TransportManager for SAP Java (Stand 05/2007)
Einleitung In den letzten Jahren hat SAP immer mehr Komponenten eingeführt, die nicht durch das klassische ABAP-Transportwesen unterstützt werden. Hierzu gehören das Enterprise Portal (iviews, etc.), Teile des XI, sowie alle auf den Java-Stack entwickelten Objekte wie Web Dynpros, Enterprise Java Beans, Servlets und Java Server Pages. Für das Deployment dieser Komponenten wurden mit der Zeit Insellösungen wie der Software Deployment Manager oder später der Change Management Service (CMS) von SAP angeboten. Entscheidende Schwachstelle dieser Lösungen ist jedoch die mangelnde Kopplung an die ABAP-Welt. So kann z.b. für Dual Stack Systeme eine synchrone Verteilung von Java- Änderungen und dazugehörigen Änderungen im ABAP-Umfeld nur organisatorisch sichergestellt werden. Eine zusätzliche Herausforderung stellt die systemübergreifende Synchronisation dar wie z.b. die abgestimmte Verteilung von Portaländerungen und zugehörigen (ABAP-)-Änderungen innerhalb des SAP ECC. Im Folgenden wird erläutert, wie SAP zukünftig mit Hilfe des CTS+-Konzepts (Enhanced Change and Transport System) den ersten Teil der Synchronisationsproblematik löst und wie TransportManager 5.1 den mindestens ebenso wichtigen Aspekt der landschafts-übergreifenden Synchronisation löst. SAP CTS+ Die logische Konsequenz aus der Forderung der SAP-Kunden nach einer technischen Lösung für die Synchronisation von ABAP- und Javaobjekten ist die Schaffung der Möglichkeit, beide Objektarten in einen Transportauftrag einzubinden. Genau diese Option wird innerhalb des CTS+-Konzepts von SAP realisiert. Als Infrastruktur wird hierfür das aus der ABAP-Welt seit vielen Jahren bekannte Korrektur und Transport System (CTS) verwendet. Zusätzlich zu der Aufzeichnung von ABAP-Objekten besteht im CTS+-Konzept die Möglichkeit, z.b. Enterprise Portal Archivdateien (.epa Dateien) oder Software Component Archivdateien (.sca Dateien) in einen Transportauftrag einzubinden. Sowohl der Export, als auch der Import dieser Aufträge wird technisch, wie bisher, durch das SAP-Werkzeug tp.exe durchgeführt. Dieses erkennt, ob ein Nicht-ABAP-Objekt im Auftrag enthalten ist und startet ggfls. die entsprechenden Deploymentwerkzeuge: Abbildung 1: Erzeugung und Export eines CTS+ Auftrags Copyright REALTECH 2007 Page 2 of 6
Abbildung 2: Import/Deployment eines CTS+ Auftrags Die Abbildungen 1 und 2 zeigen den Ablauf im Falle von Portalsystemen. Da es sich dabei um Systeme ohne ABAP-Stack handelt, muss sowohl ein ABAP-Entwicklungssystem als Autorensystem für den verwendeten Transportauftrag, als auch ein Stellvertretersystem mit ABAP-Stack zum Starten der notwendigen tp-kommandos definiert werden. In Szenarien mit Dual-Stack-Systemen entfällt dieser Schritt, da die Aufträge und die tp-kommandos hier ja auf den tatsächlichen Systemen erzeugt, bzw. aufgerufen werden können 1). 1) Dies gilt nur für Systeme auf WAS > 7.00 SP12. Für kleinere Versionen muss der Java- Stack unter einer eigenen SID verwaltet und einem Kommunikationssystem zugeordnet werden. Copyright REALTECH 2007 Page 3 of 6
TransportManager und SAP CTS+ Garantiert das SAP CTS+-Konzept in optimaler Weise die Synchronität von ABAP- und Javaobjekttransport in das gleiche (Dual Stack-) System, so stellt es keine Mittel zur Verfügung, diese Synchronität auch zwischen verschiedenen Komponenten einer SAP- Umgebung sicherzustellen. Diese sehr wichtige Funktionalität wird in der ABAP-Welt bereits seit mehreren Jahren erfolgreich durch den TransportManager abgebildet. Mit der Version 5.1 des TransportManagers wird diese nun auf die Java-Welt erweitert. Hierbei wird die Eigenschaft ABAP- und/oder Java-Auftrag, bzw. ABAP- und/oder Javastack-System völlig gekapselt. Beides wird sowohl visuell, als auch administrativ absolut identisch behandelt. Zusätzlich bietet der TransportManager 5.1 natürlich alle Vorteile bisheriger Versionen, die ihn seit Jahren in der ABAP-Welt auszeichnen und bei unseren Kunden zum unverzichtbaren Werkzeug hat werden lassen. Hierzu gehören u.a. : Flexibel konfigurierbare Workflow Szenarien Fachliche und technische Genehmigungsschritte für ABAP und Java- Transporte Automatisierte QA-Prüfungen Einplanung aller genehmigten Aufträge Granulares Berechtigungskonzept Kollisions- und Überholerprüfungen 1 Revisionssicheres Tracking und Reporting Unterstützung bei Systemkopien Abbildung 3: TransportManager Optimale Ergänzung zum CTS+-Konzept 1 Die Kollisionsprüfung ist zur Zeit nicht für Non-ABAP-Objekte möglich. Copyright REALTECH 2007 Page 4 of 6
Roadmap *) Dual-Stack Systeme auf WAS >= 7.00 SP12 Zusätzliche Lizenzierung Werden durch das vom TransportManager 5.1 unterstützte Stellvertretersystem reine Java- Stack-Systeme in den TransportManager eingebunden, so werden diese wie zusätzliche Zielsysteme lizenziert. Für Dual-Stack Zielsysteme, die auf einem SAP WAS < 7.00 SP12 laufen, muss dem Java- Stack im SAP-Standard eine eigene SID zugewiesen werden. In diesem Fall werden im TransportManager ABAP- und Java-Stack jeweils als eigenes Zielsystem lizenziert. Dual- Stack Systeme auf WAS >= 7.00 SP12 können im Standard mit einer gemeinsamen SID verwaltet werden. Hier ist dann auch im TransportManager nur noch eine Zielsystemlizenz erforderlich. Um die CTS+ Funktionalität im TransportManager verwenden zu können wird eine einmalige Netweaver-Basiskit-Lizenzgebühr erhoben. Zusätzlich wird jedes Non-ABAP Entwicklungssystem lizenziert. Copyright REALTECH 2007 Page 5 of 6
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