang über die Cloud überwacht werden. Die hundertprozentige Server-Clientstruktur ermöglicht es dem Automatisierungsspezialisten, das System auch als Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS) anzubieten. Für die Verbindung zwischen Sensorik und Leitsystem bietet der Hersteller abgestimmte NIVUS-Fernwirkprodukte. Hier gibt es sowohl Ausführungen für den Netzbetrieb als auch autarke Lösungen mit sehr hohen Standzeiten. Im Fokus: Der technologische Stand von Kanalmanagement-Systemen Welchen Ansprüchen sollte ein modernes und ganzheitliches Kanalinformationssystem gerecht werden? Antworten auf diese Frage erhalten Interessierte vom 28. bis 31. März 2017 in Berlin. Im Rahmen der internationalen Fachmesse Wasser Berlin International und dem international führenden Symposium für den Leitungsbau No Dig Berlin präsentiert BARTHAUER nicht nur aktuelle theoretische Aspekte sondern auch Lösungsansätze für die Praxis. Die Planung, Verwaltung, Errichtung und der Betrieb von entwässerungstechnischen Anlagen umfasst eine Vielzahl von komplexen Aufgaben. Dazu gehören generelle Entwässerungsplanung Bau der Anlagen, Betriebsaufgaben sowie wirtschaftliche Verwaltungsaufgaben. Diese Teilaufgaben sind sehr eng miteinander verknüpft. Eine Bearbeitung setzt aktuelle und vollständige Informationen über das Kanalnetz voraus. Diese werden in der Regel mit einem Kanalinformationssystem (KIS) verwaltet. Veränderungen in der automatisierten Datenverarbeitung, bedingt durch die europäische Normung, gestiegene fachliche Anforderungen an Datenauswertungen sowie den technologischen Fortschritt, führen auch zu steigenden Anforderungen an moderne Kanalinformationssysteme. Im Rahmen seines Vortrags auf der No Dig Berlin, dem international führenden Symposium grabenloser Technologien im Leitungsbau, zeigt Jürgen Barthauer, Geschäftsführer der Barthauer Software GmbH, welchen Ansprüchen moderne und ganzheitliche Kanalinformationssysteme gerecht werden müssen. Anhand von Beispielen werden Lösungsansätze betrachtet, mit denen diese Ansprüche aus der Theorie in die Praxis umgesetzt werden können. Entsprechende Werkzeuge für ein modernes und ganzheitliches Kanalmanagement sind auf der internationalen Fachmesse Wasser Berlin International zu sehen. Auf der Wasser Berlin International präsentiert sich BARTHAUER erstmalig mit seinem Kooperationspartner DHI WASY GmbH, einer Tochter der DHI Gruppe, die weltweit führend in der Modellierung des gesamten Wasserkreislaufes tätig ist. Auf dem gemeinsamen Messestand in Halle 3.2 / Stand 316 präsentieren beide Unternehmen zusammen BaSYS MIKE, die neue integrierte Softwarelösung zur hydrodynamischen Kanalnetzberechnung. Neben BaSYS MIKE stellt BARTHAUER Erweiterungen und Neuerungen der Wasserund Gasfachschale für das Infrastruktur-Managementsystem Ba- SYS vor. Veranstaltungsinformationen Wasser Berlin International, , Messe Berlin Gemeinschaftsstand mit DHI Wasy GmbH, Halle 3.2 / Stand 316 International No Dig Berlin, , Messe Berlin Vortrag Jürgen Barthauer, , 14:30 15:00 Uhr, Session 4 Der technologische Stand von Kanalmanagement-Systemen: Welchen Ansprüchen sollte ein modernes und ganzheitliches Kanalinformationssystem gerecht werden? Kommunalwirtschaft 3/

54 Optimale Lösung für Autobahnen und Bundesstraßen Unimog U530 mit Winterdienstgeräten von Bucher Municipal Seit Jahrzehnten bildet der legendäre Unimog von Mercedes-Benz einen überaus flexiblen Geräteträger für professionelle Winterdiensteinsätze. Auch die Spezialisten von Bucher Municipal sehen darin einen idealen Partner für ihre vielfach bewährte Räum- und Streutechnik. Speziell für den Einsatz auf Auto-bahnen und Bundesstraßen hält Bucher Municipal den Streuautomaten Gmeiner Yeti 4000 W bereit. In Verbindung mit einer Frontausleger-Astschere bildet er die perfekte Fahrzeug-Geräte-Kombination für die Übergangszeit sowie für längere eis- und schneefreie Perioden während der Wintermonate. Streutechnik für höchste Ansprüche Bucher Municipal schickt für die großen Unimog-Modelle U527 und U530 seinen Streuautomaten Gmeiner Yeti 4000 W mit dem bewährten Doppel-Förderschnecken-System namens TwinConcept ins Rennen. Dieses Kon-zept mit zwei parallel angeordneten Förderschnecken ermöglicht einen sehr niedrigen Behälterschwerpunkt und sorgt so für sichere Fahreigenschaften auch in Extremsituationen. Die Fahrzeug-Geräte-Kombination ist durch die optimierte Gewichtsverteilung perfekt für den Winterdiensteinsatz auf Autobahnen und Bundesstra-ßen abgestimmt. Das Behältervolumen liegt bei satten 4,0 m³ Trockenstoff und Litern Flüssigsalz und wurde somit optimal auf die Nutzlasten des Unimog abgestimmt, was einen größtmöglichen Aktionsradius ermöglicht. Je nach Kundenwunsch kann der Gmeiner Yeti 4000 W sehr umfangreich und spezifisch ausgestattet werden, um den Einsatz effektiv und sicher zu gestalten. Spezielle Weitwurfteller mit Streubreiten bis zu 12 m sind ebenso erhältlich wie praktische Windabweiser-Systeme oder Sicherheitsbeleuchtung, etwa Blink- oder Blitzleuchten. Das Streusystem ermöglicht eine sehr präzise FS 30-Feuchtsalzstreuung über alle Streubreiten, kann optional aber auch Einstellungen bis hin zu FS 70 problemlos realisieren. Schlagkräftige Lösung in Verbindung mit Frontausleger- Astscheren In der Übergangszeit Herbst/Winter bzw. Winter/Frühjahr sowie bei längeren eis- und schneefreien Perioden während der Wintermonate kann der Unimog mit Frontausleger-Astscheren schnell und einfach zu einem effek-tiven und flexiblen Allroundfahrzeug umgerüstet werden. Der Yeti-Streuautomat bekommt dazu kurzerhand an seiner Vorderseite einen speziellen Transportrahmen montiert, der die Frontausleger-Astschere während der Fahrt zum Einsatzort auf- Der Gmeiner Yeti 4000 W auf einem Unimog U530. Gut zu sehen ist der zwischen Streuautomat und Fahrerhaus montierte Transport- Rahmen, der den Frontausleger-Mähkopf aufnimmt. Bild: Bucher Municipal 120 Kommunalwirtschaft 3/2017

55 nimmt. Droht Schneefall, kann die Astschere mühelos und schnell durch den Schnee-pflug ersetzt werden. Dieses hoch flexible Gespann verringert Leerlaufzeiten und spart damit Kosten. Hochmoderne Steuerungstechnik Gesteuert wird der Gmeiner Yeti 4000 W über das bewährte Eco- Sat-Bedienpult. Die EcoSat-Steuerung mit modernster prozessorgesteuerter Elektronik macht den Winterdienst effektiv und sicher. Auf ihrem entspiegel-ten 7-Zoll-Grafikdisplay mit gestochen scharfer Abbildung erkennen Anwender schnell und sicher alle angezeigten Parameter. Die Drehknöpfe ermöglichen eine einfache und ergonomische Bedienung. Mit der exakten Rasterschaltung können die geforderten Parameter präzise eingestellt werden. Mittels USB- Stick oder SD-Karte werden die Arbeitsdaten einfach und bequem gespeichert und weiterverarbeitet. Auf Wunsch erweitert das Streudaten-Erfassungssystem RouteInform den Leistungsumfang der EcoSat. Das Streudaten-Erfassungssystem RouteInform zeichnet die Streudaten kontinuierlich auf und überträgt diese via GPRS mindestens 1 x je Minute an einen Server. Die Einsatzdaten können vom Anwender am PC abgerufen und ausgewertet werden. Zudem ist die aktuelle Position des Streufahrzeuges jederzeit ersichtlich. Schneepflüge für alle Aufgaben Zum Einsatz auf Autobahnen und Bundesstraßen hält Bucher Municipal zwei Schneepflug-Baureihen für die großen Unimog- Fahrzeuge vor. Die Mehrschar-Schneepflüge der Baureihe Ramox XL zeichnen sich durch ihre besonders robuste Bauweise und ihre spezielle Überfahrsicherung aus. Sie hält die Pflüge auch bei harten Einsätzen zuverlässig in der Räumstellung, ermöglicht jedoch bei festen Hindernissen ein elastisches Ausweichen. Diese Schneepflüge sind in Scharbreiten von mm bis mm lieferbar und lassen sich auch bei schnellen Einsatzfahrten nicht aus der Spur bringen. Ein besonderes Highlight im großen Schneepflug-Portfolio von Bucher Municipal sind die Teleskopschneepflüge. Sie werden in die Baureihen TE90S (einfach teleskopierbar) und TE90X (zweifach teleskopierbar) unterteilt. Bei den TE90S-Pflügen kann die vordere Pflugschar stufenlos um bis zu 1 m nach links ausgefahren werden. Bei den TE90X-Pflügen lässt sich die vordere Pflugschar stufenlos um bis zu 2 m nach links ausfahren, die hintere um maximal 1 m nach rechts. So kann das Bedienpersonal schnell auf wechselnde Einsatzbedingungen reagieren. Kontakt Bucher Municipal Gmeiner GmbH Daimlerstraße Wernberg-Köblitz Thomas Kölbl, Area Marketing Manager Telefon +49 (96 04) Telefax +49 (96 04) Kommunalwirtschaft 3/

56 TKT Troisdorfer Kanalsanierungstechnik baut in Engelskirchen Rekord- Alphaliner ein Am 19. Januar 2017 wurde bei RELINEEUROPE in Rohrbach in der Südpfalz eine neue Rekord-Marke erreicht: An diesem Tag lief der ste Meter des GFK-Schlauchliner Alphaliner über die Anlage. Adressat der Transportkiste war die Firma TKT Troisdorfer Kanalsanierungstechnik GmbH & Co. KG. TKT ist ein Fachbetrieb für die grabenlose Kanalsanierung und seit über 10 Jahren erfolgreich tätig. Damit wurden mit dem UV-lichthärtenden GFK- Schlauchlinern des Systemanbieters für die grabenlose Kanalsanierung inzwischen über Kilometer Abwasserkanäle in Kommunen und Industriebetrieben in 45 Ländern weltweit saniert. Aneinander gereiht ist das nach Luftlinie in etwa die Stecke von Köln nach Kairo. Es ist schon etwas Besonderes, der Anwender zu sein, der den drei millionsten Meter Alphaliner eingebaut hat. Beeindruckend ist aus meiner Sicht auch, in welcher kurzen Zeit dies für die RELINEE- UROPE möglich war, erklärt TKT-Geschäftsführer Heinz Röhrig. Der Kanalsanierungsspezialist aus Troisdorf im Rhein-Sieg-Kreis war eines der ersten Unternehmen, das im Frühjahr 2010 einen Alphaliner bei RELINEEUROPE bestellte. Der Rekord-Liner war ein Alphaliner500G mit einem Durchmesser von DN 300 und einer Verbund-Wanddicke von 3,7 mm und damit der am häufigsten produzierte Alphaliner von RELINEEUROPE. Zum Einsatz kam er auf einer Baustelle der TKT in Engelskirchen im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen. Im Ortsteil Loope ist TKT derzeit mit der Flächensanierung der Kanalisation auf einer Länge von über Metern beauftragt. Scherbenbildung, Risse und undichte Muffen sind die häufigsten Schadensbilder, zum Einsatz kommen Alphaliner in den Dimensionen von DN 300 bis DN 600. Die im Jahr 2006 gegründete TKT Troisdorfer Kanalsanierungstechnik GmbH & Co. KG ist mit Schwerpunkt im Radius von 200 Kilometern um die Stadt Köln sowie in den Benelux-Ländern tätig. Gemeinsam mit dem Mitgesellschafter Meißner Hoch- und Tiefbau GmbH bietet TKT das gesamte Spektrum im Bereich Kanalsanierung an. Das Unternehmen baut mit zwei Kolonnen jährlich rund 30 Kilometer Alphaliner ein und hat im vergangenen Jahr in eine REE2000 von RELINEEUROPE als zweite UV-Aushärteanlage investiert. Eine dritte Kolonne kümmert sich bei TKT um die mineralische Schachtauskleidung, Kurzliner und allgemeine Reparaturarbeiten. Wir bauen die gesamte Alphaliner-Produktpalette ein, die RELINEEUROPE anbietet und scheuen uns auch nicht vor komplizierten Baustellen, so Geschäftsführer Heinz Röhrig. Das größte Projekt war bisher der Einbau eines Alphaliners mit einem Durchmesser von DN Im Jahr 2010 hat TKT mit der Kuchem GmbH aus Siegburg die ARGE Kuchem GmbH & TKT GmbH & Co. KG als eigene Gesellschaft gegründet, mit der die Unternehmen Kanalsanierungsprojekte mit GFK-Schlauchlinern anbieten. Die Kuchem GmbH ist in der ARGE für die Vor- und Nacharbeiten beim Einbau von Schlauchlinern verantwortlich. Kuchem ist seit über 45 Jahren mit seinen engagierten und qualifizierten Mitarbeitern für einen modernen und leistungsstarken Service rund um die Kanalreinigung, Kanalsanierung und Entsorgung bekannt. TKT arbeitet seit Beginn der Zusammenarbeit mit RELINEEURO- PE mit dem TQM Total Quality Management System des Unternehmens. Datenbankgestützt wird damit seit dem Produktionsstart in 2010 die Qualitätssicherung sämtlicher produzierter Alphaliner von RELINEEUROPE über die gesamte Wertschöpfungskette gesteuert und kontrolliert. Hohe Qualität in unserer Arbeit zu leisten ist Teil unserer Grundphilosophie. Das TQM System hilft uns entscheidend dabei, diese Qualität zu kontrollieren und zu steuern. Ich brauche regelmäßig den Status Quo unseres erzielten Qualitätsniveaus, was nur mit einem solchen System möglich ist, so TKT-Geschäftsführer Heinz Röhrig. TKT hat seit dem Produktionsstart 2010 gesamt Alphaliner eingebaut. Die Gesamtlänge dieser Liner beträgt 188 km. Im Jahr 2015 wurden davon allein vom IKT 249 Alphaliner getestet (siehe IKT-Report 2015). Die Ergebnisse, der in der TQM-Datenbank abgespeicherten Daten, zeigen die reproduzierbare hohe Qualität über die gesamten Jahre mit folgenden Ergebnissen: Prüfungen Sollwert* erreicht in % der Prüfungen Biege-E-Modul 99,8 Biegefestigkeit 99,3 Wanddicke 91,8 Dichtheit 96,3 TKT TQM-Auswertung Prüfergebnisse (Stand ) TKT Geschäftsführer Heinz Röhrig freut sich mit Gunter Kaltenhäuser, Geschäftsleiter Vertrieb und Marketing RELINEEUROPE AG und Christian Scholz, Vertrieb Deutschland, Schweiz und Niederlande über Meter Alphaliner Bilder: RELINEEUROPE AG Weiterhin nutzt TKT auch das Rückmeldeberichtssystem (RMB) von RELINEEUROPE, womit in enger Zusammenarbeit mit seinen Alphaliner-Anwendern gemeinsam versucht wird, die Qualität jedes einzelnen Liners bei Produktion und Einbau permanent zu sichern und zu optimieren. Jedem Alphaliner liegt ein sogenannter Rückmeldebericht (RMB) bei, mit dem die Einbaukolonnen Ergebnisse sowie sonstige Informationen hinsichtlich deren Zufriedenheit ins 122 Kommunalwirtschaft 3/2017

