T E S T SPEZIAL

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Transkript:

12 2017 SPEZIAL T E S T

ELEKTRO-MOUNTAINBIKES ENERGIESCHUB IM GELÄNDE Das Marktsegment Elektro-Mountainbike wächst rasant. Den einen eröffnet es die Welt der Berge, für die anderen ist es ein Spassgerät für mehr schöne Trailkilometer. Velojournal hat zusammen mit dem «Kassensturz» zwölf neue E-Mountainbikes in freier Wildbahn und im Labor unter die Lupe genommen.

T E S T Marius Graber (Text) Gian Vaitl (Fotos) Der Praxistest startet heftig, steil und lang: Mit den zwölf Elektro-Mountainbikes geht es den berühmt-berüchtigten «Psycho»-Trail vom Bielersee hoch nach Magglingen. Dort steigt die grobe Forststrasse auf fünf Kilometern um 500 Höhenmeter an. Keine leichte, aber eine doch realistische Strecke für Elektroräder, welche für das Gelände und die Berge konzipiert sind. Oft sind E-Mountainbikes gar mit noch längeren Aufstiegen konfrontiert. Auf der Testfahrt dabei sind Modelle von bekannten Bikemarken wie Bergamont, Cube, Flyer, Giant, Scott, Specialized und Wheeler. Hinzu kommen Bikes von Grossverteilern, wie das «Ghost» von SportXX, das «Stoke» von Ochsner Sport, das «Whistle» von Athleticum und das «Diavelo» von Jumbo. Dabei handelt es sich bei allen um sogenannte «Hardtails», also Bikes, die vorne mit einer Federgabel ausgerüstet sind, aber keine Hinterradfederung aufweisen. Das «Diavelo» ist als einziges Bike mit einem Hinterradmotor ausgestattet, alle anderen werden von Mittelmotoren von Bosch, Brose, Shimano oder Yamaha angetrieben. Aufgrund fehlender Serienmodelle konnte der neuste Shimano-Mountainbike-Motor «E8000» im Test noch nicht dabei sein. An der Jurarampe bestätigen sich die Resultate, welche vorgängig im Labor der Berner Fachhochschule erreicht worden waren: Die Motoren sind kräftig genug, dass auch wenig Trainierte solche Steigungen locker bewältigen können. Sie zeigen auch bei noch längeren Anstiegen keine oder nur ganz geringe Leistungseinbussen. Einzig das «Diavelo» bekundet Mühe: Der kleine Hinterradmotor erhitzte sich aufgrund der Steigung so stark, dass er während des Aufstiegs seine Leistung stark drosselte. SENSIBLE UND REAKTIONSSCHWACHE MOTOREN Oben in Magglingen angekommen, prüfen die Tester das Fahrverhalten der Bikes in verschiedenen Fahrsituationen. So werden die Bikes an steilen Rampen, Waldabschnitten mit groben Felsbrocken, Treppenstufen, auf losem Untergrund, in engen Kurven und auf kniffligen Abfahrten miteinander verglichen. Hier zeigen sich grosse Unterschiede im Fahrverhalten und vor allem auch in der Art und Weise, wie die Motoren auf feine Veränderungen beim Treten reagieren. Als sehr harmonisch wurden von den Testern das E-MOUNTAINBIKE-TEST 2017 Prädikat TESTSIEGER TOP PREIS-LEISTUNGSVERHÄLTNIS BESTE REICHWEITE Marke / Modell WHEELER «I-RIDER HD» CUBE «REACTION HYBRID HPA PRO 500» BERGAMONT «E-ROXTER 6.0 PLUS» Ausstattung Antrieb Referenzreichweite Yamaha-«PW-X»-Motor, 500-Wh-Akku, Manitou-«Machete»-Federgabel, Shimano-Scheibenbremse, 20-Gang-Shimano-«Deore/XT»-Schaltung, Schwalbe-27.5 x 2.80-Bereifung, 21,5 Kilo Spitzenleistung Motor 460 Watt, maximales Drehmoment 91 Nm, Unterstützung in allen Trittfrequenzen