Netzwerk Linux-Kurs der Unix-AG

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Transkript:

Netzwerk Linux-Kurs der Unix-AG Andreas Teuchert 18./19. Juli 2012

Netzwerk-Protokolle legen fest, wie Daten zur Übertragung verpackt werden unterteilt in verschiedene Schichten: Anwendungsschicht (HTTP, SSH, SMTP, IMAP,... ) Transportschicht (TCP, UDP) Internetschicht (IPv4, IPv6) Netzzugangsschicht (Ethernet, WLAN) hier verwendet: sog. TCP/IP-Schichtenmodell Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 2 / 33

Anwendungsschicht Protokolle in dieser Schicht legen fest, wie Daten auf Anwendungsebene verpackt werden Beispiel: Kommunikation zwischen Browser und Webserver Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 3 / 33

Transportschicht nimmt Daten von der Anwendung entgegen und teilt diese passend für die Übertragung auf TCP (Transmission Control Protocol) sorgt dafür, dass alle Daten in der richtigen Reihenfolge ankommen (ggf. wiederholte Übertragung) TCP geeignet für z. B. HTTP, SSH (Datenverlust unerwünscht) UDP (User Datagram Protocol) garantiert keine Vollständigkeit oder die richtige Reihenfolge UDP geeignet für z. B. Voice over IP (kleinere Fehler fallen nicht auf, Verzögerungen bei Neuübertragung aber sehr) Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 4 / 33

Ports TCP-Segmente und UDP-Datagramme enthalten Quellund Ziel-Port Kernel kann Port-Nummer einer Anwendung zuordnen und übergibt dieser die enthaltenen Daten einige Ports: 22/TCP: SSH (Secure Shell) 25/TCP: SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) 53/UDP, 53/TCP: DNS (Domain Name System) 80/TCP: HTTP (Hypertext Transfer Protocol) insgesamt gibt es 2 16 (65536) TCP- und UDP-Ports Server melden ihr Interesse an ankommenden Daten an, indem sie auf einem Port lauschen (listen) Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 5 / 33

netstat netstat kann Netzwerkverbindungen und Serverdienste auflisten Wichtige Optionen: -t: TCP-Verbindungen und -Server anzeigen -u: UDP-Server anzeigen -l: Server statt Verbindungen anzeigen -p: Names und PID des Programms mit ausgeben -e: mehr Informationen ausgeben -n: nicht versuchen, den Hostname zu IP-Adressen zu ermitteln (Ausgabe erfolgt schneller) leicht zu merken: netstat -tulpen Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 6 / 33

Internetschicht überträgt Daten vom Sender zum Empfänger über das Internet Daten werden mit Quell- und Ziel-IP-Adresse versehen Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 7 / 33

Netzzugangsschicht Übertragung von Daten zwischen direkt (oder über Switch/Hub) verbundenen Rechnern legt fest, wie Daten zur Übertragung über physikalische Medien kodiert werden Protokolle: IEEE 802.3 (Ethernet), IEEE 802.11 (WLAN) nutzen physikalische Adresse der Netzwerkkarte (MAC-Adresse) zur Adressierung Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 8 / 33

IP-Adressen um Daten an einen anderen Rechner zu senden, braucht dieser eine global eindeutige Adresse IP (Internet Protocol) legt Adressformat fest Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 9 / 33

IPv4 Adressen sind 32-Bit-Zahlen, die in viermal acht Bit aufgeteilt werden und durch. getrennt dezimal dargestellt werden Beispiel: 198.51.100.27 theoretisch bis zu 2 32 (ca. 4,3 Mrd.) Adressen viele Adressen reserviert (private Adressen, Dokumentation, Spezialanwendungen) anfangs wurden Adressen sehr großzügig vergeben Folge: kaum noch frei IPv4-Adressen Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 10 / 33

IPv6 Nachfolger von IPv4 Adressen sind 128-Bit-Zahlen, die in acht mal 16 Bit aufgeteilt werden und durch : getrennt hexadezimal dargestellt werden Beispiel: 2001:db8:1234:dead:beef:cafe:5678:29 theoretisch bis zu 2 128 (ca. 3, 4 10 38 ) Adressen Anmerkung: mehrere aufeinanderfolgene Nullen werden bei IPv6-Adressen durch :: ersetzt, also 2001:db8:1234::27 statt 2001:db8:1234:0000:0000:0000:0000:27 (nur einmal pro Adresse) Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 11 / 33