57 Jahr Summe EingebauteAlphaliner RMB % 49 % 95 % 100 % 100 % 100 % 100 % 93 % 50 % 92 % TKT TQM-Auswertung RMB (Stand ) Werk nach Rohrbach melden. Hier wird jeder einzelne Bericht erfasst, ausgewertet und es werden ggfs. entsprechende Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt. TKT hat seit 2010 insgesamt Rückmeldeberichte an das TQM-Team von RELINEEUROPE zur Auswertung geschickt. Alphaliner: Große Systemvielfalt für unterschiedlichste Sanierungsprojekte Der Schlauchliner Alphaliner wird von RELINEEUROPE seit 2010 in diversen Varianten angeboten. Diese in der Branche einmalige Produktvielfalt ermöglicht es Sanierungsunternehmen und Kanalnetzbetreibern in Abwägung der Baustellenanforderungen, des verfügbaren Zeitfensters für den Einbau und der Kosten, den genau passenden Alphaliner für das jeweilige Sanierungsprojekt auszuwählen. Die Basisvarianten sind Alphaliner500G für die schnelle und wirtschaftliche Sanierung von kleinen und mittleren Dimensionen sowie der Alphaliner1800 speziell für die Sanierung von Großprofilen. Der Alphaliner1800 wurde in 2016 im Hinblick auf die mechanischen Kennwerte für höchste statische Anforderungen weiterentwickelt (E-Modul 5%-Quantil gem. DIN EN 1228: Kurzzeitwert N/mm 2, Langzeitwert N/mm2; Biegezugfestigkeit 5%-Quantil gem. DIN EN 178: Kurzzeitwert 300 N/mm 2, Langzeitwert 227 N/mm 2 ). Der neue Alphaliner1800 wird nach DWA Merkblatt DWA-M in die Materialkenngruppe 23 eingruppiert und wurde im Dezember 2016 vom DIBt zugelassen (Zulassungsnr. Z ). Alle Alphaliner werden für Kreis-, Ei- oder Sonderprofile in mittlerweile 80 unterschiedlichen Durchmessern bis DN 1600 produziert. Mit dem AlphalinerPN6 wird darüber hinaus ein GFK-Schlauchliner für die Sanierung von Abwasserdruckleitungen angeboten. Kontakt und weitere Informationen Troisdorfer Kanalsanierungstechnik GmbH & Co.KG Ölbergstrasse 6, Troisdorf Tel / RELINEEUROPE AG Große Ahlmühle 31, Rohrbach Tel.: TKT Geschäftsführer Heinz Röhrig mit den Mitarbeitern der Kolonne der UV-Aushärteanlage REE2000 in Engelskirchen Alles Grüne wird STIHL orange Mit Markenwechsel Wachstumspotenziale nutzen unter der starken Marke STIHL Beschäftigung am VIKING Standort Langkampfen wird gestärkt Sortimentskompetenz der Marke STIHL wird gestärkt Da beide Premiummarken über sich ergänzende Produktportfolien verfügen, bleibt das Gesamtsortiment unverändert erhalten und wird auch künftig entsprechend der Kundenbedürfnisse weiterentwickelt. Mit der Integration beider Produktsortimente in eine Marke schaffen wir für den servicegebenden Fachhandel und den Kunden klare Orientierung und mehr Transparenz. Außerdem erweitern wir die Sortimentskompetenz der Marke STIHL, betont Norbert Pick, Vorstand Marketing und Vertrieb. Know-how, Ent-wicklungskompetenz und Innovationskraft werden im Unternehmen gestärkt, was schlussendlich dem Kunden zugutekommt mit neuen Produkten und Features, sagt Pick. Garantie, Ersatzteile und Service für VIKING Produkte weiterhin unverändert Der bevorstehende Markenwechsel ist eine strategische Entscheidung mit langfristiger Perspektive. Bis zum Startschuss 2019 ist genügend Zeit vorhanden, um eine sorgfältige Umsetzung sicherzustellen, so Dr. Kandziora. Die STIHL Unternehmensgruppe garantiert, dass Regelungen für VIKING Produkte hinsichtlich Garantie, Ersatzteile und Service unverändert fortgelten. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Bertram Kandziora erklärt: Unsere Kunden können auch weiterhin für ihre erworbenen VIKING Geräte auf die bewährten Leistungen des Fachhandels zählen. Kommunalwirtschaft 3/

58 Bereits 2008 hat die STIHL Gruppe die Sortimente der Marken STIHL und VIKING neu geordnet und alle handgetragenen Elektrogeräte von VIKING unter der Marke STIHL angeboten. Die Folge war ein deutliches Absatzplus bei diesen Produktgruppen. Beschäftigung am VIKING Standort Langkampfen wird gestärkt VIKING ist ein führender Hersteller hochwertiger Gartengeräte, der seit 1992 zur STIHL Unternehmensgruppe gehört. Zum Produktportfolio der Premiummarke zählen Rasenmäher, Robotermäher, Aufsitzmäher, Vertikutierer, Garten-Häcksler und Motorhacken. Vertriebspartner ist der servicegebende Fachhandel. Die VIKING GmbH mit Sitz in Langkampfen, Österreich, ist bereits heute maßgeblicher Fertigungsstandort für STIHL Akku-Produkte. VIKING beschäftigt 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit dem Markenwechsel stellen wir die Weichen für weiteres, weltweites Wachstum in der STIHL Gruppe. Davon profitiert auch der Standort Langkampfen. Es bleiben nicht nur alle Arbeitsplätze erhalten, sondern die Beschäftigung wird dadurch sogar weiterhin gestärkt, erklären VIKING Geschäftsführer Dr. Peter Pretzsch und STIHL Vorstandsvorsitzender Dr. Bertram Kandziora. Allium: stiehlt die Show in öffentlichen Grünanlagen! Allium ist eine Pflanzengattung (Alliaceae) mit weltweit über 800 Sorten. Sie kommen vor allem in gemäßigten Gebieten der nördlichen Erdhalbkugel vor, dies mit Ausnahme von Chile, Brasilien und im tropischen Afrika. Sie umfassen nicht nur die eleganten Blumen für Gärten und Parks, sondern auch wichtige Zutaten für unsere Mahlzeiten, wie Zwiebeln, Lauch und Schnittlauch. Mit typischem Geruch Allium ist das lateinische Wort für Knoblauch. Linnaeus beschrieb die Gattung Allium im Jahr Zwei Dinge haben alle Sorten gemeinsam: Es sind mehrjährige Zwiebelgewächse (in der Höhe variierend von 10 bis 150 cm), die alle den für uns erkennbaren Zwiebel- und Knoblauchgeruch aufweisen. Der Geruch wird durch eine chemische Reaktion in der Pflanze verursacht, die für diesen spezifischen Geruch, aber auch den Geschmack ausschlaggebend ist. Zierzwiebeln! Die Allium-Gruppe, die für den Einsatz in Gärten und Parks geeignet ist, wird meistens als Zierzwiebeln bezeichnet. Geruch und Geschmack sind hier nicht mehr wichtig, lediglich die Blüte und Samenkapsel sind ausschlaggebend dafür, wofür diese Zwiebeln eingesetzt werden. Die vor allem langstieligen Sorten blühen blattlos. Zierzwiebeln können hervorragend in sehr vielfältigen Bepflanzungsplänen und Anwendungsbereichen eingesetzt werden. Bei Verver Export kommt diese Pflanzengruppe vor allem in den Tram Robuste- und Tram Vivas-Konzepten zum Einsatz, wobei die Allium zu Dekorationszwecken zwischen Stauden dient. Aber auch in langblühenden Frühjahrsmischungen wird mit den am frühsten blühenden Alliums gearbeitet. Wir bieten Ihnen hier einige Anhaltspunkte zur Inspiration. 1. Mehrjährige Blüte/Verwilderung Nahezu alle Alliums sind winterfest (es gibt jedoch Ausnahmen!), sodass sie bei einem Einsatz in einem Staudenbeet oder zwischen Sträuchern über mehrere Jahre wiederkehren. Die meisten Allium- Zwiebeln verlieren nach einigen Jahren ihre Wuchskraft, wodurch die Blume kleiner wird, bis sie schließlich nicht mehr blüht. Es gibt jedoch auch einige Allium-Sorten, die am richtigen Standort bestens verwildern. Ein ausgezeichnetes Beispiel ist Allium ursinum (Bärlauch). 2. Kombinationsgewächs Dank der enorm stabilen Stiele und Blüten, die im Allgemeinen über die andere Bepflanzung hinausragen, fällt eine Allium immer auf. Die Blütezeit, kurz nach aller Pracht der anderen im Frühling blühenden Blumenzwiebeln, fällt genau mit dem Beginn der Staudensaison zusammen. Daher ist sie auch für Kombinationen mit Stauden interessant. Die Farbpalette ist begrenzt: weiß, lila, violett. Gute Beispiele sind: Allium aflatunense Purple Sensation, Allium nigrum, Allium giganteum. 3. Strukturpflanzen Einige Zierzwiebeln können als Strukturpflanze für Frühsommerbeete eingesetzt werden. Dank ihrer sehr extravaganten Art/Form der Blüte und der Tatsache, dass Allium auch über eine lange Zeit blüht jede einzelne Blüte in den Blütendolden blüht nämlich gesondert -, ist sie optisch sehr reizvoll. Die Blume, die nach der Blüte zur Samenerzeugung übergeht, behält in den meisten Fällen die fantastische Blütenform und bietet bis in den Herbst einen dekorativen Wert. Dabei ist beispielsweise an Allium schubertii, Allium atropurpureum, Allium christophii und Allium Forelock zu denken. 4. Klein, aber fein Wer denkt, dass die Zierzwiebelfamilie nur große, stattliche Stiele aufweist, der irrt sich. Es gibt ein großes Sortiment an kleinen Blumen, die sich bestens für das Staudenbeet eignen, aber auch für Blumenkästen und Kübel. Diese Kategorie bietet auch eine größere Farbvielfalt! Geeignet sind: Allium Graceful, Allium caeruleum (mäßig winterfest), Allium triquetum und Allium moly. 5. Anziehungskraft für Insekten Zierzwiebeln bieten doppelte Freude nicht nur für die Menschen, die Ihre öffentlichen Grünanlagen bewundern, auch Insekten freuen sich über den Einsatz von Allium-Zwiebeln in Ihren Grünanlagen. Sie werden stark von Bienen und anderen fliegenden Insekten besucht. Grund genug also, um diese Zierzwiebeln bei Ihren neuen Bepflanzungsplänen zu berücksichtigen, aber auch als weitere Ergänzung für bestehende Stauden- und Sträucherbeete. Sie pflanzen Allium im Herbst. 124 Kommunalwirtschaft 3/2017

59 Wie viel Kleidung muss ich für jeden Mitarbeiter anschaffen? Dazu Alexander J. Neuzerling, Verkaufsleiter der Itex Gaebler-Industrie-Textilpflege GmbH & Co. KG, einem Vertragswerk des textilen Mietdienstleisters DBL Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH: Bei der Anschaffung zählt gute Planung. Selten reicht eine Ausstattung pro Mitarbeiter. Wechselt der Mitarbeiter z.b. einmal pro Woche seine Berufskleidung, sind drei Garnituren sinnvoll. Denn: Eine trägt der Mitarbeiter, eine weitere befindet sich in der Wäsche und die dritte liegt sauber zum Wechsel bereit. Betriebe, in denen z.b. auf Grund von Hygienevorschriften mehrmals pro Woche die Kleidung gewechselt wird, benötigen eine entsprechend höhere Ausstattung, um nicht mehrmals pro Woche die Waschmaschine starten zu müssen. Das kann bei der Anschaffung schon einmal teuer werden, bedeutet zudem bei Personalwechsel und dem daraus meist resultierenden Kleidungswechsel wiederum Kosten für den Betrieb. Hier ist das textile Leasing eine Alternative Mitarbeiterwechsel, Größenänderungen, etc. lassen sich so kostenneutral gestalten. Alexander J. Neuzerling ist Verkaufsleiter beim DBL-Vertragswerk, der ITEX Gaebler-Industrie-Textilpflege GmbH & Co. KG in Montabaur. Unser Grau macht Grün. Für nachhaltige Abwasserleitungen und -kanäle aus Beton FBS-Betonrohre und FBS- Stahlbetonrohre sind von Natur aus umweltfreundlich: Sie bestehen aus natürlichen, überall verfügbaren heimischen Rohstoffen und können energieschonend weiterverarbeitet und wiederverwendet werden. Wir freuen uns auf Sie: Halle 1.2, Stand 312 Fachgerechten Einbau finden Sie hier:

60 Allroundtalent für höchste Ansprüche MAN TGM x4 als multifunktionaler Geräteträger für den Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Stuttgart im Einsatz Einmal die eierlegende Wollmilchsau, bitte so in etwa liest sich der umfangreiche Ausstattungskatalog des neuen MAN TGM x4 BB, den die Niederlassung Stuttgart der MAN Truck & Bus Deutschland GmbH vor kurzem an die Mitarbeiter des Landesbetriebs Gewässer übergab. Die Wasserbauer des Betriebshofs Winterbach kümmern sich täglich um die Instandhaltung von Flussläufen und brauchen dafür on-road wie off-road einen verlässlichen mobilen Partner. Mit dem agilen, 290 PS (213 kw) starken und speziell ausgerüsteten 14-Tonner sind sie jetzt bestens aufgestellt: Der kompakte Zweiachser mit einem Radstand von 3600 Millimetern in Allradausführung und mit nach oben gezogener Auspuffanlage ist watfähig bis 70 Zentimeter. Auf seiner speziellen Geländebereifung der Größe 445/65 R 22,5. kommt er so hochbeinig daher, dass typische Einsatzgebiete wie feuchte Wiesen, rutschige Böschungen, schlammige Wege und auch harte Winterwitterung für ihn kein Problem darstellen. Der MAN TGM verfügt außerdem über eine PTG-Reifendruckanlage. So kann der Reifendruck in jedem Rad individuell abgelassen oder erhöht werden, sollte dies erforderlich sein. Beide Anpassungen führten die Umbauspezialisten des MAN-Partners Toni Maurer GmbH durch. Sie setzen dem MAN TGM auch noch seine orangefarbigen Kennleuchten samt Scheinwerferschutzgitter auf das Kabinendach. Für beste Geländegängigkeit sorgt zusätzlich das ausgeklügelte, aber zugleich sehr einfach zu bedienende Verteilergetriebe-Sperrenmanagement (VSM). Mit dem für MAN typischen Drehschalter kann der Fahrer sämtliche Schalt- und Sperrvorgänge auswählen, mit nur einer Hand hat er alles im Griff. Fehlgriffe ausgeschlossen, denn der Drehschalter gibt die logische Einlegeabfolge der einzelnen Differenzialsperren vor. Ein weiteres Sicherheitsplus: Die Umschaltung zwischen Straßen- und Geländeübersetzung ist nur dann möglich, wenn das Fahrzeug steht und sich das Getriebe in Neutralstellung befindet. Eine zusätzliche Hilfestellung für den Fahrer bietet die eingebaute Kletterbremse. Sie ermöglicht das Anfahren an Steigungen, ohne dass der Lkw rückwärts rollt. Durch Drücken des Wipptasters im Armaturenbrett halten die Bremszylinder der Betriebsbremse den momentanen Bremsdruck. Dadurch ist es nicht nötig, beim Anfahren am Berg die Feststellbremse einzulegen. Dies entlastet den Fahrer bei schwierigen Manövern, verringert die Unfallgefahr durch Zurückrollen und reduziert den Verschleiß an Kupplung und Getriebe. Speziell dem Einsatz abseits befestigter Straßen dient im MAN TGE das MAN ABS Offroad, die Geländelogik für das Antiblockiersystem. Diese Funktion ermöglicht auf weichen Bodenverhältnissen wie Kies, Sand, Morast oder nassem Schnee, eine bessere Bremswirkung durch das Zusammenschieben des Untergrunds zu einem Bremskeil vor den Rädern. Obwohl für den MAN TGM der Stuttgarter Wasserbauer weniger die tägliche Kilometerleistung denn die Betriebsstunden den Ton angeben, müssen Fahrer und Beifahrer nicht auf einen angenehmen Arbeitsplatz in der Kabine verzichten: Das MAN Media Truck Advanced Radio sorgt für guten Sound auf der Fahrt und bietet Freisprechfunktionalität für das Mobiltelefon, Bluetooth inklusive. Auf den Fahrer wartet ein luftgefederter Komfortsitz mit Lendenwirbelstütze, Schulteranpassung und Heizung, eine Beifahrersitzbank mit Einzelsitzen ermöglicht zwei Kollegen die komfortable Mitfahrt. Nicht nur während der Fahrt, auch im Stand beweist sich der MAN TGM als ideales Arbeitsgerät: Das MAN-Fahrgestell ist mit einem Dreiseiten-Kipperaufbau Typ 6 der Firma Meiller ausgestattet. Zusätzliche Aufsatzbordwände aus Aluminium sorgen für mehr Flexibilität, je nach Ladegut. Hinter dem Fahrerhaus befindet sich ein 12,5-Tonnen-Ladekran PK12502 SH von Palfinger, der mit seinem Greifer bei nahezu allen Einsätzen der Gehölzpflege zum Einsatz kommen kann. Zwischen Kran und Kipper sitzt eine speziell angefertigte Staubox aus Metall über die ganze Breite, in der sich sperrige Arbeitsgeräte, wie zum Beispiel eine Langschwert-Motorsäge, perfekt verstauen lassen. An der Front des MAN TGM befindet sich eine Fünf-Tonnen-Seilwinde F-70.2/319H1 HW der Marke Werner. Kommt sie zum Einsatz, stemmt sich der TGM übrigens mit allen Vieren dagegen, denn er verfügt über eine pneumatische Zuspannung der Feststellbremse für die Vorderachse. Wird mit der rückseitig verbauten, acht Tonnen starken, Heckwinde FW810 aus dem Hause Schlang&Reichart gearbeitet, gräbt sich zur Sicherheit eine hydraulisch betätigte, am Rahmenende montierte Bergstütze in den Boden. Kran und Winden bedient der Betreiber gefahrlos per Fernsteuerung, ein großes Plus an Arbeitssicherheit. Heckseitig gibt es außerdem noch einen weiteren Hydraulikanschluss für den Betrieb eines Holzspalters. Sämtliche Anbauten führte auf besonderen Kundenwunsch die Fahrzeugbau Wörner GmbH im nahegelegenen Reichenbach an der Fils aus, die dabei gleichzeitig die Zertifizierung als MAN-Partner erhielt. Für die beiden Fahrer des Sonderfahrzeugs gab es neben den obligatorischen Geräteeinweisungen zu Winden und Kran durch die Hersteller noch ein ganz besonderes Geschenk, nämlich ein Geländefahrtraining mit den Ausbildern von MAN ProfiDrive. Durchdachte Lösungen für die Wasserwirtschaft REHAU auf der Wasser Berlin International 2017 Auf der Fachmesse Wasser Berlin International 2017 wird REHAU neben der Kanalschachtfamilie AWASCHACHT, auch die universelle Rohrkupplung AWADUKT FLEX-CONNECT sowie nachhaltige Systeme für die Regenwasserbewirtschaftung und Lösungen für die Telekommunikation in den Fokus rücken. Den Fachbesuchern der Messe Wasser Berlin International, die vom 28. bis 31. März 2017 stattfinden wird, präsentiert REHAU unter anderem das Kanalschachtsystem AWASCHACHT. Mit der Schachtfamilie DN 1000, DN 800 und DN 600 sowie passenden Rohr- und Anschlusssystemen aus hochwertigem Polypropylen bietet REHAU für jede Anwendung die richtige Lösung. Hierdurch kann ein Kanalnetz bedarfsgerecht geplant und die Kosten deutlich gesenkt werden. Darüber hinaus hält REHAU auch zahlreiche Sonderschächte für spezielle Anforderungen bereit. 126 Kommunalwirtschaft 3/2017