recht konstant, kaum Wärmeprobleme Ca. 45 km / 1360 Höhenmeter, Verbrauch 11.0 Wh/km Bosch-«Performance CX»-Motor, 500-Wh-Akku, SR-SunTour-«CR29»-Federgabel, 10-Gang-Shimano-«Deore»-Schaltung, Schwalbe-29 x 2.25-Bereifung, 21,5 Kilo Spitzenleistung Motor 475 Watt, maximales Drehmoment 67 Nm, Unterstützung in allen Trittfrequenzen sehr konstant, keine Wärmeprobleme Ca. 46 km / 1390 Höhenmeter, Verbrauch 10.8 Wh/km Bosch-«Performance Cruise»-Motor, 500-Wh-Akku, RockShox-«Recon»-Federgabel, 9-Gang-Shimano-«Deore»-Schaltung, Schwalbe-27.5 x 2.8-Bereifung, 21,5 Kilo Spitzenleistung Motor 440 Watt, maximales Drehmoment 52 Nm, Unterstützung in allen Trittfrequenzen recht konstant, keine Wärmeprobleme Ca. 49 km / 1460 Höhenmeter, Verbrauch 10.3 Wh/km Fahrverhalten 5.1 4.8 5.0 Ausstattung 5.1 4.7 4.9 Elektrounterstützung 5.4 5.5 5.0 Sensorik / Fahrgefühl mit Motor 4.9 5.0 4.9 Reichweite 5.4 5.5 5.8 TOTAL 5.2 5.1 5.1 Empfehlung Starker Motor kombiniert mit breiten Reifen und guten Komponenten: Perfekt für ernsthaftes E-Mountainbiken. Viel E-Mountainbike für wenig Geld: Starker, guter Motor, grosser Akku und ordentliches Fahrverhalten im Gelände. Preis 3590 Franken 2499 Franken 2999 Franken erhältlich bei Fachhandel Fachhandel / M-Way Fachhandel Trotz des etwas schwächeren Motors Topnoten im Praxistest: Die breiten Plus-Reifen sorgen für gutes Fahrverhalten und viel Traktion. Info / Web www.wheeler.ch www.cube.eu www.bergamont.com 14 2017 SPEZIAL

SO WURDE GETESTET Die E-Mountainbikes wurden in einem grossen Praxistest im Gelände sowie auf einem Prüfstand getestet. Im Praxistest beurteilten neun Tester, unter ihnen drei ausgebildete Fahrtechnik-Lehrer, Gelegenheitsbiker und erfahrene E-Mountainbiker, das Fahrverhalten, die Sensorik des Motors, Bremsen, Schaltungen und Bedienbarkeit. Auf dem Prüfstand der Berner Fachhochschule in Biel wurden unterschiedliche Tretgeschwindigkeiten, Trittkraft, Steigungen und Geschwindigkeiten simuliert. Über das Pedal wurde die Kraft des Fahrers eingeleitet, beim Hinterrad massen Sensoren, wie viel Kraft zusammen auf dem Boden ankommt. So konnten Unterstützungsfaktor, Maximalleistung sowie das maximale Drehmoment ermittelt werden. Beim Belastungstest zeigte sich, wie sich die Motoren auf langen, steilen Steigungen verhalten. Bei der technischen Prüfung wurden Qualität und Funktionalität der verbauten Komponenten untersucht. Für die Gesamtbeurteilung wurden das Fahrverhalten des Bikes im Gelände, die Sensorik und die Kraft des Motors mit je 25 Prozent bewertet, die Ausstattung mit 15 und die Reichweite mit 10 Prozent. Pneu, Federgabel und Lenkverhalten sind entscheidender als der Motor. BESTES FAHRGEFÜHL MIT MOTOR TOP-AUSSTATTUNG TOP-FAHRVERHALTEN HAIBIKE «XDURO HARDNINE 5.0» FLYER «UPROC 2 4.10» SPECIALIZED «TURBO LEVO HARDTAIL COMP CE 6FATTIE» Bosch-«Performance CX»-Motor, 500-Wh-Akku, SR-SunTour-«Raidon Air»-Federgabel, 11-Gang- Sram-«NX»-Schaltung, Schwalbe-29 x 2.35-Bereifung, 21,5 Kilo Panasonic-«Multispeed»-2-Gang-Motor, 500-Wh-Akku, Manitou-«Machete»-Federgabel, 22-Gang-Shimano-«SLX»-Schaltung, Schwalbe- 29 x 2.25-Bereifung, 22,9 Kilo Brose-Motor, 460-Wh-Akku, RockShox-«Reba»- Federgabel, 10-Gang-Sram-«GX»-Schaltung, Specialized-27.5 