ERZIEHUNG GELINGT. Wenn Sie diese 11 Punkte beachten. Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel. J.W.

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1 ERZIEHUNG GELINGT Wenn Sie diese 11 Punkte beachten Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel. J.W. von Goethe

2 ERZIEHUNG GELINGT Liebe Leserin, lieber Leser Eltern ABC Eigentlich sind es nicht 11 Dinge, sondern wie Goethe schon festgehalten hat, nur zwei zentrale Dinge, welche die Kinder von ihren Eltern bekommen sollten: Wurzeln und Flügel Doch wie macht man das? Wie bekommen Kinder festen Halt und Sicherheit im Leben? Und was brauchen sie, damit sie die Selbständigkeit und Freiheit entwickeln die Welt mutig und neugierig zu entdecken? 2

3 Beziehung als Grundlage von allem Eine gute gegenseitige Beziehung zwischen dem Elternpaar und zwischen den Eltern und den Kindern ist die Grundlage von allem. Dazu gehört, dass sich das Elternpaar als Team versteht und auch in die Paarbeziehung investiert. Ich bin überzeugt, Sara Michalik je besser es beiden Elternteile geht und je befriedigender die Paarbeziehung ist, desto besser ist es für die Kinder. Das ist der Leitgedanke unseres Blogs. Erziehung, die Selbstbewusstsein, Selbständigkeit und Selbstverwirklichung zum Ziel hat, gelingt nur mit guten, tragfähigen und freudvollen Beziehungen in der Familie. Ihre Sara Michalik Fachpsychologin für Psychotherapie FSP Kinder- und Jugendpsychologin Die folgenden 11 Grundlagen sind ein Auszug aus unserem Buch: Was Kinder brauchen und Eltern geben können. 3

4 Bedingungslose Wertschätzung Für eine gesunde Entwicklung eines Kindes sind folgende Werte ganz zentral: Geborgenheit, Sicherheit, bedingungslose Wertschätzung (eine Liebe und Wertschätzung, die nicht an Bedingungen geknüpft ist) und Feinfühligkeit. Das setzt eine adäquate Wahrnehmung der Bedürfnisse des Kindes und das zuverlässige und angemessene Reagieren auf diese Bedürfnisse voraus. Echtes Interesse Durch das echte Interesse am Erleben des Kindes ermöglichen wir Entwicklungsund Wachstumsprozesse. Mit echtem Interesse pflegen und intensivieren wir unsere Beziehungen. Schenken Sie dem Kind immer wieder Ihre volle Aufmerksamkeit, wenden Sie sich ihm körperlich zu, stellen Sie offene Fragen, zeigen Sie dem Kind, dass Sie es verstehen oder es zumindest versuchen. Vertrauen bilden Durch eine stabile, verlässliche und positive Beziehungsgestaltung entsteht Vertrauen. Das Kind fühlt sich sicher und aufgehoben. Dadurch lässt sich ein Kind besser begleiten, ist kooperationsbereit und Konflikte können angegangen und gelöst werden. 4

5 Gleichwürdigkeit Die Begegnungen sind geprägt von Partnerschaftlichkeit und Gleichwürdigkeit (was nicht zu verwechseln ist mit Gleichberechtigung). Das bedeutet, dass Eltern ihre Erziehung immer wieder hinterfragen und Kinder in die Gestaltung und das Einhalten von Familienregeln (z. B. mithilfe der Familienkonferenz nach Thomas Gordon) altersangemessen miteinbeziehen. Emotionen gehören dazu Gefühle gehören zum Menschsein dazu. Es ist eine große Stärke und ein Vorteil, wenn wir unsere Gefühle wahrnehmen und benennen können. Kinder sollen ihre Gefühle zulassen dürfen; auch eher negativ bewertete Gefühle wie Angst, Trauer oder Aggression. Gefühle sind nie falsch; d. h. ich kann nie falsch fühlen. Das Kind muss aber lernen mit seinen Gefühlen umzugehen und diese angemessen auszudrücken. Umso wichtiger ist, dass Eltern ihre Gefühle angemessen preisgeben und authentisch sind. Kooperation Das Zusammenleben und die Aufgabenbewältigung des Familien-Alltages erfordern die Kooperation zwischen den Eltern aber auch zwischen Eltern und Kindern. Dem Kind wird altersentsprechende Mitverantwortung anvertraut und zugesprochen. Durch die gleichwürdige Beziehung kann Kooperation gefördert werden. 5