61 Komplettiert wird das Angebot um das Kanalrohrsystem AWA- DUKT PP: Das gesamte Rohr- und Formteilprogramm besteht vollständig aus füllstofffreiem Polypropylen und ist hierdurch extrem robust. In Zahlen ausgedrückt, ist es mindestens 40mal schlagfester als Steinzeugrohre (Quelle: MFPA Weimar, 2003, Bericht B45/454/03). Zudem verträgt das System selbst grobkörniges Bettungs- sowie Umhüllungsmaterial, wodurch wesentlich wirtschaftlicher gearbeitet werden kann. Weiterer Vorteil ist die schnelle Verlegung: So lassen sich gemäß einer aktuellen Studie des europäischen Verbands der Rohrhersteller The European Plastic Pipes and Fittings Association (TEPPFA) Kunststoffrohre bis zu 30 Prozent schneller verlegen als Betonrohre. Dank ihres geringen Gewichts kann außerdem auf schweres Baustellengerät verzichtet werden. Universelle Rohrkupplung Für die Sanierung von Kanalleitungen ist vor allem aufgrund der hohen Anzahl unterschiedlicher Werkstoffe eine universelle und vor allem wirtschaftliche Lösung gefragt, wenn es um die Verbindung neuer und bestehender Leitungen geht. Die AWADUKT FLEX-CON- NECT Rohrkupplung von REHAU verspricht nicht nur eine schnelle und einfache Lösung des Problems, sondern sorgt auch für erhebliche Einsparungen. Mit nur neun Produktvarianten für den Abmessungsbereich DN110 bis DN695 ist die AWADUKT FLEX-CONNECT Rohrkupplung für jeden Anwendungsfall gewappnet. Egal ob Beton, Steinzeug, PVC, PP oder Guss mit gewellter, gerippter oder glatter Oberflächenstruktur Leitungen können im Handumdrehen miteinander verbunden werden. Ein teurer Stillstand der Baustelle kann so verhindert werden. Innovatives für die Regenwasserbewirtschaftung Neben den polymeren Kanalnetzlösungen können sich die Besucher am REHAU Stand über die Angebote aus dem Bereich der Regenwasserbewirtschaftung mit dem System RAUSIKKO informieren. Hierfür zeigt das Unternehmen beispielsweise seinen bewährten Speicherblock RAUSIKKO Box als komplettes und variables System mit verschiedenen Speicherelementen und passenden Schächten. Lösungen für die Telekommunikation Der voranschreitende Breitbandausbau ist für Kommunen ein besonders wichtiges Thema. Auch hierzu wird REHAU im Rahmen der Messe durchdachte Lösungen, wie das Mikrokabelrohrsystem RAUSPEED vorstellen. NETZSCH Pumpen & Systeme NETZSCH stellt auf Wasser Berlin aus NETZSCH Pumpen & Systeme stellt ihre Verdrängerpumpen mit Zubehör für die Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung vom auf der Wasser Berlin International aus. Die Fachmesse reflektiert als spezialisierte und internationale Branchenplattform in Deutschland den gesamten Wasserkreislauf. NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH ist wie immer dabei, in Halle 3.2, Stand 406. Mit der modernen Verdrängerpumpen-Technologie von NETZSCH ist man für alle Steps in der Wasserwirtschaft bestens gerüstet. Die kompakten TORNADO-Drehkolbenpumpen und die bewährten NEMO-Exzenterschneckenpumpen, ausgerüs-tet mit den NETZSCH Zerkleinerungssystemen fördern abrasive, viskose sowie fest-stoffhaltige Medien. Erfahren Sie mehr über die aktuelle FSIP-Technik: Full Service in Place, erlaubt es die Pumpe ohne Spezialwerkezug zu warten und das in der Hälft der Zeit. Bei der NEMO-Pumpe entfällt darüber hinaus beim Statorwechsel die sonst benötige Service-länge. So ergeben sich bei begrenzten Platzverhältnissen neue Einbaumöglichkeiten. Die NETZSCH Produktgruppe für den Umweltbereich: NEMO Exzenterschneckenpumpe, TORNA- DO Drehkolbenpumpe und die beiden Zerkleinerer Taskmaster und M.Ovas. TASKMASTER ist ein eingetragener Markenname der Franklin Miller, Inc. Kommunalwirtschaft 3/

62 Mit drehzahlgeregeltem Pumpsystem zu effizienter Wasserversorgung Umrüstung von herkömmlichen Druckerhöhungsanlagen spart Energie und schont das System Reicht der Mindestversorgungsdruck nicht aus, sorgen Druckerhöhungsanlagen sowohl in Wohn- und Bürogebäuden als auch in Krankenhäusern und Industriebetrieben für eine zuverlässige Wasserversorgung. Das kostet Energie. Sparsame und grüne Unternehmen sowie Kommunen rüsten herkömmliche ineffiziente Systeme um, denn mit einer variablen Drehzahlregelung lässt sich viel Geld sparen. Drehzahlgeregelte Druckerhöhungsanlagen sparen Energie und schonen Rohre und Armaturen Heutzutage benötigen viele Geschäfts- und Wohnhäuser Druckerhöhungsanlagen (DEA), um einen ausreichenden Druck für die Wasserversorgung in jedem Stockwerk sicherzustellen. Auch etliche Krankenhäuser, in denen der Wasserbedarf immens und zudem stark schwankend ist, kommen ohne DEAs kaum aus. Auch bei Industriebetrieben, die auf zuverlässige Wasserversorgung mit einem bestimmten Mindestdruck angewiesen sind, wie etwa Unternehmen der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie, kommen DEA zu Einsatz. Betreiber oder Facility Manager sind gleichzeitig gefordert, den Energieverbrauch der Gebäude und Anlagen zu optimieren. Herkömmliche Druckerhöhungsanlagen arbeiten allerdings mit einer festen Drehzahl. Ihr Energieverbrauch ist demnach immer gleich, auch bei geringem Wasserbedarf. In Gebäuden mit stark schwankendem Bedarf wie Hotels oder in bestimmten Industriebetrieben sorgt das für lange Pumpenlaufzeiten. Der Betrieb eines Pumpsystems mit konstanter Drehzahl ist daher kostspielig und ineffizient. Eine Wasserversorgung ist darüber hinaus auch über eine Druckerhöhungsanlage unter Verwendung von Steuerungen mit Druckschalter möglich. Auch dieses System verbraucht viel Energie. Zusätzlich besteht hierbei die Gefahr von Druckspitzen und Strömungsgeräuschen im System, wenn die Pumpe bei maximaler Drehzahl läuft. Umrüsten auf variable Drehzahl Wesentlich effizienter arbeiten die Pumpsysteme in DEA, wenn man sie von fester auf variable Drehzahl umstellt. Nur bei einem drehzahlgeregelten Pumpsystem ist sichergestellt, dass die jeweils benötigte Menge Wasser gefördert und der Bedarf nicht überschritten wird. Dadurch werden die Energiekosten deutlich gesenkt. Messungen zufolge kann der Energieverbrauch durch die Umrüstung einer konventionellen Druckerhöhungsanlage mit fester Drehzahl zu einer drehzahlgeregelten Anlage um bis zu 50 Prozent gesenkt werden. Wie kann man ein herkömmliches System auf variable Drehzahl umrüsten? Und welchen Aufwand kostet das? Voraussetzung ist ein Drehzahlregler, der für das bestehende System kompatibel ist. Das gilt etwa für die neueste Generation Hydrovar, ein Drehzahlregler der Marke Lowara von Xylem. Sie können auf jede vorhandene Druckerhöhungsanlage nachgerüstet werden. Der Einbau der modernen, kompakten Frequenzumformer ist für erfahrene Pumpenmonteure schnell und einfach möglich. Die Regler kommunizieren nach dem Umbau über ein internes Bussystem, um sicherzustellen, dass die eingesetzte Menge an Energie und die damit geförderte Menge Wasser dem tatsächlichen Bedarf entspricht. Energie sparen und das Pumpsystem schonen Die reduzierten Energiekosten sind sicherlich das überzeugendste Argument für die Umrüstung von Pumpen mit fester Drehzahl auf Drehzahlregelung. Doch das ist nicht der einzige Vorteil. Vom intelligenten Hydrovar profitiert ein Pumpsystem vielfältig: So erkennt der integrierte Trockenlaufschutz, ob das System nach einem Wasser- oder Stromausfall, der die Pumpen außer Betrieb gesetzt hat, drucklos ist. Sind die Pumpen wieder in Betrieb, wird das System durch den Sanftanlauf langsam wieder gefüllt. Das sanfte Hochlaufen vermeidet Druckstöße und schont die Armaturen, da die Fließgeschwindigkeit nicht schlagartig erhöht wird. Würde die Pumpe sofort mit maximaler Leistung arbeiten, hätte das Druckspitzen und -schläge zur Folge, die Leckagen und Rohrbrüche nach sich ziehen können. In einer drehzahlgeregelten Druckerhöhungsanlage werden Teile, die üblicherweise rasch verschleißen, wie beispielsweise Motorlager, geschont. Sie erreichen dadurch eine längere Standzeit. Die meisten Pumpen, die bei voller Drehzahl laufen, müssen regelmäßig gewartet werden. Die Umrüstung zu einem drehzahlgeregelten System erhöht die Lebensdauer der Pumpe und führt zu Geldeinsparungen. Auch können Planer den ökologischen Fußabdruck der Anlage erheblich reduzieren, da ein Drehzahlregelsystem keine großen Ausdehnungsgefäße erfordert ein weiterer Vorteil, sowohl bei neuen Anlagen als auch bei Nachrüstungen. Das spart nicht nur Geld, sondern zusätzlich Platz. Drehzahlregelungen tragen also wesentlich dazu bei, die Anforderungen der Endverbraucher zu erfüllen, insbesondere bei großen Bedarfsschwankungen. Angesichts steigender Energiekosten müssen Planer, Bauherren, Facility Manager und Anlagenbetreiber auch die Kosten von Pumpen mit fester Drehzahl genau aufzeigen. Der Einsatz eines Drehzahlreglers wie der Hydrovar von Lowara oder eine neue Pumpe mit Drehzahlregelung lohnen sich, da sich die Investition schon nach kurzer Zeit amortisiert. Weitere Informationen zu Drehzahlregelungen und Hydrovar auf Kommunalwirtschaft 3/2017

63 Voller Schub nur bei Belüftung Rührwerke, die rühren, was das Zeug hält, sind auf Kläranlagen oft kontraproduktiv. Der Abwasserverband Mülmischtal entschied sich daher für ein neues, besonders energieeffizientes Modell mit integriertem Frequenzumrichter. Dieser bewirkt, dass Drehzahl und Schub zurückgefahren werden, wenn das Kombibecken anaerob betrieben wird. Diverse Energiespar-Effekte sorgen dabei für eine Amortisation innerhalb von wenigen Jahren. Gefüllte Fördertöpfe sollte man nicht den anderen überlassen. Thomas Siemon, technischer Betriebsleiter des Abwasserverbands Mülmischtal, war aufmerksam und beantragte erfolgreich Fördergelder für die Energieeffizienz-Analyse der Kläranlage Eiterhagen, ca. 15 km südöstlich von Kassel. Das Land Hessen bewilligte den Zuschuss zur ingenieurtechnischen Begutachtung und die lohnte sich richtig. Die Kläranlage im Gemeindegebiet Söhrewald ist auf rund 2300 Einwohner der Söhrewalder Ortsteile Wattenbach und Eiterhagen sowie des Stadtteils Quentel von Hessisch-Lichtenau ausgelegt. Eine kleine, nach dem Belebtschlammverfahren arbeitende Anlage also, die aber dennoch Energiesparpotenzial offenbarte. Die Gutachter nahmen 2015 alles unter die Lupe, was nennenswert Energie verbrauchte. Zwei Energiefresser wurden identifiziert: zum einen die Belüftung des Kombibeckens, zum anderen das Rührwerk, das im Becken das Schmutzwasser in Bewegung hält. Dieses Rührwerk wurde 2002 installiert, ein Flygt Banana SR4410. Thomas Siemon erinnert sich. Da gäbe es inzwischen effizientere Rührwerke, meinten die Gutachter. Hinzu kam, dass für das alte Rührwerk dringend eine Generalüberholung angestanden hätte, die mit gut Euro zu Buche geschlagen hatte. Der richtige Zeitpunkt, um abzuwägen, ob nicht ein Austausch und die damit verbundene Verminderung des Energieverbrauchs sinnvoll ist. Siemon fragte bei Xylem nach. Er hatte bereits von einem neuen, energieeffizienten Rührwerk von Flygt gehört. Das neue Modell Flygt BANANA SR4320 ist serienmäßig mit einem Permanentmagnetmotor ausgerüstet. Er reduziert den Energieverbrauch gegenüber einem in vielen Rührwerksausführungen verwendeten Standardmotor bei gleichem Rührwerksschub signifikant. Zusätzlich ist im Rührwerk ein Frequenzumformer integriert. So kann die Motor- und Propellerdrehzahl den Gegebenheiten angepasst werden. Der üblicherweise knappe Platz im Schaltschrank wird nicht belegt, Verdrahtungsaufwand und damit Einbaukosten werden gespart. Durch den FU läuft der Motor sanft an und wird ebenso sanft abgebremst. So werden das Getriebe im Rührwerk und auch die Einbaugarnitur so gering wie möglich belastet. DER BRANCHENTREFF FÜR KREISLAUFWIRTSCHAFT Geschärftes Profil. Attraktive Plattform. Die terratec in Leipzig. Neuer Fokus, neues Konzept: Die terratec wird zur Branchenplattform für die Entsorgungs-, Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft. Namhafte Partner, spannende Produktpräsentationen und ein lebendiges Fachprogramm sorgen für hochkarätige Informationen. Freuen Sie sich auf regen Austausch und wertvolle Kontakte in einem kommunikativen Umfeld! Mit dabei sind unter anderem: Die Branche trifft sich auf der terratec. Seien auch Sie dabei! Tickets zum Vorzugspreis, Programm und weitere Informationen zur terratec unter Kombibecken der KA Eiterhagen: Während der Belüftung arbeitet das neue Flygt Banana SR4320 mit maximaler Propellerdrehzahl. Wenn nicht belüftet wird, wird die Drehzahl reduziert. Kommunalwirtschaft 3/ Fachmesse für Entsorgung, Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft April 2017

64 Im Belebungsbecken der KA Eiterhagen machen sich die Vorteile bezahlt. Im Ringbecken mit einem Volumen von 955 m³ ist eine tiefliegende Belüftung installiert. Obwohl die Belüftung intermittierend betrieben wird, lief das alte Rührwerk im Dauerbetrieb mit konstanter Drehzahl. Energetisch war das ungünstig, denn die gewählte hohe Propellerdrehzahl ist nur bei eingeschalteter Belüftung zur Durchmischung des Beckens erforderlich. Martin Meier, Projektleiter bei Xylem, erläutert: Bei der Nitrifikation wirkt der aufsteigende Blasenschwarm wie ein Widerstand, den das Rührwerk durchbrechen muss. In der Phase, in der nicht belüftet wird, ist der volle Schub des Rührwerks nicht erforderlich. In der anaeroben Phase kann also die Propellerdrehzahl deutlich reduziert werden, was die aufgenommene Leistung des Rührwerks reduziert. Xylem errechnete die so mögliche Energieersparnis und der Abwasserverband Mülmischtal entschied sich, in das neue Banana SR4320 zu investieren. Ein zusätzliches Argument für uns war, dass wir die komplette Einbaugarnitur des alten Rührwerks weiter nutzen konnten, berichtet Siemon. Tatsächlich unterscheidet sich das neue Rührwerk äußerlich kaum vom Vorgängermodell Flygt Banana SR4410, das Rührwerksdesign ist nahezu identisch. Doch der zusätzlich integrierte Frequenzumrichter macht das Rührwerk intelligenter als der Vorgänger. Überzeugt hat uns auch eine zusätzliche intelligente Vorort- Steuerung, berichtet Siemon. Die kam erst nach unserer ersten Anfrage bei Xylem ins Spiel. Mit ihrer Hilfe erreichen wir sogar bessere Verbrauchswerte als das begutachtende Ingenieurbüro ermittelt hatte. Die programmierbare Steuerung Flygt MyConnect, eingebaut in einer kleinen Vorort-Steuerstelle direkt am Belebungsbecken, bekommt in Eiterhagen lediglich ein digitales Signal von der Leittechnik in der Warte. Meier führte nach Montage des neuen Rührwerks eine Strömungsmessung im Becken durch. Diese bestätigte die vorab berechnete und gewährleistete Strömungsgeschwindigkeit sowohl in der belüfteten als auch in der unbelüfteten Phase. Das alles summiert sich zu einem beachtlichen Spareffekt. Und das ist belegbar. Betriebsleiter Siemon sagt von sich, er sei von Natur aus misstrauisch, wenn mir ein Vertriebsmann etwas verspricht. Ich habe schon erlebt, dass dann die für die technische Umsetzung verantwortlichen Kollegen blass geworden sind, weil sie nicht so recht wussten, wie sie das Versprochene umsetzen sollten. Daher hatte Siemon vor dem Umbau einen Elektriker damit beauftragt, eine Leistungsmessung zu integrieren. So verglich er die Leistungsaufnahme vorher und nachher und nochmals, nachdem auch die intelligente Vorortsteuerung eingebaut war. Er ermittelte eine Reduktion von stolzen 47 Prozent, was einer jährlichen Energieersparnis von jährlich über Euro entspricht. und somit um einige Prozent über der von Xylem berechneten Einsparung lag. Das kann sich doch sehen lassen, meint der Betriebsleiter zufrieden. Wenn man die ebenfalls eingesparte Generalüberholung mit einbezieht, kommen wir auf eine Amortisationszeit von 4,7 Jahren. Siemon verlässt sich auch künftig gerne auf Xylem. Die tun einfach ihren Job, melden sich beispielsweise rechtzeitig vor der nächsten anstehenden Wartung, lobt er und ergänzt: Der Austausch des Rührwerks bzw. die Installation und auch die Inbetriebnahme des neuen Flygt BANANA SR4320 verliefen problemlos. Info- und Kontaktadresse: Xylem Water Solutions Deutschland GmbH Bayernstr Langenhagen Tel: Fax Leicht nutzbare Intelligenz: Die Vorortsteuerung mit programmierbarer Steuerung Flygt MyConnect erlaubt die Anpassung an verschiedene Betriebsweisen. 130 Kommunalwirtschaft 3/2017