x 3.0-Bereifung, 21,8 Kilo Spitzenleistung Motor 470 Watt, maximales Drehmoment 72 Nm, Unterstützung in allen Trittfrequenzen sehr konstant, keine Wärmeprobleme Ca. 44 km / 1330 Höhenmeter, Verbrauch 11.3 Wh/km Spitzenleistung Motor 455 Watt, maximales Drehmoment 81 Nm, Unterstützung bei höherer Trittfrequenz zunehmend, keine Wärmeprobleme Ca. 38 km / 1150 Höhenmeter, Verbrauch 11.3 Wh/km Spitzenleistung Motor 330 Watt, maximales Drehmoment 67 Nm, Unterstützung in allen Trittfrequenzen recht konstant, keine Wärmeprobleme Ca. 37 km / 1090 Höhenmeter, Verbrauch 12.6 Wh/km 4.7 4.8 5.1 5.1 5.2 5.2 5.4 5.2 4.6 5.1 4.7 4.9 5.4 4.8 4.6 5.1 5.0 4.9 Ideal für intensiven Einsatz: Starker, sehr empfindlich reagierender Motor, grosser Akku, gute Ausstattung. Dank Zweigang-Getriebe-Motor grosser Übersetzungsbereich und hohes Drehmoment, gut ausgestattet für intensiven Einsatz. Für passionierte Biker, die im Gelände grossen Spass haben wollen und dafür nicht den stärksten Motor brauchen. 3499 Franken 3999 Franken 4199 Franken Fachhandel Fachhandel Fachhandel www.haibike.com www.flyer.ch www.specialized.com 15 2017 SPEZIAL

Leserangebot: Dres Balmers «Rund ums Schwarze Meer» und «Querpass» KOMFORT FINDET STADT. DAS STERZING GT. 120 Nm. 250, 500, 850 W, 1.05 kwh. LESERANGEBOT RUND UMS SCHWARZE MEER 320 Seiten, gebunden, mit Farbfotos, Routenskizzen und Serviceteil, Rotpunktverlag, 2016. Komfortabel vorbei an den Lichtern der Stadt. Egal ob beim Cruisen durch die City oder bei einer Spritztour durch die Felder: Dank seines kraft vollen Antriebs und einer Akkuleistung von bis zu 1,05 kwh ist DAS STERZING GT der optimale Allrounder für die Arbeitswoche und das Wochenende. So glänzt das Pedelec durch makellose Performance und auffallendes Design. M1-Sporttechnik: jahrzehntelange Composite-Erfahrung der Fritzmeier-Gruppe und bahnbrechendes Pedelec-Design. «QUERPASS MIT DEM VELO VOM BODENSEE ZUM GENFERSEE» 176 Seiten, Herausgeber: Verlag Velojournal, erschienen im Werd-Verlag, 2009. Kombiangebot für Velojournal-LeserInnen bis Ende Juni 2017 Preis: Fr. 49. inkl. Versand (statt Fr. 62. ) NAME VORNAME STRASSE/NR. PLZ/ORT TELEFON E-MAIL DATUM, UNTERSCHRIFT Einsenden an: Velojournal, Schwarzmeer und Querpass, Cramerstrasse 17, 8004 Zürich VJSPEZIAL_2017 M1-Sporttechnik GmbH & Co. KG, Am Weiglfeld 15, 83629 Weyarn m1-sporttechnik.de

T E S T Haibike und das Cube mit den Bosch-«CX»-Motoren beurteilt, aber auch die beiden Modelle von Specialized und Scott mit dem Motor des deutschen Automobilzulieferers Brose. Auch das Wheeler mit dem neuen Yamaha-Motor sowie das Bergamont mit dem Bosch-«Performance»-Motor schnitten sehr gut ab. Abgefallen ist auch hier das «Diavelo»: Sein Motor reagiert nicht wie alle anderen Bikes auf die Kraft des Fahrers, sondern einzig und erst noch verzögert auf die Drehbewegung der Kurbeln. REIFEN SCHLAGEN MOTOREN Verblüfft waren die Tester, dass die Differenzen zwischen den Mittelmotoren für den Spass im Gelände keine grosse Rolle spielten. Das mag daran liegen, dass die renommierten Motoren unterdessen alle auf einem sehr hohen Niveau angekommen sind. Aber auch daran, dass die Kraft ja vor allem kontrolliert auf das