Weiterbildungscurriculum

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Transkript:

Weiterbildungscurriculum Facharzt/Fachärztin für Neurologie Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie MediClin Klinikum Soltau Klinik für Neurologie

Inhaltsverzeichnis 1. Einführung... 3 2. Ziele und Aufgaben... 3 3. Struktur... 3 3.1 Abteilungen/Bereiche:... 4 3.2 Spezialsprechstunden... 4 4. Facharztweiterbildung... 4 4.1 Weiterbildungsermächtigungen der Abteilung... 5 4.2 Spezielle interne Angebote für Ärzte in Weiterbildung... 5 4.3 Förder-/Unterstützungsmaßnahmen für Ärzte... 5 4.4 Weiterbildungsablauf... 6 4.5 Weitere Tätigkeitsfelder... 6 4.6 Fortbildungsangebote... 7 5. Zusatzweiterbildungen... 7 6. Mitgliedschaft in Fachgesellschaften... 8 7. Rechtliche Grundlagen... 8 Anhang 1... 9 Organigramm Klinik für Neurologie... 9 03.08.2010 alm WB_Curriculum_0810.DOC Seite 2 von 10

1. Einführung An der Klinik für Neurologie besteht die Möglichkeit der Weiterbildung zum Facharzt für Neurologie im Rahmen eines strukturierten Weiterbildungscurriculums mit Rotation in unterschiedliche Abteilungsbereiche. Die folgenden Ausführungen beschreiben die Ziele und Strukturen der Weiterbildung auf der Basis der geltenden Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Niedersachsen. 2. Ziele und Aufgaben Die Klinik für Neurologie am MediClin Klinikum Soltau wird im Sinne einer modernen, erfolgsorientierten Krankenhaus- und Rehabilitationseinrichtung geführt. Das Ziel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik ist die bestmögliche medizinische Versorgung neurologischer Patienten mit exzellenter Qualität in der Diagnostik und Behandlung unter Berücksichtigung aktueller Therapieleitlinien und Forschungsergebnisse. Der Erfolg der Klinik wird an der Qualität der Krankenversorgung, nicht zuletzt aber auch an der Mitarbeiterzufriedenheit gemessen. Der guten interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Kliniken und Institutionen gilt hohe Priorität. Dies betrifft neben den Fachabteilungen des MediClin Klinikum auch die benachbarten Krankenhäuser, insbesondere die neurologischen, neurochirurgischen aber auch psychiatrischen Fachabteilungen. 3. Struktur Die Klinik für Neurologie gliedert sich in einen Krankenhausbereich und das Zentrum für rehabilitative Medizin. Zum Krankenhausbereich der neurologischen Abteilung mit 30 Betten (Landeskrankenhausplan). Neben der Akutneurologie zur Diagnostik und Behandlung sämtlicher Krankheitsbilder des Fachgebietes bei Patienten überwiegend aus der Region gehört zur Krankenhausabteilung eine Abteilung für neurologische Frührehabilitationen der Phase B (nach BAR), deren Aufgabe in der überregionalen Betreuung schwerstkranker neurologischer Patienten liegt. In der neurologischen Abteilung des Zentrums für rehabilitative Medizin mit 93 Betten erfolgen Rehabilitationen der Phase C, Anschlussheilbehandlungen sowie stationäre Heilverfahren. Es werden alle Erkrankungen von Gehirn, Rückenmark, peripheren Nerven und Muskulatur diagnostiziert und behandelt. 03.08.2010 alm WB_Curriculum_0810.DOC Seite 3 von 10