65 Vernetzt und intelligent zur nachhaltigen Wasserversorgung Auf der Wasser Berlin zeigt Xylem Optimierungs möglich keiten mit Neuheiten der Marken Flygt, Lowara und Wedeco Energieeffizienz, Umweltfreundlichkeit sowie zuverlässige Überwachung ihrer Anlagen: Das sind einige Aspekte, denen die Wasserwirtschaft zunehmend Rechnung tragen muss. Innovative Produkte und Systeme sind daher für viele Wasser- und Klärwerker in Deutschland ein Muss. Xylem zeigt zur Branchenmesse Wasser International vom 28. bis 31. März 2017 in Berlin, welche Optimierungen rund um die Wasserversorgung, Wasseraufbereitung und Abwasserentsorgung möglich sind. In Halle 3 präsentieren die Xylem-Experten Lösungen für kommunale Wasserversorger, darunter wieder einige Neuheiten. Daneben wird Xylem auf der Fachmesse gemeinsam mit Sensus in Deutschland auftreten. Der Marktführer im Bereich intelligente Messgeräte, Netzwerktechnologie und Datenanalyselösungen gehört seit Herbst 2016 zu Xylem. Die Steuerungs- und Überwachungstechnik von Xylem steigert die Effizienz bei der Betriebsführung. Echtzeitkontrollen erlauben jederzeit schnelle Reaktionen, auch bei einer Havarie. Ein Highlight ist in diesem Zusammenhang die intelligente Pumpensteuerung Flygt SmartRun. Als Teil des innovativen Flygt Experior Konzepts ermöglicht sie im Zusammenspiel mit einer effizienten Abwasserpumpe, die Energiekosten erheblich zu senken. Denn mithilfe von SmartRun arbeiten die Pumpen immer bei optimaler Drehzahl. Zudem kümmert sich die Steuerung um Pumpen- und Rohrreinigung, um die Sumpfreinigung sowie um sanfte Starts und Stopps. Auch die hocheffizienten Mehrstufenpumpen Lowara e-sv mit der neuesten Generation der Drehzahlregelung Hydrovar werden ausgestellt. Damit können Betreiber Energieeinsparungen von bis zu 70 % im Vergleich zu ungeregelten Aggregaten erzielen. Eine Systemlösung, die ebenfalls für höchste Effizienz sorgt, ist das neue Abwasserpumpsystem Flygt Concertor. Seine integrierte Steuerung passt die Leistung jederzeit in Echtzeit an. Dank der Vernetzung mit der Anlagensteuerung hält es den Bediener immer auf dem Laufenden. Für Besucher, die sich künftig ganz auf den eigentlichen Prozess konzentrieren wollen, ist das Webhostingpaket AQV++ mit 24/7-Anlagenzugriff und automatisiertem Reporting attraktiv. Einen weiteren Höhepunkt des Messeauftritts bilden die Wedeco UV-Desinfektionssysteme Duron und Spektron e für die umweltfreundliche, da völlig chlorfreie Behandlung von Trinkwasser und Abwasser. INVENT Produkt-Highlights zur Wasser Berlin International 2017: ALPHAMETER und THINK Fluid Dynamix Zur Wasser Berlin International 2017 präsentiert die INVENT Umwelt- und Verfahrenstechnik AG auf ihrem Messestand in Halle 3.2, Stand 102 zwei Produkt-Highlights: Das ALPHAMETER zur energieeffizienten Regelung des Sauerstoffeintrags in Belebungsbecken sowie die Service-Leistung THINK Fluid Dynamix, die strömungsmechanische Simulation für die Wasser- und Abwasserreinigung. Das Abluftmesssystem ALPHAMETER dient der permanenten Bestimmung der aktuellen Sauerstoff-Zehrungsrate des Belebtschlamms in bis zu zwei Beckenzonen, auf denen je eine Abluft-Sammelhaube schwimmt. Die direkte Vorgabe der aktuell benötigten Luftmenge der Biologie ermöglicht eine neuartige, hocheffiziente Regelung der Begasung. THINK Fluid Dynamix ist spezialisiert auf die Anwendung numerischer Techniken wie Abluftmesssystem INVENT ALPHA- METER Computational Fluid Dynamics (CFD). Für die Wasser- und Abwasserreinigung kann THINK Fluid Dynamix mit Hilfe hochauflösender, realitätsnaher Strömungssimulation alle relevanten Prozessparameter bereits während der Entwicklungsphase zuverlässig berechnen. Im Rahmen der Messe findet am 30. März im InnovationsForum, Halle 3.2, um 11 Uhr ein Vortrag zum Thema THINK Fluid Dynamix Strömungsmechanische Simulation (CFD) für die Wasser- und Abwasserreinigung: Eine Welt voller neuer Möglichkeiten statt. Individuelle Gespräche und Beratungen sind jederzeit am Messestand möglich. Über die INVENT Umwelt- und Verfahrenstechnik AG Die INVENT Umwelt- und Verfahrenstechnik AG entwickelt, produziert und vertreibt Kommunalwirtschaft 3/

66 weltweit innovative maschinentechnische Komponenten, Systeme und Verfahren für die Wasser- und Abwasserreinigung. Der Fokus liegt auf Anwendungen in Kommunen und in der Industrie. Die Produktpalette umfasst innovative Rühr- und Mischtechnik sowie Belüftungssysteme, intelligente Systemlösungen und Ingenieur- und Consulting-Dienstleistungen. Das Unternehmen hat seine Zentrale in Deutschland sowie Standorte in Italien, den USA, Australien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Materialauswahl bei Schachtbauwerken und Niederschlagswasserbehandlung Vergleich von Systemen in REHAU Webinaren Ende Februar finden zwei REHAU Webinare zum Thema Materialauswahl bei Schachtbauwerken und Niederschlagswasserbehandlung statt. Die aktuelle DWA-Studie 2015 zum Zustand der Kanalisation in Deutschland zeigt eines ganz klar: Die häufigsten Schäden bei Schächten stehen in direktem Zusammenhang mit dem Material. Hohe dynamische Belastungen durch LKWs, aggressive Abwässer, ansteigendes Grundwasser und oftmals harte Bedingungen beim Einbau führen bei herkömmlichen Materialien regelmäßig zum Versagen oder zu aufwändigen Sanierungen. Beschichtungen und Auskleidungen sind allerdings nur temporäre Lösungen. Spätestens nach durchschnittlich 50 Jahren ist der komplette Ausbau des Schachtes notwendig. Dies kann durch die richtige Materialauswahl vermieden werden. Im REHAU Webinar Materialauswahl bei Schachtbauwerken Ist die Zukunft grau? werden Schächte aus verschiedenen Werkstoffen bezüglich Belastbarkeit, Schadensanfälligkeit und Lebensdauer gegenübergestellt. Das kostenlose Online-Seminar findet am 21. Februar 2017 um 10:30 Uhr statt und dauert in etwa eine Stunde. Eine Anmeldung ist unter folgendem Link möglich: 682?source=Webinar_Materialauswahl+bei+Schachtbauwerken+- +Ist+die+Zukunft+grau%3F_Pressemitteilung Niederschlagswasserbehandlung Die Schutzziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die Gewässer als Ökosysteme zu schützen und deren Zustand zu verbessern sowie die strengen Anforderungen der Bodenschutzverordnung, hören sich im ersten Augenblick recht abstrakt an. Doch spätestens beim Bauantrag wundern sich viele Planer und Bauherren, dass Grenzwerte für belastete Oberflächenwässer schnell erreicht werden. Parkplätze, Logistikflächen und Metalldächer sind typische Herausforderungen, die planerisch und von der Systemseite her gelöst werden müssen. Im Webinar Niederschlagswasserbehandlung Regelwerke, Planung, Systeme werden den Teilnehmern die wesentlichen, planerischen Grundlagen nach DWA-A 138 sowie welche technischen Systeme für welche Anforderungen besonders geeignet sind gezeigt. Das Online-Seminar findet am 22. Februar 2017 um 10:30 Uhr statt und dauert ungefähr eine Stunde. Interessierte können sich unter diesem Link anmelden: ?source=Webinar_Niederschlagswasserbehandlung+- +Regelwerke%2C+Planung%2C+Systeme_ _Pressemitteilung Wie funktioniert die Teilnahme? Für die Teilnahme an den REHAU Webinaren muss lediglich eine kleine Gratis-Software heruntergeladen und ausgeführt werden. Außerdem wird die Benutzung eines Headsets empfohlen. Die Anmeldung ist ebenso einfach wie die Teilnahme: Einfach auf den Link klicken fertig! Die Zugangsdaten erhalten die Teilnehmer in der Bestätigungs- . Bei Fragen steht die REHAU Akademie Bau gerne unter zur Verfügung. REHAU bietet zukunftsorientierte und ganzheitliche Lösungen für nachhaltiges Bauen und Modernisieren. Dabei stehen Themen wie energieeffizientes Bauen, die Nutzung regenerativer Energien sowie Wassermanagement im Fokus. In den Bereichen Fenster, Gebäudetechnik und Tiefbau ist REHAU seinen Kunden ein starker Partner mit ausgereiften Systemlösungen und umfassenden Serviceangeboten. Mit rund Mitarbeitern an über 170 Standorten sucht das unabhängige Familienunternehmen weltweit die Nähe zu Markt und Kunde. Hohe Qualitätsstandards bei FBS-Schachtfertigteilen sorgen für lange Lebensdauer Für 100 Jahre Schicht im Schacht Schächte für erdverlegte Abwasserleitungen- und Kanäle dienen in erster Linie dem Zugang zur Kanalisation, zum Zwecke der Kontrolle, Wartung, Reinigung aber auch der Be- und Entlüftung. Darüber hinaus werden sie auch zur Zusammenführung, Richtungs-, Neigungs- und Querschnittsänderung von Rohrleitungen genutzt. In der kommunalen Abwasserentsorgung bestehen Schächte in der Regel aus Betonfertigteilen, Mauerwerk, Faserzement, Polymerbeton oder Kunststoff. Weil Schächte in der Erde verbaut werden und daher Sanierungsmaßnahmen nur mit größerem Aufwand durchzuführen sind, spielt die Nutzungsdauer derartiger Bauwerke eine entscheidende Rolle. Die Praxis zeigt, dass Schächte aus dem Werkstoff Beton über eine durchschnittliche Lebensdauer von mehr als einhundert Jahren verfügen. Verantwortlich hierfür sind neben den vielfältigen Vorteilen, die der Werkstoff bietet, auch die hohen Qualitätsstandards der Fachvereinigung Betonrohre und Stahlbetonrohre e.v. (FBS). 132 Kommunalwirtschaft 3/2017

67 Einbau eines Schachtunterteils mit ausgeklinkertem Gerinne. Foto: FBS FBS-Schachtfertigteile aus Beton und Stahlbeton mit Kreisquerschnitt zum Bau von Schächten für erdverlegte Abwasserleitungen und -kanäle sind in DIN EN 1917 und DIN V in den Nennweiten DN 800, DN 1000, DN 1200, DN 1500 und DN 2000 genormt (der Gelbdruck der Normen erscheint im Februar 2017) und erfüllen die erhöhten Anforderungen der FBS-Qualitätsrichtlinie Teil 2. Sie werden mit Muffe und Spitzende zur Verwendung von Dichtmitteln aus Elastomeren nach DIN EN und DIN 4060 hergestellt. Ein kompletter FBS-Schacht besteht in der Regel aus den im Bild 1 dargestellten Fertigteilen. Vorbereitung des Schachtunterteils zum Aufsetzen eines Schachtringes. Foto: FBS Beste Hydraulik alles im Fluss Aufgrund der großen Wanddicken der FBS-Schächte und des damit verbundenen hohen Gewichtes, besitzen sie eine zusätzliche, sehr hohe Sicherheit gegen Auftrieb. Durch die besonders hochwertige Ausbildung der Schachtgerinne insbesondere auch bei den monolithisch hergestellten Schachtunterteilen sind FBS- Schächte i.a. für Fließgeschwindigkeiten bis 10m/s geeignet. Dank computergesteuerter Produktionsverfahren können die Gerinne der Qualitätsanspruch der FBS Dipl.-Ing. Erich Valtwies Geschäftsführer der FBS seit Februar 2017 erläutert den Qualitätsanspruch der FBS. Unsere angeschlossenen Herstellerwerke führen eine umfassende werkseigene Produktionskontrolle entsprechend den FBS-Qualitätsrichtlinien durch. Hiermit ist eine lückenlose Qualitätsüberwachung von den Ausgangsstoffen über die Herstellung bis zu den Endprodukten sichergestellt. Darüber hinaus sorgt eine halbjährliche Fremdüberwachung durch bauaufsichtlich anerkannte Güteschutzgemeinschaften und Prüfinstitute für die Einhaltung der hohen Standards. Was bedeutet dies aber konkret? In ihren Qualitätsrichtlinien stellt die FBS besonders hohe Anforderungen an die Dichtheit der Verbindungen, an die Tragfähigkeit, die Hydraulik und die Korrosionsbeständigkeit: Langlebigkeit dank werkkseitig gelieferter Dichtung FBS-Schachtbauteilverbindungen werden mit integrierten Dichtungen oder mit Gleitringdichtungen aus Elastomeren mit dichter Struktur und hohlraumfreiem Dichtquerschnitt ausgestattet. Die Dichtungen werden sowohl nach DIN EN als auch nach DIN 4060 geprüft und müssen mit dem patentrechtlichen Zeichen QR4060 versehen sein. Die Verbindungen werden im Rahmen der Erstprüfung mit 1,0 bar und zusätzlich auch bei Abwinklung und unter Scherlast geprüft. Geeigneter Beton bietet hohe Tragfähigkeit Auch in Punkto Tragfähigkeit spielt der Beton seine Stärken aus. Sind hohe Belastungen im Umfeld des Schachtes zu erwarten, so können die Fertigteile falls gewünscht bzw. erforderlich - mit Betonen mit besonders hohen Druckfestigkeitsklassen produziert werden (Beispiel C60/75 oder höher). Verlässliche und exakte Echtzeitdaten als Schlüssel zum intelligenten Netzwerk. Zukunft erleben WASSER Berlin Halle 3.2 Stand Kommunalwirtschaft 3/

