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Transkript:

Installationsanleitung ATTAS - Profiltechnik 115 Garantiert höchste Qualität im freitragenden Stahl-Schiebetor-Bau Das Komplett - System für freitragende Schiebetore Stahllaufrollenprofil FST 115 115 x 105 x 4 mm feuerverzinktes Spaltband (Längskanten veredelt) Laufrollenprofil in Lagerlängen 6,2m, 8,2m, 9,7m und 11,2m max. Torkörpergewicht 550 kp galv. verzinkte Laufrollenböcke mit kugelgelagerten Rollen aus PA 6 223 96 Zubehör 166 Grundplatte Kopfdeckel mit Auflaufrolle Auflaufschuh Einlaufgabel Führungsrollen Zackenleisten 140 215 26-55 Ausgabe 2/2010 Montageanleitung FST 115 Seite 1 von 7 Technische Änderungen vorbehalten

Die Montage und Inbetriebnahme von Toranlagen darf nur durch qualifiziertes Personal ausgefüht werden! Für eine ordnungsgemäße Inbetriebnahme und eine lange Lebensdauer der Toranlage sind die folgenden Planungs- und Verarbeitungspunkte unbedingt einzuhalten! 1. Allgemeines a) Je nach Verbindungsart zwischen Torrahmen und Laufrollenprofil (Schweiß - oder Schraubverbindung) ist eine Beschichtung der Verbindungspunkte erforderlich (Zinkspray, Kaltverzinkung nach DIN 50976). Keinesfalls darf das Laufrollenprofil nachträglich feuerverzinkt werden, da dies zu einer Beschädigung führen würde (Verzug, ungleichförmige Laufflächen). b) Der Torkörper darf keinen Verzug aufweisen. Die Folgen sind unruhiger und schwerer Torlauf. c) Das max. Torkörpergewicht von 550 kp darf nicht überschritten werden. d) Zur Torentlastung müssen in den Stellungen Tor auf und Tor zu jeweils Kopfdeckel mit Stützrolle und Auflaufschuhe montiert werden. e) Für die obere Torführung sind Führungsrollen (Führungsbügel) und eine Einlaufgabel in Tor- Zu - Position vorzusehen. f) Empfohlene Materialquerschnitte für den Torkörper. Durchfahrtslichte Ober-.Untergurt äußere und Füllstäbe in mm innere Friesstäbe bis 4500 RR x 50 x 3,0 RR x 50 x 3,0 RR 30 x 20 x 2,0 bis 0 QR x 3,0 QR x 3,0 RR 30 x 20 x 2,0 Die Angaben (mm) sind statisch vorgegeben, der Toraufbau ist nach diesen Vorgaben auszulegen. g) In die Laufrollenberechnung ist die Windbelastung mit integriert und legt somit eine Torfüllung in Form von Friesstäben oder eine Gitterausführung zu Grunde. h) Die Fundamentmaße sind Richtwerte. Das Fundament muß stets der Bodenbeschaffenheit angepaßt werden. Es sollte aus Beton der Qualität B25 bei Bodenklasse 3 waagerecht und rißfrei gefertigt werden. Eine Bewehrung (Armierungseisen) darf erst ab mm AOKF (Schwerlastdübel) erfolgen. i) Die technischen Verarbeitungshinweise gelten ausschließlich für waagerecht laufende Tore. j) Um einen Verzug zwischen den Laufrollenböcken weitestgehend auszuschalten, empfehlen wir einen Unterbau mit einem durchgehenden UPN-Stahl UPN140, der komplett feuerverzinkt werden kann. Um Bodenebenheit zu erzielen, muss das Betonfundament dann um 60 mm tiefer ausgeführt sein. äußere/innere Friesstäbe Füllstäbe Obergurt Untergurt Durchfahrtslichte Zugstrebe Montageanleitung FST 115 Seite 2 von 7 Technische Änderungen vorbehalten

