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Transkript:

Sicherheitsdatenblatt Stand vom: 22.01.2002 Ersetzt Ausgabe vom: 12.11.1999 1. Stoff- / Zubereitungs- und Firmenbezeichnung Bezeichnung des Stoffes oder der Zubereitung Firmenbezeichnung Firma: Merck KGaA * 64271 Darmstadt * Deutschland * Tel: +49 (0)6151 72-0 Notrufnummer: +49 (0)6151/72112 * Telefax: +49 (0)6151/72-7780 2. Zusammensetzung / Angaben zu Bestandteilen Wässrige Lösung mit organischen Bestandteilen. Der unten angegebene %-Gehalt der Quecksilberverbindung bezieht sich auf den darin enthaltenen reinen Quecksilberanteil. Gefährliche Inhaltstoffe: Bezeichnung nach EG-Richtlinien: CAS-Nummer EG-Nr. EG-Index-Nr. Kennzeichnung nach EG-Richtlinien Gehalt: Quecksilberdi(acetat) 1600-27-7 216-491-1 080-004-00-7 T+, N 10 - < 25 % R 26/27/28-33-50/53 Essigsäure 64-19-7 200-580-7 607-002-00-6 C 10 - < 25 % R 10-35 3. Mögliche Gefahren Sehr giftig beim Einatmen, Verschlucken und Berührung mit der Haut. Gefahr kumulativer Wirkungen. Reizt die Augen und die Haut. Giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben. 4. Erste-Hilfe-Maβnahmen Nach Einatmen: Frischluft. Arzt hinzuziehen. Nach Hautkontakt: Mit reichlich Wasser abwaschen. Kontaminierte Kleidung entfernen. Arzt hinzuziehen. Nach Augenkontakt: Mit reichlich Wasser bei geöffnetem Lidspalt ausspülen (min. 10 Min.). Sofort Augenarzt hinzuziehen. Nach Verschlucken: Viel Wasser trinken lassen, Erbrechen auslösen. Sofort Arzt hinzuziehen. Die Sicherheitsdatenblätter für Katalog-Artikel sind auch verfügbar über www.chemdat.de Seite 1 von 7

5. Maβnahmen zur Brandbekämpfung Geeignete Löschmittel: Auf Umgebung abstimmen. Besondere Gefahren: Nicht brennbar. Bei Erwärmung sind explosionsfähige Gemische mit Luft möglich. Dämpfe schwerer als Luft. Zündquellen fernhalten. Im Brandfall können entstehen: Quecksilberdämpfe, Essigsäure-Dämpfe. Spezielle Schutzausrüstung bei der Brandbekämpfung: Aufenthalt im Gefahrenbereich nur mit geeigneter Chemieschutzkleidung und umluftunabhängigem Atemschutzgerät. Sonstige Hinweise: Entweichende Dämpfe mit Wasser niederschlagen. Eindringen von Löschwasser in Oberflächengewässer oder Grundwasser vermeiden. 6. Maβnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung Personenbezogene Vorsichtsmaβnahmen: Substanzkontakt vermeiden. Dämpfe/Aerosole nicht einatmen. In geschlossenen Räumen für Frischluft sorgen. Umweltschutzmaβnahmen: Nicht in Kanalisation gelangen lassen. Verfahren zur Reinigung / Aufnahme: Mit flüssigkeitsbindendem Material z.b. Chemizorb aufnehmen. Der Entsorgung zuführen. Nachreinigen. Dämpfe nicht einatmen. 7. Handhabung und Lagerung Handhabung: Hinweise zum sicheren Umgang: Entwicklung von Dämpfen/Aerosolen vermeiden. Arbeiten unter Abzug vornehmen. Stoff nicht einatmen. Lagerung: Dicht verschlossen. An gut belüftetem Ort. Lagertemperatur: ohne Einschränkungen. Nur für Fachkundige zugänglich. 8. Expositionsbegrenzung und persönliche Schutzausrüstungen Grenzwerte für den Arbeitsschutz BAT Name Quecksilberverbindungen, organische Parameter Quecksilber Wert 100 µg/l Untersuchungsmaterial Vollblut Probeentnahme, Zeitpunkt a Die Sicherheitsdatenblätter für Katalog-Artikel sind auch verfügbar über www.chemdat.de Seite 2 von 7

