RALLYCROSS RÜCKBLICK 2007 RALLYCROSS RÜCKBLICK

Ähnliche Dokumente
4. int. Bergrennen 19. August 2017 LV Hessen

1 von :21

1233 AUDI BMW BMC Citroen Fiat Ford

Überrollbügel und -käfige / Typen

VDRM Virtuelle Deutsche Rallye Meisterschaft 2015 KURZVORSTELLUNG ORGANISATION

Ergebnisse SL-Motorsport Bergslalom in Breitenstein Tagessieg Verstärkt

Lokalmatador Dieter Depping debütiert auf RallycrossRundkurs

ÖAMTC-ENZIAN-Slalom 2011

81. Ulenspegel Slalom MSC der Polizei Braunschweig im ADAC

29. ADAC Stormarn Rallye 2012 MSC Trittau e.v. im ADAC

S0/Damenklasse 1 MOLDASCHL Martina ZV Süd Wien Toyota MR2 No 0:39,67 3 8

83. Ulenspegel Slalom MSC der Polizei Braunschweig im ADAC

file://c:\dokumente und Einstellungen\RT\Desktop\Neuer Ordner\Ergebnis-Klasse-1...

Serie bis 1400 ccm. Serie bis 1600 ccm

Alle priser er excl. Moms Note Tårnstiver Stål. Tårnstiver Alu. Pris. Pris

Klasse 1: Serie Diesel

DIV II/bis 1600ccm. DIV I/bis 2000ccm. DIV I/über 2000ccm 4WD. DIV II/bis 1400ccm. Greinbach. Teesdorf Linz. Teesdorf Steyr. esamt

Bemerkungen / Hinweise Ausführung. RSX Asphalt ,00 8) 8) GD GD , , ,00

SLM-Autoslalom CUP-Slalom BERNDORF 30.Juni.2013

ASV Slalom 1 Bruck/Leitha am 23. April 2017

WIECHERS Ueberrollbügel + Ueberrollkäfige Für Strasse, Hobby-Sport und CH/FL-Motorsport; geliefert mit Materialbescheinigung + ID-Kleber.

WIECHERS Sport Überrollbügel und -käfige / roll bars and cages

ASV Slalom 2 LASSEE am 17. Juni 2017

25. ADAC I HAC Herbstslalom Hildesheim 2000 Hildesheimer Automobilclub e.v. im ADAC. DM SB Nr.:264/2015. Ergebnisliste

WIECHERS explizit Käfigen AUDI BMW BMC Citroen Fiat

Sportfahrerclub Bremerhaven e.v. im ADAC

53.PSV - Clubslalom PSV Berlin e.v. Abt.Motorsport

Motorsport-Show Amstetten 2009

MSRR NEULENGBACH Slalom Neulengbach 19. September 2010

48. ADAC/MFC Slalom VÜP-Recklinghausen Reg.Nr.: 280/16

MSC Scuderia Kempten e.v.

MSRR NEULENGBACH Slalom Stetteldorf 30. Mai 2010 Ergebnis WK1 Tagessieg Serie

1 3PrЁ fbericht Gerstl 350 Seite 1/7

MSC Scuderia Kempten e.v.

Pkw-Fahrleistung nach Marke und Modell des Fahrzeugs (1/5)

1 HAHN Florian Fiat Panda 100HP KROUPA Thomas VW Golf 3 5 5

1 3PrЁ fbericht Gerstl 355 Seite 1/7

SLALOM MSC MARCHFELD

33. ADAC CIMBERN - Slalom (DSM)

22. ADAC-Storm-Clubslalom

Liste/List:3-1 D/C Fahrer Driver Nat./St. Bewerber Competitor Team Club Fahrzeug Vehicle Patrick Lorenser Patrick Lorenser Honda Civic Type R Kl

Fahrwerkstreben Alu. Racingline hinten. Hinweis Fahrwerkstreben Alu

ADAC-VFM-BP Truck Stop-Jedermannslalom , Schwarmstedt, Reg-Nr.: CS 21 /07. Starterliste

T R O P H Ä E A U T O T E S T M O T O R S P O R T

ALUFELGEN RESTPOSTEN Solange Vorrat! Stand laufend aktuell auf

1 KITZLER Christian Mazda RX SCHACHINGER Thomas Fiat Panda HP

IMPULSE AUTO INSIGHTS. Aktuelles, Wissenswertes, Besonderheiten zum deutschen Pkw Markt. Zulassungen Juli Quelle: Heidelberg,

MSC Scuderia Kempten e.v.