An der Klinik arbeiten neben dem Chefarzt 3 Oberärzte und zur Zeit 8 Assistenzärzte (entsprechen 7,5 VK). 3.1 Abteilungen/Bereiche: Akutneurologie, Neurologische Frührehabilitation (Phase B), Neurologische Rehabilitation (Phase C), Neurologische Rehabilitation (Phase D: AHB, AR, HV etc.), Aphasie-Station, Neuropsychologische Station (Organigramm siehe Anhang 1) Die Versorgung ambulanter Patienten kann im Rahmen der Ermächtigungsambulanz (KV) bzw. Privatambulanz des Chefarztes erfolgen. Schwerpunkte sind die Behandlung von Patienten mit Bewegungsstörungen (Parkinson), neuroimmunologischen Erkrankungen (Multiple Sklerose), neurovaskulären Erkrankungen (Neurovaskuläre Diagnostik) und kognitiven Störungen (Gedächtnissprechstunde). Die ambulante Versorgung von Notfällen ist über die Institutsambulanz möglich. 3.2 Spezialsprechstunden Gedächtnis-Ambulanz Botulinumtoxin Neurovaskuläre Erkrankungen 4. Facharztweiterbildung Die Dauer der Weiterbildung im Fach Neurologie beträgt insgesamt mindestens 5 Jahre. In der Klinik für Neurologie am MediClin Klinikum können im Rahmen der aktuellen Weiterbildungsermächtigung hiervon 3 Jahre abgeleistet werden. Das untenstehende Diagramm vermittelt die Grundzüge der Weiterbildung im Rahmen eines strukturierten Weiterbildungscurriculums. Vom Curriculum können sich im Einzelfall Abweichungen ergeben. Die psychiatrische Weiterbildung ist im Rahmen einer Kooperation mit benachbarten psychiatrischen Kliniken -vorzugsweise als Rotation- möglich (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Diakoniekrankenhaus Rotenburg, Chefarzt: Prof. Dr. A. Thiel; Abteilung für Psychiatrie am Heidekreis-Klinikum Walsrode, Chefarzt: F. Landzettel) 03.08.2010 alm WB_Curriculum_0810.DOC Seite 4 von 10

4.1 Weiterbildungsermächtigungen der Abteilung Weiterbildung im Gebiet Neurologie 3 Jahre Zusatzbezeichnung Sozialmedizin 3 Jahre (berufsbegleitend) Zusatzbezeichnung Rehabilitationswesen 1 Jahr 4.2 Spezielle interne Angebote für Ärzte in Weiterbildung Weiterbildung in Akut-Neurologie und neurologischer Rehabilitation in einer Abteilung Weiterbildung in der gesamten Funktionsdiagnostik des Fachgebietes (Erreichen der vorgeschriebenen Untersuchungszahlen innerhalb der Ermächtigungszeit möglich) incl. individueller Anleitung und Kontrolle durch neurologischen Facharzt (Chefarzt/Oberarzt) Regelmäßige Fortbildungen in Themen des Fachgebietes (wöchentlich/überwiegend zertifiziert durch ÄK): o Neurologische Untersuchungstechniken o Vortragsveranstaltung (Themen aus Neurologie, Innere Medizin und Notfallmedizin, Sozialmedizin, Rehabilitationswesen) o Anerkannte EMG-Ausbildungsstätte (DGKN) 4.3 Förder-/Unterstützungsmaßnahmen für Ärzte Psychiatrische Weiterbildung (gelebte Kooperation mit Klinik für Psychiatrie am Heidekreis-Klinikum Walsrode und Diakoniekrankenhaus Rotenburg) Freistellung und finanzielle Unterstützung für spezielle Kurse (im Rahmen des Fortbildungsplans): o Neurovaskuläre Diagnostik o cw-doppler und Duplex (DEGUM/DGKN interdiziplinärer Grundkurs) o cw-doppler und Duplex (DEGUM/DGKN Aufbaukurs) o transcranielle Doppler- und Duplexsonographie (DEGUM/DGKN) o Neurophysiologische Diagnostik (EVOP's, Neurographie etc.) 03.08.2010 alm WB_Curriculum_0810.DOC Seite 5 von 10

4.4 Weiterbildungsablauf (siehe Beispiel in Anhang 2) Funktionsbereichstätigkeit (Neurologische Diagnostik) wird vorzugsweise einzelnen Weiterbildungsabschnitten zugeordnet: Elektroneuro- und myographie sowie Sonographie Akutneurologie (Doppler und Duplex extra- und transkranieller Gefäße) Punktions- und Katheterisierungstechniken (einschließlich Liquordiagnostik) Frührehabilitation mit Funktionsanalysen bei Schluckstörungen (FEES) Intensivneurologie (Intubations- und ) Beatmungstechniken Infusions-,Transfusions- und Blutersatztherapie Enterale und parenterale Ernährung Funktionsanalysen bei Bewegungs- und Gleichgewichtsstörungen Neurologische Reha Funktionsanalysen bei Sprach-, Stimm- und Sprechstörungen Hirnleistungsdiagnostik Elektorenzephalographie, Elektromyographie, Elektroneurographie, Evozierte Potentiale (VEP, SSEP, Funktionsdiagnostik AEP, MEP), Funktionsdiagnostik des autonomen Nervensystems 4.5 Weitere Tätigkeitsfelder regelmäßige Bereitschaftsdienste abteilungsintern fachbezogene Vorträge (incl. Review von Fachzeitschriften) Patientenedukation, Krankheitsinformation (Vorträge, sonstige Öffentlichkeitsarbeit) Mitarbeit in klinischen Studien Mitarbeit in Projekt- und Arbeitsgruppen Gutachten Die Erstellung wissenschaftlich begründeter Gutachten erfolgt überwiegend im Auftrag von Sozialgerichten, Rentenversicherung, privater und gesetzlicher Unfallversicherungen sowie Versorgungsämtern und Amtsgerichten. Darüber hinaus erfolgen Begutachtungen im Auftrag der Schlichtungsstellen der Ärztekammern sowie Verkehrsmedizinische 03.08.2010 alm WB_Curriculum_0810.DOC Seite 6 von 10

