Flexkleber leicht Hochflexibler, extrem ergiebiger, mineralischer Klebemörtel für die Wand- und Bodenverlegung von keramischen Fliesen, Platten und Mosaik im Dünn-, Mittel- und Fließbettverfahren. Klebemörtel der Kategorie C2 TE S1 gemäß DIN EN 12004. Eigenschaften Anwendungsbereich / Untergründe extrem ergiebig: bis zu 60% höhere Reichweite als herkömmlicher Dünnbettmörtel durch Verwendung von speziellen Leichtzuschlägen variabel in der Anwendung: als Dünn-, Mittel- und Fließbettklebemörtel anwendbar faserverstärkt: sehr gute Aufnahme von Scherspannungen zwischen Belag und Untergrund. Verformungskräfte werden durch die hexagonale Faserausrichtung in der Bindemittelmatrix verteilt und reduziert zügiges Abbindeverhalten: rationeller Arbeitsfortschritt möglich, Verlegeflächen sind nach ca. 12 Stunden (bei 20 C) begehbar hoch standfest: angesetzte Fliesen haften unmittelbar, können aber noch ausgerichtet und korrigiert werden frostbeständig: für Innen- und Außenbereich geeignet wasserbeständig: durch spezielle Zusätze wasserabweisend eingestellt und daher besonders in wasserbeanspruchten Bereichen verwendbar haftvergütet: Verbesserter Haftverbund zum Untergrund geschmeidig: komfortable, leichtgängige Verarbeitung Anwendungsbereich Ansetzen und Verlegen von allen keramischen Fliesen und Platten aus Feinsteinzeug, Steinzeug, Steingut, Spaltplatten usw. im Innen- und Außenbereich. Das Produkt eignet sich aufgrund seiner Verformungsfähigkeit zur Verlegung von großformatigen keramischen Fliesen und Platten. Weitere geeignete Beläge sind: feuchtigkeitsunempfindliche, nichtdurchscheinende und Natursteinbeläge, Betonwerksteinplatten und Bodenklinkerplatten. Ansetzen von geeigneten Bauplatten, z. B. Gipskartonplatten, Dämmplatten aus Hartschaum oder Mineralfasern und Fliesenelementen mit beidseitiger Mörtelkaschierung. für beheizte Estriche geeignet Untergründe Zementestriche, angeschliffene Anhydrit- bzw. Calciumsulfatestriche, Gussasphaltestriche, Trockenestriche Zement-, Kalk-Zement- und Gipsputze Gipskarton- oder Gipsfaserplatten, Beton, Leichtbeton, jeweils mindestens 6 Monate alt Porenbeton, vollfugiges Mauerwerk alte keramische Beläge ("Fliese auf Fliese") tragfähige, trockene und verwindungssteife Holzuntergründe im Innenbereich wie OSB-Platten oder Spanverlegeplatten V100 tragfähige, festhaftende PVC-Beläge
Untergrundvorbereitung Tragfähigkeit prüfen. Der Untergrund muss fest, tragfähig, formstabil und sauber sein. Haftungsmindernde Schichten und Verunreinigungen müssen sorgfältig entfernt werden. Den Untergrund bei Bedarf grundieren. Der Verlegegrund muss den Ebenheitskriterien gemäß DIN 18202 entsprechen. Im Außenbereich muss der Untergrund ein Gefälle von mindestens 1,5 % und eine ausreichende Entwässerungsmöglichkeit besitzen. Unebenheiten des Untergrundes im Bodenbereich können mit leicht verlaufenden Bodenspachtel SCHWENK DBS 10, DBS 20 RAPID oder DBS 40 RAPID ausgeglichen werden. Für die Egalisation von Unebenheiten im Wandbereich kann SCHWENK RP RAPID Renovierungsputz verwendet werden. Stark saugende Untergründe, wie z. B. Zementestriche, Calciumsulfatestriche oder Putze werden mit SCHWENK TG-C Tiefgrund Compact grundiert. Die Verlegung der Beläge erfolgt erst nach der vollständigen Trocknung der Grundierung. Gußasphaltestriche sind mit SCHWENK HG FIX Haftgrundierung