2. Bau - und Fundamentmaße bis 6,0 m lichte Durchfahrt leichte Ausführung, Standard Windbelastung 300N/m² nach DIN EN 12424 X=100 K A lichte Durchfahrt 150 B 150 Torhöhe 85-100 0 Die Maße beziehen sich auf Tore mit elektrischen Antrieben. Sollte der Einlaufabstand X verringert werden, (z.b. bei Handschiebetoren) so müssen die Maße A, D u. K um die Differenz zu 70 mm verlängert werden. Bei geöffnetem Tor steht eine Sicherheitsschutzleiste an der Torvorderkante um das Maß X vor. Einfahrt außen 0 60 0 500 120 220 120 Antrieb 120 C 160 D Torachse 0 500 340 Zuleitung * Steuerleitung G H Baumaße lichte Durchfahrt A B C D G H K L * 2,5m 3.520 820 2.620 3.570 2.360 1.420 6.190 650 3,0m 4. 1.000 3.120 4.250 2.860 1. 7.370 670 3,5m 4.840 1.140 3.620 4.890 3.360 1.740 8.510 700 4,0m 5.4 1.2 4.120 5.530 3.860 1.8 9.650 730 4,5m 6.100 1.400 4.620 6.150 4.360 2.000 10.770 760 5,0m 6.820 1.620 5.120 6.870 4.860 2.220 11.990 0 5,5m 7.500 1.0 5.620 7.550 5.360 2.400 13.170 840 6,0m 8.170 1.970 6.120 8.220 5.860 2.570 14.340 8 tatsächliche Profillänge = A abzüglich 2x Materialstärke der Kopfdeckel (hier 2 x 5 mm) * Kann je nach Antriebstyp variieren. Montageanleitung FST 115 Seite 3 von 7 Technische Änderungen vorbehalten

3. Torkörpervorspannung Torkörper Die konvexe Torrahmen-Verformung, bedingt durch das extrem ausladende Eigengewicht, kann durch konkave Vorspannung im Fertigungsprozeß minimiert werden. Richtwerte für Vorspannung: Vorspannung, mm max. lichte Durchfahrt in m max. Durchbiegung des Torkörpers in mm Vorspannung in mm FST 115 6,00 23 15 B Die in den Verarbeitungsrichtlinien (bezogen auf den statischen Nachweis) ausgeführten Unterholm-Breiten B müssen strikt eingehalten werden. Die seitlichen, senkrechten Unterholm-Profilflanken stabilisieren dann die Laufflächen der Tragrollen. B, mm FST 115 4. Torrahmenverbindung - Schweiß - und Verschraubungsbilder Es wird empfohlen, das Laufrollenprofil und den Rahmen mit 50 mm langen Schweißnähten und Unterbrechungen von l mm zu verschweißen. Um ein Verziehen des Laufrollenprofils zu verhindern, müssen folgende Schweißnahtfolgen beachtet werden: 1-1-1..., 2-2-2..., 3-3-3... usw. (siehe Zeichnung). 50-70 mm Bei Abweichung unserer Vorgaben sollten Schweißnähte unmittelbar in den Walzkanten des Laufrollenprofils vermieden werden; als Folge könnten sich die Laufeigenschaften auf Grund thermischer Eigenschaften verändern. FST 115 Nahtabstand l, mm 400 Nahtdicke a, mm 4 Preßleiste oben Preßleiste unten Für das Verschweißen verzinkter Materialien ist es empfehlenswert, Edel - stahlelektroden zu verwenden, z.b.niro-super-elektroden TS44ZX o.ä., Herstellernachweis bei Bedarf durch ATTAS. Die Verbindung Laufrollenprofil - Torkörper kann auch in Schraubtechnik vorgenommen werden. Hierzu sind zwei Pressleisten auf der gesamten Torlänge erforderlich (siehe Zeichnung). Es empfiehlt sich aus optischen Gründen, die Fuge zwischen Untergurt und Profil mit einem Fugenfüller z.b. Sikaflex 252 (kann auch überlackiert werden) aufzufüllen. Bitte bei der Verarbeitung den passenden Primer verwenden. Schraube DIN 6914, Güte 10.9 Schraubenabstand l = 300mm Schrauben Vorspannkraft Pv, kn Preßleiste oben, St 50 Preßleiste unten, St 37 FST 115 M 12 x 30 50 FL 50 x 10 FL 30 x 6 Montageanleitung FST 115 Seite 4 von 7 Technische Änderungen vorbehalten