TRGS 900 Name Quecksilberverbindungen, organische (als Hg berechnet) Werte 0.01 mg/m 3 einatembarer Staubanteil. Der Grenzwert bezieht sich auf den Metallgehalt als analytische Berechnungsbasis. Spitzenbegrenzung 4 Überschreitungsfaktor 4-fach in 15 Min. Hautresorption H (Gefahr der Hautresorption) Name Essigsäure Werte 10 ml/m 3 25 mg/m 3 Spitzenbegrenzung =1= Konzentration darf Grenzwertkonzentration nicht überschreiten Persönliche Schutzausrüstung: Körperschutzmittel sind in ihrer Ausführung in Abhängigkeit von Gefahrstoffkonzentration und -menge arbeitsplatzspezifisch auszuwählen. Die Chemikalienbeständigkeit der Schutzmittel sollte mit deren Lieferanten abgeklärt werden. Atemschutz: erforderlich bei Auftreten von Dämpfen/Aerosolen. Augenschutz: erforderlich Handschutz: erforderlich Angaben zur Arbeitshygiene: Kontaminierte Kleidung sofort wechseln. Vorbeugender Hautschutz. Nach Arbeitsende Hände und Gesicht waschen. Arbeiten unter Abzug vornehmen. Stoff nicht einatmen. Keinesfalls am Arbeitsplatz essen oder trinken. 9. Physikalische und chemische Eigenschaften Form: flüssig Farbe: farblos Geruch: nach Essigsäure ph-wert Schmelztemperatur Siedetemperatur Zündtemperatur Flammpunkt Explosionsgrenzen untere obere Dichte 1.164 g/cm 3 Löslichkeit in Wasser (20 C) 500 g/l Ethanol löslich Die Sicherheitsdatenblätter für Katalog-Artikel sind auch verfügbar über www.chemdat.de Seite 3 von 7

10. Stabilität und Reaktivität Zu vermeidende Bedingungen Starke Erhitzung. Zu vermeidende Stoffe keine Angaben vorhanden Gefährliche Zersetzungsprodukte bei Brand: siehe Kapitel 5. 11. Angaben zur Toxikologie Akute Toxizität LD 50 (oral, Ratte): 40.9 mg/kg (toxikologisch bestimmende Komponente). LD 50 (dermal, Ratte): 570 mg/kg (toxikologisch bestimmende Komponente). Die uns zur Verfügung stehenden Literaturdaten decken sich nicht mit der von der EG vorgeschriebenen Kennzeichnung. Der EG liegen Dossiers vor, die nicht veröffentlicht sind. Weitere toxikologische Hinweise Zu erwartende Eigenschaften aufgrund von Komponenten der Zubereitung: Nach Hautkontakt: Reizungen. Gefahr der Hautresorption. Nach Augenkontakt: Reizungen. Gefahr kumulativer Wirkung. Sonstige Hinweise: Hg-Verbindungen wirken bei Intoxikation als Zell- und Protoplasmagifte. Symptome einer Vergiftung: akut: Augenkontakt führt zu schweren Läsionen. Nach Verschlucken und Inhalation von Stäuben werden die Schleimhäute im Magen-Darm-und Respirationstrakt geschädigt (Metallgeschmack, Übelkeit, Erbrechen, Leibschmerzen, blutiger Durchfall, intestinale Verätzungen, Glottisödem, Aspirationspneumonie); Blutdrucksenkung, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufkollaps und Nierenversagen; chronisch: Mundhöhlenentzündung mit Zahnausfall und Quecksilbersaum. Hauptmanifestationen zeigen sich im ZNS (Sprach-, Seh-, Hör-, Sensibilitätsstörungen, Gedächtnisschwund, Reizbarkeit, Halluzinationen, Delirium u.a). Weitere Angaben Weitere gefährliche Eigenschaften können nicht ausgeschlossen werden. Das Produkt ist mit der bei Chemikalien üblichen Vorsicht zu handhaben. Die Sicherheitsdatenblätter für Katalog-Artikel sind auch verfügbar über www.chemdat.de Seite 4 von 7

12. Angaben zur Ökologie Ökotoxische Wirkungen: Quantitative Daten zur ökologischen Wirkung dieses Produkts liegen uns nicht vor. Biologische Effekte: Giftig für Wasserorganismen. Kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben. Weitere Angaben zur Ökologie: Für organ. Hg-Verbindungen allgemein gilt: Biol. Effekte: Fische: S. gairdnerii toxisch ab 0,002 mg/l. Für Essigsäure allgemein gilt: Biologische Effekte: Toxisch für Wasserorganismen. Schädigende Wirkung durch ph-verschiebung. Biologisch leicht abbaubar. Gut eliminierbar. Fischtoxizität: Leuciscus idus LC 50 : 410 mg/l; Wasserorganismen: LC 50 : 10-100 mg/l/96 h; Arthropoden: Daphnia magna LC 50 : 47 mg/l/24 h; Toxische Grenzkonzentration: Pseudomonas putida 2850 mg/l; Scenedesmus quadricauda 4000 mg/l; Entosiphon sulcatum 78 mg/l; Abbaubarkeit: BSB 5 : 0,88 g/g; BSB 36% von ThSB/5 d; Verteilung: log P(O/W): -0,17. Eine Bioakkumulation ist nicht zu erwarten. Nicht in Gewässer, Abwasser oder Erdreich gelangen lassen! 13. Hinweise zur Entsorgung Produkt: Chemikalien müssen unter Beachtung der jeweiligen nationalen Vorschriften entsorgt werden. Unter www.retrologistik.de finden Sie länder- und stoffspezifische Hinweise sowie Ansprechpartner. Verpackung: Verpackungen von Merck-Produkten müssen länderspezifisch unter Beachtung der jeweiligen Vorschriften entsorgt oder Rücknahmesystemen überlassen werden. Unter www.retrologistik.de finden Sie spezielle Hinweise für die jeweiligen nationalen Gegebenheiten sowie Ansprechpartner. Die Sicherheitsdatenblätter für Katalog-Artikel sind auch verfügbar über www.chemdat.de Seite 5 von 7