zu grundieren. Alte PVC-Beläge müssen fest am Untergrund haften, fettfrei und angeschliffen sein. Sie sind mit SCHWENK HG FIX Haftgrundierung zu grundieren. OSB-Platten und Holzspanplatten (V100) müssen im Bodenbereich eine mindeststärke von 25 mm und im Wandbereich von 19 mm besitzen. Die Platten sind auf geeigneter Unterkonstruktion mit einem maximalen Schraubenabstand von 40 cm zu verschrauben, im Randbereich ist eine Dehnungsfuge von mindestens 8 mm einzuhalten. Die Plattenstöße müssen verleimt sein. Bei der Verlegung darf der Feuchtigkeitsgehalt der Platten maximal 10% betragen. Holzspanplatten und OSB-Platten sind mit SCHWENK HG FIX Haftgrundierung zu grundieren. Zementestriche müssen mindestens 28 Tage alt sein und dürfen nicht mehr als 2 % Restfeuchtigkeit bei der Messung im CM-Verfahren aufweisen. Anhydritestriche dürfen nicht mehr als 0,5 % Restfeuchtigkeit bei der Messung im CM-Verfahren aufweisen. Beheizter Anhydritestrich bzw. Calciumsulfatestrich darf nicht mehr als 0,3 % Restfeuchtigkeit bei der Messung im CM-Verfahren aufweisen. Anhydritestriche sind vor der Verlegung abzuschleifen, abzusaugen und zu grundieren. Bei Anhydritestrichen bzw. Calciumsulfatestrichen, die nach Herstellerangaben nicht geschliffen werden müssen, empfehlen wir vor der Verlegung das Einholen einer objektbezogen Freigabe durch den Hersteller. Großformatige Fliesen und Platten lassen nur ein langsames Abtrocknen des Anmachwassers zu. Aus diesem Grund müssen feuchtigkeitsempfindliche Untergründe wie z. B. Anhydrit- oder Calciumsulfatestriche und Holzuntergründe mit SCHWENK DF-Flex abgedichtet oder mit SCHWENK EPOX-2K Epoxidharzgrundierung grundiert werden. Kritische Untergründe oder Untergründe mit erhöhter Restfeuchte sind mit SCHWENK EPOX-2K Epoxidharzgrundierung zu grundieren, mit Quarzsand (Körnung ca. 0,3 bis 0,8 mm) im Überschuss abzustreuen. Nach der Erhärtung ist überschüssiger, loser Sand gründlich zu entfernen. Putzflächen dürfen nicht gefilzt, geglättet oder abgerieben sondern lediglich mit der Richtlatte scharf abgezogen bzw. abgekratzt sein. Die Restfeuchte darf bei Kalk- Zementputzen maximal 3% CM betragen, bei Gipsputzen maximal 1% CM.
Verarbeitung Hinweise / Empfehlungen Dünn- und Mittelbettverlegung Leitungswasser in ein sauberes Arbeitsgefäß füllen. Anschließend Material zugeben und mit einem Rühr- oder Mischwerkzeug zu einer klumpenfreien, homogenen Masse anmischen. Mörtel 5 Minuten reifen lassen und danach nochmal kurz durchmischen. Zur Fliesenverlegung zunächst eine Kontaktschicht des Klebemörtels auf den vorbereiteten Untergrund vorziehen. Die frische Schicht wird anschließend mit dem Zahnspachtel gründlich aufgekämmt. Nur so viel Mörtel aufkämmen, wie in der klebeoffenen Zeit mit Fliesen belegt werden kann. Fliesen mit leicht schiebender Bewegung in das Kleberbett einlegen, andrücken und ausrichten. Großformatige keramische Fliesen und Platten sowie Naturwerksteine sind im Buttering Floating Verfahren zu verlegen. Dabei ist auf der Rückseite des Belags ebenfalls gleichmäßig Fliesenkleber aufzuziehen. Gleiches gilt für Verlegearbeiten im Außenbereich. Fließbettverlegung Leitungswasser in ein sauberes Arbeitsgefäß füllen. Anschließend Material zugeben und mit einem Rühr- oder Mischwerkzeug zu einer klumpenfreien, homogenen Masse anmischen. Mörtel 5 Minuten