- 1/6 - HASTEC - QUADRO Gabionen Elektronisch punktgeschweißte Stahldrahtgitter, BEZINAL - beschichtet Aufbauanleitung 1. Zusammenbau des Korbes Den Boden mit den vier Seitenwänden mit den Spiralen verbinden, bei zusammenhängendem Einbau mehrerer Körbe, die Böden der anschließenden Körbe mit einbeziehen. Trennwände an den vorgesehenen Stellen mit den Spiralen am Boden befestigen. Seitenwände hochklappen und diese an den Ecken mit Spiralen verbinden, die Seitenwände der sich anschließenden Körbe mit einbeziehen. Bei zusammenhängendem Einbau mit geraden Front- und Rückseiten kann auf Seitenwände bzw. bei mehrlagigem Einbau auf Deckel oder Böden verzichtet werden. Die Frontseiten, Seitenwände bzw. Deckel oder Böden sind beim Aufbau entsprechend miteinander zu verbinden. (Ggfls. die Mauer mit 0,5 8 % je nach statischen Erfordernissen gegen den Hang neigen) Wir machen darauf aufmerksam, daß für Gabionenbauwerke je nach Bundesland, ein Standsicherheitsnachweis erforderlich sein kann. 2. Hilfsschalung Damit beim Befüllen der Körbe ein Ausbauchen der Frontgitter verhindert wird, können Leitern oder Kanthölzer bzw. Schalungsträger an der Längsseite befestigt werden. 3. Befüllung des Korbes und Einbauen der Schnellspannstäbe Vor dem Füllen der Körbe ist der Boden des unteren Korbes mit Splitt 8 / 16 mm bis ca. 5 cm oberhalb der Oberkante Bodengitter aufzufüllen. Danach auf ca. 1/3 der Höhe die erste Reihe der Schnellspannstäbe einhängen und die Enden mit einer Zange oder einem Rohr zusammendrücken, damit eine geschlossene Schlaufe entsteht. Anschließend die Körbe bis ca. 1/3 der Höhe mit den vorgesehenen frostsicheren und druckstabilen Natursteinen hohlraumarm verfüllen, dann wieder die Schnellspannstäbe auf 2/3 der Höhe einhängen und den Korb zuerst bis 2/3 der Höhe und dann bis zur endgültigen Höhe füllen. Nach dem Einbau jeder Lage muß eine Verdichtung der Steinschüttung erfolgen. Die Steine müssen dicht an den Drahtgittern anliegen. Eckbereiche sind sorgfältig mit ausgesuchten Steinen zu verfüllen. Die genannten Bereiche sind händisch zu packen, ggfls, sind einzelne Steine steinmetzartig nachzuarbeiten. Die Schnellspannstäbe geben dem Korb die geforderte Stabilität und verhindern ein Verformen der Seitenwände. 4. Schließen des Deckels Die Oberfläche ist zur Gewährleistung eines ausreichenden Kraftschlusses des Deckels mit einem feinkörnigem Material abzustreuen. Die Körnung ist auf die Füllung so abzustimmen, dass eine Erosion verhindert wird. Die Oberfläche ist zu verdichten. Nachdem der Korb bis zum oberen Rand gefüllt ist (16 / 32 mm oder 32 / 56 mm) die Zwischenräume ausfüllen und leicht überfüllen, zum Abschluss den Deckel mit Spiralen an den Seitenwänden befestigen, benachbarte Körbe mit einbeziehen.
- 2/6 - Das offene Ende der Distanzhalter schliessen!! Um beim Befüllen der Körbe ein Ausbauchen der Frontseite zu verhindern, können verschiedene Hilfsmittel eingesetzt werden, z.b. DOKA Schalungsträger oder Aluminium- oder Holzleitern werden vor dem Auffüllen der Körbe mit Bindedraht befestigt und nach dem Verschließen wieder entfernt.