Netzwerkinterfaces repräsentieren Netzwerkkarten damit ein Rechner unter einer IP-Adresse erreichbar ist, muss diese einem Netzwerk-Interface hinzugfügt werden Ethernet-Interface heißen ethx (fortlaufend ab 0 durchnummeriert), WLAN-Interfaces wlanx (kann bei manchen Herstellern abweichen, Atheros: athx) Spezial-Interface lo (Loopback) erlaubt es, über die IP-Adresse 127.0.0.1 bzw. ::1 auf den lokalen Rechner zuzugreifen Netzwerk-Interfaces haben keine Dateien in /dev Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 12 / 33

ifconfig zeigt die Konfiguration von Netzwerkinterfaces (IP-Adresse, Subnetzmaske) an und ändert sie ifconfig zeigt alle aktiven Netzwerkinterfaces an (mit -a auch nicht aktive) ifconfig eth0 zeigt die Konfiguration von eth0 an Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 13 / 33

Routing im Internet sind nicht alle Rechner direkt miteinander verbunden Internet besteht aus vielen Teil-Netzen Rechner in einem Netz können direkt miteinander kommunizieren zwischen zwei Netzen können Pakete über Router ausgetauscht werden Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 14 / 33

Subnetzmasken (IPv4) I legt fest, welche Rechner direkt erreichbar sind zeigt an, welche Bits in der IP-Adresse zum (festen) Netzwerk-Teil gehören und welche zum (variablen) Host-Teil Subnetzmaske hat das gleiche Format wie eine IP-Adresse alle festen Bits sind auf 1 gesetzt, alle variablen auf 0 erste Adresse (alle Host-Bits auf 0) ist die Netzwerk-Adresse letzte Adresse (alle Host-Bits auf 1) ist die Broadcast-Adresse (Spezial-Adresse, um eine Nachricht an alle Rechner im Netz zu senden) Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 15 / 33

Subnetzmasken (IPv4) II Beispiel 1: IP-Addresse 192.0.2.50, Subnetzmaske 255.255.255.0 letzten 8 Bit der Adresse sind Host-Teil direkt erreichbar sind die Adressen 192.0.2.1 bis 192.0.2.254 192.0.2.0 ist die Netzwerkadresse 192.0.2.255 ist die Broadcast-Adresse Beispiel 2: IP-Addresse 192.0.2.50, Subnetzmaske 255.255.255.128 letzten 7 Bit der Adresse sind Host-Teil direkt erreichbar sind die Adressen 192.0.2.1 bis 192.0.2.126 192.0.2.0 ist die Netzwerkadresse 192.0.2.127 ist die Broadcast-Adresse Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 16 / 33

Präfixlängennotation (IPv6) anstatt eine Netzmaske mit allen gesetzten Bits anzugeben, wird bei IPv6 die Anzahl der gesetzten Bits durch / getrennt an die Adrese angehangen Beispiel: 2001:db8:1234:dead:beef:cafe:5678:29/64 64 Bits Host-Teil, 64-Bits Netzwerkteil zum Netz gehören die Adressen 2001:db8:1234:dead:: bis 2001:db8:1234:dead:ffff:ffff:ffff:ffff die Präfixlängennotation kann auch bei IPv4 verwendet werden, viele Programme unterstützen diese aber nicht Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 17 / 33

Routing-Tabelle enthält Einträge für alle erreichbaren Netze und die Router über die diese erreicht werden (oder ob sie direkt erreichbar sind) auf normalen Rechner meistens nur ein Eintrag für das lokale Netz und ein Default-Gateway für alle anderen auf Routern oft sehr umfangreich empfängt ein Router ein Paket, ermittelt er den nächsten Router anhand seiner eigenen Routing-Tabelle keinem Rechner/Router im Internet muss daher der ganze Pfad zu allen anderen Rechnern bekannt sein Weg eines Pakets ergibt sich damit dynamisch während der Übertragung Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 18 / 33

route route zeigt die IPv4-Routing-Tabelle an zu jedem Ziel-Netz wird u. a. der nächste Router (Gateway) und das ausgehende Interface angezeigt 0.0.0.0 als Ziel-Netz ist der Eintrag für das Default-Gateway bei direkt erreichbaren Netzen ist 0.0.0.0 als Gateway angegeben route -6 zeigt die IPv6-Routing-Tabelle an :: bzw. ::/0 entspricht 0.0.0.0 Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 19 / 33