reifen lassen und danach nochmal kurz durchmischen. Zur Fliesenverlegung abschnittsweise den Mörtel auf dem Untergrund ausgießen und eine Kontaktschicht aufziehen. Den Kleber mit einer Mittelbettkelle oder einer Fließbettzahnleiste verteilen, damit eine vollsatte Verklebung gewährleistet ist. Nur so viel Mörtel aufkämmen, wie in der klebeoffenen Zeit mit Fliesen belegt werden kann. Fliesen mit leicht schiebender Bewegung in das Kleberbett einlegen und ausrichten. Nicht verarbeiten und aushärten lassen bei Luft-, Material- und Baukörpertemperaturen unter +5 C oder über +25 C. Nicht bei starker Wind- und Sonneneinwirkung verarbeiten. Angesteifter Mörtel darf nicht noch mal aufgerührt und weiterverwendet werden. Nicht geeignet für durchscheinende Glasmosaike. Bei allen Verlegearbeiten sind die zum Zeitpunkt der Ausführung gültigen Normen und Ausführungsbestimmungen zu beachten. Die vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V. herausgegebenen Merkblätter (ZDB-Merkblätter) sind in der jeweils aktuellen gültigen Fassung zu beachten. Diese können über den Fachverband Deutsches Fliesengewerbe bezogen werden. Bei Verlegearbeiten im Außenbereich und bei mechanisch hochbelasteten Bodenflächen ist das Buttering-Floating Verfahren anzuwenden. Durch das Auftragen des Klebers auf den Untergrund und zusätzlich auf der Plattenrückseite soll ein möglichst hohlraumfreies Verkleben erzielt werden. Eine Alternative hierzu ist die Verlegung im Fließbettverfahren. Für das Verlegen und Ansetzen von Keramik im Dünnbettverfahren gilt die DIN 18157 1. Beim Verlegen auf Verbundabdichtung ist das Merkblatt Verbundabdichtungen in der aktuellen Fassung des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes e.v. zu beachten. Bei der Verlegung großformatiger Fliesen und Platten mit einer Fläche > 0,10 m² sind die Hinweise der ZDB-Fachinformation/03 vom Mai 2010 "Großformatige keramische Fliesen und Platten" zu beachten. Bei großformatigen Fliesen mit großen Plattenmaßen bietet die Verwendung eines Entkopplungssystems zusätzliche Sicherheit, wenn mit starken Temperaturwechselbeanspruchungen zu rechnen ist, z. B. bei Sonneneinstrahlung im Bereich bodentiefer Fensterflächen. Beim Verlegen auf beheizten Estrichen sind die Empfehlungen des Merkblatts Keramische Fliesen und Platten, Naturwerkstein und Betonwerkstein auf beheizten, zementgebundenen Fußbodenkonstruktionen des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes e.v. zu beachten. Ebenfalls sind dabei die konstruktiven Vorgaben der DIN 4725-4 zu berücksichtigen. Grundsätzlich können Verfärbungen, die sich aufgrund von wasserlöslichen Verbin-
Verfugung Lieferform Lagerung Ergiebigkeit / Verbrauch Technische Daten dungen im Naturwerkstein bei der Verwendung von wasserhaltigen mineralischen Klebern bilden nicht gänzlich ausgeschlossen werden. In zweifelhaften Fällen empfiehlt sich ein Vorversuch. Für helle und lichtdurchlässige Natursteine und durchscheinende Mosaike ist SCHWENK DB-W Natursteinkleber oder SCHWENK DB-W FIX Natursteinkleber schnell zu verwenden. Fugen zwischen den Belägen werden mit SCHWENK Fugenmörteln verfugt. Die Auswahl des passenden Produkts ist u. a. von der Fugenbreite abhängig. Für Fugenbreiten von 2 bis 15 mm im Wand- und Bodenbereich eignet sich in den meisten Anwendungsfällen SCHWENK FF01 Flexfugenmörtel fein. Anschlussfugen werden mit SCHWENK Sanitärsilikon dauerelastisch verfugt. 