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Transkript:

FAQ zum Thema Luftdichtigkeitsmessungen Testen Sie die Qualität Ihrer Immobilie Luftdichtigkeitsmessungen in Gebäuden Mängel und Leckagen an der luftdichten Ebene Energieeinsparung durch luftdichtes Bauen Luftdichtenachweise für z.b. die Bank (KfW-Fördermittel) Zugluftvermeidung Schallschutzverbesserung Jeder Bauherr hat ein recht auf ein luftdichtes Gebäude lt.enev (Energieeinsparverordnung) Warum sollte ein Gebäude überhaupt luftdicht sein? Ein luftdichtes Gebäude spart Heizenergie. Eine kleine Ritze oder ein schlecht eingepasster Anschluss am Fenster oder im Dachgeschoss ist im Einzelfall nicht so dramatisch, aber im Schnitt werden bei einem Test in einem Einfamilienhaus bis zu 20 dieser Leckagen gefunden. So addieren sich diese Undichtigkeiten auf ein Loch von der Größe eines Fußballes. Mit der entweichenden Luft geht Wärme verloren, die Heizkosten steigen. Häufig gehen über 30 % der Wärmeenergie durch solche Lüftungsverluste verloren. Was bringt da die sparsamste Heizungsanlage, wenn die teuer erwärmte Zimmerluft ungehindert nach draußen gelangt. Ein luftdichtes Gebäude ist gesünder ( Allergien / Feinstaub / Abgase ) Durch den natürlichen Druckausgleich, der ständig Außenluft von außen nach innen durch Löcher, Ritzen treibt, werden auch viele Schadstoffe wie Feinstaub, Abgase und Blütenpollen ins Hausinnere transportiert. Durch Wind und Wettereinflüsse werden diese in der Außenatmosphäre regelrecht wieder weggeweht oder aber verdünnt. Sobald diese jedoch im Innenraum angekommen sind, entfallen diese Faktoren wie Wind und Regen. Es kommt zu einer Ansammlung dieser Schadstoffe. Tatsache ist, dass oftmals in Innenräumen extrem hohe Schadstoffkonzentrationen gefunden werden, die dort eigentlich gar nicht auftreten dürften.

Ein luftdichtes Gebäude schütz vor Schimmel Immer wieder ist zu hören, dass ein Haus gar nicht luftdicht sein darf. Als Argument wird oft die Schimmelbildung angeführt. Das ist jedoch nicht richtig. Tatsache ist, dass neben der Energieeinsparung die Schimmelvermeidung ein weiterer großer Vorteil der Luftdichtigkeit ist. Unsere Baumaterialien und unsere Art zu bauen haben sich im Vergleich zu früher gravierend geändert. Wir haben heute keine Eisblumen mehr am Fenster, und Kellerräume, die so feucht sind, dass dort die Kartoffeln keimen, will auch keiner mehr akzeptieren. Aber weil das so ist, dass unsere Häuser immer wärmer und zwangsweise entsprechend dichter werden, wird es umso wichtiger, dass die vorhandene feucht warme Zimmerluft gezielt durchs Fenster abgelüftet wird. Wer sich hingegen auf die natürliche Lüftung von Ritzen, Löchern und anderen Undichtigkeiten verlässt, geht ein hohes Risiko ein. Der Dämmstoff an der Fassade wird von außen durch eine Winddichtung wie Putz oder Klinker vor Nässe und Wind abgeschottet. Auf der Rauminnenseite wird eine Luftdichtungsebene angebracht, um zu verhindern, dass warme Innenraumluft durch die Dämmung entweicht und Raumfeuchtigkeit in der Dämmschicht kondensiert (Konvektionsschutz) Wärme fließt immer von der warmen zur kalten Seite. Im Winter bedeutet das, dass warme Luft von Innen durch Undichtigkeiten nach außen strömt. Warme Raumluft bei 20 C und 50 % Feuchte enthält ca. 7,3 g Wasserdampf je kg Luft. Der Luftstrom durch eine 1 mm breie Fuge, de von einer geringen Druckdifferenz zwischen innen und außen getrieben wird, transortiert rund 360 g Wasser pro Tag und Meter Fugenlänge nach außen durch das Bauteil. Auf dem Weg durch das Bauteil sinkt die Temperatur nun bis auf Außentemperatur (z.b. 0 C) ab. Wird in der Fuge die Taupunkt-Temperatur unterschritten, fallen dort erhebliche Mengen an Tauwasser an. Ideale Voraussetzungen für Schimmelbildung. Ein luftdichtes Gebäude ist leiser Leckagen lassen nicht nur warme Luft aus dem Gebäude entweichen, sondern wirken auch als Luftschallbrücke. Schallwellen werden durch Luftschwingungen übertragen. Je weniger die in Schwingungen gebrachte Luft von einem Raum zum nächsten gelangen kann, um so weniger ist letzt endlich der Schall (das Geräusch) zu hören.