68 Die Montage des Schachtes erfolgt in mehreren Arbeitsschritten, hier: Aufsetzen und Ausrichten eines Schachtringes Foto: FBS Schachtunterteile individuell und stufenlos an Kundenbedürfnisse angepasst werden. Hierdurch ergeben sich stets optimale hydraulische Verläufe. Die Folge: Stauungen und Verwirbelungen werden vermieden und die Gerinne werden vor schädigenden Ablagerungen geschützt. Erhöhter Widerstand bei chemischem Angriff Dank der möglichen Verwendung besonders hochleistungsfähiger Betone, können Schacht-Betonbauteile auch ausreichend widerstandsfähig gegenüber chemischen und physikalischen Einwirkungen aus ihrer Umgebung und Nutzung hergestellt werden. Monolithische Fertigung Erich Valtwies: Mit diesen Eigenschaften, die diese Art der Fertigung mit sich bringt, liegt die Qualität der Schächte, die das FBS- Qualitätszeichen tragen, weit über der Norm und sorgt damit für eine Abschließende Montage des Konus. Foto: FBS besonders lange Nutzungsdauer. Darüber hinaus spielt aber zur Erreichung der hohen Qualität auch das Herstellungsverfahren im Betonwerk eine spezielle Rolle: Hierzu Erich Valtwies: Wurden früher insbesondere die Schachtunterteile in mehreren Arbeitsschritten produziert, so ist heute die Monolithbauweise Stand der Technik. Hierbei erfolgt die Herstellung des Unterteils einschließlich der Wände, der Sohle und des Gerinnes in einem Arbeitsgang als Monolith. So können auftragsbezogen nach Kundenvorgaben individuelle Schachtunterteile sehr maßhaltig gefertigt werden Fehler sind damit nahezu ausgeschlossen. Das Gute daran: Dank der computergestützten auftragsbezogenen Fertigung sind nahezu beliebige Gerinnegeometrien mit vielseitigsten Anschlussmöglichkeiten realisierbar und das bei einem durch und durch gleichmäßigem Beton hoher Qualität, so Valtwies. Ein weiterer Aspekt ist dem Geschäftsführer der Fachvereinigung noch wichtig: Sollten dennoch einmal Risse im Betonschacht auftreten, so lassen sich diese problemlos instand setzen. Bei Kunststoffschächten ist dies nicht so einfach möglich, betont Valtwies. Der Werkstoff Beton bietet aber für Schachtfertigteile noch weitere Vorteile. Valtwies: Er hält hohen Temperaturen stand und kann bei kurzfristiger Beanspruchung problemlos eine Abwassertemperatur von 95 Grad verkraften. Auch bei zunehmender Temperatur bleiben Betonrohre formstabil und belastbar - im Gegensatz zu thermoplastischen Werkstoffen. Weil Beton aus anorganischen Materialien besteht, ist er zudem nicht brennbar. Schachtfertigteile aus Beton natürlich nachhaltig Schematische Darstellung des Aufbaus eines Schachtfertigteils. Grafik: FBS Auch in Punkto Nachhaltigkeit können die Schachtfertigteile aus Beton punkten, denn auch nach Ablauf ihrer Nutzungsdauer sind diese leicht zu recyceln und als Baustoff wiederzuverwenden. Oh- 134 Kommunalwirtschaft 3/2017

69 Für eine optimale Hydraulik wird das Gerinne individuell auf Kundenwunsch monolithisch gefertigt. Foto: Prinzing nehin ist der Werkstoff Beton besonders umweltverträglich, da er aus reinen, natürlichen Bestandteilen besteht und sowohl bei seiner Herstellung als auch beim Recyceln deutlich weniger Energie gebraucht wird und somit deutlich weniger CO2- Emissionen ausgestoßen werden als bei der Herstellung ähnlicher Produkte aus anderen Werkstoffen. Ein Aspekt, den insbesondere die Betreiber von Kanalnetzen interessiert, ist die langjährige Formenkonstanz. Auch nach vielen Jahren und Jahrzehnten können Schachtbauteile aus Beton i.a. problemlos ausgetauscht werden, wenn dies erforderlich sein sollte. Ganz im Gegensatz zu Schächten aus anderen Werkstoffen. Dies ist auch an der Normung der Betonschächte abzulesen. Seit 1990 sind die wesentlichen Abmessungen, die die Austauschbarkeit gewährleisten, konstant geblieben. Erich Valtwies bemerkt abschließend: Wenn Planer nach einer guten Lösung für ein Schachtfertigteil suchen, dann sind sie mit FBS-Betonbauteilen wirklich auf der sicheren Seite, denn nach unseren Erfahrungswerten verrichten diese über 100 Jahre lang zuverlässig ihren Dienst. So lange sollte dann für den Planer - zumindest bei dieser Maßnahme - Schicht im Schacht sein, wie man in der Heimat von Erich Valtwies zu sagen pflegt. Mücher auf dem 31. Oldenburger Rohrleitungsforum Dichtungsspezialist zieht positive Bilanz Von der Qualität und Vielfältigkeit der kompletten Produktpalette der Mücher Dichtungen GmbH & Co. KG konnten sich die Besucher des Oldenburger Rohrleitungsforums am Stand des Dichtungsherstellers überzeugen. Das vom Institut für Rohrleitungsbau an der Fachhochschule Oldenburg e. V. organisierte Forum fand bereits zum 31. Mal statt und stand in diesem Jahr unter dem Motto Rohrleitungen in digitalen Arbeitswelten. Insbesondere um den Einsatz der Lösungen vor dem Hintergrund der veränderten baurechtlichen Situation infolge der europäischen Norm DIN EN drehten sich die Fachgespräche am Stand von Mücher. Die Norm legt die Leistungsanforderungen an flexible Kupplungen, Übergangsbauteile und Ausgleichsringe für die Verwendung mit Rohren und Formstücken in Entwässerungssystemen fest. Angesichts des sehr guten Besucherinteresses und der Diskussionen auf hohem fachlichen Niveau zieht Peter Schörling, Gebietsleiter Nord bei Mücher, eine positive Bilanz: Uns besuchen viele Netzbetreiber und Planer; das Niveau des fachlichen Austausches ist entsprechend hoch. Wir sind daher mit dem Verlauf sehr zufrieden. Für den Gebietsleiter ist die begleitende Fachausstellung im Rahmen des renommierten Branchentreffs immer eine hervorragende Gelegenheit, bestehende Kontakte zu pflegen und neue aufzubauen. Rohrwerkstoffe. Sie ermöglicht erdverlegte und oberirdische Anwendungen innerhalb und außerhalb von Gebäuden. Hierzu verfügt die Multikupplung über zwei herausklappbare, integrierte Ausgleichsringe, die je nach Einbausituation auf nur einer Seite oder auch beidseitig herausgetrennt werden können. So lassen sich sämtliche Rohre einer Nennweite im angegebenen Spannbereich zuverlässig miteinander verbinden, und das innerhalb kürzester Zeit die Baumaßnahme kann ohne Zeitverlust fortgesetzt werden, so Schörling. Neben GENIUS habe das Anschlusselement T-Flex zum nachträglichen Anschluss an Hauptrohre mit glatter Oberfläche das besondere Interesse der Besucher gefunden. Schnell und sicher verbinden Bereits seit 1955 entwickelt Mücher Lösungen, mit denen sich Rohre dauerhaft sicher verbinden lassen. Die Teilnahme am Oldenburger Rohrleitungsforum ist für den Dichtungsspezialisten aus Frechen Pflichtprogramm. Am Stand präsentiert wurde das komplette Programm für den Tiefbau; viele der Ansprechpartner interessierten sich laut Schörling vor allem für den Mücher-GENIUSTM. Die Multikupplung GENIUS mit integrierten Ausgleichsringen dient zur Spitzendverbindung und verbindet innerhalb einer Nennweite alle Peter Schörling, Gebietsleiter Nord bei Mücher, und sein Kollege Benjamin Reichenbach, Gebietsleiter West, heben das hohe fachliche Niveau der Gespräche auf der Fachausstellung des Oldenburger Rohrleitungsforums hervor. Foto: Michael Stephan Kommunalwirtschaft 3/

70 Veranstaltungen Zwei neuen Hallen für 2018 IFAT mit neuer Hallenverteilung Neue Hallen C5 und C6 werden zusätzlich belegt IFAT 2018 wächst damit auf Quadratmeter Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.v. (DVGW) kommt als neuer ideeller Träger hinzu Nach zwei Jahren Bauzeit wird die Messe München 2018 über insgesamt 18 Hallen mit Quadratmetern Ausstellungsfläche verfügen. Die beiden neu errichteten Hallen, C5 und C6, werden erstmals zur IFAT 2018, die von 14. bis 18. Mai stattfindet, durch Aussteller belegt sein. Die Gesamtfläche der IFAT wächst zusammen mit dem Freigelände auf insgesamt Quadratmeter. Neue Hallenverteilung Im Zuge dieser Erweiterung werden die einzelnen Schwerpunkte neu platziert. So wird der Wasser- und Abwasserbereich die westlichen Hallen sowie die Freigeländefläche nördlich der C-Hallen belegen; der Bereich Recycling und Kommunaltechnik wird die Hallen im Osten sowie das östlich angrenzende Freigelände F7 und F8 belegen. Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München, ist sich sicher, dass wir durch diese klare, thematische Aufteilung die Besucherführung zielgenauer steuern können. Unsere Kunden werden so noch effektiver alle für sie wichtigen Unternehmen treffen können. Zudem haben wir nun auch wieder die Möglichkeit zu wachsen und können mehr Unternehmen die Chance geben, an der IFAT teilzunehmen. DVGW ist weiterer ideeller Träger der IFAT Darüber hinaus hat die IFAT zur kommenden Veranstaltung mit dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) einen neuen ideellen Träger und Partner speziell für den Bereich Wasserversorgung und Trinkwasser. Ich bin überzeugt, sagt Rummel, dass wir die IFAT damit auch in diesem Bereich konzeptionell noch stärker weiterentwickeln können. Ausstellungsspektrum Auch die Nomenklatur der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft wurde im diesem Zusammenhang überarbeitet und angepasst. Eine Gesamtübersicht über alle Schwerpunkte gibt es online unter Weitere Informationen gibt es unter VinylPlus kündigt spannendes Programm mit hochkarätigen Referenten für das VinylPlus Sustainability Forum 2017 an Für das fünfte Nachhaltigkeitsforum von VinylPlus, das am 10. und 11. Mai 2017 in Berlin stattfindet, hat VinylPlus sein Programm vorgestellt, an dem eine Vielzahl hochkarätiger internationaler Referenten teilnimmt, die sich mit den wichtigsten Herausforderungen für die Nachhaltigkeit von PVC beschäftigen werden. Das Sustainability Forum wird von VinylPlus organisiert, dem Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVC-Branche. In diesem Jahr dreht sich alles um das Motto Towards Circular Economy und das Erschließen vieler neuer Möglichkeiten für die Industrie, zu einer verbesserten Ressourceneffizienz beizutragen. Vor dem Hintergrund wichtiger Entscheidungen, die im Rahmen des Kreislaufwirtschaftspakets der Europäischen Kommission getroffen werden, werden sich hochkarätige Referenten in Keynotes, Präsentationen und Diskussionen der positiven Rolle von PVC in einer künftig stärkeren Kreislaufwirtschaft widmen. Dazu gehören Vertreter der EU-Behörden, der UNO, Wissenschaft, Politik sowie Planer, Designer und Architekten sowie alle Bereiche der PVC-Branche. Zu den zentralen Themen gehören Richtlinien für die Kreislaufwirtschaft, und zwar auf nationaler und europäischer Ebene, sowie deren potentielle Auswirkungen auf die Kunststoff-Industrie insgesamt. Zwei Keynote-Vorträge von Norbert Kurilla, Staatssekretär des slowakischen Umweltministeriums und Dr. Helge Wendenburg, Ministerialdirektor des Bundesministeriums für Umwelt, sollen dabei Best Practice Beispiele und Entwicklungsperspektiven für eine Kreislaufwirtschaft auf europäischer und nationaler Ebene aufzeigen. Außerdem wird Christophe Yvetot, Leiter des UNIDO-Verbindungsbüros der EU, einen aktuellen Überblick über die UN-Ziele einer Nachhaltigen Entwicklung (SDGs) liefern, gefolgt von einem Beitrag von Brigitte Dero, General Manager von VinylPlus. Frau Dero wird die aktuellen Fortschritte und Erfolge des Nachhaltigkeitsprogramms beleuchten und aufzeigen, wie diese freiwillige Selbstverpflichtung im Rahmen von VinylPlus erfolgreich zur Kreislaufwirtschaft beitragen kann. Bei diesem Event werden ferner Einblicke in die globalen Themen der PVC-Branche geboten, mit Beispielen aus weltweit durchgeführten Projekten sowie Initiativen der PVC-Industrie auf europäischer Ebene, mit Präsentationen zu Innovationen aus dem Medizinsektor aber auch aus den Bereichen Rohrsysteme, Kabel und Fußbodenbeläge. Den Abschluss des umfassenden Programms wird eine zukunftsweisende Keynote von Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker, Mitglied des Club of Rome, bilden sowie führende Fachleute, die die vielseitige und nachhaltige Rolle von PVC beim Öko-Design und dessen überragenden Materialeigenschaften für einen besseren Lebensstil mit smarten PVC-Produkten vorstellen. 136 Kommunalwirtschaft 3/2017

71 Zum Programm sagt Brigitte Dero: Das Thema unseres Forums, Circular Economy, spiegelt die gegenwärtige wichtige Debatte über das Kreislaufwirtschaftspaket und die Auswirkungen, die sich aus den Entscheidungen in diesem Kontext ergeben, wider. Mit dem Kreislaufwirtschaftspaket haben die Entscheider in Europa unmittelbaren Einfluss auf Wachstum, Innovation und Investitionen in der Recyclingbranche. Darum geht es bei VinylPlus: Verbesserung des Umweltschutzes durch nachhaltiges und ökonomisch tragfähiges Handeln. Mit der Substitution von Bleihaltigen Stabilisatoren in den 28 EU-Mitgliedsstaaten im Jahre 2016 konnten wir einen weiteren bedeutenden Fortschritt unserer Nachhaltigkeitsziele erreichen. Und wir führen diese großartige Arbeit auch weiterhin fort. Unser jährlich stattfindendes Forum bietet den Teilnehmern dabei die perfekte Plattform zur Zusammenarbeit, zum Austausch und zum Teilen von Best Practice Erfahrungen. VinylPlus ist die freiwillige Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche. Das Programm etabliert einen langfristigen Rahmen für die nachhaltige Entwicklung der gesamten PVC-Industrie, indem es sich einer Reihe von kritischen Herausforderungen in den EU-28 Ländern, in Norwegen und der Schweiz stellt. Weitere Informationen zum Sustainability Forum 2017 erhalten Sie unter vsf-2017 Als Ansprechpartner in Deutschland stehen Ihnen zur Verfügung: Thomas Hülsmann, Geschäftsführer AGPU Michael Friedrichs, Redaktion Arbeitsgemeinschaft PVC und UMWELT e.v. (AGPU) Am Hofgarten Bonn WASSER- GEWINNUNG ENERGIEEFFIZIENZ/ MESS-, REGEL- UND ANALYSETECHNIK WASSER- AUFBEREITUNG ENERGIE- GEWINNUNG BRAUCHWASSER- NUTZUNG QUALITÄTSSICHERUNG/ WISSENSCHAFT/ FORSCHUNG NUR WASSER ALLES aber VOM WASSER WASSER- VERTEILUNG BAULEISTUNG/ NO DIG ABWASSER- TRANSPORT IT-DIENST- LEISTUNG FLOOD MANAGEMENT/ HOCHWASSERSCHUTZ ABWASSERBEHAND- LUNG - KLÄRTECHNIK KONGRESS OHNE ZUSATZKOSTEN Informationen unter

72 15. Deutscher Schlauchlinertag und 6. Deutscher Reparaturtag Theorie und Praxis kompakt in der Mainzer Rheingoldhalle In der Mainzer Rheingoldhalle findet am 4. und 5. April 2017 seine Fortsetzung, was im Vorjahr in Kassel mit einer gelungenen Premiere begonnen 15. Deutschen Schlauchlinertag und dem 6. Deutschen Reparaturtag können sich Auftraggeber, Planer und Netzbetreiber an zwei aufeinanderfolgenden Tagen auf hochkarätige Referenten, geballte Informationen und praktische Anwendungen ebenso freuen, wie auf die Fachausstellungen, die die Foren traditionell begleiten: Die positive Resonanz auf die terminliche Zusammenlegung der beiden Branchen-Highlights habe gezeigt, dass das Tagungsprogramm auf die Beine gestellt, bei dem die Teilnehmer nicht zuletzt von den thematischen Schnittmengen profitieren, wenn es um Planung und Ausführung von Sanierungsmaßnahmen bei Abwasserentsorgungssystemen geht. Neu in Deutschland: Schlauchlining mit LED-Härtung im Grundstücksbereich. Foto: B_I umweltbau Konzept bei den Teilnehmern gut angekommen sei hierin sind sich Organisator Dr.-Ing. Dipl.-Math. Igor Borovsky, 1. Vorsitzender der Technischen Akademie Hannover e. V. (TAH) und Geschäftsführer des Verbandes Zertifizierter Sanierungsberater für Entwässerungssysteme e. V. (VSB) mit Dipl.-Ing. Franz Hoppe, lange Jahre in verantwortlicher Position bei der Hamburger Stadtentwässerung tätig, und Dipl.-Ing Michael Hippe, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Zertifizierter Sanierungsberater für Entwässerungssysteme e. V. (VSB), einig. Die Macher und Ideengeber des Deutschen Schlauchlinertags und des Deutschen Reparaturtags haben auch in diesem Jahr gemeinsam mit Sponsoren ein interessantes und vielfältiges Der BRAWOLINER 3D wurde speziell für große Dimensionsänderungen oder mehrere Dimensionssprünge in Folge entwickelt. Foto: BRAWOLINER / Karl Otto Braun GmbH & Co. KG new energy world: Konferenzpremiere thematisiert Veränderungen des Energiemarkts Kaum eine Branche hat in den letzten zehn Jahren einen tiefgreifenderen Wandel erfahren als die Energiewirtschaft. Nicht nur, dass es heute eine Vielzahl von Erzeugern gibt, die zunehmend dezentral aufgestellt sind, auch die klassischen Marktrollen wechseln: Erzeuger werden zu Händlern, Verbraucher werden zu Erzeugern und neue, vormals branchenfremde Teilnehmer drängen auf den Energiemarkt. Durch steigende Energiekosten und immer höheren Wettbewerbsdruck sind außerdem vor allem Industriebetriebe gezwungen, sich intensiver mit dem Thema Energiemanagement zu beschäftigen. Auf der new energy world, die am 05. und 06. April 2017 im Congress Center Leipzig (CCL) ihre Premiere feiert, werden diese vielfältigen Veränderungen intensiv diskutiert. Als Konferenz und Fachausstellung bringt die new energy world die Akteure des neuen Energiesystems zusammen. In zahlreichen hochkarätigen Vorträgen und Workshops, die in thematischen Blöcken gebündelt werden, erhalten die Teilnehmer umfangreiche Informationen und gewinnen neue Erkenntnisse. Vernetzung als Chance für höhere Effizienz Im Vortrag Energie 4.0 neu definiert: Mehr Energieeffizienz für Produktionsunternehmen durch Vernetzung richtet Heike Diebler, Marketing- und Vertriebsleiterin von ccc software sowie Mitglied im Cluster Informationstechnologie Mitteldeutschland, den Blick 138 Kommunalwirtschaft 3/2017

