Blended learning in der Führungsausbildung

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1 Blended learning in der Führungsausbildung Virtuelle Planübungen bilden als computer based training den Einstieg in die verstärkte Nutzung moderner Informationstechnologien in der Ausbildung des Brand- und Katastrophenschutzes. Die Ausbildung der Führungskräfte erfolgt bislang in mehrwöchigen Präsenzveranstaltungen, in denen das notwendige Wissen und die Kompetenzen vermittelt werden. Die Kosten werden dabei vom Land und den Kommunen getragen. In den letzten Jahren ist aufgrund der Flexibilisierung von Standards und der Entwicklung auf dem technischen Sektor der Ausbildungsbedarf weiter gestiegen. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt aber auch auf dem Freizeitsektor führt jedoch zu immer geringeren zeitlichen Freiräumen für die Aus- und auch Fortbildung. Erschwerend hinzu kommt ein sehr inhomogenes Bildungsniveau bei den Teilnehmern von Lehrgängen, welches in den kurzen Präsenzlehrgängen nicht egalisiert werden kann. Die Einführung von blended learning in der Ausbildung der überwiegend ehrenamtlichen Angehörigen wie auch der beruflichen Kräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz erscheint als ergänzendes Angebot geeignet die anstehenden Probleme zu lösen. In einem e-learning-kurs als web based training wird der künftigen Führungskraft das notwendige Wissen vermittelt. Die Flexibilisierung des Lernortes und der Lernzeit garantiert dabei, dass der Teilnehmer seiner Arbeit nachgehen kann. Hierdurch können auch Teilenehmende gewonnen werden, die aufgrund beruflichen Drucks bisher nicht zu Führungskräften ausgebildet werden konnten. Die Flexibilisierung des Lerntempos nimmt zudem Rücksicht auf das individuell vorhandene Lernniveau. Eine Egalisierung des erworbenen Wissens am Ende des e-learning-kurses erscheint möglich. Der gesamte Kurs wird als blended learning durchgeführt. Während des Kurses werden die Kompetenzen in Präsenzlehrgangsphasen im Wesentlichen durch praktische Übungen

2 vermittelt. Die Gesamtpräsenzzeit kann im Vergleich zum klassischen Lehrgang um 50% reduziert werden. Blended learning ist für die Aus- und Fortbildung vor allem der ehrenamtlichen Führungskräfte geeignet, die Kosten für Kommunen und das Land zu senken, die Arbeitgeber der Ehrenamtlichen zu entlasten und durch Flexibilisierung die Qualität der Ausbildung dennoch zu halten oder sogar zu steigern. Mit dem Institut für Wissensmedien der Universität Koblenz hat die LFKS einen erfahrenen und unabhängigen Partner für die Einführung von blended learning bis Ende 2006 gefunden. Ziele der Partnerschaft sind Grundsätzliche Beratung inklusive Zielgruppenanalyse und Lernziel- bzw. Lernphasenfestlegung Nutzung der Plattform der Universität Erstellung von Lerninhalten mit ausgewählten Autorenwerkzeugen Didaktische Beratung und Fortbildung der Autoren Aufbau einer Datenbank für die Lerninhalte Service und Support während der Testphase Evaluation der Lernergebnisse vergleichbarer Gruppen