Domain Name System (DNS) IP-Adressen sind für Menschen schwer zu merken Alternative: Domain-Namen Beispiel: www.unix-ag.uni-kl.de statt 131.246.124.83 oder 2001:638:208:ef34:0:ff:fe00:83 DNS wird verwendet um Domain-Namen zu IP-Adressen aufzulösen dazu Anfrage an DNS-Server Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 20 / 33

/etc/resolv.conf Konfigurationsdatei, die die verwendeten DNS-Server und den Suchpfad enthält wird versucht, einen Rechnername ohne vollständige Domain aufzulösen, wird automatisch die im Suchpfad angegebenen Domain angehangen Suchpfad kann auch mehrere Domains enthalten (werden dann nacheinander ausprobiert) Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 21 / 33

Beispiel für /etc/resolv.conf nameserver 198.51.100.15 nameserver 203.0.113.3 search example.com zur Namensauflösung wird zuerst 198.51.100.15 angefragt, wenn dieser nicht antwortet 203.0.113.3 der Suchpfad besteht aus example.com beispielsweise kann statt www.example.com auch einfach www angegeben werden Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 22 / 33

dig dig kann zum manuellen Auflösen von Rechnernamen verwendet werden dig A www.example.com fragt die IPv4-Adresse von www.example.com ab dig AAAA www.example.com fragt die IPv6-Adresse von www.example.com ab Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 23 / 33

Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) mit ifconfig, route und /etc/resolv.conf kann das Netzwerk von Hand konfiguriert werden schon bei wenigen Rechnern aufwendig und fehleranfällig Alternative: DHCP DHCP-Client fragt einen DHCP-Server nach den Netzwerk-Konfigurationsdaten (IP-Adresse, Netzmaske, Default-Gateway, DNS-Server, Suchpfad) und konfiguriert das Netzwerk entsprechend Standard bei den meisten Linux-Distributionen Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 24 / 33

Stateless address autoconfiguration (SLAAC) bei IPv6 wird DHCP üblicherweise nicht verwendet stattdessen beziehen die Rechner die Netzwerk-Konfiguration von Routern IP-Adresse wird vom Rechner aus der Netzwerk-Adresse und der MAC-Adresse gebildet DNS-Server über SLAAC zu konfigurieren wird noch nicht vollständig unterstützt Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 25 / 33

ping ping testet ob ein Rechner erreichbar ist sendet dazu jede Sekunde ein spezielles Paket an den Rechner kommt eine Antwort, wird diese angezeigt kommt keine Antwort, ist der Rechner nicht erreichbar als Argument kann eine IP-Adresse oder ein Rechnername angegeben werden ping6 für IPv6-Adressen Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 26 / 33

Troubleshooting I wichtig zur Eingrenzung von Netzwerk-Problemen: systematisch vorgehen Schritt 1: Konfigurationsdaten sammeln: IP-Adresse(n) Netzmaske Default-Gateway DNS-Server und Suchpfad Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 27 / 33

Troubleshooting II Schritt 2: Können Rechner im lokalen Netz erreicht werden? Default-Gateway pingen antwortet das Default-Gateway nicht, sollte überprüft werden, ob das Netzwerkkabel richtig steckt IP-Adresse, Netzmaske und Gateway richtig konfiguriert sind Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 28 / 33

Troubleshooting III Schritt 3: Können Rechner außerhalb des lokalen Netzes erreicht werden? einen Rechner außerhalb des Netzes pingen, idealerweise eine IP-Adresse angeben, sodass DNS-Probleme ausgeschlossen werden können Beispiel: ping 8.8.8.8 (öffentlicher DNS-Server von Google) kommt keine Antwort, sollte das Default-Gateway überprüft werden Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 29 / 33

Troubleshooting IV Schritt 4: Funktioniert der DNS-Server? DNS-Server pingen mit dig versuchen, einen Rechnernamen aufzulösen Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 30 / 33

Troubleshooting V Schritt 5: Laut um Hilfe rufen ;-) Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 31 / 33

ssh ssh ermöglicht es, über das Netzwerk eine Shell auf einem anderen Rechner zu starten Argument: benutzername@anderer.rechner alle Daten werden dabei verschlüsselt übertragen Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 32 / 33

Spickzettel Alle Befehle Befehl Optionen netstat -t -u, -l, -p, -e, -n ifconfig -a route -6 dig (A, AAAA) ping ssh Andreas Teuchert Netzwerk 18./19. Juli 2012 33 / 33