Wissen der Organisation

Ähnliche Dokumente
Wissensmanagement: es wird konkret! Anforderungen aus der neuen ISO 9001 für das eigene Unternehmen nutzen

Neue Norm Was nun? 3-teilige Veranstaltungsreihe zur Revision der DIN EN ISO 9001:2015

Legende: Keine Aktion erforderlich! Anpassung erforderlich Neue Anforderung

Wissen der Organisation. Inhaltsverzeichnis

Bestimmung der Kompetenz. Wolfgang Hackenauer

HERZLICH WILLKOMMEN. Revision der 9001:2015

Die wichtigsten Änderungen

Revision der DIN EN ISO 9001 Dokumentierte Informationen. Ausschlüsse : nicht zutreffende Anforderungen begründen

Normrevision DIN EN ISO 9001:2015

Übersicht über ISO 9001:2000

Herzlich Willkommen zum Webinar!

4.3 Planung (Auszug ISO 14001:2004+Korr 2009) Die Organisation muss (ein) Verfahren einführen, verwirklichen und aufrechterhalten,

Verantwortung der Leitung (ISO 9001 Kap. 5)

Gegenüberstellung von DIN EN ISO 9001:2015. und DIN EN ISO 9001:2008

Die neue ISO 9004 Was wird sich ändern? 04152

Anleitung zur Umsetzung der Forderungen der Revision der ISO 9001:2015

Gegenüberstellung von DIN EN ISO 9001:2015. und DIN EN ISO 9001:2008

ISO 9001:2015 FÜHRUNG. Arbeitskreis Qualitätsmanagement WKO Tirol Meeting Waltraud Dietrich

ISO 9001:2015 ANFORDERUNGEN IM UMGANG MIT WISSEN UND KOMPETENZEN

QM nach DIN EN ISO 9001:2015. copyright managementsysteme Seiler Tel:

DQ S UL Management Systems Solutions

Die revidierte Fassung der ISO 9001 bringt eine Reihe substantieller Veränderungen mit sich, z.b.:

MID GmbH. Prozessorientiertes Wissensmanagement in einem ganzheitlichen Qualitätsmanagement

Normrevision DIN EN ISO 9001:2015. Seite: 1

Wissen richtig managen DR. MAIK H. WAGNER FÜR DEN DGQ-REGIONALKREIS DARMSTADT

- Leseprobe - Auditfeststellungen und deren Bewertungen. Auditfeststellungen und deren Bewertungen. von Ralph Meß

Die vorliegende Arbeitshilfe VII befasst sich mit dem Thema dokumentierte Information.

Erläuterung zur Begrifflichkeit dokumentierte Information Dokumente und Aufzeichnungen werden in der DIN EN ISO 14001:2015 als dokumentierte Informati

Auftraggeber: QMB: Auditierte Bereiche: QMH-Kapitel: Auditleiter/in: Co-Auditor/in: Datum Auditdurchführung: Datum Berichterstellung:

Die Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2015 Eine erste Einschätzung

ISO 9001: vom Praktiker für Praktiker. Bearbeitet von Norbert Waldy

Zuordnung der Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2015 im QMS-Reha

11. Westsächsisches Umweltforum 12. November 2015, Meerane. Informationen zur Revision der DIN EN ISO 14001:2015

Gegenüberstellung der Normkapitel

Protokolle, Bericht der Managementbewertung, Übersicht der QM-Dokumente. Durchgeführt von/am: Max Mustermann am Freigegeben durch:

Fragen eines Auditors zur ISO 9001:2015

Gegenüberstellung DIN EN 9100:2018 DIN EN 9100:2010

ISO 9001: Einleitung. 1 Anwendungsbereich. 2 Normative Verweisungen. 4 Qualitätsmanagementsystem. 4.1 Allgemeine Anforderungen

Vorschau. QM-Dokumentation Verzeichnis der Aufzeichnungen

TEIL 1 allgemeiner Teil

Inhaltsübersicht MH Brandmelde-Fachfirmen ISBN

DIN EN ISO 9001:2015 DIN EN ISO 1 Anwendungsbereich 1 Anwendungsbereich 1.1 Allgemeines 2 Normative Verweisungen 2 Normative Verweisungen Freie 3 Nutz

Erläuterung zur Begrifflichkeit dokumentierte Information Dokumente und Aufzeichnungen werden in der DIN EN ISO 9001:2015 als dokumentierte Informatio

Schulung und Training

ISO 9001:2015: Anforderungen im Umgang mit Wissen und Kompetenzen Statusabfrage 2016

