Lötkurs 15.11.2017 Joèl Bucher
Am 15. November fand der Lötkurs in Zürich bei Herr Mario Petrocchi statt. Ich habe gelernt wie man weich und hart Lötet. Zudem lernten wir noch die verschiedenen Materialien, die man fürs Löten braucht kennen. Am Morgen fingen wir mit dem Weichlöten an. Nach der Mittagspause schauten wir das Hartlöten an. Weichlöten: Beim Weichlöten ist es sehr wichtig einen sauberen Arbeitsplatz zu haben. Das Werkstück beim Weichlöten wird bis zu 450 C erhitzt. Um zwei Werkstücke zu verbinden wird beim Weichlöten Zinnlot verwendet. Um die beste Haltbarkeit von zwei Werkstücken, die weich gelötet wurden, zu erhalten müssen die Werkstücke präzise zusammenpassen. Nach dem Weichlöten werden die Werkstücke in den Ultraschall gelegt. Nach etwa 1-2 Minuten Kann man sein Werkstück mit einer Stahlbürste unter kaltem Wasser abspülen. Vorteile: Um weich zu Löten braucht man keine sehr grossen Vorkenntnisse oder Erfahrungen. Im Vergleich zum Hartlöten geht es viel schneller, weil der Zinnlot schneller schmilzt. Das Flussmittel kann mit warmem Wasser abgespült werden. Wichtig: Zinnlot und alle Hilfsmittel, welche beim Weichlöten verwendet wurden dürfen auf keinen Fall mit Buntmetallen und deren Bearbeitung bestimmten Werkzeuge zusammenkommen. Darum sollte man alle Schaber, Feilen, Löthilfsmittel, Lötunterlagen, Lötmittel und Lote, die zum Weichlöten gebraucht werden, in einem separaten Kasten aufbewahren. Sobald man mit Zinnlot arbeitet muss man den Arbeitsplatz freimachen. Die Zinnlotigen Abfälle muss man getrennt aufbewahren, niemals mit den normalen Feilungsresten zusammenbringen. Nachteile: Die Verbindung von zwei Werkstücken welche weich gelötet wurden ist viel schwächer als beim Hartlöten. Wenn man bei einem Werkstück schon weich gelötet hat, kann man nicht mehr Hartlöten, weil sich der Zinnlot sonst bei zu grosser Hitze oxidiert und durch Legierungsbildung das Grundmetall zerfressen würde. Die einzige Möglichkeit wäre das Zinnlot mit Zinntod zu entfernen, was aber extrem giftig ist. Wenn man Weichlotreste in eine Edelmetallschmelze tun würde,
wird die ganze Legierung wegen der intermetallischen Verbindung des Bleis unverwendbar und spröde. Hartlöten: Auch beim Hartlöten ist es wichtig an einem sauberen Arbeitsplatz zu arbeiten. Die Werkstücke müssen wie beim Weichlöten Präzise aufeinanderpassen. Beim Hartlöten wird Das Werkstück bis zu 900 C erhitzt. Zuerst wird das einte Werkstück erhitzt. Dann wird mit einem Pinsel Flussmittel eingestrichen. Nachher wird das zweite Werkstück daraufgelegt. Danach werden je nach Grösse der Lötfuge Lote verteilt. Zum Schluss wird alles zusammen wieder erhitzt und mit dem Gottesfinger in Position gebracht. Wenn es wieder abgekühlt ist, wird das Werkstück in die Beize gelegt. Dort entfernt sich die Oxidschicht. Beim Hartlöten verfärbt sich das Werkstück leicht Rot. Leider kann man es nicht wieder so gut wie beim Weichlöten reinigen. Wichtig: Am besten Lötet man mit einer weichen grosser Flamme. Man darf nicht zu viel Lot verwenden. Wenn man sauber arbeitet, muss meistens nicht mehr verputzt werden. Fängt sich das Flussmittel an farbig zu verändern, hatte man das Werkstück zu lange im Feuer. Passiert dies muss man das Werkstück abbeizen und nochmals einstreichen. Leicht brennbare Gegenstände von der Lötplatte entfernen. Vorteil: Beim Hartlöten hat man eine viel Festere Verbindung als beim Weichlöten. Wenn man schön arbeitet (nicht zu lange im Feuer, nicht zu viel Lotzinn) muss man nicht mehr verputzen. Nachteil: Das Werkstück färbt sich rötlich. Es kann nicht mehr ganz so schön geputzt werden wie beim Weichlöten. Flussmittel: Ein gutes Flussmittel muss folgende Dinge können. Es muss Oxyde und Oxydresten lösen können. Lotstellen vor der Oxydation schützen. Das Flussmittel muss auch das Ausbreiten und Fliessen des Lotes fördern,
