LATENCY BUNDLE BEDIENUNGSANLEITUNG VERSION 1.0 DEUTSCH
INHALTSVERZEICHNIS Installation... 3 Authorisation... 3 Einführung... 5 Die Latenz - Messung... 6 Die Latenz - Kompensierung... 8 FAQ... 10 Das LATENCY BUNDLE wurde entwickelt von Bernd Burhoff, Juni 2008. artificial audio bernd burhoff 22299 hamburg / germany bernd@artificialaudio.com www.artificialaudio.com artificial audio ist ein eingetragenes Warenzeichen. - Seite 2 -
INSTALLATION Starten Sie den Latency Bundle Installer, Sie werden automatisch durch die Installation geführt. AUTHORISATION Nach erfolgreicher Installation starten Sie bitte den Latency Bundle Authorizer. Ihr Computer benötigt für die Authorisation online - Zugang. - Seite 3 -
Beim Kauf des PlugIns haben Sie mit ihrer Bestätigungsemail eine Seriennummer erhalten. Diese Nummer hat die Form: 12345-12345. Geben Sie diese Nummer im Feld enter serial number ein. Geben Sie in das zweite Feld Ihren Namen oder einen Namen auf den Sie das Plug-In authorisieren möchten ein. Dieser Name wird später im PlugIn - Fenster angezeigt Mit dem Knopf authorize starten Sie den Authorisierungsvorgang. Nach einem kurzen Moment ist Ihr Plug-In authorisiert und ready to use. Sollten Sie eine Fehlermeldung erhalten, prüfen Sie, ob Ihr Computer online ist und ob Sie die Seriennummer richtig eingegeben haben. Starten Sie erneut die Authorisation durch die Taste authorize. - Seite 4 -
EINFÜHRUNG Das LATENCY BUNDLE ist ein Werkzeug zur Messung und Kompensierung von Latenzen, entwickelt speziell für Logic Pro*. Das Bundle besteht aus drei Komponenten : LATENCY DETECTOR IMPULSE GENERATOR LATENCY COMPENSATOR Der LATENCY DETECTOR ist ein Messgerät zur Messung von Verzögerungszeiten und damit zur Bestimmung von Latenzen. Die meisten Plug-Ins benötigen zur Berechnung des Audiosignals eine gewisse Zeit und lassen das Signale deshalb nur mit einer bestimmten Verzögerung passieren. Diese Verzögerung nennt man Latenz. Die meisten Sequenzer haben allerdings wie Logic Pro* einen Mechanismus um diese Plug-In - Latenzen entsprechen auszugleichen, damit alle Spuren trotz unterschiedlicher Latenzen sample - genau zusammen laufen. Da jedes PlugIn seinen speziellen Latenzwert an den Sequenzer meldet, kann der Sequenzer dafür sorgen, dass trotz vieler unterschiedlicher Latenzzeiten bei unterschiedlichen Plug-Ins alle Audiospuren insgesamt synchron abgespielt werden, indem alle Spuren je nach Latenzzeiten der PlugIns entsprechend vorgezogen oder verzögert werden. Das führt dazu, dass sich der User um Latenzen im Allgemeinen keine Gedanken machen muss. Anders sieht es bei I/O - Plug-Ins aus, die das Audiosignal aus dem Sequenzer heraus- und wieder zurück - routen. Die dabei entstehenden Verzögerungen sind für den Sequenzer nicht ohne weiteres zu ermitteln und können so auch nicht automatisch kompensiert werden. Der Sequenzer kann schließlich nicht wissen, was mit dem Signal in der Welt draußen passiert. Wird es zum Beispiel analog durch ein digitales Effektgerät geschickt, entsteht durch die AD/DA Wandlung im Effektgerät eine zusätzliche Verzögerung. Um diese Latenz zu ermitteln, müsste der Sequenzer eine Messung vornehmen, um zu bestimmen, wie lange das Signal nach Verlassen des Sequenzers benötigt um wieder am Eingang zu erscheinen. Mit dem LATENCY DETECTOR kann man nun genau diese Messung durchführen und den ermittelten Latenzwert mit dem LATENCY COMPENSATOR entsprechen kompensieren. - Seite 5 -
DIE LATENZ - MESSUNG Abb. 1 zeigt den Versuchsaufbau, Abb. 2 und Abb. 3 den LATENCY DETECTOR : Side-Chain Input Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Die Anordnung besteht aus zwei Instrument - Kanälen, in denen jeweils ein IMPULSE GENERATOR als Klangerzeuger aktiv ist. Diese beiden Instrument-Kanäle sind als settingtemplate über das Menü Settings abrufbar. Der Ausgang von Instrument 1 ist auf einen freien Bus geroutet ( hier Bus 1 ). Im ersten Insert von Instrument 2 befindet sich das zu messende Plug- In, im zweiten Insert folgt der LATENCY DETECTOR. Der LATENCY DETECTOR hat zusätzlich zum normalen Audioeingang noch einen weiteren Eingang : den Side - Chain Input ( Abb. 2 im Plug-In - Fenster oben rechts ). Als Side - Chain Eingang ist ist Bus 1 eingestellt, also der Ausgang von Instrument 1. Startet man nun den Sequenzer, erzeugen die beiden IMPULSE GENERATOREN sample-genau zur gleichen Zeit einen sogenannten Delta-Impuls ( siehe Abb. 4 ). - Seite 6 -