ISO 14001:2015 die Änderungen aus der Sicht der Unternehmen

Gegenüberstellung von ISO 9001:2015 und ISO 9001:2008

Management- Handbuch. Entwicklung, Produktion, Dienstleistung und Vertrieb. DIN EN ISO 9001:2015. Auflage 1.1

STANDARD Systematische Qualitätssicherung

VERANTWORTUNG DER LEITUNG

Erstellung eines QM-Handbuches nach DIN. EN ISO 9001: Teil 3 -

Das QM-Handbuch. Qualitätsmanagement für die ambulante Pflege. Bearbeitet von Simone Schmidt

DIN EN ISO 9001:2015 Neue Anforderungen

Informationsblatt zum Übergang eines bestehenden Zertifikates von der DIN EN ISO 9001:2008 auf die DIN EN ISO 9001:2015

Normrevision DIN EN ISO 14001:2015. Seite: 1

Qualitätsmanagementhandbuch (Auszug)

Umweltmanagement nach ISO 14001:2015

Neuerungen mit der ISO 9001:2015. delta Karlsruhe GmbH Stand:

Qualitätsmanagement-Leitfaden

Checkliste ISO/IEC 27001:2013 Dokumente und Aufzeichnungen

EN ISO/IEC 17025:2017 Neue Anforderungen an die Kontaminantenanalytik

Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9000ff

Qualitätsmanagement Verlag. Musterhandbuch. Brandmelde-Fachfirmen. Leseprobe DIN EN ISO 9001:2008 DIN 14675:2012

Rechtskataster. von Torsten Blaschke

Core Tools. Methoden der Automobilindustrie. Dipl.-Ing. (FH) Stephan Joseph. Folie Nr. 1

Verfahrensanweisung Umgang_mit_Einspruechen.doc INHALT

Was geht Qualitätsmanagement/ Qualitätsicherung die Physiotherapeutenan? Beispiel einer zertifizierten Abteilung

Übungsbeispiele für die mündliche Prüfung

Umweltmanagement nach ISO 14001:2015

I SO ISO DQS DQS

Qualitätsmanagement-Leitfaden

Umstellung eines nach DIN EN ISO 9001:2008 bestehenden QMS auf DIN EN ISO 9001:2015 im Rahmen einer Dokumentenprüfung

Maximalpunkt zahl Gesamt Name d. Prüfers ERGEBNIS:

Musterhandbuch AZAV & ISO 9001

Die vorliegende Arbeitshilfe II befasst sich mit den Anforderungen an die Leitung eines Unternehmens.

9001 weitere (kleinere) Änderungen

ISO-Ambulanz. Unterstützung zu Ihrem Managementsystem: kompetent effizient schnell.

Qualitätsmanagement- Handbuch

Musterhandbuch AZAV Leseprobe DIN EN ISO 9001:2008 Konditionen: 14 Tage Rückgaberecht! Kein Abo! ISBN Auflage 1

EnergieManagement Erklärung zu den Normpunkten ISO 50001:2011.

Erstaudit / Rezertifizierungsaudit / 1. Überwachungsaudit / 2. Überwachungsaudit (Zutreffendes bitte ankreuzen)

EINFÜHRUNG UND UMSETZUNG

Alle Neuerungen auf einen Blick

Häufige Abweichungen bei Begutachtungen durch die Akkreditierungsstelle auf Grundlage der DIN EN ISO/IEC 17025:2018

Wesentliche Änderung EN 9100:2016 / EN 9120: München/Hamburg Michael Rotzsche/ Wolfgang Bott

Management von Ressourcen (ISO 9001 Kap 6 )

Information Security Management System Informationssicherheitsrichtlinie

Wissensmanagement in der betrieblichen Praxis - Erfahrungen aus einem Ingenieurbüro -

Qualitätsmanagement-Handbuch

Anleitung für die Managementbewertung

Qualitätsmanagementsystem der IHK Köln. Zusammenfassung 2017

Das vollständige Dokument erhalten Sie nach der Bestellung.