Gelände gelangen muss. Hier zeigten sich besonders die Vorteile guter und vor allem breiter Reifen. Die dicksten Exemplare im Test waren am «Levo» von Specialized montiert und rund 70 Millimeter breit, was fürs Erste vielleicht etwas gar grobstollig aussehen mag. Dank E-Motor-Zusatzpower limitiert nicht mehr die Oberschenkelkraft Steigungen, sondern die Haftung des Pneus am Boden. Daher ist es durchaus sinnvoll, mit einem breiten Reifen für mehr Traktion zu sorgen. Die Breitbereifung sorgt aber auch für mehr Fahrkomfort und bessere Steuerbarkeit, vor allem auf losem Untergrund. Nach dem Pneu ist die Federgabel entscheidend für das Fahrgefühl im Gelände. Solid konstruierte Federgabeln, die in der Federhärte (am besten über Luftdruck) und Dämpfung auf den Fahrer abgestimmt sind, ermöglichen eine spürbar bessere Kontrolle über das Bike und ein sichereres Fahrgefühl. Schlecht bis gar nicht einstellbaren Federgabeln wie zum Beispiel am «Stoke» waren auf der anderen Seite geradezu Spassbremsen. DIE BEDIENUNG: PURISTISCH BIS OPULENT Ganz unterschiedlich lösen die verschiedenen Hersteller die Bedienung und die Anzeige der wichtigsten Fahrinformationen. Puristisch löst dies Specialized mit einer Anzeige einzig seitlich am Akku das war den Testern dann aber zu wenig. Mehr Informationen am Lenker wären jedoch in Kombination mit einem Smartphone E-MOUNTAINBIKE-TEST 2017 FORTSETZUNG Marke / Modell GIANT «DIRT E1 2» SCOTT «E-ASPECT 720» STOKE «E-BLADE» Ausstattung Antrieb Referenzreichweite Yamaha-Sync-Drive»-Motor, 409-Wh-Akku, SR-SunTour-«XCR32»-Federgabel, 18-Gang- Shimano-«Acera/Deore»-Schaltung, Schwalbe-27.5 x 2.25-Bereifung, 22,9 Kilo Spitzenleistung Motor 395 Watt, maximales Drehmoment 92 Nm, Unterstützung in allen Trittfrequenzen recht konstant, kaum Wärmeprobleme Ca. 41 km / 1210 Höhenmeter, Verbrauch 10,1 Wh/km Brose-Motor, 506-Wh-Akku, FOX-«32»-Federgabel, 11-Gang-Shimano-«SLX/XT»- Schaltung, Maxxis-29 x 2.35-Bereifung, 21,2 Kilo Spitzenleistung Motor 295 Watt, maximales Drehmoment 61 Nm, Unterstützung in allen Trittfrequenzen recht konstant, keine Wärmeprobleme Ca. 41 km / 1240 Höhenmeter, Verbrauch 12,3 Wh/km Bosch-«Performance CX»-Motor, 400-Wh-Akku, SR-SunTour-Federgabel, 9-Gang-Shimano-«Alivio/Deore»-Schaltung, Continental-29 x 2.2-Bereifung, 21,6 Kilo Spitzenleistung Motor 450 Watt, maximales Drehmoment 53 Nm, Unterstützung in allen Trittfrequenzen sehr konstant, kaum Wärmeprobleme Ca. 38 km / 1160 Höhenmeter, Verbrauch 10,6 Wh/km Fahrverhalten 4.5 4.7 4.3 Ausstattung 4.8 5.1 4.6 Elektrounterstützung 5.1 4.6 5.1 Sensorik / Fahrgefühl mit Motor 4.7 4.9 5.0 Reichweite 5.0 5.1 4.7 TOTAL 4.8 4.8 4.7 Empfehlung Überzeugt punkto Kraft und Reichweite, auf kniffligen Trails fährt sich das E-Mountainbike nicht ganz so leicht. Gut ausgestattet für intensiven Geländeeinsatz, Motor angenehm fein reagierend, aber nicht superkräftig. Preis 2999 Franken 3599 Franken 2399 Franken erhältlich bei Fachhandel Fachhandel Ochsner Sport Wer ein starkes E-Bike sucht, damit aber nicht unbedingt technisch sehr anspruchsvolle Strecken fährt, bekommt hier viel fürs Geld. Info / Web www.giant-bicycles.ch www.scott-sports.com www.ochsnersport.ch 17 2017 SPEZIAL

