en Artikelgruppe 1.60 I161/04/04/1 DE Installationsanleitung für en in den Ausführungen Wechselstrom und Drehstrom (nicht für explosionsgeschützte Ausführung!) Für zukünftige Verwendung sorgfältig aufbewahren!
1.60 en 1. Bestimmungsgemäße Verwendung Kampmann en dienen der dezentralen, kontrollierten Entlüftung von Räumen wie Industriehallen, Kaufhäusern, Werkstätten, Küchen, Versammlungsräumen, Lagerhallen usw.. Die Geräte werden nach dem Stand der Technik und anerkannten sicherheitstechnischen Regeln gefertigt. Dennoch kann es bei der Verwendung zu Gefahren für Personen oder Beeinträchtigungen des Geräts oder anderer Sachwerte kommen, wenn es nicht sachgemäß installiert und in Betrieb genommen wird oder nicht bestimmungsgemäß eingesetzt wird. Die Geräte sind ausschließlich zum Entlüften über das Dach bestimmt. Eine andere oder darüber hinausgehende Benutzung gilt als nicht bestimmungsgemäß. Für hieraus resultierende Schäden haftet allein der Benutzer/Betreiber des Geräts. Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört auch das Einhalten der Hinweise zur Sicherheit, zum Betrieb und zur Instandhaltung/Wartung. Kampmann-en können aufgrund Ihrer Bauart nicht als Brandgasventilatoren eingesetzt werden! Beim Einsatz von Entlüftungsventilatoren müssen Maßnahmen zur Vermeidung des Rückflusses von Gasen aus offenen Abzugsrohren vor Gas- oder anderen offenen Feuerungsstätten getroffen werden! 2. Funktion Kampmann-en führen die verbrauchte Luft, die sich unter der Decke sammelt, senkrecht nach oben direkt ins Freie (siehe Bild unten links). Eine Verschlußklappe, wahlweise selbsttätig oder motorbetätigt, verhindert den unkontrollierten Luftaustausch zur Außenluft. 3. Sicherheitshinweise Installation und Montage sowie Wartungsarbeiten an elektrischen Geräten dürfen nur von einer Elektrofachkraft im Sinne der VDE durchgeführt werden. Der Anschluss ist gemäß den gültigen VDE-Bestimmungen und den Richtlinien der EVU auszuführen. Bei Nichteinhaltung der Vorschriften und der Bedienungsanleitung können Funktionsstörungen mit Folgeschäden und Personengefährdung entstehen. Bei Falschanschluss besteht durch Vertauschen der Drähte Lebensgefahr! Vor allen Anschluss- und Wartungsarbeiten sind alle Teile der Anlage spannungsfrei zu schalten und gegen Wiedereinschalten zu sichern. 4. Montage (Beispiele: Seite 7) Die Montage des s erfolgt mit den vier mitgelieferten Schrauben am Dachsockel. Die Deckenhöhe muss am Montageort mindestens 2,3 m (Oberkante Fertigfußboden) betragen! Der darf nur horizontal montiert werden. Eine Neigung der Befestigungsebene von maximal 5 ist zulässig (siehe Bild unten). Bei größeren Dachneigungen ist ein Schrägdachsockel erforderlich. Bei der Montage der selbstätigen Verschlussklappe ist die Drehachse in Gefällerichtung anzuordnen. 5 5 Zulässige Neigung der Befestigungsebene Luftführung 2