Rechtliche Grundlagen Luftdichtheit ist Ihr gutes Recht. Die dauerhafte luftdichte Ausführung von Bauteilen und Anschlüssen entsprechend dem Stand der Technik wird in der DIN 4108-7 schon seit Anfang der achtziger Jahre gefordert. Daher sind luftdichte Bauteile unaufgefordert von Handwerkern und Architekten zu planen und auszuführen. Abweichungen der Werkleistung von den allgemein anerkannten Regeln der Baukunst begründen grundsätzlich deren Mangelhaftigkeit und damit gleichzeitig Gewährleistungsansprüche des Bauherren. Leckagen in der Gebäudehülle sind ein echter Mangel. Durch die undichten Stellen kann es nicht nur unangenehm ziehen, sie verschwenden auch Energie und verursachen sogar schwere Bauschäden. Je früher man Fehlstellen aufspürt, desto rascher und zuverlässiger lassen sie sich beseitigen. Werden diese Mängel erst bei der Bauabnahme am Ende der Bauphase entdeckt, gestaltete sich die Reparatur meist komplizierter und kostenintensiver. Die Verkleidungen und Einbauten müssen wieder entfernt werden, die Tapeten und Farben werden zerstört. Zwar muss der Bauherr für dieses Nachbessern meist nichts zahlen, weil die Handwerker zum Nachbessern verpflichtet sind. ( Stand der Technik = jeder Bauherr hat ein Recht auf ein luftdichtes Gebäude) Doch können die Arbeiten sich so aufwendig gestalten, dass sich der geplante Einzugstermin verzögert. Muss die alte Wohnung aufgrund des gekündigten Mietverhältnisses geräumt werden, kann es unangenehm werden. Wenn die Baufirma nicht mitspielt, sollen Bauleute daher selbst die Initiative ergreifen und eine erste, frühzeitige Leckagesuche im Rohbau beauftragen. So spart man Geld und Nerven. Bei allen durch uns betreuten Neubaumaßnahmen wird der BlowerDoor-Test als Mittel der Qualitätskontrolle standardmäßig im Rohbauzustand und als Abschlussmessung eingesetzt

Luftdichtheit im......neubau: Neue Häuser müssen der Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen. Bis vor ca. 5-6 Jahren wurde die Luftdichtigkeit im Neubau nur sporadisch überprüft. Das hatte mehrere Gründe: Zum einen hatte man gedacht, dass wenn diese Luftdichtigkeit geplant und ausgeschrieben ist, diese auch eingehalten wird. Unsere Bauweise ist jedoch inzwischen sehr komplex. Ein Gewerk greift ins andere, teilweise arbeiten mehrere Handwerker gleichzeitig an einem Bauteil. Da ist es kein Wunder, dass die luftdichte Schicht von einem Handwerker gebaut, und vom anderen (bewusst oder unbewusst) wieder zerstört wird. Zum zweiten war man sich über die gravierenden Folgen gar nicht im Klaren. Das hat sich jedoch grundlegend geändert. Aufgrund der teilweise riesigen Folgekosten und Gesundheitsgefährdung eines Schimmelbefalls sind viele Bauherren für dieses Thema sensibilisiert worden. Die hohen Energiekosten lassen jeden Bauherren aufhorchen. Funk und Fernsehen haben die Begriffe Blower Door Test, Energiesparen und luftdichtes Bauen" ins Bewusstsein gerückt. Heutzutage sollte der Blower-Door-Test ein fester Bestandteil einer jeden richtigen Abnahme sein....altbau: Ein Altbau ist ein Gebäude, das mehr als 150 bis 200 kwh/m²a (Kilowattstunden je m² und Jahr) Netto- Heizenergie verbraucht. Ein Haus von 1855 kann obwohl von der Bausubstanz schon sehr alt, technisch ein Neubau sein.ein Haus von 1995 kann hingegen technisch schon ein Altbau sein. Gerade bei alten Gebäuden muss die Heizung häufig bis an Ihre Leistungsgrenze gehen, um die gewünschte Wärme zu erreichen. Vor dem Hintergrund, dass 30 % 50 % der Heizenergie bei einem solchen Altbau durch Lüftungsverluste verloren gehen, sollte im Rahmen von Energiesparnahmen solche Leckagen fachmännisch gesucht und beseitigt werden. Jedes neu eingesetztes oder ausgetauschtes Bauteil muss dem jetzigen Stand der Technik genügen...also luftdicht eingebaut werden.