oder einem Garmin-GPS-Gerät möglich. Auf der anderen Seite der Skala zeigt das hauseigene «FIT»-Display von Flyer neben Geschwindigkeit, Akkustand und Unterstützungsstufe auch noch Temperatur, Steigung, Leistung, Höhenmeter und noch einiges mehr an. Vielen Testern war das aber nicht so wichtig. Sie präferierten eher das kleine Bosch-«Purion»-Display beim linken Handgriff. Das bietet eine gute Mischung aus Einfachheit, Übersichtlichkeit und den nötigen Informationen. Auch beim Handling des Akkus schieden sich die Geister an der speziellen Lösung von Specialized. Der Akku ist zwar schön im Rahmen integriert, kann aber nur mit einem Sechs-Millimeter-Inbusschlüssel gelöst werden. Stresstest: 500 Höhenmeter auf 5 Kilometer schafften fast alle. SCHALTUNGEN UND ENTFALTUNGEN Grosse Differenzen zeigen sich auch bei den Schaltungen. Zwar sind zusammen mit dem Elektromotor etwas weniger Gänge nötig, weil man gerade am Berg gar nicht die ganz langsamen Geschwindigkeiten fahren muss. Insbesondere die ganz leichten Gänge fehlen aber bei vielen Velos, was das Fahren von kniffligen Stellen bei niedrigerem Tempo oder eben eine Steigung E-MOUNTAINBIKE-TEST 2017 FORTSETZUNG Marke / Modell WHISTLE «B-WARE» GHOST «E-MTB KATO 2» DIAVELO «E950I» Ausstattung Antrieb Referenzreichweite Bosch «Performance CX» mit «Purion»-Display, 400-Wh-Akku, SR-Suntour-«650B»-Federgabel, Shimano-«BR-M315»-Scheibenbremse, 10-Gang-Shimano-«Deore/ XT»-Schaltung, Schwalbe-27.5 x 2.25-Bereifung, 21,9 Kilo Spitzenleistung Motor 510 Watt, maximales Drehmoment 66 Nm, Unterstützung in allen Trittfrequenzen sehr konstant, kaum Wärmeprobleme Ca. 40 km / 1190 Höhenmeter, Verbrauch 10,1 Wh/km Shimano-«Steps E6000»-Motor, 418-Wh- Akku, RST-Federgabel, 9-Gang-Shimano-«Deore»-Schaltung, Schwalbe-29 x 2.25-Bereifung, 20,8 Kilo Spitzenleistung Motor 360 Watt, maximales Drehmoment 45 Nm, Unterstützung in allen Trittfrequenzen sehr konstant, keine Wärmeprobleme Ca. 44 km / 1320 Höhenmeter, Verbrauch 9,5 Wh/km Diavelo-Hinterradmotor, 420-Wh-Akku, RST-Federgabel, 9-Gang-Shimano-«Alivio»- Schaltung, Kendatire-27.5 x 2.35-Bereifung, 24,6 Kilo Spitzenleistung Motor 385 Watt, maximales Drehmoment 40 Nm, Unterstützung mit Trittfrequenz zunehmend, Wärmeprobleme, deutlicher Leistungsabfall bereits nach ca. 500 Höhenmeter Ca. 28 km / 840 Höhenmeter, Verbrauch 17,6 Wh/km Fahrverhalten 4.2 4.4 3.7 Ausstattung 4.6 4.8 4.3 Elektrounterstützung 5.3 4.5 3.8 Sensorik / Fahrgefühl mit Motor 4.7 4.8 3.6 Reichweite 4.9 5.3 3.8 TOTAL 4.7 4.7 3.8 Empfehlung Ausstattung für intensives Biken etwas einfach, aber kräftiger, guter Motor. Dank sehr effizientem Motor ideal für längere, technisch nicht zu anspruchsvolle Touren. Preis 2599 Franken 2699 Franken 2290 Franken erhältlich bei Athleticum SportXX Jumbo Info / Web www.athleticum.ch www.sportxx.ch www.diavelo.swiss Geht als E-Bike für gemächliche, nicht allzu steile Fahrten, im Gelände taugt das Modell aber nichts. 18 2017 SPEZIAL