73 auf Wege zur Energieoptimierung. In Zeiten von Digitalisierung und Industrie 4.0 reicht eine reine Dokumentation der Energieverbräuche nicht mehr aus. Der Begriff Energie 4.0 sollte daher nicht auf die Energieerzeugung beschränkt werden, sondern vielmehr für eine neue Stufe der Energieeffizienz durch Vernetzung stehen. Eine Energiemanagementsoftware kann dabei als Datenknotenpunkt fungieren, bei dem nicht nur Energie-, sondern auch Produktionsdaten und Daten aus anderen Systemen zusammenfließen. Auf diese Weise werden genauere Analysen und einzigartige Rückschlüsse auf Optimierungspotenziale möglich. Neue Geschäftsmodelle durch das Internet der Dinge Das Internet der Dinge (IoT) ist eines der meistdiskutiertesten Themen der heutigen Zeit vor allem aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten, die sich durch diesen Ansatz eröffnen. Jürgen Klaus, Geschäftsbereichsleiter Beratung EVU beim IT-Komplettdienstleister GISA, erläutert in seinem Vortrag Vom Big Business zum Small Business, wie IoT-Plattformen zur Chance im Energiemarkt der Zukunft werden. Diese besteht darin, alle Akteure zu vernetzen, um so neuartige Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Eine offene Ökoplattform überträgt den IoT-Gedanken für die Energiewirtschaft. Alle Marktteilnehmer, Kunden und Serviceanbieter, würden damit in einem flexiblen Geschäftsmodell miteinander vernetzt werden. Netze, Daten und Analytik: Vortragsblock beleuchtet wichtige Aspekte Ein Block aus vier Vorträgen beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten des Themenkomplexes Netze, Daten und Analytik. Marius Richter, Abteilungsleiter Asset Management bei Netz Leipzig, geht der Frage Welche Daten benötigt das Verteilnetz der Zukunft? nach. Denn die Zahl dezentraler Erzeuger und Stromspeicher im Verteilnetz steigt, genauso wie die Zahl von Prosumern und Elektroautos. Damit ergeben sich in Hinblick auf Sicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung neue Herausforderungen für den Verteilnetzbetreiber. Daten sind das neue Öl Diese These stellt Hartmut Entrup auf, Bereichsleiter Smart-X bei Arvato Systems Perdata und Mitglied im Cluster Informationstechnologie Mitteldeutschland. In seinem Vortrag zeigt er, wie Utilities die Datenflut der neuen smarten Märkte erfolgreich für sich und die Erschließung neuer Geschäftsmodelle nutzen können. Im Fokus steht dabei die Rolle von IoT- und Big-Data-Plattformen, auf deren Basis sich digitalisierte, datengetriebene Geschäftsmodelle realisieren lassen. Im Vortrag werden dafür aktuelle Anwendungsszenarien aus der Energiewirtschaft vorgestellt und beispielhaft konkrete Business-Cases für Privat-, Gewerbeund Industriekunden in der Energiewirtschaft 2.0 diskutiert. Darüber hinaus werfen die Teilnehmer gemeinsam mit dem Referenten einen Blick hinter das vieldiskutierte Stichwort Smart Services und erfahren anhand von Praxisbeispielen, wie sie damit ihre Kunden begeistern können. Ein weiterer Vortrag geht der Frage nach Was kann Smart- Meter-Rollout für Gewerbeunternehmen bedeuten? und Michael Lohmeier, Vice President der Deutschen Post, informiert die Konferenzteilnehmer über Elektromobilität: Herausforderungen an Ladeinfrastruktur und Netzstabilität bei Flottenbetrieb. Workshop Energiedaten-Gold : Daten richtig interpretieren und profitieren Im Bereich der Gewerbe- und Industrieunternehmen ab kwh bei Strom stellt das Sammeln von Verbrauchs- und Leistungsdaten, die so genannte registrierende Leistungsmessung (RLM) eine zwingend erforderliche Aufgabe für den Abrechnungsprozess dar. Doch mehr als Abrechnung und Verteilung der Daten als flache Liste wird aus den detailliert vorliegenden 15-Minuten-Leistungsmittelwerten oftmals von Seiten der Energieversorger nicht durchgeführt. Es gilt also, die bereits vorliegenden Energiedaten in wertvolle Aussagen zu übersetzen und diese in einen regelmäßigen und standardisierten Prozess zu überführen. Der Workshop Energiedaten-Gold wie man auf Basis vorliegender Daten neue Geschäftsmodelle startet dient dazu, den Wert dieser vorliegenden Daten zu prüfen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Gleichzeitig wird der Bedarf an Detailmessungen evaluiert, um darauf aufbauend gegebenenfalls weiterführende Messkonzepte zu entwickeln. Außerdem erlernen die Teilnehmer die strukturierte Vorgehensweise zur Erstellung von Messkonzepten über alle Energieträger sowie die Integration von energierelevanten Messdaten. Der Workshop wird geleitet von Dr. Stephan Theis, Geschäftsführer von econ solutions. Blockchain und Anwendungsmöglichkeiten in der Energiewirtschaft In einem Impulsvortrag mit anschließender Diskussion zum Thema Blockchain in der Energiewirtschaft wird Simon Göß, Consultant bei Energy Brainpool, die Blockchain-Technologie vorstellen. Dabei geht er insbesondere auf die Funktionsweise, aktuelle Entwicklungen und die Anwendungsmöglichkeiten in der Energiewirtschaft ein. Die Teilnehmer sollen somit über aktuelle Trends zum Thema Blockchain informiert und sensibilisiert werden, wobei folgende Fragen beantwortet werden: Blockchain und Bitcoins Welche Ideen, Akteure und Visionen stecken dahinter? Wie verändern sich Geschäftsmodelle und der Energiehandel? Welche Zukunftsvisionen sind real und wann werden sie umgesetzt? Begleitende Fachausstellung mit renommierten Namen Auf der kongressbegleitenden Fachausstellung der new energy world präsentiert sich eine Vielzahl bedeutender Unternehmen und Institutionen. Als Sponsoren beteiligen sich ONTRAS Gastransport, Bio-Wärme-Innovation / escan in Kooperation mit Viessmann Deutschland und Viessmann Eis-Speicher, natgas, TQ-Systems und VPC. Ebenfalls mit einem Stand vertreten sind unter anderem der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.v. (B.KWK), ATHION, caplog-x, E.ON Metering, envia Mitteldeutsche Energie, die Exportinitiative Energie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), EXXETA, GISA, Hypos Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS, Kamstrup, die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom, die SAB Sächsische AufbauBank, das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, die Sächsische Energieagentur SAENA, die Stadtwerke Leipzig, TÜV SÜD Industrie Service, WAGO Kontakttechnik und Wärtsilä Finland Oy. Kommunalwirtschaft 3/

74 Brandenburgische technische Universität: Weiterbildung zu Sonderformaten der Stadt- und Regionalentwicklung - IBA, BUGA, LAGA Planungs- und Partizipationsprozesse werden komplexer, traditionelle Raumentwicklungs-methoden scheinen an ihre Grenzen zu stoßen. Neue Planungsmodelle wie die Regionale, die Kulturhauptstadt, Landesausstellung, Landschafts- und Geoparks, aber auch traditionelle Bundes,- und Landesgartenschauen gewinnen zunehmend an Bedeutung für Kommunalpolitiker und Regionalentwickler. Sie sind bei der Bevölkerung beliebt. Fünf Teilmodule von März bis Juli Die Weiterbildung der BTU Cottbus Senftenberg für Fach- und Führungskräfte vermittelt tiefe Einblicke in die Funktionsweise, die Rahmenbedingungen und die Erfolgsfaktoren von regionalen Sondervorhaben. Dabei nutzt sie unter anderem den umfangreichen Erfahrungsschatz der IGA Fürst-Pückler-Land ( ) und anderer erfolgreicher Sonderformate. Die Dozenten bringen sowohl eine wissenschaftliche Expertise als auch Praxiserfahrung auf dem Gebiet ein und führen in Exkursionen im Lausitzer Seenland wie in Nordrhein-Westfalen hinter die Kulissen. Zum Abschluss ein Universitätszertifikat Das Lehrprogramm behandelt die politischen, ökonomischen, ökologischen, sozialen, kulturellen und gestalterischen Aspekte anlassbezogener Formate der Stadt- und Regionalentwicklung. Hier werden Methoden für die Planung und Durchführung von entsprechenden Projekten vorgestellt. Zum erfolgreichen Abschluss (nach 60 Stunden Präsenz) wird den Teilnehmern ein Universitätszertifikat (entsprechend 6 ECTS) ausgestellt. Die Veranstaltung ist auch eine anerkannte Fortbildung der Brandenburgischen Architektenkammer. Informationen: 9. OWL-Abwassertag in Steinhagen zum Thema Abwasser 4.0 Nachberichterstattung Zum neunten Mal lud Pentair Jung Pumpen die Abwasserbranche zum OWL-Abwassertag nach Steinhagen ein. Der diesjährige Abwasserkongress stand unter dem Motto Abwasser 4.0. Insgesamt 160 Besucher aus ganz Deutschland fanden den Weg nach OWL (Ostwestfalen Lippe) und unterstrichen damit die Aktualität und das Interesse an dem Thema. Im Folgenden finden sich die Kurzzusammenfassungen der Vorträge. Die Entwicklung smarter Komponenten beschäftigt nicht nur viele Endverbraucher bei der Aufrüstung ihres Eigenheims in ein Smart- Home, sondern wird mehr und mehr auch in der Abwassertechnik eingesetzt. Das Internet of Things versetzt Kommunen, Kläranlagen und Abwasserzweckverbände in die Lage, Abwasserentsorgungsprozesse smart zu managen und Probleme - zum Beispiel blockierende Pumpen zu detektieren und geeignete Maßnahmen zu veranlassen. Besonders Regenereignisse unvorhersehbaren Ausmaßes stellen die Kommunen vor neue Herausforderungen, die neue Lösungen erfordern. bestehende und zukünftige Herausforderungen auf (r)evolutionäre Weise angehen. Die digitale Transformation der Abwasserbewirtschaftung wird es erlauben, neue und vorteilhafte Möglichkeiten der Datenerfassung und Datenauswertung zu nutzen, um damit den Bestand zu optimieren und die notwendige Betriebsflexibilität für die Zukunft zu garantieren. Unter dem Leitgedanken Water 4.0 im Fahrwasser der vierten industriellen Revolution erlauben eine erweiterte und verbesserte Datenerfassung und Datennutzung, Online-Sensorik und Aktorik, sowie eine Vernetzung der Systemkomponenten untereinander, eine Anpassung an den dynamischen Bedarf und an sich wandelnde Anforderungen. Als Beispiele seien hier der vorausschauende Betrieb bei Starkregenereignissen durch die Integration von Niederschlagsprognosen, der optimale Zufluss für Kläranlagen oder die optimierte Bewirtschaftung von Pumpsystemen genannt. Eine intel- Abwasser 4.0 aktuelle Forschungen und Perspektiven Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen - Technische Universität Berlin, Institut für Strömungsmechanik Wie andere Bereiche des öffentlichen Lebens und der Infrastruktur, wurde auch die Wasser- und Abwasserinfrastruktur von den Innovationswellen der Industrialisierung verändert: Nach der Mechanisierung Ende des 18. Jahrhunderts folgte die Elektrifizierung am Anfang des 20. Jahrhunderts und schließlich die Automatisierung am Ende des 20. Jahrhunderts. Bei der aktuellen vierten Revolution Wasser und Abwasser 4.0 geht es um die Digitalisierung der Wasserwirtschaft. Ähnlich wie bei der Industrie, wird die voranschreitende Digitalisierung die Zukunft der Abwasserwirtschaft prägen und Industrie 4.0 am Beispiel der Wasserwirtschaft Quelle: Vortrag Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen - Technische Universität Berlin 140 Kommunalwirtschaft 3/2017

75 16. ETP-KONGRESS 21. und 22. Februar 2017, Köln 20. Februar 2017: Praxistag Kommune SEPARAT BUCHBAR 10 % sparen! gutschein-kw STRASSEN BELEUCHTUNG Zukunftssichere Beleuchtung für den Stadtraum von morgen Licht, Daten und mehr vom Lichtpunkt zum Kommunikationsnetzwerk Straßenbeleuchtung als Teil der Smart City - Anforderungen an Leuchten und Infrastruktur In Kooperation mit: Infoline: +49 (0)

76 ligente Netzbewirtschaftung würde es ermöglichen, die Kapazitäten der bestehenden Abwasserinfrastruktur besser auszunutzen, ohne in aufwändige Sanierungs- und Neubaumaßnahmen investieren zu müssen. Abwasser 4.0 Entwicklung und Umsetzung am Praxisbeispiel Abwasserpumpstationen Hamburg Wasser Michael Rix, Hamburger Stadtentwässerung AÖR In einem Unternehmen wie HAMBURG WASSER sind Pumpenanlagen für die Sicherstellung der Betriebsabläufe unerlässlich. Sie sind für die Erzeugung und den Transport des Trinkwassers wie auch für den Abtransport und die Behandlung des Abwassers von entscheidender Wichtigkeit. Die steigende Viskosität und Feststoffbelastung des Abwassers stellen die Betreiber von Abwasseranlagen vor immer größere Herausforderungen. Es kommt vermehrt zu problematischen Betriebszuständen in Abwasserpumpstationen, die bislang zuverlässig das anfallende Abwasser aus dem Einzugsgebiet abgeleitet haben. Selbst bei optimalen Systemvoraussetzungen lassen sich Schäden an den Abwasserpumpen sowie ein erheblicher betrieblicher Aufwand nicht vermeiden. Es ist festzustellen, dass eine ordentliche Auslegung von Pumpensystemen sowie eine fachgerechte und regelmäßige Wartung der Anlagenteile nicht ausreichend sind, um einen sicheren Betrieb der Pumpstationen zu gewährleisten. Welche Möglichkeiten bieten eine intelligente Vernetzung von dezentralen, autonomen, sich situativ selbst steuernden Anlagen, kurz gesagt ist Abwasser 4.0 eine Chance und geht das überhaupt in der Abwasserwirtschaft? HAMBURG WASSER hat sich auf den Weg gemacht. Den Datenbestand zu sichten, zu vereinheitlichen und aufzubereiten war der erste Schritt. Die Kommunikation der unterschiedlichen Komponenten in der Abwasserentsorgung aufzubauen und zusammenzuführen ein weiterer. Bis eine komplette Vernetzung der kompletten Infrastruktur mit einer aufgesetzten Intelligenz aber zu störungsfreien Netzen führt, wird noch ein langer Weg sein. Teilerfolge sind aber schon zu vermelden. Michael Rix stellt ein Projekt vor, das er als Kleine Autonomie präsentiert. So hat man bei HAMBURG WASSER durch intelligente Frequenzumformer und Rückspülprogramme an den Pumpen erreicht, dass problembehaftete Pumpstationen deutlich weniger Störeinsätze erfordern, als in der Vergangenheit. Feuchttücher, die oft Blockaden in der Hydraulik der Pumpen verursachen, können so in den meisten Fällen autonom wieder frei gefahren werden. Das Thema Abwasser 4.0 lockt Fachpublikum nach Steinhagen zum 9. OWL- Abwassertag Betriebssicherheitsverordnung und daraus resultierend Zonenplan und Explosionsschutz Dipl.-Ing. Michael Langer - TÜV Nord Systems GmbH & Co.KG, Leiter Region Ostwestfalen-Lippe Schon bei geringen Mengen explosiver Atmosphäre sind Explosionsschutzmaßnahmen erforderlich. Insbesondere beim Betrieb von kleinen abwassertechnischen Anlagen wird dieses Risiko oft unterschätzt. Das Auftreten von Faulgasen und Gasen von Haushalts-Chemikalien ist immer zu bewerten. In der Regel ergeben sich hieraus Anforderungen bezüglich des Explosionsschutzes, die auch von privaten Betreibern dieser Anlagen zu beachten sind. Nur befähigte Personen mit besonderer Qualifikation dürfen Prüfungen an Anlagen in explosionsgeschützten Bereichen durchführen. Hierbei sind die in den einschlägigen Vorschriften angegebenen maximalen Prüffristen einzuhalten. Aufbau eines standardisierten Niederschlagsdaten- Managementsystems beim OOWV Dipl.-Ing. Reinhard Hövel, Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV), Niederschlagswassermanagement Beim OOWV ist insbesondere vor dem Hintergrund der großen Fläche des Verbandsgebietes eine möglichst detaillierte Aufzeichnung des Niederschlagsgeschehens in den einzelnen Regionen zur Erfüllung der technischen Aufgaben unerlässlich. Zusätzlich steigen die Anforderungen an die zeitliche und räumliche Auflösung von Niederschlagsinformationen und deren zeitnaher Verfügbarkeit; dies resultiert insbesondere auch aus der klimabedingten Zunahme von Starkregen. Der OOWV verfolgt daher zeitnah den Aufbau eines standardisierten Niederschlagsdaten-Managementsystems entsprechend dem neuesten Stand der Technik. Für die verbandsgebietsweite Deckung dieses Informationsbedarfs sind Niederschlagsradardaten besonders geeignet und sollen in das Projekt, das sich derzeit in der Umsetzungsphase befindet, integriert werden. Ganz in räumlicher Nähe beschäftigt sich auch die hansewasser in Bremen mit den Auswirkungen von Starkregenereignissen. Generalentwässerungsplanung und Ermittlung von Gefährdungspotenzialen im Rahmen der kommunalen Überflutungsvorsorge in Bremen Dipl.-Ing. Swen Pfister, hansewasser Bremen GmbH Der Weg zum vernetzten Abwassernetz Quelle: Vortrag Michael Rix, Hamburger Stadtentwässerung AÖR Die Betreiber von kommunalen Entwässerungssystemen stehen vor der Herausforderung, den hohen technischen und kommunikativen Anforderungen infolge der Beherrschung der Folgen von Starkregenereignissen gerecht zu werden. 142 Kommunalwirtschaft 3/2017