Gerade im Altbau lohnt sich die Kontrolle der Luftdichtigkeit Über die Dichtheit Ihres Hauses nachzudenken macht sich gerade auch für Besitzer älterer Immobilien bezahlt. Eine gezielte Leckagesuche zeigt auf, durch welche Schwachstellen in der Gebäudehülle der kalte Wind pfeift und warme Heizungsluft unbemerkt nach draußen strömt. Mit Hilfe von Strömungsmessgeräten und Rauchpatronen werden die verdeckten Luftlecks aufgedeckt. Besonders häufig werden diese Mängel bei undicht eingebauten Tür- und Fensterrahmen gefunden. Aber auch im Dachbereich lässt die Dichtheit von Altbauten nicht selten zu wünschen übrig. Sobald man die Fehlstellen kennt, kann man gezielt dagegen vorgehen. Zwar lässt sich nachträglich kaum noch die Dichtheit eines Neubaus erreichen, doch gelingt es fas immer, den schlimmsten Energieverschwendern einen Riegel vorzuschieben. Weil durch das Stopfen der Ritzen auch Zugluft ausgeschaltet wird, verbessert sich zusätzlich die Wohnqualität. Der Fachverband für Luftdichtes Bauen hat eine Liste erarbeitet, aus der hervorgeht, wie hoch erfahrungsgemäß die zu erwartenden Luftwechselraten im Altbaubestand sind: ( n50-werte für Einfamilenhäuser ): ab 2001 Passivhaus... 0.6 ab 2001 mit Lüftung... 1.5 ab 2001 (EnEV-Standard)... 3 1989-2000... 1 bis 6 1976-1988... 2 bis 10 1961-1975... 5 bis 15 1941-1960... 6 bis 20 bis 1940... 10 bis 20 Werte nach EN 13465:2004 (D) und EnEV Tabelle: Flib e.v.

...Dachgeschoss in Eigenleistung erstellt: Immer wieder ist zu hören, das Dachgeschoss haben wir selbst ausgebaut, dass kann also gar nicht dicht sein, also brauchen wir auch nicht zu messen." Unser Vorschlag geht eher in die andere Richtung. Man sollte lieber fachmännisch feststellen lassen, wo die undichten Stellen sind, um dann gezielt etwas dagegen zu unternehmen. Denn selbst wenn man das Thema Schimmel bewusst ausklammert, mit jedem m³- Gas oder Öl lässt sich so mancher Euro sparen. Wie läuft so ein Test ab? Zur Untersuchung der Luftdichtheit wird mit einem Gebläse eine starke Druckdifferenz zwischen Außenund Innenatmosphäre erzeugt. Gleichzeitig wird gemessen, wie viel Luft der Ventilator nachschieben muß, um diese Druckdifferenz aufrecht zu erhalten. Gemessen werden dazu alle beheizten bzw. mechanisch belüfteten Räume. Da der Ventilator in einer Folientür eingespannt wird, leitet sich hiervon der Name ab. (Blower Door = blasende Tür). Es gibt fest definierte Grenzwerte für Häuser mit Lüftungsanlagen, mit "normaler Fensterlüftung", oder auch für Passivhäuser usw. Mit dem Blower Door Test können diese Grenzwerte überprüft werden und / oder bestätigt werden. Das Gebäude sollte sich zum Zeitpunkt der Messung in einem Zustand befinden, er weitgehend dem späteren bewohnten Zustand entspricht. ( Verfahren A, Prüfung des Gebäudes im Nutzungszustand ) Alle Bauteile und Komponenten, die Einfluss auf die Dichtigkeit nehmen könnten, sollten eingebaut sein. Da das Messergebnisse auf dem Luftvolumens sowie auf der Netto-Grundfläche des Gebäudes basiert, benötigen wir diese Angaben. Haben Sie noch weitere Fragen zum Blower Door Test? Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir freuen uns auf ihre Nachricht.