1.60 5. Elektrischer Anschluss 5.1. Wechselstrommotor Der Wechselstrom-Außenläufermotor mit Kondensator-Hilfsphase kann mit einem 7-Stufen- Wechselstromschalter durch Spannungsreduzierung 7-stufig geschaltet werden. 5.2. Drehstrommotor Der Drehstrom-Außenläufermotor kann mit einem 2-Stufen-Drehstromschalter (Y / -Schaltung) 2-stufig geschaltet werden. Mit einer Drehstromsteuerung kann der Motor in jeder der beiden Schaltungen (Y oder ) durch Spannungsreduzierung 5-stufig geschaltet werden. Die Ventilatoren werden mit einem Rechtsdrehfeld betrieben! 5.3. Motorvollschutz Der Motorvollschutz erfolgt durch Thermokontakte, die in die Wicklungen des Motors eingebettet sind. Diese schalten den Motor bei jeder unzulässig hohen Erwärmung über den Stufenschalter verriegelnd ab. Der Motor ist so gegen Überlastbetrieb, Über- und Unterspannung, unzulässig hohe Umgebungstemperatur und Festbremsen des Läufers geschützt. Die Thermokontakte erfassen die erhöhte Temperatur, die Auswertung und Abschaltung des Motors erfolgt durch den Stufenschalter. Daher dürfen nur Stufenschalter mit geeigneter Schaltung bzw. eine gleichartige Schalteinrichtung verwendet werden. Andere Schutzeinrichtungen (z. B. thermische Überstromauslöser) bieten bei mehrstufig geschalteten Motoren keinen ausreichenden Schutz. 5.4. Geeignete Schaltgeräte Zur Schaltung und Drehzahlsteuerung der Motoren stehen unterschiedliche Schalter aus dem Lieferprogramm zur Verfügung. Die nachfolgende Tabelle (Seite 4) gibt eine Übersicht über die verwendbaren Schaltgeräte, deren Schaltleistung und der sich daraus ergebenden max. Anzahl en, die an ein Schaltgerät angeschlossen werden können. Bei Verwendung ungeeigneter Schalteinrichtungen und durch Verwendung unzureichender Schutzeinrichtungen können Schäden entstehen. Der Hersteller lehnt in diesen Fällen jegliche Gewährleistung ab. Der elektrische Anschluss ist nur in Anlagen erlaubt, die eine allpolig schaltende Trennvorrichtung vom Netz mit einer Kontaktöffnung von mindestens 3 mm haben! Der parallele Anschluss mehrerer en, auch unterschiedlicher Größe, an einen Stufenschalter ist möglich, wenn die Schaltleistung des Stufenschalters nicht überschritten wird. Die Thermokontakte aller en müssen in Reihe geschaltet werden. Bei Anschluss von mehreren en an einen Stufenschalter empfehlen wir die Verwendung von Zwischenklemmenkästen. 3
1.60 en Max. anschließbare Anzahl en je Stufenschalter Wechselstrom 230 V, 50 Hz 4polig 1-Stufen- Schalter 10 A 7-Stufen- 4 A 7-Stufen- 7,5 A 30772 30774 6polig 1-Stufen- Schalter 10 A 7-Stufen- 4 A 7-Stufen- 7,5 A 30772 30774 Typ 30069 30771 30773 Typ 30069 30771 30773 28401* 15 6 11 28601* 30 16 30 35401* 6 2 5 35601* 22 9 17 40401* 4 1 3 40601* 11 4 8 45401* 2-1 45601* 4 1 3 Drehstrom 400 V, 50 Hz 4-4polig 2-Stufen- Schalter 10 A 2 A 4 A 8 A 6-6polig 2-Stufen- Schalter 10 A 2 A 4 A 8 A Typ 30051 30751 30752 30754 Typ 30051 30751 30752 30754 28443* 30 13 26 30 28663* 30 20 30 30 35443* 20 4 8 16 35663* 30 8 17 30 40443* 9 2 4 7 40663* 23 4 9 19 45443* 6 1 2 4 45663* 13 2 5 10 50443* 3-1 3 50663* 9 2 4 8 56443* 2 - - 1 56663* 6 1 2 4 6 Schaltplan 6.1 Schaltplan Wechselstromausführung 6.2 Drehrichtungsumkehr Durch Vertauschen der Motoranschlüsse Z1 und U2 kann die Drehrichtung der Motoren umgekehrt werden. Verbindung U1 - Z1 ändern in: U1 - Z2 Verbindung U2 - Z2 ändern in: U2 - Z1 C B M 1/N/PE 230V/50Hz C B M 1/N/PE 230V/50Hz U1 Z1 Z2 U2 U1 Z2 Z1 U2 U1 V1 W1 U2 V2 W2 U3 V3 W3 U1 V1 W1 U2 V2 W2 U3 V3 W3 L1 N L1 N Farbkennung der Motoradern: U1 U2 Z1 Z2 Braun 4 Blau Schwarz Orange Grün-. gelb Weiß Weiß