3 weitere Informationen Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz Abteilung Katastrophenschutz Schillerplatz Mainz Mail: Internet: Hans-Peter Plattner Tel.: 06131/ Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule Rheinland-Pfalz Lindenallee Koblenz Internet: Hanno Ritterbusch Tel.: 0261/ Carl-Werner Schmidt Tel.: 0261/ Thomas Kreuz Tel.: 0261/ I M P R E S S U M Herausgeber Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule Rheinland-Pfalz, Lindenallee 41-43, Koblenz Druck Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz, Ferdinand-Sauerbruch-Straße 15, Koblenz Das Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz (LVermGeo) ist eine Obere Landesbehörde im Geschäftsbereich des Ministeriums des Innern und für Sport und insbesondere verantwortlich für die Erhebung, Führung und Bereitstellung von Geobasisdaten des gesamten Landes Rheinland-Pfalz. Die Geobasisdaten werden sowohl in gedruckter Form als auch als digitale Daten zur Verfügung gestellt. Anfragen oder Bestellungen richten Sie bitte an das LVermGeo, Ferdinand-Sauerbruch-Straße 15, Koblenz, telefonisch an die Servicestelle mit der Durchwahl 0261/ , an die -Anschrift oder informieren sich über die Homepage des LVermGeo mit dem Internet-Shop unter Diese Druckschrift wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Landesregierung Rheinland-Pfalz herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch Wahlwerbern oder Wahlhelfern im Zeitraum von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt für die Landtags-, Bundestags-, Kommunal- oder Europawahlen. Missbräuchlich ist während dieser Zeit insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen, an Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken und Aufkleben parteipolitischer Informationen oder Werbemittel. Untersagt ist gleichfalls die Weitergabe an Dritte zum Zwecke der Wahlwerbung. Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf eine Druckschrift nicht in einer Weise verwendet werden, die als Parteinahme der Landesregierung zugunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte. Den Parteien ist es gestattet, die Druckschrift zur Unterrichtung ihrer eigenen Mitglieder zu verwenden.

4 egovernment in Rheinland-Pfalz Blended learning (WBT) für die Ausbildung von Feuerwehr und Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz

5 Die Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule bildet jährlich rund 4000 ehrenamtliche Organisationsangehörige aus. Zur Führungskräfteschulung wird seit 2004 bundesweit einmalig eine virtuelle PC gestützte Planübungswelt (CBT) als Ergänzung zu den bisherigen Modellbahnplatten eingesetzt. Ein Garant für einen erfolgreichen Einsatz ist die fundierte, praxisnahe Ausbildung der Führungskräfte. Neue Erkenntnisse der Methodik bzw. Diadaktik müssen daher immer wieder auf ihre Gebrauchsmöglichkeit im Bereich der Ausbildung von Führungskräften der Feuerwehr überprüft werden. Eine Neuerung in der Methodik wird mit dem Schlagwort virtual reality beschrieben.

6 Die Ausbildung der Führungskräfte wird an der Feuerwehrund Katastrophenschutzschule sowohl theoretisch, wie auch praktisch durchgeführt. Dabei steht der sogenannte Führungsvorgang das strukturierte Erarbeiten von Entscheidungen im Vordergrund. Nach einem theoretischen Unterricht erfolgte die Ausbildung bisher an Planübungsplatten kleinen Gebäuden auf Modelllandschaften, bevor Übungen an realen Objekten durchgeführt wurden. Das Training an virtuellen Objekten ermöglicht nun, den Übenden in die Planübungswelt hineinzubringen. Die Simulation erlaubt dem Planübenden, sich in dem dreidimensionalen Szenario frei zu bewegen. Dabei hat er selbst immer sein eigenes Blickfeld und damit eine realistische Sicht auf die Lage. Gleichzeitig können Wettereinflüsse, Veränderungen im Schaden- und Gefahrenszenario dynamisch und zeitlich realistisch ebenso eingespielt werden, wie das Eintreffen weiterer Einheiten. Von großem Vorteil ist die genaue Schadendarstellung auch innerhalb von Gebäuden, welche sich auf konventionelle Art nicht darstellen lies.

7 Erkundung/Kontrolle Realistische Darstellung Zu rettende Personen Blick ins Innere Dynamische Entwicklung Lagefeststellung Befehlsgebung Beurteilung/Entschluss Planung Befehlsgabe: Virtuelle Mannschaft am rheinland-pfälzischen Löschfahrzeug Wiedererkennungswert: Bewährte Entscheidungsmodelle wurden übernommen

8 Die Vernetzung mehrer Computer für virtuelle Planübungen ermöglicht das gemeinsame Üben komplexer Schadenszenarien bis hin zur Katastrophe. Hierbei üben Führungskräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und anderer Organisationen zwar gemeinsam, aber es ist in Zukunft nicht mehr erforderlich dass die Übenden und die Ausbilder an einem Ort sind. Über Internet oder andere Datenleitung erfolgt der Informationsaustausch. Im Szenario hat jede Führungskraft nur die Sicht, die der eigene virtuelle Standort erlaubt.

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