Rescue-Arena Bauanleitung Josef Börding Ulrike Petersen Überarbeitung Thorsten Leimbach Fraunhofer IAIS
Einleitung 3 Basis 4 Basisgerüst 4 Profile verbinden 5 Böden 6 Raum-Boden 6 Flur-Boden für Etagen-Arena 7 Podest-Boden für Etagen-Arena 7 Rampe für Etagen-Arena 8 Übergänge zwischen Räumen 9 Wände 10 Wände 10 Lange Wand (mit Tor) 10 Kurze Wand (mit Tor) 10 Tür (optional) 10 Kleine Wand für Etagen-Arena 11 Rampen-Wand für Etagen-Arena (optional) 11 Maße 12 Basisgerüst 12 Horizontal-Arena 13 Etagen-Arena 14 Gesamtansicht mit Profilstangen 14 Profile verbinden 14 Rampe verbinden 15 Maße für Etagen-Arena 16 Etagen-Arena mit Böden 17 Etagen-Arena mit Böden und Wänden 17 Etagen-Arena mit Rampenwänden (optional) 18 Stücklisten 19 Stückliste Metall 19 Werkzeug 19 Stückliste (Holz oder Kunststoff)-Platten 20 Werkzeug 21 Gestaltung 21 Spur 21 Opfer 21 Raum-Ausstattung 21 Regeln 22 Seite 2
Einleitung Der RoboCup beinhaltet unterschiedliche Wettbewerbe für Erwachsene (professioneller Bereich) und für Jugendliche (Juniorbereich). Im Juniorbereich werden drei Kategorien angeboten: Robo- Dance, RoboRescue, RoboSoccer. Die RoboDance-Wettbewerbe werden auf dem Boden ausgetragen. Für Soccer und Rescue werden besondere Tische bzw. Arenen gebraucht. Um es allen interessierten Teams zu ermöglichen, sich optimal auf die Wettbewerbe vorzubereiten, wurden Bauanleitungen erstellt. Die vorliegende Bauanleitung bezieht sich auf den RoboRescue- Wettbewerb. Die offiziellen Regeln des Wettbewerbs geben Maße und Kriterien vor, so dass unterschiedliche Arenen denkbar sind und bei den Wettbewerben eingesetzt werden können. Mit dem hier beschriebenen Baukastensystem können unterschiedliche Arenen gebaut werden. Eine besteht aus einer Aneinanderreihung von Räumen, die alle auf einer Ebene liegen. Dieses Szenario ist für Neulinge vorgesehen, um nicht gleich mit hohen Schwierigkeitsgraden konfrontiert zu werden. Die zweite hier beschriebene Variante hat unterschiedliche Ebenen und eine Rampe mit ca. 21 Grad Steigung. Hiermit können wechselnde Lichtverhältnisse und das Überwinden eines Höhenunterschiedes geübt werden. Ob für die Wände einfaches Sperrholz oder z.b. durchsichtiges Acrylglas benutzt wird, ist nicht vorgeschrieben. Sperrholz ist preiswerter, Acrylglas bietet eine bessere Sicht in die Räume. Falls Acrylglas verwendet wird, sollte es farblich leicht getönt sein, um Störungen von Lichtsensoren durch äußere Lichtquellen zu minimieren. Die vorliegende Bauanleitung wurde von den für die offiziellen Wettbewerbe Verantwortlichen abgenommen. Der Bausatz kostet ca. 500 EUR. Die Holzböden und die Wände müssen können nach den Maßen und Zeichnungen in dieser Beschreibung bearbeitet werden. Seite 3
Basis Basisgerüst Basisgerüste bilden jeweils einen Raum. Sie können nebeneinander und übereinander angeordnet werden. Bei der Anordnung übereinander werden entsprechend längere senkrechte Profil-Stangen (110 cm) verwendet. Profil-Stangen Raumboden Seite 4
Wände, zum Teil mit Toren Profile verbinden Rechtwinklige Verbindungen mit Verbindungswinkeln Seite 5
Böden Raum-Boden Spanplatte, weiß beschichtet, 16mm stark 1235 x 925mm An den Ecken jeweils 7,5 x 7,5mm aussägen. Seite 6
Spanplatte, weiß beschichtet, 16mm stark 1235 x 315mm Ausschnitte an allen Ecken: 7,5 x 7,5mm Flur-Boden für Etagen- Arena Podest- Boden für Etagen- Arena Spanplatte, weiß beschichtet, 16mm stark 315 x 315mm Ausschnitte an drei Ecken: 7,5 x 7,5mm Seite 7