Hildesheimer Automobilclub e.v. im ADAC. DM SB Nr.: 265/2015. Ergebnisliste. NA BMW 325i. 75,0 2 H Scuderi a Avus e.v.

MSC MARCHFELD SLALOM 20.Juni 2015

Platz Start-Nr. Fahrer Bewerber/Fahrzeug Training 1.Lauf Strafsec 2.Lauf Strafsec Gesamt. Philip Boldt

2. Saisonlauf Mariapocs Ungarn 23. Mai Am 22. Mai gab es noch allerhand zu tun und so beendeten wir den Tag erst um 00.

37. Husumer-ADAC-Clubslalom

Presseinformation Sperrfrist: , 10:00 Uhr

14. Rennslalom des MSC Groß Dölln e.v. im ADAC

Nennliste - Entry List Stand:

recaro Soweit nicht extra darauf hingewiesen, handelt es sich bei allen Konsolen um gebrauchte Konsolen

Offizielles Endergebnis / Official final results

1 HAHN Florian Fiat Panda 100HP LÖFFLER Jakob Suzuki Swift GTI KROUPA Thomas VW Golf 3 5 5

Kann ihr. Fahrzeug auch. Komfortblinken????

Ergebnisliste: Alle Klassen

V1 Einstufungsliste VLN PRODUKTIONSWAGEN bis 1620cm³ max. Leistung 90 KW Mindesgewicht 920 KG

Aktueller Meisterschaftsstand. Deutsche Rallye Meisterschaft 2014

MSC Untergröningen - Rallyesprint 27. Oktober 2012 Württembergische ADAC Ralleymeisterschaft und Golf 2 Cup 2012 Gesamtergebnis nach Klassen

Fundgrube - Korbel Racing - Herzog Motorsport BERGRALLYE CUP Lauf: Naas

15. Schwarzataler Slalomcup 2012 Zwischenstand nach Slalom: Racing Passion Auswertung: Uschi Wolf-Fritz (Tel: ) vom 21.

Gesamtergebnis sortiert nach Klassen ADAC Slalom Kaiserkuhle DMSB RegNr. 2041/2016

N-homogierte Rallye-Fahrzeuge sortiert nach Marke und Homologationsdatum

V1 Einstufungsliste VLN PRODUKTIONSWAGEN bis 1620cm³ max. Leistung 90 KW Mindesgewicht 920 KG

Tagessieg Division I (Zweirad) Pl. Name Nr. Klub Fahrzeug 1. Lauf Hut Tor 2. Lauf Hut Tor 3. Lauf Hut Tor Zeit + F

10. ADAC Ostsee-Rallye MSC Holstein e.v. im ADAC

passend für Alfa Romeo passend für Audi passend für Citroën passend für Chevrolet Fahrzeug-Modelle Ausführung Bestell-Nr.

Preisliste - Standheizung Stand Oktober 2011

1 KOLLMANN Franz Opel Corsa GSI PRONEG Manfred Renault Twingo RS Cup HUBER Wolfgang Erwin Toyota MR

Ergebnisliste. ASV Slalom Bruck/Leitha

ADAC Flughafen-Slalom-München

IMPULSE AUTO INSIGHTS. Aktuelles, Wissenswertes, Besonderheiten zum deutschen Pkw Markt. Zulassungen April Quelle: Heidelberg,

Anzahl Nennungen: 117. Ausdruck: :13:03

IMPULSE AUTO INSIGHTS. Aktuelles, Wissenswertes, Besonderheiten zum deutschen Pkw Markt. Zulassungen November Quelle: Heidelberg,