Umgang mit schwierigen Auditoren

Transkript:

nach DIN EN ISO 9001:2015 Dipl.-Ing. (FH) Stephan Joseph Folie Nr. 1 7.1.6 Die Organisation muss das Wissen bestimmen, das benötigt wird, um ihre Prozesse durchzuführen und um die Konformität von Produkten und Dienstleistungen zu erreichen. Dieses Wissen muss aufrechterhalten und in erforderlichem Umfang zur Verfügung gestellt werden. Beim Umgang mit sich ändernden Erfordernissen und Entwicklungstendenzen muss die Organisation ihr momentanes Wissen berücksichtigen und bestimmen, auf welche Weise jegliches notwendige Zusatzwissen und erforderliche Aktualisierungen erlangt oder darauf zugegriffen werden kann. Hinweis: In der Normmatrix ISO 9001:2008 <> ISO 9001:2015 ist dies die einzige Anforderung, zu der es 2008 keinen Bezug gibt. AUFGABE Warum hat die ISO 9001:2015 diese Anforderung ergänzt? Folie Nr. 2 Stand: Dezember 2016 Stephan Joseph Seite Nr. 1

Anmerkung 1 und Definition nach ISO 9001 ANMERKUNG 1: Das ist das Wissen, das organisationsspezifisch ist; es wird erlangt durch Erfahrung. Es sind Informationen, die im Hinblick auf das Erreichen der Ziele der Organisation angewendet und ausgetauscht werden. Definition nach ISO 9000: Wissen: Verfügbare Sammlung von Informationen, die eine berechtigte Überzeugung darstellen und mit großer Sicherheit wahr sind. Information: Daten mit Bedeutung Daten: Fakten über ein Objekt Objekt: Einheit; Etwas Wahrnehmbares oder Vorstellbares Wissen: Verfügbare Sammlung von Fakten über etwas Wahrnehmbares oder Vorstellbares mit Bedeutung, die eine berechtigte Überzeugung darstellen und mit großer Sicherheit wahr sind. Folie Nr. 3 Anmerkung 2 ANMERKUNG 2 Das kann auf Folgendem basieren: a) auf internen Quellen (z. B. geistiges Eigentum, aus Erfahrungen gesammeltes Wissen, Lektionen aus Fehlern und erfolgreichen Projekten, Erfassen und Austausch von nicht dokumentiertem Wissen und Erfahrung, die Ergebnisse aus Verbesserungen von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen); b) auf externen Quellen (z. B. Normen, Hochschulen, Konferenzen, Wissenserwerb durch Kunden oder externe Anbieter). Folie Nr. 4 Stand: Dezember 2016 Stephan Joseph Seite Nr. 2

Auszug aus dem Anhang A der ISO 9001 In Abschnitt 7.1.6 behandelt diese Internationale Norm die Notwendigkeit, den Wissensstand zu bestimmen und zu steuern, der von der Organisation aufrechterhalten wird, um sicherzustellen, dass sie dadurch die Konformität der Produkte und Dienstleistungen erreichen kann. Anforderungen in Bezug auf das wurden aus folgenden Gründen aufgenommen: a) Schutz der Organisation vor Wissensverlust, z. B.: - aufgrund von Mitarbeiterfluktuation; - durch Fehler beim Erfassen und Austausch von Informationen. b) Ermutigen der Organisation zum Wissenserwerb, z. B.: - Lernen aus Erfahrungen; - Mentoring (Beratung); - Leistungsvergleich. Folie Nr. 5 Wissen als Teilaspekt der Kompetenz Einstellung Einstellung: Motivation, Sensibilität zum Thema Qualität, Grundhaltung, Wissen: Theoretische Hintergründe, Verständnis für Zusammenhänge, Wissen Können Folie Nr. 6 Können: Praktische Umsetzung, das Machen, Kompetente Mitarbeiter verfügen über das notwendige Wissen, haben Können erworben und haben die richtige Einstellung. Stand: Dezember 2016 Stephan Joseph Seite Nr. 3