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T E S T mit wenig Motorunterstützung schwierig macht. Da gibt es noch Nachholbedarf, zumal die meisten Velos auf der anderen Seite eher strengere Gänge eingebaut haben, als unbedingt nötig wäre. Das breiteste Gangspektrum bietet der Flyer mit dem neuen Panasonic-Motor mit eingebautem Zweigang-Getriebe. Damit hat man auf langen Asphaltanfahrten ebenso geeignete Gänge wie im steilsten Gelände. WORAUF ACHTEN? Der Test zeigt deutlich, dass ein starker Motor alleine noch kein gutes Elektro-Mountainbike hermacht. Ebenso wichtig für die Fahrt im Gelände sind Bereifung, Federgabel, zuverlässige Bremsen, ein gutes Lenkverhalten sowie das feine Reagieren des Motors. Je schwieriger das Gelände, desto wichtiger werden gerade diese Faktoren. Wer ausschliesslich auf guten Wegen und Forststras sen fährt, kommt auch mit einer einfacheren Ausstattung gut zurecht und kann daher den Motor etwas stärker gewichten. Wer Freude an technisch anspruchsvolleren Fahrsituationen hat und sich auch in etwas gröberes Gelände vorwagt, sollte unbedingt auf eine gute Ausstattung achten. Für diese FahrerInnen liegen hier die entscheidenderen Unterschiede als bei den Differenzen zwischen den Motoren. Am Ende des Praxistests standen auf der Beliebtheits skala ganz oben deshalb nicht Modelle mit einem bestimmten Motor, sondern jene mit breiten Reifen und hochwertigen Federgabeln. Die Test-Crew mit Instruktoren, Gelegenheitsbikern und Elektro-Novizen. REICHWEITE Natürlich möchte man wissen, wie weit man mit einem E-Mountainbike ungefähr fahren, wie viele Höhenmeter man mit einer Akkuladung überwinden kann. Dies ist leider nicht ganz einfach zu beantworten. Das hängt nicht nur von Akku und Motor ab, sondern auch von vielen weiteren Faktoren wie Gewicht und Tretleistung des Fahrers, den zu überwindenden Steigungen, der Bodenbeschaffenheit, dem Luftdruck in den Reifen und dem Rollwiderstand des Velos sowie Gegenwind und Temperatur. Um die Reichweiten der zwölf E-Moun tain bikes miteinander vergleichen zu können, ermittelten die Ingenieure in Biel auf dem Prüfstand eine Referenzreichweite. Sie bezieht sich auf ein Fahrergewicht von 80 Kilo und eine durchschnittliche Steigung von 3 Prozent (das entspricht ungefähr der Steilheit der Gotthard-Autobahn). Reichweitenkönig wurde das Bergamont «E-Roxter 6.0 plus» mit dem Bosch-«Performance»-Motor. Es schaffte unter diesen Bedingungen mit einer Akkuladung 49 Kilometer beziehungsweise eine Höhendifferenz von 1470 Metern. Das schlechteste Velo im Test, das Diavelo «E950I», erreichte mit einer Ladung nur gerade 28 Kilometer beziehungsweise 840 Höhenmeter. Die Unterschiede sind frappant, obwohl beide Velos über einen Akku mit einer ähnlich grossen Kapazität verfügen. Die Reichweiten zeigen, dass mit den neuen Bikes eine grössere Feierabendrunde oder eine kleinere Tagestour gut mit einem Akku gefahren werden kann. GLEICHER MOTOR, UNTERSCHIEDLICHE ERGEBNISSE Auf den ersten Blick mag erstaunen, dass bei Velos mit demselben Motor unterschiedliche Laborergebnisse resultieren. Das lässt sich jedoch gut begründen: Da realitätsgerecht die Leistung nicht beim Motor, sondern beim Hinterrad gemessen wurde, spielen die unterschiedlichen Schaltungen und Bereifungen mit. Insbesondere auf das Drehmoment hat die Schaltung einen wesentlichen Einfluss: je leichter der kleinste Gang, desto grösser das maximal erreichbare Drehmoment. 20 2017 SPEZIAL