Edition 01/2008. Inhalt. Audi 3 BMW 3. Citroen 5. Dacia 6. Daewoo 6. Fiat 6. Ford PKW 6. Hyundai 8 KIA 8. Lancia 9. Mazda 9. Mercedes Benz PKW 10

IMPULSE AUTO INSIGHTS. Aktuelles, Wissenswertes, Besonderheiten zum deutschen Pkw Markt. Zulassungen Oktober Quelle: Heidelberg,

Nennliste Clubsport. Klasse 1 G7-G6 Name Ortsclub Fahrzeug Lizenz.-Nr. St.-Nr. Klasse 2 G5 Name Ortsclub Fahrzeug Lizenz.-Nr. St.-Nr.

Ein dreifaches Helau allen Närrinnen und Narren.

Automobilslalom des MCKT Kirchheim/Teck

25. ADAC Westerwald - Rallye 200 Liste der Nennungen

Marktübersicht: Chefkombis

Kann ihr. Fahrzeug auch. Komfortblinken????

Gesamtergebnis sortiert nach Klassen Bergstadt Slalom

Ergebnisse Bergslalom Queidersbach Sonntag

Georg Berlandy triumphiert beim Reifenroulette in der Eifel

Pl. St-Nr. Name Ortsclub Fahrzeug Punkte Training F 1.Lauf F 2.Lauf F Gesamt

VW Golf unangefochtener Liebling der Münchner Eine Auswertung des Münchner Pkw-Bestandes 2015 nach Fahrzeugsegmenten und Modellen

Fahrzeugzuordnungsliste Hersteller Modell Baujahr Hinweis Nr. ALFA ROMEO dr Estate ALFA ROMEO Mito AUDI A3 4-dr Sedan

Technisches Reglement RX-Cup (Rallye)

C u p DIESELWERTUNG VERBESSERTE KRAFTFAHRZEUGE SERIENNAHE KRAFTFAHRZEUGE DAMENWERTUNG

Transkript:

RALLYCROSS RÜCKBLICK 2007 RALLYCROSS RÜCKBLICK 2007 -

DM Lauf 5, Estering, 14./15. Juli volle Bude Auch der zweite Lauf unter neuer Führung wurde ein gelungener Beitrag zu einer funktionierenden Rennserie. Drei Gäste aus Polen bereicherten die Division 1A, Tomasz Nowak - immerhin amtierender polnischer Meister - erreichte sogar Position zwei hinter Sven Seeliger.

Mit netten Gästen macht jede Party viel mehr Freude. So auch beim fünften Lauf zur DRX auf dem Estering. Mit Thomasz Nowak, Andrzei Szyszkowski und Michal Guranowski aus Polen gewann die DRX an Farbe und Internationalität. Die Division 1A war daher auch voller als sonst, mit elf gewerteten Fahrern bisher der Rekord der spektakulären 1600er Klasse. Während Andreas Steffen und Jürgen Klaenhardt das A-Finale verpassten, gewann ausgerechnet Sven Seeliger das Finale. Zu Beginn der Saison abgeschrieben und nach langer Durststrecke endlich ein sensationeller Erfolg für den Rethemer. Unter dem Jubel der Zuschauer prescht er mit zwei Rädern im Schotter neben Nowak hinauf in die Sparkassenkurve, behält die Nerven auf der Innenbahn und fährt seinen ersten Sieg mit dem Fiesta ein. Rolf Volland erzielt zum zweiten mal in Folge die Idealpunktzahl von dreißig, die sich aus den 20 Punkten für den Sieg im A-Finale und 10 Zählern aus dem Superfinale zusammen setzt. Mit Riesenschritten strebt er also Richtung Titelverteidigung - es wäre die zehnte DM-Krone, die sich der Hilpoltsteiner auf das Haupt setzen darf. In der Division 5 gewinnt Philip Schwarz. Der Newcomer feiert damit schon seinen zweiten Rallycross-Sieg. Sein Auto, ein Citroen AX, hatte schon einmal auf dem Estering einen Triumph eingefahren. Damals mit Andreas Steffen am Steuer, der mit dem Fahrzeug seinen Einstieg in den Rallycross-Sport realisierte und ihn aus den Händen von Jürgen Klaenhardt bekommen hatte. Nach mehr als der Hälfte der DRX-Läufe war nur eines klar: den amtierenden Meistern Volland und Völzer kam weiterhin nur die Verfolgerrolle zu. Aber es blieben noch ausreichend Gelegenheiten für Verbesserungen. RALLYCROSS RÜCKBLICK 2007-47