5. Stoß - und Schweißverbindung Beim Stumpfverschweißen der Laufrollenprofile muß unbedingt darauf geachtet werden, dass in den ge - kennzeichneten Bereichen L kein Durchbrand entsteht. Bereiche L sind Laufflächen der Trag- und Querrollen. a b a Z Mindestmaß 1 mm Z (Vergrössert) h c L c a, mm b, mm c, mm h, mm FST 115 20 44 22 26 Für das Verschweißen verzinkter Materialien ist es empfehlenswert, Edelstahlelektroden zu verwenden. 6. Obere Führungsrollen - Konstruktionsdetails 2 Stück, paarig angeordnete, obere Führungsrollen gewährleisten die Standfestigkeit der Toranlage in der Bauhöhe. 1. Die verzinkten freitragenden Schiebetore werden mit oberen Führungsrollen, direkt an den Flanken des Oberholms laufend, ausgerüstet. 2. Lackierte oder pulverbeschichtete freitragende Schiebetore werden mit zusätzlichen, unbehandelten Laufflächen für die oberen Führungsrollen ausgeführt. Eine übliche Ausführung ist z.b. beidseitig Alu-Flachprofile 30 x 3 mm mit Senk-Pop-Nieten auf der gesamten Holmlänge anzubringen. Diese verhindern eine Beschädigung der Beschichtung und gewähren eine dauerhaft optisch schöne Anlage. 3. Bei Anbringung einer Zackenleiste werden die oberen Führungsrollen um die Höhe der Zackenleiste verlängert. l a c k i e r t v e r z i n k t m i t Z a c k e n l e i s t e Abstandshülsen sind bauseits zu fertigen Montageanleitung FST 115 Seite 5 von 7 Technische Änderungen vorbehalten

