Raffael : die Schule von then utor(en): Objekttyp: PfisterBurkhalter, Margarete rticle Zeitschrift: Du : kulturelle Monatsschrift Band (Jahr): 6 (1946) Heft 9 PD erstellt a: 17.06.2017 Persistenter Link: http://doi.org/10.5169/seals289832 Nutzungsbedingungen Die ETHBibliothek ist nbieterin der digitalisierten Zeitschriften. Sie besitzt keine Urheberrechte an den Inhalten der Zeitschriften. Die Rechte liegen in der Regel bei den Herausgebern. Die auf der Plattfor eperiodica veröffentlichten Dokuente stehen für nichtkoerzielle Zwecke in Lehre und orschung sowie für die private Nutzung frei zur Verfügung. Einzelne Dateien oder usdrucke aus diese ngebot können zusaen it diesen Nutzungsbedingungen und den korrekten Herkunftsbezeichnungen weitergegeben werden. Das Veröffentlichen von Bildern in Print und OnlinePublikationen ist nur it vorheriger Genehigung der Rechteinhaber erlaubt. Die systeatische Speicherung von Teilen des elektronischen ngebots auf anderen Servern bedarf ebenfalls des schriftlichen Einverständnisses der Rechteinhaber. Haftungsausschluss lle ngaben erfolgen ohne Gewähr für Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es wird keine Haftung übernoen für Schäden durch die Verwendung von Inforationen aus diese Onlinengebot oder durch das ehlen von Inforationen. Dies gilt auch für Inhalte Dritter, die über dieses ngebot zugänglich sind. Ein Dienst der ETHBibliothek ETH Zürich, Räistrasse 101, 8092 Zürich, Schweiz, www.library.ethz.ch http://www.eperiodica.ch
,i. >Mr 9 & REL : Die Schule von then, Karton des tìesatentwurfs. REL: DIE SCHULE Ji, brosiana Maitand VON THEN Zu den resken der vatikanischen Stanzen Raffaels erhielt sich eine große Zahl von Einzelstudien, aber nur ein einziger Karton, und zwar zu der «Schule von then», eine der Hauptbilder in der sogenannten Caera della Segnatura, die ursprünglich wohl die Biblio thek des kriegerischen Papstes Julius II. (1503 1513) war. Dieser 8 Meter breite und 2,40 Meter hohe, an den seitlichen Rändern beschnittene Karton gehört seit der Gründungszeit zu kostbaren Besitz der Biblioteca brosiana zu Mailand. In ih ist die großartige Koposition einer erlauchten Versalung antiker Philo sophen i wesentlichen bereits endgültig festgelegt. Wenige iguren kaen i Wandbild noch dazu, vor alle der Denker nahe der Mitte i Vordergrund, der die Züge Michelangelos trägt, Raffaels eigenes Bildnis und das des Sodoa rechts und dann die Hallenarchitektur it ihrer iposant feierlichen Syetrie, die den Blick leitet zu den geistigen ührergestalten, zu Plato und ristoteles. Diese beiden Philosophen sind gleichen Ranges gewertet, ergänzen sich und bilden den Mittel und Höhepunkt, u die sich Verehrer, Schüler und ein paar eigenwillige Denker scheinbar zwanglos in bewegten Gruppen ordnen. Durch einfache, aber wirksae Gebärden sind sie voneinander unterschieden: Plato als der Verkünder göttlicher Ideen it nach aufwärts gerichteter Rechten, ristoteles diesseitiger, weltgewandt und aristokratisch in seine Gehaben, als die Verkörperung jenes Mannesideales, das die Kenntnis seiner Lehren in Raffaels röischer Ugebung zu CortegianoTypus herausgebildet hatte. Er ist der eigentliche Repräsentant des Klassischen, wie die Hochrenaissance es verstand. Wesensverwandt und vertraut it seinen Ideen, ist Raffaels Kunst de ristoteles besonders verpflichtet. Nur durch Belehrung aus dritter Hand, zu Zwecke des dargestellten Stoffes, ließe sich die schöpferische Tat der «Schule von then» nicht erklären. I lebendigen Ugang it den Gelehrten und Denkern seiner Zeit erwarb sich der Künstler selbst ein klares Weltbild, das ihn seinerseits zu einer klaren künstlerischen uslegung befähigte. Margarete PjuterBurkhaUer Nächstfolgende Seiten : REL: Die Schule von then. usschnitte
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