77 Hierbei ist es mittlerweile Standard, die Instrumente der klassischen Generalentwässerungsplanung zum Nachweis der hydraulischen Leistungsfähigkeit der Entwässerungssysteme um Komponenten zur Identifizierung von Überflutungsgefahren zu ergänzen. Darüber hinaus ist, im Rahmen der neuen Aufgabe kommunale Überflutungsvorsorge, ergänzend zur Identifikation von Überflutungsgefahren, die Ermittlung von Schadenpotenzialen sowie daraus abgleitet die Bewertung von Überflutungsrisiken gefordert. Zusätzlich ist es erforderlich, diese Überflutungsrisiken in angemessener Weise zielgruppengerecht zu kommunizieren und bei der Ableitung von Maßnahmen zur Risikominimierung mitzuwirken. Diese Aufgabe bzw. diese Verantwortung der Kommunen ist vielfach bisher nicht explizit formuliert bzw. an einen Verantwortungsträger innerhalb der Kommune adressiert. Ferner ist die Finanzierung dieser Aufgaben ebenfalls vielfach noch nicht geklärt bzw. gewährleistet. In der Freien Hansestadt Bremen ist hierfür das ressortübergreifende Forschungsvorhaben KLAS (Klimaanpassung Extreme Starkregenereignisse) initiiert worden, mit dem Ziel, Instrumente und Prozesse sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich zu schaffen bzw. zu etablieren. Die hansewasser Bremen, als Betreiber der öffentlichen Abwasserentsorgung in Bremen, unterstützt das Forschungsvorhaben seit Beginn maßgeblich mit Ressourcen aus den Bereichen Generalentwässerungsplanung/Überflutungssimulation, Planung und Bau, Kundenberatung undgrundstücksentwässerung. Feuchttuchproblematik in der Abwassertechnik Marco Koch, Jung Pumpen GmbH, Leiter Verkaufsförderung/Seminarwesen Als Hausherr der Jung Pumpen GmbH führte Marco Koch in das Thema Feuchttuchproblematik in der Abwassertechnik ein: Auch die Pumpenhersteller verspüren in den letzten Jahren über das Kundenfeedback zunehmend den Ärger der Abwasseranlagenbetreiber in Bezug auf die Zunahme von Feuchttüchern im Abwasser. Hieraus resultieren Verstopfungen in den Pumpstationen und Probleme an den Klärwerken. Jung Pumpen hat auf die erhöhte Verstopfungsanfälligkeit mit einer neuen Pumpenbaureihe aus der Familie der Freistromradpumpen reagiert. Umfragen, die bei verschiedenen Kommunen und Anlagenbetreibern durchgeführt wurden, zeigten eindrucksvoll wo der Schuh drückt. So sind gerade Kanalradpumpen mit hohen Wirkungsgraden von Blockaden betroffen. Diese werden mehr und mehr gegen Freistromradpumpen getauscht. Dies verschlechtert zwar die Energieeffizienz der Anlage, führt aber aufgrund der reduzierten Störeinsätze zu erheblich weniger Wartungskosten. Um den Bürger auf diese Problematik hinzuweisen, hat Jung Pumpen einen anschaulichen Erklärfilm entwickelt, der nachvollziehbar zeigt was passiert, wenn Feuchttücher statt über den häuslichen Mülleimer über die Toilette entsorgt werden. Diesen Film stellt das Unternehmen gern auch Kommunen kostenlos zur Verfügung, um deren Auftrag zur Bürgerinformation mit sinnvollem Material zu unterstützen. Feucht- und Pflegetücher - Zerfallseigenschaften und Prüfverfahren Dipl.-Ing. (FH) Hartmut Solas, IAB Weima, Leiter Forschungsbereich Technische System Feucht- und Pflegetücher nehmen in unserem Alltag inzwischen einen festen Platz ein. Was passiert mit diesen Produkten, wenn sie ihren Zweck erfüllt haben? Sie werden über die Toilette in die Abwasserkanalisation entsorgt und verursachen dort enorme Betriebsstörungen. Die Folge ist ein deutlicher Anstieg der Betriebskosten. Derzeit existiert keine verbindliche Vorschrift zur Durchführung und Bewertung von Zerfallstests dieser Tücher einschließlich feuchten Toilettenpapiers. Lediglich die EDANA, eine europäische Vereinigung von Firmen der Vliesstoffherstellung, hat ein 7-stufiges Testprogramm zur Prüfung der Produkte entwickelt, welche aber nur unvollständig die Verhältnisse im Abwasserkanal widerspiegelt. Das IAB Weimar ggmbh hat ein neues Prüfgerät, den ENDLESS SEWER, einschließlich Prüfalgorithmus entwickelt. Das entwickelte Testprogramm lehnt sich an die Abflussverhältnisse in Abwasserkanälen an. Es kann zukünftig dazu dienen, Herstelleraussagen zu überprüfen bzw. ein genormtes Prüfverfahren für Feuchttücher auf den Weg zu bringen. Endless Sewer in der IAB Weimar ggmbh Quelle: Vortrag Hartmut Solas, IAB Weimar Feuchttücher im Abwasser Möglichkeiten und Grenzen der satzungsrechtlichen Beschränkung störender Stoffe im Abwasser Daniela Deifuß-Kruse, BRANDI Rechtsanwälte, Paderborn Erklärfilm der Firma Jung Pumpen zur Feuchttuchproblematik Rechtsanwältin Daniela Deifuß-Kruse betrachtete das Thema aus der rechtlichen Perspektive. Ihr Resümee: Anlagenbetreibern stehen durchaus wirksame rechtliche Möglichkeiten zur Verfügung, die falsche Benutzung der Abwasseranlage mit Feuchttüchern einzudämmen oder auch Schäden geltend zu machen. Allerdings bedarf dies einer sorgfältigen Vorbereitung und der umfassenden Aufklärung der Nutzer. Insgesamt war der neunte OWL Abwassertag eine gelungene Informationsveranstaltung, die nicht nur aktuelles Wissen aus Theorie und Praxis vermittelte, sondern auch den unterschiedlichsten Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Kommunen, Ingenieurbüros und der Wissenschaft viel Inspiration für interessante Gespräche und einen persönlichen Austausch lieferte. Kommunalwirtschaft 3/

78 Pipe-Seal-Tec auf dem 31. Oldenburger Rohrleitungsforum Erfolgreicher Auftritt Auf dem Oldenburger Rohleitungsforum konnten sich die Teilnehmer einen Überblick über das gesamte Leistungsspektrum der Pipe-Seal-Tec GmbH & Co. KG verschaffen. Das vom Institut für Rohrleitungsbau an der Fachhochschule Oldenburg e. V. organisierte Forum fand bereits zum 31. Mal statt und stand in diesem Jahr unter dem Motto Rohrleitungen in digitalen Arbeitswelten. Pipe- Seal-Tec nutzte die Gelegenheit, seine Produktreihen Pipe-Seal und RedEx sowie zahlreiche Sonderlösungen im Rahmen des Fachforums zu präsentieren. Das ursprünglich unter dem Namen Pipe-Robo-Tec GmbH & Co.KG gegründete Unternehmen wurde 2016 in Pipe-Seal-Tec GmbH & Co.KG umfirmiert und hat seinen Geschäftsbetrieb auf die Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Rohrinnendichtsystemen spezialisiert. Dabei bündelt das Unternehmen die Erfahrungen aus über 20 Jahren praktischer Anwendung verschiedenster etablierter Sanierungsverfahren. Im Austausch mit Anwendern Auf besonderes Interesse unter den Teilnehmern des Rohrleitungsforums stieß die Edelstahlhülse Pipe-Seal-Flex (DN ), die sich zuverlässig für die Einzel- und überlappende Serienversetzung eignet. Durch die Anordnung von Lamellenöffnungen in der Edelstahlhülse in Verbindung mit dem EPDM-Dichtelement legt sich die Hülse form- und kraftschlüssig an die Rohrwandung an. Zur optimalen Funktionalität trägt eine eigens dafür entwickelte und patentierte Schlosstechnik bei. Mit dieser Lösung verfügen wir nach wie vor über ein Alleinstellungsmerkmal, so Martin Cygiel, Geschäftsführer von Pipe-Seal-Tec. Das positive Feedback der Standbesucher zeige ihm, dass Pipe-Seal-Tec mit seinen Lösungen und dem dahinter stehenden starken und kompetenten Team den hohen Ansprüchen des Marktes, der Auftraggeber und der Anwender gerecht wird. Er hob besonders eine konstruktive Kritik der Anwender hervor, die er ausdrücklich begrüßt, denn das fachkundige Feedback aus der Praxis hilft uns, unsere Produkte noch weiter zu optimieren. Pipe-Seal-Tec-Geschäftsführer Martin Cygiel erläutert die Funktionsweise und Vorzüge der Pipe-Seal Sanierungsmanschette. Foto: Michael Stephan Als zuverlässiger Partner wahrgenommen Für Cygiel fällt das Messefazit entsprechend positiv aus: Wir sind sehr zufrieden und freuen uns, dass wir am Markt als qualitätsund praxisorientierter Anbieter und zuverlässiger Partner von den Auftraggebern und einer stetig wachsenden Anzahl von Anwenderkunden wahrgenommen werden. Frei nach dem Motto Nach dem Forum ist vor der Messe kündigte der Pipe-Seal-Tec-Geschäftsführer für die im Mai in Kassel stattfindende Fachmesse für Rohr-, Kanal- und Industrieservice RO-KA-TECH einige Neuigkeiten an. So soll beispielsweise neben einer bereits deutlich optimierten Oberflächen- und Kantengüte die Edelstahl-Innendichthülse Pipe-Seal- Flex für Achsabweichungen, Rohrversätze und Dimensionswechsel auch in größeren Nennweiten vorgestellt werden. Architekturpreis Beton 2017 ausgelobt Das InformationsZentrum Beton lobt in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten BDA den Architekturpreis Beton 2017 aus. Als InformationsZentrum Beton einer der ältesten und renommiertesten Architekturpreise in Deutschland wird er in diesem Jahr zum 20. Mal verliehen. Bereits seit 1974 zeichnet die deutsche Zement- und Betonindustrie herausragende Leistungen der Architektur und Ingenieurbaukunst aus, deren Qualität von den gestalterischen, konstruktiven und technologischen Möglichkeiten des Baustoffs Beton geprägt ist. Prämiert wurden unterschiedlichste Bauwerke wie Museen, Rathäuser, Bürobauten, Wohngebäude, aber auch Wasserkraftwerke, Fernsehtürme oder Fußgängerbrücken. So spiegelt der Architekturpreis Beton seit mehr als vier Jahrzehnten das Baugeschehen in Deutschland, inspiriert den Diskurs über gute Architektur und zeigt die gestalterischen Potenziale und vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des weltweit am meisten genutzten Baustoffs. Zum Architekturpreis Beton 2017 können seit 2014 in Deutschland fertiggestellte Projekte des Wohn-, Kultur- oder Verwaltungsbaus wie auch Industriebauten und Ingenieurbauwerke eingereicht werden. Darin eingeschlossen sind architektonisch wirksame Zuund Umbauten zu bestehender Bausubstanz. Teilnahmeberechtigt sind Architekten, Ingenieure und Bauherren. Der Preis ist mit Kommunalwirtschaft 3/2017

79 Euro dotiert und wird durch eine interdisziplinär besetzte Jury mit Mitgliedern aus den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Betontechnologie und Architekturkritik an einen oder mehrere Preisträger geteilt vergeben. Beurteilungskriterien sind neben der architektonischen und städtebaulichen Qualität der materialgerechte und innovative Einsatz des Baustoffs Beton, funktionale Aspekte und Nutzungsflexibilität sowie der Beitrag zum energieeffizienten und nachhaltigen Bauen oder zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen. Einsendeschluss ist der 10. Mai Weitere Informationen zur Auslobung, Teilnahmebedingungen und -unterlagen unter www. architekturpreis-beton.de Gütesicherung fordern, Verantwortung übernehmen 30. Mitgliederversammlung der RAL-Gütegemeinschaft Kanalbau In der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart findet am 28. April die Mitgliederversammlung der RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau statt. Die in den Hotelkomplex des Maritim integrierte Alte Stuttgarter Reithalle bildet dabei den Rahmen für das 30. Treffen der Mitglieder, das am Vortag mit dem Gesellschaftsabend beginnt. Der festliche Auftakt hat ebenso Tradition, wie das Programm der Mitgliederversammlung, das mit einem Festvortrag beginnt. Es folgen die Berichte des Vorstandsvorsitzenden der Gütegemeinschaft, Dipl.-Ing. MBA Ulf Michel, des Obmanns des Güteausschusses, Dipl.-Ing. Uwe Neuschäfer, des Beiratsvorsitzen- Festlicher Rahmen: Die Alte Stuttgarter Reithalle ist ein bedeutendes Denkmal der Stahlarchitektur des 19. Jahrhunderts Foto: Maritim Hotelgesellschaft

80 Traditionell beginnt die Mitgliederversammlung am Vortag mit einem Gesellschaftsabend. Foto: Güteschutz Kanalbau den, Dipl.-Ing. Gunnar Hunold, sowie des Geschäftsführers, Dr.-Ing. Marco Künster. Mitglieder der Gütegemeinschaft haben Anfang Februar die Einladung zur 30. Mitgliederversammlung erhalten. In einem zweiten Schreiben folgen die Versammlungsunterlagen mit dem Jahresbericht Die Gütegemeinschaft freut sich auf rege Teilnahme. Freuen können sich auch die Mitglieder und zwar auf eine Veranstaltung, die sich seit vielen Jahren als Branchentreff mit fachlichem und kulturellem Programm etabliert hat. Der Festabend, der traditionell von einem Unterhaltungsprogramm mit Musik und künstlerischen Darbietungen begleitet wird, ist für viele Mitglieder Gelegenheit sich in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen das belegen die erfahrungsgemäß hohen Teilnehmerzahlen. Zudem nutzen die Mitglieder die Möglichkeit, sich über Arbeit und Entwicklung der Gütesicherung zu informieren und sich aktiv in die Arbeit der Gütegemeinschaft einzubringen. Gemeinsamer Gedanke Stuttgart ist nach 2005 zum zweiten Mal Versammlungsort der Mitglieder der Gütegemeinschaft Kanalbau. Die sechstgrößte Stadt Deutschlands bildet das Zentrum der rund 2,7 Millionen Einwohner zählenden Region Stuttgart, einem der größten Ballungsräume Deutschlands. Mit Kommunen wie Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Dresden, Köln, München und Düsseldorf sowie allen übrigen deutschen Städten mit mehr als Einwohnern verbindet Stuttgart darüber hinaus eine Gemeinsamkeit: Alle sind Mitglied der RAL-Gütegemeinschaft Kanalbau und damit Teil der stark wachsenden Mitgliedsgruppe 2 (öffentliche Auftraggeber und Ingenieurbüros). Allen ist ein Gedanke gemeinsam: Mit ihrem Engagement für die Ziele der Gütesicherung Kanalbau bekennen sich diese Mitglieder ebenso wie die vielen kleineren und kleinsten Gemeinden der Gruppe 2 zu ihrer Verantwortung gegenüber dem Kulturgut unterirdische Infrastruktur und zeigen Flagge, wenn es um qualifiziertes und nachhaltiges Arbeiten im Kanalbau geht. zählen zur Mitgliedsgruppe 1 (ausführende Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Ingenieurbüros), zur Mitgliedsgruppe 2 (öffentliche Auftraggeber und Ingenieurbüros) und 38 zur Gruppe 3 (Freunde und Förderer). Auf Kurs Zahlen wie diese machen deutlich, dass sich die Gütegemeinschaft Kanalbau auf Kurs befindet. Auftraggeber und Netzbetreiber sind sich weitestgehend einig, dass die Instandhaltung und Sanierung der Kanalisation eine Ewigkeitsaufgabe darstellt. Bei ihrer Bewältigung spielen Qualitäts- und Qualifikationsaspekte eine wesentliche Rolle. Vor diesem Hintergrund ist es hilfreich, dass es Instrumente wie die Gütesicherung Kanalbau gibt. Es wird von Auftraggebern zur Sicherstellung der gewünschten Ausführungsqualität genutzt. Folgerichtig zählt die Überprüfung der Gütezeicheninhaber durch einen vom Güteausschuss beauftragten Prüfingenieur zu den wichtigen Bestandteilen der Gütesicherung. Zurzeit überprüfen 30 Prüfingenieure bundesweit sowie im benachbarten Ausland die Qualifikation der Gütezeicheninhaber haben die Prüfingenieure Firmenbesuche und Baustellenbesuche durchgeführt. Bei den unangemeldeten Baustellenbesuchen begutachten sie die Qualifikation und Zuverlässigkeit der Fachfirmen. Die Eignungsprüfung durch den RAL-Güteausschuss erspart uns aufwendige Einzelprüfungen in Bezug auf Personal, Weiterbildung, Schulung, Referenzen und Erfahrung. Dipl.-Ing. (FH) Ingrid Hansen, Gebietsleiterin Investitionen, Stadtentwässerung Dresden GmbH Das belegt auch die Entwicklung der Mitgliederzahl, die sich 2016 um 168 zusätzliche Mitglieder auf erhöht hat. Hiervon Der Jahresbericht 2016 dokumentiert die positive Entwicklung und die vielfältigen Aktivitäten der Gütegemeinschaft Kanalbau. Foto: Güteschutz Kanalbau 146 Kommunalwirtschaft 3/2017