Begutachtungen. Fast ausschließlich handelt es sich dabei um Gutachten in freier Form und nur ausnahmsweise um sogenannte Formulargutachten. 4.6 Fortbildungsangebote (hier nur die für alle Ärzte in Weiterbildung geltenden, weitere siehe Anhang 2) Intern Interne fachspezifische Fortbildung (wöchentlich, Mo 12:00-12:45, zertifiziert; als Beispiel ist der aktuelle Fortbildungsplan des 1. und 2. Halbjahr 2010 als Anlage 3 beigefügt) Neurologische Propädeutik (Untersuchungstechnik, Terminologie etc.; wöchentlich, Di 08:30-09:15) Journal Review (Kurzreferat aus aktuellen Fachzeitschriften; 2wöchentlich, Do 08:30-09:00) Elektroenzephalographie (Technik, Terminologie, Befundung und Beurteilung; wöchentlich, Fr 10:00-11:00) Röntgenvisite (Besprechung der Röntgen-, CT- und MRT-Diagnostik i. R. der Oberarztund Chefarztvisiten) Extern Die in Weiterbildung stehenden Ärzte werden neben der Teilnahme an den internen Fortbildungsmaßnahmen auch zum Besuch von externen Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen und Kongressen angehalten. Hierfür werden die Mitarbeiter vom Dienst freigestellt (jährlich 5 Fortbildungstage) und in der Regel auch finanziell unterstützt (s. oben). 5. Zusatzweiterbildungen Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, folgende Zusatzweiterbildungen bzw. Schwerpunktbezeichnungen zu erwerben: Sozialmedizin Für die Zusatzweiterbildung Sozialmedizin besteht die volle Weiterbildungsermächtigung (berufsbegleitend über 3 Jahre)* Rehabilitationswesen Für die Zusatzweiterbildung Rehabilitationswesen besteht die volle Weiterbildungsermächtigung (1 Jahr)* *gemäß den Richtlinien über den Inhalt der Weiterbildung für die Weiterbildungsordnung der Niedersächsischen Landesärztekammer; Voraussetzung zum Erwerb der Zusatzbezeichnungen ist die Facharztanerkennung auf dem Gebiet der Neurologie. 03.08.2010 alm WB_Curriculum_0810.DOC Seite 7 von 10

EMG-Zertifikat (DGKN) Der Chefarzt der neurologischen Klinik ist anerkannter Ausbilder der Deutschen Gesellschaft für Neurophysiologie und funktionellen Bildgebung (DGKN) für den Bereich Elektromyographie (EMG) 6. Mitgliedschaft in Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) Deutsche Gesellschaft für klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) Deutsche Gesellschaft für Neurologische Rehabilitation (DGNR) Deutsche Schlaganfall Gesellschaft (DSG) Arbeitsgemeinschaft Neurologische Frührehabilitation Niedersachsen-Bremen (AGNFR) 7. Rechtliche Grundlagen Rechtliche Grundlage bildet die Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Niedersachsen (Weiterbildungsordnung WBO) vom 01.05.2005 (in der Fassung der Änderungssatzung vom 01.02.2007). 03.08.2010 alm WB_Curriculum_0810.DOC Seite 8 von 10

Anhang 1 Organigramm Klinik für Neurologie Klinik für Neurologie und neurologische Frührehabilitation Krankenhaus Akutneurologie Phase A 10-15 Patienten Neurologische Frührehabilitation Phase B 20-25 Patienten Rehabilitation Neurologische Rehabilitation Phase C 20-25 Patienten Neurologische Rehabilitation Phase D 70-75 Patienten Neurologische Ambulanz Botulinumtoxin-Sprechstunde, Neurovaskuläre Erkrankungen Gedächtnissprechstunde 03.08.2010 alm WB_Curriculum_0810.DOC Seite 9 von 10

Weiterbildungsplan