- 3/6 - Alle Distanzhalter in den 1,0 m hohen Körben werden jeweils auf ca. 1/3 und 2/3 der Höhe in 2 Lagen angeordnet. ohne Trennwand mit Trennwand Anordnung der Distanzhalter in der Draufsicht bei einer Korbgröße von 200 x 100 x 100 cm (L x B x H) mit oder ohne Trennwand 50 200 30 20 30 40 30 30 40 30 Anordnung der Distanzhalter bei Korbgröße 200 x 50 x 50 cm. Maßangabe in cm Spiralen eindrehen Wenn nötig, Spiralen mit der Zange Ein Spiralentyp genügt zum Verbinden der Schweißgitter
- 4/6 - in allen Kombinationen Hinterfüllung der Gabionen Geeignetes Hinterfüllmaterial gemäß ZTV E-StB. Optional verdichtungsfähiger, gut wasserdurchlässiger, nichtbindiger Boden mit einem Reibungswinkel von mind. 34 und einem Durchlässigkeitsbeiwert von >1*10-5 m/s Nicht geeignetes Hinterfüllmaterial führt zu Wasseransammlungen Lagenweise Verdichtung Auf eine Verschiebung oder Veränderung des Anlaufes achten Keine Berührung der Verdichtungsgeräte mit der Gabionenwand Geotextiler Filter Trennvlies max. 150 gr./m² bei nicht gegeneinander filterstabilem Verfüllmaterial Ausführung der Böschung hinter der Gabionenwand während der Bauphase DIN 18300 Erdarbeiten und DIN 4124 Baugruben und Gräben beachten Lastfreier Streifen an der Böschungsschulter Böschung vor Austrocknung und Durchfeuchtung schützen Unbedingt ein Aufweichen der Böschung verhindern Absturzsicherung Eine Berme an der Böschungsschulter verhindert das Eindringen von Oberflächenwasser Durch eine abgetreppte Böschung verzahnt sich die Hinterfüllung besser mit der Baugrubenwand
- 5/6 - Bodengründung und Fundamente - in der Regel nur eine Ausgleichs- und Sauberkeitsschicht - entweder kornabgestufte Gemische aus Kies-Sand oder gebrochenes Material (0/16 0/45) mind. 10 cm - oder Beton B10 oder B15 Jedoch immer die statischen Erfordernisse beachten. Verfüllung mit Steinmaterial - Nur druckstabiles frost- und witterungsbeständiges Material verwenden - Maschenabstand und Korngröße sind abzustimmen (maximale Kantenlänge von 30 cm) - Maschinelle Befüllung oder per Hand gesetzter trockenmauerähnlicher Aufbau der Sichtseiten - Zwei bis drei verschiedene Korngrößen je Korb - Zwischen den Lagen 2-3 cm Ausgleichsschicht aus einem Splitt 16/32 mm - Möglichst hohlraumarm - Porenräume können mit sandigem Oberboden verfüllt werden (bessere Begrünbarkeit) Verfüllung mit Erd- und Bodenmaterial (nur mit Nachweis der inneren Standsicherheit lt. FGSV-Merkblatt über Stützkonstruktionen aus Betonelementen, Blockschichtungen und Gabionen 8.4.8) - Auskleiden mit einer Geocompositmatte - Verfüllung mit Erd- oder Bodenmaterial (z. B. bei Verwendung als Lärmschutzgabione) ausschließlich mit nichtbindigem Boden mit mind. 80 90 % mineralischem Anteil (lt. DIN 18196 und 18915) - Bei der Verfüllung und Verdichtung ist besonders darauf zu achten, dass die Außenwände der Gabionen gegen Verformung gesichert sind.
- 6/6 - Diomensionierungsrichtlinien für Stützmauern aus Gabionen Die Fundamente, mit Höhe über fünf bis sechs Metern, werden normalerweise mit Steinkörben mit einer Höhe von 0,50 m ausgeführt. Neben den Hauptabmessungen der Verbauungen (H und B) werden auch die Werte für den inneren Reibungswinkel des drückenden Geländes φ, angegeben, und zwar so, dass der Sicherheitsfaktor gegen den (geringsten zugelassenen) Wert ȃ s = 1,3 erreicht. Für diese Werte von φ werden zudem angegeben: - Maximale und minimale Druckspannung auf das Gelände, (ơ 1, ơ 2 ); - Kippsicherheit und Gleitsicherheit koeffizienten - Gesamtstabilitätskoeffizient. Die o. a. Werte werden, soweit es sich um Längenmaße handelt, in Metern angegeben, während Spannungen in t/qm angegeben werden. In den Berechnungen wurden als spezifisches Gewicht für die Steinkörbe t = 1,75 t/kbm angenommen, für das spezifische Gewicht des Erdreichs t = 1,8 t/kbm. Für die Neigung des Werkes nach innen α= 6 und für das Fundament unter der Erdoberfläche gleich zu 0,50 m für Mauern H 4.00 m und 1.00 m für Mauern H > 4.00 m. Es wurden drei verschiedene Belastungszustände berücksichtigt: - Flache Böschung und keine Auflast (ε = 0, p 0 = 0); - Flache Böschung und Auflast entsprechend dem Gewicht eines Meters Überdeckung (ε = 0, p 0 = t x 1,00 m); - Geeignete Böschung mit einem Winkel von nahe φ und keine Auflast (ε = 0, p 0 = 0);