14. Angaben zum Transport Landtransport GGVS, GGVE, ADR, RID Klassifizierung 8/76b Bezeichnung 2922 AETZENDER FLUESSIGER STOFF, GIFTIG, N.A.G. (QUECKSILBERACETATLOESUNG UND ESSIGSAEURE) Binnenschiffstransport ADN, ADNR Klassifizierung nicht geprüft Seeschifftransport IMDG, GGVSee Klassifizierung 8/UN 2922/PG II EmS: 8-15 MFAG: Bezeichnung CORROSIVE LIQUID, TOXIC, N.O.S. (MERCURY ACETATE SOLUTION AND ACETIC ACID) Marine Pollutant: PP Lufttransport ICAO, IATA Klassifizierung 8/6.1/UN 2922/PG II Bezeichnung CORROSIVE LIQUID, TOXIC, N.O.S. (MERCURY ACETATE SOLUTION AND ACETIC ACID) Die Transportvorschriften sind nach den internationalen Regulierungen und in der Form, wie sie in Deutschland (GGVS/GGVE) angewendet werden, zitiert. Mögliche Abweichungen in anderen Ländern sind nicht berücksichtigt. DIESE TRANSPORTANGABEN GELTEN FÜR DIE GESAMTPACKUNG! 15. Vorschriften Kennzeichnung nach EG-Richtlinien Symbole: T+ Sehr giftig N Umweltgefährlich R-Sätze: 26/27/28-33-36/38-51/53 Sehr giftig beim Einatmen, Verschlucken und Berührung mit der Haut. Gefahr kumulativer Wirkungen. Reizt die Augen und die Haut. Giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben. S-Sätze: 26-28-36/37-45-61 Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Berührung mit der Haut sofort abwaschen mit viel Wasser. Bei der Arbeit geeignete Schutzhandschuhe und Schutzkleidung tragen. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen (wenn möglich dieses Etikett vorzeigen). Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Besondere Anweisungen einholen/sicherheitsdatenblatt zu Rate ziehen. Deutsche Vorschriften Wassergefährdungsklasse 3 (stark wassergefährdend) VwVwS Anh. 4 Lagerklasse VCI Merkblatt BG-Chemie 6.1 B M004 Reizende Stoffe/Ätzende Stoffe M024 Quecksilber und seine Verbindungen M050 Umgang mit gesundheitsgefährlichen Stoffen Die Sicherheitsdatenblätter für Katalog-Artikel sind auch verfügbar über www.chemdat.de Seite 6 von 7

16. Sonstige Angaben Wortlaut aller R-Sätze aus Kapitel 2: 10 Entzündlich. 26/27/28 Sehr giftig beim Einatmen, Verschlucken und Berührung mit der Haut. 33 Gefahr kumulativer Wirkungen. 35 Verursacht schwere Verätzungen. 50/53 Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben. Änderungsgrund Änderung der Kennzeichnung. Änderung der Angaben zu Bestandteilen. Siehe Kapitel 8: Grenzwerte für den Arbeitsschutz. Änderung im Kapitel Toxikologie. Änderung im Kapitel Ökologie. Allgemeine Überarbeitung. Auskunftgebender Bereich: USF/GEN P * Tel: +49 6151/722775 * Fax: +49 6151/726433 * e-mail:prodsafe@merck.de Die Angaben stützen sich auf den heutigen Stand unserer Kenntnisse und dienen dazu, das Produkt im Hinblick auf die zu treffenden Sicherheitsvorkehrungen zu beschreiben. Sie stellen keine Zusicherung von Eigenschaften des beschriebenen Produkts dar. Die Sicherheitsdatenblätter für Katalog-Artikel sind auch verfügbar über www.chemdat.de Seite 7 von 7