6 Begleitung Die Hauptaufgabe der Eltern ist es, die Kinder zu begleiten und nicht zu leiten. Das verlangt, sie entsprechend ihrem Alter und ihren individuellen Begebenheiten zu unterstützen, angemessen zu fordern, ihnen Erfolgserlebnisse zu ermöglichen und mit ihnen gemeinsam Misserfolge auszuhalten. Unsere eigenen Interesse und Pläne für das Kind müssen wir kritisch hinterfragen und achtsam sein für die Einzigartigkeit des Kindes. ist) und Feinfühligkeit. Bedürfnisse erkennen Das Gegenüber und insbesondere das Kind verstehen zu wollen, ist ein hilfreiches Leitmotiv in Beziehungen. Es geht darum zu verstehen, was die Bedürfnisse und Gefühle des Kindes sind. Damit lenken wir den Fokus nicht nur auf das Verhalten eines Menschen, sondern auch auf seine individuellen Grundbedürfnisse und sein eigenes, einzigartiges Erleben. Erfahrungen sind die besten Wegweiser Unser ganzes Menschsein ist durch Erfahrungen geprägt. Die Prägung durch Erfahrungen beginnt mit der Zeugung. Wir lernen am besten durch Erfahrungen (J. Dewey). Daher ist es unvermeidbar, dass unsere Kinder eigene Erfahrungen machen müssen um etwas zu begreifen und zu lernen. Wir können aber in einem gewissen Grade die Erfahrungen (v. a. im frühkindlichen Leben) aktiv positiv mitgestalten. 6

7 Gute Kommunikation ist zentral Kommunikation zwischen Menschen findet ständig statt. Selbst wenn wir nichts sagen, drücken wir viel über unsere Körpersprache aus (vgl. Watzlawick). Kinder nehmen sehr viel wahr und lesen das Befinden der Eltern an deren Körpersprache ab. Daher ist ein offener, angemessener Umgang mit unseren Gefühlen und unserem aktuellen Befinden zentral. Zudem ist ein Kommunikationsstil mit Ich- Botschaften und aktivem Zuhören das A und O aller Beziehungen. Damit lassen sich Missverständnisse vermeiden und Konflikte besser lösen (vgl. Schulz von Thun). Die Gleichwürdigkeit in der Beziehung drückt sich im Kommunikationsstil aus. ist) und Feinfühligkeit. Das setzt eine adäquate Wahrnehmung der Bedürfnisse des Kindes und das zuverlässige und angemessene reagieren Loslassen können Vertrauen in uns, in unsere eigenen Gefühle, Ressourcen und Instinkte, ist ebenso wichtig, wie das Vertrauen in das Kind bzw. den Jugendlichen. Vertrauen bedeutet auch loslassen zu können und Kontrolle abzugeben. Damit ermöglichen wir die Selbständigkeitsentwicklung beim Kind. Loslassen heisst aushalten, Geduld und Vertrauen zeigen, dem Kind einige zutrauen. Loslassen beginnt mit der Geburt und endet als Herausforderung für Eltern nie ganz. 7

8 Was Kinder brauchen und Eltern geben können Erziehung ist NIE einfach - aber dieses Buch vermittelt Ihnen das Gefühl, dass sie gelingen kann. Und zwar so, dass es sowohl für Eltern wie auch für das Kind stimmig ist. Wollen Sie wissen was Leser zu unserem Buch sagen? Hier können Sie es nachlesen. JETZT ANSEHEN 8

9 Für das Eltern-Paar Es ist nicht genug nur diese Zeilen zu lesen und nichts zu tun. Verbinden Sie sich mit uns. Wenn Sie etwas verändern wollen, dann ist es an der Zeit damit anzufangen. Probieren Sie diese zwei einfachen Schritte aus: 1. Begegnen Sie sich immer wieder bewusst und 2. Verabreden Sie sich regelmässig, am besten wöchentlich. Eltern ABC Wir haben schon zu viele Paare in unserer Praxis gesehen, die gedacht haben, eine Beziehung muss nicht gepflegt werden. Bis es (fast) zu spät war. Darum wiederholen wir ganz bewusst: Pflegen Sie Ihre Beziehung, damit sie wachsen kann. Die Freude, die Zufriedenheit und das Glück sind zu schön um es nicht zu Eltern ABC erfahren. Ihre Sara & Peter Michalik Eltern ABC

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