7. Montage der Kopfdeckel Die Kopfdeckel (KD) sind in geschweißter Stahlkonstruktion galvanisch verzinkt und mit einer integrierten Stützrolle ausgestattet. Die dem Laufrollenprofil angepaßte Form stabilisiert das Profil in beiden Endlagen gegen Verformung und verhindert, daß bei Walzprofilen fertigungsbedingte Aufklaffen des Profils nach dem Sägen. Das Einpassen und Verschrauben des KD in das LRP ist wie folgt dargestellt. Schraube Senkschraube DIN 965 nur allgemeingültige Darstellung, je nach Baugröße verschieden 115 M 8 Die Stützrolle läuft in Tor-End-Stellung auf einen höhenverstellbaren Auflaufschuh. Die extreme Belastung der Tragrollenwerke durch das Torkörpergewicht in der Entstellung wird reduziert und die konvexe Verformung des Torkörpers minimiert. Die Konstruktion der Kopfdeckel ist so ausgelegt, daß ein Ausklinken des Laufrollenprofils für die Montage des Kopfdeckels nicht nötig ist. 8. Fundament für freitagende Schiebetore Unsere Fundamentpläne sind stets so ausgelegt, dass die Oberkante des Fundamentes tiefer liegt als der Fertigboden (Platz für Pflasterung oder sonstige Bodenbeläge). Die Differenz zwischen Oberkante Fundament und Fertigboden entspricht der Höhe des von uns generell empfohlenen Fundamentrahmens mittels UNP - Formstahls (DIN 1026). Für das Fundament (Betongüte 25, Bewehrung Baustahlmatte R221) muß der Baugrund vor Ausführung vom Bauleiter geprüft werden.wegen der ungünstigen Wirkung einseitiger Fundamentsetzung ist es erforderlich, dass mindestens Boden entsprechend DIN 1054, Tab. 4 (fest gelagert, gemischtkörnig) vorhanden ist. Anderfalls ist der Boden ausreichend tief auszutauschen (Magerbetonfüllung oder maschinell verdichteter Kies). Bügel O 6 mm Schenkelbreite : b - 100 mm Schenkelhöhe : h - 60 mm Oben 2 x O 10 mm Mitte 2 x O 10 mm Unten 3 x O 10 mm Länge = H - 100 mm Bügelanzahl = ( H - 100 ) / + 1 Gestreckte Länge der Bügel = 2xh+2xb-320+15 9. Montage der Laufrollenböcke Stellen Sie die Böcke fluchtend mit der gedachten Torachse laut Abbildung auf und zeichnen Sie die Bohrlöcher an. Befestigungsplattform für den Antrieb Torachse Die in der umseitigen Tabelle angegebene Einspannlänge B darf nicht unterschritten werden. Bohren Sie die Löcher, säubern der Bohrlöcher durch Ausblasen und bringen Sie Dübel entsprechend den Verarbeitungshinweisen an. Verwenden Sie ausschließlich Schwerlastanker (z.b. UPAT EXA 12/55). Montageanleitung FST 115 Seite 6 von 7 Technische Änderungen vorbehalten

Torachse Sie haben auch die Möglichkeit die Laufrollenböcke direkt auf dem Fundament zu befestigen. Hierbei müssen Sie nur darauf achten, dass die abschließende Fundamenthöhe mit dem umgebendem Fertigboden eben liegt. Stahldübel Bohrlochtiefe O Bohrloch Anzugsmoment M 12 x 150 145 mm 12 mm 65 NM Bevor die Laufrollenböcke festgeschraubt werden ist mit einer Wasserwaage zu kontrollieren, ob die Böcke waagerecht stehen. Eventuell mit Unterlegbleche ausrichten. Weiter ist darauf zu achten, daß beide Böcke fluchtend ausgerichtet sind (z.b. Linieal anlegen). Nicht an den Grundplatten messen, sondern an den Rollen (Fertigungstoleranzen). Nun wird das Laufrollenprofil mit dem aufgebautem Tor auf die Böcke geschoben. Dabei ist darauf zu achten, daß das Laufrollenprofil innen gesäubert wurde (frei von Sägespäne) sowie die Laufflächen der Laufrollenböcke frei von Steinen u. ä. sind. 10. Inbetriebnahme und Wartungshinweise Nach der Montage und vor der Inbetriebnahme sind unbedingt folgende Punkte durchzuführen. - Laufrollenprofil innen reinigen (ev. Vorhandene Späne entfernen). - Kontrolle, ob das Tor leicht und ohne zu klemmen läuft. Je nach Betätigungsfrequenz, jedoch mindestens einmal jährlich, empfehlen wir, folgende Wartungsarbeiten durchzuführen. - Kontrolle, ob die Laufrollenböcke fluchtend stehen. - Kontrolle, ob das Tor leicht und ohne zu klemmen läuft. - Kontrolle der oberen Torführung. - Kontrolle der Befestigungsschrauben. - Kontrolle, ob das Tor korrekt in den Auflaufschuh bzw. In die Einlaufgabel läuft. - Kontrolle der Verschmutzung im Inneren des Laufrollenprofils, geg. Reinigen. Bitte beachten Sie, daß für karftbetätigte Tore besondere Vorschriften gelten, die unbedingt einzuhalten sind. Technische Änderungen vorbehalten, ohne Gewähr! Montageanleitung FST 115 Seite 7 von 7 Technische Änderungen vorbehalten