1.60 6.3 Schaltplan Drehstromausführung U1 V1 W1 U2 V2 W2 U3 V3 W3 L1 L2 L3 Einstufiger Betrieb Stufe 1: Y-Schaltung U1 V1 W1 U2 V2 W2 U3 V3 W3 L1 L2 L3 Einstufiger Betrieb Stufe 2: -Schaltung U1 V1 W1 U2 V2 W2 U3 V3 W3 7. Inbetriebnahme 7.1 Prüfungen vor der Inbetriebnahme Vor Inbetriebnahme der en sind folgende Prüfungen durchzuführen: (Beachten Sie bitte auch die Hinweise zur Inbetriebnahme anderer Anlagenteile.) Ist der Schutzleiter an allen Geräten richtig angeschlossen? Sind die Thermokontakte richtig angeschlossen? (bei mehreren en Thermokontakte in Reihe?) Sind alle Leitungen entsprechend den Schaltplänen richtig angeschlossen? 7.2 Inbetriebnahme Nach ordnungsgemäßer Durchführung der genannten Prüfungen wird der durch Einschalten der Spannung zum Stufenschalter und Einschalten des Stufenschalters in Betrieb genommen. 7.3 Prüfungen nach der Inbetriebnahme 2-Stufen-Betrieb Nach Inbetriebnahme der en sind folgende Prüfungen durchzuführen: Drehrichtungsänderung Durch Vertauschen von zwei der drei Phasen, z. B. L1 und L2, kann die Drehrichtung geändert werden. Der parallele Anschluss mehrerer en, auch unterschiedlicher Größe, an einen Stufenschalter ist möglich, wenn die Schaltleistung des Stufenschalters nicht überschritten wird. Die Thermokontakte aller en müssen in Reihe geschaltet werden. Bei Anschluss von mehreren en an einen Stufenschalter empfehlen wir die Verwendung von Zwischenklemmenkästen. Laufen die Ventilatoren bei allen en in allen Schaltstufen in richtiger Richtung? Die Drehrichtung ist durch den Drehrichtungspfeil angegeben. Die Luft muss vom Ventilator angesaugt werden. -Nur bei Ausführung Drehstrom 400V: Bei falscher Drehrichtung aller Ventilatoren in allen Stufen tauschen Sie 2 Phasen am Stufenschalter. Bei falscher Drehrichtung einzelner Ventilatoren prüfen Sie die Verdrahtung der falsch laufenden Ventilatoren. Farbkennung der Motoradern: U1 V1 W1 U2 V2 W2 Braun Blau Schwarz Rot Grau Orange Grün-. gelb Weiß Weiß 5
1.60 en Werden die Ventilatoren über den Thermokontakt verriegelnd abgeschaltet? Hierzu klemmen Sie am Stufenschalter einen Draht von Klemme ab (Achtung: 230V!). Alle Ventilatoren müssen sofort abschalten. Am Stufenschalter muss die Betriebsbereitschaftsleuchte erlöschen. Schließen Sie den Draht an Klemme wieder an. Die Ventilatoren dürfen nicht wieder anlaufen. Entriegeln Sie den Stufenschalter und schalten Sie wieder ein. Die Ventilatoren müssen wieder anlaufen. Zur Kontrolle der kompletten Thermokontaktverdrahtung klemmen Sie die Anschlussadern aller Thermokontakte einzeln kurzzeitig ab. Drehen alle Lüfter frei oder sind Schleifgeräusche hörbar? Sobald Schleifgeräusche auftreten, ist die Ursache zu ermitteln. Oft ist ein verspannt eingebautes Gerät der Grund.. 