endergebnis DrX-Lauf 5 division 1 1. Rolf Volland, Skoda Fabia 2. Jörg Jockel, Ford Focus 3. Frank Eichelberg, Audi A4 4. Ralph Wilhelm, Lancia Delta 5. Thomas Loos, Ford Escort 6. Jakob T. Hansen (DK), Ford Escort division 1A 1. Sven Seeliger, Ford Fiesta 2. Tomasz Nowak (DK), Skoda Fabia 3. René Münnich, VW Polo 4. Sören Pedersen (DK), Toyota Corolla 5. Andreas Schrader, VW Polo 6. Karsten Ney, VW Polo 7. Michal Guranowski (PL), VW Polo 8. Norbert Kruse, Ford Puma 9. Jürgen Klaenhardt, Peugeot 206 10. Andreas Steffen, Citöen Saxo 11. Andrzei Szyszkowski (PL), Peugeot 106 division 4 1. Clemens Meyer, VW Golf III 2. Hans Kirchhof, Porsche 911 3. Swen Grupe, VW Golf II 4. Leo Blockx (B), Opel Corsa 5. Kurt Umland, VW Golf II 6. Jens Barkhoff, VW Golf II 7. Fred Czaja, VW Golf I 8. Gerhard Völzer, Opel Kadett C 9. Ulrich Riese, VW Polo 10. Dirk Rux, VW Corrado VR6 11. Peter Michels (B), Seat Ibiza 12. Robert Müller, VW Golf III 13. Andreas Kramp, Opel Ascona 14. Georg Hoffmann, Peugeot 205 15. Ralf Evers, BMW M3 division 5 1. Philip Schwarz, Citroen AX 2. Harald Rauch, Citroen AX 3. Björn Brüning-Zedler, Citroen AX 4. Julian Meyer, Citroen AX 20 Punkte 17 Punkte 15 Punkte 13 Punkte 12 Punkte 11 Punkte 20 Pkte 17 Pkte 15 Pkte 13 Pkte 12 Pkte 11 Pkte 10 Pkte 09 Pkte 08 Pkte 07 Pkte 06 Pkte 20 Pkte 17 Pkte 15 Pkte 13 Pkte 12 Pkte 11 Pkte 10 Pkte 09 Pkte 08 Pkte 07 Pkte 06 Pkte 05 Pkte 04 Pkte 03 Pkte 02 Pkte 20 Pkte 17 Pkte 15 Pkte 13 Pkte Stimmen zum Rennen Eine sehr schöne Veranstaltung hörte man von den polnischen Gästen, die sich erstmals auf dem Estering herumgetrieben hatten. Tomasz Nowak beispielsweise nutzte das Rennen als Generalprobe für die EM-Läufe in Holland und Belgien. Er könne sich durchaus vorstellen, 2008 in der DRX zu starten, überlegte er. Nowak musste sich im Finale der Division 1A nur Sven Seeliger geschlagen geben. Jetzt fahre ich auf jeden Fall auch auf dem Matschenberg und werde dort gewinnen sagt ein motivierter Hans Kirchhof. Auf dem Estering wurde er in Führung liegend von Clemens Meyer kassiert, in Gründau hatte er kurz vor Rennende die Spitzenposition an Gerhard Völzer abgeben müssen. Auf dem Matschenberg konnte Hans Kirchhof bereits im Jahre 2004 gewinnen, damals noch vor Rolf Volland im VW Polo, ein Jahr darauf wurde er Zweiter hinter Markenkollege Uwe Wagner. Der erste Sieg von Clemens in der Division 4 jubelt das Team von Meyer-Racing, das die Tabellenspitze der Produktionswagenwertung weiter inne hat, obwohl es einen Wechsel gegeben hat. Clemens verdrängt seinen Bruder Julian von Rang 1, dieser rutscht ab auf Position drei. Zwischen den beiden steht René Münnich in Lauerstellung. 48 - RALLYCROSS RÜCKBLICK 2007