7.3 Bewusstsein Die Organisation muss Sicherstellen, dass die relevanten Personen, die unter Aufsicht der Organisation Tätigkeiten verrichten, sich Folgendem bewusst sind: a) der Qualitätspolitik; b) der relevanten Qualitätsziele; c) ihres Beitrags zur Wirksamkeit des Qualitätsmanagementsystems, einschließlich der Vorteile einer verbesserten Qualitätsleistung; d) der Folgen einer Nichterfüllung der Anforderungen des Qualitätsmanagementsystems. AUFGABE Diskutieren Sie mögliche Aktionen, um das Qualitätsbewusstsein in Ihrer Organisation zu verbessern. Folie Nr. 7 Dokumentierte Informationen Auszug aus dem Anhang A der ISO 9001 Im Rahmen der Angleichung an andere Normen zu Managementsystemen wurde ein einheitlicher Abschnitt über dokumentierte Information ohne bedeutende Änderung oder Ergänzung aufgenommen. An den Stellen in ISO 9001:2008, an denen eine bestimmte Terminologie verwendet wurde, z. B. Dokument oder dokumentierte Verfahren, Qualitätsmanagementhandbuch oder Qualitätsmanagementplan, legt diese Ausgabe dieser Internationalen Norm Anforderungen zum Aufrechterhalten dokumentierter Informationen fest. An den Stellen in ISO 9001:2008, an denen die Benennung Aufzeichnungen verwendet wurde, um Dokumente zu betiteln, die für den Nachweis der Konformität mit den Anforderungen benötigt werden, wird dies nun als Anforderung zur Aufbewahrung dokumentierter Information angegeben. Die Organisation ist dafür verantwortlich, zu bestimmen, was aufzubewahren ist, die Zeitspanne für die Aufbewahrung und welche Medien für die Aufbewahrung zu verwenden sind. Eine Anforderung zur Aufrechterhaltung von dokumentierter Information schließt die Möglichkeit nicht aus, dass die Organisation dieselbe dokumentierte Information aus einem bestimmten Grund auch aufbewahren muss, z. B. zur Aufbewahrung älterer Versionen dieser dokumentierten Information. An den Stellen dieser Internationalen Norm, an denen auf Information anstatt auf dokumentierte Information verwiesen wird (z. B. in 4.1 Die Organisation muss Informationen über diese externen und internen Themen überwachen und überprüfen. ) besteht in diesen Fällen keine Anforderung, dass diese Information zu dokumentieren ist. In solchen Situationen kann die Organisation entscheiden, ob es notwendig oder angemessen ist, eine dokumentierte Information aufrechtzuerhalten. Folie Nr. 8 Stand: Dezember 2016 Stephan Joseph Seite Nr. 4

Empfehlung zum in 5 Schritten 1) Listen Sie auf, wo in Ihrer Organisation Wissen dokumentiert ist. Managementsystemdokumentation (Verfahren, Anweisungen, Checklisten, ) Projektdokumentation (Pläne, APQP, FMEAs, PLPs, ) Datenbanken (CSR-Portale, Normensammlung, Hausstandards, ) Aufzeichnungen (Zeichnungsarchiv, Nachbetrachtung, Analyseergebnisse, ) Fachmagazine Protokolle von Meetings 2) Listen Sie auf, wo in Ihrer Organisation Wissen ohne Dokumentation geteilt wird. Meetings (Teammeetings, Workshops, Teeküche, ) Einarbeitung für bestimmte Aufgaben Folie Nr. 9 Empfehlung zum in 5 Schritten 3) Prüfen Sie, ob Wissen fehlt. Neue Technologie (Maschinen, EDV, TK-Anlage, ) Neue Produkte / Dienstleistungen (z.b. durch Innnovation, Erweiterung, neue Branche, ) 4) Prüfen Sie, ob Wissen gefährdet ist. Demographie, Fluktuation, Krankenstand, Experten (Einzelpersonen mit Spezialwissen) Datensicherung (Reproduzierbarkeit, Auffindbarkeit, Lesbarkeit) 5) Stellen Sie im Rahmen der Managementbewertung Ihren Handlungsbedarf fest. Dokumentationsbedarf, Digitalisierung Personalentwicklung bzw. aktuell kein Handlungsbedarf Folie Nr. 10 Stand: Dezember 2016 Stephan Joseph Seite Nr. 5

Ihr Referent Dipl.-Ing. (FH) Stephan Joseph Berater Trainer Mediator Schwerpunkte Telefon +49 (0) 214 31 48 154 Mobil +49 (0) 172 25 82 072 Mail Web Blog mail@joseph-beratung.de http://blog.isoman.de Post Heinrich-Claes-Straße 5 51373 Leverkusen Aufbau und Optimierung von Managementsystemen (Qualität, Umwelt, Arbeits- und Gesundheitsschutz). Seminare und Workshops zu Managementmethoden (Prozessmanagement, Kennzahlensysteme, ). Moderation von Workshops (z.b. Q-Zirkel, KVP-Teams, Gruppenarbeit, ). Schulung von Qualitätstechniken (Audits, Q-Werkzeuge, Automotive Core Tools, ). Kommunikationstraining (Schlagfertigkeit, Konfliktlösung, Präsentation, Verkauf, ). Coaching von Führungskräften (Unternehmenskultur, Führungsaufgaben und -werkzeuge, ). Mediation (Einvernehmliche Bewältigung von Konflikten innerhalb, außerhalb oder zwischen Organisationen). Folie Nr. 11 Stand: Dezember 2016 Stephan Joseph Seite Nr. 6