81 Die Besuchsberichte werden dem Güteausschuss der Gütegemeinschaft zur Beratung vorgelegt. Er hat 2016 in vier zweitägigen Sitzungen über die erstmalige Vergabe von Gütezeichen und über Ahndungsmaßnahmen bei Verstößen entschieden. 545 mal kam es zu zusätzlichen Auflagen im Rahmen der Eigenüberwachung, 80 mal zur Verkürzung des Besuchsintervalls, 210 Verwarnungen wurden ausgesprochen, und 7 mal kam es zu einem Zeichenentzug. Diese verantwortungsvolle, konsequente und transparente Arbeit des Güteausschusses trägt in erheblichem Maße zu dem Vertrauen bei, das unsere Organisation bei Auftraggebern und ausführenden Unternehmen genießt, ist Dr.-Ing. Marco Künster, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Kanalbau, überzeugt. Mehrwert für alle Neben der Prüftätigkeit ist das umfangreiche Angebot an Schulungen und Veranstaltungen für Auftraggeber, Ingenieurbüros und Gütezeicheninhaber ein wichtiger Baustein der Gütegemeinschaft Kanalbau. Im vergangenen Jahr fanden unter anderem 66 Auftraggeber-Fachgespräche mit ca Teilnehmern statt; hinzu kamen 14 Erfahrungsaustausche mit ca Teilnehmern. Ebenso bemerkenswert sind die Zahlen bei den Seminaren: Erstmals nahmen mehr als Teilnehmer an offenen bzw. an Inhouse-Firmenseminaren teil. Gütezeicheninhaber sichern so die Qualifikation ihrer Mitarbeiter und eine Ausführung nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Fachwissen pur steht Gütezeicheninhabern AK und ABAK kostenfrei zur Verfügung, und zwar in Form der im Sommer 2016 gestarteten Informations- und Wissensplattform Akademie Kanalbau. Insbesondere das hierin enthaltene E-Learning-Modul Einbau von Abwasserleitungen und -kanälen in offener Bauweise bietet Ingenieuren, Technikern und Meistern die Möglichkeit, das nötige Fachwissen für den Umgang mit der Kanalinfrastruktur zu erlangen oder zu vertiefen, und Berufseinsteiger können sich fachlich auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereiten, erläutert Künster. Alles unter Unterstützung bietet die Gütegemeinschaft Kanalbau Auftraggebern und Auftragnehmern auch mit Infoschriften und Leitfäden. Sie können als Arbeitsgrundlage und als zusätzliche Hilfestellung dienen. Einen Überblick über die unterschiedlichen Angebote der Gütegemeinschaft und die vielfältigen Aktivitäten bieten der Jahresbericht 2016 und der Internetauftritt der Gütegemeinschaft Kanalbau unter RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau Postfach 1369, Bad Honnef Tel: 02224/9384-0, Fax: 02224/ Jahrestagung Stadtwerke 2017 Die Energiewelt wird bunter! Die Digitalisierung bestimmt zunehmend auch die Welt der Stadtwerke. Strategien und Lösungen für die neue Energiewelt werden dringend gebraucht. Strategien und Lösungen für die neue Energiewelt 40 Sprecher, 350 Teilnehmer und 35 Partner treffen sich am 5. und 6. April 2017 auf der 21. EUROFORUM Jahrestagung Stadtwerke 2017 im WECC Berlin, um Strategien und Lösungen für die neue Energiewelt zu diskutieren. Das Programm überzeugt durch die Vielfalt an Zukunftsthemen, zwei Awardverleihungen sowie großartigen Networkingmöglichkeiten in modernem, innovativen Ambiente. Was sind die Themen der Zukunft? Laut einer aktuellen Studie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft und der Unternehmensberatung Ernst & Young werden sich die Stadtwerke in der DACH-Region in den nächsten zwei bis drei Jahren besonders mit den Themen Absatz/ Marketing/Kundenbetreuung/CRM (87%), Optimierung betrieblicher Prozesse und Reorganisation (83%) und Smart Metering/ Smart Grids/Netzintegration (72%) auseinandersetzen. Der Strategie-Review von Thüga und A.T. Kearney kommt zu dem Ergebnis, dass zum Ausbau der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Stadtwerke die Exzellenz im Kerngeschäft entscheidend ist. Hierfür ist vor allem eine Kosten- und Prozessoptimierung und der Fokus auf den Kunden von Bedeutung. Was dies konkret bedeutet, wird von Dr. Gerhard Holtmeier (Thüga AG) und Dr. Hans Heinrich Kleuker (TWL) erläutert. Vor- und Querdenker sind gefragt Einen Blick über den Tellerrand wirft der Unternehmer und Beststeller-Autor Felix Plötz zu Beginn des zweiten Konferenztages. Sein Thema: Einfach mal machen was Stadtwerke über die Spielregeln von morgen wissen müssen. Wie sich diese Gradwanderung in der Stadtwerke-Praxis darstellt und welche Skills für das Changemanagement notwendig sind zeigen Vertreter der Stadtwerke München, Geldern und der innogy. Aber auch neue Innovationsmethoden wie Design-Thinking sind notwendig, um in der sich verändernden Welt bestehen zu können. Badenova präsentiert seine Erfahrungen mit diesem Tool und zeigt, wie vor der Einführung eines Kommunalwirtschaft 3/

82 neuen Produktes ein Design- Thinking-Prozess unter Einbeziehung des Kunden durchlaufen wurde. Meet, Match & Co-Operate Player aus verschiedenen Industrien werden Teil der neuen Energiewirtschaft neue Geschäftsmodelle entstehen Branchenvertreter sind sich einig ohne Partner wird es in Zukunft kaum noch gehen. Unter dem Motto INNOVATIV UND AGIL MIT PARTNERN! treffen sich neue und etablierte Player der Energiebranche zum ungezwungenen Austausch im Rahmen eines BarCamps am Vortag der 21. EUROFORUM- Jahrestagung Stadtwerke 2017 und lernen ihre zukünftigen Geschäftspartner kennen. Das ausführliche Programm der 21. EUROFORUM Jahrestagung Stadtwerke 2017 ist abrufbar unter: #efswt APCOA PARKING Deutschland: Wachstumsschub durch Digitalisierung Die APCOA PARKING Deutschland GmbH hat in den vergangenen sechs Monaten zahlreiche neue Parkhäuser zum bestehenden Portfolio von über 300 Objekten hinzugewonnen. Gleichzeitig wurden 20 Bestandsverträge verlängert. Detlef Wilmer, Geschäftsführer der APCOA PARKING Deutschland GmbH: Ein Grund für unseren aktuellen Wachstumsschub ist unser fortschreitender Grad der Digitalisierung. Der Kunde erwartet heute mehr Komfort beim Parkvorgang. Unser Know-how für die Aufrüstung der Technik ist eine Grundvoraussetzung dafür, auch in Zukunft erfolgreich Parkraum anbieten zu können. APCOA hat massiv in die automatische Schrankenöffnung und bargeldlose monatliche Abrechnung für registrierte Kunden investiert. Auch das von APCOA entwickelte Commercial Asset Management hat sich in der Praxis bewährt. Hierbei geht es um das Wertsteigerungs- und Gewinnpotenzial von Parkräumen. Das System zeigt Parkhausbesitzern auf, welches Potenzial ihre Häuser besitzen und was getan werden muss, um sie attraktiver für Kunden zu machen. Detlef Wilmer: Die Verlängerung von auslaufenden Verträgen erfolgt seitdem quasi zu einhundert Prozent. Zudem entscheiden sich immer mehr Parkhauseigentümer bei der Suche nach einem neuen Betreiber für APCOA. So konnte der Vertragsbestand innerhalb des vergangenen halben Jahres mit zehn Objekten um mehr als Stellplätze erweitert werden. Besonders gestärkt wurde APCOAs Marktposition im Hamburger Raum, wo zu den bestehenden 30 Häusern gleich vier dazugewonnen wurden (u. a. in Norderstedt, Mundsburg und Winsen an der Luhe). In Krefeld wuchs der Bestand um zwei Häuser. Jeweils ein Objekt wurde in Düsseldorf, Stuttgart und in Weil am Rhein dazugewonnen. Neue Prestigeprojekte mit überregionaler Bekanntheit betreibt APCOA PARKING Deutschland in der Hamburger Elbphilharmonie und ab 2018 im City-Center Royal Hamilius in Luxemburg. 148 Kommunalwirtschaft 3/2017

83 Personalien Thomas Sörensen führt deutsche Produktionswerke von Grundfos Bereits seit Oktober 2016 leitet Thomas Sörensen (42) als Geschäftsführer die Grundfos Pumpenfabrik GmbH in Wahlstedt. Zum Jahreswechsel kam die Verantwortung für die Produktionsanlagen der Grundfos Water Treatment GmbH in Söllingen hinzu. Damit ist er verantwortlich für die Produktion von allen Grundfos-Pumpen und -systemen in Deutschland. Für diese Aufgaben ist der Däne Thomas Sörensen bestens gerüstet: Nach vier Jahren als Maschinenschlosser absolvierte er die Universität (Abschluss: Mechanical Engineering) und rundete seine Ausbildung mit einem MBA International Business ab. Dass er operatives mit strategischem Management zu verbinden weiß, zeigt auch sein beruflicher Werdegang: Bei einem Zulieferer für die Automobilindustrie machte er in Dänemark und England erste Erfahrungen mit dem Qualitäts- und Termindruck der OEM-Industrie. Zurück in Dänemark, sammelte er auch bei Danfoss als Supply Chain Manager wertvolle Erfahrungen in Sachen Logistik. Mehrere Stationen bei Grundfos machten ihn fit für seine neuen Aufgaben in Deutschland: Zunächst war Sörensen in der Produktion kleiner Zirkulationspumpen in Bjerringbro tätig, wo er Kontakte zu international aktiven OEM-Kesselherstellern aufbauen konnte. In Südamerika folgte die erste Position als Produktionsleiter für die Fabrik in Sao Paulo, zuletzt mit der Verantwortung als Länderchef in Brasilien. Nach seiner Rückkehr nach Dänemark war er mit strategischen Aufgaben in der Organisation der globalen Produktion betraut. Thomas Sörensen sieht für sich und sein Team neben den Ansprüchen an Effizienz und Produktivität in den kommenden Jahren zusätzliche Herausforderungen: Wir sind einem wachsenden Qualitäts- und Lieferdruck insbesondere von OEM-Kunden ausgesetzt. Die Produktion muss sich auf diese Erwartungen unserer Kunden einstellen. Unser Ziel ist die Operative Exzellenz die übrigens nie einen Endpunkt erreicht. Denn wir können und müssen uns stets weiter verbessern! Es komme dabei darauf an, alle Mitarbeiter aktiv in die Prozesse einzubinden. Die rund 620 Mitarbeiter der Produktionsgesellschaft in Wahlstedt stellen große Umwälzpumpen für die Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik her. Wahlstedt ist zudem das europäische Kompetenzzentrum für drei weitere wichtige Produktlinien: Druckerhöhungsanlagen, Abwasserhebeanlagen und Feuerlöschanlagen. Das bedeutet: Spezialisierte Mitarbeiter übernehmen die komplette Verantwortung für diese Produktgruppen, das reicht von Entwicklungsaufgaben über die Fertigung bis hin zur Logistik. Kompetenzzentren gewährleisten länderübergreifend die Qualitäts- und Sicherheitsstandards des Unternehmens. Die rund 200 Mitarbeiter der Water Treatment GmbH mit Sitz in Söllingen bei Karlsruhe konzipieren Systemlösungen für die Trinkwasser-, Abwasser- und Brauchwasseraufbereitung auf der Basis der eigenen Dosierpumpen/-anlagen und Desinfektionssysteme sowie mit Pumpen aus dem Produktportfolio der Grundfos-Gruppe. BISOHYDRO in Kläranlagen BISOHYDRO: das sichere Filtermedium für Kläranlagen. Tel.: Kommunalwirtschaft 3/

84 Uwe Scholz ist neuer Geschäftsführer Zum 1. März 2017 hat Dipl.-Ing. Uwe Scholz die Nachfolge von Dr. Werner Boysen in der Geschäftsführung der OMNIPLAST GmbH übernommen. Herr Scholz, Jahrgang 1968, ist Diplomingenieur der Elektrotechnik und hat seine Management-Fähigkeiten in einem MBA-Studium ausgebaut. In Laufe seiner beruflichen Stationen konnte Herr Scholz sowohl in der Kunststoff verarbeitenden Industrie als auch in der Glasindustrie bedeutende Erfolge erzielen. Herr Scholz kennt mittelständische Strukturen in Konzernumfeldern und ist mit den besonderen Herausforderungen des B-to-B-Geschäftes vertraut. Die Omniplast GmbH ist der älteste deutsche Hersteller von Kunststoffrohrsystemen für Anwendungen im Tiefbau und in der Gebäudetechnik. Das Unternehmen ist Teil der IVY Group, einer weltweit präsenten Unternehmensgruppe mit Fokus auf innovative Produkte aus PVC. Das Rohrgeschäft ist eine der Kernaktivitäten der IVY Group. In den vergangenen Jahren wurde die Omniplast GmbH tiefgreifend restrukturiert. Bedeutende Investitionen in die Automatisierung von Fertigungsschritten im Zusammenspiel mit einem erheblichen Personalabbau und gestrafften Prozessen verbessern die Kostenposition von Omniplast maßgeblich. Gemeinsam mit einem starken Führungs-Team wird Herr Scholz die Marktposition der Omniplast GmbH mit ihrem Fertigungs- und Logistikstandort in der Mitte Deutschlands nun systematisch ausbauen. Herr Scholz berichtet in seiner Funktion an Jacques Pijnenburg, den Leiter der Business Unit Pipes, der gleichzeitig Mitglied des Executive Committees der IVY Group ist. Ein direkter Draht zu den Gesellschaftern und die volle Unterstützung des Managements der IVY Group sind Herrn Scholz damit sicher. Verlag: Kommunal-Verlag Fachverlag für Kommunalwirtschaft und Umwelttechnik GmbH Wuppertal, Hardtbacher Höhe 24 Telefon / , Telefax / ISDN Telefon / , Telefax / Gesamt-Verantwortung: Horst Schumacher, Wuppertal Sabine Schumacher M.A., stellv. Chefredakteurin, Büro Köln, Telefon/Telefax: 02 21/ ISSN Nr Satzherstellung, Druck & Verarbeitung: Bonifatius GmbH, Karl-Schurz-Straße 26, Paderborn Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich gezeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Gerichtsstand und Erfüllungsort ist in allen Fällen Wuppertal. Einzelheftpreis: 10,, Jahresabonnementpreis 120, (inkl. MwSt) zzgl. Versandkosten, Kündigung 3 Monate vor Ablauf des Kalenderjahres 150 Kommunalwirtschaft 3/2017

85 Qualität fordern, Werte schaffen Auftraggeber und Auftragnehmer gemeinsam für Qualität Gütesicherung Kanalbau RAL-GZ 961

86 Das Komplettsystem für den intelligenten Umgang mit Niederschlagswasser. BIRCO GmbH Herrenpfädel Baden-Baden Sofortiger und großvolumiger Retentionsraum: die großformatigen Rinnensysteme Regenwasserbehandlungsanlage: die kompakte BIRCOpur zur Sedimentation und Filtration Dezentrale Versickerung und Rückhaltung: BIRCO Rigolentunnel von StormTech BIRCO GmbH Herrenpfädel Baden-Baden BIRCO ist einer der führenden Systemanbieter für Oberflächenentwässerung in Europa und bietet eines der größten Produktsortimente in diesem Bereich. Durch vermehrte Starkregenereignisse und Verdichtung der Flächen sind intelligente Entwässerungskonzepte gefragter Online-Planungsassistent Individuelle Planungsunterstützung Ausschreibungstexte denn je. Neben Sicherheit im Verkehr und Gebäudeschutz ist die Reinigung des Niederschlagswassers und dessen Versickerung eines der wichtigsten Aufgaben im Sinne des Wasserkreislaufs. Die Aufgabe: Wasser für kommende Generationen. Sprechen Sie uns an.

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