nicht verhindern. Es muss einfach zu entfernen sein, möglichst nicht mechanisch. Nicht dass man die ganze Zeit das Flussmittel Abbeizen muss. Im Kurs hatten wir das Flussmittel der Gebrüder Locher. Arbeiten im Kurs: Unsere Aufgabe war es eine Pyramide aus Runden Messing Plättchen her zu stellen. Am Morgen mit Weichlöten und am Nachmittag mit Hartlöten. Ablauf vom Weichlöten der Pyramide: Zuerst habe ich alle Messingplättchen auf dem Schleifpapier geschliffen. Danach legte ich die Plättchen unter die Hebelarmpresse, um sie gerade zu biegen. Weil man schöne gerade Flächen haben muss, um schön Löten zu können. Anschliessend legte ich immer zwei Plättchen aufeinander und legte so viel Zinnlot wie benötigt wurde rund herum. Dann wird alles mit dem Brenner erhitzt. Durch das hin und her schwenken der Flamme, kann man den Zinnlot gut verteilen, um eine schöne Lötfuge zu bekommen. Danach werden die Plättchen in die Beize gelegt für 1-2 Minuten. Nach dem Abbeizen werden sie unter kaltem Wasser mit der Stahlbürste abgewaschen. Dann wieder das gleiche mit neuen Plättchen bis die Pyramide fertig ist. Ablauf vom Hartlöten der Pyramide: Wie beim Weichlöten habe ich zuerst alle Teile geschliffen und mit der Hebelarmpresse geradegebogen. Danach habe ich ein Plättchen genommen und ein wenig erhitzt. Dann konnte ich Flussmittel darauf pinseln. Darauf kommt dann das zweite Plättchen, anschliessend das Silberlot platzieren. Danach wird alles mit dem Brenner erhitzt. Auch hier mit der Flamme hin und her schwenken um alles zu verteilen, damit es eine schöne Lötfuge gibt. Als die Plättchen abgekühlt waren, kamen sie ins Abbeizmittel für 5 Minuten. Nachher kommt die Pyramide noch für 1 2 Minuten in den Ultraschall. Dann das selbe mit den anderen Plättchen.
Als wir mit den Pyramiden fertig waren, durften wir noch mit Messing Stäbchen einen Hag herstellen. Da durften wir entscheiden welche Löt Art wir nehmen wollen. Ich habe mich fürs Weichlöten entschieden, weil mir das besser gefiel und ich es besser konnte. Zum Schluss durften wir sogar noch den Modernen Laser ausprobieren. Den Laser kann man auf die gewünschte Lötstelle ausrichten und dann Lötet er Automatisch die Werkstücke zusammen. Flüssigkeiten, welche wir Gebrauchten: Wir Brauchten das Flussmittel zum Einstreichen der Werkstücke beim Hartlöten. Nach dem Weichlöten kommen die Werkstücke in den Ultraschall. Das ist ein Gerät, welches den Dreck der Werkstücke ein wenig entfernt. Beim Weichlöten nützt es mehr als beim Hartlöten. Wir brauchten auch noch die Abbeizflüssigkeit. In diese kamen die Werkstücke nach dem Hartlöten. Ich fand es ein sehr Spannender und Lehrreicher Tag. Ich habe viel Neues gelernt. Leider kann ich dies in meinem jetzigen Betrieb nicht verwenden, da wir keine Schweis Anlage haben. Aber ich denke ich werde es vielleicht später mal gebrauchen.