Freiheit für die Kurve Die letzte Kurve vor dem Ziel hat es auf dem Estering in Buxtehude in sich. Das trifft ganz besonders auf die letzten Meter zu. Manch einer witterte dort schon eine Chance, die gar keine war. Andreas Kramp erinnert sich nur ungern an einen Unfall, bei dem er frontal in die Leitplanke geschleudert wurde. Gunnar Kittilsen wagte mit seinem Mitsubishi Lancer vor Jahren ein Überholmanöver über die schmutzige Außenseite. Die Schwedin Anna Hane war im Visier des Norwegers, obwohl sie sich mit ihrem Audi S2 noch zur Wehr setzte, gelang Kittilsen damals die Aktion. Auch beim fünften DRX-Lauf des Jahres gab es wieder viele enge Zweikämpfe auf den letzten Metern, hier deshalb ein paar Impressionen aus der anspruchsvollen Kurve nach der Höhengeraden. Auch Sven Seeliger wusste die Kurve schon immer zu nehmen. Selbst zu seinen Citroen AX Zeiten driftete er auf den brisanten Übergang von Schotter auf Asphalt kurz vor dem Ziel zu. RALLYCROSS RÜCKBLICK 2007-49

EM-Lauf 7, Belgien/Maasmechelen, 11./12. August teufelsberg Die erste Kurve ist stets entscheidend. Der Spinnekopp auf dem Duivelsbergcircuit stellt jedoch ganz besondere Anforderungen an die Fahrer. Der Duivelsbergcircuit ist ein wahrer Zuschauermagnet. Kurz bei Aachen über die Grenze gehüpft und schon sind auch die zahlreichen Fans aus Deutschland dabei. Für sie und alle anderen Zuschauer ist die traditionelle Anlage 50 - RALLYCROSS RÜCKBLICK 2007 längst kein Geheimtipp mehr. Sehr gut einsehbar, nahegelegenes Fahrerlager und eigentlich immer bestes Wetter. Dazu die Brisanz um den Titel in der Rallycross Europameisterschaft - und das Rennwochenende ist perfekt. Langgezogen und asphaltiert spitzt sich die Startkurve zum Ende hin immer mehr zu, der Streckensprecher hat dafür den Begriff Spinnekopp geprägt. Mit pfeifenden Reifen treiben die Fahrer ihre Fahrzeuge in diese heikle Kurve, manchen schiebt es raus in den Fangsand, andere bleiben bei dem Versuch, nach innen zu ziehen auf der Strecke. Michael Jernberg beherrschte den Kurs am besten, sagenhaft driftet er mit seinem Ford Focus schwarze Streifen in den Asphalt. Er dominierte die Vorläufe und schließlich auch das Finale. Wenn Michael einen Lauf hat, dann hält er das bis ins Finale durch und gewinnt erklärt ein schwedischer Journalist, der in der Nachbarschaft Jernbergs wohnt, eine Gegend, in der auch Lars Larsson zu Hause ist. Kein Wunder also, dass die beiden auch privat befreundet sind. Es gibt jedoch einen markanten Unterschied zwischen den Nachbarn: Larsson konnte schon einen EM-Titel heimfahren, Jernberg dagegen gilt schon lange als das ewige Talent. Die Lokalmatadoren wie Jochen Coox oder Ronny Scheveneels konnten gegen die EM-Elite nichts ausrichten.