Rampe für Etagen- Arena Spanplatte, weiß beschichtet, 16mm stark 1 Stück, 1640 x 295mm Alternative 1: Das obere und untere Ende der Rampe geeignet auf Gehrung sägen lassen. Alterantive 2: Das obere Ende der Rampe mit Raspel und Feile bearbeiten, bis ein glatter Übergang vorhanden ist. Das sichtbare Holz mit weißem Gewebeband überkleben. Am unteren Ende der Rampe entsteht eine kleine Lücke, die man mit weißem Gewebeband überkleben kann, gegebenenfalls kann ein (Styropor-)Keil die Lücke schließen. Seite 8
Übergänge zwischen Räumen Bei den Übergängen von einem Raum zum nächsten entstehen schmale Lücken. Die Länge der Lücke entspricht der Breite eines Tores. Um komplizierte Zuschnitte der Böden zu vermeiden, werden Übergänge durch Leisten oder kleine Bretter überbrückt. Je nach Aufbauvariante der Arena werden unterschiedliche Übergänge benötigt. Aufbauvariante mit Flur: 250 x 22 x 5mm für den Übergang von zwei unmittelbar benachbarten Räumen, deren Böden auf dem selben Profil liegen. Diese Übergangsleisten werden einfach in die Nuten der Toren gesteckt. Aufbauvariante mit aneinander gesetzten Basisgerüsten: 244 x 16 x 25mm für den Übergang von einem Basisgerüst in das nächste Basisgerüst, wobei die Raumböden jeweils auf verschiedenen Profilen liegen. Diese Übergangsbrettchen werden in den Toren auf die benachbarten Profile gelegt. Seite 9
Wände Wände Es werden pro Basisgerüst zwei lange und zwei kurze Wände benötigt. Einige davon haben Tore, je nachdem, wie die Basisgerüste angeordnet werden. Lange Wand (mit Tor) Sperrholz (oder anderes Material, z.b. Acryl), 5mm 1230 x 300mm In einzelne Wände werden Tore von 250 x 250mm gesägt. Kurze Wand (mit Tor) Sperrholz (oder anderes Material), 5mm 920 x 300mm In einzelne Wände werden Tore von 250 x 250mm gesägt. Tür (optional) Um Tore zu verschließen, können Türen eingesetzt werden. Die Reste aus den obigen Tor-Ausschnitten sind gut dafür geeignet. Sperrholz (oder anderes Material), 5mm 250 x 250mm Seite 10
Diese Wand ist zur Begrenzung des Flures erforderlich und kann auch (optional) zur Begrenzung der Rampenpodeste eingesetzt werden. Sperrholz (oder anderes Material), 5mm 310 x 300mm Kleine Wand für Etagen- Arena Rampen- Wand für Etagen- Arena (optional) Wände an den Rampenseiten sind nicht vorgeschrieben, aber nützlich, um gegebenenfalls ein Abstürzen der Roboter zu verhindern. Wenn die Wände aus Acrylglas gefertigt werden, können diese bis zu 277mm hoch sein. Sperrholzwände sollten niedriger sein (z.b. 100mm), damit die Roboter besser beobachtet werden können. Sperrholz (oder anderes Material), 5mm 277 x 1732mm An den Ecken der unteren Seite sind 5mm tiefe Aussparungen erforderlich, um die Rampengelenke zu überbrücken. Seite 11
Maße Basisgerüst Seite 12
Horizontal-Arena Detailansicht: Winkel-Verbindung zur Fixierung der Basis-Gerüste (linker Pfeil) und ein Raum-Übergang (rechter Pfeil) Seite 13
Etagen-Arena Gesamtansicht mit Profilstangen Profile verbinden Seite 14
Rampe verbinden oben unten An die Stirnseiten der schräg verlaufenden Profile werden die Gelenke geschraubt. Dabei schneidet sich die Schraube ein Gewinde in das Profil-Ende. (Ein Gewindeschneider M5 kann die Arbeit erleichtern.) Anschließend werden die noch offenen Gelenkseiten an den Rampenpodesten befestigt. Seite 15
Maße für Etagen- Arena Seite 16
Etagen- Arena mit Böden Etagen- Arena mit Böden und Wänden Tore können auch an anderen Positionen sein. Seite 17
