Inklusion vor Ort - Handlungsansätze in Bauen und Wohnen, Mobilität und Stadtentwicklung. Sofie Eichner, STADTRAUMKONZEPT Dortmund 01.

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1 Inklusion vor Ort - Handlungsansätze in Bauen und Wohnen, Mobilität und Stadtentwicklung Sofie Eichner, STADTRAUMKONZEPT Dortmund 01. Oktober 2014

2 Gliederung Inklusion ein Thema für die Stadtentwicklung? Inklusion heißt Städte und Gemeinden als Adressaten Quartiere als Handlungsebene Inklusion - eine Aufgabe für die Stadtentwicklung? Herausforderung aber. Chancen weil Konkrete Handlungsansätze Bauen Wohnen Stadtentwicklung und Mobilität Fazit und Ausblick

3 Ein Thema für die Stadtentwicklung? Aktionsplan Inklusion Kreis Gütersloh, 2012

4 Ein Thema für die Stadtentwicklung? Inklusion ist ein Menschenrecht Die UN-Behindertenrechtskonvention konkretisiert die allgemeine Erklärung der Menschenrechte für Menschen mit Behinderung. Sie ist eine verbindliche gesetzliche Grundlage für alle kommunalen Ebenen. Inklusion bedeutet Zusammenleben zusammen gestalten Alle Menschen d.h. mit und ohne Behinderung, leben von Anfang an selbstbestimmt zusammen. Inklusion berührt alle Bereiche des Lebens Gesamtgesellschaftlich das Bild von Normal verändern und die Systeme entsprechend umbauen. Inklusion ist ein Prozess. 4

5 Ein Thema für die Stadtentwicklung? Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks 2014

6 Ein Thema für die Stadtentwicklung? Inklusion ist weit mehr als bauliche Barrierefreiheit Inklusion ist der Handlungsauftrag, gemeinsam eine vielfältige Mehrgenerationenstadt /-gemeinde zu entwickeln. Demografischer Wandel und Inklusion: Ca. 9-11% aller Menschen sind in ihrer Mobilität eingeschränkt. Ihr Anteil wird sich deutlich erhöhen. Quartiere sind die entscheidende Handlungsebene: Hier müssen Barrieren abgebaut, Teilhabe ermöglicht und eine inklusive Haltungen entwickelt werden. 6

7 Inklusion findet vor Ort statt! In vielem sind wir verschieden unseren Kiez haben wir gemeinsam. Selbstdarstellung Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz Berlin

8 Eine Aufgabe für die Stadtentwicklung? aber Was verstehen wir denn darunter? Inklusion ist ein Schlagwort. Es wird je nach Perspektive unterschiedlich ausgelegt. Was denn noch alles? Die Inklusions-Ziele stehen in Konkurrenz zu anderen Entwicklungszielen und Querschnittsaufgaben der Kommunen. Müssen wir nicht, oder? Eine gesetzliche Verpflichtung ist nur teilweise verwirklicht. Bestehende Vorgaben und Normen sind leicht zu übergehen. Machen wir doch schon! Es gibt viele Einzelbestreben und Einzelmaßnahmen. Kooperation und strategische Planung im Sinne der Inklusion fehlen. Das kostet zu viel! Die Menschen und Strukturen sind beharrlich. Veränderungen sind mit Kosten verbunden. Ein Nutzen lässt sich nicht haushaltsrelevant darstellen. 8

9 Eine Aufgabe für die Stadtentwicklung? Der Paritätische Hessen und Stadt Frankfurt Stabsstelle Inklusion

10 Eine Aufgabe für die Stadtentwicklung? weil Was verstehen wir darunter? Inklusion löst eine Debatte über Ziele und Haltungen aus. Was denn noch alles? Inklusion erfordert ein Weiterdenken bekannter Debatten. Der Handlungsdruck wird zunehmen. Müssen wir schon, oder? Es gibt Normen die Barrierefreiheit definieren und vorschreiben: DIN , 2 und 3. Die Planung verfügt über das passende Handwerkszeug. Machen wir doch schon! Es gibt schon viele Beispiele und Aktivitäten vor allem auf der lokalen Ebene in Gemeinden und Einrichtungen. Selbstvertreter/-innen setzen sich aktiv für ihre Belange ein. Ja, das kostet, aber wir haben uns selbst verpflichtet! 10

11 Konkrete Handlungsansätze Barrieren gibt es viele: Materielle Barrieren z.b. in städtebaulichen Strukturen, baulich-technischen Bedingungen, Ausstattungsstandards von Räumen Immaterielle Barrieren z.b. durch Information und Kommunikation, Ressourcen, Organisation, soziale Barrieren Handlungsansätze sind immer beschränkt: Finanzielle Ressourcen sind begrenzt Alle gibt es nicht Bedingungen sind unterschiedlich und widersprüchlich Konflikte müssen ausgehandelt werden Trotzdem: gute Beispiele gibt es!

12 Konkrete Handlungsansätze Zielnetzplanung Innenstadt Stralsund: Maßnahmenkonzept zur barrierefreien Gestaltung der historischen Innenstadt Innenstadt

13 Konkrete Handlungsansätze Leitfaden barrierefreier Stadtteil Schwerin Neu-Zippendorf: Bewohner/-innen mit Behinderung entwickeln einen Leitfaden für die Gestaltung eines barrierefreien Straßenraumes Stadtteil

14 Konkrete Handlungsansätze Wohnprojekt Pontanus Carré im Riemeke-Viertel Paderborn Inklusives Wohnprojekt mit stationärem Pflegedienst (24 Plätze), Ambulant betreuter Senioren-WG (8), 14 WE öffentl. u. 11 WE frei, Mehrgenerationen-Wohnen (17 WE) Wohnquartier

15 Konkrete Handlungsansätze Aktualisiertes Haltestellenkataster des VVOWL: Bestandsaufnahme im gesamten Verkehrsverbund zur Barrierefreiheit mit dem Ziel eines Umbaus schrittweise Mobilität

16 Fazit und Ausblick Viel Spaß!

17 Fazit und Ausblick Der Paritätische Hessen und Stadt Frankfurt Stabsstelle Inklusion

18 Fazit und Ausblick Damit können Sie morgen beginnen: Inklusion als Thema und als Aufgabe vor Ort anerkennen: institutionell, politisch, öffentlich. Expert/-innen in eigener Sache und Akteure finden und vernetzen. Gemeinsam die lokale Situation analysieren. Über Ist-Situation, Ziele und nötige Schritte diskutieren. Lokale Pläne und Kompromisse entwerfen. Zeit und zusätzliche Ressourcen für den Prozess und die Umsetzung erster Maßnahmen einplanen. Erfahrungen und Wirkungen beobachten und darüber im Gespräch bleiben. Inklusion vor Ort fortsetzen..

19 Fazit und Ausblick Viel Erfolg und Freude dabei! Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks 2014

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