Die Clio-Piloten Adam Kozak und Martynas Padgurskis sind die ärgsten Verfolger des tschechischen Duos Castoral und Kotek. Was können Sie im Titelkampf der Division 2 noch ausrichten? Dabei ist der Teufelsberg bekannt dafür, dass die einheimischen Fahrer, zu denen man aufgrund der räumlichen Nähe und der gemeinsamen nationalen Wettkämpfe eigentlich auch die Niederländer zählen muss, hier für eine Überraschung gut sind. Einzig Patrick van Mechelen gelang es, wenigstens im B-Finale für Spannung zu sorgen. Es schien zunächst, als könnte der Subaru-Pilot ins A-Finale aufsteigen, doch ausgerechnet bei der Einfahrt in die Jokerlap kollidierte er mit einem Reifenstapel, stieg auf und verlor wertvolle Zeit. Mit Position zehn fuhr er das beste belgische Resultat in der Division 1. Lediglich Jos Kuypers CHANCE FÜR CASTORAL aus den Niederlanden. - der den Duivelsberg wie seine Westentasche kennt - lag etwas weiter vorn, aber der ist eben Im Finale der Division 2 witterte Roman Castoral seine wohl letzte Chance auf den Titel. Als Zweiter scheucht er Tomas Kotek um den Kurs, aber es führt kein Weg vorbei. Dann die Jokerlap, auch hier behält Kotek die Nase vorn, aber Castoral will es nicht so recht glauben und hält dagegen, es kommt zum Dreher von Kotek, der daraufhin strandet und Castoral zunächst gewinnt. Am grünen Tisch dann die Strafe für Castoral, Kotek ist nun immerhin Fünfter und vor allem einen Punkt vor Castoral, der als Sechster gewertet wird. Bei einem rechtmäßigen Sieg des amtierenden Europameisters hätte dieser nämlich satte neun Zähler aufgeholt. Olivier Bossard präsentierte erstmals seinen beeindruckenden Citroen C2, doch irgendwie war in dem neuen Auto noch der Wurm drin. Deshalb griff der Franzose eine Woche später in Valkenswaard auf das alte Eisen, seinen Citroen Saxo, zurück. Später sollte er den Saxo an einen Norweger verkaufen, der damit ganz außergewöhnliche Leistungen vollbringen sollte. Jaroslav Kalny besiegte derweil Michael de Keersmaecker auf dessen Heimstrecke. Das brachte ihn nicht an die Tabellenspitze, verkürzte jedoch den Abstand um drei Pünktchen. Schritt für Schritt schmilzt der Vorsprung des Belgiers dahin und Kalny könnte beim Finale in seinem Heimatland für eine Sensation sorgen - sofern er auch in Polen vor dem Corsa-Fahrer die Zielflagge sieht. RALLYCROSS RÜCKBLICK 2007-51