Abb. 4 Der Delta-Impuls ist ein einziges Sample mit Maximalpegel umgeben von Stille. Der LATENCY DETECTOR empfängt beide Impulse, den ersten über den Side Chain Eingang und den zweiten - verzögert durch den I/O Plug-In - über den Audioeingang. Der LATENCY DETECTOR zeigt für einen kurzen Moment detecting... an, bis er beide Impulse empfangen hat. Dann berechnet er sample-genau die Zeit, die zwischen dem Eintreffen des ersten und des zweiten Impulses vergangen ist. Diese Zeit entspricht genau der Verzögerung, die durch das I/O Plug-In entstanden ist, im Beispiel 282 Samples ( Abb. 3 ). Um eine weitere Messung durchzuführen, oder den Messwert ein zweites Mal zu überprüfen, startet man einfach erneut den Sequenzer und automatisch wird eine neue Messung durchgeführt. - Seite 7 -
DIE LATENZ - KOMPENSIERUNG Wir funktioniert nun die Latenzkompensierung? Könnte man dem Sequenzer mitteilen, dass das I/O Plug-In genau 282 Samples Latenz hat ( wie in unserem Beispiel gemessen ), dann wäre es Logic Pro* möglich diese Latenz automatisch zu kompensieren. Für diese Latenzmitteilung ist der LATENCY COMPENSATOR zuständig. Wird der LATENCY COMPENSATOR in einen Kanal instanziiert ( Abb. 5 ) und wird eine Latenzwert von zum Beispiel 282 eingestellt ( Abb. 6 ), so meldet der LATENCY COMPENSATOR diese Latenz als seine eigene Latenz an den Sequenzer. Weil der LATENCY COMPENSATOR diese Latenz aber nur meldet aber selber keine Latenz verursacht, bewirkt dies, dass der Sequenzer die Signale des Kanals entsprechen vorzieht, nämlich um genau die gemeldeten 282 Samples. Diese negative Latenz addiert sich zu der Latenz des I/O PlugIn, das Ergebnis ist eine Latenz gleich Null. Der Kanal läuft damit wieder sample-genau synchron zu allen übrigen Kanälen und die Latenz des I/O Plug-In wird kompensiert. Abb. 5 Abb. 6 Abb. 7 - Seite 8 -
Um dies zu überprüfen, führen wir erneut eine Messung durch, diesmal mit dem zusätzlich instanziierten LATENCY COMPENSATOR mit 282 Samples ( Ein Maus-Click auf den Samplewert wählt das Eingabefeld aus. Ein neuer Eingabewert wird mit Return bestätigt). Die gemessene Latenz ist wie erwartet 0 Samples ( Abb. 7 ). Es spielt dabei keine Rolle, ob der LATENCY COMPENSATOR vor oder nach dem I/O Plug-In instanziiert ist, denn die Latenzen aller Plug-Ins eines Kanals werden addiert und dann entsprechend kompensiert.. Achtung: wird im LATENCY COMPENSATOR ein neuer Latenzwert eingestellt, so benötigt Logic Pro* zweimal Start/Stop um diese Latenz zu übernehmen und in die automatische Kompensierung einzubeziehen. Der erste Messvorgang zeigt daher noch ein Ergebnis an, das dem vorherigen Wert des LATENCY COMPENSATOR entspricht. Der Volume - Regler im LATENCY DETECTOR steuert die Empfindlichkeit des Detectors. Steht der Regler z. Bsp. auf -12dB, so werden Impulse nur dann als gültige Impulse angesehen, wenn ihr Pegel oberhalb von -12dB liegt. Das ist bei rein digitaler Messung meist eine gute Einstellung, da der IMPULSE GENERATOR Impulse mit 0dB Pegel erzeugt. Bei der Messung eines I/O - Plug- In ist zu beachten, dass der Impulse bei der AD-Wandlung mit ausreichendem Pegel in den Sequencer zurückgeholt wird, damit der Detector den Impulse auch also solchen wieder erkennt. Ein Übersteuern des Impulses ( clipping ) ist für den LATENCY DETECTOR kein Problem. *Logic Pro ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Apple - Seite 9 -
FAQ Der LATENCY DETECTOR zeigt immer detecting... aber kein Messergebnis!? Ist das Channel Setting richtig eingestellt und ist der Side-Chain Eingang mit dem Bus verbunden? Kommen die Impulse ( speziell bei analogem Outboard ) mit ausreichender Lautstärke im LATENCY DETECTOR an? Gegebenenfalls muss der Level des LATENCY DETECTOR auf einen niedrigeren Wert gesetzt werden. - Seite 10 -