15 kg Sack, 42 Sack pro Palette Sackware auf Paletten in trockenen, gut belüfteten Räumen lagern. In originalverschlossenem Gebinde mindestens 12 Monate ab Herstelldatum haltbar. Richtwerte, der Verbrauch kann in der Praxis durch die Rückseitenprofilierung des Belags oder Unebenheiten im Untergrund von diesen Angaben abweichen. Zahnung ca. Verbrauch pro m² ca. Ergiebigkeit pro Sack 4 mm 1,1 kg 13,6 m² 6 mm 1,4 kg 10,7 m² 8 mm 1,9 kg 7,9 m² 10 mm 2,2 kg 6,8 m² Kategorie C2 TE S1 gemäß EN 12004 Materialbasis Wasserbedarf Kleberbettdicke hydraulisch abbindender Trockenmörtel auf mineralischer Basis mit Kunststoffzusätzen, Fasern, alkaliebeständigen Leichtzuschlägen, Additiven und Zement als Hauptbindemittel ca. 8,2 bis 8,6 l Wasser pro 15 kg Sack bei Dünnoder Mittelbettverlegung ca. 10,0 bis 10,4 l Wasser pro 15 kg Sack bei Fließbettverlegung 2 bis 20 mm Reifezeit ca. 5 Minuten Klebeoffene Zeit ca. 30 Minuten *) Topfzeit ca. 2 Stunden *) Begehbarkeit nach ca. 12 Stunden *) Verfugbarkeit im Wandbereich nach ca. 8 Stunden *) im Bodenbereich nach Begehbarkeit Bei großformatigen Fliesen und Platten in Verbindung mit schmalen Fugen empfiehlt es sich, Verfugarbeiten erst nach 24 Stunden auszuführen *) Angaben beziehen sich auf 20 C und 65% relative Luftfeuchte. Höhere Temperaturen verkürzen die angegebenen Zeiträume, tiefere verlängern die angegebenen Zeiträume. Bei allen Daten handelt es sich um Kennwerte, die unter Laborbedingungen nach einschlägigen Prüfnormen und Anwendungsversuchen ermittelt wurden. Abweichungen unter Praxisbedingungen sind möglich.
Sicherheitshinweise Beratungsservice Gefahrstoff im Sinne der Gefahrstoffverordnung. Angaben zur Einstufung und Kennzeichnung des Produkts sind dem Sicherheitsdatenblatt zu entnehmen, welches im Downloadbereich unter www.schwenk-putztechnik.de verfügbar ist. Dem Produkt ist der GISCODE: ZP1 (zementhaltige Produkte, chromatarm) des Gefahrstoffinformationssystems der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft zugeordnet. Die Angaben in diesem Merkblatt stellen nur allgemeine Richtlinien dar. Sollten sich im konkreten Anwendungsfall technische Fragen ergeben, wenden Sie sich bitte an unsere Fachberater oder an eines unserer Vertriebsbüros. Alle Angaben dieser technischen Information beruhen auf unseren derzeitigen Kenntnissen und Erfahrungen. Sie sind unverbindlich und entbinden den Käufer nicht von eigenen Prüfungen auf Eignung für den vorgesehenen Anwendungszweck. Eine Gewähr für die Allgemeingültigkeit aller Angaben wird im Hinblick auf unterschiedliche Verarbeitungs- und Baustellenbedingungen ausgeschlossen. Die allgemeinen Regeln der Bautechnik sowie die gültigen Normen und Richtlinien sind zu beachten. Mit Erscheinen dieser technischen Information sind frühere Ausgaben ungültig. Änderungen im Rahmen produkt- und anwendungstechnischer Weiterentwicklungen bleiben vorbehalten. Aktuellste Informationen entnehmen Sie bitte unseren Internet-Seiten. Es gelten für alle Geschäftsfälle unsere aktuellen Verkaufs- und Lieferbedingungen sowie die Bestimmungen für die Aufstellung und Nutzung unserer Container und Mischanlagen. SCHWENK Putztechnik GmbH & Co. KG Hindenburgring 15 89077 Ulm www.schwenk-putztechnik.de info@schwenk-servicecenter.de