8. Wartung Reinigung 8.1. Gehäuse Das Gehäuse des s ist wartungsfrei. Äußere Verschmutzungen des Gehäuses haben keinen Einfluss auf die Funktion des Geräts. Eine Reinigung ist lediglich aus optischen Gründen erforderlich. Öffnen des Gehäuses: Zur Wartung des Motors und der Verschlussklappe kann der obere Gehäusedeckel entfernt werden. Dazu lösen Sie die vier Schrauben und nehmen den Deckel ab. Motor und Verschlussklappe sind zur Reinigung und Wartung zugänglich. 8.2. Motor Der Außenläufermotor des s ist wartungsfrei. Die beidseitig geschlossenen Rillenkugellager des Motors sind auf Lebensdauer gefettet. Ablagerungen auf den Flügeln des Ventilators verringern die Luftleistung. Ventilator und Schutzgitter sind in regelmäßigen Intervallen zu prüfen und bei Verschmutzung zu reinigen 9. Elektrische Anschlusswerte Wechselstrom 230 V, 50 Hz 4polig Leistungsaufnahme [kw] Stromaufnahme [A] 6polig Leistungsaufnahme [kw] Stromaufnahme [A] 28401 * 0,12 0,65 28601 * 0,037 0,2 35401 * 0,30 1,45 35601 * 0,09 0,43 40401 * 0,50 2,28 40601 * 0,17 0,82 45401 * 0,84 4,12 45601 * 0,38 2,38 Drehstrom 3 x 400 V, 50 Hz 4-4polig Leistungsaufnahme [kw] / Y Stromaufnahme [A] / Y 6-6polig Leistungsaufnahme [kw] / Y Stromaufnahme [A] / Y 28443 * 0,08 / 0,06 0,21 / 0,10 28663 * 0,03 / 0,02 0,09 / 0,04 35443 * 0,24 / 0,18 0,48 / 0,30 35663 * 0,08 / 0,06 0,21 / 0,11 40443 * 0,46 / 0,35 0,88 / 0,61 40663 * 0,17 / 0,11 0,41 / 0,22 45443 * 0,78 / 0,52 1,62 / 0,94 45663 * 0,29 / 0,20 0,75 / 0,43 50443 * 1,38 / 0,97 2,64 / 1,74 50663 * 0,39 / 0,25 0,97 / 0,49 56443 * 2,26 / 1,64 4,37 / 2,79 56663 * 0,66 / 0,37 1,64 / 1,28 6
1.60 10. Anordnungsbeispiele auf Flachdachsockel mit Schalldämpfer auf Schrägdachsockel mit Schalldämpfer 1 3 Verschlussklappe, motorbetätigt, Typ _*_110 4 Ansaugstutzen, elastisch, Typ _*_200 5 Gegenflansch, Typ _*_300 7 Flachdachsockel mit Schalldämpfer, Typ _*_500 10 Übergang für Dachsock. mit Schalldä., Typ _*_800 12 Eindichtprofil, Lieferumfang des Dachsockels (7) 13 Wickelfalzrohr/Flexrohr, bauseits -Leergehäuse auf Schrägdachsockel mit Schalldämpfer 1 2 Verschlussklappe, selbsttätig, Typ _*_100 4 Ansaugstutzen, elastisch, Typ _*_200 5 Gegenflansch, Typ _*_300 9 Schrägdachsockel mit Schalldämpfer, Typ _*_700 10 Übergang für Dachsock. mit Schalldä., Typ _*_800 12 Eindichtprofil, Lieferumfang des Dachsockels (9) 13 Wickelfalzrohr/Flexrohr, bauseits auf Flachdachsockel, freier Ansaug über Verschlußklappe, selbsttätig 3 Verschlussklappe, motorbetätigt, Typ _*_110 5 Gegenflansch, Typ _*_300 8 Schrägdachsockel, Typ _*_600 11 Leergehäuse, Typ _*_020 12 Eindichtprofil, Lieferumfang des Dachsockels (8) 13 Wickelfalzrohr/Flexrohr, bauseits 1 2 Verschlussklappe, selbsttätig, Typ _*_100 6 Flachdachsockel, Typ _*_400 12 Eindichtprofil, Lieferumfang des Dachsockels (6) 7