endergebnis EM-Lauf 7 division 1 1. Michael Jernberg (S), Ford Focus 2. Sverre Isachsen (N), Ford Focus 3. Guttorm Lindefjell (N), Ford Focus 4. Kenneth Hansen (S), Citroen C4 5. Lars Larsson (S), Skoda Fabia 6. Andreas Eriksson (S), Ford Fiesta 7. Ludvig Hunsbedt (N), Volvo S40 8. Morten Bermingrud (N), Citroen Xsara 9. Pavel Koutny (CZ) Ford Focus 10. Patrick van Mechelen (B), Subaru Impreza 11. Olivier Anne (F), Citroen C4 12. Jos Kuypers (NL), Ford Focus 13. Pat Doran (GB) Ford Fiesta 14. Per Eklund (S), Saab 9-3 15. Ole Kristian Nottveit (N), Ford Focus 16. George Tracey (IRL), Citroen Xsara division 1A 1. Jaroslav Kalny (CZ), Peugeot 206 2. Michael de Keersmaecker (B), Opel Corsa C 3. Andy Martin (B), VW Polo GTI 4. Jussi Pinomäki (SF), Renault Clio 5. Olivier Bossard (F), Citroen Saxo 6. Zdenek Cermak (CZ), Skoda Fabia 7. Thierry Cokelaere (B), Honda Civic 8. Pavel Vimmer (CZ), Peugeot 206 9. Christian Petrakovits (A), Seat Ibiza 10. Dave van Beers (B), Renault Clio 11. Peter Vingerhoets (NL), Peugeot 206 12. Peter van de Wege (NL), Toyota Yaris 13. Sven Seeliger (D), Ford Fiesta 14. Davy van den Branden (B), Citroen Saxo 15. Kris Verlinden (NL), VW Polo 16. Harrie Deelen (NL), Opel Corsa division 2 1. Marcel Snoyers (NL), Renault Clio 2. Jarmo Hallman (SF), Renault Clio Sport 3. Adam Kozak (PL), Renault Clio 4. Gabor Bankuti jr. (H), Peugeot 306 5. Tomas Kotek (CZ), Honda Civic Type-R 6. Roman Castoral (CZ), Opel Astra OPC 7. Jiri Galuska (CZ), Ford Puma 8. Ko Kasse (NL), Opel Astra 9. Heiko Paries (D), MG ZR 10. Harri Korkiakoski (SF), Honda Civic Type-R 11. Martynas Padgurskis (LT), Renault Clio RS 12. Josef Iro (CZ), Renault Clio RS 20 Punkte 17 Punkte 15 Punkte 13 Punkte 12 Punkte 11 Punkte 10 Punkte 09 Punkte 08 Punkte 07 Punkte 06 Punkte 05 Punkte 04 Punkte 03 Punkte 02 Punkte 01 Punkt 20 Punkte 17 Punkte 15 Punkte 13 Punkte 12 Punkte 11 Punkte 10 Punkte 09 Punkte 08 Punkte 07 Punkte 06 Punkte 05 Punkte 04 Punkte 03 Punkte 02 Punkte 01 Punkt 20 Punkte 17 Punkte 15 Punkte 13 Punkte 12 Punkte 11 Punkte 10 Punkte 09 Punkte 08 Punkte 07 Punkte 06 Punkte 05 Punkte 52 - RALLYCROSS RÜCKBLICK 2007

Mädels und ihre Löwen Der Peugeot 206 Maxi ist in der Division 1A ein besonders verbreitetes Modell und wird offensichtlich von der Damenwelt bevorzugt. Das die Löwen dann in der Regel rot lackiert sind, mag Zufall sein. Zum einen wäre da Nicole Moelands (Nr. 130) aus den Niederlanden, die mit ihren 21 Jahren zu den jüngsten Teilnehmern in der Europameisterschaft zählt. In Belgien warf sie ihren Löwen beinahe auf die Seite, als sie einen Reifenstapel berührte. Ihr Freund Peter Vingerhoets (unten) setzt auf dasselbe Modell und konnte damit 2006 auf seiner Heimstrecke in Valkenswaard Zweiter werden. Michaela Kalna, Tochter des Division 1A Favoriten Jaroslav Kalny (Nr. 105), setzt ebenfalls auf einen roten Löwen. Das Fotomodell der tschechischen Modeszene erlebt mit Rallycross den Gegenpol zum Model-Dasein. Doch auch die Herren in den roten Löwen sorgen für Aufsehen, so gelang Peter Vingerhoets in Polen ein spektakulärer Abflug in den Kitty litter, das Katzenklo, wie der Fangsand gern auch genannt wird. RALLYCROSS RÜCKBLICK 2007-53