Etagen- Arena mit Rampenwänden (optional) Die innen liegende Rampenwand muss an den Enden geeignet befestigt werden, z.b. durch Einlegen von 15mm dicken Holzleisten, die zwischen dem Ende der Rampenwand und der Raumbegrenzungswand beidseitig verschraubt werden, oder durch geeignete Befestigung an den senkrechten Profilen. Seite 18
Stücklisten Stückliste Metall Horizontal-Arena (3 Räume) Etagen-Arena (3 Räume + Flur + Rampe) Aluminiumprofile, 20 x 20mm 6 Stück, 1220mm 6 Stück, 910mm 12 Stück, 550mm Aluminiumprofile, 20 x 20mm 6 Stück, 1220mm 6 Stück, 910mm 6 Stück, 550mm 6 Stück, 1100mm 2 Stück, 1558mm (Rampe) 11 Stück, 300mm 40 Winkelverbindungen (je 1 Winkel, 2 Schrauben, 2 Nutensteine, 1 Abdeckkappe), davon je 2 Winkelverbindungen zum Verschrauben von zwei nebeneinander liegenden Basisgerüsten 24 Abdeckkappen (Abdeckkappen an den unteren Enden werden direkt bei der Montage aufgedrückt; Abdeckkappen an den oberen Enden werden erst nach dem Einlegen der Böden und Wänden aufgedrückt) 4 Gelenke (inkl. Schrauben) 4 Nutensteine M4 (zur Gelenkmontage) 71 Winkelverbindungen (je 1 Winkel, 2 Schrauben, 2 Nutensteine, 1 Abdeckkappe) 24 Abdeckkappen (Abdeckkappen an den unteren Enden werden direkt bei der Montage aufgedrückt; Abdeckkappen an den oberen Enden werden erst nach dem Einlegen der Böden und Wänden aufgedrückt) Werkzeug 1 Innensechskantschlüssel mit Kugelkopf (Inbus), Größe 4 Seite 19
Stückliste (Holz oder Kunststoff)- Platten Horizontal-Arena (3 Räume) Etagen-Arena (3 Räume + Flur + Rampe) Spanplatte, 16mm, weiß beschichtet 3 Stück, 1235 x 925mm (Raum- Böden) 2 Stück, 244 x 25mm (Übergänge) Spanplatte, 16mm, weiß beschichtet 3 Stück, 1235 x 925mm (Raum- Böden) 1 Stück, 1235 x 315mm (Flur) 3 Stück, 315 x 315mm (Rampenpodest) 1 Stück, 1640 x 295mm (Rampe) Leiste, 5mm stark, weiß 4 Stück, 250x22mm (Übergänge) Hinweis: Aus den Resten von Tor-Ausschnitten können diese Leisten leicht hergestellt werden. Sperrholz oder Acrylglas, 5mm 6 Stück, 1230 x 300mm 6 Stück, 920 x 300mm Tore je nach Aufbauvariante ausschneiden. Sperrholz oder Acrylglas, 5mm 6 Stück, 1230 x 300mm 6 Stück, 920 x 300mm 2 Stück, 310 x 300mm (für Flur) optional: 4 Stück, 310 x 300mm (für Podestbegrenzungen) 2 Stück, 1732 x 277 (Rampenbegrenzungen) Tore je nach Aufbauvariante ausschneiden. Seite 20
Werkzeug Säge für die Ausschnitte an den Ecken der Böden und für die Tore. Gegebenenfalls Raspel und Feile zur Bearbeitung der Rampen- Enden. Gegebenenfalls Schere zum Abschneiden von Klebeband. Gestaltung Spur Schwarz, mindestens 2cm breit, dünnes Gewebeband Zur Verlegung der Spur und der einzuhaltenden Abstände lesen Sie bitte die jeweils gültigen Regeln. Opfer Opfer (in unterschiedlichen Farben) werden mit grünem, dünnem Gewebeband bzw. grüner Folie und mit silbern glänzender Folie bzw. silbernem Klebeband markiert. Zur Positionierung der Opfer und der einzuhaltenden Abstände lesen Sie bitte die jeweils gültigen Regeln. Raum- Ausstattung Beliebige Gestaltung, z.b. Tapeten, Möbel, Gardinen, Gartenlandschaft Lassen Sie Ihrer Fantasie bzw. der Fantasie der Kinder freien Lauf! Hinsichtlich der einzuhaltenden Abstände zur Spur und zu Opfern lesen Sie bitte die jeweils gültigen Regeln. Seite 21
Regeln Die (internationalen) Regeln, in Englischer Sprache, zum Wettbewerb RoboCupJunior finden Sie im Internet unter http://rcj.robocup.org/rescue.html Seite 22