besuch von der insel EM-Lauf 8, Niederlande/Valkenswaard, 18./19. August Der Eurocircuit in Valkenswaard kommt ohne Hügel aus, ist aber aufgrund des innen liegenden Fahrerlagers nicht vollständig von allen Seiten einsehbar. Die Zuschauer haben leider nur den Blick auf den halben Ring, das Renngeschehen kann deshalb nicht ununterbrochen verfolgt werden. Das ist umso ärgerlicher, weil die Fahrer in diesem Jahr besonders viel Spektakel zum Besten gaben. Auffällig waren die Besucher von der Insel. George Tracey aus Irland hatte den Großteil der Saison zunächst mit einem feuerspeienden Peugeot 307 CC absolviert. Irgendwie war ihm die Kiste zu lahm und deshalb zog er sich einen Citroen Xsara aus dem Hause Bermingrud an Land. Der lief schon wesentlich besser, doch zu einem späteren Zeitpunkt sollte sich zeigen, dass Tracey auch damit nicht zufrieden zu stellen war. Er kauft kurzerhand den C4 von Olivier Anne für das nächste Jahr und sein Sohn bekommt als Bonus noch einen Renner für die Division 1A. Er hatte Land, welches zu Bauland wurde, und das hat ihn reich gemacht erklärt ein Fahrer. Weniger Geld aber mehr Historie hat der Brite Pat Doran. Schon in den 90ern in der EM unterwegs und zuletzt sogar mit dem legendären Ford RS 200 Britischer Champion ist er nun wieder zurück. Mit einem Ford Fiesta T16 4x4 wirbelt er mächtig Staub auf: nach einem missglückten Startgerangel fliegt er gemeinsam mit dem Norweger Ole Kristian Nottveit in das tiefe Katzenklo und verteilt jede Menge Kunststoff auf und neben der Strecke. Die spannendste Fahrt gelingt allerdings dem Iren Christopher Evans mit seinem Opel Astra. Er kann den Start gegen Morten Bermingrud und den amtierenden Meister Lars Larsson gewinnen und die beiden trotz mächtigen Drucks hinter sich halten. Sverre Isachsen will endlich seinen ersten Saisonsieg und gibt bereits im Training alles. Auf zwei Rädern kämpft er gegen die Schwerkraft und wirft seinen Ford Focus beinahe aus dem Ring. Er wird Zweiter im Finale, denn der Altmeister Kenneth Hansen meldet sich mit seinem allerersten Saisonsieg zurück. Der schwere Unfall in Norwegen hatte Hansen folglich nichts anhaben können. Er bewies Biss und rafft dadurch gleich die Tabellenführung ein. Die verdutzten Verfolger müssen nun dranbleiben, sonst erleben sie eine Wiederholung der ersten fünf Jahre des neuen Jahrtausends - die hatte nämlich immer Kenneth Hansen als Meister abgeschlossen. Karsten Ney und Sven Seeliger wollten für die Farben Schwarz-Rot-Gold punkten. Ney scheuchte die Meute vor sich her, musste aber ohne Beute die Heimreise antreten.

Seeliger verpasste mit Position 17 ebenfalls knapp den Lohn für seine Bemühungen und Jürgen Klaenhardt war aufgrund des nachhaltigen Defekts, den er sich eine Woche zuvor in Belgien zugezogen hatte, gar nicht erst angetreten. Hinsichtlich des Titelkampfs wiederholte sich der Zweikampf Kalny und de Keersmaecker. Wieder dominierte Kalny und fuhr einen Start-Ziel Sieg ein, dicht gefolgt vom Belgier, dessen Vorsprung dadurch immer mehr zusammen schrumpfte. Roman Castoral konnte Tomas Kotek und Martynas Padgurskis in die Schranken weisen. Padgurskis feierte seinen dritten Platz einmal mehr in einer Art und Weise, als hätte er sein Land von Besatzern befreit. Die Zuschauer wurden beinahe ärgerlich, da sich durch sein Rumgehopse das Finale der Division 1 zu verzögern drohte. Unbeirrt sprang Padgurskis jedoch umher, freudig die wehende Fahne schwenkend. Marcel Snoyers, der nur wenige EM-Läufe bestritt, konnte seinem Sieg aus Belgien noch einen sehr guten Platz vier hinzufügen. Hinter ihm positionierten sich die Finnen Harri Korkiakoski und Jarmo Hallmann.

SO VIEL spektakel......hat es in der Rallycross Europameisterschaft lange nicht gegeben. Nach jahrelanger Dominanz durch Kenneth Hansen in der Division 1 und mageren Starterfeldern, die fast jedem Teilnehmer noch einen Platz in den Punkten bescherten, zeichnete sich bereits 2006 eine entscheidende Wende ab. Das gilt sowohl für die EM als auch für die DM - die sich 2007 mit DRX einen neuen Namen gab. Kai Hachulla, Michael Hoese Sven Kopf, Lothar Lütgebüter